Baden-Württemberg, Singen am Hohentwiel: Ein Labor-Mitarbeiter hält einen Ständer mit diversen Rachenabstrichröhrchen in den Händen. | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Anteil von Corona-Mutante bei 72 Prozent ++

Stand: 17.03.2021 23:31 Uhr

Der Anteil der ansteckenderen Corona-Variante B.1.1.7 beträgt in Deutschland laut dem Robert Koch-Institut inzwischen 72 Prozent. Niedersachsen startet Selbsttests an Schulen. Die Entwicklungen vom Mittwoch zum Nachlesen.


  • Anteil von Corona-Mutante auf 72 Prozent gestiegen
  • WHO hält an AstraZeneca-Impfungen fest
  • EU erwägt neue Impfstoff-Exportverbote
  • Landkreis Greiz in Thüringen: Inzidenz steigt auf 525,7
  • RKI meldet fast 13.500 Neuinfektionen
17.3.2021 • 23:31 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Corona-Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse!

17.3.2021 • 22:26 Uhr

Brasilien meldet Höchstwert bei Neuinfektionen

Brasilien meldet 90.303 Neuinfektionen und damit so viele wie nie zuvor. Die Zahl der Toten stieg um 2648, der zweithöchste Wert nach dem Rekord des Vortages. In dem Land mit 211 Millionen Einwohnern sind damit 11,7 Millionen Infektionen und 284.775 Todesfälle verzeichnet.

17.3.2021 • 22:13 Uhr

Laschet verteidigt AstraZeneca-Impfstopp

CDU-Chef Armin Laschet hat den vorsorglichen Stopp der AstraZeneca-Impfungen verteidigt. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe keine andere Möglichkeit gehabt, als den Empfehlungen des Paul-Ehrlich-Instituts zu folgen, sagte er in der ARD. Das für die Impfstoff-Sicherheit zuständige Institut hatte wegen möglicher Gesundheitsrisiken dazu geraten, Impfungen mit dem Astrazeneca-Stoff auszusetzen. "Da kann Politik gar nicht anders, als der Wissenschaft folgen", sagte Laschet. Der NRW-Ministerpräsident stellte sich vor den kritisierten Gesundheitsminister. Spahn habe "den schwersten Job überhaupt".

17.3.2021 • 21:13 Uhr

Slowakei verlängert Notstand und verbietet Urlaubsreisen

Die slowakische Regierung hat den schon seit 1. Oktober geltenden Notstand verlängert. Er wäre am Freitag ausgelaufen, gilt aber nun weitere 40 Tage bis zum 28. April. Der Notstand erlaubt den Behörden unter anderem die Zwangsrekrutierung und -verlegung von Gesundheitspersonal sowie das Verhängen von Ausgangssperren. Die Opposition warf der Vier-Parteien-Koalition von Ministerpräsident Igor Matovic vor, die Notstandsregeln zu missbrauchen, um Proteste zu verbieten.

Zugleich beschloss die Regierung ein Verbot von touristischen Auslandsreisen und verschärfte damit die bestehenden Ausgangsbeschränkungen. Das Kabinett reagierte damit auf Kritik an den bisherigen Notstandsregeln. Diese schränkten zwar die Bewegungsfreiheit im Inland stark ein, erlaubten aber Auslandsurlaube.

17.3.2021 • 20:54 Uhr

Festnahmen bei Corona-Protest in Dublin

Bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen hat die Polizei in Dublin 16 Menschen festgenommen. Dutzende demonstrierten in der irischen Hauptstadt zumeist ohne Mund-Nasen-Masken unter anderem vor dem Gebäude des Senders RTÉ, wie örtliche Medien berichteten. Das waren aber deutlich weniger als die Behörden anlässlich des Feiertags St. Patrick's Day erwartet hatten. In einem Park versammelten sich zudem mehrere Hundert Kritiker der scharfen Ausgangs- und Kontaktvorschriften. Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot von etwa 2500 Sicherheitskräften präsent. Vor einem Monat hatten Protestierende in Dublin sich Handgemenge mit Beamten geliefert und die Polizei mit Feuerwerkskörpern attackiert. In der ganzen Stadt waren Polizisten unterwegs, um die Ausgangsvorschriften zu überwachen.

Irische Polizisten nehmen einen Teilnehmer des Protests gegen die Corona-Maßnahmen in Dublin fest. | dpa

Irische Polizisten nehmen einen Teilnehmer des Protests gegen die Corona-Maßnahmen in Dublin fest. Bild: dpa

17.3.2021 • 20:31 Uhr

Es wird einsamer um Spahn

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) muss zunehmend Kritik hinnehmen. Die deutsche Impfkampagne lahmt noch immer, es fehlen Schnelltests - und nun auch der vorübergehende Stopp der Impfungen mit dem Präparat von AstraZeneca. Das alles kratzt auch am Image des Ministers, analysiert Corinna Emundts.

17.3.2021 • 19:54 Uhr

Kieler Woche auf September verschoben

Wegen der weiterhin angespannten Corona-Lage wird die Kieler Woche erneut von Ende Juni auf September verschoben. "Mit dem Ausbau der Teststrategie und dem Fortschritt bei den Impfungen werden wir im September hoffentlich in einer Situation sein, in der eine Kieler Woche näher am "Original" möglich sein wird", sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). Bereits 2020 hatte das Sommerfest erst im September und anders als gewohnt stattgefunden.

Die Kieler Woche lebe"«von Spontaneität und besonderen Gemeinschaftserlebnissen", sagte Kämpfer. Die Stadt könne wegen der Corona-Pandemie aber "auch nicht ausschließen, dass trotz der Verlegung doch noch eine Absage notwendig wird".

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) unterstützte die Entscheidung der Stadt zur Verschiebung. "Die Aussichten auf eine richtige Kieler Woche wachsen mit jedem weiteren Monat", sagte der Regierungschef. "Dieses tolle Festival wird deshalb im September weit mehr bieten können als im Juni. Die Kieler Woche wird stattfinden. Das ist ein gutes Signal."

Segelboote sammeln auf der Kieler Förde vor dem HDW-Werftkran. | dpa

Kieler Woche 2019: Vor der Pandemie hat die Kieler Woche zahlreiche Segelschiffe und mehr als 3,5 Millionen Besucher aus gut 70 Ländern angelockt. Bild: dpa

17.3.2021 • 19:42 Uhr

Kretschmer: Öffnungsstrategie hat nicht funktioniert

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sieht keine Chancen für weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen. "Aus meiner Sicht ist der zweite und dritte Schritt vor dem ersten gemacht worden, was sich jetzt in Anbetracht der steigenden Zahlen bestätigt", sagte Kretschmer der "Leipziger Volkszeitung". Der öffentliche Druck aus der Bevölkerung und aus den Unternehmen sei zwar "mehr als nachvollziehbar", die Öffnungsstrategie habe aber nicht funktioniert, zierte ihn das Blatt. Demzufolge will Kretschmer bei der nächsten Konferenz mit Kanzlerin Angela Merkel darauf dringen, dass alle Bundesländer die Anfang März vereinbarte Notbremse umsetzen und in Corona-Hotspots die Lockerungen wieder zurücknehmen.

Michael Kretschmer

"Das ist eine ganz wichtige Weichenstellung, die wir jetzt vor uns haben", sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer der "Leipziger Volkszeitung".

17.3.2021 • 19:38 Uhr

Serum Institute warnt vor Rohstoff-Nationalismus

Der Chef des weltgrößten Impfstoffherstellers in Indien ist skeptisch, dass die UN-Impfintiative ihr Ziel zur Verteilung von zwei Milliarden Dosen in diesem Jahr erreichen wird. Es dürfte wohl einige Monate länger dauern, sagte der Chef des Serum Institutes, Adar Poonawalla, in einem Interview mit Bloomberg. Das Serum Institute ist einer der Hauptlieferanten für Covax, einer UN-Initiative, die auch dafür sorgen will, dass arme Länder Corona- Impfstoffe erhalten. Poonawalla warnte zugleich vor einem "Rohmaterial-Nationalismus". Den USA warf er vor, unter Anwendung eines Gesetzes aus Kriegszeiten die Ausfuhr von wichtigen Materialien für die Impfstoffproduktion zu untersagen, was die Herstellung der Vakzine im Ausland verlangsamen könnte. Die US-Regierung weist entsprechende Vorwürfe zurück.

17.3.2021 • 19:35 Uhr

Emirate: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung geimpft

In den Vereinigten Arabischen Emiraten hat mehr als die Hälfte der Einwohner, die für eine Impfung infrage kommen, den Schutz gegen das Coronavirus erhalten. Bei älteren und chronisch kranken Menschen liege die Impfquote inzwischen bei 70 Prozent, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur WAM unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Knapp sieben Millionen Impfdosen wurden demnach verabreicht. Neben den Staatsbürgern können sich auch ausländische Arbeitsmigranten impfen lassen. Sie machen den überwiegenden Teil der Bevölkerung aus. Kinder, stillende und schwangere Frauen dürfen sich hingegen nicht impfen lassen.

17.3.2021 • 19:17 Uhr

US-Behörde: Fast 40 Millionen Amerikaner durchgeimpft

Nach Angaben der Seuchenbehörde CDC sind in den USA inzwischen knapp 40 Millionen Menschen komplett durchgeimpft. Bislang seien 147,6 Millionen Impfdosen ausgeliefert worden. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

17.3.2021 • 19:00 Uhr

Niederländischer Gesundheitsminister in Quarantäne

Der Wahltag in den Niederlanden ist für Gesundheitsminister Hugo de Jonge zum Pechtag geworden. Nach seiner Stimmabgabe musste sich Minister Hugo de Jonge zu Hause in Quarantäne begeben. Er sei in Kontakt gewesen mit einer infizierten Person, teilte der Christdemokrat auf Twitter mit. "Zum Glück habe ich keine Beschwerden", schrieb er.

Der Minister war über den Corona-Melder auf seinem Handy alarmiert worden, dass er wahrscheinlich in der Nähe einer infizierten Person war. Er werde in Heim-Quarantäne bleiben und von dort aus arbeiten, teilte de Jonge mit. Er werde sich noch testen lassen.

17.3.2021 • 18:42 Uhr

Anteil von Corona-Mutante auf 72 Prozent gestiegen

Die in Großbritannien entdeckte, ansteckendere und wohl auch gefährlichere Corona-Variante B.1.1.7 verdrängt andere Formen des Virus in Deutschland immer mehr. Ihr Anteil betrage inzwischen 72 Prozent, heißt es in einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI). Sie werde also inzwischen in etwa drei von vier Proben gefunden.

Vergangene Woche hatte das RKI noch von circa 55 Prozent B.1.1.7-Anteil gesprochen. Zu Beginn der RKI-Erhebung vor rund anderthalb Monaten lag der Anteil der Mutante noch bei sechs Prozent. Die rasche Zunahme war nach den Erfahrungen anderer Länder befürchtet worden. Aufgrund des nun hohen Anteils von B.1.1.7 sei weiter mit einem exponentiellen Anstieg der Corona-Fallzahlen in Deutschland zu rechnen, hieß es im RKI-Bericht.

Der Anteil von 72 Prozent bezieht sich auf Nachtestungen mehrerer Laborverbünde auf Schlüsselmutationen der Variante. Unter anderem weil nicht alle auf Sars-CoV-2 testenden Labore teilnehmen und nur eine Teilmenge der positiven Proben untersucht wird, sei der Wert nicht sicher verallgemeinerbar, schränkt das RKI ein. Der Bericht stützt sich noch auf weitere Datenquellen: Blickt man zum Beispiel auf komplette Erbgutanalysen, die seltener durchgeführt werden, aber als eindeutiger Nachweis gelten, hat B.1.1.7 einen Anteil von rund 48 Prozent an den untersuchten Proben.

17.3.2021 • 18:39 Uhr

Vewaltungsgericht Hamburg: Sonnenstudio darf öffnen

Das Verwaltungsgericht Hamburg erlaubt die Öffnung von Sonnenstudios unter Auflagen. Es habe dem Eilantrag einer Betreiberin teilweise stattgegeben, teilt der Senat mit. Zwar diene das in der Eindämmungsverordnung festgeschriebene Öffnungsverbot dem Zweck, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. "Es sei jedoch nicht ersichtlich, dass der durch das Verbot erfolgende Eingriff in die Berufsfreiheit der Antragstellerin derzeit erforderlich sei", hieß es. Die Betreiberin dürfe ihr Studio öffnen "unter Beachtung strenger Auflagen, die über das Maß der für andere Dienstleistungen mit Körperkontakt geltenden Einschränkungen hinausgehen"

17.3.2021 • 18:37 Uhr

Griechische Regierung droht Ärzten mit Zwangseinzug

Die griechische Regierung hat die Ärzteschaft des Landes zur Unterstützung in der Corona-Krise aufgerufen. Es würden binnen 48 Stunden mindestens 200 Freiwillige verschiedener Fachrichtungen im staatlichen Gesundheitssystem gebraucht, sagte Gesundheitsminister Vassilis Kikilias in Athen. Melde sich nicht die entsprechende Zahl an Medizinern, werde man einige zur Hilfe verpflichten, kündigte er an.

Diesen Schritt sieht ein Corona-Notfallgesetz vor, das die griechische Regierung bereits vergangenes Jahr verabschiedet hatte. "Die Anzahl der intubierten Patienten allein reicht aus, um die Notsituation des Gesundheitssystems zu belegen", sagte Kikilias im griechischen Staatsfernsehen. Man befinde sich in der schwierigsten Phase der Pandemie.

17.3.2021 • 18:36 Uhr

Niedersachsen startet Selbsttests an Schulen

Von Montag an sollen sich in Niedersachsen Schülerinnen und Schüler sowie Schulbeschäftigte selbst auf das Coronavirus testen können. Bis zum Donnerstag (18. März) sollen dazu die ersten 400.000 Testkits überwiegend an Schulen in Südniedersachsen ausgeliefert werden, teilte das Kultusministerium mit. Bis zu 1,2 Millionen Selbsttests sollten dann insgesamt in der kommenden Woche an die Schulen weitergeleitet werden, sofern die Lieferanten die Termine einhalten können.

In einer Erprobungswoche vor Ostern sollten sich Schülerinnen und Schüler unter pädagogischer Anleitung freiwillig testen können, hieß es. Dafür müssten auch entsprechende Einwilligungserklärungen vorliegen. Für Grundschulkinder sollten die Tests nicht in der Schule, sondern zu Hause stattfinden. Ein Informationspaket sei bereits an alle rund 3.000 niedersächsischen Schulen gegangen.

Schwerin: Schüler gehen am ersten Schultag nach den Sommerferien durch einen Eingang mit einem Hinweisschild zu den Sicherheitsabständen als Corona-Schutzmaßnahme zu ihrem Klassenraum. | dpa

Bis zu 1,2 Millionen Selbsttests sollen die Schulen in Niedersachsen in der kommenden Woche bekommen. Bild: dpa

"Selbsttests sind eine Säule im Konzept, wieder mehr Normalität in Schule zulassen zu können", sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Nach dem Ende der Osterferien soll es den Angaben zufolge Selbsttestungen für Schülerinnen und Schüler und an Schulen tätigen Personen regelmäßig einmal pro Woche kostenlos geben.

17.3.2021 • 18:22 Uhr

Erstes Profi-Fußballspiel mit Zuschauern geplant

Trotz bundesweit steigender Corona-Infektionszahlen soll es im deutschen Profifußball erstmals wieder ein Spiel mit Zuschauern geben. Der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns werde vorgeschlagen, dass für das Heimspiel von Hansa Rostock am Sonnabend gegen den Halleschen FC insgesamt 777 Zuschauer im 30.000 Zuschauer fassenden Ostseestadion zugelassen werden. Das teilte das Gesundheitsministerium in Schwerin nach Beratungen mit Verantwortlichen der Hansestadt mit.

17.3.2021 • 17:59 Uhr

Großbritannien: 25 Millionen Erst-Impfungen

In Großbritannien haben nun mehr als 25 Millionen Menschen eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das sei fast die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung, teilte das Gesundheitsministerium mit. "Der jüngste Meilenstein ist eine unglaubliche Leistung", twitterte Premierminister Boris Johnson. Gesundheitsminister Matt Hancock betonte: "Es ist eine nationale Aufgabe, eine der größten logistischen Aufgaben seit dem Zweiten Weltkrieg, und ich danke allen, die daran beteiligt sind." Mittlerweile sind auch alle über 50-Jährigen aufgerufen, sich impfen zu lassen. Damit liegt die Regierung deutlich vor dem eigenen Zeitplan, dieser Altersgruppe bis Mitte April eine erste Dosis anzubieten. Bis Ende Juli sollen alle Erwachsenen die Möglichkeit haben.

17.3.2021 • 17:40 Uhr

Sieben Corona-Fälle im deutschen Leichtathletik-Team nach Hallen-EM

Im deutschen Leichtathletik-Team hat es nach der Rückkehr von der Hallen-Europameisterschaft im polnischen Torun sieben Corona-Fälle gegeben. Dies bestätigte das medizinische Kompetenzteam unter der Leitung des Verbandsarztes des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in einer Mitteilung. Es seien umfassende Maßnahmen eingeleitet worden, die Gesundheitsämter informiert und weitere Tests nach einem definierten Schema angeordnet worden.

Alle 48 Starter und 19 Betreuer, die vom 4. bis 7. März bei der Hallen-EM waren, wurden laut DLV über die Situation informiert. "Mittlerweile sind uns sieben positive Fälle bekannt. Wen es genau betrifft, unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht", sagte DLV-Generaldirektor Idriss Gonschinska. "Die positiven Testergebnisse stammen ausschließlich von Corona-Nachkontrollen in Deutschland". Die Testresultate des deutschen Teams vor der Anreise nach Polen, die beim Check-In in Torun und vor der Abreise aus Torun seien negativ gewesen.

Polen, Torun: 60-Meter-Lauf der Frauen bei der Leichtathletik-EM | dpa

60-Meter-Lauf der Frauen bei der Leichtathletik-EM in Torun, Polen. Nach den Wettkämpfen hätten auch andere europäische Nationen von positiven Corona-Testergebnissen einiger Athletinnen und Athleten berichtet, hieß es. Bild: dpa

17.3.2021 • 17:33 Uhr

Günther wirbt für Öffnungen im Tourismus

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) möchte beim kommenden Bund-Länder-Gipfeltreffen zur Corona-Lage weiter für bestimmte Öffnungsschritte im innerdeutschen Tourismus werben. Er sei nach wie vor der Meinung, dass Reisen innerhalb des Landes möglich seien und Beherbergungsbetriebe "in eingeschränktem Maß" öffnen sollten, sagte Günther. Er ergänzte, dies sei seiner Meinung nach "allemal sinnvoller", als wenn deutsche Urlauber stattdessen auf Mallorca mit Reisenden aus "Gesamteuropa" zusammenkämen. Zugleich schloss Günther einen vorherigen Alleingang Schleswig-Holsteins in dieser Frage vor der geplanten Konferenz aus. Es gelte, die bundesweite Abstimmung abzuwarten. Dann gebe es mehr Klarheit. Weitere Öffnungsschritte im eigenen Land schloss Günther angesichts zuletzt wieder ansteigender Infektionszahlen zunächst aber aus.

17.3.2021 • 17:07 Uhr

Seehofer: Grenzkontrollen zu Tirol könnten im März enden

Die Grenzkontrollen nach Österreich könnten noch in diesem Monat aufgehoben werden. "Wir haben die Hoffnung, dass wir die Kontrollen zu Österreich etwas früher beenden können, vielleicht sogar noch im Lauf des März", erklärte Bundesinnenminister Horst Seehofer. Generell würden die Kontrollen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol aber zunächst verlängert. "Ausbruchsorte zu identifizieren und Infektionsketten zu unterbrechen, gehört zu den wichtigsten Reaktionen in einer Pandemie", sagte Seehofer. "Das nicht zu tun, führt zu einem bösen Erwachen." Im übrigen seien Grenzkontrollen heutzutage "nicht mehr die alten Schlagbaum-Kontrollen, sondern hochintelligente Steuerungsprozesse".

17.3.2021 • 17:05 Uhr

Merck erweitert Kapazitäten für Corona-Impfstoffhersteller

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck erweitert seine Kapazitäten für Technologien in der Impfstoffherstellung. Am französischen Standort Molsheim investiert das Dax-Unternehmen 25 Millionen Euro in eine Anlage für Einweg-Verbrauchsmaterialien, die bei der maschinellen Herstellung von Corona-Impfstoffen und für andere Therapien gebraucht werden. Molsheim nahe Straßburg werde der erste Standort in Europa, an dem Merck diese Einweg-Plastikprodukte herstelle. "Unsere neue europäische Produktionseinheit wird die Kapazität für die dringend benötigte Belieferung von Impfstoff- und Therapeutika-Herstellern mit Single-Use-Produkten weltweit erhöhen", sagte die stellvertretende Merck-Chefin Belén Garijo. In Betrieb gehen soll die Einheit in Molsheim bis Ende 2021.

17.3.2021 • 17:04 Uhr

Maas befürwortet Testpflicht für Mallorca-Rückkehrer

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat sich offen gezeigt für eine Corona-Testpflicht für Mallorca-Rückkehrer. Er halte diese "Idee für alles andere als falsch", sagte Maas. "Die Tatsache, dass rückkehrende Touristen getestet werden, liegt im Interesse aller." Maas rief zudem Reiselustige in Deutschland zu Verantwortungsbewusstsein auf. Das Aufheben einer Reisewarnung sei nicht "gleichbedeutend mit einer Einladung, irgendwohin zu fahren", sagte er. "Jeder ist nach wie vor dazu aufgerufen, seinen Teil dazu beizutragen, dass wir uns nicht in eine exponentielle Entwicklung begeben", sagte Maas. "Natürlich gehört das Reisen auch zu den Tatbeständen, die die Kontakte vervielfachen. Ich hoffe, dass die Bürgerinnen und Bürger damit sehr verantwortlich umgehen."

17.3.2021 • 16:59 Uhr

Litauen: Präsident kritisiert eigenen Gesundheitsminister wegen Impfstopp

Der litauische Staatspräsident Gitanas Nauseda hat sich kritisch zum Impfstopp für das Vakzin von AstraZeneca in seinem Land und zum Agieren der Regierung geäußert. "Die Entscheidung des Gesundheitsministers, die Impfungen mit dem Präparat von AstraZeneca auszusetzen, hat das Vertrauen in diesen Impfstoff in den Augen des litauischen Volkes zweifellos beschädigt"», erklärte Nauseda nach Angeben der Agentur BNS. Demnach könnte die "inkonsistente Kommunikation" des Gesundheitsministeriums über das Mittel die Welle der Desinformation über den Hersteller wie auch das gesamte Impfprogramm verstärken. 

Gesundheitsminister Arunas Dulkys hatte zuvor auf Anraten der staatlichen Arzneimittelkontrollbehörde einen Stopp der Impfungen mit AstraZeneca verhängt. Nach Angaben der Präsidialkanzlei hoffe Nauseda, dass der Impfstopp "nicht auf politischen Motiven, sondern auf klaren und konkreten evidenzbasierten Schlussfolgerungen von medizinischem Fachpersonal" beruhe. Dulkys wiederum hatte den Stopp mit Berichten über Fälle von Blutgerinnseln bei Menschen begründet, die in Litauen mit dem Mittel gegen Covid-19 geimpft worden seien.

Der litauische Ökonom Gitanas Nauseda, Präsidentschaftskandidat, lächelt.  | dpa

Das Vertrauen in den Impfstoff von AstraZeneca sei nun "zweifellos beschädigt": Der litauische Präsident Gitanas Nauseda hat Entscheidung des Gesundheitsminister, Impfungen mit dem Präparat auszusetzen, scharf kritisiert. Bild: dpa

17.3.2021 • 16:54 Uhr

Bundesregierung weitet Ausbildungs-Schutzschirm aus

Ausbildungsbetriebe können in der Corona-Krise auf höhere Bundeshilfen bei der Beibehaltung ihrer Lehrstellen hoffen. Das Bundeskabinett beschloss, das Programm zur Ausbildungssicherung zu verlängern und die Ausbildungs- und Übernahmeprämien zum kommenden Lehrjahr zu verdoppeln. Damit erhalten Unternehmen, die ihre Lehrstellenzahl trotz Krisenbelastung konstant halten, von 1. Juni an 4000 Euro pro Ausbildungsvertrag. Für jeden zusätzlichen Auszubildenden gibt es 6000 Euro.

Allen Firmen, die wegen der Pandemie zweifeln, ob sie auch im kommenden Ausbildungsjahr 2021 Stellen anbieten können, bietet die Bundesregierung mit ihrem erneuerten "Schutzschirm für Ausbildung" aus Sicht von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) "handfeste und verstärkte finanzielle Anreize". Heil sagte, Betriebe könnten nicht ihr Ausbildungsniveau reduzieren und "sich hinterher über Fachkräftemangel beklagen". Das im Sommer gestartete Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" soll kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit diversen Prämien motivieren, ihre Ausbildungsaktivitäten trotz wirtschaftlicher Belastungen aufrecht zu erhalten.

17.3.2021 • 16:51 Uhr

Zoff um geplante Kita-Schließungen in Duisburg

Die Stadt Duisburg will die Kitas wegen Corona weitgehend schließen, doch Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) will das nicht zulassen. "Das ist mit dem Land nicht abgestimmt", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Er widersprach damit Angaben der Stadt. "Es kann jetzt nicht jeder Oberbürgermeister nach Gutdünken Maßnahmen verkünden", sagte der stellvertretende Ministerpräsident. "Es gibt ein geordnetes Verfahren." Zuvor hatte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) angekündigt, die Kitas sollten in den Notbetrieb zurückgehen. In einer späteren Mitteilung bekräftigte die Stadt ihre Pläne für eine Corona-Notbremse für die Kitas und die Kindertagespflege.

17.3.2021 • 16:46 Uhr

Lobbyverband fordert weitere Staatshilfen für Airlines

Der internationale Airline-Verband IATA hat für die weiter unter der Corona-Krise leidenden Fluggesellschaften zusätzliche Staatshilfen gefordert. "Ich dränge Regierungen zu noch mehr stimulierenden Maßnahmen", erklärte IATA-Generaldirektor Alexandre de Juniac. Weltweit hätten Staaten schon 225 Milliarden US-Dollar an direkten Finanzhilfen, Lohnsubventionen, Steuererleichterungen und Krediten gewährt. Doch das werde nicht reichen. Denn aufgrund der Pandemie sei vor Oktober keine Öffnung der Grenzen zu erwarten. Da die Fluggesellschaften keine weiteren Schulden mehr auf sich nehmen könnten, sollten die Regierungen durch direkte Zuschüsse zu Flugtickets helfen.

Lufthansa-Flugzeuge stehen auf einem Rollfeld. (REUTERS) | REUTERS

Rekordverlust wegen der massiven Einschränkung des Flugverkehrs: Allein die Lufthansa hat im vergangenen Jahr ein Minus von 6,7 Milliarden Euro gemacht. Bild: REUTERS

17.3.2021 • 16:43 Uhr

Bangladesch: Feuer auf Corona-Intensivstation

Bei einem Brand auf einer Corona-Intensivstation in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka sind drei Menschen gestorben. Die künstlich beatmeten Patienten starben, als sie mit elf weiteren und ebenfalls an Beatmungsgeräten versorgten Patienten in eine andere Abteilung des Krankenhauses verlegt worden sind, wie Krankenhaus-Chef Nazmul Haq mitteilte. Die Brandursache war zunächst unklar. Die Corona-Intensivstation des Krankenhauses wurde so stark beschädigt, dass sie von Behörden auf unbestimmte Zeit geschlossen worden ist. In der Hauptstadt des Landes gab es bereits im vergangenen Jahr einen Krankenhausbrand, bei dem drei Corona-Patienten und zwei weitere Menschen gestorben waren.

17.3.2021 • 16:40 Uhr

Spahn: "Unser System funktioniert"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht in der Entscheidung, die Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca auszusetzen, einen Beweis dafür, dass die Kontrollen in Deutschland sicher seien. "Unser System funktioniert", erklärte Spahn via Facebook. Vorfälle würden gemeldet, geprüft und gegebenenfalls werde gehandelt. Wenn man sich dessen sicher sein könne, "dann sollte das eigentlich das Vertrauen in die Impfung stärken", so der Gesundheitsminister.

17.3.2021 • 16:38 Uhr

Polen verhängt landesweiten Lockdown

Angesichts steigender Corona-Fallzahlen verhängt Polen einen landesweiten Lockdown. Von Samstag an müssen Einkaufszentren, Hotels, Theater und Kinos wieder schließen, wie Gesundheitsminister Adam Niedzielski auf einer Pressekonferenz mitteilte. Das Land hat laut Angaben des Ministeriums mit 25.052 aktuellen Corona-Fällen die bislang höchste Tages-Fallzahl im laufenden Jahr erreicht.

17.3.2021 • 16:01 Uhr

EU-Binnenmarktkommissar schlägt Produktionshilfe für Sputnik V vor

EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton hat Hilfe für die Produktion des russischen Impfstoffs Sputnik V ins Spiel gebracht. "Sputnik ist wahrscheinlich ein gutes Vakzin, weil die Russen gute Wissenschaftler sind", sagte Breton bei einer Pressekonferenz. Er habe keine Gründe, daran zu zweifeln. Die Kapazitäten in der EU würden derzeit genutzt, um genehmigte Impfstoffe zu produzieren. "Auf die eine oder andere Weise sollten wir wohl auch Russland helfen", sagte er.

17.3.2021 • 15:58 Uhr

FDP will AstraZeneca-Impfungen für Freiwillige

Die FDP will Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca umgehend auf freiwilliger Basis fortzusetzen. Zudem müssten Haus- und Fachärzte sowie Betriebsmediziner eingebunden werden, sagte Parteichef Christian Lindner. "Jede zusätzliche Impfung bringt Schutz und Freiheit", so Linder. Zu Forderungen nach einer Umbildung der Bundesregierung sagte er, für die FDP wolle er das Augenmerk auf die Problemlösung und nicht auf das Personal legen.

17.3.2021 • 15:56 Uhr

Haftstrafe wegen Betrugs bei Corona-Hilfen

Wegen millionenschweren Betrugs mit Corona-Soforthilfen und weiteren Taten hat das Landgericht München I einen 31-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; der Angeklagte bleibt aber wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Kern des Prozesses waren 91 Anträge auf Corona-Hilfen, die der 31-Jährige im März und April 2020 in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Hessen, Baden-Württemberg und dem Saarland gestellt hatte - teils mit fremden Identitäten. Mehr als 2,5 Millionen Euro wollte er so auf sein Konto überweisen lassen. 67.776 Euro aus drei Anträgen kamen an. Einem Sachbearbeiter in Bayern fiel laut Staatsanwaltschaft die Häufung der Kontonummer auf, weitere Zahlungen wurden gestoppt.

17.3.2021 • 15:52 Uhr

Von der Leyen: "Ich vertraue AstraZeneca und der EMA"

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat ihr Vertrauen in den Corona-Impfstoff von AstraZeneca bekundet. Sie erwarte von der Neubewertung durch die Europäische Arzeimittelbehörde EMA eine "sehr deutliche Aussage", sagte von der Leyen. "Ich vertraue auf AstraZeneca. Ich vertraue dem Prozess der EMA." Deutschland und andere Staaten hatten die Vergabe des AstraZeneca-Impfstoffs ausgesetzt. Das Bundesgesundheitsministerium begründete diesen Schritt mit einer erhöhten Zahl an Hirnvenen-Thrombosen nach einer Impfung. Die EMA will nun eine Einschätzung zu möglichen Risiken und zur weiteren Verwendung abgeben. Bislang ist die Behörde der Ansicht, dass die Vorteile des Impfstoffs die Risiken überwögen.

Ursula von der Leyen | JOHN THYS/POOL/EPA-EFE/Shutterst

"Ich vertraue auf AstraZeneca. Ich vertraue dem Prozess der EMA", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Bild: JOHN THYS/POOL/EPA-EFE/Shutterst

17.3.2021 • 15:49 Uhr

Frankreich und Polen fordern mehr Impfstoffproduktion in Europa

Frankreich und Polen haben angesichts der Verzögerungen beim Impfen gegen Covid-19 eine erhöhte Produktion in Europa gefordert. "Wir müssen auch das Europa der Gesundheit stärken, indem wir unsere Produktionskapazitäten für Impfstoffe erhöhen", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Treffen mit dem polnischen Regierungschef Mateusz Morawiecki in Paris. Das gelte aber auch für andere kritische Medizinprodukte. Morawiecki sagte, dass "die Europäisierung einiger Sektoren der Produktion" wichtig sei. Was aus Europa ausgelagert wurde, müsse wieder zurückgeholt werden.

Der französische Präsident Emmanuel Macron (links) empfängt den polnischen Premier Mateusz Morawiecki in Paris. | AFP

"Heute prüfen wir unsere Fähigkeit, auf die größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg zu reagieren", sagte der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki (rechts) beim Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Bild: AFP

Macron erklärte zudem, dass er hinter der Kritik von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Pharmakonzern AstraZeneca wegen der Lieferschwierigkeiten beim Impfstoff stehe. Er unterstütze die Aufforderung der Kommission an die Labore, ihre Aufträge zu erfüllen, sagte Macron. Das Impftempo und die Impfprogramme, die Zusammenarbeit mit der EU-Kommission und das Antreiben der einzelnen Impfstoffproduzenten seien die fundamentalen Aufgaben, die gemeinsam gemeistert werden müssten, so auch der polnische Regierungschef.

17.3.2021 • 15:46 Uhr

Bulgarien: Krankenhäuser am Limit

Wegen schnell steigender Corona-Fallzahlen sind die bulgarischen Kliniken und Notdienste am Limit. Die Sprecherin des Notdienstes von Sofia, Katja Sungarska, schlug Alarm: "Wir können diesen massiven Zulauf nicht bewältigen", sagte sie. Vielerorts nun sollen Krankenhäuser umstrukturiert werden, um weitere Corona-Stationen einzurichten. Zuletzt verzeichnete das Land 395 Neuansteckungen pro 100.000 Menschen binnen einer Woche. Nach einer Lockerung der Regeln zum Infektionsschutz wird das Balkanland zurzeit von einer dritten Corona-Welle überrollt. Aktuelle Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus wurden in den vergangenen Tagen nur regional getroffen. Die Regierung plant derzeit keine landesweiten Beschränkungen. Zu den Hotspots gehören die Hauptstadt Sofia und die Region Burgas am Schwarzen Meer.

17.3.2021 • 15:43 Uhr

Frankreich will Corona-Maßnahmen im Großraum Paris verschärfen

Die französische Regierung will die Corona-Maßnahmen im Großraum Paris verschärfen. Auch in der Region Hauts-de-France nördlich der Hauptstadt seien "zusätzliche Maßnahmen" geplant, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal nach einem Kabinettstreffen unter Leitung von Präsident Emmanuel Macron. Im Gespräch sind verschärfte Ausgangsbeschränkungen. Die Details wolle Regierungschef Jean Castex am Donnerstagabend erläutern.

Die Inzidenz ist im Pariser Großraum über die Marke von 400 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gestiegen, fast das Doppelte des landesweiten Schnitts. An der Côte d'Azur und am Ärmelkanal hatte die Regierung in den vergangenen Wochen bereits Ausgangsbeschränkungen an Wochenenden verhängt; Ähnliches könnte nun auch im Großraum Paris kommen.

17.3.2021 • 15:40 Uhr

Boris Johnson vor Impfung: "Definitiv Oxford/AstraZeneca"

Der britische Premier will sich bei seinem bevorstehenden Impftermin mit dem heimischen Impfstoff von AstraZeneca und der Universität Oxford impfen lassen. "Das Beste, was ich über das Oxford/AstraZeneca-Impfprogramm sagen kann, ist, dass ich die Nachricht erhalten habe, dass ich selbst sehr bald meine Impfung bekomme", sagte Johnson im Londoner Unterhaus. "Es wird definitiv Oxford/AstraZeneca sein", so der Premier. Üblicherweise können sich die Briten nicht aussuchen, welchen Impfstoff sie erhalten. Anders als in Deutschland und mehreren anderen Ländern hat Großbritannien die Impfungen mit dem Mittel nicht pausiert, nachdem Berichte über seltene Blutgerinnsel aufgetaucht waren, die in Verbindung mit den Impfungen stehen könnten.

Boris Johnson | AFP

"Definitiv AstraZeneca": Der britische Premierminister wird eine Corona-Impfung mit dem heimischen Präparat bekommen. Im Vereinigten Königreich werden inzwischen die Über-50-Jährigen zum Impfen eingeladen - dazu gehört auch der 56-jährige Boris Johnson. Bild: AFP

17.3.2021 • 15:34 Uhr

WHO wiederholt Empfehlung für AstraZeneca-Vakzin

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat empfohlen, die Impfungen mit dem Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca fortzusetzen. "Die WHO ist der Meinung, dass die Vorteile die Risiken überwiegen", teilte die Organisation mit. Das Beratergremium der WHO für Impfstoffsicherheit prüfe noch die neuesten Sicherheitsdaten zu dem Mittel. Sobald diese Überprüfung abgeschlossen sei, werde die WHO die Ergebnisse unverzüglich bekanntgeben, hieß es weiter.

17.3.2021 • 14:52 Uhr

Spanien prüft weitere Todesfälle nach Astrazeneca-Impfungen

Die spanischen Behörden gehen zwei weiteren Fällen von möglichen Nebenwirkungen unter Empfängern des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca nach. Eine Person sei an einem Schlaganfall gestorben, der innere Blutungen zur Folge gehabt habe, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Ein weiterer Mensch habe ein Blutgerinnsel im Unterleib erlitten und sei ebenfalls verschieden. Beide Personen waren den Angaben zufolge in den vorangegangenen 16 Tagen geimpft worden.

Unter mehr als 975.600 verabreichten AstraZeneca-Dosen verzeichnete die spanische Arzneimittelbehörde damit insgesamt drei verdächtige Fälle. Nun prüfe man, ob abgesehen vom Timing der Impfstoffgabe ein Kausalzusammenhang vorliege. Zuletzt hatte sich Spanien der Entscheidung mehrerer europäischer Staaten angeschlossen, Impfungen mit Astrazeneca-Dosen vorübergehend auszusetzen.

17.3.2021 • 14:48 Uhr

München kann EM mit Fans nicht garantieren

Die Forderung von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin nach Zuschauern in den EM-Stadien bringt München in Bedrängnis. "Es ist zum jetzigen Zeitpunkt schlicht nicht möglich, eine Aussage darüber zu treffen, ob es das Infektionsgeschehen der Corona-Pandemie zulässt, im Juni Zuschauer zuzulassen oder nicht", sagte der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter bei "bild.de". Der Chef der Europäischen Fußball-Union hatte am Wochenende in einem Interview gesagt, dass jeder Spielort garantieren müsse, bei dem Turnier Fans ins Stadion zu lassen.

Angesichts der Entwicklungen in der Pandemie sind mittel- und langfristige Prognosen derzeit nicht möglich. Sollte sich die Lage bis zum Turnier vom 11. Juni bis 11. Juli nicht entscheidend verbessern, ist die Öffnung der Allianz Arena für Zuschauer nicht denkbar. Es sei klar, "dass Veranstaltungen dieser Art mit Zuschauern nach den aktuellen Vorschriften nicht erlaubt sind", betonte Reiter und ergänzte: «Ich würde mir gerade in diesen Zeiten wünschen, dass die Verantwortlichen der UEFA hier den direkten Austausch mit den Gastgeber-Städten suchen, um gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten."

Erleuchtete Allianz Arena in München | dpa

In der Allianz Arena in München sollen vier Partien der Fußball-Europameisterschaft ausgetragen werden. Bild: dpa

17.3.2021 • 14:30 Uhr

Keine Lockerungen zu Ostern in Tschechien

Der tschechische Innenminister Jan Hamacek hat Forderungen nach Lockerungen der Corona-Maßnahmen über Ostern eine Absage erteilt. Familienbesuche seien ein "enormes Risiko" für die ältere Generation, sagte er der Zeitung "Pravo". Er verstehe, dass die Verärgerung enorm sei. Doch bis ein Großteil der Gesellschaft geimpft sei, müsse man an wirksamen Maßnahmen festhalten. Er bitte die Menschen, noch auszuharren.

In Tschechien dürfen die Bürgerinnen und Bürger ihren Bezirk seit Anfang des Monats nur in Ausnahmefällen verlassen. Man könne sich nicht erlauben, die Mobilität der Bevölkerung zu erhöhen. Mehr als 9000 Covid-19-Patienten werden stationär in den Krankenhäusern behandelt, wie aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorging. Innerhalb von sieben Tagen steckten sich mehr als 700 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Virus Sars-CoV-2 an.

Medizinisches Personal versorgt eine Corona-Patientin auf der Intensivstation des regionalen Krankenhauses im tschechischen Liberec. | dpa

Mehr als 9000 Covid-19-Patienten werden stationär in den tschechischen Krankenhäusern behandelt. Bild: dpa

17.3.2021 • 14:16 Uhr

Tirol kritisiert Verlängerung der Grenzkontrollen

Das österreichische Bundesland Tirol hat die Verlängerung der deutschen Grenzkontrollen scharf kritisiert. Sie sei durch nichts zu rechtfertigen, sagte Landeschef Günther Platter. Der Anteil der Südafrika-Variante an allen Corona-Infektionen in Tirol liege nur noch bei 3,5 Prozent. Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn habe selbst eingeräumt, dass der Anteil der Südafrika-Mutation im Saarland bereits über 15 Prozent betrage und damit vier Mal so hoch sei wie in Tirol.

"Trotzdem wird Tirol bewusst an den Pranger gestellt, während man in Deutschland auch weiterhin auf strenge Kontrollmaßnahmen zur direkt angrenzenden französischen Region Moselle verzichtet", so Platter. Er setze darauf, dass die Europäische Kommission und die österreichische Bundesregierung ein Ende dieser "ungerechtfertigten Schikane" gegen Tirol erwirkten. Deutschland hatte seine stationären Kontrollen an der Grenze zu Tschechien sowie zum österreichischen Bundesland Tirol um weitere zwei Wochen verlängert.

17.3.2021 • 14:10 Uhr

Keine Quarantänepflicht für "Kontaktperson der Kontaktperson"

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg hat die bisher in dem Bundesland geltende Quarantänepflicht für die "Kontaktperson der Kontaktperson" eines mit einer Corona-Variante Infizierten außer Vollzug gesetzt. Bei solchen "Kontaktpersonen der Kontaktpersonen" sei ein hinreichender Ansteckungsverdacht voraussichtlich nicht anzunehmen, befand das Gericht.

In dem Rechtsstreit ging es um die Frage, ob sich nicht nur Menschen mit direktem Kontakt zu einem nachgewiesenermaßen mit einer Virusvariante Infizierten in Quarantäne begeben müssen, sondern darüber hinaus auch deren Kontaktpersonen. Dazu zählen Haushaltsangehörige ebenso wie die Familienmitglieder von Schülern, die mit einem positiv getesteten Mitschüler aus der eigenen Schulklasse oder Kursstufe Kontakt hatten. Der VGH in Mannheim kam nun zum Schluss, dass eine Quarantäneanordnung für "Kontaktpersonen von Kontaktpersonen" voraussichtlich vom Infektionsschutzgesetz nicht gedeckt sei.

17.3.2021 • 14:01 Uhr

WHO: Johnson-Impfstoff ist sicher und wirksam

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson gegen Covid-19 zur Anwendung empfohlen. Das Vakzin sei sicher und wirksam, erklärte der Vorsitzende der WHO-Expertengruppe für Immunisierung, Alejandro Cravioto. Er unterstrich in der vorläufigen Empfehlung, dass der Impfstoff von Johnson & Johnson nur einmal verabreicht werden müsse. Bei den Präparaten von BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca hingegen seien zwei Impfungen vorgesehen. Zudem könnten alle Menschen über 18 Jahren mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft werden. Weiter seien ermutigende Erkenntnisse über die Wirksamkeit und Sicherheit des Serums bei schwangeren Frauen vorhanden.

17.3.2021 • 13:48 Uhr

EU droht mit schärferen Impfstoff-Exportbestimmungen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen droht im Streit mit Großbritannien und den USA mit schärferen Bestimmungen für die Ausfuhr von Impfstoffen. Wenn sich die Situation nicht ändere, müsse man darüber nachdenken, Exporte in Impfstoff-produzierende Länder von deren Bereitschaft zur Offenheit abhängig zu machen, sagt sie. Europa wolle dabei nur sicherstellen, dass es seinen gerechten Anteil erhalte. Alle erforderlichen Schritte würden umgesetzt, um dies zu erreichen. Die EU werde darüber nachdenken, ob Exporte in Länder, die eine höhere Impfrate hätten als die EU, noch verhältnismäßig seien.

17.3.2021 • 13:23 Uhr

Österreich will digitalen Impfpass bereits im April

Österreich will in den nächsten Tagen die gesetzlichen Grundlagen für die Einführung eines Corona-Impfpasses schaffen. Damit könnte der sogenannte "Grüne Pass", der Geimpften gewisse Freiheiten gewähren soll, im April umgesetzt werden, sagt Kanzler Sebastian Kurz.

17.3.2021 • 13:08 Uhr

Steinmeier: Nicht gleich wieder Kitas und Schulen schließen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dazu aufgerufen, in der dritten Welle der Corona-Pandemie nach Möglichkeit nicht gleich wieder alle Schulen und Kitas zu schließen. "Ich hoffe sehr, dass unsere Bildungseinrichtungen mit der tatkräftigen Hilfe von Bund und Ländern flexible Lösungen finden, die verhindern, dass Betreuung, Bildung und Begegnung jetzt schmerzhaft und flächendeckend abgebrochen wird", sagte Steinmeier in einer Diskussionsrunde mit Jugendlichen.

Die dritte Welle der Pandemie setze besonders Kitas, Schulen, Universitäten und Ausbildungsbetriebe erneut unter enormen Druck. "Was wir brauchen, das sind kluge, regional passende Lösungen, die zum einen natürlich die besorgniserregende Pandemielage sehr ernst nehmen - zum anderen aber die genauso schwerwiegenden Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen im Land mit in den Blick nehmen."

17.3.2021 • 12:53 Uhr

Maskenaffäre: Ermittlungen gegen bayerischen Ex-Minister

Die Maskenaffäre in der Union weitet sich aus. Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt inzwischen gegen fünf Beschuldigte, darunter einen Bundestagsabgeordneten und einen Abgeordneten des Bayerischen Landtags. Insgesamt seien zehn Objekte in München und im Regierungsbezirk Schwaben durchsucht worden. Nähere Angaben könnten derzeit nicht gemacht werden.

Einem Bericht des "Spiegel" zufolge handelt es sich bei dem Landtagsabgeordneten um den ehemaligen bayerischen Justizminister Alfred Sauter (CSU). Hintergrund sei Sauters Rolle bei einem millionenschweren Geschäft mit Corona-Schutzausrüstung, die eine hessische Textilfirma unter anderem an die bayerische Landesregierung verkauft habe. Sauter war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Sauter hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge die Verträge erstellt, auf deren Basis der Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein Provisionen für die Vermittlung von Schutzmasken kassiert haben soll.

17.3.2021 • 12:53 Uhr

"Notbremse" droht in Hamburg

Die Corona-Inzidenz ist in Hamburg über die 100er-Grenze gestiegen. 309 neue Infektionen kamen hinzu, pro 100.000 Einwohner gab es damit binnen sieben Tagen 100,9 Fälle, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Bleibt die Inzidenz drei Tage lang über 100, will der Senat die "Notbremse" ziehen und Lockerungen zurücknehmen.

17.3.2021 • 12:40 Uhr

Kurz: Lösung für EU-Impfstoffverteilung in Sicht

Die Europäische Union steht aus Sicht von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz kurz davor, die Verteilung von Corona-Impfstoffen gerechter zu gestalten. "Ich bin froh, dass wir einer Lösung nahe stehen", sagte Kurz nach einer Videokonferenz mit EU-Ratspräsident Charles Michel und mehreren anderen Regierungschefs.

Kurz und seine Amtskollegen aus Bulgarien, Kroatien, Lettland, Slowenien und Tschechien hatten eine Korrektur der bisherigen Praxis gefordert, die dazu geführt habe, dass einige Länder mehr Impfdosen erhalten als es ihrem Bevölkerungsanteil in der Union entspreche. Grundsätzlich hatten sich die EU-Staaten auf anteilige und gleichzeitige Lieferungen geeinigt. Allerdings haben manche Länder weniger von bestimmten Impfstoffen bestellt, als ihnen zustehen würde. Danach sicherten sich in weiteren Verhandlungen andere Länder diese freien Kontingente.

17.3.2021 • 12:34 Uhr

Elektronische Überwachung von Quarantäne in Israel

Israels Parlament hat die elektronische Überwachung von ungeimpften Einreisenden aus dem Ausland gebilligt, die in Corona-Quarantäne müssen. Die Knesset in Jerusalem teilte mit, eine häusliche Quarantäne könne etwa mit Hilfe eines Armbands oder einer Smartphone-App kontrolliert werden. Wer diese Form der Überwachung verweigert, muss laut dem Beschluss seine Quarantäne in einem speziellen Corona-Hotel verbringen. Von der elektronischen Kontrolle ausgenommen sind bestimmte humanitäre Fälle sowie Kinder unter 14.

Corona-Geimpfte sowie Genesene mit einem Grünen Pass sind in Israel von Quarantäneregeln ausgenommen. Sie müssen aber wie Ungeimpfte vor dem Flug und nach der Landung einen negativen Test vorweisen. Israel will die Einreise strenger kontrollieren, um das Einschleppen weiterer Coronavirus-Mutanten zu verhindern, weil dies den Erfolg der Impfkampagne gefährden könnte. Gegenwärtig dürfen nicht mehr als 3000 Menschen am Tag einreisen. Grund für den Überwachungsvorstoß, der in sozialen Medien auf Kritik stieß, waren zahlreiche Quarantäneverstöße auch von Corona-Kranken.

17.3.2021 • 12:34 Uhr

Landkreis Greiz über Sieben-Tage-Inzidenz von 500

Im bundesweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Landkreis Greiz in Thüringen ist die Sieben-Tage-Inzidenz über den Wert von 500 gestiegen. In der Region gab es 525,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen, wie die Thüringer Staatskanzlei mitteilte. Damit ist der Landkreis erneut bundesweit die Region mit der höchsten Inzidenz. Zum Vergleich: Deutschlandweit liegt dieser Wert bei 86,2, thüringenweit bei 173,1.

Thüringen ist seit Wochen das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland. Seit Dienstag fahren Testbusse des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) durch den Landkreis Greiz, um die Menschen in der Region öfter auf eine Corona-Infektion zu testen. Termine sind dafür nicht nötig. Außerdem gibt es in dem Landkreis zwei Testzentren. Dort bietet das DRK täglich kostenlose Schnelltests an. Ein weiteres Testzentrum soll am Freitag eröffnet werden.

Greiz in Thüringen | dpa

Greiz in Thüringen: Mit 525,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen hat der Kreis die bundesweit höchste Inzidenz. Bild: dpa

17.3.2021 • 12:00 Uhr

Rekordzahl an Toten in Ungarn

In Ungarn sind so viele Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben wie noch nie zuvor innerhalb von 24 Stunden. Aus dem Gesundheitswesen wurden 195 neue Tote vermeldet. Der bisherige Tagesrekord von 193 war Anfang Dezember verzeichnet worden. Fast 10.300 Corona-Patientinnen und -Patienten würden in Krankenhäusern behandelt, hieß es, ebenfalls ein Höchststand in Ungarn. Anfang Februar waren es kaum mehr als ein Drittel so viele gewesen. Die Zahl der Corona-Toten pro Million Einwohnerinnen und Einwohner ist in Ungarn laut der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität die siebenthöchste der Welt. Außenminister Peter Szijjarto teilte bei Facebook mit, dass die Ankunft von 100 000 Dosen eines in China von Sinopharm hergestellten Impfstoffs erwartet werde. Ungarn ist das einzige EU-Land, das dieses Vakzin verabreicht.

17.3.2021 • 11:56 Uhr

Deutschland verlängert Grenzkontrollen

Deutschland verlängert seine stationären Kontrollen an der Grenze zu Tschechien sowie zum österreichischen Bundesland Tirol um weitere zwei Wochen. Das teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums mit. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte dem "Münchner Merkur": "Wir haben die Hoffnung, dass wir die Kontrollen zu Österreich etwas früher beenden können, vielleicht sogar noch im Laufe des März." Dazu werde man die Maßnahmen zum Infektionsschutz und zur Eindämmung des mutierten Virus in Tirol genau beobachten. Am Donnerstag trifft Seehofer den österreichischen Kanzler Sebastian Kurz in Berlin.

Deutschland hatte Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols Mitte Februar zu sogenannten Virusvariantengebieten erklärt. Von dort sowie aus anderen Gebieten, in denen ansteckendere und ersten Studien zufolge häufiger schwere Verläufe verursachende Varianten des Coronavirus stark verbreitet sind, dürfen aktuell nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es etwa für Lastwagenfahrer und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen. Sie müssen einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Bundespolizisten kontrollieren die Dokumente von Reisenden an der Autobahn A93 bei Kiefersfelden in Richtung Deutschland.  | dpa

Die Kontrollen wie hier an der Grenze zu Tirol und zu Tschechien werden verlängert. Bild: dpa

17.3.2021 • 11:42 Uhr

Island weitet Einreise für Geimpfte aus

Island will nun auch vollständig gegen das Coronavirus geimpften Personen aus Nicht-Schengen-Staaten die Einreise erlauben. Bisher galt das nur für Geimpfte aus der EU und aus dem weiteren Europäischen Wirtschaftsraum.

Voraussetzung ist, dass die Einreisenden einen in der EU zugelassenen Corona-Impfstoff erhalten haben. Die Einreise wird ab morgen zudem Personen gewährt, die nachweislich bereits eine Corona-Infektion überstanden haben.

17.3.2021 • 11:32 Uhr

Italien will Impfkampagne beschleunigen

An Ende des Monats soll es in Italien deutlich schneller gehen mit dem Corona-Impfungen. Das kündigte Gesundheitsminister Roberto Speranza im Interview mit der Zeitung "Corriere della Sera" an. Im zweiten Quartal erwarte Italien 50 Millionen Impfdosen und gegen Ende des dritten Quartals 80 Millionen. Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung stünde, sollten auch Zahnärzte, Kinderärzte und ambulante Ärzte in das Impfprogramm einbezogen werden.

17.3.2021 • 11:28 Uhr

Mehr Finanzhilfen für Ausbildungsbetriebe

Das Bundeskabinett hat zugestimmt, die finanzielle Unterstützung für Betriebe auszuweiten, die auch in der Corona-Pandemie ausbilden. Unter anderem sollen die Ausbildungsprämien für Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau trotz Krise halten oder erhöhen, zum 1. Juni verdoppelt werden. Auch die sogenannte Übernahmeprämie wird verdoppelt und bis Jahresende verlängert.

17.3.2021 • 11:26 Uhr

Russlands Umgang mit der Coronakrise

Offene Geschäfte, offene Restaurants - Russland derzeit ganz normal. Das Land setzt auf Massenimpfungen, ganz ohne Impfreihenfolge. Doch die Nachfrage hält sich in Grenzen.

17.3.2021 • 11:19 Uhr

Seit Jahresbeginn sechs Milliarden Euro für Kurzarbeitergeld

Nach eigenen Angaben hat die Bundesagentur für Arbeit seit Beginn 2021 bereits 3,6 Milliarden Euro für Kurzarbeitergeld ausgegeben und 2,4 Milliarden Euro für die Erstattung der Sozialbeiträge. Der im vergangenen Jahr eingeplante Budgetrahmen sei damit bereits erschöpft. Die Zahlung des Kurzarbeitergeldes könne aber fortgesetzt werden, da die Bundesagentur für Arbeit überplanmäßige Mehrausgaben bewilligt habe. Nun rechnet die Behörde für das gesamte Jahr mit Kosten von etwa 12,5 Milliarden Euro.

17.3.2021 • 11:11 Uhr

Hausärzte stehen in den Startlöchern

Immer wieder drängen Hausärzte, endlich auch mit dem Impfen gegen das Coronavirus beginnen zu können. Doch wann es damit in den Praxen losgehen kann, ist weiterhin nicht vollständig geklärt.

17.3.2021 • 11:07 Uhr

Wirtschaftsweise senken Konjunkturprognose

Die sogenannten Wirtschaftsweisen rechnen für 2021 mit einem Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 3,1 Prozent. Im Herbst hatte der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung noch mit einem Wirtschaftswachstum von 3,7 Prozent gerechnet.

Die Corona-Pandemie habe Deutschland "weiterhin fest im Griff", so das Gremium. Angesichts von Impfungen und möglichen Lockerungen in der Wirtschaft sei aber mit einer Erholung zu rechnen.

17.3.2021 • 11:03 Uhr

EU plant mit Impfausweis ab 1. Juni

Der digitale europäische Impfausweis soll nach dem Willen der EU-Kommission bis 1. Juni fertig sein.

"Der Nachweis soll bis zum Beginn des Sommers einsetzbar sein, und der Sommer beginnt am 1. Juni", sagte EU-Kommissionsvize Margaritis Schinas der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". So solle in den Sommerferien das Reisen ermöglicht werden.

Das Projekt läuft unter dem Namen "Digitaler Grüner Nachweis", angelehnt an den "Grünen Pass", den geimpfte Personen in Israel erhalten. in dem EU-Impfpass sollen neben Impfungen auch Ergebnisse von zugelassenen PCR- und Schnelltests sowie überstandene Corona-Infektionen erfasst werden.

17.3.2021 • 10:47 Uhr

Höchstwert an Neuinfektionen in Polen

Dem polnischen Gesundheitsministerium wurden binnen eines Tages knapp 25.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet - der höchste Wert seit Jahresbeginn.

Insgesamt haben sich in dem Land damit bislang mehr als 1,96 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt. Das Land verzeichnet mehr als 48.000 Corona-Tote.

17.3.2021 • 10:26 Uhr

DRK: Pflegehilfskräfte für Krisenfälle ausbilden

Um für künftige Krisen besser gewappnet zu sein, sollten sich Freiwillige zu Hilfskräften im Pflegebereich ausbilden lassen. Diesen Vorschlag machte die Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, in der "Rheinischen Post":

Ausgebildete freiwillige Pflegeunterstützungskräfte, die kurzfristig abrufbar sind, könnten in Krisenzeiten eine große Hilfe sein.

Ziel könne es sein, dass sich ein Prozent der gesamten deutschen Bevölkerung dafür ausbilden lasse, so Hasselfeldt. Sie verwies darauf, dass es eine solche Ausbildung bereits früher im Rahmen eines von der Bundesregierung geförderten Zivilschutzprogramms gegeben habe, welches nach dem Ende des Kalten Krieges jedoch eingestellt worden sei. Gleiches gelte für die "Bundesvorhaltung von Technik, Ausrüstung, Zelten oder Betten für den Katastrophenfall. Diese Lücke können und sollten wir schließen", so Hasselfeldt.

17.3.2021 • 10:19 Uhr

Virologin sieht in Impfstopp "berechtigtes Vorgehen"

Die Impfungen mit dem Wirkstoff von AstraZeneca vorerst auszusetzen, ist nach Auffassung der Virologin Ulrike Protzer von der TU München ein berechtigter Schritt. Die Entscheidung stärke ihr Vertrauen in die Impfung noch, weil sie zeige, dass da genau hingeschaut werde, sagte sie im ARD-Morgenmagazin.

17.3.2021 • 10:06 Uhr

Seoul ordnet Pflichttests für ausländische Arbeitskräfte an

In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul müssen sich Beschäftigte aus dem Ausland auf das Coronavirus testen lassen. Die Anordnung gelte auch für Arbeitgeber, hieß es von der Stadtverwaltung.

Wer der Aufforderung nicht innerhalb von zwei Wochen nachkommt, muss mit einer Strafe von umgerechnet bis zu 1500 Euro rechnen.

Ende 2020 waren etwa 240.000 Ausländerinnen und Ausländer in Seoul registriert. Wie viele davon sich testen lassen müssen, wurde nicht mitgeteilt.

17.3.2021 • 09:58 Uhr

Briten ziehen weniger Geld am Automaten

Seit Beginn der Pandemie haben Menschen in Großbritannien mehr mit Karte gezahlt und weniger Bargeld an Automaten abgehoben. In den zwölf Monaten seit Pandemie-Beginn seien die Automaten des britischen Betreibernetzwerkes Link um 43 Prozent weniger genutzt worden als zuvor, berichtete die BBC. Die Abhebungen nahmen demnach um umgerechnet rund 43 Milliarden Euro ab. Aufgrund der niedrigeren Nachfrage hat der Betreiber etwa 4000 Automaten komplett außer Betrieb genommen.

17.3.2021 • 09:52 Uhr

Corona-Hilfen für Brauereigasthöfe

Brauereien mit angegliederter Gastronomie sollen ebenfalls Anspruch auf die November- und Dezember-Corona-Hilfen erhalten. Darauf hat sich die Bundesregierung in Abstimmung mit dem Freistaat Bayern verständigt. Die Regelung gilt auch für Vinotheken von Weingütern und Straußwirtschaften.

Künftig soll der Gaststättenanteil der Unternehmen unabhängig vom gesamten Umsatz eines Betriebs Anspruch auf die finanzielle Unterstützung haben. Zudem soll der Zugang zu den Hilfen erleichtert werden.

17.3.2021 • 09:46 Uhr

Nasenspray als Ansteckungshemmer?

Ein Nasenspray gegen Heuschnupfen könnte womöglich auch das Risiko reduzieren, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Nach ersten Hinweisen wird diese Wirkung nun untersucht - Ergebnisse sind in vier bis sechs Wochen zu erwarten.

17.3.2021 • 09:41 Uhr

Lufthansa will wieder mehr Flüge nach Südafrika anbieten

Die Lufthansa will ihr Reiseangebot nach Südafrika wieder aufstocken. Ab Ende März werde es wieder drei wöchentliche Flüge zwischen Kapstadt und Frankfurt geben, kündigte die Fluggesellschaft an. Zudem würden die Flüge zwischen Frankfurt und Johannesburg ab April auf fünf Flüge pro Woche aufgestockt. Hinzu kommen die bestehenden drei wöchentlichen Flüge der Lufthansa-Tochter Swiss zwischen Zürich und Johannesburg.

Für die nächsten Monate geht der Konzern von einem bis zu 50 Prozent höheren Buchungsaufkommen gegenüber dem von Reisebeschränkungen geprägten Vorjahr aus.

17.3.2021 • 09:37 Uhr

Großbritannien: Bis Ende der Woche wohl Hälfte der Erwachsenen geimpft

Der britische Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng erwartet, dass bis Ende dieser Woche die Hälfte aller Erwachsenen im Land mindestens die erste Dosis einer Corona-Impfung erhalten haben werden. Gleichzeitig sprach er im Interview mit BBC dem Vakzin von AstraZeneca sein Vertrauen aus. Dass zahlreiche Länder, darunter auch Deutschland, die Impfungen mit dem Wirkstoff vorerst eingestellt haben, wollte er nicht kommentieren.

17.3.2021 • 09:33 Uhr

Intensivärzte verteidigen Impfstopp von AstraZeneca

Die Entscheidung, vorerst nicht mehr mit AstraZeneca zu impfen, ist aus Sicht von Uwe Janssens, Chef der Intensivmediziner-Vereinigung DIVI, richtig. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hätte nicht anders entscheiden können.

"Herr Spahn kann doch gar nicht anders entscheiden, wenn die Expertinnen und Experten vom Paul-Ehrlich-Institut ihm so eine Botschaft auf den Tisch legen", sagte Janssens dem Deutschlandfunk.

17.3.2021 • 09:21 Uhr

Woidke verteidigt spätere Notbremse

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke wehrt sich gegen die Kritik, die zwischen Bund und Ländern vereinbarten Grenzwerte für die Corona-Notbremse nicht einzuhalten - und unterscheidet dabei zwischen Landes- und kommunaler Ebene.

17.3.2021 • 09:14 Uhr

Kretschmer: Lockerungen waren ein Fehler

Der Versuch, erste Corona-Einschränkungen in Deutschland zu lockern, ist aus Sicht von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer gescheitert. Die Entscheidung sei ein Fehler gewesen, der Prozess der Lockerungen müsse abgebrochen werden.

Kretschmer forderte, in der Coronakrise wieder mehr auf die Wissenschaft zu hören. Zudem pochte er auf mehr Tests, um Sicherheit zu schaffen. Erst dann könne wieder geöffnet werden.

17.3.2021 • 09:08 Uhr

Flixbusse sind ab kommender Woche wieder unterwegs

Ab dem 25. März will das Unternehmen Flixbus den Betrieb wieder aufnehmen und insgesamt 40 Ziele innerhalb von Deutschland anfahren, etwa Berlin, München und Hamburg. Damit seien pünktlich zu den anstehenden Osterfeiertagen erstmals seit Anfang November wieder innerdeutsche Fahrten buchbar, teilte der Konzern mit. In den Bussen gelten dann Hygieneauflagen und eine Maskenpflicht.

17.3.2021 • 09:02 Uhr

SPD fordert unabhängigen Ermittler in "Maskenaffäre"

Um die sogenannte Maskenaffäre rund um Unionsabgeordnete aufzuklären, pocht die SPD auf einen unabhängigen Ermittler, um "ein sauberes Verfahren" der Aufklärung zu ermöglichen. Das sagte Carsten Schneider, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, im ARD-Morgenmagazin.

Der Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, sämtliche Kontakte der betroffenen Abgeordneten offenzulegen, genüge nicht, betonte Schneider. Es brauche mehr Transparenz und die CDU müsse ein Eigeninteresse an vollständiger Aufklärung haben, sonst "kommt jeden Tag eine neue Geschichte raus".

17.3.2021 • 08:46 Uhr

Schulöffnungen sind "Ritt auf der Rasierklinge"

Prinzipiell befürwortet Dieter Cohnen den Präsenzunterricht vor dem Lernen aus der Distanz. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Landeselternschaft in Nordrhein-Westfalen. Aber "Präsenzunterricht um jeden Preis" dürfe es nicht geben. Zu groß seien die Ängste einiger Eltern, zu chaotisch die Testsituation an einigen Schulen.

17.3.2021 • 08:32 Uhr

Weniger Studienanfänger in der Pandemie - vor allem aus dem Ausland

Im Corona-Jahr haben deutsche Universitäten weniger Erstsemester begrüßen können. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben sich 488.600 Studienanfänger im Sommersemester 2020 und Wintersemester 2020/21 erstmals an einer deutschen Hochschule eingeschrieben.

Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das vier Prozent weniger neue Studenten aus Deutschland. Ausländischen Studenten sei es durch die Pandemie maßgeblich erschwert worden ein Studium in der Bundesrepublik zu beginnen, hieß es vom Statistischen Bundesamt weiter. Ihre Zahl ging gegenüber 2019 um rund 99.400 Immatrikulationen zurück - ein Minus von 21 Prozent.

17.3.2021 • 08:25 Uhr

Ukraine meldet Höchstwert an Todesopfern

In der Ukraine sind binnen eines Tages so viele Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben wie noch nie seit dem Ausbruch der Pandemie. Die Gesundheitsbehörden meldeten 289 Tote innerhalb von 24 Stunden. Damit zählt das Land mittlerweile fast 29.000 Corona-Tote. Insgesamt haben sich bislang rund 1,49 Millionen Einwohner mit dem Virus angesteckt, mehr als 11.800 Neuinfektionen wurden seit gestern gemeldet.

Der ukrainische Gesundheitsminister sagte zudem, dass gestern fast 4900 Einweisungen von Corona-Patienten in Krankenhäuser verzeichnet wurden - ebenfalls ein Höchstwert.

17.3.2021 • 08:19 Uhr

Wachsende Kritik an Bundesgesundheitsminister Spahn

Zu zögerliche Corona-Strategien, schleppend anlaufende Impfungen und nun auch noch der vorübergehende Stopp für AstraZeneca - all das sorgt für Unmut, vor allem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn steht dabei im Zentrum der Kritik, wie Anita Fünffinger berichtet.

17.3.2021 • 08:13 Uhr

Heil wirbt für Finanzhilfen für Ausbildungsbetriebe

Rund 700 Millionen Euro soll der Bund den Plänen von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zufolge aufbringen, um Ausbildungsbetriebe in der Pandemie zu unterstützen. Deutschland könne sich keinen "Corona-Jahrgang" erlauben, mahnte Heil im Interview mit dem Deutschlandfunk - gerade im Hinblick auf den drohenden Fachkräftemangel.

Die Pläne sehen unter anderem eine Verdoppelung der Ausbildungsprämie auf bis zu 6000 Euro vor, hinzu kommen neue Zuschüsse zu Prüfungsvorbereitungskursen sowie ein neuer Lockdown-II-Sonderzuschuss von 1000 Euro für Kleinstbetriebe. Das Bundeskabinett soll die Verordnung noch heute billigen, damit sie Heil zufolge in der kommenden Woche in Kraft treten kann.

17.3.2021 • 08:06 Uhr

Krankenhausverbund in Paris mahnt zusätzliche Schutzmaßnahmen an

Die Infektionslage im Großraum Paris verschlechtere sich zusehends, warnte der Leiter des französischen Krankenhausverbundes Assistance publique, Martin Hirsch, in einem Radiointerview. Kliniken gerieten wieder stärker unter Druck. Hirsch plädierte daher für einen regionalen strikten Lockdown an den Wochenenden oder durchgehende, dafür aber nur leicht verschärfte Corona-Maßnahmen.

17.3.2021 • 07:57 Uhr

Brandenburg will Corona-Notbremse später ziehen

Der Beschluss von Bund und Ländern von Anfang März sieht vor, dass bei einer Sieben-Tage-Inzidenz ab 100 Corona-Beschränkungen wieder verschärft werden sollen. Doch Brandenburg will jetzt seinen eigenen Weg gehen und erst ab einem Wert von 200 die sogenannte Notbremse ziehen. Das ruft massive Kritik hervor.

17.3.2021 • 07:51 Uhr

Philippinen verschärfen Einreise-Beschränkungen

Die Corona-Infektionszahlen auf den Philippinen steigen - gestern verzeichnete der Staat mit 5400 neuen Fällen den höchsten Wert seit einem halben Jahr. Daher werden die Bestimmungen für die Einreise weiter verschärft.

Ab Samstag dürfen nur noch philippinische Staatsbürger, die im Ausland arbeiten, in ihre Heimat zurückkehren, teilte der Chef der Nationalen Task Force gegen Covid-19, Carlito Galvez, mit. Insgesamt dürften maximal 1500 Menschen pro Tag in den Inselstaat einreisen. Die Regeln sollen zunächst für einen Monat gelten.

17.3.2021 • 07:47 Uhr

Debatte um möglichen Impfpass

Die EU diskutiert über ein sogenanntes Gesundheitszertifikat, das geimpften Personen wieder mehr Freiheiten erlauben könnte. Doch rund um einen solchen Impfpass bleiben noch viele offene Fragen.

17.3.2021 • 07:43 Uhr

Streit um Schulschließungen in Dortmund

Fehlende Schnelltests und die Sorge vor den Corona-Mutationen - der Dortmunder Oberbürgermeister wollte eigentlich ab heute den Präsenzunterricht an Schulen wieder aussetzen - doch das will die nordrhein-westfälische Landesregierung nicht akzeptieren.

17.3.2021 • 07:13 Uhr

Mediziner fürchten langfristige Notlage auf Intensivstationen

Intensivmediziner in Deutschland warnen für die kommenden Jahre vor einer verschlechterten Versorgung von Patienten auf den Intensivstationen. Schon vor der Corona-Pandemie seien Tausende Stellen unbesetzt gewesen, erklärte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), Frank Wappler. Derzeit verließen "jede Woche" weitere Pflegekräfte den Beruf: "Ihr Wissen, ihre Arbeitskraft und ihr Können sind damit erst einmal für Jahre verloren." Nachwuchskräfte müssten lange und aufwändig ausgebildet werden, "so man sie überhaupt noch findet", fügte Wappler hinzu.

Bereits in den vergangenen Jahren habe es in vielen Städten gesperrte Intensivbetten und abgemeldete Intensivstationen gegeben. In diesen Krankenhäusern konnten schwerkranke Patienten nicht mehr aufgenommen, mussten anderswo versorgt oder verlegt werden. "Durch die sinkende Zahl an Arbeitskräften wird die Zahl solcher Situationen nach der Pandemie deutlich zunehmen", so Wappler. Der DGAI-Präsident forderte die Bundesregierung auf, den Beruf als Pflegekraft auf der Intensivstation attraktiver zu machen. Schnelles Handeln sei erforderlich.

17.3.2021 • 06:31 Uhr

Die Impfstoff-Bestellungen der EU im Überblick

Der AstraZeneca-Impfstopp reißt neue Lücken in den Impfplan - nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU. Doch von welchem Impfstoff steht denn wie viel zur Verfügung? Ein kurzer Überblick:

17.3.2021 • 05:17 Uhr

RKI: Fast 13.500 Neuinfektionen - Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 86,2

Das Robert Koch-Institut meldet 13.435 Neuinfektionen. Das sind 4289 Fälle mehr als am Mittwoch vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag auf 86,2 von 83,7, vor einer Woche lag sie bei 65,4. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

249 weitere Menschen sind binnen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle insgesamt auf 73.905. Seit dem Beginn der Pandemie wurden bislang mehr als 2,94 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

17.3.2021 • 05:14 Uhr

Gesundheitsminister der Länder vertrauen weiter auf AstraZeneca

Sowohl Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) als auch Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) vertrauen trotz des Impfstopps grundsätzlich weiter auf das Vakzin von AstraZeneca.

"Ich habe Vertrauen in diesen Impfstoff und würde mich jederzeit damit impfen lassen", erklärt Holetschek der Zeitung "Bild". Er gehe davon aus, "dass die Impfungen mit AstraZeneca bald wieder aufgenommen werden können."

Auch Lucha sagt, er sei von der Wirksamkeit des Impfstoffes "absolut überzeugt". "Allerdings kann man die Argumente des Paul-Ehrlich-Institut auch nicht einfach abtun. Der Gesundheitsschutz steht an erster Stelle. Ich hoffe dennoch sehr, dass wir bald Entwarnung geben können."

17.3.2021 • 04:48 Uhr

Bund und Länder beraten über mögliche "Nachhilfe-Milliarde"

Wegen des massiven Schulausfalls in der Corona-Krise planen Bund und Länder ein umfangreiches Programm für Schüler, um entstandene Lernrückstände aufzuholen. Entsprechende Gespräche darüber laufen bereits länger, nach Angaben von Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) haben sich die SPD-geführten Bundesländer nun aber auf konkrete Eckpunkte verständigt.

Rabes Angaben zufolge könnte das Förderprogramm einen Umfang von einer Milliarde Euro haben. Das sei zumindest die "Arbeitshypothese" zwischen Bund und Ländern. Nach den Vorstellungen der SPD-geführten Länder könne mit dem Geld etwa jedem vierten oder fünften der rund elf Millionen Schüler in Deutschland ein Angebot für eine Lernförderung gemacht werden: Entweder zwei Extra-Stunden pro Woche in Kleingruppen über ein gesamtes Schuljahr verteilt oder vier Förderstunden pro Woche verteilt über ein halbes Schuljahr.

17.3.2021 • 04:38 Uhr

Trump ruft Anhänger zu Corona-Impfung auf

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat seine Anhänger aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Er würde die Impfung empfehlen, sagte Trump dem Sender Fox News. "Ich würde sie vielen Leuten empfehlen, die sie nicht wollen, und viele dieser Leute haben offen gesagt für mich gestimmt."

Der Impfstoff sei "großartig" und "sicher", betonte Trump. Anders als die anderen noch lebenden Ex-US-Präsidenten hatte sich Trump bislang eher verhalten für die Impfkampagne ausgesprochen. Laut Umfragen sind aber besonders männliche Republikaner skeptisch gegenüber Corona-Impfungen.

17.3.2021 • 04:38 Uhr

Dehoga: Osterurlaub muss in Deutschland möglich sein

Die Kritik an der Tourismuspolitik der Bundesregierung reißt nicht ab, seit insbesondere die Balearen nicht mehr als Risikogebiet gelten und viele Auflagen für Urlaubsrückkehrer aufgegeben wurden. "Es ist für keinen Hotelier nachvollziehbar, warum man auf Mallorca Urlaub machen darf, aber nicht an der Ostsee oder Nordsee. Das kann niemand verstehen - und ich kann es auch niemandem erklären", sagt die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Auch an der deutschen Küste gebe es zum Teil niedrige Inzidenzwerte. Die Branche habe keine Öffnungsperspektive bekommen, obwohl Hotels nicht als Pandemie-Treiber gelten. Die Wut, Verzweiflung und Existenzängste in der Hotellerie und Gastronomie wachsen nach ihren Worten "dramatisch".

17.3.2021 • 04:38 Uhr

Bund lehnt finanziellen Corona-Ausgleich für Kommunen für 2021 ab

Zwischen Bund und Kommunen bahnt sich ein harter Streit über einen Ausgleich für die in der Corona-Krise wegbrechenden Gewerbesteuereinnahmen an. Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion, lehnt der Bund einen erneuten Gewerbesteuerausgleich wie für das Jahr 2020 ab, wie die Zeitung "Augsburger Allgemeine" unter Berufung auf das ihr vorliegende Schreiben berichtet. Der Ausgleich der Gewerbesteuermindereinahmen im vergangenen Jahr sei nur auf einer einmaligen Ausnahmeregelung im Grundgesetz erfolgt, heißt es.

17.3.2021 • 04:38 Uhr

2841: Brasilien registriert Höchstwert an Corona-Toten an einem Tag

Brasilien hat so viele Corona-Tote an einem Tag registriert wie nie zuvor. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Abend (Ortszeit) 2841 Covid-19-Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden.

In der vergangenen Woche wurden erstmals mehr als 2000 Corona-Tote an einem Tag erfasst. Insgesamt sind damit in Brasilien 282.127 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 83.962 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten in dem größten Land Lateinamerikas auf mehr als 11,6 Millionen stieg.

Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 Mal so groß wie Deutschland. "Pandemie außer Kontrolle", schrieb das Nachrichtenportal "G1".