Die Psychologin Cornelia Betsch im tagesthemen-Interview
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ "Die Krise ist eine Verhaltenskrise" ++

Stand: 09.12.2020 22:40 Uhr

Viele Menschen würden sich an die Regeln halten, sagt Psychologin Betsch in den tagesthemen. Das Problem seien "die kleinen Ausnahmen". Die Zahl der Corona-Toten erreicht in der Türkei einen Höchststand. Der Liveblog vom Mittwoch zum Nachlesen.

  • Bundeskanzlerin Merkel plädiert für einen härteren Lockdown
  • Laschet für schärfere Maßnahmen ab 27. Dezember
  • Kanada lässt Impfstoff von Biontech und Pfizer zu
  • Höchststand an Corona-Toten in der Türkei
  • Verfassungsschutz Baden-Württemberg beobachtet "Querdenken"-Bewegung
  • RKI meldet 20.815 Neuansteckungen und 590 Todesfälle
9.12.2020 • 22:38 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir schließen den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse!

9.12.2020 • 22:06 Uhr

Spahn: Bis Herbst 2021 Impfstoff für gesamte Bevölkerung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass spätestens im Herbst 2021 ausreichend Impfstoff für die gesamte Bevölkerung vorhanden ist. das sagte der CDU-Politiker in der ARD-Talkshow "Maischberger". Deutschland habe sich 300 Millionen Impfstoffdosen bei verschiedenen Herstellern gesichert.

"Wenn all die Zulassungen kommen über den Zeitraum, in dem wir es erwarten, dann können wir spätestens im dritten Quartal jedem in Deutschland, der geimpft werden will, ein Impfangebot machen", sagte Spahn weiter. Mit ersten Impfungen rechne er im Januar.

9.12.2020 • 22:01 Uhr

Ein "Langstreckenlauf ohne Ziel"

Was getan werden muss, um die Corona-Pandemie einzudämmen, ist den Menschen durchaus bewusst - die freiwilligen Verhaltendregeln seien bekannt, sagt die Psychologin Cornelia Betsch im Interview mit den tagesthemen. Das Problem seien die kleinen Ausnahmen, die sich jeder zwischendurch mal erlaube, die Party mit ein paar Freunden zum Beispiel.

Eine Mehrheit befürworte aber durchaus einen harten Lockdown, so Betsch weiter. Eine höhere Akzeptanz könne eventuell dadurch geschaffen werden, indem alle Bundesländern nach einheitlichen Kriterien entscheiden würden und kein "Kuddelmuddel" entstünde wie etwa beim Beherbergungsverbot.

Zudem sei es sinnvoll, bei harten Maßnahmen ein klares Ziel zu setzen, das erreicht werden müsse, um dann wieder Lockerungen erlauben zu können. Momentan befänden sich die Menschen "auf einem Langstreckenlauf ohne Ziel", so Betsch. Keiner wüsste, wie lange er die strengen Regeln durchhalten müsse.

9.12.2020 • 21:39 Uhr

Cyber-Attacke auf EMA: Impfstoff-Dokumente abgegriffen

Bei dem Hackerangriff auf die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) wurden nach Angaben des US-Pharmakonzerns Pfizer auch Dokumente abgegriffen, die im Zusammenhang mit der möglichen Zulassung eines Corona-Impfstoffs stehen. Es geht um den Wirkstoff, den das Unternehmen gemeinsam mit dem deutschen Biontech-Betrieb entwickelt hat.

Es seien jedoch "keine Systeme von Biontech oder Pfizer verletzt worden", hieß es weiter. Zudem gebe es keine Hinweise, dass auf persönliche Daten zugegriffen worden sei. 

9.12.2020 • 20:22 Uhr

Wie meistern Experten die Krise?

Sie geben die Ratschläge, wie man sich gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus schützen sollte. Doch wie gehen Epidemiologen selbst mit der Krise um? Markus Grill und Teresa Roelcke haben nachgefragt.

9.12.2020 • 20:04 Uhr

Israel plant Impfstart für 27. Dezember

Israel will am 27. Dezember eine großangelegte Impfkampagne startet. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu wolle sich als Erster impfen lassen, kündigte er an und forderte die rund neun Millionen Einwohner des Landes auf, es ihm gleichzutun.

Pro Tag könnten 60.000 Impfdosen verabreicht werden, so Netanyahu. Medien hatten berichtet, dass Israel mit den Unternehmen Biontech und Pfizer einen Kauf von rund acht Millionen Impfdosen vereinbart habe.

Wer geimpft ist, solle einen "grünen Pass" erhalten, so Netanyahu weiter: "Das wird uns schnell zurück zur Normalität führen."

9.12.2020 • 19:57 Uhr

Slowakei plant schrittweise strengere Beschränkungen

In den kommenden Wochen will die slowakische Regierung die Corona-Maßnahmen stufenweise verschärfen. Das kündigte Ministerpräsident Igor Matovic an.

Ab kommenden Montag müssen Restaurants und Cafés auch ihren Außenbereich schließen, auf dem bisher noch die Bewirtung gestattet war. Dann kann Essen nur noch zum Mitnehmen angeboten werden. Hotels und Skilifte dürfen ab Wochenbeginn nur noch Gäste aufnehmen oder befördern, wenn die einen negativen Corona-Test vorweisen können.

Drei Tage vor Weihnachten sollen dann die Geschäfte für drei Wochen geschlossen werden. Ausgenommen sind Läden für den Grundbedarf, also etwa Supermärkte.

Nach Weihnachten darf in Firmen mit mehr als 500 Beschäftigten niemand mehr ohne negativen Corona-Test arbeiten.

9.12.2020 • 19:52 Uhr

Zahlen in Frankreich bleiben auf hohem Niveau

Auch in Frankreich zeichnet sich trotz strikter Corona-Auflagen kein Rückgang der Neuinfektionen ab. In den vergangenen 24 Stunden infizierten sich nach Angaben der Gesundheitsbehörden fast 14.600 Menschen. Tags zuvor hatten die Gesundheitsämter rund 13.700 Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche lag die Zahl der bestätigten Fälle binnen eines Tages bei etwa 14.000.

9.12.2020 • 19:43 Uhr

Löwen im Zoo von Barcelona positiv getestet

Im Zoo der spanischen Metropole Barcelona haben sich vier Löwen mit dem Coronavirus infiziert. Auch zwei Mitarbeiter des Zoos wurden positiv auf den Erreger getestet.

Es sind nur wenige Fälle bekannt, in denen sich Großkatzen mit dem Virus infiziert haben. Einer dieser Fälle kam im Bronx Zoo in New York vor.

Eine der Löwen, die im Zoo in Barcelona leben. | dpa

Vier Löwen im Zoo von Barcelona wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Bild: dpa

9.12.2020 • 19:23 Uhr

EMA zuversichtlich bei Impfstoff-Zulassung

Die Direktorin der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA), Emer Cooke, zeigt sich optimistisch im Hinblick auf eine zeitnahe Zulassung des Impfstoffes von Biontech und Pfizer. "Wir sind immer überzeugter von den Testergebnissen, die uns vorliegen", sagte Cooke im niederländischen TV. Ende Dezember werde darüber eine Entscheidung fallen.

Die EMA beurteilt unter anderem auch den Impfstoff des Pharmakonzerns Moderna. Dazu wird eine Entscheidung über die Zulassung für den 12. Januar erwartet.

9.12.2020 • 18:27 Uhr

Türkei meldet Höchststand bei Totenzahl

Die Türkei meldet 217 neue Todesfälle, ein Höchststand. Zudem seien 31.712 Neuinfektionen gemeldet worden, erklärt Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Insgesamt seien damit mehr als 15.531 Todesfälle und mehr als 1,5 Millionen Infektionen verzeichnet worden. "Davon waren 550.000 sichtbar krank", sagte Koca.

Er kündigt an, ab Donnerstag würden die Daten für alle bisherigen Fälle vorliegen. Die Türkei erfasste vier Monate lang nur Infektionen, bei denen Symptome vorlagen. Seit dem 25. November werden wieder alle Fälle gezählt.

9.12.2020 • 17:51 Uhr

Ukraine geht Anfang Januar in den Lockdown

Die Ukraine hat zur Eindämmung der Corona-Pandemie für Januar einen neuen Lockdown angekündigt. Ministerpräsident Denis Schmygal gab Einschränkungen nach dem orthodoxen Weihnachtsfest vom 8. bis 24. Januar bekannt. Geschlossen werden Restaurants, Bars, Kinos, Theater, Fitnessclubs und Schwimmhallen. Massenveranstaltungen sind verboten. Auch Schulen und Universitäten bleiben zu.

Kindergärten und öffentliche Verkehrsmittel sollen weiter betrieben werden. Offen bleiben sollen auch die Skilifte in der Karpatenregion.

9.12.2020 • 17:32 Uhr

Biontech-Impfstoff in Kanada zugelassen

Nach Großbritannien hat auch Kanada eine Zulassung für den Impfstoff der Konzerne Biontech und Pfizer erteilt. Der Wirkstoff sei "sicher, effektiv und von guter Qualität", hieß es von der Gesundheitsbehörde des Landes.

Als erstes Land hatte Anfang des Monats Großbritannien den Impfstoff zugelassen und heute mit den ersten Massenimpfungen begonnen.

9.12.2020 • 17:15 Uhr

Corona-Krise belastet US-Arbeitsmarkt weiterhin

Unternehmen in den USA haben im Oktober weniger Mitarbeiter eingestellt und dafür mehr Angestellten gekündigt als im Vormonat.

Zahlen des US-Arbeitsministeriums zufolge bekamen im Oktober 5,81 Millionen Amerikaner einen neuen Job. Im September waren es 5,89 Millionen Einstellungen gewesen. Dem gegenüber stehen 1,68 Millionen Stellen, die in US-Firmen im Oktober gestrichen wurden. Im September hatten Unternehmen 1,44 Millionen Mitarbeiter entlassen.

Seit Beginn der Corona-Pandemie hatten in den USA rund 22 Millionen Menschen ihren Job verloren. Etwa die Hälfte dieser Stellen konnte bisher neu geschaffen werden. Im Oktober waren auf dem Arbeitsmarkt 6,65 Millionen unbesetzte Stellen gemeldet.

9.12.2020 • 17:08 Uhr

EU-Rechnungshof warnt vor wachsender wirtschaftlicher Kluft

Der EU-Rechnungshof befürchtet, dass die unterschiedlich hohen Corona-Hilfen in den einzelnen Mitgliedsstaaten die wirtschaftliche Kluft zwischen den Ländern verstärken könnten. Unterschiede beim Wachstum, der Staatsverschuldung und der Arbeitslosigkeit sowie Wettbewerbsverzerrungen seien mögliche Folgen.

Laut Rechnungshof hat Deutschland bis zum Sommer EU-weit am meisten Hilfen gezahlt, um die Wirtschaft und Arbeitnehmer zu unterstützen. Die Hilfen hätten ein Volumen von rund 43 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreicht. Nach Deutschland hat Italien mit Finanzhilfen über ein Volumen von rund 37 Prozent des BIP am meisten investiert, gefolgt von Litauen (29 Prozent) und Frankreich (23 Prozent).

Am wenigsten haben die Slowakei und Rumänien mit einem Volumen von jeweils fünf Prozent und Bulgarien mit nur zwei Prozent für Corona-Hilfen ausgegeben.

9.12.2020 • 16:57 Uhr

Kinder schreiben in Wunschzetteln von Corona-Sorgen

In den sieben Weihnachtspostfilialen bundesweit herrscht zur Zeit hochbetrieb. Doch in diesem Jahr klingen die Wunschzettel der Kinder teilweise etwas anders. Viele würden von Sorgen durch die Corona-Pandemie berichten. "In etwa zwei Drittel aller Briefe kommt das vor", sagt eine Sprecherin der Deutschen Post für die Christkindpostfiliale in Engelskirchen bei Köln.

"In fast jedem Brief wird Corona erwähnt", sagt auch die Leiterin des Weihnachtspostamts im unterfränkischen Himmelstadt. Viele Kinder seien beispielsweise traurig, weil sie Freunde oder ihre Großeltern nicht so oft sehen könnten.

9.12.2020 • 16:53 Uhr

Laschet spricht sich für Lockdown ab dem 27. Dezember aus

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet plädiert für einen Lockdown ab dem 27. Dezember. Dann solle das öffentliche Leben für zwei Wochen heruntergefahren werden. "Wenn Infektionszahlen steigen, muss der Staat handeln", betonte der CDU-Politiker. Hunderte Corona-Tote am Tag könnten nicht tatenlos hingenommen werden.

Zum Jahresende entstehe durch die harten Schutzmaßnahmen der geringste Schaden für die Wirtschaft und das öffentliche Leben, so Laschet weiter. Die Schulen hätten Ferien, und viele Beschäftigte arbeiteten im Homeoffice. Gleichzeitig appellierte der Landeschef an die anderen Bundesländer, sich bei weiteren Beschränkungen auf eine gemeinsame Linie zu einigen.

9.12.2020 • 16:40 Uhr

Offenbar Cyber-Angriff auf Arzneimittel-Behörde

Die Europäische Arzneimittel-Behörde ist offenbar Ziel einer Cyber-Attacke geworden. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde. Die EMA stehe in Kontakt mit den Justizbehörden und habe unverzüglich eine umfassende Untersuchung eingeleitet. Weitere Einzelheiten wollte der Sprecher mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht mitteilen.

Die EMA prüft zur Zeit die Zulassungsanträge von Pharmaunternehmen für Corona-Impfstoffe für den europäischen Markt.

9.12.2020 • 16:39 Uhr

Freiburg testet Massenimpfung

90 Freiwillige haben sich in Freiburg schon impfen lassen - allerdings nur zum Schein. Durch den Test will sich die Stadt auf die Massenimpfungen vorbereiten, sobald ein Corona-Impfstoff zur Verfügung steht.

9.12.2020 • 16:27 Uhr

Moskau: Daten von Hunderttausenden Infizierten geleakt

Durch einen Fehler von Behördenmitarbeitern sind in Moskau die Daten von Hunderttausenden Corona-Infizierten an die Öffentlichkeit gelangt. Das teilte der Leiter der kommunalen Behörde für Informationstechnologie mit. Die Angestellten hätten die Dateien an Dritte weitergegeben. Der Vorfall werden untersucht. Einen Hackerangriff schloss die Behörde aber aus.

9.12.2020 • 16:24 Uhr

Gurgeln als Vorsichtsmaßnahme?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene raten zum Gurgeln, um das Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken, zu senken. Alle Details zu der Empfehlung fasst der SWR zusammen.

9.12.2020 • 16:11 Uhr

Luxemburg verlängert Maßnahmen

Luxemburg sieht von Lockerungen der Corona-Beschränkungen über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel ab. Derzeit darf ein Haushalt maximal zwei Besucher eines anderen Haushalts empfangen. Diese Regelung sowie die weiteren Auflagen soll bis zum 15. Januar verlängert werden, kündigte Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel an.

Das bedeutet, dass auch Restaurants, Cafés, Bars sowie die meisten Kultur- und Freizeiteinrichtungen bis Mitte Januar geschlossen bleiben müssen.

9.12.2020 • 16:01 Uhr

Kinderärzte warnen vor längeren Weihnachtsferien

Mehrere Arztverbände haben davor gewarnt, Schulen und Kitas in die verlängerten Weihnachtsferien zu schicken. Dieser Schritt dürfe nur als "allerletzte Maßnahme" erwogen werden, heißt es in einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie. Auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte unterstützt den Appell.

Aus bisherigen Untersuchungen sei nicht erkenntlich, dass generelle Schließungen von Schulen und Kitas "taugliche und angemessene Mittel" seien, um die Pandemie einzudämmen. Zudem würden die belastenden Folgen selbst kurzfristiger Schließungen auf das Wohlbefinden und die Zukunftsperspektiven von Kindern zu wenig berücksichtigt.

9.12.2020 • 15:45 Uhr

UN bitten Reiche um Spenden

Seit Wochen warnen die Vereinten Nationen, dass die Corona-Pandemie humanitäre Katastrophen nach sich ziehen könnte. In mehreren Ländern drohten bereits jetzt Hungerkastrophen. Darum bitten die UN Superreiche um Unterstützung.

9.12.2020 • 15:42 Uhr

EU gewährt Ausnahmen für Weihnachtsmann & Co.

Reisen ist in Corona-Zeiten schwierig und teilweise sogar untersagt. Doch um ihre Geschenke am Heiligabend müssen sich Kinder trotzdem keine Sorgen machen. Die EU drückt für den Weihnachtsmann und das Christkind ein Auge zu, wie eine Corona-Arbeitsgruppe der Europäischen Union mitteilte.

"Weihnachts- und Wintergeschenke-Überbringer" seien "unverzichtbare Arbeitnehmer", beschloss die EU - und deshalb gelten für sie Ausnahmeregelungen. Aber, so betonte die Arbeitsgruppe, nur für den echten Weihnachtsmann, nicht für seine verkleideten Stellvertreter, die im Dezember unterwegs sind.

Neben dem Weihnachtsmann und dem Christkind wurden übrigens auch für Santa Claus, Père Noël und die jeweiligen Geschenke-Überbringer der verschiedenen Länder Europas Ausnahmen ausgesprochen.

9.12.2020 • 15:33 Uhr

Handelsverband plädiert gegen erneute Ladenschließungen

Aus Sicht des Handelsverbands Deutschland (HDE) ist es unnötig, Geschäfte wegen der Corona-Pandemie erneut zur Schließung zu zwingen.

"Der Einzelhandel hat deutlich bewiesen, dass sicheres Einkaufen unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsvorschriften auch in Zeiten der Pandemie möglich ist. Daher wäre eine erneute Schließung nicht nur unverhältnismäßig, sondern mit Blick auf mögliche Panikkäufe auch kontraproduktiv", warnte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Zudem würde ein solcher Schritt für viele Geschäfte, gerade für den "bereits jetzt stark existenzgefährdeten innerstädtischen Handel", fatale Konsequenzen haben.

Sollte der Shutdown für Geschäfte trotzdem kommen, dürfe dies "frühestens nach dem 24. Dezember für einen vorab klar definierten und überschaubaren Zeitraum" geschehen, warnte Sanktjohanser weiter. Das müsse außerdem rechtzeitig angekündigt werden,ebenfalls um Panikkäufe zu vermeiden.

9.12.2020 • 15:26 Uhr

Lauterbach warnt: Shutdown nach Weihnachten wäre zu spät

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach plädiert eindringlich dafür, schon ab kommender Woche die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus weiter zu verschärfen. Sonst drohe sich eine Welle an Infektionen aufzubauen, die sich mit einem Shutdown nach Weihnachten nicht mehr unterbrechen lasse.

9.12.2020 • 14:56 Uhr

Gericht: Neues Infektionsschutzgesetz ist verfassungskonform

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erteilt dem neuen Infektionsschutzgesetz des Bundes vorläufig seinen Segen. Mit der Neufassung hätten Bundestag und Bundesrat die von dem bayerischen Gericht geäußerten Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit weitgehend ausgeräumt, entschieden die Richter in einem Eilverfahren zu Kontaktbeschränkungen und Gastronomieschließungen in Bayern. Eine genauere Prüfung könne aber erst in einem sogenannten Hauptsacheverfahren erfolgen.

9.12.2020 • 14:51 Uhr

Eine Millionen Euro für kleine Kultureinrichtungen in Niedersachsen

Kleine Kultureinrichtungen in Niedersachsen erhalten vom Land in diesem Jahr insgesamt rund eine Million Euro. Das Geld werde an 23 Museen, Theater und Kulturvereine vor allem in den ländlich geprägten Regionen Niedersachsens verteilt, teilte das Kultur- und Wissenschaftsministerium in Hannover mit. Finanzielle Mittel erhalten etwa der Braunschweiger Verein für Jugend- und Kulturförderung "Chorus", das Deutsche Erdöl- und Erdgasmuseum in Wietze (Kreis Celle) sowie das Kulturforum Lüneburg.

9.12.2020 • 14:34 Uhr

Kostenlose FFP-2-Masken für 27 Millionen Bundesbürger

Mehr als 27 Millionen Bundesbürger in höherem Alter oder mit Vorerkrankungen sollen ab Mitte Dezember mit jeweils 15 FFP2-Masken zum Schutz vor einer Corona-Infektion ausgestattet werden. Die Ausgabe starte noch im Dezember, um in der Weihnachtszeit das Infektionsrisiko zu verringern, kündigte Gesundheitsminister Jens Spahn an. Diese Masken schützen besonders gut vor einer Corona-Infektion.

In einem ersten Schritt sollen sich über 60-Jährige sowie Menschen mit Vorerkrankungen oder Risikoschwangerschaften drei kostenlose Masken in der Apotheke holen können. Dazu soll die Vorlage des Personalausweises oder die Eigenauskunft über die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe ausreichen. Diese Regelung soll laut Spahns Ministerium für die Festwochen gelten und bis 31. Dezember gültig sein.

Ffp-2-Masken | picture alliance / SchwabenPress

Diese Masken schützen besonders gut vor einer Corona-Infektion. Bild: picture alliance / SchwabenPress

Für die Zeit ab Neujahr sollen diese Menschen zwölf solcher Masken erhalten. Dafür sollen sie zwei fälschungssichere Coupons für jeweils sechs Masken von ihren Krankenkassen zugeschickt bekommen. Diese sollen sie in zwei dabei genannten Zeiträumen im neuen Jahr in Apotheken einlösen können. Die Betroffenen sollen pro eingelöstem Coupon einen Eigenanteil von zwei Euro zahlen. 2,5 Milliarden Euro zahlt der Bund für die Maßnahme. Eine Maske kostet 6 Euro.

9.12.2020 • 14:30 Uhr

Nächtliche Ausgangssperre in München

In München gilt ab sofort eine nächtliche Ausgangssperre. Die bayerische Landeshauptstadt hat eine Sieben-Tages-Inzidenz von 200 überschritten, was nach den verschärften Corona-Bestimmungen im Freistaat zu einem Ausgangsverbot zwischen 21.00 Uhr und 05.00 Uhr führt, wie die Stadt mitteilt.

An den Schulen wird von der 8. Klasse aufwärts von Donnerstag an auf Fernunterricht umgestellt. Die Corona-Fallzahlen seien "zu hoch vor allem für unsere Krankenhäuser, die immer mehr reguläre Leistungen zurückfahren müssen, um die wachsende Zahl an Covid-19-Patienten versorgen zu können", sagt Oberbürgermeister Dieter Reiter.

9.12.2020 • 13:34 Uhr

Iran: US-Sanktionen erschweren Einfuhr von Corona-Impfstoffen

Die von US-Präsident Donald Trump verhängten Sanktionen erschweren dem Iran nach eigenen Angaben den Import von Corona-Impfstoffen. "Wenn wir über die Einfuhr der Impfstoffe sprechen, verfluchen wir hundert Mal diesen Trump, dem nicht mal die Gesundheit der Menschen wichtig ist", sagte Präsident Hassan Ruhani im Staatsfernsehen. Die Einfuhr der Vakzine hätte mit einem kurzen Telefonat erledigt werden können, aber wegen der Sanktionen gebe es zahlreiche Hürden. Die iranische Regierung werde jedoch einen Weg finden, die Impfstoffe rechtzeitig zu kaufen und den Iranern zur Verfügung zu stellen, so der Präsident.

Nach dem Ausstieg aus dem Wiener Atomabkommen 2018 verhängte Trump drakonische Sanktionen gegen den Iran, die auch das internationale Bankensystem im Land betrafen. Da die internationalen Banken ihre Zusammenarbeit mit dem Iran einstellten, kann der Gottesstaat über das ausländische Bankensystem de facto weder etwas kaufen noch verkaufen. Zwar sollten bezüglich Medikamenten und Lebensmitteln Ausnahmen gelten, doch nach Angaben der iranischen Zentralbank gab es diese nicht.

Der Iran ist von der Corona-Krise besonders stark betroffen. Seit dem Ausbruch der Pandemie seien über 50.000 Todesfälle und mehr als eine Million Infektionen registriert worden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, gab es binnen 24 Stunden fast 300 Todesfälle und über 10.000 Neuinfektionen.

9.12.2020 • 13:26 Uhr

Keine Trendwende beim Infektionsgeschehen

Die Bundesregierung macht keine Besserung bei den Corona-Infektionen aus. Die Zahlen seien einfach zu hoch. "Eine Trendumkehr ist nach wie vor nicht in Sicht", sagte eine Regierungssprecherin. Es gebe "traurige Höchstwerte" bei den Toten und Intensiv-Patienten. "Damit dürfen wir uns nicht abfinden." Das Coronavirus breite sich vor allem dort aus, wo sich Menschen begegneten. Deswegen müssten die Kontakte reduziert werden. Weitere Maßnahmen seien daher womöglich nötig.

Zuvor hatten sich bereits mehrere Länderchefs für eine Verschärfung der Maßnahmen angesichts der Infektionslage ausgesprochen. Sachsen und Bayern haben bereits härtere Lockdown-Regelungen beschlossen. Die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, und Schleswig-Holstein, Daniel Günther, plädierten für weitere Beschränkungen auch in ihren Ländern. Ein bundeseinheitliches Vorgehen gibt es bislang aber nicht.

9.12.2020 • 13:04 Uhr

Litauen meldet erstmals mehr als 3000 Corona-Neuinfektionen

In Litauen steigen trotz strenger Corona-Maßnahmen die Infektionszahlen weiter drastisch an. In dem Land wurden am Mittwoch mit 3128 Fällen erstmals mehr als 3000 festgestellte Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt wurden damit seit Beginn der Pandemie mehr als 80.000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg nach Angaben der Gesundheitsbehörde um 31 auf 704 - nach einem Höchstwert von 36 am Vortag.

9.12.2020 • 13:01 Uhr

Wissenschaftler forschen an Medikamenten für Corona-Infizierte

Damit Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, keine schweren Krankheitsverläufe entwickeln, suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach neuen Medikamenten. Weltweit wird nach einem Wirkstoff geforscht.

9.12.2020 • 12:54 Uhr

Über 60-Jährige erhalten FFP2-Masken für die Feiertage

Nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn sollen über 60-Jährige sich für die Weihnachtsfeiertage jeweils drei FFP2-Schutzmasken in Apotheken abholen können. Für Anfang kommenden Jahres solle es dann zwei fälschungssichere Coupons für jeweils sechs Schutzmasken geben.

9.12.2020 • 12:39 Uhr

Post übernimmt Logistik für Corona-Impfstoff in Baden-Württemberg

Die Deutsche Post übernimmt auch in Baden-Württemberg die Logistik für die Verteilung des Corona-Impfstoffs. Die Tochter DHL sei damit beauftragt worden, teilte ein Sprecher des zuständigen Sozialministeriums mit. Zuvor hatte der Konzern bereits in Niedersachsen einen Zuschlag erhalten. DHL solle rund 2,2 Millionen Impfdosen und rund 350 Paletten Zubehör für das Land Niedersachsen lagern und transportieren, hatte die Post erklärt. In Nordrhein-Westfalen hatte zuvor der Logistikkonzern Kühne+Nagel einen Vertrag vereinbart. Dieser umfasst die Lagerung und den Vertrieb an die Impfzentren des Bundeslandes.

9.12.2020 • 12:37 Uhr

Intensivmediziner fordern raschen Lockdown

Die deutschen Intensivmediziner fordern umgehend härtere Maßnahmen, um volle Intensivstationen in den Krankenhäusern zu Weihnachten zu vermeiden. Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Uwe Janssens, kritisiert auch die Lockerungen der Kontaktbeschränkungen über Weihnachten. "Das wird uns Mitte Januar in den Krankenhäusern an den Rand bringen", sagt er dem Sender NTV. Er kritisiert auch die Nord-Ministerpräsidenten, die strengere Auflagen mit Blick auf die dort niedrigen Infektionszahlen ablehnten.

Zuvor hatte sich bereits der Virologe Martin Stürmer für einen härteren Lockdown ausgesprochen. Wolle man zu einem landesweiten Inzidenzwert von unter 50 zurückkommen, käme man um Verschärfungen nicht herum, sagte er im ARD-Morgenmagazin.

9.12.2020 • 12:35 Uhr

UN: Corona schwerer Schlag für Menschenrechte

Die Corona-Pandemie ist nach UN-Einschätzung weltweit ein schwerer Schlag für die Menschenrechte gewesen. "Covid-19 hat die Risse und Zerbrechlichkeit unserer Gesellschaften offengelegt und unser Versagen beim Aufbau von fairen und gerechten Gesellschaften aufgedeckt", sagte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet. Sie kritisierte Politiker, die die Pandemie herunterspielen oder simple Schutzmaßnahmen wie Maskentragen abtun. Vielerorts seien wissenschaftliche Erkenntnisse in Zweifel gezogen und Verschwörungstheorien und Falschinformationen verbreitet und teils sogar angefacht worden.

Einige Länder hatten die Pandemie zum Vorwand genommen, um Opposition und Kritik zu stoppen. Aktivisten und Journalisten seien festgenommen worden. "Einige haben Ängste vor Covid-19 und einschränkende Maßnahmen ausgenutzt, um Wahlen zugunsten der regierenden Partei zu kippen", sagte sie. Angehörige von Minderheiten seien besonders von der Pandemie betroffen gewesen, weil sie besonders stark etwa in Pflege- und Reinigungsberufen sowie in der Gastronomie und damit in direktem Kontakt mit anderen Menschen vertreten seien.

9.12.2020 • 12:31 Uhr

Dobrindt dringt auf strengere Kontaktbeschränkungen

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen hat CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt die Bundesländer zu einer kurzfristigen Bund-Länder-Konferenz aufgerufen. "Setzen Sie sich mit dem Bund zusammen und finden Sie vor Weihnachten Lösungen, wie wir die Kontakte reduzieren können", sagte er im Bundestag. Anderenfalls drohe die Gefahr, dass das Virus an den Feiertagen bei der älteren Generation eingeschleppt werde. Die Debatte der Länder, ob ein Treffen vor Weihnachten notwendig sei, bezeichnete Dobrindt als "befremdlich".

9.12.2020 • 12:29 Uhr

Münchner Sicherheitskonferenz wird verschoben

Die für Februar geplante Münchner Sicherheitskonferenz wird wegen der Corona-Pandemie verschoben. Die weltweit wichtigste sicherheitspolitische Konferenz werde nun abhängig von der Infektionslage frühestens Ende April stattfinden, sagte Konferenzchef Wolfgang Ischinger. Er hoffe darauf, dass dann auch der neue US-Präsident Joe Biden dabei sein kann, der am 20. Januar vereidigt werden soll. "Im Biden-Team gibt es ein erhebliches Interesse, die Auftritte des früheren Senators und Vizepräsidenten auch in der Zeit seiner Präsidentschaft fortzusetzen." Biden war seit 1980 mehrfach bei der Münchner Sicherheitskonferenz, zuletzt 2019.

9.12.2020 • 12:27 Uhr

Allergische Reaktionen bei Corona-Impfungen in Großbritannien

Bei den Corona-Impfungen in Großbritannien hat es allergische Reaktionen gegeben. Berichte über zwei derartige Fälle würden untersucht, sagte die Chefin der Aufsichtsbehörde für Medizinprodukte, June Raine, vor einem Parlamentsausschuss. In den umfangreichen klinischen Tests mit dem Mittel des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer sei dies nicht vorgekommen. Jetzt werde ein Sicherheitshinweis herausgegeben. Der medizinische Direktor des Gesundheitsdienstes NHS, Stephen Powis, sagte unter Verweis auf eine Empfehlung der Aufsichtsbehörde, Menschen mit schweren Allergien sollten vorerst nicht geimpft werden. Großbritannien hatte den Impfstoff bereits vor den USA und der EU in der vergangenen Woche zugelassen. Seit Dienstag wird damit geimpft.

9.12.2020 • 12:17 Uhr

Schweiz meldet mehr als 5000 Positiv-Tests an einem Tag

In der Schweiz hat die Zahl der täglichen Coronavirus-Infektionen wieder die 5000er-Marke überschritten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete am Mittwoch 5086 Positiv-Tests binnen 24 Stunden. Ende November wurden weniger als 3000 Neuinfektionen pro Tag verzeichnet, nachdem es Anfang vergangenen Monats einen Höchstwert von mehr als 10.000 gegeben hatte.

Die Schweizer Regierung hatte am Vortag angesichts der wieder steigender Ansteckungszahlen landesweit strengere Beschränkungen angekündigt. Weitere 87 Personen starben an oder mit dem Virus. Insgesamt gibt es seit Beginn der Pandemie 5203 Todesfälle in der Schweiz.

9.12.2020 • 12:06 Uhr

Günther für harten Lockdown und Alkoholverbot

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) befürwortet einen harten Lockdown in Deutschland nach Weihnachten. "Wir dürfen nicht warten", sagte er im Landtag in Kiel. Günther kündigte zudem ein Verbot für Alkoholausschank in der Öffentlichkeit an.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther  | dpa

Bild: dpa

9.12.2020 • 11:42 Uhr

HDE-Präsident warnt vor Folgen eines harten Lockdowns

Ein harter Lockdown mit der Schließung von Geschäften wäre ein "sehr herber Schlag" für den Einzelhandel, sagt der Präsident des Handelsverbands (HDE), Josef Sanktjohanser. Dann seien staatliche Hilfen für die betroffenen Unternehmen wichtig. Hier gehe es aber nicht darum, bei den Erlösen anzusetzen. "Ein Staatshaushalt kann nicht Umsatz ersetzen." Es gehe darum, den "Ausfallschaden" gezielt zu kompensieren.

9.12.2020 • 11:20 Uhr

Österreich meldet knapp 3000 Neuinfektionen

In Österreich melden die Behörden binnen Tagesfrist einen Anstieg der Positiv-Tests um 555 auf 2932 Neuinfektionen. 54 weitere Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, starben. Insgesamt zählt das Land 4056 Todesopfer. Derzeit befinden sich 3854 Personen aufgrund des Virus im Krankenhaus in Behandlung, 610 davon auf Intensivstationen. Nach einem dreiwöchigen harten Lockdown sind die Maßnahmen zu Wochenbeginn gelockert worden. Die Regierung hofft nun mit Massentests die Virus-Ausbreitung einzudämmen. Das Interesse der Bevölkerung an den Tests ist bislang allerdings gering.

9.12.2020 • 11:17 Uhr

Einzelhändler warnen vor Panikkäufen

Der Einzelhandel hat vor Panikkäufen bei einer coronabedingten Schließung der Geschäfte bereits vor Weihnachten gewarnt. "Wir müssen eine allzu kurzfristige Schließung mitten im Weihnachtsgeschäft vermeiden, ansonsten könnte das zu Panikkäufen der Menschen und erhöhtem Kundenaufkommen führen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands HDE, Stefan Genth, der "Rheinischen Post". "Wenn es denn sein muss, dann ist auch wichtig, dass frühestens nach dem 24. Dezember zugemacht wird, besser wäre erst ab Januar." Der Einzelhandel habe in den vergangenen Monaten mit seinen funktionierenden Hygienekonzepten bewiesen, dass er kein Hotspot sei, betonte Genth.

9.12.2020 • 11:14 Uhr

Frankreich erwägt Verschiebung der Corona-Lockerungen

Frankreichs Regierung schließt nicht aus, die ab dem 15. Dezember angedachte weitere Lockerung des Corona-Lockdowns zu verschieben. Wenn eine Verzögerung nötig sein sollte, "werden wir das natürlich tun", sagte Regierungssprecher Gabriel Attal dem TV-Sender CNews. Präsident Emmanuel Macron wolle die Angelegenheit mit Ministern im Laufe des Tages besprechen. Eigentlich sollen die Einschränkungen zur Eindämmung des Virus in einer zweiten Phase ab kommendem Dienstag zurückgefahren werden. Geplant ist eine Wiedereröffnung von Kinos, Theatern sowie Museen und auch das Reisen zwischen einzelnen Landesteilen soll wieder erlaubt werden.

9.12.2020 • 11:11 Uhr

Lehrerverband dringt auf höhere Priorität für Impfungen von Lehrkräften

Der Deutsche Philologenverband fordert eine höhere Priorisierung von Lehrkräften bei möglichen Corona-Impfungen. "Jeden Tag treffen sich elf Millionen Menschen ohne Einhaltung der Abstandsregeln in unseren Schulen. Sollen die Schulen für Kinder offen bleiben, brauchen wir angemessen schnelle Impfungen für Lehrkräfte und effektive Schutzmaßnahmen für die Schülerinnen und Schüler", sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing Berlin. Die Kultusminister sollten dafür sorgen, dass Lehrerinnen und Lehrer früher als bisher vorgesehen gegen das Coronavirus geimpft werden könnten.

Lin-Klitzing kritisierte, dass nach dem Vorschlag der Ständigen Impfkommission zur Priorisierung bei der Verteilung möglicher Impfstoffe Lehrkräfte erst in der vierten von sechs Gruppen eingeteilt seien. Über den Impfschutz hinaus seien auch ausreichend FFP2-Schutzmasken für Lehrkräfte nötig, forderte die Verbandsvorsitzende. Zudem sollten die Weihnachtsferien genutzt werden, um für funktionierende Heizkörper und Fenster sowie unterstützende Luftfilteranlagen in den Klassenräumen zu sorgen.

9.12.2020 • 10:51 Uhr

Mehr als 215.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. Die Behörden meldeten binnen eines Tages 215.586 bestätigte Neuinfektionen, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervorging. Am gleichen Tag der Vorwoche waren es rund 180.000 gewesen. Auch die Zahl der binnen eines Tages erfassten Toten blieb mit 2534 hoch. Nach Angaben des "Covid Tracking Projects" vom Magazin "The Atlantic" bewegt sich die Anzahl der Covid-19-Patienten in US-Krankenhäusern seit Anfang Dezember außerdem erstmals über der Schwelle von 100.000.

9.12.2020 • 10:45 Uhr

Studie: Deutsche nehmen in Pandemiezeiten zu

In Zeiten von Homeoffice und Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie legen die Deutschen beim Körpergewicht zu und vermeiden vorübergehend den Gang zum Arzt. Das hat das Robert Koch-Institut (RKI) herausgefunden. Grundlage ist eine bundesweite Befragung, die zwischen April 2019 und September 2020 erhoben wurde. Dabei wurden Unterschiede in den Werten zwischen der Phase der Eindämmungsmaßnahmen im Frühjahr 2020 zum Vergleichszeitraum 2019 statistisch ausgewertet. Körpergewicht und Body Mass Index (BMI) haben zugenommen, die Zahl der Arztbesuche ist zurückgegangen.

9.12.2020 • 10:30 Uhr

Chinesischer Corona-Impfstoff in den Emiraten zugelassen

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben den Corona-Impfstoff des chinesischen Pharma-Giganten Sinopharm offiziell zugelassen. Die Zulassung sei "ein bedeutender Vertrauensbeweis der Gesundheitsbehörden der Emirate in die Sicherheit und Wirksamkeit dieses Impfstoffs", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur WAM. Demnach haben Zwischenanalysen aus der letzten Studienphase gezeigt, dass der Impfstoff eine Effektivität von 86 Prozent gegen das Virus aufweise. Die Analysen haben demnach keine "ernsthaften Sicherheitsbedenken" ausgelöst.

9.12.2020 • 10:22 Uhr

Gesundheitssenatorin fordert härtere Maßnahmen für Berlin

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat sich angesichts der aktuellen Infektionszahlen für einen harten Lockdown in der Hauptstadt ausgesprochen. Im RBB mahnte sie zur Eile und forderte dazu auf, daheim zu bleiben. Verstärkte Maßnahmen seien unumgänglich. Die Zahlen seien zwar leicht runtergegangen, aber nach wie vor auf sehr hohem Niveau, sagte Kalayci: "Deswegen brauchen wir weitere Einschränkungen." Der "Lockdown light" sei "leider mehr light als Lockdown" gewesen.

Auch die Mobilitätsdaten zeigten leider, dass Berlin die Kontaktreduzierung nicht hinbekommen habe. "Im März haben wir noch nachvollziehen können, dass 40 Prozent der Mobilität weniger geworden ist, im November sind es nur vier bis zehn Prozent. Also: Wir müssen hier nachsteuern", so die Gesundheitssenatorin.

9.12.2020 • 10:06 Uhr

Merkel plädiert für härteren Lockdown

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in der Generaldebatte im Deutschen Bundestag erneut für einen härteren Lockdown eingetreten. Sie verwies auf Empfehlungen der Wissenschaft, jetzt die Kontakte weiter drastisch zu senken. "Wenn wir jetzt vor Weihnachten zu viele Kontakte haben und anschließend es das letzte Weihnachten mit den Großeltern war, dann werden wir etwas versäumt haben, das sollten wir nicht tun", sagte die Kanzlerin. Sie halte es daher für richtig, die Geschäfte nach Weihnachten bis mindestens 10. Januar zu schließen und auch den Unterricht an den Schulen zu minimieren. "Der wichtigste Schlüssel zur erfolgreichen Bekämpfung des Virus bei uns ist das verantwortliche Verhalten jedes Einzelnen und die Bereitschaft zum Mitmachen", sagte Merkel.

9.12.2020 • 09:28 Uhr

Merkel: "Wir leben in einer Ausnahmesituation"

Bundeskanzlerin Angela Merkel rechtfertigte in der Generaldebatte im Deutschen Bundestag die hohe Neuverschuldung im Haushalt mit der gegenwärtigen Herausforderung durch das Coronavirus: "Wir leben in einer Pandemie, wir leben damit in einer Ausnahmesituation", sagte sie. "Und wir müssen etwas dafür tun, dass wir in dieser besonderen Situation auch besonders handeln, und das drückt dieser Haushalt aus."

Deutschland sei ein wirtschaftlich starkes, demokratisches Land mit gesellschaftlichem Zusammenhalt und starker Zivilgesellschaft, sagte die Kanzlerin. "Diese Stärke, das ist das, was uns leitet in diesem Haushalt, die wollen wir auch in dieser Ausnahmesituation erhalten", so Merkel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht im Deutschen Bundestag. | AFP

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Neuverschuldung im Haushalt verteidigt und auf die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie verwiesen. "Wir müssen etwas dafür tun, dass wir in dieser besonderen Situation auch besonders handeln, und das drückt dieser Haushalt aus", sagte Merkel. Für das kommende Jahr sind neue Kredite in Höhe von fast 180 Milliarden Euro vorgesehen. Bild: AFP

9.12.2020 • 09:17 Uhr

Weidel fordert Ende des "kontraproduktiven Lockdowns"

Mit scharfen Attacken der AfD auf Bundeskanzlerin Angel Merkel hat die Generaldebatte zum Bundeshaushalt im Bundestag begonnen. AfD-Fraktionschefin Alice Weidel warf der Kanzlerin einen "planlosen und grotesken Umgang" mit der Pandemie vor. "Sie sperren die Bürger ein und vernichten ganze Branchen", sagte Weidel. Nach der "Holzhammermethode" werde ein Lockdown verhängt, der mehr Unheil anrichte als er Nutzen habe. Sie forderte ein Ende des "kontraproduktiven Lockdowns". Der Staat könne geschlossene Unternehmen nicht auf Dauer entschädigen.

9.12.2020 • 09:07 Uhr

Erste Biontech-Impfdosen in Israel eingetroffen

Eine erste Ladung Corona-Impfstoff ist in Israel eingetroffen. Ein Frachtflugzeug landete auf dem internationalen Flughafen in Tel Aviv. Regierungschef Benjamin Netanjahu kam auf die Landefläche, um die Impfdosen des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer in Empfang zu nehmen.

"Das ist einer der bewegendsten Momente meiner ganzen Zeit als Ministerpräsident", sagte er. Man habe hart daran gearbeitet, eine Lösung für die Pandemie zu finden, sagte Netanjahu. Nun sollten "Millionen Impfdosen für Israels Bürger" ins Land gebracht werden. "Ich glaube an diesen Impfstoff", sagte Netanjahu. «Ich will der erste sein, der sich in Israel impfen lässt."

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu am Flughafen Tel Aviv bei der Ankunft einer DHL-Frachtmaschine mit Corona-Impfstoff. | REUTERS

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Flughafen in Tel Aviv bei der Ankunft der ersten 100.000 Corona-Impfdosen. Berichten zufolge soll noch im Dezember eine landesweite Impfkampagne starten. Bild: REUTERS

9.12.2020 • 09:05 Uhr

Hofreiter fordert harten Lockdown "spätestens nach Weihnachten"

Der Co-Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Anton Hofreiter, fordert eine erhebliche Verschärfung der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. "Spätestens nach Weihnachten muss es in meinen Augen fast überall einen sehr harten Lockdown geben und jetzt auch schon vor Weihnachten braucht es zusätzliche Maßnahmen", zitierte RTL/ntv den Grünen-Politiker. Man müsse zudem das "Zeitfenster für die Lockerungen um Weihnachten herum so kurz wie möglich halten" oder die "Lockerungen gar ganz sein lassen, je nach Region".

Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, zu Beginn der Fraktionssitzung in Berlin. | dpa

Auch Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, fordert schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Es sei zeit für einen harten Lockdown. "In meinen Augen fast überall", sagte Hofreiter. Bild: dpa

9.12.2020 • 09:03 Uhr

Arbeitskosten nach Corona-Schock wieder leicht gesunken

Die Kosten für eine geleistete Arbeitsstunde in Deutschland sind im dritten Quartal wieder zurückgegangen. Nach dem coronabedingten Anstieg im zweiten Quartal sind die Kosten nun um 1,7 Prozent gesunken, berichtete das Statistische Bundesamt. Zwischen April und Juni war die Zahl der geleisteten Stunden wegen Kurzarbeit und anderen Maßnahmen stark zurückgegangen, so dass rechnerisch die Stundenkosten stiegen. Dieser Trend scheint nun gestoppt. Die Arbeitskosten von Juli bis einschließlich September lagen aber dennoch 1,7 Prozent über denen aus dem vergleichbaren Vorjahresquartal. Nach den jüngsten vorliegenden Zahlen aus dem zweiten Quartal dieses Jahres verteuerte sich die Arbeitsstunde hierzulande um 3,6 Prozent. Im europäischen Vergleich lag die deutsche Volkswirtschaft beim Kostenanstieg damit im Mittelfeld.

9.12.2020 • 08:44 Uhr

Israel zieht Plan für nächtliche Ausgangssperre zurück

Israel hat Pläne für eine nächtliche Ausgangssperre während des jüdischen Chanukkafests und Weihnachten zurückgezogen. Hintergrund sind die fehlende Unterstützung des Gesundheitsministeriums sowie rechtliche Hindernisse bei der Umsetzung, berichtete die Tageszeitung "Haaretz". Das sogenannte Corona-Kabinett wollte mit der Maßnahme die Verbreitung des Coronavirus eindämmen. Das Gesundheitsministerium wies die geplante Maßnahme als nicht hilfreich zurück. Nach Mitteilung des Büros des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu werde nun nach Alternativen gesucht, größere Versammlungen während der Feiertage zu verhindern.

9.12.2020 • 08:43 Uhr

Bartsch: "Den Sommer verschlafen"

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat der Bundesregierung ein zu zögerliches Handeln in der Corona-Pandemie vorgeworfen. "Wir haben Monate versäumt. Die Bundesregierung hat den Sommer verschlafen", sagte Bartsch im ARD-Morgenmagazin. Was man jetzt brauche, sei eine mittelfristige Strategie, die den Menschen Sicherheit und Planbarkeit gebe. "Mich stört im Moment, dass jeder Politiker und jeder Politikerin auch noch mal eine Forderung stellen muss", sagte er. Solche Alleingänge würden Chaos verbreiten.

9.12.2020 • 08:37 Uhr

Verbraucherzentrale warnt vor Pleitewelle bei Reiseanbietern

Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller warnt im Zuge der Corona-Krise vor einer größeren Pleitewelle bei Reiseanbietern. Mit der zum Jahreswechsel wieder geltenden Insolvenzantragspflicht für Unternehmen "befürchte ich, dass eine Vielzahl von Reiseanbietern wegen Überschuldung Insolvenz anmelden muss", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) dem "Handelsblatt". Dann könne das Geld der Versicherungen wieder nicht ausreichen, um den Schaden der Pauschalreisenden vollständig auszugleichen. "Die bittere Folge wäre, dass, wie bei Thomas Cook, die Steuerzahler für Versäumnisse aufkommen müssen." Müller warf der Bundesregierung in diesem Zusammenhang Versäumnisse beim Schutz von Pauschalreisenden vor, weil die im Sommer angekündigte Neuregelung der Insolvenzabsicherung immer noch aussteht.

9.12.2020 • 08:34 Uhr

Emirate bescheinigen chinesischem Corona-Impfstoff große Wirkung

Ein chinesischer Corona-Impfstoff hat sich nach Angaben aus den Vereinigten Arabischen Emiraten als zu 86 Prozent wirksam erwiesen. Das Produkt des staatlichen chinesischen Unternehmens Sinopharm sei an 31.000 Freiwilligen aus 125 Staaten getestet worden, unter ihnen auch Dubais Regent Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum, meldete die staatliche Nachrichtenagentur WAM. Die Testpersonen hätten binnen 28 Tagen je zwei Impfdosen erhalten. Es gebe keine ernsthaften Sicherheitsbedenken. Offen blieb, ob Nebenwirkungen beobachtet wurden und ob die Tests nur in den Emiraten oder auch in anderen Ländern vorgenommen wurden. Der Impfstoff sei jetzt "offiziell registriert", hieß es, wobei nicht mitgeteilt wurde, was das bedeutet.

9.12.2020 • 08:28 Uhr

Bayern: Was bedeutet der geltende Katastrophenfall?

Bayern hat erneut den Katastrophenfall ausgerufen und die bereits geltenden Kontaktbeschränkungen weiter verschärft. Menschen dürfen ihre Wohnungen nur noch aus triftigem Grund verlassen - etwa zur Arbeit oder zum Einkaufen. In Hotspots ab einer Inzidenz von 200 wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gilt zwischen 21 Uhr und 5 Uhr eine Ausgangssperre.

9.12.2020 • 08:22 Uhr

Verfassungsschutz Baden-Württemberg beobachtet "Querdenken"-Bewegung

Das Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet als erstes in Deutschland die "Querdenken"-Bewegung. Das Landesamt stufe "Querdenken 711" nun als Beobachtungsobjekt ein, meldete die Nachrichtenagentur dpa. Die Gruppe, die seit Monaten gegen die staatlichen Corona-Einschränkungen auf die Straße geht, radikalisiere sich und sei durch Extremisten unterwandert, hieß es demnach in Sicherheitskreisen.

9.12.2020 • 08:00 Uhr

Sachsen vor dem Lockdown

Angesichts des ersten harten Winter-Lockdowns in Deutschland räumt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ein, die frühen Mahnungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu schärferen Maßnahmen in der Pandemie seien richtig gewesen. "Mit dem heutigen Wissen würden wir viele Dinge zeitiger und auch konsequenter machen", sagte Kretschmer bei der "Zeit"-Veranstaltung "Zur Sache, Leipzig". Nun müssen sich die Menschen in Sachsen auf den bevorstehenden Lockdown vorbereiten.

9.12.2020 • 07:53 Uhr

Ifo-Institut: Wieder mehr Kurzarbeiter

Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist dem Ifo-Institut zufolge im Lockdown-Monat November erstmals seit einem halben Jahr wieder gestiegen. Etwa 2,0 Millionen Frauen und Männer waren in Kurzarbeit, nachdem es im Oktober noch rund 1,8 Millionen waren, ergab eine Schätzung auf Basis der monatlichen Ifo-Konjunkturumfrage unter rund 7000 Unternehmen. Eine Zunahme gab es zuletzt im Mai als Folge der ersten Pandemie-Welle. Im November stieg der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit auf 5,9 Prozent, von 5,4 Prozent im Vormonat. "Das ist vor allem auf die Wirtschaftszweige zurückzuführen, die vom seit Anfang November geltenden Lockdown light betroffen sind", sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. Im Gastgewerbe dürfte sich demnach die Zahl der Kurzarbeiter im Vergleich zum Vormonat mehr als verdoppelt haben. Auch im Handel war ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

9.12.2020 • 07:51 Uhr

Roche stellt Coronavirus-Antikörpertest für Moderna bereit

Der Roche-Konzern und Moderna arbeiten bei der Entwicklung von Coronavirus-Impfstoffen zusammen. Der Schweizer Pharmariese Roche stellt nach eigenen Angaben für die laufenden Impfstoffstudien des US-Biotechnologiekonzerns Moderna einen diagnostischen Test bereit, um die Menge der Antikörper, die durch die Impfung bewirkt werden, zu bestimmen. Dieser Bluttest wurde in den USA Ende November notfallmäßig zugelassen.

9.12.2020 • 07:47 Uhr

Kompromisse per Videoschalte: Politik im Corona-Jahr

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder treibt in der Corona-Pandemie gern vor sich her, sein Kollege Armin Laschet aus Nordrhein-Westfalen steht häufiger mal auf der Bremse. Um immer soll ein Kompromiss gefunden werden. Wie gelingt gemeinsame Politik im Corona-Jahr?

9.12.2020 • 07:31 Uhr

Spahn wirbt für Verzicht auf innerdeutsche Reisen zu Weihnachten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat zum Verzicht auf innerdeutsche Reisen zu Weihnachten aufgerufen. "Den Ort der Familienfeier in das Bundesland mit den großzügigsten Regeln zu legen, fände ich nicht richtig. Denn auch innerhalb der Familien kann Covid-19 ganz schnell gefährlich werden", sagte Spahn der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Ich werde Weihnachten zum ersten Mal, seitdem ich denken kann, nicht mit Eltern und Geschwistern gleichzeitig zusammenkommen", sagte Spahn. "Das ist sehr schade. Aber es hilft, das Virus in Schach zu halten."

9.12.2020 • 07:06 Uhr

Polizei stoppt Corona-Party nahe Los Angeles

Mitten in der Corona-Krise hat die Polizei im Großraum Los Angeles eine Party mit fast 160 Gästen aufgelöst. Insgesamt 158 Menschen seien vorübergehend festgenommen worden, 35 davon seien minderjährig, teilten die Behörden mit. Viele der Besucher der illegalen Veranstaltung hätten keine Gesichtsmasken getragen. Mit der Razzia setzte die Polizei ihre Strategie um, mit Nachdruck gegen sogenannte Superspreader-Events vorzugehen, bei denen es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt, dass mit dem Coronavirus Infizierte andere Menschen anstecken. Die Veranstalter sollen bereits früher zu ähnlichen Events aufgerufen haben.

9.12.2020 • 06:56 Uhr

Russland will Raumfahrer gegen Coronavirus impfen

Russland will seine Raumfahrer gegen das Coronavirus impfen und so eine Ausbreitung der Krankheit auf der Internationalen Raumstation ISS verhindern. Kosmonauten und Mitarbeiter des Kosmonauten-Ausbildungszentrums sollten zu den ersten gehören, die das in Russland entwickelte Vakzin "Sputnik V" bekommen, sagte der Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin. "Nur durch gemeinsame Anstrengungen können wir die Pandemie überwinden." Ob die Impfung freiwillig ist und wann sie beginnen soll, ist nicht bekannt. Als weltweit erstes Land hatte Russland Mitte August "Sputnik V" zur breiten Anwendung zugelassen , noch vor Beginn einer wichtigen und abschließenden dritten Testphase.

Der russische Kosmonaut Sergey Kud-Sverchkov in einem Trainingszentrum in Moskau. | AFP

Der russische Kosmonaut Sergey Kud-Sverchkov in einem Trainingszentrum bei Moskau: Vor Flügen zur ISS gelten für Raumfahrer bereits jetzt strenge Sicherheitsvorschriften. So muss die Crew für einen Monat in Quarantäne und wird mehrfach auf das Virus getestet. Bild: AFP

9.12.2020 • 06:49 Uhr

Brasilien sichert sich 70 Millionen Einheiten des Pfizer-Biontech-Impfstoffs

Die brasilianische Regierung sichert sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums die Lieferung von 70 Millionen Impfdosen von Pfizer und Biontech. Die Impfeinheiten würden von Januar an ausgeliefert, erklärte Gesundheitsminister Eduardo Pazuello. Es stünden durch verschiedene Vereinbarungen nun mehr als 300 Millionen Dosen bereit, die nur noch von der Gesundheitsbehörde Anvisa genehmigt werden müssten. Brasilien verzeichnet mit 6,67 Millionen die dritthöchste Anzahl bestätigter Fälle weltweit und mit 178.159 die zweithöchste Zahl an Todesopfern in der Pandemie.

9.12.2020 • 06:46 Uhr

Kassenärzte kritisieren Impfkonzept

Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, Frank Bergmann, kritisiert am Impfkonzept der Ständigen Impfkommission (Stiko), dass niedergelassene Ärzte erst spät geimpft werden sollen. "Eine Priorisierung ist unumgänglich. Aus unserer Sicht aber wäre es einleuchtend, dass neben dem Kreis der über 80-Jährigen, der Senioren- und Pflegeheimbewohner auch haus- und fachärztliche Praxen von der Stiko mit hoher Priorität eingestuft werden", sagte Bergmann der "Rheinischen Post". Die KV-Notdienste sollten zudem eine ebenso hohe Priorität wie der Rettungsdienst haben.

9.12.2020 • 06:42 Uhr

Laschet für "Jahreswechsel-Lockdown" nach Weihnachten

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich angesichts weiterhin hoher Corona-Infektionszahlen für einschneidende Kontaktbeschränkungen in der Zeit nach Weihnachten ausgesprochen. "Wir brauchen nach Weihnachten einen echten Jahreswechsel-Lockdown, um uns für 2021 wieder eine Perspektive hin zu mehr Normalität zu erarbeiten", sagte Laschet der Nachrichtenagentur dpa. Die Zahl der Neuinfektionen sei zu hoch und müsse gesenkt werden. "Deshalb: Wenn nicht jetzt, wann dann? Von Weihnachten bis zum Ende der Ferien im neuen Jahr kann das Land am ehesten komplett heruntergefahren und so die Ausbreitung der Pandemie effektiv gestoppt werden", sagte Laschet.

"Wir sind gut beraten, bereits jetzt damit zu beginnen, den Jahreswechsel-Lockdown umfassend vorzubereiten, damit er mitgetragen wird, tatsächlich Wirkung entfaltet und den Weg in ein besseres neues Jahr weisen kann", so Laschet. Auch andere Ministerpräsidenten und -präsidentinnen hatten sich zuvor für härtere Maßnahmen über die Feiertage ausgesprochen.

9.12.2020 • 06:37 Uhr

Schülervertreter: Corona-Alltag "bedrückend" für junge Menschen

Der Alltag unter Corona-Bedingungen ist für Schüler nach Angaben des Generalsekretärs der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, eine Belastungsprobe in vielerlei Hinsicht. "Der Tag wird von morgens beim Aufstehen bis abends beim Einschlafen von Corona dominiert, ein Entfliehen ist fast unmöglich", sagte Schramm der Nachrichtenagentur dpa. An der Schule gehe es nur noch darum, wie der Unterrichtsinhalt am besten unter den Corona-Regeln vermittelt und wie die Regeln am besten eingehalten werden könnten. Auch nach der Schule ziehe sich das Thema wie ein roter Faden durch den Tag. So müssten Treffen mit Freunden oder der gemeinsame Sport ausfallen. "Das ist gerade aus sozialer Sicht wirklich bedrückend für uns junge Menschen."

Schramm forderte eine einheitliche Regelung für das Schuljahr. Die Politik müsse jetzt an die Zukunft denken und eine zufriedenstellende Lösung für alle Abschlussjahrgänge in Deutschland vorlegen. Grundsätzlich stimme er den Kultusministern zwar zu, dass die Schulen möglichst offen gehalten werden sollten. Dennoch dürfe die Frage des Wechselunterrichts keine reine Frage der Bildung sein, sondern müsse dringend auch unter den Gesichtspunkten der Gesundheit betrachtet werden. "Daher ist der Wechselunterricht in vielen Hotspots unausweichlich und sollte dort auch umgesetzt werden. Schüler sind zunehmend verunsicherter."

9.12.2020 • 06:33 Uhr

Infizierter Trump-Anwalt Giuliani spricht von "schneller Genesung"

Donald Trumps persönlicher Anwalt Rudy Giuliani spricht kurze Zeit nach seiner Einlieferung in ein Washingtoner Krankenhaus wegen einer Coronavirus-Infektion von einer "schnellen Genesung". Demnach erwartet der 76-Jährige, am Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen zu werden. Bei einem Anruf in einer WABC-Radiosendung erklärte er, er habe sich dafür entschieden, sich ins Krankenhaus zu begeben, weil ihn der Arzt des Präsidenten darum gebeten habe. Nach eigenen Angaben wurde Giuliani etwa mit den Medikamenten Remdesivir und Dexamethason behandelt. US-Präsident Trump hatte zuvor den positiven Corona-Test Giulianis öffentlich gemacht. "Werde schnell gesund, Rudy, wir werden weitermachen!!!», schrieb Trump.

9.12.2020 • 06:30 Uhr

Amnesty International: Rückschlag für Menschenrechte in Corona-Krise

Amnesty International beklagt eine drastische Verschlechterung der Menschenrechtslage im Zuge der Corona-Pandemie. "In der Corona-Krise droht das Rad der Zeit zurückgedreht zu werden", sagte Amnesty-Deutschlandchef Markus Beeko der Nachrichtenagentur dpa. "Wo Staaten 'Vorerkrankungen' in Sachen Menschenrechte hatten, hat die Pandemie verheerendere Wirkung gezeigt." Gerade in Gesellschaften mit großer Ungleichheit hätten Covid-19 und die Gegenmaßnahmen besonders starke Auswirkungen gehabt. Beeko wies darauf hin, dass sich die Menschenrechtslage über Jahrzehnte kontinuierlich verbessert habe. "Aber schon in den zwei, drei, vier Jahren vor der Pandemie war die Gefahr eines Rückfalls erkennbar." Die Zahl autoritärer Regierungen habe zugenommen und damit auch die Einschränkung der Zivilgesellschaft. "Durch die Pandemie sehen wir nun, dass diese Rückwärtsbewegung verstärkt wird", sagte Beeko. Das sei insofern tragisch, als dass die Menschenrechte eigentlich gerade in Krisensituationen eine Schutzfunktion haben sollten.

Die in Deutschland ergriffenen Maßnahmen bewertete Beeko allerdings als insgesamt weitgehend verhältnismäßig. "Wir haben auch in Deutschland Einschränkungen von Grundrechten gesehen, zum Beispiel der Bewegungsfreiheit oder Versammlungsfreiheit. Wir hatten und haben aber auch eine breite Diskussion darüber, in Medien, Öffentlichkeit und parlamentarischen Gremien", sagte er. Außerdem gebe es die Möglichkeit, gegen unverhältnismäßige Maßnahmen vorzugehen.

Über einen Hinweis zur Maskenpflicht auf einem Bürgersteig in Berlin ist das Wort "Diktatur" geschrieben. | dpa

Auch in Deutschland werden die Corona-Beschränkungen diskutiert. Bild: dpa

9.12.2020 • 06:26 Uhr

Spahn: Gurgeln kann womöglich Corona-Gefahr verringern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass die Gefahr einer Corona-Ansteckung im Privatbereich womöglich durch Gurgeln verringert werden kann. "Wissenschaftlich belegt ist das noch nicht. Aber die Idee dahinter ist, dass Gurgeln mit Mundspülungen aus in Alkohol gelösten ätherischen Ölen oder sogar Kochsalz die Viruslast im Mund-und-Rachen-Raum senken soll", sagte Spahn der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er selbst gurgele ohnehin regelmäßig. Eine explizite Gurgel-Empfehlung wie die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene wollte Spahn nicht aussprechen, das müsse letztlich jeder selbst wissen. "Aber schaden tut es sicher nicht." sagte er. Zudem warb Spahn für die Einhaltung einer einfachen Faustregel: "Verhalte dich so, als hättest du Corona: Dann hält man doch ganz automatisch Abstand und ist insgesamt vorsichtiger."

9.12.2020 • 05:34 Uhr

Höchstwert: 590 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

Die Zahl der binnen 24 Stunden gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist sprunghaft angestiegen und hat einen neuen Höchststand erreicht. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 590 neue Todesfälle innerhalb eines Tages, wie aus den RKI-Zahlen vom Morgen hervorgeht. Das sind über 100 Fälle mehr als beim bisherigen Rekordstand von 487 Toten vom vergangenen Mittwoch. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 20.815 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Mittwoch in der Vorwoche lag der Wert noch bei 17.270. Den bisher höchsten Tageswert gab es am 20. November mit 23.648 Fällen.

9.12.2020 • 05:18 Uhr

Corona-Impfstoff wird in Kasernen zwischengelagert

Die Bundeswehr wird ihre Kasernen als Zwischenlager für den Corona-Impfstoff bereitstellen. Wo immer es sinnvoll erscheine, werde die Anlieferung und Lagerung des Impfstoffes in Kasernen ermöglicht, sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Es liegt bereits ein Amtshilfeantrag des Gesundheitsministeriums zur Lagerung und Verteilung weiterer Impfstoffe vor und wir werden selbstverständlich unterstützen." Die Bundeswehr habe auch den Ländern Unterstützung angeboten. "Die Bundeswehr kann hier auf Antrag der Länder mit bis zu 26 Impfzentren sowie bis zu 26 mobilen Impfteams helfen", sagte Kramp-Karrenbauer.

9.12.2020 • 04:41 Uhr

US-Finanzminister legt Demokraten neuen Entwurf für Corona-Hilfen vor

In den USA gibt es im Ringen um weitere Corona-Hilfen einen neuen Vorstoß der Regierung. US-Finanzminister Steven Mnuchin erklärte, er habe der demokratischen Verhandlungsführerin und Präsidentin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, einen Entwurf für ein Hilfspaket in Höhe von 916 Milliarden Dollar vorgelegt. "Wir werden diesen Vorschlag mit 140 Milliarden Dollar an nicht verwendeten Mitteln aus dem Gehaltsscheckprogramm und mit 429 Milliarden Dollar aus der Staatskasse finanzieren", sagte Mnuchin. Das Paket umfasse Gelder für lokale und Bundesbehörden sowie einen Haftungsschutz für Unternehmen.

9.12.2020 • 04:26 Uhr

Städtetag plädiert für "gesunden Stillstand" nach Weihnachten

Der Deutsche Städtetag macht sich angesichts der Corona-Krise für einen härteren Lockdown nach Weihnachten stark. "Die Zeit nach den Feiertagen ist eine ideale Zeit für einen Lockdown", sagt Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der "Saarbrücker Zeitung". Schulen und Kitas seien zu, es gebe Betriebsferien, viele Menschen hätten Urlaub "und shoppen muss man nach Weihnachten auch nicht unbedingt. Ich werbe deshalb für eine Art gesunden Stillstand vom 28. Dezember bis etwa zum 10. Januar". Wegen der hohen Infektions- und Todeszahlen könnten zudem die von Bund und Ländern beschlossenen Weihnachts- und Silvesterlockerungen nicht mehr aufrechterhalten werden.

9.12.2020 • 04:26 Uhr

Wenig Zustimmung für Fortführung des Profisports im Dezember

Knapp die Hälfte der Bevölkerung hat kein Verständnis für die Fortführung des Profisports während der Corona-Pandemie im Dezember. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Auf die Frage, ob es richtig sei, dass die Fußball-Bundesliga und anderer Profisport trotz der verschärften Kontaktbeschränkungen den Trainings- und Wettkampfbetrieb fortsetzen dürfen, antworteten 49 Prozent der 2045 Befragten mit "Nein". 33 Prozent bewerten die Fortsetzung des Profisports als richtig, 17 Prozent machten keine Angaben. Der Profifußball und die weiteren Profiligen halten sich bei der Fortsetzung des Spielbetriebes an strenge Hygienekonzepte. Insbesondere im Fußball werden engmaschig Corona-Tests durchgeführt.