Eine Frau mit Gesichtsmaske geht in Paris an einem Restaurant vorbei. | REUTERS
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Liveblog zum Coronavirus ++ Frankreich meldet Rückgang bei Neuinfektionen ++

Stand: 18.11.2020 22:10 Uhr

Frankreich meldet mit 28.383 neuen Fällen einen deutlichen Rückgang bei der Zahl der Neuinfektionen. Die Mobilität der Menschen in Deutschland ist in der zweiten Woche des Teil-Lockdowns erneut gesunken. Alle Entwicklungen im Liveblog.

  • 17.561 Neuinfektionen in Deutschland
  • Reform des Infektionsschutzgesetzes beschlossen
  • Einsatz von Wasserwerfern bei Demonstration in Berlin
  • Einreiseerleichterungen für internationale Partner
  • Sportstudios rechnen mit 865 Millionen Euro weniger Umsatz
  • New Yorker Schulen müssen erneut schließen
18.11.2020 • 22:10 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir schließen an dieser Stelle den Liveblog und bedanken uns für Ihr Interesse.

18.11.2020 • 21:34 Uhr

Berliner Demo: 365 Menschen vorübergehend in Gewahrsam

Bei der Demonstration gegen Corona-Auflagen und das Infektionsschutzgesetz in Berlin hat die Polizei bis zum Abend 365 Menschen vorübergehend festgehalten. Freiheitsbeschränkungen und Freiheitsentziehungen seien häufig wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz erfolgt, twitterte die Polizei am Abend. Es gab aber auch den Verdacht auf Landfriedensbruch. Bei zwei Verdächtigen prüfe ein Richter, ob sie in Untersuchungshaft kommen.

Bislang sind der Polizei zehn verletzte Beamte bekannt. Darunter sei eine Polizistin, die einen Tritt gegen den Kopf bekommen habe, als sie ihren Helm abnahm, sagte ein Sprecher. Sie sei in ein Krankenhaus gekommen. Einem anderen Kollegen sei die Schulter ausgekugelt worden.

18.11.2020 • 21:30 Uhr

Verfassungsrechtlerin Klafki kritisiert Infektionsschutzgesetz

Die Jenaer Verfassungsrechtlerin Anika Klafki hat das neue Infektionsschutzgesetz kritisiert. Im Gespräch mit den tagesthemen sagte sie, im Vergleich zum ursprünglichen Entwurf sei das Gesetz zwar deutlich verbessert worden, allerdings sei es "weit davon entfernt, ein wirklich gutes Gesetz zu sein." Insbesondere bei der Definition der Maßnahmen zum Infektionsschutz hake es.

"Beispielsweise bei der Reisebeschränkung ist gar nicht so genau klar, was soll das eigentlich sein, ein Reise? Ist das schon, wenn ich mit dem Auto hundert Kilometer zu meiner Arbeitsstätte fahre? Oder sprechen wir nur von Reisen, wenn es um Übernachtungen geht?" Derartige Fragen beantworte das Gesetz nicht, so Klafki. Das führe dazu, dass auf Länderebene wieder klarere Regelungen getroffen werden müssten.

18.11.2020 • 21:11 Uhr

US-Behörden melden mehr als 1600 weitere Todesfälle

Die US-Seuchenzentren CDC haben 164.382 Neuinfektionen und 1602 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit wurden in den USA insgesamt 11,3 Millionen Infektionen und 247.834 Tote verzeichnet.

18.11.2020 • 20:57 Uhr

New Yorker Schulen müssen erneut schließen

Angesichts steigender Corona-Zahlen schließt die US-Ostküstenmetropole New York erneut ihre Schulen. Die Stadt habe die Schwelle von drei Prozent positiven Corona-Tests überschritten und werde die Lerneinrichtungen deshalb ab Donnerstag vorübergehend dicht machen, schrieb Bürgermeister Bill de Blasio auf Twitter. New York war im Frühjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden und hatte Mitte März alle Schulen schließen müssen.

Über den Sommer hatte sich das Infektionsgeschehen wieder stabilisiert, eine erneute Öffnung war jedoch immer wieder verschoben worden. Die ersten Schulen konnten schließlich erst ab Ende September wieder öffnen. Zuletzt hatte sich die Lage jedoch wieder angespannt. Erst vor einer Woche hatte der Gouverneur des gleichnamigen Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, neue Maßnahmen angekündigt. Restaurants, Bars und Fitnessstudios müssen demnach um 22.00 Uhr schließen. Treffen in Privathäusern sind auf maximal zehn Personen beschränkt.

18.11.2020 • 20:55 Uhr

Deutlich weniger Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat 28.383 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind weitaus weniger als gestern, als 45.522 neue Ansteckungen gemeldet wurden. Zudem wurden vor einer Woche noch mehr als 36.000 neue Fälle registriert. Laut Gesundheitsministerium verringerte sich die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern um 328 auf insgesamt 32.842. Auch die Zahl der Intensivpatienten ging zurück: um 79 auf insgesamt 4775 .

18.11.2020 • 18:37 Uhr

Protest vor Amtssitz des Bundespräsidenten

Demonstranten haben am Abend auch ganz in der Nähe des Amtssitzes des Bundespräsidenten in Berlin gegen die Corona-Auflagen und das Infektionsschutzgesetz protestiert. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fertigte das neue Gesetz aus, das zuvor von Bundestag und Bundesrat beschlossen wurde. In der Parkanlage am Schloss Bellevue versammelten sich nach Schätzungen eines Reporters der Nachrichtenagentur dpa mehrere hundert Menschen. Die Polizei forderte die Menschen mehrmals auf, wegen der unerlaubten Versammlung das Gebiet zu verlassen. Einige Demonstranten wurden weggetragen. Menschen riefen in Sprechchören etwa "Wir sind das Volk".

18.11.2020 • 18:36 Uhr

Ethikratsvorsitzende mahnt klare Kommunikation zu Impfungen an

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, hält in der Corona-Pandemie eine klare und respektvolle Kommunikation über mögliche Impfungen für entscheidend, um in der Bevölkerung Akzeptanz zu schaffen. Es müsse Vertrauen aufgebaut werden, Bedenken müssten erkannt und es müsse darauf reagiert werden, sagte sie bei einer öffentlichen Online-Veranstaltung der Reihe "Forum Bioethik".

Laut einem vor eineinhalb Wochen vorgestellten Positionspapier der Ständigen Impfkommission, des Ethikrats und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina sollten ältere und vorerkrankte Menschen zuerst geimpft werden, ebenso wie Beschäftigte im Gesundheitssektor und Personen mit wichtigen gesellschaftlichen Funktionen wie Lehrerinnen und Lehrer oder Sicherheitskräfte. Buyx betonte, klar sei, dass der Vertrieb des Impfstoffs nicht nach Marktregeln erfolgen solle. Der entscheidende Faktor werde also nicht sein, wer am meisten bezahlen könne oder welchen Versicherungsstatus jemand habe.

18.11.2020 • 18:10 Uhr

Mehr als 34.000 Neuinfektionen in Italien

Das italienische Gesundheitsministerium hat 34.283 Neuinfektionen gemeldet und was einem Anstieg entspricht im Vergleich zu den gemeldeten Infektionen vom Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 753 und damit so stark wie seit Anfang April während der ersten Welle nicht mehr. Insgesamt sind damit in Italien 47.217 Tote und etwa 1,27 Millionen Infektionen verzeichnet.

18.11.2020 • 18:07 Uhr

Griechenland plant zwei Millionen Impfungen monatlich

Griechenland wird monatlich mehr als zwei Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen können, sobald das nötige Serum verfügbar ist. "Wir haben bereits landesweit 1018 Impfstellen festgelegt. Die Impfung wird kostenlos sein", sagte Gesundheitsminister Vassilis Kikilias im Staatsfernsehen. "Die ersten Impfungen werden im ersten Monat des Jahres 2021 sein", ergänzte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Die Bürger sollen per SMS, elektronisch oder telefonisch einen Termin in einem Impfzentrum vereinbaren können. "Das System ist schon bereit", sagte Kikilias. Als erste würden Ärzte und das Krankenhauspersonal geimpft, danach alle Bürger über 65 Jahre oder mit chronischen Krankheiten.

18.11.2020 • 18:04 Uhr

Bundespräsident hat Infektionsschutzgesetz ausgefertigt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das neue Infektionsschutzgesetz ausgefertigt. Das teilte das Bundespräsidialamt in Berlin mit. Das zuvor von Bundestag und Bundesrat beschlossene Gesetz kann nun nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten.

18.11.2020 • 18:02 Uhr

Großbritannien: Rückgang bei Neuinfektionen und Toten

Großbritannien hat 19.609 neue positive Corona-Tests gemeldet sowie 529 weitere Todesfälle. Beide Zahlen sind etwas niedriger als die des Vortags.

18.11.2020 • 18:00 Uhr

Aufgeheizte Stimmung im Bundestag

Während es im Berliner Regierungsviertel zum Einsatz von Wasserwerfern und Reizgas kam, herrschte im Parlament eine erregte Debatte. Selten zuvor hat der Bundestag in einer derart aufgeheizten Atmosphäre diskutiert wie heute über die Reform des Infektionsschutzgesetzes.

18.11.2020 • 17:58 Uhr

AfD klagt gegen Maskenpflicht beim Bundesparteitag

Die AfD wehrt sich juristisch gegen die Plicht, dass die Delegierten beim Bundesparteitag Ende November in Kalkar einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Der Eilantrag sei heute eingegangen, sagte eine Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts (OVG) in Münster der Nachrichtenagentur dpa. Die Stadt Kalkar hatte nach Eingang eines Hygienekonzepts den Parteitag mit 600 Delegierten und rund 100 Gästen trotz der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Einschränkungen genehmigt. Vorgeschrieben sind in der Messe Kalkar entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln. Der Parteivorstand hatte bereits am 10. November angekündigt, die Verpflichtung, auch am Sitzplatz eine Maske tragen zu müssen, juristisch kippen zu wollen.

18.11.2020 • 17:48 Uhr

Gefälschte Tweets während Polizeieinsatz bei Demo aufgetaucht

Während des Einsatzes der Polizei bei einer Demonstration gegen die Corona-Politik in Berlin sind in sozialen Medien gefälschte Twitter-Mitteilungen aufgetaucht. Die Polizei rief via Twitter dann dazu auf: "Teilen Sie diese bitte keinesfalls weiter - auch nicht aus Spaß. Falschmeldungen lassen sich nur so stoppen." Kontroverse Twitter-Mitteilungen sollten den Anschein erwecken, sie stammten angeblich von der Berliner Polizei. In einem solchen gefälschten Tweet ist von einem "Schussbefehl" die Rede.

18.11.2020 • 17:25 Uhr

Neue Regeln zu Verdienstausfällen beschlossen

Neue Regeln zu Verdienstausfällen, Finanzhilfen für Kliniken, Vorbereitungen für künftige Impfungen: Bundestag und Bundesrat haben weitere praktische Vorgaben in der Corona-Krise beschlossen. So sollen Entschädigungsansprüche für Eltern bis März 2021 verlängert und erweitert werden - sie bestehen jetzt auch dann, wenn einzelne Kinder zu Hause betreut werden müssen, die vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt sind. Bisher sind Entschädigungen möglich, wenn Schulen oder Kitas ganz schließen und sonst keine Betreuung möglich ist. Eltern, die nicht arbeiten gehen, können 67 Prozent des Nettoeinkommens als Entschädigung erhalten.

Wer eine "vermeidbare Reise" in ausländische Risikogebiete macht, soll dagegen nach der Rückkehr für die Zeit der vorgeschriebenen Quarantäne keine Verdienstausfallentschädigung mehr bekommen.  Ausgenommen sein sollen "außergewöhnliche Umstände", etwa die Geburt eigener Kinder oder der Tod naher Angehöriger. Nicht dazu zählen andere private Feiern, Urlaubsreisen und verschiebbare Dienstreisen.

18.11.2020 • 17:19 Uhr

EU-Kommission empfiehlt zielgerichtete Fiskalausgaben in Corona-Krise

Die EU-Kommission hat Euro-Ländern angesichts der zweiten Welle der Virus-Pandemie geraten, auch im nächsten Jahr ihre Haushaltspolitik auf die Erholung der Wirtschaft auszurichten. Zusätzliche Haushaltsausgaben müssten aber vorübergehend und zielgerichtet sein, empfahl die EU-Behörde. "Da der Gesundheits-Notstand anhält, sollte die Fiskalpolitik in allen Mitgliedstaaten der Euro-Zone 2021 unterstützend bleiben," hieß es in ihren formellen Empfehlungen. Maßnahmen der Politik müssten den länderspezifischen Umständen Rechnung tragen.

Die EU-Kommission riet den Regierungen zudem, lebensfähigen Unternehmen während der Krise so lange wie nötig unter die Arme zu greifen. Die EU-Kommission legte den Regierungen auch nahe, einen Marktplatz für notleidende Kredite aufzubauen, um die Banken zu entlasten. Experten rechnen damit, dass die Problemdarlehen in den Bilanzen so mancher Institute aufgrund der Eindämmungsmaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie deutlich zunehmen werden. Denn vielen Unternehmen aus besonders betroffenen Branchen drohen Zahlungsschwierigkeiten oder sogar die Insolvenz. Die EU-Behörde warnte davor, dass wegen der Pandemie die Euro-Länder wirtschaftlich auseinanderdriften könnten.

18.11.2020 • 17:16 Uhr

Sportstudios rechnen mit 865 Millionen Euro weniger Umsatz

Für die knapp 10.000 Fitness- und Gesundheits-Anlagen in Deutschland erwartet die Branche wegen Corona einen Umsatzrückgang von 865 Millionen Euro in diesem Jahr. Das teilte der Deutsche Sportstudio-Verband (DSSV) als Ergebnis einer Umfrage bei seinen Mitgliedern mit. Im Jahr 2019 betrug der Umsatz den Angaben zufolge 5,51 Milliarden Euro. Dazu rechnet der DSSV mit einem Mitgliederrückgang von 11,66 Millionen Menschen, die Ende vergangenen Jahres registriert waren, auf 9,83 Millionen Personen. Von der Bundesregierung wird jetzt die Auflage eines branchenspezifischen Nothilfeprogramms gefordert.

Basis der Zahlen ist eine Umfrage, an der vom 5. bis 12. November 1344 im DSSV organisierte Betriebe teilgenommen haben. Zu den Kündigungen in den Studios rechnet der Dachverband mit weiteren fünf Prozent vorübergehend stillgelegter Mitgliedschaften, die erst wieder mit Abklingen der Pandemie aktiv werden könnten. Sollten auch diese Verträge nicht erneuert werden, könnte der Umsatzrückgang um weitere 275,5 Millionen auf mehr als eine Milliarde Euro anwachsen.

18.11.2020 • 17:07 Uhr

Bundestag sieht weiter epidemische Lage von nationaler Tragweite

Der Bundestag hat den Fortbestand einer sogenannten epidemischen Lage von nationaler Tragweite festgestellt. In namentlicher Abstimmung sprachen sich 423 Abgeordnete für einen entsprechenden Antrag von Union und SPD aus. 91 Abgeordnete stimmten dagegen, 134 enthielten sich. Der Bundestag hatte eine "epidemische Lage von nationaler Tragweite" bereits am 25. März festgestellt. Der Schritt ist laut Infektionsschutzgesetz Grundlage für Corona-Schutzmaßnahmen und Sonderbefugnisse zum Beispiel der Regierung, um im Kampf gegen die Corona-Pandemie Rechtsverordnungen zu erlassen, ohne dass der Bundesrat zustimmen muss. Das können etwa Reiseregeln oder Testvorgaben sein. Normalerweise ist bei Verordnungen ein Ja der Länderkammer notwendig.

18.11.2020 • 17:02 Uhr

Weiterer Rückgang der Mobilität im Teil-Lockdown

Die Mobilität der Menschen in Deutschland ist in der zweiten Woche des Teil-Lockdowns erneut gesunken. Wie das Statistische Bundesamt nach einer Auswertung experimenteller Daten mitteilte, sank die durchschnittliche Mobilität im Vergleich zur Vorwoche um weitere 2,6 Prozent. In den beiden Wochen vom 2. bis 15. November 2020 lag die Mobilität der Menschen im Durchschnitt 8,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau, hieß es. Am stärksten war der Mobilitätsrückgang in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg mit gut einem Fünftel weniger Bewegungen als im Vorjahr. Ausnahmen bildeten lediglich Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Hier stieg die Mobilität der Bevölkerung um zwölf beziehungsweise um acht Prozent.

18.11.2020 • 16:46 Uhr

Studie: Menschen schützen in der Pandemie zunächst sich selbst

Menschen kümmern sich in der Corona-Pandemie laut einer Studie zunächst um die eigene Sicherheit, bevor sie andere schützen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Instituts für Psychologie an der Universität Bamberg. Untersucht wurde, welche Schutzmaßnahmen die Befragten umsetzen und wie diese Umsetzung davon beeinflusst wird, welche Schutzwirkung sie sich davon für sich selbst und für andere versprechen. Überraschend sei gewesen, "dass sogar für prosoziale Menschen der Schutz anderer Personen zweitrangig ist", sagte Studienleiter Johannes Leder. Die Ergebnisse wurden am 5. November in der Fachzeitschrift "Comprehensive Results in Social Psychology" veröffentlicht.

18.11.2020 • 16:35 Uhr

Gastrobranche: Warten weiter auf Novemberhilfen

Vertreter der Gastronomiebranchen haben sich in einem "Brandbrief" an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder gewandt. Die Chefs von 40 Betrieben kritisierten, dass bislang von den in Aussicht gestellten Hilfen während des Teil-Shutdowns im November noch nichts angekommen sei. Durch bürokratisches Klein-Klein werde die Auszahlung immer weiter verzögert, hieß es in dem Schreiben. Zugleich befürchten die Gastronomen, dass die Beschränkungen auch über den November hinaus aufrechterhalten werden. "Auch für alle kommenden Zeiten eines Lockdowns muss die Gastronomie entschädigt werden", forderten sie.

Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem Vertreter der Café- und Restaurantketten L'Osteria, Hans im Glück, und Coffee Fellows. Auch der Koch Tim Mälzer und Privatbrauerei Gaffel Becker waren dabei. Die Bundesregierung hat Zuschüsse etwa für Gastronomiebetriebe sowie Solo-Selbstständige wie Künstler zugesagt, die seit Anfang November von den behördlich angeordneten Schließungen im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus betroffen sind. Firmen sollen erste Gelder ab Ende des Monats ausgezahlt bekommen. Geschehen soll das nach Angaben der Bundesregierung in Form von Abschlagszahlungen.

18.11.2020 • 16:28 Uhr

Demonstration gegen Corona-Politik weitgehend beendet

Die Demonstration gegen die Corona-Politik in Berlin- Mitte ist weitgehend beendet. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete, die Versammlung löse sich nach und nach auf. Der Platz am Brandenburger Tor sei wieder frei. Die Proteste gegen die Corona-Auflagen dauerten damit um die sieben Stunden. Bereits am Morgen hatten sich die ersten Menschen versammelt. Die Polizei setzte mehrmals Wasserwerfer gegen Demonstranten ein, weil die Menschen sich trotz Aufforderungen der Polizei weigerten, den Platz zu verlassen. Viele hatten gegen die Auflage der Maskenpflicht verstoßen.

18.11.2020 • 16:24 Uhr

Reform des Infektionsschutzgesetzes passiert auch Bundesrat

Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat die Reform des Infektionsschutzgesetzes passieren lassen, um die Corona-Maßnahmen künftig auf eine genauere rechtliche Grundlage zu stellen. Damit kann das Gesetz nach Ausfertigung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Kraft treten.

18.11.2020 • 16:23 Uhr

NRW will mindestens 53 Impfzentren einrichten

Nordrhein-Westfalen plant angesichts der erwarteten Bereitstellung eines oder mehrerer Corona-Impfstoffe die Errichtung von mindestens 53 Impfzentren. In jedem Kreis beziehungsweise jeder kreisfreien Stadt des bevölkerungsreichsten Bundeslands soll zumindest ein Impfzentrum entstehen, wie das Landesgesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte. Darüber hinaus sind mobile Teams geplant, die insbesondere für Impfungen vulnerabler Gruppen in stationären Einrichtungen wie Pflegeeinrichtungen eingesetzt werden sollen.

Auch die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen werden demnach in die Impforganisation für das bei ihnen tätige medizinische Personal eingebunden. "In einem Land mit rund 18 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern stehen wir damit vor einer gewaltigen Aufgabe, die es so noch nicht gegeben hat", erklärte der Düsseldorfer Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

18.11.2020 • 16:21 Uhr

Krankenhausgesellschaft: Kliniken verschieben planbare Behandlungen

Die Kliniken in Deutschland sagen wegen der ansteigenden Zahl von zu behandelnden Covid-19-Patienten immer häufiger Operationen ab. Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft DKG, Gerald Gaß, wies im SWR darauf hin, dass planbare Regelleistungen aufgeschoben würden: "Das wird aktuell bereits gemacht. Wir haben viele Krankenhäuser, die schon massiv belegt sind." Stand jetzt seien bereits 20 Prozent mehr Corona-Patienten auf den Intensiv- und Normalstationen als zum Höhepunkt der Pandemiewelle im April. "Deswegen ist die Rückführung des Regelsystems heute schon Realität."

Gaß versicherte, es bleibe das Ziel, die dringend notwendigen Behandlungen im Bereich der Regelversorgung aufrecht zu erhalten. Das werde auch gelingen. Allerdings müssten Patienten mit Wartezeiten rechnen: "Das heißt beispielsweise, dass planbare Leistungen wie Hüftimplantate und ähnliches um einige Wochen verschoben werden, um Platz auf den Stationen zu haben und auch die personellen Kapazitäten frei zu bekommen."

Diese Entwicklung belaste die Kliniken finanziell: "Der Umstand, dass wir für die Covid-Patienten mehr Personal benötigen, führt dazu, dass wir insgesamt weniger Patienten behandeln können und deswegen automatisch weniger Rechnungen an die Krankenkassen verschickt werden." Die Folge seien unmittelbaren Einnahmeausfälle.

18.11.2020 • 15:48 Uhr

Bundestag beschließt neues Infektionsschutzgesetz

Der Bundestag hat das neue Infektionsschutzgesetz mit klarer Mehrheit beschlossen. Für das Gesetz, mit dem die Corona-Maßnahmen künftig besser vor Gericht Bestand haben sollen, votierten in namentlicher Abstimmung 415 Abgeordnete, es gab 236 Nein-Stimmen und acht Enthaltungen. In dem Gesetz werden Einschränkungen wie Restaurantschließungen oder Kontaktauflagen explizit aufgelistet.

Am Nachmittag ist nun ebenfalls noch die Abschlussberatung im Bundesrat geplant, der dafür zu einer Sondersitzung zusammengekommen ist.

18.11.2020 • 15:27 Uhr

Demonstranten in Berlin weigern sich abzuziehen

Die Corona-Demonstration in Berlin ist aufgelöst - aber Tausende Teilnehmer widersetzen sich der Polizei, berichtet rbb-Reporter Olaf Sundermeyer. Sie skandierten unter anderem "Wir bleiben hier". Zwar setzten die Sicherheitskräfte Wasserwerfer ein, allerdings würden sie hohen Wasserdruck vermeiden, so Sundermeyer. Der Grund dafür sei auch, dass viele Demonstranten Kinder dabei hätten.

18.11.2020 • 15:02 Uhr

Schweiz erhöht Corona-Hilfen

Die Schweiz stellt den durch die Corona-Krise in Bedrängnis geratenen Firmen mehr Geld zur Verfügung. Das Härtefall-Programm des Bundes und der Kantone werde auf eine Milliarde von 400 Millionen Franken aufgestockt. Zudem wolle die Regierung in Bern die Kurzarbeitsentschädigung ausweiten und Profi-Sportclubs Zuschüsse von bis zu 115 Millionen Franken gewähren. Auf eine Neuauflage des Notkredit-Programms für Firmen verzichte die Regierung vorerst.

18.11.2020 • 14:29 Uhr

Impfstoff von Biontech und Pfizer sogar zu 95 Prozent wirksam

Der in Zusammenarbeit mit dem deutschen Partner Biontech entwickelte Impfstoffkandidat des US-Unternehmens Pfizer ist weiteren Studienergebnissen zufolge sogar zu 95 Prozent wirksam. Das Mittel scheine ältere Menschen zu schützen, die das höchste Risiko haben, nach einer Covid-19-Erkrankung zu sterben, teilte der Konzern mit.

Pfizer hatte bereits vergangene Woche Ergebnisse seiner Studie veröffentlicht und da von einer 90-prozentigen Wirksamkeit gesprochen. Für den Impfstoff wolle man innerhalb von Tagen eine Zulassung bei der US-Behörde FDA beantragen.

18.11.2020 • 14:08 Uhr

Jugendherbergen könnten für Unterricht genutzt werden

Das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) hat seine bundesweit rund 450 Häuser als vorübergehende Nebenstandorte von Schulen für Unterricht während der Coronapandemie angeboten. Eine entsprechende Offerte legte DJH-Hauptgeschäftsführer Julian Schmitz in dieser Woche dem Bundesbildungsministerium vor, wie das Jugendherbergswerk in Detmold mitteilte.

Zur Begründung verwies das DJH auf aktuelle Debatten über eine Entzerrung der Unterrichtssituation durch Klassenteilung oder Unterricht in anderen Räumlichkeiten. Die Gruppenräume in den Häusern der 14 DJH-Landesverbände könnten "schnell und einfach zu Klassenräumen umfunktioniert werden". Auch sei die Verpflegung größerer Schülergruppen für die geschulten Herbergsmitarbeiter kein Problem. Zudem verfügten die Jugendherbergen als geschützte und sichere Orte auch über Flächen für Pausenangebote.

18.11.2020 • 13:57 Uhr

Forscher fordern nationale Strategie

Mehrere medizinische Fachgesellschaften raten dringend dazu, weiter Kontakte zu reduzieren sowie Abstandsgebote und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Eine langfristige, nationale Strategie könnte zu mehr Akzeptanz und Nutzen führen, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi) in einem gemeinsamen Positionspapier mit der Deutschen Gesellschaft für Sozial- und Präventivmedizin (DGSMP), der Deutschen Gesellschaft für Public Health und der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS).

Es sei wichtig, sich auf Bundesebene auf einheitliche Kriterien und Maßnahmen zu einigen und diese in den Regionen konsequent umzusetzen, schreiben die Fachgesellschaften. Dazu sollten die Testkapazitäten ausgebaut und die Umsetzung der Kontaktnachverfolgung fortlaufend bewertet werden. Wichtig seien außerdem Regeln für den internationalen Reiseverkehr, der Ausbau einer regionalen und nationalen Datengrundlage, regionale Frühwarnsysteme sowie Ausstiegsszenarien. Die Wissenschaftler heben auch eine notwendige, höhere Akzeptanz der Bevölkerung hervor.

18.11.2020 • 13:44 Uhr

Telefonseelsorge: Pandemie verstärkt Einsamkeit

Die erneut verschärfte Lage in der Corona-Pandemie mit einer stärkeren Einschränkung des sozialen und wirtschaftlichen Lebens schlägt sich auch bei der Telefonseelsorge in Niedersachsen nieder. Seit dem Sommer riefen vermehrt Menschen an, die unter Einsamkeit und Ängsten litten, sagte der Sprecher der Telefonseelsorge im Bereich der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Daniel Tietjen der Nachrichtenagentur epd.

Vor allem Menschen, die ohnehin nur wenige soziale Kontakte hätten, litten jetzt darunter, dass sie ihre Bekannten gar nicht mehr sehen könnten. Auch für Menschen mit psychischen Erkrankungen verschärfe sich die Situation zusehends. Viele berichteten, dass Therapien verschoben würden und Anlauf- und Beratungsstellen geschlossen oder überlaufen seien. Das sei bereits im Frühjahr so gewesen und wiederhole sich jetzt. Der Diakon und Religionspädagoge forderte, der Staat müsse dafür sorgen, dass für psychisch Kranke mehr Angebote geschaffen würden.

18.11.2020 • 13:36 Uhr

EU setzt auf Antigen-Tests

Die schnellen Antigen-Tests auf das Coronavirus können nach Ansicht der EU-Kommission einen erheblichen Anteil zur Eindämmung der Pandemie beitragen. Das Testen sei ein entscheidendes Werkzeug im Kampf gegen das Virus, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides in Brüssel. Deshalb stellte die Brüsseler Behörde unverbindliche Empfehlungen für den Gebrauch der Antigen-Tests vor, über die die EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag während einer Videokonferenz beraten könnten. 

Antigen-Tests reagieren zwar weniger empfindlich auf das Coronavirus als sogenannte PCR-Tests, liefern aber deutlich schneller ein Ergebnis.  Der EU-Kommission zufolge sollten sie in Situationen benutzt werden, in denen das schnelle Erkennen Infizierter bei der Bewältigung eines Ausbruchs helfe oder eine regelmäßige Kontrolle von Hochrisikogruppen nötig sei - etwa von medizinischem Personal oder Pflegekräften in Altersheimen.

18.11.2020 • 13:30 Uhr

Wie immun sind wir nach einer Corona-Infektion?

Neue Studien zeigen, dass es nach einer durchgestandenen Corona-Infektion - anders als bisher vermutet - doch auch nach längerer Zeit eine gewisse Immunität gibt.

18.11.2020 • 13:04 Uhr

Ungarn verlängert Notstand um zwei Monate

Im Kampf gegen die zweite Corona-Welle hat Ungarn den seit Anfang November geltenden Notstand um zwei Monate bis zum 8. Februar verlängert. Damit können auch die seit Anfang November geltenden Beschränkungen, darunter eine nächtliche Ausgangssperre ab 20 Uhr, Versammlungsverbote sowie Online-Unterricht für Gymnasien und Universitäten, verlängert werden.

18.11.2020 • 12:47 Uhr

Polizei löst Demonstration in Berlin auf - Wasserwerfer eingesetzt

Die Demonstration mit Tausenden Teilnehmern gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung vor dem Brandenburger Tor in Berlin wird aufgelöst. Die Polizei setzt Wasserwerfer ein, um die Demonstration aufzulösen.

Grund für das Durchgreifen der Polizei sei, dass die Demonstrationsteilnehmer Abstandsregeln nicht eingehalten und keine Masken getragen hätten, berichtet rbb-Korrespondent Olaf Sundermeyer. Die Menge reagiere mit Unverständnis und teilweise mit Gewalt. "Die ersten Flaschen fliegen, Bengalos sind gezündet worden", so Sundermeyer. Unter den Demonstranten seien auch zahlreiche Rechtsradikale.

Der Entscheidung zur Auflösung war ein Ultimatum der Polizei an den Versammlungsleiter voraus gegangen, die Auflagen für die angemeldete Demonstration umzusetzen.

18.11.2020 • 12:23 Uhr

Über 7000 Neuinfektionen in Österreich

In Österreich steigen die Corona-Infektionszahlen und Todesfälle weiter an. Die Behörden meldeten 7091 neue Positiv-Tests binnen 24 Stunden. Innerhalb eines Tages starben erstmals mehr als 100 Menschen. Immer mehr Covid-19-Erkrankte müssen im Krankenhaus behandelt werden - zuletzt waren es 4592 Personen, 682 davon auf Intensivstationen.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober warnte zuletzt vor einem drohenden Kapazitätsengpass in den Spitälern. Das Land ist seit Dienstag in einem zweiten vollständigen Lockdown.

Der menschenleere Prater in Wien | dpa

Der menschenleere Prater in Wien Bild: dpa

18.11.2020 • 12:06 Uhr

Glaube an Verschwörungen in Pandemie weit verbreitet

Verschwörungsmythen sind in der aktuellen Corona-Pandemie in Deutschland weit verbreitet. Das geht aus der 10. Leipziger Autoritarismus-Studie mit dem Titel "Autoritäre Dynamiken. Alte Ressentiments - neue Radikalität" hervor.

Demnach gab es bei 47,8 Prozent der Befragten eine deutliche Zustimmung zu der Aussage: "Die Hintergründe der Corona-Pandemie werden nie ans Licht der Öffentlichkeit kommen" und bei 33 Prozent zu der Aussage: "Die Corona-Krise wurde so groß geredet, damit einige wenige davon profitieren können". Im Osten waren diese Überzeugungen dabei wesentlich stärker ausgeprägt als im Westen.

Der Direktor des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig, Oliver Decker, sprach von einer Zunahme solcher Einstellungen und warnte, dass Verschwörungmythen als "Einstiegsdroge" für ein antimodernes Weltbild wirken könnten. Sie seien neben der Ausländerfeindlichkeit derzeit sehr tragfähige Bindeglieder zwischen den verschiedenen antidemokratischen Milieus - genauso wie Antisemitismus und Antifeminismus.

Die Leipziger Autoritarismus-Studie erscheint seit 2002 alle zwei Jahre. Für die aktuelle Erhebung wurden vom 2. Mai 2020 bis 19. Juni 2020 bundesweit 2503 Menschen befragt.

18.11.2020 • 12:01 Uhr

Einreiseerleichterungen für internationale Paare

Trotz Einreisebeschränkungen können unverheiratete ausländische Partner künftig leichter ihren Freund oder ihre Freundin in Deutschland besuchen. Die Neuerungen gelten ab diesem Mittwoch, wie das Bundesinnenministerium mitteilte.

Konkret werden die Vorgaben für den Nachweis einer dauerhaften Beziehung gelockert. Gefordert wird nun eine Einladung des Partners, der in Deutschland wohnt und eine von beiden unterschriebene Erklärung, in der unter anderem versichert wird: "Unsere Beziehung beruht nicht nur auf mündlicher oder schriftlicher oder anderer elektronischer Kommunikation." Das Paar muss zudem mindestens ein persönliches Treffen belegen, etwa mit Pass-Stempeln oder Reiseunterlagen.

Die Erleichterungen betreffen Paare, bei denen einer von beiden keine deutsche Staatsbürgerschaft hat und in einem Nicht-EU-Staat wohnt, der nicht auf der so genannten Positivliste steht.

18.11.2020 • 11:25 Uhr

Japan meldet Höchstwert bei Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Japan ist erstmals seit Ausbruch der Pandemie auf mehr als 2000 Fälle gestiegen. Auch die Hauptstadt Tokio, die im kommenden Jahr die Olympischen Spiele ausrichten will, meldete mit 493 neuen Corona-Fällen binnen 24 Stunden einen Tagesrekord.

Experten sehen hinter den erneut drastisch steigenden Fallzahlen bereits die dritte Infektionswelle, auch wenn die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt im internationalen Vergleich weiterhin relativ gut dasteht. Praktisch jeder Bürger in dem 127-Millionen-Land trägt eine Schutzmaske. Japanischen Medienberichten zufolge plant die Stadtverwaltung in Tokio angesichts des Rekordanstiegs die Ausrufung der höchsten Warnstufe.

Harte Ausgangsbeschränkungen wie in Europa oder anderen Ländern hat es in Japan zu keinem Zeitpunkt gegeben.

18.11.2020 • 11:04 Uhr

Corona-Ausbrüche in zwei weiteren Pflegeheimen

Bei großen Corona-Ausbrüchen in zwei weiteren Pflegeeinrichtungen sind insgesamt mehr als 110 Bewohner positiv getestet worden. Wie die jeweiligen Einrichtungen und Landkreise mitteilten, kam es im niedersächsischen Melle im Landkreis Osnabrück und im sächsischen Freital zu den Ansteckungen. In beiden Fällen seien die Betroffenen isoliert worden. Zuletzt hatten die Ausbrüche in Heimen deutschlandweit wieder zugenommen. In einem Haus in Berlin-Lichtenberg war es zu 15 Todesfällen gekommen.

18.11.2020 • 10:58 Uhr

Bremer Bürgermeister dämpft Hoffnung auf baldige Lockerungen

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat Hoffnungen auf eine Lockerung der Corona-Beschränkungen bis Ende des Jahres gedämpft. "Wer darauf setzt, dass bis Weihnachten vieles wieder möglich ist, könnte bitter enttäuscht werden", sagte der SPD-Politiker der "Welt". Vermutlich müssten die privaten Kontakte auch über die Feiertage "möglichst eng begrenzt" werden.

In der kommenden Woche wollen sich die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut mit den Corona-Regeln befassen. Beim jüngsten Treffen am Montag wurde eine Entscheidung über neue Corona-Beschlüsse vertagt. Die Bundesregierung hatte weitere Verschärfungen angepeilt, die Länder lehnten dies jedoch ab.

18.11.2020 • 10:50 Uhr

Tausende Demonstranten versammeln sich im Regierungsviertel

Bundestag und Bundesrat stimmen heute über Neuregelungen des Infektionsschutzgesetzes ab. Obwohl Kundgebungen im Regierungsviertel verboten wurden, haben sich bereits zahlreiche Demonstranten versammelt. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

18.11.2020 • 10:36 Uhr

Lebenszufriedenheit in der Krise laut "Glücksatlas" gesunken

Die Corona-Krise hat einer Umfrage zufolge die Lebenszufriedenheit der Menschen in Deutschland gesenkt. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerteten die Befragten ihre allgemeine Zufriedenheit in diesem Jahr im Schnitt mit 6,74 Punkten - nach dem bisherigen Höchststand von 7,14 Punkten im Vorjahr. Das geht aus dem neuen "Glücksatlas" hervor.

Die Zufriedenheit der Menschen in Westdeutschland sank demnach um 0,42 Punkte und somit stärker als in Ostdeutschland (minus 0,30). Frauen büßten laut Studie mit minus 0,47 Punkten deutlich mehr an Zufriedenheit ein als Männer (minus 0,33 Punkte). Für die Studie im Auftrag der Deutschen Post, die zum zehnten Mal erhoben wurde, befragte das Institut für Demoskopie in Allensbach von März bis Juni - also während des ersten Corona-Lockdowns - knapp 4700 Bundesbürger ab 16 Jahren.

18.11.2020 • 10:21 Uhr

Krankenhausgesellschaft rechnet mit Einschränkungen im Regelbetrieb

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) rechnet damit, dass die Regelversorgung in den Kliniken wegen der Corona-Krise bis ins kommende Frühjahr stark eingeschränkt sein könnte. "Bleibt die Zahl der Neuinfektionen auf dem aktuellen Niveau, werden wir bis zum nächsten Frühjahr massive Einschränkungen bei den planbaren Eingriffen haben", sagte DKG-Präsident Gerald Gaß den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Mindestens jeder dritte planbare Eingriff wird nicht stattfinden können."

18.11.2020 • 10:11 Uhr

Hunderte demonstrieren am Bundestag gegen Corona-Regeln

Mehrere hundert Menschen haben schon vor Beginn der Bundestagssitzung zum Infektionsschutzgesetz gegen die Corona-Einschränkungen demonstriert. Nach Angaben der Polizei versammelten sie sich rund um das abgesperrte Reichstagsgebäude und den Platz der Republik. Die Stimmung sei bislang ruhig, sagte ein Polizeisprecher.

Wie viele Demonstranten erwartet werden, ist unklar. Es könnten laut Polizei mehrere tausend bis mehr als zehntausend werden. Es gelten dabei Bestimmungen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und das Abstandhalten. 2000 Polizisten sind im Einsatz, darunter Unterstützung aus neun weiteren Bundesländern und von der Bundespolizei.

Demonstranten haben sich vor dem Brandenburger Tor in Berlin versammelt. | AP

Hunderte Demonstranten haben sich in der Nähe des Bundestages vor dem Brandenburger Tor versammelt. Bild: AP

18.11.2020 • 10:07 Uhr

Grünen-Politikerinnen fürchten Übergriffe auf Bundestagsabgeordnete

Politikerinnen der Grünen sind in Sorge über eine wachsende Aggressivität von Gegnern der aktuellen Corona-Politik. "Eine lebhafte, kritische Debatte über die Corona-Maßnahmen ist richtig und wichtig und das Demonstrationsrecht ein hohes Gut", sagte Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Jedoch sei die Aggressivität, mit der dazu aufgerufen werde, die Abgeordneten in ihrer freien Mandatsausübung und sogar ihre Mitarbeiter zu behindern oder einzuschüchtern, "zutiefst besorgniserregend und nicht akzeptabel".

Auch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sagte der "Rheinischen Post", Kritik und Widerspruch gegen Gesetze seien legitim. "Eine Grenze ist überschritten, wenn Abgeordnete in ihrer freien Mandatsausübung behindert oder eingeschüchtert werden sollen." Sie finde es "perfide, wie insbesondere rechte Gruppen Verschwörungstheorien verbreiten und hetzen". Wie zuvor schon andere Bundestagsabgeordnete berichtete Göring-Eckardt von massenhaft eintreffenden E-Mails, die sich gegen die Reform des Infektionsschutzgesetzes richten, über die der Bundestag heute Mittag abstimmt.

18.11.2020 • 09:44 Uhr

Neun von zehn Eilanträgen gegen Teil-Lockdown gescheitert

Die seit Anfang des Monats geltenden Einschränkungen des Teil-Lockdowns haben nach Angaben des Deutschen Richterbunds in den meisten Fällen Bestand. "In etwa neun von zehn Eilverfahren haben die Gerichte die Einschränkungen bestätigt, weil die Gerichte den Gesundheitsschutz der Bevölkerung im einstweiligen Rechtsschutz höher gewichtet haben als die Einschränkungen für die Betroffenen", sagte der Bundesgeschäftsführer des Richterbunds, Sven Rebehn, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Ihm zufolge gingen bis Montag insgesamt rund 600 Eilanträge gegen die Maßnahmen ein.

18.11.2020 • 09:06 Uhr

Lettlands Regierungschef vorsorglich in Selbstisolation

Lettlands Regierungschef Krisjanis Karins hat sich wegen eines möglichen Corona-Kontakts vorsorglich in Quarantäne begeben. "Ich war in Kontakt mit einer Person, bei der Covid-19-typische Symptome aufgetreten sind. Bis ich das Testergebnis erhalte, habe ich mich selbst isoliert und werde aus der Ferne arbeiten, um das Risiko für die Gesundheit meiner Mitmenschen zu verringern", schrieb Karins auf Twitter. Er hatte sich bereits im Frühjahr einmal aus ähnlichen Gründen in Selbstisolation begeben. Sein Corona-Test fiel später negativ aus.

Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern hat im Herbst einen rasanten Anstieg der Neuinfektionen verzeichnet. Die Regierung in Riga hat deshalb zum zweiten Mal einen rund einmonatigen Notstand bis zum 6. Dezember ausgerufen. Wie bereits im Frühjahr sind dadurch das öffentliche Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten eingeschränkt.

18.11.2020 • 08:47 Uhr

Berliner Polizei erwartet "Mammutaufgabe" bei neuen Corona-Protesten

Die Berliner Polizei rechnet mit einem schwierigen Einsatz bei den für heute angekündigten Protesten von Gegnern der Corona-Politik. "Es wird eine Mammutaufgabe heute", sagte der Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei, Benjamin Jendro, dem rbb. Die jüngsten Demonstrationen in Leipzig und Frankfurt hätten gezeigt, wie schnell solche Versammlungen eskalieren und wie schnell es eine Hilflosigkeit der Einsatzkräfte geben könne. Es werde vor Ort sehr auf Improvisationstalent ankommen, so Jendro. Die Berliner Polizei sei jedoch erfahren genug, um sie die Lage in den Griff zu bekommen.

18.11.2020 • 08:38 Uhr

Steinmeier: Corona-Impfstoff mit ärmeren Ländern teilen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat an Deutschland und die Europäische Union appelliert, ihre Kontingente eines Impfstoffes gegen das Coronavirus mit ärmeren Ländern zu teilen. In einem Gastbeitrag für den "Tagesspiegel" schrieb Steinmeier mit Blick auf die von der EU mit Pharmafirmen ausgehandelten Verträge über den Kauf von Impfstoffen: "Deutschland und Europa sollten jetzt ein politisches Signal geben, dass sie bereit sind, von Beginn an einen Teil dieser Kontingente abzugeben, um etwa Gesundheitspersonal auch in ärmeren Ländern der Welt so rasch wie möglich zu schützen."

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Archivbild) | dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zur weltweiten Solidarität in der Corona-Pandemie aufgerufen. Bild: dpa

18.11.2020 • 08:32 Uhr

Verbände kritisieren Kontaktbeschränkungen als "kinderfeindlich"

Kinderschutzverbände haben den Appell von Bund und Ländern, auch die Kontakte von Kindern und Jugendlichen weiter zu begrenzen, scharf kritisiert. "Soziale Interaktion ist sehr wichtig, gerade für Jugendliche ist sie das zentrale Entwicklungsmoment", sagte der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks, Holger Hofmann, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es sei "völlig unverhältnismäßig und kinderfeindlich", dies auf einen Kontakt zu beschränken. Mit der Schließung von Sportvereinen, Kulturstätten und Freizeitzentren werde Kindern und Jugendlichen ohnehin schon sehr viel zugemutet. "Man erreicht damit nur, dass Verständnis verspielt wird bei Kindern und Jugendlichen."

Auch der Deutsche Kinderschutzbund sieht den Vorstoß mit großer Sorge. "Es ist furchtbar für das Kind, das sich zwischen seinen Freunden entscheiden soll, und es ist furchtbar für jenes Kind, das im Zuge einer solchen Entscheidung vielleicht abgewiesen werden musste", sagte Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers. Es ärgere ihn, dass in den jüngsten Vorschlägen für Kontaktbeschränkungen vor allem Kinder und Jugendliche im Zentrum stünden. "Denn gleichzeitig läuft in den Bürohäusern deutscher Innenstädte ein völlig ungeregelter Präsenzbetrieb weiter."

18.11.2020 • 08:05 Uhr

Mehr als 8,9 Millionen Infektionen in Indien

In Indien ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionsfälle um 38.617 auf mehr als 8,9 Millionen gestiegen. Binnen 24 Stunden seien zudem 474 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert worden, teilte das indische Gesundheitsministerium mit. Insgesamt starben damit 130.993 Menschen. Indien verzeichnet nach den USA weltweit die meisten Ansteckungsfälle. Seit einem Höchststand im September gehen die täglichen Neuinfektionen jedoch zurück.

18.11.2020 • 07:45 Uhr

Paul Ehrlich-Institut hält Impfstoff-Risiken für gering

Das für die Zulassung von Impfstoffen zuständige Paul Ehrlich-Institut sieht keine Anzeichen für bedeutende Nebenwirkungen der vielversprechendsten Corona-Impfstoffkandidaten. "Alle Daten, die wir gesehen haben hinsichtlich der Sicherheit der Impfstoffprodukte, die entwickelt werden, in den klinischen Prüfungen, die bisher gelaufen sind, lassen bislang nicht darauf schließen, dass solche Risiken vorhanden sind", sagte der Präsident des bundeseigenen Instituts, Klaus Cichutek, im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. In den Phase-3-Studien seien mehr als 10.000 Probanden mit jeweils demselben Präparat geimpft worden, so dass selbst Nebenwirkungen, die mit geringer Häufigkeit auftreten, gut zu erkennen seien.

Cichutek wies zugleich die Behauptung von Impfstoff-Gegnern zurück, sogenannte mRNA-Impfstoffe wie jene der Pharmafirmen Moderna und Biontech veränderten das Erbgut: "Die wissenschaftliche Datenlage besagt ganz klar, dass eine Veränderung des Erbguts von Körperzellen nicht vorkommen kann." Auch auf die Verursachung von Autoimmunkrankheiten gebe es keinerlei Hinweise. Sollte eines der in Entwicklung befindlichen Vakzine zugelassen werden, so geschehe dies wahrscheinlich unter Auflagen, sagte Cichutek. Das Paul Ehrlich-Institut werde Wert darauf legen, dass eine Nachverfolgung der geimpften Probanden für längere Zeit erfolgt.

Klaus Cichutek , Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts lobt die gute Zusammenarbeit auch mit den US-Behörden. "Wir müssen es schaffen, mehrere Impfstoffe in die Zulassung zu bekommen." | dpa

Der Präsident des Paul Ehrlich-Instituts, Klaus Cichotek, hat Behauptungen von Impfstoff-Gegnern zurückgewiesen. Bild: dpa

18.11.2020 • 06:55 Uhr

Umfrage: Unternehmen planen langfristig mit Homeoffice

Der von der Corona-Krise ausgelöste Trend zum Homeoffice wird die Wirtschaft in Deutschland laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Deloitte langfristig verändern. 66 Prozent der befragten Finanzvorstände gaben an, dass ihr Unternehmen auch langfristig vermehrt auf "Remote Working" setzen werde. 43 Prozent sagten, ihre Firma werde die Cyber-Absicherung dafür stark ausbauen. Gleichzeitig rechnet ein Teil der insgesamt 100 befragten Finanzvorstände jedoch mit Einsparpotenzial: Der Aussage "Wir planen, unsere Büroflächen aufgrund des erhöhten Homeoffice-Angebots in Zukunft zu reduzieren" stimmten 37 Prozent zu.

18.11.2020 • 06:45 Uhr

Australischer Bundesstaat verkündet sechstägigen Lockdown

Nach einem erneuten Auftreten von Corona-Fällen in der australischen Metropole Adelaide hat der Bundesstaat South Australia einen sechstägigen Lockdown für seine fast zwei Millionen Einwohner angekündigt. Schulen, Restaurants und Fabriken sollen ab Donnerstag geschlossen bleiben. Die Menschen sind aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Auch Sport im Freien ist während des Zeitraums untersagt. Insgesamt ist Australien bislang vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Bei einer Einwohnerzahl von 25 Millionen wurden rund 27.700 Corona-Infektionen und 907 Todesfälle verzeichnet.

18.11.2020 • 06:30 Uhr

Logistikbranche bereitet sich auf Impfstoffverteilung vor

Weil die Entwicklung von Corona-Impfstoffen vielversprechend verläuft, trifft die Logistikbranche erste Vorkehrungen. Die Unternehmen DHL sowie Kühne + Nagel teilten mit, dass sie bereits Lieferverträge abgeschlossen hätten. Details dazu nannten sie nicht. Auch Fedex und UPS wollen sich einen Teil des globalen Geschäfts sichern.

Größte Herausforderung ist die Kühlung - manche Präparate benötigen durchgängige Temperaturen von minus 70 Grad Celsius. DHL erwägt, für sein Pharma-Logistiknetz mehrere Hundert Tiefkühlschränke für solche extremen Temperaturen zu beschaffen. Schon jetzt hat die Firma solche "Ultralow-Freezer" für spezielle Substanzen im Lager.

Kühlschränke für Impfstoffe und Medikamente stehen in einem Lager des Pharma-Konzerns Pfizer. | AP

Kühlschränke wie diese in einem Lager der US-Pharmafirma Pfizer werden für die Impfstoff-Aufbewahrung benötigt. Bild: AP

18.11.2020 • 05:31 Uhr

RKI: 17.561 Neuinfektionen und 305 weitere Todesfälle

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 17.561 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen steigt demnach auf 833.307. Den Daten zufolge starben 305 weitere Menschen an oder mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich somit auf 13.119.

18.11.2020 • 05:20 Uhr

Proteste in Slowakei trotz Versammlungsverbots

Trotz Versammlungsverbots sind in mehreren Städten der Slowakei am Dienstag Tausende auf die Straßen gegangen, um gegen die Regierung und ihre Corona-Maßnahmen zu protestieren. Allein in der Hauptstadt Bratislava versammelten sich mehrere Tausend Demonstranten an verschiedenen Plätzen. In der dicht gedrängten Menge vor dem Präsidentenpalast trugen nur wenige einen Mund-Nasen-Schutz, wie dies eigentlich auch im Freien vorgeschrieben ist.

Demonstranten in Bratislava | dpa

Mehrere Tausend Demonstranten gingen in Bratislava gegen die Regierung auf die Straßen. Bild: dpa

18.11.2020 • 05:02 Uhr

Montgomery bringt Schichtdienst für Lehrer ins Gespräch

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat angesichts der Corona-Krise mehr Engagement auch von Lehrern eingefordert. "Wo ist die Digitalisierung der Schulen, wo ist aber auch der gesplittete Unterricht und wo sind auch die Lehrer, die dann Schichtdienst machen?", sagte Montgomery am Dienstagabend im ZDF. "Wir sind es im Krankenhaus zum Beispiel gewohnt, bei einem höheren Arbeitsanfall von Patienten, dass wir dann auch mal zwei Schichten machen, dass wir zusätzliche Arbeit leisten."

18.11.2020 • 04:48 Uhr

Frankreich meldet mehr als zwei Millionen Fälle seit Beginn der Pandemie

Frankreich hat am Dienstag die Schwelle von zwei Millionen Corona-Infektionen überschritten. Die Gesundheitsbehörden teilten mit, dass sich seit dem Beginn der Pandemie 2.036.755 Menschen mit dem neuartigen Virus angesteckt hätten. Allein innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien mehr als 45.500 neue Fälle hinzugekommen. Am Montag habe es außerdem mit 33.500 Menschen eine Rekordzahl von Corona-Patienten in Krankenhäusern gegeben. Auf dem Höhepunkt der Pandemie im Frühjahr waren es etwas mehr als 32.000 Menschen. Bislang starben in Frankreich über 46.000 Menschen an den Folgen einer Erkrankung mit dem Virus. 

18.11.2020 • 04:48 Uhr

FDA genehmigt ersten Corona-Selbsttest

Die US-Gesundheitsbehörde FDA genehmigt den ersten Corona-Schnelltest für zu Hause. Der Selbsttest des US-Unternehmens Lucira Health ist ein molekularer Einweg-Test zum Nachweis des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2, das Covid-19 verursacht.