Schild am Flughafen in Frankfurt mit Hinweis zum Corona-Test | REUTERS
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Liveblog zum Nachlesen ++ Beschluss über Corona-Tests für Urlauber vertagt ++

Stand: 22.07.2020 21:18 Uhr

Die Gesundheitsminister verschieben einen Beschluss über Corona-Tests für Reiserückkehrer. In Berlin sind nach einem Lokalbesuch zehn Menschen infiziert - weitere Gäste werden gesucht. Der Liveblog vom Mittwoch zum Nachlesen.


  • Zehn Neuinfektionen nach Lokalbesuch in Berlin
  • Hotspot in Franken: Massentests und Schulschließungen
  • Arbeitsmarkt braucht bis zu drei Jahre Erholung
  • 454 Neuinfektionen in Deutschland
  • Mehr als 130 Klinikmitarbeiter im Iran gestorben
  • Rekord bei Neuinfektionen in Israel
  • Kalifornien überholt New York bei Zahl der Infektionen
22.7.2020 • 21:17 Uhr

Liveblog endet

Für heute endet der Liveblog.

22.7.2020 • 20:29 Uhr

Die Maske als Politikum

Die Debatte um die Mund-Nasen-Bedeckung im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird in den USA zunehmend politisch - gerade im Wahlkampfjahr, erläutert Politikwissenschaftler Markus Kaim im Interview mit tagesschau24.

22.7.2020 • 20:19 Uhr

Kita-Studie in Würzburg geplant

Die Universität Würzburg will im Herbst in einer gemeinsamen Initiative mit der Stadt eine Studie starten, an der Kindergartenkinder im Alter von ein bis sieben Jahren teilnehmen sollen. Mithilfe der Untersuchung soll herausgefunden werden, wie Corona-Fälle in Kitas möglichst früh erkannt werden und wie die Einrichtungen darauf reagieren können.

22.7.2020 • 20:08 Uhr

Maskenpflicht in Washington D.C.

Die Einwohner der US-Hauptstadt Washington D.C. müssen künftig einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie ihr Zuhause verlassen. Das kündigte die Bürgermeisterin der Stadt, Muriel Bowser, an. Die entsprechende Anordnung solle noch im Laufe des Tages erfolgen. Sie kündigte zudem an, dass es Strafen geben werde, wenn sich Menschen nicht an die Pflicht halten.

22.7.2020 • 19:29 Uhr

Swiss Re erwartet wegen Corona Milliardenverlust

Der Rückversicherer Swiss Re erwartet wegen Belastungen aus der Corona-Pandemie im ersten Halbjahr einen Milliardenverlust. Das Unternehmen habe in den ersten sechs Monaten des Jahres Schäden und Rückstellungen im Zusammenhang mit der Pandemie von insgesamt 2,5 Milliarden US-Dollar (rund 2,16 Mrd Euro) vor Steuern verbucht, teilte Swiss Re mit. Das Unternehmen gehe daher für die erste Jahreshälfte von einem Verlust von 1,1 Milliarden Dollar aus. Ohne die Auswirkungen der Covid-19-Schäden erwartet Swiss Re dagegen einen Konzerngewinn von 0,9 Milliarden Dollar. Details will der Rückversicherer am 31. Juli veröffentlichen.

22.7.2020 • 19:01 Uhr

Russland zahlt Zuschuss für Urlaub in der Heimat

Die russische Regierung zahlt ihren Bürgern einen Zuschuss, wenn sie ihre Ferien dieses Jahr in ihrem Heimatland verbringen. Moskau werde den Inlandstourismus mit 15 Milliarden Rubel (184 Millionen Euro) fördern, sagte Regierungschef Michail Mischustin im russischen Parlament. Das Geld soll demnach insbesondere Inlandstouristen zugute kommen. Die Regelung gilt von August bis Dezember. Inlandsreisende sollen demnach zwischen 5000 und 15.000 Rubel (umgerechnet bis zu rund 184 Euro) erhalten. Dem Verband der russischen Reiseveranstalter zufolge gilt die Regelung nur für organisierte Reisen, die mindestens fünf Übernachtungen umfassen und mindestens 25.000 Rubel kosten.

22.7.2020 • 18:42 Uhr

Bewährungsstrafe wegen missachteter Quarantäne

Im österreichischen Bundesland Kärnten ist eine 49-jährige Frau zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden, weil sie trotz nachgewiesener Corona-Infektion das Haus verlassen hatte. Das Landesgericht Klagenfurt verhängte wegen vorsätzlicher Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten außerdem eine Geldstrafe von 800 Euro. Die Frau war im Frühjahr positiv auf das Virus getestet worden und trotzdem einige Tage später zum Postschalter in einem Supermarkt gegangen. Vor Gericht begründete sie das damit, dass ihre Enkelin in Bosnien krank gewesen sei und sie der Familie Geld habe schicken wollen.

22.7.2020 • 18:28 Uhr

Kalifornien überholt New York bei Infektionen

Der US-Staat Kalifornien hat New York bei der Anzahl der bestätigten Coronavirus-Fälle überholt. Aus Datenmaterial der Johns-Hopkins-Universität ging hervor, dass Kalifornien mehr als 409.000 Fälle hat, das sind rund 1200 mehr als der US-Staat New York. Damit hat Kalifornien die meisten bestätigten Fälle des Virus in den USA. Kalifornien ist der bevölkerungsreichste US-Staat, er hat knapp 40 Millionen Einwohner. New York hat rund 19,5 Millionen.

22.7.2020 • 18:17 Uhr

Mindestens zehn Infektionen in Berliner Lokal

Nach einem Abend in einem Lokal direkt unter dem Berliner Fernsehturm sind mindestens zehn Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden. Betroffen seien teils Berliner, teils Menschen aus anderen Städten, teilte Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel mit. Gesucht würden jetzt weitere Menschen, die am 10. Juli abends im "Restaurant (Indoor Bar) Mio Berlin" in der Panoramastraße waren, hieß es. Wer sich zwischen 21 Uhr und 3 Uhr des Folgetages dort aufgehalten habe, werde gebeten, sich mit dem Gesundheitsamt Berlin-Mitte oder dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen, hieß es.

22.7.2020 • 18:05 Uhr

Vorerst keine Corona-Tests für Urlauber

Die Gesundheitsminister der Länder haben einen Beschluss darüber verschoben, ob Urlauber aus Corona-Risikogebieten nach ihrer Rückkehr in Deutschland an den Flughäfen getestet werden sollen. Man sei sich zwar einig gewesen, dass Tests insgesamt ausgeweitet werden sollen, teilte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci nach einer Videoschalte mit ihren Kollegen mit. Allerdings würden Details über die Tests erst auf einer erneuten Gesundheitsminister-Runde am Freitag besprochen. Dann wolle man versuchen, eine gemeinsame Position der 16 Bundesländer zu erzielen.

Eine Gesundheitsamt-Mitarbeiterin mit einem Teststäbchen für einen Corona-Test. | dpa

Die Gesundheitsminister der Länder haben darüber beraten, ob Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten eingeführt werden sollen. Ein Beschluss darüber wurde jedoch auf Freitag verschoben. Bild: dpa

22.7.2020 • 17:37 Uhr

Schweiz erweitert Liste der Risikoländer

Die Schweiz hat ihre Liste der Corona-Risikoländer von 29 auf 42 erweitert. Neu müssen etwa auch Einreisende aus Bosnien, Montenegro und Mexiko zehn Tage in Quarantäne. Weiter auf der Liste sind auch Israel, die US, Brasilien und Russland. Schweden und Belarus (Weißrussland) gelten dagegen nicht mehr als Risikogebiet. Wer aus einem Risikogebiet einreist, muss sich innerhalb von zwei Tagen bei den Behörden melden. Die Behörden überprüfen dies anhand von Passagierlisten mit Stichproben. In der Schweiz waren in den vergangenen Tagen jeweils rund 100 Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden.

22.7.2020 • 17:19 Uhr

Bericht: Bis zu 30.000 Jobs weltweit bei Daimler auf der Kippe

Bei Daimler sind die Pläne zum Personalabbau in der Corona-Krise nach einem Bericht des "Manager Magazins" noch umfangreicher als bisher bekannt. Global könnten inklusive nicht neu besetzter Stellen rund 30.000 Arbeitsplätze wegfallen, berichtete das Magazin online am Mittwoch mit Verweis auf Unternehmensquellen. Daimler-Chef Ola Källenius wolle die Gewinnschwelle um zehn bis 15 Prozent drücken und die Kosten entsprechend senken. Auch Werksschließungen lasse er durchrechnen.

22.7.2020 • 17:02 Uhr

Modehersteller Strenesse stellt den Betrieb ein

Der angeschlagene schwäbische Luxusmodehersteller Strenesse stellt zum Jahresende seinen Betrieb ein. Das Traditionsunternehmen begründete den Schritt mit den Auswirkungen der Corona-Krise. Von der Betriebsschließung seien 56 Mitarbeiter betroffen, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Der Modeanbieter aus Nördlingen (Landkreis Donau-Ries) ist seit Jahren in der Krise. Vor einem Jahr hatte Strenesse bereits zum zweiten Mal ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet. Zu der gewünschten Rückkehr in die Erfolgsspur kam es allerdings nicht mehr. Im ersten Quartal 2020, als die Restrukturierung fast abgeschlossen war, habe es zwar noch eine positive Umsatzentwicklung gegeben, die Auswirkungen der Pandemie könnten aber nicht mehr kompensiert werden, erklärte Strenesse.

22.7.2020 • 16:51 Uhr

EU-Kommission gibt 100 Millionen Euro für Impfstoff-Forschung

Die EU-Kommission will 100 Millionen Euro für ein Projekt der internationalen Forschungsallianz Cepi (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations) zur Erforschung von Coronavirus-Impfstoffen zur Verfügung stellen. Das teilte die Kommission in Brüssel mit. Das Geld kommt aus dem EU-Forschungs- und Innovationsprogramm "Horizont 2020".

Zur Bekämpfung der Corona-Krise soll nach diesen Vorstellungen rasch ein Impfstoff gegen das Virus entwickelt werden, der weltweit allen zur Verfügung steht. Die EU-Kommission, Regierungen und internationale Partner haben dafür insgesamt 15,9 Milliarden Euro zugesagt.

22.7.2020 • 16:35 Uhr

Mehr als 750.000 Coronavirus-Fälle in Afrika

Die Zahl der festgestellten Corona-Infektionen in Afrika steigt nach Berechnung der Nachrichtenagentur Reuters auf 751.151 Fälle. Die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen liegt bei 15.721, während 407.461 Patienten wieder genesen seien. Die Zahlung basiert auf Daten lokaler Behörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO.

22.7.2020 • 16:25 Uhr

Weiterer Corona-Test Bolsonaros positiv

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist ein weiteres Mal positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach offiziellen Angaben entwickelt sich sein Gesundheitszustand gut. Bolsonaro hatte vor zwei Wochen bekanntgegeben, dass er sich infiziert hat. Seitdem führt er die Amtsgeschäfte aus der Quarantäne in der Präsidentenresidenz in Brasília. Der 65-Jährige habe kein Fieber. Sauerstoffversorgung, Herzschlag und Blutdruck seien normal, berichtete CNN Brasil. Die brasilianische Regierung hat die Pandemie von Anfang an verharmlost. Bolsonaro bezeichnete das Coronavirus als "leichte Grippe" und lehnte Einschränkungen und Schutzmaßnahmen ab. Auch in der Quarantäne traf er Anhänger vor der Präsidentenresidenz. Er zeigte ihnen auch das umstrittene Malariamittel Hydroxychloroquin, mit dem er angeblich behandelt wird.

22.7.2020 • 16:01 Uhr

Restaurantbesitzern in Südafrika platzt der Kragen

Mit einer landesweiten Protestaktion haben Südafrikas Restaurantbesitzer auf ihre existenzbedrohende Lage durch die Corona-Restriktionen aufmerksam gemacht. Unter dem Motto "Millionen Sitze auf der Straße" stellten sie Tische und Stühle auf die Bürgersteige vor ihren Geschäften. Die Aktion stelle einen Hilferuf dar, teilte die nationalen Restaurantvereinigung mit. 400.000 Jobs seien in Gefahr. Die Branche beklagtunter anderem nächtliche Ausgangssperre und Alkoholbann. Sie fordert steuerliche und finanzielle Vergünstigungen, um die wochenlangen Schließungen der Geschäfte zu kompensieren.

Restaurant mit Protestschildern auf den Tischen | REUTERS

"Sperrstunden sind für Kriegszeiten - nicht für Restaurants!", heißt es auf einem der Protestschilder in Südafrika. Bild: REUTERS

22.7.2020 • 15:42 Uhr

Bundesagentur für Arbeit will Sonderregeln für Hartz IV verlängern

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, spricht sich für die Verlängerung der Corona-Sonderregeln zur Grundsicherung für Arbeitslose aus. "Die Corona-Krise wird im Oktober nicht vorbei sein. Und manche Bereiche, insbesondere die Kultur, profitieren bisher kaum von Lockerungen", sagte Scheele der Wochenzeitung "Die Zeit". Derzeit prüfen die Jobcenter die Vermögens- oder Wohnverhältnisse neuer Antragsteller nicht. Diese Regeln, die am 30. September auslaufen, sollten länger gelten, sagte Scheele. Eine grundsätzliche Reform von Hartz IV lehnt der BA-Chef aber ebenso ab wie eine besondere Leistung für Solo-Selbstständige im Kulturbereich.

22.7.2020 • 15:28 Uhr

USA kaufen Impfstoff bei Biontech für zwei Milliarden Dollar

Die USA haben beim deutschen Biotechunternehmen Biontech und dem US-Konzern Pfizer Corona-Impfstoff im Wert von 1,95 Milliarden Dollar (1,68 Milliarden Euro) bestellt. Für dieses Geld sollen die zwei Unternehmen 100 Millionen Dosen des derzeit gemeinsam von ihnen entwickelten Impfstoffkandidaten liefern, wie Biontech mitteilte. Zudem sicherten sich die USA demnach das Zugriffsrecht auf weitere 500 Millionen Dosen des Medikaments. Der Vertrag greift laut Unternehmen bei einer "Genehmigung oder Zulassung" des Impfstoffkandidaten BNT162 durch die US-Arzneimittelbehörde FDA. Derzeit laufen noch klinische Testreihen, erste Ergebnisse bezeichneten Biontech und Pfizer vor etwa drei Wochen als vielversprechend. Auch die britische Regierung sicherte sich vor kurzem bereits das Zugriffsrecht auf mögliche Impfdosen.

In Deutschland erlaubte das Paul-Ehrlich-Institut neben Biontech auch dem in Tübingen ansässigen Biotechunternehmen CureVac klinische Tests. Von der Genehmigung ist der fragliche Impfstoffkandidat dabei aber noch ein gutes Stück entfernt. Wie Biontech und Pfizer mitteilten, sollen noch im Juli die größer angelegten Sicherheits- und Wirksamkeitsstudien der sogenannten zweiten und dritten Phase beginnen. Im Oktober soll dann nach jetzigem Stand eine Zulassung in den USA beantragt werden. Beide Unternehmen wollen demnach bis Ende des Jahres bis zu 100 Millionen Impfstoffdosen produzieren.

22.7.2020 • 15:17 Uhr

Französische Städte verschärfen Auflagen

In einigen Städten in Frankreich muss nun auch auf der Straße eine Schutzmaske getragen werden. Auch mehrere Touristenorte - zum Beispiel in der Bretagne - erließen entsprechende Dekrete. Erst am Montag hatte Frankreich seine Regeln für Masken verschärft. Sie müssen nun landesweit in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr getragen werden wie zum Beispiel Geschäften, Restaurants und Behörden. Zuvor war dies nur in öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend. Einigen Orten reichen die Verschärfungen aber nicht aus. In der Küstenstadt La Rochelle in Westfrankreich ist die Maske nun im Alten Hafen und im Stadtzentrum verpflichtend. Auch in Concarneau und Saint-Brieuc in der Bretagne ist die Maske im Zentrum vorgeschrieben. In Saint-Brieuc gilt auch Maskenpflicht auf Spielplätzen, Parks oder am Hafen. In zahlreichen Städten in der Bretagne, aber auch im Rest des Landes gilt außerdem eine Maskenpflicht auf Märkten.

Eine Frau mit Maske in La Rochelle

Wie hier in der Küstenstadt La Rochelle haben mehrere französische Touristenorte die Maskenpflicht verschärft.

22.7.2020 • 15:05 Uhr

Hongkong vermeldet Rekordanstieg bei Neuinfektionen

In Hongkong haben die Behörden einen neuen Rekordanstieg bei den Corona-Neuinfektionen vermeldet. In der chinesischen Sonderverwaltungszone wurden 113 Ansteckungen festgestellt - ein neuer Höchstwert. Die Stadt habe damit "den kritischsten Punkt" seit Beginn der Pandemie erreicht, warnte Gesundheitsministerin Sophia Chan. Sie appellierte an die Bewohner der Finanzmetropole, nur noch in Ausnahmefällen auf die Straße zu gehen. Hongkong war einer der ersten Orte außerhalb von Festland-China, an dem sich das Coronavirus ausbreitete. Die Stadt bekam die Krankheit zunächst gut unter Kontrolle. Ende Juni wurden in Hongkong keine Neuansteckungen mehr festgestellt. Im Juli stiegen die Infektionszahlen aber wieder an.

22.7.2020 • 14:40 Uhr

Olympische Spiele wären in aktueller Lage nicht möglich

Der Präsident des Organisationskomitees hält eine Austragung der Olympischen Spiele 2021 in Tokio für ausgeschlossen, wenn die Ausmaße der Pandemie sich bis dahin nicht wesentlich verbessern. "Wenn die aktuelle Situation anhält, können wir das nicht", sagte Yoshiro Mori. Ein Schlüssel für die Rettung der um ein Jahr verschobenen Spiele sei ein Impfstoff. "Ob die Olympischen Spiele durchgeführt werden können oder nicht, hängt davon ab, ob die Menschheit das Coronavirus besiegen kann", sagte der frühere Premierminister Japans. Der OK-Chef lehnt hingegen das Szenario ab, die Tokio-Spiele ohne Zuschauer zu veranstalten. "Wir sollten die Zuschauer nicht dazu bringen, schwere Zeiten zu überstehen. Sportveranstaltungen begeistern das ganze Land", sagte Mori. "Unter Annahme des Worst-Case-Szenarios" würden laut Mori aber Optionen mit reduzierten Zuschauerzahlen geprüft.

22.7.2020 • 14:19 Uhr

Senioren überstehen Maßnahmen besser als angenommen

Die psychische Gesundheit von Senioren hat sich einer Studie zufolge während der Corona-Krise wenig verändert. Menschen ab 65 Jahren hätten die Einschränkungen besser überstanden als bislang angenommen, teilte die Universität Leipzig mit. Für ihre repräsentative Studie befragten Leipziger Forscherinnen vom Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health im April 1005 Senioren zwischen 65 und 94 Jahren. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Ergebnisse in Bezug auf Depressivität, Ängstlichkeit oder Einsamkeit nicht von den Resultaten, die man für die deutsche Allgemeinbevölkerung aus Vorpandemiezeiten kennt, unterscheiden. Die soziale Unterstützung wurde allgemein als besser empfunden. Senioren, die zum Beispiel telefonisch oder virtuell in engem Austausch mit anderen Menschen außerhalb des eigenen Haushalts standen, fühlten sich besonders sozial unterstützt. Bereits veröffentlichte Studien hätten gezeigt, dass vor allem jüngere Menschen mit negativen psychosozialen Folgen der Isolations- und Quarantänemaßnahmen zu kämpfen haben.

22.7.2020 • 13:51 Uhr

EU-Gipfel kostet Deutschland zehn Milliarden Euro mehr pro Jahr

Die Bundesregierung geht nach dem EU-Gipfel zum Corona-Aufbaufonds und dem mittelfristigen Haushalt von finanziellen Mehrbelastungen in Höhe von rund zehn Milliarden Euro pro Jahr aus. Das liege im Rahmen der bisherigen Erwartungen und sei in der Finanzplanung des Bundes bis 2023 schon berücksichtigt worden, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums. Bis 2023 seien es demnach 40 Milliarden Euro an Mehrausgaben. "Nichts wäre schlimmer, als wenn wir nicht schnell aus der Krise kommen würden", sagte der Sprecher. Neben den Corona-Mehrausgaben spiegelt sich in den zusätzlichen Belastungen für Deutschland auch der Brexit wider. Großbritannien war viele Jahre einer der wichtigsten Nettozahler in der EU.

22.7.2020 • 13:32 Uhr

Corona-Hotspot im oberfränkische Landkreis Hof

In Franken gibt es einen neuen Corona-Hotspot. In der Kleinstadt Rehau im Landkreis Hof waren nach mehr als einem Monat ohne neue Infektionen innerhalb weniger Tage 15 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Mit Massentests und geschlossenen Schulklassen will die Stadt einen Corona-Ausbruch eindämmen.

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, können sich alle der knapp 10.000 Einwohner kostenlos an einer mobilen Teststation auf das neuartige Virus testen lassen. Zudem soll es Tests in den Seniorenheimen geben.

Mit den 15 Fällen gilt der 95.000 Einwohner zählende Landkreis Hof bislang nicht als Corona-Risikogebiet. Als dieses gelten Regionen oder Orte, in denen die Zahl der Neuinfektionen 50 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen übersteigt oder große Unsicherheit über die tatsächliche Ausbreitung herrscht. Diese Risikogebiete benennt das Robert Koch-Institut.

22.7.2020 • 13:14 Uhr

Kein offizieller Sommerschlussverkauf

Einen offiziellen Sommerschlussverkauf (SSV) wird es im Modehandel in diesem Jahr angesichts der Corona-Krise nicht geben. Der Handelsverband Textil (BTE) werde der Branche kein offizielles Datum für den Höhepunkt der sommerlichen Rabattschlacht vorschlagen, sagte ein BTE-Sprecher. "Natürlich gibt es auch jetzt schon Rabatte in vielen Geschäften. Aber gerade an kleineren Standorten sind Händler auch darum bemüht, die Saison noch ein wenig zu verlängern." Der Sommerschlussverkauf war bis 2004 gesetzlich genau geregelt. Seitdem können jedoch Einzelhändler nach Belieben über Rabattaktionen entscheiden. Dennoch hatte der Branchenverband bisher jedes Jahr einen Termin für den SSV benannt - traditionell den letzten Montag im Juli. Im ersten Halbjahr lagen die Umsätze im Modehandel nach Schätzungen des BTE um 30 bis 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Sommerschlussverkauf - Schaufenster in Hannover | dpa

Einen offiziellen SSV gibt es in diesem Jahr in Deutschland nicht. Viele Händler wollen die Sommersaison wegen der Corona-Einbußen noch etwas verlängern. Bild: dpa

22.7.2020 • 12:51 Uhr

Iran: Mehr als 130 Klinikmitarbeiter am Coronavirus gestorben

Bei der Behandlung von Coronavirus-Patienten sind im Iran 138 Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und anderes Krankenhauspersonal gestorben. Nach einer Infektion mit dem Virus seien unter anderem 90 Ärztinnen und Ärzte ums Leben gekommen, zitierte die halbamtliche Nachrichtenagentur Isna einen Sprecher für Mitarbeiter des Gesundheitswesens.Zuvor hatte der Iran bereits mitgeteilt, über das gesamte Land hinweg hätten sich 12.000 Menschen aus dem Gesundheitssektor mit dem Virus angesteckt. Am Dienstag verzeichnete der Iran den bislang höchsten Tageswert bei den Todeszahlen; innerhalb von 24 Stunden starben 229 Menschen mit dem Virus.

22.7.2020 • 12:47 Uhr

Condor: Keine Kündigungen in der Krise

Der Ferienflieger Condor hat sich mit den Gewerkschaften darauf verständigt, ohne betriebsbedingte Kündigungen durch die Corona-Krise zu kommen. Demnach könnten zunächst alle 4200 Mitarbeiter an Bord bleiben, teilte das Unternehmen mit. Der Ferienflieger, der nach der Pleite seines bisherigen Mutterkonzerns Thomas Cook vom deutschen Staat gerettet worden war, will dazu mindestens bis Ende März 2021 auf Kurzarbeit setzen. Länger ist dies nach bisheriger Rechtslage nicht möglich.

22.7.2020 • 12:41 Uhr

Heil will Werkverträge beim Schlachten verbieten

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat das geplante Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit in der Fleischindustrie auf den Weg gebracht. Der SPD-Politiker habe den Gesetzentwurf zur Abstimmung in der Regierung verschickt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Das Kabinett solle am 29. Juli zustimmen.

Die Bundesregierung reagiert damit auf die Corona-Ausbrüche in Schlachthöfen, in denen sich Hunderte Beschäftigte infiziert hatten. Der Gesetzentwurf sieht laut Reuters zudem schärfere Vorschriften für Gemeinschaftsunterkünfte von Beschäftigten und eine Mindestquote von jährlichen Vor-Ort-Kontrollen in den Betrieben vor. Das Fleischerhandwerk und ähnliche Kleinbetriebe mit bis zu 30 Beschäftigten werden von den Neuregelungen ausgenommen. In größeren Betrieben darf das Schlachten, Zerlegen und die Verarbeitung von Fleisch ab Anfang nächsten Jahres nur noch von Arbeitnehmern des eigenen Betriebes erledigt werden.

22.7.2020 • 12:30 Uhr

Indien setzt auf Massentests und einen Impfstoff

Der Lockdown wurde am 1. Juni aufgehoben. Seitdem steigen die Infektionszahlen. Bis jetzt haben sich bereits 1,193 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Toten stieg auf mehr als 28.730. Allein in Neu-Delhi hat sich laut einer Studie jeder fünfte Bewohner infiziert. Experten befürchten, dass sich noch deutlich mehr Menschen anstecken könnten. Denn gerade in ländlichen Gegenden ist das Gesundsheitssystem häufig marode. Die indische Regierung setzt auf einen schnellen Impfstoff und Massentests in den Großstädten.

22.7.2020 • 12:22 Uhr

Corona-Ausgangssperre in Österreich war rechtswidrig

Österreichs Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat zwei von der Regierung verordnete Corona-Gesetze für rechtswidrig erklärt. So sei etwa das allgemeine Betretungsverbot für öffentliche Orte im März und April zum Teil verfassungswidrig, gab der Gerichtshof in Wien bekannt. Diese Verordnung sei nicht durch das Covid-19-Maßnahmengesetz gedeckt gewesen. Demnach hätten nur Verbote für bestimmte Orte erlassen werden dürfen, für ein allgemeines Ausgehverbot fehle die gesetzliche Basis.

Verfassungswidrig sei auch die ungleiche Behandlung von Geschäften nach Größe gewesen, teilte das Gericht mit. Läden mit einer Verkaufsfläche von unter 400 Quadratmetern sowie Baumärkte und Gartencenter durften nach einer vierwöchigen Sperre Mitte April wieder öffnen. Größere Geschäfte mussten hingegen noch länger geschlossen bleiben. Eine sachliche Rechtfertigung für diese Ungleichbehandlung sei nicht erkennbar, so der VfGH. Beide Verordnungen sind seit Ende April nicht mehr in Kraft.

22.7.2020 • 12:08 Uhr

Kirche in Deutschland ruft "Sonntag der Solidarität" aus

Angesichts der weltweiten Corona-Krise ruft die katholische Kirche in Deutschland zu einer internationalen Solidaritätsaktion auf. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, aller 27 Diözesen, der weltkirchlichen Hilfswerke und der Orden steht der 6. September, der zum "Sonntag der Solidarität" ausgerufen wurde. An diesem Tag soll in den Gottesdiensten eine Sonderkollekte gehalten werden. Darüber hinaus wird um Spenden zur Finanzierung internationaler Projekte geworben.

Ausdrücklich verweist die Kirche auf die Folgen, die das Virus in Lateinamerika, Afrika und Asien, aber auch im Osten Europas ausgelöst hat. Es drohten eine gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Katastrophe. Die Kirche in Deutschland verfüge in diesen Regionen über ein dichtes Netzwerk an Kontakten und Hilfsmöglichkeiten: "Damit kann den Ärmsten in den von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Gebieten direkt geholfen werden."

22.7.2020 • 11:32 Uhr

Thailand will Corona-Notstand erneut verlängern

Die thailändische Regierung will den Corona-Notstand noch einmal um einen Monat bis Ende August verlängern. Die Maßnahme sei weiter notwendig, um die Krise zu bewältigen und die 14-tägige Quarantäne-Pflicht für einreisende Ausländer durchzusetzen, sagte der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates (NSC), General Somsak Roongsita. Jedoch gibt es viele Gegner des Dekrets. Sie werfen der Führung in Bangkok vor, mit dem Notstand Proteste politischer Gegner unterdrücken zu wollen.

Der Corona-Notstand gilt in Thailand seit Ende März. Jedoch hat das südostasiatische Land vergleichsweise wenige Fälle: Bislang gibt es rund 3200 bestätigte Infektionen, 58 Menschen sind gestorben. Langsam will das Land sich nun dafür öffnen, bestimmte Gruppen von Ausländern wieder einreisen zu lassen - jedoch nur unter strengen Auflagen. Darunter sind etwa Arbeiter aus Nachbarländern wie Myanmar und Kambodscha. Wann Touristen wieder nach Thailand reisen können, ist unklar.

22.7.2020 • 11:25 Uhr

Gewinneinbruch bei Coca-Cola

Die wochenlangen Schließungen von Restaurants und anderen Gastronomiebetrieben haben die Nachfrage nach Coca-Cola stark gedrosselt. Im zweiten Quartal brachen Umsatz und Verkauf um mehr als ein Viertel ein.

22.7.2020 • 10:58 Uhr

Spanien versucht, Grenzschließung nach Frankreich zu vermeiden

Spanien bekommt Tourismusministerin Reyes Maroto zufolge das jüngste Wiederaufflammen der Coronavirus-Infektion in der Region Katalonien allmählich unter Kontrolle. Sie hoffe deswegen, dass eine Schließung der Grenze zu Frankreich vermieden werden könne. "In Katalonien ist die Zahl der Infektionen in den vergangenen drei Tagen bereits zurückgegangen", sagte Maroto. Auch für die Region Aragon sei man inzwischen etwas optimistischer.

22.7.2020 • 10:53 Uhr

Mehr Essenbestellungen per Internet und Telefon

Seit der Corona-Pandemie lassen sich mehr Menschen in Deutschland Essen ins Haus liefern. Das ergab eine Umfrage des Higtechbranchenverbands Bitkom. Demnach stieg der Anteil derjenigen, die sich per Internet Essen bei Restaurants oder Lieferdiensten bestellten, im Juni auf 53 Prozent. Vor der Corona-Krise seien es 40 Prozent gewesen. Die Zählung erfasste alle Abstufungen - von seltenen Bestellungen bis hin zu häufigen Onlinekäufen fertiger Mahlzeiten. Auch der Anteil der Menschen, die mindestens gelegentlich telefonisch eine Bestellung von Pizza, Sushi & Co. aufgaben, stieg laut Umfrage während der Pandemie an. Lag er zuvor bei 48 Prozent, waren es im Juni 54 Prozent. Das Telefon blieb damit die beliebteste Methode.

Bitkom erklärte den Anstieg mit einer Kombination aus dem Trend hin zum Arbeiten im Homeoffice und der Sorge vor Ansteckungen bei Restaurantbesuchen. Befragt wurden 1002 Menschen über 16 Jahren.

22.7.2020 • 10:46 Uhr

Pentagon beauftragt Evotec mit Entwicklung von Corona-Antikörpern

Das deutsche Biotechunternehmen Evotec hat zur Behandlung und Vorbeugung von Corona-Infektionen vom US-Verteidigungsministerium den Auftrag zur Entwicklung und Herstellung monoklonaler Antikörper ("mAbs") erhalten. Der Auftragswert wurde mit 18,2 Millionen Dollar beziffert. Bei monoklonalen Antikörpern handelt es sich um spezielle Proteine, die auch das Immunsystem zur Infektionsabwehr nutzt. Sie gelten als vielversprechend neben Impfstoffen zur Bekämpfung einer Corona-Infektion.

22.7.2020 • 10:30 Uhr

Israel meldet Rekord bei Neuinfektionen

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel ist so hoch wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Das israelische Gesundheitsministerium teilte mit, am Vortag seien 1977 Neuinfektionen gemeldet worden. Ein Wert von 2000 Neuinfektionen pro Tag gilt in dem Land als Marke für noch schärfere Einschränkungen bis hin zu einem kompletten Lockdown.

Mitte Mai hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen in dem Land noch im zweistelligen Bereich gelegen. Nach raschen Lockerungen schnellen die Zahlen jedoch immer weiter in die Höhe. Insgesamt wurden in Israel bislang 54.633 Infizierte registriert. Aktive Fälle gibt es derzeit mehr als 31.300, davon sind 259 schwer erkrankt. 430 Menschen sind bislang nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

22.7.2020 • 09:56 Uhr

Hongkong verschärft Schutzmaßnahmen

Nach einem sprunghaften Anstieg der Neuinfektionen führt Hongkong eine Maskenpflicht für alle öffentlichen Gebäude ein. Auch Einkaufszentren seien davon betroffen, teilte Gesundheitsministerin Sophia Chan mit. Die neuen Maßnahmen sollen zunächst zwei Wochen gelten. Hongkong hatte bereits die Kontaktbeschränkungen in diesem Monat verschärft. Die Behörden befürchten eine dritte Infektionswelle.

22.7.2020 • 09:52 Uhr

Polio in Pakistan

Weil Impfprogramme wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt werden mussten, hat sich die Polio-Seuche in Pakistan ausgebreitet. Millionen Babys sind von Kinderlähmung bedroht. Jetzt wollen Helfer Eltern von einer Impfung überzeugen - doch die sind oft misstrauisch.

22.7.2020 • 09:17 Uhr

Indigene in Ecuador rufen Gesundheits-Notstand aus

Angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie haben Indigene in Ecuador den Gesundheits-Notstand ausgerufen. Sie forderten die Regierung von Präsident Lenin Moreno auf, das Gebiet Sapara unter Quarantäne zu stellen, um weitere Infektionen mit dem Coronavirus zu vermeiden. Zudem bat das Volk der Sapara um Hilfsmaterial und um die Entsendung von medizinischem Personal.

Die Sapara leben in der Provinz Pastaza im ecuadorianischen Amazonas. Dort wurden zuletzt 20 Infektionen festgestellt. In der vergangenen Woche hatten Einheiten des Gesundheitsministeriums Test in mehreren indigenen Gemeinden entlang des Flusses Conambo durchgeführt. In Ecuador haben die Behörden bislang mehr als 76.000 Infektionen und rund 5300 Tote gezählt.

22.7.2020 • 08:53 Uhr

Luftfracht leidet weniger stark unter Krise als Passagierverkehr

Die Corona-Krise hat die Luftfracht in Deutschland bislang deutlich weniger hart getroffen als den Passagierverkehr. Der Empfang und der Versand von Gütern auf dem Luftweg sank im Zeitraum März bis Mai gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,1 Prozent auf rund 1,1 Millionen Tonnen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das Passagieraufkommen auf deutschen Flughäfen brach in diesem Zeitraum um 87,4 Prozent ein.

Güter werden nicht nur in Frachtflugzeugen, sondern auch als Beiladung in Passagiermaschinen transportiert. Durch den coronabedingten Einbruch des Passagierverkehrs reduzierte sich die Beförderung in diesen Maschinen um 71,3 Prozent auf 90.000 Tonnen. Der Transport in reinen Frachtflügen stieg dagegen um 7,9 Prozent auf eine Million Tonnen.

22.7.2020 • 08:46 Uhr

Fluggesellschaften ringen um gemeinsame Virustest-Regelung

Mehrere große Fluggesellschaften dringen gegenüber der EU und den USA auf eine rasche Wiederaufnahme des Flugverkehrs. Als Lösung schlagen die Vorstandschefs ein koordiniertes Corona-Testprogramm vor. Dies solle eine sichere Wiederaufnahme des Luftverkehrs zwischen den USA und Europa garantieren.

22.7.2020 • 08:41 Uhr

Festnahmen bei Protesten gegen Netanyahus Corona-Management

Die israelische Polizei hat bei Protesten gegen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu in Jerusalem 34 Menschen vorläufig festgenommen. Medienberichten zufolge hatten am Dienstagabend Tausende Menschen nahe der offiziellen Residenz Netanyahus unter anderem gegen dessen Krisenmanagement in der Corona-Pandemie demonstriert. Einige von ihnen setzten heute Früh ihren Protest fort und blockierten nach Angaben der Polizei Straßen in der Stadt.

Netanyahu steht wegen seines Handelns in der Corona-Krise massiv in der Kritik. Vorgehalten werden ihm unter anderem vorschnelle Lockerungen und eine mangelnde Vorbereitung auf eine zweite Corona-Welle.

Dutzende Festnahmen in Israel bei Protesten gegen da Corona-Management von Ministerpräsident Netanyahu | AFP

Bild: AFP

22.7.2020 • 08:20 Uhr

Silberpreis legt zu - Gold nähert sich Rekord

Die Ungewissheit über den Ausgang der Corona-Krise und die Billionen-Geldflut der Notenbanken treiben die Anleger in sichere Häfen. So ist neben Gold zunehmend auch Silber gefragt.

22.7.2020 • 08:13 Uhr

Mehr als 15 Millionen Infektionen weltweit

Die Zahl der weltweiten Coronavirus-Infektionen ist auf mehr als 15 Millionen gestiegen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wurden zuletzt insgesamt 15.009.213 Fälle registriert. Das sind laut Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) damit mindestens dreimal so viele wie die jährlich registrierten schweren Grippeerkrankungen. Die Zahl der Todesfälle liegt demzufolge mit mehr als 616.000 in sieben Monaten im oberen Bereich der jährlichen Grippe-Todesfälle.

22.7.2020 • 07:57 Uhr

Corona-Krise droht Kinderarmut zu verschärfen

Rund 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche wachsen laut einer Berechnung der Bertelsmann Stiftung in Deutschland in Armut auf - das sind 21,3 Prozent aller unter 18-Jährigen. Durch die Corona-Krise drohe zudem noch ein deutlicher Anstieg, denn die Folgen der Pandemie treffe Eltern benachteiligter Kinder besonders hart, so die Studie.

Infografik: Kinderarmut in Deutschland

22.7.2020 • 07:52 Uhr

Trumps Kehrtwende in Sachen Masken

Angesichts dramatisch steigender Corona-Fälle hat US-Präsident Donald Trump die Amerikaner zum Tragen von Schutzmasken ermuntert. "Ob Sie die Masken mögen oder nicht, sie haben eine Wirkung, sie werden einen Effekt haben und wir brauchen alles, was wir kriegen können", sagte er bei einer Pressekonferenz. Nach mehr als 140.000 Todesfällen in fünf Monaten steht Trump auch wegen seines Corona-Managements sehr unter Druck und will doch wiedergewählt werden.

22.7.2020 • 07:20 Uhr

Bundesagentur: Arbeitsmarkt wird Jahre brauchen, um sich zu erholen

Der deutsche Arbeitsmarkt wird bis zu drei Jahre brauchen, um sich von der Corona-Krise zu erholen. "Bis wir wieder auf Normalmaß sind, das wird sicherlich bis 2022 oder 2023 dauern", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, Detlef Scheele. "Aber wir glauben, dass das wieder gelingen kann."

Aktuell sind in Deutschland 2,85 Millionen Menschen ohne Job, fast 640.000 davon als Folge der Pandemie. Scheele rechnet für den Sommer mit einer noch etwas höheren Arbeitslosigkeit, die auch saisonal üblich ist. Die Zahl werde aber im Juli oder August nach derzeitigen Schätzungen nicht die Grenze von drei Millionen überspringen. Die jetzige Krise sei virusbedingt und kaum konjunkturell oder strukturell verursacht.

22.7.2020 • 06:40 Uhr

Rekordzahl von Neuinfektionen in Australien

In Australien hat die Ausbreitung des Coronavirus einen Rekordstand erreicht. Nach Angaben der Behörden wurden 501 neue Infektionen binnen eines Tages verzeichnet. Das ist die höchste Zahl von festgestellten täglichen Neuansteckungen, seit sich das Virus nach Australien ausbreitete. Der vorherige Höchststand war laut Behördendaten am 28. März mit 459 Neuinfektionen erreicht worden. 

Die große Mehrheit der neuen Fälle konzentriert sich im Bundesstaat Victoria, der mit seiner Metropole Melbourne weitgehend vom Rest des Landes abgeriegelt ist. Am Donnerstag tritt in Melbourne eine allgemeine Maskenpflicht in Kraft. Die Gesamtzahl der verzeichneten Coronavirus-Infektionen in Australien liegt inzwischen bei knapp 13.000. Bis Mittwoch wurden im Land 128 Todesopfer der Pandemie gezählt.

22.7.2020 • 05:39 Uhr

454 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts 454 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 202.799 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. In Deutschland starben den RKI-Angaben zufolge bislang 9095 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von fünf im Vergleich zum Vortag. Bis zum Morgen hatten 188.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

22.7.2020 • 05:32 Uhr

Ironman auf Hawaii endgültig abgesagt - Oktober-Termin 2021 bleibt

Der legendäre Ironman auf Hawaii findet wegen der Corona-Krise nun doch nicht im Februar 2021 statt und ist erstmals in seiner Geschichte endgültig abgesagt worden. Das gaben die Veranstalter bekannt. Die Weltmeisterschaft im Triathlon über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen war ursprünglich für den 10. Oktober angesetzt, im Mai wegen der Pandemie dann aber auf Februar verschoben worden. 2021 sollte es deswegen erstmals seit 1982 wieder zwei Weltmeister in einem Jahr geben.

22.7.2020 • 05:16 Uhr

Studie: Homeoffice wirkt positiv - weniger Stress, mehr Produktivität

Weniger Stress, mehr Zeit für die Familie und sogar eine höhere Produktivität: Der Wechsel ins Homeoffice infolge der Corona-Krise war für viele Arbeitnehmer eine positive Erfahrung. Das geht aus einer Studie der Krankenkasse DAK hervor. Fühlten sich vor der Pandemie 21 Prozent der Beschäftigten regelmäßig gestresst, waren es während der Corona-Krise nur 15 Prozent. Der Anteil der Erwerbstätigen, die nie oder nur gelegentlich gestresst waren, stieg unterdessen von 48 auf 57 Prozent.

22.7.2020 • 04:40 Uhr

Virus breitet sich in Bolivien rasant aus

In Bolivien nimmt die Corona-Pandemie immer dramatischere Ausmaße an. Hunderte Leichname von Corona-Opfern wurden zuletzt landesweit in Straßen geborgen und aus Wohnungen geholt, wie die Polizei des südamerikanischen Landes mitteilte. Nach Angaben des nationalen Büros für Epidemiologie breitet sich vor allem in den Gebieten der Großstädte La Paz und Cochabamba das Coronavirus derzeit rasant aus. Insgesamt seien in den vergangenen fünf Tagen in verschiedenen Städten mehr als 400 Leichen von Straßen sowie aus Häusern und Wohnungen abtransportiert worden, sagte der Chef der Polizeibehörde FELCC, Iván Rojas. In 85 Prozent dieser Fälle sei der Coronavirus bei den Toten festgestellt worden oder hätten diese Menschen an Symptomen der Infektion gelitten.

22.7.2020 • 04:40 Uhr

510 Frauen in texanischer Haftanstalt mit Coronavirus infiziert

Mehr als 500 Frauen in einem Haftkrankenhaus in Texas haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Am Dienstag sei die Zahl der bestätigten Fälle in der Einrichtung Federal Medical Center-Carswell in Forth Worth auf 510 geklettert, wie das für die Verwaltung der Bundesgefängnisse zuständige Bureau of Prisons mitteilte.

Noch vor zwei Tagen hatte es gemeldet, dass sich 200 Frauen in dem Haftkrankenhaus angesteckt hätten. Nun haben es die Behörden mit einem der größten Ausbrüche in einem Bundesgefängnis in den USA zu tun. Mehr Fälle mit 1156 infizierten Insassen gibt es nur in der Bundeshaftanstalt in Seagoville, das sich auch im Großraum Dallas-Fort Worth befindet.