Tschechischer Polizist kontrolliert Grenzübergang nach Deutschland | AFP
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Coronavirus-Pandemie ++ Tschechien schließt Grenzen weitgehend ++

Stand: 29.01.2021 22:40 Uhr

Tschechien ermöglicht Ausländern die Einreise von morgen an nur noch in notwendigen Fällen. Die Weltgesundheitsorganisation kritisiert die EU-Ausfuhrbeschränkungen für Corona-Impfstoffe. Alle Entwicklungen im Liveblog vom Freitag zum Nachlesen.

  • Tschechien schließt Grenzen
  • Frankreichs Wirtschaft bricht stark ein
  • Einreisesperre für Corona-Mutationsgebiete
  • EU beschließt Exportkontrollen für Impfstoffe
  • Novartis hilft bei Impfstoffproduktion
29.1.2021 • 22:40 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

29.1.2021 • 21:52 Uhr

Frankreich begrenzt Ein- und Ausreisen

Angesichts der schnellen Ausbreitung neuer Coronavirus-Varianten verschärft Frankreich nochmals die wegen der Pandemie erlassenen Schutzmaßnahmen. Für Nicht-EU-Länder gelte ab Sonntag außer in dringenden Fällen ein Ein- und Ausreiseverbot, kündigte Regierungschef Jean Castex am Freitagabend in Paris an.

Zudem müssten Geschäfte, die nicht für den täglichen Bedarf notwendig sind, ab einer bestimmten Größe schließen. Kultur- und Sporteinrichtungen, Restaurants und Cafés sind in Frankreich derzeit bereits geschlossen. Schulen und Geschäfte können dagegen bis 18 Uhr öffnen. Nun sollen Geschäfte ab einer Größe von 20.000 Quadratmetern ab Sonntag ganz schließen, sagte Castex. Zudem solle die Einhaltung der ab 18 Uhr geltenden Ausgangssperre verstärkt überwacht werden und die "illegale" Öffnung von Restaurants verhindert werden.

29.1.2021 • 21:33 Uhr

Italien kündigt Lockerungen an

Italien will trotz Bedenken von Experten ab Montag die Beschränkungen in zahlreichen Regionen lockern. Elf von ihnen würden von orangen Zonen in gelbe umgestuft, teilt das Gesundheitsministerium mit. Damit dürfen dort etwa Gaststätten tagsüber öffnen. Ein Berater des Ministeriums, Walter Ricciardi, hat vor einigen Tagen im Gegenteil einen "echten Lockdown" gefordert, um nicht Zustände wie in Spanien oder Portugal hinaufzubeschwören. Hintergrund ist die Sorge über neue, ansteckendere Virus-Varianten.

29.1.2021 • 21:31 Uhr

Nordirland wirft EU "Akt der Feindschaft" vor

Nordirlands Regierungschefin Arlene Foster hat der EU einen "Akt der Feindschaft" im Zusammenhang mit dem Corona-Impfstoffstreit vorgeworfen. Mit der Kontrolle der Exporte von in EU-Ländern produzierten Impfstoffen schaffe die EU eine harte Grenze zwischen Nordirland und Irland, wie sie das Nordirland-Protokoll eigentlich verhindern solle, schrieb Foster auf Twitter. Dies sei ein "unglaublicher Akt der Feindschaft" und ein "aggressives und beschämendes Vorgehen", sagte sie in einer Videobotschaft auf der Seite des Kurznachrichtendienstes . Sie werde Premierminister Boris Johnson zum Handeln aufrufen.

Durch das von London und Brüssel ausgehandelte Nordirland-Protokoll ist der zu Großbritannien gehörende Landesteil trotz des Brexits noch enger an die EU gebunden und folgt weiter den Regeln des EU-Binnenmarkts. Damit soll eine harte Grenze zwischen Nordirland und Irland vermieden werden, die zum Aufflammen alter, gewaltsamer Konflikte führen könnten. Exportkontrollen zwischen der EU und Nordirland würden dieser Regelung widersprechen.

29.1.2021 • 21:12 Uhr

Schwesig: Einreisesperre ist "dringend notwendig"

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern verteidigt im ARD-Extra die ab morgen geltenden Einreisesperren in Deutschland. Die Corona-Mutationen seien eine große Gefahr, vor deren Ausbreitung man sich dringen schützen müsse.

29.1.2021 • 20:42 Uhr

Tschechien schließt weitestgehend Grenzen für Ausländer

Tschechien ermöglicht Ausländern die Einreise von Samstag an nur noch in notwendigen Fällen. Darauf wies das Außenministerium in Prag am Freitagabend hin. Ausnahmen gelten unter anderem für Dienstreisen, unerlässliche Familienbesuche, die Teilnahme an Beerdigungen sowie unaufschiebbare Behördenbesuche, wie aus einem Regierungsbeschluss hervorgeht. Wer in Tschechien ein Ferienhaus besitzt, kann dieses vorerst nicht mehr zur Erholung nutzen. Die Ausreise bleibt möglich.

Für Deutsche ändert sich damit praktisch nicht viel: Bereits seit dem 18. Dezember gilt infolge der Ausgangsbeschränkungen, dass Aufenthalte in Tschechien nur noch mit einem triftigen Reisegrund möglich sind. Zudem sind Hotels seit Längerem für Touristen geschlossen. Weil die Bundesrepublik als Corona-Risikogebiet eingestuft wird, muss zudem ein Einreiseformular ausgefüllt und dem zuständigen Gesundheitsamt ein negativer PCR-Test vorgelegt werden.

29.1.2021 • 20:11 Uhr

Corona-Warn-App bekommt Update

Mit dem neuesten Update hat die Corona-Warn-App einige langersehnte Funktionen bekommen. Nun werden auch wichtige Fallzahlen zum Impfgeschehen angezeigt.

29.1.2021 • 19:30 Uhr

US-Virologe Fauci: Impfungen für Kinder ab Sommer möglich

Der Virologe Anthony Fauci hat in den USA Corona-Impfungen für Kinder ab dem späten Frühling oder Frühsommer in Aussicht gestellt. In den nächsten Monaten würden Studien beginnen, um herauszufinden, ob bereits für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren zugelassene Impfstoffe auch für Jüngere sicher seien, sagte Fauci.

Ebenso wie in den USA dürfen auch in der EU die Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer vorerst nicht an Kinder verabreicht werden, weil sie bisher auch nicht dafür getestet wurden. Kinder haben bei einer Infektion in der Regel eher leichtere Symptome. Geimpft wurden bisher in den meisten Ländern der Welt vor allem Pflege- und Altenheimbewohner, die meist am schwersten erkranken, sowie Angestellte im Gesundheitsbereich.

29.1.2021 • 19:25 Uhr

Kretschmer: Corona-Lockerungen ab 15. Februar denkbar

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer ist zuversichtlich, dass es bei einem weiteren Absinken der Corona-Zahlen schon ab Mitte Februar Lockerungen geben kann. Man könne aber nicht alle Lockerungen auf einmal starten, weil es dann zu viel Mobilität gebe, sagte er bei einem Online-Forum zur Situation in Sachsen. Daran hatten sich zeitweilig rund 800 Menschen über Zoom, Facebook und Youtube teilgenommen.

Rückblickend wäre jede Woche Lockdown früher besser gewesen, räumte Kretschmer ein. Der Regierungschef war dafür kritisiert worden, dass er sich auf Gespräche mit Leugnern der Corona-Pandemie und anderen Kritikern von Beschränkungen einlässt. Er wisse, dass man manche Menschen nicht erreichen kann, konterte Kretschmer. Er wolle aber jede Gelegenheit nutzen, Entscheidungen zu erklären.

29.1.2021 • 19:23 Uhr

Auch Moderna liefert weniger Impfstoff

Nun hat auch der US-Hersteller Moderna vorübergehende Lieferengpässe bei seinem Corona-Impfstoff eingeräumt. Man habe "kurzfristig angepasste Lieferschätzungen" herausgegeben, bestätigte das Unternehmen am Freitagabend. Dennoch würden alle Lieferverpflichtungen im ersten Quartal eingehalten. Zuvor hatte Italien bekannt gegeben, im Februar zunächst weniger Dosen von Moderna zu bekommen als erwartet.

Regierungskommissar Domenico Arcuri sagte in Rom, das US-Unternehmen habe mitgeteilt, dass es eine Reduktion um 20 Prozent geben solle. Eine Moderna-Sprecherin wollte auf Nachfrage keine Details nennen. Arcuri sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa: "Moderna hat uns gerade darüber informiert, dass für die Woche vom 9. Februar von den geplanten 166.000 Dosen 132.000 geliefert werden, 20 Prozent weniger." Er fügte hinzu: "Unser Erstaunen, unsere Sorge und unsere Entmutigung wachsen."

Das Unternehmen teilte mit, man bleibe in engem Kontakt mit allen Regierungen und erkenne die Bedeutung der Lieferplanung für die Impfkampagne an. Die Produktion werde gerade hochgefahren. So sei man im Plan, um die Lieferziele für das erste Quartal und auch danach zu erfüllen.

29.1.2021 • 19:13 Uhr

Berlin: 242 Laptops für Distanzunterricht geklaut

Einbrecher haben in einer Berliner Schule 242 Tablets gestohlen - und sich damit massive Empörung eingehandelt: "Der wirtschaftliche Schaden von 100.000 Euro war nicht die Gesamtsumme. Ihr habt Kindern die Chance genommen, digital ihre Zukunft zu gestalten. Schämt euch!", twitterte die Polizei nach der Tat.

Auch andere Twitter-Nutzer zeigten sich betroffen - darunter der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach: "Was für ein ehrloser erbärmlicher Diebstahl. Die Kinder in dieser Gegend Berlins können sich selbst oft keine brauchbaren Geräte leisten."

Unbekannte waren laut Polizei in der Nacht zum Freitag in das Schulgebäude eingebrochen und später mit den Geräten geflüchtet. Die Tablets lagen laut Polizei in einem mehrfach verschlossenen Raum. Während der Corona-Pandemie hat digitales Lernen als Alternative oder Ergänzung zum Unterricht in der Schule stark an Bedeutung gewonnen.

29.1.2021 • 18:50 Uhr

New York öffnet Restaurants am Valentinstag

In den USA beschließt New York die Wiedereröffnung von Restaurants zum Valentinstag. Allerdings darf nur ein Viertel der Kapazität ausgenutzt werden, teilt Gouverneur Andrew Cuomo mit. Er rechtfertigt die Lockerung mit einer leichten Besserung der Pandemie-Lage. Der Tag der Verliebten ist traditionell einer der umsatzstärksten Tage in der amerikanischen Gastronomie.

29.1.2021 • 18:42 Uhr

Kanada schränkt Reisen wegen Virusmutationen weiter ein

Kanada hat in der Corona-Pandemie aus Sorge vor einer Verbreitung der Virusmutationen weitere Reisebeschränkungen erlassen. Ab Sonntag bis mindestens zum 30. April seien Flüge zu Zielen in der Karibik und Mexiko gestrichen, sagte Premierminister Justin Trudeau.

Normalerweise fliegen viele Kanadier in den kalten Wintermonaten südwärts. Alle internationalen Flüge können ab der kommenden Woche nur noch in den Metropolen Toronto, Vancouver, Montreal und Calgary landen, wie Trudeau weiter bekanntgab. Nach der Landung müssten sich Reisende auf das Virus testen lassen und währenddessen bis zu drei Tage auf eigene Kosten in einem Hotel aufhalten.

Im zweitgrößten Land der Erde, wo etwa 37 Millionen Menschen leben, haben sich bislang mehr als 765.000 Menschen mit dem Virus infiziert.

29.1.2021 • 18:36 Uhr

WHO kritisiert Ausfuhrbeschränkungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ausfuhrbeschränkungen für Corona-Impfstoffe kritisiert. "Das ist ein Besorgnis erregender Trend", sagte Mariangela Simao, zuständig für Medikamente und Impfstoffe, am Freitag in Genf. "Das ist weder der öffentlichen Gesundheit noch irgendeinem Land zuträglich." Vielfach kämen Bestandteile von Impfstoffen aus mehreren Ländern. Solche Beschränkungen könnten am Ende für alle Länder Nachteile bringen.

Nach dem Streit mit der Pharmafirma Astrazeneca über den Umfang der Impfstoff-Lieferung hat die EU am Freitag per Verordnung eine strenge Kontrolle von in der EU produzierten Corona-Impfstoffen angeordnet. Sie gilt ab morgen. Pharmakonzerne, die auch mit der EU Lieferverträge geschlossen haben, müssen künftig Ausfuhrgenehmigungen beantragen. Wenn Hersteller die EU bei Liefermengen unrechtmäßig benachteiligen, könnten die Genehmigungen dann verweigert werden.

29.1.2021 • 17:56 Uhr

Griechenland nimmt Lockerungen zum Teil zurück

Zwei Wochen nach einer leichten Lockerung des Lockdowns ist die griechische Regierung wieder zurückgerudert. Bereits von Samstag an müssen Geschäfte in jenen Regionen wieder für Kundenverkehr schließen, in denen ein starker Anstieg der Fälle verzeichnet wird. Dazu gehört auch Attika samt der Hauptstadt Athen. Die betroffenen Läden dürfen aber weiterhin mit der Methode "Click away" Waren verkaufen - der Kunde bestellt online oder telefonisch und holt die Ware vor der Tür ab.

Am Plan, die Schulen vollständig zu öffnen, hält die Regierung fest - allerdings werden auch hier in stark betroffenen Regionen Abstriche gemacht, wie der Corona-Krisenstab am Freitagabend im Staatsfernsehen mitteilte. In den sogenannten Roten Regionen soll zwar die Mittelstufe wieder zur Schule dürfen, Oberstufenschüler müssen aber weiterhin digital unterrichtet werden. Kindergärten und Grundschulen sind bereits seit zwei Wochen geöffnet.

29.1.2021 • 17:48 Uhr

Frankreichs Wirtschaft bricht stark ein

Frankreichs Wirtschaftsleistung ist im vergangenen Jahr wegen der Corona-Krise um 8,3 Prozent eingebrochen. Das berichtete das nationale Statistikamt Insee in einer ersten Schätzung. 2019 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone im Vorjahresvergleich noch um 1,5 Prozent gestiegen.

Zum Vergleich: Die deutsche Volkswirtschaft ist 2020 um fünf Prozent geschrumpft. "Frankreich hat einen beispiellosen wirtschaftlichen Schlag erlitten", resümierte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire. Am Ende des vergangenen Jahres habe das Land aber gezeigt, dass es zu einem wirtschaftlichen Aufschwung fähig sei.

29.1.2021 • 17:32 Uhr

Einreisesperre für Corona-Mutationsgebiete ab Samstag

Für Länder, in denen sich besonders ansteckende Varianten des Coronavirus stark ausgebreitet haben, gilt in Deutschland ab morgen eine weitreichende Einreisesperre. Das Kabinett beschloss ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen bis zum 17. Februar, das aber zahlreiche Ausnahmen unter anderem für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländer sowie für Transitpassagiere und den Warenverkehr vorsieht, wie das Bundesinnenministerium der Deutschen Nachrichtenagentur dpa bestätigte.

Betroffen sind zunächst Großbritannien, Irland, Portugal, Südafrika und Brasilien, ab Sonntag auch die kleinen afrikanischen Staaten Lesotho und Estwani.

29.1.2021 • 17:04 Uhr

London hält an eigener Strategie fest

Die britische Regierung hat den AstraZeneca-Impfstoff schon früh zugelassen und sieht sich nun in ihrer Strategie bestätigt. Sie hält auch daran fest, bei dem Mittel nicht nach Altersgruppen zu unterschieden.

29.1.2021 • 16:55 Uhr

Deutlich weniger Migration in die EU wegen Pandemie

Die Zahlen der Asylanträge sowie der unerwünschten Grenzübertritte in die EU sind im vergangenen Jahr coronabedingt deutlich zurückgegangen. Mit 114.300 irregulären Grenzübertritten zwischen Januar und November habe es ein Sechs-Jahres-Tief gegeben, teilte die EU-Kommission mit. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei dies ein Rückgang um zehn Prozent. Die Anzahl der Asylanträge lag zwischen Januar und Oktober demnach sogar 33 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Insgesamt waren es 390.000 Anträge - 349.000 davon Erstanträge.

Die EU-Kommission veröffentlichte ihre Angaben auf Grundlage neuer Daten etwa der UN, der EU-Statistikbehörde Eurostat oder der EU-Grenzschutzagentur Frontex. Aktuelle Daten zur legalen Migration in die EU sollten zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Allerdings sei auch da ein deutlicher Rückgang zu erwarten, hieß es.

29.1.2021 • 16:51 Uhr

EMA lässt AstraZeneca-Impfstoff zu

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca in der EU gegeben. Sie empfehle die bedingte Zulassung des Vakzins des britisch-schwedischen Konzerns zur Verimpfung an alle Menschen ab 18 Jahren, erklärte die EU-Behörde. Sie gab den Impfstoff damit auch für ältere Menschen frei, obwohl es zuvor Zweifel an der Wirksamkeit des Präparats bei diesen gegeben hatte. 

29.1.2021 • 16:23 Uhr

EU beschließt Exportkontrollen für Impfstoffe

Die EU kann künftig die Exporte von Corona-Impfstoffen überwachen und gegebenenfalls beschränken. Die EU-Kommission habe eine entsprechende "Ausfuhrgenehmigungspflicht" beschlossen, sagte der für Außenhandel zuständige Kommissionsvize Valdis Dombrovskis in Brüssel.

Alle Pharmakonzerne, die mit der EU Lieferverträge über Corona-Impfstoffe abgeschlossen haben, müssen demnach künftig Lieferungen an Drittstaaten in Brüssel anmelden.

29.1.2021 • 16:04 Uhr

Nordrhein-Westfalen nimmt Erstimpfungen wieder auf

Nordrhein-Westfalen beendet am Samstag die wegen der Lieferschwierigkeiten eingelegte Pause bei den Erstimpfungen. In den Alten- und Pflegeheimen können nach Angaben des Gesundheitsministeriums dann neue Erstimpfungen stattfinden. Die Buchungssysteme seien seit Donnerstagabend wieder freigeschaltet.

Die Erstimpfungen waren am 19. Januar unterbrochen worden. Die Impfungen in den Krankenhäusern und Unikliniken sollen in der kommenden Woche wiederaufgenommen werden.

29.1.2021 • 15:54 Uhr

Novartis will Biontech/Pfizer bei Impfstoffproduktion unterstützen

Der Schweizer Pharmariese Novartis wird Biontech und Pfizer bei der Herstellung des Corona-Impfstoffs unterstützen. Eine erste Vereinbarung sehe vor, dass Biontech die Produktionskapazitäten von Novartis in dem Ort Stein nutzen könne, teilte der Konzern mit. Novartis werde den Impfstoff von Biontech übernehmen und dann unter aseptischen Bedingungen in Fläschchen abfüllen. Diese gingen dann zur Lieferung an die Kunden an das Mainzer Unternehmen zurück.

Laut Novartis könnte die Produktion des Impfstoffs in Stein nach einer endgültigen Vereinbarung im zweiten Quartal beginnen. Die ersten Lieferungen seien dann für das dritte Quartal vorgesehen. Novartis führt nach eigenen Angaben noch mit einer Reihe weiterer Unternehmen Gespräche. Dabei gehe es um die Herstellung von mRNA-Produkten, therapeutischen Proteinen sowie von Rohstoffen für Covid-Impfstoffe und -Therapeutika.

Bereits am Dienstag hatte der französische Pharmakonzern Sanofi seine Unterstützung für seine Konkurrenten Pfizer/Biontech verkündet. Nach Angaben von Biontech-Sprecherin Yasmina Alatovic will Sanofi mit seinen Produktionsanlagen in Frankfurt Abfüllkapazitäten für mehr als 125 Millionen Impfdosen zur Verfügung stellen. 

29.1.2021 • 15:41 Uhr

Grenzschließung Portugals in Kraft

Portugal hat wegen der starken Ausbreitung des Coronavirus die weitgehende Schließung seiner Grenzen angeordnet. Die Bürger des Landes dürfen seit Freitag für zunächst zwei Wochen nicht mehr ausreisen, es sei denn aus besonderem Grund wie zu einer medizinischen Behandlung, hatte die Regierung am Vortag angeordnet. Auch die Einreise solle stark eingeschränkt werden. Kontrollen vor allem an der Landgrenze zu Spanien sollten jedoch voraussichtlich erst ab Sonntag wieder stattfinden, berichtete die spanische Zeitung "El Confidencal".

Eine Journalistin des spanischen TV-Senders Canal Sur konnte am Freitagmorgen bei der Grenzstadt Ayamonte in Andalusien noch keine Kontrollen ausmachen. Auch an anderen Grenzübergangsstellen war nur spärlicher Lastwagenverkehr ohne Kontrollen zu beobachten. Spaniens Außenministerin Arancha González Laya betonte, beide Länder, die zum Schengenraum mit offenen Grenzen gehören, würden noch über Details sprechen. Es handele sich aber nicht um eine vollständige Schließung der Grenzen, sondern um eine "Einschränkung der Bewegungsfreiheit". Ob auch Arbeitspendler betroffen sein würden, war zunächst unklar. Die Maßnahmen dürften auf jeden Fall auch für Urlauber aus anderen Ländern gelten.

29.1.2021 • 15:36 Uhr

Österreich will Einreiseregeln auch für Pendler verschärfen

Wegen der Ausbreitung verschiedener Mutationen des Coronavirus will auch Österreich die Einreiseregeln verschärfen. Für Pendler sind nun verpflichtende Tests bei der Einreise vorgesehen, wie aus dem der österreichischen Nachrichtenagentur APA vorliegenden Entwurf des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Sie müssten demnach ein ärztliches Zeugnis oder einen Testnachweis, der nicht älter als 72 Stunden ist, an der Grenze vorlegen. Dem Vernehmen nach ist der Rhythmus der Nachweispflicht noch unklar. Eine tägliche Attest-Vorlage gilt als unwahrscheinlich.

Die Maßnahme soll in frühestens einer Woche in Kraft treten. Für tschechische Grenzgänger Richtung Deutschland gilt seit Sonntag die verpflichtende Vorlage eines negativen Corona-Tests (nicht älter als 48 Stunden) bei jeder Fahrt. In Sachsen genügen zwei Tests pro Woche. In Österreich müssen - von Ausnahmen wie bisher Pendlern abgesehen - alle Einreisenden eine Selbstverpflichtung zur Quarantäne abgeben.

29.1.2021 • 14:25 Uhr

J&J-Wirksamkeit bei 66 Prozent

Der Covid-19-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson (J&J) hat einer weltweiten Studie zufolge eine Wirksamkeit von 66 Prozent. In einer Studie in den USA habe das Vakzin aber eine höhere Wirksamkeit von 72 Prozent gezeigt, teilte das Unternehmen mit. Die Studie umfasste rund 44.000 Teilnehmer auf drei Kontinenten. Der Impfstoff soll den Vorteil bieten, dass von ihm nur eine Dosis verabreicht werden muss und nicht wie üblich zwei. J&J kündigte an, Anfang Februar eine Notfallzulassung in den USA zu beantragen.

29.1.2021 • 14:09 Uhr

Braun: "Wir können alle gemeinsam stolz auf uns sein"

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) lobt die Bevölkerung für die aktuell sinkende Zahl der Corona-Neuinfektionen. "Das ist ein tolles Ergebnis", sagte er den Sendern RTL und ntv. "Wir können in Deutschland alle gemeinsam stolz auf uns sein." Dass der befürchtete Anstieg der Infektionen wegen der Weihnachtsfeiertage ausblieb, sei darauf zurückzuführen, dass sich die Deutschen "ganz vorbildlich" verhalten hätten. Die Entwicklung mache Hoffnung auf eine Öffnungsstrategie, mit der man ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 starten könne.

29.1.2021 • 13:54 Uhr

Einreisesprerren für Hochrisiko-Länder möglicherweise ab Samstag

Für Verbreitungsgebiete besonders gefährlicher Varianten des Coronavirus soll möglicherweise schon von diesem Samstag an eine weitgehende Einreisesperre gelten. Das meldet die Presseagentur dpa mit Verweis auf einen neuen Verordnungsentwurf für ein Beförderungsverbot aus den Mutationsgebieten, mit dem sich das Bundeskabinett heute befasst. Darin ist eine Befristung der Maßnahme bis zum 17. Februar vorgesehen. Ausnahmen sollen für Personen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland sowie für den Warenverkehr gemacht werden.

29.1.2021 • 13:26 Uhr

Ungarn lässt chinesischen Impfstoff zu

Als erster Staat der Europäischen Union hat Ungarn den chinesischen Corona-Impfstoff zugelassen. Das nationale Institut für Pharmazie und Ernährung habe seine Zustimmung zur Verimpfung des Vakzins Sinopharm gegeben, sagte die Leiterin Gesundheitsbehörde. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban kündigte an, er selbst werde sich mit dem chinesischen Mittel impfen lassen. Das Land werde in Kürze einen Vertrag mit dem chinesischen Hersteller unterzeichnen.

29.1.2021 • 13:19 Uhr

Moderna liefert weniger Impfstoff an Italien

Auch der Corona-Impfstoffhersteller Moderna wird an Italien im Februar zunächst weniger Dosen liefern als erwartet. Regierungskommissar Domenico Arcuri sagte in Rom, das US-Unternehmen habe mitgeteilt, dass es eine Reduktion um 20 Prozent geben solle. Statt der geplanten 166.000 Dosen sollen 132.000 geliefert werden. Bei der für die Impfstoffbeschaffung zentral zuständigen EU-Kommission hieß es, mögliche Lieferprobleme von Moderna würden derzeit im Lenkungsausschuss besprochen.

29.1.2021 • 13:09 Uhr

Novartis hilft bei Impfstoffproduktion

Der Schweizer Pharmakonzern Norvartis hat eine erste Vereinbarung mit BionTech und Pfizer geschlossen. Das Unternehmen will seine Produktionsstätten in der Schweiz nutzen, um gemeinsam mehr Impftstoffe produzieren zu können. Die Produktion könnte laut Novartis im zweiten Quartal des Jahres beginnen.

29.1.2021 • 13:09 Uhr

Todesfälle im Dezember so hoch wie zuletzt vor 50 Jahren

Im Dezember sind in Deutschland so viele Menschen gestorben wie seit rund 50 Jahren nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, starben nach vorläufigen amtlichen Informationen mindestens 106.607 Menschen. Mehr als hunderttausend Sterbefälle in einem Dezember hatte es demnach zuletzt 1969 gegeben, als weltweit die sogenannte Hongkong-Grippe-Pandemie wütete.

29.1.2021 • 13:03 Uhr

Bundesregierung gegen Corona-Zuschuss

Einen Corona-Zuschuss für Hartz-IV-Beziehende hat die Bundesregierung momentan nicht in Planung. Regierungssprecher Steffen Seibert betonte, die Regierung habe in der Pandemie auch weiterhin die Härten für bedürftige Menschen im Blick. Er verwies auf die Pläne zur Abgabe kostenfreier FFP2-Masken für Grundsicherungsempfänger, gestiegene Hartz-IV-Sätze zum Jahresbeginn und auf den erleichterten Zugang zur Grundsicherung, der im Zuge der Pandemie gewährt wird. Zuletzt hatte Bundesarbeitsminister Heil weitere Hilfen ins Gespräch gebracht.

29.1.2021 • 13:00 Uhr

Neue Corona-Mutationsgebiete in Afrika

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung ab Sonntag zehn weitere Länder in Afrika, Südamerika und Asien als Hochrisikogebiete eingestuft. Zudem wurden Eswatini und Lesotho im südlichen Afrika zu Gebieten mit besonders gefährlichen Virusmutationen erklärt, wie das Robert Koch-Institut bekanntgab. Für die Mutationsgebiete plant die Bundesregierung eine weitreichende Einreisesperre. Dazu zählen bisher schon Großbritannien, Irland, Portugal, Südafrika und Brasilien.

29.1.2021 • 12:58 Uhr

EU-Länder einigen sich auf Reisebeschränkungen

Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich auf gemeinsame Empfehlungen für Reisebeschränkungen geeinigt. Demnach sollen Reisen in und aus Hochrisikogebieten nur noch in "unbedingt notwendigen" Fällen und in Verbindung mit strengen Auflagen möglich sein. Menschen, die dennoch aus Hochrisikogebieten ausreisen müssen, sollen sich vorher testen lassen und anschließend einer Quarantäne unterziehen. Die Mitgliedstaaten sollen bei ihren Regeln zudem keinen Unterschied zwischen grenzüberschreitendem und inländischem Reiseverkehr machen und Ausnahmeregelungen für Grenzpendler schaffen.

29.1.2021 • 12:39 Uhr

EU stellt Vertrag mit AstraZeneca ins Netz

Im Streit über Impfstofflieferungen hat die EU-Kommission den Vertrag mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca ins Internet gestellt. Die EU fordert das Unternehmen auf, die darin getroffenen Zusagen einzuhalten. So betonte die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen heute morgen im Deutschlandfunk: "Es gibt verbindliche Bestellungen und der Vertrag ist glasklar."

29.1.2021 • 12:20 Uhr

WHO-Forscher inspizieren Krankenhaus

Ein Team der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das chinesische Krankenhaus besucht, in dem die ersten Covid-19-Patienten überhaupt behandelt worden sein sollen. Die Mitglieder der Gruppe hätten zunächst mit chinesischen Experten gesprochen und dann im Krankenhaus genaue Daten angefordert, teilte die WHO mit. Die Inspektoren sprachen zudem mit Mitarbeitern und einigen der damaligen Corona-Patienten. Die Untersuchungen sollen auch am Wochenende weiterlaufen. Geplant ist ein Besuch auf dem Fischmarkt, mit dem viele der ersten Fälle in Verbindung standen.

29.1.2021 • 11:52 Uhr

EU verhandelt mit Novavax und Moderna

Die Europäische Kommission verhandelt mit dem US-Pharmakonzern Novavax über die Lieferung eines neu entwickelten Corona-Impfstoffs. Dies teilte Bundesgesundheitsminister Spahn bei einer Pressekonferenz mit. Das Präparat hat zwar noch keine Zulassung, soll aber laut einer vorläufigen Analyse des Unternehmens zu 89 Prozent vor Covid-19 schützen. Zudem wolle die EU weitere Impfdosen von Moderna bestellen, so Spahn.

29.1.2021 • 11:34 Uhr

Russland bietet EU Impfstoff an

In Anbetracht der Impfstoff-Lieferprobleme hat Russland der Europäischen Union das selbts entwickelte Vakzin Sputnik V angeboten. Im zweiten Quartal könnten 100 Millionen Dosen des Impfstoffes geliefert werden, hieß es aus Moskau. Dies würde für 50 Millionen Menschen ausreichen. Voraussetzung wäre allerdings, dass die Europäische Arzneimittelagentur EMA den Wirkstoff zulässt. Ein entsprechender Antrag war in der vergangenen Woche eingereicht worden.

29.1.2021 • 11:22 Uhr

Keine Sicherheitsprobleme bei BioNTech-Impfstoff

Gut einen Monat nach Start für den Corona-Impfstoff von BioNTech und Pfizer hat die Europäische Arzneimittel-Behörde (EMA) keine Sicherheitsprobleme festgestellt. Die gemeldeten allergischen Reaktionen und Nebenwirkungen zeigten keine Auffälligkeiten. Zwischen den nach der Impfstoffgabe aufgetretenen Todesfällen und dem Vakzin gebe es keinen Zusammenhang, betonte die EMA. Auch seien keine weiteren Nebenwirkungen festgestellt worden. 

29.1.2021 • 11:06 Uhr

150 Fälle der Corona-Mutation in Deutschland

Von den als deutlich ansteckender eingestuften Varianten des Coronavirus sind in Deutschland bisher 150 Fälle nachgewiesen worden. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Die erstmals in Großbritannien nachgewiesene Mutante sei bis bisher 120 Mal festgestellt worden. Mit deutlichem Abstand folgt die mutmaßlich in Südafrika entstandene Variante. Sie wurde hierzulande 27 Mal nachgewiesen. Bei der zunächst in Brasilien aufgetauchten Mutante gab es demnach bisher lediglich drei Fälle. Allerdings wird in Deutschland bislang nur ein Bruchteil der Positiv-Testungen auf Mutationen untersucht.

29.1.2021 • 10:45 Uhr

Frankreich in schwerster Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg

Die Wirtschaftsleistung in Frankreich ist im vergangenen Jahr um 8,3 Prozent eingebrochen. Das teilte das nationale Statistikamt aufgrund erster Berechnungen mit. Der Rückgang des Bruttoinlandsproduktes war damit etwas geringer als erwartet. Die Statistiker und die französische Nationalbank Banque de France hatten mit einem Minus von bis zu neun Prozent gerechnet, die Regierung sogar mit minus elf Prozent. Haushaltsminister Olivier Dussopt begrüßte die Zahlen deshalb. Sie zeigten die "Widerstandsfähigkeit" der französischen Wirtschaft. Die deutsche Wirtschaftsleistung war im vergangenen Jahr um fünf Prozent geschrumpft, die Spaniens um elf Prozent.

29.1.2021 • 10:40 Uhr

Wirtschaftswachstum ausgebremst

Die erneuten Corona-Beschränkungen haben die Erholung der deutschen Wirtschaft Ende vergangenen Jahres gebremst. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im vierten Quartal 2020 nur minimal um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Dies teilte das das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mit. Einen deutlichen Rückgang gab es beim privaten Konsum, während die Warenexporte und die Bauinvestitionen die Wirtschaft stützten. Im Vorjahresvergleich schrumpfte die Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 2,9 Prozent.

29.1.2021 • 10:30 Uhr

Corona schlägt auf den Arbeitsmarkt durch

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat sich im Januar um fast 200.000 erhöht. Das hat saisonbedingte Ursachen - aber auch die Corona-Maßnahmen hinterlassen laut Arbeitsagentur Spuren.

29.1.2021 • 10:30 Uhr

Ungarn will auch Impfstoff aus China

Ungarn steht Ministerpräsident Viktor Orban zufolge als erstes EU-Land kurz vor dem Kauf von Coronavirus-Impfstoffen aus China. Bis morgen könne ein Abkommen unterzeichnet werden, sagt Orban im staatlichen Hörfunk. Die ungarische Regierung hatte in der vergangenen Woche bereits als erstes EU-Mitglied den russischen Impfstoff Sputnik V gekauft. Sowohl der russische als auch der chinesische Impfstoff sind in der Europäischen Union noch nicht zugelassen.

29.1.2021 • 10:11 Uhr

Leipziger Buchmesse erneut abgesagt

Die Veranstalter hatten die diesjährige Leipziger Buchmesse bereits frühzeitig vom März in den Mai verlegt, um eine Absage zu verhindern. Doch nun wird doch die Notbremse gezogen - erneut. Die Bücherschau war bereits im vergangenen Jahr als eine der ersten Großveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Nach MDR-Informationen sollen trotzdem Lesungen in Leipzig oder digital stattfinden. Auch der Preis der Leipziger Buchmesse soll vergeben werden, in welcher Form ist derzeit aber noch unklar.

29.1.2021 • 09:49 Uhr

Spaniens Wirtschaft 2020 um elf Prozent eingebrochen

Die spanische Wirtschaft ist angesichts der Corona-Krise im vergangenen Jahr drastisch geschrumpft. Das Statistikamt des Landes meldete einen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es handelte sich aber noch um die erste Schätzung der Statistiker. In Spanien spielt der Tourismus eine große Rolle. Er steuert etwa zwölf Prozent zur Wirtschaftsleistung bei. Normalerweise besuchen jedes Jahr mehr als 80 Millionen Urlauber das Land. Wegen der Reisebeschränkungen ist der Tourismus in der Pandemie aber eingebrochen.

29.1.2021 • 09:42 Uhr

Söder fordert Einblick in EU-Impstoffverträge

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert eine Offenlegung sämtlicher Verträge zwischen der EU und Herstellern von Corona-Impfstoffen. Es gebe aktuell viele offene Fragen, sagte der CSU-Vorsitzende im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF". "Deshalb bräuchte es maximale Transparenz." Zur Frage, wer die Schuld für die derzeitigen Probleme trage, sagte Söder, die "operative Verantwortung" für die Impfstoffbeschaffung liege bei der EU. Dort sei unter anderem zu spät und bei zu wenigen Produzenten bestellt worden.

29.1.2021 • 09:35 Uhr

SPD fordert "nationalen Impfplan"

Die SPD hat zur Bewältigung der Corona-Pandemie einen nationalen Impfplan gefordert. Der Generalsekretär der Partei, Lars Klingbeil, sagte auf NDR Info, Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) müsse auf dem Impfgipfel am Montag Auskunft darüber geben, wie allen Menschen in Deutschland bis Ende September ein Impfangebot gemacht werden kann. Gleichzeitig müsse die Pharmaindustrie dazu gebracht werden, stärker zusammenzuarbeiten und die Produktionskapazitäten zu erhöhen.

29.1.2021 • 09:32 Uhr

Weltärztebund warnt vor "Impfnationalismus"

Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat angesichts der Lieferprobleme bei Corona-Impfstoffen davor gewarnt, in einen Impfnationalismus zu verfallen. Man müsse jetzt nach vorne schauen und die Dinge so gut wie möglich machen, sagte Montgomery auf NDR Info. Es könne ohnehin nicht erwartet werden, dass die Impfung von 450 Millionen EU-Bürgern reibungslos verlaufe. Die aktuellen Probleme seien das "normale Anfangschaos", so der Chef des Weltärztebundes.

29.1.2021 • 09:26 Uhr

Städte- und Gemeindebund fordert Lockerungs-Regeln

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert angesichts sinkender Infektionszahlen Perspektiven für Kreise und Kommunen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte im rbb, inzwischen liege die Sieben-Tage-Inzidenz in mehr als 40 Kreisen und Städten unter dem Wert von 50. "Wir müssen uns überlegen, behandeln wir alle Kreise und Kommunen gleich, oder brauchen wir nicht regionale Lockerungsperspektiven." Es gehe nicht darum, morgen zu handeln, aber die Menschen erwarteten Perspektiven. Deshalb sollte die Politik sagen, unter welchen Bedingungen was gelockert werden könne - auch wenn es anschließend weiter Schutzkonzepte für Schulen oder in Geschäften geben werde.

29.1.2021 • 08:44 Uhr

Indiens Regierung ist optimistisch

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sieht sich Indien auf einem einem guten Weg: Die Zahl der Neuinfektionen sinke, zudem gehe es mit den Impfungen gut voran. Gesundheitsexperten sind aber skeptisch und gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.

29.1.2021 • 08:20 Uhr

Esken für neue Impf-Reihenfolge bei AstraZeneca-Präparat

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat Konsequenzen aus der Empfehlung der Ständigen Impfkommission gefordert, den Impfstoff von AstraZeneca nur an Patienten unter 65 Jahre zu verabreichen. "Wir müssen zum einen umgehend alternative Impfstoffe für über 65-Jährige beschaffen und zum anderen die Impf-Reihenfolge für den in Kürze eintreffenden AstraZeneca-Impfstoff neu koordinieren", sagte Esken der Funke Mediengruppe. Vor allem Klinik- und Pflegepersonal solle von den nun freien Ressourcen profitieren.

29.1.2021 • 08:13 Uhr

Von der Leyen: "AstraZeneca-Vertrag ist glasklar."

Im Streit mit dem britischen Pharmakonzern Astrazeneca pocht EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf mehr Impfstofflieferungen. "Es gibt verbindliche Bestellungen und der Vertrag ist glasklar", sagte sie im Deutschlandfunk. Das Unternehmen habe für die drastische Reduzierung der Liefermenge keinen nachvollziehbaren Grund angegeben und müsse seine Lieferverpflichtungen erfüllen. Um das zu zeigen, wolle man das Dokument heute veröffentlichen, so von der Leyen.

29.1.2021 • 07:27 Uhr

Heil fordert Corona-Zuschuss für Hilfsbedürftige

Nach den kostenlosen FFP2-Masken-Gutscheinen fordert Bundesarbeitsminister Hubertus Heil auch einen finanziellen Corona-Aufschlag für Hartz-IV-Beziehende. Der SPD-Politiker wies in der "Augsburger Allgemeinen" darauf hin, dass mit der Schließung sozialer Einrichtungen oder Büchereien viele Alltagshilfen wegfielen, die hilfsbedürftige Menschen sonst nutzen können. Hinzu kämen steigende Kosten etwa für Strom oder die Förderung der Kinder. "Hilfsbedürftige Menschen treffen die lang andauernden Maßnahmen besonders hart", betonte Heil.

29.1.2021 • 07:09 Uhr

Entscheidung zu Impfstoff von AstraZeneca erwartet

Die EU will heute über die Zulassung des Impfstoffs von AstraZeneca entscheiden. Das Präparat unterscheidet sich deutlich von den bislang zugelassenenen Vakzinen von BioNtech/Pfizer und Moderna. Die Vor- und Nachteile haben wir in einem FAQ zusammengefasst.

29.1.2021 • 06:36 Uhr

Keine Engpässe bei FFP2-Masken

Bei der Versorgung der Bevölkerung mit FFP2- und anderen Schutzmasken gibt es derzeit anders als im Frühjahr vergangenen Jahres keine Engpässe. "Wir sehen, dass der Markt nicht nur die Nachfrage nach OP-Masken, sondern auch nach FFP2-Masken gut verkraftet", betont Christian Splett, Sprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. "Natürlich können die Masken hier und da mal für einen Tag ausverkauft sein, aber das ist normal. Die bundesweite Versorgung ist gewährleistet."

29.1.2021 • 05:49 Uhr

RKI meldet 14.022 Neuinfektionen und 839 neue Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 14.022 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 839 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Morgen bekannt gab. Vergangenen Freitag hatte das RKI 17.862 Neuinfektionen und 859 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Morgen bei 94,4.

29.1.2021 • 05:13 Uhr

Steuer-Minus im Corona-Jahr 2020 mit sieben Prozent halbwegs milde

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im vergangenen Jahr wegen der Coronavirus-Krise deutlich gefallen, nicht aber so kräftig wie zwischenzeitlich befürchtet. Das Minus betrug insgesamt 7,3 Prozent auf 682,3 Milliarden Euro, wie das Bundesfinanzministerium im jüngsten Monatsbericht mitteilte. Gegenüber 2019 fehlen damit 53,5 Milliarden Euro. Im Dezember 2020 gab es nur noch einen überraschend geringen Rückgang von gut zwei Prozent auf 93,3 Milliarden Euro.

29.1.2021 • 05:05 Uhr

Corona-Impfstoffkandidat von Novavax bietet offenbar hohen Schutz

Ein Corona-Impfstoffkandidat des US-Pharmakonzerns Novavax schützt offenbar zu 89 Prozent vor Covid-19. Dies geht aus einer vorläufigen Analyse des Unternehmens der dritten und letzten Testphase für das Präparat hervor. Laut der britischen Studie wirkt das Mittel auch gegen in Großbritannien und in Südafrika erstmals aufgetauchte Varianten des Virus - wenn auch nicht ganz so gut.

29.1.2021 • 05:05 Uhr

Erstmals Infizierte mit zwei verschiedenen Coronavirus-Typen

Brasilianische Forscher haben im Süden des Landes bei Infizierten zwei verschiedene Coronavirus-Typen - P.2 und B.1.1.28 - nachgewiesen. Ihren Angaben nach haben sie die ersten Menschen entdeckt, die sich gleichzeitig mit zwei verschiedene Coronaviren angesteckt haben. Die Infizierten zeigten bislang milde Krankheitsverläufe.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. Januar 2021 um 12:00 Uhr sowie Deutschlandfunk um 11.00 Uhr.