Männer tragen einen Sarg mit einem Corona-Toten zur Grabstätte im brasilianischen Manaus. | AP
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Liveblog zum Coronavirus ++ Mehr als zwei Millionen Corona-Tote ++

Stand: 16.01.2021 00:02 Uhr

Die Zahl der weltweit bestätigten Corona-Todesfälle hat die Marke von zwei Millionen überschritten. Die WHO fordert alle Länder dazu auf, mehr auf Virus-Mutationen zu testen. Der Liveblog vom Freitag zum Nachlesen.

  • Großbritannien verschärft Einreiseregeln
  • Schnelltests sind auch in Apotheken und in Zahnarztpraxen
  • Kein Unterrichtsausschluss für Maskenverweigerer
  • Frankreich verzeichnet neun Prozent mehr Sterbefälle
  • Keine Sonderrechte für Geimpfte in den Zügen
  • Pfizer sichert EU Lieferung aller garantierten Dosen im ersten Quartal zu
  • Bund-Länder-Treffen schon am kommenden Dienstag
  • Steinmeier ruft zu Homeoffice auf
16.1.2021 • 00:02 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

15.1.2021 • 22:16 Uhr

Biden will US-Betriebe zu Corona-Impfstoffproduktion verpflichten

Mit Hilfe eines Gesetzes aus der Ära des Kalten Krieges will der künftige US-Präsident Joe Biden laut der Nachrichtenagentur AP die Impfstoff-Produktion ankurbeln. Das gab Biden bekannt. Mit dem "Defense Production Act" kann der US-Präsident Betriebe zur Produktion bestimmter Güter verpflichten.

Zuvor hatte Biden seine Pläne für ein weiteres Programm gegen die Corona-Krise und für die darunter leidende Wirtschaft im Umfang von etwa 1,9 Billionen Dollar vorgestellt. Gut 400 Milliarden Dollar davon (etwa 330 Milliarden Euro) sollen in Maßnahmen zur Kontrolle der Pandemie fließen.

15.1.2021 • 21:05 Uhr

WHO-Experten beginnen Arbeit in Wuhan

Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO sollen untersuchen, wo das Coronavirus seinen Ursprung hatte. Die Suche startet nun im chinesischen Wuhan, wo das Virus zum ersten Mal nachgewiesen wurde. Zuerst müssen die Wissenschaftler aber eine zweiwöchige Quarantäne hinter sich bringen.

15.1.2021 • 21:01 Uhr

Regionalwahl in Katalonien wegen Corona verschoben

Die vorgezogene Neuwahl des Parlaments der spanischen Konfliktregion Katalonien ist wegen der Corona-Pandemie vom 14. Februar auf den 30. Mai verschoben worden. Das Dekret zur Verlegung der Abstimmung sei auf einer Kabinettssitzung gebilligt worden, teilte die Regionalregierung in Barcelona mit. Nach dem illegalen Unabhängigkeitsreferendum der Separatisten vom 1. Oktober 2017 wurden zahlreiche Politiker und Aktivisten verurteilt und inhaftiert, andere flohen ins Exil. Die Separatisten sind in der Region aber weiterhin an der Macht. Die regionalen Parteien, die für eine Trennung von Spanien eintreten, bilden seit der Wahl vom Dezember 2017 eine Minderheitsregierung in Barcelona. Die Neuwahl war vom Parlament ausgerufen worden, nachdem die Justiz den separatistischen Regionalpräsidenten Quim Torra im vergangenen September wegen Ungehorsams abgesetzt hatte. Nach der Ansetzung der Neuwahl rief Torra die Katalanen dazu auf, die Abstimmung zu einem Volksentscheid über die Gründung eines unabhängigen katalanischen Staates zu machen. Die Regierungsgeschäfte übernahm bis zur Wahl einer neuen Regionalregierung Torras Vize Pere Aragonés.

15.1.2021 • 20:46 Uhr

Kanzleramtschef Braun erwartet Kraftanstrengung bis zum Sommer

Kanzleramtschef Helge Braun hält in der Corona-Krise eine Kraftanstrengung noch bis zum Sommer für nötig. Die Infektionszahlen müssten gesenkt werden, sagte Braun auf dem digitalen CDU-Parteitag. Deutschland stehe noch vor drei bis vier schweren Monaten. Im Sommer, glaube er, werde sich alles sehr gut fügen. Bis dahin sei es aber noch eine Kraftanstrengung. Wegen der kritischen Corona-Lage ziehen Bund und Länder ihre Beratungen über mögliche schärfere Beschränkungen auf nächste Woche vor. Bereits am kommenden Dienstag ist dazu nun eine Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten geplant.

15.1.2021 • 20:43 Uhr

Weltweit mehr als zwei Millionen bestätigte Corona-Tote

Die Zahl der weltweiten Corona-Toten hat eine weitere symbolische Marke durchbrochen. Nach einer Zählung der Johns Hopkins-Universität starben nachweislich mehr als zwei Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Virus. Voraussichtlich ist die tatsächliche Zahl weitaus höher, da in vielen Ländern vor allem in der Frühphase der Pandemie unzureichend oder unregelmäßig getestet wurde, oder etwa das Ausmaß der Infektionen vertuscht wird. Es dauerte rund acht Monate, bis die Marke von einer Million Toten bestätigt wurde. Dann gingen weniger als vier Monate ins Land, bis eine weitere Million Opfer hinzukamen.

"Unsere Welt hat einen herzzereissenden Meilenstein erreicht", erklärte UN-Generalsekretär António Guterres. Verschlimmert werde die Opferzahl durch das Fehlen koordinierter globaler Gegenmaßnahmen. Mit Blick auf das Anlaufen von Impfkampagnen gegen das Virus ergänzte Guterres, die Forschung sei erfolgreich, aber die Solidarität versage.

15.1.2021 • 19:18 Uhr

Frankreich verschärft Corona-Maßnahmen ab Samstag

Frankreich verschärft ab dem Wochenende seine Corona-Maßnahmen: Ab Samstag tritt eine landesweite Ausgangssperre zwischen 18.00 Uhr und sechs Uhr morgens in Kraft. Auch alle Geschäfte müssen dann schließen. Kritiker fürchten dadurch einen größeren Andrang, auch im öffentlichen Nahverkehr.

Zudem verschärft Frankreich die Kontrollen für Einreisende aus Nicht-EU-Ländern. Sie müssen ab Montag einen negativen PCR-Test vorlegen und sollen zudem in Frankreich eine Woche lang vorsorglich in Quarantäne gehen. Danach wird ein zweiter PCR-Test fällig. Grund für die Verschärfung ist die Sorge vor einer Ausbreitung der britischen Corona-Mutation. In Frankreich wurden bisher fast 70.000 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt.

15.1.2021 • 19:18 Uhr

WHO: Länder müssen mehr Sequenzierungen durchführen

Das Notfall-Komitee der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert, positiv Corona-Getestete auf neue Virus-Mutationen zu testen. Die bei solchen Untersuchungen der Länder gewonnenen Daten seien notwendig, um das Virus besser zu verstehen, schrieben die Experten in einer Empfehlung. Alle Informationen müssten auf globaler Ebene gesammelt und ausgewertet werden. "Die Bemühungen der Forschung müssen sehr, sehr schnell und stark sein", so der Vorsitzende des Komitees, Didier Houssin.

Neue Virus-Varianten, vor allem aus Großbritannien und Südafrika, gelten als besonders ansteckend. Houssin sprach von einem Rennen zwischen dem Virus, das sich ständig verändere, um sich weiter ausbreiten zu können, und der Gesellschaft, die die Verbreitung stoppen will. "Das ist ein entscheidender Moment in der Pandemie", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

15.1.2021 • 19:10 Uhr

Brasilien: Luftwaffe liefert Sauerstoff in Amazonas-Metropole Manaus

Nach dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems in der Amazonas-Metropole Manaus hat Brasiliens Luftwaffe Sauerstoff geliefert. Dies berichtete das brasilianische Nachrichtenportal "G1" unter Berufung auf die Luftwaffe. Demnach seien zwei Transportflugzeuge mit 386 Sauerstoff-Zylindern in der abgelegenen Stadt mitten im Amazonas-Gebiet angekommen.

Brasilien ist eines der am härtesten von der Pandemie betroffenen Länder. Bislang haben sich in dem größten Land Lateinamerikas mehr als 8,3 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 207.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Manaus, die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, registrierte zuletzt die meisten Krankenhausaufenthalte im Zusammenhang mit Covid-19 seit April.

15.1.2021 • 19:01 Uhr

US-Forscher: Bereits mehr als zwei Millionen Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Pandemie sind weltweit bereits mehr als zwei Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Weltweit gab es demnach bislang mehr als 93 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Virus. Experten gehen von einer noch höheren Dunkelziffer aus.

Die Webseite der Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Der WHO zufolge gab es bis Freitag 1,98 Millionen bestätigte Todesfälle.

15.1.2021 • 19:01 Uhr

Großbritannien verschärft Einreiseregeln

Großbritannien verschärft ab Montagfrüh seine Einreiseregeln. Alle Reisenden benötigten ein negatives Testergebnis und müssten sich unmittelbar nach ihrer Ankunft in Quarantäne begeben, kündigte Premierminister Boris Johnson an. Diese dauere zehn Tage, könne mit einem weiteren negativen Test aber auf fünf Tage verkürzt werden.

Bisher gab es für einige Länder Ausnahmen ohne Quarantäne. Dies wird ab Montag 05.00 Uhr (MEZ) aufgehoben. Damit solle die Einschleppung von Corona-Varianten vermieden werden, sagt Johnson.

Großbritannien Flughafen Gatwick | dpa

Großbritannien verschärft ab Montagfrüh seine Einreiseregeln. Alle Reisenden benötigten ein negatives Testergebnis und müssten sich unmittelbar nach ihrer Ankunft in Quarantäne begeben. Bild: dpa

15.1.2021 • 18:26 Uhr

WHO-Notfallkomitee gegen Corona-Impfnachweis für Reisen

Das Notfallkomitee der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich vorerst gegen eine Corona-Impfbescheinigung als Bedingung für internationale Reisen ausgesprochen. Es gebe noch zu viele offene Fragen zur Wirksamkeit der Impfstoffe, die zudem weiter nicht in ausreichender Menge verfügbar seien, erklärte das Gremium.

Zudem rief das Notfallkomitee dazu auf, angesichts der zuletzt entdeckten Mutationen die Sequenzierung der genetischen Codes des Coronavirus weltweit auszuweiten.

15.1.2021 • 18:18 Uhr

Deutlich mehr Neuinfektionen in Großbritannien

Trotz des Lockdowns steigt die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien. Sie liegt bei 55.761 nach 48.682 am Vortag. Zudem werden den vierten Tag in Folge mehr als 1000 neue Todesfälle verzeichnet. Deren Zahl liegt mit 1280 in etwa so hoch wie am Vortag. In Großbritannien wurde zuerst eine ansteckendere Variante des Virus nachgewiesen.

15.1.2021 • 18:00 Uhr

Lettland verlangt negativen Corona-Test vor Einreise

Lettland hat seine Einreisebestimmungen verschärft. Von heute an ist die Einreise in das baltische EU-Land nur noch mit einem negativen Corona-Test möglich. Die Regel gilt auch für lettische Staatsbürger, wie das Verkehrsministerium in Riga mitteilte. Der Testbefund darf nicht älter als 72 Stunden sein, muss vor Abreise der Fluggesellschaft oder anderen Beförderungsunternehmen vorgelegt und bei der elektronischen Einreiseregistrierung angegeben werden. Auch die Quarantänepflicht bleibt bestehen: Alle Einreisenden müssen sich in Lettland für zehn Tage in Selbstisolation begeben. 

15.1.2021 • 18:00 Uhr

Auch Schwedens Königspaar gegen Corona geimpft

Mit einem Piks in den linken Oberarm ist auch der schwedische König Carl XVI. Gustaf (74) gegen das Coronavirus geimpft worden. Der Monarch erhielt die erste von zwei Impfdosen ebenso wie Königin Silvia (77) auf Schloss Stenhammar rund 100 Kilometer südwestlich von Stockholm, wie das schwedische Königshaus mitteilte.

"Die große Impfung gegen Covid-19 ist jetzt in unserem ganzen Land im Gang", wurde Carl Gustaf vom Hof zitiert. "Es ist meine Hoffnung, dass sich jeder, der in den kommenden Monaten die Möglichkeit hat, dazu entschließt, sich zu impfen, damit wir gemeinsam und so schnell wie möglich durch diese schwierige Zeit kommen können."

15.1.2021 • 17:54 Uhr

Schnelltests auch in Apotheken und Zahnarztpraxen möglich

Corona-Schnelltests sind nun auch in Apotheken und in Zahnarztpraxen möglich. Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, tritt die entsprechende Verordnung an diesem Samstag in Kraft. Neben medizinischen Laboren sowie Ärztinnen und Ärzten werden damit auch Zahnärztinnen und Zahnärzte ausdrücklich für Testungen an möglicherweise infizierten Menschen sowie deren Kontaktpersonen zugelassen.

Zugleich wurde die Anzahl der Tests für ambulante Pflegedienste, insbesondere solche der ambulanten Intensivpflege sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe, auf 20 Tests pro Betreuten und Monat erhöht. Künftig können auch Tests in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe erfolgen.

15.1.2021 • 17:21 Uhr

Sechs EU-Länder beunruhigt wegen Lieferproblemen bei Pfizer-Impfstoff

Sechs Länder der Europäischen Union haben sich bei der EU-Kommission besorgt über die gemeldeten Lieferverspätungen des Corona-Impfstoffs von Pfizer und Biontech gezeigt. Dänemark, Finnland, Schweden und die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen appellierten in einem gemeinsamen Schreiben an EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides, die EU-Kommission solle sicherstellen, dass die Impfstoffproduktion von Pfizer und Biontech effektiv sei und die Impfstoffchargen schnell geliefert würden. Das teilte die finnische Regierung mit.

15.1.2021 • 17:07 Uhr

Frankreich verzeichnet 2020 neun Prozent mehr Sterbefälle

Frankreich hat im vergangenen Jahr neun Prozent mehr Sterbefälle verzeichnet als 2019. Wie das Statistikamt Insee aufgrund vorläufiger Zahlen mitteilte, wurden insgesamt 667.400 Tote registriert, rund 53.900 mehr als 2019. Diese sogenannte Übersterblichkeit wird unter anderem auf die Corona-Pandemie zurückgeführt.

Während der "ersten Corona-Welle" zwischen dem 1. März und dem 30. April wurden in Frankreich 27.300 zusätzliche Sterbefälle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gezählt, ein Anstieg um 27 Prozent. Während der "zweiten Welle" vom 1. September bis zum 31. Dezember waren es dann 33.000 zusätzliche Tote, 16 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2019. Durch die beiden Lockdowns im Frühjahr und Herbst sei der Effekt abgeschwächt worden, schreiben die Statistiker.

15.1.2021 • 17:07 Uhr

Bahnchef Lutz: Keine Sonderrechte für Geimpfte in den Zügen

Für Corona-Geimpfte soll es bei der Deutschen Bahn laut Konzernchef Richard Lutz keine Sonderrechte geben. "Wir halten uns an die politischen Vorgaben", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". "Niemand wird deshalb vorerst auf eine Maske verzichten können, nur weil er einen Impfausweis hochhält."

Die Corona-Krise hat die Fahrgastzahlen beim bundeseigenen Konzern massiv einbrechen lassen. "Noch 2019 hatten wir im Fernverkehr mit mehr als 150 Millionen so viele Passagiere wie noch nie", sagte Lutz. Auch Anfang 2020 seien die Zahlen gestiegen. "Ende 2020 waren es nur noch gut halb so viel: rund 80 Millionen."

15.1.2021 • 17:04 Uhr

Pfizer sichert EU Lieferung aller garantierten Dosen im ersten Quartal zu

Trotz Lieferverzögerungen hat das US-Unternehmen Pfizer zugesichert, alle der EU für das erste Quartal zugesagten Dosen von Corona-Impfstoff auch in diesem Zeitraum zu liefern. Dies habe ihr der Unternehmenschef von Pfizer bei einem Telefonat zugesagt, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. "Er kümmert sich persönlich darum, die Verzögerungszeit zu verkürzen und dafür zu sorgen, dass diese so schnell wie möglich aufgeholt wird."

15.1.2021 • 17:00 Uhr

Slowenien: Misstrauensantrag gegen Regierung Jansa

Die Opposition in Slowenien hat im Parlament einen Misstrauensantrag gegen die Koalitionsregierung des rechten Ministerpräsidenten Janez Jansa eingereicht. Der Vorsitzende der Rentnerpartei Desus, Karl Erjavec, begründete den Schritt damit, dass die Regierung bei der Bewältigung der Corona-Pandemie versagen würde. Tatsächlich hat Slowenien eine der höchsten Ansteckungsraten in Europa.

15.1.2021 • 16:55 Uhr

Umarmungen trotz Corona - eine Plastikplane hilft

Umarmungen sind in Corona-Zeiten besonders wertvoll: Gerade Covid-Patienten im Krankenhaus vermissen die Nähe ihrer Familienangehörigen sehr. In Italien, wo Küsschen und Umarmungen bisher nicht wegzudenken waren, suchen Krankenhäuser und Pflegeheime deshalb nach kreativen Lösungen für mehr nahen Kontakt.

So auch im "Nuovo Ospedale dei Castelli" in Ariccia südlich von Rom. Dort helfen ein sogenannter Umarmungsraum und eine spezielle Kunststoff-Vorrichtung dabei, sich persönlich in den Arm zu nehmen. Die Plastik-Abtrennung hat schlauchartige Hüllen für die Arme. Damit können Angehörige ihren Lieben, die sich auf dem Weg der Besserung befinden, nahe sein. Bei der ersten Präsentation der Umarmungsfolie vor einiger Zeit hatten Ärzte gesagt, dass mit mehr Glücksgefühlen vermutlich auch die Heilung beschleunigt werden könne.

Italien Umarmung im Plastikschlauch | dpa

In Italien suchen Krankenhäuser und Pflegeheime nach kreativen Lösungen für mehr nahen Kontakt: Hier in Ariccia südlich von Rom helfen ein sogenannter Umarmungsraum und eine spezielle Kunststoff-Vorrichtung dabei, sich persönlich in den Arm zu nehmen. Bild: dpa

15.1.2021 • 16:51 Uhr

Griechenland lockert Lockdown

Von Montag an dürfen Geschäfte in Griechenland wieder für den Kundenverkehr öffnen - sofern sie nicht in einem von der Pandemie stärker betroffenen Kreis angesiedelt sind. "Wir haben die Sicherheit, die Maßnahmen zu lockern", sagte Premier Kyriakos Mitsotakis während einer Parlamentsdebatte. Die Virologen hätten grünes Licht gegeben.

Für jene Geschäfte in Gegenden mit mehr Corona-Fällen gebe es ebenfalls Erleichterungen, versprach Mitsotakis. Dort dürfen die Läden ihre Waren ab Montag zumindest per "Click Away" verkaufen. Das heißt, die Kunden bestellen online oder telefonisch und können ihre Ware dann vor dem Geschäft in Empfang nehmen. So soll Kundengedränge im Laden vermieden werden.

Außerdem sollen die Kirchen öffnen dürfen, und zwar vom Sonntag, dem 25. Januar an. Es sei an der Zeit, schrittweise das Risiko einer leichten Öffnung der Wirtschaft einzugehen, sofern die Virologen einverstanden seien, sagte Mitsotakis. Jede Schließung koste die griechische Wirtschaft mehr als drei Milliarden Euro pro Monat.

15.1.2021 • 16:47 Uhr

Hessen macht sich im Bundesrat für längeren Insolvenzschutz stark

Hessen macht sich angesichts der verzögerten Auszahlung staatlicher Corona-Hilfen dafür stark, den Insolvenzschutz für krisengeplagte Unternehmen um zwei Monate zu verlängern. Das Land habe sich entschlossen, im Bundesrat tätig zu werden und auf eine entsprechende Änderung des Covid-19-Insolvenzaussetzungsgesetzes hinzuwirken, sagten der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) dem "Handelsblatt".

Aufgrund der Pandemie und der zunächst kaum abschätzbaren negativen Folgen für die Wirtschaft hatte die Bundesregierung im Frühjahr 2020 die strengen Meldepflichten für Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit außer Kraft gesetzt. Für Zahlungsunfähigkeit gilt die Antragspflicht seit Oktober wieder, für Überschuldung gibt es bis Ende Januar noch Ausnahmen.

15.1.2021 • 16:33 Uhr

Sachsen will Einrichtung für Quarantäne-Verweigerer in Betrieb nehmen

Sachsen will in der kommenden Woche eine Einrichtung für Quarantäne-Verweigerer in Betrieb nehmen. Das teilte das Innenministerium mit. Bislang seien allerdings noch keine Verweigerer bekannt, die per Gerichtsbeschluss abgesondert werden sollten, hieß es weiter.

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hatte schon im Frühjahr 2020 klargestellt, dass eine solche Zwangsmaßnahme nur ein letztes Mittel sei und einen richterlichen Beschluss erfordere. Das Innenministerium teilte nun mit: "In der Praxis wird seitens des zuständigen Gesundheitsamtes zunächst die Quarantäne festgestellt. Daran schließt sich die eindringliche Ermahnung und bei weiterem Widersetzen die Einleitung eines Bußgeldverfahrens an." Erst dann folge ein Gerichtsverfahren.

15.1.2021 • 16:32 Uhr

Italien: Weiter keine Reisen zwischen Regionen

Italiens Regierung hat zahlreiche Beschränkungen für die Bürger und Reiseverbote im gesamten Land verlängert. Zudem bleiben die nächtliche Ausgangssperre und die Maskenpflicht im Alltag bestehen. Ministerpräsident Giuseppe Conte unterschrieb dazu ein Dekret. Demnach ist das Reisen zwischen den Regionen und Autonomen Provinzen ab Samstag bis zum 15. Februar weiter untersagt - es sei denn, es ist etwa wegen der Arbeit oder der Gesundheit nötig. Auch die Skigebiete müssen sich gedulden. Sie dürfen erst ab dem 15. Februar wieder für Freizeit-Wintersportler öffnen.

15.1.2021 • 16:30 Uhr

Antrag eines Depressiven gegen Kontaktbeschränkungen abgewiesen

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat den Eilantrag eines Mannes, der nach eigenen Worten an Depression erkrankt ist, gegen die Corona-Kontaktbeschränkungen des Landes Nordrhein-Westfalen abgewiesen. Das Abstandsgebot und die Kontaktbeschränkungen seien voraussichtlich verhältnismäßig, erklärte das Gericht. Der mit den Maßnahmen verbundene Grundrechtseingriff sei angesichts der gravierenden Folgen, die ein weiterer unkontrollierter Anstieg der Zahl von Neuansteckungen mit dem Coronavirus für Leben und Gesundheit einer Vielzahl von Menschen hätte, vorübergehend hinnehmbar.

Der Mann aus Wuppertal hatte argumentiert, dass er aufgrund seiner psychischen Erkrankung zwingend auf seine üblichen sozialen Kontakte angewiesen sei. Er lebe allein und habe sich in der Vergangenheit regelmäßig mit zwei Freundinnen gemeinsam in der Öffentlichkeit getroffen. Dies sei durch die Corona-Maßnahmen vorübergehend nicht mehr möglich.

15.1.2021 • 16:18 Uhr

EU-Kommission sieht europaweit gültige Impf-Nachweise positiv

Die EU-Kommission sieht mögliche europaweit gültige Dokumente zum Nachweis von Corona-Impfungen grundsätzlich positiv. Kommissionschefin Ursula von der Leyen halte die Idee solcher Zertifikate, die die EU-Länder gegenseitig anerkennen könnten, für eine gute Sache, sagte eine Sprecherin. Solche Dokumente könnten der Kommissionsprecherin zufolge dazu dienen, das Reisen zu erleichtern. Zugleich machte sie klar, dass die Kommission damit keine Stellung beziehen wolle, inwieweit solche Dokumente ihren Trägern bestimmte Rechte oder Zugänge gewähren sollten

15.1.2021 • 16:14 Uhr

Gericht: Kein Unterrichtsausschluss für Maskenverweigerer

Wer ohne Maske zur Schule kommt, darf nach einem Urteil des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) nicht dauerhaft vom Unterricht ausgeschlossen werden. Die Maskenpflicht an Schulen sei zwar rechtmäßig, es fehle aber bislang eine Rechtsgrundlage für den unbefristeten Ausschluss vom Unterricht. Das OVG stellte sich damit gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hamburg. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Die Maskenpflicht an Schulen ist laut OVG nach der Coronavirus-Eindämmungsverordnung ein verhältnismäßiger Eingriff in die Grundrechte der betroffenen Schülerinnen und Schüler. Es fehle jedoch an einer gesetzlichen Grundlage für den "auf unbestimmte Zeit andauernden Unterrichtsausschluss" eines Schülers, der sich weigert, der Maskenpflicht nachzukommen. Weder die Coronavirus-Eindämmungsverordnung noch das Schulgesetz enthielten eine entsprechende Befugnis.

15.1.2021 • 16:06 Uhr

Ministerium: Pfizer kann zugesagte Lieferungen nicht einhalten

Der Pharmakonzern Pfizer kann nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums in den kommenden drei bis vier Wochen die bereits zugesagte Menge an Corona-Impfstoff auch an Deutschland nicht liefern. Ein Sprecher fügte hinzu, dass die am Montag vorgesehene wöchentliche Lieferung wie geplant erfolge. Grund für die Lieferprobleme sind demnach Umbauten im Pfizer-Werk im belgischen Puurs. Die deutschen Gesundheitsminister nähmen die "sehr kurzfristige wie unerwartete Mitteilung" aber mit Bedauern zur Kenntnis, hieß es in einer Mitteilung. Unklar ist noch, wie groß die Mengen an Impfstoff sind, die nun vorerst nicht zur Verfügung stehen.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und seine Länderkollegen berieten nach Angaben des Sprechers am Nachmittag kurzfristig in einer Schaltkonferenz über die Lage. Bund und Länder erwarteten, dass die EU-Kommission in den Verhandlungen mit Pfizer schnellstmöglich Klarheit und Sicherheit für die weiteren Lieferungen und Lieferdaten schaffe. "Zugesagt ist in jedem Fall, dass die für das 1. Quartal angekündigten Mengen vollständig im ersten Quartal geliefert werden", hieß es weiter.

15.1.2021 • 16:01 Uhr

SPD fordert von Karliczek Erforschung der Maßnahmen

Die SPD-Fraktion fordert eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme der Corona-Beschränkungen und sieht dabei Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) in der Pflicht. "Wir haben ein Forschungsministerium. Anja Karliczek sollte endlich Untersuchungen über die Wirkung der Maßnahmen anstoßen", sagte SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas dem "Spiegel" laut Vorabbericht. "Wir müssen detaillierter wissen, was die Maßnahmen für das Infektionsgeschehen bedeuten und wie sie wirken." Alles, was mit Zahlen und Daten besser belegt werden könne, sei gut. Dazu gehöre, vorhandene Mobilitätsdaten systematisch auszuwerten, auch um zu wissen, wie sehr sich das Homeoffice durchgesetzt habe.

15.1.2021 • 15:54 Uhr

Britische Versicherer verlieren Streit um Betriebsschließungen

Versicherer müssen in Großbritannien für die Kosten von Betriebsschließungen ihrer Kunden infolge der Corona-Pandemie aufkommen. Der Oberste Gerichtshof (Supreme Court) verwarf die Berufungsanträge von sechs großen Versicherern gegen eine entsprechende Entscheidung des High Court. Die Unternehmen hatten argumentiert, sie könnten nicht unbegrenzt zahlen, wenn beinahe die ganze Wirtschaft lahmgelegt sei und gesunde Menschen wegen der Beschränkung des öffentlichen Lebens zu Hause bleiben müssten.

Doch das oberste Berufungsgericht entschied, dass dies von den Versicherungsklauseln abgedeckt sei. Von dem Urteil betroffen sind nach früheren Schätzungen 60 Versicherer und 370.000 Kunden, vorwiegend Kleinunternehmer. Es geht um Entschädigungen in Milliardenhöhe.

15.1.2021 • 15:41 Uhr

München kritisiert ausbleibende Impfstofflieferung

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat "chaotische Zustände" bei der Impfstofflieferung kritisiert. Entgegen der Ankündigung des Freistaats, die lokalen Impfzentren regelmäßig jeden Dienstag und Freitag mit Impfstoff zu beliefern, habe die Stadt die für Freitag zugesagten 3500 Dosen nicht erhalten, teilte das Rathaus mit. Mit dem noch vorhandenen Impfstoff könne gerade so sichergestellt werden, dass übers Wochenende die notwendige Zweitimpfung der ersten geimpften Einwohner erfolgen könne.

15.1.2021 • 15:38 Uhr

Produktion von BioNTech-Impfstoff in Marburg genehmigt

Die hessischen Behörden haben die angestrebte Produktion von zusätzlichem BioNTech-Impfstoff in Marburg genehmigt. Wie die Staatskanzlei in Wiesbaden mitteilte, gab das zuständige Regierungspräsidium in Gießen heute grünes Licht. Das Mainzer Unternehmen BioNTech hatte Anfang Dezember die Anträge für Umbau und Betrieb eines zuvor gekauften Werks in Marburg gestellt.

BioNTech kündigte an, dass es wie geplant beim Produktionsbeginn im Februar bleibe. Dem Unternehmen zufolge vergehen zwischen der Herstellung und Freigabe des kontrollierten Vakzins dann üblicherweise etwa vier Wochen. Im ersten Halbjahr 2021 sollen in Marburg 250 Millionen Dosen des Impfstoffes von BioNTech und seines US-Partners Pfizer hergestellt werden. Als Gesamtmenge einer Jahresproduktion streben die Mainzer nach eigenen Angaben hier 750 Millionen Dosen an.

15.1.2021 • 15:36 Uhr

Eurostar in massiven Schwierigkeiten

Der Eurostar mit seinen Zugverbindungen unter dem Ärmelkanal ist durch die Pandemie in massive Schwierigkeiten geraten. Die französische Bahngesellschaft SNCF als Mehrheitseignerin sprach von einer "sehr kritischen" Lage. Derzeit gebe es nur noch eine tägliche Hin- und Rückfahrt zwischen London und Brüssel beziehungsweise Paris.

Der Chef der SNCF-Reisesparte, Christophe Fanichet, fürchtet einen weiteren Einbruch der Passagierzahlen, wenn ab Montag die neuen französischen Corona-Regeln in Kraft treten. "Ich bin sehr besorgt um den Eurostar", sagte er. Bereits im vergangenen Jahr habe die Gesellschaft 85 Prozent ihrer Passagiere eingebüßt.

15.1.2021 • 15:20 Uhr

"Spiegel": Lauterbach fordert Grundsatzentscheidung zum Lockdown

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich für schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie aus. "Wir müssen am Wochenende schon eine Grundsatzentscheidung treffen", sagte Lauterbach dem "Spiegel". "Wollen wir den Lockdown verkürzen? Dann müssen wir ihn deutlich verschärfen und in einen harten Lockdown gehen. Oder soll es ungefähr bei den aktuellen Maßnahmen bleiben. Dann muss der Lockdown deutlich länger gelten."

Angesichts des mutierten Coronavirus aus Großbritannien plädiert Lauterbach klar für die erste Option. "Ich halte es für falsch, jetzt noch länger zu warten. Noch haben wir einen Vorsprung gegenüber Großbritannien, wie wir ihn im Frühjahr 2020 gegenüber Italien hatten. Den Erfolg vom ersten Lockdown müssen wir jetzt wiederholen, um nicht das Schicksal der Briten zu erleiden."

15.1.2021 • 15:03 Uhr

NRW legt Hälfte der BioNTech-Dosen für zweite Spritze weiter zurück

Nordrhein-Westfalen legt im Unterschied zu Bayern aus jeder Impfstoff-Lieferung von BioNTech weiterhin die Hälfte für die zweite Impfdosis an die Erstgeimpften zurück. "Um eine hohe Wahrscheinlichkeit der Immunisierung von geimpften Personen gewährleisten zu können, ist eine Sicherstellung der Verabreichung einer zweiten Impfdosis essenziell", sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums Nachrichtenagentur dpa. Aus diesem Grund verfolge NRW die Strategie, 50 Prozent für die zweite Dosis einzubehalten. Dieses Vorgehen stütze sich auch auf Aussagen des Bundesgesundheitsministeriums und von BioNTech.

15.1.2021 • 15:00 Uhr

Illegaler Betrieb einer Shisha-Bar - 18 Personen feiern im Keller

18 Menschen feierten trotz der Pandemie im Keller: Die Polizei ist in der Nacht zum Freitag gegen den illegalen Betrieb einer Bar in Hamburg vorgegangen. Trotz mehrfacher Aufforderung war der Keller, aus dem Rauch drang, nicht geöffnet worden - deshalb taten es die Beamten gewaltsam. Sie trafen in den Räumen und im Treppenhaus auf den Besitzer einer im Haus befindlichen Sisha-Bar, seine beiden 15 und 16 Jahre alten Söhne sowie 15 Gäste, wie die Polizei mitteilte.

15.1.2021 • 14:57 Uhr

Island verschärft Corona-Bestimmungen für die Einreise

Island verschärft seine Einreisebestimmungen. Jeder Passagier muss sich ab Freitag verbindlich nach der Ankunft auf der Nordatlantik-Insel auf das Coronavirus testen lassen. Nach fünf bis sechs Tagen Quarantäne muss dann ein zweiter Corona-Test vorgenommen werden, wie die isländische Regierung nach einer Kabinettssitzung mitteilte. Die Maßnahme gilt bis zum 1. Mai, die Tests sind kostenlos.

15.1.2021 • 14:42 Uhr

Madrid verschärft Corona-Maßnahmen - Ausgehsperre schon ab 23 Uhr

Wegen steigender Infektionszahlen in Spanien verschärft Madrid nach anderen Regionen nun auch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Die nächtliche Ausgehsperre werde ab Montag um eine Stunde auf 23 Uhr vorgezogen, teilte die Regierung der Hauptstadtregion mit. Restaurants, Cafés und Bars müssen dann in der Autonomen Gemeinschaft schon um 22 Uhr - statt wie bisher um Mitternacht - schließen. Die Verschärfung der Maßnahmen gilt den Angaben zufolge vorerst für zwei Wochen.

Ab Montag werden zudem weitere fünf Gemeinden und sechs kleinere Bezirke Madrids für zwei Wochen abgeriegelt. Damit erhöht sich die Zahl der abgesperrten Gebiete, die man nur mit triftigem Grund verlassen oder betreten darf, auf insgesamt 19 Gemeinden und 47 kleinere Bezirke. Betroffen sind insgesamt 1,3 Millionen der insgesamt 6,7 Millionen Bewohner der Region.

15.1.2021 • 14:38 Uhr

Galeria Karstadt Kaufhof verhandelt offenbar über Staatshilfen

Der angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof verhandelt einem "Spiegel"-Bericht zufolge offenbar seit dieser Woche mit der Bundesregierung über eine Finanzhilfe. Das Unternehmen wünsche ein nachrangiges Darlehen von "deutlich unter einer halben Milliarde", um die laufenden Kosten zu decken, berichtete der "Spiegel" vorab unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen. 

Bis vor wenigen Tagen sei der Konzern davon ausgegangen, bis Ende Januar mit eigenen Mitteln über die Runden zu kommen, hieß es. Inzwischen sei diese Hoffnung geschwunden. "Wenn wir plötzlich über weitere acht bis zehn Wochen Schließung der Läden reden, dann kann das kein Non-Food-Unternehmen ohne Staatshilfen überleben", heißt es dem Bericht zufolge bei Galeria Karstadt Kaufhof. "Wir schauen in die Röhre bei den allgemeinen Hilfen." 

15.1.2021 • 14:29 Uhr

Ex-Bundestrainer Vogts fordert EM-Verschiebung

Ex-Bundestrainer Berti Vogts hat angesichts der Pandemie eine sofortige Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft gefordert. "Es macht mich fassungslos, dass man von der UEFA, die das Turnier ausrichtet, aktuell nichts hört. Deshalb appelliere ich als ehemaliger Bundestrainer nun selbst an den Verband: Verschiebt die EM. Reagiert jetzt. Sonst ist es zu spät", schrieb der 74-Jährige in seiner Kolumne auf t-online.de.

Die ursprünglich für 2020 angesetzte EM war wegen der Pandemie verschoben worden und soll nun vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 in elf europäischen Städten sowie Aserbaidschans Hauptstadt Baku ausgetragen werden. "Völliger Irrsinn", meinte Vogts und schlägt vor, das Turnier auf den Zeitraum ab Mitte Dezember zu verschieben. Bis dahin seien hoffentlich genug Menschen geimpft, um wieder mehr Fans in die Stadien zu lassen.

15.1.2021 • 14:25 Uhr

EMA: Hacker manipulierten gestohlene Impfstoff-Dokumente

Hacker haben nach Angaben der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA die bei einer Cyber-Attacke erbeuteten Dokumente zum Corona-Impfstoff manipuliert und dann im Internet veröffentlicht. Dazu gehörten vertrauliche E-Mails vom November mit Bezug zur Bewertung von Covid-19-Impfstoffen, wie die EMA mitteilte. "Einige der Emails wurden von den Tätern manipuliert, um Vertrauen in die Impfstoffe zu untergraben."

Unbekannte waren im Dezember in das Computersystem der EMA eingedrungen und hatten auch Einsicht in Dokumente der Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech. Es ist nicht bekannt, wo die EMA-Dokumente veröffentlicht worden waren. Bisher ist unklar, wer hinter dem Angriff steckt und welche Motive die Täter hatten. Die Ermittlungen dauern an.

15.1.2021 • 14:21 Uhr

Forscher - Mehr Homeoffice könnte Infektionsrate verringern

Wissenschaftler sehen in einem verstärkten Arbeiten von zu Hause eine Möglichkeit, die Infektionsrate zu bremsen. Der Bonner Wirtschaftsprofessor Hans-Martin von Gaudecker hat mit anderen Forschern ein Simulationsmodell entwickelt, mit dem sie berechnen, wie sich eine Reduzierung von Kontakten in der Arbeitswelt auf die Verbreitung des Virus auswirkt.

Dafür haben sie haben den Zeitraum Oktober bis Mitte Dezember untersucht und angenommen, dass ein Prozentpunkt mehr der arbeitenden Bevölkerung im Homeoffice ist. "Wenn das ab Anfang Oktober der Fall gewesen wäre, hätten wir vor Weihnachten etwa sieben Prozent weniger Infektionen gehabt", sagt der Ökonom der Nachrichtenagentur Reuters.

15.1.2021 • 14:17 Uhr

Corona-Warn-App wird ausgebaut und läuft auf älteren iPhones

Die Funktionen der offiziellen Corona-Warn-App des Bundes werden in den kommenden Wochen signifikant erweitert. Außerdem soll die App ab Mitte Februar auch auf den älteren iPhone-Modellen 5s und 6 laufen können. Das kündigte das Bundesgesundheitsministerium an.

Zu den neuen Funktionen gehört ein Dashboard, auf dem aktuelle Informationen über das Infektionsgeschehen zur Verfügung gestellt werden sollen. Danach soll die App um eine Darstellung der Begegnungshistorie erweitert werden. Dabei geht es darum, die App-Nutzer genauer über den Zeitpunkt von Risikobegegnungen zu informieren. Diese Funktion werde im Einklang mit dem geltenden Datenschutz umgesetzt. Als dritte Neuerung wird die Schnittstelle von Apple für die älteren iPhone-Modelle 5s und 6 auch auf der Corona-Warn-App des Bundes umgesetzt.

Mobiltelefon mit geöffneter Corona-Warn-App | dpa

Die Funktionen der Corona-Warn-App sollen erweitert werden. Und die App soll ab Mitte Februar auch auf älteren iPhone-Modellen laufen. Bild: dpa

15.1.2021 • 14:14 Uhr

Polen beginnt mit Anmeldung von über 80-Jährigen für Corona-Impfung

In Polen ist die Anmeldung von Menschen im Alter von über 80 Jahren für die Corona-Impfung angelaufen. Seit dem Start des Anmeldeverfahrens um Mitternacht hätten sich rund 128.000 ältere Bürger für einen Impftermin registriert, sagte der Chef der Regierungskanzlei, Michal Dworczyk. Die Anmeldung ist über ein Online-Portal, über ein Impfzentrum sowie über eine Telefon-Hotline möglich.

Ähnlich wie die anderen EU-Länder hatte Polen nach Weihnachten mit den Impfungen begonnen. Bislang seien 410.000 Bürger geimpft worden, sagte Dworczyk. Der Impfplan der Regierung sieht vor, dass zunächst medizinisches Personal und Sanitäter die Impfung erhalten sollen. In der zweiten Phase sind Senioren im Alter über 80 Jahren sowie Polizisten, Soldaten und Feuerwehrleute an der Reihe.

15.1.2021 • 14:06 Uhr

Schlagabtausch im griechischen Parlament

Die Opposition im griechischen Parlament hat die Impfpolitik der konservativen griechischen Regierung scharf kritisiert. "Konzentrieren Sie sich, organisieren Sie sich gut.", warnte der Linkspolitiker und ehemalige Premier Alexis Tsipras den amtierenden Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis. Es gehe nicht nur darum, Impfdosen vorrätig zu haben, sondern auch wirklich zu impfen - jeden Tag fordere die Pandemie weitere Opfer.

Zuvor hatte Mitsotakis das Pandemie-Management des Landes gelobt und gesagt, man habe für die rund 11 Millionen Einwohner gut 15 Millionen Dosen Impfstoff sichern können. Damit könne man rund 8 Millionen Menschen impfen.

Die Opposition jedoch kritisierte, dass die Impfungen bisher quasi auf gut Glück stattfänden. Tatsächlich hieß es seitens der Regierung zunächst, es würden 8000 Menschen am Tag geimpft, später war von 17 000 Menschen die Rede. "Mit diesem Rhythmus werden wir die notwendige Immunisierung der Bevölkerung erst um diese Zeit nächstes Jahr erreichen", sagte Tsipras. Den Behörden zufolge wurden bisher erst gut 70.000 Menschen geimpft.

Griechisches Parlament | REUTERS

Die Opposition im griechischen Parlament hat die Impfpolitik der konservativen griechischen Regierung scharf kritisiert. Die Impfungen würden bisher quasi auf gut Glück stattfinden. Bild: REUTERS

15.1.2021 • 13:46 Uhr

Pfizer kürzt offenbar Impfstoff-Lieferungen für Europa

Der US-Pharmakonzern Pfizer wird vorübergehend die Liefermenge seines gemeinsam mit BioNTech entwickelten Corona-Impfstoffes an europäische Länder senken. Grund sei ein Hochfahren der Produktionskapazitäten. "Die zeitweise Senkung wird alle europäischen Länder betreffen", erklärte die norwegische Gesundheitsbehörde. Es sei nicht klar, wie lange es dauere, bis Pfizer wieder die maximale Produktionskapazität erreichen werde.

Pfizer teilte mit, die Produktionsanlagen würden ausgebaut, um mehr Impfdosen herzustellen. Dies werde aber vorübergehende Auswirkungen auf die Lieferungen Ende Januar bis Anfang Februar haben. Im Werk im belgischen Puurs könne es bei Aufträgen und Lieferungen daher zu Schwankungen kommen. Ende Februar und März stünde dann mehr Impfstoff zur Verfügung.

15.1.2021 • 13:44 Uhr

Rund 75 Millionen Euro Novemberhilfen ausgezahlt

Die am 12. Januar gestartete reguläre Auszahlung der Novemberhilfe an geschlossene Betriebe im Lockdown beschleunigt sich nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums. Die Bundesländer hätten nun rund 75 Millionen Euro ausgezahlt, teilt eine Sprecherin mit. Am Donnerstag hatte der Stand noch bei rund 20 Millionen Euro gelegen. Zuvor hatte es Kritik an der späten Auszahlung der regulären Hilfen gegeben.

15.1.2021 • 13:43 Uhr

RKI empfiehlt strengere Quarantäne

Angesichts der Mutationen des Coronavirus hat das Robert Koch-Institut seine Quarantäneempfehlungen verschärft. "Bei Nachweis einer neuartigen Variante von Sars-CoV-2, wie sie in England und Südafrika erstmals isoliert wurden, sollte keine Verkürzung der Quarantänedauer von 14 Tagen erfolgen", heißt es in den neuen Vorgaben des RKI, die der "Spiegel" zitierte.

15.1.2021 • 13:31 Uhr

101-Jährige nun vollständig geimpft

Am 26. Dezember hatte Edith Kwoizalla als bundesweit Erste die erste Schutzimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Heute nun bekam die 101-Jährige im Seniorenheim in Halberstadt ihre zweite Dosis und damit den vollständigen Schutz.

Ob damit nicht nur in Sachsen-Anhalt, sondern auch bundesweit die erste Zweitimpfung erfolgte, konnte die Sprecherin des Heimes nicht bestätigen. Der Landkreis Harz hatte bereits am 26. Dezember und damit früher als bundesweit mit den Corona-Impfungen begonnen. Insgesamt erhielten am Freitag laut Heimbetreiber 40 Heimbewohner ihre Zweitimpfung, 13 weitere ihre Erstimpfung. Außerdem seien weitere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen geimpft worden. Zum Einsatz kam demnach der Impfstoff der Mainzer Firma BioNTech und ihres US-Partners Pfizer. Zwei Impfungen sind notwendig, damit sich die Wirkung des Impfstoffes voll entfalten kann.

Edith Kwoizalla | dpa

Bild: dpa

15.1.2021 • 13:12 Uhr

Chipmangel: Ford-Werk Saarlouis setzt Produktion aus

Aufgrund von Lieferengpässen bei Halbleiterbauteilen und der gesunkenen Nachfrage während der Corona-Pandemie hält der Autobauer Ford die Produktion in seinem Werk in Saarlouis vom 18. Januar bis 19. Februar 2021 an. Betroffen sei die Produktion des Modells Focus, das der Standort im Saarland für alle europäischen Märkte produziere, teilte ein Sprecher des Unternehmens mit. Der Mangel an Elektronik-Chips für Autos sorgt auch bei anderen Herstellern und Zulieferern in Deutschland für Probleme.

15.1.2021 • 13:00 Uhr

Corona-Fälle bei Handball-WM

Der Handball-Weltverband IHF reagiert mit einer erhöhten Testfrequenz auf die ersten Corona-Fälle bei der WM in Ägypten. Von diesem Samstag an sollen alle Nationalteams, Schiedsrichter sowie Turnier-Offizielle täglich auf Covid-19 getestet werden, wie die IHF mitteilte. Bislang hatten sich viele an der Weltmeisterschaft beteiligte Personen mindestens alle 72 Stunden einem Corona-Test unterziehen müssen.

Heute Morgen war der dänische Nationalspieler Emil Jakobsen im Mannschaftshotel in Kairo positiv getestet worden. Beim deutschen Vorrundengegner Kap Verde gibt es vier Corona-Fälle. Außerdem seien einige positive Fälle beim Hotelpersonal sowie im Organisationskomitee aufgetreten, teilte die IHF aweiter mit.

15.1.2021 • 12:54 Uhr

Sterbefälle ein Viertel über Durchschnitt

Ende 2020 sind in Deutschland deutlich mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Laut Statistischem Bundesamt lagen die Sterbefallzahlen in der Woche vor Weihnachten um 24 Prozent über dem Mittel. In Sachsen haben sich die Zahlen sogar verdoppelt. In der Woche vom 14. bis 20. Dezember starben mindestens 23.550 Menschen - 4568 mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Bereits in der Woche davor hatten die Sterbefallzahlen 25 Prozent über dem Schnitt gelegen. "Die Zahl der Todesfälle von Personen, die zuvor laborbestätigt an Covid-19 erkrankt waren, steigt seit Anfang Oktober von Woche zu Woche an", berichteten die Statistiker. In der 51. Kalenderwoche gab es insgesamt 4484 beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete Covid-19-Todesfälle.

15.1.2021 • 12:42 Uhr

Bundesregierung plant keine Pflicht zum Homeoffice

Die Bundesregierung plane weiterhin keine Homeoffice-Pflicht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Er schloss sich zwar dem Appell von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Ausweitung der Heimarbeit an, betonte aber auch: "Homeoffice ist nicht für jeden Beruf, für jede Tätigkeit geeignet."

Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums zog zudem in Zweifel, ob eine Verpflichtung wirklich zielführender wäre. Nach ihrer Einschätzung führen Absprachen zwischen den Betroffenen zu einer höheren Akzeptanz. Seibert betonte allerdings auch, dass beim ersten Lockdown im Frühjahr der Homeoffice-Anteil höher gewesen sei.

15.1.2021 • 12:34 Uhr

Regierungssprecher - Öffentlicher Nahverkehr wird nicht eingestellt

Busse und Bahnen sollen in Deutschland trotz der Ansteckungsgefahr weiter fahren. Es gehe um weniger Kontakte im öffentlichen Nahverkehr, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert mit Blick auf die Bund-Länder-Beratungen am Dienstag. "Was es nicht heißt, ist: den Öffentlichen Nahverkehr einzustellen."

15.1.2021 • 12:14 Uhr

Versicherer in Großbritannien müssen Betriebe für Verluste entschädigen

Versicherer in Großbritannien müssen kleine und mittlere Unternehmen für deren Verluste durch Einschränkungen in der Corona-Krise entschädigen. Das entschied der Oberste Gerichtshof des Landes. Er gab damit einer Klage der Aufsichtsbehörde für die Regulierung der Finanzmärkte (FCA) im Namen der Unternehmen statt. 

Die Entscheidung hat weitreichende Folgen für die rund 370.000 kleinen und mittleren Unternehmen in Großbritannien. Sie können Schätzungen zufolge nun 1,2 Milliarden Pfund (1,35 Milliarden Euro) von den Versicherungsunternehmen einfordern. 

15.1.2021 • 11:48 Uhr

Nächstes Bund-Länder-Treffen am kommenden Dienstag

Aufgrund der aktuellen Pandemielage werden Bund und Länder bereits am kommenden Dienstag über weitere Maßnahmen beraten. Das bestätigte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die Zahl der Neuinfektionen sei nach wie vor viel zu hoch. Dazu komme das Risiko einer neuen Virus-Mutation. Es gehe darum, "noch mehr" zu tun, um die Infektionszahlen zu senken, sagte Seibert. Ursprünglich war das Treffen für den 25. Januar geplant. Mehrere Ministerpräsidenten begrüßten bereits einen früheren Termin.

15.1.2021 • 11:25 Uhr

Steinmeier: "Ermöglichen Sie das Arbeiten von zuhause aus"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angesichts der Corona-Bedrohung zu mehr Arbeiten im Homeoffice aufgerufen. "Ermöglichen Sie das Arbeiten von zuhause aus", appellierte er an die Arbeitgeber. Auch am Arbeitsplatz müssten die Kontakte reduziert werden. Die Beschäftigten rief der Bundespräsident gemeinsam mit den Spitzen von Arbeitgebern und Gewerkschaften dazu auf, das Angebot von Homeoffice zu nutzen: "Gehen Sie nicht ins Büro, wenn Sie nicht zwingend müssen!" Von zuhause aus zu arbeiten, schütze auch die Kolleginnen und Kollegen.

Steinmeier betonte, es erkrankten immer noch viel zu viele Menschen an Covid-19. Die hohe Zahl der Menschen, die an dem Virus sterben, sei "traurig und erschütternd". Die aufgetretenen Mutationen verschärften noch die Infektionsgefahr. "Das macht mir große Sorgen."

15.1.2021 • 11:20 Uhr

Studien: Monatelang nach Corona-Infektion geschützt

Eine Corona-Infektion könnte neuen Studien zufolge monatelang vor einer Neuansteckung mit dem Virus schützen. Forscher aus den USA etwa konnten auch mehr als ein halbes Jahr nach einer Infektion Antikörper gegen einen wichtigen Virus-Baustein - das sogenannte Spike-Protein - im Blut nachweisen, wie sie im Fachblatt "Science" schreiben. Eine Studie aus England kommt zu dem Schluss, dass eine Covid-Erkrankung mindestens fünf Monate lang einen gewissen Schutz bietet. Allerdings weisen die Forscher darauf hin, dass auch immune Menschen das Virus übertragen könnten.

15.1.2021 • 11:18 Uhr

150 Menschen bei Beerdigung in Bremen

Bei der Trauerfeier in Bremen hat die Polizei eine Reihe von Verstößen gegen die Corona-Regeln festgestellt. In der Spitze seien etwa 150 Trauergäste auf dem Friedhof gewesen, teilte sie mit. Erlaubt seien im Freien 100 Menschen, sofern die Abstands- und Hygieneregeln befolgt werden. Das war jedoch nicht konsequent der Fall, wie es hieß. Die Beamten dokumentierten die Verstöße und fertigten Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

15.1.2021 • 11:16 Uhr

Nach Negativ-Test: China lässt WHO-Experten einreisen

Einer der zwei zunächst abgewiesenen Experten eines internationalen Teams, das im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach den Ursprüngen des Coronavirus forschen soll, darf nun doch nach China einreisen. Die Einreise war gestern zunächst mit der Begründung verweigert worden, dass bei beiden Wissenschaftlern Covid-19-Antikörper festgestellt worden waren, was auf eine frühere Infektion hindeutete. China stimmte einem zweiten Serumantikörpertest bei dem britischen Experten zu, der laut dem Sprecher des Außenministeriumsn negativ war. Der Experte aus Katar sei jedoch erneut positiv getestet worden.

15.1.2021 • 11:07 Uhr

Ein Lichtblick für SAP

Wegen der Corona-Krise blickt der Software-Konzern SAP auf ein turbulentes Jahr zurück. Im Jahr 2020 musste der Walldorfer DAX-Konzern die Jahresprognose zweimal kappen und auch die mittelfristigen Ziele an den Nagel hängen. Daraufhin rutschte die Aktie so stark ab wie zuletzt 1999. Doch nun sieht es etwas besser aus.

15.1.2021 • 11:05 Uhr

Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bleiben bei Wahltermin

Auch Rheinland-Pfalz hält - wie Baden-Württemberg - trotz Pandemie am 14. März als Termin für die Landtagswahl fest. Dies teilt eine Regierungssprecherin auf Anfrage mit. Baden-Württemberg hatte zuvor Überlegungen hinsichtlich einer möglichen Verschiebung der Landtagswahlen im März zurückgewiesen. Gestern hatte Thüringen wegen der Pandemie die Landtagswahl verlegt.

15.1.2021 • 11:05 Uhr

Pilot bricht wegen Maskenverweigerers an Bord Start ab

Weil ein niederländischer Passagier keinen Mund-Nasen-Schutz anlegen wollte, hat ein Pilot in München den Start zu einem Flug nach Südafrika abgebrochen. Er kehrte mit dem Flugzeug wieder an seine ihm zugewiesene Position zurück und startete verspätet, nachdem vier Polizisten den Passagier aus dem Flugzeug geholt hatten. Gegen ihn wurde Anzeige wegen eines Verstoßes nach dem Luftsicherheitsgesetz erstattet.

15.1.2021 • 10:55 Uhr

Studie: Hunderttausende verlassen Großbritannien

Wirtschaftliche Probleme durch die Pandemie veranlassen Hunderttausende Menschen, Großbritannien zu verlassen. Es handele sich um einen "beispiellosen Exodus" im Ausland geborener Arbeitskräfte, folgern die Wissenschaftler des Economic Statistics Centre of Excellence in London. "Ein Großteil der Arbeitsplatzverluste während der Pandemie betrifft nicht-britische Arbeitnehmer und drückt sich eher in Rückwanderung als in Arbeitslosigkeit aus." Dabei stützten sich die Autoren der Studie auf Arbeitsmarktdaten.

Besonders London, wo jeder fünfte Einwohner Ausländer ist, sei betroffen - die Bevölkerung der Hauptstadt ist der Studie zufolge um 700.000 Menschen gesunken, landesweit könnten es mehr als 1,3 Millionen sein. "Wenn dies annähernd genau ist, handelt es sich um den größten Rückgang der britischen Einwohnerzahl seit dem Zweiten Weltkrieg", schrieben die Forscher. Es gebe keine Beweise dafür, dass im Ausland lebende Briten in annähernd gleicher Zahl ins Vereinigte Königreich zurückgekehrt seien. Die coronabedingte Abwanderung von Arbeitskräften ist aber nicht die einzige Gefahr. Auch wegen des Brexits und schärferen Migrationsgesetzen bangen viele Branchen um Fachkräfte.

Die Corona-Krise ist auch für ein weiteres Alarmsignal verantwortlich. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC erwartet für 2021 eine "Baby-Delle" in Großbritannien. Weil viele Paare wegen der unsicheren Aussichten aufgrund der Pandemie ihre Familienplanung verschöben, drohe die niedrigste Geburtenquote seit 1900, teilte PwC Anfang Januar mit.

15.1.2021 • 09:54 Uhr

Ifo-Experte warnt vor Folgen von Schulschließungen

Das Wirtschaftsforschungs-Institut Ifo plädiert für einen Vorrang des Schulunterrichts. Für einzelne Schüler müsse über das Berufsleben gerechnet im Schnitt mit rund drei Prozent geringerem Erwerbseinkommen gerechnet werden, wenn ein Drittel eines Schuljahres verloren gehe, erklärt Ifo-Bildungsforscher Ludger Wößmann. Dies führe auch zu langfristigen Wachstumsverlusten, mit einer durchschnittlich 1,5 Prozent niedrigeren Wirtschaftskraft bis zum Ende des Jahrhunderts. "Das entspräche etwa 2,5 Billionen Euro."

15.1.2021 • 09:38 Uhr

China kündigt weitere Hilfen für die Wirtschaft an

Die chinesische Zentralbank will die Erholung der Wirtschaft von den Virus-Folgen weiter unterstützen. Die Geldpolitik werde dabei in diesem Jahr flexibler, zielgerichteter und angemessener sein, sagte der Vize-Gouverneur der Zentralbank, Chen Yulu. Im Vordergrund werde die Preisstabilität stehen. Die chinesische Wirtschaft hat sich dank eines scharfen Lockdowns und Nothilfen für Unternehmen weitgehend von den Virus-Folgen erholt. Ein Wiederanstieg der Infektionszahlen in weiten Teilen der Welt und auch in China sorgt aber nicht zuletzt bei der Zentralbank für Wachsamkeit.

15.1.2021 • 09:28 Uhr

Philippinen und Indonesien verlängern Einreiseverbote für Ausländer

Die Philippinen haben ein Einreiseverbot für Menschen aus 30 Ländern bis Monatsende verlängert. Damit soll eine Ausbreitung der neuen Coronavirus-Variante aus Großbritannien eingedämmt werden, die deutlich ansteckender ist. Zu den Ländern gehörten auch Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Österreich, sagte Regierungssprecher Harry Roque.

15.1.2021 • 09:27 Uhr

London: Brasilianische Virusvariante ansteckender

Laut britischem Verkehrsminister gehen Wissenschaftler davon aus, dass Corona-Impfstoffe auch gegen die neue, in Brasilien entdeckte Variante des Virus wirken. Man habe sich diese Variante sehr genau angesehen und Wissenschaftler gingen zudem davon aus, dass sie ansteckender sei, sagt Grant Shapps der BBC. Wegen dieser Befürchtungen habe man beschlossen, Flüge aus Südamerika und Portugal zu verbieten.

15.1.2021 • 09:21 Uhr

Italien: 32 Milliarden Euro für Corona-Betroffene

Italien will mit weiteren 32 Milliarden den von der Corona-Pandemie gebeutelten Menschen und Unternehmen unter die Arme greifen. Das beschloss der Ministerrat in der vergangenen Nacht. Mit den Geldern will die Regierung unter anderem Arbeitnehmer, Unternehmen und den Gesundheitssektor unterstützen, aber auch Familien, die besonders von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen sind. Die Regierung weicht damit von ihrem Haushaltsplan ab und verschuldet sich. Ende des vergangenen Jahres hatten die beiden Parlamentskammern in Italien den Haushalt für 2021 verabschiedet, in dem bereits Corona-Hilfen in Milliardenhöhe vorgesehen waren.

Nach dem Rückzug zweier Ministerinnen der bis dato mitregierenden Kleinpartei Italia Viva um Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi am Mittwoch steckt das Land in einer tiefen Regierungskrise. Am Montag will sich der parteilose Regierungschef Conte im Parlament dazu äußern. Der Regierungsstreit fällt mitten in die Corona-Pandemie und den Streit um milliardenschwere EU-Hilfen, die das Land zum Wiederaufbau nutzen soll.

15.1.2021 • 09:00 Uhr

Briten im Lockdown - Wirtschaft schrumpft

Die Wirtschaft Großbritanniens ist im November vor dem Hintergrund des erneuten Lockdowns geschrumpft. Im Monatsvergleich sei die Wirtschaftsleistung um 2,6 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt ONS mit. Analysten waren von einem noch stärkeren Rückschlag ausgegangen. Sie hatten für November im Schnitt mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 4,6 Prozent gerechnet.

15.1.2021 • 08:59 Uhr

Grüne beantragen Sondersitzungen von Bundestagsausschüssen

Die Grünen haben wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen für die nächste Woche Sondersitzungen von Bundestagsausschüssen beantragt. "Angesichts der dramatischen Lage kann der Bundestag nicht bis zur nächsten regulären Sitzungswoche abwarten", sagte die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt, dem  "Spiegel". Deshalb habe ihre Fraktion eine Sondersitzung des Gesundheits- und des Wirtschaftsausschusses beantragt. Göring-Eckardt forderte zudem eine Verschärfung des aktuellen Lockdowns. "Zugleich braucht es aber auch mehr und verlässlichere Hilfen, für alle, die von den Maßnahmen betroffen sind."

15.1.2021 • 08:49 Uhr

Die Jüngeren zuerst

Indonesien geht bei der Corona-Impfung einen anderen Weg als viele Länder sonst. Die arbeitende Bevölkerung soll als erste Sicherheit erhalten, damit sie wieder ans Werk gehen kann, aber dabei nicht die Krankheit mit nach Hause zu den Alten und Schwachen bringt. Deshalb werden in Indonesien die Jüngeren zuerst geimpft, berichtet Lena Bodewein.

15.1.2021 • 08:32 Uhr

Wohnungsbau boomt trotz Corona

Trotz der Corona-Krise boomt der Wohnungsbau in Deutschland. Im November gaben die Behörden grünes Licht für den Bau von 32.531 Wohnungen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies war ein Plus von 8,9 Prozent binnen Jahresfrist. In den ersten elf Monaten 2020 ergab sich damit ein Anstieg um 3,9 Prozent. In den Zahlen sind Baugenehmigungen für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden enthalten. Bei den Zweifamilienhäusern kletterte die Zahl der genehmigten Wohnungen um 472 oder um 26,8 Prozent. Bei Einfamilienhäusern gab es einen Anstieg um 17,5 Prozent (1227 Wohnungen) und bei Mehrfamilienhäusern ein Plus von 3,0 Prozent (502 Wohnungen).

Im Rezessionsjahr 2020 mit schrumpfenden Exporten, sinkenden Firmeninvestitionen und deutlich weniger Verbraucherausgaben zogen die Bauinvestitionen an und sorgten dafür, dass die deutsche Wirtschaft nicht noch stärker als um fünf Prozent schrumpfte.

15.1.2021 • 08:29 Uhr

Polizeieinsatz in Berliner Bar - "Querdenker" wollten Partei gründen

Wegen des Verstoßes gegen Corona-Regeln war die Berliner Polizei am Donnerstagabend in einem Lokal im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg im Einsatz. Etwa 20 Personen verhielten sich dort nicht coronakonform, sagte ein Sprecher des Lagezentrums. Nach einem Bericht des "Tagesspiegel" handelte sich um ein Treffen von "Querdenkern", die eine Partei gründen wollten. Die Zusammenkunft sei per Livestream bei Youtube übertragen worden - auch dann noch, als die Polizei anrückte. Die Teilnehmenden hätten größtenteils keine Masken getragen und die Abstandsregeln nicht eingehalten, heißt es in dem Bericht weiter. Die Polizei habe die Personalien der Anwesenden aufgenommen.

15.1.2021 • 08:22 Uhr

Handelsverband: "Wirtschaftshilfen kommen nicht an"

Der Handelsverband Deutschland geht davon aus, dass Zehntausende Geschäfte den Lockdown nicht überstehen werden, weil die angekündigten Wirtschaftshilfen nicht ankommen. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sprach im BR von einer dramatischen Situation, gerade in den Innenstädten im Textil- und Modebereich. Er warnte vor einer großen Pleitewelle: "Wenn die Wirtschafshilfen nicht passgenau da ankommen, wo sie hingehören, nämlich auch in den mittelständischen Modehandel, dann haben wir Insolvenzen vor uns, auch von Geschäften, die bisher sehr eigenkapitalstark waren."

Viele Unternehmen hätten aus dem ersten Lockdown im Frühjahr gelernt und sich vorbereitet, etwa mit Online-Angeboten, betonte Genth: "80 Prozent der Unternehmen, die jetzt geschlossen sind, bieten alternative Vertriebswege an, verkaufen über das Internet, machen (den Lieferservice) "Click und Collet" oder Lieferservice-Angebote. Das rettet aber nicht die Situation bei einer vollständigen Ladenschließung, die wir jetzt haben."

15.1.2021 • 07:52 Uhr

Erneut mehr als 9000 Neuinfektionen in Israel

Den vierten Tag in Folge verzeichnet Israel mehr als 9000 Neuinfektionen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden binnen 24 Stunden weitere 9172 Fälle registriert. Israel steckt mitten in einer dritten Corona-Welle. Seit einer Woche gilt ein zweiwöchiger harter Lockdown. Bewohner dürfen das eigene Haus oder die eigene Wohnung nur in einem Umkreis von 1000 Metern verlassen. Israels Corona-Beauftragter Nachman Asch hat bereits eine Lockdown-Verlängerung um eine Woche in Aussicht gestellt.

Experten rechnen allerdings mit baldigen Effekten der vor knapp einem Monat angelaufenen Impfkampagne. Etwas mehr als zwei Millionen Menschen erhielten in Israel bisher eine erste Dosis.

15.1.2021 • 07:45 Uhr

Dreyer begrüßt vorzeitiges Bund-Länder-Treffen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) setzt auf neue Bund-Länder-Beratungen bereits Anfang kommender Woche. Die SPD-Ministerpräsidenten hätten ohnehin dafür plädiert, sich früher als bisher geplant (25. Januar) mit der Kanzlerin und auch mit Wissenschaftlern zu treffen, sagt Dreyer im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Schließlich gebe es am Sonntag, 17. Januar, bessere Erkenntnisse zur Wirksamkeit des Lockdowns. Jetzt kämen noch die Mutationen dazu mit ihrer potenziellen Gefahr. "Das ist ja etwas, was uns alle wirklich gar nicht ruhen lässt", so Dreyer. Sie sprach von einem Treffen am kommenden Dienstag.

15.1.2021 • 07:42 Uhr

Kein Sauerstoff für Covid-Patienten im brasilianischen Manaus

Die Krankenhäuser in der brasilianischen Urwaldmetropole Manaus stehen den steigenden Corona-Fallzahlen hilflos gegenüber. In mehreren Kliniken der Millionenstadt fehle es an Sauerstoff für die Beatmung der Corona-Patienten, berichten örtliche Medien. Verzweifelte Angehörige versuchen demnach, privat Sauerstoffflaschen für Erkrankte zu organisieren, während Ärzte und Pfleger die Beatmungsmaschinen von Hand zu betätigen versuchen. Die geplante Notverlegung von mehr als 200 Patienten in andere Landesteile stößt derweil auf Besorgnis, da sich dadurch eine in Manaus festgestellte Corona-Mutation über das ganze Land verbreiten könnte.

Präsident Jair Messias Bolsonaro hatte die Behörden vor Ort für den Zusammenbruch des öffentlichen und privaten Gesundheitssystems verantwortlich gemacht. Diese wiederum klagen über fehlende Unterstützung durch das Gesundheitsministerium.

15.1.2021 • 07:16 Uhr

Kinderärzte dringen auf Verlängerung des Corona-Schutzschirms

Deutschlands Kinderärzte fordern eine Verlängerung des Corona-Schutzschirms für niedergelassene Praxen. Wegen Angst vor Ansteckungen seien im vergangenen Frühjahr 20 bis 30 Prozent weniger Patienten gekommen als üblich, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach. Deshalb hätten die Ärzte aber keineswegs weniger gearbeitet: "Wir haben unsere Praxen umorganisiert, Sprechstunden verändert, unsere Mitarbeiterinnen in Sachen Hygiene geschult und Raumteilungen vorgenommen, um uns selbst und unsere Patienten vor Ansteckung zu schützen." Beratungen per Telefon seien zudem aufwändiger und schlechter bezahlt. Derzeit sei die Lage ähnlich, fügte Fischbach hinzu.

15.1.2021 • 06:58 Uhr

Steinmeier will Appell zu mehr Homeoffice vorstellen

Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften zum häufigeren Arbeiten von zu Hause aus aufrufen. Einen gemeinsamen Appell zur stärkeren Nutzung des Homeoffices in Zeiten der Pandemie will das Staatsoberhaupt mit DGB-Chef Reiner Hoffmann und Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger heute vorstellen, wie das Bundespräsidialamt mitteilte.

15.1.2021 • 06:57 Uhr

Corona-Impfpflicht für Soldaten? - Bundeswehr prüft "Duldungspflicht"

Soldaten müssen eine Impfung gegen übertragbare Krankheiten dulden. Ob und wie das für die Corona-Schutzimpfung gilt, wird derzeit geprüft. Das bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Aktuell werde "eine Entscheidung vorbereitet, ob und wann die Impfung gegen Sars-CoV-2 in das Portfolio der duldungspflichtigen Impfungen für die Bundeswehr aufgenommen werden kann". Der "Spiegel" hatte im Dezember berichtet, dass der Generalarzt der Bundeswehr empfohlen habe, die Impfung gegen das Virus in den sogenannten Basisimpfschutz für alle Soldaten aufzunehmen.

15.1.2021 • 06:44 Uhr

USA: Biden plant milliardenschweres Hilfsprogramm

Der gewählte US-Präsident Joe Biden will die Coronavirus-Pandemie und ihre Folgen mit einem 1,9-Billionen-Dollar-Programm in den Griff bekommen. Impfungen sollten beschleunigt, Unternehmen, Einzelstaaten, Kommunen und Einzelpersonen unterstützt werden. Ein Bericht von Tosten Teichmann.

15.1.2021 • 06:39 Uhr

Merkel will Bund-Länder-Treffen schon nächste Woche

Es sind die neuen, hoch ansteckenden Mutationen des Corona-Erregers, die das Kanzleramt alarmieren - und die Politik womöglich zu noch schnellerem, beherzterem Handeln zwingen. Deshalb sprach sich Kanzlerin Merkel für ein vorgezogenes Bund-Länder-Treffen bereits kommende Woche aus. Ein Bericht von Kai Küstner.

15.1.2021 • 05:48 Uhr

Mehr als zwei Millionen Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie bereits mehr als zwei Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut 22.368 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekannt gewordenen Fälle auf 2.000.958 (Stand: 15.01., 00.00 Uhr). Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Außerdem wurden 1113 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 44.994.

Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das RKI mit rund 1.641.200. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug am Freitag 146,1 und war damit etwas niedriger als am Vortag.

15.1.2021 • 04:20 Uhr

Lauterbach: Schließung von Betrieben kann drohen

Bei anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen kann dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach zufolge die Schließung von Betrieben drohen. "Der Lockdown ist nicht so erfolgreich, wie er sein muss", sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Unternehmen müssten stärker in den Lockdown einbezogen werden. "Wir sollten das Homeoffice verpflichtend machen - dort, wo es geht." Die Firmen selbst seien gut beraten, ihren Beitrag zu leisten, um den Lockdown erfolgreich zu Ende zu bringen. "Andernfalls können wir irgendwann gezwungen sein, auch Betriebe zu schließen", sagte Lauterbach. "Möglicherweise müssten wir sogar an die Industrieproduktion heran." Das könne niemand wollen.

Lauterbach rechnet aber auch für den Sommer mit einer deutlichen Verbesserung der Corona-Lage. "Wichtig ist, dass wir so schnell wie möglich impfen, damit wir schwere Mutationen des Virus verhindern", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben nur für etwa 25 Millionen Menschen Impfstoff im ersten Halbjahr, also bis ungefähr Ende Juni. Weit über die Hälfte der Bevölkerung wird also bis zur Mitte des Jahres nicht geimpft sein. Aber im zweiten Halbjahr werden wir dann eine deutliche Erleichterung erleben."

15.1.2021 • 04:20 Uhr

Karliczek lehnt Verzicht auf Sitzenbleiben ab

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat sich kritisch zu Forderungen nach einem Verzicht auf das Sitzenbleiben im Corona-Schuljahr geäußert. "Ein Schuljahr zu wiederholen, ist für die Betroffenen nicht schön. Dies passiert allerdings unabhängig von der Pandemie", sagte Karliczek der "Rheinischen Post". Damit solle die Chance verbunden werden, wieder einen besseren Anschluss an den Lernstoff zu bekommen, also neue Chancen eröffnen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. Januar 2021 um 20:00 Uhr.