Eine Pflegekraft betreut im besonders geschützten Teil der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald einen Corona-Patienten. | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Weniger als 3000 Corona-Intensivpatienten ++

Stand: 24.02.2021 22:48 Uhr

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten ist auf unter 3000 gesunken. Reisende aus Deutschland können ab morgen wieder ohne Einschränkungen in die Schweiz reisen. Die Entwicklungen vom Mittwoch zum Nachlesen.

  • Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen sinkt
  • Hohe Wirksamkeit bei Impfstoff von Johnson & Johnson
  • Schweiz lockert Corona-Beschränkungen ab 1. März
  • Ungarn impft mit chinesischem Vakzin
  • Dänemark will Corona-Beschränkungen lockern
  • DIHK: Signale der Erholung in der Industrie
  • RKI registriert 8007 Neuinfektionen
24.2.2021 • 22:48 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

24.2.2021 • 22:28 Uhr

Moderna erwartet höhere Impfstoff-Jahresproduktion

Der Pharmakonzern Moderna geht davon aus, in diesem Jahr weltweit 700 Millionen Impfdosen herstellen zu können und damit 100 Millionen mehr als bislang erwartet. Zudem würden weitere Verbesserungen bei der Fertigung untersucht, die möglicherweise die Zahl auf eine Milliarde Dosen heben könnten, teilte das US-Unternehmen mit. Für das kommende Jahr seien 1,4 Milliarden Dosen denkbar. Dem Konzern zufolge prüfen US-Labore zudem eine experimentelle Zusatzimpfung von Moderna gegen die zuerst in Südafrika nachgewiesen Virus-Variante.

24.2.2021 • 20:46 Uhr

Israel will Wirtschaft hochfahren

Israels Regierung will die Wirtschaft des Landes ab dem 5. April wieder komplett hochfahren. Bis Ende März dürften alle berechtigten Bürger im Alter von 16 Jahren oder älter geimpft sein, sagt Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. In Israel hat inzwischen etwa die Hälfte der Bevölkerung mindestens eine Dosis des Pfizer/BioNTech-Impfstoffes erhalten.

Zudem sollen sich die Pharmakonzerne Pfizer und Moderne in Israel ansiedeln. "Wir werden hier zwei Fabriken errichten, die Israel zu einem Teil der globalen Impfstoffversorgungskette machen werden", sagte Netanyahu in Tel Aviv. Er führe gegenwärtig Gespräche mit den Chefs der beiden Unternehmen. In dem einen Werk sollten Ampullen für Moderna hergestellt werden, das andere werde ein Pfizer-Zentrum für Forschung und Entwicklung.

24.2.2021 • 20:29 Uhr

Weniger Corona-Patienten auf Intensivstationen

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Deutschland ist unter die Marke von 3000 gesunken. Am Mittwochmittag wurden 2955 Covid-19-Kranke auf Intensivstationen behandelt, wie aus Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hervorgeht. Mehr als die Hälfte davon (59 Prozent) wurden beatmet.

Zuletzt lag die Zahl der Corona-Intensivpatienten vor mehr als drei Monaten, Anfang November, unter 3000. Bis Anfang Januar stieg sie dann auf mehr als 5700. Seither sinkt sie kontinuierlich.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,98 (Vortag ebenfalls 0,98). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 98 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

24.2.2021 • 19:57 Uhr

Rekord bei Neuinfektionen in Frankreich

Die französischen Behörden haben in den letzten 24 Stunden 31.518 neue Corona-Infektionen registriert. So viele Fälle innerhalb eines Tages wurden seit November nicht mehr erfasst. Am Mittwoch vergangener Woche lag die Zahl der Neuinfektionen bei 25.018.

Zudem vermeldete das Gesundheitsministerium 277 Todesfälle. Am Dienstag waren 431 an den Folgen einer Infektion verstorben.

24.2.2021 • 19:42 Uhr

USA starten Forschung über Corona-Langzeitfolgen

Die Spätfolgen einer Coronavirus-Infektion werden unter dem Schirm der nationalen Gesundheitsinstitute in den USA genauer unter die Lupe genommen. Untersucht werden sollten die Ursachen und Folgen von andauernder Erschöpfung, Atemproblemen und Unwohlsein. Auch neurologische Folgen sollen untersucht werden.

Der Top-Virologe der USA, Anthony Fauci, sagte im Weißen Haus, manchen Studien zufolge hätten bis zu 30 Prozent der Patienten Symptome gemeldet, die Monate lang dauern könnten. Dies habe bei vielen Alltag und Arbeit verkompliziert, viele Patienten auf dem Weg der Genesung seien depressiv geworden.

24.2.2021 • 19:34 Uhr

Schweden verschärft Corona-Maßnahmen

Angesichts einer möglichen dritten Infektionswelle verschärft Schweden seine Corona-Maßnahmen. Cafés, Bars und Restaurants dürften ab dem 1. März nur noch bis 20.30 Uhr öffnen, sagte Ministerpräsident Stefan Löfven in Stockholm. Die Anzahl der Kunden in Geschäften und Fitnessstudios werde begrenzt. "Es besteht ein erhebliches Risiko einer sogenannten dritten Welle. Unser aller Handeln bestimmt, ob es dazu kommt", sagte Löfven. 

Tags zuvor hatten die Stockholmer Behörden bereits das Tragen einer Mund-Nasen-Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln und Räumen empfohlen, in denen nicht ausreichend Abstand eingehalten werden kann.

24.2.2021 • 18:29 Uhr

Bremen beginnt mit Impfungen für Kita-Personal

Bremen will noch in dieser Woche damit beginnen, das Personal von Kindertagesstätten zu schützen. "Dazu haben wir ab Freitag jeden Tag 600 Impftermine im Impfzentrum reserviert", erklärte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard. Nach Angaben von Bildungssenatorin Claudia Bogedan 9000 Termincodes für Beschäftigte in Kitas heute und morgen verteilt.

Gerade in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung sei es den Beschäftigten nicht möglich, den Mindestabstand zu den Kindern einzuhalten, führte Bogedan aus. Deshalb sei es richtig gewesen, diese Gruppe in der Priorisierung vorzuziehen. Ab Mitte der nächsten Woche werde es dann auch Einladungen an die Beschäftigten in Grundschulen, Förderzentren sowie regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren geben.

24.2.2021 • 18:08 Uhr

Keine Quarantäne mehr für Reisende aus deutschen Ländern

Reisende aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen können ab Donnerstag wieder ohne Einschränkungen in die Schweiz reisen. Die Anordnung zu einer Quarantänepflicht für Menschen, die sich dort in den vorangegangenen zehn Tagen aufgehalten hatten, lief heute aus.

Damit gibt es vorerst keinerlei Einreiseauflagen mehr für Reisende aus Deutschland. Wer mit dem Flugzeug anreist, muss aber einen negativen PCR-Test vorzeigen und sich elektronisch registrieren.

24.2.2021 • 18:08 Uhr

Die USA liegen bei ihrem Impfprogramm vor dem vorgegebenen Zeitplan

Die USA liegen bei ihrem Impfprogramm inzwischen vor dem von Präsident Joe Biden vorgegebenen Zeitplan von 100 Millionen Dosen in 100 Tagen. Das gab Bidens Impfkoordinator Jeffrey Zients bekannt.

Zudem will die Regierung ab März insgesamt 25 Millionen Masken verteilen lassen. "Wir werden Millionen von Masken an Essensausgaben und kommunale Gesundheitszentren im ganzen Land ausgeben", sagte Zients.

24.2.2021 • 17:36 Uhr

Israelische Behörden dürfen Daten nicht geimpfter Menschen weitergeben

In Israel ist es bestimmten Behörden künftig erlaubt, Namen und Kontaktdaten von Menschen weiterzugeben, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind. Das Gesetz gibt örtlichen Behörden sowie einzelnen Stellen im Wohlfahrts- und Bildungsministerium die Möglichkeit, "Menschen durch persönliche Ansprache zum Impfen zu ermutigen", hieß es in einer Mitteilung des Parlaments.

Die Maßnahme gilt mindestens für drei Monate. Israel hat bereits rund ein Drittel seiner neun Millionen Einwohner mit den empfohlenen zwei Impfdosen der Hersteller BioNTech/Pfizer geimpft. Geimpfte können mit einem sogenannten Grünen Pass bereits wieder während des Lockdowns geschlossene Einrichtungen wie Fitnessstudios nutzen. Diese Regelung und das neue Gesetz befeuern Befürchtungen von Kritikern, dass Menschen, die sich nicht impfen lassen, benachteiligt werden. 

24.2.2021 • 17:21 Uhr

Millionen Deutsche mit erhöhtem Risiko bei Covid-19

Vor allem wegen Alter und Vorerkrankungen ist laut einer Studie mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland über 15 Jahre der Risikogruppe für schwere Covid-19-Verläufe zuzurechnen. Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts (RKI) gehen in dieser Bevölkerungsgruppe von 36,5 Millionen Menschen mit erhöhtem Risiko aus, davon sehen sie 21,6 Millionen Menschen als Hochrisikogruppe. Das geht aus einer RKI-Studie hervor.

24.2.2021 • 17:03 Uhr

Impfstoff von Johnson & Johnson mit hoher Wirksamkeit

Der Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson hat nach Angaben der US-Arzneimittelbehörde FDA eine sehr hohe Wirksamkeit. Demnach verhinderte das Mittel in einer großen klinischen Studie in den USA schwere Erkrankungen zu 85,9 Prozent. Bei Studien in Südafrika und Brasilien lag die Wirksamkeit demnach bei 81,7 beziehungsweise 87,6 Prozent. Damit scheint der Impfstoff also auch gut gegen die südafrikanische und die brasilianische Virus-Variante zu wirken, die als deutlich ansteckender gelten.

Das Vakzin könnte die Impfkampagne nach Angaben von Experten deutlich vereinfachen und beschleunigen: Im Gegensatz zu den anderen Impfstoffen ist bei Johnson & Johnson nur eine Injektion nötig. Außerdem kann das Mittel leichter transportiert und aufbewahrt werden: Nach Unternehmensangaben ist es mindestens drei Monate lang bei Temperaturen zwischen zwei und acht Grad haltbar.

24.2.2021 • 16:48 Uhr

Neue, ansteckendere Corona-Variante in Kalifornien

US-Wissenschaftler haben sich besorgt über eine Coronavirus-Variante in Kalifornien gezeigt. Die im Dezember erstmals entdeckte Variante, die Forscher "B.1.427/B.1.429" genannt haben, sei ersten Erkenntnissen zufolge wahrscheinlich ansteckender als das Ausgangsvirus, berichten mehrere US-Medien unter Berufung auf Wissenschaftler. Die Variante sei auch schon in anderen US-Bundesstaaten und Ländern weltweit entdeckt worden, habe sich aber nach bisherigen Erkenntnissen bislang vor allem in Kalifornien ausgebreitet.

Mindestens zwei wissenschaftliche Studien zur kalifornischen Variante sind bereits abgeschlossen und sollen demnächst veröffentlicht werden.

24.2.2021 • 16:34 Uhr

Britische Veranstalter planen Musikfestival für August

Die Ankündigung der Regierung in London, alle Lockdown-Maßnahmen bis zum 21. Juni in Großbritannien aufzuheben, zeigt erste Auswirkungen auf die Festival-Branche. Wie die Veranstalter des Reading-and-Leeds-Festivals mitteilten, soll das Musikfest in England mit Künstlern wie Ex-Oasis-Frontmann Liam Gallagher und dem Rapper Stormzy im August stattfinden.

Blick auf das Reading-and-Leeds-Festival im August 2016 | picture alliance / empics

Zum Reading-Festival werden - wie hier im Jahr 2016 - Zehntausende Besucher erwartet. Bild: picture alliance / empics

24.2.2021 • 16:05 Uhr

"Wer Impfchance nicht nutzt, muss sich wieder hinten anstellen"

Obwohl alle in Deutschland zugelassenen Impfstoffe vor einem schweren Covid-19-Verlauf schützen, bleibt die Skepsis gegenüber AstraZeneca in der Bevölkerung groß. So groß, dass laut Robert Koch-Institut 1,2 Millionen Impfdosen in den Kühlschränken liegenbleiben. Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Erwin Rüddel, mahnt deshalb im ARD-Mittagsmagazin mehr Flexibilität an. "Wer jetzt seine Impfchance nicht nutzt, der muss sich wieder hinten anstellen."

Er könne sich sehr gut vorstellen, "dass man eine gewisse Überbuchung täglich in den Impfzentren durchführt, und Gruppen wie Kitamitarbeiterinnen und Kita-Mitarbeiter, Grundschullehrerinnen und Polizeibeamte, kurzfristig einlädt, sich den Impfschutz abzuholen, wenn andere darauf verzichten."

24.2.2021 • 15:56 Uhr

Merkel noch gegen Lockerungen für Geimpfte

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist gegen ein generelles Lockern der Corona-Beschränkungen für geimpfte Personen. "Solange die Zahl der Geimpften noch so viel kleiner ist als die derjenigen, die auf die Impfung warten, sollte der Staat beide Gruppen nicht unterschiedlich behandeln", sagte Merkel der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Wo es aber um private Vertragsverhältnisse gehe, "können wir uns von staatlicher Seite wenig einmischen".

Merkel machte aber auch deutlich, dass sich der Umgang mit Geimpften und Nicht-Geimpften verändern könne. "Wenn wir genügend Menschen ein Impfangebot gemacht haben werden und sich einige partout nicht impfen lassen wollen, wird man überlegen müssen, ob es in bestimmten Bereichen Öffnungen und Zugänge nur für Geimpfte geben soll."

24.2.2021 • 15:53 Uhr

Bericht: Bis zu 25.000 Euro Strafe für Impf-Vordrängler

Laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland plant die Bundesregierung, Impf-Vordrängler künftig mit bis zu 25.000 Euro zu bestrafen. Das gehe aus einem Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen für das “Gesetz zur Fortgeltung der die epidemische Lage von nationaler Tragweite betreffenden Regelungen” hervor, aus dem das RND zitiert.

24.2.2021 • 15:43 Uhr

Seeleute aus Kiribati dürfen nach Hause

Einige der in Hamburg gestrandeten Seeleute aus dem Inselstaat Kiribati dürfen nach Hause. Das Auswärtige Amt setzt sich nach Angaben einer Sprecherin im Austausch mit zuständigen Stellen in Fidschi und Kiribati dafür ein. Die Männer benötigen demnach für die Heimreise auch eine Einreisegenehmigung für Fidschi, wo sie umsteigen müssen. Nun habe Fidschi gegenüber Kiribati zugesagt, dass zunächst 70 der Seeleute einreisen dürften.

Einige der Männer aus Kiribati sitzen bereits seit Oktober in der Hansestadt fest.

24.2.2021 • 15:32 Uhr

Schweiz lockert Beschränkungen

In der Schweiz dürfen nach dem Rückgang der Corona-Infektionszahlen die Geschäfte ab 1. März wieder öffnen. Das gilt auch für Museen und Lesesäle von Bibliotheken, sowie Zoos, Tennis- und Fußballplätze und Erlebnisparks. Im Freien dürfen künftig wieder bis zu 15 Personen zusammenkommen. Das kündigte die Regierung an.

Restaurants bleiben aber vorerst geschlossen, auch solche mit Terrassen oder Außenbereichen. Überall gilt Maskenpflicht, Besucher müssen Abstand halten und Geschäfte dürfen nur eine bestimmte Anzahl Besucher reinlassen. Privatveranstaltungen in Räumen bleiben auf fünf Personen beschränkt.

24.2.2021 • 14:43 Uhr

Kinos wollen ein Zeichen setzen

Vor Beginn der Berlinale wollen zahlreiche Kinos in Deutschland für eine Perspektive werben. Mehr als 300 Kinos sollen am Sonntagabend beleuchtet werden. "Nach vier Monaten wartet der Kinomarkt auf eine transparente, evidenzbasierte und verlässliche Wiedereröffnungsperspektive", sagte Christian Bräuer vom Branchenverband AG Kino - Gilde in Berlin. Die Kinos sind wegen der Pandemie bundesweit geschlossen, auch viele andere Einrichtungen in Deutschland sind vorerst zu.

24.2.2021 • 14:29 Uhr

Nach Gerichtsurteil: Fahrschulen dürfen teilweise öffnen

In in Baden-Württemberg müssen Fahrschulen bei Einschränkungen anders behandelt werden als etwa Fitness- oder Tattoostudios. Das geht aus einem Beschluss des baden-württembergischen Verwaltungsgerichtshof hervor, der dem Eilantrag einer Fahrschule aus dem Bodenseekreis stattgegeben hat. Sollten Fahrschulen in Kreisen mit niedriger Inzidenz den Betrieb wieder aufnehmen, sei nicht damit zu rechnen, dass dieses Angebot zu verstärkter Nachfrage aus anderen Kreisen mit höheren Infektionszahlen führen werde, hieß es.

Die Richter bestritten nicht, dass beim Fahrunterricht im Auto erhebliche Infektionsgefahren bestünden. Doch sehen sie keine Notwendigkeit, landesweit einheitliche Corona-Maßnahmen für Fahrschulen anzuwenden. So gebe es derzeit sechs Land- und Stadtkreise, deren Sieben-Tage-Inzidenz unter 30 liege. Der Verwaltungsgerichtshof weist außerdem darauf hin, dass wieder öffnende Fahrschulen kaum in der Lage sein dürften, über ihren Kundenkreis hinaus in größerem Umfang für zusätzliche Fahrschüler Fahrstunden anzubieten. Nicht nur die klagende Fahrschule darf nun zum 1. März wieder Fahrstunden anbieten, sondern alle Fahrschulen in Regionen mit niedriger Inzidenz. Der Gerichtsbeschluss ist unanfechtbar.

24.2.2021 • 13:57 Uhr

Fünf Länder besorgt über Produktionsumfang von Impfstoff in Europa

Fünf Staaten der Europäischen Union zeigen sich besorgt über den Umfang der Produktion von Corona-Impfstoff in Europa. Litauen, Belgien, Dänemark, Spanien und Polen appellierten in einem gemeinsamen Schreiben an EU-Ratspräsident Charles Michel, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um die Produktionskapazitäten auszuweiten. Das teilte die litauische Präsidialkanzlei in Vilnius mit. Europa stehe aufgrund der unzureichenden Versorgung mit Impfstoffen und deren stockender Produktion demnach weiter vor Herausforderungen.

"Das Auftreten neuer Coronavirus-Stämme gefährdet die Bemühungen der Mitgliedstaaten, die Pandemie zu kontrollieren und zum normalen Leben zurückzukehren", hieß es den Angaben zufolge in dem einem Tag vor dem EU-Gipfel in Brüssel versandten Brief. Die EU und die Mitgliedstaaten müssten daher alles daransetzen, dass die Impfstoffproduktion gesteigert wird. Die Regierungen sollten etwa den in Europa ansässigen Herstellern Unterstützung leisten, wenn diese Produktionsprobleme hätten und festgelegte Pläne nicht einhalten könnten.

24.2.2021 • 13:53 Uhr

Spahn stellt Bürgern mehr Freiheiten durch Tests in Aussicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat der Bevölkerung im Corona-Lockdown wieder mehr Freiheit durch eine Ausweitung der Tests in Aussicht gestellt. Schell- und Selbsttests würden Schritt für Schritt helfen, "ein Stück mehr Freiheit wieder zu haben", sagte Spahn im Bundestag in Berlin. 

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hatte die ersten drei Sonderzulassungen für Corona-Selbsttests erteilt, die man auch ohne Schulung zu Hause machen kann. Schnelltests, die geschultes Personal durchführen muss, sollen voraussichtlich in rund zwei Wochen etwa in Apotheken kostenlos gemacht werden können.

Er glaube nicht daran, dass das Coronavirus jemals komplett verschwinden wird. Eine Inzidenz von null werde es auf Dauer nicht geben können, außer man ziehe eine Mauer um das Land, sagte der CDU-Politiker. "Wenn wir uns alle einschließen, dann sind wir vielleicht irgendwann bei einer Inzidenz null". Das sei allerdings auch kein Leben. Vielmehr gehe es darum, die richtige Balance zwischen bestmöglichem Infektionsschutz und Leben und Freiheit zu finden. "Gesundheitsschutz stärker gewichtet als andere Aspekte, aber nicht absolut", sagte Spahn.

24.2.2021 • 13:31 Uhr

Deutsch-französische Parlamentarier: Strategie für offene Grenze vorgelegt

Angesichts der Ausbreitung hoch ansteckender Coronavirus-Varianten hat die deutsch-französische Parlamentarier-Versammlung eine Strategie zur Offenhaltung der gemeinsamen Grenze vorgelegt. Vorstandsmitglieder des Gremiums schlugen einen Fünf-Punkte-Plan vor, der unter anderem den "Aufbau gemeinsamer Testzentren überall in der deutsch-französischen Grenzregion" vorsieht.

Corona-Stichproben müssten "im rückwärtigen Raum" durch binationale Einheiten erfolgen. Die Parlamentarier dringen daneben auf einen stärkeren Austausch von Infektionsdaten und eine bessere Nachverfolgung der Kontakte im Grenzgebiet, auch durch den Einsatz zweisprachiger Mitarbeiter in Gesundheitsämtern. Im französischen Verwaltungsbezirk Moselle an der Grenze zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz waren zuletzt hunderte Neuinfektionen mit der südafrikanischen Coronavirus-Variante aufgetreten. Experten vermuten, dass sie gegen bestimmte Impfstoffe resistent sein könnte.

24.2.2021 • 12:41 Uhr

AstraZeneca kann wohl Zusagen nicht einhalten

Der britisch-schwedische Impfstoff-Hersteller AstraZeneca hat erneut Probleme bei der Produktion seines Corona-Impfstoffs in der EU eingeräumt. Ein Unternehmenssprecher erklärte, AstraZeneca könne im zweiten Quartal nur die Hälfte der für die EU vorgesehenen 180 Millionen Impfdosen innerhalb der EU produzieren. Seine Lieferzusagen will AstraZeneca aber einhalten.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte den Streit mit AstraZeneca um Lieferverzögerungen unterdessen für beendet. Die EU hat bei AstraZeneca bis zu 400 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs bestellt. Vor einigen Wochen gab es aber Streit um das Tempo der Impfstoff-Lieferungen.

24.2.2021 • 12:31 Uhr

Ungarn impft als erstes EU-Land mit chinesischem Vakzin

Als erstes EU-Land nutzt Ungarn den Corona-Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinopharm. Seit knapp zwei Wochen wird in dem Land auch schon der russische Corona-Impfstoff Sputnik V verimpft. Regierungschef Victor Orban hatte der EU wiederholt vorgeworfen, dass der Prozess der Zulassungen und des Ankaufs von Impfstoffen zu lange dauere. Im Januar hatte Ungarn dann als erstes EU-Land eine Notfallzulassung für Sputnik V erteilt. Ende Januar ließ Budapest dann auch als erstes EU-Land den Impfstoff von Sinopharm zu und kündigte eine Bestellung von fünf Millionen Impfdosen an.

Sinopharm-Mitarbeiter prüft Corona-Impfstoff | dpa

Ein Sinopharm-Mitarbeiter prüft Corona-Impfstoff Bild: dpa

24.2.2021 • 12:11 Uhr

Hessen plant weitere Lockerungen

Hessen plant weitere Schritte zur Lockerung der Corona-Maßnahmen. Ministerpräsident Volker Bouffier kündigte auf einer CDU-Veranstaltung einen Vier-Stufen-Plan dafür an. Dabei gehe es um mehr Kontakte für eine größere Zahl von Menschen und die Öffnung von Läden im Einzelhandel. Ein CDU-Sprecher bestätigte entsprechende Medienberichte.

Details zu dem Perspektivplan der Landesregierung will der Regierungschef am Donnerstag vorstellen. Bei der digitalen CDU-Veranstaltung in Fulda am Dienstagabend sagte Bouffier, es sei für den Einzelhandel geplant, dass Kunden künftig einen Termin für den Einkauf vereinbaren können sollen und dann einen "persönlichen Verkäufer" in dem Geschäft bekommen.

Zudem sollen sich wieder zwei Haushalte in Hessen treffen dürfen. Die Beurteilung der Handlungsspielräume werde in Hessen künftig nicht mehr von den Inzidenzen abhängen, erklärte der CDU-Landeschef. Es müsse zwar weiter vorsichtig vorgegangen werden. "Wir können aber auch nicht so weitermachen."

24.2.2021 • 11:45 Uhr

Dreyer plädiert für Lockerung der Kontaktbeschränkungen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) spricht sich dafür aus, die strengen Beschränkungen der privaten Kontakte in der Corona-Pandemie zu lockern. "Zwei Haushalte, fünf Personen, die Kinder nicht mitgezählt", schlug Dreyer in der Sendung "Frühstart" der Sender RTL und ntv als neue Regel vor. Dies wäre immer noch "sehr streng". Derzeit dürfen sich Angehörige eines Haushalts in der Regel mit nur einer weiteren Person treffen.

24.2.2021 • 11:45 Uhr

Neue Maskenpflicht in Hamburg tritt am Samstag in Kraft

Die vom rot-grünen Hamburger Senat beschlossene Verschärfung der Maskenpflicht soll ab Samstag gelten. Die entsprechende Verordnung werde derzeit vorbereitet und am Freitag veröffentlicht, so dass sie am Samstag in Kraft treten kann, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, der Nachrichtenagentur dpa. Der Senat reagiert mit der Verschärfung der Maskenpflicht auf große Menschenansammlungen, wie sie am vergangenen Wochenende bei gutem Wetter rund um die Alster, an der Elbe und in den Parks der Stadt zu sehen waren. Künftig sollen beispielsweise auch Erwachsene auf Spielplätzen Maske tragen müssen.

24.2.2021 • 11:42 Uhr

Dänemark will am 1. März Corona-Beschränkungen lockern

Die dänische Regierung will einen Teil der geltenden Corona-Maßnahmen am 1. März wieder lockern. So dürfen am Montag die Geschäfte wieder öffnen, sofern ihre Ladenfläche kleiner als 5000 Quadratmeter ist und sie sich nicht in Einkaufszentren befinden. Größere Geschäfte können ebenfalls mit stark begrenzter Kundenanzahl wieder öffnen.

Auch Kultureinrichtungen unter freiem Himmel dürfen zum Monatswechsel wieder Besucher empfangen, wenn diese Gäste einen maximal 72 Stunden alten Corona-Test vorweisen können. Die Versammlungsbeschränkung wird für draußen stattfindende und organisierte Sport- und Vereinsaktivitäten von 5 auf maximal 25 Teilnehmer angehoben. In Nord- und Westjütland dürfen die Abschlussklassen teils in ihre Schulen zurück, auf der Ostsee-Insel Bornholm sogar alle Schüler. Allerdings sollten alle von ihnen im Alter von über zwölf Jahren ebenso wie das Personal zweimal wöchentlich Corona-Tests machen.

24.2.2021 • 12:04 Uhr

Größter britischer Flughafen meldet Milliardenverlust

Der Einbruch des Luftverkehrs in Folge der Corona-Krise hat dem größten britischen Flughafen London-Heathrow 2020 einen Milliardenverlust eingebrockt. Das Minus von umgerechnet rund 2,33 Milliarden Euro vor Steuern verdeutliche die "verheerenden" Auswirungen der Pandemie, teilte der Airport mit. Unter dem Strich betrug der Verlust 1,782 Milliarden Pfund, nach einem Nettogewinn von 413 Millionen Pfund im Vorjahr. Das Passagieraufkommen sei um knapp 75 Prozent auf 22,1 Millionen zurückgegangen und war damit so gering wie seit den 1970er Jahren nicht mehr. Mehr als die Hälfte der Reisenden entfalle auf Januar und Februar 2020, also auf die Zeit vor der Pandemie.

Zwei junge Frauen schieben ihre Koffer über den Flughafen Heathrow. | AP

Bild: AP

24.2.2021 • 10:09 Uhr

Hunderttausende Israelis haben neuen Corona-Ausweis

Kurz nach seinem Start haben sich Hunderttausende Israelis den sogenannten Grünen Pass heruntergeladen, der Genesenen und Geimpften in der Corona-Krise spezielle Erleichterungen gewährt. Seit Sonntag hätten sich mehr als 400.000 Menschen die Bescheinigung über einen Internet-Ausdruck erstellt, sagte Rona Kaiser der Nachrichtenagentur dpa. Sie leitet im israelischen Gesundheitsministerium die Digital-Abteilung und ist damit dort auch verantwortlich für alle Internetseiten und Apps.

Eine Israelin zeigt ihren "grünen Pass". | EPA

Der "grüne Pass": Mit ihm dürfen geimpfte Personen in Israel Fitnessstudios, Hotels, Theater oder eben Schwimmbäder besuchen. Bild: EPA

Eine "Ramzor" genannte App, über die der Pass ebenfalls nachgewiesen werden kann, luden demnach bereits mehr als 500.000 Menschen herunter. Seit Sonntag können von einer Corona-Infektion genesene und gegen das Virus geimpfte Menschen in Israel mit dem "Grünen Pass" unter anderem wieder Fitnessstudios, Theater und Sportereignisse besuchen sowie in Hotels übernachten.

24.2.2021 • 09:53 Uhr

Schweden plant Erleichterungen für geimpfte Pflegeheimbewohner

Schweden plant Corona-Erleichterungen für ältere Menschen in Pflegeheimen nach einer Impfung. Die vollständig geimpften Heimbewohner sollten mit weniger Einschränkungen leben können, sagt der Chef-Epidemiologe Anders Tegnell der Zeitung "Dagens Nyheter". Dem Blatt zufolge haben inzwischen mehr als 80 Prozent der Bewohner von Altenheimen ihre erste Corona-Impfung erhalten, 64 Prozent sind mit einer zweiten Dosis bereits vollständig geimpft. Die Lockerungen dürften demnach am Donnerstag bekanntgegeben werden. Dagegen sollen die allgemeinen Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung aus Furcht vor einer dritten Corona-Welle noch heute verschärft werden. Zuletzt stiegen die Fallzahlen in Schweden wieder deutlich an, was auch auf die rasante Ausbreitung der besonders ansteckenden britischen Virus-Variante zurückgeführt wird.

24.2.2021 • 09:44 Uhr

Spanien will weitere Finanzhilfen für Unternehmen auf den Weg bringen

Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez will in den nächsten Wochen weitere Finanzhilfen für Unternehmen über elf Milliarden Euro auf den Weg bringen. Das Geld solle auch Selbstständigen zugutekommen, die von der Corona-Pandemie betroffen sind, kündigt der Ministerpräsident an. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte jüngst von Insidern erfahren, dass es sich bei dem Maßnahmenbündel unter anderem um Schuldenerlass bei staatlich abgesicherten Krediten oder um direkte Zuschüsse für kleinere Firmen handeln könnte.

24.2.2021 • 09:37 Uhr

Spahn fordert von Ländern Erhöhung des Impftempos

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die 16 Bundesländer aufgefordert, das Impftempo zu erhöhen. "Jetzt ist Impfstoff da", sagte er im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Deshalb gehe er davon aus, dass die Länder nun das Impftempo erhöhen würden. Die Länder hätten eine Kapazität von bis zu 300.000 Impfungen pro Tag in den Impfzentren angemeldet. Derzeit würden aber nur rund 140.000 Impfungen pro Tag durchgeführt. "Ich gehe davon aus, dass das nun auch deutlich hochgefahren wird", sagte der CDU-Politiker. Hintergrund sind etwa Berichte, dass Hunderttausende Impfdosen von AstraZeneca zwar an die Impfzentren geliefert, aber noch nicht verimpft seien. Der Bund ist für die Beschaffung der Corona-Impfstoffe zuständig, die Länder für die Impfungen.

24.2.2021 • 09:30 Uhr

Ghana bekommt erste Impfstoff-Lieferung der Covax-Initiative

Ghana erhält heute die erste Lieferung von Corona-Impfstoffen durch die internationale Initiative Covax. Das westafrikanische Land bekommt 600.000 Dosen des Impfstoffes von AstraZeneca, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UN-Kinderhilfswerk UNICEF mitteilten. Covax will in der ersten Hälfte dieses Jahres mehr als 337 Millionen Corona-Impfstoffdosen in rund 145 Ländern mit niedrigem und mittleren Einkommen verteilen.

24.2.2021 • 09:03 Uhr

Erste Sonderzulassungen für Selbsttests

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat die ersten drei Sonderzulassungen für Corona-Tests zur Eigenanwendung durch Laien erteilt. Das teilte ein Sprecher mit. Bei allen drei Tests würden die Proben durch einen Abstrich im vorderen Nasenbereich entnommen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet die Selbsttests schon in den kommenden Tagen in den Regalen. Das sagte er im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Er gehe davon aus, dass in der nächsten Woche weitere Zulassungen ausgesprochen werden könnten.

24.2.2021 • 08:58 Uhr

Spahn setzt auf Einigung bei Schnelltests

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzt auf eine Einigung mit den Bundesländern am 3. März über den Einsatz kostenloser Schnelltests zur Flankierung von Öffnungsschritten. Im Morgenmagazin von ARD und ZDF wies der CDU-Politiker darauf hin, dass es in der Regierung auch mit Finanzminister Olaf Scholz bereits eine Einigung auf die Kostenübernahme des Bundes ab dem 1. März gegeben habe. Allerdings hätten danach einige Ministerpräsidenten Beratungsbedarf angemeldet.

24.2.2021 • 08:55 Uhr

DIHK: Signale der Erholung in der Industrie nach Einbruch im Corona-Jahr

In der Industrie gibt es Signale der Erholung nach dem Einbruch der Produktion im Corona-Jahr. Wie eine Sonderauswertung der jüngsten Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) ergab, gehen 37 Prozent der befragten Industrieunternehmen für die kommenden zwölf Monate von Umsatzzuwächsen aus. Auf Rückgänge stellen sich 23 Prozent ein, wie das "Handelsblatt" aus der Umfrage zitierte. 2020 hatte die Industrie einen Produktionseinbruch von elf Prozent verzeichnet. Der Umfrage zufolge beurteilen 31 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage als gut, im Herbst waren es nur 23 Prozent.

An der Umfrage zu Jahresbeginn beteiligten sich knapp 8000 Industrieunternehmen. Abwärtsrisiken sehen die Betriebe vor allem in einer schwachen Inlandsnachfrage und in Liquiditätsengpässen, die sich negativ auf die Investitionspläne auswirken. Aufwärts geht es zudem bei der Beschäftigungssituation in der Industrie, wie das "Handelsblatt" weiter berichtete. Das für die Zeitung berechnete Ifo-Beschäftigungsbarometer für den Sektor stieg seit Mai 2020 kontinuierlich an. Zwar sind demnach die Unternehmen mit Personalabbauplänen noch leicht in der Überzahl, allerdings entspanne sich gegen den allgemeinen Trend die Beschäftigungssituation in der Industrie.

24.2.2021 • 08:39 Uhr

Depressionshilfe: Psychische Folgen von Corona-Maßnahmen erfassen

Der Vorsitzende der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Ulrich Hegerl, fordert eine systematische Erfassung der psychischen Auswirkungen der Corona-Maßnahmen. "Derartige unerwünschte Folgen für Menschen mit psychischen oder anderen Erkrankungen müssen ebenso sorgfältig erfasst werden wie die Zahlen der Corona-Statistiken", sagte Hegerl den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Nur dann können wir das an Leid und Tod, was wir verhindern, mit dem ins Verhältnis setzen, was wir verursachen." Notwendig wäre nach Ansicht Hegerls für die Diskussion weiterer Corona-Maßnahmen ein engmaschig tagendes Expertengremium mit Ärzten aus verschiedenen Fachbereichen sowie Psychologen, Soziologen, Epidemiologen und Gesundheitspolitkern, das in systematischer Weise eine Nutzen-Risikoabschätzung vornimmt.

Der Jugendpsychiater Paul Plener bekräftigte den Zeitungen zufolge, dass Schulöffnungen unter strengen Corona-Maßnahmen dringend geboten seien. "Je länger die Pandemie dauert, umso weniger können wir uns allein an den Infektionszahlen orientieren, sondern müssen auch die langfristigen Folgen betrachten", sagte der Leiter der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Wien. "Auch psychische Erkrankungen und durch die Pandemie verursachte geringere Bildungschancen sind lebensverkürzend."

24.2.2021 • 08:37 Uhr

Corona-Krise reißt Milliarden-Löcher in Staatshaushalt

Der deutsche Staat hat im Corona-Krisenjahr 2020 deutlich mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung wiesen ein Defizit von 139,6 Milliarden Euro aus, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Erste Berechnungen der Behörde hatten ein Minus von 158,2 Milliarden Euro ergeben.

24.2.2021 • 08:31 Uhr

Trotz Beschränkungen: Deutsche Wirtschaft wuchs Ende 2020 stärker als angenommen

Die deutsche Wirtschaft ist trotz der Einführung neuer Corona-Beschränkungen zum Jahresende 2020 stärker gewachsen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In einer ersten Berechnung war die Wiesbadener Behörde von einem Wachstum von 0,1 Prozent ausgegangen.

24.2.2021 • 08:06 Uhr

Polen will Corona-Beschränkungen wieder verschärfen

Angesichts steigender Neuinfektionen will Polen die Corona-Beschränkungen verschärfen - das teilte ein Sprecher der Regierung dem Privatsender Polsat mit. Das Land wird demnach heute voraussichtlich erneut die Marke von 10.000 neuen Fällen pro Tag überschreiten. Polen hatte erst Mitte Februar die Einschränkungen gelockert und Theater und Skipisten geöffnet.

24.2.2021 • 07:34 Uhr

Trotz Mutationen: Berlinale hofft auf Sommerausgabe

Die Festivalleitung der Berlinale hofft darauf, trotz Pandemie und Coronavirus-Mutationen im Sommer Filmvorführungen fürs Publikum anbieten zu können. "Man weiß im Moment nicht, wie sich das weiterentwickelt", sagte Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek der Nachrichtenagentur dpa. "Wir haben große Hoffnung, dass wir im Juni im Kino stattfinden können, mit allen notwendigen Abstands- und Hygieneregeln." Die Berlinale wird in diesem Jahr geteilt. Am Montag, 1. März, beginnt ein digitaler Branchentreff - dort können Fachleute aus der Filmbranche und Journalisten online Filme schauen. Eine Jury soll dann auch über die Preisträger entscheiden. Die Auszeichnungen sollen im Sommer überreicht werden - dann ist ein mehrtägiges Festival geplant, Zuschauer sollen Filme im Kino und Open-Air anschauen können. Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals.

24.2.2021 • 06:59 Uhr

Lehrerverband rechnet auch nach der Pandemie mit digitalem Unterricht

Die Schule der Zukunft wird nach Ansicht von Lehrerverbands-Präsident Heinz-Peter Meidinger eine andere sein als vor Corona. Er könne sich vorstellen, dass künftige Stundenpläne digitalen Unterricht fest beinhalten, sagte er bei einem virtuellen literarischen Salon. So könnten die durchschnittlichen 30 Wochenstunden beispielsweise auf 25 Stunden in Präsenz und 5 Stunden Digitalunterricht aufgeteilt werden. Diese seien ideal für neue Formate oder das Lernen mit externen Experten, erläuterte er bei einer Online-Debatte über seine zu Jahresbeginn veröffentlichte Streitschrift "Die 10 Todsünden der Schulpolitik" vor.

Auch wenn Meidinger, der bis Sommer 2020 Schulleiter eines Gymnasiums in Deggendorf war, die jüngste Entscheidung der Gesundheitsminister befürwortet, Lehrer in der Impfreihenfolge vorzuziehen, kritisiert er das aktuelle Vorgehen der Politik. "Man hat mal wieder den zweiten Schritt vor dem ersten getan", sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes. Für eine verlässliche Perspektive und Schulen als sichere Orte hätte die Politik aus seiner Sicht zuerst die Testkonzepte und -zulassungen regeln und die Lehrer impfen müssen, bevor sie die Schulen wieder öffnet.

24.2.2021 • 06:38 Uhr

Eröffnungsfeier der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf ohne Sportler

Die Eröffnungsfeier der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf wird coronabedingt ohne Sportler stattfinden. "Auch wir werden die Eröffnungsfeier nur im Fernsehen sehen", sagte der Sportliche Leiter der deutschen Langläufer, Andreas Schlütter. "Vielleicht werden wir uns im Hotel zumindest virtuell zusammenschalten." Die Eröffnungsfeier mit einer Lichtshow ist für Mittwochabend um 20 Uhr geplant.

24.2.2021 • 05:44 Uhr

RKI meldet 8007 Neuinfektionen und 422 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 8007 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 422 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7556 Neuinfektionen und 560 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Morgen bundesweit bei 59,3 - und damit niedriger als am Vortag (60,5).

24.2.2021 • 05:20 Uhr

FDP fordert Schnelltest-Regelung nach dem Vorbild Österreichs

Mit einer Regelung für Schnelltests nach dem Vorbild Österreichs will die FDP den Weg für stufenweise Lockerungen in der Corona-Pandemie freimachen. Ein entsprechender Antrag soll noch diese Woche in den Bundestag eingebracht werden. Ziel sei, dass Hersteller über eine "einfache und unbürokratische Selbstverpflichtung bestätigen, dass bei Eigenanwendung ein entsprechendes Sicherheits- und Leistungsniveau erreicht wird und dass die Funktionstauglichkeit und die Einsatztauglichkeit für den geplanten Zweck gewährleistet ist". Anschließend soll aber ein Zulassungsverfahren durchlaufen werden.

24.2.2021 • 05:20 Uhr

Ansturm auf Friseure: Längere Öffnungszeiten, keine Preissteigerungen

Die Friseure in Deutschland bereiten sich nach mehrmonatiger Schließung auf einen Kunden-Ansturm vor. Der Andrang sei vielleicht noch größer als nach dem ersten Lockdown, viele Salons seien bis Ende März ausgebucht, sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller, vor der Öffnung am kommenden Montag. Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, verlängerten viele Betriebe ihre Öffnungszeiten. Mit einer Preissteigerung wie nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr rechnet der Verband diesmal nicht. Möglich ist die Öffnung auch dieses Mal nur unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzepts.

24.2.2021 • 04:58 Uhr

STIKO: Reihenfolge bei Corona-Impfungen nicht allzu starr beachten

Die Ständige Impfkommission plädiert dafür, die Reihenfolge bei den Corona-Impfungen nicht allzu starr einzuhalten. In allen Impfzentren sollte es unbedingt Listen dafür geben, "wer an die Reihe kommt, wenn Dosen übrig bleiben", sagte STIKO-Chef Thomas Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Damit kein Impfstoff verworfen werde, könnten "geeignete Kandidaten aus nachfolgenden Prioritätsgruppen" vorgezogen werden. Der Umgang mit übrig bleibenden Impfdosen müsse "pragmatisch vor Ort geregelt werden", forderte der Virologe. Die Übergänge zwischen den Gruppen in der Impfreihenfolge dürften nicht als "harte Grenze" aufgefasst werden. 

24.2.2021 • 04:58 Uhr

Sommerurlaub: Kommissionsvize mahnt beim EU-Impfpass zur Eile

EU-Kommissionsvizepräsident Margaritis Schinas macht Hoffnung auf einen Sommerurlaub trotz Corona. "Unterm Strich wird dieser Sommer mit Sicherheit besser werden als der im vergangenen Jahr", sagte Schinas der Nachrichtenagentur dpa in Brüssel. "Wir werden mehr Geimpfte haben, wir wissen mehr über das Virus und über Regeln für sicheres Reisen, die wir gemeinsam entwickeln werden." Beim geplanten EU-Impfpass mahnte Schinas zur Eile: "Das betrifft alle EU-Staaten, ob im Norden oder Süden, und die Entwicklung schreitet schneller voran als die Zeit in der Politik." Wichtig sei ein gemeinsamer Ansatz beim Nachweis, dass jemand geimpft sei. "Und dann brauchen wir eher früher als später eine öffentliche Diskussion über die Frage der Nutzung."