Ein Arzt zieht in einem Impfzentrum in Kabul eine Spritze mit Corona-Impfstoff auf. | AP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Impfdosen in Afghanistan drohen abzulaufen ++

Stand: 06.10.2021 20:48 Uhr

Die WHO warnt, dass in Afghanistan rund 1,6 Millionen Impfdosen bald ablaufen. Eine Frau aus dem Lager der Impfgegner hat offenbar Drohschreiben an Ärzte in Thüringen verschickt, die gegen Covid-19 impfen. Alle Entwicklungen im Liveblog.

  • Schweden setzt Moderna bei Jüngeren aus
  • NRW will Maskenpflicht an Schulen lockern
  • Spahn und Wieler rufen zur doppelten Impfung auf
  • Inzidenz laut RKI bei 62,3
  • Landkreistag fordert Ausstieg aus Beschränkungen
6.10.2021 • 20:48 Uhr

Karneval feiern mit 2G in Düsseldorf

In Düsseldorf soll der Karneval in diesem Jahr so normal wie möglich stattfinden. Wo es eng wird, wird die Impfung oder der Genesenen-Nachweis aber zur Pflicht.

6.10.2021 • 20:21 Uhr

Kanada macht Impfung zur Voraussetzung für das Reisen

Reisende in Kanada müssen ab dem 30. Oktober eine vollständige Corona-Impfung vorweisen können, um ein Flugzeug oder einen öffentlichen Zug nutzen zu können. An einer Regelung für das Reisen auf Kreuzfahrtschiffen wird nach Angaben der Regierung derzeit ebenfalls gearbeitet.

Zudem wird die Impfung auch in einigen Berufen zur Pflicht, etwa im Transportsektor. Auch Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes, beispielsweise Polizisten, müssen bis Ende des Monats eine Impfung nachweisen können. Andernfalls droht ihnen ab Mitte November die Freistellung ohne Gehaltszahlung.

6.10.2021 • 20:01 Uhr

OECD mahnt mehr Impftempo an

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat dazu aufgerufen, das weltweite Tempo beim Impfen gegen das Coronavirus zu steigern. Dafür müssten auch die Entwicklungskapazitäten für die notwendigen Impfstoffe in Entwicklungsländern gesteigert werden. Die wirtschaftliche Erholung nach dem Einbruch durch die Pandemie verlaufe international noch sehr unausgewogen.

6.10.2021 • 19:21 Uhr

Italien bescheinigt mRNA-Vakzinen lange Wirkung

Zahlen des Nationalen Gesundheitsinstituts in Italien zufolge hält der Schutz vor einer Ansteckung nach einer Impfung mit mRNA-Vakzinen über Monate an. Zu diesen Impfstoffen zählen auch die Mittel von BioNTech und Pfizer oder Moderna.

Gesundheitsdaten von mehr als 29 Millionen Menschen zeigen demnach, dass auch sieben Monate nach der Impfung eine hohe Immunität gegen eine Infektion bestehe. Bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem allerdings habe der Impfschutz bereits vier Wochen nach der zweiten Dosis nachgelassen.

6.10.2021 • 19:15 Uhr

WHO: Impfdosen in Afghanistan drohen abzulaufen

In Afghanistan drohen nach Angaben der WHO etwa 1,6 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus abzulaufen.

Die Organisation kritisierte, dass seit August die Zahl der Impfungen in dem Land stark nachgelassen habe. Mehrere Impfzentren hätten im September schließen müssen. Tausende Beschäftigte im Gesundheitssystem hätten seit Monaten kein Gehalt mehr bekommen.

Seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hatte die WHO mehrfach gewarnt, dass eh schon schwache Gesundheitssystem des Landes stehe nun unmittelbar vor dem Kollaps.

6.10.2021 • 19:01 Uhr

Frankreich empfiehlt Booster-Impfung für Pflegepersonal

Die französische Gesundheitsbehörde hat ihre Empfehlung für die Corona-Auffrischungsimpfungen ausgeweitet. Nun wird auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Pflegebereich sowie in medizinischen Bereichen, etwa im Krankentransport, dazu geraten, sich ein drittes Mal gegen den Erreger impfen zu lassen.

Im vergangenen Monat hatte die Behörde bereits die Auffrischungsimpfung für Menschen empfohlen, die älter als 65 Jahre sind. Auch Angehörige von Personen, die zu den sogenannten Risikogruppen zählen, etwa durch eine Immunschwäche, wurde zu der dritten Impfdosis geraten.

In Frankreich sind bislang etwa 73 Prozent der gesamten Bevölkerung vollständig gegen Covid-19 geimpft.

6.10.2021 • 17:07 Uhr

Falschnachrichten über Impfungen: Geldstrafe für religiösen TV-Sender

Wegen der Verbreitung von Falschnachrichten zum Coronavirus hat die britische Medienaufsicht dem religiösen TV-Sender Loveworld eine Geldstrafe von 25.000 Pfund auferlegt. Die Moderatoren hätten in zwei Sendungen am 11. und 12. Februar "eine Reihe von nicht belegten, irreführenden und potenziell schädlichen Aussagen" zur Corona-Pandemie und zu Impfstoffen gemacht, teilte die Behörde Office of Communications (Ofcom) mit.

So nannten sie etwa falsche Behauptungen zu Nebenwirkungen und medizinischen Komplikationen der Impfungen. Es sei legitim, dass Sender die Reaktion der Regierung auf die Pandemie sowie mögliche Nebenwirkungen diskutierten und überprüften, so Ofcom. "Die Darstellung irreführender Behauptungen von Loveworld ohne ausreichende Hinterfragung oder Kontext birgt jedoch die Gefahr, dass den Zuschauern ernsthafte potenzielle Schäden zugefügt werden, zu einer Zeit, in der es besonders wahrscheinlich war, dass die Zuschauer nach zuverlässigen Informationen über das britische Impfprogramm suchen."

6.10.2021 • 16:43 Uhr

Anträge auf Wirtschaftshilfen bis Dezember nun möglich

Von der Corona-Pandemie belastete Unternehmen können ab sofort die bis Jahresende verlängerte Überbrückungshilfe beantragen - das zentrale Kriseninstrument der Bundesregierung. Konkret geht es um die Überbrückungshilfe III Plus, und zwar für den Förderzeitraum Oktober bis Dezember 2021. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit.

Die deutsche Wirtschaft habe über den Sommer eine "beeindruckende Aufholjagd" hingelegt, hieß es. Dennoch gebe es weiterhin Bereiche, die unter Corona-bedingten Einschränkungen litten. Diese Firmen könnten die verlängerte Überbrückungshilfe III Plus weiter in Anspruch nehmen.

Antragsberechtigt sind wie zuvor Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent. Bei der Überbrückungshilfe werden fixe Betriebskosten erstattet. Verlängert wird laut Ministerium auch die Neustarthilfe Plus für Soloselbstständige.

6.10.2021 • 15:48 Uhr

Ungeimpfte Hertha-Profis müssen PCR-Tests selbst zahlen

Ungeimpfte Spieler müssen bei Hertha BSC für die PCR-Tests künftig selbst zahlen. Das bestätigte der Berliner Fußball-Bundesligist der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatten die "Bild" und die "B.Z." darüber berichtet. Herthas Sportvorstand Fredi Bobic hatte den beiden Boulevard-Blättern gesagt, dass sie eine Impfquote von über 90 Prozent hätten. "Und das ohne irgendeine Art von Zwang, sondern durch Überzeugung."

Diejenigen, die aber nicht gegen das Coronavirus geimpft sind, müssen nun selbst für die erforderlichen Tests aufkommen. Zwei PCR-Tests in der Woche sieht das aktuell gültige Konzept der Deutschen Fußball Liga vor.

6.10.2021 • 15:23 Uhr

Pfizer will alle über zwölf Jahre in brasilianischer Stadt impfen

Pfizer will alle Einwohner einer Stadt in Brasilien über zwölf Jahre mit seinem Covid-19-Impfstoff impfen, um dessen Wirksamkeit weiter zu untersuchen. Die Studie findet in Toledo, einer Stadt mit 143.000 Einwohnern im Westen des Bundesstaates Parana, in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Impfprogramm Brasiliens, den örtlichen Gesundheitsbehörden, einem Krankenhaus und der staatlichen Universität statt.

Auf diese Weise könne die Entwicklung von Covid-19 unter realen Bedingungen untersucht werden, nachdem die Bevölkerung geimpft worden sei. Es handele sich um die erste Initiative dieser Art zwischen einem Pharmaunternehmen und einem Entwicklungsland, teilt Pfizer mit.

6.10.2021 • 14:45 Uhr

Drohbriefe gegen Thüringer Ärzte wegen Corona-Impfungen

In Thüringen haben mehrere Ärzte, die gegen Covid-19 impfen, Drohbriefe erhalten. Die Briefe einer Person aus dem Lager der Impfgegner seien seit Freitag bei Medizinern eingegangen, sagte Jörg Mertz, Leiter des Pandemiestabs der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), der Nachrichtenagentur dpa. Auch der KV-Vorstand habe einen solchen Brief erhalten. Die Briefe seien von einer "gewissen Radikalität, die wir so nicht kennen", sagte Mertz.

Mertz zufolge ist die Person bekannt, da sie Namen und Adresse in den Briefen hinterlassen habe. Bei der zuständigen Staatsanwaltschaft sei Anzeige erstattet worden. Aus einem Schreiben der KV an Thüringens niedergelassene Mediziner geht hervor, dass die Briefe von einer Frau aus Mühlhausen verfasst wurden.

Diese gebe sich als souveräne Staatsbürgerin aus und unterstelle den Medizinern menschenunwürdiges und hoch korruptes Handeln, für die sie zur Verantwortung gezogen würden, so die KV. Das KV-Schreiben liegt Nachrichtenagentur dpa vor. Der Vorsitzende des Thüringer Hausärzteverbandes, Ulf Zitterbart, zeigte sich entsetzt. "Das ist eine Katastrophe", sagte er der dpa. "Dafür bedroht zu werden, dass wir Menschen die Impfung anbieten, ist irrational, einfach nur traurig."

6.10.2021 • 14:20 Uhr

Schweden setzt Moderna-Impfstoff bei Jüngeren aus

Der Impfstoff von Moderna wird in Schweden vorerst keinen Menschen unter 30 Jahren mehr verabreicht. Die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten hat beschlossen, den Einsatz des Präparats des US-Unternehmens für die Jahrgänge 1991 und jünger vorsichtshalber vorläufig bis zum 1. Dezember auszusetzen. Grund dafür sind Anzeichen eines erhöhten Risikos von Nebenwirkungen wie die Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) oder Herzbeutels (Perikarditis), wie die Behörde mitteilte. Das Risiko, davon betroffen zu sein, sei jedoch äußerst gering. Die betroffene Altersgruppe sollte stattdessen den Impfstoff von BioNTech/Pfizer erhalten, empfahl die Behörde.

6.10.2021 • 14:18 Uhr

Gaststättenverband kritisiert Regelung zu Lohnersatzleistungen

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) im Nordosten sieht durch die neue Regelung zu den Lohnersatzleistungen im Quarantänefall die Vertrauensbeziehung zwischen Mitarbeitern und Arbeitgeber beeinträchtigt. Zum ersten November erhalten ungeimpfte Mitarbeiter, die in Quarantäne gehen müssen, keine Lohnersatzleistungen mehr. Um dies umzusetzen müsse ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter jedoch unter Umständen fragen, ob diese geimpft sind, erklärte Dehoga-MV-Präsident Lars Schwarz. Aber dazu sei der Arbeitgeber nicht berechtigt. Aus Sicht der Dehoga ist die Regelung daher nicht zu Ende gedacht und bringe Spannungen in die Betriebe.

6.10.2021 • 13:24 Uhr

Richter kassieren bayerische Ausgangsbeschränkungen 2020

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat die Corona-Ausgangsbeschränkungen vom Frühjahr 2020 in Bayern für unzulässig erklärt. Die Richter bemängelten insbesondere, dass damals Einzelpersonen ohne "triftigen" Grund nicht ihre Wohnung verlassen durften. Als "triftiger" Grund waren beispielsweise die Berufsausübung, Einkäufe, Sport im Freien oder das Gassi gehen mit dem Hund definiert.

Dies fanden die Richter unverhältnismäßig, insbesondere weil Bayern über die damaligen Bund-Länder-Beschlüsse nach Ansicht des Senats hinausging. Zwar sei die Ausgangsbeschränkung "grundsätzlich geeignet" gewesen, die Übertragung des Coronavirus zu hemmen. In ihrer konkreten Ausgestaltung sei es aber "keine notwendige Maßnahme" gewesen, heißt es in dem Beschluss, wie der Bayrische Rundfunk berichtet.

6.10.2021 • 12:58 Uhr

KMK-Präsidentin: Keine Luftfilter in allen Schulen

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Britta Ernst (SPD), hält eine Ausstattung mit Luftfiltern in allen Schulen unter Verweis auf Experten nicht für tauglich. "Wir halten uns an die Empfehlungen des Umweltbundesamtes, die eine flächendeckende Ausstattung aller Klassenzimmer mit Luftfiltern nicht für sinnvoll halten, weil wir am Lüften nicht vorbeikommen", sagte die Brandenburger Bildungsministerin der Zeitung "Prignitzer". "Wenn Schulträger in Abstimmung mit Eltern der Auffassung sind, mehr Geräte aufstellen zu wollen, steht ihnen das selbstverständlich frei", so Ernst weiter.

Elterninitiativen dringen auf mehr Luftfilter, um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus zu senken. Die Kultusminister der Länder beraten am Donnerstag und Freitag über den Einbau von Luftfiltern, aber auch über den Stand der Digitalisierung in den Schulen.

6.10.2021 • 11:53 Uhr

Städte- und Gemeindebund beklagt ausufernde Bürokratie

Kleine und mittelgroße Gemeinden in Niedersachsen beklagen einen zunehmenden "Bürokratiewahnsinn" und eine aus ihrer Sicht unüberschaubare Menge an komplizierten Förderrichtlinien. Beispielsweise gebe es für die Lüftungstechnik an Schulen mittlerweile sechs verschiedene Regelungswerke mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedingungen, sagte der Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Marco Trips.

Trips zufolge ist es "in Mode gekommen", zunächst große Gesamtsummen anzukündigen und dann Monate dafür zu brauchen, die Detailbestimmungen zu veröffentlichen. Die Beschäftigten in den Rathäusern müssten sich gerade in der Corona-Pandemie durch eine Unzahl von Förderrichtlinien kämpfen, anstatt pauschale Zuweisungen zu bekommen.

6.10.2021 • 11:50 Uhr

Erstmals mehr als 900 Corona-Tote pro Tag in Russland

Erstmals seit Beginn der Pandemie hat Russland mehr als 900 Todesfälle innerhalb eines Tages verzeichnet. Der offiziellen Statistik zufolge starben 929 Menschen innerhalb eines Tages mit dem Virus. Zuletzt ist die Zahl der Neuinfektionen wieder deutlich gestiegen - heute auf 25.100 innerhalb eines Tages.

Seit Tagen verzeichnet das flächenmäßig größte Land mit rund 146 Millionen Einwohnern steigende Todeszahlen. Der Kreml machte dafür die nur schleppend verlaufende Impfkampagne verantwortlich. Nach Angaben der Behörden sind derzeit 42,2 Millionen Menschen komplett geimpft. Das sind knapp 30 Prozent der Bevölkerung.

6.10.2021 • 11:09 Uhr

NRW: Maskenpflicht an Schulen soll gelockert werden

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat eine Lockerung der Maskenpflicht an den Schulen ab dem 2. November in Aussicht gestellt. Unter Berücksichtigung des weiteren Infektionsgeschehens sei es die Absicht der Landesregierung, die Maskenpflicht im Unterricht auf den Sitzplätzen mit Beginn der zweiten Woche nach den Herbstferien abzuschaffen, heißt es in einer Mail des Schulministeriums.

6.10.2021 • 11:03 Uhr

RKI-Präsident kritisiert Aufhebung von Maskenpflicht

RKI-Präsident Lothar Wieler hat die Aufhebung der Maskenpflicht in Schulen etwa in Bundesländern wie Berlin und Bayern kritisiert. "Dies entspricht nicht unseren Empfehlungen", sagt Wieler. Gesundheitsminister Jens Spahn sagt, dass regelmäßige Corona-Tests zwei- bis dreimal die Woche für Sicherheit sorgen könnten.

6.10.2021 • 11:02 Uhr

Italiens Diskotheken sollen wieder öffnen

Nach 20 Monaten Zwangspause sollen Italiens Diskotheken bald wieder öffnen dürfen. Das schlug die Corona-Expertenkommission von Ministerpräsident Mario Draghi vor. Demnach sollen Diskotheken im Innenbereich 35 Prozent der Kapazität erlaubt werden - im Open-Air-Bereich 50 Prozent. Als Voraussetzung für einen Eintritt wird der "Grüne Pass" als Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines Covid-Tests vorgeschrieben. Außerdem sollen - außer auf den Tanzflächen - Masken getragen werden.

6.10.2021 • 10:52 Uhr

Spahn und Wieler rufen zur doppelten Impfung auf

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Menschen in Deutschland dazu aufgerufen, sich in diesem Herbst besonders zahlreich gegen Grippe impfen zu lassen. Weil es in Deutschland im vergangenen Jahr infolge des teilweisen Lockdowns so gut wie keine Grippe gegeben hatte, sei das Risiko einer Grippewelle in diesem Jahr umso höher, sagte Spahn. 27 Millionen Dosen Impfstoffdosen stünden zur Verfügung. Eine Grippeimpfung ist besonders bei Älteren und Menschen mit Vorerkrankungen empfohlen. Auch bei Menschen mit vielen Kontakten sei sie ratsam, sagte Spahn.

Er appellierte auch mit Blick auf die Pandemie, sich impfen zu lassen. Dies könne dabei helfen, eine Überlastung des Gesundheitssystems im weiteren Verlauf des Herbsts und im Winter zu vermeiden. "Doppelt Impfen-Gehen führt auch zu doppeltem Schutz", sagte er mit Blick auf die Grippe und Corona. Auch RKI-Präsident Lothar Wieler fordert zu einer doppelten Impfung auf.

6.10.2021 • 10:00 Uhr

Fast 200.000 Corona-Selbsttests in den USA zurückgerufen

Die australische Medizintechnik-Firma Ellume hat nach eigenen Angaben fast 200.000 Corona-Selbsttests in den USA zurückgerufen, weil sie zu viele falsch-positive Ergebnisse lieferten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte am Dienstag eine Warnung wegen möglicher falsch-positiver Ergebnisse in einigen Chargen der Antigen-Tests von Ellume herausgegeben. Als Grund gab sie Fehler bei der Herstellung der Tests an.

Wie ein Unternehmenssprecher sagte, sind 195.000 der 3,5 Millionen Schnelltests betroffen, die Ellume in die USA geliefert hat. Firmengründer Sean Parsons entschuldigte sich bei den Nutzern, die trotz des positiven Testergebnisses nicht infiziert waren.

6.10.2021 • 08:22 Uhr

Weltweit über fünf Mio Corona-Tote und rund 236 Mio Infizierte

Weltweit haben sich nachweislich mehr als 235,93 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Zählung der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten. Mehr als 5,02 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, seit dieses im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde.

Die weltweit höchsten Zahlen weisen die USA auf. Hier steigen die Infektionszahlen binnen 24 Stunden um mehr als 92.800 auf 44,04 Millionen. Mindestens 2090 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus, insgesamt sind es mehr als 707.400.

6.10.2021 • 07:53 Uhr

Niedersachsen: Beschimpfungen und Drohmails gegen Schulleitungen

Seit Unterrichtsbeginn nach den Sommerferien werden Schulen in Niedersachsen immer wieder mit heftigen Angriffen von Eltern wegen der Corona-Maßnahmen konfrontiert. "Es geht um Einzelfälle, jeder ist allerdings einer zu viel", sagte der Sprecher des Kultusministeriums in Hannover, Sebastian Schumacher, der Nachrichtenagentur dpa. Eltern versuchten mit zweifelhaften Attesten eine Befreiung von der Präsenz-, Test- oder Maskenpflicht zu erwirken und drohten Schulleitungen mit Klagen. In Einzelfällen erhielten Schulleitungen und Lehrkräfte Drohmails oder würden persönlich beschimpft. Zahlen zu den Vorfällen nannte das Ministerium nicht.

Die Vorsitzende des Schulleitungsverbands, Andrea Kunkel, sagte, an jeder Schule gebe es das Thema, dass Eltern ihre Kinder nicht testen lassen wollen. Seit den Sommerferien herrscht wieder Präsenzpflicht. Wer dem Unterricht fernbleibt, weil er oder sie keine Corona-Selbsttests machen will, wird laut Kultusministerium wie ein "Schulschwänzer" behandelt.

6.10.2021 • 07:48 Uhr

Corona und Grippe - Spahn und Wieler bereiten auf Herbst vor

Der befürchtete Anstieg an Corona- und Grippe-Infektionen im Herbst und Winter ist heute Thema bei der Bundespressekonferenz um 10 Uhr in Berlin. Dazu treten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, gemeinsam vor die Öffentlichkeit. Im Zentrum soll das Thema Impfen stehen. Mit dabei ist auch der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens. 

Das RKI hatte in seinem jüngsten Wochenbericht eine Zunahme bei den Corona-Zahlen vorhergesagt. Als Gründe nannte das RKI, dass es noch immer eine große Zahl ungeimpfter Menschen gebe und Kontakte in Innenräumen im Herbst zunähmen. Zudem fürchten Ärzte eine Grippewelle.

6.10.2021 • 06:24 Uhr

Landkreistag fordert Weg aus Maßnahmen

Der Präsident des Landkreistages, Reinhard Sager (CDU), hat eine schrittweise Lockerung der Corona-Maßnahmen gefordert. "Bund und Länder sollten einen Ausstiegspfad verabreden, der uns aus den pandemiebedingten Einschränkungen herausführt", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Das muss offen diskutiert werden, ansonsten nimmt die Unzufriedenheit mit politischen Entscheidungen zu Corona weiter zu."

Er sagte: "Wir sind optimistisch, dass wir langsam, aber sicher aus der Pandemie herauswachsen werden. Dieses Signal sollte auch die Politik aussenden." Dazu sei es notwendig, die Impfquote weiter zu steigern. "Sollte es große Impflücken bei bestimmten Berufsgruppen wie Erziehern, Lehrerinnen und Pflegekräften geben, muss über eine Impfpflicht für diese Tätigkeiten nachgedacht werden", sagte er.

6.10.2021 • 06:23 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 62,3

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut leicht auf 62,3 gesunken. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter meldete, wurden binnen eines Tages 11.547 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und 76 weitere Todesfälle registriert.  Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 63,6 gelegen, vor einer Woche bei 61. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche an. Insgesamt starben in Deutschland seit Beginn der Pandemie 93.959 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Pandemiebeginn liegt laut RKI bei 4.271.734.