Eine Frau mit einer Gesichtsmaske geht eine Einkaufstraße in Dublin entlang. | dpa
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Liveblog zum Coronavirus ++ Irland verschärft Lockdown ++

Stand: 06.01.2021 21:18 Uhr

In Irland müssen nun auch die Schulen schließen und an Baustellen darf nicht mehr gearbeitet werden. Nach Kritik an einem schleppenden Start will die französische Regierung das Impfen beschleunigen. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Höchststand an Neuinfektionen in Großbritannien
  • RKI meldet 21.237 Neuinfektionen und 1019 neue Todesfälle
  • In NRW findet bis Ende Januar kein Präsenzunterricht statt
  • Spahn: bis Ende März maximal zwei Millionen Moderna-Impfdosen
  • EU-Behörde EMA gibt grünes Licht für Corona-Impfstoff von Moderna
  • Corona-Krise sorgt für Milliarden-Defizit
  • Millionenmetropole in China nach Infektionen abgeriegelt
  • Höchstwert an gemeldeten Corona-Toten in den USA
6.1.2021 • 21:15 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden den Liveblog für Heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

6.1.2021 • 20:31 Uhr

Pop-up-Radwege in Berlin dürfen vorerst bleiben

Die in der Corona-Krise im Schnellverfahren eingerichteten sogenannten Pop-up-Radwege in Berlin dürfen vorerst bleiben. Das entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) am Dienstag und hob damit einen gegenteiligen Beschluss der Vorinstanz auf. Nach Beginn der Corona-Pandemie hatten Senat und Bezirke im April 2020 damit begonnen, Radwege auf Parkstreifen oder Autospuren zu markieren und entsprechende Schilder aufzustellen. An vielen Stellen wurden die Wege mit Warnbaken abgetrennt. Begründet wurde das mit der Corona-Pandemie, Abstandsgeboten und mehr Sicherheit. Viele Berliner hätten kein Auto, und in Bussen und Bahnen sei es zu eng.

6.1.2021 • 20:25 Uhr

Paris bestreitet Beeinflussung von EU-Impfstoffbeschaffung

Frankreich hat Berichten widersprochen, wonach es die von der EU-Kommission koordinierte Beschaffung des Corona-Impfstoffs zugunsten des heimischen Pharmaunternehmens Sanofi beeinflusst haben soll. Europaminister Clément Beaune nannte die Berichte am Mittwoch "absurd". Die "Bild"-Zeitung und mehrere deutsche Politiker hatten Paris vorgeworfen, bei der EU auf eine geringere Liefermenge des Impfstoffs von Biontech/Pfizer gedrängt zu haben, um den ebenfalls an einem Corona-Vakzin forschenden Konzern Sanofi zu unterstützen. 

Es sei "absurd", Länder und Labore gegeneinander auszuspielen, sagte Beaune im Sender CNews. "Alle Länder brauchen alle Impfstoffe und müssen möglichst bis zum Sommer so viele Menschen wie möglich impfen." Zwar könnten "isolierte Strategien kurzfristig gesehen eine Versuchung" sein, langfristig seien diese jedoch "ineffektiv".  "Die Impfstrategie kann nicht auf einem einzigen Vakzin basieren", betonte Beaune. Deshalb sei es wichtig gewesen, die Impfstoffbeschaffung auf EU-Ebene zu regeln, da dies "uns Zugang zu mindestens sechs Impfstoffen garantiert", fügte der Europaminister hinzu.

6.1.2021 • 19:44 Uhr

Spahn: Wohl keine zeitliche Streckung der Corona-Impfungen

Der anfangs knappe Corona-Impfstoff wird voraussichtlich in Deutschland nicht durch ein verzögertes Verabreichen der zweiten Dosis mehr Menschen zugänglich gemacht. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte in Berlin: "Wir lassen die Daten von der Ständigen Impfkommission anschauen, aber die ersten Rückmeldungen sind tatsächlich die, dass wir bei der Zulassung und dem, was in der Zulassung steht, bleiben sollten."

Für die Frist zwischen Erst- und Zweitimpfung gebe es klare Empfehlungen. In der für die Zulassung notwendigen Studie wurde den Probanden die zweite Impfung rund drei Wochen nach der ersten gegeben. "Da es ja aber eine gemischt politisch-wissenschaftliche Debatte dazu gibt (...), war es mir sehr, sehr wichtig, diese Debatte in einen Prozess zu geben, der zu einem Ergebnis führt", sagte Spahn.

Deshalb habe er die Ständige Impfkommission gebeten, sich damit auseinanderzusetzen. "Aber mein Eindruck ist, dass es sehr, sehr viel Sinn macht, gerade bei diesen sensiblen Fragen, bei denen es viel auch um Vertrauen und Verlässlichkeit geht, dass wir uns eben an die Zulassung halten."

Für ein verzögertes Verabreichen der zweiten Dosis gab es unter Experten zuletzt auch Zustimmung. "In dieser besonderen Pandemielage ist es vertretbar, mit den jetzt vorhandenen Impfdosen möglichst vielen Menschen erst einmal die erste Immunisierung zu ermöglichen, und die zweite Impfung verzögert, aber zwingend innerhalb von 60 Tagen, nachzuholen", schreibt etwa die Gesellschaft für Immunologie in einer Stellungnahme.

6.1.2021 • 19:33 Uhr

Gouverneur von Kalifornien kündigt Einmalzahlung an

Der Gouverneur von Kalifornien hat eine Einmalzahlung von 600 Dollar für die einkommensschwachen Einwohner seines Bundesstaates angekündigt. Gavin Newsom sagte, zudem werde ein Aufschub von Wohnungsräumungen verlängert, um die Situation dieser Menschen in der Corona-Pandemie zu erleichtern. "Kalifornier, die von der Pandemie betroffen sind, wird damit geholfen, ihre Familien zu versorgen und ihr Dach über dem Kopf zu behalten."

6.1.2021 • 18:54 Uhr

Leiter des schwedischen Katastrophenschutzes tritt zurück

Nach heftiger Kritik an seiner Weihnachtsreise auf die Kanarischen Inseln ist der Leiter der schwedischen Katastrophenschutzbehörde zurückgetreten. Dan Eliasson reichte nach eigenen Angaben heute seinen Rücktritt ein. Der Beamte hatte zwar nicht gegen die gesetzlichen Vorgaben verstoßen, hielt sich allerdings nicht an die Empfehlungen der Regierung. Diese hatte die Menschen aufgefordert, während der Feiertage auf alle Reisen bis auf "notwendige" Trips zu verzichen. 

Eliasson war in die Kritik geraten, nachdem die Boulevardzeitung "Expressen" seine Reise auf die Kanaren enthüllte, wo seine Tochter lebt. Eliasson, dessen Behörde an der Bewältigung der Corona-Krise in Schweden beteiligt ist, verteidigte sich zunächst mit der Erklärung, dass er während der Pandemie auf viele Reisen verzichtet habe, diese aber für ihn "notwendig" gewesen sei. Dennoch hielt die Empörung an.

6.1.2021 • 18:21 Uhr

Rekordwert an Neuinfektionen auch in Großbritannien

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Großbritannien hat einen Rekordwert erreicht. Mehr als 62.322 Fälle wurden innerhalb eines eines Tages gemeldet - so viele wie noch nie zuvor. Gleichzeitig wurden 1041 neue Todesfälle registriert, der höchste Wert seit April. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt landesweit inzwischen bei rund 550. Der Wert stammt allerdings vom 1. Januar. Insgesamt starben im Vereinigten Königreich bisher mehr als 82.600 Menschen nach einer Covid-19-Infektion.

Viele der Neuinfektionen werden auf eine neue, noch ansteckendere Virusvariante zurückgeführ. Seit gestern gilt in England ein landesweiter Lockdown, es ist bereits der dritte. Menschen sollen ihre Häuser und Wohnungen nur verlassen um einzukaufen, zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen. Zudem ist nur eine Stude im Freien erlaubt - für Spaziergänge oder Jogging. Schulen, Fitness- und Sportstätten sind ebenso geschlossen wie viele Geschäfte. In den Landesteilen Schottland, Wales und Nordirland gelten ähnliche Bestimmungen.

6.1.2021 • 18:13 Uhr

Irland verschärft Corona-Maßnahmen

In Irland werden die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus verschärft. Schulen müssen schließen und auf Baustellen darf nicht weiter gearbeitete werden. Die Maßnahmen sollen mindestens für die kommenden drei Wochen gelten. Damit wird der bestehende Lockdown noch strikter. Gastronomie und Geschäfte sind bereits geschlossen. Durch die Verschärfung ist künftig auch "click and collect" - also die Abholung von bestellten Waren - verboten. Nur noch Lieferdienste bleiben erlaubt. Reisende, die aus Großbritannien oder Südafrika kommen, müssen ab Samstag einen negativen Corona-Test vorlegen.

Irland verzeichnete mit 7836 registrierten Corona-Fallen einen Höchstwert an Neuinfektionen binnen eines Tages. Die hochansteckende Variante des Coronavirus habe sich weiter ausgebreitet, erklärte der Oberste Gesundheisbeamte, Tony Holohan. Er warnte vor einer "weiteren Verschärfung" der Lage in den Krankenhäusern und Intensivstationen.

6.1.2021 • 17:56 Uhr

Schulprüfungen in England für dieses Jahr gestrichen

Die britische Regierung hat die Prüfungen zur mittleren Reife (GCSE) und zur Hochschulreife (A-Level) in England für dieses Jahr gestrichen. Das teilte Bildungsminister Gavin Williamson mit. Stattdessen solle die Leistung der Schüler von ihren Lehrern eingestuft werden, sagte der Minister im Unterhaus in London.

Williamson steht wegen des Schlingerkurses bei Schulschließungen heftig unter Druck. Die Opposition rief den Minister zum Rücktritt auf. Premierminister Boris Johnson stärkte ihm den Rücken.

6.1.2021 • 17:51 Uhr

Wirtschaftsforscher fordert Sanktionen für Impfverweigerer

Der Wirtschaftsforscher Michael Hüther hat finanzielle Sanktionen für Impfverweigerer ins Gespräch gebracht. Der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sagte der Wochenzeitung "Die Zeit", gesetzlich Versicherte, die sich ohne medizinische Begründung nicht impfen lassen wollen, sollten nach einer Corona-Infektion einen Teil ihrer Behandlungskosten selbst tragen müssen.  Ein solcher "Selbstbehalt" könne die Bereitschaft zur Impfung erhöhen, sagte Hüther. Der Wirtschaftsforscher argumentierte, dass Impfgegner sich dem Solidargedanken der Krankenversicherung entzögen. Deshalb könne es im Umkehrschluss möglich sein, sie im Fall einer Corona-Erkrankung teilweise vom Versicherungsschutz auszunehmen.

Hintergrund ist, dass sich Umfragen zufolge nur ein Drittel der Deutschen schnellstmöglich impfen lassen will. Eine Pflicht zur Impfung gegen das Coronavirus soll es in Deutschland nicht geben. Wegen des derzeitigen Engpasses beim Impfstoff haben bislang aber nur wenige Menschen in Deutschland die Möglichkeit zur Impfung.

6.1.2021 • 17:47 Uhr

Serbische Politiker lassen sich mit "Sputnik V" impfen

Der serbische Innenminister Aleksandar Vulin hat sich eine Impfung mit dem russischen Vakzin "Sputnik V" verabreichen lassen. Zusammen mit ihm ließen sich auch Parlamentspräsident Ivica Dacic und der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Mirsad Djerlek, im Belgrader Torlak-Institut für Virologie als erste Bürger Serbiens mit dem Serum impfen. "Ich wollte wirklich einen russischen Impfstoff, weil ich an die russische Medizin glaube", sagte Vulin dem staatlichen serbischen Fernsehen RTS. Er habe sich damit "einen kleinen Wunsch erfüllt".

Serbien hatte am 24. Dezember mit den Impfungen begonnen. Bislang kam das Vakzin des deutsch-amerikanischen Konsortiums Biontech und Pfizer zum Einsatz. Bis Ende dieser Woche sollen 11.000 Menschen geimpft sein, sagte Staatssekretär Djerlek. Dabei handelt es sich um Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Bewohner von Altenheimen.  Von dem russischen Vakzin sind bislang 2400 Dosen in Serbien angekommen. Das Balkanland verhandelt zwar seit sechs Jahren über einen Beitritt zur Europäischen Union, pflegt aber auch ein freundschaftliches Verhältnis zu Russland.

Der serbische Innenminister Vulin (links) und Parlamentssprecher Dacic (Mitte) kommen nach ihrer Impfung mit "Sputnik V" aus einer Klinik in Belgrad. | ANDREJ CUKIC/EPA-EFE/Shutterstoc

Der serbische Innenminister Vulin (links) und Parlamentssprecher Dacic (Mitte) kommen nach ihrer Impfung mit "Sputnik V" aus einer Klinik in Belgrad. Bild: ANDREJ CUKIC/EPA-EFE/Shutterstoc

6.1.2021 • 17:31 Uhr

Höchstwert bei Neuinfektionen in Portugal

In Portugal wurden heute nach Angaben der Gesundheitsbehörden 10.027 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden registriert - ein neuer Höchstwert. Die staatlichen Gesundheitsdienst stünden unter einem enormen Druck, sagte Gesundheitsministerin Marta Temido. Der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa begab sich nach Angaben seines Büros in Quarantäne, nachdem er Kontakt zu einem infizierten Mitarbeiter hatte. Der Zeitpunkt scheint denkbar ungünstig: In drei Wochen findet in Portugal die erste Runde der Präsidentschaftswahl statt, bei der de Sousa als Favorit gehandelt wird. 

Nach einer Lockerung der Maßnahmen über Weihnachten erlebt Portugal derzeit einen sprunghaften Anstieg der Covid-19-Fälle. In dem Land mit rund zehn Millionen Einwohnern werden derzeit 513 Corona-Patienten auf der Intensivstation behandelt. Seit Beginn der Pandemie starben fast 7400 Portugiesen nach einer Infektion mit dem Coronavirus.

6.1.2021 • 17:19 Uhr

Umfrage: Nur die Hälfte des Pflegepersonals zur Impfung bereit

Nur die Hälfte der Pflegekräfte in Krankenhäusern ist einer Umfrage zufolge bereit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Dies ergab eine Erhebung der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin und der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi). Die Befragten - Pflegende sowie Ärztinnen und Ärzte - waren schwerpunktmäßig Intensivpersonal. Ärzte seien demnach sehr viel eher bereit, sich impfen zu lassen. Die nicht-repräsentative Umfrage fand im Dezember unter 2305 Menschen aus dem medizinischen Sektor statt.

6.1.2021 • 16:51 Uhr

Auch Moderna-Impfstoff in der EU zugelassen

Als zweiter Corona-Impfstoff ist ab sofort auch das Mittel des US-Herstellers Moderna in der Europäischen Union zugelassen. Dies entschied die EU-Kommission auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen mitteilte.

6.1.2021 • 16:46 Uhr

Schleswig-Holstein übernimmt Kitabeiträge für Januar

Wegen der geplanten Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar wird Schleswig-Holstein Eltern die Januarbeiträge für die Kita erstatten. "Der Schutz von Kindern hat weiterhin höchste Priorität", sagte der schleswig-holsteinische Sozialminister Heiner Garg (FDP). "So werden selbstverständlich auch weiterhin Eltern und Kinder, die besonders belastet sind mit den vorhandenen Angeboten der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe unterstützt." Auch die Beiträge für die Ganztagsbetreuung an den Schulen im Januar werden laut Finanzministerium vom Land übernommen.

6.1.2021 • 16:12 Uhr

Frankreich will Hunderte Impfzentren eröffnen

Nach Kritik an dem schleppenden Impfstart drückt die französische Regierung nun aufs Tempo. Man wolle in den kommenden Wochen mehrere hundert Impfzentren eröffnen, kündigte Regierungssprecher Gabriel Attal an. Die Zahl der Krankenhäuser, die Impfungen durchführen, habe sich außerdem verdreifacht. Präsident Emmanuel Macron habe deutlich gemacht, dass die einzige Option der Erfolg sei. "Die erste Herausforderung des Jahres 2021 besteht darin, die Franzosen vor Covid-19 zu schützen und diesen Kampf zu gewinnen", sagte Attal.

Man werde notwendige Maßnahmen ergreifen, auch wenn diese schwierig seien. So könne etwa die abendliche Ausgangssperre ab 18 Uhr auf weitere Regionen ausgeweitet werden. Derzeit gilt diese Regelung in etlichen Départements, die besonders schwer von der Epidemie getroffen sind. Im Rest des Landes und auch in der Hauptstadt Paris beginnt die Ausgangssperre um 20 Uhr.

6.1.2021 • 16:07 Uhr

13 EU-Staaten fordern Hilfe für östliche Nachbarländer bei Corona-Impfungen

Mehrere EU-Länder haben Brüssel aufgefordert, die östlichen Nachbarländer beim Impfen gegen das Coronavirus zu unterstützen. Die Außenminister von 13 östlichen und nördlichen Mitgliedstaaten wandten sich in einem entsprechenden Schreiben an die EU-Kommission. "Wir denken, dass unsere Grenzen nicht sicher sein werden, wenn wir unsere Unterstützung nicht auf unsere direkten Nachbarn ausweiten", heißt es demnach.

Die Regierungsvertreter von Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, der Slowakei sowie Schweden fordern, den östlichen Partnern den Zugang zu Impfstoffen zu erleichtern. Im Rahmen ihrer Impfstrategie unterstützt die EU bereits Nicht-Mitgliedstaaten auf dem Balkan. Die 13 Länder fordern nun ein ähnliches Programm für die Länder der östlichen Partnerschaft: Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau und Ukraine. "Wir glauben, dass die EU über die aktuellen Initiativen hinausgehen muss", heißt es in dem Schreiben.

Menschen in der ukrainischen Haupstadt Kiew tragen Mund-Nasen-Masken während des Winters. | SERGEY DOLZHENKO/EPA-EFE/Shutter

Für die Menschen in Kiew gelten nun wieder härte Beschränkungen. Von dieser Woche an geht die Ukraine in einen neuen Lockdown. Bild: SERGEY DOLZHENKO/EPA-EFE/Shutter

6.1.2021 • 15:54 Uhr

Moderna-Zulassung wird Impfstoff-Engpass vorerst kaum beheben

Die bevorstehende Zulassung des Corona-Impfstoffs der Firma Moderna in der EU wird den derzeitigen Engpass bei den Vakzinen in Deutschland nur etwas verringern. von kommender Woche an seien erste Lieferungen zu erwarten, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Im ersten Quartal könne Deutschland dann mit zwei Millionen Dosen rechnen. Spahn rief die Bürger zur Geduld bei den Impfungen auf. Als Grund für die begrenzte Menge an verfügbarem Impfstoff nannte Spahn den Engpass zu Beginn der Produktion.

Insgesamt solle Deutschland im laufenden Jahr 50 Millionen Dosen des Moderna-Präparats erhalten und damit einen großen Anteil der für die EU insgesamt vorgesehenen 160 Millionen Dosen. Dies liegt laut Gesundheitsministerium daran, dass andere EU-Staaten die ihnen zustehenden Optionen für diesen Impfstoff nicht ausschöpfen. Nach Spahns Überzeugung wird im Laufe des Jahres in Deutschland genügend Impfstoff für alle impfwilligen Bürgerinnen und Bürger bereitstehen.

6.1.2021 • 15:42 Uhr

Bundesregierung verteidigt verschärfte Corona-Regeln

Die Bundesregierung hat die erneuten Verschärfungen der Corona-Beschränkungen verteidigt. Es gehe darum, Kontakte "auf das absolute Minimum" zu beschränken, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. "Und gleichzeitig soll aber sichergestellt werden, dass niemand ganz alleine bleiben muss." Die Lage sei weiter schwierig, so Demmer. «Unser Gesundheitssystem steht schon sehr unter Druck." Es sei nötig, die Zahl der Neuinfektionen soweit zu reduzieren, dass die Gesundheitsämter die Kontakte Infizierter wieder nachverfolgen könnten. "Wenn man sich nicht begegnet, kann man sich selber nicht anstecken oder jemand anderes nicht anstecken."

6.1.2021 • 15:34 Uhr

Norwegen steht kurz vor einer Ausgangssperre

Nachdem Norwegen ein Rekordhoch der Infektionszahlen erreicht hat, bereitet die Regierung ein Gesetz zur Einführung einer Ausgangssperre vor. Wie Justizministerin Monica Maeland mitteilte, soll eine Ausgangssperre "nur unter extremen Umständen wie einer sehr hohen Infektionsrate und dem Risiko eines Zusammenbruchs des Gesundheitssystems eine Option sein". Norwegen meldete zuletzt 930 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages.

6.1.2021 • 15:30 Uhr

Weltweit mehr als 15.700 Corona-Tote binnen eines Tages

Die Zahl der weltweit registrierten Corona-Todesfälle innerhalb eines Tages hat einen neuen Höchstwert erreicht. Rund um den Globus starben innerhalb von 24 Stunden laut einer auf amtlichen Angaben beruhenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP 15.790 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus und damit so viele wie noch nie. Weltweit starben seit den ersten Berichten über das Auftauchen des neuartigen Virus in China Ende Dezember 2019 nach offiziellen Zahlren rund 1,87 Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Virus, mehr als 86 Millionen Menschen infizierten sich.

6.1.2021 • 15:20 Uhr

Johnson wirbt mit Impf-Versprechen für Lockdown

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson hat für eine Verschärfung des Lockdowns mit dem Versprechen geworben, die Zeit für Impfungen gegen das Coronavirus zu verwenden. "Wir werden jede verfügbare Sekunde des Lockdowns nutzen, um dieses unsichtbare Schutzschild um die Älteren und Gefährdeten zu platzieren", sagte Johnson. Der Nationale Gesundheitsdienst hatte in Großbritannien bis Montag 1,3 Millionen Menschen geimpft. Nachdem das Land mehrere Wochen lang bereits den Impfstoff von Biontech und Pfizer verabreicht hatte, begann es am Montag auch mit dem Einsatz des Mittels von Astrazeneca und der Universität Oxford. Bis Mitte Februar sollen etwa 13 Millionen Menschen eine Impfstoff-Dosis erhalten haben.

Gestern meldete Großbritannien erstmals mehr als 60.000 neue Corona-Fälle. Mehr als 391.000 Menschen wurden in den vergangenen sieben Tagen positiv auf das Virus getestet, ein Anstieg um 44 Prozent im Vergleich zur Woche davor.

Der britische Premierminister Johnson bei einem Besuch einer Corona-Impfstelle. | AP

Der britische Premierminister Boris Johnson bei einem Besuch einer Corona-Impfstelle. "Wir werden jede verfügbare Sekunde des Lockdowns nutzen, um dieses unsichtbare Schutzschild um die Älteren und Gefährdeten zu platzieren", sagt der Premier. Bild: AP

6.1.2021 • 15:10 Uhr

NRW setzt Präsenzunterricht bis Ende Januar aus

In den nordrhein-westfälischen Schulen wird es im Januar keinen Präsenzunterricht geben. Ab der kommenden Woche - spätestens jedoch ab dem 13. Januar - sollen die Kinder im Distanzunterricht lernen, kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer an.

"Alle Schulen bieten ab Montag ein Betreuungsangebot für die Klassen 1 bis 6 an."

 Während der Betreuungs finde kein regulärer Unterricht statt, so Gebauer. "

Bis zum 31. Januar werden zudem keine Klassenarbeiten geschrieben"

. Es gebe aber Ausnahmen bei Abschlussklassen. Sie nannte die Maßnahmen "

schmerzhaft, aber notwendig

". Gebauer betonte, dass Schulen keine Hotspots seien, sie müssten lediglich zur Verringerung der Kontakte in der Bevölkerung beitragen.

Der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp appelliert an die Eltern, ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Wenn dies nicht gehe, sollen Kinder ab Montag in den Einrichtungen in festen Gruppen betreut werden.

6.1.2021 • 14:38 Uhr

Berliner Sonderregelung für Alleinerziehende

Berlin schafft bei der Umsetzung der Corona-Kontaktbeschränkungen eine Sonderregel für die Kinder von Alleinerziehenden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa fallen diese nicht unter die Obergrenze für private Zusammenkünfte, auf die sich der Berliner Senat bei seiner heutigen Sondersitzung verständigt hat. Treffen sind künftig nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Ist diese Person alleinerziehend, werden deren Kinder nicht mitgezählt, dürfen also noch dazukommen. Bisher gilt für private Treffen in Berlin eine Obergrenze von fünf Personen aus zwei Haushalten, Kinder zählen dabei nicht mit.

6.1.2021 • 14:34 Uhr

Schweiz will Corona-Einschränkungen verlängern

Die Schweiz plant eine Verlängerung des Lockdowns bis Ende Februar. Das teilte die Regierung mit. Das bedeutet, dass Restaurant, Kultureinrichtungen und Erholungsgebiete weiter geschlossen bleiben. Auch Ausnahmen für weniger betroffene Regionen sollen gekippt werden. Die Verlängerung sei nötig, da es nicht absehbar sei, dass sich die Infektionszahlen in den kommenden Wochen deutlich verringerten, erklärte die Schweizer Regierung.

Schweiz, Zürich Einwohner zünden zur Feier des 1. Advent ein "Hoffnungsfeuer" auf dem Fluss Limmat an. | dpa

"Bereits heute ist absehbar, dass die Fallzahlen in den nächsten Wochen nicht deutlich und nachhaltig sinken werden", erklärt die Schweizer Regierung. Daher auch in Zürich: Restaurants, Kulturbetriebe, Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen bleiben vorerst bis Ende Februar geschlossen. Bild: dpa

6.1.2021 • 14:26 Uhr

Inflation auf niedrigstem Stand seit 2016

Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich im Corona-Krisenjahr 2020 deutlich verlangsamt. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes lag die Inflationsrate im Jahresschnitt bei 0,5 Prozent. Im Jahresschnitt 2019 waren es noch 1,4 Prozent. Eine Rate von 0,5 Prozent war zuletzt 2016 gemessen worden. Insbesondere stark gefallene Energiepreise und die vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung dämpften die Entwicklung im vergangenen Jahr.

6.1.2021 • 14:24 Uhr

Israel: Milliardenverluste durch Lockdown-Verschärfung erwartet

Eine Verschärfung des dritten landesweiten Corona-Lockdowns in Israel kostet die Wirtschaft nach Berechnungen der Zentralbank wöchentlich einen Milliardenbetrag. Die Kosten summierten sich auf 3,5 Milliarden Schekel (umgerechnet etwa 1,1 Milliarden Dollar), wie die Notenbank mitteilte. Bei den vorangegangenen Lockdowns im Frühjahr und Herbst 2020 hätte der Betrag bei 5,4 Milliarden und 3,2 Milliarden Schekel pro Woche gelegen.

Die neuen Restriktionen sollen in der Nacht zum Freitag in Kraft treten und zunächst 14 Tage andauern. Regierungschef Benjamin Netanyahu hat die Beschränkungen als Israels letzten Vorstoß bezeichnet, um den starken Anstieg der Covid-19-Fälle zu stoppen. Die israelische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um etwa 3,7 Prozent geschrumpft, soll sich aber 2021 auch dank der Impfkampagne erholen.

6.1.2021 • 14:19 Uhr

Moderna-Impfstoff offenbar auch bei britischer Variante wirksam

Der von der Firma Moderna entwickelte Impfstoff soll auch bei der in Großbritannien entdeckten Mutation des Coronavirus wirksam sein. Das teilte die niederländische Arzneimittelbehörde CBG mit.

6.1.2021 • 14:06 Uhr

RKI: Mehr als 367.000 Covid-19-Impfungen gemeldet

Die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen gegen Covid-19 in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag um mehr als 45.000 gestiegen. Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember ist das Mittel damit nun mindestens 367.331 Menschen gespritzt worden. Diese Gesamtzahl ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer RKI-Statistik von heute (Stand: 11.00 Uhr) hervorgeht. Pro 1000 Einwohner sind bundesweit demnach bisher 4,4 Menschen gegen die Krankheit geimpft worden.

Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden vom RKI bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (11,2), gefolgt von Sachsen-Anhalt (7,8) und Hessen (6,6). Die wenigsten Impfungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden bisher für Thüringen (1,7), Niedersachsen (1,9) und Brandenburg (2,1) gemeldet. In absoluten Zahlen kommt Bayern auf den höchsten Wert von mehr als 82 000 laut RKI.

6.1.2021 • 13:54 Uhr

Regierung verteidigt Lockdown-Verlängerung an Schulen und Kitas

Die Bundesregierung hat den Bund-Länder-Beschluss zur Verlängerung des Lockdowns auch an Schulen und Kitas bis zum Monatsende verteidigt. Die Schließung von Schulen und Kitas stelle natürlich eine große Herausforderung für die Familien dar, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin. "Aufgrund der hohen Infektionszahlen blieb aber keine andere Lösung, als Präsenzpflicht auch für die Schulen für die nächste Zeit aufzuheben. Alles andere wäre mit Blick auf die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern, von Lehrkräften nicht zu verantworten gewesen."

6.1.2021 • 13:40 Uhr

Von der Leyen: Arbeiten an schneller Zulassung des Moderna-Impfstoffs

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat die Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für eine EU-Zulassung des Corona-Impfstoffs von Moderna begrüßt. "Gute Nachrichten für unsere Bemühungen, mehr Covid-19-Impfstoff zu den Europäern zu bringen", schrieb von der Leyen auf Twitter. Die EU-Kommission arbeite nun mit voller Geschwindigkeit daran, das Mittel zu genehmigen und in der EU verfügbar zu machen.

Zuvor hatte die EMA die bedingte Marktzulassung für den Corona-Impfstoff des US-Unternehmens Moderna empfohlen. Nun muss die EU-Kommission das Präparat noch zulassen. Es wäre der zweite Corona-Impfstoff, der in der EU gespritzt werden darf.

6.1.2021 • 13:35 Uhr

Spahn: EU verhandelt über weitere Bestellungen bei BioNTech

Die EU verhandelt mit BioNTech und Pfizer laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) über weitere Bestellungen. Es gebe Verhandlungen über zusätzliche Optionen, sagte der Minister. Deutschland werde gegebenenfalls ebenfalls weitere Dosen abnehmen. Derzeit sei dies aber nicht dringend, da man für 2021 ausreichend bei Biontech bestellt habe. Die EU hat derzeit 300 Millionen Dosen vereinbart. Deutschland bekommt davon knapp 56 Millionen. National hat man zudem weitere 30 Millionen geordert.

6.1.2021 • 13:31 Uhr

Auch Olpe sperrt Skihänge aus Sorge vor Besucherströmen

Aus Sorge vor neuen Besucherströmen auf schneebedeckten Ski- und Rodelpisten wird in Olpe am Wochenende ein weiteres NRW-Wintersportgebiet abgeriegelt. Die Straßen um die Hänge am Fahlenscheid werden Samstag und Sonntag weiträumig für den Verkehr gesperrt, für die Pisten ist ein Betretungsverbot ausgesprochen, wie die Stadt Olpe und die Polizei mitteilten. Polizei und Ordnungsamt seien am Wochenende im Einsatz, um Zufahrtswege zu sperren, den Verkehr umzuleiten und Ordnungswidrigkeiten zu ahnden. Falschparker würden notfalls abgeschleppt. Diejenigen, die trotz aller Aufrufe nicht die Vernunft hätten, den Bereich rund um Fahlenscheid zu meiden, müssten mit Staus und Umwegen rechnen, warnte der Olper Bürgermeister Peter Weber (CDU).

6.1.2021 • 13:22 Uhr

Spahn: Zweite Impfung spätestens 42 Tage nach Erstimpfung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat von einem Mix der Impfstoffe abgeraten. Bei der ersten und der zweiten Impfung sollte derselbe Impfstoff verwendet werden, sagt der Minister. Dies empfehle die Ständige Impfkommission. Auch sollte die zweite Impfung gemäß der Zulassung für BioNTech/Pfizer spätestens 42 Tage nach der Erstimpfung erfolgen, betont der CDU-Politiker. Diese Zeitspanne sei von den Herstellern erprobt, und daran müsse man sich auch halten.

6.1.2021 • 13:20 Uhr

EU-Behörde EMA gibt grünes Licht für Impfstoff von Moderna

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA gibt grünes Licht für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Moderna. Ein EMA-Ausschuss empfahl eine Zulassung des Impfstoffs. Die finale Entscheidung muss nun von der Europäischen Kommission gefällt werden, ihre Zustimmung gilt als sicher. Es wäre die zweite Zulassung für einen Covid-19-Impfstoff in der Europäischen Union.

6.1.2021 • 13:18 Uhr

Söder fordert Impfkampagne und Vorbilder aus der Politik

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich für eine Impfkampagne ausgesprochen, um mehr Menschen für eine Impfung zu begeistern. "Es braucht Vorbilder aus dem öffentlichen Leben, auch aus der Politik, um klar zu machen, der Impfstoff ist sicher", sagte er. Bislang seien etwa 90.000 Menschen in Bayern geimpft. Dabei sei die Bereitschaft bei den Bewohnern der Pflegeheime hoch, bei den Mitarbeitern sei die Zurückhaltung dagegen groß. Impfen sei die einzige echte Langzeitstrategie gegen Corona. "Man soll sich aber keine falschen Hoffnungen machen, was die Zeitdauer betrifft." Eine Aussicht auf ein normales Leben gebe er erst dann, wenn alle geimpft seien.

6.1.2021 • 13:13 Uhr

Spahn: Virus-Variante in Deutschland bislang nicht sehr weit verbreitet

Das in Großbritannien mutierte Coronavirus ist nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Deutschland bislang nicht sehr weit verbreitet. Es sehe zumindest nach derzeitigen Erkenntnissen danach aus, dass die ergriffenen Maßnahmen eine Ausbreitung der neuen Form verhindert habe, sagt Spahn in Berlin. Dazu stimme sich die Bundesregierung auch eng mit den Nachbarstaaten ab.

6.1.2021 • 13:11 Uhr

Coronavirus breitet sich in Afrika schneller aus

Afrika erlebt derzeit nach Angaben von Experten eine zweite, weitaus aggressivere Welle von Corona-Infektionen. Auf dem Kontinent würden nun täglich etwa 30.000 neue Infektionen gemeldet, Mitte Juli seien es etwa 18.000 gewesen, sagte der Direktor des Afrikanischen Zentrums zur Bekämpfung ansteckender Krankheiten, John Nkengasong, dem britischen Rundfunksender BBC. Dennoch ist die Zahl der in Afrika bekanntgewordenen Fälle verglichen mit anderen Teilen der Welt relativ niedrig. Allerdings sind auch die Testmöglichkeiten begrenzt.

In ganz Afrika wurden dem Zentrum zufolge bisher knapp drei Millionen Corona-Fälle festgestellt, etwas mehr als in Großbritannien. Es gab rund 69.000 Tote in afrikanischen Ländern. Staaten wie Ruanda, Simbabwe und die Demokratische Republik Kongo haben neue Beschränkungen erlassen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

6.1.2021 • 13:09 Uhr

Söder: Rückläufige Infektionszahlen kein Grund zu Entwarnung

Bayerns Ministerpräsident sieht trotz einer zuletzt rückläufigen Zahl von Neuinfektionen keinen Grund zur Entwarnung. Es steckten sich zwar weniger Menschen neu mit dem Virus an, aber das reiche noch nicht, zumal die Dunkelziffer hoch sei. Die Zahl der Todesfälle sei weiterhin sehr hoch. In Deutschland sterbe alle zweieinhalb Minuten ein Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus, in Bayern sei das alle zwölf Minuten der Fall, sagte er nach einer Kabinettssitzung.

Wie es ab dem 1. Februar weitergehe, können man derzeit nicht vorhersagen. "Ich verspreche nichts, was ich nicht halten kann. Corona ist eine lange Liste an enttäuschten Hoffnungen." Das Virus nutze jede Gelegenheit, um zurückzukommen. "Dieses Virus ist heimtückisch, gefährlich, fies."

6.1.2021 • 13:09 Uhr

IG BAU fordert bezahlten Sonderurlaub für Eltern

Der bis Monatsende verlängerte Corona-Lockdown stellt nach Einschätzung der IG BAU Eltern jüngerer Kinder vor besondere Probleme. "Bauarbeiter und Reinigungskräfte können weder Homeoffice machen noch sich zuhause um die Kinder kümmern", erklärte Gewerkschaftschef Robert Feiger und verlangte eine stärkere Entlastung der betroffenen Beschäftigten. Die vorgesehene Verdoppelung der Kinderkrankentage reiche nicht aus, führte der Gewerkschafter aus. Beschäftigte könnten sonst im Lockdown schon im Januar von ihren Arbeitgebern gedrängt werden, ihren Jahresurlaub zur Kinderbetreuung einzusetzen. Nach Meinung der Gewerkschaft sollten berufstätige Eltern daher Anspruch auf voll bezahlten Sonderurlaub erhalten. Die bisher bei Kinderbetreuung mögliche Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz mit bis zu 67 Prozent vom Nettogehalt sei zu niedrig.

6.1.2021 • 12:58 Uhr

Spahn: Bis Ende März maximal zwei Millionen Moderna-Impfdosen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sein Versprechen bekräftigt, dass bis zum Sommer jedem Deutschen ein Impf-Angebot gemacht werden könne. "Wir haben genug, mehr als genug Impfstoffe bestellt", sagte Spahn in Berlin. Er rechne noch heute mit der Zulassung des Impfstoffs von Moderna. Deutschland habe von diesem Hersteller und von BioNTech/Pfizer insgesamt mehr als 130 Millionen Impfdosen bestellt. Die Lieferungen kämen allerdings nicht alle sofort, "sondern im Lauf des Jahres".

Zudem rechnet der Minister nach der erwarteten Zulassung des Moderna-Impfstoffs zunächst nicht mit großen Lieferungen. Im ersten Quartal erwarte man in Deutschland knapp zwei Millionen Dosen, sagte Spahn. Wenn der Stoff noch an diesem Mittwoch genehmigt werde, könnten erste Lieferungen nächste Woche eintreffen. Insgesamt hat Deutschland bei Moderna über die EU gut 50 Millionen Dosen bestellt, die im Laufe des Jahres erwartet werden.

6.1.2021 • 12:55 Uhr

Bayern verlängert Lockdown - Faschingsferien abgesagt

Bayern verlängert die Corona-Schutzmaßnahmen bis zum 31. Januar und lässt in der Zeit auch die Schulen geschlossen. "Wir müssen ganz klar machen, dass die Linie von Vorsicht und Umsicht absoluter Maßstab bleiben muss", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung. In dieser Zeit dürfen sich die Menschen nur mit einer weiteren Person außerhalb ihres Haushalts treffen, Familien können sich zur Betreuung der Kinder mit einer zweiten festen Familie zusammenschließen.

Für Hotspots gelte zudem, dass touristische Tagesausflüge nur noch in einem Umkreis von 15 Kilometern erlaubt seien. Der Präsenzunterricht in den Schulen solle ab Februar wieder aufgenommen werden, zunächst an den Grundschulen. Um ausgefallenen Unterrichtsstoff nachzuholen, sollten die Faschingsferien genutzt werden.

6.1.2021 • 12:53 Uhr

Dobrindt ruft SPD wegen Impfdiskussion zu Disziplin auf

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat die SPD angesichts ihrer Vorwürfe gegen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Impfdiskussion zur Koalitionsdisziplin aufgerufen. "Die Bundesregierung hat auch in einem Wahljahr im Arbeitsmodus zu bleiben, um die Krise zu bewältigen", sagte Dobrindt vor dem Start der Klausur der Bundestagsabgeordneten der CSU in Berlin. Direkt an die Adresse der SPD gewandt verlangte Dobrindt: "Wir erwarten Disziplin." Es scheine "aktuell etwas an dieser Disziplin in der SPD zu mangeln, die innerhalb der Regierung mehr wahltaktische Fragen stellt, anstatt mutige Antworten zu geben".

6.1.2021 • 12:49 Uhr

Millionenmetropole in China nach Infektionen abgeriegelt

Nach dem Nachweis von mehr als hundert Infektionen mit dem Coronavirus im chinesischen Shijiazhuang haben die Behörden die Millionenmetropole abgeriegelt. Die Hauptzufahrtsstraßen zu der Hauptstadt der Provinz Hebei wurden blockiert. Außer den zehn Autobahnen war auch ein Busbahnhof von den Maßnahmen betroffen. Zudem wurden in Shijiazhuang alle Schulen geschlossen. Die Stadt liegt 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Peking.

Im Großraum Shijiazhuang leben etwa elf Millionen Menschen. In den vergangenen Tagen hatten die Behörden 117 Corona-Infektionen festgestellt, davon 63 allein am Mittwoch. In 78 Fällen traten bei den Infizierten keine Symptome auf. Der Stadtbezirk Gaocheng wurde zum Hochrisikogebiet erklärt und abgeriegelt. Das Viertel mit 40.000 Einwohnern ist derzeit das einzige Gebiet in China, das als Hochrisikogebiet eingestuft ist. Alle Einwohner von Gaocheng wurden auf Corona getestet, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten.

Chinesische Polizisten und Behördenmitarbeiter in Schutzanzügen an einem Kontrollpunkt zum Stadtbezirk Gaocheng. | REUTERS

Nachdem mehr als 100 Corona-Neuinfektionen nachgewiesen wurden, haben die chinesischen Behörden die Millionenmetropole Shijiazhuang abgeriegelt. Bild: REUTERS

6.1.2021 • 12:44 Uhr

Söder wechselt Gesundheitsministerin aus

Die bisherige bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml wechselt als Ministerin in die Staatskanzlei. Huml werde ab Montag als Ministerin der Staatskanzlei speziell für Europa und Internationales zuständig sein und zudem den Corona-Krisenstab verstärken, kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in München an. Humls Nachfolger im bayerischen Gesundheitsressort soll demnach der bisherige Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (alle CSU) werden.

6.1.2021 • 12:18 Uhr

Saar-Ministerpräsident kritisiert Lockerungen in Luxemburg

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat die im Nachbarland Luxemburg geplanten Lockungen in der Corona-Pandemie kritisiert. "Ich halte das, ehrlich gesagt, für verantwortungslos, bei solch hohen Virus-Inzidenzzahlen zu lockern", sagte er dem SR. Luxemburg hatte am Dienstag angekündigt, vom 11. Januar an den Einzelhandel, Kultureinrichtungen und Sportstätten unter strengen Auflagen wieder öffnen zu wollen. In den Schulen sei dann wieder Präsenzunterricht vorgesehen. Gleichzeitig sollen laut Premierminister Xavier Bettel Restaurants und Kneipen bis Ende Januar geschlossen bleiben. Auch änderten sich die Kontaktbeschränkungen nicht: Nur maximal zwei Personen aus einem anderen Haushalt könnten zu Besuch kommen. Und weiter gelte eine nächtliche Ausgangsbeschränkung von 23 Uhr bis 6 Uhr. Die Gesetze sollten diese Woche im Parlament verabschiedet werden, hieß es.

6.1.2021 • 12:11 Uhr

Lambrecht hält schärfere Corona-Maßnahmen für vertretbar

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht nennt die eingeschränkte Bewegungsfreiheit im Radius von 15 Kilometern einen "tiefgreifenden Eingriff in die Freiheitsrechte". Das sei ganz klar. "Und deswegen kann so etwas auch nur erfolgen, wenn es verhältnismäßig ist", sagt die SPD-Politikerin in Berlin. Gemessen daran, dass es dabei um Leben und Gesundheit gehe, sei die Maßnahme aber "vertretbar".

6.1.2021 • 12:01 Uhr

EMA setzt Beratungen über Moderna-Impfstoff fort

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat ihre Beratungen über eine Zulassung des Covid-19-Impfstoffs des US-Biotechkonzerns Moderna fortgesetzt. Das Treffen des zuständigen Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA habe begonnen, schrieb die Behörde am Vormittag bei Twitter. Es wird erwartet, dass die EMA noch heute grünes Licht für eine bedingte Zulassung gibt. Die Beratungen hatten am Montag begonnen, waren da aber noch zu keinem Ergebnis gekommen.

6.1.2021 • 11:45 Uhr

Autoverkauf in Großbritannien massiv eingebrochen

In Großbritannien ist der Absatz der von der Corona-Krise gebeutelten Autobranche 2020 so stark eingebrochen wie seit 1943 nicht mehr. Die Neuzulassungen sanken im vergangenen Jahr um 30 Prozent auf 1,63 Millionen Fahrzeuge, wie der Branchenverband Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) mitteilte. Mit einem Minus von 97 Prozent war der April der schwächste Monat.

6.1.2021 • 11:42 Uhr

Bund fördert Forschung zu Corona-Medikamenten

Die Bundesregierung hat für die Entwicklung von Corona-Medikamenten ein Förderprogramm in Höhe von 50 Millionen Euro aufgelegt. "Wir brauchen zur Überwindung der Pandemie wirksame und verfügbare Impfstoffe, aber genauso auch wirksame und verfügbare Arzneimittel zur Behandlung schon erkrankter Menschen", sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) in Berlin. "Wir müssen nach wie vor leider damit rechnen, dass selbst bei einer hohen Impfrate Menschen weiter an Covid-19 erkranken", fügte die Ministerin hinzu. Für diese Patienten brauche es neue Therapieoptionen, die in den unterschiedlichen Stadien der Infektion eingesetzt werden könnten. Es gebe bereits einige erfolgversprechende Ansätze.

Gefördert werden bis Ende des Jahres 2023 sowohl die Entwicklung von Arzneimitteln als auch deren klinische Prüfung. Unternehmen und Wissenschaftler können die Gelder bis Mitte Februar beantragen. Die Initiative ergänzt bereits laufende Förderprogramme des Ministeriums.

6.1.2021 • 11:27 Uhr

Pandemie fordert in Italien mehr als 200 Priester

Mindestens 204 katholische Diözesanpriester sind in Italien bislang an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Wie die Zeitung "Avvenire" berichtete, hatten sich viele der Opfer bei der Ausübung ihres pastoralen Dienstes angesteckt. Seit Jahresbeginn 2021 wurden vier Corona-Todesfälle im italienischen Klerus verzeichnet. Bei den meisten Verstorbenen handelt es sich den Angaben zufolge um hochbetagte Personen.

6.1.2021 • 11:21 Uhr

Linke fordern besseren Infektionsschutz für Beschäftigte

Nach den neuen Beschlüssen von Bund und Ländern zur teilweisen Verschärfung des Lockdowns in der Corona-Pandemie haben die Linken einen besseren Infektionsschutz für Beschäftigte verlangt. "Wir brauchen einen solidarischen Lockdown", sagte Linken-Chefin Katja Kipping der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Dazu gehörten das Recht auf Homeoffice und unangekündigte Kontrollen des Infektionsschutzes dort, wo die Arbeit nicht von zu Hause erledigt werden kann." "Beschäftigte müssen endlich ein verbindliches Recht auf Infektionsschutz haben", sagte Kipping. "Dafür muss Homeoffice überall dort verpflichtend werden, wo es möglich ist."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder hatten am Dienstag zwar eine Verlängerung des Lockdowns mit verschärften Kontaktbeschränkungen verabredet. Zum Homeoffice heiß es im Ergebnispapier aber lediglich, die Arbeitgeber würden "dringend gebeten", großzügige Möglichkeiten dafür zu schaffen.

6.1.2021 • 11:12 Uhr

NATO-Soldaten in Lettland mit Coronavirus infiziert

In Lettland haben sich Soldaten des dort stationierten NATO-Bataillons mit dem Coronavirus infiziert. Die positiv getesteten Truppen seien unter Quarantäne gestellt und deren ermittelten Kontaktperson isoliert worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Riga der lettischen Nachrichtenagentur Leta. Nähere Angaben zur Nationalität, Anzahl und dem Gesundheitszustand der am Militärstützpunkt Adazi stationierten Soldaten machte er nicht. Nach einem Bericht des kanadischen Fernsehsenders CBC sind mehrere kanadische Soldaten betroffen.

6.1.2021 • 11:10 Uhr

BBC sendet während des Lockdowns Schulfernsehen

Um britische Schulen während des neuen Lockdowns zu unterstützen, strahlt die BBC jeden Tag mehrere Stunden Unterricht aus. Von diesem Montag an würden jeden Tag drei Stunden Grundschulunterricht gesendet, dazu kämen mindestens zwei Stunden für Schüler weiterführender Schulen, teilte der Sender mit. Regierungschef Boris Johnson und Bildungsminister Gavin Williamson dankten der Sendeanstalt für die Unterstützung.

Willamson kündigte zudem an, eine Million Laptops und Tablets an Schüler zu verteilen, deren Familien sich keine Endgeräte leisten können. Wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus in Großbritannien hatte die Regierung einen Lockdown mit Schulschließungen und Ausgangsbeschränkungen verfügt. Das Parlament sollte den Maßnahmen am heutigen Mittwoch zustimmen.

6.1.2021 • 10:57 Uhr

FDP-Generalsekretär kritisiert Bewegungseinschränkung

FDP-Generalsekretär Volker Wissing hat erhebliche Zweifel, ob im Kampf gegen das Coronavirus die Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern juristisch zulässig ist. "Die Bewegungsfreiheit ist ein hohes Gut und wir haben hier keine gesetzliche Grundlage. Inwieweit das verfassungskonform ist, muss man prüfen", sagte Wissig im RBB.

Er halte die Einschränkung der Bewegungsfreiheit für eine sehr schwierige Maßnahme, zumal sich das sehr unterschiedlich auf die Menschen auswirke. "Wenn Sie in Berlin leben, haben Sie praktisch keine Einschränkungen. Wenn Sie auf dem Land, in der Fläche leben, und das nächste Dorf 15 Kilometer entfernt ist, dann sind Sie quasi aufs Dorfleben reduziert", sagte Wissing.

6.1.2021 • 10:54 Uhr

Maßnahmen gegen Besucherandrang im Harz angekündigt

Kommunen, Polizei und Tourismuswirtschaft wollen mit einem umfassenden Maßnahmenbündel auf einen möglichen Besucherandrang auf die Wintersportorte im Harz reagieren. Unter anderem sollen eine deutlich erhöhte Polizeipräsenz, situationsabhängige Straßensperrungen und intensive Corona-Kontrollen den Verkehr und das Besucheraufkommen lenken, teilten der Landkreis Goslar und der Tourismusverband mit. Am Neujahrswochenende hatten zahlreiche Menschen Ausflüge in den Harz unternommen. In einigen Orten wie Torfhaus oder Schierke kam es zu chaotischen Verhältnissen auf Straßen und Parkplätzen.

6.1.2021 • 10:50 Uhr

Epiphaniafest in Griechenland trotz Corona

Griechisch-orthodoxe Geistliche haben in ganz Griechenland Messen zum Epiphaniafest gehalten - und sich damit gegen die Regierung gestellt. Athen hatte zuvor verfügt, dass die Kirchen an dem Feiertag wegen Corona für Gläubige geschlossen bleiben müssten und Zeremonien nur mit den Priestern, Psalmisten und Kirchendienern stattfinden dürfte. Daraufhin hatte die Synode verkündet, die Gotteshäuser blieben offen und es würden dieselbe strengen Regeln wie an Weihnachten gelten: nur wenige Gläubige je Kirche und mit ausreichend Abstand.

Um der Regierung entgegen zu kommen, verzichteten die Geistlichen jedoch auf die Weihung des Wassers am Meer, an Flüssen und Seen, um Menschenaufläufe zu verhindern. In Griechenland wird die Taufe Jesu traditionell mit dem Wurf eines Kreuzes ins Wasser durch die Priester der Gemeinden symbolisiert. Hunderte Menschen springen dann hinterher, um das Kreuz zu ergattern. Wem es gelingt, der soll dem Glauben nach im neuen Jahr Glück haben und gesund bleiben.

6.1.2021 • 10:32 Uhr

Reifenhersteller Michelin streicht 2300 Jobs

Der französische Reifenhersteller Michelin will in den kommenden drei Jahren 2300 der insgesamt 127.000 Stellen streichen. Entlassungen und Werksschließungen seien allerdings nicht geplant, teilte der Konzern mit. Der Jobabbau, der 1100 Stellen in der Verwaltung betreffe und 1200 in den Werken, werde zu 60 Prozent über freiwillige Vorruhestandsregelungen erfolgen. Der Reifenhersteller steckt wie die gesamte Autoindustrie wegen der Corona-Pandemie in der Krise. In den ersten neun Monaten sanken die Erlöse um 15 Prozent.

6.1.2021 • 10:30 Uhr

China bremst Suche der WHO nach Ursprung des Virus

China verzögert weiter die Einreise von Experten, die im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Ursprünge des Coronavirus erkunden sollen. Außenamtssprecherin Hua Chunying begründete den Aufschub mit nötigen Vorbereitungen. "Wir müssen noch Schwierigkeiten überwinden, um unsere internen Vorbereitungen voranzubringen und gute Bedingungen für die Experten zu schaffen, nach China zu kommen." Es gehe nach ihrem Verständnis "nicht nur um Visa, sondern auch um Termine und einige andere Details".

Die Sprecherin reagierte damit auf die Frustration aufseiten der WHO, nachdem China die Einreise in letzter Minute geblockt hatte, wie ihr Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Vortag in Genf mitteilte. Die Experten hatten die Reise demnach zum Teil schon angetreten, waren umgekehrt oder hatten ihre Abreise gestoppt. Entgegen den Absprachen habe Peking kurzfristig mitgeteilt, dass die nötigen Einreisepapiere doch noch nicht vorlägen, so Nothilfekoordinator Michael Ryan. Es war geplant, dass die Experten nach der Ankunft in China erst zwei Woche in Quarantäne müssen. Die WHO verhandelt schon seit Monaten mit China über diese Expertenmission.

6.1.2021 • 10:05 Uhr

Corona-Krise sorgt für Milliarden-Defizit

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben dem deutschen Staat in den ersten drei Quartalen des Vorjahres ein Defizit von 157,1 Milliarden Euro beschert. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden unter Verweis auf vorläufige Ergebnisse der Kassenstatistik mit. Um 11,6 Prozent gestiegene Ausgaben standen demnach zwischen Januar und September um 4,3 Prozent gesunkenen Einnahmen gegenüber. Die Ausgaben aller öffentlichen Haushalte im Untersuchungszeitraum erhöhten sich in der Coronakrise auf etwa 1,23 Billionen Euro. Die Einnahmen gingen zugleich auf rund 1,07 Billionen zurück, was zu einem sogenannten Finanzierungsdefizit von 157,1 Milliarden Euro führte.

6.1.2021 • 09:41 Uhr

Friseurhandwerk befürchtet Insolvenzwelle

Das Friseurhandwerk befürchtet angesichts des verlängerten Lockdowns in seinem Gewerbe eine Insolvenzwelle. Die rund 80.000 Friseursalons in Deutschland leisteten einen enormen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, der Nachrichtenagentur dpa. Viele kleine Familienbetriebe könnten die damit verbundenen Einnahmeverluste aber nicht mehr schultern. "Das bedeutet, dass viele Betriebe in ihrer Existenz ernsthaft bedroht sind - ich befürchte eine Insolvenzwelle in unserem Handwerk in den nächsten Monaten", sagte Müller. Staatliche Hilfen müssten jetzt schnell und unbürokratisch fließen.

6.1.2021 • 09:30 Uhr

Großbritannien will Zahl der Corona-Impfungen rasch erhöhen

Die britische Regierung will die Zahl der verabreichten Corona-Impfungen in der nächsten Zeit deutlich erhöhen. Es werde eine "massive Beschleunigung" geben, kündigte der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi beim Sender Sky News an. Die Ankündigung von Premierminister Boris Johnson, bis Mitte Februar mehr als 13 Millionen Menschen zu impfen, sei eine "Herkulesaufgabe", sagte Zahawi. "Es ist ein ambitioniertes Ziel, ein sehr ambitioniertes Ziel. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir es erfüllen werden."

Seit dem Beginn der Massenimpfung am 8. Dezember haben nach Angaben von Johnson landesweit mehr als 1,3 Millionen Menschen eine Dosis erhalten. Zahawi betonte, dass schon bald mehr als 1000 Impfzentren zur Verfügung stünden. "Ich bin sicher, dass man schon bald einen echten Sprung sehen wird", sagte er.

6.1.2021 • 09:17 Uhr

Eisenmann will Kitas und Grundschulen Mitte Januar wieder öffnen

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will Kitas und Grundschulen in ihrem Bundesland möglichst ab dem 18. Januar wieder öffnen. Alle Schulen, auch die Grundschulen, über weitere Wochen komplett geschlossen zu halten, halte sie für einen Fehler, sagte Eisenmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Dies würde dem Bildungsanspruch nicht gerecht werden und soziale und psychische Folgen bei einer anhaltenden Isolation von Kindern völlig ausblenden", so die CDU-Politikerin.

Der Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom Dienstag ermögliche es, dass Unterricht in der Schule vor Ort, aber ohne Präsenzpflicht stattfinden kann. "Wir arbeiten deshalb darauf hin, dass wir Kitas und Grundschulen in Baden-Württemberg ab dem 18. Januar wieder flächendeckend öffnen können."

6.1.2021 • 09:13 Uhr

Rückgang der Sieben-Tage-Inzidenz bei Schülern

Vor drei Wochen wurden Schulen geschlossen oder zumindest wurde die Präsenzpflicht ausgesetzt. Außerdem waren bundesweit über Weihnachten und Neujahr Ferien. In diesem Zeitraum halbierten sich den jüngsten RKI-Daten zufolge die Sieben-Tage-Inzidenz bei Schülerinnen und Schülern. Unklar ist jedoch, ob dies nur mit Schulschließungen zusammenhängt.

6.1.2021 • 09:03 Uhr

Städtetag unterstützt Bund-Länder-Beschlüsse

Der Deutsche Städtetag hat sich ausdrücklich hinter die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gestellt. "So hart die Maßnahmen auch sind: Die Städte halten es für richtig, den Lockdown fortzusetzen, damit die Zahl der Neuinfektionen nachhaltig sinkt", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) der "Rheinischen Post". "Bei den Kontaktbeschränkungen darf es keine Tabus geben", stellte er klar. Generell dürften die Einschränkungen "so lange nicht gelockert werden, bis ein stabiler Abwärtstrend der Neuinfektionen in ganz Deutschland erkennbar ist", forderte der Leipziger Oberbürgermeister.

Auch an Schulen und Kitas müssten in der aktuellen Ausnahmesituation die Kontakte so gering wie möglich gehalten werden. Jung forderte die Bundesländer auf, "verbindliche Regelungen für die Notbetreuung zu erlassen", solange Schulen und Kitas geschlossen sind.

6.1.2021 • 08:58 Uhr

Impfungen starten in den Niederlanden

Als letztes Land der EU haben auch die Niederlande mit dem Impfen begonnen. Eine Mitarbeiterin eines Pflegeheimes wurde am Morgen in Veghel im Südosten des Landes gegen Covid-19 geimpft. Weitere Pfleger und Ärzte sollten ebenfalls am ersten Tag an der Reihe sein. Erst in der kommenden Woche sollten alle Impfzentren im ganzen Land einsatzbereit sein. Gesundheitsminister Hugo de Jonge sprach von "einem wahnsinnigen Beginn." Wegen heftiger Kritik hatte die Regierung den Impfstart um einige Tage vorgezogen.

6.1.2021 • 08:54 Uhr

Höchstwert an gemeldeten Corona-Toten in den USA

Die USA haben einen neuen Höchstwert bei Corona-Todesfällen an einem Tag erreicht. Nach Zahlen der Johns Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore wurden am Dienstag 3775 Tote registriert. Der bisherige Höchstwert war am Mittwoch vergangener Woche mit 3744 Verstorbenen verzeichnet worden. Die Zahl der Neuinfektionen stieg den Daten zufolge wieder auf gut 229.000 an, wie aus Zahlen der Universität hervorging. Der bislang höchste Wert war am Samstag mit 297.491 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet worden.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 21 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 357.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

6.1.2021 • 08:45 Uhr

Müller will Schulöffnung nicht prognostizieren

Aus Sicht des Berliner Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) sind Prognosen zu einer Öffnung von Schulen in der Corona-Krise kaum möglich. "Unsere Zahlen geben das noch nicht her, dass wir wieder in den Präsenzunterricht gehen können", sagte Müller im ARD-Morgenmagazin. Erst in etwa zehn Tagen könne man sagen, ob eventuell für Grundschüler oder besondere Jahrgänge ab dem 18. Januar wieder Unterricht in Präsenz möglich ist.

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz räumte ein, dass man beim Anstieg der Infektionszahlen im Herbst "vielleicht ein, zwei Wochen früher" härtere Maßnahmen hätte beschließen können. Doch sei man in der Rückschau immer klüger. Inzwischen sehe man aber sehr deutlich, dass die Infektionen und Inzidenzen sinken. "Wir haben nur leider noch nicht genügend Entlastung in unseren Krankenhäusern", sagte Müller.

6.1.2021 • 08:43 Uhr

Entscheidung über weiteren Impfstoff erwartet

Vor mehreren Entscheidungen steht die Europäische Arzneimittelagentur EMA in dieser Woche Zum einen geht es um die Zulassung des Moderna-Impfstoffs aus den USA. Zum anderen könnte eine effizientere Nutzung des BioNTech-Impfstoffs möglich gemacht werden.

6.1.2021 • 08:34 Uhr

Kretschmer rechtfertigt Bewegungseinschränkungen als unumgänglich

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die von Bund und Ländern beschlossenen Bewegungseinschränkungen für Corona-Hotspots als unumgänglich gerechtfertigt. Man brauche "eine solche Regelung, wenn man tatsächlich Mobilität einschränken muss", sagte Kretschmer im MDR. Man könne in der aktuellen Lage keine Ballungen gebrauchen und die Menschen sollten möglichst nicht unterwegs sein.

Vorgesehen ist, den Bewegungsradius in Gebieten, wo die Zahl der Neuansteckungen 200 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschreitet, auf 15 Kilometer um den eigenen Wohnort zu begrenzen. "Damit können wir diesen Phänomenen begegnen, dass alle zur gleichen Zeit unbedingt in die Sächsische Schweiz oder auf den Fichtelberg fahren wollen", sagte Kretschmer. Einen kompletten Lockdown auch für Betriebe lehnte der Ministerpräsident jedoch ab.

6.1.2021 • 08:28 Uhr

Weil: Harte Zeit wohl noch bis Ende März

Die angespannte Corona-Infektionslage dürfte nach Einschätzung von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil wohl noch weit über den verlängerten Lockdown hinaus anhalten. Er rechne aus derzeitiger Sicht bis Ende März mit einer insgesamt schwierigen Situation, sagte der SPD-Regierungschef im NDR. "Danach wird es hoffentlich besser." "Was das Impfen angeht, haben wir die Impfmenge weg, die uns zur Verfügung steht", erklärte Weil. Bisher ist Niedersachsen laut Zahlen vom Dienstag mit 1,1 Impfungen pro 1000 Einwohner regionales Schlusslicht.

6.1.2021 • 08:21 Uhr

Gewerkschaft fordert mehr Unterstützung für Hotel- und Gastronomie

Vor dem Hintergrund der verschärften Corona-Maßnahmen hat die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) eine schnelle und stärkere Unterstützung für die betroffenen Beschäftigten gefordert. Nötig seien ein Mindestkurzarbeitergeld von 1200 Euro sowie eine Corona-Soforthilfe von einmalig 1000 Euro, sagte NGG-Chef Guido Zeitler den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Löhne seien ohnehin niedrig und das Kurzarbeitergeld "reicht da auf Dauer einfach nicht".

Die Gastronomie- und Hotelbranche leidet besonders unter den Einschränkungen. Die NGG fürchtet daher einen weiteren Stellenabbau. Die Lage sei dramatisch und mit jeder Verlängerung des Lockdowns gehe der Personalabbau weiter, sagte Zeitler den Funke-Zeitungen. "Menschen werden auf die Straße gesetzt, viele Verträge einfach nicht mehr verlängert." Die gesamte Branche "leidet massiv", große Hotelketten ebenso wie kleine Betriebe. Die Überbrückungshilfen seien bei 500.000 Euro pro Unternehmen gedeckelt - das sei für die großen Ketten "kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein".

6.1.2021 • 08:13 Uhr

Scholz: "Wir können das lange durchhalten"

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) macht sich angesichts der Corona-Beschlüsse keine Sorgen um die Finanzierung der Maßnahmen. "Wir können die Hilfen bereitstellen, die notwendig sind", sagte der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten im ARD-Morgenmagazin und ergänzte: "Wir können das lange durchhalten."

In der Vergangenheit habe man "gut gewirtschaftet", so Scholz. Deswegen sei es nun möglich, Kredite aufzunehmen, um die aktuellen Maßnahmen zu finanzieren. Nach derzeitigen Berechnungen werde Deutschland nach der Corona-Krise eine geringere Staatsverschuldung aufweisen als nach der Finanzkrise nach dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers.

6.1.2021 • 07:47 Uhr

Giffey: Kontaktbeschränkungen für Familien "unumgänglich"

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat die in der Corona-Pandemie noch einmal verschärften Kontaktbeschränkungen für den privaten Bereich als "unumgänglich" bezeichnet. "Die Lage ist wirklich sehr ernst", sagte Giffey im Deutschlandfunk mit Verweis auf die stark gestiegene Zahl der Menschen, die derzeit mit dem Coronavirus sterben. "Je länger wir im soften Lockdown dahinwabern, desto schwieriger wird es auszuhalten", sagte die Ministerin, die zugleich betonte, dass die harte Regelung bis Ende Januar beschränkt sei.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag darauf verständigt, den seit Mitte Dezember geltenden Lockdown, der unter anderem die Schließung von Schulen, Kitas, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, der Gastronomie sowie großer Teile des Einzelhandels umfasst, bis zum 31. Januar zu verlängern und in Teilen zu verschärfen.

6.1.2021 • 07:38 Uhr

Ausrufung des Ausnahmezustands in Tokio erwartet

In Japans Hauptstadt Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmals über die Marke von 1500 Fällen gestiegen. Binnen eines Tages wurden 1591 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, wie die Stadtverwaltung bekanntgab. Am Donnerstag wollte Japans Regierungschef Yoshihide Suga über die erneute Ausrufung des Ausnahmezustands für den Großraum Tokio entscheiden. Es wird erwartet, dass er voraussichtlich einen Monat dauern wird - die Vorbereitung für die Olympischen Spiele im Sommer sollen aber fortgesetzt werden, hatte Suga zu Wochenbeginn erklärt.

Japan hatte zuletzt im April vergangenen Jahres für Tokio den Ausnahmezustand aufgerufen, der später auf das ganze Land ausgeweitet und Ende Mai wieder aufgehoben worden war. In jüngster Zeit sind die Infektionszahlen jedoch wieder stark angestiegen, vor allem im Großraum Tokio.

Einen harten Lockdown hat es in Japan zu keinem Zeitpunkt gegeben. Vielmehr wurden Firmen wie Restaurants gebeten, früher zu schließen, und die Bürger aufgerufen, möglichst von zu Hause aus zu arbeiten. Rechtlich bindend sind die Aufforderungen der Behörden bislang nicht gewesen; Strafen bei Nichtbefolgung gibt es bisher nicht.

6.1.2021 • 07:34 Uhr

Grüne fordern Umsteuern bei Corona-Impfstrategie

Die Grünen fordern einen schnellere Umsetzung der Corona-Impfkampagne in Deutschland. "Ich kann als Arzt überhaupt nicht verstehen, wie wir in dieser dramatischen Situation es nicht geschafft haben, die 1,3 Millionen Impfdosen, die seit Dezember im Land sind, auch wirklich vollständig zu verimpfen", sagte der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin. Bislang sei erst knapp 25 Prozent der verfügbaren Impfstoffmenge verabreicht worden. "Das reicht überhaupt nicht. Angesichts der Mutation aus England ist es ein Wettlauf gegen die Zeit", sagte Dahmen.

6.1.2021 • 07:29 Uhr

Fauci erwartet bald mehr als eine Million Impfungen pro Tag

Die US-Virologe Anthony Fauci sieht die Corona-Impungen in seinem Land trotz eines holprigen Starts auf einem guten Weg. Die USA könnten schon bald mindestens eine Million Impfungen pro Tag verabreichen, sagte Fauci am Dienstag der Nachrichtenagentur AP. "Wenn Sie ein großes Programm starten, gibt es immer Verzögerungen", sagte er. "Ich glaube die Pannen sind behoben." Das Impfprogramm nehme Tempo auf. Schon jetzt würden etwa 500.000 Menschen pro Tag geimpft. Zugleich warnte Fauci, die Zahl der Neuinfektionen könne in den kommenden Wochen noch einmal deutlich steigen.

6.1.2021 • 07:26 Uhr

Bund und Länder einigen sich auf Verlängerung der Maßnahmen

Auf die Menschen kommen in der Corona-Pandemie schärfere Einschränkungen zu. Ziel ist es, die Zahl der Infektionen mit dem Virus zu senken. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder einigten sich am Dienstag auf eine Verlängerung der ursprünglich bis zum 10. Januar vereinbarten Lockdown-Regeln bis zum Monatsende.

6.1.2021 • 07:14 Uhr

Medien: Italien erwägt Verlängerung des Ausnahmezustands

Die italienische Regierung erwägt Medienberichten zufolge die Verlängerung des Ausnahmezustands im Land bis zum 31. Juli 2021.

6.1.2021 • 06:32 Uhr

Kinderärztepräsident: Kitas und Grundschulen schnell wieder öffnen

Kinderärztepräsident Thomas Fischbach kritisiert die bundesweit geplante Verlängerung der Schulschließungen. "Je jünger die Kinder sind, desto wichtiger ist der Präsenzunterricht. Für Kinder bis zehn Jahre, die erwiesenermaßen bei der Pandemie keine entscheidende Rolle spielen, müssen Kitas und Schulen unter Wahrung angemessener Hygieneregeln zumindest dort so schnell wie möglich wieder aufmachen, wo die Inzidenzwerte nicht im tiefroten Bereich sind", sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Wo das Corona-Infektionsgeschehen besonders dramatisch sei, müssten natürlich Ausnahmen gemacht werden, dann müsse auch mal im Grundschulunterricht eine Maske getragen werden. Es gebe weiterhin keine belastbaren wissenschaftlichen Grundlagen, mit denen fortdauernde bundesweite Schul- und Kita-Schließungen begründet werden könnten, argumentierte Fischbach. Anders als bei Kita- und Grundschulkindern sei die Lage bei Jugendlichen, die fast so infektiös seien wie Erwachsene. "Da muss man vorsichtig sein, hier braucht es Hybridmodelle, Online-Unterricht und so weiter", sagte der Verbandspräsident.

6.1.2021 • 06:32 Uhr

Pflegebeauftragter Westerfellhaus nimmt Spahn in Schutz

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegen Kritik in Schutz genommen. Er sagte der "Passauer Neuen Presse", Spahn habe sehr gut begründet, warum man auf mehrere Impfstoffe gesetzt hat. "Im Sommer wusste man noch nicht, welcher Impfstoff das Rennen machen wird. Jetzt herzugehen und nur Kritik zu üben, wo wir bei 316.000 Impfungen sind, während andere Länder weit darunter liegen oder noch nicht einmal angefangen haben, ist alles andere als hilfreich", sagte der CDU-Politiker.

6.1.2021 • 06:31 Uhr

Ethikrat-Vorsitzende Buyx: Impfstart wurde nicht vermasselt

Anderthalb Wochen nach dem Start der Corona-Schutzimpfungen in Deutschland wünscht sich die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, mehr Zuversicht. Der Impfstart sei nicht vermasselt worden, sagte die Münchner Medizinethikerin der "Saarbrücker Zeitung". "Es läuft zwar nicht so schnell, wie ich mir das wünschen würde. Aber es war absehbar, dass der Impfstoff am Anfang knapp ist", sagte sie. Mit dem Wissen von heute würden nun mitunter Entscheidungen von gestern bewertet, "und das ist immer schwierig". "Zugleich ist mir der Ton etwas zu negativ", sagte Buyx. Kritische Fragen seien in Ordnung, aber wichtig sei auch zu vermitteln, "dass wir endlich einen Weg aus der Pandemie vor uns haben".

6.1.2021 • 05:31 Uhr

21.237 Corona-Neuinfektionen und 1019 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 21.237 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1019 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Morgen bekanntgab. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Die Gesamtzahl der bekannten Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat derweil die Marke von 1,8 Millionen überschritten.

6.1.2021 • 05:31 Uhr

Australien zieht Impfbeginn auf Anfang März vor

Australien zieht den Beginn der allgemeinen Impfungen um zwei Wochen auf Anfang März vor. Das teilte das Gesundheitsministerium auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit. Australien verzeichnet bislang gut 28.500 Infektionen und 909 Todesfälle.

6.1.2021 • 05:31 Uhr

Städte- und Gemeindebund hat Zweifel an 15-Kilometer-Regel

Der Deutsche Städte-und Gemeindebund hat die Umsetzbarkeit der neuen Restriktionen der Bewegungsfreiheit in Corona-Hotspots angezweifelt. Es sei fraglich, wie der Beschluss von Bund und Ländern, dass sich Menschen in besonderen Risikogebieten nur noch in einem Radius von 15 Kilometer von ihrem Wohnsitz fortbewegen dürfen, "in der Praxis umgesetzt" werden könne, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Gerd Landsberg, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". 

Zwar sei klar, dass in Gebieten mit sehr hohen Infektionszahlen zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden müssten. Ein solch eingeschränkter Bewegungsradius, wie im Bund-Länder-Beschluss vorgesehen, sei allerdings "kaum kontrollierbar", sagte Landsberg.

6.1.2021 • 05:31 Uhr

Virologe Stöhr: Inzidenzziel von 50 "illusorisch"

Der Virologe Klaus Stöhr bezeichnete das Inzidenzziel von 50 als "illusorisch". Das Ziel sei tief gesetzt, sagte Stöhr in den tagesthemen. Ein Blick in Nachbarländern zeige, dass man mit harten Lockdowns viel erreicht habe, aber kaum unter eine Inzidenz von 100 gekommen sei.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 06. Januar 2021 um 08:00 Uhr.