Hochgestellte Stühle in einem Klassenzimmer | dpa
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Liveblog zum Coronavirus ++ Thüringen: Schulschließungen bis Ostern? ++

Stand: 22.01.2021 22:50 Uhr

Der Bildungsminister von Thüringen, Holter, geht davon aus, dass dort mindestens bis Ostern die Schulen geschlossen bleiben könnten. In den Niederlanden tritt eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft. Der Liveblog zum Nachlesen.


  • Mehr als 50.000 Corona-Tote in Deutschland
  • Hohe Übersterblichkeit an Weihnachten
  • Söder will Gedenktag nach Ostern auch in Bayern begehen
  • Brasilien-Mutation erstmals in Deutschland entdeckt
  • Kanzleramtsminsiter Braun macht Länderchefs Vorwürfe
  • Nach Ausbruch: China riegelt Krankenhäuser ab
22.1.2021 • 22:50 Uhr

Ende des Liveblogs

Hiermit schließen wir den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse.

22.1.2021 • 21:33 Uhr

Spahn zuversichtlich bei AstraZeneca-Impfungen im Februar

Trotz der Lieferschwierigkeiten des Impfstoffherstellers AstraZeneca ist Gesundheitsminister Jens Spahn zuversichtlich, dass im Februar viele Menschen mit diesem Vakzin geimpft werden können. Er erwarte die Zulassung des Impfstoffs in einer Woche, und es werde "dann auch im Februar Lieferungen geben von AstraZeneca, und zwar in einer Größenordnung, da bin ich weiterhin zuversichtlich, die schon im Februar einen Unterschied machen wird im Vergleich dazu, wenn wir AstraZeneca nicht hätten", sagte der CDU-Politiker in den tagesthemen.

22.1.2021 • 21:10 Uhr

Studie: Höhere Blutverdünner-Dosis hilft manchen Corona-Patienten

Manchen mittelschwer erkrankten Corona-Patienten kann durch die Vergabe einer höheren Dosis an Blutverdünnern der Einsatz von Beatmungsgeräten erspart werden. Dieses vorläufige Ergebnis dreier großer, internationaler Studien wurde von der US-Gesundheitsbehörde National Institutes of Health veröffentlicht.

Bislang werden fast allen Corona-Patientinnen und -Patienten im Krankenhaus Blutverdünner in niedriger Dosis verabreicht. "Wenn wir Patienten, die noch nicht kritisch krank sind, Blutverdünner in höheren Dosen geben, gibt es einen signifikanten Vorteil bei der Verhinderung, dass sie kränker werden" - so beschrieb Dr. Matthew Neal vom University of Pittsburgh Medical Center das Ergebnis der Forschung, an der er beteiligt war.

Die Medikamente würden aber nicht Patientinnen und Patienten helfen, die schwerer erkrankt sind. Sie könnten diesen sogar schaden, warnten die Wissenschaftler.

22.1.2021 • 21:05 Uhr

Bill Gates hat sich gegen Corona impfen lassen

Microsoft-Gründer Bill Gates hat eine Corona-Impfung bekommen. "Einer der Vorteile, 65 zu sein, ist der Zugang zum Covid-19-Impfstoff", schrieb Gates bei Twitter. Er habe diese Woche die erste der zwei Impfdosen erhalten - "und ich fühle mich großartig".

Gates steht im Mittelpunkt einiger Verschwörungsmythen rund um das Coronavirus. Eine der unbelegten Behauptungen ist, dass Gates unter dem Vorwand der Impfungen Chips zur Kontrolle über die Menschheit einpflanzen wolle. "Diese verrückten Ideen verbreiten sich irgendwie schneller in den sozialen Medien als die Wahrheit. Ich bin überrascht, dass mein Name in diesen Verschwörungstheorien auftaucht", sagte Gates am September bei "Bild Live".

22.1.2021 • 20:49 Uhr

Sachsens Ministerpräsident kritisiert Corona-Politik in Tschechien

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die aktuell weniger rigide Corona-Politik des Nachbarlandes Tschechien kritisiert. "Wir haben ein unterschiedliches Agieren in den Mitgliedstaaten der EU. Die Voraussetzung für offene Grenzen ist aber ein gemeinsames Verständnis darüber, wie man gegen die Pandemie vorgeht", sagte der Regierungschef der "Welt".

Kretschmer störte sich etwa daran, dass im Nachbarland "alle Geschäfte wieder öffnen", während in Dresden drastische Maßnahmen beschlossen würden. "Damit werden unsere Bemühungen konterkariert." Deshalb habe Sachsen eine Testpflicht für Pendler aus Tschechien und Polen eingeführt.

22.1.2021 • 20:26 Uhr

Söder kritisiert Aiwangers Forderung nach Hotel-Öffnung

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat seinen Stellvertreter Hubert Aiwanger (Freie Wähler) für dessen Forderung nach einer Öffnung von Skiliften und Hotels ab Februar kritisiert. Ohne seinen Namen zu nennen, griff der CSU-Chef die Forderung seines Wirtschaftsministers in seiner Rede auf dem digitalen CSU-Neujahrsempfang direkt auf und machte deutlich, dass für ihn die Debatte zur Unzeit komme.

Die aktuellen Corona-Maßnahmen würden zunächst bist Mitte Februar gelten, was danach komme bleibe abzuwarten. Leider gebe es immer wieder Politiker, die gerne erklärten, "wann ganz sicher was geöffnet wird". "Mein dringender Rat ist, wir sollten tun, was notwendig ist", sagte Söder.

22.1.2021 • 20:18 Uhr

Polen hilft Slowakei bei Corona-Massentests

Medizinisches Personal aus Polen hilft der Slowakei bei ihren umstrittenen Corona-Massentests. Der slowakische Ministerpräsident Igor Matovic und Innenminister Roman Mikulec holten persönlich die ersten 65 polnischen Gesundheitsmitarbeiter am Flughafen Bratislava ab. Insgesamt sollen nach Angaben des populistisch-konservativen Regierungschefs 211 polnische Fachkräfte zum Einsatz kommen. Bei der Begrüßung dankte Matovic der polnischen Regierung für ihre "brüderliche Hilfe" und "Geste der Solidarität".

Seit Montag führt die Slowakei erneut Corona-Massentests im ganzen Land durch, die noch bis 26. Januar dauern sollen. In neun Tagen soll fast die gesamte über zehn Jahre alte Bevölkerung einem Antigen-Schnelltest unterzogen werden. Wer danach kein negatives Testergebnis vorweisen kann, darf bis zum 7. Februar nicht einmal zur Arbeit gehen.

22.1.2021 • 20:01 Uhr

Söder will Gedenktag nach Ostern auch in Bayern begehen

CSU-Chef Markus Söder hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für den von ihm für April angekündigten Gedenktag für die Opfer der Corona-Krise ausdrücklich gelobt. "Ich finde einen Gedenktag für die Opfer der Pandemie sehr gut. Wir werden das für Bayern auch genauso übernehmen", sagte der bayerische Ministerpräsident in seiner Rede auf dem digitalen Neujahrsempfang der CSU in München.

Steinmeier hatte zuvor für April nach Ostern eine zentrale Gedenkfeier angekündigt. Die Spitzen des Staates, neben dem Bundespräsidenten auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wollen dann bei einer Veranstaltung in Berlin den Verstorben gedenken.

22.1.2021 • 19:59 Uhr

Gericht: Kein Recht auf Sofortimpfung für 83-jährige Eheleute

Zwei über 80 Jahre alte Eheleute aus Essen haben keinen Anspruch auf eine sofortige Impfung gegen das Corona-Virus. Das hat das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen per Eilverfahren entschieden und damit eine Entscheidung aus der Vorinstanz bestätigt.

Die in einem eigenen Hausstand lebenden Eheleute hatten argumentiert, dass sie als über 80-Jährige dem höchsten Infektionsrisiko ausgesetzt seien. Es sei rechtswidrig, dass zunächst alle Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheime geimpft würden, auch wenn sie das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet hätten. Die beiden 83-Jährigen wollten erreichen, dass ihnen die Stadt Essen unverzüglich eine Möglichkeit zur Corona-Schutzimpfung verschafft.

Die Richter am OVG aber schlossen sich der Meinung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen an. Der Vorrang der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sei nicht zu beanstanden. Das sehe die Coronavirus-Impfverordnung ausdrücklich vor. Bewohner von Altenheimen hätten ein erhöhtes Risiko, weil sie auf eine Vielzahl von Kontakten angewiesen seien. Wer in einem eigenen Haushalt lebe, könne dagegen die Zahl seiner Kontakte beschränken.

22.1.2021 • 19:50 Uhr

Thüringens Bildungsminister: Schulen bis Ostern geschlossen

In Thüringen gibt es vermutlich länger als bisher geplant keinen Präsenzunterricht in den Schulen. "Ich gehe davon aus, dass wir zumindest noch bis Ostern in dieser Situation verharren, dass wir mindestens bis Ostern mit diesem System der geschlossenen Schulen arbeiten müssen", sagte Bildungsminister Helmut Holter (Linke) dem MDR. Häusliches Lernen und Distanzlernen werde anhalten.

Gleichzeitig sagte Holter: "Es werden bestimmte Schülerinnen und Schüler in der Schule sein. Das sind insbesondere die Abschlussklassen und die, die besonderen Förderbedarf haben." Eltern, Kinder und Lehrer müssten sich darauf einstellen, länger durchhalten zu müssen, auch wenn das eine riesige Herausforderung und Belastung für alle sei.

22.1.2021 • 19:41 Uhr

Söder fordert mehr Anstrengungen bei Impfstoff-Produktion

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich für verstärkte Anstrengungen zum Ausbau der Impfstoff-Produktion ausgesprochen. Es müssten alle Kapazitäten daraufhin überprüft werden, ob eine Herstellung der Impfstoffe möglich sei, sagte Söder beim virtuellen Neujahrsempfang der CSU. "Es ist eine Notsituation. Je schneller geimpft werden kann, desto freier ist das Land." Deswegen sei es sein Appell, mehr Druck zu machen und nationale Produktionskapazitäten zu erschließen.

22.1.2021 • 19:15 Uhr

Nächtliche Ausgangssperre in den Niederlanden

Wegen anhaltend hoher Infektionszahlen gilt in den Niederlanden ab Samstag erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder eine nächtliche Ausgangssperre. Wer gegen das zwischen 21.00 Uhr und 04.30 Uhr geltende Ausgangsverbot verstößt, muss mit einer Geldbuße in Höhe von 95 Euro rechnen.

Nach Regierungsangaben bleibt das Verbot zunächst bis 9. Februar in Kraft. Es soll helfen, die Ausbreitung der ansteckenderen Variante des Virus einzudämmen.

22.1.2021 • 18:58 Uhr

Belgien verbietet wohl alle nicht notwendigen Reisen bis März

Im Kampf gegen die Mutationen des Coronavirus verbietet Belgien alle nicht zwingend notwendigen Reisen. Dies gilt bis Anfang März, wie belgische Medien am Freitag übereinstimmend nach Beratungen von Vertretern des Landes und der Regionen berichteten. Verboten werden beispielsweise Urlaubsreisen und Freizeitausflüge. Warenverkehr und Grenzpendler sollen nicht eingeschränkt werden, zudem soll es Ausnahmen geben. Wegen der Gefahr durch die neuen Corona-Varianten hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag darauf verständigt, vermeidbare Reisen weitgehend auszubremsen. Belgien geht mit der Entscheidung darüber hinaus. Damit soll vor allem verhindert werden, dass die Infektionszahlen nach den Karnevalsferien dramatisch steigen.

22.1.2021 • 18:45 Uhr

Millionen Dosen des BioNTech-Impfstoffs für arme Länder zugesagt

BioNTech und Pfizer haben die Bereitstellung von bis zu 40 Millionen Dosen ihres Corona-Impfstoffs für Länder mit niedrigen und mittleren Einkommensniveaus angekündigt. Die Ampullen sollen im Laufe des Jahres an das von der Weltgesundheitsorganisation unterstützte internationale Programm Covax gehen, wie die Hersteller mitteilten. Die erste Lieferung werde im März kommen.

22.1.2021 • 18:42 Uhr

Kanzleramtsminsiter Braun macht Länderchefs Vorwürfe

Kanzleramtsminister Braun hat den Länderchefs mangelnde Konsequenz im Kampf gegen die Pandemie vorgeworfen. Dass manche von ihnen entgegen gemeinsamer Beschlüsse Präsenzunterricht erlauben wollen, hält er für gefährlich.

22.1.2021 • 18:40 Uhr

Ibiza wird wegen stark steigender Fallzahlen abgeriegelt

Die spanische Urlaubsinsel Ibiza wird ab Samstag wegen steil ansteigender Coronazahlen vorerst bis zum Monatsende weitgehend abgeriegelt. Die wie Mallorca, Menorca und Formentera zu den Balearen-Inseln im Mittelmeer gehörende Insel darf dann nur noch aus triftigem Grund besucht werden, etwa um zur Arbeit oder zum Arzt zu kommen, wie die deutschsprachige "Mallorca Zeitung" berichtete. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen sei auf Ibiza auf mehr als 1800 gestiegen, meldete die Nachrichtenagentur Europa Press. Auch auf den anderen Balearen-Inseln ist die Lage kritisch. Insgesamt liegt die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf den Balearen bei 309. In Deutschland wurde dieser Wert mit 115 angegeben.

22.1.2021 • 18:40 Uhr

In England entdeckte Virus-Variante womöglich tödlicher als bisherige

Die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante des Coronavirus ist möglicherweise tödlicher als die bislang vorherrschende. Darauf gebe es "einige Hinweise" sagte der britische Premierminister Boris Johnson. Die hohe Belastung der Krankenhäuser im Land sei zu einem erheblichen Teil auf die neue Virusvariante zurückzuführen, so der konservative Politiker. Die Mutation war Ende vergangenen Jahres in der südostenglischen Grafschaft Kent aufgetaucht und hatte sich mit rasender Geschwindigkeit in London und Teilen des Landes ausgebreitet.

Großbritannien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder in Europa. Täglich werden Zehntausende Neuinfektionen und zuletzt jeweils mehr als 1000 Tote gemeldet. Seit Wochen gilt ein Lockdown mit weitreichenden Ausgangs- und Reisebeschränkungen, Schulen und nicht lebensnotwendige Geschäfte sind geschlossen. Die Maßnahmen sollen Mitte Februar überprüft werden.

22.1.2021 • 18:08 Uhr

Scholz für mehr Tempo bei Impfungen

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat mehr Tempo beim Impfen in Deutschland verlangt. "Im zweiten Quartal müssen jede Woche mehrere Millionen Bürgerinnen und Bürger geimpft werden", sagte der Bundesfinanzminister dem "Münchner Merkur". "Das erfordert deutlich höhere Kapazitäten als wir im Augenblick haben." Er fügte hinzu: "Wenn endlich genügend Impfstoff da ist, muss es schnell gehen."

Scholz rief alle zuständigen Stelle auf, sich auf die Beschleunigung der Impfkampagne vorzubereiten. "Alle, die im Land dafür Verantwortung tragen, müssen diese heiße Phase gut vorbereiten", sagte er. "Es darf nicht passieren, dass wir zwar genügend Impfdosen haben, aber zu wenig Impftermine."

22.1.2021 • 18:06 Uhr

Verband fordert Spitzentreffen für Tourismus-Neustart

Die deutschen Reisebüros und -veranstalter fordern einen Tourismusgipfel für einen Neustart im Reisegeschäft nach der zweiten Corona-Welle. Eine Gruppe aus Politik und Branchenexperten müsse ein Konzept für sicheres Reisen erarbeiten, teilte der Verband mit. Der Tourismus brauche Perspektiven für den Neubeginn. "Mit Nachdruck sollte die EU und Deutschland daran arbeiten, das Tempo für die Impfungen zu erhöhen", hieß es.

Die EU-Staaten hatten sich am Donnerstagabend verständigt, nicht notwendige Reisen weiter einzuschränken, die Grenzen aber offen zu lassen. Neue Virusvarianten sollen gezielter aufgespürt werden und die Impfkampagne besser in Schwung kommen. Es soll einen EU-Impfpass geben, aber vorerst keine Vorteile für Geimpfte etwa beim Reisen.

Beim Reiseverband hieß es: "Es wird noch eine Weile dauern, bis alle, die sich auch impfen lassen möchten, geimpft sein werden." Es sei eine Strategie für die Übergangszeit notwendig. "Wir sind überzeugt, dass eine intelligente, risikobasierte Teststrategie hier die Lösung ist."

22.1.2021 • 17:41 Uhr

Mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete eingestuft

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung mehr als 20 Länder zu Hochrisikogebieten erklärt, für die dann leicht verschärfte Einreiseregeln gelten. Die Einstufung gilt ab Sonntag. Wie das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite mitteilte, gehören zu den Hochrisikogebieten das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsländer Portugal, Spanien und Ägypten sowie die USA.

22.1.2021 • 17:38 Uhr

Bayerischer Landkreis vergibt ersten digitalen Impfpass

Während in der EU über einen möglichen digitalen Impfpass und zu erfassende Daten diskutiert wird, hat ein Landkreis in Bayern eine erste digitale Impfkarte vergeben. Ein 71-jähriger Kinder- und Jugendmediziner, der noch praktiziert, bekam am Freitagnachmittag im oberbayerischen Landkreis Altötting seine zweite Corona-Impfung sowie die Impfkarte mit QR-Code, wie ein Sprecher des Landratsamtes erläuterte.

Nach Informationen des Landratsamtes ist der Landkreis mit der Lösung bundesweit Vorreiter. Erfasst werden demnach auf der Karte Namen, Geburtsdatum, Wohnort, Fotos des Geimpften, Impfstoff und die beiden Impftermine. Scannt der Geimpfte den Code, kann er die Daten auf dem Smartphone hinterlegen.

Das Vorgehen sei nicht mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt worden. "Wir haben das völlig eigenständig umgesetzt", sagte der Sprecher. Es gebe aber Interesse von anderen Landkreisen. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.

22.1.2021 • 17:35 Uhr

EU-Kommission wegen vertraulicher Impfstoffpreise im Visier

Die EU-Kommission ist wegen der Vertraulichkeit bei Verhandlungen zum Kauf von Impfstoffen ins Visier der EU-Bürgerbeauftragten geraten. "Wir haben gerade eine Untersuchung eingeleitet zur Weigerung der Kommission, der Öffentlichkeit Zugang zu Dokumenten rund um den Impfstoffkauf zu geben", sagte eine Sprecherin von Ombudsfrau Emily O'Reilly.

Die EU-Kommission war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Sie hatte zuvor erklärt, Vertraulichkeit bei den Verhandlungen sei notwendig, um bessere Verträge mit den Konzernen zu erzielen. Die EU hat rund 2,5 Milliarden Euro Anzahlungen geleistet, um sich bei sechs Unternehmen knapp 2,3 Millionen Impfstoffdosen zu sichern. Noch nicht alle diese Impfstoffe sind zugelassen.

22.1.2021 • 17:20 Uhr

Pflegekammern: Impfbereitschaft unter Pflegekräften hoch

Die Pflegekammern widersprechen dem Eindruck, die Impfbereitschaft der Pflegekräfte sei gering. "Die Impfbereitschaft ist groß, Aufklärung ist der zentrale Schlüssel", erklärte die Bundespflegekammer. Einzelne Bundesländer hätten gemeinsam mit Pflegekammern in den vergangenen Wochen auf Informationsveranstaltungen Aufklärung betrieben. "Als Ergebnis wurde uns von Pflegefachkräften rückgemeldet, dass viele Unklarheiten beseitigt werden konnten und sie einer Impfung positiv gegenüberstehen", hieß es.

22.1.2021 • 17:04 Uhr

AstraZeneca liefert weniger Impfstoff als geplant

Der britische Pharmakonzern AstraZeneca hat einem Medienbericht zufolge Lieferschwierigkeiten bei seinem Corona-Impfstoff. AstraZeneca habe die EU-Kommission informiert, dass der Konzern nach der für Ende Januar erwarteten Zulassung des Vakzins an die EU deutlich weniger liefern könne als zunächst geplant, berichtet "Bild" unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen.

Ein Grund sei, dass der Impfstoff nach den Mutationen in einigen Ländern daraufhin angepasst werden müsse. Zudem seien die Auswirkungen auf die Produktion nach einem Brand in einem Firmenwerk in Indien noch nicht klar. AstraZenca wollte sich zunächst nicht dazu äußern.

22.1.2021 • 16:28 Uhr

Klage gegen Schulschließung abgelehnt

An den Schulen in Nordrhein-Westfalen bleibt es nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster vorerst dabei, dass der Präsenzunterricht zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgesetzt ist. Das Gericht lehnt einen Eilantrag einer Zweitklässlerin aus Köln gegen die Coronabetreuungsverordnung ab. Diese hatte argumentiert, die befristete Schließung der Schulen verletze ihr Recht auf Bildung.

Die Schulschließungen seien in der derzeitigen Lage voraussichtlich verhältnismäßig, entscheidet dagegen das Gericht. Zwar seien die Folgen der Schließungen für Eltern und Schüler teils gravierend, doch würden diese zumindest teilweise durch digitale oder analoge Unterrichtsangebote abgefedert. Der Beschluss ist unanfechtbar.

22.1.2021 • 16:05 Uhr

Spezialspritzen für Extraportion Impfstoff

BioNtech stellt nach eigenen Angaben 50 Millionen Spezialspritzen zur Verfügung, mit denen eine zusätzliche Dosis aus dem Impfstoffbehälter gezogen werden kann. Das Unternehmen erklärt, die Nadeln würden zum Selbstkostenpreis weiterverkauft. Das Angebot richte sich an alle Länder weltweit.

Wegen der Lieferknappheit beim Impfstoff dürfen in der EU aus der eigentlich mit fünf Impfdosen befüllten Ampullen sechs Portionen gezogen werden. Um den dafür ausreichenden Überschuss zu bekommen, sind Feindosierungsspritzen notwendig.

22.1.2021 • 15:38 Uhr

Mutation aus Brasilien auch in Deutschland nachgewiesen

Erstmals ist in Deutschland ein Nachweis der in Brasilien kursierenden Corona-Variante bekannt geworden. Die Mutante sei bei einem Reiserückkehrer in Hessen entdeckt worden, sagte Hessens Sozialministerium Kai Klose (Grüne). Klose zufolge handelt es sich um den ersten Nachweis in Deutschland. Auch dem Robert Koch-Institut (RKI) war kein anderer Nachweis bekannt.

Die Person sei am Donnerstag aus Brasilien in Frankfurt angekommen, erklärte die Virologin Sandra Ciesek. Im Labor sei bei einer PCR-Untersuchung die in Brasilien entdeckte Mutation nachgewiesen worden. Die Sequenzierung stehe noch aus.

Neben der erstmals in Brasilien nachgewiesenen Variante stehen zwei weitere im Fokus, die zunächst in Großbritannien und in Südafrika entdeckt worden waren, und ebenfalls in Deutschland bereits nachgewiesen wurden. Alle drei Varianten stehen im Verdacht, ansteckender zu sein als der Wildtyp des Coronavirus Sars-CoV-2. Es gebe aber keine Hinweise, dass sie zu schwereren Verläufen führten, sagte Ciesek.

22.1.2021 • 15:30 Uhr

US-Experte Fauci: Mangelhafte Information kostet Leben

Der renommierte Corona-Experte Anthony Fauci geht mit der Informationspolitik der abgewählten Trump-Regierung in der Pandemie hart ins Gericht. Der Mangel an Aufrichtigkeit habe "sehr wahrscheinlich Leben gekostet", sagte Fauci im Nachrichtensender CNN. Es sei "nicht hilfreich" gewesen, über Dinge zu sprechen, "die medizinisch und wissenschaftlich" keinen Sinn ergeben.

Fauci war am Anfang der Corona-Krise auch häufig bei Auftritten von Präsident Donald Trump dabei, verlor dann aber massiv an Einfluss, während der Präsident die Schwere der Pandemie herunterspielte.

22.1.2021 • 15:15 Uhr

Grütters: Kulturhilfen müssen aufgestockt werden

Kulturstaatsministerin Monika Grütters zieht positive Zwischenbilanz der Kulturhilfen in der Corona-Pandemie. Die Mittel reichten jedoch in Anbetracht des verlängerten und verschärften Lockdowns bei weitem nicht aus, sagte die CDU-Politikerin. Die Förderstruktur sei mit dem Programm "Neustart Kultur" geschaffen, entscheidend sei es das Programm "weiter zu füttern".

Grütters forderte ein deutliches Aufstocken der Mittel um 1,5 Milliarden Euro. Im ersten Schritt war das Programm "Neustart Kultur" mit einer Milliarde Euro ausgestattet worden. Davon seien 900 Millionen Euro verbindlich vergeben, so Grütters. Bereits jetzt seien 350 Millionen Euro mehr konkret angefragt, als Mittel zur Verfügung stünden.

22.1.2021 • 15:14 Uhr

Bhutan: Impfen - erst, wenn es Glück bringt

Die Menschen so schnell wie möglich gegen das Coronavirus impfen? Nicht so im Königreich Bhutan. Dort will man auf ein Datum warten, das besonders viel Glück bringt.

22.1.2021 • 15:02 Uhr

Erste Hausarzt-Impfung in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern führen erste Hausarztpraxen Corona-Impfungen durch. Zunächst acht Hausärzte in einer ersten Testphase in Zusammenarbeit mit Impfzentren dabei, wie ein Sprecher des Landkreises Nordwestmecklenburg sagte. Die Mediziner hätten zuvor in mobilen Impfteams mitgewirkt und seien im Umgang mit dem Impfstoff geschult.

Einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" zufolge hatte es am Donnerstag in einer Hausarztpraxis in Neuburg bei Wismar erste Corona-Impfungen für Senioren gegeben.

Mecklenburg-Vorpommern hat mit 2,9 Prozent die bundesweit höchste Impfquote. Seit dem Impfstart Ende Dezember wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts rund 47 200 Menschen im Land geimpft.

22.1.2021 • 14:59 Uhr

Italien droht Pfizer mit juristischen Schritten

In manchen EU-Ländern wächst der Unmut über Verzögerungen bei der Lieferung von Corona-Impfstoffen des US-Konzerns Pfizer. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte: "Wir werden das Unternehmen um eine Klärung bitten." Kritik an dem Biontech-Partner kommt vor allem aus Italien und Tschechien. Italien droht Pfizer sogar mit juristischen Schritten.

Der amerikanische Pharmariese hatte zuletzt einen Ausbau der Fertigung angekündigt. Dieser Schritt werde die Impfstofflieferungen zunächst verlangsamen, um dann in einigen Wochen eine höhere Produktion zu ermöglichen. Daraufhin hatten sich sechs EU-Staaten bei der Kommission darüber beschwert.

22.1.2021 • 14:52 Uhr

Stärkere Finanzhilfen für Skilift-Betreiber

Die Betreiber von Skiliften können auf mehr Staatshilfen hoffen als bisher vorgesehen. In einer gemeinsamen Erklärung sprechen sich die Wirtschaftsminister der Bundesländer dafür aus, als Bezugsgröße für staatliche Finanzspritzen nicht den Vorjahreszeitraum zu nehmen, sondern die vergangenen drei Jahre. Im vergangenen Winter gab es relativ wenig Schnee, entsprechend gering waren die Einnahmen der Skilift-Betreiber. In den Jahren davor war es besser. In diesem Jahr gibt es viel Schnee, die Lifte müssen aber pandemiebedingt geschlossen bleiben.

22.1.2021 • 14:09 Uhr

Hongkong verhängt erstmals Ausgangsbeschränkungen

Für tausende Hongkonger gelten erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie Ausgangsbeschränkungen. Nach einem Anstieg der Fälle in Vierteln, in denen besonders prekäre Wohnverhältnisse herrschen, verhängte die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone dort eine ab Samstagmitternacht (Freitag MEZ) geltende Ausgangssperre, wie die "South China Morning Post" berichtete. Nur wer einen negativen Corona-Test vorweisen könne, dürfe seine Wohnung verlassen. Betroffen sind den Angaben zufolge rund 150 Wohnblöcke mit bis zu 9000 Menschen. 1700 Polizisten würden die neue Regelung überwachen.

22.1.2021 • 13:44 Uhr

Schnelltests: Halbe Kosten für ärmere Länder

Um ärmeren Ländern mehr Corona-Schnelltests zu ermöglichen, sollen diese um die Hälfte billiger werden. Die Initiative zur Beschaffung von Medikamenten für bedürftige Länder (Unitaid) und die Stiftung für innovative Diagnostik würden dafür sorgen, dass die Tests künftig für 2,50 Dollar und nicht mehr wie bisher für fünf Dollar (4,12 Euro) angeboten werden könnten, teilte Unitaid-Sprecher Hervé Verhoosel mit. So soll es ärmeren Ländern ermöglicht werden, Infektionen schneller zu erkennen und die Pandemie besser zu bekämpfen.

Während in reichen Ländern täglich 252 Schnelltests auf 100.000 Einwohner kommen, sind es in ärmeren Ländern nur 24. Auch bei den Impfungen werden bedürftige Länder benachteiligt. So teilte das Gesundheitsministerium in Johannesburg am Donnerstag mit, dass Südafrika für das Vakzin von Astrazeneca zweieinhalb Mal so viel zahlen muss wie europäische Länder.

Die bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ansässige Unitaid handelt dank ihrer umfangreichen Mittel und der dadurch möglichen hohen Abnahmemengen niedrige Preise für Medikamente aus. Bislang beschränkte sich Unitaid auf den Kampf gegen HIV, Malaria, Tuberkulose und Hepatitis C.

22.1.2021 • 13:13 Uhr

Maskenverweigerern drohen 25.000 Euro Strafe

Weil sie sich an Bord eines Flugzeugs nicht an die dort geltende Maskenpflicht gehalten haben sollen, droht zwei Flugreisenden ein Bußgeld von jeweils 25.000 Euro. Die beiden 35 und 40 Jahre alten Männer waren mit einem Ferienflieger von Punta Cana in der Dominikanischen Republik nach Frankfurt geflogen, wie die Bundespolizei mitteilte.

Während des Flugs sollen sie nicht nur das Tragen einer Maske verweigert, sondern auch die Anweisungen des Flugpersonals missachtet haben. Der Kapitän verständigte daraufhin die Bundespolizei, die die beiden Männer am Donnerstag nach ihrer Landung in Empfang nahm und ein Verfahren gegen sie einleitete. Bevor sie ihre Heimreise nach Moskau antreten durften, musste jeder von ihnen zudem 500 Euro Sicherheitsleistung hinterlegen.

Das Bußgeld ist nach Angaben eines Sprechers so hoch, weil das Verfahren wegen eines Verstoßes gegen das Luftsicherheitsgesetz eingeleitet wurde - und nicht als Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz geahndet wird.

22.1.2021 • 12:51 Uhr

Hohe Übersterblichkeit an Weihnachten

In der Woche über Weihnachten sind in Deutschland etwa 31 Prozent oder 5832 Menschen mehr gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Insgesamt starben vom 21. bis zum 27. Dezember mindestens 24.470 Menschen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte - davon laut Robert Koch-Institut 5040 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion. Bereits in der Woche davor hatten die Sterbefallzahlen um 26 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 gelegen.

In besonders vom Corona betroffenen Sachsen habt sich die Zahl der Sterbefälle in der 52. Kalenderwoche im Vergleich zum Durchschnitt der Vorjahre sogar mehr als verdoppelt - laut Statistikamt um 114 Prozent.

Auch Baden-Württemberg verzeichnete einen Anstieg um 30 Prozent, Bayern ein Plus von 35 Prozent und Brandenburg von 60 Prozent. Übersterblichkeit in der Weihnachtswoche gab es demnach auch in Hessen (+36 Prozent), Sachsen-Anhalt (+46 Prozent) und Thüringen (+62 Prozent).

22.1.2021 • 12:32 Uhr

Griechenland will bald Gymnasien öffnen

Griechische Gymnasiasten können nach monatelangem virtuellen Unterricht voraussichtlich vom 1. Februar an wieder die Schulbank drücken. Entsprechende Pläne bereitet die griechische Regierung vor, wie Medien berichteten.

Die Virologen des Landes sind vor allem wegen der neuen Corona-Varianten besorgt, die in Europa kursieren, und warnen davor, dass sich diese Varianten in der Millionenstadt Athen ausbreiten könnten. Die nun geplante Öffnung der Gymnasien müsse aufmerksam verfolgt werden, "weil Gymnasiasten sich wie Erwachsene verhalten", sagte der Virologe Nikos Sypsas dem griechischen Fernsehsender Skai. Diese Erfahrung hatte man in Griechenland bereits bei der ersten Schulschließung im Frühjahr 2020 gemacht, als die Jugendlichen begeistert über die vermeintliche Freizeit in die Cafés des Landes stürmten, um sich dort zu treffen.

22.1.2021 • 12:28 Uhr

400 Gäste: Londoner Polizei löst Hochzeitsfeier auf

Die britische Polizei hat bei der Kontrolle der Corona-Auflagen eine Hochzeitsfeier mit fast 400 Gästen in London aufgelöst. Es habe sich um einen "völlig inakzeptablen Verstoß" gegen das Gesetz gehandelt, sagt ein Polizeisprecher. Gemäß der zu Beginn des Jahres verschärften Lockdown-Maßnahmen sind nur Zusammenkünfte von sechs Personen erlaubt, Hochzeitsfeiern dürfen nur unter "außergewöhnlichen Umständen" stattfinden. Die Polizei war wegen der Feier in einer Schule in Stamford Hill im Norden der britischen Hauptstadt alarmiert worden. Die Fenster waren den Angaben zufolge verhangen. Dem Veranstalter droht nun eine Strafe von 10.000 Pfund (gut 11.000 Euro).

22.1.2021 • 12:03 Uhr

Biden will Hilfen für bedürftige Familien beschleunigen

US-Präsident Joe Biden will die Corona-Hilfen für bedürftige Familien beschleunigen und Lebensmittelhilfen für Kinder erhöhen, die auf die Speisung in den nun häufig geschlossenen Schulen angewiesen sind. Zwei entsprechende Dekrete wolle er im Laufe des Tages unterzeichnen, hieß es. Biden hatte ein Konjunkturpaket in Höhe von 1,9 Billionen Dollar vorgeschlagen.

Die Pandemie und in ihrer Folge die Rezession treffen die US-Bürger schwer. Rund 16 Millionen Menschen erhalten Arbeitslosenhilfe, etwa 29 Millionen haben nicht genügend zu essen. Frauen, Angehörige von Minderheiten und Beschäftigte mit geringen Einkommen insbesondere im Dienstleistungssektor sind besonders betroffen.

22.1.2021 • 11:57 Uhr

Flugreisende müssen medizinische Masken tragen

Die Maskenpflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird auch in Flugzeugen deutscher Gesellschaften und Flughäfen verschärft. Ab dem 1. Februar müssen auch dort medizinische Masken oder solche mit der FFP2-Norm getragen werden, teilte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) mit. Man habe den Bund-Länder-Beschluss vom Dienstag entsprechend aufgegriffen.

Einfache Stoffmasken sind dann ebenso ungenügend wie Gesichtsvisiere oder andere Bedeckungen wie Schals. Die Lufthansa-Gruppe einschließlich der Gesellschaften Austrian und Swiss passt ihre Vorschriften ebenfalls an, hieß es. Eine Befreiung von der Tragepflicht während des Fluges sei weiterhin nur mit negativem Covid-19-Test und einem ärztlichen Attest auf einem Lufthansa-Formblatt möglich.

22.1.2021 • 11:55 Uhr

Rentenversicherung nimmt trotz Coronakrise mehr Geld ein

Trotz gestiegener Arbeitslosigkeit und zeitweise bis zu sechs Millionen Kurzarbeitern hat die Deutsche Rentenversicherung im vergangenen Jahr mehr Geld eingenommen. Die Einnahmen aus Pflichtbeiträgen aus Erwerbstätigkeit seien um 0,9 Prozent auf rund 224 Milliarden Euro gestiegen, teilte die Behörde mit.

Die coronabedingten Auswirkungen auf die Rentenkasse seien begrenzt, da bei Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld I weiter Beiträge gezahlt würden. Ende 2020 verfügte die Rentenversicherung über eine Rücklage von rund 37,1 Milliarden Euro. Diese werde in den kommenden Jahren abgebaut, um den Beitragssatz bis 2022 stabil bei 18,6 Prozent zu halten.

22.1.2021 • 11:48 Uhr

Intensivmediziner: Triage wird es in Deutschland nicht geben

Eine sogenannte Triage - also eine Auswahl von Intensivpatienten etwa zur Nutzung eines Beatmungsgeräts - wird es in Deutschland nach Ansicht von Intensivmedizinern nicht geben. Es sei so, "dass wir faktisch in Deutschland diese Situation nicht erleben werden", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx.

Dies liege zum einen daran, dass es noch immer eine Reserve von 10.000 Intensivbetten gebe. Zum anderen lobte Marx aber auch, dass "wir sehr aufmerksame politisch Verantwortliche haben, die immer frühzeitig Entscheidungen getroffen haben, um dies zu verhindern".

22.1.2021 • 11:45 Uhr

60 Prozent der Pflegeheimbewohner haben erste Impfung

Mehr als jeder zweite Pflegeheimbewohner in Deutschland hat nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn inzwischen eine erste Impfung erhalten. "60 Prozent der Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner sind bereits geimpft erstmalig, die ersten haben die Zweitimpfung erhalten. Ein großer Teil des Personals ist geimpft", sagte der CDU-Politiker. Man habe allen Grund zur Annahme, dass die Impfteams, wie von Bund und Ländern vereinbart, bis Mitte Februar in allen Pflegeheimen ein Impfangebot machen könnten.

22.1.2021 • 11:17 Uhr

Kein Anstieg der Intensivpatienten über die Feiertage

Weihnachten und Silvester haben in Deutschland zu keiner Verschärfung bei den schweren Fällen der Infektion mit dem Coronavirus geführt. Es sei auf den Intensivstationen der Krankenhäuser kein "Weihnachts- und Silvesterpeak" zu erkennen, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx. Dies sei dem Verhalten der Bevölkerung zu verdanken. 

Laut Marx sind in Form einer sinkenden Zahl von Intensivpatienten erste positive Wirkungen des Lockdowns auf den Intensivstationen zu erkennen. Dennoch sei die Situation "weit weg von einer Entspannung". Frühestens im April erwarte er bei Fortsetzung der derzeit positiven Entwicklung ein Absinken auf unter 1000 Intensivpatienten - aktuell sind es laut Marx rund 4800 Fälle, von denen 2700 invasiv beatmet werden müssen.

22.1.2021 • 11:13 Uhr

Essen: Polizei löst Gottesdienst auf

Die Polizei hat am Donnerstagabend in Essen einen Gottesdienst mit fast 100 Teilnehmern aufgelöst, 88 Erwachsenen und 10 Kindern. Die Gottesdienstbesucher hätten weder Masken getragen noch den vorgeschriebenen Abstand eingehalten, sagte ein Polizeisprecher. Es habe auch keine Teilnehmerliste gegeben. Der Gottesdienst sei wegen der "massiven Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung sofort beendet worden", teilte die Polizei mit.

Alle Teilnehmer seien aus der Kirche geführt worden. Ihre Identitäten seien festgestellt worden, die Erwachsenen hätten Anzeigen erhalten und müssten mit Bußgeldern rechnen, so die Polizei. Die Gottesdienstteilnehmer stammen laut dem Bericht überwiegend aus Gelsenkirchen. Die Tageszeitung "WAZ" hatte zuvor berichtet.

22.1.2021 • 11:09 Uhr

Dänemark stoppt Flüge aus Dubai

Dänemark will vorerst keine Reisenden aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Land lassen. Man habe einen konkreten Tipp von einem Bürger bekommen, der Zweifel an den Corona-Tests bei der Abreise am Flughafen von Dubai aufgeworfen habe, sagte Verkehrsminister Benny Engelbrecht im Dänischen Fernsehen DR.

Der Flugverkehr von und nach den Vereinigten Arabischen Emiraten werde vorerst für fünf Tage ausgesetzt, bis sichergestellt sei, "dass der erforderliche negative Test tatsächlich ein echter Test ist, der ordnungsgemäß durchgeführt wurde", so Engelbrecht laut einer Mitteilung seines Ministeriums.

22.1.2021 • 11:05 Uhr

25 Millionen Euro für Werbung zur Impf-Kampagne

Mit einer Kampagne werben Bundesgesundheitsministerium, Robert Koch-Institut und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für Impfungen gegen das Coronavirus. Insgesamt 25 Millionen Euro sind für die Werbekampagne "Deutschland krempelt die #Ärmelhoch" vorgesehen, wie eine Ministeriumssprecherin der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Mehr als 12 Millionen Euro der Kosten entfielen auf Plakate.

Zunächst würden Anzeigen auf digitalen Werbeflächen geschaltet. Auf "corona-schutzimpfung.de" informiert das Ministerium. Daneben liefen TV- und Hörfunkspots.

22.1.2021 • 10:50 Uhr

Pflegebeauftragter fordert einfache Impfmöglichkeit

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, fordert einen möglichst einfachen Zugang für Pflegekräfte zur Corona-Impfung. Die Bundesländer müssten es den Pflegekräften "so einfach wie möglich" machen, erklärte er. Das bedeute "Impfungen am besten am Arbeitsplatz oder zumindest eine gesonderte und besonders zügige Impfung in den Impfzentren". 

Nötig seien außerdem "noch mehr gute und verlässliche Informationen zur Impfung", erklärte Westerfellhaus. Die Impfung der Pflegekräfte sei von besonderer Bedeutung. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass diese für eine Entscheidung für die Impfung vor allem "gute, gesicherte Informationen und einen möglichst einfachen Zugang zur Impfung" benötigten.

22.1.2021 • 10:24 Uhr

Spahn mahnt in Pandemie zur Geduld

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnt in der Pandemie zur Geduld: "Die Zahlen entwickeln sich in die richtige Richtung, aber sie sind noch auf einem zu hohen Niveau", sagt der CDU-Politiker bei der Pressekonferenz zur Corona-Lage in Berlin. "Es ist noch nicht vorbei", so Spahn. Auf den Intensivstationen gebe es zwar weniger Patienten, aber es existiere nach wie vor noch eine "ziemliche Belastung". Auch die Verbreitung der Mutationen müsse minimiert werden. Aber der Minister betont: "Es gibt Hoffnung."

Heute stieg die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf mehr als 50.000. Es sei eine "bedrückende, für mich schier unfassbare Zahl", sagte der Leiter des Robert Koch-Instituts Lothar Wieler. Spahn sagte, es seien in Pflegeheimen bereits viele Menschen geimpft worden. Er stellte in Aussicht, dass in den Heimen bis Mitte Februar jedem Bewohner ein Angebot gemacht werden kann.

22.1.2021 • 10:22 Uhr

Unesco befürchtet sinkende Investitionen in Bildung

Die Unesco warnt angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie vor sinkenden Investitionen in Bildung. Insbesondere in den ärmsten Ländern drohe die Finanzierungslücke im Bildungsbereich größer zu werden, erklärte Walter Hirche, von der Deutschen Unesco-Kommission. "Die Pandemie droht ohnehin bestehende Ungleichheiten noch zu verschärfen."

Auf dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie waren nach Angaben der UN-Bildungsorganisation weltweit fast 1,6 Milliarden Lernende von geschlossenen Bildungseinrichtungen betroffen. Schon davor hätten 258 Millionen Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu Bildung gehabt. Durch die Pandemie könnten weitere 24 Millionen Menschen dauerhaft von Bildung ausgeschlossen werden.

Werde der pandemiebedingte Lernrückstand nicht aufgeholt, könnte das nach Schätzungen der Weltbank in den kommenden Jahren zu globalen Einkommensverlusten von bis zu zehn Billionen US-Dollar führen, warnte Hirche.

22.1.2021 • 09:56 Uhr

China: Virus-Ausbreitung in Schlachthof

In China haben sich offiziellen Angaben zufolge erstmals mehrere Arbeiter in einem Schlachthof mit dem Coronavirus infiziert. Den Behörden zufolge haben sich in dem Betrieb in der nordöstlichen Stadt Harbin zehn Arbeiter mit dem Covid-19-Erreger angesteckt. Weitere 31 Personen seien ohne Symptome. In dem Betrieb werden rund 50 Millionen Hühnchen pro Jahr geschlachtet.

Die Behörden des Landes hatten im vergangenen Jahr 2020 als Ursache für Corona-Erkrankungen wiederholt auf tiefgefrorenes Fleisch und Fisch verwiesen, das aus dem Ausland eingeführt wurde. Über signifikante Covid-19-Cluster in der eigenen Fleischverarbeitung war bislang nichts bekanntgeworden.

22.1.2021 • 09:54 Uhr

Sri Lanka erteilt Notfallzulassung für AstraZeneca

Sri Lanka hat dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca und der Universität Oxford eine Notfallzulassung erteilt. Zuletzt hatten Ärzte in der Inselnation vor einem Systemkollaps gewarnt und schnelle Impfungen für das medizinische Personal gefordert, das an vorderster Front gegen die Pandemie ankämpft.

Es handelt sich um die erste Zulassung eines Corona-Impfstoffs in Sri Lanka, wann die ersten Chargen eintreffen könnten, war zunächst unklar. Weitere Impfstoffe befinden sich in Zulassungsverfahren.

22.1.2021 • 09:51 Uhr

Rekord in Israel: 224.000 Impfungen an einem Tag

In Israel ist ein Rekord an Impfungen gegen das Coronavirus verzeichnet worden. Wie Gesundheitsminister Juli Edelstein bei Twitter schrieb, wurden am Vortag 224.000 Dosen verabreicht. Insgesamt erhielten in dem Land mit seinen neun Millionen Einwohnern seit dem 19. Dezember rund 2,4 Millionen Menschen eine erste und etwa 850.000 Menschen auch schon die zweite Impfung.

Zum Vergleich: In Deutschland leben etwa neun Mal so viele Menschen wie in Israel. Hier erhielten bislang 1,3 Millionen Menschen eine Erst- und 78.000 Menschen eine Zweitimpfung.

22.1.2021 • 09:44 Uhr

Weißes Haus trifft Corona-Maßnahmen

Im Weißen Haus zeigt sich nach dem Einzug von US-Präsident Joe Biden schon jetzt ein anderer Umgang mit der Corona-Pandemie im Alltag als in den vergangenen vier Jahren. Entsprechend der Richtlinien für die Infektionsvermeidung wurden Schreibtische mit Abstand voneinander aufgestellt und alle Mitarbeiter zum Tragen von Gesichtsmasken verpflichtet.

Unter Donald Trump war das Weiße Haus drei Mal Ausgangspunkt von Virus-Ausbrüchen gewesen, deren Umfang bis heute unklar ist, weil seine Regierung eine öffentliche Debatte darüber zu vermeiden suchte.

22.1.2021 • 09:41 Uhr

Russland meldet mehr als 21.500 Neuinfektionen

In Russland verzeichnen die Behörden 21.513 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl steigt auf mehr als 3,67 Millionen. Weltweit liegt Russland damit auf Platz vier hinter den USA, Indien und Brasilien. Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um 580 auf 68.412.

22.1.2021 • 09:33 Uhr

Heil will Sozialleistungen aufstocken

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will für Sozialleistungen wie Hartz IV einen Aufschlag wegen der Corona-Pandemie durchsetzen. "Auch für hilfsbedürftige Menschen in den Grundsicherungssystemen bedeuten die verlängerten Corona-Maßnahmen zusätzliche soziale Sorgen im Alltag", sagte er der "Rheinischen Post". "Deshalb ist es richtig, jetzt zügig einen Zuschuss für Corona-bedingte Belastungen zur Verfügung zu stellen."

Heil verwies darauf, dass derzeit Kitas, Schulen und viele soziale Einrichtungen geschlossen sind. Außerdem entstünden zusätzliche Ausgaben, etwa für Hygiene-Artikel. "Das trifft insbesondere Kinder, Alleinerziehende, Ältere, Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderungen, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind." Neben dem Corona-Zuschuss plädierte Heil dafür, dass auch die Versorgung von Grundsicherungsempfängern mit FFP2- und OP-Masken gesichert werde. Heils Ministerium arbeite "mit Hochdruck an entsprechenden Konzepten.

22.1.2021 • 09:24 Uhr

Steinmeier plant Gedenkfeier für Corona-Tote

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will nach Ostern eine zentrale Gedenkfeier für die Toten der Corona-Pandemie ausrichten. Wie das Bundespräsidialamt am Freitag mitteilte, soll sie in Berlin stattfinden. Damit wolle der Bundespräsident das Zeichen setzen, "dass wir als Gesellschaft gemeinsam trauern, dass wir die Toten und das Leid der Hinterbliebenen nicht vergessen", hieß es. Ein genaues Datum wurde noch nicht genannt.

Zugleich startete Steinmeier am Freitag die Aktion "#lichtfenster", die bis zum staatlichen Gedenkakt sichtbar in Wohnungen und Häusern in ganz Deutschland die Opfer der Pandemie ins Bewusstsein rufen soll. Steinmeier will dafür an jedem Abend ein Licht in ein Fenster seines Amtssitzes Schloss Bellevue stellen und ruft dazu auf, es ihm gleichzutun.

Bundespräsident Steinmeier zündet eine Kerze in Gedenken an die Todesopfer der Corona-Pandemie an. | dpa

Bundespräsident Steinmeier zündet eine Kerze in Gedenken an die Todesopfer der Corona-Pandemie an. Bild: dpa

"Wir stellen ein Licht ins Fenster, weil wir wissen: Überall in unserem Land leiden Menschen", so Steinmeier. Die Toten der Corona-Pandemie seien keine bloße Statistik. "Jede Zahl steht für einen geliebten Menschen, der uns unendlich fehlt", sagte das Staatsoberhaupt.

22.1.2021 • 09:06 Uhr

USA: Fast 4000 neue Corona-Todesfälle

In den USA sind 3955 Menschen binnen eines Tages im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben. Damit lag die Zahl aber unter dem bisherigen Höchstwert von 4462, der am 12. Januar verzeichnet worden war, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) hervorging. Die Anzahl der registrierten Neuinfektionen erreichte demnach am Donnerstag 188.952. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 298.031 neuen Fällen registriert.

In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang rund 24,6 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 410.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Der neue US-Präsident Joe Biden hat die Amerikaner auf eine weitere Verschlimmerung der Corona-Lage im Land eingestimmt. Wahrscheinlich werde die Zahl der Corona-Toten im Februar eine halbe Million erreichen, sagte Biden.

22.1.2021 • 08:59 Uhr

Hausärzte: Schnellere Beteiligung an Impfungen

Der Deutsche Hausärzteverband dringt auf eine schnellere Beteiligung der Arztpraxen an den Corona-Impfungen. "Schon jetzt zeichnet sich ab, dass viele gerade ältere Menschen in ländlichen Regionen die oft weiten Wege bis zum Impfzentrum allein nicht bewältigen können", sagte der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt, der "Augsburger Allgemeinen".

Die Impfzentren seien deshalb eingerichtet worden, weil angenommen worden sei, dass die neuen mRNA-Impfstoffe ohne sehr starke Kühlung nicht haltbar seien. "Diese Situation hat sich inzwischen aber etwas entspannt, weil die Impfstoffe sich eben doch auch bei etwas geringerer Kühlung über mehrere Stunden durchaus halten lassen", sagte Weigeldt.

Darüber hinaus werde der Impfstoff von AstraZeneca, mit dessen Zulassung zum Monatsende zu rechnen sei, noch einfacher zu handhaben sein. Damit könnten auch Hausärzte demnächst mit den Impfungen beginnen.

22.1.2021 • 08:47 Uhr

Berlin: Parlament bricht Sitzung wegen Corona-Fall ab

Wegen der Corona-Infektion eines Abgeordneten ist eine Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Lichtenberg abgebrochen worden. Nach Angaben der SPD-Fraktion erhielt ein Mitglied einer anderen Fraktion sein Testergebnis zunächst telefonisch. Daraufhin wurde die Sitzung erst unterbrochen und wenig später nach einer Beratung des Ältestenrates abgebrochen. Das berichteten auch "Berliner Morgenpost" und "Tagesspiegel".

Die SPD-Fraktion in der BVV forderte eine rasche und öffentliche Aufklärung des Falls, aus dem Konsequenzen gezogen werden müssten. Die Frage sei, warum ein BVV-Mitglied trotz ausstehendem Corona-Testergebnis zur Sitzung erschienen sei, erklärten die Fraktionsvorsitzenden Anja Ingenbleek und Erik Gührs laut einer Mitteilung. Sollte der betreffende Abgeordnete wissentlich die anderen Bezirksverordneten gefährdet haben, sei er für dieses Amt nicht tragbar und müsse zurücktreten.

22.1.2021 • 08:30 Uhr

Brasilien erwartet Impfstoff-Lieferung aus Indien

Brasilien erwartet die Lieferung von zwei Millionen Dosen Corona-Impfstoff aus Indien. Experten warnen jedoch vor logistischen Problemen bei der Verteilung. Brasiliens Gesundheitsministerium hatte am Donnerstag die Lieferung des von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelten Vakzins angekündigt. Die zwei Millionen Dosen dürften angesichts der Pandemie-Situation in dem Land aus Sicht von Gesundheitsexperten noch keine Trendwende einleiten. Millionen weitere Dosen werden benötigt, um Risikogruppen gegen das Virus zu impfen.

22.1.2021 • 08:23 Uhr

Haseloff: Mittel des Staates fast ausgeschöpft

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff fürchtet, der Staat könnte im Kampf gegen die Corona-Pandemie bald am Ende seiner Möglichkeiten sein. "Es gibt eine überschaubare Zahl an Instrumenten, mit denen wir die Pandemie bekämpfen können. Und im Prinzip haben wir bald alle Register gezogen", sagte Haseloff dem "Spiegel".

Bis auf einen totalen Shutdown gäbe es nicht mehr viele Maßnahmen, die noch verfügt werden könnten. Ein Herunterfahren der Wirtschaft und ein Schließen der Grenzen lehne er ab. "Wir leben in einem offenen Europa. Wir können uns nicht einfach abkoppeln wie etwa Neuseeland."

22.1.2021 • 07:32 Uhr

Giffey warnt vor Lockdown-Folgen für Kinder

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) warnt vor gesundheitlichen Auswirkungen von Schul- und Kitaschließungen für Kinder und Jugendliche. Momentan seien Vereinsamung oder Übergewicht durch Bewegungsmangel zu beobachten, sagte sie im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Zudem drohe bei anhaltenden Schließungen eine massive Ungleichheit im Bildungsbereich, die sich nicht wieder aufholen lasse.

Giffey forderte Schritte zur Öffnung von Schulen und Kitas ab dem 14. Februar. Bis zu diesem Termin gilt der verlängerte Lockdown, auf den Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten sich zu Wochenbeginn verständigt hatten. Schulen und Kitas müssten dann "die ersten" sein, die wieder öffnen könnten, so die Ministerin. Denkbar sei eine Ausweitung von Corona-Tests, solange das Impfen für Lehrpersonal noch nicht möglich sei.

22.1.2021 • 07:29 Uhr

Lambrecht: Einschränkungen für Geimpfte aufheben

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht will coronabedingte Einschränkungen von Grundrechten für Geimpfte aufheben, wenn sicher feststeht, dass Geimpfte das Virus nicht mehr weitergeben können. "Solange nicht wissenschaftlich sicher belegt ist, dass die Impfung auch vor einer Weitergabe des Virus schützt, kommt eine unterschiedliche Behandlung von Geimpften gegenüber Nicht-Geimpften nicht infrage", sagte die Justizministerin.

"Es geht hier nicht um Privilegien, sondern um die Rücknahme von Grundrechtsbeschränkungen", sagt die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wenn sicher feststeht, dass von Geimpften keine Gefahr für andere ausgeht, fällt ein wichtiges Begründungselement für den Grundrechtseingriff weg."

22.1.2021 • 07:17 Uhr

WHO: Umgang mit Afrika bei Impfungen "zutiefst ungerecht"

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Afrikas schwache Position bei der Anschaffung von Impfstoff gegen das Coronavirus kritisiert. "Afrika läuft Gefahr, zurückgelassen zu werden, während Länder in anderen Regionen bilaterale Abkommen treffen", teilte das Afrika-Büro der WHO am Donnerstagabend in Brazzaville mit. Diese Deals drohten, die Preise für Impfdosen auch für Entwicklungs- und Schwellenländer in die Höhe zu treiben.

"Es ist zutiefst ungerecht, dass die schwächsten Afrikaner weiter auf Impfungen warten müssen, während in reichen Staaten Gruppen mit geringem Risiko geschützt werden", wird WHO-Afrika-Direktorin Matshidiso Moeti zitiert. Sie verurteilte zudem das "Horten" von Impfstoff durch Industriestaaten: Dadurch werde der Zugang für Afrikas Gesundheitsarbeiter und Risikogruppen verzögert.

Laut WHO wurden bis Anfang dieser Woche 40 Millionen Covid-19-Impfungen in 50 Ländern verabreicht, der Großteil davon in Ländern mit hohem Einkommen. Guinea sei das einzige Land Afrikas, das bisher geimpft habe. In den kommenden Wochen sollen erste Dosen der globalen Impfinitiative Covax den Kontinent erreichen.

22.1.2021 • 06:53 Uhr

EU-Grenzen sollen geöffnet bleiben

Stundenlang berieten die EU-Staaten über eine gemeinsame Corona-Strategie. Am Ende war klar: Die Grenzen bleiben offen - vorerst. Wegen der Mutationen sollen Reisen aber möglichst unterbleiben.

22.1.2021 • 06:34 Uhr

Nach Ausbruch: China riegelt Krankenhäuser ab

China riegelt nach einem neuen Corona-Ausbruch zwei der bekanntesten Krankenhäuser des Landes ab. Das Fudan University Shanghai Cancer Center und das Renji Hospital sowie einige umliegende Nachbarschaften in Shanghai wurden in einen Lockdown versetzt, ambulante Behandlungen wurden ausgesetzt, wie die Behörden mitteilten.

Wegen immer wieder aufflammender Fälle besonders im Norden des Landes gilt eine erhöhte Wachsamkeit. Lockdowns wurden in Teilen Pekings und in anderen Städten verhängt. Die Regierung hat dazu aufgerufen, am chinesischen Neujahrsfest im Februar möglichst zu Hause zu bleiben. Bis Mitte Februar hofft China, 50 Millionen Menschen gegen das Virus geimpft zu haben.

22.1.2021 • 06:22 Uhr

Mexiko: Höchststand an Corona-Todesfällen

Mexiko hat zum wiederholten Male innerhalb weniger Tage einen neuen Höchststand an Corona-Todesfällen gemeldet. Es wurden dort nach Zahlen der Regierung vom Donnerstag (Ortszeit) binnen 24 Stunden 1803 neue Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung registriert.

Der bisherige Rekord von 1584 Todesfällen stammte vom Dienstag. Die offizielle Gesamtzahl seit Ausbruch der Pandemie stieg damit auf 146.174 - die vierthöchste weltweit. Auch die Zahl der am Donnerstag gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus - 22.339 - war ein Höchststand.

22.1.2021 • 06:20 Uhr

Corona-Einschränkungen belasten Bürger zunehmend

Fast jeder Zweite nimmt die in Deutschland geltenden Corona-Einschränkungen als sehr starke oder starke Belastung wahr. 42 Prozent bezeichnen ihre persönliche Belastung durch die bestehenden Auflagen als weniger stark, wie aus dem ARD "DeutschlandTrend" hervorgeht. Neun Prozent fühlen sich durch die Einschränkungen laut eigener Aussage aktuell gar nicht belastet.

22.1.2021 • 05:38 Uhr

Mehr als 50.000 Corona-Tote in Deutschland seit Pandemiebeginn

In Deutschland sind seit Beginn der Pandemie mehr als 50.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut 859 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 50.642. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI außerdem 17.862 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages.

22.1.2021 • 04:47 Uhr

Nudel als Corona-Gewinner - Italiens Pasta-Export boomt

Die Deutschen haben der italienischen Pasta-Industrie mit ihrem Appetit auf Nudeln ein kräftiges Exportwachstum im Corona-Jahr 2020 beschert. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 stiegen nach Angaben des italienischen Branchenverbandes die Ausfuhren von Pasta aus dem Mittelmeerland in die Bundesrepublik um rund 20 Prozent. "Deutschland ist für uns Export-Markt Nummer eins", sagte Luigi Scordamaglia vom Lebensmittelverband Filiera Italia der Deutschen Presse-Agentur.

22.1.2021 • 04:33 Uhr

Wirtschaftsforscher wirft Bund Versagen bei Corona-Hilfen vor

Der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr, wirft der Bundesregierung Versagen bei den Corona-Hilfen vor. "Oft fließt das Geld zu spät und es ist bürokratisch zu aufwendig, an das Geld zu kommen, deshalb verzichten viele Unternehmer trotz Umsatzeinbußen einfach darauf", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". Die Programme seien undurchschaubar, weshalb sie nur einen Teil ihrer angepeilten Wirkung entfalteten. "Dass hier die Große Koalition viele Unternehmer hängen lässt, finde ich schäbig."

22.1.2021 • 03:37 Uhr

Japans Regierungschef weist Bericht über Absage von Olympia zurück

Japans Regierungschef Yoshihide Suga hat einen Bericht über die Absage der in Tokio geplanten Olympischen Sommerspiele zurückgewiesen. Er sei entschlossen, die Spiele zu verwirklichen. Die britische Zeitung "The Times" hatte unter Berufung auf ein namentlich nicht genanntes Mitglied der Regierungskoalition berichtet, die japanische Regierung sei intern zu dem Schluss gekommen, dass die im Juli geplante Massenveranstaltung wegen der Pandemie abgesagt werden müsste. Wegen der Corona-Pandemie sind die Olympischen Sommerspiele bereits um ein Jahr verschoben worden.

22.1.2021 • 03:31 Uhr

Justizministerin will Grundrechts-Einschränkungen für Geimpfte aufheben

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht will Corona-bedingte Einschränkungen von Grundrechten für Geimpfte aufheben. "Es geht hier nicht um Privilegien, sondern um die Rücknahme von Grundrechtsbeschränkungen", sagt die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wenn sicher feststeht, dass von Geimpften keine Gefahr für andere ausgeht, fällt ein wichtiges Begründungselement für den Grundrechtseingriff weg."

22.1.2021 • 02:43 Uhr

Corona-Test bei Reise nach Frankreich wird auch für EU-Bürger Pflicht

Auch europäische Reisende müssen bei der Einreise nach Frankreich künftig einen negativen Corona-Test vorweisen. Dieser PCR-Test dürfe nicht älter als 72 Stunden sein, hieß es nach dem EU-Videogipfel aus Élyséekreisen. Die Regelung gelte ab Sonntag um 0 Uhr. Ausnahmen seien für "essenzielle" Reisen vorgesehen - das betreffe vor allem Grenzgänger und den Warenverkehr. Ob noch weitere Reisegründe als Ausnahme gelten, war zunächst unklar. Wegen der neuen Coronavirus-Varianten hatte Frankreich zuletzt schon die Grenzkontrollen verschärft. So gilt bereits, dass bei der Einreise nach Frankreich von Ländern außerhalb der Europäischen Union ein negativer Corona-Test fällig wird. Die Reisenden sollen sich außerdem für sieben Tage isolieren.

22.1.2021 • 02:43 Uhr

Karneval von Rio fällt dieses Jahr aus

Rio de Janeiro hat seinen wegen der Corona-Pandemie bislang auf den Juli verschobenen Karneval komplett für dieses Jahr abgesagt. Es sei "unsinnig", weiter darauf zu hoffen, dass im Juli die Voraussetzungen für den Karneval bestünden, sagte der Bürgermeister der brasilianischen Millionenmetropole, Eduardo Paes.

Karneval in Rio de Janeiro | dpa

Wegen der Corona-Krise hat die brasilianische Stadt Rio de Janeiro den bislang verschobenen Karneval nun abgesagt. Bild: dpa

Die nächsten offiziellen Karnevalsfeiern in Rio werden nach seinen Angaben deshalb erst wieder kommendes Jahr stattfinden. "Im Jahr 2022 können wir - wenn wir alle richtig geimpft sind - das Leben und unsere Kultur mit all der Intensität feiern, die sie verdienen", sagte Paes. Er stellte zugleich Finanzhilfen für all die Menschen und Vereine in Aussicht, die monatelang an der Vorbereitung des Karnevals gearbeitet hatten.