Ein Leuchtschild über einer Autobahn zeigt den Hinweistext an: "Rückreise aus Risikogebiet - Quarantäne!" | dpa
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Gericht kippt Quarantänepflicht in NRW ++

Stand: 20.11.2020 22:57 Uhr

Die Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer in NRW ist einem Gericht zufolge unverhältnismäßig. Minister Altmaier ist erneut in Quarantäne. Die Bundesländer wollen offenbar Teil-Lockdown verlängern. Der Liveblog vom Freitag zum Nachlesen.

  • 23.648 Neuinfektionen in Deutschland - neuer Rekord
  • Gericht bestätigt Verbot von "Querdenker"-Demo in München
  • NRW-Einreiseverordnung mit Quarantänepflicht gekippt
  • Länder wollen Teil-Lockdown verlängern
  • Bundestag verlängert Kurzarbeitergeld
  • Köln will Böllervebot in Altstadt an Silvester
  • Schweden mit Rekord bei Neuinfektionen
  • Mehr als 2200 Corona-Tote binnen eines Tages in den USA
  • Südtirol startet Massentests
20.11.2020 • 22:57 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse.

20.11.2020 • 22:49 Uhr

Mehr als sechs Millionen bestätigte Corona-Fälle in Brasilien

In Brasilien sind bis Freitag mehr als sechs Millionen Corona-Infektionen bestätigt worden. Das Land ist damit nach den USA und Indien der dritte Staat, in dem diese Marke übersprungen wurde. Das Gesundheitsministerium registrierte 38.397 neue Infektionen. Die Zahl der Toten stieg demnach binnen 24 Stunden um 552 auf nunmehr 168.613.

20.11.2020 • 22:23 Uhr

München: Verbot von "Querdenker"-Demo bestätigt

Nach dem Verwaltungsgericht München hat auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das Verbot einer für Samstag geplanten "Querdenker"-Demonstration gegen die Corona-Politik bestätigt. Die Veranstalter hatten eine Kundgebung mit bis zu 30.000 Teilnehmern auf der Münchner Theresienwiese angemeldet. Die Stadt München untersagte das und wurde zunächst vom Münchner Verwaltungsgericht bestätigt.

Die Stadt sei zu Recht davon ausgegangen, dass die Versammlung unter Berücksichtigung der Erfahrungen mit Versammlungen der "Querdenken"-Bewegung infektionsschutzrechtlich nicht vertretbar sei, gab nun der zuständige Senat des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zur Begründung an. Die Veranstalter hätten sich im Verwaltungsverfahren ausdrücklich geweigert, Vorkehrungen für die Einhaltung von Hygienemaßnahmen, also Mindestabstände und das Tragen von Masken, zu treffen. Die erst im gerichtlichen Verfahren nachgeschobene Zusicherung zu solchen Maßnahmen wurde als "rein verfahrenstaktisches Vorbringen" gewertet und sei "unglaubhaft".

20.11.2020 • 22:02 Uhr

Verwaltungsgerichtshof München bestätigt Demo-Verbot

Nach dem Verwaltungsgericht München hat auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das Verbot einer für morgen geplanten Demonstration der Initiative "Querdenken" gegen die Corona-Beschränkungen bestätigt.

Die Veranstalter hatten eine Kundgebung mit bis zu 30.000 Teilnehmern auf der Münchner Theresienwiese angemeldet. Die Stadt München untersagte das und wurde heute zunächst vom Münchner Verwaltungsgericht bestätigt. Die Stadt sei zu Recht davon ausgegangen, dass die Versammlung unter Berücksichtigung der Erfahrungen mit Versammlungen der "Querdenken"-Bewegung infektionsschutzrechtlich nicht vertretbar sei, gab der zuständige Senat des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zur Begründung an.

20.11.2020 • 21:49 Uhr

Iran verschärft Maßnahmen zur Virus-Eindämmung

Im Iran werden die Vorkehrungen zur Eindämmung des Corona-Virus von morgen an verschärft. Etwa 160 Städte und Ortschaften, darunter die Hauptstadt Teheran, werden staatlichen Medien zufolge als "rote" Hochrisiko-Gebiete eingestuft. Hier gelten für zunächst zwei Wochen die strengsten Maßnahmen. So müssen unter anderem alle Geschäfte und Unternehmen, die nicht dringend benötigte Waren oder Dienstleistungen anbieten, schließen. Für den Autoverkehr werden die Städte abgeriegelt.

Weniger strenge Einschränkungen sollen in "orangen" und "gelben" Städten gelten. Heute wurden im Iran 479 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus binnen 24 Stunden gemeldet. Insgesamt starben in dem Land bislang 43.896 Menschen. Die Zahl der bestätigten Infektionen kletterte um 13.260 auf 828.377.

20.11.2020 • 21:03 Uhr

Knapp 23.000 Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages um 22.882 auf 2,11 Millionen gestiegen. Die Zahl der Toten kletterte nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 1138 auf 48.265.

Gestern hatte die Behörde 21.140 neue Fälle und 429 Tote gemeldet - anders als heute wurde aber auch nicht die über mehrere Tage zusammengenommene Zahl der Verstorbenen in Seniorenheimen mitgerechnet.

20.11.2020 • 20:36 Uhr

24-Stunden-Konzert im Augsburger Dom

Bischof Bertram Meier steht im Augsburger Dom zwischen den Domsingknaben.  | dpa

Mit einem 24 Stunden dauernden Konzert im Augsburger Dom wollen Musikerinnen und Musiker seit dem Abend auf die existensbedrohende Lage vieler Kulturschaffender aufmerksam machen. Die Veranstaltung in der Kathedrale ist als eintägige Andacht konzipiert, an der auch Gottesdienstbesucherinnen und -besucher teilnehmen können. Das Dauerkonzert wurde von Bischof Bertram Meier und den Augsburger Domsingknaben eröffnet. Bild: dpa

20.11.2020 • 18:55 Uhr

Fast 100 Corona-Infektionen an Hamburger Schule

An einer Schule in Hamburg sind fast 100 Corona-Infektionen festgestellt worden. Die Zahl habe sich bis Donnerstag um 65 Fälle erhöht, so dass es nun insgesamt 94 Infektionen seien, teilte die Schulbehörde mit. Insgesamt 550 Schüler und Beschäftigte der Grund- und Stadtteilschule auf der Veddel seien getestet worden. Auch bei der sehr kleinen Schul-Zweigstelle Billbrookdeich deute eine Reihentestung darauf hin, dass viele der 100 Schüler mit Corona infiziert seien, hieß es. Beide Schulen würden bis zur Aufklärung der Lage vorsorglich auf Distanzunterricht umgestellt.

20.11.2020 • 18:44 Uhr

Altmaier erneut in Quarantäne

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ist erneut in Quarantäne. Hintergrund sei eine Corona-Infektion eines Mitarbeiters in seinem Umfeld, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Ein erster Test bei Altmaier sei negativ. "Minister Altmaier wird seinen Dienstgeschäften aus der Quarantäne weiter nachgehen."

Peter Altmaier Herbstprognose | dpa

Peter Altmaier war bereits Ende September nach Kontakt mit einem positiv Getesteten in Quarantäne. Bild: dpa

20.11.2020 • 18:42 Uhr

Tschechien beschließt vorsichtige Lockerungen

Tschechien senkt seine Corona-Warnstufe von der höchsten auf die zweithöchste der fünf Stufen. Das gelte von Montag an, sagte Gesundheitsminister Jan Blatny nach einer Kabinettssitzung. Der Mediziner appellierte an die Bevölkerung, sich weiter verantwortungsvoll zu verhandeln. Die Pandemie sei "unberechenbar".

Die nächtliche Ausgangssperre beginnt künftig erst um 23.00 Uhr, zwei Stunden später als bisher. Die Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Supermärkte dürfen abends länger öffnen. Es dürfen sich bis zu sechs statt bisher zwei Menschen versammeln. Die meisten anderen Maßnahmen bleiben unverändert, wie etwa die Schließung der Restaurants und die Maskenpflicht im Freien und in Innenräumen.

20.11.2020 • 18:38 Uhr

Weil fordert verlässliche Corona-Regeln bis ins neue Jahr

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (rechnet nicht mit einem baldigen Ende des Teil-Lockdowns. "Erleichterungen sind erst dann realistisch, wenn die Zahlen sich nachhaltig verändern", sagte Weil dem "Handelsblatt". Derzeit seien die Inzidenzwerte zu hoch.

Weil forderte verlässliche Regeln bin ins nächste Jahr. "Ziel des bevorstehenden Treffens der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin sollte es daher sein, verlässliche Regelungen zu treffen, die über Weihnachten und Neujahr hinaus reichen", sagte der Regierungschef. Er schlug vor, oberhalb des Wertes 50 überall dieselben Regeln gelten zu lassen. "Das gilt nicht für jedes Detail, aber die Linie muss über die Grenzen der Bundesländer hinweg möglichst klar und einheitlich sein", sagte er. "Sollte sich das Infektionsgeschehen im Laufe des Dezembers in einzelnen Ländern belastbar unterhalb des Schwellenwertes einpendeln, könnte man möglicherweise dort über Lockerungen nachdenken."

20.11.2020 • 18:19 Uhr

Haseloff: Bei verlängertem Teil-Lockdown weitere Entschädigung nötig

Der Staat muss aus Sicht von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff auch in den kommenden Monaten Entschädigungen zahlen, falls weitere Schließungen angeordnet werden. Dieser Fall müsste "finanziell unterfüttert werden", sagte er in einer Debatte im Magdeburger Landtag. Die Verwaltungsgerichte hätten mit mehreren Urteilen klargemacht, dass die staatlichen Eindämmungsmaßnahmen sonst nicht angemessen seien.

20.11.2020 • 18:10 Uhr

Leipzig bereitet sich auf weitere Anti-Corona-Proteste vor

Leipzig erwartet ein weiteres Demonstrationswochenende mit Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen. Im Stadtgebiet seien für Samstag acht Versammlungen angemeldet, darunter eine aus dem Umfeld der "Querdenken"-Bewegung, teilte die Stadtverwaltung mit. Laut Polizeidirektion werde von Teilnehmerzahlen im unteren vierstelligen Bereich ausgegangen.

Die Polizei bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen umfangreichen Einsatz vor. Den Demonstranten werde ein mittels Gittern klar definierter Bereich zugewiesen, es finden Zugangskontrollen statt. Mehreren Personen aus dem politisch rechten Spektrum sei zudem ein Aufenthaltsverbot ausgesprochen worden.

Eine erste Demonstration der "Querdenken"-Bewegung in Leipzig am 7. November war aus dem Ruder gelaufen, es kam zu gewaltsamen Angriffen auf Polizisten und Journalisten. Beteiligt an den Protesten waren nach offiziellen Angaben insgesamt rund 20.000 Menschen, einige Beobachter sprachen sogar von rund 45.000 Teilnehmenden. Die Masken- und Abstandpflicht wurde größtenteils ignoriert.

20.11.2020 • 17:45 Uhr

Studie: Immunität nach Infektion hält wohl mindestens sechs Monate an

Die Wahrscheinlichkeit, sich nach einer Coronavirus-Infektion binnen sechs Monaten erneut zu infizieren, ist einer Studie der Universität Oxford zufolge gering. Die Studienergebnisse seien "wirklich gute Nachrichten", erklärte Professor David Eyre. "Wir können zuversichtlich sein, dass die meisten Menschen, die Covid-19 hatten, es zumindest kurzfristig nicht wieder bekommen werden."

Für die Studie wurden die wiederholten Corona-Tests von 12.180 Beschäftigten des Gesundheitswesens über einen Zeitraum von 30 Wochen ausgewertet. 1246 Mitarbeiter wiesen Coronavirus-Antikörper auf. Nur drei von ihnen wurden später erneut positiv auf das Virus getestet. Allerdings waren alle drei gesund und zeigten keinerlei Symptome. 89 Mitarbeiter ohne Antikörper infizierten sich hingegen mit dem Coronavirus und wiesen auch Symptome auf.

Die Studie wurde noch nicht durch mehrere Fachexperten unabhängig voneinander begutachtet. Ohne ein solches Peer-Review-Verfahren zur Sicherung der wissenschaftlichen Qualität ist die Korrektheit der Studie noch ungeklärt und ihre Aussagekraft deshalb begrenzt.

20.11.2020 • 17:30 Uhr

Gericht kippt Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer in NRW

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat die in der Corona-Einreiseverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen geregelte Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer aus Risikogebieten gekippt. Nach Ansicht des Gerichts hat das Land nicht berücksichtigt, dass Reisende bei der Rückkehr aus Ländern mit geringeren Infektionszahlen als an ihrem Wohnort nach der Heimkehr einem höherem Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

"Das von den Rückkehrern ausgehende Infektionsrisiko stelle sich jedenfalls bei vergleichbaren Inzidenzwerten nicht anders dar, als wenn sie daheim geblieben wären", schreibt das Oberverwaltungsgericht. Die angefochtenen Regelungen seien daher unverhältnismäßig.

20.11.2020 • 17:18 Uhr

Kanzleramtschef will Schulen ins Visier nehmen

Kanzleramtschef Helge Braun hat angesichts der Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise am kommenden Mittwoch dafür plädiert, ein besonderes Augenmerk auf Schulen zu legen. "Was wir für den November beschlossen haben, hat die Infektionsdynamik gebrochen. Aber es hat noch nicht dazu geführt, dass die Zahlen nach unten gehen", sagte Braun dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Nun gehe es vor allem darum, Kontakte zu reduzieren und die hohen Infektionsraten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu senken. "Sie tragen wesentlich zur Verbreitung der Infektion bei", sagte Braun.

Vor allem in den weiterführenden Schulen müsse "alles getan werden, um die Abstandsregeln einzuhalten". Darüber würden Bund und Länder am Mittwoch diskutieren. Braun schlug zudem vor, ältere Schüler vermehrt zu Hause zu unterrichten und bei der Suche nach großen Unterrichtsräumen auch außerhalb der Schulgelände zu suchen. Wenn Schulen nicht über größere Räume verfügten, ist es nach Auffassung des Kanzleramtschefs auch denkbar, "auf Bürgerhäuser und Kinosäle auszuweichen". Ältere Schüler könnten ins Homeschooling geschickt werden. Ziel sei es, die Schulen weiter offen zu lassen.

20.11.2020 • 17:14 Uhr

Dreyer: Müssen weiter mit Einschränkungen leben

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer macht den Bürgern wenig Hoffnungen auf schnelle Lockerungen der Corona-Beschränkungen. "Schon jetzt lässt sich sagen, dass wir über die kommenden Monate ganz sicher weiter mit Einschränkungen werden leben müssen", sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Die Länder berieteten zurzeit "sehr vertrauensvoll und konstruktiv" die Besprechung mit Kanzlerin Angela Merkel am kommenden Mittwoch vor.

"Dies soll Perspektiven im Rahmen eines Gesamtkonzeptes für Dezember und Januar eröffnen, um den Menschen mehr Planungssicherheit zu geben", sagte Dreyer, ohne konkrete Einzelheiten zu nennen. "Wir wissen, dass wir den Bürgern und Bürgerinnen, aber auch der Wirtschaft, der Gastronomie, der Kultur sehr viel abverlangen", sagte Dreyer. "Durch die Maßnahmen im November haben wir bundesweit die Dynamik der Neuinfektionen gebremst." Nun bleibe zu hoffen, dass aus der Entwicklung ein Trend werde und die Infektionszahlen sich weiterhin in die richtige Richtung bewegten.

20.11.2020 • 17:08 Uhr

Großteil der Spanier soll bis Sommer geimpft werden

In Spanien soll bis zum Sommer ein Großteil der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft werden. Regierungschef Pedro Sánchez sagte, im ersten Halbjahr 2021 könne sich voraussichtlich "ein sehr großer Teil" der 47 Millionen Einwohner impfen lassen. Die spanische Regierung hat nach Angaben von Sánchez eine Corona-Impfstrategie ausgearbeitet, die bei einer Kabinettssitzung am Dienstag beschlossen werden soll. Damit sei Spanien mit Deutschland das erste Land der EU, das über eine Impfstrategie verfüge.

Spanien gehört zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern in Europa. Insgesamt wurden in dem Land seit Beginn der Pandemie mehr als 1,5 Millionen Infektionen und über 42.000 Todesfälle registriert. 

20.11.2020 • 17:01 Uhr

Medienberichte: Bundesländer wollen Teil-Lockdown verlängern

Angesichts der hohen Infektionszahlen wollen die Bundesländer offenbar die bestehenden Corona-Einschränkungen bis zum 20. Dezember verlängern und teilweise verschärfen. Das berichtet unter anderem die "Berliner Morgenpost".

Im Gespräch ist demnach auch eine Verlängerung der Weihnachtsferien in den Januar hinein. In der "Berliner Morgenpost" hieß es unter Berufung auf Koalitionskreise des Stadtstaats, es zeichne sich zwischen den Ländern ein weitgehender Konsens über die Verlängerung der zunächst nur für November geplanten Beschränkungen bis kurz vor Weihnachten ab.

Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen dürften damit geschlossen bleiben. Geschäfte sollen dagegen im für sie wichtigen Weihnachtsgeschäft offensichtlich öffnen dürfen.

Nachdem die Länder vergangenen Montag verärgert auf nicht abgestimmte Vorschläge des Kanzleramts reagiert hatten, wollen sie diesmal ein eigenes Konzept erarbeiten. Für Mittwoch ist ein neues Spitzengespräch der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel geplant.

20.11.2020 • 16:10 Uhr

Karliczek: Regionales Vorgehen an Schulen

Vor den nächsten Corona-Beratungen der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am kommenden Mittwoch hat Bildungsministerin Anja Karliczek um Verständnis für ein regional unterschiedliches Vorgehen an den Schulen geworben. "Es wird von der Länderseite nichts vorgestellt werden können, was einmal für alle in ganz Deutschland gilt, sondern man muss immer auf die regionalen Gegebenheiten Rücksicht nehmen", sagte sie.

Anja Karliczek | Markus Schreiber/POOL/EPA-EFE/Sh

"Man muss immer auf die regionalen Gegebenheiten Rücksicht nehmen", sagt Bildungsministerin Anja Karliczek. Bild: Markus Schreiber/POOL/EPA-EFE/Sh

Bei den letzten Beratungen der Kanzlerin mit den Länderchefs am Montag hatte sich der Bund für schärfere Corona-Maßnahmen an allen Schulen stark gemacht, etwa für halbierte Klassen oder größere Räume, was in der Konsequenz Wechselunterricht für viele bedeuten würde. Der Bund hatte auch für eine Maskenpflicht im Unterricht für alle Schüler plädiert. Die Länder, die für die Schulen selbst zuständig sind, hatten das abgelehnt und wollen nun vor den nächsten Beratungen mit Merkel eigene Vorschläge vorlegen.

20.11.2020 • 15:58 Uhr

Silvester: Böllerverbot in Kölner Altstadt

Die Stadt Köln will an Silvester Böllern mindestens in der Altstadt verbieten. Das sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos). Man warte ansonsten die weiteren Vorgaben des Landes ab, so Reker.

Durch das Böllerverbot sollen laut Reker unter anderem Menschenansammlungen in der Altstadt vermieden werden. Zudem wolle man Verletzungen vorbeugen und so die Krankenhäuser und den Rettungsdienst entlasten.

Reker erklärte, es solle eine Werbekampagne für verantwortungsvolles Feiern an Silvester geben - ähnlich der Kampagne zum 11.11. Zum traditionellen Karnevalsauftakt hatten unter anderem Prominente dazu aufgefordert, diesmal zu Hause zu bleiben.

Die Oberbürgermeisterin betonte, dass man Familien "außerhalb der Altstadt in ihren Wohnbereichen" das Abbrennen von Feuerwerk grundsätzlich nicht untersagen wolle. Aber auch da sei "das letzte Wort noch nicht gesprochen", da man abwarte, was das Land NRW vorgibt.

20.11.2020 • 15:41 Uhr

Papst beklagt mangelnde Solidarität

Papst Franziskus hat angesichts der Corona-Krise erneut mangelnde Solidarität beklagt. Während die Pandemie sich ungebremst ausbreite, sei die Welt unfähig zu einer gemeinsamen Antwort, lehne Zusammenarbeit und einen Einsatz zum Nutzen aller ab, sagte er vor Mitgliedern des lateinamerikanischen Priesterkollegs im Vatikan.

20.11.2020 • 15:14 Uhr

IATA: Airlines brauchen weitere Milliarden

Während der Corona-Pandemie liegt der Flugverkehr größtenteils lahm. Das bringt viele Airlines in Schieflage. Laut Lobbyverband IATA benötigen die Fluggesellschaften weltweit in den nächsten Monaten noch weitere 70 bis 80 Milliarden Dollar, um die Corona-Krise zu überstehen. "Sonst werden einige Airlines nicht überleben", sagte Alexandre de Juniac, Generaldirektor des Internationalen Luftverkehrsverbandes (IATA).

Man sei den Regierungen sehr dankbar, dass sie die Luftfahrt bereits mit 160 Milliarden Dollar unterstützten. Aber es gebe weiteren Bedarf. IATA hatte bisher geschätzt, dass die Branche 87 Milliarden Dollar in diesem Jahr verlieren dürfte. Die jüngst verschärften Eindämmungsmaßnahmen im Kampf gegen die Virus-Pandemie belasten aber das Geschäft der Luftfahrtbranche zusätzlich.

IATA geht nur von einer langsamen Erholung aus: "Wir schätzen, dass der Luftverkehr Ende 2020 bei 33 Prozent seines Niveaus von 2019 liegen wird und dann - so hoffen wir - Ende 2021 bei 50-60 Prozent."

Flugzeuge der Singapore Airlines | dpa

Flugzeuge stehen am Flughafen Alice Springs auf dem Gelände eines Flugzeugwartungsunternehmens. Aufgrund der Corona-Pandemie und des damit verbundenen geringen Luftfahrtaufkommens wurden sie am Boden geparkt. Bild: dpa

20.11.2020 • 14:57 Uhr

Ski-Weltcup in Levi: Kritik an Quarantäneregeln

Nach der Isolation des ganzen schwedischen Ski-Teams wegen eines positiven Corona-Tests in Levi wird Kritik am Vorgehen laut. Vor den anstehenden Weltcup-Slaloms schrieb die italienische Skifahrerin Federica Brignone dazu auf Instagram:"Wofür werden wir denn alle getestet? Wie kann es sein, dass alle Sportler einer Nation (die alle bei drei Tests negativ sind) wegen eines positiven Coaches nicht zum Rennen dürfen? Ist das fair?"

Am Donnerstag war ein positiver Befund bei einem schwedischen Trainer bekannt geworden. Die zuständigen Behörden ordneten daraufhin an, dass sich das ganze schwedische Team in Quarantäne begeben muss. Die Schwedinnen, darunter die Spitzenfahrerin und Podiumskandidatin Anna Swenn-Larsson, verpassen damit die beiden Slaloms am Samstag und Sonntag in Lappland. Brignone verglich die Situation mit jener im Fußball und fragte: "Warum darf im Fußball, wo es physischen Kontakt zwischen den Spielern gibt, weitergespielt werden, auch wenn es einige positive Fälle gibt? Bitte gebt uns klare und gleiche Regeln."

20.11.2020 • 14:46 Uhr

Schweden verzeichnet Rekordwert bei Neuinfektionen

Schweden hat mit 7240 Neuinfektionen binnen eines Tages einen Rekord gemeldet. Die bis dato höchste Zahl an neuen Infektionen war Anfang des Monats mit 5990 verzeichnet worden. Den Daten des Gesundheitsamts zufolge stieg die Zahl der Todesfälle um 66 auf insgesamt 6406.

Schweden hat in der Pandemie eine lockerere Strategie verfolgt als andere Länder. Im Vergleich zu den nordischen Nachbarn ist die Todesrate im Verhältnis zur Einwohnerzahl in Schweden um einiges höher, im Vergleich zu größeren europäischen Ländern aber niedriger.

20.11.2020 • 14:28 Uhr

Ermittlungen in 13.000 Fällen zu Corona-Hilfen

Bei den deutschen Strafverfolgungsbehörden sind mittlerweile etwa 13.000 Fälle rund um die Coronahilfen aufgelaufen, bei denen es vor allem ein möglicher Subventionsbetrug untersucht wird. Das berichtet die "WirtschaftsWoche" und bezieht sich dabei auf eine bundesweite Umfrage bei Staatsanwaltschaften und Landeskriminalämtern (LKA).

Die meisten Fälle seien bisher dem nordrhein-westfälischen LKA bekannt. Die Behörde spreche von 4200 Ermittlungen und von einem möglichen Schaden von rund 30 Millionen Euro.

20.11.2020 • 13:58 Uhr

Verfassungsschutz rechnet mit Rechtsextremisten bei Corona-Demo

Vor der nächsten Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen warnt der sächsische Verfassungsschutz vor einer Unterwanderung durch Rechtsextremisten. Für die Teilnahme an der Veranstaltung "Zeit, es zu beenden" am Samstag in Leipzig werde bundesweit in der rechtsextremistischen Szene mobilisiert, teilte das Landesamt für Verfassungsschutz in Dresden mit. Rechtsextremisten missbrauchten die Corona-Proteste für ihre Zwecke. Es müsse auch mit der Teilnahme von gewaltbereiten Gruppierungen, etwa aus Fußballfan- und Kampfsportgruppierungen, gerechnet werden. Störaktionen seien daher einzukalkulieren, hieß es.

20.11.2020 • 13:49 Uhr

WTO: Welthandel erholt sich, aber Corona-Verschärfung trübt Ausblick

Der globale Warenhandel hat sich nach Angaben der Welthandelsorganisation (WTO) zuletzt deutlich von dem Corona-bedingten Einbruch im Frühjahr erholt. Im Sommer seien viele wirtschaftlichen Beschränkungen gelockert worden, was den Handel gestützt habe, teilte die WTO in Genf mit. Es sei aber unklar, ob sich die Erholung angesichts der wieder steigenden Zahl von Neuinfektionen fortsetze. Das Barometer für den Weltwarenhandel stieg von 84,5 Punkten im August auf 100,7 Punkte im November. Bei einem Wert von über 100 Punkten signalisiert der Indikator ein Wachstum des Welthandels, das über dem Trend liegt.

20.11.2020 • 13:46 Uhr

Österreich kündigt Massentests unter Lehrern und Polizisten an

In Österreich sollen alle 200.000 Lehrerinnen und Lehrer sowie Betreuungskräfte in Kindergärten auf das Coronavirus getestet werden. Geplant ist dafür das Wochenende vom 5. und 6. Dezember, wenn nach bisherigen Plänen der österreichische Lockdown endet, wie die Regierung bekannt gab. Dafür sollen im ganzen Land mehr als 100 Testzentren eingerichtet werden. Direkt danach, am 7. und 8. Dezember, sollen alle 40.000 Polizisten getestet werden. Kurz vor Weihnachten könne sich dann die gesamte Bevölkerung von neun Millionen Menschen testen lassen, hieß es. Für alle sei die Teilnahme freiwillig, betonte Bundeskanzler Sebastian Kurz.

20.11.2020 • 13:25 Uhr

Pfizer und Biontech beantragen US-Zulassung

Das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben in den USA die Notfallzulassung für ihren Impfstoffkandidaten beantragt. Bei einer Genehmigung könnten innerhalb weniger Stunden erste Dosen ausgeliefert werden.

20.11.2020 • 13:14 Uhr

Kripo ermittelt nach Corona-Ausbruch mit acht Toten in Pflegeheim

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim im unterfränkischen Großwallstadt mit acht Todesfällen ermittelt die Kriminalpolizei. Es werden mögliche Hygienemängel überprüft, wie die Polizei mitteilte. In dem Pflegeheim für Senioren waren 39 von 41 Bewohnern positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, wie der Landrat des Landkreises Miltenberg, Jens Marco Scherf, auf Anfrage mitteilte. Acht Menschen starben demnach binnen zwei Wochen "mit oder nach" einer Corona-Infektion. Zudem seien 20 von 34 Pflegekräften positiv auf das Virus getestet worden. Auch in einem Berliner Pflegeheim hatte es jüngst einen Corona-Ausbruch mit mindestens 15 Toten gegeben.

20.11.2020 • 13:04 Uhr

Medien: Länder wollen über Verlängerung des Teil-Lockdowns sprechen

Bei den Abstimmungen der Bundesländer auf ein gemeinsames Vorgehen in der Corona-Pandemie soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge unter anderem über eine Verlängerung des Teil-Lockdowns diskutiert werden. Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" und des "Tagesspiegel" gibt es Überlegungen, den seit Anfang November und zunächst bis Ende des Monats begrenzten Teil-Lockdown bis mindestens kurz vor Weihnachten zu verlängern. Am Mittwoch wollen die Länderchefs zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise entscheiden. Für Montag wird erwartet, dass die Ländervertreter über einen gemeinsamen Vorschlag beraten.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa soll bei den Beratungen der Länder auch über mögliche weitere Corona-Maßnahmen an den Schulen gesprochen werden. Den Zeitungen zufolge ist daran gedacht, an Oberstufen und Berufsschulen den sogenannten Präsenzunterricht einzuschränken. Schülerinnen und Schüler würden dann wie vor den Sommerferien wieder von zu Hause aus verstärkt digital lernen.

20.11.2020 • 13:01 Uhr

Dehoga: Kurzarbeit ist große Hilfe für Betriebe

Das Kurzarbeitergeld schützt nach Branchenangaben viele Beschäftigte in Hotels und Gaststätten vor der Entlassung. "Ohne das Kurzarbeitergeld wäre die Zahl der Arbeitslosen in der Branche in die Höhe geschossen", sagte Dehoga-Geschäftsführerin Sandra Warden. Mit Erleichterungen für den Bezug des Geldes habe die Politik die richtigen Weichen gestellt. Nach der Corona-Pandemie werde die Branche die bewährten Fach- und Arbeitskräfte wieder dringend benötigen. "Jetzt im November-Lockdown kehren viele Betriebe, die die Kurzarbeit bereits beenden oder reduzieren konnten, wieder in "Kurzarbeit Null" zurück", erklärte Warden. Denn das Geschäft sei wieder fast komplett weggebrochen. 70 Prozent der Betriebe bangten um ihre Existenz.

20.11.2020 • 12:45 Uhr

Bundesinnenministerium setzt Sitzplatz-Regel für Bundesbedienstete aus

Das Bundesinnenministerium setzt vorerst die Regelung aus, dass Bundesbedienstete bei Dienstreisen zwei Sitzplätze in Bahn und Flugzeugen für sich buchen dürfen. Das teilte das Innenministerium mit, nachdem etliche andere Ministerien wie das Verkehrs-, Umwelt- und Gesundheitsministerium und auch das Bundespresseamt erklärt hatten, dass sie für ihre Mitarbeiter weiter nur einen Platz buchen. Es finde nun in der Bundesregierung eine Debatte darüber statt, ob man Abstandsvorschriften in Verkehrsmitteln allgemein neu regeln sollte, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

Ein Schreiben des Innenministeriums hatte zuvor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bundes die Möglichkeit eröffnet, bei "zwingend erforderlichen Dienstreisen" einen benachbarten leeren Sitzplatz in der Bahn und einen freien Mittelplatz im Flugzeug zu buchen. So sollte laut Ministerium während der Corona-Pandemie "ein größerer Abstand zu den Mitreisenden gewährleistet" werden. Die Regelung sorgte für viel Kritik, unter anderem von der Opposition.

20.11.2020 • 12:42 Uhr

Bundesregierung hält Corona-Infektionszahlen noch für viel zu hoch

Die Bundesregierung macht den Bürgern wenig Hoffnung auf eine rasche Lockerung der Corona-bedingten Beschränkungen. Bislang seien die Infektionszahlen noch nicht auf ein niedrigeres Niveau gebracht worden, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in der Bundespressekonferenz in Berlin. "Wir haben im Grunde nur den ersten Schritt bisher geschafft, also den starken, steilen, exponentiellen Anstieg zu stoppen und eine Stabilisierung zu erreichen." Die Zahlen seien aber noch "weit, weit zu hoch", sagte Seibert. "Die Zahlen müssen stabil auf ein deutlich niedrigeres Niveau sinken."

Seibert erinnerte daran, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits bei den Beratungen mit den Ministerpräsidenten am vergangenen Montag "mehr gewünscht hätte". Nun werde es am Mittwoch weitere Beratungen geben. Man müsse jetzt die pandemische Entwicklung genau betrachten, "um dann zu sehen, welche Schlüsse daraus zu ziehen sind".

20.11.2020 • 12:35 Uhr

Nothilfe für Studierende wird wieder aufgelegt und verlängert

Wegen des Teil-Lockdowns legt die Bundesregierung ihre Corona-Nothilfen für Studentinnen und Studenten wieder auf und weitet diese außerdem aus. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sagte, Anträge auf die sogenannte Überbrückungshilfe könnten ab sofort wieder gestellt werden. Die Nothilfe war Ende September ausgelaufen. Sie soll nun erneut bis zum Ende des laufenden Wintersemesters gewährt werden. Die Leistung richtet sich an Betroffene, die zum Beispiel durch einen wegbrechenden Nebenjob in eine finanzielle Notlage geraten sind.

20.11.2020 • 12:32 Uhr

Bundesregierung stuft Litauen und Lettland als Risikogebiete ein

Wegen steigender Infektionszahlen hat die Bundesregierung ganz Litauen und Lettland ab Sonntag als Corona-Risikogebiete eingestuft. Zudem wurden Regionen in Griechenland und Finnland auf die vom Robert Koch-Institut geführte Risikoliste gesetzt. Island wurde dagegen wieder gestrichen und ist damit nun das einzige Land in Europa, das frei von Risikogebieten ist.

Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Das Gute für Urlauber: Sie können bereits gebuchte Reisen stornieren, wenn ihr Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Das Schlechte: Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen derzeit bis zu zehn Tage in Quarantäne.

20.11.2020 • 12:26 Uhr

Dresdner Striezelmarkt abgesagt

Lange hatte die Stadt gezögert, doch nun kam die Absage: Der traditionelle Dresdner Striezelmarkt fällt in diesem Jahr aus. Die aktuelle Pandemie-Situation lasse keine andere Entscheidung zu, begründete Oberbürgermeister Dirk Hilbert die Entscheidung: "Da keine Lockerungen der Corona-Verordnungen absehbar sind und frühestens kommende Woche mit einem neuen Fahrplan zu rechnen ist, haben wir keine realistische Option mehr, den Striezelmarkt durchzuführen."

20.11.2020 • 12:20 Uhr

Kultur satt in der ARD-Mediathek

Kein Theater, kein Kino, keine Konzerte - damit Kulturliebhaber trotzdem auf ihre Kosten kommen, stellt die ARD in ihrer Mediathek Kultur in Bild und Ton, zudem werden zahlreiche Veranstaltungen per Livestream ins Wohnzimmer übertragen.

20.11.2020 • 12:11 Uhr

Zeitungen: AfD will gegen neues Infektionsschutzgesetz klagen

Erst am Mittwoch hatten Bundestag und Bundesrat Änderungen im Infektionsschutzgesetz abgesegnet, um eine rechtliche Grundlage für die geltenden Corona-Maßnahmen zu schaffen. Mehrere Zeitungen berichteten nun, dass die AfD gegen diese Änderungen vor dem Bundesverfassungsgericht klagen will.

So zitieren die Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft Co-Parteichef Tino Chrupalla: "Wir werden das neue Infektionsschutzgesetz juristisch prüfen lassen. Zu diesem Zweck bereiten wir eine Normenkontrollklage vor."

Unklar ist, ob sich die Richter in Karlsruhe überhaupt mit dieser Klage beschäftigen würden, da eine solche Klage normalerweise nur von der Bundesregierung, einer Landesregierung oder einem Viertel der Mitglieder des Bundestags gestellt werden kann.

20.11.2020 • 12:05 Uhr

Strengere Auflagen in Helsinki

Ab kommenden Montag sollen in der finnischen Hauptstadtregion strengere Corona-Maßnahmen gelten. Das kündigte Helsinkis Bürgermeister Jan Vapaavuori an. So sind bei Veranstaltungen und Feiern deutlich weniger Besucher zugelassen: Im öffentlichen Bereich ist die Zahl auf 20 Gäste beschränkt, im privaten Bereich sind nur noch bis zu zehn Personen erlaubt.

Zudem wird die Maskenpflicht ausgeweitet. An weiterführenden Schulen, am Arbeitsplatz sowie für die Klassenstufen sieben bis neun wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen. In öffentlichen Einrichtungen wie Bibliotheken oder Schwimmbädern sollen die Schutzvorkehrungen ausgeweitet werden. Team- und sogenannte Kontaktsportarten werden zeitweise untersagt. Die strengeren Regelungen sollen voraussichtlich drei Wochen gelten.

20.11.2020 • 11:57 Uhr

Mehr als 200 Ärzte in Italien infolge einer Infektion gestorben

Nach Angaben der zuständigen Berufsverbände sind in Italien seit dem Beginn der Corona-Pandemie bislang 202 Mediziner und 49 Pflegekräfte an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Laut der nationalen Ärztevereinigung Fnomceo starben die meisten Betroffenen bereits während der ersten Corona-Welle im Frühjahr. Seit Monatsbeginn Oktober seien nochmals 22 Todesopfer hinzugekommen. Die Vereinigung forderte deutlich höhere Schutzvorkehrungen für Mitarbeiter in Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Italiens Regierung hatte angekündigt, diese Berufsgruppen als erstes impfen zu lassen, sobald ein Corona-Impfstoff zur Verfügung stehe.

20.11.2020 • 11:51 Uhr

Regelung zum Kurzarbeitergeld verlängert

Der Bundestag hat die Sonderregelung für den Bezug von Kurzarbeitergeld verlängert. Wer länger als drei Monate in Kurzarbeit gehen muss, soll bis Ende 2021 finanziell entlastet werden.

Die Regelung sieht vor, dass Kurzarbeitergeld auch weiterhin ab dem vierten Bezugsmonat von seiner üblichen Höhe, nämlich 60 Prozent des Lohns, auf 70 Prozent erhöht wird. Berufstätige mit Kindern sollen 77 Prozent ihres Gehalts ausgezahlt bekommen. Ab dem siebten Monat in Kurzarbeit soll es weiterhin 80 beziehungsweise 87 Prozent des Lohns geben. Profitieren sollen davon alle Beschäftigten, die bis Ende März 2021 in Kurzarbeit geschickt werden.

20.11.2020 • 11:35 Uhr

Laschet: Nur noch Treffen mit zwei weiteren aus anderem Haushalt

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet will nächste Woche bei den Bund-Länder-Gesprächen zur Corona-Krise für scharfe Kontaktbeschränkungen werben. "Eine Familie darf sich nur noch mit zwei weiteren Personen aus einem anderen Hausstand treffen", sagte der CDU-Politiker der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Das sei sein Vorschlag für die Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Aus den Erfahrungen zu Beginn der Corona-Krise im Frühjahr sei bekannt, dass das Prinzip wirke. Damals habe die Mobilität der Menschen stark abgenommen und die Infektionsdynamik ebenso.

20.11.2020 • 11:32 Uhr

Polizeigewerkschaft: Corona-Auflagen bei Demos einhalten

Die Polizeigewerkschaft GdP hat an die Teilnehmer der für diesen Samstag in Hannover geplanten "Querdenken"-Demonstration sowie an mögliche Gegendemonstranten appelliert, die Corona-Vorgaben einzuhalten. "Nachdem sich bei der großen Demonstration in Berlin die Mehrheit der Teilnehmenden nicht an die Auflagen zum Infektionsschutz gehalten hat, hoffen wir sehr, dass die Kritiker der Maßnahmen am Samstag in Hannover verantwortungsbewusster sind", sagte der niedersächsische GdP-Landeschef Dietmar Schilff. "Der Staat kann nicht dabei zusehen, wie sich die ganze Gesellschaft an die sinnvollen und notwendigen Regeln hält und massive Einschränkungen in Kauf nimmt, während sich ein kleiner Teil der Bevölkerung auf solchen Demonstrationen einfach darüber hinwegsetzt."

20.11.2020 • 11:19 Uhr

Behörde: Höhepunkt der zweiten Welle in Frankreich überwunden

Nach Einschätzung der französischen Gesundheitsbehörde Santé publique dürfte der Höhepunkt der zweiten Corona-Welle in Frankreich überwunden sein. "Selbst wenn alle Werte auf hohem Niveau bleiben, legt ihre Auswertung nahe, dass der epidemische Höhepunkt der zweiten Welle überschritten ist", heißt es in dem Wochenbericht der Behörde. Die abendlichen Ausgangssperren in Großstädten wie Paris oder Lyon seit Mitte Oktober und der vor drei Wochen verhängte landesweite Lockdown hätten eine "direkte Wirkung" gehabt. Erstmals seit einigen Wochen habe sich die Zahl der Todesfälle "stabilisiert".

20.11.2020 • 11:04 Uhr

Erstmals seit 129 Jahren kein Weihnachtsmarkt in Stockholm

Wegen der Corona-Pandemie wird es in diesem Jahr in Stockholm erstmals seit 129 Jahren nicht den traditionellen Weihnachtsmarkt im Freilichtmuseum Skansen geben. Mit dieser Entscheidung übernehme man in Übereinstimmung mit den neuen schwedischen Richtlinien Verantwortung zur Bekämpfung des Virus, teilte Skansen-Direktor John Brattmyhr mit. Schweden hat vor einer Woche nach einer Rekordzahl von Neuinfektionen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verschärft.

20.11.2020 • 11:03 Uhr

Infektionsrisiko in Bussen und Bahnen wird genauer untersucht

Das Bundesverkehrsministerium will mögliche Ausbreitungswege des Coronavirus im Öffentlichen Personenverkehr noch tiefgehender untersuchen lassen. "Fahrgäste und Personal sind in Bus und Bahn sicher unterwegs", sagte der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU). Viele wissenschaftliche Studien hätten gezeigt, dass es im öffentlichen Personennahverkehr kein erhöhtes Infektionsrisiko gebe. Eine weitere Untersuchung solle die Datenbasis nun noch erweitern und bisherige Erkenntnisse validieren.

Ein Forscherteam, das vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik geleitet wird, soll in Kürze mit Messungen in Bussen und Bahnen, an Bahnhöfen und an Haltestellen beginnen, wie das Ministerium erläuterte. Die Experten sollen Proben von Viren und Mikroorganismen in der Luft und auf Oberflächen wie Türgriffen, Bedienknöpfen, Tischen, Fahrkartenautomaten, Aushängen und Ticket-Entwertern nehmen.

Eine junge Frau trägt in der Stadtbahn Hannover einen Mundschutz. | dpa

Bislang kommen viele wissenschaftliche Studien zu dem Ergebnis, dass in Bus und Bahn kein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Bild: dpa

20.11.2020 • 10:59 Uhr

Maskenpflicht im Bundestag gilt auch für Mitarbeiter der AfD-Fraktion

Die Maskenpflicht im Bundestag gilt auch für Mitarbeiter der AfD-Fraktion. Die zum 5. Oktober von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble angeordnete Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in den Parlamentsgebäuden sei rechtens, entschied das Berliner Verwaltungsgericht in einem heute veröffentlichten Urteil. Es wies mit der Entscheidung eine Beschwerde von neun Mitarbeitern der AfD-Bundestagsfraktion ab.

In seiner Entscheidung verwies das Gericht auf das Hausrecht des Bundestagspräsidenten. Dieser habe "die Befugnis für den Erlass hausrechtlicher Maßnahmen". Bei der Anordnung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes handele es sich um eine solche Maßnahme. Diese verfolge das Ziel, "den von der Pandemielage ausgehenden Gefahren für die Funktionsfähigkeit des Deutschen Bundestages zu begegnen".

20.11.2020 • 10:41 Uhr

Heil: Bereits 18 Milliarden Euro für Kurzarbeit ausgegeben

Für Kurzarbeit sind in der Corona-Krise in diesem Jahr nach Angaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil bisher rund 18 Milliarden Euro ausgegeben worden. Das Instrument sei "sehr, sehr teuer", sagte der SPD-Politiker im Bundestag. "Aber die Gewöhnung an Massenarbeitslosigkeit wäre finanziell und sozial für dieses Land ungemein teurer", fügte er hinzu. Anlass war die Debatte zur Schlussabstimmung über die Verlängerung von Corona-Sonderregeln zur Kurzarbeit bis Ende nächsten Jahres. Auch 2021 sollen demnach Beschäftigte, die länger als drei Monate auf Kurzarbeit sind, ein erhöhtes Kurzarbeitergeld bekommen.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hält eine Rede im Bundestag. | dpa

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil im Bundestag: "Gewöhnung an Massenarbeitslosigkeit wäre teurer" Bild: dpa

20.11.2020 • 10:35 Uhr

US-Finanzministerium und Notenbank streiten über Corona-Hilfen

US-Finanzminister Steven Mnuchin will entgegen den Empfehlungen der Notenbank Fed bestimmte Milliarden-Hilfsprogramme in der Corona-Krise beenden. In einem Schreiben an US-Notenbankchef Jerome Powell fordert Mnuchin, einige der von der Fed aufgelegten Corona-Notprogramme auslaufen zu lassen. Die freiwerdenden Mittel, die vom Finanzministerium zur Verfügung gestellt wurden, will Mnuchin anderweitig in der Corona-Krise verwenden. Die Fed trat der Forderung Mnuchins umgehend entgegen. Sie spricht sich dafür aus, alle in der Corona-Krise aufgelegten Notprogramme vorerst weiterlaufen zu lassen. Bei diesen Programmen geht es etwa um Kredite an kleine und mittelständische Unternehmen oder den Aufkauf kommunaler Wertpapiere, um Städte und Gemeinden in der Krise zu unterstützen.

20.11.2020 • 10:09 Uhr

Habeck: Studierende als Aushilfen in Schulen einsetzen

Zur Entlastung von Schulen in der Corona-Krise könnten nach Ansicht von Grünen-Chef Robert Habeck Studentinnen und Studenten eingesetzt werden. Diese Maßnahme müsste dann vom Bund bezahlt werden, sagte Habeck den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Bundesregierung hätte schon längst einen Fonds für zusätzliches Personal an den Schulen auflegen müssen", kritisierte er. Mit dem Geld könnten unter anderem Studenten als Aushilfskräfte beschäftigt werden.

"Viele Studierende, die ihren Nebenjob in der Kneipe wegen Corona verloren haben, wollen etwas Sinnvolles machen und Geld verdienen", sagte Habeck. Schulen könnten dann den zusätzlichen Aufwand, der durch Corona entstehe, viel besser stemmen. Dazu gehörten etwa Dokumentation, Aufsicht oder digitaler Unterricht für Kinder in Quarantäne. Außerdem bräuchten die Schulen viel mehr Unterstützung bei Luftfiltern und der Digitalisierung.

Robert Habeck | dpa

Grünen-Chef Robert Habeck: "Viele Studierende wollen etwas Sinnvolles machen" Bild: dpa

20.11.2020 • 10:00 Uhr

Ifo-Institut: Unternehmen unsicher über Geschäftsverlauf

Den deutschen Unternehmen fällt es wegen der Corona-Krise derzeit schwer, die Entwicklung ihrer Geschäfte vorherzusagen. Das ergibt sich aus einer neuen Umfrage, mit der das Ifo-Institut die Unsicherheit von Unternehmen erfasst. Auf einer Skala von null bis 100 betrug der Wert im Oktober 64 - niedriger als im April, aber deutlich höher als im Februar, sagte der Leiter der Ifo-Befragungen, Klaus Wohlrabe.

20.11.2020 • 09:57 Uhr

Flughäfen kommen nicht aus der Krise

Selbst die Herbstferien haben die deutschen Flughäfen nicht aus der Corona-Flaute geholt. Wie erwartet blieben die Passagierzahlen auch im Oktober weit hinter den Werten aus dem Vorjahr zurück. 3,94 Millionen Fluggäste wurden abgefertigt und damit 83,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Flughafenverband ADV mitteilte. Lichtblick bleibt die Fracht, deren Menge im Oktober 0,6 Prozent über dem Vorjahresmonat lag. Auf die ersten zehn Monate des Jahres gesehen haben die Flughäfen mit 59,2 Millionen Passagieren 72,3 Prozent im Vergleich zu 2019 verloren.

20.11.2020 • 09:53 Uhr

Griechenland zwingt Privatkliniken zur Aufnahme von Corona-Patienten

Die griechische Regierung hat verfügt, dass zwei Privatkliniken in Thessaloniki ab Freitag 200 Plätze für Corona-Patienten zur Verfügung stellen müssen. Die Anordnung erfolgte, nachdem sich die neun Privatkliniken der Hafenstadt geweigert hatten, Corona-Patienten aufzunehmen. Die staatlichen Krankenhäuser in Thessaloniki sind nach eigenen Angaben am Limit. Der griechische Verband der Privatkliniken begründete die Weigerung mit dem Argument, die Kliniken seien nicht auf Corona vorbereitet. Es mangele an Möglichkeiten, die Patienten zu isolieren, auch sei das Personal nicht für Corona-Kranke geschult.

20.11.2020 • 09:48 Uhr

Amazon liefert verschreibungspflichtige Medikamente in den USA

Kunden des Online-Händlers Amazon können in den USA nun auch verschreibungspflichtige Medikamente bestellen, die ihnen nach Hause geliefert werden. Mit dem neuen Angebot will Amazon den milliardenschweren US-Markt für verschreibungspflichtige Medikamente erschließen, der vor allem von Drogerien und Supermarkt-Ketten beherrscht wird. Bislang ist der Online-Markt für Versandmedikamente sehr klein, nur fünf Prozent des Medikamentenhandels werden virtuell abgewickelt. Mit der Corona-Pandemie dürfte sich das jedoch deutlich ändern, berichtet Marcus Schuler aus dem ARD-Studio Los Angeles.

20.11.2020 • 09:12 Uhr

Oberhaupt der serbisch-orthodoxen Kirche stirbt an Corona

Der Patriarch der serbisch-orthodoxen Kirche, Irinej, ist in einem Belgrader Krankenhaus an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben. Das teilte die Kirche mit. Der 90-Jährige war vor zwei Wochen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Wenige Tage zuvor hatte er in der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica am Begräbnis des Metropoliten Amfilohije teilgenommen, der ebenfalls an einer Corona-Erkrankung starb. Schutzvorkehrungen waren dabei weitgehend ignoriert worden.

Irinej, Patriarch der serbisch-orthodoxen Kirche | ANDREJ CUKIC/EPA-EFE/Shutterstoc

Der Patriarch der serbisch-orthodoxen Kirche, Irinej, hatte sich offenbar bei einem Begräbnis mit dem Coronavirus infiziert. Bild: ANDREJ CUKIC/EPA-EFE/Shutterstoc

20.11.2020 • 08:57 Uhr

Polizeipräsidentin warnt vor Brutalität der Corona-Demonstranten

Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik warnt vor einer zunehmenden Brutalität der Corona-Demonstranten. "Wir sind vom ganz bunten Publikum weggekommen und haben es zunehmend mit einem Spektrum von Menschen zu tun, die unser System generell ablehnen und bereit sind, dafür extreme Gewalt anzuwenden", sagte Slowik dem "Tagesspiegel". Das Potenzial und die Brutalität der Gewalt bei den Protesten von Corona-Leugnern und -Skeptikern am Mittwoch im Berliner Regierungsviertel sei immens gewesen. "Einzelne Stimmen haben mir gesagt, sowas haben wir in Berlin seit Jahrzehnten nicht erlebt", sagte Slowik.

Die Polizei habe feststellen müssen, dass die auf Kommunikation fokussierte Strategie bei den Corona-Demonstranten nicht trage. "Wir haben die Besonderheit, dass Tausende Menschen gleichzeitig die Regeln verletzen", sagte die Polizeipräsidentin. Die Polizei setzte daraufhin Wasserwerfer ein. Bei den Demonstrationen rund um den Reichstag und am Brandenburger Tor wurden laut Polizei 77 Einsatzkräfte verletzt, darunter drei Beamte schwer. Laut einem Lagebericht der Behörde wurden die Polizisten massiv angegriffen. Es soll versucht worden sein, den Polizisten die Helme vom Kopf zu zerren.

Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik | dpa

Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik: "Wir sind vom ganz bunten Publikum weggekommen" Bild: dpa

20.11.2020 • 08:14 Uhr

Südtirol will zweite Welle mit Massentest bremsen

Die italienische Provinz Südtirol geht im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung mit einem Massentest einen neuen Weg. Ab sofort sind in der kleinen Alpen-Region mit rund einer halben Million Einwohnern knapp 200 Test-Stationen geöffnet. Der Corona-Abstrich ist kostenlos und freiwillig. Das Resultat soll nach spätestens einer halben Stunde vorliegen.

Die Landesregierung in Bozen will mit der dreitägigen Aktion unter dem Motto "Südtirol testet" Virusträger aufspüren, die nichts von ihrer Infektion ahnen. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. Wer ein positives Ergebnis bekommt, aber beschwerdefrei ist, soll sich zehn Tage lang zu Hause isolieren. Die Politiker wollen mit der Test-Aktion die zweite Corona-Welle schneller brechen.

20.11.2020 • 07:51 Uhr

Pharmakonzern: Fast eine Million Chinesen bereits geimpft

Fast eine Million Chinesen haben nach Angaben des Pharmaunternehmens Sinopharm bereits eine Impfung gegen das neuartige Coronavirus erhalten. Bisher lägen keine Erkenntnisse über schwere Nebenwirkungen der experimentellen Wirkstoffe vor, sagte Firmenchef Liu Jingzhen chinesischen Medien. Es seien lediglich in einigen Fällen "milde Symptome" aufgetreten. China hatte im Juli mit Testimpfungen begonnen. Staatsbedienstete, Auslandsstudenten und Angestellte mit Auslandskontakten haben seitdem experimentelle Impfstoffe erhalten, über deren Wirksamkeit noch keine verlässlichen Daten vorliegen.

Derzeit befinden sich in China vier Corona-Impfstoffe in der letzten klinischen Testphase. Sinopharm testet zwei Wirkstoffe in mehreren Ländern, darunter Ägypten, Jordanien, Peru und Argentinien. Viele der Chinesen, die bereits geimpft wurden, sind keine offiziellen Teilnehmer der klinischen Studien, sondern haben sich den Angaben zufolge als Freiwillige gemeldet.

20.11.2020 • 07:33 Uhr

Bericht: WHO rät von Remdesivir ab

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät einem Bericht zufolge vom Einsatz des einst vielversprechenden Medikaments Remdesivir bei Covid-19-Erkrankungen ab. Nach eingehender Prüfung sei ein Expertengremium der WHO zu dem Schluss gekommen, dass das Mittel "keinen bedeutenden Einfluss auf die Sterblichkeit oder andere wichtige Wirkungen auf Patienten hat, wie den Bedarf künstlicher Beatmung oder die Zeit bis zu einer Besserung", schrieb die Fachzeitschrift "British Medical Journal". Es sei zudem noch nicht ausgeschlossen, dass das Medikament Schaden anrichten könne. Dazu kämen hohe Kosten.

Remdesivir war vom US-Pharmakonzern Gilead ursprünglich zur Bekämpfung des Ebola-Virus entwickelt worden. Nach Ausbruch der weltweiten Pandemie galt es eine Zeit lang als Hoffnungsträger im Kampf gegen Covid-19. Es erhielt im Juli als erstes Mittel überhaupt in Europa eine Zulassung unter Auflagen zur spezifischen Behandlung von bestimmten Patienten. Zuletzt hatten Tests aber nahegelegt, dass der Nutzen des Präparats bestenfalls gering ist. Die Erkenntnisse ergaben sich aus einer von der WHO koordinierten Studie mit Tausenden Patienten in fast 500 Kliniken in mehr als 30 Ländern.

20.11.2020 • 07:02 Uhr

Wirtschaftssoziologe warnt vor negativen Folgen des Homeoffice

Der Jenaer Wirtschaftssoziologe Klaus Dörre warnt vor langfristigen negativen Auswirkungen des Homeoffice. "Faktisch ist es über das Netz möglich, Arbeitsumfang und Qualität der Homeoffice-Mitarbeiter jederzeit zu prüfen", sagte Dörre der "Mitteldeutschen Zeitung". Die Kontrollmöglichkeiten für die Firmen seien so groß wie nie zuvor. Außerdem sei der Mensch ein soziales Wesen: "Den Wegfall der Kommunikation am Arbeitsplatz empfinden viele als Verlust." Vorliegende Studien ergeben laut Dörre, dass die Mehrzahl der digitalen Heimarbeiter vor allem die Flexibilität schätzt, "aber - und das ist auch eine wichtige Botschaft - auf Dauer möchte niemand nur im Homeoffice arbeiten". Gewünscht seien Mischformen.

Eine Frau arbeitet aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus von Zuhause aus | dpa

Viele Menschen vermissen im Homeoffice die Kommunikation mit Kollegen. Bild: dpa

20.11.2020 • 06:50 Uhr

Verband: Bahnhofsbuchhandlungen droht Pleite

Wegen starker Verkaufseinbrüche in der Corona-Krise stehen nach Branchenangaben viele Bahnhofsbuchhandlungen vor dem Aus. Da seit dem Frühjahr an den Bahnhöfen wöchentlich Millionen Kunden fehlten, liege der Buch- und Presseumsatz der Geschäfte bis zu 70 Prozent unter dem Vorjahr, sagte der Vorsitzende des Verbands Deutscher Bahnhofsbuchhändler (VDBB), Torsten Löffler, der Nachrichtenagentur epd. Damit sei die Branche viel härter getroffen als der übrige stationäre Buchhandel, der nach starken Verlusten wegen der Schließungen im Frühjahr nun seit Monaten wieder eine große Nachfrage verzeichnet. In der Folge seien auch viele Verlage massiv in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht.

20.11.2020 • 06:32 Uhr

FDP fordert mehr Unterstützung für den Luftverkehr

Die FDP im Bundestag fordert von der Bundesregierung mehr Unterstützung für die von der Corona-Krise gebeutelte Luftverkehrswirtschaft. "Die Bundesregierung hat selbst nach dem Luftfahrtgipfel von Minister Scheuer keine Strategie, wie der Sektor in der dramatischen Lage unterstützt werden kann", sagte FDP-Verkehrspolitiker Bernd Reuter der Nachrichtenagentur dpa. Deswegen fordere die FDP finanzielle Entlastungen sowie Investitionen in alternative Antriebe in Höhe von zwei Milliarden Euro.

Ein FDP-Antrag dazu steht für heute auf der Tagesordnung im Bundestag. Darin heißt es unter anderem, die Regierung solle Reisebeschränkungen zurückfahren, um den eingebrochenen Passagierverkehr zu fördern. Risikogebiete im Ausland sollten kleinteiliger festgelegt werden, "vergleichbar mit der Ebene der Landkreise in Deutschland". Pauschale Quarantäne-Regeln sollten bei Reisen unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen nicht gelten, etwa für Geschäfts- oder Pauschalreisende. Die Regierung solle sich zudem dafür einsetzen, dass wichtige Partnerländer die Einreise zum Beispiel für Geschäftsreisende vereinfachen.

20.11.2020 • 06:28 Uhr

Arbeitgeberpräsident: Kontaktbeschränkungen für Familien gehen zu weit

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer warnt vor einer Vernachlässigung der Belange von Familien in der Corona-Krise. Aus der Politik heiße es, Weihnachten könne auch mal ohne Familie gefeiert werden und auf private und familiäre Kontakte solle man besser ganz verzichten, sagte Kramer der "Welt". "Das geht zu weit. Denn von Großeltern bis zu den Enkeln und unter Geschwistern werden die Kontakte weiter gepflegt werden, selbst, wenn es verboten wird." Die Politik müsse in der Pandemie eine Balance zwischen drei Säulen halten: der medizinischen Versorgung, der Erwerbstätigkeit und dem Familienzusammenhalt. "Diese Säulen tragen das Dach, auf dem Bund und Länder ihre Entscheidungen treffen", sagte Kramer. "Wenn eine schwächelt, fällt das Ganze mangels Akzeptanz zusammen."

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer | dpa

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer warnt vor einem politischen Eingriff in das Familienleben. Bild: dpa

20.11.2020 • 06:21 Uhr

Mehr als neun Millionen Corona-Fälle in Indien

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Indien hat die Marke von neun Millionen überschritten. Das Gesundheitsministerium meldete 45.882 Neuinfektionen und 584 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden. Die Zahl der Toten stieg damit auf über 132.000. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in dem Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern ist in den vergangenen Wochen zurückgegangen. In der Hauptstadt Neu-Delhi hingegen kämpfen die Behörden gegen einen Ausbruch mit beinahe 7500 neuen Fällen am Tag. Die Regierung hat die Strafen für einen Verstoß gegen die Maskenpflicht zuletzt auf 2000 Rupien (22,70 Euro) vervierfacht und erwägt weitere Einschränkungen.

20.11.2020 • 05:53 Uhr

Ausgangssperre in Kalifornien: "Wir schlagen Alarm"

Kalifornien erlässt für besonders betroffene Landkreise eine Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 05.00 Uhr. "Wir schlagen Alarm", heißt es in einer Erklärung von Gouverneur Gavin Newsom. Die Ausbreitung des Virus müsse gestoppt und die Belastung für die Krankenhäuser reduziert werden, bevor die Todesrate steige.

20.11.2020 • 05:23 Uhr

RKI meldet neuen Höchststand an Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der täglich verzeichneten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat einen neuen Rekordstand erreicht. Das Robert Koch-Institut meldete am Morgen 23.648 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das waren mehr als tausend Fälle mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg den Angaben zufolge um 260 auf insgesamt 13.630. Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des RKI 879.564 Infektionen registriert. Die Zahl der Genesenen liegt bei etwa 579.100.

20.11.2020 • 04:28 Uhr

Mehr als 2200 Corona-Tote binnen 24 Stunden in den USA

In den USA sind binnen 24 Stunden mehr als 2200 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Wie aus einer am Abend veröffentlichten Zählung hervorging, gab es landesweit zudem mehr als 200.100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Wegen der stark steigenden Zahl an Neuinfektionen haben mehrere Bundesstaaten ihre Corona-Maßnahmen inzwischen wieder verschärft. Die Gesundheitsbehörde CDC riet den US-Bürgern wegen der Corona-Pandemie am Donnerstag dringend von Reisen zum Thanksgiving-Feiertag in der kommenden Woche ab. Es handele sich nicht um eine Anordnung, aber um eine "eindringliche Empfehlung", sagte CDC-Vertreter Henry Walke. Thanksgiving ist das wichtigste Familienfest in den USA.

20.11.2020 • 04:28 Uhr

Umfrage: Deutsche bei Frage nach Schulschließungen gespalten

Bei der Frage, ob bei steigenden Corona-Infektionszahlen erneut Schulschließungen erwogen werden sollten, sind die Deutschen einer Umfrage zufolge gespalten. 46,2 Prozent sprachen sich in der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" dafür aus, dies eindeutig oder eher in Betracht zu ziehen. Fast ebenso viele (43,6 Prozent) wollten Schulschließungen eher oder eindeutig ausschließen. 10,2 Prozent gaben an, unentschieden zu sein. Während der ersten Welle der Corona-Pandemie waren bundesweit Schulen geschlossen worden. Inzwischen fährt die Politik einen anderen Kurs und hat es zur Priorität erklärt, Schulen auch im aktuellen Teil-Lockdown offen zu halten.

20.11.2020 • 04:28 Uhr

Mehr als 100.000 Corona-Tote in Mexiko

In Mexiko sind seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 100.000 Menschen an der Krankheit Covid-19 gestorben. Mexiko ist das vierte Land, das die Schwelle von 100.000 Corona-Toten überschritten hat.  In den vergangenen 24 Stunden seien 576 weitere Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben, sagte Vize-Gesundheitsminister López-Gatell. Die Zahl der seit Pandemie-Beginn registrierten Infektionen stieg nach seinen Angaben auf mehr als 1,019 Millionen.  Mexiko ist das am viertschwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt. Auf den ersten Plätzen liegen die USA, Brasilien und Indien.