Fahrgäste mit Masken in Madrid. | dpa
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Liveblog zum Coronavirus ++ Mehr als 38.800 Neuinfektionen in Spanien ++

Stand: 13.01.2021 22:12 Uhr

Spanien registriert mit 38.869 Neuinfektionen einen neuen Höchststand. Der Saalekreis meldet mit 520 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen den höchsten Wert in Sachsen-Anhalt. Der Liveblog vom Mittwoch zum Nachlesen.

  • Saalekreis meldet Inzidenzwert von 520
  • Starker Mitgliederrückgang in Sportvereinen
  • WHO: Britische Mutation in 50 Ländern nachgewiesen
  • Lockdown in Dänemark wird bis 7. Februar verlängert
  • Neuer Höchstwert - mehr als 4300 Tote in den USA
  • RKI meldet mehr als 1000 Tote in Deutschland
22:12 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir unseren Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

22:10 Uhr

Brasilien meldet mehr als 60.000 Neuinfektionen

Brasilien hat 60.899 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages gemeldet. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Seit Beginn der Pandemie zählte das südamerikanische Land somit 8.256.536 Ansteckungen mit dem Virus. Die Zahl der Toten stieg um 1274 auf insgesamt 205.964 Todesfälle.

21:54 Uhr

Mehr als zehn Millionen Menschen in den USA geimpft

In den USA sind seit dem Start der Impfkampagne mehr als zehn Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Wie die Gesundheitsbehörde CDC mitteilte, wurden rund 10,3 Millionen Dosen der Vakzine von BioNTech/Pfizer und Moderna verabreicht. Damit erhielten rund 3,1 Prozent aller 330 Millionen Menschen in den USA bislang ihre erste Impfdosis. Insgesamt wurden den Angaben zufolge rund 29,4 Millionen Dosen der beiden Impfstoffe an die Bundesstaaten verteilt.

Weltweit wurden binnen 36 Tagen rund 28 Millionen Impfdosen verabreicht, wie der Direktor für medizinische Notfälle bei der Weltgesundheitsorganisation, Michael Ryan, mitteilte. Impfungen erfolgten demnach zunächst in 46 Ländern.

21:14 Uhr

Regionalliga Nordost soll auch im ganzen Februar pausieren

Die Fußball-Regionalliga Nordost soll ihre aktuelle Pause wegen der Pandemie bis Ende Februar verlängern. Eine entsprechende Arbeitsgemeinschaft einigte sich auf diesen Vorschlag für den Spielausschuss bei einer Videokonferenz. "Eine Spielbetriebsfortsetzung im Februar 2021 ist aufgrund der momentanen gesellschaftlichen Gegebenheiten nicht zu verantworten", sagte der NOFV-Spielausschuss-Vorsitzende Uwe Dietrich in einer Mitteilung. Am 27. Januar will die AG erneut konferieren und Vorschläge zur Fortsetzung des Spielbetriebs machen.

21:02 Uhr

Johnson besorgt über neue Virus-Variante aus Brasilien

Der britische Premierminister Boris Johnson zeigt sich besorgt über eine neue Virus-Variante aus Brasilien. Seine Regierung unternehme Schritte, um sie aus Großbritannien herauszuhalten, sagt er vor einem Parlamentsausschuss. Japans Gesundheitsministerium berichtete am Wochenende von einem Nachweis des Virus bei vier Reisenden aus Brasilien. Unter den Mutationen soll eine sein, die auch bei den ansteckenderen Varianten aus Großbritannien und Südafrika gefunden wird.

20:22 Uhr

Neuer Lockdown in Portugal

Portugal verhängt ab Freitag einen neuen Lockdown. Dabei sei die Arbeit von zu Hause aus wo immer möglich Pflicht, sagte Ministerpräsident Antonio Costa. Schulen sollen geöffnet bleiben. "Die Regel ist ganz einfach: Wir sollten alle zu Hause bleiben." Die Pandemie habe ihre gefährlichste Phase erreicht.

20:21 Uhr

Johnson will internationales Vorgehen gegen Corona

Der britische Premierminister Boris Johnson will die G7-Präsidentschaft seines Landes für einen internationalen Ansatz gegen das Coronavirus nutzen. "Die Pandemie hat das internationale System in vielerlei Hinsicht völlig unvorbereitet getroffen, und wir müssen zusammenarbeiten, um uns auf künftige Pandemien vorzubereiten", sagte Johnson einem Parlamentsausschuss in London. So habe es keine weltweite Einigkeit bei Grenzschließungen und Quarantänemaßnahmen gegeben.

Auch bei Fragen nach Impfstoffen, Ausgangsbeschränkungen und dem Einsatz von Schutzkleidung seien die Reaktionen sehr unterschiedlich ausgefallen. "Das globale System hat grundsätzlich bei aktuellen Anforderungen versagt", sagte Johnson. Er wolle etwa die Möglichkeit eines internationalen Vertrags über Pandemie prüfen. Dazu wolle er die G7, die Gruppe aus sieben führenden Wirtschaftsmächten, zu einer "D10" der zehn größten Demokratien ausbauen. Neben den G7-Mitgliedern Großbritannien, Deutschland, USA, Frankreich, Japan, Italien und Kanada seien das Indien, Australien und Südkorea.

20:19 Uhr

Lockdown in Dänemark wird bis 7. Februar verlängert

Die im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geltenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Dänemark werden um drei Wochen verlängert. Das gab Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Abend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt. Bei der Verlängerung der Maßnahmen bis zum 7. Februar gehe es vor allem darum, eine zunächst in England aufgetretene und sich auch in Dänemark verbreitende Mutation des Coronavirus an der weiteren Ausbreitung zu hindern, sagte er.

Die Verlängerung der Corona-Maßnahmen bedeutet, dass Geschäfte, Einkaufszentren, Restaurants und andere Lokale sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Kinos und Museen nach wie vor geschlossen bleiben müssen. Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte und Apotheken bleiben offen. Zugleich werden Schüler der in Dänemark bis zur neunten Klasse gehenden Folkeskole weiter aus der Distanz unterrichtet. Die maximal erlaubte Teilnehmerzahl für Zusammenkünfte ist auf fünf Personen herabgesetzt worden, auch der Reiseverkehr in und aus dem Ausland wurde von der dänischen Regierung stark eingeschränkt.

19:50 Uhr

So viele Neuinfektionen in Spanien an einem Tag wie noch nie

In Spanien steigen die Infektionszahlen weiter rasant. Das Gesundheitsministerium meldete mit 38.869 Neuinfektionen den höchsten Anstieg innerhalb eines Tages seit Ausbruch der Epidemie. Insgesamt wurden bislang 2,18 Millionen Ansteckungen bekannt. An oder mit dem Virus starben weitere 195 Menschen, insgesamt 52.878.

19:41 Uhr

Thüringen: Parteien erwägen Verschiebung der Landtagswahl

Wegen der Zuspitzung der Coronakrise wollen die Thüringer Regierungsparteien Linke, SPD und Grüne am Donnerstag (14.00 Uhr) mit der oppositionellen CDU über eine mögliche Verschiebung der für den 25. April geplanten Landtagswahl beraten. Die Spitzen der Landtagsfraktionen und Parteien kommen dazu in Erfurt zusammen. Thüringen ist zusammen mit dem benachbarten Sachsen besonders von der grassierenden Pandemie betroffen.

18:28 Uhr

Boliviens Ex-Präsident Morales mit Corona infiziert

Der ehemalige bolivianische Präsident Evo Morales ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies bestätigte ein Sprecher des 61-jährigen Morales der Deutschen Presse-Agentur. "Der Ex-Präsident befindet sich unter ärztlicher Aufsicht und hält sich an die Vorschrift der Isolation." Er habe leichte Symptome wie etwas Husten und seine Situation sei stabil.

Evo Morales | REUTERS

Der ehemalige bolivianische Präsident Evo Morales ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bild: REUTERS

Morales bedankte sich auf Twitter bei denjenigen, die sich um sein Wohlergehen sorgen. "Dank Gott, Mutter Erde und so viele Zeichen der Solidarität aus unserem Volk, mir geht's sehr gut", schrieb er. In einem Interview mit einem argentinischen Journalisten hatte Morales nach einem Krankenhausbesuch in der tropischen Region Cochabamba zunächst geleugnet, sich mit Corona infiziert zu haben.

Der frühere Staatschef Boliviens steht nach seiner Rückkehr aus dem Exil in Argentinien im November der linken Partei MAS vor, die Wahlkampf für die Regionalwahl in dem südamerikanischen Land im März betreibt.

18:05 Uhr

WHO: Zweites Coronas-Jahr könnte noch härter werden

Das zweite Jahr der Pandemie könnte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge härter sein als das vergangene. Grund seien einige Aspekte der Virusausbreitung, sagt WHO-Experte Mike Ryan. Dies gelte insbesondere auf der Nordhalbkugel angesichts der neuen, ansteckenderen Varianten. Seine Kollegin Maria Van Kerkhove verweist zudem auf die Folgen der Feiertage. "In einigen Ländern wird die Situation sehr viel schlimmer werden bevor es besser wird", sagt sie.

18:02 Uhr

Türkei lässt chinesischen Sinovac-Impfstoff zu

Die Türkei hat dem Corona-Impfstoff des chinesischen Pharmakonzerns Sinovac eine Notfallzulassung erteilt. Tests hätten ergeben, dass der Impfstoff "ausreichend sicher" sei, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca in Ankara. Anschließend ließ sich Koca in einem Krankenhaus mit dem Impfstoff CoronaVac impfen. Am Donnerstag soll mit der Impfung von Beschäftigten im Gesundheitswesen begonnen werden. Die Türkei hatte Ende Dezember drei Millionen Dosen des chinesischen Impfstoffs erhalten.

17:58 Uhr

Österreich: Rund 70 Verdachtsfälle auf Corona-Mutation

In Österreich werden laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) aktuell 70 Verdachtsfälle auf die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation geprüft. Angesichts der besonders ansteckenden neuen Variante des Virus erwarte er nun die "schwierigste Phase der Pandemie", sagte Anschober im Nationalrat.

Verdachtsfälle gibt es in einem Wiener Pflegeheim, bei Skilehrer-Anwärtern in Tirol und im Burgenland. Im Fall der 17 Betroffenen in Tirol wurden nach Angaben des Landes bisher bei insgesamt 600 PCR-Tests in der Region keine weiteren Verdachtsfälle entdeckt. Laut Behörden hatten die Skilehrer-Anwärter bei ihrer zwischen Oktober und Dezember erfolgten Einreise auf dem Luft- und Landweg einen negativen Virustest dabei. Es werde noch geprüft, wo die Ansteckung stattgefunden hat.

17:53 Uhr

Charité erweitert Corona-Tests mit Blick auf Mutationen

Berlins Universitätsklinik Charité hat ihre Corona-Tests erweitert und prüft positive Proben auch auf Mutationen. Das teilte das Klinikum mit. Derzeit ist dafür das Institut für Virologie der Charité zuständig. In Kürze soll Labor Berlin diese Aufgabe übernehmen, ein gemeinsames Tochterunternehmen von Charité und Vivantes. Das Ziel sei, einen fortlaufenden Überblick über das Vorkommen von Coronavirus-Mutationen in den Proben zu erhalten.

Liegt ein Nachweis des SARS-CoV-2-Virus vor, werde die Probe zusätzlich auf die englische und südafrikanische Virusvariante geprüft. Mit der zusätzlichen Überprüfung von positiv getesteten Proben auf die bekannten Mutationen soll Labor Berlin gemeinsam mit der Charité noch in dieser Woche beginnen. Derzeit stehen der Charité zufolge insbesondere die in England verbreitete Variante B.1.1.7 sowie die in Südafrika nachgewiesene Mutation B.1.351 im Fokus, die möglicherweise ansteckender sind als das bisher bekannte Virus.

17:46 Uhr

Großbritannien: Neuer Höchstwert bei Todesfällen

Großbritannien meldet 1564 Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus - so viele wie noch nie zuvor binnen eines Tages. Der letzte Rekord lag am 8. Januar bei 1325. Die Zahl der Neuinfektionen stieg um 47.525. Am Dienstag wurden 45.533 positive Testergebnisse erfasst.

17:23 Uhr

Saalekreis meldet Inzidenzwert von 520

Der Saalekreis hat mit gemeldeten 520 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage den mit Abstand höchsten Wert in Sachsen-Anhalt erreicht. Dies geht aus der Mitteilung des Sozialministeriums hervor. In Sachsen-Anhalt lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 260,94, in Deutschland laut Robert Koch-Institut bei 155.

Unterdessen sind seit dem Ausbruch der Pandemie in Sachsen-Anhalt den Angaben nach 1032 Menschen gestorben, seit Dienstag waren 66 gemeldete Sterbefälle hinzugekommen. Die Zahl der aktuell bestätigten Zahl der Corona-Infektionen lag bei 40.513 im Land. Das waren 953 mehr als am Vortag. Auf den Intensivstationen wurden 191 Menschen behandelt, davon 106 Corona-Patienten an Beatmungsgeräten. Gegen das Corona-Virus gab es bisher laut Ministerium 27.320 Impfungen im Land.

17:15 Uhr

Italien will Corona-Notstand bis April verlängern

Italiens Regierung will den Corona-Notstand bis zum 30. April verlängern. Das kündigte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Mittwoch vor dem Parlament in Rom an. "Die Epidemie ist erneut in einer expansiven Phas", sagte er. Bislang war der Ausnahmezustand bis Ende Januar befristet.

Rom hatte den Corona-Notstand erstmals Ende Januar 2020 ausgerufen. Seither wurde er mehrmals verlängert. Die Maßnahme gibt der Regierung besondere Rechte. Der Staat kann Einsatzkräfte besser koordinieren und bürokratische Hürden vermeiden. Die rechte Opposition kritisiert das Vorgehen seit langem. Aus ihrer Sicht wird durch die Machtfülle der Regierung das Parlament geschwächt.

17:04 Uhr

Berlin plant Schnelltests an Schulen

In Berlin soll es bald regelmäßige Schnelltests für die Schulen geben. Das sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres dem "Tagesspiegel". "Nachdem wir bereits vor vielen Wochen Testzentren für das Dienstpersonal eingerichtet haben und nun auch mobile Testteams an Kitas und Schulen im Einsatz sind, wollen wir nun möglichst bald auch flächendeckende Schnelltests für das Schulpersonal und die Schülerinnen und Schüler einführen." Die Bildungsverwaltung sei dazu im Gespräch mit der Gesundheitsverwaltung, so die Senatorin. "Mehrere Anbieter wurden bereits in den Blick genommen, ein Konzept soll nun erstellt werden."

17:01 Uhr

Bundesrat: Sondersitzung zu Extra-Kinderkrankentagen

Der Bundesrat kommt am Montag wegen der geplanten Neuregelung zu Kinderkrankentagen zu einer Sondersitzung zusammen. Dafür müsse allerdings zuvor der Bundestag dem Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen zustimmen, teilte die Länderkammer mit. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa soll das Gesetz an diesem Donnerstag im Bundestag verabschiedet werden.

Die Zahl der Kinderkrankentage sollen in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie pro Elternteil von 10 auf 20 verdoppelt werden, für Alleinerziehende von 20 auf 40. Kinderkrankengeld zahlt die gesetzliche Krankenkasse normalerweise, wenn Eltern wegen der Pflege eines kranken unter 12-jährigen Kindes nicht arbeiten gehen können. Es beträgt 90 Prozent des Nettoverdienstes.

Die Extra-Tage sollen nun nicht nur bei geschlossenen Schulen und Kitas genutzt werden können, sondern auch dann, wenn der Zugang zur Kita eingeschränkt oder die Anwesenheitspflicht ausgesetzt ist. Das Kinderkrankengeld können auch Eltern beantragen, die theoretisch im Homeoffice arbeiten könnten - allerdings generell nur, wenn es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind betreuen kann. Anspruch haben nur gesetzlich Versicherte.

16:56 Uhr

US-Forscher entdecken neue Virus-Variante

US-Forscher haben eigenen Angaben zufolge in den USA eine neue Virus-Variante entdeckt. Diese habe eine identische Mutation zu der aus Großbritannien bekannten, ansteckenderen Version. Vermutlich habe sie sich jedoch aus einer bereits in den USA bekannten Variante heraus entwickelt, geben die Wissenschaftler des Wexner Medical Center der Ohio State University bekannt. Bislang sei die neue Variante bei einem Patienten im Bundesstaat Ohio nachgewiesen worden. Wie verbreitet sie in der Bevölkerung ist, sei damit noch unbekannt.

16:45 Uhr

Verteidigungsministerin stellt 10.000 Soldaten für Corona-Tests

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer stellt kurzfristig 10.000 Soldaten für Corona-Tests in Alten- und Pflegeheimen bereit. "Gerade die Schwächsten brauchen jetzt in der Pandemie unsere Hilfe. Deshalb steht die Bundeswehr bereit, in Alten- und Pflegeheimen kurzfristig mit bis zu 10.000 Männern und Frauen zu unterstützen, wenn wir gerufen werden", erklärte die CDU-Politikerin.

Das Angebot solle das Pflegepersonal entlasten, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur dpa. Die Verteidigungsministerin sei der Meinung, dass zuviel Zeit vergehe und dass die alten und pflegebedürftigen Menschen besonders in Gefahr seien, wenn nicht konsequent andauernd in den Alten- und Pflegeheimen getestet werde.

Die Bundeswehr unterstützt derzeit mit 1156 Soldaten in 267 Alten- und Pflegeeinrichtungen. Das Kontingent der Soldaten, die sich für den Corona-Hilfseinsatz bereut halten, war im vergangenen Jahr auf 20.000 Männer und Frauen aufgestockt worden, ohne dass alle im Einsatz sind. Von diesen werden nun 10.000 für die Test-Einsätze angeboten. Soldaten dürfen nach Einweisung in die Handhabung durch den Hersteller auch Abstriche für Schnelltests machen.

15:54 Uhr

Mitgliederrückgänge der Sportvereine wachsen

Sportvereine leiden stark unter dem zweiten Lockdown. Die erneute Schließung der Sportanlagen macht den Vereinen in Deutschland weitaus mehr zu schaffen als beim ersten Lockdown im Frühjahr. 44 Prozent der Sportvereine haben als Folge der Corona-Pandemie Mitgliederrückgänge gemeldet, wie die Deutsche Sporthochschule in Köln mitteilte. Nur 29 Prozent hatten Zuwächse.

Bis zum erneuten Lockdown von November 2020 an sei der Anteil an Vereinen, die Mitgliedschaftsrückgänge oder -zuwächse zu verzeichnen hatten, mit 36,6 gegenüber 35 Prozent fast ausgeglichen gewesen. Die Befunde stammen laut der Hochschule dem Sportentwicklungsbericht für Deutschland, an der sich 20.179 Sportvereine vom 21. Oktober bis 21. Dezember 2020 beteiligten.

Mittlerweile erwarte jeder zweite Sportverein (52,4 Prozent) in Deutschland in den kommenden zwölf Monaten eine existenzbedrohliche Lage, hieß es weiter. Ursache sei für zwei von fünf aller Vereine (41,3 Prozent) der Mitgliederrückgang aufgrund der Corona-Krise (vor dem zweiten Lockdown: 36,5 Prozent).

15:42 Uhr

Spanien: Richter ordnet Impfung von 84-Jähriger an

In Spanien hat ein Richter einem Zeitungsbericht zufolge erstmals die Corona-Impfung einer entmündigten Bewohnerin eines Altenheims angeordnet. Die Tochter der 84-Jährigen habe als Vormund argumentiert, angesichts möglicher Risiken einer Impfung sei es besser abzuwarten, schrieb die Zeitung "El País".

Auf Antrag des Altenheims habe Richter Javier Fraga aus Santiago de Compostela im Nordwesten des Landes jedoch entschieden, dass die 84-Jährige geimpft werde müsse. Eine Impfpflicht gibt es in Spanien nicht. Der Richter habe eingeräumt, dass eine Impfung ein Risiko darstellen könne. Dieses sei jedoch viel kleiner als die Gefahr, in hohem Alter an Covid-19 zu erkranken.

Die Familie kann dem Bericht zufolge noch Rechtsmittel einlegen. Die Impfung war demnach ursprünglich gleich für den Morgen nach der Gerichtsentscheidung geplant, verzögerte sich aber.

15:37 Uhr

Schweiz verschärft Corona-Maßnahmen

Nach wochenlangem Zögern verschärft die Schweiz ihre Corona-Maßnahmen deutlich: Von Montag an bleiben alle Geschäfte geschlossen, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen. Zudem müssen Arbeitgeber Homeoffice anordnen, wo immer dies möglich ist. An privaten Veranstaltungen dürfen nur noch maximal fünf Personen teilnehmen.

Grund sei die Ausbreitung der neuen Virusvarianten, die deutlich ansteckender sind als die früheren Varianten, sagte Präsident Guy Parmelin in Bern. Nicht betroffen von den Schließungen sind Dienstleister wie Friseure oder Reparaturbetriebe, Blumenläden, Bau- und Gartengeschäfte.

Zugleich verlängerte die Regierung die bestehenden Maßnahmen um fünf Wochen. Damit bleiben Restaurants, Kulturbetriebe, Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen bis Ende Februar zu. Schulen und Skigebiete bleiben dagegen weitgehend geöffnet.

15:20 Uhr

Tschechische Grenzregion: Intensivbetten werden knapp

In den tschechischen Grenzregionen zu Deutschland bleibt die Lage in den Krankenhäusern äußerst angespannt. In der Verwaltungsregion Karlsbad war nach Angaben des Gesundheitsministeriums nur noch ein Bett für Corona-Intensivpatienten frei. In der Region um Liberec an der Grenze zu Sachsen waren noch zwei Betten verfügbar.

Innenminister Jan Hamacek hält Behandlungen im Ausland jedoch derzeit nicht für erforderlich. Zu Hilfsangeboten aus Deutschland sagte der Sozialdemokrat, es sei einfacher, Patienten innerhalb Tschechiens zu verlegen. In anderen Regionen gebe es noch Kapazitäten.

Für das gesamte Land verzeichneten die Behörden am Mittwoch 10.725 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden. Seit Pandemiebeginn starben 13.656 Infizierte. Tschechien hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

15:08 Uhr

Russland: Putin ordnet Massenimpfung an

Der russische Präsident Wladimir Putin ordnet eine Massenimpfung ab kommender Woche an. Es solle mit der Impfung der gesamten Bevölkerung begonnen werden, sagt er in einer im staatlichen Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung. Russland, das mit fast 3,5 Millionen weltweit die vierthöchste Zahl an Infektionen aufweist, hat im vergangenen Monat mit einer Impfkampagne begonnen. 1,5 Millionen Russen haben nach offiziellen Angaben bereits das russische Vakzin "Sputnik V" erhalten. In Russland leben rund 144 Millionen Menschen.

15:01 Uhr

Vatikan startet Impfkampagne

Der Vatikan hat mit der Impfung seiner Mitarbeiter gegen das Coronavirus begonnen. Die Immunisierungen werden nach Angaben von Vatikansprecher Matteo Bruni in der Audienzhalle vorgenommen. Vorangegangen war eine Befragung sämtlicher Angestellten nach ihrem Interesse an einer Impfung. Zum vatikanischen Gesundheitssystem haben neben den Mitarbeitern auch deren im gleichen Haushalt lebende Angehörige Zugang.

Papst Franziskus hatte sich nach eigenen Angaben bereits in den vergangenen Tagen einen Termin für eine Corona-Impfung geben lassen. In einem am Sonntag ausgestrahlten Fernseh-Interview bezeichnete es als ethische Pflicht, sich gegen das Virus impfen zu lassen, um nicht nur sich selbst, sondern auch andere zu schützen.

Der Vatikan sicherte sich demzufolge für seine 4.500 Mitarbeiter 10.000 Dosen des Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech.

14:29 Uhr

Johnson will Briten rund um die Uhr impfen lassen

Angesichts hoher Corona-Zahlen soll in Großbritannien demnächst rund um die Uhr geimpft werden. Premierminister Boris Johnson kündigte am Mittwoch im Parlament an, der Betrieb von 24-Stunden-Impfzentren solle "so bald wie möglich»"aufgenommen werden. Derzeit halte ein Mangel an Impfstoff jedoch eine noch raschere Impfkampagne zurück. Großbritannien ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen.

14:27 Uhr

Norwegens Königspaar geimpft

Der norwegische König Harald V. und seine Frau Königin Sonja sind gegen das Coronavirus geimpft worden. Die zweite Impfdosis erhalten die beiden 83-Jährigen in rund drei Wochen, wie der Osloer Hof mitteilte. Dem Rundfunksender NRK zufolge bekam auch die 88 Jahre alte norwegische Prinzessin Astrid ihre erste Impfung. Sie ist Haralds ältere Schwester.

Die britische Queen Elizabeth II. (94) und ihr Mann Prinz Philip (99) haben nach Angaben des Buckingham-Palastes am Samstag ebenfalls eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten.

14:08 Uhr

WHO: Britische Mutation in 50 Ländern nachgewiesen

Die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Mutation ist inzwischen in 50 Ländern nachgewiesen worden. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte, hat sich zudem eine weitere, zunächst in Südafrika nachgewiesene Variante nunmehr in 20 Ländern ausgebreitet.

Eine Infektion mit der aus Großbritannien stammenden Variante war in Deutschland erstmals kurz vor Weihnachten nachgewiesen worden, eine Infektion mit der Mutation aus Südafrika wurde am Dienstag vom Stuttgarter Sozialministerium vermeldet. Neuerdings sei auch noch eine Virusvariante in Japan nachgewiesen worden, die Besorgnis errege, hieß es in der Mitteilung der WHO.

Je weiter sich das Virus ausbreite, desto mehr Gelegenheiten böten sich für Mutationen. Daher müsse mit dem Aufkommen weiterer Mutationen gerechnet werden. Die WHO wies darauf hin, dass die Ausbreitung der Mutationen vermutlich unterschätzt werde, weil nicht überall die angemessenen Untersuchungskapazitäten bestünden.

13:48 Uhr

Japan weitet Notstand aus

Angesichts steigender Infektionszahlen weitet Japan den Ausnahmezustand rund um Region der Hauptstadt Tokio auf sieben Präfekturen aus. Die Regelung tritt am Donnerstag in Kraft, teilt Ministerpräsident Yoshihide Suga mit. Die Notstand betrifft nun 55 Prozent der 126 Millionen Einwohner Japans. Er soll bis zum 7. Februar andauern.

Wegen der verschärften Lage ist laut einer Umfrage des Rundfunksenders NHK eine deutliche Mehrheit der Japaner für eine erneute Verschiebung oder sogar eine Absage der Olympischen Sommerspiele in Tokio.

13:45 Uhr

EU-Plattform für Reisewege verzögert sich weiter

Eine EU-weite Lösung zur Nachverfolgung von Reisebewegungen in der Corona-Krise lässt weiter auf sich warten. Zwar arbeiten Italien, Spanien und die Slowakei gemeinsam mit einer EU-Behörde an einer entsprechenden europäischen Plattform. Der für Ende vergangenen Jahres erhoffte Start ist aber weiterhin nicht absehbar.

"Ziel ist es, dass sich so schnell und so viele Mitgliedsstaaten wie möglich an dieser Plattform beteiligen und somit sicheres Reisen in der ganzen Europäischen Union unterstützen", teilte ein Sprecher der EU-Kommission am Mittwoch mit. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) werde die Arbeit an der Plattform abschließen und diese dann für alle Mitgliedsstaaten öffnen. Auf die Frage, warum sich die Einführung verzögert und wo die größten Schwierigkeiten liegen, gab es keine klare Antwort

13:20 Uhr

Spahn: "Müssen Todeszahlen weiter senken"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnte in seiner Regierungserklärung, dass die Pandemie weiter eingedämmt werden müsse. "Wir müssen die zu hohen Todeszahlen und Infektionszahlen weiter senken", sagte Spahn im Deutschen Bundestag.

Kritik am europäischen Vorgehen bei der Impfstoffbeschaffung wies Spahn zurück. Es sei ausreichend Impfstoff für alle Deutschen bestellt worden. "Natürlich ruckelt es bei der größten Impfkampagne der Geschichte", räumte Spahn ein. Grund dafür, dass der Impfstoff weltweit ein knappes Gut sei, seien aber fehlende Produktionskapazitäten, nicht fehlende Verträge.

Jens Spahn | dpa

"Wir müssen die zu hohen Todeszahlen und Infektionszahlen weiter senken", sagte Spahn im Deutschen Bundestag. Bild: dpa

Angesichts der anlaufenden Impfungen sieht Spahn Deutschland aber "auf dem Weg raus aus der Pandemie". Er lobte die voranschreitende Impfstoffentwicklung und die Geschwindigkeit, mit der die Forschung die Vakzine entwickelt. "Nie in der Menschheitsgeschichte war ein Impfstoff so schnell verfügbar", sagte Spahn. Das sei auch ein Deutscher Erfolg.

Spahn bedankte sich auch beim Pflegepersonal und den Impfteams, die dafür sorgten, die Pandemie unter Kontrolle zu bekommen.

12:53 Uhr

Vierter Impfstoff vor möglicher EU-Zulassung im Februar

Der US-Konzern Johnson & Johnson könnte schon im Februar als vierter Hersteller einen Antrag auf Zulassung seines Corona-Impfstoffes in der EU stellen. Das habe EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides in einer Sitzung mit der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament gesagt, erklärte der CDU-Abgeordnete Peter Liese.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson habe gegenüber den bisher zugelassenen Mitteln den großen Vorteil, dass nur eine Dosis für einen umfassenden Schutz ausreiche. "Und er ist viel leichter zu verarbeiten, zu lagern und zu transportieren als der BioNTech/Pfizer-Impfstoff", erklärte Liese.

Bislang sind in der EU der Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer sowie das Mittel des US-Konzerns Moderna zugelassen. Das schwedisch-britische Unternehmen AstraZeneca beantragte am Dienstag eine Genehmigung, die noch im Januar erteilt werden könnte.

12:47 Uhr

Bund: Moderna-Impfstoff bei Transport nicht beeinträchtigt

Das Bundesgesundheitsministerium hat nach Zweifeln an der Kühlung von Corona-Impfstoffen des Herstellers Moderna für Berlin und Brandenburg Entwarnung gegeben. "Die Qualität der Impfstoffe wurde durch den Transport nicht beeinträchtigt, und die Impfstoffe können unbedenklich verwendet werden", sagte ein Sprecher. Demnach wurden die Verteilzentren der beiden Bundesländer darüber auch schon von der für die Impfstoff-Logistik verantwortlichen Bundeswehr informiert.

Die Berliner Senatsverwaltung hatte zuvor mitgeteilt, die ersten Moderna-Dosen zunächst zurückzuhalten. Es gebe Zweifel, ob der Transport und die Kühlung vor der Übernahme durch das Land Berlin sachgemäß erfolgt sei. Transporteur und Hersteller seien aufgefordert worden, für Aufklärung zu sorgen.

12:40 Uhr

Corona-App auf etlichen Android-Smartphones gestört

Die Nutzer der Corona-Warn-App des Bundes erhalten derzeit unter Umständen kein aktuelles Ergebnis bei der Risiko-Ermittlung. Am Mittwoch berichteten mehrere Anwender der Anwendung auf Twitter, dass die App nicht den Risiko-Status aktualisiere. Auf dem iPhone von Apple tauchte der Fehler hingegen nicht auf.

Ein Sprecher des größten europäischen Software-Konzerns SAP bestätigte auf Anfrage die Probleme: Zur Zeit sei es der Corona-Warn-App unter Android-Smartphones «in einigen Fällen» nicht möglich, einen Schlüsselabgleich durchzuführen. SAP habe Google über das Problem informiert und arbeite unter Hochdruck an der Lösung des Problems.

12:37 Uhr

Britische Virus-Mutation in Ungarn nachgewiesen

Auch in Ungarn ist inzwischen die Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden, die erstmals in England entdeckt worden war und die als deutlich ansteckender gilt. Die britische Virusvariante sei in Proben von drei Patienten gefunden worden, teilt die oberste Amtsärztin des Landes, Cecilia Müller, mit.

12:34 Uhr

Österreich will Schulen am 25. Januar öffnen

In Österreich werden die Schulen laut der Agentur APA am 25. Januar und damit eine Woche später als angekündigt wieder geöffnet. Der Unterricht wird allerdings im Schichtbetrieb und unter weiteren Vorsichtsmaßnahmen abgehalten, meldet APA unter Berufung auf das Bildungsministerium.

Angesichts der Furcht vor einer unkontrollierten Ausbreitung der Virus-Mutation wurde über eine Verlängerung des Fernunterrichts bis zu den Semesterferien in Februar spekuliert. Ob Handel, Gastronomie und Dienstleister wie geplant ebenfalls ab 25. Januar wieder öffnen können, ist noch offen. Die Regierung will sich im Lauf der Woche dazu äußern.

12:01 Uhr

Grüne wollen Homeoffice-Pflicht für Arbeitgeber

Die Grünen wollen eine Pflicht für das Arbeiten zuhause einführen. "Dort, wo es möglich ist, müssen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verpflichtet werden, Homeoffice zu erlauben", sagte die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wer von zuhause arbeiten kann und will, muss das sofort tun können."

"Wer das nicht kann, muss auf seiner Arbeitsstelle den bestmöglichen Schutz erhalten", sagte Göring-Eckardt. Dazu wollen die Grünen eine Regelung im Arbeitsschutzgesetz nutzen, die es dem Bundesarbeitsministerium ermöglichen, in epidemischen Lagen von nationaler Tragweite wie derzeit Rechtsverordnungen zu erlassen.

Über den Antrag der Grünen dazu soll der Bundestag am Donnerstagabend diskutieren. Arbeitgebern, die gegen die vorgeschlagene Verordnung verstoßen, soll nach den Plänen ein Bußgeld drohen. Für Beschäftigte soll es eine Hotline geben, bei der sie Verstöße melden können.

11:53 Uhr

EU-Parlament kehrt vorerst nicht nach Straßburg zurück

Das EU-Parlament wird wegen der Corona-Pandemie voraussichtlich frühestens im März wieder in Straßburg tagen. Parlamentspräsident David Sassoli schlug vor, die Sitzungen im Januar und Februar nicht wie geplant in Straßburg abzuhalten, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Parlamentskreisen erfuhr. Er verwies unter anderem auf die in Straßburg verhängte Ausgangssperre ab 18 Uhr und Quarantäneauflagen bei der Rückkehr nach Belgien.

Wegen der Pandemie hat das Parlament seit elf Monaten nicht mehr in Straßburg getagt. Zuletzt fanden alle Sitzungen in reduziertem Umfang in Brüssel statt. Während der Plenartagungen konnten Abgeordnete per Video zugeschaltet werden. Abgestimmt wurde elektronisch, ebenfalls aus der Distanz. Sassoli plädierte in einem nun für eine Fortführung dieses Vorgehens. Die Fraktionsvorsitzenden sollten am Nachmittag darüber entscheiden.

11:34 Uhr

Impfstoff-Panne in Brandenburg?

Die erste Lieferung des neu zugelassenen Corona-Impfstoffs Moderna hat Brandenburg erreicht - allerdings ist nicht auszuschließen, dass die 2400 Dosen unbrauchbar sind.

11:31 Uhr

Dänemarks Parlament schränkt Arbeit ein

Dänemarks Parlament fährt seinen Betrieb zu einem großen Teil herunter. So werden wegen der Corona-Pandemie etwa mehrere geplante Debatten über neue Gesetzesvorhaben für einen Monat ausgesetzt, meldet die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf den Parlamentspräsidenten.

11:31 Uhr

EU-Gesundheitskommissarin kritisiert nationale Impfstoff-Absprachen

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat die Beschaffung der Corona-Impfstoffe durch die EU verteidigt und zusätzliche nationale Lieferabsprachen mit Herstellern kritisiert. Diese untergrüben den europäischen Ansatz, erklärte sie. Der Vorwurf trifft Deutschland und dessen Zusatzabsprachen mit dem Impfstoffhersteller Biontech. So hatte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag gesagt, dass "wir aus EU-Verträgen rund 60 Millionen Biontech-Impfstoffe bekommen und aus bilateralen Verträgen beziehungsweise Absprachen, Zusagen 30 Millionen, insgesamt 90 Millionen in diesem Jahr". Kyriakides nannte Deutschland zwar nicht ausdrücklich, erinnerte aber daran, dass alle EU-Staaten die Teilnahme an der gemeinsamen Beschaffung bestätigt hätten.

11:14 Uhr

Italien plant Ausnahmezustand bis Ende April

Angesichts weiterhin hoher Neuinfektionszahlen will die italienische Regierung den Ausnahmezustand bis zum 30. April verlängern. Sie halte das für angemessen, da der Risikoindex dramatisch gestiegen sei, sagt Gesundheitsminister Roberto Speranza vor dem Parlament. Der Ausnahmezustand läuft nach derzeitigem Stand am 31. Januar aus. Er räumt der Zentralregierung in Rom größere Befugnisse ein und erleichtert den Entscheidungsprozess.

In Italien sind seit Bekanntwerden des ersten Falles am 21. Februar vergangenen Jahres 79.819 Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben. Das ist der zweithöchste Wert in Europa und der sechsthöchste weltweit. Bislang wurden mehr als 2,3 Millionen Infektionsfälle registriert.

11:13 Uhr

Bitkom: Deutschlands Digitalbranche wächst wieder

Deutschlands Digitalbranche erwartet in diesem Jahr eine Rückkehr des Wachstums. Der Umsatz mit IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik werde um 2,7 Prozent auf 174,4 Milliarden Euro steigen, kündigte der Digitalverband Bitkom an. Vor allem das Geschäft mit IT-Hardware –insbesondere Computer, Server und Peripheriegeräte - floriere. Im von der Corona-Krise dominierten Jahr 2020 waren die Erlöse um 0,6 Prozent zurückgegangen. Vor Ausbruch der Krise war noch mit einem Plus gerechnet worden.

Dennoch warnte Bitkom-Präsident Achim Berg: "Die aktuelle Situation ist sehr fragil. Alles hängt maßgeblich davon ab, ob das Infektionsgeschehen eingedämmt wird." Die Digitalwirtschaft sei darauf angewiesen, dass die Gesamtwirtschaft keinen zu großen Schaden nimmt. Laut Bitkom werden 2021 voraussichtlich 20.000 zusätzliche Jobs geschaffen, nachdem die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche im vergangenen Jahr um 8000 auf 1,2 Millionen zurückgegangen war. "Die Bilanz könnte besser ausfallen, wenn nicht viele Plätze aufgrund fehlender Fachkräfte unbesetzt bleiben würden", sagte Berg.

Mit Blick auf die Bundestagswahlen und weitere Abstimmungen in einzelnen Bundesländern forderte er eine neue digitalpolitische Agenda: "Die vergangenen Krisenmonate haben gezeigt, dass die Digitalisierung kein verzichtbares Extra ist, sondern ein Muss."

10:29 Uhr

Armenischer Präsident in London im Krankenhaus

Nach seiner Corona-Infektion hat sich der Gesundheitszustand des armenischen Präsidenten Armen Sarkissjan verschlechtert. Der 67-Jährige sei mit einer beidseitigen Lungenentzündung in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte das Präsidialbüro mit. Der Verlauf der Krankheit sei schwerwiegend. Der Präsident habe zudem hohes Fieber.

Sarkissjan hält sich seit dem Jahreswechsel in London auf. Dort hatte er nach früheren Angaben seines Büros mit seiner Familie Silvester gefeiert und war danach am Bein operiert worden. Seine Infektion war vor gut einer Woche bekannt geworden.

10:19 Uhr

Regierung verschärft Einreise aus Ländern mit Virus-Mutationen

Für Einreisen nach Deutschland aus Ländern mit hohen Corona-Infektionszahlen sollen strengere Test-Pflichten kommen. Wer in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet war, soll künftig spätestens 48 Stunden nach Einreise einen negativen Test vorweisen müssen. Das sieht ein Verordnungsentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, den das Bundeskabinett beschlossen hat. Bei Gebieten mit besonders hohen Infektionszahlen oder wenn dort neue ansteckendere Virus-Varianten kursieren, muss das Testergebnis schon vor der Einreise da sein und etwa auch der Fluggesellschaft vorgelegt werden können. Generell gilt für Einreisende aus Risikogebieten schon eine Pflicht, sich nach der Rückkehr in Quarantäne zu begeben.

Mobilfunknetzbetreiber werden zudem ab 1. März verpflichtet, dass sie Personen, die erstmals in Deutschland ankommen, die geltenden Corona-Auflagen per SMS zuschicken. Verstöße sollen mit Bußgeld geahndet werden. Ausnahmen für Reisende mit einer Corona-Impfung lehnte die Bundesregierung ab. Ein Grund sei, dass noch unklar ist, ob Geimpfte das Virus nicht dennoch weiterverbreiten können, hieß es. Die Verordnung gilt demnach ab morgen.

10:17 Uhr

Post würde Mitarbeiter auf eigene Kosten impfen

Die Deutsche Post ist bereit, Mitarbeiter auf eigene Kosten gegen das Corona-Virus zu impfen, wenn der Konzern Zugriff auf den Impfstoff erhält. "Wir versuchen nicht selbstständig, Impfstoff zu kaufen", sagte Konzernchef Frank Appel. "Wenn wir Gelegenheit hätten, den Impfstoff über die Regierung zu bekommen, würden wir die Mitarbeiter zu unseren Kosten impfen", fügte er hinzu. Dies sei aktuell aber nicht der Fall. Die Post orientiere sich an Regularien und Vorgaben von Regierungen und wolle nicht in einen Wettbewerb eintreten, ihre weltweit rund 550.000 Mitarbeiter schneller zu schützen als andere Menschen.

Die Post ist als weltweit agierender Logistik-Konzern auch an der Verteilung des Impfstoffs beteiligt, in der Bundesrepublik erledigt der Konzern dies etwa in Niedersachsen. Gleichzeitig profitieren die Bonner auch von dem in der Krise noch stärker boomenden Internet-Handel. Dieser hatte ihnen im vergangenen Jahr Rekord-Ergebnisse beschert. "Wir haben durch die Krise noch an Stärke gewonnen", sagte Appel.

09:21 Uhr

Scholz - Hilfen so lange "wie es nötig ist"

Bundesfinanzminister Olaf Scholz stellt weitere Staatshilfen für Unternehmen in der Corona-Krise in Aussicht. Es werde alles Nötige getan werden, was zur Stabilisierung der Wirtschaft beitrage, sagte der SPD-Politiker im ZDF. "Und wir werden das so lange machen, wie es nötig ist." Er zog eine positive Bilanz der bisherigen Hilfen: "Die starke fiskalische Antwort, die Bazooka, hat tatsächlich ihre Wirkung entfaltet." Das werde auch international so bewertet. Vergangenen März hatte Scholz unbegrenzte Hilfen angekündigt und dafür die Bezeichnung für eine US-Panzerfaust, die Bazooka, verwendet. Gegenwärtig gebe es keine Pläne der Bundesregierung, die Wirtschaft stärker herunterzufahren, sagte der Finanzminister. Es werde aber überlegt, der Forderung nach einer Ausweitung von Homeoffice mehr Nachdruck zu verleihen. "Es kann ja nicht sein, dass es technisch möglich ist und dass dann diese Möglichkeit nicht genutzt wird."

09:13 Uhr

Hancock: Notfalls Patienten in Hotels unterbringen

Trotz eines harten Lockdowns bleiben die Corona-Fallzahlen in Großbritannien auf erschreckend hohem Niveau. Weil die Krankenhäuser an ihrer Belastungsgrenze sind, könnten Gesundheitsminister Matt Hancock zufolge Patienten notfalls in Hotels untergebracht werden. Dies sei denkbar für Patienten, die keine vollständige Krankenhausbehandlung mehr bräuchten, aber noch nicht nach Hause gehen könnten, sagt er der BBC. "Wir prüfen alle Optionen."

09:10 Uhr

Karliczek: Diesjährige Schulabschlüsse gleichwertig anerkennen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) fordert Chancengleichheit für die aktuellen Abschlussjahrgänge trotz geschlossener Schulen und Distanzunterricht wegen der Corona-Pandemie. "Wir müssen dafür sorgen, dass auch im Schuljahr 2020/2021 die Bildungsziele so weit wie möglich erreicht werden", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Und wir müssen - ebenfalls im Interesse der jungen Leute - sicherstellen, dass die Prüfungen in diesem Jahr in der Bewertung durch Betriebe und Hochschulen gleichwertig zu allen anderen Jahren anerkannt werden."

09:08 Uhr

Lieferando-Mutter Just Eat Takeaway wächst weiter

Die Lieferando-Mutter Just Eat Takeaway hat im Corona-Jahr 2020 deutlich vom Trend hin zu Online-Essensbestellungen profitiert. Der Umsatz stieg verglichen mit dem Vorjahr um mehr als die Hälfte auf rund 2,4 Milliarden Euro, wie der Konzern in Amsterdam mitteilte. Weltweit verzeichnete das Unternehmen im vergangenen Jahr gut 588 Millionen Bestellungen, das waren 39 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dabei zog das Wachstum im letzten Quartal 2020, das in vielen Ländern von erneuten und verschärften Lockdowns geprägt war, nochmals an. Die Zahl der Bestellungen stieg um 57 Prozent, der Umsatz wuchs um mehr als 60 Prozent.

In Deutschland, wo Just Eat Takeaway.com seit der knapp eine Milliarde Euro schweren Übernahme des Deutschlandgeschäfts von Delivery Hero mit Marken wie Lieferheld, pizza.de und Foodora Branchenführer ist, stiegen die Bestellungen um 56 Prozent.

08:50 Uhr

Inlandstourismus bricht im November ein - Rekordtief im Gesamtjahr

Die Corona-Krise hat das Hotelgewerbe in Deutschland im vergangenen Jahr mit voller Wucht getroffen. Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Übernachtungen von Reisenden aus dem In- und Ausland gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent auf das Rekordtief von 299 Millionen gesunken. Das ist der niedrigste Stand seit dem Vorliegen gesamtdeutscher Ergebnisse im Jahr 1992 mit damals 318,4 Millionen Übernachtungen, wie die Wiesbadener Behörde mitteilte.

Im November brach die Zahl Übernachtungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 72,2 Prozent auf 9,0 Millionen ein. Zur Bekämpfung wieder steigender Corona-Zahlen war ein Teil-Lockdown verhängt worden. Übernachtungen von Privatreisenden in Hotels, Pensionen und anderen Beherbergungsbetrieben wurden verboten. Einen ähnlichen Rückgang hatte es auch im Mai 2020 mit minus 75 Prozent gegeben. Nur knapp 39.500 der etwa 52.200 statistisch erfassten Beherbergungsbetriebe hatten den Angaben zufolge im November geöffnet. Die Wiesbadener Statistiker berücksichtigen Unterkünfte mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten.

08:47 Uhr

Scholz: "Das ist eine Frage, die alle interessiert."

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will nach der heute anstehenden Regierungserklärung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) prüfen, ob die von ihm gestellten Fragen zur Impfstoffbeschaffung ausreichend beantwortet sind. "Es sind viele Fragen gestellt. Ich werde die Antworten, die jetzt gegeben werden, genau bewerten", sagte Scholz im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Scholz hatte den Koalitionspartner Union mit seinem Fragenkatalog an Spahn verärgert. Der SPD-Kanzlerkandidat sagte, es gehe um "maximale Transparenz". Insbesondere gehe es darum, ob innerhalb der Europäischen Union maximal Impfstoffe bestellt wurden. "Das ist eine Frage, die alle interessiert."

08:43 Uhr

Neue KMK-Chefin bestätigt Alternativpläne fürs Abi

Die künftige Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, die brandenburgische Kultusministerin Britta Ernst (SPD), geht davon aus, dass die Abiturprüfungen in diesem Jahr trotz des Infektionsgeschehens durch die Corona-Pandemie stattfinden können. Im Radioprogramm SWR Aktuell sagte Ernst: "Wir haben im letzten Jahr bei geschlossenen Schulen das Abitur durchgeführt, die Abstände und Hygieneregeln gewahrt. Wir werden auch in diesem Jahr alles dafür tun, dass es stattfindet."

Ernst bestätigte aber auch, dass die Kultusministerkonferenz Alternativpläne ausarbeite. "Wenn das Infektionsgeschehen uns auch im Februar, März und vielleicht auch April noch so im Griff hält, dass der Präsenzunterricht sehr eingeschränkt ist, werden wir über Modifikationen nachdenken." In Berlin und Brandenburg sei bereits entschieden worden, dass die Schülerinnen und Schüler bei den Abiturprüfungen eine zusätzliche Aufgabe bekämen. So könne die Schule bereits eine Vorauswahl vor dem Hintergrund der vermittelten Unterrichts-Inhalte treffen, so Ernst. Diese und andere Ideen werde man Ende Januar in der KMK besprechen.

Die 59-jährige Sozialdemokratin übernimmt morgen den Vorsitz der Kultusministerkonferenz von der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD).

08:29 Uhr

DGB-Chef kritisiert in Homeoffice-Debatte "antiquiertes Kontrollverhalten"

DGB-Chef Reiner Hoffmann hat einzelnen Arbeitgebern in der Debatte um fehlende Homeoffice-Angebote heftige Vorwürfe gemacht. "Fakt ist, dass viele Unternehmen und Verwaltungen auch dort, wo es gut möglich wäre, kein Homeoffice anbieten", sagte Hoffmann der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Offenbar liegt dies an einem antiquierten Führungs- und Kontrollverhalten." Ein Problem sei auch die mangelnde technische Ausstattung. "Dies muss sich schnell und auch langfristig ändern, denn einerseits haben wir eine akute Ausnahmesituation. Anderseits müssen wir jetzt die Regeln für die Arbeit der Zukunft neu austarieren. Dafür hilft vor allem ein neues Mitbestimmungsrecht für Betriebsräte zur Einführung und Ausgestaltung von mobiler Arbeit und Homeoffice, damit es möglichst wenig Reibungsverluste gibt."

Hoffmann forderte zudem erneut einen Rechtsanspruch der Beschäftigten auf mobile Arbeit und Homeoffice. "Das muss verbindlich durchsetzbar werden. Arbeitgeber sollten sich erklären müssen, wenn sie sich gegen mehr Flexibilität im Sinne der Beschäftigten sperren. Hierfür muss es gewichtige Gründe geben."

08:25 Uhr

Längerer Lockdown? - "Die Lage wird genau beobachtet"

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält sich eine Verlängerung des Lockdowns offen. Die Regierung werde rechtzeitig die notwendigen Entscheidungen treffen, sagt der SPD-Politiker auf eine entsprechende Frage im ZDF. Die Lage werde genau beobachtet.

08:23 Uhr

Junge Menschen zuerst: Indonesien startet Massenimpfungen

Anders als andere Länder will Indonesien nach den Mitarbeitern des Gesundheitswesens und des öffentlichen Dienstes zunächst jüngeren Menschen zwischen 18 und 59 Jahren den Vorrang geben. Ziel ist es, schnell eine Herdenimmunität zu erreichen. Um zu zeigen, dass das Vakzin sicher ist, ließ sich Präsident Joko Widodo als erster mit dem Mittel CoronaVac des chinesischen Pharmakonzerns Sinovac impfen.

Die indonesische Arzneimittelagentur hatte am Montag eine Notfallzulassung für den Sinovac-Impfstoff erteilt. Bislang hat Indonesien 18 Millionen Dosen des Impfstoffs aus China erhalten. Weitere Vakzine unter anderem vom britisch-schwedischen Arzneimittelkonzern Astrazeneca sowie vom US-Unternehmen Novavax werden in den kommenden Monaten erwartet. Bis heute hatten sich in Indonesien fast 840.000 Menschen mit Corona infiziert. Mehr als 24.000 sind in Verbindung dem Virus gestorben.

08:09 Uhr

Mehr als 9000 Neuinfektionen in Israel

Den zweiten Tag in Folge sind in Israel mehr als 9000 Neuinfektionen registriert worden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 9025 Fälle verzeichnet, tags zuvor waren es 9670. Parallel zu den Infektionshöchstwerten läuft in dem Land seit etwas mehr als drei Wochen eine intensive Impfkampagne. Mit knapp 1,9 Millionen Bürgern sind bereits über 20 Prozent gegen das Coronavirus geimpft. Bis Ende März sollen alle Bewohner des Landes geimpft sein, die älter als 16 Jahre sind. Israel zählt etwas mehr als neun Millionen Bürger.

08:01 Uhr

Spahn: Lockerungen ab Anfang Februar nicht möglich

Bundesgesundheitsminister Spahn stimmt die Menschen in Deutschland auf weitere Maßnahmen zur Bewältigung der Pandemie ein. Im Deutschlandfunk sagte er, es müsse alles getan werden, um die Verbreitung neuer Coronavirus-Mutationen zu vermeiden. Man werde deshalb Einreisebeschränkungen, Testverpflichtungen sowie Genom-Sequenzierungen verordnen.

Soziale Kontakte müssten die nächsten zwei bis drei Monate weiter reduziert werden. Zudem sagte Spahn: "Wir können sehen, dass die Deutschen mobiler sind als beim ersten Lockdown." Er appellierte deshalb wiederholt an alle Arbeitgeber, Homeoffice zu ermöglichen.

Der Minister verwies darauf, dass derzeit 5000 Covid-19-Intensivpatienten behandelt würden und zu oft mehr als 1000 Tote am Tag zu beklagen seien. Deshalb werde es am 1. Februar nicht möglich sein, alle Beschränkungen zu lockern.

In der Diskussion über eine Impflicht stellte sich Spahn gegen den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und betonte: "Es wird in dieser Pandemie keine Impfpflicht geben."

07:17 Uhr

Neuer Höchstwert - USA melden mehr als 4300 Tote

Bei der Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle durch das Coronavirus haben die USA einen neuen Höchststand verzeichnet. Binnen 24 Stunden wurde ein Rekordhoch an 4327 Todesfällen registriert, wie die Johns-Hopkins-Universität bekannt gab. Zum ersten Mal wurde in den Vereinigten Staaten damit die Schwelle von 4000 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus überschritten. Zudem wurden binnen 24 Stunden 215.805 neue Ansteckungen nachgewiesen. Etwa 131.000 Menschen werden mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt.

Die USA sind das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt. 380.000 der insgesamt fast zwei Millionen Todesopfer durch die Pandemie starben dort. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Land knapp 23 Millionen Infektionen nachgewiesen.

07:09 Uhr

Mallorca: Ab heute Mund zu beim Busfahren

Angesichts der schnell steigenden Zahl von Corona-Infektionen haben Mallorca und die anderen balearischen Inseln die geltenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens drastisch verschärft. Von heute an sind zunächst für zwei Wochen private Treffen zu Hause und in der Öffentlichkeit von Personen verboten, die nicht im selben Haushalt leben, wie die Regionalregierung anordnete. Zudem müssen alle Restaurants, Bars, Cafés und Fitnessstudios schließen.

Fahrgäste in Bussen und Bahnen sollen während der Fahrt natürlich einen Mund-Nasen-Schutz tragen, zusätzlich nun aber auch schweigen, um Ansteckungen über die beim Sprechen freigesetzten Aerosolpartikel mit Viren zu vermeiden.

07:06 Uhr

Steuerberaterverband erwartet hohe Rückforderungen bei Corona-Hilfen

Der Deutsche Steuerberaterverband beklagt einen großen Korrekturaufwand bei Anträgen für die staatliche Überbrückungshilfe in der Corona-Krise. "Ich gehe davon aus, dass wegen der neuen Fixkosten-Regel 80 Prozent bis 90 Prozent aller Anträge für Überbrückungshilfen noch einmal angepackt werden müssen", sagte Verbandspräsident Harald Elster der "Welt". In der Folge müssten viele Unternehmen entweder bereits gezahlte Hilfen zurückzahlen oder sie bekämen weniger Geld, als sie ursprünglich gedacht hätten.

Elster forderte eine verlängerte Antragsfrist bis 28. Februar, um die bereits gestellten Anträge zu überarbeiten. Bislang endet sie am 31. Januar. Erst kürzlich hatte das Bundeswirtschaftsministerium nach Absprache mit der EU-Kommission klargestellt, dass Überbrückungshilfen lediglich ein Beitrag zu den ungedeckten Fixkosten sein dürfen. Regelungen bei der Überbrückungshilfe II wurden wegen des EU-Beihilferechts angepasst. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums sind "ungedeckte Fixkosten" Voraussetzung für die Gewährung von Beihilfen - also für Kosten, die eine Firma nicht mit den noch vorhandenen Einnahmen decken kann.

06:34 Uhr

Wie Homeschooling wirklich läuft - und wie es besser ginge

"Online-Unterricht hätte schon seit einem Jahrzehnt möglich gemacht werden müssen, nicht erst jetzt für den Ausnahmezustand der Corona-Zeit", sagt Digitalexperte Michael Pickhardt im Gespräch mit tagesschau.de. Dann gäbe es viele der aktuellen Probleme nicht, weil man längst Erfahrungswerte hätte. Zudem erklärt er, wie möglichst schnell Abhilfe geschaffen werden könnte. Lehrerinnen berichten, unter welchen Bedingungen sie derzeit arbeiten und wie der Distanzunterricht wirklich läuft. Ein Bericht von Sandra Stalinski.

06:25 Uhr

Landkreis Gießen: Bewegen im 15-Kilometer-Radius

Im Landkreis Gießen ist die Infektionsrate so hoch, dass er als Corona-Hotspot gilt. Damit einher geht die 15-Kilometer-Regelung. Nur in diesem Radius dürfen sich die Bewohner bewegen. Joscha Barlitz und Arne Bartram sind vor Ort gewesen, um die Lage der Einwohner zu erkunden.

05:28 Uhr

19.600 Corona-Neuinfektionen und 1060 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 19.600 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1060 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekannt gab. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 155 von zuletzt 164. Bund und Länder streben an, den Wert der binnen sieben Tagen gemeldeten Ansteckungen pro 100.000 Einwohner auf unter 50 zu drücken, um das Virus unter Kontrolle zu bringen und das Gesundheitssystem zu entlasten. Grundsätzlich ist die Interpretation der aktuellen Daten momentan noch etwas schwierig, weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

04:57 Uhr

Indonesien startet Impfprogramm gegen Corona

Mit einer Spritze für Präsident Joko Widodo hat Indonesien den Notfalleinsatz eines chinesischen Corona-Impfstoffs gestartet. Widodo ließ sich vor der Impfung zunächst den Blutdruck messen. Nach ihm kam der Vorsitzende des indonesischen Ärzteverbandes an die Reihe. Mit dem Mittel des Unternehmens Sinovac Biotech sollen zunächst vor allem Krankenhausmitarbeiter und andere Personen geimpft werden, die einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Um eine Herdenimmunität zu erreichen, in der sich das Virus kaum noch ausbreiten kann, müssen in Indonesien nach Angaben von Gesundheitsminister Sadikin 181,5 Millionen Menschen geimpft werden.

04:04 Uhr

So viele Neuinfektionen in China wie seit fünf Monaten nicht mehr

China meldet den stärksten Anstieg von Neuinfektionen seit mehr als fünf Monaten. Laut Gesundheitsbehörde sind es 115 neue Fälle, nachdem es am Tag zuvor nur 55 waren.

02:55 Uhr

Italiens Regierung beschließt gigantisches Corona-Hilfsprogramm

Die italienische Regierung hat ein gigantisches Konjunkturprogramm zur Überwindung der Corona-Krise beschlossen. Das Kabinett in Rom billigte in der Nacht das Maßnahmenbündel mit einem Volumen von 222,9 Milliarden Euro, wie Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri auf Twitter mitteilte. Allerdings hat Ministerpräsident Giuseppe Conte mit dem Vorhaben seine Regierungskoalition einer Zerreißprobe ausgesetzt. Der Juniorpartner Italia Viva (IV) hatte im Vorfeld der Kabinettssitzung Front gegen das Konjunkturprogramm gemacht. Die IV-Ministerinnen Teresa Bellanova (Agrar) und Elena Bonetti (Familie) enthielten sich dann während des Kabinettsvotums. 

02:55 Uhr

Für Flüge in die USA wird künftig ein negativer Corona-Test verlangt

Für Flüge in die USA ist künftig vor der Abreise der Nachweis eines negativen Corona-Tests nötig. Diese Regelung werde ab dem 26. Januar gelten und dabei helfen, die Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen, erklärte die US-Gesundheitsbehörde CDC. Falls ein Passagier kein negatives Testergebnis oder eine überstandene Covid-Infektion nachweisen könne, "muss die Fluggesellschaft das Boarding verweigern", hieß es. Der sogenannte PCR-Test, mit dem das Virus nachgewiesen werden soll, muss demnach in den drei Tagen vor der Abreise erfolgt sein. Die Behörde fordert alle Reisenden zudem auf, sich drei bis fünf Tage nach der Ankunft in den USA erneut testen zu lassen und sieben Tage nach der Reise zuhause zu bleiben. Dabei handelt es sich jedoch um Empfehlungen, keine rechtlich bindende Vorschrift.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. Januar 2021 um 11:00 Uhr.