Der Chef der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, bei einer Pressekonferenz Anfang Juli 2020. | FABRICE COFFRINI/EPA-EFE/Shutter
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ WHO hofft auf Pandemie-Ende bis 2022 ++

Stand: 22.08.2020 00:38 Uhr

Die Weltgesundheitsorganisation hofft darauf, dass die Corona-Krise in weniger als zwei Jahren beendet ist. 1,4 Millionen Lufthansa-Kunden haben noch keine Flug-Erstattungen erhalten. Alle Entwicklungen vom Freitag im Liveblog zum Nachlesen.

  • 1427 Neuinfektionen und sieben weitere Todesfälle in Deutschland
  • Merkel und Länderchefs beraten nächste Woche
  • Scholz rechnet mit neuen Schulden im kommenden Jahr
  • 1,4 Millionen Lufthansa-Kunden haben noch keine Flug-Erstattungen erhalten
  • Neuinfektionen in Spanien auf höchstem Stand seit Mai
  • SPD-Chef sieht keine Chance für Karneval in gewohnter Form
  • Forscher entdecken neue Virus-Variante
21.8.2020 • 23:58 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Corona-Liveblog. Vielen Dank für Ihre Interesse.

21.8.2020 • 22:56 Uhr

Mehr als 600.000 bestätigte Fälle in Südafrika

In Südafrika gibt es mehr als 600.000 nachgewiesene Infektionen. Die Zahl sei am Freitag um 3398 auf 603.338 gestiegen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Toten liegt bei insgesamt 12.843.

21.8.2020 • 22:17 Uhr

Kundgebung mit beschränkter Teilnehmerzahl statt Demo in Hanau

Nach der Absage einer Demonstration mit Tausenden erwarteten Teilnehmern sollen die Angehörigen der Opfer des rassistisch motivierten Anschlags von Hanau bei einer Alternativ-Veranstaltung die Möglichkeit bekommen, zu sprechen. Diese werde auf eine Teilnehmerzahl von 249 Menschen begrenzt sein, sagte ein Sprecher der Stadt Hanau. Zuvor hatte die Stadt die Demonstration, zu der zwischen 3000 und 5000 Menschen erwartet worden waren, wegen einer "stark steigenden Zahl" von Infektionen abgesagt.

21.8.2020 • 22:15 Uhr

Remdesivir verbessert Zustand bei mittelschwerer Erkrankung nur leicht

Laut einer neuen Studie profitieren Covid-19-Patienten mit einem mittelschweren Krankheitsverlauf nur geringfügig von der Verabreichung des Medikaments Remdesivir des US-Unternehmens Gilead Sciences. Das geht aus einer klinischen Untersuchung mit rund 600 Probanden hervor, die im Fachblatt "Journal of the American Medical Association" veröffentlicht wurde. Das Mittel ist bereits unter anderem in den USA und Europa zur Behandlung zugelassen. Experten hatten zuvor von einer Wirksamkeit bei schweren Krankheitsverläufen berichtet.

21.8.2020 • 20:55 Uhr

Scholz will weiter "Stunde Null" bei Altschulden von Kommunen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat seine Entschlossenheit bekräftigt, Kommunen durch eine Übernahme von Altschulden entlasten zu wollen. Mit dem milliardenschweren Konjunkturprogramm in der Corona-Krise sei schon viel für die Städte und Gemeinden erreicht worden, sagte er auf einer SPD-Podiumsdiskussion im Kommunalwahlkampf in Dortmund. "Die nächste Schlacht führen wir auch noch - nämlich zu sagen: Die Altschulden-Problematik wird gelöst. Es braucht eine neue Stunde Null für Deutschlands Kommunen." Daneben gehe es darum, auch Zukunftsprojekte anzupacken. "Wenn wir nur erreichen, dass es nicht schlimmer kommt, haben wir zwar etwas erreicht, aber nicht genug", sagte der SPD-Kanzlerkandidat.

Anfang Juni war Scholz in der schwarz-roten Koalition als Finanzminister mit seinen Plänen für eine Altschulden-Regelung am Widerstand der Union gescheitert. Scholz hatte eine Übernahme der hohen Schulden mancher Kommunen als Teil des milliardenschweren Konjunkturpakets in der Corona-Krise verankern wollen.

Olaf Scholz sitzt bei einer SPD-Veranstaltung in Dortmund auf dem Podium. | dpa

Olaf Scholz wirbt bei einer SPD-Veranstaltung in Dortmund für eine Altschulden-Regelung. Bild: dpa

21.8.2020 • 20:45 Uhr

Demo zum Gedenken an rassistischen Anschlag in Hanau abgesagt

Wegen einer "stark steigenden Zahl" von Corona-Infektionen hat die Stadt Hanau eine für Samstag geplante Demonstration zum Gedenken an die Opfer des rassistischen Anschlags mit neun Toten abgesagt. "Sobald die Infektionsfälle wieder deutlich zurückgegangen sind, holen wir diese Trauerbekundung selbstverständlich nach", sagte Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). Ursprünglich wollten am Samstag Tausende Menschen in der hessischen Stadt auf die Straße gehen.

Der Main-Kinzig-Kreis habe dem Oberbürgermeister am Abend mitgeteilt, "dass die Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohner im 7-Tage-Rückblick in Hanau auf 49 hochgeschnellt ist", sagte Kaminsky. Er sei "geschockt über die rasante Infektionsentwicklung". Damit sei die Schwelle für konsequente Beschränkungen erreicht.

21.8.2020 • 20:05 Uhr

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Brüssel

Die Bundesregierung weitet ihre regionale Reisewarnung für Belgien aus. Zusätzlich zur Provinz Antwerpen wird nun auch von Reisen in die Hauptstadt Brüssel abgeraten. "Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Hauptstadt Brüssel und in die Provinz Antwerpen wird aufgrund hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt", teilte das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite mit.

Gleichzeitig gilt Brüssel nun als sogenanntes Risikogebiet. Wer von dort nach Deutschland zurückkehrt, muss sich auf das neuartige Coronavirus testen lassen. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sich Reisende in häusliche Quarantäne begeben. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, dass es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

21.8.2020 • 19:43 Uhr

Söder ist gegen weitere Corona-Lockerungen

Die wachsende Zahl von Corona-Infektionen in Deutschland macht aus der Sicht von CSU-Chef Markus Söder derzeit keine weiteren Lockerungen bei den Schutzauflagen möglich. "Wir können doch nicht im Ernst in der Situation weitere Lockerungen beschließen", sagte der bayerische Ministerpräsident dem Deutschlandfunk hinsichtlich geplanter Lockerungen in anderen Bundesländern.

Söder sprach sich mit Blick auf die am kommenden Donnerstag anstehende Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel außerdem für bundeseinheitliche Regelungen zur Maskenpflicht und bei Bußgeldern für Verstöße aus. Für ihn stehe eher die Frage im Raum, ob die Maskenpflicht verstärkt werden müsse.

Konzerte und Fußballspiele mit Tausenden von Menschen lehnt Söder weiterhin ab. Er kündigte an, bei der Konferenz auch über eine bundesweit einheitliche Grenze für Personenzahlen bei Privatveranstaltungen sprechen zu wollen, wie sie Gesundheitsminister Jens Spahn vorgeschlagen hatte. "Wir haben nach wie vor unglaublich viele tolle, vernünftige Menschen, die in einer bewundernswerten Weise für sich und andere vorsorgen", sagte Söder. Aber es gebe auch eine Zahl von Menschen, die das nicht ernst nähmen, "und deswegen muss man auch manchmal die Vernünftigen vor den Unvernünftigen schützen".

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zieht sich eine Schutzmaske mit bayerischem Rautenmotiv an. | dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist gegen Konzerte und Fußballspiele mit Tausenden von Menschen. Bild: dpa

21.8.2020 • 19:40 Uhr

Neuinfektionen in Spanien auf höchstem Stand seit Mai

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in Spanien rapide. Innerhalb eines Tages seien 3650 neue Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Es war bereits der dritte Tag in Folge mit mehr als 3000 neuen Fällen. Diese Marke war davor zuletzt am 1. Mai übertroffen worden. Noch im Juni - kurz vor Ende des Corona-Notstands mit sehr strengem Lockdown - waren zeitweise deutlich weniger als hundert Neuinfektionen registriert worden. Seit Anfang Juli steigt die Zahl aber wieder nahezu konstant.

Die Gesamtzahl der Infizierten stieg auf etwa 386.000. In den vergangenen sieben Tagen starben 125 Menschen mit Covid-19. Insgesamt stieg die Zahl der Toten auf 28.838. "Niemand soll sich etwas vormachen. Es läuft nicht gut", warnte der Chef der Behörde für Gesundheitliche Notfälle, Fernando Simón. Trotzdem betonte er, Spanien habe die Pandemie mit Ausnahme von wenigen Gebieten im Griff. 

Nach Darstellung der Behörden gibt es auch deshalb relativ viele Infektionen, weil viel mehr getestet wird. Vor allem Besucher von Nachtlokalen sowie Teilnehmer von Privatpartys seien nun betroffen. Das Durchschnittsalter der Infizierten sinke von Woche zu Woche. Aktuell liege es bei 38 Jahren. Bei den meisten Betroffenen verlaufe die Infektion deshalb jetzt ohne Symptome.

21.8.2020 • 19:06 Uhr

SPD-Chef sieht keine Chance für Karneval in gewohnter Form

Der in Köln lebende SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hält Straßenkarneval mit 1,5 Metern Abstand und Mundschutz für "wesensfremd". Am Rande einer SPD-Veranstaltung in Dortmund sagte der gebürtige Rheinländer der Nachrichtenagentur dpa: "Ich finde, dass man frühzeitig sagen muss, dass Karneval, wie wir ihn kennen, unter den jetzigen Umständen nicht gehen wird." Es brauche Konzepte, die es ermöglichen, die Stimmung im Kleinen zu retten und trotzdem keine ungesteuerte Feierei zuzulassen.

"Gangelt war im vergangenen Jahr ein ganz kleiner Ausschnitt des rheinischen Karnevals". In der Gemeinde im Kreis Heinsberg, der zu einem der ersten Corona-Hotspots in Deutschland gehörte, hatte es zum Start der Pandemie in Deutschland zahlreiche Infizierte bei einer Karnevalssitzung gegeben. Wer das auf die großen Zentren des Karnevals übertrage, könne sich ausmalen, dass so etwas ohne Impfstoff nicht zu machen sei, sagte Walter-Borjans.

SPD-Vorsitzender Norbert Walter-Borjans | dpa

SPD-Chef Walter-Borjans schlägt die Entwicklung von neuen Konzepten vor, um die Karnevalsstimmung wenigstens im Kleinen zu retten. Bild: dpa

21.8.2020 • 18:45 Uhr

WHO hofft auf ein Pandemie-Ende in weniger als zwei Jahren

Die Weltgesundheitsorganisation hofft darauf, dass die Corona-Pandemie in weniger als zwei Jahren überstanden sein wird, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte. Der Ausbruch der Spanischen Grippe im Jahr 1918 habe nach zwei Jahren geendet. "In unserer jetzigen Situation mit mehr Technologie und mehr Kontakten hat das Virus bessere Chancen, sich zu verbreiten", so Tedros. Zugleich aber hätte die Welt die Möglichkeiten und das Wissen, das Virus zu stoppen.

21.8.2020 • 18:26 Uhr

Bericht: Länder erwägen Verschärfungen

Angesichts steigender Infektionszahlen erwägen mehrere Bundesländer laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen besonders mit Blick auf Partys und Feste. Die brandenburgische Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher sagte dem Blatt zufolge: "Private Feiern sind eine sehr große Gefahr." Sollte die Zahl der Infektionen weiter im jetzige Tempo ansteigen, drohten abermals "harte Kontaktbeschränkungen", so die Grünen-Politikerin.

Ihr Amts- und Parteikollege in Baden-Württemberg, Manfred Lucha, warnte: "Wenn wir merken, dass die Eigenverantwortung nicht weit genug geht, werden wir wieder stärker einschränken müssen." Jede Öffnung komme einem Ritt auf der Rasierklinge gleich. Notfalls müsse und könne das Land "nachsteuern".

Forderungen nach möglichst einheitlichen, schärferen Maßnahmen kommen dem Bericht zufolge aus Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen  und Berlin. Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am kommenden Donnerstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Videokonferenz über die Corona-Lage und gegebenenfalls notwendige Konsequenzen beraten.

21.8.2020 • 17:35 Uhr

Forscher sammeln Daten bei Großkonzerten

Unter welchen Bedingungen sind auch in der Corona-Pandemie Großveranstaltungen möglich? Das wollen Forscher der Universitätsmedizin Halle am Samstag mit einem Großversuch in Leipzig herausfinden. In der Arena der Messestadt spielt Popstar Tim Bendzko drei Konzerte. Bis zu 4000 Besucher sollen in der Halle sein. Die Wissenschaftler wollen mit Sensoren und anderen Hilfsmitteln deren Laufwege überwachen, fluoreszierendes Desinfektionsmittel soll sichtbar machen, welche Flächen besonders oft angefasst werden. Auch der Flug der Aerosole - kleinste Partikel-Mischungen, die das Virus tragen können - soll nachvollzogen werden.

Ziel ist nach Angaben der Mediziner ein mathematisches Modell, mit dem das Risiko eines Coronaausbruchs nach einer Großveranstaltung in einer Halle bewertet werden kann. Damit das Konzertexperiment nicht selbst zu einem sogenannten Superspreader-Event wird, müssen alle freiwilligen Teilnehmer eine FFP2-Maske tragen. Außerdem absolvierten alle Besucher vorab einen Corona-Test.

Popstar Tim Bendzko singt bei einem Konzert. | dpa

Popstar Tim Bendzko wird in Leipzig nicht nur für sein Publikum singen, sondern auch für die Forschung. Bild: dpa

21.8.2020 • 17:17 Uhr

Mehr als 100.000 nachgewiesene Corona-Infektionen in Israel

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen hat in Israel die Marke von 100.000 überstiegen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden zuletzt 1496 Fälle an einem Tag registriert. Insgesamt seien damit nun 100.716 Fälle erfasst worden. 809 Menschen starben bislang mit einer Corona-Infektion.

Zum Vergleich: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mindestens 230.048 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Es gibt bislang 9260 Corona-Todesfälle. Deutschland hat etwa neun mal mehr Einwohner als Israel.

21.8.2020 • 17:11 Uhr

50 Polizisten erhalten Bußgelder wegen Regelverstößen

Die Stadt Mainz hat gegen 50 Polizisten ein Bußgeldverfahren eingeleitet, weil sie vor etwa drei Monaten in einer Altstadt-Kneipe gegen Corona-Regeln verstoßen haben sollen. "Die Höhe der beabsichtigten Bußgelder reicht dabei von schlichten Verwarngeldern wegen des Verstoßes gegen die Maskenpflicht bis hin zu Strafen, die deutlich im dreistelligen Bereich angesiedelt sind", sagte ein Sprecher der Stadt. Die Polizisten und Polizistinnen hätten gegen elementare Vorgaben der im Mai gültigen Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes verstoßen und unter anderem Kontaktbeschränkungs- und Abstandsregelungen nicht eingehalten. Anlass der Feiern während des Lockdowns sollen der Beförderungstag der Polizei sowie die Beerdigung eines unerwartet gestorbenen Kollegen gewesen sein.

21.8.2020 • 16:59 Uhr

Dortmund wagt erstes großes Chorkonzert

Unter strengen Coronaschutz-Auflagen wagt sich das Konzerthaus Dortmund an das erste große Chorkonzert seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie: Zum Saisonauftakt werde am 3. September unter der Leitung von Thomas Hengelbrock Joseph Haydns "Die Schöpfung" aufgeführt, teilte das Haus mit. Das Dortmunder Gesundheitsamt habe dafür die Freigabe erteilt. Das Schutzkonzept sei umfassend. So würden alle knapp 90 Musiker mehrfach getestet und blieben während der Probenphase im Hotel in Quarantäne, hieß es. 790 Zuschauer seien zugelassen bei reichlich Abstand und schachbrettartiger Verteilung im Saal.

21.8.2020 • 16:38 Uhr

Islands Regierung muss fast vollzählig zum Corona-Test

Beinahe die gesamte isländische Regierung muss sich auf das neuartige Coronavirus testen lassen. Der Grund: Neun der elf Mitglieder des Kabinetts um Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir hatten sich am Dienstag in einem Hotel zum Abendessen getroffen, in dem mittlerweile mehrere Corona-Fälle aufgetaucht sind. Das Risiko einer Ansteckung der Ministerinnen und Minister sei aber sehr gering, teilte die isländische Regierung mit.

Jakobsdóttir und ihre Minister sollen nun jeweils zweimal auf Corona getestet werden, erstmals am Freitag und dann noch einmal am Montag. Dazwischen sollen sie Kontakte vermeiden und zu Hause bleiben. Nur Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir und Sozialminister Ásmundur Einar Dadason, die beide nicht bei dem Abendessen dabei gewesen waren, sind davon ausgenommen.

Das Foto zeigt Islands Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir. | AFP

Islands Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir und ihre Regierung kommen vorerst in Quarantäne. Bild: AFP

21.8.2020 • 16:23 Uhr

Ramelow wirft Spahn Panikmache vor

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im "Spiegel" vorgeworfen, in der Corona-Krise Panik zu schüren. "Wir sollten nicht schon wieder mit der Angst operieren. Das hilft wirklich nicht weiter, ist meiner Meinung nach sogar gefährlich", sagte der Linken-Politiker dem Nachrichtenmagazin.

"Dass jetzt mal eben überall der Karneval abgesagt werden soll, finde ich völlig falsch" so Ramelow. Er wolle für Thüringen Wege suchen, um Karneval zu ermöglichen. Spahn hatte angesichts der wieder steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen in Frage gestellt, ob im Winter Karneval stattfinden kann.

21.8.2020 • 16:18 Uhr

Offenbach verschärft Kontaktbeschränkungen

Nach einem deutlichen Anstieg der Corona-Infektionen führt die hessische Stadt Offenbach wieder striktere Kontaktbeschränkungen ein. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sind Treffen und Aufenthalte im öffentlichen Raum ab Samstag für zunächst zwei Wochen auf maximal fünf Menschen oder auf die Mitglieder von nicht mehr als zwei Haushalten beschränkt. Außerdem gelte ab dem Wochenende in der Gastronomie eine Sperrstunde ab Mitternacht. Zu privaten Feiern wie Geburtstagen oder Hochzeiten dürften nur noch maximal 50 Menschen zusammenkommen, diese Grenze gelte auch für alle sonstigen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen.

Laut Stadtverwaltung hat Offenbach den bundesweit gültigen Schwellenwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liege inzwischen bei 52.

21.8.2020 • 16:12 Uhr

Gericht: Abi-Feiern nicht generell verboten

Abiturfeiern sind laut einer Gerichtsentscheidung nicht generell durch Corona-Schutzverordnungen verboten. Das Verwaltungsgericht im nordrhein-westfälischen Münster erlaubte in einer einstweiligen Anordnung eine für Samstag in Emsdetten geplante Veranstaltung mit 95 Teilnehmern sowie einem DJ und Bewirtungspersonal. Die Abi-Feier sei als einmaliges Ereignis des Schulabschlusses durch den Erhalt der Zeugnisse ein "herausragender Anlass" gemäß der Verordnung (Az: 5 L 708/20).

Nach der Corona-Schutzverordnung seien private Veranstaltungen nicht grundsätzlich verboten, sondern sie müssten einem besonderen Schutzkonzept folgen, erläuterte das Gericht. Für bestimmte Ausnahmefälle, sogenannte herausragende Ereignisse, seien einfache Schutzkonzepte ausreichend. Die Abschlussfeier sei daher mit geeigneten Vorkehrungen zur Hygiene und einfacher Rückverfolgbarkeit zulässig. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

21.8.2020 • 16:07 Uhr

Einer Million Mädchen in Afrika droht Schulverbot

Bis zu eine Million Mädchen könnten in Afrika vom Schulbesuch ausgeschlossen werden, weil sie während der Corona-Schließungen schwanger geworden sind. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung der Kinderhilfsorganisation World Vision. Viele Mädchen seien während der Corona-Einschränkungen wegen sexueller Gewalt oder Kinderheirat schwanger geworden - oder weil sie nicht wussten, wie sie sich schützen sollen.

In zahlreichen afrikanischen Ländern südlich der Sahara werde es schwangeren Mädchen oder jungen Müttern verboten, zur Schule zu gehen. Es sei nötig, ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen, forderte die Organisation. "Eine verlorene Ausbildung ist nicht nur für junge Mütter und ihre Kinder katastrophal, sondern auch für die wirtschaftliche Entwicklung von Ländern nach der Pandemie", sagte die Direktorin für Humanitäre Hilfe der Organisation, Isabel Gomes.

21.8.2020 • 15:58 Uhr

Scholz rechnet mit neuen Schulden im kommenden Jahr

Bundesfinanzminister Olaf Scholz geht davon aus, dass zur Bewältigung der Corona-Krise auch im kommenden Jahr weitere Kredite für den Haushalt aufgenommen werden müssen. "Davon ist auszugehen angesichts der Entwicklung", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Auch 2021 werde die Bundesregierung gezwungen sein, "noch die Ausnahme von der Schuldenregel zu ziehen und erhebliche Mittel aufzuwenden, um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen und die Wirtschaft zu stabilisieren".

Der Finanzminister äußerte die Hoffnung, dass die deutsche Wirtschaft bis Ende nächsten Jahres oder Anfang 2022 das Vorkrisenniveau erreichen werde. Auf die Frage, wie der gigantische Schuldenberg abgetragen werden solle, verwies Scholz auf die Leistungsfähigkeit der deutschen Volkswirtschaft und die Haushaltsführung in den Vorkrisenjahren. "Das zahlt sich gerade aus."

21.8.2020 • 15:50 Uhr

Hongkong kündigt kostenlose Tests für alle Bürger an

Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam hat eine neue Initiative angekündigt, um allen Bürgern kostenlose Corona-Tests anzubieten. Auf einer Pressekonferenz rief Lam die Hongkonger dazu auf, sich an dem zweiwöchigen Virustestprogramm zu beteiligen. Es solle Anfang September anlaufen. Ziel sei es, asymptomatische Fälle zu identifizieren. Menschen, die Risikogruppen angehören, waren bereits Anfang des Monats aufgefordert worden, sich testen zu lassen.

Zuletzt gab es in Hongkong Sorge wegen einer Überwachung der Bürger durch China. Kritiker äußerten nun auch Bedenken zum möglichen Umgang mit den Daten aus den Testproben. Lam sagte zu, dass jeder Test nur durch einen individuellen Strichcode gekennzeichnet werde. Bis Freitag wurden in Hongkong 4632 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. 75 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Ansteckung.

21.8.2020 • 15:40 Uhr

Bildungsministerin bewertet Schulstart positiv

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat eine positive Zwischenbilanz nach dem Beginn des neuen Schuljahrs in mehreren Bundesländern gezogen. Die Länder hätten sich "sehr, sehr stark darauf vorbereitet", dass der Regelbetrieb wieder gut starte, sagte die CDU-Politikerin in einem Interview bei RTL. Zur Frage, ob sie Masken in der Schule sinnvoll finde, sagte Karliczek, diese trügen dazu bei, dass überhaupt Regelbetrieb gewährleistet werden könne. "Ich weiß, dass das anstrengend ist. Wir empfinden es alle als anstrengend in dieser Zeit. Aber ich glaube, zur Maske gibt es im Moment keine Alternative."

Anja Karliczek | dpa

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sieht keine Alternative zur Maskenpflicht in Schulen. Bild: dpa

21.8.2020 • 15:06 Uhr

1,4 Millionen Kunden warten auf Ticketerstattungen der Lufthansa

Rund 1,4 Millionen Kunden des Lufthansa-Konzerns warten noch immer auf Ticketerstattungen für Flüge, die in der Corona-Krise storniert worden sind. Das teilverstaatlichte Unternehmen teilte allerdings mit, es sei bei der Abwicklung in den vergangenen Wochen vorangekommen und habe im laufenden Jahr 2,3 Milliarden Euro an 5,4 Millionen Kunden ausgezahlt. Aus der ersten Jahreshälfte seien noch rund 8 Prozent der Fälle nicht erledigt. Sie sollen bis Ende August abgearbeitet sein. Der Großteil der offenen Verfahren bezieht sich damit auf jüngere Stornierungen.

Nach EU-Recht sind Fluggesellschaften bei von ihnen veranlassten Stornierungen zur Rückzahlung des Ticketpreises innerhalb von sieben Tagen verpflichtet. Nach dem Zusammenbruch des Luftverkehrs im März hatte die Lufthansa automatische Erstattungsprozesse abgestellt und auf Einzelfallprüfungen bestanden. Wie andere Gesellschaften auch versuchte sie zudem, die Kunden mit Gutscheinen zu befriedigen. Das Vorgehen löste scharfe Kritik von Verbraucherschützern und Anzeigen bei den Luftaufsichtsbehörden aus.

21.8.2020 • 15:01 Uhr

Bund unterstützt Clubs und Livemusik-Lokale mit 27 Millionen Euro

Die Bundesregierung will wegen der Folgen der Corona-Pandemie kleinere und mittlgroße Musikclubs und Livemusik-Spielstätten mit insgesamt 27 Millionen Euro fördern. Die Mittel stammen aus dem Etat von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und ihrem Rettungs- und Zukunftspaket "Neustart Kultur". Seit Ausbruch der Corona-Pandemie sei das Musikleben in Deutschland weitgehend zum Erliegen gekommen, sagte Grütters. Clubs und Konzerte würden schmerzlich vermisst. Viele Betreiber seien in eine existenzielle Notlage geraten. "Ziel der Maßnahmen der Bundesregierung ist es, die Clublandschaft in ihrer Vielfalt zu erhalten."

Einzelne Lokale können Fördermittel von bis zu 150.000 Euro abrufen. Im Fokus stünden vor allem Programme zur Wiederaufnahme des Betriebs, aber auch pandemiegerechte Formate zur Nachwuchsförderung und zur Gleichstellung der Geschlechter, sagte Grütters. Zudem sollen Projekte für eine bessere Vernetzung der Clubs gefördert werden. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen könnten Clubs aus einem anderen Förderprogramm auch Gelder für pandemiebedingte Investitionen beantragen.

21.8.2020 • 14:54 Uhr

Vize-Ministerpräsident von NRW fordert Absage aller Karnevalsumzüge

Der nordrhein-westfälische FDP-Chef und stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp hat sich dafür ausgesprochen, alle Karnevalsumzüge der kommenden Saison abzusagen. Dies müsse auch für größere Sitzungen gelten, sagte Stamp der Nachrichtenagentur dpa. "Karneval lebt von Unbeschwertheit und auch Nähe. Ausgelassenes Feiern ist in der derzeitigen Lage allerdings nicht möglich." Deshalb sollten sich alle zum Schutz des Brauchtums und der vielen ehrenamtlichen Aktiven "ehrlich machen", Planungssicherheit schaffen und die großen Veranstaltungen absagen, forderte Stamp. "So sehr mein Karnevalsherz blutet."

21.8.2020 • 14:48 Uhr

Gericht: Angeklagter muss Maske im Gerichtssaal abnehmen

Angeklagte müssen unter Umständen im Gerichtssaal ihre Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen. Das hat das Landgericht Frankfurt im Rahmen eines Mordprozesses entschieden. Es gehe dabei um die Bewertung des Verhaltens des Angeklagten, beispielsweise während einer Zeugenvernehmung, sagte der Vorsitzende Richter (AZ 3590 Js 236977/19).

Der 56-jährige Angeklagte, der seit mehreren Wochen vor der Schwurgerichtskammer wegen Mordes an seiner früheren Lebensgefährtin steht, hatte bislang durchgehend eine Gesichtsmaske getragen. Auf die Aufforderung des Vorsitzenden Richters weigerte er sich zunächst, den Mund-Nasen-Schutz abzunehmen. Erst nach Verkündung des Gerichtsbeschlusses entfernte er die Maske.

21.8.2020 • 14:29 Uhr

Ärztekammer legt Zehn-Punkte-Plan gegen Corona-Krise vor

Die Bundesärztekammer dringt auf weitere Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Konkrete Vorschläge machte die Vereinigung in Form eines Zehn-Punkte-Plans: Danach sollten etwa Reserven von Masken und weiteren Medizinprodukten angelegt werden. Auch seien dafür Produktionsstandorte in Europa zu schaffen. Meldestrukturen sollten europaweit vernetzt und Aufträge sowie Verteilung von dringend benötigten Arzneimitteln und Schutzausrüstung über eine zentrale Koordinierungsstelle organisiert sein.

Im Infektionsschutzgesetz müssten aus Sicht der Mediziner feste Krisenstäbe mit klar definierten Aufgaben und Handlungsmöglichkeiten angelegt werden. In den Kliniken gehörten Personalressourcen und Reservekapazitäten definiert, umgesetzt und finanziert. Der Umbau von Arztpraxen zum Schutz von Personal und Patienten sollte ebenfalls gegenfinanziert werden. Zudem seien ein flächendeckender Ausbau zertifizierter Videokonferenzmöglichkeiten sowie ein besserer Zugang zu Wissensdatenbanken und aktuellen Forschungsergebnissen nötig.

Die Gesundheitsämter brauchen nach Meinung der Kammer dringend mehr materielle und personelle Ressourcen. Neben modernen digitalen Kommunikationssystemen müssten Anreize für Ärzte geschaffen werden, im öffentlichen Gesundheitsdienst tätig zu werden. Für medizinische Einrichtungen und Arztpraxen fordern die Ärzte eine einheitliche und verbindliche Test-Strategie für Patienten und Personal. Auch sollten deutsche Produktionsstandorte für einen möglichen Impfstoff ausgebaut werden.

21.8.2020 • 14:18 Uhr

EU genehmigt Staatshilfe für belgische Lufthansa-Tochter

Die EU-Kommission hat ein belgisches Rettungspaket für die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines genehmigt. Die Brüsseler Behörde gab grünes Licht für Staatshilfen in Höhe von 290 Millionen Euro. Das Geld werde helfen, die Folgen der Coronavirus-Pandemie zu überstehen. "Die Beihilfemaßnahme ist notwendig, angemessen und verhältnismäßig, um eine beträchtliche Störung im Wirtschaftsleben eines Mitgliedstaates zu beheben", teilte die Kommission mit.

Der gesamte Lufthansa-Konzern muss mit neun Milliarden Euro vor dem Aus gerettet werden. Die Reisebeschränkungen und die schwindende Nachfrage während der Corona-Krise haben den Flugbetrieb fast vollständig lahmgelegt. Die gesamte Branche kommt nur sehr schleppend wieder auf die Beine und sorgt sich vor einer zweiten Infektionswelle.

Ein Flugzeug der Brussels Airlines fährt über ein Rollfeld. | dpa

Die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines muss von der belgischen Regierung gerettet werden. Bild: dpa

21.8.2020 • 14:01 Uhr

Judo-Länderkampf soll trotz Corona-Fällen stattfinden

Trotz dreier Corona-Fälle bei Gegner Österreich soll das deutsche Judo-Nationalteam in der kommenden Woche zu einem Länderkampf in Wien antreten. In der Vorbereitung auf den ersten Wettbewerb nach der Corona-Pause seien im österreichischen Team drei positive Tests auf das Covid-19-Virus aufgetreten, teilte der Österreichische Judo-Verband (ÖJV) mit.

Die Betroffenen und ihre Kontaktpersonen seien umgehend isoliert worden. Der Deutsche Judo-Bund sei informiert worden, der für den kommenden Donnerstag in Wien angesetzte Länderkampf solle trotzdem stattfinden. "Alle 12 Athleten auf beiden Seiten - je sechs Frauen, sechs Männer - werden laufend getestet", wurde ÖJV-Präsident Martin Poiger zitiert.

21.8.2020 • 13:58 Uhr

EU-Kommissar Hogan unter Druck

EU-Handelskommissar Paul Hogan hat eine Veranstaltung besucht, bei der die Polizei Verstöße gegen Corona-Regeln prüft. Hogan habe an dem Event in seiner irischen Heimat im "gutem Glauben" teilgenommen, dass die Organisatoren und das Hotel die nötigen Vorkehrungen im Sinne der Auflagen im Kampf gegen Covid-19 getroffen hätten, sagte eine EU-Kommissionssprecherin in Brüssel.

Zuvor war der irische Landwirtschaftsminister Dara Calleary zurückgetreten, weil er die selbe Veranstaltung mit mehr als 80 Personen besucht hatte. Auf die Frage, ob Hogan nun als EU-Handelskommissar zurücktreten werde, antwortete die Kommissionssprecherin nicht.

21.8.2020 • 13:54 Uhr

Gedenken an Erdbebenopfer von Amatrice eingeschränkt

Die Menschen im italienischen Amatrice werden wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nur im kleinen Rahmen der rund 300 Toten der Erdbeben-Tragödie vor vier Jahren gedenken. "Leider veranlassen uns die Pandemie-Vorsichtsmaßnahmen dazu, das Programm zu ändern, wir werden keinen Fackelzug veranstalten können", sagte Bürgermeister Antonio Fontanella in einem Video.

Stattdessen werde sich die Gemeinde am 24. August, dem Jahrestag des Erdbebens, zu einer nächtlichen Mahnwache in einem Sportzentrum versammeln. Um 3.34 Uhr, dem Zeitpunkt des Bebens, sollen die Namen der Opfer verlesen werden. Die Teilnehmer müssen Masken tragen, eine Erklärung unterschreiben, dass sie nicht infiziert sind, und ihre Temperatur überprüfen lassen, bevor sie hineingehen, sagte Fontanella.

Ein Feuerwehrmann geht durch die Trümmer in Amatrice | dpa

Ein Feuerwehrmann geht durch die Trümmer in Amatrice (Archiv). Am 24. August 2016 kam es zu einem Beben der Stärke 6,0. Rund 300 Menschen verloren bei der Katastrophe ihr Leben, zahlreiche Gebäude wurden zerstört. Bild: dpa

21.8.2020 • 13:30 Uhr

Maskenverweigerer schlägt Zugbegleiterin

Weil sie ihn zweimal zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aufforderte, hat ein Unbekannter einer Zugbegleiterin mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Wie die Bundespolizei mitteilte, hatte sich der Mann bei der ersten Aufforderung nach dem Zustieg in eine S-Bahn im Großraum Leipzig zunächst sein T-Shirt vor das Gesicht gezogen.

An seinem Sitzplatz habe er es jedoch wieder heruntergenommen. Als die Zugbegleiterin den Mann bei der Fahrkartenkontrolle wenig später erneut auf die Maskenpflicht im Zug hinwies, habe der Mann zugeschlagen, erklärte die Bundespolizei. Dabei wurde die Frau leicht verletzt. Der Angreifer sei kurz darauf ausgestiegen.

Derzeit würden die Videoaufnahmen des Vorfalls vom Donnerstagmittag ausgewertet, hieß es weiter. Die Bundespolizeiinspektion Leipzig hat demnach ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet

21.8.2020 • 13:26 Uhr

Neuinfektionen in Polen erreichen Höchstwert

Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Behörden verzeichneten 903 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Der Schwerpunkt der nachgewiesenen Neuinfektionen lag mit 168 erneut in Schlesien.

Der bisherige Rekordwert wurde am 8. August erfasst, er betrug 843 Neuinfektionen. Ein Sprecher des Ministeriums sagte, es gebe keine großen Epidemieherde, die ihren Einfluss auf die Werte hätten. Vielmehr gebe es eine Häufung von Fällen in zwei Pflegeheimen in Schlesien, in mehreren kleineren Betrieben in Südpolen sowie in der Region um Poznan (Posen) nach Hochzeitsfeiern.

21.8.2020 • 13:23 Uhr

Zehntausende Bußgeldverfahren wegen Verstößen

In deutschen Großstädten laufen einem Medienbericht zufolge mehr als 20.000 Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen Corona-Regeln. Wie eine Umfrage der Zeitungen der Funke-Mediengruppe in zehn Städten ergab, hat allein Hamburg bereits rund 10.000 Bußgeldbescheide erstellt und mehr als 890.000 Euro eingenommen.

In München seien nach Auskunft der dortigen Verwaltung bislang rund 9500 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen zugeleitet und Einnahmen von mehr als 950.000 Euro erzielt worden. In Frankfurt am Main wurden dem Bericht zufolge bei gut 2500 eingeleiteten Ordnungswidrigkeitsverfahren Bußgelder in Höhe von über 650.000 Euro verhängt. In Köln versandte das Ordnungsamt 1525 Corona-Bußgeldbescheide über fast 364.000 Euro.

21.8.2020 • 12:46 Uhr

FDP will Steuern und Abgaben für Azubis bis 2021 aussetzen

Die FDP will durch steuerliche Entlastungen Ausbildungen für Jugendliche in der Corona-Krise attraktiver machen. Bis Ende kommenden Jahres sollte im Rahmen eines "Azubi-Pakts 2030" die Vergütung von Lehrlingen von Sozialabgaben und Steuern befreit werden, forderte der designierte FDP-Generalsekretär Volker Wissing in Berlin.

Die Sozialabgaben solle der Staat aus Steuermitteln für die Auszubildenden übernehmen. "Es ist wichtig, dass alles getan wird, um die Zahl der Azubis zu steigern", sagte Wissing nach Gesprächen mit Vertretern von Gewerkschaften und Arbeitgebern.

FDP-Chef Christian Lindner stellt den neuen Generalsekretär seiner Partei, Volker Wissing, vor. | dpa

Fordert steuerliche Entlastungen für Azubis: Volker Wissing (rechts) mit Christian Lindner bei seiner Vorstellung als neuer Generalsekretär der FDP. Bild: dpa

21.8.2020 • 12:35 Uhr

Deutsche Mode im Umsatzminus

Die deutschen Modehersteller haben im ersten Halbjahr die Auswirkungen der Corona-Pandemie massiv zu spüren bekommen. "Besonders hart trifft es die Hersteller der klassischen Business- und anlassbezogenen Bekleidung insbesondere im Herrenbereich", berichtete in Köln der Präsident des deutschen Modeverbandes GermanFashion, Gerd Oliver Seidensticker.

"Homeoffice und Anzug passen nicht zusammen und diese Käufe werden von den Verbrauchern einfach nicht nachgeholt", beschrieb Seidensticker das Dilemma der Branche. Insgesamt verzeichnete die deutsche Bekleidungsindustrie im ersten Halbjahr ein Umsatzminus von knapp 20 Prozent, wie GermanFashion gestützt auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes berichtete.

Auch der Export, der bisherige Erfolgstreiber der deutschen Modeunternehmen, sei um rund 10 Prozent eingebrochen.

21.8.2020 • 12:28 Uhr

Deutlich mehr Corona-Tests

Laut Bundesgesundheitsministerium ist die Zahl der Corona-Tests zuletzt deutlich gestiegen auf 825.000 pro Woche. Die Kapazität liege bei 1,2 Millionen pro Woche und sei entsprechend noch nicht ausgeschöpft, sagte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin.

21.8.2020 • 12:20 Uhr

30 Jahre Einheit an 30 Tagen

Mit einem neuen Konzept feiert Brandenburg wegen der Corona-Pandemie 30 Jahre Deutsche Einheit. Ursprüngliche Pläne bei denen das Land als Gastgeber des bundesweiten Festes mit 500.000 Besuchern gerechnet hatte, konnten nicht umgesetzt werden, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Potsdam zum Ablauf der Feierlichkeiten.

Nun werde das Jubiläumsjahr an 30 Tagen in der Landeshauptstadt ab dem 5. September mit unterschiedlichsten Aktionen und Teilnehmern begangen. Die Besucher sollen unter Einhaltung der Hygienebedingungen und entsprechend ihrer Interessen die unterschiedlichen Präsentationen auf einem Kurs durch die Stadt laufend erkunden.

Der Festakt zum Einheitsjubiläum läuft am 3. Oktober in der Potsdamer Metropolishalle mit stark reduzierter Gästezahl.

21.8.2020 • 12:11 Uhr

Regelstudienzeit in Mecklenburg-Vorpommern länger

Wegen der Coronakrise soll in Mecklenburg-Vorpommern die individuelle Regelstudienzeit um ein Semester verlängert werden. Grund dafür seien die pandemiebedingten Einschränkungen im Sommersemester 2020 an den Hochschulen, teilte das Schweriner Bildungsministerium mit. Damit könnten Studierende auch ein Semester länger BAFÖG-Förderung erhalten, hieß es.

Der Bund sehe zwar Einzelfallprüfungen vor, wenn Studierende die BAFÖG-Bezugsdauer verlängern wollen, sagte Bildungsministerin Bettina Martin. Das sei aber nicht genug, führe zu unnötig hohem Bürokratieaufwand und verunsichere Studierende.

21.8.2020 • 12:05 Uhr

Merkel und Länderchefs beraten nächste Woche

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am kommenden Donnerstag in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Dies teilte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin mit.

Zuletzt hatten die Regierungschefs und die Kanzlerin im Juni über ein möglichst einheitliches Vorgehen gesprochen. Diskutiert wird im Moment vor allem über vermehrte Ansteckungen bei Familienfeiern und über eine Verbreitung des Virus durch Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten.

Seibert sprach mit Blick auf die täglich gemeldeten Zahlen der Neuansteckungen von einer beunruhigenden Entwicklung. "Da ist eine Dynamik, die uns Sorgen machen muss." Jeder müsse achtsam bleiben und sich an die Regeln halten.

21.8.2020 • 11:41 Uhr

Litauen führt Maskenpflicht ein

In Litauen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bei Veranstaltungen im Freien und in geschlossenen Räumen zur Pflicht geworden. In dem baltischen EU-Land müssen Besucher von Sport-, Kultur-, Unterhaltungs- und anderen Veranstaltungen künftig Mund und Nase bedecken.

Auch in Cafés, Restaurants, Bars und anderen gastronomischen Betrieben gilt von nun an eine Maskenpflicht - der Mund-Nasen-Schutz darf nur zum essen und trinken abgenommen werden. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Vilnius mit. Selbstgenähte Masken oder ein Schutz aus einem Schal oder einem Tuch werden dabei ebenfalls akzeptiert.

Ein Reisender vor dem Flughafen in Vilnius. | AFP

Reisende vor dem Flughafen in Vilnius. In Litauen gilt eine neue Maskenpflicht bei Veranstaltungen im Freien und in geschlossenen Räumen sowie in Cafés, Restaurants und Bars. Bild: AFP

21.8.2020 • 11:36 Uhr

Sachsen hilft kleinen Kinos

Mit einem weiteren Förderprogramm will Sachsen auch kleine Kinos unterstützen, die wegen der Corona-Pandemie in wirtschaftliche Not geraten sind. Davon profitieren sollen Kinos mit weniger als 275 Vorstellungen im Jahr, wie die Staatskanzlei in Dresden mitteilte. Dadurch könne etwa ein Kino mit nur einer Leinwand, das nur am Wochenende öffne, bis zu 50.000 Euro erhalten. Anträge können ab sofort bei der sächsischen Aufbaubank gestellt werden. In den Förderprogrammen von Bund und Freistaat fanden kleinere Lichtspielhäuser bisher keine Berücksichtigung.

21.8.2020 • 11:20 Uhr

Zuversicht bei britischen Unternehmen

Die Unternehmen in Großbritannien sind angesichts der Öffnung der Wirtschaft nach dem Corona-Lockdown wieder deutlich zuversichtlicher. Der Einkaufsmanagerindex stieg im August um 3,3 Punkte auf 60,3 Zähler, wie das Forschungsunternehmen IHS Markit in London mitteilte. Das ist der höchste Stand seit knapp sieben Jahren. Sowohl in der Industrie als auch unter Dienstleistern besserte sich die Stimmung erheblich. Analysten wurden von den Resultaten positiv überrascht, sie hatten niedrigere Werte erwartet.

21.8.2020 • 11:15 Uhr

Forscher entdecken neue Virus-Variante

Forscher in Singapur haben eine neue Variante des Coronavirus entdeckt, die nach ihren Angaben mildere Krankheitsverläufe auslöst. Die im Medizin-Journal "The Lancet" veröffentlichte Studie zeige zum ersten Mal, dass eine Gen-Mutation die Schwere der Erkrankungen beeinflusse, erklärten die Wissenschaftler. Das habe Auswirkungen auf die Entwicklung eines Impfstoffs und die Behandlung von Covid-19.

Bereits zuvor hatten Forscher erklärt, dass eine Virus-Mutation im Kampf gegen die Pandemie von Vorteil sein könnte. Erreger würden durch die Veränderungen mitunter zwar ansteckender, aber weniger tödlich.

21.8.2020 • 11:12 Uhr

Schweden prüft Ausnahmen von Beschränkungen

Wegen der Auswirkungen der Corona-Krise auf Kultur- und Sportveranstaltungen will die schwedische Regierung Ausnahmen von den geltenden Versammlungsbeschränkungen auf den Weg bringen. Man prüfe, inwieweit Ausnahmen von der bestehenden 50-Teilnehmer-Regel für Veranstaltungen mit sitzendem Publikum ab Oktober möglich seien, sagte Schwedens Innenminister Mikael Damberg auf einer Pressekonferenz in Stockholm.

Schweden befinde sich in einer besseren Lage als noch im Frühjahr, die Grenze von maximal 50 Teilnehmern für öffentliche Versammlungen sei aber weiter wichtig, um die Ausbreitung des Coronavirus zu minimieren. Sie bleibe deshalb bestehen.

21.8.2020 • 11:07 Uhr

Hamburger Hafen verliert zwölf Prozent seines Umschlages

Der Hamburger Hafen hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres zwölf Prozent seines Güterumschlags gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres eingebüßt. Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden nur 61,2 Millionen Tonnen geladen oder gelöscht, teilte die Marketing-Gesellschaft des Hafens in der Hansestadt mit.

Der wichtige Containerumschlag ging um 12,4 Prozent zurück. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 4,1 Millionen Standardcontainer über die Kaikanten gehoben.

Blick auf den Hamburger Hafen (Archivbild: Februar 2020) | dpa

Blick auf den Hamburger Hafen: Die Corona-Pandemie sorgte hier und in allen anderen Häfen Nordeuropas für einen Rückgang des Güterumschlages. Bild: dpa

21.8.2020 • 10:57 Uhr

Dresden-Marathon abgesagt

Der Dresden-Marathon 2020 ist wegen der anhaltenden Corona-Pandemie abgesagt worden. Das gaben die Veranstalter heute bekannt. Die 22. Auflage des Stadt-Marathons sollte am 18. Oktober stattfinden. Aufgrund der Festlegung von Bund und Ländern, dass Großveranstaltungen noch bis mindestens Ende Oktober untersagt bleiben, haben man sich zu der Absage entschieden.

Im vergangenen Jahr waren knapp 8000 Läuferinnen und Läufer in Dresden an den Start gegangen. Die nächste Auflage planen die Organisatoren nun für den 17. Oktober 2021.

21.8.2020 • 10:52 Uhr

Deutlich mehr Weinkäufe

Durch die wochenlange Schließung von Restaurants und Bars haben die Deutschen während des Corona-Shutdowns ihren Wein zuhause getrunken. Und das offenbar mehr als üblich: Der Weinabsatz stieg im zweiten Quartal von April bis Juni um 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, wie das Deutsche Weininstitut im rheinland-pfälzischen Bodenheim mitteilte.

Weißweine aus deutschen Regionen legten um zehn Prozent zu, Rotweine um 15 Prozent und Roséweine um 29 Prozent, wie das Institut weiter mitteilte.

Den Bierabsatz dagegen hat die Corona-Pandemie deutlich gedrückt. Er ging im ersten Halbjahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Vorjahresvergleich um 6,6 Prozent zurück.

21.8.2020 • 10:40 Uhr

Engpässe bei Corona-Tests

Die gestiegene Zahl von Corona-Tests in Deutschland führt zu Kapazitätsproblemen. In der Woche vom 10. bis 16. August 2020 hätten die teilnehmenden Labore einen Rückstau von 17.142 abzuarbeitenden Proben angegeben, heißt es im aktuellen "Epidemiologischen Bulletin" des Robert Koch-Instituts (RKI).

41 Labore hätten Lieferschwierigkeiten für Reagenzien genannt. Die Probleme könnten zu Verzögerungen bei der Abklärung möglicher Sars-CoV-2-Infektionen führen und damit auch bei der Einleitung von Schutzmaßnahmen durch die Gesundheitsämter.

Die Zahl veranlasster Tests war zuletzt immens gestiegen, unter anderem wegen der Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten.

21.8.2020 • 10:09 Uhr

Corona-Regeln missachtet: Irischer Minister tritt zurück

Der irische Landwirtschaftsminister Dara Calleary tritt mehreren Medienberichten zufolge zurück, weil er Corona-Regeln missachtet haben soll. Er soll in dieser Woche an einer Veranstaltung mit mehr als 80 Personen teilgenommen haben, bei der die kürzlich von der irischen Regierung verschärften Abstandsregeln nicht eingehalten worden seien.

Calleary entschuldigte sich bereits für die Teilnahme an der Veranstaltung. Berichten zufolge soll auch EU-Handelskommissar Phil Hogan daran teilgenommen haben. In Irland dürfen sich den jüngsten Vorgaben zufolge nur noch sechs Menschen in einem geschlossenen Raum versammeln.

21.8.2020 • 09:55 Uhr

Massentests in Hongkong ab September

Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam hat Massentests ab dem 1. September angekündigt. Die Finanzmetropole werde dabei von einem 60-köpfigen Team aus China unterstützt. Es ist das erste Mal, dass die chinesischen Gesundheitsbehörden beim Kampf gegen die Pandemie in der Sonderverwaltungszone eingreifen. Trotz zuletzt geringerer Infektionszahlen rief Lam die Bevölkerung auf, wachsam zu bleiben.

21.8.2020 • 09:28 Uhr

Städtetag kündigt verstärkte Kontrollen an

Der Deutsche Städtetag hat eine stärkere Kontrolle der Corona-Regeln angekündigt. Die Mehrheit der Menschen halte sich an die Regeln, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Aber wir beobachten auch, dass sich ein Teil über die notwendigen Corona-Beschränkungen hinwegsetzt."

Ordnungsbehörden und Polizei nähmen ihre Kontrollpflicht sehr ernst. Sie verstärkten ihre Kontrollen und verhängten Bußgelder, wo dies machbar und notwendig sei, sagte Dedy.

21.8.2020 • 09:24 Uhr

100 Millionen droht durch Corona-Krise extreme Armut

Durch die Corona-Pandemie könnten laut Schätzung der Weltbank 100 Millionen Menschen weltweit in extreme Armut abrutschen. Die Zahl der in extremer Armut lebenden Menschen werde laut neuester Schätzung der auf Entwicklungsförderung spezialisierten Organisation um 70 bis 100 Millionen zunehmen, sagte Weltbank-Chef David Malpass der Nachrichtenagentur AFP.

In einer vorherigen Schätzung war die Weltbank noch von 60 Millionen Menschen ausgegangen, die als Folge der Pandemie in extreme Armut geraten. Ursache ist laut Malpass, dass viele Menschen in der Corona-Krise ihre Arbeit verlieren. Hinzu kämen unter anderem wachsende Probleme bei der Versorgung bestimmter Regionen mit Nahrungsmitteln.

Die Weltbank spricht von extremer Armut, wenn Menschen mit weniger als 1,90 Dollar (1,60 Euro) am Tag auskommen müssen.

21.8.2020 • 09:19 Uhr

Britische Schulden erstmals über zwei Billionen Pfund

Großbritanniens Staatsverschuldung stieg im Juli zum ersten Mal über zwei Billionen Pfund, wie aus offiziellen Daten hervorgeht. Das entspricht etwa 2,2 Billionen Euro. Die Regierung in London hat zuletzt wegen der Virus-Pandemie ihre öffentlichen Ausgaben spürbar erhöht.

21.8.2020 • 09:14 Uhr

Debatte um Karneval hält an

Ob und wie in der Corona-Pandemie Karneval gefeiert werden kann, bleibt umstritten. Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) äußerte sich bei n-tv zurückhaltend: "Ich glaube, dass man Karneval gar nicht so einfach abstellen kann." Er wolle erst einmal sehen, wie sich die Infektionszahlen in NRW entwickelten. Es sei auch wichtig, mit den Karnevalsvereinen zu reden.

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) wandte sich gegen eine komplette Absage von Karnevalsfeiern. "Fastnacht kann man nicht absagen", sagte Ebling im Deutschlandfunk. Allerdings räumte auch er ein, dass es sicher nicht 8000 Menschen dicht gedrängt auf einem Platz geben werde.

Im Moment sei auch ein Rosenmontagsumzug mit einer halben Million Menschen nicht vorstellbar. Es müsse aber überlegt werden, was möglich sei, so Ebling.

21.8.2020 • 09:08 Uhr

Peking hebt Maskenpflicht im Freien auf

Die Bewohner Pekings müssen nach einer Entscheidung der Behörden im Freien keine Maske mehr tragen. Mit der Aufhebung der Maskenpflicht wurden die Vorschriften im Kampf gegen das Coronavirus weiter gelockert, nachdem die chinesische Hauptstadt zuvor 13 Tage in Folge keine neuen Infektionen gemeldet hatte.

Die Behörden in Peking hatten Ende April schon einmal die Aufhebung der Maskenpflicht im Freien verfügt. Nach einem neuen Corona-Ausbruch in einem Großmarkt im Süden der Stadt wurde die Lockerung aber rasch wieder zurückgenommen.

21.8.2020 • 08:52 Uhr

Ungarn kündigt Einschränkung des Grenzverkehrs an

Ungarn will seinen Grenzverkehr ab dem 1. September einschränken. Damit solle die Virus-Ausbreitung verhindert werden, sagte Ministerpräsident Viktor Orban im staatlichen Rundfunk mit Verweis auf steigende Infektionszahlen in den Nachbarländern.

Orban erklärte zudem, seine Regierung werde einen Zwei-Jahres-Plan zur Ankurbelung der Wirtschaft auf den Weg bringen.

21.8.2020 • 08:46 Uhr

RKI: 1427 Neuinfektionen und sieben weitere Todesfälle

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert Koch-Instituts um 1427 auf 230.048 gestiegen. An den Folgen des Virus sind in den vergangenen 24 Stunden sieben weitere Personen gestorben, die Gesamtzahl der Todesfälle steigt demnach auf 9260.

Bei der Übermittlung der aktuellen Infektionszahlen hatte es zuvor Verzögerungen gegeben. Laut RKI lag dies an technischen Problemen.

21.8.2020 • 08:36 Uhr

DIHK: Schwächerer Konjunkturrückgang als befürchtet

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat seine Konjunkturprognose in der Corona-Krise nach oben korrigiert. "Wir rechnen für dieses Jahr derzeit mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um mehr als sieben Prozent", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer dem Magazin "Focus".

"Das ist dann hoffentlich nicht ganz so stark wie zunächst befürchtet, aber immer noch der größte Einbruch seit dem Zweiten Weltkrieg." Grund für die Änderung der Prognose ist laut Schweitzer, dass die Wirtschaftsleistung nach dem Einbruch im Frühjahr nun wieder zulege.

Bislang war der DIHK von einem Rückgang des diesjährigen Bruttoinlandsprodukts von mehr als zehn Prozent ausgegangen.

21.8.2020 • 08:26 Uhr

Weniger Verkehrstote während Corona-Pandemie

Weil wegen der Corona-Pandemie weniger Menschen unterwegs waren, ist die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten und Verletzten deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, sind in den ersten sechs Monaten des Jahres in Deutschland 1281 Menschen bei Unfällen ums Leben gekommen.

Nach vorläufigen Ergebnissen waren das 195 Menschen weniger als im ersten Halbjahr 2019 - ein Rückgang um 13,2 Prozent. Die Zahl der Verletzten ging um 18,7 Prozent auf knapp 148.100 zurück. Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 seien von Januar bis Juni weniger Menschen bei Verkehrsunfällen getötet oder verletzt worden, teilte das Bundesamt mit.

Insgesamt nahm die Polizei in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 18,3 Prozent weniger Unfälle auf als im ersten Halbjahr 2019. Die Zahl sank auf rund 1,1 Millionen. Das war der zweitniedrigste Wert seit der deutschen Vereinigung. Nur im ersten Halbjahr 1998 gab es weniger Unfälle.

21.8.2020 • 07:41 Uhr

Gastronomieverband plädiert für Zulassung von Heizpilzen

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband fordert die bundesweite Zulassung der teils verbotenen Heizpilze, um im Herbst und Winter mehr Gäste in Außenbereichen bedienen zu können.

21.8.2020 • 07:35 Uhr

Corona-Tests: Landespolitiker fordern Kostenübernahme durch Reisende

In der Diskussion um verpflichtende Corona-Tests für Reisende aus Risikogebieten haben sich mehrere Bundesländer mittelfristig für eine Kostenübernahme durch die Reisenden ausgesprochen. Die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer sagte in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner", sie habe "großes Verständnis" für die derzeit kostenlose Verfahrensweise, weil schnelles Handeln gefordert gewesen sei.

"Aber ich finde dezidiert, wir brauchen eine neue Strategie in den Herbst rein, wenn wieder Ferien sind", sagte die SPD-Politikerin. Darüber wolle sie bei der Bund-Länder-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der kommenden Woche sprechen. Die "Volksseele" koche zu Recht, wenn jemand bewusst ins Risikogebiet Mallorca fahre und sich bei der Rückkehr auf Kosten der Allgemeinheit testen lasse, sagte Dreyer. Sie plädiere für Reisende aus solchen Regionen für verpflichtende Quarantäne und selbst bezahlte Tests einige Tage nach Rückkehr, sagte Dreyer. Wer den Test nicht bezahlen wolle, müsse 14 Tage in Quarantäne bleiben.

Auch der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte, mittelfristig müssten bei den Kosten einer Reise in ein Risikogebiet auch die Testkosten eingerechnet werden.

21.8.2020 • 07:06 Uhr

Pandemie einer der längsten Einsätze für THW

Die Corona-Pandemie ist für das Technische Hilfswerk (THW) schon jetzt einer der längsten Dauereinsätze in seiner 70-jährigen Geschichte. "Seit Februar sind täglich THW-Helfer im Einsatz", sagte THW-Präsident Gerd Friedsam in Bonn der Nachrichtenagentur dpa. "In der Spitze waren es jeden Tag mehr als 1200, jetzt sind es noch etwa 100."

Zunächst sei vor allem logistische Unterstützung gefragt gewesen, etwa die Verteilung zentral beschaffter Schutzkleidung für die Bundesbehörden, darunter die Bundespolizei. Außerdem bauten die fast ausschließlich ehrenamtlichen Helfer mobile Teststationen und Behelfskrankenhäuser mit auf.

21.8.2020 • 06:54 Uhr

Testpflicht für Rückkehrer kaum überprüft

Reisende, die per Bus oder Flugzeug aus einem Risikogebiet kommen, müssen eine sogenannte Aussteigekarte ausfüllen. Damit sollen die Gesundheitsämter die Anfang August eingeführte Testpflicht überprüfen. Doch die Behörden sind überfordert, wie eine Recherche von rbb24 in Berlin ergab.

21.8.2020 • 06:32 Uhr

Mittelstand warnt vor erneuten Einschränkungen

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat eindringlich vor einem zweiten Corona-Shutdown gewarnt. Ein erneutes Herunterfahren von öffentlichem Leben und Geschäftsleben wie im Frühjahr würde erheblich größere Schäden in der Wirtschaft und vor allem im Mittelstand zur Folge haben als beim ersten Mal, heißt es in einem "Brandbrief" an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -Präsidenten der Länder. Dieser liegt der Nachrichtenagentur dpa vor.

Viele Betriebe hätten ihre finanziellen Reserven aufgebraucht und müssten bei einem zweiten Lockdown die "Hände heben", heißt es. Ein "überzogener Infektionsschutz" dürfe nicht wieder Vorrang vor dem Schutz von Wirtschaft und Wohlstand haben.

21.8.2020 • 06:29 Uhr

Polizei warnt vor Attesten gegen Maskenpflicht

Die Bundespolizei weist darauf hin, dass ein selbstausgefülltes Attest aus dem Internet nicht von der Pflicht befreit, an Bahnhöfen und in Bussen und Bahnen eine Maske zu tragen. Immer wieder legten Menschen bei Verstößen Online-Atteste vor, die sie angeblich von der Pflicht befreiten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, teilte die Bundespolizeiinspektion Münster mit.

Ein Arzt habe das Blanko-Attest auf seiner Homepage angeboten, Nutzer hätten ihm zufolge nur ihren Namen und ihre Adresse eintragen müssen. Dem widerspricht die Polizei: Mit dem Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse mache man sich strafbar. Dazu komme eine Anzeige, da Mund und Nase nicht bedeckt seien.

21.8.2020 • 06:27 Uhr

Scholz: Neue Kredite auch im nächsten Jahr

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) geht davon aus, dass zur Bewältigung der Corona-Krise auch im kommenden Jahr für den Haushalt weitere Kredite aufgenommen werden müssen. "Davon ist auszugehen angesichts der Entwicklung", sagte Scholz den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der CDU-Wirtschaftsrat warnte indessen vor einer Neuverschuldung auch 2020 und mahnte eine Rückkehr zur "Haushaltsdisziplin" an. 

Scholz betonte jedoch, auch im nächsten Jahr sei die Bundesregierung gezwungen, "noch die Ausnahme von der Schuldenregel zu ziehen und erhebliche Mittel aufzuwenden, um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen und die Wirtschaft zu stabilisieren."

21.8.2020 • 04:03 Uhr

Filmfest in Venedig schreibt Maskenpflicht bei Vorführungen vor

Vor den Internationalen Filmfestspielen in Venedig vom 2. bis zum 12. September haben die Organisatoren Corona-Richtlinien für Event bekanntgegeben. Für Teilnehmer gelte während den Vorführungen eine Maskenpflicht, hieß es in den nun veröffentlichten Regeln. Kinobesucher müssten Tickets übers Internet kaufen und reservieren, um sicherzustellen, dass jeder zweite Sitzplatz leer bleibt. Fans und Schaulustige werden vom Roten Teppich ferngehalten. Von außerhalb Europas eintreffende Besucher müssten sich vorab auf das Coronavirus testen lassen. Das Filmfest in Venedig wird die erste derartige Großveranstaltung seit Beginn der Pandemie sein, die physisch stattfindet.

21.8.2020 • 04:03 Uhr

Inzwischen mehr als 250.000 Corona-Tote in Lateinamerika und Karibik

In Lateinamerika und der Karibik gibt es inzwischen insgesamt mehr als 250.000 verzeichnete Todesopfer der Corona-Pandemie. Laut einer auf Behördenangaben beruhenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP wurden bis Mitternacht in dieser Weltregion 250.969 Todesfälle durch die Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle in der Region lag bei 6,463 Millionen. Lateinamerika und die Karibik ist die am schlimmsten von der Pandemie heimgesuchte Weltregion. Innerhalb der Region am schwersten betroffen ist Brasilien mit 3,5 Millionen verzeichneten Infektionen und etwa 112.300 gezählten Todesopfern.