Eine Informationstafel weist auf die Maskenpflicht im Stadtzentrum von Lüttich hin | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Belgien kündigt Lockerungen an ++

Stand: 05.03.2021 23:03 Uhr

Die belgische Regierung stellt den Bürgern spürbare Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Aussicht. Die Impfungen in Großbritannien haben laut Regierung einen starken Effekt auf die Zahl der Sterbefälle. Die Entwicklungen vom Freitag zum Nachlesen.

  • Geschäfte in Rheinland-Pfalz und Brandenburg können teils ab Montag öffnen
  • NRW holt alle Schüler vor den Osterferien zurück
  • Belgien kündigt weitgehende Lockerungen an
  • Tschechien bittet Deutschland um Hilfe für Covid-Patienten
  • Frankreich warnt vor Einsatz von Sputnik V
  • WHO: "Ernste Bedenken" gegen geplanten EU-Impfpass
  • RKI meldet 10.580 Neuinfektionen
5.3.2021 • 23:02 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir schließen den Liveblog für heute und danken für Ihr Interesse!

5.3.2021 • 22:41 Uhr

Pandemie bestimmt Rededuell zwischen Dreyer und Baldauf

Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat die Corona-Pandemie das TV-Duell zwischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Herausforderer Christian Baldauf (CDU) bestimmt. In der Debatte im SWR-Fernsehen warf Baldauf Dreyer eine "Fassaden- und Symbolpolitik" bei den Wirtschaftshilfen zur Abmilderung der Corona-Krise vor. Die Ministerpräsidentin verteidigte hingegen die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz. Weitere Themen des TV-Duells waren unter anderem Bildung, Gesundheit und Klima. Die Landtagswahl findet am 14. März statt. Am selben Tag wird auch in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt.

5.3.2021 • 22:04 Uhr

Erstes Konzert in Tel Aviv mit Hunderten Geimpften

Dank der Massenimpfungen gegen das neuartige Coronavirus hat in Israel ein Konzert mit Hunderten Zuschauern stattgefunden. Rund 500 gegen Covid-19 geimpfte Menschen mit Masken kamen in Tel Aviv in einem Stadion zusammen, das Platz für bis zu 30.000 Zuschauer bietet. Sie durften sich ein Konzert des israelischen Popsängers Ivri Lider anhören. Das Konzert war das erste von vier derartigen Musikveranstaltungen, die die Stadtverwaltung von Tel Aviv organisiert.

Konzert in Tel Aviv | AP

Das Konzert mit 500 Zuschauern fand in einem Stadion statt. Bild: AP

5.3.2021 • 21:02 Uhr

Tschechien: Studenten müssen in überlasteten Kliniken helfen

Das tschechische Gesundheitsministerium lässt Studenten und Oberschüler in den überlasteten Krankenhäusern aushelfen. Die Kliniken im Land stünden angesichts einer Zunahme von Coronavirus-Infektionen unter "extremem Druck", sagte Gesundheitsminister Jan Blatny zur Begründung der Anordnung. Blatny führte den Anstieg auf die ansteckende britische Coronavirus-Variante zurück. Die Studenten sollen Blatny zufolge ab Montag in den Krankenhäusern arbeiten. Sie bekämen einfache Aufgaben wie den Transport von Patienten.

5.3.2021 • 20:36 Uhr

Belgien kündigt weitgehende Lockerungen an

Belgien stellt seinen Bürgern spürbare Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Aussicht. Schritt für Schritt sollen von März bis Mai Kontaktbeschränkungen gelockert, Aktivitäten im Freien zugelassen und Gaststätten sowie Hotels wieder geöffnet werden. Konkret sollen sich von Montag an zehn statt bislang vier Menschen treffen dürfen, wie Ministerpräsident Alexander De Croo nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga ankündigte. Ab April könnten dann Kulturveranstaltungen und Gottesdienste mit bis zu 50 Menschen zugelassen werden, vorausgesetzt es werden Masken getragen und es wird Abstand gehalten. Sollte es das Infektionsgeschehen zulassen, werden ab Mai auch Gaststätten und Hotels wieder Kunden begrüßen dürfen.

Das verhältnismäßig kleine Belgien mit seinen rund 11,5 Millionen Einwohnern hatte die vergangenen Monate einigermaßen stabile Infektionszahlen trotz weitgehend geöffneter Geschäfte. Die Zahl der Neuinfektionen hat sich seit zwei Wochen jedoch um knapp 20 Prozent erhöht auf rund 2330 täglich. Die Todesrate sank im gleichen Zeitraum um 35 Prozent auf gut 27 Fälle. Im Herbst verzeichnete Belgien zeitweise pro Kopf die höchsten Corona-Infektionszahlen in Europa. Täglich kamen 15.000 neue Infektionen oder mehr hinzu. Strikte Beschränkungen hatten die Ausbreitung gebremst.

5.3.2021 • 20:08 Uhr

Verschärfte Wochenend-Ausgangssperren in Frankreich

Ab Samstag treten in weiteren französischen Corona-Hotspots Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Betroffen sind nun auch rund 1,5 Millionen Bürger im nordfranzösischen Département Pas-de-Calais mit der Hafenstadt Calais. Sie dürfen ihre Häuser am Wochenende nur noch aus triftigem Grund verlassen, etwa zum Einkaufen oder Joggen. Auch sehr große Geschäfte müssen schließen. In der Region am Ärmelkanal breitet sich die britische Coronavirus-Variante rapide aus. Im benachbarten Dünkirchen und an Teilen der Côte d'Azur gelten bereits Ausgangssperren an Wochenenden. Zudem gilt landesweit eine nächtliche Sperrstunde ab 18 Uhr.

5.3.2021 • 20:01 Uhr

Weitere Region in Italien muss Lockdown verhängen

Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza hat für eine weitere Region des Landes einen Corona-Lockdown angekündigt. Ab Montag gelte die südliche Region Kampanien als "rote Zone" und damit als Hochrisikogebiet, teilte Speranza mit. In "roten Zonen" müssen Bars und Restaurants, aber auch Schulen, Kitas und Museen schließen. Vor Kampanien mussten schon die südlichen Regionen Basilikata und Molise diese Restriktionen verhängen. Die zwei Regionen Friaul-Julisch Venetien sowie Venetien im Nordosten Italien wurden von der Kategorie gelb zu orange hochgestuft. Die Ferieninsel Sardinien ist weiterhin Italiens einziges Niedrigrisikogebiet der Kategorie "weiß".

5.3.2021 • 19:39 Uhr

Hancock: Impfungen haben starken Effekt auf Sterbefälle

Das Impfprogramm in Großbritannien macht sich nach den Worten von Gesundheitsminister Matt Hancock in einem immer stärkeren Rückgang der Corona-Todesfälle bemerkbar. Ihm zufolge ist die Zahl der Sterbefälle allein in der vergangenen Woche um 41 Prozent gesunken. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen ging im gleichen Zeitraum nur um 29 Prozent zurück, die der Neuinfektionen um 34 Prozent. Das zeige, dass die bislang untrennbare Verbindung zwischen Infektionen, Krankenhauseinweisungen und Todesfällen dank des Impfprogramms nun unterbrochen sei, so Hancock. In Großbritannien wurden bis heute knapp 21 Millionen Menschen mit mindestens einer ersten Dosis geimpft. Das entspricht nach Hancocks Angaben 40 Prozent der erwachsenen Bevölkerung.

5.3.2021 • 19:03 Uhr

Geschäfte in Rheinland-Pfalz dürfen öffnen

Ab kommenden Montag dürfen die Geschäfte in Rheinland-Pfalz wieder öffnen. Das Bundesland liege mit der heutigen Sieben-Tage-Inzidenz von 47,5 den siebten Tag in Folge unter 50 und erfülle damit die Voraussetzungen des von Bund und Ländern beschlossenen Perspektivplans, erklärt Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Für die ersten 800 Quadratmeter kann wie verabredet ein Kunde je zehn Quadratmeter bedient werden, ab 801 Quadratmetern Verkaufsfläche ein Kunde pro 20 Quadratmeter.

Auch Brandenburg will - abhängig von der Infektionslage vor Ort - ab Montag die Öffnung von Geschäften und Museen unter Auflagen zulassen. Schulen des Bundeslandes sollen ab dem 15. März Wechselunterricht anbieten.

5.3.2021 • 18:59 Uhr

Düsseldorf: Arzthelferin infiziert - 270 Menschen in Quarantäne

In Düsseldorf hat sich eine Arzthelferin mit der britischen Variante des Corona-Virus infiziert. Die Mutation soll deutlich ansteckender sein als der ursprüngliche Erreger.

Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, soll die Frau trotz Symptomen gearbeitet haben und das zeitweise ohne Mund-Nasen-Schutz. Sie sei mit etwa 600 Menschen in Kontakt gekommen. 270 Personen befinden sich nun in Quarantäne.

5.3.2021 • 18:48 Uhr

Kanada lässt Impfstoff von Johnson & Johnson zu

Nach den Corona-Impfstoffen von BioNTech und Pfizer sowie von Moderna und AstraZeneca hat Kanada nun auch dem Vakzin des US-Herstellers Johnson & Johnson eine Zulassung erteilt.

Regierungsangaben zufolge hat das Land bereits 38 Millionen Dosen des Impfstoffes bestellt. Der Vorteil des Wirkstoffes ist laut Hersteller, dass eine einmalige Impfung genügt, um die Immunität gegen das Coronavirus zu erreichen. Zudem kann das Vakzin demnach bei normaler Kühltemperatur gelagert werden.

5.3.2021 • 18:39 Uhr

Hancock ruft zum Testen auf

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hat nochmals an die Bevölkerung appelliert, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Er betonte, dass eine der größten gefahren sei, dass etwa ein Drittel der Infizierten keine Symptome entwickelten.

Gleichzeitig gab Hancock bekannt, dass inzwischen ein Reiserückkehrer identifiziert werden konnte, der positiv auf die brasilianische Mutante des Virus getestet worden war. Den Behörden fehlten jedoch die Kontaktdaten der Person. Hancock beruhigte: Die betroffene Person sei nach ihrer Einreise in häuslicher Quarantäne geblieben. Daher sei es unwahrscheinlich, dass sie andere Bürger angesteckt habe.

5.3.2021 • 18:32 Uhr

US-Gesundheitsexperten warnen vor Lockerungen

Die Corona-Experten der US-Regierung warnen trotz Fortschritten bei den Impfungen eindringlich vor einer übereilten Lockerung von Corona-Maßnahmen.

"Die aktuellen Zahlen bleiben beunruhigend", mahnte die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky. Die Zahl der Neuinfektionen liege derzeit bei durchschnittlich 62.000 pro Tag, die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bei etwa 2000.

Auch US-Präsident Joe Biden hatte vor Kurzem massive Kritik geübt, nachdem die Bundesstaaten Texas und Mississippi angekündigt hatten, nahezu alle Corona-Auflagen aufheben zu wollen.

5.3.2021 • 18:26 Uhr

Mehr als 23.000 Neuinfektionen in Frankreich

Dem französischen Gesundheitsministerium wurden in den vergangenen 24 Stunden mehr als 23.500 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Gegenüber dem Vortag bedeutet das einen Rückgang von mehr als 1700 Fällen.

Allerdings stieg die Zahl der innerhalb eines Tages verzeichneten Todesopfer in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion um 439 an, was gegenüber dem Vortag eine deutliche Zunahme um 146 Tote bedeutet.

5.3.2021 • 18:16 Uhr

Pandemie trifft vor allem Geringverdiener

Die Einbußen durch die Coronakrise verschlechtern vor allem die Situation derjenigen, die schon wenig haben.

5.3.2021 • 17:59 Uhr

EU-Kommission macht Druck bei Impfzertifikaten

Die EU-Kommission dringt auf ein rasches einheitliches System von Impfzertifikaten. Dieses soll in der Staatengemeinschaft rechtzeitig noch vor dem Sommer eingeführt werden. Die Regierungen müssten dazu umgehend mit den entsprechenden technischen Vorbereitungen beginnen, heißt es in einem Schreiben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an die Mitgliedstaaten.

Vor allem Griechenland und Spanien, die stark vom Tourismus abhängig sind, pochen auf Impfpässe, damit das Reisegeschäft wieder auf Touren kommt. Die EU-Kommission will dazu am 17. März entsprechende Pläne vorlegen.

5.3.2021 • 17:44 Uhr

Italien: Insgesamt mehr als drei Millionen Fälle

Italien hat bei der Gesamtzahl der offiziell mit Corona infizierten Menschen die Drei-Millionen-Schwelle überschritten. Die Gesundheitsbehörden zählten mehr als 24.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Damit gibt es in Italien, wo die Pandemie seit Februar 2020 mit einer ersten großen Welle um sich gegriffen hatte, bisher offiziell 3,02 Millionen Virus-Infizierte. In Europa hatten Großbritannien, Frankreich und Spanien diese Marke nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (USA) schon vorher überschritten.

5.3.2021 • 17:44 Uhr

Sachsen bietet Tschechien Hilfe an

Sachsen hat Tschechien erneut Hilfe beim Eindämmen der Pandemie angeboten. Konkret geht es um die Aufnahme von Intensivpatienten sowie die Lieferung von Impfstoff und Schnelltests in die besonders betroffenen Grenzregionen, teilte die Staatskanzlei in Dresden mit.

5.3.2021 • 17:34 Uhr

Söder im Landtag in der Kritik

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für die neue Öffnungsstrategie aus dem Corona-Lockdown im Landtag heftige Kritik einstecken müssen - und zwar von verschiedenen Seiten. Die Grünen warfen ihm eine gefährliche "Kehrtwende", zu umfassende Lockerungen ohne ausreichende Schutzkonzepte und eine Kapitulation vor dem Virus und dem Druck verschiedener Interessen vor. Die FDP kritisierte den "Kurswechsel" dagegen als zu zaghaft, die SPD nannte das Regelwerk zu kompliziert und forderte Perspektiven auch für die Jugendarbeit. Die AfD verlangte das Ende des Lockdowns.

5.3.2021 • 17:32 Uhr

Statistikamt: 200.000 Todesfälle in Russland

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in Russland nach Angaben des nationalen Statistikamtes Rosstat rund 200.000 Infizierte gestorben. Die nun veröffentlichte Zahl ist damit mehr als doppelt so hoch wie in der offiziellen Corona-Statistik der Regierung, in der von rund 88.200 Toten die Rede ist. Dort werden lediglich Fälle aufgelistet, bei denen Covid-19 als Todesursache bestätigt wurde. An dieser Zählweise gab es immer wieder Kritik.

5.3.2021 • 17:24 Uhr

Umfrage: Impfbereitschaft in den USA gestiegen

Die Impfbereitschaft hat in den USA nach einer Umfrage seit dem vergangenen September deutlich zugenommen. Insgesamt sagten 69 Prozent, sie hätten entweder schon eine Impfung gegen eine Covid-19-Erkrankung erhalten oder würden sich wahrscheinlich oder definitiv impfen lassen, wie das Institut Pew in Washington mitteilte. Im November lag die Zahl derjenigen, die sich definitiv oder wahrscheinlich impfen lassen wollten, bei 60 Prozent, zwei Monate zuvor bei 51 Prozent. Im Mai vergangenen Jahres hatten allerdings noch 72 Prozent ihre Bereitschaft bekundet, sich impfen zu lassen.

5.3.2021 • 17:21 Uhr

Hans verteidigt Corona-Beschlüsse

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat die Corona-Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz vom Mittwoch und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegen Kritik verteidigt. "Die Inzidenz von 50 war immer Gegenstand unserer Beratungen", sagte Hans am Freitag den Sendern RTL und ntv. Die Politik sei nicht "umgekippt", der Druck von Regionen mit dauerhaft niedrigen Inzidenzen sei einfach "sehr groß geworden". Er selbst hätte sich eine stärkere Orientierung an der 35er-Inzidenz gewünscht.

5.3.2021 • 16:56 Uhr

Italien: Höchste Totenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg

Italien hat im Pandemie-Jahr 2020 nach offiziellen Angaben die höchste Totenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg verzeichnet. Insgesamt habe es im Vorjahr 746.146 Sterbefälle gegeben - und damit über 15 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019, teilte das Statistikamt Istat in Rom mit.

Nachdem die erste große Corona-Welle das 60-Millionen-Einwohner-Land Ende Februar 2020 getroffen hatte, ermittelten die Fachleute auch die sogenannte Übersterblichkeit für die Monate März bis Dezember. In dieser Phase starben den Angaben zufolge gut 20 Prozent mehr Menschen als im Schnitt der Jahre 2015 bis 2019. Das waren mehr als 108.000 Tote. Wobei dieser Wert nicht bedeutet, dass dies die Zahl zusätzlicher direkter Covid-19-Opfer war. Experten hatten schon früher darauf hingewiesen, dass es auch vermehrt Tote unter anderem wegen der Überlastung des Krankenhaussystems gegeben haben könnte.

5.3.2021 • 16:46 Uhr

England: Bei Ausreisen ohne triftigen Grund hohe Geldstrafen

Reisende, die England ohne triftigen Grund verlassen wollen, riskieren hohe Geldstrafen. Passagiere müssen ab kommenden Montag in einem Formular den Grund ihrer Ausreise angeben und dieses mit sich führen, wie das britische Verkehrsministerium mitteilte. Die akzeptieren Gründe für Auslandsreisen sind unter den aktuellen Corona-Beschränkungen nur wenige - dazu gehören Arbeit, Bildung oder Beerdigungen.

Die Beschränkungen gelten für Briten und Ausländer, die sich derzeit in England aufhalten. Die Geldstrafen wegen des Bruchs der Lockdown-Regeln reichen von 200 bis zu 6400 Pfund (umgerechnet mehr als 7400 Euro). Bis Ende März gilt in England noch die strikte "Stay at Home"-Regel: Bürger sollen ihr Zuhause nur zum Einkaufen, Sport und aus wenigen anderen Gründen verlassen.

5.3.2021 • 16:35 Uhr

Paris impft auch am Sonntag

In Paris wird nun auch am Sonntag gegen Covid-19 geimpft. Für den Großraum der französischen Hauptstadt stehen gut 50.000 zusätzliche Dosen des Vakzins von Pfizer und Biontech zur Verfügung, wie die Kommunalbehörden mitteilten. Sie sollen am Samstag und Sonntag in gut hundert Impfzentren verabreicht werden. Der Direktor der regionalen Gesundheitsbehörde, Aurélien Rousseau, sprach von einer "massiven" Impf-Anstrengung. Die französische Regierung hatte am Donnerstagabend mehr Impfstoffe für Corona-Risikogebiete zugesagt. Dazu gehört auch der Pariser Großraum.

5.3.2021 • 16:25 Uhr

Maas: Deutschland bereit zur Hilfe für Tschechien

Deutschland ist nach Angaben von Außenminister Heiko Maas bereit, Corona-Patienten aus Tschechien in Deutschland zu versorgen. "Wir sind bereit, Kranke in deutschen Krankenhäusern zu versorgen", sagte er. Das laufe über die Bundesländer. "Wir würden das sehr begrüßen, wenn wir die schwierige Situation in Tschechien damit etwas mildern könnten."

5.3.2021 • 16:23 Uhr

Iran warnt vor Reisen über persisches Neujahrsfest

Irans Regierung sorgt sich wegen des bevorstehenden persischen Neujahrsfests Norus über eine Verschlimmerung der Corona-Pandemie. Irans Gesundheitsminister Said Namaki forderte ein Reiseverbot über die Festtage. "Wir haben wieder die Inlandsreisen während Norus vor uns ... und genau deshalb sind wir ernsthaft besorgt und strikt dagegen", sagte er. Reisen seien "der schlimmste Transporteur" des Coronavirus. Das persische neue Jahr beginnt am 21. März, die Ferien dauern bis zum 1. April. Die meisten Iraner nutzen die zwei Wochen für Familienbesuche und Inlandsreisen.

5.3.2021 • 16:15 Uhr

Kretschmer verteidigt Bund bei Corona-Tests

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat den Bund im Zusammenhang mit Kritik an der Bereitstellung von Corona-Tests in Schutz genommen. Seine Amtskollegin aus Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), hatte der Bundesregierung vorgeworfen, dass Corona-Selbsttests nicht dort ankämen, wo sie vor allem gebraucht würden. Sie habe kein Verständnis dafür, warum Selbsttests, die jetzt auf den Markt kommen, in Discounter gingen, aber nicht geordert worden seien für Kita und Schule.

"Schnelltests sind im Übermaß produziert und lieferbar", sagte Kretschmer der dpa dazu. "Die neuen Selbsttest sind erst seit wenigen Tagen zugelassen. Der Vorwurf an den Bund ist billig." Die Zusage des Bundes, die Hälfte der Kosten für die Testung in Schulen und Kitas zu übernehmen, sei eine wichtige Unterstützung.

5.3.2021 • 15:57 Uhr

Leipzig: Vorbereitungen für Demo-Samstag

Wegen zahlreicher angekündigter Autokorsos und Demonstrationen am Samstag in Leipzig bereitet sich die Polizei dort auf einen Großeinsatz vor. Sie wird dabei unterstützt von der sächsischen Bereitschaftspolizei und Einsatzkräften aus sechs Bundesländern. Polizeipräsident René Demmler sagte, der Samstag werde "eine enorme Herausforderung sein". Laut Ordnungsamt der Stadt Leipzig sind insgesamt 13 verschiedene Fahrzeugkorsos und Kundgebungen angemeldet worden.

Gegner der Corona-Maßnahmen wollen etwa aus Dresden, Zwickau sowie mehreren Städten in Sachsen-Anhalt nach Leipzig anreisen. Der Gegenprotest hat unter anderem unter dem Motto "Querdenken ausbremsen" eine Kundgebung mit 600 Teilnehmern auf dem Augustusplatz sowie mehrere Fahrrad- und Fahrzeugkorsos angekündigt.

5.3.2021 • 15:47 Uhr

Moskau: Senioren dürfen bald wieder hinaus

Nach fast einem halben Jahr hebt Russlands Hauptstadt Moskau die behördlich verordnete Corona-Quarantäne für Senioren auf. Ab kommendem Montag sei die häusliche Selbstisolation für die über 65-Jährigen sowie für Menschen mit chronischen Krankheiten zwar noch empfohlen, aber nicht mehr verpflichtend, schrieb Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin auf seinem Internetblog. Seit Ende September hatten diese beiden Bevölkerungsgruppen in Europas größter Metropole ihre Wohnungen nicht mehr ohne besondere Notwendigkeit verlassen dürfen. Die Behörden melden für Moskau - ebenso wie für ganz Russland - seit Wochen zurückgehende Corona-Fallzahlen.

5.3.2021 • 15:35 Uhr

Brüssel verteidigt Export-Blockade von Impfstoff

Die EU-Kommission hat die Export-Blockade Italiens für den Corona-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca verteidigt. Wenn ein EU-Land einen Exportantrag blockiere, "bedeutet dies, dass das Unternehmen sehr weit davon entfernt ist, seine Verpflichtungen einzuhalten", sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde. Der Schritt sei eine Ausnahme, die EU "bleibt ein großer Impfstoff-Exporteur". Die italienischen Behörden hatten am Donnerstag die Ausfuhr von 250.000 für Australien bestimmte Impfdosen des in Italien hergestellten AstraZeneca-Mittels gestoppt.

Die britische Regierung äußerte sich kritisch zu dem Stopp. "Die weltweite Erholung hängt von internationaler Zusammenarbeit ab und wir sind alle auf globale Zusammenarbeit angewiesen. Beschränkungen einzuführen, gefährdet die globalen Bemühungen, das Virus zu bekämpfen", sagte ein Sprecher von Premierminister Boris Johnson. "Wir erwarten, dass sich die EU weiterhin an ihre Zusagen hält."

5.3.2021 • 15:32 Uhr

Thüringen plant vorerst nur wenige Lockerungen

Erst Mitte März soll es in Thüringen die nächsten vorsichtigen Öffnungsschritte des Corona-Lockdowns geben. Das sieht der Entwurf der neuen Verordnung der Landesregierung vor, die an den Landtag zur weiteren Beratung ging. Danach können Buchläden, Kosmetik- und Fußpflegesalons sowie Anbieter von Kinderschuhen voraussichtlich am 15. März nach wochenlanger Schließung wieder ihre Dienstleistungen anbieten. Thüringen ist bei Lockerungen zurückhaltender als andere Bundesländer. Grund sind viele Neuinfektionen - mit steigender Tendenz.

5.3.2021 • 15:07 Uhr

Ganz Griechenland Corona-Risikogebiet

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung erstmals ganz Griechenland ab Sonntag als Corona-Risikogebiet eingestuft. Für Teile Kroatiens - darunter die bei Urlaubern sehr beliebte Halbinsel Istrien - werden gleichzeitig sämtliche Einreisebeschränkungen wegen der Pandemie aufgehoben, wie das Robert Koch-Institut im Internet mitteilte. Wegen besonders hoher Infektionszahlen werden Ungarn, Schweden und Jordanien als Hochrisikogebiete eingestuft.

5.3.2021 • 15:03 Uhr

Paris weitet Alkoholverbot in der Öffentlichkeit aus

Die Stadt Paris hat wegen der Corona-Lage das Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen massiv ausgeweitet. So ist Alkoholkonsum ab sofort zum Beispiel an den Ufern der Seine, des Canal Saint-Martin, auf der berühmten Place du Tertre nahe der Basilika Sacré-Coeur und an vielen weiteren Orten der Stadt verboten, wie die Polizeipräfektur mitteilte. Außerdem müssen Nicht-Lebensmittelläden, die größer als 10.000 Quadratmeter sind, schließen.

Am vergangenen Wochenende hatten zahlreiche Menschen das gute Wetter an der frischen Luft genossen. Stellenweise war es vor allem an den Seine- und Kanalufern der französischen Hauptstadt sehr voll. Paris gehört zu den 23 Départements, für die Premier Jean Castex eine erhöhte Corona-Warnstufe ausgerufen hatte. Einen Wochenend-Lockdown wie in Nizza, Dunkerque (Dünkirchen) oder im Département Pas-de-Calais im Norden des Landes gibt es in der Metropole allerdings nicht.

5.3.2021 • 14:53 Uhr

Corona-Impfung für Lehrkräfte und Erziehende

Lehrkräfte an Grundschulen und Kita-Personal können früher geimpft werden. Erste Bundesländer haben damit bereits begonnen. Wie läuft's und wo hakt's?

5.3.2021 • 14:51 Uhr

Verband: Betriebsärzte könnten fünf Millionen Menschen impfen

Betriebsärzte könnten innerhalb eines Monats mindestens fünf Millionen Menschen gegen Corona impfen. Das sagte die Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Anette Wahl-Wachendorf, dem MDR. Man sei startbereit, auch wenn der logistische Aufwand höher sei als bei anderen Impfungen, sagt sie mit Blick auf die notwendige Kühlung des BioNTech-Impfstoffs.

5.3.2021 • 14:49 Uhr

Schweiz will ab Mitte März kostenlose Tests anbieten

Die Schweiz startet eine Test-Offensive im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Zur Begleitung der laufenden Öffnung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens will die Regierung ab dem 15. März kostenlose Tests für alle anbieten. Pro Person sollen monatlich fünf Selbsttests gratis abgegeben werden, sobald verlässliche Tests zur Verfügung stehen. Die Kosten dafür schätzt die Regierung für das laufende Jahr auf über eine Milliarde Franken. Der weltweit größte Test-Hersteller ist der Schweizer Pharmakonzern Roche.

5.3.2021 • 14:44 Uhr

Schweden will bis zum Sommer Impfbescheinigung einführen

Die schwedische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Sommer ein digitales System für den Nachweis von Impfungen zu entwickeln. Digitalisierungsminister Anders Ygeman sagte am Freitag, jeder Schwede, der gegen das Covid-19-Virus geimpft wurde, soll dafür eine international gültige Bestätigung bekommen, entweder als App oder ein Dokument zum Herunterladen.

Ygeman sagte er, er gehe davon aus, dass Reiseunternehmen und Länder in Zukunft einen entsprechenden Impfnachweis verlangen werden. Es sei aber auch vorstellbar, dass man beim Besuch eines Friseurs, Masseurs oder eines Restaurants oder Konzerts einen entsprechenden Nachweis brauche. Sollte die EU mit einem Regelwerk für einen Impfpass kommen, werde Schweden sich dem anpassen. Die EU-Kommission hat angekündigt, am 17. März den Gesetzentwurf für einen "digitalen grünen Pass" vorlegen, der Corona-Impfungen, Covid-Erkrankungen und negative Tests vermerken soll.

5.3.2021 • 14:25 Uhr

Tschechien bittet Deutschland um Hilfe für Covid-Patienten

Tschechien bittet Deutschland, Polen und die Schweiz um Hilfe bei der Versorgung von Covid-19-Patienten. Grund sei, dass die Situation in den eigenen Krankenhäusern inzwischen kritisch sei, teilt das Gesundheitsministerium in Prag mit. "Die große Zahl neu infizierter Patienten hat den Druck auf das Gesundheitssystem erhöht und die Zahl der Patienten, die einen Krankenhausaufenthalt benötigen, wächst", hieß es in einer Erklärung. Tschechien hat bezogen auf die Bevölkerungszahl eine der höchsten Infektionsraten weltweit.

Vor allem die besonders ansteckende britische Virusvariante breitet sich in dem Land rasant aus. Die Bundesregierung hatte deswegen erst kürzlich die Kontrollen an der Grenze zu Tschechien bis zum 17. März verlängert.

5.3.2021 • 14:19 Uhr

EU und Italien im Gespräch über Neustart von Alitalia

Die Regierung Italiens will in der kommenden Woche Verhandlungen mit der EU-Kommission über die Neuaufstellung der seit Jahren strauchelnden staatlichen Fluggesellschaft Alitalia aufnehmen. Ein erstes Video-Treffen der neuen Regierung in Rom mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sei positiv und konstruktiv verlaufen, erklärten die beteiligten Ministerien. Es müsse einen klaren wirtschaftlichen Schnitt zwischen der bisherigen Alitalia und der künftigen Gesellschaft ITA (Italia Trasporto Aereo) geben.

Nach Zeitungsberichten von dieser Woche soll die neu aufgestellte Airline mit 45 Flugzeugen starten - im Vergleich zu einer Flottenstärke von 110 vor Ausbruch der Corona-Krise. Es seien ein bis zwei Milliarden Euro Staatshilfe vorgesehen statt der ursprünglich anvisierten drei Milliarden Euro.

5.3.2021 • 14:18 Uhr

Großbritannien warnt EU vor Exportbeschränkungen von Impfstoffen

Großbritannien warnt die Europäische Union, Exportbeschränkungen für Impfstoffe könnten den weltweiten Kampf gegen das Coronavirus gefährden. Die globale Überwindung der Pandemie fuße auf internationaler Zusammenarbeit, sagte ein Sprecher von Premierminister Boris Johnson. Zuvor hatte die EU-Spitze hinter die Entscheidung Italiens gestellt, den Export von 250.000 Impfeinheiten nach Australien zu blockieren.

5.3.2021 • 14:06 Uhr

Estlands Präsidentin geimpft - Regierungschefin in Quarantäne

Estlands Präsidentin Kersti Kaljulaid hat sich gegen Corona impfen lassen. Das Staatsoberhaupt des baltischen EU- und Nato-Landes erhielt im Regionalkrankenhaus Nordestland in der Hauptstadt Tallinn die erste von zwei Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca. Dies teilte die 51-jährige auf Facebook mit. Kaljulaid appellierte an die Bürger Estlands, es ihr wenn immer möglich nachzutun, um wieder zu Normalität zurückkehren zu können. Kaljulaids Impfung erfolgte außer der Reihe, weil sie im April Afghanistan besuchen will. Die Corona-Vorgaben sähen vor, dass die Delegation im Voraus impfen lasse, zitierten estnische Medien aus einem Schreiben der Präsidialkanzlei.

Derweil hat Estland Ministerpräsidentin Kaja Kallas sich vorsorglich in Quarantäne begeben, weil sie Anfang der Woche Kontakt mit einem Corona-Infizierten gehabt hatte. "Dies macht mich zu einem engen Kontakt und deshalb werde ich bis Donnerstag nächster Woche in Selbstisolation sein", schrieb die Regierungschefin des baltischen EU- und Nato-Landes auf Facebook. Anzeichen einer Corona-Erkrankung zeigten sich bislang nicht, auch ein Test am Donnerstagabend sei negativ ausgefallen. Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern weist nach Angaben der EU-Behörde ECDC aktuell eine der höchsten Infektionsraten in Europa auf. 

Estlands Ministerpräsidentin Kaja Kallas | AFP

Estland Ministerpräsidentin Kaja Kallas schrieb auf ihrer Facebookseite, sie werde bis Donnerstag in Selbstisolation sein. Bild: AFP

5.3.2021 • 13:57 Uhr

Auch Hochschulen fordern mehr Präsenzlehre

Nach der schrittweisen Öffnung der Schulen im Corona-Lockdown fordern auch die Hochschulen die Rückkehr zu mehr Präsenzlehre. "Wir haben Studierende, die seit zwei Semestern immatrikuliert sind und ihre Hochschule und Kommilitonen noch nie in Präsenz erlebt haben", sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Peter-André Alt. Vor allem Examenskandidaten müssten die Möglichkeit bekommen, ihre Prüfungsvorbereitung in Präsenz fortzusetzen.

Das gleiche gelte für Laborübungen. "Hier können und müssen Testkonzepte vorsichtig erprobt und Schnelltests genutzt werden", sagte Alt. Die Öffnungsmöglichkeiten für Schulen, die Bund und Länder vereinbart hätten, seien zwar nicht direkt auf die Hochschulen übertragbar. "Wenn über Test- und Impfstrategien aber wieder mehr Präsenzlehre möglich ist, sollten diese Optionen auch genutzt werden", forderte HRK-Vize Oliver Günther. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschulen sollten ebenso auf kostenlose Schnelltests zurückgreifen können, wie dies für Angestellte von Unternehmen avisiert sei.

5.3.2021 • 13:39 Uhr

Söder: Inzidenz bleibt entscheidende Messgröße

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat Rufen nach einer Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz als entscheidende Messgröße zur Beurteilung der Lage in der Corona-Pandemie eine Absage erteilt. "Die Inzidenz ist nach wie vor der mit Abstand beste und verlässlichste Wert", sagte der CSU-Chef in seiner Regierungserklärung im Landtag in München. Es mache aus seiner Sicht keinen Sinn zu warten, bis die Zahl der Corona-Toten wieder steigt. "Wer auf Todesraten wartet, hat die Zeit verpasst zu handeln", sagte Söder. Der Ministerpräsident verteidigte das von Bayern übernommene Konzept von Bund und Ländern zur stufenweisen Lockerung der Corona-Maßnahmen. Es gebe keinen Blindflug, sondern eine "atmende Matrix", die auch wieder zu Schließungen führen könne, wenn dies angemessen sei.

5.3.2021 • 13:32 Uhr

Schweiz gedenkt der Corona-Toten

Mit einer Schweigeminute und Glockengeläut hat die Schweiz der mehr als 9000 Corona-Toten in dem Land gedacht. Bundespräsident Guy Parmelin forderte die Menschen zum Innehalten für die Toten und die Hinterbliebenen auf. Genau ein Jahr, nachdem in der Schweiz der erste Todesfall bekannt geworden war, läuteten danach im ganzen Land die Kirchenglocken.  "Halten wir inne in Gedanken an die Opfer der Pandemie. Gedenken wir der Menschen, die weiterhin für ihre Gesundheit und ihre Arbeit kämpfen", sagte Parmelin in einer Video-Botschaft.

Die Schweiz mit ihren 8,6 Millionen Einwohnern hat seit Beginn der Pandemie mehr als 9300 Corona-Tote verzeichnet. Nachdem die Schweiz vergleichsweise gut durch die erste Infektionswelle gekommen war, schossen die Infektionszahlen ab Herbst in die Höhe. Die Regierung verhängte daraufhin strenge Beschränkungen, die mittlerweile aber schon wieder gelockert wurden. Geschäfte, Museen und Lesesäle von Bibliotheken sind seit Montag wieder geöffnet.

5.3.2021 • 13:17 Uhr

Südafrikanische Variante in Rumänien nachgewiesen

In Rumänien ist erstmals die hochansteckende südafrikanische Variante B.1.351 des Coronavirus nachgewiesen worden. Es handle sich um zwei Fälle, teilte das Nationale Institut für Öffentliche Gesundheit mit. Bei einer Patientin aus Bukarest und einem Patienten aus der südrumänischen Region Arges habe ein privates Labor die Mutante festgestellt. Die Zahl der täglichen Neuansteckungen hat sich in Rumänien seit einer Woche nahezu verdoppelt. Am Freitagmittag lag sie bei 4342 innerhalb der letzten 24 Stunden. In der Hauptstadt Bukarest überstieg die Inzidenz am Freitag wieder die als kritisch geltende Marke von 3 Neuansteckungen pro 1000 Einwohner, so dass ein neuer Lockdown erwartet wurde. Ende Januar waren in Bukarest nach gesunkener Inzidenz Restaurants, Theater, Kinos und Glückspielhallen mit Einschränkungen wieder geöffnet worden.

5.3.2021 • 13:16 Uhr

Thüringen bleibt bei Schulöffnungen zurückhaltend

Das Bildungsministerium in Thüringen hat sich verhalten zu der von der Präsidentin der Kultusministerkonferenz angekündigte Öffnung der Schulen für alle Kinder im März geäußert. "Ob das jetzt im März alles noch klappt (...) - das ist Glaskugelleserei", sagte ein Sprecher in Erfurt. "Wir können jetzt nicht zusagen, dass im März alle Schülerinnen und Schüler in die Schule gehen. Aber gleichzeitig können wir das auch nicht jetzt schon als Ziel abschreiben." Man habe die Lockerungsschritte definiert und sei teilweise gut dabei, teilweise jedoch aufgrund hoher Inzidenzen im bundesweiten Vergleich noch zurückgeworfen.

5.3.2021 • 13:10 Uhr

Impfsituation im Gazastreifen angespannt

Während in Israel bereits die Hälfte der Bevölkerung mindestens eine Impfung hinter sich hat, sieht die Situation im Gazastreifen vollkommen anders aus - und das liegt nicht nur an den wenigen Impfdosen.

5.3.2021 • 13:05 Uhr

Hotelbranche scheitert erneut vor Bundesverfassungsgericht

Die deutsche Hotelbranche ist einem Medienbericht zufolge erneut in Sachen Corona-Entschädigungen vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Er müsse "von einer herben Enttäuschung des heutigen Tages berichten", zitiert der "Spiegel" aus einem Schreiben von Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA), an seine Mitglieder. "Das Bundesverfassungsgericht hat uns heute per unanfechtbarem Beschluss und ohne weitere Begründung mitgeteilt, dass unsere Verfassungsbeschwerde gegen die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes nicht zur Entscheidung angenommen worden ist." Diese gestatte es den Bundesländern, im Falle einer Pandemie per Verordnung den Betrieb gastronomischer Einrichtungen zu beschränken sowie Übernachtungen zu untersagen, jedoch ohne zugleich einen Anspruch auf Entschädigungszahlungen für Wirte oder Hoteliers festzuschreiben.

5.3.2021 • 13:03 Uhr

Japan will Ausnahmezustand für Großraum Tokio verlängern

Die japanische Regierung will den Corona-Ausnahmezustand für Tokio und die drei benachbarte Präfekturen Chiba, Kanagawa und Saitama bis zum 21. März verlängern. Es sei geplant, die bisher bis Sonntag befristete Maßnahme um zwei Wochen auszudehnen, sagte Ministerpräsident Yoshihide Suga. Grund ist, dass die Neuinfektionszahlen nicht im angestrebten Umfang gesunken sind. Im Rahmen des Ausnahmezustands müssen Restaurants und Bars um 20 Uhr schließen und dürfen schon eine Stunde früher keinen Alkohol mehr ausschenken. Zudem sind die Bürger aufgefordert, ab 20 Uhr zu Hause zu bleiben.

Ein Mann mit Schutzmaske geht an leeren Tischen in einem Restaurant in Tokio, Japan, vorbei | REUTERS

Im Rahmen des Ausnahmezustands im Großraum Tokio müssen Restaurants und Bars um 20 Uhr schließen und dürfen schon eine Stunde früher keinen Alkohol mehr ausschenken. Bild: REUTERS

5.3.2021 • 12:40 Uhr

Bundesrat billigt Hilfen für Familien und Unternehmen

Familien, Geringverdiener und Unternehmen sollen zusätzliche Hilfen und steuerliche Entlastungen zur Bewältigung der Corona-Pandemie bekommen. Der Bundesrat billigte zwei Gesetzespakete, die unter anderem einen Zuschuss von 150 Euro für Familien mit Kindern sowie für Bezieher von Grundsicherung vorsehen, um pandemiebedingten Härten abzufedern. Das Dritte Corona-Steuerhilfepaket und das Sozialschutz-Paket-III waren vorher bereits im Bundestag beschlossen worden.

Der Bundesrat kritisierte jedoch die Kosten aus dem Sozialschutz-Gesetz für die Länder und Kommunen. Das neue Steuerhilfepaket sieht vor, dass Familien in diesem Jahr wie schon 2020 einen einmaligen Kinderbonus von 150 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind bekommen. Zudem soll den seit Monaten geschlossenen Restaurants steuerlich geholfen werden. Bis Ende 2022 soll auf Speisen weiter der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 statt 19 Prozent anfallen. Und Unternehmen sollen ihre steuerlichen Verluste aus 2020 und 2021 in größerem Umfang als bislang mit Gewinnen aus dem Vorjahr verrechnen können.

5.3.2021 • 12:38 Uhr

Event-Registrierung auch bei Corona-Warn-App geplant

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung soll nach Angaben des Gesundheitsministeriums um eine Event-Registrierung erweitert werden. Ein Ministeriumssprecher sagte in Berlin, ähnlich wie bei der App Luca soll dabei auch ein QR-Code verwendet werden. Bei der Begegnung mit einer positiv getesteten Person würde der Nutzer dann eine Warnmeldung erhalten.

5.3.2021 • 12:31 Uhr

Österreich führt Gespräche über Impfstoffe aus Russland und China

Österreich hat Interesse an Impfstoffen gegen das Coronavirus aus Russland und China. Das bestätigte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Wien. "Es laufen Gespräche mit unterschiedlichen Herstellern." Sollte die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) zum Beispiel für den russischen Impfstoff Sputnik eine Zulassung erteilen, dann "ist es natürlich auch eine Option für viele europäische Länder, unter anderem auch für Österreich", so Kurz.

Das Land bemüht sich unter anderem durch eine jüngst vereinbarte Impfstoff-Allianz mit Dänemark und Israel, das Tempo beim Impfen zu steigern. Es sei erfreulich, dass die österreichische Firma Polymun Scientific die Herstellung von Zwischenprodukten für den Impfstoff der Firma Biontech im ersten Halbjahr von 15 auf 20 Millionen Dosen steigern könne, hieß es. Die zusätzlichen Dosen würden in der EU verteilt, so Kurz.

5.3.2021 • 12:06 Uhr

Zypern hebt Quarantäne für geimpfte Briten ab Mai auf

Das EU-Mitglied Zypern erlaubt vom 1. Mai an allen Briten, die gegen das Coronavirus geimpft sind, ohne Quarantänepflicht und andere Formalitäten ihren Urlaub auf der Mittelmeerinsel zu verbringen. Dies teilte der für den Tourismus zuständige Vizeminister Savvas Perdios im zyprischen Staatsfernsehen (RIK) mit. "Wir haben die Regierung in London darüber informiert", sagte Perdios. "Keine Quarantäne mehr für geimpfte Briten ab 1. Mai." Ab 1. April gilt die gleiche Regel auch für gegen das Corona-Virus geimpfte Touristen aus Israel. Dies hatte Präsident Nikos Anastasiades bei einem Treffen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu im Februar vereinbart.

Der Tourismus zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen Zyperns. In der EU wird kontrovers über eine mögliche Aufhebung von Reisebeschränkungen für Menschen mit Corona-Impfung diskutiert. Als erster hatte sich der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis für Reisefreiheit von Geimpften eingesetzt. Auch Athen führt zurzeit Gespräche mit Israel und Großbritannien sowie anderen Staaten über eine baldige Öffnung seiner Grenzen für gegen das Coronavirus geimpfte Menschen.

Eine Straße mit verlassenen Häusern in Varosha. |

"Wir haben die Regierung in London darüber informiert", sagte Zyperns Vizeminister Savvas Perdios. "Keine Quarantäne mehr für geimpfte Briten ab 1. Mai."

5.3.2021 • 12:03 Uhr

Tschechien führt Quarantäne-Bonus ein

Tschechien führt im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine Quarantäne-Bonuszahlung ein. Präsident Milos Zeman unterzeichnete ein entsprechendes Gesetz. Arbeitnehmer erhalten umgerechnet bis zu 14 Euro täglich, solange sie sich in behördlich angeordneter häuslicher Quarantäne befinden. Die Auszahlung erfolgt zusätzlich zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall in Höhe von 60 Prozent des Durchschnittsverdiensts. Nach Darstellung der Regierung gaben bisher viele Infizierte ihre Risikokontakte nicht an - aus Sorge, damit Freunden und Verwandten finanzielle Nachteile zu verursachen.

Tschechien hat derzeit EU-weit die höchste Neuinfektionsrate, sie ist gut zehnmal so hoch wie hierzulande. Innerhalb von 7 Tagen steckten sich nach Berechnungen mehr als 800 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus an. Seit Pandemiebeginn gab es knapp 1,3 Millionen nachgewiesene Infektionen und 21.325 Todesfälle.

5.3.2021 • 11:56 Uhr

Auch Dänemark und Österreich empfehlen AstraZeneca-Impfstoff für Senioren

Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca wird nun auch in Dänemark und Österreich für Menschen über 65 Jahren empfohlen. Die dänische Gesundheitsbehörde Sundhedsstyrelsen begründete ihre Neubewertung mit neuen Daten aus einer schottischen Studie. Die Studie habe gezeigt, dass der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers das Risiko einer schwere Corona-Erkrankung mit einer Krankenhauseinweisung auch bei Senioren stark senke, erklärte die Behörde in Kopenhagen. Auch in Österreich sprach sich das Nationale Impfgremium am Freitag dafür aus, den Astrazeneca-Impfstoff nun auch bei Menschen über 65 Jahren und Hochrisikopatienten zu nutzen. Aufgrund neuer Daten aus großen Anwendungsstudien sei ein Alterslimit nun nicht mehr notwendig, erklärte das Gesundheitsministerium in Wien laut der Nachrichtenagentur APA.

5.3.2021 • 11:55 Uhr

Treffen von Merkel mit Wirtschaft zu Tests in Unternehmen abgesagt

Regierungssprecher Steffen Seibert bestätigt, dass das Treffen von Kanzlerin Angela Merkel mit der Wirtschaft zu mehr Corona-Schnelltests in Unternehmen abgesagt wurde. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest. "Es gibt noch zu klärende Fragen." Eigentlich sollte das Treffen am Nachmittag stattfinden.

Die deutsche Wirtschaft hat nach Angaben des Arbeitgeber-Spitzenverbandes BDA der Bundesregierung "ein konstruktives und praktikables Angebot zur Ausweitung von Testkapazitäten gemacht". Details wollte eine BDA-Sprecherin nicht nennen, ergänzte aber: "Es bindet alle Unternehmen - unabhängig von Größe und Branche - in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit ein." Die Politik habe noch Beratungsbedarf, sagte die Sprecherin mit Blick auf die Absage des geplanten Spitzentreffens. In der Bundesregierung hatte es Überlegungen gegeben, Betriebe zu regelmäßigen Schnelltests der Beschäftigten zu verpflichten. Eine Testpflicht stößt in der Wirtschaft aber auf Ablehnung.

5.3.2021 • 11:43 Uhr

Bericht: Corona verschärft Armut in Deutschland

Laut einer Studie der Bundesregierung ist die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland durch die Corona-Pandemie breiter geworden. Finanziell treffe die Pandemie vor allem die Einkommensschwachen und habe bei rund 30 Prozent der Menschen aus dieser Schicht zu Problemen bei der Deckung laufender Kosten geführt, so lautet der "Süddeutschen Zeitung" zufolge das Fazit eines Entwurfs des sechsten Armuts- und Reichtumsbericht des Bundesarbeitsministeriums. Der Zeitung liegt der Entwurf nach eigenen Angaben vor. Demnach profitieren die Besserverdiener eher noch von der Pandemie.

Die Studie mit dem Titel "Lebenslagen in Deutschland" hält demnach fest, dass rund ein Prozent des Nettovermögens auf die Haushalte in der unteren Hälfte des Einkommens entfalle, während die vermögensstärksten zehn Prozent der Haushalte über die Hälfte des gesamten Nettovermögens auf sich vereinten. Auch die Aufstiegschancen aus der Armut in die untere Mittelschicht oder darüber hinaus blieben konstant niedrig, während aus der Mitte immer wieder Menschen in die Oberschicht aufstiegen. Der Bericht, den das Ministerium alle vier Jahre vorlegt, werde derzeit noch von anderen Ressorts ergänzt und solle dann vorgestellt werden, hieß es.

5.3.2021 • 11:32 Uhr

Experten warnen vor betrügerischen Testanbietern

Sicherheitsexperten des Karlsruher Instituts für Technologie warnen vor betrügerischen Internetangeboten für Corona-Schnelltests. In sogenannten Fake-Shops gebe es typischerweise besonders günstige Angebote zu sehr begehrten Produkten, teilte das Institut mit. Wer im Netz bestelle, sollte den anbietenden Shop genau unter die Lupe nehmen.

Verdächtig ist es der Mitteilung zufolge, wenn ein Anbieter keine weiteren ähnlichen Produkte habe und sich der Corona-Test völlig vom übrigen Sortiment abhebe. Misstrauen wecken sollte es zudem, wenn als Zahlungsmittel ausschließlich Vorauskasse oder die Kreditkarte möglich seien. Wenn der Test nur halb so teuer sei wie bei allen anderen Anbietern oder die Kontaktdaten nicht stimmten, sollte man besser auf den Einkauf verzichten. Ein Gütesiegel auf einer Seite könne kopiert oder erfunden sein, um Seriosität vorzutäuschen, hieß es weiter.

Das Institut erinnert daran, dass in der ersten Zeit der Pandemie ebenfalls betrügerische Online-Shops Desinfektionsmittel und medizinische Schutzausrüstungen angeboten hätten.

5.3.2021 • 11:27 Uhr

Kretschmann beklagt "ernste Versäumnisse" bei Selbsttests

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat dem Bund "ernste Versäumnisse" wegen der späten Bestellung von Corona-Selbsttests vorgehalten. Er verstehe nicht, warum der Bund hier nicht schneller und umfangreicher gehandelt habe, sagte der Grüne bei der Sondersitzung des Landtags in Stuttgart zu den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern. "Da ist leider noch nichts passiert."

Erst seit kurzem gebe es eine gemeinsame Plattform von Bund und Ländern, um Schnelltests in großem Stil zu bestellen. "Wir verlieren da leider wieder wertvolle Zeit", beklagte Kretschmann. Der Regierungschef geht trotzdem davon aus, dass es möglich ist, von Montag an allen Bürgerinnen und Bürgern einen kostenlosen Schnelltest anzubieten. "Bei allen Tests soll das Ergebnis dokumentiert werden." Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor in Berlin erklärt, es seien für alle Bürger ab kommender Woche ausreichend Tests vorhanden. Das werde nicht überall gleich an diesem Montag der Fall sein, aber viele Bundesländer hätten angekündigt, loslegen zu wollen. "Von diesen Schnelltests sind mehr als genug da", betonte Spahn.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne)  | AFP

"Wir verlieren da leider wieder wertvolle Zeit", beklagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Bild: AFP

5.3.2021 • 11:13 Uhr

Eilantrag erfolglos: Keine sofortige Impfung für Krebskranken

Das Bundesverfassungsgericht hat den Eilantrag eines älteren krebskranken Mannes aus Bayern abgewiesen, der vor seiner Chemotherapie sofort gegen das Coronavirus geimpft werden wollte. Der Mann, der eigentlich erst in der zweiten Impfgruppe an der Reihe ist, habe "nicht hinreichend nachvollziehbar vorgetragen", warum ihm durch das Abwarten ein schwerer Nachteil entstehe, heißt es in der Entscheidung. Der Beschluss vom 22. Februar wurde am Freitag in Karlsruhe veröffentlicht. (Az. 1 BvQ 15/21)

Der Mann hatte sich zuvor schon vergeblich an die bayerischen Verwaltungsgerichte gewandt. Der Verwaltungsgerichtshof in München hatte seinen Eilantrag am 10. Februar mit der Begründung abgewiesen, dies sei "kein atypischer Einzelfall". Auch die Verfassungsrichter schreiben, der Mann habe nicht dargelegt, warum er nicht auch in Gruppe zwei eine erste Impfung "alsbald erhalten könne". Außerdem habe er "nicht hinreichend vorgetragen, dass ihm eine risikoverringernde Isolation unmöglich sei".

5.3.2021 • 10:48 Uhr

NRW holt alle Schüler vor den Osterferien zurück

Nordrhein-Westfalen holt ab 15. März auch alle Schüler der weiterführenden Schulen zumindest tageweise in die Klassen zurück. Geplant sei vorerst bis zu den Osterferien ein Unterricht bei halbierter Klassenstärke im Wechselmodus, schrieb das Schulministerium des bevölkerungsreichsten Bundeslandes in einer Mail an die Schulen. Kein Schüler solle dabei länger als eine Woche ohne Präsenzunterricht sein. Für die Grundschüler und Förderschüler der Primarstufe, die bereits am 22. Februar als erste wieder in halber Klassenstärke und im Wechselmodus in die Schulen zurückgekehrt waren, bleibe es dabei. "Die derzeit geltenden Vorgaben für die Ausgestaltung des Wechsels aus Präsenz- und Distanzunterricht werden unverändert bis zu den Osterferien 2021 fortgesetzt." Auch die Abschlussjahrgänge hatten am 22. Februar bereits zu den ersten Rückkehrern gehört.

Damit holt NRW alle Schüler vor den Osterferien - sie beginnen am 29. März - zumindest eingeschränkt tageweise in den Präsenzunterricht zurück. Für die weiterführenden Schulen gilt laut Ministerium: "Bei der Einführung des Wechselmodells sind aus Gründen der Kontaktreduzierung die Klassen beziehungsweise Kurse in der Regel in zwei Gruppen zu teilen, so dass es in den verbleibenden beiden Wochen bis zu den Osterferien zu einem Wechsel aus Präsenz- und Distanzunterricht kommt." Bei kleinen Klassen und Kursen könne die Schulleitung aber selbst entscheiden, ob sie auf eine Teilung verzichtet. Kein Schüler soll nach der neuen Regelung länger als eine Woche ohne Präsenzunterricht sein. Es sollten in der Sekundarstufe I grundsätzlich konstante Lerngruppen gebildet werden. Am Mittag wollte Schulministerin Yvonne Gebauer über Details berichten.

Hochgestellte Stühle in einem Klassenzimmer | dpa

Geplant sei vorerst bis zu den Osterferien ein Unterricht bei halbierter Klassenstärke im Wechselmodus, schrieb das Schulministerium des bevölkerungsreichsten Bundeslandes den Schulen. Bild: dpa

5.3.2021 • 10:35 Uhr

Steinmeier ruft zu Gedenken für Corona-Opfer auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum gemeinsamen Gedenken für die Opfer der Corona-Pandemie aufgerufen. Viele Menschen im Land seien seinem Aufruf gefolgt, als Zeichen der Trauer und Anteilnahme ein Licht ins Fenster zu stellen, sagte Steinmeier bei einem Treffen mit Hinterbliebenen im Schloss Bellevue in Berlin. Dafür sei er sehr dankbar. "Ich glaube aber, dass wir der Verstorbenen auch gemeinsam, als Gemeinschaft gedenken sollten." Steinmeier rief dazu für den 18. April auf. An diesem Tag ist eine Gedenkfeier der Staatsspitze mit Hinterbliebenen geplant.

"Inzwischen deutlich mehr als 70.000 - so viele Menschen in unserem Land sind Corona bereits zum Opfer gefallen. Und viele andere sind in dieser Zeit der Pandemie einen einsamen Tod gestorben", sagte Steinmeier. Das Staatsoberhaupt fügt hinzu: "Ja, es gibt Hoffnung, dass wir diese Pandemie besiegen werden, dank der Impfstoffe, die zur Verfügung stehen und die mehr und mehr zur Verfügung stehen werden. Aber 70.000, das ist und bleibt eine erschütternde, eine verstörende Dimension. Und noch immer sterben Tag für Tag Hunderte Menschen an den Covid-19-Infektionen."

Frank Walter Steinmeier |

"70.000, das ist und bleibt eine erschütternde, eine verstörende Dimension", sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

5.3.2021 • 10:09 Uhr

"Frauenberufe" besonders von Corona getroffen

Die Corona-Pandemie führt besonders in solchen Berufen zu Problemen, die mehrheitlich von Frauen ausgeübt werden. Darauf hat das Statistische Bundesamt anlässlich des Weltfrauentags am kommenden Montag hingewiesen. Hohe Infektionsrisiken und Dauerbelastung träfen beispielsweise den Einzelhandel (Frauenanteil 80,8 Prozent), die Altenpflege (84,2 Prozent) sowie den Bereich Erziehung und Sozialarbeit (83,5 Prozent). Unter den Krisenbranchen ragen das Gastgewerbe (64,6 Prozent) sowie die über Monate geschlossenen Friseur- und Kosmetiksalons (86,5 Prozent) beim Frauenanteil heraus.

Erwerbstätige Mütter müssen zudem den Spagat zwischen Arbeit und Kindererziehung bewältigen. Nach den Erhebungen aus dem Jahr 2019 sind rund 75 Prozent der Frauen mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren erwerbstätig. Bei den Vätern ist der Anteil mit 92,9 Prozent noch deutlich höher. Sie arbeiten auch wesentlich seltener in Teilzeit (6,4 Prozent) als die Mütter (66,2 Prozent) und tragen damit mutmaßlich weniger zur Kinderbetreuung bei. Auch von den alleinerziehenden Müttern (86,9 Prozent sämtlicher Alleinerziehender) sind drei Viertel erwerbstätig. Hier sind Vollzeitjobs mit einem Anteil von 40 Prozent etwas häufiger als bei Frauen, die in Paarfamilien leben. Hier geht nur ein knappes Drittel (32 Prozent) einem Beruf in Vollzeit nach.

5.3.2021 • 10:01 Uhr

Sechs Prozent der französischen Fälle durch Varianten aus Brasilien und Südafrika

In Frankreich besteht nach den Worten von Gesundheitsminister Olivier Veran die Aussicht, dass sich die Pandemie-Lage in vier bis sechs Wochen verbessert haben wird. Grund für die Annahme sei, dass dann mehr Bürgerinnen und Bürger gegen das Virus geimpft seien, sagt er dem Sender BFM TV. Die Regierung werde alles tun, um einen neuen, landesweiten Lockdown zu verhindern. Allerdings lasse man sich alle Möglichkeiten offen. Die ansteckenderen Varianten des Virus, die zuerst in Brasilien und Südafrika nachgewiesen wurden, sind nach Angaben von Veran derzeit für sechs Prozent der Covid-19-Fälle in Frankreich verantwortlich.

5.3.2021 • 09:58 Uhr

Sinovac-Impfstoff gegen Brasilien-Mutante womöglich zu schwach

Der Impfstoff Coronavac des chinesischen Herstellers Sinovac könnte einer Studie zufolge gegen die neu in Brasilien entdeckte Virusvariante zu schwach sein. Untersuchungen des Blutplasmas von acht mit dem Wirkstoff geimpften Patienten hätten gezeigt, dass das Vakzin es nicht geschafft habe, die neue Virus-Variante effektiv zu neutralisieren, heißt es in einer vorab veröffentlichten Studie der Universität von Sao Paulo und der Washington University School of Medicine sowie anderer Institutionen. Coronavac wird unter anderem bereits bei Massenimpfungen in China, Brasilien, Indonesien und der Türkei eingesetzt.

5.3.2021 • 09:41 Uhr

NRW steigert Impfzentren-Kapazität in März auf 200.000

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat angekündigt, dass sein Bundesland die Kapazitäten der Impfzentren im März auf 100.000 Erstimpfungen und 100.000 Zweitimpfungen pro Woche aufstocken wird.

5.3.2021 • 09:37 Uhr

Spahn: Öffnungen an der Grenze des Verantwortbaren

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat erneut zu Vorsicht bei weiteren Lockerungen von Corona-Beschränkungen gemahnt. Die von Bund und Ländern vorgesehenen Öffnungsmöglichkeiten gingen an die Grenze dessen, was unter dem Gesichtspunkt des Gesundheitsschutzes verantwortbar sei, sagte der CDU-Politiker in Berlin. Keine Öffnungsschritte zu wagen, wäre aber auch kaum verantwortbar gewesen. Wichtig sei deswegen die vereinbarte "Notbremse" für den Fall, dass die Zahl der Neuinfektionen wieder stark ansteigen sollten.

Spahn machte deutlich, dass für den Start kostenloser Schnelltests als Angebot für alle Bürger ab kommender Woche ausreichend Tests vorhanden seien. Das werde nicht überall gleich an diesem Montag der Fall sein, aber viele Bundesländer hätten angekündigt, loslegen zu wollen. "Von diesen Schnelltests sind mehr als genug da", betonte Spahn. Jedes Testzentrum wisse, wo sie zu bestellen seien, dies passiere auch schon. Der Bund übernehme nun die Kosten dafür.

Auch Selbsttests für zu Hause kämen jetzt auf den Markt, Hersteller hätten signalisiert, 20 Millionen pro Woche herstellen zu können. Spahn bot sich den Ländern als "Kontaktbörse" an, um Kontakt zu Testherstellern zu vermitteln, damit Tests etwa für Schulen und Kitas bestellt werden könnten. Positive Ergebnisse von Schnell- und Selbsttests müssten durch einen genaueren PCR-Labortests überprüft werden. Auch bei negativen Ergebnissen sei es weiter erforderlich, auf Abstand und Masken zu achten.

5.3.2021 • 09:29 Uhr

Tourismusbeauftragter hofft auf Öffnungen bis Ostern

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung hofft auf Öffnungsschritte für Gastronomie und Tourismusbranche nach der nächsten Bund-Länder-Konferenz. "Ich bin jetzt ein Stück weit optimistisch, weil wir in den nächsten Tagen Schritt für Schritt öffnen", sagte Staatssekretär Thomas Bareiß im ARD-Morgenmagazin mit Blick auf die aktuellen Beschlüsse von Bund und Ländern. Er habe die große Hoffnung, dass nach der nächsten Schalte am 22. März auch die Gastronomie und Hotels geöffnet werden könnten.

"Sicher war bisher das Thema Einkauf und Einzelhandel stark im Fokus - auch andere Themen, die vielleicht nicht so eine große Bedeutung haben wie der Tourismus", sagt Bareiß. "Aber der Tourismus hat über 2,5 Millionen Beschäftigte. Das ist eine riesige Branche."

Nach wie vor sei Sicherheit jedoch das oberste Gebot. "Wir müssen einfach noch mal vorsichtig sein, um dann nach dem 22. in den Urlaub gehen zu können vielleicht, das ist wichtig, auch für Ostern oder Pfingsten." Die Gastronomie und die Tourismusbranche seien vorbereitet und die neue Teststrategie der Bundesregierung eine gute Grundlage für Öffnungen in diesen Bereichen. Konkretere Maßnahmen, wie der Tourismus wieder in Schwung kommen kann, nannte Bareiß nicht.

5.3.2021 • 09:26 Uhr

RKI-Präsident warnt vor B.1.1.7.

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, warnt vor den Folgen einer Ausbreitung der Virus-Mutation B117. Es sei absehbar, dass diese britische Variante des Coronavirus bald die vorherrschende in Deutschland sei, sagte Wieler in Berlin. "Und dann wird es noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten." Die jüngsten Zahlen seien zwar auch positiv: So gehe die Inzidenz in der Altersgruppe über 80 Jahre wegen der Impfungen zurück. Auch die Zahl der Intensivpatienten und der Toten sei rückläufig. Es gebe aber nach wie vor noch zu viel Tote. Und die Inzidenz bei den unter 80-Jährigen steige wieder an, sagte Wieler.

5.3.2021 • 09:22 Uhr

Spahn: Genug Schnelltests auf dem Markt

Gesundheitsminister Jens Spahn hat betont, dass bereits jetzt genug Corona-Schnelltests für ein verstärktes Testen auf dem Markt seien. Hersteller hätten versichert, dass Millionen Tests auf Lager seien, sagte der CDU-Politiker. Er sei zuversichtlich, dass die Länder ab kommender Woche das Angebot eines kostenlosen Tests pro Woche umsetzten. Ab kommender Woche seien auch genug Selbst-Schnelltests verfügbar, hätten Hersteller versichert.

5.3.2021 • 09:20 Uhr

Frankreich warnt vor Einsatz von Sputnik V vor EU-Zulassung

Frankreich warnt die EU-Länder davor, die Impfstoffe aus China und Russland bereits vor einer Genehmigung durch europäische Behörden einzusetzen. Ein solcher Einsatz wäre mit Blick auf die Solidarität der Staatengemeinschaft und der Gesundheitsrisiken ein Problem, sagte Frankreichs Europa-Minister Clement Beaune dem RTL Radio. In Ungarn, der Slowakei und Tschechien ist der russische Impfstoff Sputnik V bereits zugelassen oder steht vor der Zulassung. Die EU-Arzneibehörde EMA hatte am Donnerstag erklärt, sie starte mit einer fortlaufenden Daten-Prüfung von Sputnik V. Dies kann eine spätere EU-weite Zulassung beschleunigen.

5.3.2021 • 08:52 Uhr

AstraZeneca: "Verzerrung der Wahrnehmung"

Der Vize-Chef von Astrazeneca in Deutschland stellt eine "Verzerrung der Wahrnehmung" des eigenen Impfstoffs fest. "In Deutschland wird der Impfstoff vor allem bei Jüngeren, also Berufstätigen eingesetzt. Diese haben generell stärkere Immunreaktionen und können sich - anders als Rentner - auf der Arbeit krank melden", sagte Klaus Hinterding, deutscher Vize-Chef des Pharmaunternehmens, der Nachrichtenagentur dpa. "Das hat in Deutschland zu einer Verzerrung der Wahrnehmung geführt."

In vielen deutschen Regionen lag das Mittel von AstraZeneca, das gemeinsam mit der renommierten Universität Oxford entwickelt wurde, in den vergangenen Tagen und Wochen auf Halde - auch, weil etliche Bürger ihre Impfangebote nicht wahrnehmen. Nach ersten Studiendaten und Berichten hatten viele das Mittel wohl für deutlich weniger wirksam oder sicher gehalten als die Impfstoffe von BioNTech oder Moderna. "Ich weiß gar nicht, ob wirklich etwas schief gelaufen ist", sagte Hinterding mit Blick auf das Imageproblem. "Es gingen unglaublich viele Zahlen durch die wissenschaftliche Literatur und auch durch die Tagespresse", so der Vize-Chef. "Das Wesentliche war immer, dass der Impfstoff mit ganz großer Wirksamkeit vor schweren Verläufen der Krankheit schützt."

5.3.2021 • 08:23 Uhr

Wirtschaft bietet Regierung Hilfe beim Impfen an

Die deutsche Wirtschaft bietet der Bundesregierung ihre Hilfe beim Impfen an. Mehrere Großunternehmen und Verbände schlagen vor, angesichts des bisher langsamen Impftempos in Deutschland mit eigenen Kräften Beschäftigte sowie Familien und zum Teil sogar Nichtmitarbeiter zu impfen, wie die "Welt" berichtete. Der Vorschlag solle am Freitag Thema bei einem Treffen zwischen Wirtschaft und Bundeskanzlerin Angela Merkel sein.  Viele Fragen seien noch ungeklärt, zitierte die Zeitung aus Wirtschaftskreisen. Dabei gehe es etwa um die Haftung oder die Dokumentation. 

"Wir wollen pragmatisch dazu beitragen, so schnell wie möglich Herdenimmunität in Deutschland zu erreichen", sagte der Chef der Deutschen Bank, Christian Sewing, der "Welt". "Wir sind deshalb grundsätzlich bereit, Menschen eine Impfung zu ermöglichen, auch wenn sie nicht für uns arbeiten." Auch die Konzerne Allianz, Adidas, Deutsche Post, Deutsche Telekom, Siemens und Axel Springer wollen laut dem Bericht zum schnelleren Abarbeiten des nationalen Impfprogramms beitragen. Die Allianz plane, bis zu 25 Impfstraßen auf ihren Betriebsgeländen einzurichten, sagte Konzernchef Oliver Bäte der Zeitung. Die Vorbereitungen würden bereits getroffen - losgehen könne es, sobald genügend Impfstoff bereitstehe und die Mitarbeiterimpfungen gemäß der nationalen Impfstrategie möglich seien.

5.3.2021 • 08:05 Uhr

Affen in US-Zoo gegen Corona geimpft

Im Zoo von San Diego in Kalifornien sind neun große Affen gegen das Coronavirus geimpft worden. Nach Angaben der Zooleitung wurde damit auf den Ausbruch des Virus in einer Gruppe von Flachlandgorillas reagiert. Vier Orang-Utans und fünf Bonobos hätten ihre Dosen im Januar und Februar erhalten, drei Bonobos und ein Gorilla sollen noch geimpft werden. Die Impfungen seien experimentell. Im Safaripark des Zoos war das Coronavirus im Januar bei acht Westlichen Flachlandgorillas entdeckt worden. Sie hatten sich vermutlich bei einem Tierpfleger angesteckt, der positiv auf das Virus getestet worden war.

Mehrere Gorillas im San Diego Zoo Safari Park wurden im Januar positiv auf das Coronavirus getestet. | dpa

Mehrere Gorillas im San Diego Zoo Safari Park waren im Januar positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bild: dpa

5.3.2021 • 08:00 Uhr

WHO: "Ernste Bedenken" gegen geplanten EU-Impfpass

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat "ernste Bedenken" gegen den von der EU geplanten Corona-Impfpass angemeldet. So sei unsicher, wie lange die Immunität nach einer Corona-Impfung anhalte, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge der Zeitung "Die Welt". Auch könne die Impfung nicht unbedingt verhindern, dass der Empfänger andere Menschen anstecke.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten bei ihrem Gipfeltreffen vergangene Woche die Einführung eines europaweit gültigen Impfausweises bis zum Sommer beschlossen. Kluge warnte davor, Mutanten des Coronavirus nicht ernst genug zu nehmen, weil sich manche sehr schnell verbreiten könnten und schwere Krankheitsverläufe auslösten. "Wenn dies nun zusammenfällt mit einer nur langsamen Impfkampagne, dann verlieren wir Momentum. Dann kann das Virus wieder die Oberhand gewinnen."

WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge | via REUTERS

Der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, warnte davor, Mutanten des Coronavirus nicht ernst genug zu nehmen. Bild: via REUTERS

Jetzt sei noch nicht die Zeit für die Menschen in Europa, sich zurückzulehnen. Am Donnerstag hatte Kluge mitgeteilt, dass die Zahl der Neuansteckungen in Europa nach einem sechswöchigen Rückgang um neun Prozent auf mehr als eine Million gestiegen ist.

5.3.2021 • 07:56 Uhr

Weltweit über 115,48 Millionen Infektionen

Weltweit sind mehr als 115,48 Millionen Infektionsfälle nachgewiesen worden. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Über 2,66 Millionen Menschen starben nachweislich mit oder an dem Coronavirus, seit im Dezember 2019 die ersten Fälle im chinesischen Wuhan bekanntgeworden sind. Die meisten Infektionsfälle weisen die USA, Indien, Brasilien, Russland und Großbritannien auf.

5.3.2021 • 07:26 Uhr

Australien reagiert gelassen auf Italiens Export-Blockade

Die australische Regierung hat gelassen auf die Exportblockade für den Corona-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca durch Italien reagiert. Die von Italien blockierte Lieferung von 250.000 Impfstoffdosen sei ohnehin nicht für die Verteilung in den nächsten Wochen eingeplant gewesen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Das Land hatte bereits zuvor 300.000 AstraZeneca-Impfdosen erhalten. Ab Ende des Monats soll zudem die Produktion von AstraZeneca-Impfstoff in Australien selbst anlaufen.

Italien hatte am Donnerstag die Blockade der für Australien bestimmten Lieferung des in Italien hergestellten Impfstoffs bekannt gegeben. Begründet wurde dies mit der anhaltenden Impfstoff-Knappheit in der EU und den Lieferverzögerungen bei für die EU bestimmtem AstraZeneca-Impfstoff.

5.3.2021 • 07:06 Uhr

Lateinamerika: Corona treibt 22 Millionen Menschen in die Armut

Millionen Menschen in Lateinamerika und der Karibik sind durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie in die Armut abgerutscht. Dies geht aus einem von der für die Region zuständigen UN-Wirtschaftskommission CEPAL veröffentlichten Bericht hervor. Im vergangenen Jahr ist demnach die Zahl derjenigen, die in Armut leben, um 22 Millionen auf nun 209 Millionen Menschen gestiegen. Ein Drittel von ihnen lebe sogar in extremer Armut. Besonders betroffen seien Frauen, deren Rechte und Autonomie mehr und mehr gefährdet seien, heißt es weiter.

5.3.2021 • 06:57 Uhr

Kommunen dringen auf Klarheit bei Schnelltests

Städte und Gemeinden fordern Bund und Länder auf, schnell die offenen Fragen zur neuen Corona-Teststrategie zu klären und für genügend Schnelltests zu sorgen. "Damit es Montag losgehen kann, müssen Bund und Länder ausreichend Testkits beschaffen", sagte der Präsident des Deutschen Städtetages und Leipziger Oberbürgermeister, Burkhard Jung (SPD), der Augsburger Allgemeinen. Die Enttäuschung beim Start der Impfkampagne dürfe sich nicht wiederholen. "Testen und Öffnen sind ein gutes Gespann", sagte Jung: "Aber Testen, Testen, Testen ist noch keine Strategie, den Menschen muss klar sein, wofür sie einen bescheinigten negativen Schnelltest brauchen und wie alt er sein darf."

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, sagte: "Wir brauchen gerade mit Blick auf die Schnelltest-Strategie jetzt schnell Klarheit, wer welche Aufgaben, etwa bei Beschaffung der Tests, übernimmt." Zudem sollten Bund und Länder den Kommunen "eine vernünftige digitale Lösung zur Erfassung der Testergebnisse und zur Vergabe von Testterminen" zur Verfügung stellen.

5.3.2021 • 06:44 Uhr

Corona hemmt Erfindergeist

Die Corona-Pandemie hemmt den Erfindergeist in den Unternehmen. Das Deutsche Patent- und Markenamt meldete am Freitag einen deutlichen Rückgang der Patentanmeldungen von fast acht Prozent im vergangenen Jahr. Insgesamt wurden demnach 62.105 Erfindungen zum Patent angemeldet, 5327 weniger als 2019. Ähnliche Rückgänge gab es nach Angaben der Münchner Bundesbehörde in anderen Patentämtern großer Industriestaaten wie Japan und den USA.

5.3.2021 • 06:40 Uhr

Entwicklerin für AstraZeneca-Impfstoff ausgezeichnet

Die federführende Entwicklerin des AstraZeneca-Impfstoffs, Sarah Gilbert, erhält für ihren Beitrag zum Allgemeinwohl eine wichtige Auszeichnung. Die Royal Society of Arts verleiht der Immunologin die Albert-Medaille, die vor Gilbert bereits historische Größen wie Stephen Hawking, Marie Curie oder Winston Churchill erhalten haben. "Die Albert-Medaille zelebriert die Innovativsten, und der Oxford-Impfstoff ist ein großer Triumph für britische Kreativität, Forschung und Entwicklung", sagte der Chef der Royal Society of Arts, Matthew Taylor. Die Uni Oxford und das Unternehmen Astrazeneca hatten den Impfstoff gemeinsam entwickelt.

5.3.2021 • 06:40 Uhr

RKI meldet 10.580 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut meldet 10.580 neue Positiv-Tests. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 65,4 (Vortag: 64,7). Den neuen Angaben zufolge starben 264 weitere Menschen. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 71.504. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,48 Millionen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

5.3.2021 • 04:52 Uhr

Bolsonaro kritisiert Corona-Maßnahmen

Trotz der rasanten Ausbreitung des Coronavirus hält der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro nichts von Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Pandemie - ganz im Gegenteil: "Ihr seid nicht zu Hause geblieben. Ihr seid nicht feige gewesen", sagte Bolsonaro Medienberichten zufolge bei der Einweihung eines Teilstücks einer Eisenbahnlinie in São Simão im Bundesstaat Goiás zu den Arbeitern. "Schluss mit dem Gejammere." Diejenigen, die die Regierung zum Kauf von Impfstoffen auffordern, hatte er bei einer anderen Veranstaltung zuvor als "Idioten" bezeichnet. 

Brasiliens Präsident Bolsonaro |

"Schluss mit dem Gejammere", sagte der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro.

5.3.2021 • 04:52 Uhr

Altmaier verteidigt Corona-Beschlüsse als "angemessen"

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern verteidigt. "Wir haben einen Öffnungsplan beschlossen mit vielen stufenweise Lockerungen, die angemessen und am Gesundheitsschutz orientiert sind", sagte Altmaier der "Saarbrücker Zeitung". Jetzt würden verstärkt andere wichtige Kriterien in den Blick genommen wie die Impfquote und Testkonzepte. Damit lasse die "Orientierung an der ungeeigneten 35er-Inzidenz" nach. "Ich verstehe die Sorgen der kleinen Einzelhändler, Gastronomen oder Reisebüros gut, denn gerade diese Bereiche sind seit Monaten in einer sehr schweren Lage und viele Reserven sind aufgebraucht", sagte der Minister dem Blatt. Daher seien die Corona-Hilfen, die es seit Beginn der Pandemie gebe, nochmal erweitert worden.

Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie | Bundesregierung

Öffnungsplan vonn Bund und Ländern mit stufenweisen Lockerungen. Bild: Bundesregierung

5.3.2021 • 04:52 Uhr

KMK-Chefin: Alle Schüler sollen noch im März zur Schule

Alle Schüler sollen nach den Worten der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, noch im März wieder in die Schule gehen können. "In der Kultusministerkonferenz sind wir uns einig: Wir wollen, dass noch im März alle Schülerinnen und Schüler wieder zur Schule gehen - auch wenn es im Regelfall erst mal Wechselunterricht sein wird", sagte Brandenburgs Bildungsministerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Einige Bundesländer, in denen die Inzidenzwerte sehr niedrig sind, werden sich auch für Präsenzunterricht entscheiden", fügte die SPD-Politikerin hinzu. Gerade der Wechselunterricht ermögliche das Einhalten von Abständen sehr gut.