Ein Schüler geht an einem Gymnasium in Genua vorbei | LUCA ZENNARO/EPA-EFE/Shutterstoc
Liveblog

Coronavirus-Pandemie Wieder schnellerer Anstieg in Italien

Stand: 17.06.2020 21:55 Uhr

In Italien steigt die Zahl der Infektionen wieder schneller. Schweden rät seinen Bürgern nicht länger von Reisen in zehn europäische Ländern ab - Deutschland ist nicht darunter. Der Liveblog vom Mittwoch zum Nachlesen.

  • Kabinett beschließt Nachtragshaushalt
  • Mindestabstand und Hygieneregeln sollen vorerst weiter gelten
  • Zahl der Fälle und Toten nimmt in Italien wieder schneller zu
  • RKI meldet 345 Neuinfektionen in Deutschland
  • WHO feiert Studie zu Covid-19-Medikament als "Durchbruch"
  • Bundesregierung stuft Türkei als Corona-Risikogebiet ein
17.6.2020 • 21:55 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute.

17.6.2020 • 21:23 Uhr

Regionale Fußballmeisterschaft in Rio de Janeiro geht weiter

Nach dreimonatiger Corona-Pause wird in Brasilien wieder Fußball gespielt. Rio de Janeiros Bürgermeister Marcelo Crivella bestätigte die Wiederaufnahme der regionalen Meisterschaft. "Die Spiele sind genehmigt und werden stattfinden", sagte Crivella mit Blick auf den vierten Spieltag des Campeonato Cariocaie - der Meisterschaft des Bundesstaates Rio de Janeiro. Das erste Geisterspiel bestreiten Flamengo und Bangu am Donnerstag im Maracanã-Stadion.

"Die Menschen in Rio freuen sich auf die Rückkehr ihrer Mannschaften auf das Feld. Es bringt eine gewaltige Erleichterung für unsere Seele", sagte der Bürgermeister. "Wir alle sind seit unserer Kindheit an den Fußball gewöhnt, den besten der Welt." Fluminense und Botafogo, deren Partien für Montag angesetzt sind, weigern sich, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Sie drohen damit, vor Gericht zu ziehen.

Eine Klinik im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro | Rogerio Santana HANDOUT/EPA-EFE/

Im Maracana-Stadion in Rio de Janeiro wurden Behelfskliniken für Corona-Patienten eingerichtet. Bild: Rogerio Santana HANDOUT/EPA-EFE/

17.6.2020 • 21:04 Uhr

"Viele haben wirklich Angst, auf die Straße zu gehen"

Nach dem neuen Corona-Ausbruch in der chinesischen Hauptstadt verschärfen die Behörden die Maßnahmen, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern. ARD-Korrespondentin Tamara Anthony erklärt im Interview, wie die Menschen in China auf das Geschehen reagieren.

17.6.2020 • 21:00 Uhr

Südafrikas Präsident prangert brutale Gewalt gegen Frauen an

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat erneut eine "beunruhigend hohe Zahl" von Fällen häuslicher Gewalt in der Corona-Krise angeprangert, die mit einer unfassbaren Brutalität ausgeübt werde. Sie mache fassungslos und sei ebenfalls eine Pandemie. Starke Signale der Gerichte seien daher nötig. "Wir müssen uns als Gesellschaft einige wichtige Fragen stellen", sagte er. Oft spiele Alkoholmissbrauch eine Rolle. Es gelte daher, auch aus den Restriktionen - die mit einem zeitweisen Alkoholbann einhergingen - Schlüsse zu ziehen.

Ramaphosa kündigte weitere Lockerungen der seit Ende März bestehenden Corona-Restriktionen angekündigt. Sie betreffen die Gastronomie, Kinos, Theater, Frisörsalons oder Konferenzzentren, die unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Rund eine Million Menschen profitierten davon, sagte er in einer Ansprache an die Nation. In Südafrika sind bisher 80.142 Covid-19-Fälle bestätigt worden und 1674 Menschen daran gestorben. Mehr als die Hälfte der Infizierten sei wieder genesen.

17.6.2020 • 20:35 Uhr

Honduras' Präsident ins Krankenhaus eingewiesen

Honduras' Präsident Juan Orlando Hernandez ist wegen seiner Covid-19-Erkrankung in ein Hospital eingewiesen worden. Einem Sprecher der Gesundheitsbehörden zufolge wird er dort wegen einer Lungenentzündung behandelt. Allgemein sei der Präsident jedoch in guter Verfassung. Hernandez wollte ursprünglich von Zuhause aus weiterarbeiten.

17.6.2020 • 20:33 Uhr

BBC setzt auf freiwilliges Ausscheiden von Mitarbeitern

Der britische Sender BBC muss wegen der Corona-Krise drastische zusätzliche Einschnitte auch beim Personal vornehmen: Der Sender hat einen Plan für seine Mitarbeiter gestartet, der auf ein freiwilliges, frühzeitiges Ausscheiden aus dem Unternehmen abzielt, wie die BBC mitteilte.

Wie viele Arbeitsplätze in Gefahr sind, sagte der Sender nicht. Ein im Januar angekündigter Plan zur Streichung von 450 Stellen in der BBC-Nachrichtenabteilung war im März wegen der Pandemie-Berichterstattung allerdings ausgesetzt worden. Derzeit beschäftigt die BBC mehr als 22.000 Mitarbeiter. 

Insgesamt müssen umgerechnet rund 140 Millionen Euro wegen der Corona-Krise eingespart werden - zusätzlich zu Einsparungen, die bereits im Januar angekündigt worden waren. Die als "notwendig" bezeichneten Einsparungen wegen der Corona-Krise will der öffentlich-rechtliche Sender bis März 2021 vornehmen.

17.6.2020 • 20:30 Uhr

Pokalfinale Bayern gegen Leverkusen definitiv ohne Zuschauer

Das DFB-Pokalfinale zwischen Bayer Leverkusen und Meister FC Bayern München am 4. Juli findet ohne Zuschauer statt. Diese Entscheidung teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. "Die Auswirkungen der Corona-Pandemie lassen keine andere Entscheidung zu, auch nach eingehender Prüfung verschiedener Optionen", hieß es auf der Verbandshomepage. 

Der DFB hatte beim Berliner Senat zuletzt beantragt, je Club 5000 Anhänger zum Finale im Olympiastadion zulassen zu können. "Dieser Antrag musste negativ beschieden werden, da dafür die gesetzliche Grundlage fehlt. Die aktuelle Verfügungslage in Berlin besagt, dass bis zum 30. August 2020 in der Hauptstadt Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen untersagt sind", hieß es dazu nun. Das Zuschauerkonzept auch für weniger Menschen sei "einstimmig verworfen" worden.

DFB-Pokal | dpa

Am Dienstagabend hatte DFB-Präsident Fritz Keller noch angedeutet, 1000 Zuschauer beim Endspiel seien nicht ausgeschlossen. Bild: dpa

17.6.2020 • 20:08 Uhr

Mehrere russische Städte sagen Militärparaden zum Sieg über Nazi-Deutschland ab

Aus Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus haben mehrere russische Städte und Regionen entgegen der Pläne des Kremls Paraden zur Feier des Sieges über Nazi-Deutschland abgesagt. Zuletzt gab Petrosawodsk im Nordwesten des Landes bekannt, eine Militärparade am 24. Juni aus Angst vor Ansteckungen abzusagen. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, in 28 Städten würden Paraden stattfinden, teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit. 

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuletzt eine Wiederholung der am 9. Mai wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen jährlichen Siegesparaden angekündigt. Der 24. Juni ist der 75. Jahrestag der ersten Siegesparade auf dem Roten Platz in Moskau. Experten zufolge will der Kreml mit den Feierlichkeiten vor einer Abstimmung über eine Verfassungsreform in der folgenden Woche für eine patriotische und optimistische Stimmung sorgen. Am 1. Juli sind die Russen aufgerufen, über eine Reform zu entscheiden, die Putin eine weitere Amtszeit über 2024 hinaus erlauben könnte. 

Russland hat den bisherigen Höhepunkt der Pandemie Mitte Mai erlebt. Am Mittwoch meldeten die Behörden 7843 neue Infektionen, den niedrigsten Wert seit mehr als einem Monat. Russland hat jedoch mit rund 550.000 Fällen noch immer die drittmeisten bestätigten Infektionen weltweit nach den USA und Brasilien. 

17.6.2020 • 20:04 Uhr

Züge in Israel sollen wieder fahren

Ungeachtet eines deutlichen Neuanstiegs von Corona-Infektionen hat die israelische Regierung weitere Lockungen beschlossen. Der Zugverkehr solle in der kommenden Woche wieder aufgenommen werden, teilte das Büro des Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu mit. Nach Medienberichten ist auch die Wiederöffnung von Kultureinrichtungen geplant.

Transportministerin Miri Regev erklärte, die Wiederaufnahme des Zugverkehrs sei wichtig für die Öffnung der Wirtschaft. "Wenn die Züge nicht fahren, sehen wir überfüllte Busse", sagte Regev. Mit Einsatz der Züge könne man die Passagiere dagegen besser verteilen. Die Fahrkarten müssen laut der Vorschriften im Voraus bestellt werden und es dürfen nicht mehr als 500 Passagiere in einem Zug fahren.

17.6.2020 • 19:56 Uhr

Berliner Corona-Ampel springt auf Rot

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Berlin ist um 73 auf 7474 gestiegen. Zugleich ist einer von drei Indikatoren der Berliner Corona-Ampel von Gelb auf Rot gesprungen. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung mit. Der R-Wert, der die Dynamik des Infektionsgeschehens beschreibt, lag bei 1,23. Das war zwar niedriger als der Wert 1,49 am Dienstag - die Ampel wechselt aber auf Rot, wenn die Reproduktionszahl das dritte Mal in Folge bei 1,2 oder höher liegt. Der Sieben-Tages-R-Wert liegt bei 1,06, am Vortag war es noch 1,24. Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche lag dagegen mit unverändert 8,78 weiter im grünen Bereich, ebenso der Anteil der Plätze, die auf Intensivstationen für Covid-19-Patienten benötigt werden (3,6 Prozent).

17.6.2020 • 19:05 Uhr

WHO stellt Studie mit Hydroxychloroquin ein

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt ihre Studie mit dem Anti-Malaria-Mittel Hydroxychloroquin ein. Dies sei geschehen, nachdem andere Untersuchungen keine Wirkung gezeigt hätten, sagt die WHO-Expertin Ana Maria Henao-Restrepo. US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben das Mittel zeitweilig zur Vorbeugung eingenommen, obwohl Experten keine Wirksamkeit erkennen konnten.

17.6.2020 • 18:50 Uhr

Russischer Fußballverein muss in Quarantäne

Kurz vor der Wiederaufnahme von Russlands Premier League muss die komplette Mannschaft des Fußballvereins FC Rostow in eine zweiwöchige Quarantäne. Bei sechs Spielern bestehe der Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion, teilte der Club mit. Die Tests seien "von der Norm abgewichen". Die betroffenen Fußballer sind den Angaben nach vom Rest des Teams abgeschirmt worden. Priorität habe die Gesundheit der Spieler und Mitarbeiter.

Der Tabellenvierte sollte am Freitagabend gegen die Mannschaft aus Sotschi spielen. Dies wäre die zweite Begegnung am ersten Spieltag nach gut dreimonatiger Zwangspause im russischen Fußball gewesen. Der Rostower Fußballverein muss nun mindestens zwei Spiele aussetzen. "Wir warten darauf, dass die Mannschaft nach dieser Pause den Kampf auf dem Spielfeld fortsetzen kann", hieß es.

17.6.2020 • 18:40 Uhr

Zahl der Fälle und Toten nimmt in Italien wieder schneller zu

Die Zahl der bekannten Infektionen und Todesfälle in Italien steigt wieder schneller. Das Katastrophenschutzamt gab 329 neue Fälle nach 210 am Vortag an. Zudem seien 43 Todesfälle registriert worden nach zuletzt 34. Weiterhin bleibt die Lombardei am stärksten betroffen. Insgesamt sind in Italien 327.828 Infektionen und 34.448 Todesfälle bekannt.

17.6.2020 • 18:38 Uhr

New York hat jetzt niedrigste Verbreitungsrate in USA

Der Bundesstaat New York hat nach Angaben seines Gouverneurs Andrew Cuomo mittlerweile die niedrigste Virus-Ausbreitungsrate in den USA. Zu Beginn der Krise in den USA war New York das Epizentrum des Landes. Am Dienstag sei jedoch bei weniger als einem Prozent der etwa 60.000 getesteten Bewohner ein positives Ergebnis herausgekommen, sagte Cuomo.

17.6.2020 • 18:15 Uhr

Mindestabstand und Hygieneregeln sollen vorerst weiter gelten

Bund und Länder wollen vorerst an den bisherigen Regeln zu Mindestabstand und Hygienemaßnahmen festhalten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte nach dem Treffen mit den Ministerpräsidenten, der Mindestabstand von 1,5 Metern, verstärkte Hygiene-Maßnahmen sowie das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in bestimmten öffentlichen Bereichen und das Instrument der Kontaktbeschränkungen hätten sich bewährt und sollten fortgeführt werden.

17.6.2020 • 17:58 Uhr

Ergebnisse der Beratungen von Bund und Ländern

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Bundesländer sind erstmals seit drei Monaten Corona-Krise wieder zu einem persönlichen Treffen im Kanzleramt zusammengekommen. In einer Pressekonferenz wollen sie ab 18 Uhr über die Ergebnisse ihrer Beratungen informieren.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa sollen Großveranstaltungen grundsätzlich bis mindestens Ende Oktober verboten bleiben. Dies gelte für solche Veranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln nicht möglich sei.

Außerdem sollen die Schulen spätestens nach den Sommerferien in allen Ländern in den Regelbetrieb zurückkehren, falls sich die Infektionslage in der Corona-Krise weiterhin gleichbleibend gut entwickle.

17.6.2020 • 17:42 Uhr

Bundestagsvizepräsident mahnt zum Abstandhalten

Den Abgeordneten des Bundestags scheint es zunehmend schwer zu fallen, den wegen der Corona-Pandemie empfohlenen Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten. Während der namentlichen Abstimmung über einen Bundeswehreinsatz sah sich Vizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) genötigt, die Parlamentarier zu tadeln. "Ich sehe eine ganze Reihe von Kolleginnen und Kollegen, die den Mindestabstand, den wir der Bevölkerung empfehlen, nicht einhalten", klagte Kubicki. Er verband dies mit der ausdrücklichen Bitte, "dass wir ein leuchtendes Beispiel sind für die Menschen, die wir draußen mit den Forderungen jeweils behelligen".

17.6.2020 • 17:30 Uhr

Münchner Tennisturnier abgesagt - Hamburg hofft noch

Das ATP-Tennisturnier in München findet in diesem Jahr nicht mehr statt. Für das zunächst verschobene Sandplatz-Event fand sich in der zweiten Jahreshälfte, wenn nach einer fünfmonatigen Pause wieder Turniere stattfinden, kein Termin. Die ursprünglich für 25. April bis 3. Mai vorgesehenen BMW Open werden im Frühjahr 2021 wieder ausgetragen. Das teilten die Veranstalter mit, nachdem die Spielerorganisation ATP den neuen Kalender veröffentlicht hatte.

Am Hamburger Rothenbaum dagegen hoffen die Veranstalter noch auf einen Termin in diesem Jahr, was jedoch kompliziert wird. Grund dafür ist, dass die US Open in New York trotz der Corona-Pandemie nach der Erlaubnis durch die Gesundheitsbehörden wie geplant vom 31. August bis zum 13. September stattfinden dürfen. Kurz darauf sind die French Open in Paris vom 27. September bis zum 11. Oktober geplant. Ein weiteres Update des Kalenders für die Zeit nach den French Open wird laut ATP für Mitte Juli erwartet.

17.6.2020 • 16:43 Uhr

Schweden lockert Reisebeschränkungen für zehn europäische Länder

Schweden rät seinen Bürgern nicht länger von Reisen in eine Reihe von europäischen Ländern ab. Ab dem 30. Juni sei es wieder möglich, in zehn Staaten Europas zu reisen, sagte Außenministerin Ann Linde auf einer Pressekonferenz.

Deutschland sowie Schwedens Nachbarn Dänemark, Norwegen und Finnland gehören nicht dazu, dafür aber die Urlaubsländer Spanien, Italien und Griechenland sowie Belgien, Frankreich, Island, Kroatien, Luxemburg, Portugal und die Schweiz. Die Maßnahme werde zurückgefahren, weil diese Länder ihre Grenzen für Reisende aus Schweden und dem Rest der EU geöffnet hätten, sagte Linde.

Nach dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie hatte die schwedische Regierung ihren Bürgern von nicht zwingend notwendigen Reisen ins Ausland abgeraten. Für die weiteren Länder der EU und des Schengenraums gelte dies wie bisher bis vorläufig zum 15. Juli, für alle Länder außerhalb der Europäischen Union bis Ende August, sagte Linde. Das schwedische Abraten von Reisen stellt kein eindringliches Reiseverbot dar, sondern soll die Schweden dazu aufrufen, unnötige Urlaubsreisen sein zu lassen. Die Grenzen Schwedens sind geschlossen, nicht aber für Bürger der EU und der Europäischen Freihandelszone.

17.6.2020 • 16:41 Uhr

Razzia wegen Subventionsbetrugs in Region Hannover

Rund um Hannover sind Ermittler zu einer großangelegten Razzia wegen mutmaßlicher Betrugsfälle bei der staatlichen Corona-Soforthilfe ausgerückt. In der niedersächsischen Hauptstadt und Umgebung seien 22 Objekte durchsucht und neben Beweismitteln auch 30.000 Euro sowie ein Auto beschlagnahmt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mit. Es gehe dabei um mehrere Fälle von Subventionsbetrug.

Den Angaben zufolge kamen die Behörden den Verdächtigen durch einen "Daten- und Kontenabgleich" auf die Spur. Bei der Polizei in Hannover konzentriert sich demnach eine eigene Ermittlungsgruppe mit dem Namen "Antrag" auf Fälle von Betrug im Zusammenhang mit staatlichen Soforthilfen für Gewerbetreibende in der Corona-Krise. In Niedersachsen waren nach Angaben des Landesjustizministeriums Anfang Juni bereits fast 360 entsprechende Ermittlungsverfahren anhängig.

Die Schadenssumme in allen Fällen belaufe sich auf rund 2,9 Millionen Euro, teilte das Ministerium mit. Viele Verdachtsmeldungen stammten von der landeseigenen Förderbank, die "frühzeitig" Prüfmechanismen geschaffen habe. Justizministerin Barbara Havliza (CDU) nannte Betrügereien mit staatlicher Hilfe "schamlos". Diese müssten "deutliche Konsequenzen" haben.

17.6.2020 • 16:18 Uhr

Corona-Ausbruch in Peking: Norwegen nimmt Lachs in Schutz

Lachs aus Norwegen ist nach Angaben der Regierung des skandinavischen Landes nicht für einen erneuten Corona-Ausbruch in Peking verantwortlich. Chinesische Experten hätten erklärt, keine Beweise dafür gefunden zu haben, dass Lachs die Infektionsquelle für den neuen Ausbruch in der chinesischen Hauptstadt sei, teilte die norwegische Lebensmittelbehörde mit.

Diese Aussagen stimmten mit den Feststellungen der norwegischen Gesundheitsbehörde überein, dass es höchst unwahrscheinlich sei, dass das Coronavirus über Lebensmittel oder Wasser übertragbar sei, erklärte Fischereiminister Odd Emil Ingebrigtsen. Er hoffe, dass sich der Export von norwegischem Lachs nach China nun wieder normalisiere.

Erstmals seit vielen Wochen hatte Peking vor wenigen Tagen wieder einen größeren Ausbruch des Coronavirus erlebt. Dutzende neue Ansteckungen wurden seit Freitag auf einem riesigen Großmarkt festgestellt, über den der größte Teil der frischen Nahrungsmittel für die mehr als 20 Millionen Einwohner Pekings geliefert wird. Das Virus wurde bis zu einem Hackbrett auf dem Xinfadi-Großmarkt zurückverfolgt, auf dem importierter Lachs verarbeitet worden war. China importiert Lachs aus mehreren Ländern, darunter neben Norwegen auch Chile, Australien, Kanada und die Färöer-Inseln.

17.6.2020 • 16:03 Uhr

Kabinett verlängert vereinfachten Zugang zu Hartz IV

Der Zugang zu Hartz-IV-Leistungen soll wegen der Corona-Krise auch weiterhin leichter möglich sein. Das Bundeskabinett hat entsprechende Fristen verlängert. Wegen der Krise war die Vermögensprüfung bei Anträgen auf Hartz IV und die Prüfung der Höhe der Wohnungsmiete für die Zeit bis Ende Juni ausgesetzt worden. Die Regelung wird nun bis Ende September verlängert.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie seien weiterhin erheblich, begründete das Bundessozialministerium den Schritt. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte: "Nach wie vor sind viele Menschen durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Der Sozialstaat ist an der Seite der Menschen, wenn sie ihn brauchen."

17.6.2020 • 16:00 Uhr

Busunternehmen sollen 170 Millionen Euro im Juli erhalten

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat angekündigt, das versprochene Hilfspaket für die von der Corona-Krise schwer getroffenen Busunternehmen in Deutschland bis Juli auf den Weg zu bringen. Auf einer Kundgebung der Branche in Berlin sagte Scheuer, "dass wir die 170 Millionen Euro jetzt noch nachträglich in den Haushalt bringen". Die Unternehmen sollen demnach "im Juli sofort darauf zugreifen können".

17.6.2020 • 15:42 Uhr

Finale der Europa League in Köln - Champions League in Lissabon

Die ausstehenden Spiele der Fußball-Europa-League finden ab dem Viertelfinale in Düsseldorf, Gelsenkirchen, Duisburg und dem Endspielort Köln statt. Die entscheidende Phase der Champions League steigt nach der Corona-Pause in Lissabon, wie das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA entschied.

München bleibt Gastgeber der auf 2021 verschobenen Fußball-Europameisterschaft und richtet wie geplant vier Spiele aus.

17.6.2020 • 15:36 Uhr

Fraport erwartet Abbau von bis zu 4000 Stellen

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport rechnet wegen der Corona-Krise mit dem Abbau Tausender Arbeitsplätze. "So hart es auch ist, wir werden etwa 3000 bis 4000 Menschen weniger beschäftigen können", sagte Vorstandschef Stefan Schulte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Dies seien die Perspektiven für die Jahre 2023 und 2024.

Die Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite sollten bald beginnen, sagte Schulte. Ende vergangenen Jahres hatte Fraport rund 22.500 Mitarbeiter beschäftigt. Schulte hofft, dass sich ein Großteil der Stellenstreichungen so regeln lässt, dass Mitarbeiter in den Ruhestand gehen und nicht ersetzt werden. Andere könnten ihre Arbeitszeit vorübergehend reduzieren.

17.6.2020 • 15:29 Uhr

Mehrere US-Staaten verzeichnen Höchststand an Neuinfektionen

Mehrere US-Staaten haben einen Höchststand an Neuinfektionen innerhalb eines Tages seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnet. In Florida wurden am Dienstag 2783 Neuinfektionen nachgewiesen, in Texas 2622 und in Arizona 2392, wie aus offiziellen Daten der Bundesstaaten und der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorgeht.

Der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, erklärte den drastischen Anstieg mit der Vielzahl an Tests, die mittlerweile durchgeführt würden. Zu Beginn der Pandemie sei nur diagnostisch getestet worden, mittlerweile würden auch Personen ohne Symptome oder solche, die in Umgebungen mit hohem Ansteckungsrisiko arbeiteten, getestet. Eine Rückkehr zu strikteren Eindämmungsmaßnahmen lehnte DeSantis ab.

Der texanische Gouverneur Greg Abbott erklärte, man müsse sich die Gründe genau ansehen, die hinter den teils sprunghaften Anstiegen stünden. So seien Daten aus einigen Bezirken in seinem Bundesstaat mit Verspätung und damit gesammelt übermittelt worden, erklärte Abbott. Der Gouverneur verwies auch darauf, dass zuletzt mehr unter 30-Jährige positiv auf das Coronavirus getestet wurden, weil diese sich vermehrt träfen, beispielsweise in Bars. Er drohte mit Konsequenzen für Gewerbe, die sich nicht an die Vorgaben hielten.

"We'll Get Thru This" steht an einem Theater in den USA | REUTERS

In den USA wurden bislang mehr als 2,13 Millionen Coronavirus-Infektionen nachgewiesen. Fast 117.000 Menschen starben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Bild: REUTERS

17.6.2020 • 15:09 Uhr

Benzin erstmals wieder so teuer wie Mitte März

Die Preise für Benzin haben durch die steigende Nachfrage nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen wieder deutlich zugelegt. Ein Liter Super E10 kostet aktuell im Bundesdurchschnitt 1,237 Euro und ist damit wieder so teuer wie Mitte März, wie der ADAC mitteilte. Im Vergleich zur Vorwoche stieg der Benzinpreis damit um einen Cent.

Auch der Dieselpreis stieg im Vergleich zur Vorwoche  - der Liter kostet im Mittel nun 1,088 Euro und ist damit 0,7 Cent teurer. Das ist der höchste Wert seit zwei Monaten.

Seit den Tiefstwerten Ende April ist der Preis für den Liter Super E10 damit um rund zehn Cent gestiegen. Im gleichen Zeitraum wurde Diesel durchschnittlich etwa fünf Cent teurer. Grund dafür ist laut ADAC eine Verdoppelung der Rohöl-Preise von rund 20 Dollar je Barrel auf aktuell gut 40 Dollar.

17.6.2020 • 15:05 Uhr

Bundesregierung sieht keine Notwendigkeit für Dexamethason-Vorrat

Nach der von der WHO als "Durchbruch" bezeichneten Studie zur Behandlung von Covid-19-Patienten mit dem Wirkstoff Dexamethason sieht die Bundesregierung derzeit keinen akuten Handlungsbedarf. Zunächst wolle sie die Studie erst einmal prüfen, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. "Es gibt im Moment keinen Grund, sich in irgendeiner Weise zu bevorraten." Der Sprecher verwies darauf, dass die Studie derzeit "noch nicht einmal veröffentlicht ist". Deshalb wolle er diese auch nicht kommentieren.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die Ergebnisse der britischen Studie dagegen mit euphorischen Worten begrüßt. Es handele sich um einen "lebensrettenden wissenschaftlichen Durchbruch", erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Laut den Ergebnissen der Forscher kann Dexamethason die Sterblichkeit von schwerstkranken Covid-19-Patienten deutlich senken.

17.6.2020 • 14:41 Uhr

Kanzleramt sieht Fortschritte bei Schutzmaskenproduktion

Deutschland kommt nach Regierungsangaben bei der nationalen Herstellung von Schutzmasken gut voran. Es hätten sich bereits "sehr viele" Firmen gefunden, die zum Aufbau entsprechender Produktionslinien bereit seien, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) bei der Regierungsbefragung im Bundestag. "So werden wir hoffentlich bis Ende August auch eine nennenswerte Schutzausrüstungs-Produktion in Deutschland haben."

Angesichts eines zeitweisen Schutzmasken-Mangels hatte die Bundesregierung entschieden, die nationale Eigenproduktion über Investitionsförderung und Abnahmegarantien anzukurbeln. Durch zahlreiche Lieferungen aus dem Ausland dürfte es nach Brauns Worten derzeit eigentlich nirgendwo in Deutschland einen Mangel an Schutzausrüstung mehr geben. Ziel sei aber der Aufbau einer nationalen Reserve - und zwar dauerhaft und nicht nur für die Zeit der Corona-Krise.

17.6.2020 • 14:23 Uhr

Schwedisches Parlament ehrt Todesopfer

Das schwedische Parlament hat die Opfer der Coronavirus-Pandemie in dem Land mit einem 15-minütigen Gedenken gewürdigt. Der Parlamentspräsident Andreas Norlén sagte, "dieser besondere Moment ist für sie alle. Diejenigen, die ihre Jobs, ihre Gesundheit, ihre Leben verloren haben. Aber auch für diejenigen, die zurückgeblieben sind, als das Leben eines Verwandten zu Ende ging."

Norlén sagte den dunkel gekleideten Abgeordneten: "Bevor wir unseren Kampf gegen die Pandemie fortsetzen, halten wir gemeinsam inne und erkennen ihr Leiden, ihr Opfer an." Den Menschen, "die jetzt trauern und leiden" sagten die Abgeordneten: "Sie sind nicht allein." Schweden hat eine der weltweit höchsten Todesraten pro Kopf im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahl der von der staatlichen Gesundheitsbehörde verzeichneten Todesfälle stieg um 102 auf 5041. Mehr als 54.500 Corona-Infektionen wurden im Land bislang nachgewiesen.

17.6.2020 • 14:15 Uhr

Milliardenprogramm für die Kultur

Die Bundesregierung hat das bereits angekündigte Hilfspaket für die Kulturszene in Höhe von einer Milliarde Euro verabschiedet. Ziel sei es, Künstlerinnen und Künstlern schnellstmöglich wieder neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu eröffnen. "Deshalb müssen wir die kulturellen Orte und Spielstätten erhalten", teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in einer Mitteilung.

Mit 250 Millionen Euro sollen Kultureinrichtungen bei der Umsetzung etwa von Hygienekonzepten, Online-Ticket-Systemen oder Belüftungssystemen geholfen werden. Bis zu 480 Millionen Euro sind vorgesehen, um Kulturschaffende aus der Kurzarbeit zu holen und ihr Wirken zu finanzieren. Für die Schaffung digitaler Angebote stehen 150 Millionen Euro bereit. Mit 100 Millionen sollen coronabedingte Einnahmeausfälle ausgeglichen werden.

17.6.2020 • 14:05 Uhr

Drogenkonsum in Amsterdam stark zurückgegangen

Nach Einführung der strengen Corona-Maßnahmen ist der Konsum von illegalen Drogen in Amsterdam stark zurückgegangen. Im März sei im Vergleich zum Vorjahr die Hälfte weniger XTC und gut ein Viertel weniger Kokain konsumiert worden, teilte das Institut zur Untersuchung der Wasserqualität KWR mit.

Das Institut misst jedes Jahr die Spuren von Drogen in den Abwässern der niederländischen Großstädte. Während in den meisten Städten der Konsum gleich blieb oder nur leicht zurückging, stellten die Forscher dagegen in der Hauptstadt einen spektakulären Einbruch fest. Keine Touristen und der Stopp des Nachtlebens sind nach Ansicht der Forscher die Ursachen für den Rückgang.

17.6.2020 • 13:57 Uhr

Kulturstiftung des Bundes fördert freie Gruppen

Mit dem Stipendienprogramm Reload will die Kulturstiftung des Bundes freien Gruppen in der Corona-Krise helfen. Die Arbeit von Gruppen aus den Bereichen Theater, Tanz und Musik sei durch die Corona-Maßnahmen enorm erschwert, hieß es in einer Mitteilung. Nun sollen 230 Gruppen ab drei Mitgliedern eine Förderung von 25.000 Euro bekommen. Durch eine Aufstockung um 2,5 Millionen Euro aus dem Etat von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) ist das Programm mit insgesamt 5,75 Millionen Euro ausgestattet.

17.6.2020 • 13:47 Uhr

Busbetriebe sollen ab Juli 170 Millionen Euro bekommen

Nach dem monatelangen Verbot von Busreisen in der Corona-Krise sollen die Betreiber in Kürze staatliche Hilfe erhalten. 170 Millionen Euro werden dafür noch in den geplanten Nachtragshaushalt eingestellt, wie Verkehrsminister Andreas Scheuer bei einer Demonstration von Busunternehmern in Berlin ankündigte. Der Bundestag stimmt voraussichtlich übernächste Woche über den Haushalt ab. Dann könnten die Betriebe im Juli auf das Geld zugreifen, sagte Scheuer.

 Bundesverkehrsminister, besucht eine Protestaktion zur wirtschaftlichen Lage von Bus- und Touristikunternehmen am Brandenburger Tor.  | dpa

Mit einer Sternfahrt von rund 1000 Reisebussen machte die Branche im Berliner Regierungsviertel auf ihre Lage aufmerksam. Bild: dpa

17.6.2020 • 13:27 Uhr

Ryanair nimmt Linienflüge in Deutschland im Juli wieder auf

Die irische Fluggesellschaft Ryanair nimmt ihren Linienflugbetrieb in Deutschland wieder auf. Vom 1. Juli an sollen wieder 200 Strecken von und nach Deutschland verfügbar sein, teilte die Airline mit. Angeboten würden beispielsweise Flüge nach Italien, Spanien und Portugal.

17.6.2020 • 13:17 Uhr

23 weitere Infektionen in Magdeburg

In Magdeburg sind seit Dienstagmorgen weitere 23 Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Das geht aus Angaben des Sozialministeriums Sachsen-Anhalt hervor. In der Landeshauptstadt sind wegen des Ausbruchs in den vergangenen Tagen mehrere Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Spielplätze geschlossen worden. Von den bisher gut 180 in Magdeburg erfassten Infektionen wurden 60 seit Freitag erfasst.

17.6.2020 • 12:46 Uhr

Corona-Ausbruch mit 400 Neuinfizierten in Fleischfabrik

Beim Schlachtereibetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sind seit Anfang der Woche 400 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sagte eine Sprecherin des Kreises Gütersloh in Ostwestfalen. Zuvor hatten die Zeitungen "Westfalen-Blatt" und "Neue Westfälische" berichtet. Am Dienstag hatte das Unternehmen von 128 positiv auf das Virus getesteten Mitarbeitern gesprochen und Maßnahmen zugesagt, die Ausbreitung einzudämmen.

Bei einem großangelegten Corona-Reihentest durch die Gesundheitsbehörden nach einem Ausbruch in einer Fleischfabrik im Kreis Coesfeld im Mai waren bei Tönnies zunächst nur wenige Fälle festgestellt worden. Nach Unternehmensangaben wurde allerdings bei späteren Tests ein Infektionsherd identifiziert. Obwohl alle Kontaktpersonen vorsorglich in Quarantäne geschickt worden seien, habe es weitere Infektionen in dem Schweinefleisch-Zerlegebetrieb gegeben.

17.6.2020 • 12:32 Uhr

Lufthansa warnt: Umsetzung von Rettungspaket nicht gesichert

Das milliardenschwere Rettungspaket könnte bei einer Blockade durch den Großaktionär Heinz Hermann Thiele nach Ansicht der Lufthansa noch scheitern. Angesichts der Kritik Thieles sei es möglich, dass das Stabilisierungspaket auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni die notwendige Zweidrittelmehrheit verfehlen könnte, erklärte das Unternehmen.

17.6.2020 • 12:16 Uhr

Mehr als 37.000 neue Fälle in Brasilien

Im schwer von der Corona-Pandemie getroffenen Brasilien hat die Zahl bestätigter Neuinfektionen mit fast 37.300 binnen 24 Stunden einen neuen Tageshöchststand markiert. Mit 1338 zwischen Dienstagabend und Mittwochabend erfassten Toten in Zusammenhang mit Covid-19 erreichte die Opferzahl zudem den zweithöchsten Wert seit Ausbruch der Pandemie, wie das Portal "G1" auf Grundlage von Daten des brasilianischen Gesundheitsministeriums berichtete. Demnach starben bisher 45.456 Menschen, mehr als 928.800 wurden positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet.

Mehr als ein Viertel der bis Dienstagabend neu registrierten Todesfälle gab es mit 365 im Bundesstaat São Paulo. Der Staat Rio de Janeiro mit der gleichnamigen Stadt folgt mit 239 neuen Todesfällen. In beiden Staaten gab es bisher auch die meisten Toten.

"G1" gehört zu einem Verbund von Medien, die auf Basis der Zahlen und Grafiken des Gesundheitsministeriums ihre eigene Statistik führen. Dabei werden täglich um 20.00 Uhr die bis dahin aufgelaufenen Zahlen mit denen des Vortages von 20.00 Uhr verglichen. Die US-Universität Johns Hopkins führte Brasilien auf ihrer Homepage am Mittwochmorgen mit 923.189 bestätigten Infektionsfällen sowie 45.241 Toten.

Ein Soldat desinfiziert Beutel mit Lebensmittelhilfe in Afuá | dpa

Brasilien erlebte in den vergangenen zwei Wochen einen rasanten Anstieg der Corona-Fallzahlen. Dennoch werden in Brasilien vielerorts Maßnahmen gelockert, Geschäfte und Strände sind inzwischen wieder geöffnet. Bild: dpa

17.6.2020 • 12:01 Uhr

Ifo-Institut: Gastgewerbe am meisten von Kurzarbeit betroffen

Das Gastgewerbe ist einer Erhebung des Münchner Ifo-Institutes zufolge die am meisten von Kurzarbeit betroffene Branche in der Corona-Krise. Der Schätzung des Institutes zufolge arbeiteten im Mai 796.000 Mitarbeiter in der Gastronomie kurz - und damit 72 Prozent der gesamten Beschäftigten. Im Fahrzeugbau wurden 513000 Kurzarbeiter (46 Prozent) geschätzt, im Autohandel 289.000 (44 Prozent).

Hocker einer geschlossenen Bar in Köln stehen auf den Tischen | dpa

Knapp 800.000 Mitarbeiter in der Gastronomie waren im Mai in Kurzarbeit. Bild: dpa

17.6.2020 • 11:53 Uhr

Sparquote in Deutschland wird 2020 steigen

Trotz geringerer Einkommen infolge der Coronakrise werden die privaten Haushalte in Deutschland laut einer Studie in diesem Jahr etwas mehr Geldvermögen bilden. Dies beruhe vor allem auf einem merklichen Anstieg der Sparquote, ergibt eine Erhebung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Zu erwarten sei ein Anstieg der Sparquote auf 11,9 Prozent von 10,9 im vorigen Jahr. Zugleich sei mit einem Rückgang der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte um zwei Prozent zu rechnen.

17.6.2020 • 11:53 Uhr

Corona-Infektionen in Berlin-Neukölln steigen weiter

Die Zahl der Corona-Infizierten in den unter Quarantäne gestellten Wohnblöcken in Berlin-Neukölln ist weiter gestiegen. Inzwischen seien mit Stand Dienstagabend 70 Fälle bekannt, sagte Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) bei radioeins. Diese seien auf die Haushalte verteilt und nicht unbedingt konzentriert an einer Stelle. Die Verläufe seien zwar relativ mild. Das heiße aber nicht, dass die Situation einfach sei. Am Dienstagvormittag sprach der Bezirk von 57 Infektionen.

Ein Wohnhaus an der Harzer Straße in Neukölln, das unter Quarantäne gestellt wurde. |

Ein Wohnhaus an der Harzer Straße in Neukölln, das unter Quarantäne gestellt wurde.

17.6.2020 • 11:38 Uhr

Institut erwartet für Sommer Konjunkturerholung in Deutschland

Das RWI-Institut hält den Höhepunkt der Corona-Krise in Deutschland für überwunden. "Schon für den Sommer erwarten wir dank der schrittweisen Lockerungen und der massiven finanzpolitischen Impulse eine konjunkturelle Erholung", sagte der Konjunkturchef des in Essen ansässigen Instituts für Wirtschaftsforschung, Torsten Schmidt. "Die Stärke der Erholung wird aber maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Pandemie in Deutschland und dem Rest der Welt abhängen."

Für das laufende Jahr rechnet das RWI mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 5,8 Prozent, da der Shutdown im März und April zu einem massiven Rückgang der Produktion führte.

17.6.2020 • 11:18 Uhr

CureVac darf an Menschen testen

Das Pharmaunternehmen CureVac darf seinen Corona-Impfstoff an Menschen testen. Innerhalb eines Jahres will CureVac nach Informationen von NDR und WDR mehr als 200 Millionen Impfstoffdosen produzieren.

17.6.2020 • 11:16 Uhr

Inflation in Eurozone fällt auf 0,1 Prozent

Ölpreisverfall und Corona-Krise haben die Inflation im Euroraum weiter in Richtung Nulllinie gedrückt. Die Verbraucherpreise zogen im Mai binnen Jahresfrist nur noch um 0,1 Prozent an und damit so wenig wie seit Mitte 2016 nicht mehr, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Im April lag die Teuerung noch bei 0,3 Prozent und im März bei 0,7 Prozent. Die EZB strebt eine Inflation von knapp zwei Prozent an, verfehlt dieses Ziel jedoch seit Jahren.

17.6.2020 • 11:08 Uhr

Zweite Corona-Welle erfasst Iran

Eine zweite Corona-Welle hat den Iran erfasst. Experten halten es nur für eine Frage der Zeit, bis es wieder Aufstände in dem Land gibt. Denn die Pandemie verstärkt die wirtschaftliche Misere des Golf-Staates.

17.6.2020 • 10:59 Uhr

Kabinett beschließt Nachtragshaushalt

Die Bundesregierung hat die Pläne von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) für Rekordschulden wegen der Corona-Krise gebilligt. Das Kabinett brachte einen zweiten Nachtragshaushalt über 62,5 Milliarden Euro auf den Weg. Damit steigt die für das laufende Jahr geplante Neuverschuldung auf 218,5 Milliarden Euro. Mit dem Geld will der Bund unter anderem das Konjunkturpaket finanzieren, das Konsum und Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder ankurbeln soll. Der Bundestag muss den zusätzlichen Krediten noch zustimmen.

Einen ersten Nachtragshaushalt über 156 Milliarden Euro hatte das Parlament bereits Ende März zur Finanzierung mehrerer Hilfspakete beschlossen - und dafür auch die Schuldenbremse im Grundgesetz ausgesetzt.

17.6.2020 • 10:50 Uhr

Ver.di ruft zu Protestaktionen an Flughäfen auf

Ver.di ruft Beschäftigte im Luftverkehr für diesen Freitag bundesweit zu Protestveranstaltungen auf. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt erwartet die Gewerkschaft nach Angaben des Landesbezirks Hessen mehrere Hundert Teilnehmer. Aktionen sind demnach auch in München, Hamburg, Bremen, Düsseldorf, Stuttgart, Berlin und Köln geplant.

Die Corona-Krise hat der Branche schwer zugesetzt. Ver.di befürchtet in der Luftverkehrsbranche einen "massiven Personalabbau" und spricht von Existenzängsten bei den Beschäftigten.

17.6.2020 • 10:44 Uhr

Check-in im Hotel jetzt auch ohne Papierformular möglich

Hotelgäste können sich künftig auch ohne Unterschrift auf Papier einchecken, wenn sie per Karte bezahlen oder reservieren. Auch eine Identifizierung über die elektronischen Funktionen des Personalausweises, des elektronischen Aufenthaltstitels oder der eID-Karte können die analoge Unterschrift nun bei der Anmeldung in der Unterkunft ersetzen, wie Innen- und Wirtschaftsministerium am Mittwoch. Das soll zu weniger Bürokratie führen. Wer will, kann weiter auf dem Hotelmeldeschein unterschreiben.

Der kontaktlose Check-in spare Zeit, Kosten und Aufwand, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wies darauf hin, dass das digitale Meldeverfahren unnötige Kontakte zwischen Personal und Reisenden vermeide und damit die Wiederöffnung der Hotels in der Corona-Krise erleichtere.

17.6.2020 • 10:15 Uhr

Großveranstaltungen offenbar bis Ende Oktober verboten

Großveranstaltungen wie Volks-, Stadt-, Straßen-, Wein- und Schützenfeste sowie Kirmes-Veranstaltungen sollen Medienberichten zufolge bis mindestens Ende Oktober verboten bleiben. Das gehe aus einem Papier der Länder für die heutigen Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hervor, berichteten RTL und ntv, der "Spiegel" sowie die Nachrichtenagentur dpa.

17.6.2020 • 10:10 Uhr

Corona-App wurde knapp 6,5 Millionen Mal heruntergeladen

Die Corona-Warn-App ist inzwischen knapp 6,5 Millionen Mal heruntergeladen worden. Es seien 6.453.606 Downloads gezählt worden, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. "Das sind weit über sechs Millionen Gründe, warum das Coronavirus künftig weniger Chancen hat", erklärte Ressortchef Jens Spahn.

Die Anwendung ist seit Dienstagmorgen in den App-Stores von Apple und Google verfügbar. Sie wird zunächst auf Deutsch und Englisch angeboten. Die Warn-App, mit der die Kontakte Infizierter verfolgt werden können, soll eine zweite Covid-19-Welle verhindern.

17.6.2020 • 10:02 Uhr

Weniger Neuinfektionen in Russland

In Russland ist die Zahl der bestätigten Infektionen nach Behördenangaben binnen 24 Stunden um 7843 auf 553.301 gestiegen. Das ist der geringste Anstieg seit dem 30. April. Es wurden 194 neue Todesfälle verzeichnet. Insgesamt sind in Russland bislang 7478 Menschen an den Folgen des Virus gestorben.

17.6.2020 • 09:54 Uhr

Auftragsbestand der Industrie sinkt - keine Stornierungswelle

Die erwartete Stornierungswelle als Folge der Corona-Rezession ist der deutschen Industrie bislang erspart geblieben. Ihr Auftragsbestand fiel im April saison- und kalenderbereinigt um 1,1 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dabei schmolz der Bestand aus dem Inland um 1,2 Prozent, der aus dem Ausland um 1,0 Prozent.

"Die starken Rückgänge der Auftragseingänge im April 2020 in Folge der Corona-Pandemie hatten damit nur moderate Auswirkungen", fassten die Statistiker zusammen. Im April sammelte die deutsche Industrie 25,8 Prozent weniger Bestellungen ein als im Vormonat - einen so starken Einbruch hatte es seit Beginn dieser Statistik im Jahr 1991 noch nicht gegeben.

17.6.2020 • 09:39 Uhr

Bund und Länder beraten über Corona-Folgen

Regierungschefin Angela Merkel empfängt am Nachmittag die Ministerpräsidenten der Bundesländer im Kanzleramt. Bei der Gesprächsrunde geht es um das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie, aber auch um andere Themen wie den Ausbau der Ganztagsbetreuung an den Grundschulen.

17.6.2020 • 09:22 Uhr

Ausbruch im Kreis Leer: Patient stirbt nach Restaurantbesuch

Im Zuge des Corona-Ausbruchs nach einer Feier in einem Restaurant im Landkreis Leer ist einer der Erkrankten gestorben. Es handele sich um einen 73-Jährigen aus dem Landkreis, teilte eine Sprecherin des Landkreises mit. Er sei an den Folgen von Covid-19 gestorben. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Mehrere Dutzend Menschen hatten sich im Zusammenhang mit der Veranstaltung in der Gaststätte in Moormerland mit dem Coronavirus infiziert.

Hinweisschilder stehen vor einem Lokal im Landkreis Leer. | dpa

Der Betreiber des Restaurants betonte stets, es seien alle Schutzmaßnahmen eingehalten worden. Bild: dpa

17.6.2020 • 08:49 Uhr

Schwesig: Krankenkassen sollen Corona-Tests an Schulen zahlen

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat gefordert, dass die Krankenkassen die Kosten für eine Ausweitung von Corona-Tests an Schulen übernehmen. Vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte Schwesig im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF, mit der Rückkehr zu Präsenzunterricht an jedem Tag sei mehr Sicherheit durch Testung nötig. Die Kosten für diese Tests müssten die Krankenkassen übernehmen. "Ich bin dafür, dass da ein klares Signal von 16 Länderchefs und der Kanzlerin ausgeht, und dann glaube ich, können wir uns mit den Kassen auch einigen."

17.6.2020 • 08:41 Uhr

Zahl der Todesfälle in Indien steigt sprunghaft an

In Indien ist die Zahl der Toten durch das Coronavirus sprunghaft um 2000 auf fast 12.000 angestiegen. Allein Neu-Delhi verzeichnete einen Rekordanstieg von 400 Todesfällen. Damit starben in der Hauptstadt bereits 1800 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion. Unklar blieb zunächst, wie viele der neuen Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden aufgetreten waren und wie viele erst mit mehreren Tagen Verspätung registriert wurden. Die Metropole Mumbai meldete einen starken Anstieg der Todesfallzahl von bislang 862 auf mehr als 3100. Als Begründung nannten die Behörden einen nicht näher beschriebenen Berechnungsfehler.

Gemessen an der Zahl der Infektionsfälle steht Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern inzwischen auf Platz vier der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder der Welt. Landesweit haben sich nach offiziellen Angaben bereits mehr als 350.000 Menschen mit dem Virus angesteckt. Viele Experten halten die offiziellen Angaben jedoch für zu niedrig und fordern mehr Tests.

17.6.2020 • 08:37 Uhr

Mehr Bedürftige versorgen sich bei Tafeln

Die bundesweit rund 830 geöffneten Tafeln müssen wegen der Corona-Krise immer mehr Menschen versorgen. "Wir haben in den letzten Wochen bei den Tafeln eine neue Form der Not erlebt", sagte der Vorsitzende des Tafel Deutschland e.V., Jochen Brühl. Es kämen vermehrt jüngere Menschen, die bis vor kurzem überhaupt nicht auf die Tafeln angewiesen waren. Die Menschen suchten Unterstützung, weil sie selbstständig sind, in Kurzarbeit sind oder ihren Job oder Nebenjob aufgrund der Corona-Pandemie verloren haben.

Gleichzeitig zeigte sich der Tafel-Vorsitzende besorgt um Menschen, die aus Angst vor Ansteckung nicht mehr zur Tafel kämen. "Es gelingt uns momentan nicht, alle Menschen zu erreichen, die eigentlich unsere Unterstützung benötigen."

17.6.2020 • 08:17 Uhr

Autoabsatz in der EU bleibt im Mai unter Druck

Die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie haben den Autoabsatz in der EU auch im Mai stark unter Druck gesetzt. Dank der Lockerungen für Autohäuser in vielen Ländern fiel der Einbruch der Neuzulassungen im Vergleich zum April jedoch deutlich geringer aus. Insgesamt wurden in der Europäischen Union 581.161 Pkw neu zugelassen und damit rund 52 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der europäische Branchenverband Acea mitteilte. Das waren immerhin mehr als doppelt so viele Autos wie im April, als sich der Einbruch auf 76 Prozent belaufen hatte.

In den wichtigen Märkten Deutschland, Frankreich und Italien lag der Rückgang im Mai mit rund 50 Prozent etwa im Schnitt aller EU-Länder. In Spanien fiel er mit rund 73 Prozent deutlich stärker aus. In Großbritannien - das nicht mehr zur EU zählt - brachen die Neuzulassungen sogar um 89 Prozent ein.

Neuwagen im Hafen von Duisburg | AP

Keine der großen Automarken konnte sich vom Abwärtstrend abkoppeln. Bild: AP

17.6.2020 • 08:04 Uhr

Japans Exporte mit stärkstem Einbruch seit 2009

Japans Exporte sind im Mai wegen der schwächelnden Nachfrage aus den USA so stark eingebrochen wie seit der globalen Finanzkrise 2009 nicht mehr. Der Wert der Ausfuhren sank im Jahresvergleich um 28,3 Prozent auf 4,2 Billionen Yen (rund 35 Mrd Euro), wie die japanische Regierung mitteilte. Damit beschleunigte sich der Rückgang bei den Exporten deutlich. Im März hatte das Minus bei den Ausfuhren noch knapp 12 Prozent betragen, im April waren es knapp 22 Prozent. Grund für den starken Einbruch war vor allem die Schwäche der US-Wirtschaft infolge der Restriktionen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

17.6.2020 • 07:50 Uhr

Australien will Grenzen wohl noch bis 2021 geschlossen halten

Australien wird seine Grenzen für ausländische Reisende laut Handelsminister Simon Birmingham wahrscheinlich nicht vor kommendem Jahr öffnen. Geprüft werde aber eine Lockerung der Einreisevorgaben für Studenten und andere Langzeitbesucher.

17.6.2020 • 07:34 Uhr

Viele Start-ups haben Hilfen beantragt

Zahlreiche Unternehmen haben Anträge auf Geld aus einem staatlichen Förderprogramm für Start-ups in der Corona-Krise beantragt. "Das Programm stößt auf sehr reges Interesse", sagte Jörg Goschin, Geschäftsführer von KfW Capital, der Zeitung "Die Welt". Der öffentliche Dachfondsinvestor KfW Capital ist für das Programm zuständig, mit dem die Bundesregierung innovative und zukunftsträchtige Start-ups in der Krise stützen will. Finanz- und Wirtschaftsministerium hatten angekündigt, mit zwei Milliarden Euro die Wagniskapitalfinanzierung zu erweitern.

Das seit Mai laufende Programm richtet sich an Gründerfirmen, die bereits durch Wagniskapitalgeber finanziert werden. Nach Informationen der Zeitung haben bislang 45 Wagniskapitalgeber Anträge eingereicht.

17.6.2020 • 07:03 Uhr

Günther für abgestimmtes Vorgehen der Länder

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther weiter auf ein koordiniertes Vorgehen in Deutschland. Es sei nach wie vor gut, sich miteinander abzustimmen, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur vor einem weiteren Treffen der Regierungschefs der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Ich habe immer die Hoffnung, dass wir uns in einigen Schritten noch auf gemeinsame Wege machen."

Das werde aber nicht ganz einfach sein, weil das Bild in den Ländern mittlerweile sehr unterschiedlich sei, sagte Günther. So hätten einige Länder gar keine Kontaktbeschränkungen mehr. Beim Thema Veranstaltungen wäre es ihm zufolge ebenfalls gut, sich auf ein einheitliches Vorgehen zu verständigen.

17.6.2020 • 06:43 Uhr

Wieder hohe Corona-Zahlen in Mexiko

Mexiko verzeichnet nach wie vor hohe Infektions- und Totenzahlen. Das Gesundheitsministerium meldete 4599 Neuinfektionen binnen eines Tages, den zweithöchsten je registrierten Wert. Damit haben sich in Mexiko bislang fast 155.000 Menschen mit dem neuen Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer stieg um 730. Experten vermuten eine hohe Dunkelziffer, da im Land kaum auf das Virus getestet wird.

17.6.2020 • 06:36 Uhr

Grüne und DGB: Hilfen auf Geschlechtergerechtigkeit prüfen

Die Grünen im Bundestag fordern, alle Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise darauf zu überprüfen, ob Männer und Frauen gleichermaßen profitieren. Dazu solle eine Stabsstelle im Kanzleramt errichtet werden, an die eine Arbeitsgruppe mehrerer Ministerien angegliedert ist, heißt es in einem Antrag, den die Fraktion beschlossen hat. Staatliche Hilfen für Unternehmen wollen die Grünen an die Förderung von mehr Geschlechtergerechtigkeit koppeln, zum Beispiel an Quoten.

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte, die geplanten Konjunkturhilfen mit einem "Gender-Monitoring" zu verknüpfen. Die Federführung dafür müsse beim Bundesfinanzministerium liegen. "Es muss fortlaufend prüfen, wie die Maßnahmen der einzelnen Ministerien wirken und ob sie dazu beitragen, die Benachteiligung von Frauen zu überwinden", sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack.

17.6.2020 • 06:27 Uhr

Bund will Ländern offenbar finanziell entgegenkommen

Der Bund will den Ländern in der Corona-Krise finanziell offenbar weiter entgegenkommen als bisher. Das geht aus einem Beschlusspapier für das heutige Treffen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. In dem 15 Punkte umfassenden Papier wird demnach betont, dass der Bund auch den Länderanteil an den Ausfällen aus der halbjährigen Senkung der Mehrwertsteuer übernimmt. Bei der Einmalzahlung von 300 Euro pro Kind soll der Steuerausfall bei der Abrechnung über den Kinderfreibetrag ebenfalls vom Bund übernommen werden.

Damit die Überbrückungshilfen für kleine und mittlere Unternehmen schnell abfließen können, strebten Bund und Länder eine Verwaltungsvereinbarung an. Bund und Länder wollen zudem gemeinnützige Organisationen stabilisieren, heißt es in dem Papier.

17.6.2020 • 06:22 Uhr

Honduras' Präsident infiziert

Der Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández, hat sich nach eigenen Angaben mit dem Coronavirus infiziert. Auch seine Ehefrau Ana García de Hernández und zwei seiner Mitarbeiter seien positiv auf das Virus getestet worden, teilte er in einer Videoansprache mit. Die Diagnose sei erfolgt, nachdem er sich am Wochenende unwohl gefühlt habe. Er befinde sich in Behandlung und arbeite von zu Hause aus.

Honduras Präsident Juan Orlando Hernández | REUTERS

In dem kleinen zentralamerikanischen Land gibt es bislang mehr als 9000 bestätigte Infektionen. Bild: REUTERS

17.6.2020 • 06:12 Uhr

Mehr als 1200 Flüge in Peking wegen Corona-Ausbruch gestrichen

Wegen des neuen Coronavirus-Ausbruchs sind in Peking die Schutzmaßnahmen weiter verschärft worden. Mindestens 1250 Flüge wurden in der chinesischen Hauptstadt gestrichen, wie die staatliche "Volkszeitung" berichtete. Damit entfielen rund 70 Prozent aller geplanten Flüge. Auch die Schulen bleiben geschlossen. Zuvor hatten die Behörden bereits ein Reiseverbot gegen alle Bewohner von Pekinger Stadtvierteln mit "mittlerem" oder "hohem" Coronavirus-Risiko verhängt. Alle anderen Einwohner wurden aufgerufen, die Stadt nach Möglichkeit nicht zu verlassen. Wenn sie dies dennoch wollen, müssen sie sich vorher einem Coronavirus-Test unterzogen haben.

Fast 30 Wohnviertel in der 21-Millionen-Einwohner-Stadt waren in den vergangenen Tagen unter Quarantäne gestellt worden. Zehntausende Menschen werden auf das Virus getestet. Den neuen Ausbruch des Erregers führen die Behörden auf den Xinfadi-Großmarkt zurück. In anderen chinesischen Städten wurde bereits eine Quarantäne-Pflicht für aus Peking kommende Reisende verhängt.

17.6.2020 • 05:32 Uhr

Umfrage zu Corona: Deutsche fühlen sich medizinisch gut versorgt

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland ist einer Umfrage zufolge zufrieden mit der medizinischen Versorgung in der Corona-Krise - wartet aber mit Ungeduld auf einen Impfstoff. Das zeigt der zweite internationale "Stada Health Report", der am Vormittag online vorgestellt wird.

67 Prozent der Menschen in Deutschland bewerten demnach die medizinische Versorgung während der Corona-Krise als positiv oder sehr positiv. Dem standen sieben Prozent Kritiker gegenüber, der Rest äußerte sich neutral. Noch zufriedener sind die Menschen in Spanien (75 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (74 Prozent) - zwei Länder, die mit deutlich höheren Todesfall-Zahlen zu kämpfen haben als die Bundesrepublik. Die größten Sorgen machen sich die Menschen darüber, dass ein Corona-Impfstoff auf sich warten lassen könnte. In Deutschland haben 45 Prozent diese Sorge, europaweit 42 Prozent. Für die repräsentative Online-Studie im Auftrag des Arzneimittelherstellers Stada wurden im Februar und März je rund 2000 Menschen aus zwölf Ländern befragt.

Krankenschwester auf Corona-Intensivstation | dpa

Die Mehrheit der Befragten in Deutschland bewertete die medizinische Versorgung in der Corona-Krise positiv. Bild: dpa

17.6.2020 • 04:43 Uhr

345 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 345 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 187.184 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. 8830 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 30 im Vergleich zum Vortag. Etwa 173.600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

17.6.2020 • 04:25 Uhr

WHO feiert Studienergebnisse zu Covid-19-Medikament als "Durchbruch"

Die Weltgesundheitsorganisation hat die vorläufigen Ergebnisse einer britischen Studie zu einem Medikament gegen die Lungenkrankheit Covid-19 als Durchbruch begrüßt. Bei dem Entzündungshemmer Dexamethason handle es sich um das erste Mittel, das die Sterblichkeit von Covid-19-Patienten verringere, die auf Sauerstoff oder Beatmungsgeräte angewiesen seien, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Das sind großartige Neuigkeiten", sagte Tedros demnach weiter. "Ich gratuliere der Regierung des Vereinigten Königreichs, der Universität Oxford sowie den vielen Krankenhäusern und Patienten im Vereinigten Königreich, die zu diesem lebensrettenden wissenschaftlichen Durchbruch beigetragen haben."

17.6.2020 • 04:25 Uhr

Steuerzahlerbund "entsetzt" über neuen Nachtragshaushalt

Das Bundeskabinett will den zweiten Nachtragshaushalt heute verabschieden. Abgedeckt werden sollen damit vor allem Mehrausgaben für das Konjunkturpaket der Regierung zur Bewältigung der Corona-Krise sowie die durch die Pandemie bedingten Steuerausfälle. Der neue Nachtragshaushalt sieht eine zusätzliche Neuverschuldung von 62,5 Milliarden Euro vor. Sie kommt zu den bereits im ersten Nachtragshaushalt vom März vorgesehenen neuen Krediten von 156 Milliarden Euro hinzu. Der Zuwachs an neuen Schulden des Bundes steige damit von 7177 Euro auf 9154 Euro pro Sekunde, sagte Holznagel. Er kritisierte, dass mit dem Konjunkturpaket dauerhafte Aufgaben wie die Digitalisierung und die Wasserstoffstrategie finanziert werden sollten.

17.6.2020 • 04:25 Uhr

Bundesregierung stuft Türkei als Corona-Risikogebiet ein

Die Bundesregierung hat die Türkei zusammen mit 130 weiteren Ländern als Corona-Risikogebiet eingestuft. Auf der Liste, die bereits am Montag zum ersten Mal vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht wurde und nun regelmäßig aktualisiert wird, stehen auch andere beliebte Urlaubsländer der Deutschen wie Ägypten, Thailand und Marokko. Einreisende aus einem Risikogebiet müssen damit rechnen, dass sie 14 Tage in Quarantäne müssen. Für diese Länder ist unter anderem deswegen eine Aufhebung der immer noch für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union geltende Reisewarnung nach jetzigem Stand kaum möglich.