Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa trägt im August 2020 zum Schutz gegen das Coronavirus eine bunte Maske. | REUTERS
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Liveblog zum Coronavirus ++ Südafrika will Grenzen wieder öffnen ++

Stand: 16.09.2020 21:58 Uhr

Südafrika will seine Corona-Auflagen lockern - und unter anderem wieder Ausländern die Einreise erlauben. Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft Ungarn hingegen die Vorsichtsmaßnahmen. Alle Entwicklungen vom Mittwoch zum Nachlesen.

  • RKI: Wien und Budapest sind Risikogebiete
  • Ungarn verschärft Auflagen
  • US-Militär prüft Vorfälle in Garmisch-Partenkirchen
  • EU-Präsidentin von der Leyen kündigt globalen Gesundheitsgipfel an
  • Kabinett verlängert Kurzarbeit-Hilfen bis ins Jahr 2021
  • 1901 registrierte Neuinfektionen in Deutschland
16.9.2020 • 21:57 Uhr

Ende des heutigen Livblogs

Hiermit schließen wir den Liveblog für heute und danken für Ihr Interesse.

16.9.2020 • 21:50 Uhr

Tschechien verschärft Corona-Beschränkungen

Wegen steigender Corona-Zahlen hat Tschechien strengere Regeln verhängt. Gaststätten, Cafés, Bars, Nachtclubs und ähnliche Einrichtungen dürfen nur noch so viele Menschen einlassen wie sie Sitzplätze haben. Das gab das Gesundheitsministerium in Prag bekannt.

Bei Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als zehn Leuten muss jedem Besucher künftig ein Sitzplatz zugeordnet sein. Dadurch solle eine "gewisse Distanz" geschaffen werden, hieß es. Ausnahmen gelten für Ausstellungen und Messen.

Zuvor hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Tschechien einen Rekordwert erreicht. Am Dienstag kamen 1675 weitere Fälle hinzu - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Bisher starben in dem EU-Land 481 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung.

16.9.2020 • 21:42 Uhr

Trump drängt seine Partei zu Bewegung bei Corona-Hilfen

Im Streit um ein weiteres Corona-Hilfspaket hat US-Präsident Donald Trump seine Parteifreunde dazu aufgerufen, sich zu bewegen. "Strebt nach den viel höheren Zahlen, Republikaner, die USA bekommen sowieso alles zurück (auf die eine oder andere Weise!)", schrieb Trump auf Twitter.

Die Reaktionen der Republikaner fielen gemischt, aber insgesamt zurückhaltend aus. "Der Präsident hat seine Meinung, wir haben unsere", sagte etwa Senator Ron Johnson. Die beiden einflussreichsten Demokraten im Kongress, Nancy Pelosi und Chuck Schumer, erklärten dagegen, sie fühlten sich ermutigt. Sie hofften, dass ihnen die Verhandlungsführer im Weißen Haus nun "auf halber Strecke" entgegenkämen.

Nachdem das Parlament bereits Maßnahmen im Volumen von mehr als drei Billionen Dollar zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie genehmigt hat, lagen die beiden politischen Lager zuletzt immer noch zu weit auseinander, als dass sie sich auf ein fünftes Hilfspaket hätten verständigen können. Nach monatelangem Hin und Her ist die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Pelosi, inzwischen bereit, von den ursprünglich geforderten zusätzlichen 3,4 Billionen Dollar auf etwa 2,2 Billionen Dollar herunterzugehen. Die Republikaner, die in der Frage uneins sind, wollten im Senat vergangene Woche aber lediglich Hilfen im Volumen von 300 Milliarden Dollar durchwinken. Das blockierten die Demokraten.

16.9.2020 • 21:07 Uhr

7500 Fans dürfen zum Eröffnungsspiel des FC Bayern München

Am Freitag startet der FC Bayern im heimischen Stadion in die neue Bundesliga-Saison. Es geht gegen den FC Schalke 04. Das Spiel werden voraussichtlich 7500 Fans der Bayern im Stadion verfolgen können.

So viele Zuschauer sollen nach Angaben von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zugelassen werden. Das entspreche zehn Prozent der Stadion-Kapazität.

Gestern hatten sich die Bundesländer eigentlich auf die Grenze von 20 Prozent der Kapazität an Zuschauern pro Stadion geeinigt. Allerdings nur, wenn die Corona-Infektionen in der betreffenden Region maximal 35 bei Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt. München überschreitet diesen Richtwert aber derzeit.

Die Karten für das Spiel am Freitag sollen unter Dauerkarten-Besitzern vergeben werden.

16.9.2020 • 21:00 Uhr

Südafrika kündigt Lockerungen an

Am Wochenende sollen in Südafrika zahlreiche Corona-Auflagen gelockert werden. Das kündigte Präsident Cyril Ramaphosa in einem Statement an, dass auf der Internetseite des Präsidialamtes veröffentlicht wurde.

So will das Land wieder Ein- und Ausreisen erlauben, sowohl für Geschäftsreisen als auch für Freizeiturlaube. Allerdings gelten für die Reisenden strikte Auflagen. So müssen Staatsangehörige aus anderen Ländern einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Zudem sollen Versammlungen zu religiösen, politischen oder sozialen Zwecken wieder gestattet werden, an denen in Innenräumen maximal 250 Personen und im Freien bis zu 500 Personen teilnehmen können.

Theater und Fitness-Center sollen wieder öffnen dürfen, allerdings mit sehr eingeschränkter Zahl an zugelassenen Besuchern. Sportliche Veranstaltungen bleiben aber weiterhin verboten.

Ramaphosa warnte, dass die Gefahr durch das Virus noch nicht überstanden sei. Allerdings habe man das Schlimmste hinter sich. Vor zwei Monaten hätten die Behörden noch bis zu 12.000 neue Infektionen pro Tag gemeldet. Jetzt seien es weniger als 2000. Die Genesungsrate sei auf 89 Prozent gestiegen.

16.9.2020 • 20:06 Uhr

US-Notenbank belässt Leitzins auf Niedrigniveau

Der Leitzins der US-Notenbank bleibt erwartungsgemäß unverändert bei nahe Null. Der Leitzins verbleibe voraussichtlich bis Ende 2023 in der Spanne von 0 bis 0,25 Prozent, teilte die FED mit. Die Zentralbank sei weiter entschlossen, ihre "volle Bandbreite an Werkzeugen" einzusetzen, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern.

16.9.2020 • 20:04 Uhr

Mitarbeiter von Hamburger Bar infiziert

Mehrere Mitarbeiter der Bar "Katze" im Hamburger Schanzenviertel sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Gäste, die am 5., 8. oder 9. September die Bar besucht hatten und noch nicht informiert wurden, sollen sich beim Gesundheitsamt melden.

16.9.2020 • 19:55 Uhr

New York: Verwaltungsmitarbeiter nehmen unbezahlten Urlaub

Rund 500 Beschäftigte der Stadtverwaltung von New York müssen ab dem 1. Oktober in unbezahlten Urlaub gehen. Davon betroffen ist auch der Bürgermeister der Metropole Bill de Blasio.

Das sei ein Schritt, "den man niemals sehen wollte", sagte de Blasio. Doch die finanziellen Belastungen durch die Corona-Krise ließen ihm keine andere Wahl. Aufgrund der Pandemie entgehen New York Einnahmen von umgerechnet etwa 7,6 Milliarden Euro. Durch den unbezahlten Urlaub könnten laut de Blasio rund 730.000 Euro eingespart werden.

16.9.2020 • 19:26 Uhr

Streik in französischen Test-Labors

In Frankreich tritt am Donnerstag ein großer Teil der Mitarbeiter von privaten Corona-Testeinrichtungen in den Streik. Das kündigt eine der größten französischen Gewerkschaften an. Die Aktion ist landesweit auf einen Tag ausgelegt. Die Mitarbeiter klagen über Überlastung, aggressive Patienten und zu wenig Geld. "Unsere Arbeitsbedingungen, das ist wie Stalingrad", sagt ein Angestellter eines Labors bei Paris, der sich an dem Streik beteiligen will.

Innerhalb der letzten 24 Stunden kamen in Frankreich 9784 neue Fälle dazu. Das ist der dritthöchste Anstieg seit Beginn der Pandemie.

16.9.2020 • 19:20 Uhr

Wien ist Risikogebiet

Die österreichische Hauptstadt Wien wird angesichts der hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen als Risikogebiet eingestuft. Grund ist, dass die Zahl der Neuinfektionen seit dem 5. September bei deutlich über 50 Fällen pro 100.000 Einwohner liege. Mit der Einstufung gelten für Besucher Wiens künftig verschärfte Quarantäne-Vorschriften nach der Rückkehr nach Deutschland.

Auch die ungarische Hauptstadt Budapest gilt offiziell als Risikogebiet.

Das Auswärtige Amt warnt daher vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die beiden Hauptstädte. Außerdem weitet es seine Reisewarnung für Teile Frankreichs auf weitere Gebiete aus. Diese gelte nun auch für die Region Hauts-de-France und das Überseegebiet La Réunion,

16.9.2020 • 19:02 Uhr

AfD-Abgeordneter positiv getestet

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Norbert Kleinwächter ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Das hat ein Fraktionssprecher dem ARD-Hauptstadtstudio bestätigt. Die Amtsärztin im Bundestag habe Kleinwächter getestet, so der Sprecher, und der habe das Ergebnis gestern der Fraktion mitgeteilt.

An der Fraktionssitzung der AfD, die immer dienstags stattfindet, habe Kleinwächter nicht teilgenommen. Einige Personen, mit denen er Kontakt hatte, sind nach Hause geschickt worden. Es handelt sich um sechs AfD-Bundestagsabgeordnete und weitere Mitarbeiter. Die Abgeordneten sollen an einer Arbeitskreissitzung gemeinsam mit Kleinwächter teilgenommen, die Mitarbeiter bei einem Sommerfest mit ihm gesprochen haben.

16.9.2020 • 19:02 Uhr

Ungarn verschärft Auflagen

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus verschärft Ungarn seine Schutzvorkehrungen. Gaststätten und Vergnügungslokale müssen künftig um 23 Uhr schließen, kündigte Ministerpräsident Viktor Orban in einem Video auf seiner Facebook-Seite an. Die Maskenpflicht wird auf Ämter, Gesundheitseinrichtungen, Kinos und Theater ausgeweitet. Bisher galt sie schon für öffentliche Verkehrsmittel und in Geschäften. Bereits am 1. September war eine Grenzsperre für Ausländer in Kraft getreten.

In Ungarn ist die Zahl der Infektionen mit dem Virus stark gestiegen. Am Mittwoch betrug die Zahl der Neuansteckungen der letzten sieben Tagen 42,6 pro 100.000 Einwohner. Orban erklärte, er erwarte eine zweite Welle von Infektionen in den Monaten Dezember und Januar.

16.9.2020 • 18:41 Uhr

US-Regierung legt Plan für Verteilung von Impfstoff vor

Die US-Regierung hat einen Plan zur zukünftigen Verteilung eines möglichen Corona-Impfstoffs im Land vorgelegt. Demnach solle der Impfstoff bereits innerhalb von 24 Stunden nach einer Freigabe durch die US-Arzneimittelbehörde FDA in Verteilungszentren transportiert werden, hieß es in den vorgelegten Dokumenten.

Die Impfung solle den Bürgern dann nach und nach weitgehend umsonst zur Verfügung gestellt werden. Priorität hätten dabei unter anderem Mitarbeiter des Gesundheitssystems. Erste Impfungen könnte es im November oder Dezember geben, schätzte der Direktor der US-Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield. "Wenn Sie mich fragen, wann das für die gesamte amerikanische Bevölkerung verfügbar sein wird, damit wir die Impfung nutzen und zu unserem normalen Leben zurückkehren können, dann schauen wir, denke ich, in Richtung des späten zweiten oder des dritten Quartals 202."

16.9.2020 • 18:21 Uhr

Johnson: Zweiter Lockdown in Großbritannien wäre katastrophal

Der britische Premierminister Boris Johnson hat vor einem Parlamentsausschuss erklärt, er wolle keinen zweiten Lockdown. Das wäre für das Land vollkommen falsch. Die finanziellen Konsequenzen wären katastrophal. Er werde alles in seiner Macht stehende tun, um einen weiteren Lockdown zu verhindern.

Johnson kündigt außerdem an, die Zahl der Corona-Tests erheblich heraufzuschrauben. "Wir werden bis Ende Oktober auf 500.000 pro Tag kommen."

Großbritannien verzeichnete innerhalb der vergangenen 24 Stunden 3991 Neuinfektionen - fast 900 mehr als am Dienstag und so viele an einem Tag wie seit Anfang Mai nicht mehr.

16.9.2020 • 18:14 Uhr

New Yorks Bürgermeister schickt sich selbst in Zwangsurlaub

Der Bürgermeister von New York, Bill de Blasio, schickt sich selbst und die Mitarbeiter seines Büros ab 1. Oktober für eine Woche in Zwangsurlaub. Dieser Schritt soll dazu beitragen, die durch die Epidemie entstandene Finanzlücke abzumildern.

Durch den Ausbruch des Coronavirus habe die Stadt neun Milliarden Dollar an Einnahmen verloren, sagt de Blasio vor Journalisten. "Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Es ist für sie und ihre Familien hart. Aber es ist zu diesem Zeitpunkt das richtige."

16.9.2020 • 17:22 Uhr

Zulieferer Mahle will weltweit 7600 Stellen abbauen

Der Autozulieferer Mahle verschärft seinen Sparkurs. Das Stiftungsunternehmen will weltweit 7600 Stellen streichen, davon 2000 in Deutschland, wie der Vorsitzende der Geschäftsführung, Jörg Stratmann, in Stuttgart mitteilte. "Wir haben es aktuell mit einer Krise zu tun, wie wir sie noch nicht erlebt haben." Gerade jetzt sei es wichtig, die Anstrengungen zur Kostensenkung konsequent fortzusetzen und die strategischen Ziele noch stärker in den Fokus zu nehmen.

Das Unternehmen kündigte an, Gespräche mit dem Betriebsrat aufnehmen zu wollen. Es sollten gemeinsam die Maßnahmen im Detail beraten und deren sozialverträgliche Umsetzung geplant werden.

16.9.2020 • 17:02 Uhr

Schärfere Regeln für Schulen in Mecklenburg-Vorpommern

Aus Sorge vor vermehrten Corona-Infektionen im Herbst hat das Schweriner Bildungsministerium die Hygiene-Auflagen für die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern verschärft. Danach müssen die Eltern künftig eine Erklärung abgeben, ob ihr Kind in einem Risikogebiet gewesen ist, ob es Kontakt zu infizierten Personen hatte und ob es gesund ist.

Geben sie diese Erklärung nicht ab, darf das Kind nach den Herbstferien bis zu zwei Wochen lang die Schule nicht besuchen. Das geht aus einer neuen Verordnung hervor, die am Mittwoch in Kraft getreten ist.

16.9.2020 • 16:53 Uhr

Harsche Kritik an russischer Studie zu Corona-Impfstoff

Nach der Veröffentlichung einer Studie zu dem neuen russischen Corona-Impfstoff im medizinischen Fachblatt "The Lancet" hagelt es international Kritik von Forschern. Wegen der vielen Fragen hat die Zeitschrift nun die Autoren der russischen Impfstudie zu einer Stellungnahme aufgerufen.

Hintergrund ist ein offener Brief von rund 40 internationalen Wissenschaftlern. Sie äußern darin erhebliche Zweifel an der Studie. Nach ihrer Ansicht wirft "die Darstellung der Daten einige Bedenken auf". Die Forscher um den Molekularbiologen Enrico Bucci fordern von Moskau den Zugriff auf die Originaldaten für eine vollständige Untersuchung.

16.9.2020 • 16:53 Uhr

US-Militär untersucht Superspreaderin-Fall in Garmisch

Nach mehreren Corona-Fällen im Bereich der US-Streitkräfte in Garmisch-Partenkirchen untersucht auch die US-Armee den Fall. "Es gibt eine Untersuchung der Umstände durch die US-Armee", sagte ein Sprecher der US-Streitkräfte in Bayern.

Hintergrund ist der Fall einer infizierten Amerikanerin, die in dem Hotel "Edelweiss Lodge" der US-Streitkräfte für Soldaten und deren Familien arbeitete. Seit Montag ermittelt die Staatsanwaltschaft München II gegen die 26-Jährige wegen fahrlässiger Körperverletzung. Sie war vergangene Woche trotz Krankheitssymptomen und Quarantäneauflage durch Bars in der Marktgemeinde am Fuß der Zugspitze gezogen. Ihr droht womöglich auch ein Bußgeld wegen Verstoßes gegen Quarantäneauflagen.

16.9.2020 • 16:28 Uhr

Unterschiedliche Zuschauerzahlen bei Bundesligastart

Am Freitag soll das Eröffnungsspiel der neuen Bundesliga-Saison zwischen Bayern München und Schalke 04 vor Publikum stattfinden. Die Bundesländer hatten sich am Dienstag auf eine flächendeckende Fan-Rückkehr in die Fußballstadien und Sporthallen geeinigt. In einer sechswöchigen Testphase ist zunächst eine Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Stadion- oder Hallenkapazität erlaubt.

Für die Partie der Bayern gegen Schalke in der Allianz Arena wären dies 14.000 bis 15.000 Zuschauer, je nachdem wie die normalerweise übliche Zahl der Stehplätze berücksichtigt würde. Allerdings lag die Sieben-Tage-Inzidenz in München zuletzt sehr hoch - weshalb möglicherweise doch ein Geisterspiel droht.

Auch Bayern-Titelrivale Borussia Dortmund plant in seinem ersten Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach mit rund 10.000 Zuschauern. Der 1. FC Köln will gegen die TSG 1899 Hoffenheim 9200 Fans hereinlassen.

16.9.2020 • 16:05 Uhr

Tempelberg in Jerusalem für drei Wochen geschlossen

Der Tempelberg in der Jerusalemer Altstadt wird am Freitag für weitere drei Wochen geschlossen. Das teilte die islamische Wakf-Behörde laut örtlichen Medien mit. Hintergrund seien weiterhin steigende Corona-Infektionszahlen im Land und insbesondere in Jerusalem. Die Zahl der erfassten aktiven Fälle in Ostjerusalem stieg demnach am Dienstag um 207 auf knapp 2000. 43 Ostjerusalemer starben seit Beginn der Pandemie.

16.9.2020 • 15:36 Uhr

Gründer des Reeperbahn Festival hofft auf Hilfe durch die öffentliche Hand

Alexander Schulz, Gründer und Geschäftsführer Reeperbahn Festival, geht davon aus, dass der Kulturbetrieb noch lange mit Auswirkungen der Pandemie leben muss. Er möchte, dass in diesen Zeiten nicht die Form der Livemusik verwschwindet, sagte er im Tagessschau-Interview. Er appellierte, dass die öffentliche Hand solche Veranstaltungen unterstützt.

Das Reeperbahn Festival ist eines der populärsten Clubfestivals in Europa und findet noch bis zum 19. September statt. Die Veranstalter rechnen mit rund 2500 Besuchern pro Tag, verteilt auf 20 Spielstätten und rund 300 Veranstaltungen.

16.9.2020 • 15:02 Uhr

Wirtschaftsministerium verspricht leichteren Zugang zu Überbrückungshilfen

Das Bundeswirtschaftsministerium will bei den nur spärlich abfließenden Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen nachbessern. Es laufe momentan eine Abstimmung mit den Bundesländern, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Dabei werde geprüft, ob Vorgaben für die Auszahlung von Hilfsgeldern flexibilisiert werden müssten. Das Wirtschaftsministerium setze sich dafür ein.

Für das Programm stehen knapp 25 Milliarden Euro zur Verfügung. Das Antragsvolumen liegt aber nur bei rund einer Milliarde Euro, wovon über 700 Millionen bewilligt wurden. Experten beklagen eine zu komplizierte Ausgestaltung, sehen in manchen Branchen aber auch eine wirtschaftliche Erholung, so dass in vielen Fällen auf Anträge verzichtet wurde.

16.9.2020 • 15:00 Uhr

US-Konzern Eli Lilly meldet Fortschritte bei Corona-Medikament

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly erklärt, sein experimentelles Immun-Medikament wirke sich positiv bei Patienten mit moderaten Formen der Lungenkrankheit Covid-19 aus. Demnach verringert sich die Notwendigkeit von stationären Behandlungen oder von Einlieferungen in Notaufnahmen. Dies gehe aus einer Zwischenbilanz der Erprobung des Wirkstoffes hervor.

16.9.2020 • 14:59 Uhr

Kein Bußgeld für Spahn und Bouffier nach Aufzugfahrt

Die schlagzeilenträchtige Aufzugfahrt von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Hessens Regierungschef Volker Bouffier (beide CDU) mitten in der Corona-Krise bleibt ohne Folgen. "Der Landkreis Gießen hat als zuständige Ordnungsbehörde die Ermittlungsverfahren nach dem als 'Fahrstuhlgate' in den Medien bekannt gewordenen Vorfall am Universitätsklinikum Gießen eingestellt", teilte der Kreis mit.

Ein Foto hatte Mitte April für Wirbel gesorgt. Es zeigt, wie sich bei einem Besuch des Gießener Uni-Klinikums unter anderem Bouffier, Spahn sowie Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) trotz der Corona-Abstandsregeln zusammen mit anderen Personen in dem Aufzug drängeln. Danach waren mehrere Anzeigen eingegangen.

16.9.2020 • 13:47 Uhr

Corona verstärkt Smartwatch-Boom

Die Corona-Krise hat dem boomenden Smartwatch-Markt einen neuen Schub verliehen. Jetzt ist auch Branchenprimus Apple mit seiner neuen Apple Watch 6 voll auf den Gesundheitstrend aufgesprungen.

16.9.2020 • 13:43 Uhr

Flughafen München: Bau dritter Startbahn verschoben

Der Bau einer dritten Startbahn am Flughafen München rückt in weite Ferne: Angesichts massiver Einbrüche im Luftverkehr wegen der Corona-Krise kündigte Bayerns Ministerpräsident Söder an, die Planungen bis mindestens 2028 auf Eis zu legen.

16.9.2020 • 13:04 Uhr

Madrid verhängt Lockdown über einzelne Stadtviertel

Die spanische Hauptstadt Madrid verhängt in Stadtteilen mit einer schnellen Ausbreitung des Coronavirus einen Lockdown. Von den Maßnahmen seien wahrscheinlich südliche Arbeiterviertel betroffen, in denen die Ansteckungsraten seit August ständig zugenommen hätten, teilte der stellvertretende Gesundheitschef der Region, Antonio Zapatero, mit. Dazu gehörten Beschränkungen der Bewegungsfreiheit.

Rund ein Drittel der neuen täglichen Coronavirus-Infektionen in Spanien gibt es in Madrid und Umgebung, wo 6,6 Millionen Menschen leben. Behördenangaben zufolge werden inzwischen in Spanien mehr Tests vorgenommen. Mehr als die Hälfte der Neuinfizierten habe keine Coronavirus-Symptome. In 8,5 Prozent der Krankenhausbetten in dem Land liegen Coronavirus-Patienten.

16.9.2020 • 12:24 Uhr

Irische Regierung muss doch nicht in Corona-Quarantäne

Die irische Regierung muss nun doch nicht in Quarantäne, nachdem der Corona-Test eines Ministers negativ ausgefallen ist. Dies berichteten irische Medien. Gesundheitsminister Stephen Donnelly hatte zuvor Covid-19-Symptome gezeigt. Als Vorsichtsmaßnahme waren seine Kollegen aufgefordert worden, sich zu isolieren. Nach dem Negativtest sei das nicht mehr nötig, sagte ein Regierungssprecher der "Irish Times".

Auch das Parlament müsse nun doch nicht pausieren. Bei einer Kabinettssitzung hatte der Minister zuvor viele seiner Kollegen persönlich getroffen. Außerdem hatte er gemeinsam mit dem irischen Premier Micheál Martin am selben Tag eine Pressekonferenz gegeben.

16.9.2020 • 12:18 Uhr

Russland will 100 Millionen Impstoffdosen an indische Firma verkaufen

Der russische Staatsfonds will einer mit der Sache vertrauten Person zufolge 100 Millionen Dosen des Impfstoffs Sputnik-V an eine nicht näher bestimmte börsennotierte Firma aus Indien verkaufen. Klinische Studien mit dem Impfstoff in Indien sollen folgen und gemeinsam durchgeführt werden, sagt der Insider. Der Fonds hat bereits Impfstofflieferverträge mit Kasachstan, Brasilien und Mexiko abgeschlossen und eine Herstellungspartnerschaft mit Indien vereinbart.

16.9.2020 • 11:37 Uhr

Indonesien "kämpft" mit Geistern gegen Corona

In Indonesien setzen die Behörden jetzt Geister ein, um die Gesundheitsprotokolle der Corona-Pandemie durchzusetzen. Weiß verhüllte und mit Gespenster-Masken ausgestattete Mitarbeiter haben unter anderem in der Millionenstadt Tangerang über Maskenpflicht und Abstandsregeln aufgeklärt, berichten örtliche Medien.

Die in dem südostasiatischen Inselstaat als "Pocong" bekannten Geister sollen die Opfer von Covid-19 repräsentieren. Der Legende nach sind es Tote, die keine Ruhe gefunden haben. Ihre Leichname sind in weißen Stoff gehüllt, die Gesichter von Verwesung gezeichnet, die Augen bestehen aus leeren Höhlen.

Das besonders schwer von der Pandemie betroffene Indonesien macht schon länger mit kuriosen Abschreckungs- und Strafaktionen Schlagzeilen. So mussten Menschen, die ohne Maske erwischt wurden, unter anderem in einem Holzsarg probeliegen.

Die in Indonesien als "Pocong" bekannten Geister sollen die Opfer von Covid-19 repräsentieren. | AP

Die in Indonesien als "Pocong" bekannten Geister sollen die Opfer von Covid-19 repräsentieren. Bild: AP

16.9.2020 • 11:12 Uhr

Wirtschaftseinbruch in Deutschland milder als erwartet

Die Corona-Krise trifft die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nicht so hart wie andere Industriestaaten. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 5,4 Prozent einbrechen, prognostizierte sie in ihrem Zwischenbericht. Im Juni war die OECD noch von minus 6,6 Prozent ausgegangen.

Zum Vergleich: In Frankreich (minus 9,5 Prozent), Italien (minus 10,5), Großbritannien (minus 10,1), Japan (minus 5,8). In den USA dürfte der Rückgang dagegen mit 3,8 Prozent milder ausfallen. China soll sogar um 1,8 Prozent wachsen.

Die Pariser Organisation teilte mit, der Einbruch sei immer noch beispiellos in der jüngsten Geschichte. Weltweit werde die Wirtschaft 2020 um etwa 4,5 Prozent schrumpfen, nächstes Jahr werde ein Aufschwung mit einem Plus von 5 Prozent erwartet.

16.9.2020 • 10:31 Uhr

Von der Leyen: EU muss Reform der WHO anführen

Die Europäische Union kündigt einen globalen Gesundheitsgipfel in Italien im nächsten Jahr an. Ziel sei es, künftig besser auf Pandemien vorbereitet zu sein, sagt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der EU. Der Gipfel solle gemeinsam mit der italienischen Präsidentschaft in der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) einberufen werden.

Die EU-Kommission wolle zudem die Europäische Arzneimittelbehörde und das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten stärken sowie eine Europäische Agentur für biomedizinische Spitzenforschung aufbauen. Nach Überzeugung der Kommissionspräsidentin muss die EU auch bei der Reform der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorangehen. Von der Leyen dringt auch auf eine internationale Zusammenarbeit bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. "Nur Impfstoff-Zusammenarbeit rettet Leben", sagte sie.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der EU.  | REUTERS

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen bei ihrer Rede zur Lage der EU. Bild: REUTERS

16.9.2020 • 10:15 Uhr

Kabinett verlängert Kurzarbeiterhilfen bis ins Jahr 2021

Die Bundesregierung hat die zur Abfederung der Corona-Krise geltenden Finanzhilfen bei Kurzarbeit bis in das Jahr 2021 hinein verlängert. Das Kabinett billigte Regierungskreisen zufolge einen entsprechenden Gesetzentwurf und zwei Verordnungen von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Damit wird der Anspruch auf Kurzarbeitergeld zeitweise von zwölf auf 24 Monate erweitert. Arbeitgeber bekommen zudem bis Mitte 2021 die bei Kurzarbeit fälligen Sozialbeiträge zu 100 Prozent von der Bundesagentur für Arbeit erstattet.

16.9.2020 • 10:02 Uhr

Wie gehen Pflegeheime in den Corona-Herbst?

Geschützt, aber einsam: Das Corona-bedingte Besuchsverbot in Pflegeheimen traf Bewohner und Angehörige hart. Inzwischen sind viele Türen wieder offen - und das soll auch so bleiben. Statt Total-Isolation setzen Gesundheitsministerium und Heime auf Schutzkonzepte und lokale Beschränkungen.

16.9.2020 • 09:40 Uhr

Zwei Tage vor Lockdown: Jeder zehnte Test in Israel positiv

Zwei Tage vor Beginn eines Lockdowns in Israel hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen eine Rekordmarke erreicht. Das Gesundheitsministerium teilte mit, am Dienstag seien 5523 neue Fälle registriert worden. Am Montag waren es 4973 gewesen. Auch die Zahl der Schwerkranken liegt mit 535 auf Rekordhöhe.

Die Zahl der Corona-Tests war am Dienstag mit 55.734 so hoch wie nie zuvor. Jeder zehnte Test war dabei positiv. Angesichts der hohen Fallzahlen entschied die israelische Regierung, die Schulen und Kindergärten schon am Donnerstag zu schließen. Der allgemeine Lockdown tritt erst am Freitag um 13 Uhr in Kraft, vor Beginn der jüdischen Feiertage. Er soll mindestens drei Wochen dauern.

Jüdische Männer in Israel halten soziale Distanz und bedecken sich während der Morgengebete in einer Synagoge mit Gebetsschals. | REUTERS

Jüdische Männer in Israel halten soziale Distanz und bedecken sich während der Morgengebete in einer Synagoge mit Gebetsschals. Bild: REUTERS

16.9.2020 • 09:31 Uhr

"Corona-Prämie für Pflegekräfte kann ausgezahlt werden"

Pflegekräfte in den Krankenhäusern sollen für die besonderen beruflichen Belastungen während der Corona-Pandemie einen Gehaltsbonus erhalten. "Die Prämie kann jetzt ganz schnell ausgezahlt werden", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum dem Evangelischen Pressedienst.

Der Bundestag soll am Freitag ein entsprechendes Gesetz verabschieden, wonach insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Davon kommen 93 Millionen Euro aus dem Gesundheitsfonds, der hauptsächlich aus den Beiträgen der gesetzlichen Krankenkassen gespeist wird, sowie sieben Millionen Euro von den privaten Krankenversicherungen. Die Mittel werden Krankenhäusern zugewiesen, die bis zum 31. Mai eine bestimmte Mindestzahl von Covid-19-Patienten behandelt haben.

16.9.2020 • 09:21 Uhr

Australien: Möglicherweise viel mehr Corona-Fälle als bekannt

In Australien könnten einer Studie zufolge viel mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert gewesen sein als bisher angenommen. Vor dem Beginn der zweiten Welle Ende Juni hatten die Behörden in Canberra insgesamt 11.000 Fälle gemeldet. Einem neu entwickelten Bluttest zufolge lag die Zahl aber wahrscheinlich bei etwa 70.000, wie die "Australian National University" mitteilte. Insgesamt seien 3000 Blutproben darauf untersucht worden, ob eine Person zuvor mit Sars-CoV-2 infiziert war.

16.9.2020 • 09:14 Uhr

Lauterbach auf Twitter: Aufklärung oder Panikmache?

Der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach ist zum gern gesehenen Talkshowgast und politischen Experten rund um die Corona-Pandemie avanciert. Doch wie zutreffend sind seine Tweets zum Thema?

16.9.2020 • 08:47 Uhr

Mehr als fünf Millionen Corona-Fälle in Indien

Als zweites Land nach den USA hat Indien mehr als fünf Millionen bekannte Corona-Infektionen erfasst. In den vergangenen 24 Stunden kamen mehr als 90.000 neue Fälle dazu, in der vergangenen Woche rund 600.000, wie offizielle Zahlen zeigen. In absoluten Zahlen gerechnet steigen in der südasiatischen Nation die Zahl der Neuinfektionen seit Wochen schneller als in jedem anderen Land.

Anders als in den USA, wo mit 6,6 Millionen am meisten Fälle bekannt sind, gibt es keinen Hinweis auf ein Abflachen der Kurve. Angesichts der raschen Corona-Verbreitung in Indien hatten örtliche Medien in mehreren Regionen von einem Mangel an medizinischem Sauerstoff für Patienten berichtet.

16.9.2020 • 08:38 Uhr

AstraZeneca testet Impfstoff in Indien

Der Pharmakonzern AstraZeneca testet das von der Universität Oxford produzierte Vakzin auch an Probanden in Indien. Die indische Arzneimittelbehörde habe die Genehmingung für Versuche erteilt, berichtete die "Times of India" unter Berufung auf den "Press Trust of India".

16.9.2020 • 08:17 Uhr

Kurzarbeitergeld: Arbeitsminister Heil verteidigt Verlängerung

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat die Verlängerung des konjunkturellen Kurzarbeitergeldes gegen Kritik verteidigt. Das Mittel der Kurzarbeit sei die stabilste Brücke über ein tiefes, wirtschaftliches Tal, das von der Corona-Krise ausgelöst worden sei, sagte Heil im Morgenmagazin von ARD und ZDF. "Die Krise ist ab 1. Januar nicht vorbei. Deshalb brauchen wir eine Verlängerung dieser stabilen Brücke. Das hilft Unternehmen und Beschäftigten", sagte Heil. Wenn die Pandemie im Griff behalten werde, gebe es auch Zuversicht auf wirtschaftliche Erholung im nächsten Jahr.

16.9.2020 • 07:39 Uhr

Australischer Bundesstaat Victoria will Lockdown lockern

Weil der tägliche Anstieg der Infektionen im Coronavirus-Hotspot Melbourne nachgelassen hat, will die Stadt den erweiterten Lockdown lockern, teilten die Gesundheitsbehörden im Bundesstaat Victoria mit. Ende September sollen Baustellen, Produktionsstätten, Lagerhäuser und Kinderbetreuungseinrichtungen wieder öffnen. Mehr als 100.000 Angestellte sollen an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. In einem ersten Schritt dürfen sich ab heute wieder bis zu zehn Personen im Freien treffen, Cafés dürfen ihre Terrassen für bis 50 Personen öffnen.

Ein vom Coronavirus inspiriertes Wandbild in Melbourne (Australien) | JAMES ROSS/EPA-EFE/Shutterstock

Ein vom Coronavirus inspiriertes Wandbild in Melbourne (Australien) Bild: JAMES ROSS/EPA-EFE/Shutterstock

16.9.2020 • 07:28 Uhr

Japans Exporte sinken nicht so stark wie befürchtet

Japans Exporte erholen sich weiter vom Einbruch infolge der Corona-Krise, liegen aber noch deutlich unter den Werten des Vorjahres. Im August seien sie im Vergleich zum Vorjahr um 14,8 Prozent auf 5,2 Billionen Yen (42 Mrd Euro) gefallen, teilte das japanische Finanzministerium in Tokio mit. Dies ist der geringste Rückgang seit März und zudem etwas weniger als Experten erwartet hatten. Den stärksten Rückgang hatte es im Mai gegeben - damals waren die Ausfuhren um 28 Prozent auf 4,2 Billionen Yen gefallen. Im August profitierten die Exportunternehmen vor allem von der Erholung der Wirtschaft in China, dem wichtigsten Handelspartner des stark von Ausfuhren abhängigen Landes.

16.9.2020 • 06:57 Uhr

Keimfreie Rolltreppen in der Hamburger Elbphilharmonie

UV-Technik aus Köln soll die Rolltreppen der Hamburger Elbphilharmonie künftig keimfrei machen. "Alle organischen Keime werden mit dieser Technik unschädlich gemacht, was etwaige Schmierinfektionen auf ein absolutes Minimum reduziert", sagte Philharmonie-Sprecher Tom R. Schulz der Deutschen Presse-Agentur. Mitte August seien UVC-Module auf allen vier Rolltreppen der "Elphi" verbaut worden. "Diese Technik soll unsere Besucher dazu ermutigen, die Handläufe zu nutzen, denn das erhöht ihre Sicherheit", so Schulz. Die Module stammen von einem Kölner Start-up.

Der Eingangsbereich zur Hamburger Elbphilharmonie über die Bogenrolltreppe. | dpa

Die langen Rolltreppen der Elbphilharmonie sind für viele Gäste schon eine Attraktion für sich. Aus Angst vor Corona halten sie sich aber zurzeit nur selten am Handlauf fest - das kann gefährlich werden. Ein besonderes Licht soll nun Keime töten. (Archivbild: November 2016) Bild: dpa

16.9.2020 • 06:34 Uhr

US-Abgeordnete planen Hilfspaket über 1,5 Billionen Dollar

Im US-Kongress werden die Rufe nach einem weiteren Corona-Hilfspaket wieder lauter. Eine Gruppe von 25 Republikanern und 25 Demokraten legte einen parteiübergreifenden Kompromissvorschlag vor, der Unterstützungsmaßnahmen im Volumen von 1,5 Billionen Dollar vorsieht. Gleichzeitig erklärte die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, ihre Partei sei bereit, die Anfang Oktober anstehende Sitzungspause zu verschieben, um mit den Republikanern doch noch eine Einigung zu erzielen.

16.9.2020 • 06:06 Uhr

Trump: "Könnten in drei oder vier Wochen einen Impfstoff haben"

US-Präsident Donald Trump geht von einem wirksamen Coronavirus-Impfstoff in den nächsten drei bis vier Wochen aus. "Wir stehen kurz vor einem Impfstoff", sagte er dem Sender ABC News. "Wenn Sie die Wahrheit wissen wollen, hätte die vorherige Regierung aufgrund der FDA und aller Zulassungen vielleicht Jahre gebraucht, um einen Impfstoff in den Händen zu halten. Und wir könnten ihn innerhalb von Wochen, drei Wochen, vier Wochen, nun haben." Die Pharmakonzerne Pfizer und BionTech hatten vergangene Woche bekräftigt, bei erfolgreichen Ergebnissen ihrer Phase-3-Studie eines gemeinsamen Impfoffkandidaten bereits im Oktober die Zulassung zu beantragen.

16.9.2020 • 05:09 Uhr

1901 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die deutschen Gesundheitsämter in Deutschland nach RKI-Angaben 1901 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 263.663 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9368. Seit dem Vortag wurden sechs Todesfälle mehr gemeldet. Bis zum Morgen hatten etwa 236.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

16.9.2020 • 04:56 Uhr

Impfkommission rechnet mit mehreren Corona-Impfstoffen für Deutschland

Die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut rechnet damit, dass es in Deutschland in Zukunft mehrere unterschiedliche Impfstoffe gegen das neue Corona-Virus geben wird. "Angesichts der großen Zahl von potenziellen SARS-CoV-2 Impfstoffkandidaten ist es wahrscheinlich, dass am Ende mehrere Impfstoffe in Deutschland zugelassen werden", sagt die Vize-Vorsitzende der Stiko, Sabine Wicker, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Dabei könne es sein, dass einzelne Vakzine insbesondere für bestimmte Bevölkerungsgruppen geeignet wären - zum Beispiel für Ältere.

16.9.2020 • 04:56 Uhr

WHO-Chef: Schulschließungen sollten "letztes Mittel" sein

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation sieht eine Schließung von Schulen wegen der Corona-Pandemie als "letztes Mittel" an. Auf dieses Instrument sollte man lediglich an Orten mit hohen Übertragungsraten zurückgreifen, riet Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einem Auftritt mit den Direktorinnen des Kinderhilfswerks UNICEF und der UN-Kultur- und Bildungsorganisation UNESCO. Es sei wichtig, die Schulen nach Möglichkeit offen zu halten. Je mehr Kinder dem Unterricht fernblieben, desto größer die Gefahr, dass sie an vielen Orten nicht mehr zurückkämen, warnte Tedros. Auch Fernunterricht sollte - soweit möglich - verfügbar sein.