In einem Impfzentrum in Kalifornien (USA) werden Geimpfte auf mögliche Anzeichen von Nebenwirkungen beobachtet. | AFP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ USA: mehr als 100 Millionen Impfungen ++

Stand: 12.03.2021 23:56 Uhr

Die Impfkampagne in den USA schreitet weiter in hohem Tempo voran: Mehr als 100 Millionen Dosen wurden verabreicht. In Lettland dürfen ab Dienstag Beschäftigte bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr ins Büro gehen. Alle Entwicklungen vom Freitag zum Nachlesen.

  • Lettland verhängt Homeoffice-Pflicht
  • Mallorca nicht mehr Risikogebiet
  • WHO sieht keine Bedenken bei AstraZeneca
  • Zahl der Neuinfektionen und Inzidenz steigen erneut
  • Corona-Hilfen werden weiter ausgezahlt
12.3.2021 • 23:39 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Corona-Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse!

12.3.2021 • 23:30 Uhr

Brasilien: Erneut mehr als 2000 Corona-Tote an einem Tag

In Brasilien sind den dritten Tag in Folge mehr als 2000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Das Gesundheitsministerium meldete 2216 Tote innerhalb von 24 Stunden und 85.663 Neuinfektionen. Insgesamt haben sich in dem Land inzwischen mehr als elf Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Gesundheitseinrichtungen warnen davor, dass die Krankenhäuser an ihre Grenzen geraten. Brasilien verzeichnet mittlerweile 275.105 Corona-Tote. Nur in den USA starben noch mehr Menschen an oder mit dem Virus.

12.3.2021 • 23:04 Uhr

Keine Gefahr bei AstraZeneca-Impfung

Aus Sorge vor Blutgerinnseln als Folge haben mehrere Länder ihre Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca vorübergehend ausgesetzt. Leif Erik Sander, Infektiologe an der Berliner Charité, wertete dies im Interview mit den tagesthemen als Vorsichtsmaßnahme. "Aktuell gibt es keinen Grund zur Sorge und wir können weiter impfen", sagte er. Die Zahlen für Thrombosen lägen in einem Bereich, der auch in der Normalbevölkerung zu erwarten wäre. Auch bei Ungeimpften würden diese Erkrankungen ähnlich häufig vorkommen. "Es ist vielleicht so, dass ein einen zeitlichen Zusammenhang geben kann", sagte Sander. "Aber aktuell besteht eigentlich kein Grund zur Sorge, dass die Impfung dieses Ereignis ausgelöst hat."

12.3.2021 • 22:10 Uhr

Mehr als 100 Millionen Impfungen in den USA

Die Impfkampagne gegen das neuartige Coronavirus in den USA schreitet weiter in hohem Tempo voran. Inzwischen wurden mehr als hundert Millionen Impfdosen verabreicht, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. Die Regierung kündigte außerdem an, dass künftig auch Zahnärzte, Veterinäre und Studenten im Gesundheitswesen Corona-Impfungen verabreichen dürfen.

In den USA sind bereits mehr als 530.000 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben und damit mehr als in jedem anderen Land der Welt. In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle aber deutlich zurückgegangen. US-Präsident Joe Biden hatte am Donnerstag angekündigt, Impfungen gegen das Coronavirus bis Anfang Mai für alle US-Bürger zugänglich zu machen. Jeder Erwachsene, unabhängig von seinem Alter oder seinen Vorerkrankungen, könne sich dann impfen lassen.

12.3.2021 • 21:42 Uhr

Malta: Keine heimliche Impfstoff-Beschaffung

Malta hat Vorwürfe zurückgewiesen, sich über die Vereinbarungen innerhalb der Europäischen Union hinaus heimlich mit Extra-Impfdosen gegen das Coronavirus versorgt zu haben. Gesundheitsminister Chris Fearne erklärte, die Impfstoffe seien über den Mechanismus beschafft worden, dem alle EU-Mitgliedstaaten und auch die EU-Kommission zugestimmt hätten.

Damit reagierte das Land auf Anschuldigungen von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. Aus Wien hatte es zuvor geheißen, Recherchen des Kanzleramts hätten ergeben, dass möglicherweise Nebenabsprachen zwischen Pharmafirmen und einzelnen Mitgliedsstaaten existierten. Kurz nannte in diesem Zusammenhang auch die Niederlande. Malta kommt in der Impfkampagne schneller als andere EU-Länder voran. Von den etwa 500.000 Bewohnern der Mittelmeer-Insel erhielten fast 20 Prozent bis Freitag mindestens eine Impfung.

12.3.2021 • 21:25 Uhr

Mehr als vier Millionen Infektionen in Frankreich

In Frankreich haben sich insgesamt mehr als vier Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das Gesundheitsministerium meldet eine Zunahme bei den Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden um 25.229 auf insgesamt 4,01 Millionen. Damit landet das Land weltweit auf dem sechsten Platz hinter Großbritannien mit 4,24 Millionen Infektionen. 90.146 Menschen starben an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Zudem laufen Frankreichs Intensivstationen langsam wieder voll. Die Zahl der Menschen auf den Intensivstationen in den vergangenen 24 Stunden sei um 41 auf 4033 gestiegen. Das ist der höchste Stand seit dem 26. November 2020.

12.3.2021 • 21:14 Uhr

Kein Risikogebiet mehr: Freude auf Mallorca

Mallorcas Tourismusbranche begrüßt die deutsche Entscheidung, dass die Urlaubsregion nicht mehr als Risikogebiet gilt. "Wir nehmen es positiv auf, dass Deutschland die Balearen nicht mehr als Risikogebiet einstuft", so der mallorquinische Hotelverband Fehm. Mallorca sei ein sicheres Reiseziel, auch weil für die Einreise weiter ein negativer Corona-Test nötig ist. Der Reisekonzern TUI kündigt an, die Ostersaison nun vorzuziehen - Start sei jetzt schon der 21. März.

12.3.2021 • 20:17 Uhr

Lettland verhängt Homeoffice-Pflicht

In Lettland soll das Arbeiten zuhause wegen der Ausbreitung des Coronavirus kommende Woche weitgehend zur Pflicht werden. Die Regierung des EU-Landes beschloss eine Homeoffice-Pflicht für Beschäftigte der öffentlichen Verwaltung, staatlicher und kommunaler Unternehmen sowie des privaten Sektors. Sie dürfen von Dienstag an nicht mehr im Büro arbeiten. Ausnahmen gelten für produzierende Unternehmen und für Tätigkeiten, die nur am Arbeitsplatz ausgeführt werden können.

Mit der Regelung soll die Gefahr reduziert werden, dass sich Beschäftigte im Büro oder auf dem Weg dorthin anstecken. Parallel dazu wurden strengere Bestimmungen für den öffentlichen Nahverkehr verfügt. An Schulen soll hingegen künftig unter bestimmten Umständen auch Unterricht im Freien erlaubt sein.

Das 1,9-Millionen-Einwohner-Land kämpft seit vergangenem Herbst mit einer steigenden Zahl an Neuinfektionen. Aufgrund strenger Beschränkungen seit Mitte Dezember hat sich die Lage etwas entspannt. Dennoch ist die Entwicklung weiter deutlich schlechter als in Deutschland. Seit Beginn der Pandemie wurden in Lettland fast 93.000 Corona-Fälle erfasst. Annähernd 1750 Infizierte starben.

12.3.2021 • 20:17 Uhr

Rom und Mailand werden zur "roten Zone"

Das italienische Gesundheitsministerium stuft angesichts steigender Infektionszahlen eine ganze Reihe weiterer Regionen und Gebiete als "rot" ein, darunter die Hauptstadt Rom und die Finanzmetropole Mailand. Dort gelten deshalb von Montag an verschärfte Corona-Einschränkungen.

12.3.2021 • 20:17 Uhr

Spanien legt Milliarden-Hilfsfonds für Unternehmen auf

Die spanische Regierung hat einen Corona-Hilfsfonds im Umfang von elf Milliarden Euro aufgelegt, die in erster Linie dem Tourismus-Sektor zugute kommen sollen und nicht zurückerstattet werden müssen. "Es geht darum, möglichen Problemen der Zahlungsfähigkeit der Unternehmen zuvorzukommen", sagte Wirtschaftsministerin Nadia Calviño bei der Vorstellung des Plans. 

Seit dem Beginn der Corona-Krise hatte Spaniens von dem sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez geführte Regierung vorzugsweise auf staatlich garantierte Kredite und Hilfszahlungen für Teilzeitarbeit gesetzt. Zuletzt machten die Interessenorganisationen aus Tourismus und Hotelgewerbe zunehmend Druck auf die Regierung. Sie verwiesen darauf, dass bereits tausende Betriebe hätten schließen müssen und forderten Direkthilfen, um ihre Fixkosten finanzieren zu können.

12.3.2021 • 19:11 Uhr

Alle Unionsabgeordneten geben in Maskenaffäre Ehrenerklärung ab

Nach dem Ultimatum ihrer Fraktionsspitze haben alle gut 240 Unionsabgeordneten in der Maskenaffäre die angeforderte Ehrenerklärung unterzeichnet. Sie bestätigten damit, keine finanziellen Vorteile im Zusammenhang mit der Corona-Bekämpfung erzielt zu haben. Das teilten Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt nach Ablauf des Ultimatums um 18.00 Uhr mit.

Brinkhaus und Dobrindt hatten die Aktion mit den Vorgängen um die mittlerweile aus den Parteien ausgeschiedenen Abgeordneten Georg Nüßlein (bisher CSU) und Nikolas Löbel (bisher CDU) begründet. Man sehe sich in der Verantwortung, "solche Sachverhalte vollkommen transparent darzustellen und aufzuklären". Nach Korruptions- und Lobbyismus-Vorwürfen haben mittlerweile drei Abgeordnete die Fraktion verlassen, zwei von ihnen legten ihr Mandat nieder.

12.3.2021 • 18:50 Uhr

Erschütterung, aber kein Beben durch Corona am Arbeitsmarkt

Die Corona-Pandemie ist die teuerste Krise, die die deutsche Arbeitsmarktpolitik je schultern musste. Die Bundesagentur für Arbeit gab im vergangenen Jahr allein 22,1 Milliarden Euro für Kurzarbeit aus. Zumindest aus Sicht der Regierung hat sich das gelohnt.

12.3.2021 • 18:38 Uhr

WHO erteilt Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson Notfallzulassung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson eine Notfallzulassung erteilt. Somit kann das Produkt des US-Herstellers für das internationale Covax-Programm zur Versorgung ärmerer Länder eingesetzt werden, gab die UN-Behörde in Genf bekannt. Zuvor hatte die WHO die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und von AstraZeneca gelistet.

12.3.2021 • 18:19 Uhr

Gedenkgottesdienst für die Corona-Toten im Schweriner Dom

Ein Jahr nach dem Beginn der Corona-Pandemie ist mit einem ökumenischen Gottesdienst im Schweriner Dom der Opfer gedacht worden. Der Glaube halte keine Patentrezepte bereit, was Menschen genau tun müssen, um in einer Pandemie zu bestehen, sagte die Landesbischöfin der evangelischen Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt. Aber der Glaube helfe, angesichts von Leid und Trauer "mit all dem zu leben, ohne sich damit abzufinden".

Nicht mehr zu weiter wissen und ratlos zu sein, sei die Erfahrung vieler Menschen in der Corona-Pandemie, sagte der Berliner Erzbischof Heiner Koch. Doch Gott lasse die Menschen in dieser Ratlosigkeit nicht allein, sondern bleibe an ihrer Seite.

Rund 26.000 Menschen haben sich bisher in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Corona-Virus infiziert, etwa 800 Menschen sind an oder mit einer Corona-Infektion gestorben. "Hinter den abstrakten Zahlen stehen Leid, Schmerz und Trauer", sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Als Zeichen der Hoffnung wurden während des Gottesdienstes Kerzen für besonders belastete gesellschaftliche Gruppen entzündet.

Gedenken an die Corona-Toten im Schweriner Dom | dpa

Pastor Volker Mischok (l), Stefan Heße (2.v.l), Erzbischof aus dem Erzbistum Hamburg, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (m), Tilman Jeremias (2.v.r-l), Bischof im Sprengel Mecklenburg, und Erzbischof Heiner Koch (r). Bild: dpa

12.3.2021 • 17:39 Uhr

Mehr als 26.000 Neuinfektionen in Italien

In Italien sind in den vergangenen 24 Stunden 26.824 neue Coronafälle registriert worden. Das ist ein leichter Anstieg im Vergleich zum Donnerstag, als 25.673 Neuinfektionen gemeldet wurden. Auch die Zahl der Todesfälle stiegt leicht von 373 am Donnerstag auf 380. Der Reproduktionswert (R-Wert), der angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, liege landesweit bei 1,16. Die Experten berechneten ihn für die Woche vom 17. Februar bis 2. März.

Auf Grundlage der Daten wird deshalb erwartet, dass weitere Regionen in die Roten Zone rutschen und damit den strengsten Regeln unterliegen würden.

12.3.2021 • 16:57 Uhr

AstraZeneca liefert offenbar zehn Millionen Dosen weniger

Der britisch-schwedische Impfstoffanbieter AstraZeneca kürzt erneut seine Lieferungen an die Europäische Union. Einem Dokument vom 10. März zufolge, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt und das auch an EU-Vertreter ging, sollen bis Ende März 30 Millionen Dosen zur Impfung gegen das Coronavirus ausgeliefert werden. Das wären zehn Millionen weniger als im Februar angekündigt und lediglich ein Drittel der ursprünglichen Zusage. Ein Firmensprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Insidern zufolge gibt es Schwierigkeiten bei den internationalen Lieferketten. Damit könnten neue Rückschläge auf die Impfkampagne in Europa zukommen.

Die Lieferkürzung bei AstraZeneca stieß in Brüssel auf scharfe Kritik: "Es ist an der Zeit, dass der Vorstand von AstraZeneca seine treuhänderische Verantwortung wahrnimmt und jetzt alles Notwendige tut, um die Verpflichtungen von AZ zu erfüllen", schrieb Thierry Breton, EU-Kommissar für Binnenmarkt und Industrie, auf Twitter.

12.3.2021 • 16:39 Uhr

Berliner Flughafen braucht 1,9 Milliarden Euro von staatlichen Eignern

Die öffentliche Hand soll dem angeschlagenen Hauptstadtflughafen BER mit weiteren 1,9 Milliarden Euro unter die Arme greifen. Die Betreibergesellschaft FBB teilte nach einer Aufsichtsratssitzung mit, dies sehe der Finanzplan für die nächsten Jahr vor. Schwarze Zahlen dürfte es wegen des Einbruchs im Flugverkehr aufgrund der Corona-Krise erst wieder 2026 geben.

Die Eigentümer Berlin, Brandenburg und der Bund müssen den Airport bereits 2020 und 2021 wegen der Pandemie und dem Passagierrückgang mit weiteren Mitteln unterstützen. Die FBB ist mit 4,5 Milliarden Euro verschuldet. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern belaufen sich auf 1,1 Milliarden Euro. Der BER wurde nach jahrelangen Verzögerungen wegen Problemen am Bau Ende Oktober 2020 eröffnet. Die Kosten stiegen von rund 2,7 Milliarden Euro auf knapp sechs Milliarden Euro. Wegen der Corona-Pandemie wird der Airport nun noch mehrere Jahre Verluste machen.

12.3.2021 • 16:35 Uhr

Corona-Brennpunkt in Sachsen öffnet Impftermine für alle Erwachsenen

Im sächsischen Vogtlandkreis können sich ab sofort Erwachsene jeden Alters für eine Corona-Schutzimpfung registrieren. Das Portal für die Terminbuchungen sei am Freitag für alle Menschen ab 18 Jahren im Landkreis freigeschaltet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Dresden mit. Das Vogtland ist ein Brennpunkt der Corona-Pandemie in Sachsen und gehört auch bundesweit zu den negativen Spitzenreitern. Das Robert Koch-Institut wies dort fast 253 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen aus. 

In Sachsen insgesamt lag die Inzidenz bei 91. Mit einer Änderung der Impfverordnung in dieser Woche hatte es der Bund möglich gemacht, von der Impfreihenfolge abzuweichen, um eine Ausbreitung des Virus aus hochbelasteten Grenzregionen sowie Hochinzidenzgebieten zu verhindern.

12.3.2021 • 16:18 Uhr

Leichtathletik-Verband sagt diverse Meisterschaften ab

Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat mehrere Titelkämpfe in diesem Jahr abgesagt. Das gab der DLV nach einer Präsidiumssitzung in Darmstadt bekannt. Aufgrund der noch nicht vorherzusehenden Entwicklungen der Corona-Pandemie werde es 2021 keine Team-Titelkämpfe, Meisterschaften bei den Staffeln, im Marathon und Bahngehen geben. Im Gehen sind Wettkämpfe mit begrenzten Teilnehmerzahlen unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf dem Frankfurter Messegelände am 10. April geplant.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass die deutschen Hallen-Meisterschaften 2022 nach Leipzig vergeben werden. Der Wettbewerb ist für den 26./27. Februar 2022 geplant. Zuletzt fanden sie mit einem strengen Hygienekonzept in Dortmund statt.

12.3.2021 • 16:01 Uhr

Studie: Nach Corona-Infektion mit Operationen sieben Wochen warten

Operationen sollten nach einer Infektion mit dem Coronavirus erst mindestens sieben Wochen nach dem Nachweis stattfinden. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie, an dem auch die Universitätsmedizin Halle beteiligt war. Wie die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg berichtete konnte darin nachgewiesen werden, dass Operationen innerhalb von sechs Wochen nach dem Nachweis einer Sars-CoV-2-Infektion mit einer erhöhten Sterblichkeit einhergehen.

Deshalb sollten planbare Eingriffe, bei denen kein Risiko eines Fortschreitens der Erkrankung oder zwischenzeitlicher Komplikationen besteht, mindestens sieben Wochen aufgeschoben werden, erklärte Jörg Kleeff, einer der Autoren der Studie.

12.3.2021 • 15:39 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern startet Kontaktverfolgung mit "Luca"-App

Die Gesundheitsämter in Mecklenburg sind an das System der "Luca"-App angeschlossen werden, um die Kontakte von Corona-Infizierten schneller ermitteln zu können. Mit der "Luca"-App können Einrichtungen mit Publikumsverkehr wie Geschäfte, Gaststätten, Kulturbetriebe, Hotels, Behörden und ihre Besucher im ganzen Nordosten die App ab sofort nutzen. Die Gesundheitsämter können dann im Fall eines nachgewiesenen Corona-Falls auf die verschlüsselten Daten zur Kontaktverfolgung zurückgreifen.

"Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, in dem die Luca-App flächendeckend genutzt werden kann", sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Diese schnelle Möglichkeit zur Nachverfolgung von Kontakten sei eine wichtige Voraussetzung, um öffentliche Einrichtungen Schritt für Schritt wieder zu öffnen. Zugleich würden die Gesundheitsämter entlastet.

12.3.2021 • 15:32 Uhr

Schweiz: Lockerungen auf der Kippe?

In der Schweiz stehen die für den 22. März in Aussicht gestellten Corona-Lockerungen angesichts der wieder steigenden Fallzahlen auf der Kippe. "Vieles deutet auf eine dritte Welle hin", erklärte die Regierung. Sie will mit den Kantonen dennoch über Lockerungsschritte diskutieren. Die endgültige Entscheidung soll am 19. März fallen.

Die Schweiz meldete binnen 14 Tagen pro 100.000 Einwohner 177,11 Corona-Infektionen. Zum Vergleich: In Deutschland lag die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen bei 72,4.

12.3.2021 • 15:18 Uhr

EMA: Nur wenige schwere allergische Reaktion durch AstraZeneca-Vakzin

Der AstraZeneca-Impstoff kann nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) schwere allergische Reaktionen auslösen. Anaphylaxie sowie Überempfindlichkeitsreaktionen sollten in die Liste der möglichen Nebenwirkungen des Vakzins aufgenommen worden, hieß es unter Verweis auf mehrere Fälle in Großbritannien. Es gebe Berichte über 41 mögliche Anaphylaxie-Fälle unter fünf Millionen Impflingen in Großbritannien. Nach sorgfältiger Daten-Auswertung halte das für die Impfstoff-Risikobewertung zuständige Komitee einen Zusammenhang zwischen der allergischen Reaktion und der Impfung mindestens in einigen dieser Fälle für wahrscheinlich.

Gleichzeitig wies die EMA darauf hin, dass schwere allergische Reaktionen auch bei Impfungen gegen andere Krankheiten eine bekannte seltene Nebenwirkung sind. Der AstraZeneca-Beipackzettel empfiehlt bereits, dass Patienten nach einer Impfung mindestens 15 Minuten unter Beobachtung bleiben sollten, um auf mögliche allergische Reaktionen reagieren zu können.

12.3.2021 • 15:10 Uhr

Spahn mahnt erneut zur Vorsicht bei Corona-Öffnungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat erneut zur Vorsicht bei den Lockerungen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus gemahnt. "Das Virus verändert sich, wird offenkundig ansteckungsfähiger und verbreitet sich dadurch schneller", sagte der CDU-Politiker bei einem digitalen Kongress der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wir sehen, dass die Zahlen steigen, dass auf den Intensivstationen der deutliche Abwärtstrend über Wochen sich eher in einen Seitwärtstrend verwandelt hat".

Die Regierung sei mit den Öffnungsschritten "bis an den Rand dessen gegangen, was aus Gesundheitsschutzaspekten verantwortlich ist", sagte Spahn weiter. Nach jedem Schritt müsse genau abgewogen werden, was möglich ist.

12.3.2021 • 14:28 Uhr

Wie sicher ist Sputnik V?

In 50 Staaten darf der russische Impfstoff Sputnik V bereits verimpft werden. Auch in Europa ist die Zulassung beantragt, allerdings scheinen viele Menschen Vorurteile zu haben. Zu Recht?

12.3.2021 • 14:24 Uhr

Ein Video unter dem Hashtag #IhrSeidDochSpinner geht viral

Das kurze Video eines Düsseldorfer Rettungswagens, dessen Besatzung selbst ernannte "Corona-Rebellen" über Lautsprecher als "Spinner" bezeichnet hat, sorgt für Debatten und eine Welle der Solidarität im Internet. Der Hashtag #IhrSeidDochSpinner war einer der meist benutzten bei Twitter. Die Feuerwehr entschuldigte sich zwar - doch der Großteil der Twitternutzer sieht das anders. Es gebe nichts zu entschuldigen, der Mann habe nur die Wahrheit ausgesprochen, heißt es sinngemäß in vielen Tweets.

12.3.2021 • 14:09 Uhr

Impfverweigernde Polizisten müssen in Malaysia ihren Posten aufgeben

Polizisten in Malaysia, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, müssen die Behörde künftig verlassen. Das sagte Polizeichef Abdul Hamid Bador der staatlichen Nachrichtenagentur Bernama. "Unsere Referenzquelle ist das Gesundheitsministerium, kein Schamane", betonte er. Er reagierte damit auf Berichte, wonach einige Beamte es ablehnen würden, sich gegen das Virus impfen zu lassen.

Das südostasiatische Land ist in der Region einer der schwerer betroffenen Staaten. Bislang wurden knapp 320.000 Infektionen bestätigt, rund 1200 Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben.

12.3.2021 • 14:03 Uhr

Italien: Landesweiter Lockdown über Ostern

Italien will angesichts steigender Infektionszahlen einen landesweiten Lockdown über die Osterfeiertage verhängen. Die Menschen dürften das Haus dann nur noch zur Arbeit, für Wege zum Arzt oder in Notfällen verlassen, geht aus dem Entwurf eines Erlasses der Regierung hervor, der Reuters vorliegt. Bereits ab Montag in der Karwoche soll es demnach zudem Einschränkungen mit Schließungen von Restaurants und Bars in Regionen geben, die bislang noch vergleichsweise geringe Infektionszahlen aufweisen.

12.3.2021 • 13:21 Uhr

Corona-Variante aus Südafrika im Saarland bei rund 15 Prozent

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich besorgt gezeigt über die Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Variante im Saarland. "Es ist auf dem Weg zu 15 Prozent Südafrika-Variante", sagte er in Berlin. "Das ist der höchste Anteil mit Abstand in ganz Deutschland." Er sei mit Ministerpräsident Tobias Hans in engem Austausch darüber, damit die Variante sich nicht in ganz Deutschland ausbreite - so wie die zuerst in Großbritannien entdeckte Virus-Mutante.

Der Anteil der britischen Variante war im Saarland in den vergangenen Tagen ebenfalls besonders hoch. Bundesweit ist die südafrikanische Variante B.1.351 insgesamt bislang ziemlich selten. Sie verbreitet sich jedoch deutlich schneller, weil sie sich besser an menschliche Zellen binden kann. Zudem steht sie im Verdacht, zudem der Immunantwort des Menschen besser zu entkommen.

12.3.2021 • 12:53 Uhr

Mallorca ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr

Wegen stark sinkender Corona-Infektionszahlen hebt die Bundesregierung die Reisebeschränkungen für Mallorca auf. Die beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen gilt ab Sonntag wie auch die anderen Balearen-Inseln und einige spanische Festlandsregionen nicht mehr als Risikogebiet, wie das Robert Koch-Institut auf seiner Seite mitteilte. Auch Castile-La Mancha, Valencia, Extremadura und weitere Regionen sind nun nicht Risikogebiet. Das bedeutet, dass man sich nach der Rückkehr von dort nicht mehr in Quarantäne begeben muss.

Das gleiche gilt für die portugiesischen Regionen Alentejo, Centro, Norte und die Azoren.

Menschen gehen spazieren im Zentrum von Palma in der Nähe der Kathedrale. | dpa

Bild: dpa

12.3.2021 • 12:35 Uhr

Novavax: Impfstoff schützt laut Konzern zu 96,4 Prozent gegen Corona

Das US-Pharmaunternehmen Novavax hat bekanntgegeben, dass sein Vakzin zu 96,4 Prozent gegen das ursprüngliche Coronavirus und zu 86 Prozent gegen die britische Variante wirksam sei. Das bedeutet: Unter den Probanden der geimpften Gruppe traten 96,4 Prozent weniger Erkrankungen auf als unter denen der Kontrollgruppe.

Die Zahlen seien laut Unternehmen in einer Studie erhoben worden, die Novavax in Großbritannien durchführe. Damit sei das Unternehmen der Zulassung des Impfstoffs wieder einen Schritt nähergekommen. Das Vakzin könnte bereits im Mai für den Einsatz in den USA zugelassen werden.

Ein Fläschchen mit möglichem Impfstoff vor einem Novavax-Logo | REUTERS

Bild: REUTERS

12.3.2021 • 12:32 Uhr

Österreich beklagt ungerechte Verteilung von Impfstoffen in EU

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sieht die angestrebte gerechte Verteilung von Corona-Impfstoff innerhalb der EU in Gefahr. Recherchen des Kanzleramts in Wien hätten ergeben, dass möglicherweise Nebenabsprachen zwischen Pharmafirmen und einzelnen Mitgliedsstaaten existierten. Diese Zusatzvereinbarungen unterliefen das gemeinsame EU-Ziel einer pro Kopf berechneten Zuteilung, sagte Kurz.

So würde nach seinen Erkenntnissen zum Beispiel die Niederlande aktuell profitieren, Länder wie Bulgarien oder Kroatien aber viel weniger Dosen erhalten.

12.3.2021 • 12:17 Uhr

WHO: Keine Verbindung zwischen AstraZeneca und Todesfall

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht nach eigenen Angaben keinen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff von AstraZeneca und einem Todesfall in Dänemark. Eine ursächliche Verbindung zwischen Blutgerinnseln und dem Vakzin sei nicht zu erkennen, sagt eine WHO-Sprecherin. Es gebe daher auch keinen Anlass, die Impfungen mit dem Mittel zu stoppen. "Ja, wir sollten den AstraZeneca-Impfstoff weiterhin verwenden", betonte sie.

Überhaupt sei bislang kein Todesfall bekannt, den eine Impfung gegen Covid-19 ausgelöst haben könnte. Dennoch sei ein WHO-Beratungsgremium damit beauftragt, die AstraZeneca-Berichte zu prüfen.

12.3.2021 • 12:12 Uhr

Deutsche Bank erhöht Bonuszahlungen für 2020 um fast ein Drittel

Trotz scharfer Kritik hat die Deutsche Bank ihre Bonuszahlungen für das Corona-Jahr 2020 deutlich erhöht. Die variable Vergütung stieg um 29 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro, wie das Geldinstitut mit Veröffentlichung des Geschäftsberichts für 2020 mitteilte. Die Deutsche Bank rechtfertigte die Zahlungen mit den "deutlich besseren Finanzergebnissen und den erreichten Zielen" 2020 sowie damit, dass sie "Leistungsträger halten" wolle.

Die Bank war im vergangenen Jahr erstmals seit 2014 wieder in den schwarzen Zahlen - der Nettogewinn betrug 624 Millionen Euro, das den Aktionären der Bank zurechenbare Konzernergebnis 113 Millionen Euro. Maßgeblich für das gute Ergebnis war das Investmentgeschäft.  Die knapp 4300 Beschäftigten in der Investmentabteilung der Bank erhalten fast die Hälfte der Bonuszahlungen, nämlich 876 Millionen Euro. Fünf Investmentbanker bekommen für 2020 jeweils acht bis elf Millionen Euro und damit eine höhere Vergütung als ihr Chef Christian Sewing. Der Vorstandschef bekommt laut Geschäftsbericht 7,4 Millionen Euro.

12.3.2021 • 12:05 Uhr

Hamburg: Gericht kippt allgemeine Maskenpflicht in Parks

Das Hamburger Verwaltungsgericht hat eine an Wochenenden sowie Feiertagen geltende allgemeine Maskenpflicht in beliebten großen Parks und Grünanlagen der Hansestadt gekippt. Die Richter verwarfen die von der Stadt erlassene Anordnung in einem Eilverfahren als unverhältnismäßig. Es bleibe unklar, warum eine "situationsunabhängige" und generelle Pflicht zum Maskentragen aus Infektionsschutzgründen zu den angegebenen Zeiten notwendig sein solle. (Az. 9 E 920/21)

Insgesamt diene die Maskenpflicht zwar einem "legitimen Zweck", befand das Gericht. Es bleibe aber offen, warum es in den Parks insbesondere "unabhängig von den Wetterverhältnissen" an jedem Wochenende und an jedem Feiertag zu Menschenansammlungen kommen sollte, in denen die Mindestabstände nicht mehr gewahrt werden könnten. In Einzelfällen könne auf vermehrtes Besucheraufkommen in Grünanlagen mit differenzierteren Maßnahmen reagiert werden.

Der Hamburger Senat hatte die Maskenpflicht vor zwei Wochen vor dem Hintergrund des zwischenzeitlich frühlingshaften Wetters und der Sorge vor ansteckenderen Corona-Mutationen erweitert.

12.3.2021 • 11:46 Uhr

Bulgarien stoppt Impfungen mit AstraZeneca

Auch die bulgarische Regierung hat angekündigt, die Impfungen mit dem Wirkstoff von AstraZeneca vorübergehend auszusetzen. Zunächst solle die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) jegliche Zweifel gegenüber dem Vakzin ausräumen.

Gestern hatte als ersten Land Dänemark den vorläufigen Impfstopp mit dem Mittel beschlossen. Bei mehreren geimpften Personen waren anschließend Blutgerinnsel aufgetreten. In einem Fall führte das sogar zum Tod. Weitere Staaten wie Norwegen und Island folgten dem Beispiel. Bislang liegen aber keine Hinweise vor, dass die Entstehung der Blutgerinnsel mit dem Impfstoff zusammenhängt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kritisierte den Impfstopp in einigen Ländern und verwies auf die Aussage der EMA, dass es keine auffällige Häufung von Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gebe.

12.3.2021 • 11:24 Uhr

Pflegebevollmächtiger sieht Impf-Fortschritte in Heimen

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat im Gespräch mit dem MDR die Fortschritte beim Impfen in Senioren- und Pflegeheimen gelobt. Etwa 800.000 Bewohner seien bereits geimpft worden, etwa 550.000 von ihnen schon mit der zweiten Impfdosis. Nun plädiert Westerfellhaus für ein einheitliches Vorgehen bei den Lockerungen in den Heimen.

Als weiteren Punkt sprach Westerfellhaus die hohe Belastung für das Pflegepersonal an. An den Arbeitsrahmenbedingungen müsse sich nachhaltig etwas ändern, ebenso am Personalmangel in der Branche.

12.3.2021 • 11:12 Uhr

Kölner Dom öffnet für Besucher

Ab morgen können Besucher wieder den Kölner Dom besichtigen, allerdings unter strengen Auflagen. Der Besuch ist nur mit Maske möglich, die Gäste müssen ihre Kontaktdaten angeben und es dürfen sich maximal 120 Personen zeitgleich in dem Gebäude aufhalten, um den Mindestabstand zu gewährleisten.

Seit dem 2. November war der Dom nur für das Gebet und für Gottesdienste geöffnet.

Ein Mann fotografiert den nachts beleuchteten Kölner Dom. | dpa

Bild: dpa

12.3.2021 • 11:04 Uhr

Beratungen über Impfungen in Arztpraxen am Mittwoch

Am 17. März wollen Bund und Länder erneut über das Impfen bei Hausärzten beraten. das berichtete die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Teilnehmerkreise. Die Bundesregierung und die Länderchefs hatten sich bereits darauf geeinigt, dass die Impfungen in den Praxen spätestens ab der Woche vom 19. April an starten sollen.

12.3.2021 • 10:50 Uhr

Steinmeier kritisiert Maskenaffäre

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in der Maskenaffäre um frühere Unionsabgeordnete scharfe Kritik geübt. Ein solches Verhalten sei "schändlich" und "schäbig". Die bekannt gewordenen Fälle persönlicher Bereicherung verdienten nicht nur Empörung - "sie sind Gift für die Demokratie", so Steinmeier laut einem vorab verbreiteten Redemanuskript.

Heute läuft die Frist für die Unionsabgeordneten im Bundestag ab, um zu versichern, sich durch Geschäfte mit Corona-Schutzmasken nicht bereichert zu haben.

12.3.2021 • 10:36 Uhr

RKI-Chef Wieler: Infektionen bei Jüngeren nehmen zu

Angesichts der noch immer zu hohen Infektionszahlen bundesweit warnen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Chef des Robert Koch-Institutes Lothar Wieler vor Nachlässigkeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

"Die Fallzahlen haben sich seit einiger Zeit auf einem zu hohen Niveau eingependelt", so Wieler. Es gebe mehr Ansteckungen bei Jüngeren, mehr Ausbrüche in Kitas und auch die Zahl der Intensivpatienten nehme wieder zu. Erneut verglich er die Pandemie mit einem Marathon: "Wir befinden uns im letzten Drittel - und das ist bekanntermaßen besonders anstrengend. Auch weil jetzt noch ein Wettlauf mit den Varianten hinzugekommen ist."

Auch Spahn sprach von einer weiterhin "angespannten Lage". Gleichzeitig hoffe er, dass der Einsatz von Schnell- und Selbsttests eine Chance für bessere Kontrolle bieten werden. Auch der Start der Impfung bei Hausärzten im April könne zur Verbesserung der Lage beitragen: "Der Wechsel in die Arztpraxen ist ein entscheidender Schritt", betonte Spahn. Dies sei der Grundstein, um in der Impfkampagne "deutlich" an Geschwindigkeit gewinnen zu können.

12.3.2021 • 10:29 Uhr

Weniger AstraZeneca-Impfstoff für Polen

AstraZeneca kann auch seinen mit Polen getroffenen Liefervereinbarungen für seinen Corona-Impfstoff nicht vollständig nachkommen.

Im März könne der Konzern 550.000 Impfdosen weniger liefern als geplant, sagte der Chefberater des polnischen Ministerpräsidenten, Michal Dworczyk.

AstraZeneca kämpft bereits seit Wochen mit Lieferproblemen. Auch die Deutschland zugesicherte Menge an Impfdosen kann das Unternehmen im ersten Jahresquartal nicht erfüllen.

12.3.2021 • 10:23 Uhr

Impfen vor den Toren von Disneyland

Im US-Bundesstaat Kalifornien werden täglich Tausende Menschen gegen das Coronavirus geimpft - auch im riesigen Dodger Stadium oder vor den Toren von Disneyland. Doch noch läuft die Impfkampagne nicht immer ganz rund, wie ARD-Korrespondentin Katharina Wilhelm berichtet.

12.3.2021 • 10:15 Uhr

Rostocker OB will Stadien für Zuschauer öffnen

Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen will in absehbarer Zeit in Stadien und Hallen bei Sportverantsaltungen auch wieder Besucher zulassen. Stadtsprecher Ulrich Kunze erwog sogar, dass könne bereits beim nächsten Spiel des FC Hansa Rostock gegen den Halleschen FC am 20. März der Fall sein. Bis zu 3000 Zuschauer sind bei diesem Spiel laut Madsen durchaus möglich.

Die Gesundheitsbehörden seien angewiesen worden, die Hygienekonzepte der Sportveranstalter zu prüfen.

In Rostock liegt die Sieben-Tage-Inzidenz seit mehreren Wochen unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche.

12.3.2021 • 10:03 Uhr

Studie hält Impfung für alle bis Ende Juli für möglich

Basierend auf eigenen Berechnungen ist es aus Sicht des Institutes für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung realistisch, dass bis Ende Juli alle Deutschen, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, auch eine Impfung erhalten.

Dafür genügten sowohl die in den kommenden Wochen von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Impfdosen als auch die Kapazitäten in Impfzentren, Hausarztpraxen und bei Betriebsärzten.

Das Institut geht von rund 53 Millionen Erwachsenen aus, die sich impfen lassen wollen. Würden sämtliche Hersteller von Vakzinen ihren getroffenen Lieferzusagen nachkommen und die Impfstoffe würden dann sofort vollständig verimpft, könnten den Berechnungen zufolge sogar schon bis Ende Juni alle impfwilligen Erwachsenen immunisiert werden.

12.3.2021 • 09:54 Uhr

NYT: Millionen ungenutzte AstraZeneca-Impfdosen in den USA

In Deutschland und zahlreichen weiteren Ländern wird bereits mit dem Wirkstoff von AstraZeneca geimpft. In den USA hingegen hat der Hersteller noch nicht einmal die Notfallzulassung beantragt, berichtet die "New York Times". Doch Millionen AstraZeneca-Impfdosen seien bereits an US-Standorten produziert oder abgefüllt worden - und die blieben bisher ungenutzt.

Mehrere Länder hätten sich daher an die US-Regierung gewandt, damit dieser Impfstoff in die Staaten geschickt werde, in denen er bereits zum Einsatz kommt, so die Zeitung weiter. US-Präsident Joe Biden hatte jedoch zuletzt betont, dass zunächst genügend Impfstoffe zur Verfügung stehen müssten, um die amerikanische Bevölkerung zu impfen.

12.3.2021 • 09:42 Uhr

Portugal plant Lockerungen zum Wochenbeginn

Ab Montag sollen auch in Portugal einige Corona-Auflagen gelockert werden: Kitas und Grundschulen sollen öffnen, ebenso Friseure und Buchläden.

12.3.2021 • 09:29 Uhr

Paul-Ehrlich-Institut stellt sich hinter AstraZeneca-Impfstoff

Das Paul-Ehrlich-Institut spricht sich dafür aus, auch weiterhin mit dem Wirkstoff von AstraZeneca zu impfen. Dänemark und weitere Länder haben die Impfungen vorerst ausgesetzt, nachdem sich bei einigen geimpften Personen Blutgerinnsel gebildet hatten. Nun wird geprüft, ob darauf ein Todesfall zurückzuführen ist. Bisher gibt es dafür aber keine Hinweise.

12.3.2021 • 09:18 Uhr

Impf-Pilotversuch in Berlin angelaufen

In Berlin dürfen seit gestern 137 Arztpraxen gegen das Coronavirus impfen - als Pilotversuch, um die Abläufe beim Impfen in Praxen zu optimieren. Geimpft werden vorrangig Risikopatienten.

12.3.2021 • 09:03 Uhr

Wales lässt erste Lockerungen zu

Angesichts sinkender Neuinfektionen und der laufenden Impfkampagne lockert Wales einige Corona-Maßnahmen.

Bereits ab morgen dürfen sich zwei Haushalte wieder in privaten Gärten treffen, sagte Regierungschef Mark Drakeford der BBC: "Für viele Familien bedeutet dies, dass Großeltern ihre Enkel wieder sehen können, und es ist ein Zeichen, dass wir vorsichtig und schrittweise auf einer Reise zur Wiedereröffnung der walisischen Gesellschaft sind."

Ab Montag sollen dann Friseure wieder öffnen dürfen, alle anderen, nicht lebensnotwendigen Geschäfte müssen jedoch weiterhin schließen.

Drakeford kündigte zudem an, dass zu Ostern Urlaub innerhalb des britischen Landesteils erlaubt sei, allerdings nur in Unterkünften mit Selbstversorgung. Urlauber aus anderen Landesteilen seien nicht zugelassen.

12.3.2021 • 08:59 Uhr

Corona-Hilfen werden ab sofort weiter ausgezahlt

Nachdem die Bundesregierung die Abschlagszahlungen der Corona-Hilfen für Unternehmen wegen mutmaßlichen Betrugsfällen gestoppt hatte, soll das Geld nun wieder fließen. Das sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier der "Rheinischen Post". Die Abschlagszahlungen beziehen sich auf die November-, Dezember- und Überbrückungshilfe III.

Die Zahlungen waren Ende vergangener Woche vorübergehend ausgesetzt worden. "Die kurzzeitige Unterbrechung der Abschlagszahlungen war rechtlich geboten und notwendig", um sich mit den zuständigen Ermittlungs- und Sicherheitsbehörden auszutauschen und um die Wiederholung derartiger Betrugsversuche künftig zu verhindern", sagte eine Ministeriumssprecherin der Zeitung.

12.3.2021 • 08:50 Uhr

Indien: Höchster Wert an Neuinfektionen seit Weihnachten

Die Zahl der neuen Corona-Fälle nimmt in Indien wieder zu. In den vergangenen 24 Stunden verzeichneten die Gesundheitsbehörden 23.285 Neuinfektionen - der höchste Wert seit dem 24. Dezember.

Gesundheitsexperten führen den Anstieg der Fallzahlen darauf zurück, dass Schutzmaßnahmen weniger eingehalten werden und sich wieder mehr Menschen treffen.

Seit dem Ausbruch der Pandemie haben sich Angaben der Johns-Hopkins-Universität zufolge in Indien mehr als 11,3 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt. Mehr Fälle gibt es weltweit nur in den USA.

12.3.2021 • 08:33 Uhr

Dreyer erwägt Rücknahme der Lockerungen

Kaum dürfen Geschäfte in Rheinland-Pfalz wieder öffnen, könnte es mit diesen Lockerungen auch schnell wieder vorbei sein. Zwar verteidigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer den Schritt im Interview mit dem ZDF. Doch sie warnte auch, dass der Einzelhandel die Öffnungen wieder "einen kleinen Schritt" zurücknehmen müsse", wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in dem Bundesland wieder dauerhaft über 50 steige. Heute liegt der Wert bei 50,7.

12.3.2021 • 08:17 Uhr

Bericht: DAX-Konzerne planen kostenfreie Tests für Mitarbeiter

Ein Großteil der 30 DAX-Konzerne will seine Beschäftigten kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Das berichtet das "Handelsblatt" auf Basis einer eigenen Umfrage. 25 Unternehmen hätten Auskunft erteilt, 20 davon wollen demnach die Tests für die Belegschaft anbieten.

Als Beispiele nannte die Zeitung unter anderem das Unternehmen Henkel, das Mitarbeitern Schnelltests nach Hause schicken wolle oder die Deutsche Telekom, die einen kostenfreien Schnelltest pro Woche anbieten will.

12.3.2021 • 08:07 Uhr

Auch Thailand setzt AstraZeneca-Impfungen aus

In Thailand soll vorerst nicht mehr der Corona-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca verabreicht werden. Eigentlich hätten sich heute Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha und Mitglieder seines Kabinetts mit dem Vakzin impfen lassen sollen.

Gestern hatte Dänemark angekündigt, die Impfungen mit dem Wirkstoff vorerst auszusetzen, nachdem in mehreren Fällen Blutgerinnsel nach einer AstraZeneca-Impfung aufgetreten waren. Norwegen und Island kündigten den gleichen Schritt an. Die EU prüft nun, ob ein Zusammenhang zwischen dem Vakzin und der Bildung von Blutgerinnseln besteht. Bislang gibt es keine Hinweise dafür.

Auch der thailändische Virologe Yong Poovorawan betonte: "Mit dieser Verschiebung sagen wir nicht, dass der Impfstoff problematisch ist. Wir wollen damit nur auf die Überprüfung warten, ob es irgendwelche Auswirkungen auf den Impfstoff oder nur diese Charge des Impfstoffs gibt."

12.3.2021 • 07:55 Uhr

Bayern: Ärzte sollen ab Anfang April impfen

In Sachen Corona-Impfung bei Hausärzten prescht Bayern vor. In rund zweieinhalb Wochen solle auch in den Praxen gegen das Virus geimpft werden, kündigte Landesgesundheitsminister Klaus Holetschek an: "Wir erwarten, dass die Impfstofflieferungen des Bundes die Arztpraxen in die Lage versetzen, ihren Patienten zum 1. April ein Impfangebot machen zu können." Geplant sei ein "Impfbündnis" mit Ärzten, lokalen Impfzentren und Apotheken als Logistikpartner der Praxen.

Bund und Länder hatten sich darauf geeinigt, dass in Arztpraxen im April die Impfungen starten sollen, sobald dafür genügend Wirkstoff zur Verfügung steht. Spätestens in der Woche vom 19. April sollen auch Ärzte mit dem Impfen starten können.

12.3.2021 • 07:45 Uhr

Israel treibt Impfkampagne weiter voran

In Israel haben mittlerweile mehr als vier Millionen Menschen nach der ersten auch die zweite Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das teilte das Gesundheitsministerium des Landes mit. Das entspreche etwa zwei Drittel der Einwohner, die für die Impfung in Frage kämen. Unter 16-Jährige werden in Israel bisher nicht geimpft.

Die israelische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, zunächst mindestens 6,2 Millionen Menschen impfen. Eine Erstimpfung erhielten bislang laut Ministeriumsangaben etwa 5,1 Millionen Menschen. Die Impfkampagne in Israel mit seinen etwa 9,3 Millionen Einwohnern hat kurz vor Weihnachten begonnen, sie zählt zu den erfolgreichsten weltweit.

12.3.2021 • 07:25 Uhr

Hotels und Gastronomie drängen auf Öffnung rund um Ostern

Betreiber von Hotels und Restaurants fordern, dass sie ihren Betrieb in den Tagen rund um Ostern wieder aufnehmen können. Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, sagte gegenüber der "Rheinischen Post", dass sich 61 Prozent der betroffenen Betriebe dafür aussprechen, noch vor dem Osterfest öffnen zu dürfen. "23,8 Prozent der Betriebe sprechen sich mit Blick auf die immer weniger werdende Vorlaufzeit für eine Öffnung direkt nach Ostern am 6. April aus", so Hartges weiter.

Sie forderte Bund und Länder auf, bei den nächsten Beratungen zu den Corona-Maßnahmen auch Öffnungsperspektiven für die beiden Branchen zu schaffen: "Der Endlos-Lockdown ist keine Lösung - nicht für die Unternehmer, nicht für die Beschäftigten."

12.3.2021 • 07:20 Uhr

Manila verhängt erneut nächtliche Ausgangssperre

In der Hauptstadtregion der Philippinen haben Bürgermeister sich für die Wiedereinführung einer nächtlichen Ausgangssperre entschieden.

Sie soll ab Montag in Kraft treten, kündigte Benhur Abalos an, Chef der Metropolitan Manila Development Authority. Zwei Wochen lang dürften die Menschen in der Region mit mehr als zwölf Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens nicht auf die Straßen.

12.3.2021 • 07:02 Uhr

Pandemie beschert Auktionshäusern Auftrieb

Auch Kunstauktionen finden in der Coronakrise digital statt. Und von zu Hause aus bieten mehr Menschen auf die wertvollen Sammlerstücke, wie der Bayerische Rundfunk berichtet. Trotzdem wollen die Betreiber schnellstmöglich auch in den Auktionssaal zurückkehren.

12.3.2021 • 06:45 Uhr

Japan schränkt Einreisen weiter ein

Aus Sorge vor der Ausbreitung des Coronavirus und vor allem der Mutationen will Japans Regierung die Grenzkontrollen verschärfen. Die Zahl der Einreisen in das Land solle auf maximal 2000 pro Tag begrenzt werden, kündigte Verkehrsminister Kazuyoshi Akaba an.

In Japan sind bislang rund 350 Fälle bekannt, in denen sich Menschen mit einer der Virusmutationen infiziert haben. Binnen eines Monats habe sich die Zahl der Mutationsfälle vervierfacht. Etwa die Hälfte der 47 japanischen Präfekturen sei betroffen, teilten Behörden mit.

12.3.2021 • 06:38 Uhr

Kann Impfstoff aus den USA in die EU geliefert werden?

Seit gestern ist in der EU auch der Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson zugelassen. Doch abgefüllt wird das Vakzin in den USA - und deren Regierung pocht darauf, dass zunächst genügend Wirkstoff für die eigene Bevölkerung vorhanden sein muss.

12.3.2021 • 05:28 Uhr

Zahl der Neuinfektionen und Inzidenz steigen erneut

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 12.834 Corona-Neuinfektionen gemeldet - das sind 2254 mehr als vor genau einer Woche. Auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt mit 72,4 deutlich höher als am Vortag (69,1).

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5:20 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 252 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 264 neue Todesfälle gemeldet.

12.3.2021 • 05:20 Uhr

Brasilien meldet erneut mehr als 2000 Corona-Tote

Brasilien hat den zweiten Tag in Folge mehr als 2000 Corona-Tote binnen 24 Stunden erfasst. 2233 Menschen starben nach Daten des Gesundheitsministeriums innerhalb eines Tages (Mittwoch: 2286).

Insgesamt sind damit in Brasilien 272.889 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 75.412 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten im größten Land Lateinamerikas auf fast 11,3 Millionen stieg. Nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher.

12.3.2021 • 04:50 Uhr

Kinos in Los Angeles dürfen wieder öffnen

In der Filmstadt Los Angeles dürfen die Kinos nach monatelanger Zwangspause aufgrund der Corona-Krise nun wieder öffnen. Bei abnehmenden Neuinfektionen und verstärkten Impfmaßnahmen kündigte die Gesundheitsbehörde die Lockerung strikter Auflagen für kommende Woche an.

Dann dürfen Lichtspielhäuser mit 25-prozentiger Auslastung wieder öffnen. Sitzplätze müssen vorab reserviert werden, ein Mindestabstand gewahrt bleiben. Vorige Woche hatte auch New York grünes Licht für die eingeschränkte Öffnung der Kinos in der US-Ostküsten-Metropole gegeben.

12.3.2021 • 04:04 Uhr

Gewerkschaftsbund fordert Verlängerung von Kurzarbeitergeld

Angesichts der anhaltenden Corona-Krise fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine Verlängerung des erleichterten Zugangs zur Kurzarbeit. "Coronabedingte Erleichterungen für Kurzarbeit gelten nur, wenn diese bis 31. März begonnen wird", sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann. "Aber was ist mit den Betrieben, die angesichts der anhaltenden Probleme ihre Beschäftigten erst neu in Kurzarbeit schicken müssen?" Für all jene müsse man die Möglichkeiten zum Zugang zu erleichterter Kurzarbeit verlängern, so Hoffmann.

Mit Kurzarbeit sollen Entlassungen in der Krise vermieden werden. Voraussetzung für Kurzarbeitergeld ist, dass mindestens zehn Prozent der Beschäftigten eines Betriebs betroffen sind. Sie müssen einen Lohnausfall von mehr als zehn Prozent haben. Diese Voraussetzungen gelten nach heutigem Stand aber nur für Betriebe, die bis zum 31. März mit der Kurzarbeit begonnen haben.

12.3.2021 • 03:49 Uhr

Biden verspricht Impfungen für alle ab Mai

Es war seine erste große Ansprache zur Hauptsendezeit: US-Präsident Joe Biden hat die Bürger dazu aufgerufen, gemeinsam gegen die Corona-Pandemie zu kämpfen. Spätestens ab Mai dürften sich alle Erwachsenen unabhängig vom Alter impfen lassen.

12.3.2021 • 02:44 Uhr

Brasiliens Parlament macht Weg für Finanzhilfen frei

Das brasilianische Parlament hat eine Verfassungsänderung beschlossen, um weitere Finanzhilfen für arme Familien in der Corona-Krise zu ermöglichen. Die Abgeordneten stimmten mit großer Mehrheit für die Änderung, die eine einmalige Ausgabe von umgerechnet rund 6,6 Milliarden Euro genehmigt. Sie muss noch von Präsident Jair Bolsonaro unterzeichnet werden.

Rund 68 Millionen Brasilianer, mehr als ein Drittel der Bevölkerung, hatten von April bis Dezember vergangenen Jahres staatliche Hilfen erhalten. Die Zahlungen waren am Ende des Jahres gestoppt worden, weil sie für den Staat zu kostspielig wurden. Nun können bedürftige Familie erneut auf Unterstützung hoffen.

12.3.2021 • 02:36 Uhr

Lauterbach: Impfungen erst ab Mai großflächig über Hausärzte

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet damit, dass die Corona-Impfungen in den Arztpraxen erst ab Mitte April langsam beginnen. "Es wird aber bis Mai dauern, bevor das in vollem Umfang in allen Ländern laufen kann", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Erst dann werden wir genug Impfstoff haben."

Lauterbach verteidigte zugleich die spätere Einbeziehung der Hausärzte in die Corona-Impfkampagne. "Hätten wir jetzt schon die niedergelassenen Ärzte eingebunden, hätte das zu Enttäuschungen geführt. Wenn ein Arzt am Tag gerade mal ein paar Leute impfen kann, aber 1000 bei ihm darauf warten, sorgt das nur für Ärger."

12.3.2021 • 02:18 Uhr

Intensivmediziner: Mehr Spielraum für Ärzte bei Impfreihenfolge

Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis hat mehr Spielraum bei der Impfreihenfolge gefordert, sobald der Corona-Impfstoff in den Arztpraxen verfügbar ist. "Nichts ist schlimmer, als dass Impfdosen am Ende eines Arbeitstages übrig bleiben oder im Müll landen", sagte der wissenschaftliche Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) der "Rheinischen Post". Dann sei es besser, wenn der Arzt ihm bekannte Patienten anrufe, ob sie spontan zur Impfung kämen.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern peilen den Start von Corona-Impfungen in den Arztpraxen bis spätestens Mitte April an. Ziel sei, frühestmöglich, jedoch spätestens in der Woche vom 19. April damit zu starten.

12.3.2021 • 02:02 Uhr

Hausärzteverband für Schließung von Impfzentren

Der Chef des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, hat sich für eine Schließung der Impfzentren ausgesprochen. "Schon jetzt könnte man alle Impfstoffe in den Praxen verimpfen", sagte Weigeldt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Den Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern, bei Corona-Impfungen zunächst weiter auf Impfzentren zu setzen, kritisierte er scharf. "Oberstes Ziel muss sein, bei steigenden Infektionszahlen so viele Menschen wie möglich in kurzer Zeit zu impfen", sagte Weigeldt. Das sei vor allem in Arztpraxen möglich.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. März 2021 um 09:00 Uhr.