Zwei Spaziergängerinnen am Strand von Magaluf | dpa
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Coronavirus-Pandemie ++ Nur 19 statt 89 Millionen Touristen ++

Stand: 03.02.2021 23:26 Uhr

In Spanien hat Corona den jahrelangen Tourismusboom abrupt beendet, die Zahl der Urlauber brach um 77 Prozent ein. Gesundheitsminister Spahn stellt eine Wahlmöglichkeit beim Impfstoff in Aussicht. Die Entwicklungen vom Mittwoch zum Nachlesen.

  • Große Koalition beschließt weitere Finanzhilfen
  • Schätzung: 15 Prozent der Bevölkerung in England war infiziert
  • Spahn: Gespräche über Sputnik-V-Produktion in Europa
  • RKI: 9705 Neuinfektionen binnen eines Tages
  • 25.000 Bundeswehrsoldaten helfen in Corona-Pandemie
  • WHO-Team besucht Labor in Wuhan
3.2.2021 • 23:25 Uhr

Ende des Liveblogs

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3.2.2021 • 23:11 Uhr

Große Koalition einigt sich auf weitere finanzielle Hilfen

Viereinhalb Stunden saßen die Spitzen der Großen Koalition zusammen, um über die gemeinsame Politik zu beraten. Nun steht fest: Geringverdiener sollen wegen der Corona-Krise finanzielle Hilfen erhalten, Unternehmen werden weiter entlastet.

3.2.2021 • 21:24 Uhr

Hamburgs Bürgermeister geht nicht von Lockerungen aus

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher geht nicht davon aus, dass bei der Bund-Länder-Konferenz in der kommenden Woche Lockerungen der Corona-Regeln beschlossen werden. "Das sieht derzeit nicht danach aus", sagte er im NDR.

Hamburg gehöre zwar zu den Bundesländern, wo die Zahlen am weitesten zurückgegangen seien, trotzdem müsse man Sicherheit haben, bevor Lockerungen beschlossen werden könnten. "Wir sehnen uns alle danach, dass es ein Stück weit wieder normaler wird, dennoch dürfen wir jetzt nicht zu früh und zu unvorsichtig sein, um dann wieder in eine schlechtere Lage zu kommen."

3.2.2021 • 21:08 Uhr

Slowakei will Schulen schrittweise wieder öffnen

Unter strengen Auflagen dürfen in der Slowakei ab Montag schrittweise wieder Schulen und Kindergärten öffnen. Wie die Regierung in Bratislava bekanntgab, gilt die Lockerung zunächst nur für die ersten vier Schulstufen und die Abschlussklassen einiger Schultypen. Bedingung für das Betreten des Schulgebäudes ist für die jüngsten Schüler ein höchstens sieben Tage alter negativer Corona-Test der Eltern, für die älteren ein eigener Testnachweis.

3.2.2021 • 20:42 Uhr

Schweigeminute und Applaus für "Captain Tom"

Das britische Unterhaus in London und Menschen im ganzen Land haben des nach einer Coronavirus-Infektion gestorbenen Rekordspendensammlers Tom Moore ("Captain Tom") gedacht. Der 100 Jahre alte Veteran aus dem Zweiten Weltkrieg hatte im vergangenen Jahr mit einem Spendenlauf am Rollator Millionen für den britischen Gesundheitsdienst NHS in der Pandemie gesammelt. Am Dienstag war er gestorben.

Seine Würde und Entschlossenheit hätten die Stimmung der Nation in der schwierigsten Zeit wiedergegeben, sagte der Vorsitzende des Unterhauses, Lindsay Hoyle vor einer Schweigeminute im Plenarsaal. Vielerorts im Land folgten zudem Menschen am Abend dem Aufruf von Premierminister Boris Johnson, Tom Moore zu applaudieren.

3.2.2021 • 20:32 Uhr

Spahn stellt Wahlmöglichkeit bei Impfstoff in Aussicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass es in einigen Monaten bei der Corona-Impfung auch eine Wahlmöglichkeit beim Impfstoff geben wird. "Dann wird es auch möglich sein, ein Stück Auswahl möglich zu machen", so wie bei anderen Impfstoffen auch, sagte der CDU-Politiker bei einer Online-Diskussion der Friedrich-Naumann-Stiftung. Bei absoluter Knappheit gehe das allerdings nicht. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Impfstofflieferungen im zweiten Quartal deutlich anziehen werden.

3.2.2021 • 19:54 Uhr

Pandemie beendet Tourismusboom in Spanien

Die Corona-Pandemie hat 2020 den in den Jahren davor andauernden spanischen Tourismusboom mit hohen Zuwachszahlen abrupt beendet. Im vergangenen Jahr kamen nur noch 19 Millionen Reisende ins Land, ein Absturz von 77 Prozent gegenüber 2019 mit 89 Millionen Touristen, teilte das Nationale Statistikamt mit.

Für die spanische Wirtschaft ist der Tourismus eine Schlüsselbranche. Die Einkommen in diesem Bereich fielen gegenüber 2019 um 79 Prozent von 92 Milliarden auf 20 Milliarden Euro. Vor der Pandemie und den deswegen verfügten Reisebeschränkungen hatte die Tourismusindustrie einen Anteil von elf Prozent am Bruttoinlandsprodukt Spaniens.

3.2.2021 • 19:10 Uhr

Mehr als 60.000 Todesfälle in Spanien

Die Zahl der Todesfälle in Spanien ist auf insgesamt mehr als 60.000 gestiegen. Aus Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid ging hervor, dass innerhalb von 24 Stunden 565 Corona-Infizierte starben. Die Zahl der Infektionsfälle stieg unterdessen um mehr als 31.500. Damit beläuft sich die Zahl der Corona-Fälle insgesamt seit Beginn der Pandemie in Spanien auf inzwischen fast 2,9 Millionen.

3.2.2021 • 18:51 Uhr

EU-Sondergipfel am 25. und 26. Februar

Die EU-Staats- und Regierungschefs halten am 25. und 26. Februar einen Sondergipfel ab. Wie ein Sprecher von EU-Ratspräsident Charles Michel auf Twitter mitteilte, finden die Gespräche per Video-Konferenz statt. Am ersten Tag geht es demnach um die weitere Zusammenarbeit in der Corona-Pandemie, am zweiten Tag um Fragen von Sicherheit und Verteidigung sowie die Beziehungen zur südlichen Nachbarschaft der EU. Bei dem Gipfel dürften nach Angaben von Diplomaten auch die Pläne der EU-Kommission beraten werden, Europa beim Vorgehen gegen künftige Gesundheitskrisen zu stärken. Brüssel hatte dazu im November unter anderem die Schaffung einer EU-Behörde für Gesundheitsnotfälle (Hera) vorgeschlagen.

3.2.2021 • 18:37 Uhr

EMA beginnt mit Prüfung des Novavax-Impfstoffs

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat ein Prüfverfahren für einen weiteren Corona-Impfstoff eingeleitet. Auf der Grundlage erster Ergebnisse von Laborversuchen und klinischen Studien des US-Herstellers Novavax habe man das sogenannte Rolling-Review-Verfahren eingeleitet, teilte die Behörde mit. Nach dem Verfahren werden Daten und Ergebnisse von Studien bereits bewertet, noch bevor ein formeller Antrag auf Zulassung gestellt wurde. Damit wird das Verfahren deutlich verkürzt.

Nach der Prüfung aller Daten und nachdem ein formeller Zulassungsantrag gestellt wurde, geben die Experten eine Empfehlung ab. Bei einer positiven Bewertung muss die EU-Kommission den Impfstoff noch zulassen, was als Formsache gilt. Bisher wurden drei Impfstoffe gegen Covid-19 in der EU nach Empfehlung der EMA zugelassen.

3.2.2021 • 18:01 Uhr

Warnung vor Super-Bowl-Partys in den USA

In den USA haben führende Corona-Experten die Menschen ermahnt, sich zum Schauen des Super Bowls nicht mit Personen aus anderen Haushalten zu verabreden. "Bitte sehen Sie sich den Super Bowl sicher an und treffen Sie sich dafür nur online oder mit den Menschen Ihres Haushalts", forderte die Chefin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky. Auch der renommierte Immunologe Anthony Fauci mahnte im Gespräch mit dem Sender NBC: "So sehr es Spaß macht, für eine große Super-Bowl-Party zusammenzukommen, jetzt ist nicht die Zeit dafür". Er warnte, ähnliche Anlässe wie Weihnachten oder Feiertage hätten zu einer Zunahme der Infektionen geführt.

3.2.2021 • 17:46 Uhr

Britische Regierung sieht Impfstrategie bestätigt

Großbritannien hat den AstraZeneca-Impfstoff früh zugelassen, verimpft ihn auch an über 65-Jährige und schiebt die zweite Impfung hinaus. Eine neue Studie scheint dieses Vorgehen nun zu stützen. Trotzdem gibt es Kritik.

3.2.2021 • 17:40 Uhr

EU-Kommission will Ausbau von Impfstoff-Fabriken unterstützen

Wegen der Knappheit von Corona-Impfstoff will die EU-Kommission die Hersteller gezielt unterstützen, die Produktion gemeinsam auszubauen. Dazu sei eine Task Force gegründet worden, sagte EU-Kommissar Thierry Breton. Er werde die sechs Firmen ansprechen, mit denen die EU Lieferverträge habe. Ziel sei, dass diese ihre Zusagen erfüllen könnten. Die Arbeit beginne sofort.

"Meine Mission, die heute beginnt, ist den Ausbau sicher zu stellen, jede Schwachstelle zu identifizieren und zu sehen, ob wir die eine oder andere Firma unterstützen können", sagte Breton. Seine Taskforce sei zentrale Anlaufstelle für Probleme, die auftreten könnten, auch beim Nachschub für Inhaltsstoffe. Die Hersteller könnten sich gegenseitig mit Kapazitäten aushelfen.

3.2.2021 • 17:34 Uhr

Hilfsteam der Bundeswehr in Portugal gelandet

Das deutsche Hilfsteam aus Ärzten und Pflegekräften ist in Portugal angekommen. Der Airbus A400M der Bundeswehr landete am Nachmittag in Lissabon, wie das Bundesverteidigungsministerium auf Twitter mitteilte. Das Team soll demnach für drei Wochen in dem derzeit besonders stark von der Pandemie betroffenen Land bleiben und den Kampf gegen das Coronavirus dort in einem Krankenhaus unterstützen.

An Bord des Flugzeugs war auch dringend benötigtes medizinisches Material. Auf Twitter veröffentlichte das Ministerium Fotos, auf denen zu sehen ist, wie Infusionspumpen und Beatmungsgeräte aus dem Flieger ausgeladen werden. 

3.2.2021 • 17:16 Uhr

Weltwirtschaftsforum verschiebt Jahrestreffen auf August

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) verschiebt sein Jahrestreffen in Singapur erneut. Nach WEF-Angaben soll die Veranstaltung vom 17. bis zum 20. August stattfinden. Die Covid-Ansteckungen in Singapur bewegten sich zwar auf einem vernachlässigbaren Niveau. Mit der Verschiebung berücksichtige der Veranstalter aber internationale Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie Reise-Beschränkungen und unterschiedliche Quarantäne-Bestimmungen.

Bisher war das Jahrestreffen für den Zeitraum vom 25. bis zum 28. Mai geplant gewesen. Das WEF hatte die Veranstaltung, bei dem sich üblicherweise Manager und Spitzenpolitiker im Januar im Schweizer Skiort Davos austauschten, wegen der hohen Corona-Fallzahlen in der Alpenrepublik in den südostasiatischen Stadtstaat verlegt.

3.2.2021 • 16:57 Uhr

ECDC: Mehrwert von FFP2-Masken im Alltag gering

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC steht dem zusätzlichen Nutzen von FFP2-Masken im Alltag skeptisch gegenüber. "Der erwartete Mehrwert der universellen Verwendung von FFP2-Atemschutzmasken in der Gemeinschaft ist sehr gering", teilte die in Stockholm ansässige Behörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Darüber hinaus rechtfertigten die möglichen Kosten und Schäden keine Empfehlung dafür, FFP2-Masken anstelle von anderen Masken in der Öffentlichkeit zu tragen.

Das Auftreten von neuen Varianten des Coronavirus mache keine anderen Maskentypen als diejenigen notwendig, die derzeit im Rahmen von nicht-pharmazeutischen Maßnahmen verwendet würden, ergänzte das ECDC. Die Behörde ist demnach gerade dabei, ein Dokument mit Einschätzungen zum Maskengebrauch im sozialen Umfeld zur Verringerung der Corona-Übertragung zu aktualisieren.

3.2.2021 • 16:48 Uhr

Covax will bis Ende Juni 337 Millionen Impfdosen ausliefern

Die weltweite Impfstoff-Initiative Covax will bis Ende Juni gut 337 Millionen Dosen der eingekauften Corona-Impfstoffe ausliefern. Das berichtete die Impfallianz Gavi. Es handelt sich um 336 Millionen Dosen von Astrazeneca und 1,2 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer. Damit können in den 145 Ländern von Afghanistan bis Simbabwe, die um Belieferung gebeten haben, im Schnitt 3,3 Prozent der jeweiligen Bevölkerung geimpft werden. Nach den Plänen soll die Auslieferung noch vor Ende Februar beginnen.

3.2.2021 • 16:38 Uhr

Neuwagenmarkt im Januar um fast ein Drittel eingebrochen

Nach den zuletzt angezogenen Neuzulassungen im Dezember ist der Neuwagenmarkt in Deutschland zum Jahresbeginn wieder deutlich eingebrochen. Die Zahl der neu zugelassenen Pkw sank im Januar um rund 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf knapp 170.000, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) führte das unter anderem auf Corona-bedingt geschlossene Autohäuser und die ausgelaufene Mehrwertsteuersenkung zurück. Dass die Steuer auf Pkw zum Jahreswechsel wieder auf ihren regulären Satz von 19 Prozent stieg, habe "zu einem Vorzieheffekt" im Dezember mit entsprechend hohen Neuzulassungszahlen geführt.

3.2.2021 • 16:34 Uhr

Zehn Millionen Impfungen in Großbritannien

In Großbritannien haben bislang zehn Millionen Menschen die erste Dosis des Impfstoffs erhalten, wie Gesundheitsminister Matt Hancock mitteilte. Das Vereinigte Königreich liegt damit weit vor allen anderen Ländern in Europa.

3.2.2021 • 16:11 Uhr

Ryanair muss umstrittenen TV-Werbespot zurückziehen

Die irische Billigfluglinie Ryanair muss einen umstrittenen TV-Werbespot mit dem Slogan "Impfen und los" zurückziehen. Die britische Werbeaufsichtsbehörde untersagte Ryanair, den Spot weiter auszustrahlen, und bezeichnete den Inhalt als "unverantwortlich". Die Behörde reagierte damit auf 2370 Beschwerden, die nach Ausstrahlung der Werbung bei ihr eingingen.

In dem Werbespot sind junge Menschen zu sehen, die ihren Urlaub genießen - ohne Masken oder Abstand zueinander. Ryanair ruft darin dazu auf, den Oster- und Sommerurlaub zu planen und wirbt mit Schnäppchen. Die Airline hatte die Werbung anlässlich des Starts der Impfungen in Großbritannien gezeigt. Ryanair fordert Kunden in der Werbung dazu auf, sich impfen zu lassen und dann wieder reisen zu können, und schließt mit dem Slogan "jab and go" - "Impfen und los". Die Werbeaufsicht kritisierte, Bürger könnten fälschlicherweise denken, eine Impfdosis reiche für den Corona-Schutz und Masken sowie Abstand halten seien nicht mehr nötig.

3.2.2021 • 16:06 Uhr

Schätzung: 15 Prozent der Bevölkerung in England waren infiziert

In England haben schätzungsweise bereits mehr als 15 Prozent der Bevölkerung eine Corona-Infektion durchgemacht. Das geht aus Zahlen der Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) hervor. Zugrunde liegen der Schätzung Daten aus Antikörper-Tests aus dem Zeitraum vom 22. Dezember und dem 18. Januar. Die Daten unterscheiden sich stark nach Regionen, so liegt London mit 21 Prozent an der Spitze.

3.2.2021 • 16:03 Uhr

MV: Bereits 350 Bürger in Hausarztpraxen geimpft

In acht Hausarztpraxen im Landkreis Nordwestmecklenburg sind in den vergangenen zehn Tagen bereits 350 Bürger gegen das Coronavirus geimpft worden. Das bundesweit derzeit einmalige Modell der Impfversorgung sei "gut angelaufen", sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung. Die Hausarztpraxen fungieren demnach als "Außenstellen" der beiden Impfzentren des Kreises. Sie sollen helfen, über 80-jährigen Einwohnern im Landkreis lange Wege zu den Impfzentren zu ersparen. Da zwei weitere Praxen kurzfristig ebenfalls Impfungen vornehmen, müsse kein Patient mehr als 15 Kilometer Weg zum Impfen zurücklegen.

3.2.2021 • 16:01 Uhr

Studie: Große Mehrheit hat sechs Monate nach Infektion Antikörper

Fast 90 Prozent der Infizierten haben sechs Monate nach ihrer Infektion Antikörper gegen das Coronavirus im Körper. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie der UK Biobank, der größten britischen biomedizinischen Datenbank, die veröffentlicht wurde. Bei 88 Prozent der untersuchten Studienteilnehmer hätten nach den vollen sechs Monaten der Untersuchung Antikörper nachgewiesen werden können, nach drei Monaten war dies sogar bei 99 Prozent der Patienten der Fall.

"Obwohl wir nicht sicher sein können, inwieweit dies mit einer Immunität einhergeht, legen die Befunde nahe, dass Menschen für mindestens sechs Monate vor einer erneuten Ansteckung geschützt sein könnten", sagte Chef-Forscherin Naomi Allen. In weiteren, noch länger als sechs Monate angelegten Untersuchungen wollen die Forscher herausfinden, ob Antikörper auch noch längere Zeit später bei den Probanden festgestellt werden können.

3.2.2021 • 15:57 Uhr

Giffey fordert bei Kitas "Licht am Ende des Tunnels"

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey drängt auf vorsichtige Öffnungsschritte bei Kitas. Für Kinderschutz und Kindeswohl sei es nötig, zumindest zu einem eingeschränkten Regelbetrieb zurückzukehren, sagte sie. Die Familien- und Jugendminister von Bund und Ländern seien sich bei ihren letzten Beratungen am Montag einig darüber gewesen, dass es Öffnungsschritte geben müsse.

Auf Nachfrage, ob Kita- und Schulöffnungen am kommenden Mittwoch bei den Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder vereinbart würden, sagte die Ministerin, das hänge vom Infektions- und Mutationsgeschehen ab. Sie fügte aber hinzu, die langfristigen Einschränkungen könnten nicht die Lösung sein.

3.2.2021 • 15:48 Uhr

Studie: Virus kann auch Bauchspeicheldrüse befallen

Forscher der Uniklinik Ulm haben in einer Studie nachgewiesen, dass bei einer Covid-19-Erkrankung auch die Bauchspeicheldrüse angegriffen werden kann. Die Studienautoren fanden heraus, dass bei "gravierenden Krankheitsverläufen" die insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse infiziert werden, wie eine Sprecherin der Universität Ulm mitteilte. Die Untersuchung wurde im Fachblatt "Nature Metabolism" veröffentlicht.

Der Befund der Studie könnte den Autoren zufolge möglicherweise auch eine Erklärung für das Auftreten von Diabetes-ähnlichen Symptomen bei Covid-19-Patienten sein und für die Verschlechterung des Zuckerstoffwechsels bei an Covid-19 erkrankten Diabetikern.

3.2.2021 • 15:45 Uhr

Fallzahlen in Bulgarien steigen wieder

In Bulgarien ist die Zahl der Corona-Neuansteckungen seit Wochenbeginn wieder gestiegen. Wie aus dem offiziellen Corona-Portal hervorging, kletterte die Zahl der Neuinfektionen am Dienstag auf 967. Bei einer Bevölkerung von 6,9 Millionen Menschen wurden am Montag 832 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Hauptstadt Sofia liegt nun mit mehr als 120 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen "wieder in der roten Zone", erläuterte der Chef des regionalen Gesundheitsamtes, Dantscho Pentschew, im Fernsehsender bTV.

In dem südöstlichen EU-Land wurden erst am Montag einige Einschränkungen des seit zwei Monaten geltenden Teil-Lockdowns aufgehoben. Einkaufsmalls und Fitnessstudios wurden ab 1. Februar wieder geöffnet. Auch Sportzentren und Tanzschulen haben seit Montag unter Corona-Auflagen den Betrieb wieder aufgenommen. Bulgariens Gastronomie soll bis 1. März zu bleiben.

3.2.2021 • 15:40 Uhr

Schweden verlangt negativen Corona-Test bei Einreise

In Schweden müssen Ausländer künftig bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Die Regelung gilt nach Regierungsangaben ab Samstag und vorläufig bis zum 31. März. Ziel ist es, die Ausbreitung neuer Virusvarianten einzudämmen. Es gibt jedoch einige Ausnahmen, etwa bei familiären Angelegenheiten oder für Ausländer, die ihren Wohnsitz in Schweden haben. Auch Kinder und Jugendliche sind von der Anforderung ausgenommen.

3.2.2021 • 15:31 Uhr

Flugverkehr 2020 eingebrochen wie nie zuvor

Der weltweite Flugverkehr ist wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr so massiv eingebrochen wie nie zuvor. Die geflogenen Passagierkilometer gingen auf das ganze Jahr gesehen um fast 66 Prozent zurück, wie der Chefökonom des Verbands der Fluggesellschaften (IATA), Brian Pearce, in Genf berichtete. Im Dezember waren es minus 85 Prozent im internationalen Betrieb und minus 70 Prozent auf Inlandsstrecken.

Die Größe "Personenkilometer" bemisst alle von Passagieren geflogenen Kilometer. Eigentlich hatte der Verband damit gerechnet, das Fluggeschäft in diesem Jahr auf etwa 50 Prozent des Vorkrisen-Niveaus von 2019 hochfahren zu können.

3.2.2021 • 15:27 Uhr

Arbeitslosengeld-II-Empfänger müssen auf Masken warten

Arbeitslosengeld-II-Empfänger, die auf die angekündigten kostenlosen FFP2-Masken warten, müssen sich noch gedulden. Die Berechtigungsscheine zum Abholen in der Apotheke an insgesamt etwa fünf Millionen Bedürftige wurden von den Krankenkassen bisher nicht verschickt. Dies teilte der Spitzenverband der Gesetzlichen Kassen (GKV) auf Anfrage mit. "Wann der Versand praktisch starten wird, lässt sich noch nicht sagen", sagte Verbandssprecher Florian Lanz der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor müssten noch wichtige Fragen geklärt werden.

Der Verband verwies darauf, dass die notwendige Änderung der sogenannten Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung von der Regierung noch beschlossen werden müsse. "Beispielsweise benötigen die Krankenkassen die Druckvorlage für das Schreiben der Bundesregierung, welches als Berechtigungsschein verschickt werden soll", sagte Lanz.

3.2.2021 • 15:24 Uhr

Corona-Fall vor Australian Open: Quarantäne für bis zu 600 Personen

Kurz vor Beginn der Australian Open in Melbourne sorgt die Corona-Infektion eines Hotelmitarbeiters für Aufregung. Laut australischen Medienberichten müssen sich 500 bis 600 Spieler und Offizielle der Australian-Open-Bubble in Quarantäne begeben, weil sie möglicherweise Kontakt zu dem Hotel-Angestellten hatten. Alle Betroffenen sollen nun getestet werden, für Donnerstag wurden sämtliche Spiele im Melbourne Park abgesagt.

Die Behörden des Bundesstaates Victoria hatten mitgeteilt, dass der Test eines 26 Jahre alten Mitarbeiters im Grand Hyatt Hotel ein positives Ergebnis erbracht hatte. Von der Quarantäne betroffen sind laut "The Age" alle Personen, die sich zwischen dem 29. Januar und dem 2. Februar in dem Hotel aufgehalten haben. Welche Tennis-Profis sich in Isolation begeben mussten, ist nicht bekannt. Ein Großteil der Tennisprofis hatte die 14-tägige Quarantäne nach der Ankunft in Melbourne in dem Hotel verbracht.

3.2.2021 • 15:09 Uhr

ESC 2021 wahrscheinlich ohne Publikum

Der Eurovision Song Contest (ESC) wird in diesem Mai wohl unter strengen Corona-Maßnahmen mit Künstlern aus 41 Ländern in Rotterdam stattfinden - aber sehr wahrscheinlich ohne Publikum. Das teilten die niederländischen Rundfunkanstalten als Veranstalter mit. Die endgültige Entscheidung über Zuschauerbeteiligung soll erst Mitte April fallen.

2020 musste das Festival wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Wer bereits für den ESC im vergangenen Jahr Karten gekauft hatte, könne diese zurückgeben. Die Produzenten schließen aus, dass das Festival in normaler Form und vor großem Publikum stattfinden könne. Die Halbfinals sind für den 18. und 20. Mai in Rotterdam geplant, das Finale soll am 22. Mai sein.

3.2.2021 • 15:01 Uhr

Schweiz sichert sich Curevac-Impfstoff

Die Schweiz hat sich weitere Impfstoffe gesichert. Die Regierung habe mit dem deutschen Pharmaunternehmen Curevac einen Vertrag über die Lieferung von fünf Millionen Impfdosen abgeschlossen. Unter der Voraussetzung, dass die klinischen Tests erfolgreich verliefen und die Behörden die Zulassung erteilten, liefere Curevac voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2021 in die Schweiz. Zudem habe die Schweiz mit Novavax einen Vorvertrag über sechs Millionen Impfdosen unterzeichnet. Mit Moderna sei die Lieferung von weiteren sechs Millionen Dosen vereinbart.

Bekannt wurde auch, dass der Impfstoff von AstraZeneca vorerst nicht zugelassen wird. "Die aktuell vorliegenden Daten erlauben noch keinen positiven Nutzen-Risiko-Entscheid", teilte die Zulassungsbehörde Swissmedic mit. "Für eine abschließende Bewertung müssen von der Gesuchstellerin unter anderem zusätzliche Wirksamkeitsdaten aus einer in Nord- und Südamerika laufenden Phase-III-Studie eingereicht und ausgewertet werden." Sobald die Ergebnisse vorliegen, könne eine befristete Zulassung im rollenden Verfahren sehr rasch erfolgen. In der Schweiz sind bislang die Impfstoffe der Hersteller BioNTech und Pfizer sowie Moderna zugelassen und ausgeliefert worden.

3.2.2021 • 14:54 Uhr

Alkoholverbot in Kölner Karneval-Hotspots

In Köln gilt während der Karnevalstage wegen des Coronavirus ein weitgehendes Alkoholverbot. "Es wird an den sogenannten tollen Tagen, die mit Weiberfastnacht beginnen und mit Veilchendienstag enden, ein Alkohlverkaufs- und Konsumverbot geben, zu unterschiedlichen Zeiten", kündigte Oberbürgermeisterin Henriette Reker an.

Wann und wo die Verbote gelten, ist nach Stadtangaben noch offen. Der Krisenstab werde darüber voraussichtlich in seiner nächsten Sitzung am 5. Februar entscheiden, erklärte eine Stadtsprecherin.

3.2.2021 • 14:50 Uhr

Spahn: Gespräche über Sputnik-V-Produktion in Europa

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gibt es Überlegungen zur Produktion des russischen Impfstoffs Sputnik V in Europa. Bei Gesprächen mit der russischen Seite habe es die Bitte gegeben, zu schauen, ob es in Deutschland oder Europa Produktionskapazitäten geben könne, sagte der CDU-Politiker bei einer Online-Konferenz von "Tagesspiegel", "Zeit", "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche". "Wir können ja auch Unterstützung geben für die Produktion eines Impfstoffes, der in Europa noch gar nicht oder gar nicht zugelassen ist." Da sei man vermittelnd tätig.

Der Gesundheitsminister sagte, er freue sich über jeden Impfstoff, der Wirksamkeit zeige, sicher sei und einen Unterschied machen könne. "In welchem Umfang das bei Sputnik V der Fall ist, muss jetzt einfach auch die Zulassungsbehörde sich anschauen." Es gebe Kontakt und das Verfahren zur Zulassung beginne formal bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA. Nach Angaben aus Moskau war dort ein entsprechender Antrag im Januar eingereicht worden.

3.2.2021 • 14:35 Uhr

Kekulé: Neue Mutation entkommt Immunsystem einfacher

Die nun auch in Großbritannien aufgetauchte Mutation E484K stärkt das Coronavirus nach Angaben des Virologen Alexander Kekulé gegen die Abwehrmechanismen im Körper. "Das Virus entkommt dem Immunsystem einfacher", sagte der Professor der Universität Halle-Wittenberg der Nachrichtenagentur dpa. Die Mutation betrifft wie auch andere Mutationen das sogenannte Spike-Protein, das dem Coronavirus die kronenhafte Form verleiht.

Antikörper seien aber deutlich weniger wirksam gegen die E484K-Variante, sagte Kekulé mit Verweis auf Angaben aus Brasilien und bislang weniger belastbare Berichte aus Südafrika. "Das Virus wird schlechter neutralisiert." Wer nach einer Corona-Infektion Antikörper gebildet habe, könne an Viren mit der E484K-Mutation leichter als am herkömmlichen Coronavirus ein zweites Mal erkranken. Die gute Nachricht sei aber, dass die Krankheitsverläufe dann in der Regel milder seien.

3.2.2021 • 14:20 Uhr

"Ärzte ohne Grenzen": Patentschutz für Impfstoff lockern

"Ärzte ohne Grenzen" drängt zur Lockerung des Patentschutzes für Corona-Medizin und -Impfstoffe, damit schnell weltweit große Mengen zu günstigen Preisen hergestellt werden könnten. Deutschland und andere reiche Staaten müssten ihre Blockadehaltung in der Welthandelsorganisation (WTO) aufgeben, erklärte Organisation. "Das wäre echte globale Solidarität."

An diesem Donnerstag sei eine neue Gesprächsrunde bei der WTO mit Sitz in Genf geplant. Indien und Südafrika haben einen Antrag eingebracht, der es WTO-Mitgliedsstaaten freistellen soll, für die Dauer der Pandemie geistige Eigentumsrechte auf medizinische Produkte auszusetzen, die im Kampf gegen Corona gebraucht werden. Das würde weltweit eine Ausweitung der Produktion von Impfstoffen, Tests, Medikamenten, Schutzmasken und Beatmungsgeräten ermöglichen, argumentiert "Ärzte ohne Grenzen". Monopole dürfe es bei Pandemien nicht geben. Der Vorschlag Südafrikas und Indiens wurde von mehr als 100 Staaten unterstützt, aber unter anderem von EU, USA und Japan abgelehnt.

3.2.2021 • 14:12 Uhr

Tausende demonstrieren in Zagreb gegen Corona-Maßnahmen

In Zagreb haben mehrere tausend Menschen gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie demonstriert. Die Teilnehmer der Kundgebung forderten die Öffnung der Gastronomie und anderer Dienstleistungsbereiche, die sich im staatlich verordneten Lockdown befinden. Sie verlangten den Rücktritt von Wirtschaftsminister Tomislav Coric, staatliche Ausfallzahlungen sowie Steuererleichterungen für Unternehmer.

Aufgerufen zu der Demonstration im Zentrum der kroatischen Hauptstadt hatte der Unternehmerverband UGP. Viele Teilnehmer trugen keine Masken, und auch die Mindestabstände wurden nicht eingehalten, berichtete das Portal "jutarnji.hr". Die Polizei, die mit einem großen Aufgebot vor Ort war, schritt nicht ein.

3.2.2021 • 13:08 Uhr

AstraZeneca: Produktion neuer Impfstoff-Generation im Herbst

AstraZeneca und die Universität Oxford wollen bereits im Herbst die nächste Generation von Covid-19-Impfstoffen produzieren, die vor Varianten schützen, sagte ein leitender Angestellter des britischen Arzneimittelherstellers. Auf die Frage, wann AstraZeneca einen Impfstoff der nächsten Generation produzieren könnte, der gegen neue Varianten schützt, sagte AstraZeneca-Forschungschef Mene Pangalos "so schnell wie möglich". "Wir arbeiten sehr hart und wir sprechen bereits nicht nur über die Varianten, die wir im Labor herstellen müssen, sondern auch über die klinischen Studien, die wir durchführen müssen", sagte er in einem Briefing mit den Medien.

"Unser Ziel ist es, bis zum Herbst, also noch in diesem Jahr, etwas fertig zu haben." Die Partner stehen kurz davor, Daten über die Wirksamkeit ihres Covid-19-Impfstoffs bei älteren Erwachsenen zu haben, sagte Professor Andrew Pollard, Direktor der Oxford Vaccine Group.

3.2.2021 • 12:43 Uhr

Studie: 90 Milliarden Euro Schaden durch spätere Impfungen in EU

Verzögerungen bei der Impfkampagne können einer Studie zufolge immense wirtschaftliche Schäden verursachen. Für Europa schlage jetzt die Stunde der Wahrheit, heißt es in einer Analyse der Allianz und des Kreditversicherers Euler Hermes, die der Nachrichtenagentur Reuters vorlag.

Eine Verschiebung der Impfpläne um fünf Wochen würde im Jahr 2021 zu einem Schaden von knapp 90 Milliarden Euro führen, sofern die Verzögerungen nicht noch aufgeholt werden können. Die Autoren verweisen darauf, dass die EU bei den Impfungen deutlich hinter Großbritannien und den USA liege.

Um das Ziel der EU-Kommission noch zu erreichen, bis zum Sommer 70 Prozent der Erwachsenen geimpft zu haben, müsste das aktuelle Tempo in etwa versechsfacht werden. Allerdings haben viele Regierungen zuletzt betont, dass die Anfangsschwierigkeiten mit jedem Quartal geringer werden sollten - wegen weiterer Zulassungen von Impfstoffen und zunehmenden Produktionskapazitäten der Anbieter. Laut der Studie sind die EU-Länder derzeit fünf Wochen hinter ihrem Zeitplan.

3.2.2021 • 12:06 Uhr

Lettland: Eishockey-WM "in einer Blase"

Lettlands Regierungschef Krisjanis Karins hat eine Eishockey-WM im Frühjahr "in einer Blase" angekündigt. "Es wird ein Turnier ohne Zuschauer sein, epidemiologisch sicher", sagte Karins im lettischen Fernsehen. Bei der Weltmeisterschaft vom 21. Mai bis 6. Juni würden "die Spieler vollständig von der Gesellschaft abgetrennt". Der IIHF verfüge über entsprechende Erfahrungen von der Junioren-WM, die auf dieselbe Weise ausgetragen worden sei. Der Präsident des lettischen Eishockey-Verbandes, Aigars Kalvitis, schloss allerdings nicht aus, dass je nach epidemiologischer Situation nicht doch noch Zuschauer zugelassen werden könnten.

3.2.2021 • 12:02 Uhr

MV: Umfrage zu Distanzlernen zeigt Probleme

In Mecklenburg-Vorpommern hat eine Online-Umfrage unter mehreren tausend Lehrern, Eltern und Schülern den Organisatoren zufolge große Probleme beim Distanzlernen offenbart. Viele Eltern äußerten Angst um die Zukunft ihrer Kinder, sagte der Vorsitzende des Landeselternrates, Kay Czerwinski. Es gebe wenig Video-Unterricht und gerade Eltern von Grund- und Förderschülern seien oft überfordert. Eine Mutter habe berichtet, dass ihr Kind nach dem Lockdown in der ersten Klasse jetzt in der zweiten Klasse sei, die Schule erneut zu Hause stattfinde und ihr Kind immer noch nicht schreiben könne.

Die Umfrage von Landeseltern- und Landesschülerrat sowie der Lehrergewerkschaft GEW ist nicht repräsentativ. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl von fast 13.000 Eltern, gut 9000 Schülern und 1262 Lehrern könne aber davon ausgegangen werden, dass ein glaubhaftes Meinungsbild entstanden sei, so die drei Verbände.

3.2.2021 • 11:43 Uhr

Über die Hälfte der Ukrainer hat Antikörper

Nach Auswertung von Tests auf Antikörper haben bereits mehr Ukrainer eine Corona-Infektion gehabt als in der offiziellen Statistik angegeben sind. Demnach sollen bereits über die Hälfte der Menschen in dem osteuropäischen Land über Antikörper verfügen.

Bei den Tests im Januar 2021 wurde je nach Region bei 44 bis 60 Prozent der Menschen eine gewisse Immunität festgestellt, wie die Laborkette Sinewo Medienberichten zufolge mitteilte. Im Oktober habe der Wert noch bei 33 und im Juli bei nur neun Prozent gelegen.

Von Mai 2020 bis Ende Januar 2021 seien mehr als 140.000 Antikörpertests gemacht worden. Es ist noch nicht klar, wie lange Antikörper in einem Infizierten erhalten bleiben. In der Ukraine mit etwa 41,5 Millionen Einwohnern haben sich seit vorigem März nach offiziellen Zahlen mehr als 1,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

3.2.2021 • 11:23 Uhr

Israel weitet Impfkampagne aus

In Israel kann sich ab morgen jeder Bürger im Alter über 16 Jahre gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Gesundheitsministerium teilte mit, die Krankenkassen hätten eine entsprechende Anweisung erhalten. Auch Bürger unter 35, die bisher ausgenommen waren, können nun Impftermine ausmachen. Die Krankenkassen seien jedoch weiter angehalten, ihre Bemühungen auf über 50-Jährige sowie nicht mobile Menschen zu konzentrieren. Zuletzt war die Impfbereitschaft in Israel deutlich gesunken, wie die Krankenkassen Meuhedet und Maccabi bestätigten.

Während die täglichen Impfzahlen im vergangenen Monat häufig über 200.000 lagen, waren es in den letzten Tagen nur noch über 100.000. Dies wird auch als Grund für die Öffnung der Impfkampagne für alle Bürger vermutet. Seit Beginn der Impfkampagne in Israel am 19. Dezember haben mehr als 3,2 Millionen Menschen im Land die Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Das ist ein Drittel der Bevölkerung. Rund 1,8 Millionen Israelis sind bereits zweimal geimpft worden. Gleichzeitig bleiben die Infektionszahlen in dem kleinen Mittelmeerland sehr hoch.

3.2.2021 • 11:17 Uhr

Selbsttests für Lehrer, Kinder und Erzieher im Südwesten

Baden-Württembergs Gesundheitsministerium will Lehrern, Erziehern und Kindern an Schulen und Kitas kostenlos Selbsttests zur Verfügung stellen. Das teilte Minister Manne Lucha der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart mit. "Damit können die Betroffenen bei Symptomen eine Selbsttestung zu Hause vornehmen und bleiben bei positivem Testergebnis der jeweiligen Einrichtung fern", sagte der Grünen-Politiker. Ermöglicht werde der Eigengebrauch von Schnelltests durch eine Anpassung einer Verordnung durch den Bund. Damit sei nun die Umsetzung eines umfassenden Testkonzepts für Schulen und Kindertagesstätten möglich, betonte Lucha.

"Nun können wir die geplante Öffnung von Grundschulen und Kindertagesstätten nach dem Faschingsferien mit einer erweiterten Teststrategie begleiten." Lucha kündigte an, mit der baden-württembergischen Kultusministerin Susanne Eisenmann darüber diskutieren zu wollen. Die beiden hatten sich zuletzt einen öffentlichen Schlagabtausch über den Umgang mit Kitas und Grundschulen und die Teststrategie geliefert.

3.2.2021 • 11:14 Uhr

London: Studie belegt hohen Schutz der ersten Impfung zwölf Wochen lang

Einer neuen Studie zufolge bietet der Impfstoff von Astrazeneca und der Universität Oxford zwölf Wochen lang einen hohen Schutz vor dem Coronavirus. Das sagte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock. Dies stütze die Strategie seiner Regierung, die Verabreichung der zweiten Spritze mit dem Impfstoff zu verschieben, damit mehr Menschen früher die erste Dosis erhalten können, sagte er.

Die Universität veröffentlichte eine Studie, der zufolge der Impfstoff die Übertragung des Virus um zwei Drittel verringert und schwere Erkrankungen verhindert. Die Studie wurde noch nicht von anderen Wissenschaftlern begutachtet, doch britische Regierungsvertreter, die unter Druck stehen, ihre Entscheidung für eine Verschiebung der zweiten Dosis zu rechtfertigen, zeigten sich begeistert.

3.2.2021 • 11:10 Uhr

Dänemark arbeitet an digitalem Corona-Pass

Dänemark will einen digitalen Ausweis mit Corona-Impfdaten entwickeln und damit zunächst vor allem Dienstreisenden das Leben erleichtern. Mit dem sogenannten Corona-Pass sollen die Däninnen und Dänen auf Dienst- und weiteren Reisen im Ausland künftig dokumentieren können, dass sie gegen Covid-19 geimpft worden sind. Das teilte das dänische Finanzministerium mit.

Ein erster Schritt soll sein, dass man ab Ende Februar erstmals seinen Impfstatus auf der dänischen Online-Gesundheitsplattform einsehen kann. Die Entwicklung und vollständige Umsetzung des Corona-Passes inklusive App wird allerdings noch drei bis vier Monate dauern. Die Hoffnung ist, dass der Pass später auch bei der Öffnung des Kultur- und Geschäftslebens in Dänemark helfen kann.

3.2.2021 • 11:01 Uhr

Kölner Christopher-Street-Day-Parade wird verschoben

Die Kölner Christopher-Street-Day-Parade wird wegen der Corona-Pandemie auf den 5. September verschoben. Normalerweise findet sie Anfang Juli statt. Nun habe man sich aber entschlossen, die Parade um zwei Monate nach hinten zu schieben, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Die Wahrscheinlichkeit, dass Großveranstaltungen stattfinden könnten, sei Anfang September nach heutigem Stand einfach größer als Anfang Juli.

Die CSD-Parade 2019 hatte nach Veranstalter-Angaben 1,2 Millionen Besucher angezogen. Im vergangenen Jahr war der CSD auf Anfang Oktober verschoben worden und hatte dann nur in stark verkleinerter Form stattgefunden - statt der Parade gab es eine Fahrraddemo.

3.2.2021 • 10:21 Uhr

Mehr Bundeswehrsoldaten für Corona-Hilfseinsätze

Die Bundeswehr hält nun 25.000 Soldaten für Hilfseinsätze in der Corona-Pandemie bereit. Damit seien zusätzlich 5000 Männer und Frauen bereit zur Unterstützung von Ländern und Kommunen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer habe das Bundeskabinett über den Schritt informiert.

Es würden auch mehr Reservisten einberufen. Bisher habe es mehr als 3900 Anfragen wegen Amtshilfe gegeben. Aktuell seien 17.600 Soldaten im Einsatz. "Es fordern jetzt mehr Landkreise und Kommunen die Hilfe der Bundeswehr besonders für Tests in Alten- und Pflegeheimen an", erklärte die Ministerin dazu.

3.2.2021 • 09:42 Uhr

Massive technische Probleme bei Impfterminvergabe

Auch das zweite Anmeldeverfahren für die Vergabe von Corona-Impfterminen für Senioren über 80 Jahre in Hessen wird von massiven technischen Problemen begleitet. Die Internetseite für die Terminbuchung ließ sich am Morgen nicht öffnen. Mitarbeiter der Telefon-Hotline sprachen von technischen Problemen, es könnten derzeit keine Termine vergeben werden.

Bereits bei der ersten Impfanmeldung für die Bevölkerungsgruppe der Über-80-Jährigen, bei der zunächst nur 60.000 Termine für die Corona-Schutzimpfung vergeben wurden, hatte es in Hessen massive technische Störungen wegen des großen Ansturms auf die Termine gegeben.

3.2.2021 • 09:38 Uhr

China liefert zehn Millionen Impfstoff-Dosen an Entwicklungsländer

China hat die Lieferung von zehn Millionen Dosen Corona-Impfstoff an Entwicklungsländer angekündigt. Diese würden durch die internationale Impf-Initiative Covax bereitgestellt, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Peking reagiere damit auf eine Bitte der Weltgesundheitsorganisation, bei der Linderung der Knappheit an Impfstoffen zu helfen.

Der Sprecher sprach von einer wichtigen politischen Entscheidung Chinas, um eine gerechte Verteilung von Impfstoffen sicher zu stellen und internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Pandemie zu fördern.

3.2.2021 • 09:25 Uhr

Bundeswehr hilft in Portugal

Hohe Infektionszahlen, nur noch wenige freie Intensivbetten: In Portugal grassiert die britische Virusvariante besonders heftig. Deutschland entsendet deshalb ein medizinisches Hilfsteam der Bundeswehr.

3.2.2021 • 09:21 Uhr

Mehr als 110.000 neue Fälle an einem Tag in den USA

In den USA geht die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zurück. Mit 110.679 neuen Fällen meldeten die Behörden rund 36.000 weniger als am gleichen Tag der Vorwoche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorging. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 300.282 neuen Fällen gemeldet.

Angesichts der Ausbreitung von mutierten Varianten des Coronavirus im Land warnen einige Experten wie der Epidemiologe Michael Osterholm jedoch vor einer möglichen neuen Welle. Am Dienstag verzeichneten die Behörden zudem 3389 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion. Der bisherige Höchstwert wurde am 12. Januar mit 4466 Toten registriert. In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang knapp 26,4 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 446.000 Menschen starben.

3.2.2021 • 08:49 Uhr

Ifo-Ökonom warnt vor zu frühen Lockerungen

In der Debatte über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise hat der Wirtschaftsforscher Andreas Peichl vom Münchener Ifo-Institut in München vor möglichen Schäden für die Wirtschaft durch zu frühe Lockerungen gewarnt. "Das Virus stellt die Gefahr dar, auch für die Wirtschaft - und nicht die Maßnahmen gegen das Virus", sagt Peichl der "Süddeutschen Zeitung".

"Wenn wir morgen alles öffnen, glaube ich nicht, dass die Leute wieder in die Restaurants rennen", fügte der Ökonom hinzu. Der Inzidenzwert - die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in der Woche - müsse deutlich unter zehn fallen, sagte Peichl der Zeitung. Sonst könnte sich das Virus jederzeit rasch erneut ausbreiten. Deutschland solle den Lockdown daher "lieber jetzt ein paar Wochen länger durchhalten", sagte er.

Der Impfstoff allein werde die Unternehmen nicht retten, sagte der Wirtschaftsforscher. "Mit der Geschwindigkeit, mit der das voran geht, dauert der Eiertanz aus Öffnen und Schließen noch bis Herbst", warnte Peichl. "Und dann haben wir immer noch keine Herdenimmunität, und es droht wieder ein Dauer-Lockdown von November bis Frühjahr 2022."

3.2.2021 • 08:29 Uhr

Pflegebevollmächtigter lobt "hohe Impfbereitschaft" in Heimen

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat eine positive Zwischenbilanz der Impfungen in Pflege- und Altenheimen gezogen. Die Impfbereitschaft sei "sehr hoch", sagte er im Deutschlandfunk. In vielen Bereichen sei bereits die zweite Impfung erfolgt. Er hoffe, dass dies bald wieder zu einer gewissen Normalität führen könne. Aber auch für pflegende Angehörige und ältere Menschen, die zu Hause lebten, müsse schnellstmöglich ein Impfstoff bereitgestellt werden, forderte der Pflegebevollmächtigte weiter. Von mobilen Teams hätten viele Menschen noch nicht profitiert.

3.2.2021 • 08:28 Uhr

CureVac und GSK kooperieren bei Impfstoff

Das Biotechunternehmen CureVac will zusammen mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) Covid-19-Impfstoffe der nächsten Generation entwickeln. Diese sollen sich gegen die neuen aufkommenden Virus-Varianten richten, teilten die beiden Unternehmen mit. Verfügbar könnte das Vakzin bei erfolgreicher Entwicklung und Zulassung durch die Behörden im kommenden Jahr sein.

Die Zusammenarbeit baut auf dem bestehenden Covid-19-Impfstoff von CureVac auf, der sich gegenwärtig in der entscheidenden Phase der Entwicklung befindet und auf der so genannten Boten-RNA (mRNA) basiert.

3.2.2021 • 08:23 Uhr

Über eine Million Infizierte in Tschechien

In Tschechien hat die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle die Marke von einer Million überschritten. 9057 neue Ansteckungsfälle seien binnen 24 Stunden registriert worden, teilen die Behörden mit. Insgesamt seien bislang 16.683 Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben. In dem Land leben 10,7 Millionen Menschen.

3.2.2021 • 08:09 Uhr

Scholz legt sich bei Schuldenbremse nicht fest

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will sich noch nicht festlegen, ob die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse wegen der Corona-Krise auch im nächsten Jahr noch ausgesetzt bleiben muss. Jetzt gehe es zunächst darum, sich Klarheit zu verschaffen und verschiedene Optionen zu prüfen, sagt der SPD-Politiker in der ARD.

Im März stellt die Bundesregierung die Eckwerte für den Haushalt 2022 und die mittelfristige Finanzplanung vor. "Wir werden weniger Einnahmen haben auf Dauer", so Scholz. Die Prognosen aus dem Jahr 2019 - also vor Ausbruch der Krise - hätten keine Gültigkeit mehr. Das mache es schwierig.

3.2.2021 • 07:53 Uhr

Esken fordert weiteren Kinderbonus

SPD-Chefin Saskia Esken hat mit Blick auf die Corona-Pandemie einen weiteren Kinderbonus für Familien mit geringen Einkommen gefordert. Auf NDR Info sagte die Sozialdemokratin, sie rechne beim Treffen des Koalitionsausschuss am Abend mit einem guten Ergebnis in dieser Frage.

Mit Finanzminister Olaf Scholz sei bereits geklärt, dass diese Hilfe auch bezahlt werden könne. "Der Bonus ist auf jeden Fall finanzierbar. Das müssen wir schaffen." Esken signalisierte den Unionsparteien auch Zugeständnisse bei steuerlichen Erleichterungen für Unternehmen. "Auch hier müssen wir schauen, was machbar ist."

3.2.2021 • 07:50 Uhr

Nordwestmecklenburg: Hausärzte impfen über 80-Jährige

Im Landkreis Nordwestmecklenburg beginnt heute ein bundesweites Pilotprojekt: Hausärzte impfen in ihren Praxen über 80-Jährige gegen Corona. Das soll ihnen weite Wege zu den Impfzentren ersparen.

3.2.2021 • 07:41 Uhr

Eventim: Konzertbesuche nur mit Impfung

Der Ticketverkäufer CTS Eventim will die Teilnahme an Konzerten und Veranstaltungen an eine Corona-Impfung binden. "Wenn es genug Impfstoff gibt und jeder sich impfen lassen kann, dann sollten privatwirtschaftliche Veranstalter auch die Möglichkeit haben, eine Impfung zur Zugangsvoraussetzung für Veranstaltungen zu machen", sagt Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg der "Wirtschaftswoche".

CTS Eventim habe bereits die technischen Voraussetzungen geschaffen. "Wir haben unsere Systeme so eingerichtet, dass sie auch Impfausweise lesen können."

3.2.2021 • 07:10 Uhr

Patientenschützer: Strafen für Erschleichung von Impfungen

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, fordert strafrechtliche Konsequenzen für Menschen, die sich den Zugang zu einer Corona-Impfung verschaffen, ohne dass sie an der Reihe sind.

Mit Blick auf eine Neufassung der Impfverordnung sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Unbefriedigend ist, dass nach dem Entwurf von Jens Spahn Menschen weiterhin straflos bleiben, wenn sie sich unberechtigt eine Impfung erschleichen." Der Bundesgesundheitsminister täte gut daran, "den Impfanspruch der unter 65-Jährigen in der obersten Prioritätsgruppe jetzt auf das neue Serum von Astrazeneca zu konzentrieren. Damit können die bereits zugelassenen mRNA-Impfstoffe allein den über 80-Jährigen zur Verfügung stehen", sagte Brysch.

3.2.2021 • 06:17 Uhr

Grüne fordern monatlichen Zuschlag

Die Grünen im Bundestag erhoffen sich vom heutigen Spitzentreffen der Regierungsparteien CDU, CSU und SPD mehr Hilfe für Arme in der Pandemie. "Ich erwarte vom Koalitionsausschuss, dass Union und SPD einen wirkungsvollen Rettungsschirm für Menschen in Armut aufspannen", sagte der sozialpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Sven Lehmann, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Die Grünen forderten schnellstmöglich einen Corona-Zuschlag in Höhe von 100 Euro monatlich für Erwachsene und 60 Euro für Kinder auf die Grundsicherung, erklärte Lehmann. Zudem schließe sich die Fraktion den Forderungen von Sozialverbänden, Gewerkschaften und Familienverbänden an, die Grundsicherung dauerhaft auf rund 600 Euro monatlich anzuheben.

3.2.2021 • 05:25 Uhr

RKI meldet 9705 Neuinfektionen und 975 neue Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 9705 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 975 neue Todesfälle verzeichnet, wie aus den Zahlen des RKI vom Morgen hervorgeht.

Vor genau einer Woche hatte das RKI 13.198 Neuinfektionen und 982 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI bei 82,9.

3.2.2021 • 04:49 Uhr

WHO-Team besucht Labor in Wuhan - Spekulationen um Ursprung des Virus

Internationale Experten haben in der chinesischen Stadt Wuhan ein Forschungszentrum besucht, das im Mittelpunkt von Spekulationen über den Ursprung des Coronavirus steht. Die Visite im Wuhan Institut für Virologie (WIV) gilt als ein Höhepunkt der Ermittlungen der Fachleute im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Gemeinsam mit chinesischen Kollegen wollen die Experten herausfinden, wo das neuartige Sars-CoV-2-Virus ursprünglich herkam. Das Labor ist eine führende Einrichtung unter Chinas Akademie der Wissenschaften. Es forscht mit Coronaviren von Fledermäusen, die als Ursprung für die Pandemie verdächtigt werden. So war spekuliert worden, dass das Virus vielleicht auch aus dem Labor entwichen sein könnte, was die chinesische Seite aber energisch bestritten hat.

3.2.2021 • 04:38 Uhr

Ab Sonntag wieder öffentliche Gottesdienste in Österreich

Ab Sonntag sind in Österreich wieder öffentlich zugängliche Gottesdienste möglich. Darauf haben sich die Kirchen und Religionsgesellschaften in einer neuen Vereinbarung mit Kultusministerin Susanne Raab geeinigt. Wie bisher müssen Pfarreien Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen und auf Gemeinde- und Chorgesang verzichten. Hinzu kommen ein Mindestabstand von zwei Metern und die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

3.2.2021 • 04:07 Uhr

Russischer Impfstoff Sputnik V in Mexiko zugelassen

Die mexikanische Gesundheitsbehörde genehmigt den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V zur Notfallanwendung. Dies gibt der stellvertretende mexikanische Gesundheitsminister Hugo Lopez-Gatell auf einer Pressekonferenz bekannt.

3.2.2021 • 04:02 Uhr

Polen will AstraZeneca-Vakzin nicht bei über 60-Jährigen einsetzen

Polen will das Vakzin der Universität Oxford und des Pharmaunternehmens AstraZeneca gegen das Coronavirus nur bei Menschen zwischen 18 und 60 Jahren einsetzen. Michael Dworczyk, der Verantwortliche für das nationale Impfprogramm in Polen, sagte, damit richte sich das Land nach Empfehlungen von Experten. In der kommenden Woche werden in Polen nach Angaben Dworczyks etwa 500.000 Dosen des Impfstoffs erwartet. Sie sind in erster Linie für Pädagogen vorgesehen.

Dworczyk kritisierte Aussagen des Vorsitzenden der Lehrergewerkschaft, Slawomir Broniarz, der gesagt hatte, dass einige Lehrkräfte lieber den Corona-Impfstoff von Pfizer und von dessen deutschem Partner Biontech erhielten, weil dieser wirksamer sei. Die Wirksamkeit des AstraZeneca-Vakzins liegt Berichten zufolge zwischen 60 und 70 Prozent. Deutschland hatte in der vergangenen Woche entschieden, das Mittel nicht bei Menschen über 65 Jahren einzusetzen und dies mit unzureichenden Daten über die Wirksamkeit in höheren Altersgruppen begründet.

3.2.2021 • 04:02 Uhr

Biden und Yellen lehnen Gegenvorschlag für US-Hilfspaket ab

US-Präsident Joe Biden und seine Finanzministerin Janet Yellen haben einen Gegenvorschlag von zehn republikanischen Senatoren für das nächste Corona-Hilfspaket der USA als unzureichend abgelehnt. Das Angebot der Republikaner für Hilfen im Umfang von 618 Milliarden US-Dollar sei zu klein, erklärten Biden und Yellen bei einer digitalen Unterredung mit demokratischen Senatoren. Beide mahnten schnelle und umfassende Maßnahmen

Die Demokraten im Kongress unternahmen am Abend die ersten Schritte, um das von Biden vorgeschlagene 1,9 Billionen Dollar schwere Hilfspaket auch ohne die Unterstützung der Republikaner voranzubringen. Sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus konnten die Demokraten die Republikaner überstimmen, um die Debatte über einen Haushaltsbeschluss für das Jahr 2021 zu eröffnen, der die Ausgaben für die Coronavirus-Hilfe umfasst.

Über dieses Thema berichtete unter anderem die tagesschau am 03. Februar 2021 um 09:00 Uhr.