Eine medizinische Mitarbeiterin behandelt einen Patienten im öffentliche Krankenhaus Parelheiros in Sao Paulo. | dpa

Coronavirus-Pandemie 1,3 Millionen Ärzte und Pflegekräfte infiziert

Stand: 17.07.2020 22:04 Uhr

Rund zehn Prozent aller Covid-19-Fälle weltweit sind laut WHO Beschäftigte im Gesundheitssektor. Der Konzern thyssenkrupp prüft Staatshilfen. Die Pisa-Studie wird verschoben. Der Liveblog vom Freitag zum Nachlesen.

  • Zwei Millionen Infizierte in Brasilien
  • UN fordern weitere Milliardenhilfen
  • thyssenkrupp prüft Finanzierungshilfen
  • RKI: 583 Neuinfektionen, vier weitere Tote
  • Israel führt Schutzmaßnahmen wieder ein
  • OECD verschiebt Pisa-Studien
  • US-Grenzschließungen zu Nachbarstaaten verlängert
17.7.2020 • 22:04 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog und wünschen eine gute Nacht.

17.7.2020 • 21:53 Uhr

Mehr als 800 neue Fälle in Frankreich

Frankreich meldet 836 neue Infektionen binnen 24 Stunden, womit die Zahl der registrierten Erkrankungen auf 174.674 gestiegen ist. Die Zahl der Todesfälle stieg um 14 auf 30.152, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Laut Johns-Hopkins-Universität gelten mehr als 79.000 Menschen als genesen.

17.7.2020 • 21:32 Uhr

Mexikos Präsident will Gehaltsanteil für Kampf gegen Virus spenden

Der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador ein Viertel seines Gehalts für Gesundheitseinrichtungen spenden. Er verdient umgerechnet knapp 4200 Euro monatlich, so dass er etwas über 1000 Euro spenden würde. Lopez Obrador ließ offen, ob er einmalig oder regelmäßig spenden will. Zugleich forderte er Beamte auf, es ihm gleich zu tun. Seit seinem Amtsantritt Ende 2018 hat Lopez Obrador wiederholt symbolträchtige Entscheidungen getroffen, die seine persönliche Integrität und Sparsamkeit unterstreichen sollen. So kürzte er sein Gehalt bereits auf 40 Prozent dessen, was sein Vorgänger verdient hat.

17.7.2020 • 21:12 Uhr

US-Reisebranche bittet um weitere Staatshilfe

Die US-Reisebranche bittet den Kongress um weitere Hilfen im Volumen von zehn Milliarden Dollar. Zudem würden 13 Milliarden Dollar für Flughäfen sowie Steuererleichterungen für Reisende benötigt, sagt ein Vertreter des Verbandes U.S. Travel Association den Abgeordneten. "Die Reisebranche sieht sich mit einem wirtschaftlichen Umfeld konfrontiert, das zehnmal schlimmer ist als nach den Anschlägen vom 11. September." Dem US-Arbeitsministerium zufolge sind in der Branche seit März vier Millionen Jobs gestrichen worden.

17.7.2020 • 20:19 Uhr

Zehn Prozent aller Infektionen im Gesundheitssektor

Mehr als 1,3 Millionen Ärzte und Pflegekräfte weltweit wurden laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang mit dem Coronavirus infiziert. Beschäftigte im Gesundheitssektor machten bisher etwa zehn Prozent aller weltweiten Covid-19-Fälle aus, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Johns-Hopkins-Universität zählte bis Freitag 13,8 Millionen erfasster Coronavirus-Infektionen auf der ganzen Welt. Die jüngste Zahl der WHO lag am Donnerstag bei 13,4 Millionen Fällen.

Ärzte und Pflegekräfte riskierten nicht nur ihr Leben, sondern litten vielfach auch an körperlicher und psychischer Erschöpfung nach Monaten extrem fordernder Arbeit während der Pandemie, sagte Tedros. "Wir alle schulden den Beschäftigten im Gesundheitssektor enorm viel." Ausbreitung und Risiken von Infektionen unter medizinischen Fachkräften sollen besser erforscht werden.

17.7.2020 • 20:13 Uhr

Partygänger und junge Leute schuld an Fall-Anstieg in Kanada

Ein Anstieg der Neuinfektionen in Kanada geht den Gesundheitsbehörden zufolge auf Übertragungen bei Partys sowie in Nachtclubs und Bars zurück. Zudem verbreite sich das Virus zunehmend unter jungen Leuten, sagte der oberste Gesundheitsbeamte Howard Njoo. "Es gibt einen gewissen Anlass zur Sorge." In Kanada mit fast 38 Millionen Einwohnern sind 109.266 Infektionen und 8827 Todesfälle bekannt.

17.7.2020 • 20:01 Uhr

Ausgangssperre im Großraum Buenos Aires wird gelockert

Nach rund 120 Tagen werden die Ausgangsbeschränkungen im Großraum Buenos Aires etwas gelockert. So sollen künftig kleine Geschäfte wieder öffnen dürfen und Sport im Freien am Abend und frühen Morgen erlaubt werden. Das teilte die argentinische Regierung mit. Auch Industriebetriebe im Umland der Hauptstadt sollen die Produktion wieder hochfahren. Restaurants und Bars bleiben allerdings weiterhin geschlossen; die Schulen dürfen auch nach den derzeitigen Winterferien nicht öffnen und Großveranstaltungen bleiben untersagt.

"Zwischen dem 18. Juli und 2. August versuchen wir, zum normalen Leben zurückzukehren", sagte Präsident Alberto Fernández. Sollte die Zahlen der Infektionen oder Todesfälle sprunghaft steigen, könnten die Lockerungen auch wieder kassiert werden. "Wenn wir sie zurücknehmen müssen, werden wir sie zurücknehmen", sagte der Staatschef.

17.7.2020 • 19:09 Uhr

NRW bietet Lehrern und Erziehern alle 14 Tage Corona-Test an

Die nordrhein-westfälische Landesregierung bietet den rund 360.000 Beschäftigten in Schulen und Kitas des Bundeslandes an, sich bis zu den Herbstferien regelmäßig auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus testen zu lassen. Das Angebot, sich ohne konkreten Anlass regelmäßig testen zu lassen, gelte für Lehrer, Erzieher, Kindertagespfleger, Mitarbeiter im offenen Ganztag, sozialpädagogisches und nicht-pädagogisches Personal, sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums. Die Kosten dafür werde das Land übernehmen.

Für Schüler und Kitakinder sei ein solches Angebot hingegen nicht geplant. Sollte in einer Schule ein Infektionsgeschehen auftreten, werde künftig aber "sofort und umfänglich" getestet. Weitere Details zur Corona-Teststrategie will die NRW-Landesregierung am Montag veröffentlichen. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, lieber auf "anlassbezogene Testungen" statt auf Massentests zu setzen.

17.7.2020 • 18:46 Uhr

Infektionen in Gebäudekomplex: 100 Menschen in Verden unter Quarantäne

Nach acht Corona-Infektionen in einem Gebäudekomplex in der niedersächsischen Stadt Verden werden rund 100 weitere Menschen auf das Virus getestet. Die betroffenen Bewohner stehen bis zur Vorlage der Testergebnisse unter Quarantäne, wie der Sprecher des Landkreises mitteilte. Demnach gibt es Anhaltspunkte, dass sich das Coronavirus im direkten Wohnumfeld der positiv getesteten Personen ausgebreitet hat.

Die acht Infizierten wohnen demnach in einem Gebäudekomplex aus drei Häusern. Einer von ihnen musste im Krankenhaus behandelt werden. Bislang werden Bewohner aus drei Hauseingängen getestet. Bei Bedarf müsse der gesamte Gebäudekomplex unter Quarantäne gestellt werden, so der Landrat.

17.7.2020 • 18:08 Uhr

Fauci dringt auf Appell zum Maskentragen

In den USA schaltet sich Seuchenexperte Anthony Fauci in den Streit über eine Maskenpflicht ein. Der Regierungsberater forderte führende Politiker einzelner Bundesstaaten und Städte auf, ihre Bürger so nachdrücklich wie möglich zum Tragen von Masken zu drängen.

Trotz Rekord-Neuinfektionen finden die USA beim Mund- und Nasenschutz bisher keine gemeinsame Linie. Derzeit gilt in etwa der Hälfte der Bundesstaten eine Maskenpflicht, und innerhalb der Bundesstaaten gibt es Streit darüber: So verklagte der Gouverneur von Georgia, Brian Kemp, die Bürgermeisterin der Hauptstadt Atlanta, Keisha Lance Bottoms, weil diese eine Maskenpflicht erlassen hatte.

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo wirbt unterdessen gemeinsam mit Stars wie Morgan Freeman, Ellen Pompeo, Robert De Niro und Jamie Foxx für das Tragen von Masken. Für die "Mask Up America"-Kampagne seien acht TV-Werbespots produziert worden, teilte Cuomo mit. Darin würden die Menschen in Amerika dazu aufgefordert, in der Öffentlichkeit einen Mund- und Nasenschutz zu tragen.

17.7.2020 • 17:51 Uhr

Thyssenkrupp prüft offenbar Finanzierungshilfen

Thyssenkrupp rechnet auch nach dem milliardenschweren Verkauf der Aufzugssparte mit einer längeren Durstrecke und prüft im Zuge der Coronakrise Finanzierungshilfen. Allein im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 (per Ende September) könnte ein Verlust von bis zu einer Milliarde Euro anfallen, gegebenenfalls ein hoher dreistelliger Millionenbetrag, hieß es in einem Brief des Vorstands an die Mitarbeiter, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

"Eine schnelle Erholung unserer Kundenindustrien ist aus heutiger Sicht unwahrscheinlich. Das gilt insbesondere für die Automobilbranche." Deswegen wolle der Industriekonzern nun auch prüfen, welche staatlichen Hilfen in der Coronakrise in Betracht kommen. Thyssenkrupp hatte sich bereits bei der staatlichen KfW eine Kreditlinie von rund einer Milliarde Euro für den Fall gesichert, dass die Einnahmen aus dem 17,2 Milliarden Euro schweren Verkauf der Aufzugssparte nicht rechtzeitig fließen.

17.7.2020 • 17:36 Uhr

Fed erweitert Corona-Kreditprogramm auf gemeinnützige Organisationen

Die US-Notenbank Federal Reserve unterstützt in der Corona-Krise künftig auch gemeinnützige Organisationen. Wie die Fed mitteilte, können derartige Unternehmen ohne Gewinnerzielungsabsicht künftig auch über das "Main Street Lending Program" Kredite zur Überbrückung der Krise abrufen. Zudem wurde das Programm auf noch kleinere Unternehmen mit mindestens zehn anstatt 50 Angestellten erweitert.

17.7.2020 • 17:27 Uhr

Zwei postitive Tests in der Formel 1

Die Formel 1 hat die ersten beiden Corona-Fälle seit dem verspäteten Saisonstart. Zwei Personen seien positiv getestet worden, teilten die Motorsport-Königsklasse und der Internationale Automobilverband mit. Die insgesamt 4992 Tests wurden vom Freitag vergangener Woche bis zum Donnerstag dieser Woche durchgeführt. Die beiden Personen seien nicht beim Großen Preis der Steiermark am vergangenen Wochenende in Spielberg gewesen, hieß es in den Erklärungen. Details zu den Betroffenen wurden nicht veröffentlicht. Sie wurden den Vorgaben und dem Sicherheits- und Hygienekonzept entsprechend ebenso wie die engen Kontaktpersonen bereits isoliert.

17.7.2020 • 17:09 Uhr

Tschechien ermöglicht Partnern aus Drittstaaten die Einreise

Tschechien kommt grenzüberschreitenden Paaren entgegen, die durch die Corona-Einreisebeschränkungen seit Monaten getrennt sind. Unverheiratete Partner aus Drittstaaten außerhalb der EU dürfen ab Montag unter bestimmten Bedingungen einreisen, wie Gesundheitsminister Adam Vojtech bekanntgab. Sie müssen nachweisen, dass sie in einer langfristigen Beziehung mit einer Tschechin oder einem Tschechen stehen. Vor der Reise muss unter anderem eine eidesstattliche Versicherung vorgelegt werden. Ähnliche Ausnahmeregelungen für unverheiratete Paare gibt es bisher nur in Österreich und Dänemark sowie bald auch den Niederlanden.

17.7.2020 • 16:58 Uhr

"Captain Tom" zum Ritter geschlagen

Queen Elizabeth II. hat es sich nicht nehmen lassen, persönlich den 100 Jahre alten Weltkriegsveteranen und Rekord-Spendensammler Tom Moore zum Ritter zu schlagen. Wegen der Corona-Pandemie fand die Zeremonie bei schönstem Sommerwetter im Freien auf Schloss Windsor in der Nähe von London statt.

Moore hatte mit einem Spendenlauf am Rollator in der Corona-Krise knapp 33 Millionen Pfund (etwa 36 Millionen Euro) gesammelt und es damit ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Das Geld ging an den chronisch unterfinanzierten staatlichen Gesundheitsdienst NHS. Mit seiner Aktion animierte er auch andere Briten zu Spendenläufen.

Die Queen hatte in den vergangenen Monaten fast alle offiziellen Termine abgesagt. Dass sie Moore trotz Coronavirus-Krise empfing, gilt als besondere Ehrung. Die 94-Jährige ist an diesem Samstag 25.000 Tage im Amt - länger als jeder andere britische Monarch.

Königin Elizabetz II. schlägt den Kriegsveteranen Tom Moore zum Ritter | REUTERS

Die Königin nutzte für den Ritterschlag ein Schwert, das einst ihrem Vater George VI. gehörte. Erst berührte sie damit leicht Moores rechte Schulter, dann die linke. Bild: REUTERS

17.7.2020 • 16:38 Uhr

Französische Regierung verschiebt Rentenreform

Die französische Regierung verschiebt wegen der Wirtschaftskrise durch die Pandemie ihre Rentenreform. Premierminister Jean Castex gab bekannt, dass die Reform "beibehalten" werde. Die Regierung werde aber nicht darauf dringen, dass sie in diesem Sommer fertiggestellt wird.

Die Reform hatte wochenlange Streiks und Proteste von Gewerkschaften hervorgerufen. Die Gewerkschaften rechnen damit, dass nach dem Regierungsvorhaben Arbeitnehmer länger arbeiten müssten und dabei weniger Geld bekämen. Die Reform würde Regelungen einstellen, nach denen zum Beispiel Bahnarbeiter frühzeitig in den Ruhestand dürfen und Anwälte weniger Steuern zahlen. Präsident Emmanuel Macron bezeichnet das geplante Rentensystem als gerechter.

Die Regierung hatte vor, das Reformgesetz bis zum Sommer zu verabschieden. Die französische Wirtschaft wird voraussichtlich in diesem Jahr um mindestens elf Prozent schrumpfen. Paris konzentriert sich jetzt auf ein Paket zur wirtschaftlichen Erholung in Höhe von 100 Milliarden Euro.

17.7.2020 • 16:32 Uhr

Russland bestätigt Impfstoffabkommen mit Astra-Zeneca

Russland hat nach offiziellen Angaben einen Impfstoff-Vertrag mit dem britischen Pharmakonzern Astra-Zeneca geschlossen. Eine Firma im Besitz des russischen Staatsfonds habe ein solches Abkommen geschlossen, sagte Kirill Dimitriew, Chef des Fonds, der Nachrichtenagentur Reuters.

Astra Zeneca arbeitet zusammen mit der Universität Oxford an der Entwicklung eines Impfstoffs. Dieser soll Dimitriew zufolge dann auch in Russland weiterentwickelt und produziert werden. Dies zeige, dass sein Land nichts stehlen müsse, sagte er mit Blick auf Vorwürfe, dass Russland versuche, wissenschaftliche Erkenntnisse illegal zu erbeuten. Großbritannien, Kanada und die USA hatten Russland beschuldigt, hinter Hacker-Angriffen auf Computer von Impfstoff-Forschern zu stehen.

Dimitriew sagte, der Astra-Zeneca-Deal solle die eigenen Bemühungen um einen Impfstoff flankieren, aber nicht ersetzen. Im Land entwickelter Impfstoff könne im August zugelassen und ab September eingesetzt werden. Erste Tests an Menschen wurden vergangene Woche abgeschlossen. Die Forscher sagten, der Stoff habe eine Immunreaktion ausgelöst.

17.7.2020 • 16:27 Uhr

Litauen verschärft Einreisebestimmungen

Litauen hat wegen steigender Corona-Zahlen die Einreisebestimmungen für Bürger von Drittstaaten verschärft. Wer aus Ländern außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums, der Schweiz und Großbritannien einreist, muss sich künftig obligatorisch für 14 Tage in Selbstisolation begeben. Dies geht aus einer Anordnung von Gesundheitsminister Aurelijus Veryga hervor. Die betroffenen Ausländer müssen sich demnach innerhalb von 24 Stunden nach Ankunft bei der nationalen Gesundheitsbehörde registrieren. Einreisende aus Ländern, die in der einmal wöchentlich aktualisierten Liste der Risikostaaten aufgeführt sind, müssen sich im selben Zeitraum auch an die Corona-Hotline oder eine andere Testeinrichtung wenden, um sich kostenpflichtig testen zu lassen.

Grund für den Schritt ist ein Coronavirus-Ausbruch bei einer Spedition. Bei dem Unternehmen in der zweitgrößten litauischen Stadt Kaunas waren rund 20 Personen positiv getestet worden. Bei den meisten davon handelt es sich um Usbeken, die Anfang Juli als Fernfahrer bei der Transportfirma anfingen. Litauen verzeichnete bislang 1908 bestätigte Infektionen und 79 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Dabei wurden nach offiziellen Angaben zuletzt vermehrt neue Fälle aus dem Ausland importiert.

17.7.2020 • 16:07 Uhr

Trotz Corona: Wieder Mannschaftssport an Rios Strand

Inmitten der Corona-Krise hat Brasiliens Metropole Rio de Janeiro seine berühmten Strände wieder für Mannschaftssport geöffnet. Eine Ausnahme stellen die Wochenenden dar, an denen die Verbote für gemeinschaftliche Sportarten wie Beachvolleyball und Footvolley ebenso wie das Sonnenbaden im Sand von Copacabana oder Ipanema weiterhin gelten. Damit sollen allzu große Menschenansammlungen an den beliebtesten Strandtagen vermieden werden.

Auch den touristischen Attraktionen von Rio ist mit eingeschränkter Kapazität und angemessener Distanz der Betrieb wieder erlaubt. Zuckerhut und Corcovado-Berg, auf dem die berühmte Christus-Statue von Rio steht, werden in der ersten Augusthälfte wieder öffnen.

Brasilien überschritt am Donnerstag die Zahl von zwei Millionen Corona-Infizierten und ist nach den USA am meisten vom Virus betroffen. Nach Daten der Regierung des Bundesstaates Rio de Janeiro verzeichnete die Stadt Rio bis Donnerstag 65.571 Infizierte, 7550 Patienten sind gestorben.

17.7.2020 • 15:25 Uhr

Neuer "Tourismus-Wegweiser" vorgestellt

Damit sich Reisende besser auf die jeweiligen Corona-Regeln in den Bundesländern einstellen können, hat die Bundesregierung einen neuen digitalen "Tourismus-Wegweiser" vorgestellt. Neben allgemeinen Abstandsregelungen oder Vorgaben zu einer Mund-Nasen-Bedeckung wird auch aufgeführt, welche Beschränkungen es zu Gästezahlen bei Hotels und Campingplätzen gibt, ob und bis wann in den Ländern aktuell jeweils Kneipen öffnen dürfen oder wieviele Menschen an Kulturveranstaltungen teilnehmen dürfen. Hinweise gibt es auch zu Regeln bei Messen oder Kongressen. Insgesamt gibt es 45 Rubriken.

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sagte, der Wegweiser solle für mehr Transparenz und Sicherheit auf Reisen sorgen. Erstmalig würden die zum Teil komplexen Bestimmungen der Bundesländer "transparent" ausgewertet und dargestellt. Änderungen der jeweiligen Beschränkungen in den Urlaubsgebieten würden regelmäßig aktualisiert.

17.7.2020 • 14:58 Uhr

Keine Hinweise für Angriffe auf Pharmafirmen in Deutschland

In Deutschland gibt es nach Angaben des Innenministeriums keine Hinweise auf Cyber-Angriffe auf Pharmafirmen, die an Covid-19-Medikamenten forschen. Das teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit Verweis auf den Bundesverfassungsschutz mit. Man kenne einen entsprechenden Bericht der USA, Großbritanniens und Kanadas, in dem russischen Stellen Spionage bei Firmen vorgeworfen wird, die im Corona-Bereich forschen. Der Verfassungsschutz habe unabhängig davon Pharmafirmen auf mögliche Cyberangriffe hingewiesen. Wenn Unternehmen Verdachtsmoment hätten, sollten sie sich umgehend an den Verfassungsschutz wenden, sagte der Sprecher.

17.7.2020 • 13:48 Uhr

Pisa-Studien 2020 wegen Pandemie verschoben

Wegen der Corona-Pandemie verschiebt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre nächsten beiden Pisa-Studien. Die nächste Erhebung werde 2022 statt 2021 stattfinden, teilte die OECD mit. Die darauffolgende Studie werde ebenfalls um ein Jahr verschoben.

Die Ergebnisse der Untersuchung aus dem übernächsten Jahr werden den Angaben zufolge 2023 veröffentlicht, Erkenntnisse aus der Studie danach folgen 2026. Die OECD untersucht bei der Pisa-Studie in regelmäßigen Abständen den Leistungsstand von Schülern in verschiedenen Ländern. Die Ergebnisse des Vergleichstests finden viel Beachtung.

Pisa-Test (Archivbild) | picture alliance / dpa

Pisa-Test (Archivbild) Bild: picture alliance / dpa

17.7.2020 • 13:24 Uhr

Barcelona zieht Sicherheitsregeln wieder an

Wegen einer besorgniserregenden Zunahme der Neuinfektionen sind die Corona-Schutzregeln in der spanischen Metropole Barcelona und der Umgebung wieder verschärft worden. Die Maßnahmen gelten zunächst für die nächsten 15 Tage, wie die Regionalregierung Kataloniens mitteilte. Versammlungen von mehr als zehn Personen im öffentlichen und auch im privaten Bereich sowie Besuche in Altenheimen seien ab sofort untersagt, hieß es. Zudem werde in der betroffenen Region die zulässige Besucherzahl in Bars und Restaurants wieder reduziert. Betroffen sind Barcelona und zwölf Vororte der katalanischen Hauptstadt. Eine Ausgehsperre gibt es vorerst nicht. Die regionale Gesundheitsministerin Alba Vergés sagte aber: "Wir empfehlen den Menschen, das Haus nicht zu verlassen, wenn es nicht unbedingt nötig ist." Man bitte darum, dass die Zweitwohnsitze am Meer oder in den Bergen an diesem Wochenende nicht aufgesucht werden.

Mit mehr als 28.400 Toten sowie knapp 260.000 nachgewiesenen Infektionen ist Spaniens in Europa eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder. In den meisten Regionen Spaniens ist die Lage seit Wochen weitgehend unter Kontrolle. In der katalanischen Autonomen Gemeinschaft waren aber binnen 24 Stunden 1293 neue Infektionsfälle gemeldet worden - davon insgesamt mehr als die Hälfte in der Stadt Barcelona und im Vorort L'Hospitalet de Llobregat.

Menschen spazieren dicht an dicht die Einkaufsmeile Las Ramblas in Barcelona entlang. | dpa

Menschen spazieren dicht an dicht die Einkaufsmeile Las Ramblas in Barcelona entlang. Bild: dpa

17.7.2020 • 13:24 Uhr

Corona-Informationsmaterial strapaziert Spahns Ministerial-Budget

Das Bundesgesundheitsministerium hat laut einem "Spiegel"-Bericht in der Corona-Krise das Budget für Öffentlichkeitsarbeit nach eigener Aussage "deutlich überschritten". Gab das Ministerium in früheren Jahren zwischen 900.000 und 1,3 Millionen Euro für Anzeigen und Werbespots in Massenmedien aus, waren es bis zum 30. Juni bereits rund 31,4 Millionen Euro, wie das Magazin berichtete. Beinahe die Hälfte davon sei für Werbung in Printmedien geflossen, gefolgt von 8,5 Millionen Euro für Plakatwerbung und 6,4 Millionen Euro für TV-Kampagnen.

In Zeiten der Pandemie sei es darum gegangen, auf "die zahlreichen nicht seriösen und interessengeleiteten Informationsangebote" zu reagieren, die etwa Fake News oder Verschwörungstheorien verbreiteten, sagte ein Ministeriumssprecher dem "Spiegel". Auch im Onlinebereich sei das Informationsangebot "deutlich ausgebaut und erweitert" worden: Für Werbung in digitalen Medien wurden demnach rund 650.000 Euro ausgegeben, etwa bei Plattformen wie Instagram oder TikTok. Im Ministerium wird weiter mit hohen Ausgaben gerechnet. Es gehe darum, der aus epidemiologischer Sicht zu erwartenden zweiten Welle "mit den Instrumenten" zu begegnen, "die bereits bei der Bewältigung der ersten Phase eingesetzt wurden", hieß es.

17.7.2020 • 12:54 Uhr

Amsterdams Rotlichtbezirk wird Einbahnstraße

Das Amsterdamer Rotlichtviertel wird für Fußgänger zur Einbahnstraße erklärt. Am Wochenende gelte nur eine Laufrichtung. Bei zu vielen Menschen könnten Grachten und Straßen auch ganz gesperrt werden, entschieden die Behörden. Wegen Touristen vor allem aus Deutschland und Belgien nehme die Sorge um neue Corona-Infektionen zu. Auch durch die Haupteinkaufsstraße Kalverstraat darf am Wochenende nur in einer Richtung gelaufen werden.

Nach Lockerung der Corona-Maßnahmen kommen wieder Touristen in die niederländische Hauptstadt. Vor Sehenswürdigkeiten, Bars, Cafés sowie Coffeeshops herrscht großer Andrang. Das gilt auch für "De Wallen", das Rotlichtviertel im ältesten Teil der Stadt. Seit dem 1. Juli dürfen die Prostituierten in den Fenstern wieder ihre Dienste anbieten. Viele Besucher hielten nicht den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ein, erklären die Behörden. "Dadurch entstehen Risiken für die Gesundheit der Amsterdamer und der Besucher." Touristen wurden aufgerufen, sich an die Corona-Maßnahmen zu halten und belebte Orte zu meiden. Die Polizei kündigte schärfere Kontrollen an und will bei Verstößen hart durchgreifen.

17.7.2020 • 12:54 Uhr

Teheran schließt Cafés und Teehäuser

Wegen des dramatischen Anstiegs der Fallzahlen sollen in der iranischen Hauptstadt Teheran schon an diesem Wochenende wieder Corona-Beschränkungen eingeführt werden. Das gab ein Sprecher des Gesundheitsministeriums bekannt. Unter anderem sollen von morgen an ein Drittel der Beamten von zu Hause arbeiten. Außerdem wurden Veranstaltungen und Versammlungen wieder verboten und die beliebten Cafes und Teehäuser wieder geschlossen. Auch im Sportbereich sollen nur noch die Spiele der ersten Liga stattfinden.

Zuletzt gab es im Iran binnen 24 Stunden mehr als 180 Corona-Tote und fast 2400 Neuinfizierte. Damit lag die Zahl der registrierten Todesopfer am Freitag nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei 13.791, die der Infizierten bei 269.440 Menschen.

Menschen mit Atemschutzmasken laufen durch ein Einkaufszentrum in Teheran. | AP

Menschen mit Atemschutzmasken laufen durch ein Einkaufszentrum in Teheran. Bild: AP

17.7.2020 • 12:54 Uhr

Johnson legt Drei-Milliarden-Plan für Gesundheitssystem vor

Der britische Premierminister Boris Johnson will das heimische Gesundheitssystem mit einem milliardenschweren Finanzpaket für eine mögliche zweite Coronavirus-Welle im Winter rüsten. Gelder in Höhe von drei Milliarden Pfund (rund 3,3 Milliarden Euro) sollen dem staatlichen Gesundheitsdienst (NHS) den Aufkauf von Kapazitäten in Privatkrankenhäusern ermöglichen, kündigte er an. Zudem sollen mit den Mitteln eine Reihe von provisorischen Kliniken erhalten werden, die angesichts rapide steigender Corona-Fallzahlen im Frühjahr im Schnellverfahren erbaut worden waren. Zwar wurden in den sogenannten Nightingale-Hospitals bislang wenige Patienten behandelt, doch will die Regierung weiterhin freie Kapazitäten für den Fall haben, dass eine neue Corona-Welle mit der Grippesaison im Winter zusammenfällt.

Bisher sind in Großbritannien mehr als 45.000 Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben - die höchste Todesrate in Europa und die dritthöchste weltweit nach Brasilien und den USA. In einem von Vallance in Auftrag gegebenen Report wird vor 120.000 Toten in britischen Krankenhäusern gewarnt, falls das schlimmstmögliche Szenario einer Corona-Eskalation bei gleichzeitiger Grippewelle im Winter einträte. Allerdings sei dies keine Vorhersage, betont der Bericht.

17.7.2020 • 12:18 Uhr

Projekt zur digitalen Besucherlenkung in St. Peter-Ording

Der Ort St. Peter-Ording an der Nordseeküste hat ein Projekt zur digitalen Besucherlenkung gestartet. Dabei geht es im Wesentlichen darum, über anonymisiertes WLAN-Tracking die Menschenmengen an Hotspots zu messen, wie die Tourismuszentrale mitteilte. Dafür soll die Anzahl der vorhandenen Smartphones in einem begrenzten Umkreis gezählt werden ohne persönlichen Daten abzufragen. Die Ergebnisse können dann als sichtbares Ampelsystem in die bestehende St-Peter-Ording-App mit Veranstaltungs-Übersichten, Restaurants und Sehehnswürdigkeiten integriert werden.

"Dazu werden in Kürze an unterschiedlichen Standorten in St. Peter-Ording kleine Minicomputer installiert. Diese erfassen über Antennen in Echtzeit die Anzahl der Signale, die Smartphones im WLAN-Modus aussenden", sagte Tourismusdirektorin Constanze Höfinghoff.

17.7.2020 • 12:15 Uhr

DWD: 30 Prozent weniger Stickoxid-Belastung in Städten

Durch das geringere Verkehrsaufkommen ist die Stickoxid-Konzentration laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in größeren deutschen Städten während der Corona-Einschränkungen um ein Drittel gesunken. Das teilte der DWD unter Berufung auf eine Analyse mit, die er mit Unterstützung des Umweltbundesamts (UBA) erstellte. Der Rückgang der Konzentrationen dieser Luftschadstoffe in der Phase der Corona-Beschränkungen von Mitte März bis Mitte Mai belief sich demnach auf etwa 30 Prozent.

Laut DWD mussten die Daten der Luftmessstationen des UBA zunächst mit meteorologischen Informationen in Beziehung gesetzt werden, um Vergleiche zu ermöglichen. Windgeschwindigkeiten und Lufttemperaturen haben demnach einen entscheidenden Einfluss auf die Stickoxid-Konzentration. Ihr Einfluss musste herausgerechnet werden, um den tatsächlichen "Corona-Effekt" durch das zeitweise viel niedrigere Verkehrsaufkommen zu ermitteln.

17.7.2020 • 11:49 Uhr

Deutsche Schwimm-Meisterschaften für Ende Oktober geplant

Die wegen der Pandemie verlegten deutschen Meisterschaften der Schwimmer sollen im Herbst in Berlin nachgeholt werden. Wie der Deutsche Schwimm-Verband bekanntgab, sind die nationalen Titelkämpfe nun vom 29. Oktober bis zum 1. November geplant und werden voraussichtlich ohne Zuschauer stattfinden. Auch das Wettkampfprogramm wird angepasst: Staffelentscheidungen soll es in der Hauptstadt nicht geben. Nach aktuellem Stand sollen nur die olympischen Einzelstrecken geschwommen werden, pro Strecke und Disziplin sollen höchstens 30 Sportlerinnen und Sportler starten.

17.7.2020 • 11:36 Uhr

Rumänien: Neues Gesetz zur Selbstisolation Infizierter

Mit einem neuen Gesetz können in Rumänien Menschen mit ansteckenden Krankheiten zur Isolation in Krankenhäusern oder zu Hause verpflichtet werden. Inmitten einer neu ansteigenden Kurve der Corona-Infektionen hat das Parlament die Regelung gestern im Eilverfahren beschlossen. Zuvor hatte das Verfassungsgericht beanstandet, dass für eine Isolation dieser Patienten jede rechtliche Grundlage fehle.

Personen mit Verdacht auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 dürfen demnach in Rumänien für maximal 48 Stunden isoliert werden. Nach entsprechenden Tests entscheidet der Arzt über die Einweisung in ein Krankenhaus oder über ein Gebot der Isolation zu Hause. Zuwiderhandelnden drohen Bußgelder.

Zuletzt war die Zahl der nachweislich Infizierten in Rumänien binnen 24 Stunden um 777 angestiegen - mehr als fünfmal so viele wie vor den beschlossenen Lockerungen der Vorsichtsmaßnahmen Mitte Mai. Viele Krankenhäuser beklagen, dass sich ihre Intensivstationen wegen der Corona-Patienten den Kapazitätsgrenzen nähern. Derzeit herrscht in Rumänien Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und Distanzpflicht in Gastronomie und bei Veranstaltungen unter freiem Himmel.

17.7.2020 • 11:15 Uhr

UN fordern 3,6 Milliarden US-Dollar von reichen Staaten

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben die Vereinten Nationen (UN) an reiche Staaten appelliert und weitere 3,6 Milliarden US-Dollar Hilfsgelder gefordert. "Die bisherige Reaktion der wohlhabenden Nationen auf die Lage in anderen Ländern war völlig unzureichend", kritisierte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock. Es bestehe die ernsthafte Gefahr mehrerer Hungersnöte.

Mit der Nachforderung erhöht sich die Summe der insgesamt von den UN erbetenen Corona-Hilfen auf 10,3 Milliarden US-Dollar. Von dem Geld sollen Hilfslieferungen, medizinische Ausrüstung und Informationskampagnen in Afrika, Asien und Lateinamerika finanziert werden.

17.7.2020 • 10:53 Uhr

EU kippt Einreiselockerung für Serbien und Montenegro

Bürger aus Serbien und Montenegro dürfen wegen zuletzt gestiegener Corona-Fallzahlen ab sofort nicht mehr in die EU einreisen. Wie der Rat der EU-Staaten mitteilte, gilt nun nur noch für zwölf Länder eine Ausnahme der in der Corona-Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst zu verbieten. Seit Anfang Juli wird dieser Einreisestopp langsam gelockert. Zunächst war die Einreise aus 14 Drittstaaten wieder erlaubt - nun wurden Serbien und Montenegro von der Liste gestrichen. Darauf einigten sich die EU-Botschafter bereits am Dienstag. Die Entscheidung musste allerdings noch von den Hauptstädten bestätigt werden.

Erlaubt ist die Einreise fortan aus Algerien, Australien, Kanada, Georgien, Japan, Marokko, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay. Als 13. Land steht weiterhin China auf der Liste - allerdings unter dem Vorbehalt, dass EU-Bürger dort auch wieder einreisen dürfen.

Grundlage der Liste ist vor allem die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen 14 Tagen pro 100.000 Einwohner. Sie soll nahe am oder unter dem EU-Durchschnitt liegen. Aber auch Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, der Trend der Infektionszahlen und die allgemeine Reaktion des jeweiligen Landes auf die Pandemie spielen eine Rolle.

17.7.2020 • 10:16 Uhr

Studie: Großteil der Infektionen in Wuhan blieb unentdeckt

Während des Corona-Ausbruchs in der zentralchinesischen Metropole Wuhan ist laut einer neuen Studie ein Großteil der Fälle unentdeckt geblieben. Die Untersuchung chinesischer Wissenschaftler, die in der Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass in der ersten akuten Phase zwischen dem 1. Januar und dem 8. März bis zu 87 Prozent der Infektionen unter dem Radar geblieben sein könnten. Dies ermittelten die Forscher, indem sie mit statistischen und epidemiologischen Modellen den Ausbruch in Wuhan rekonstruierten. 

Zuvor waren bereits andere internationale Studien zu dem Ergebnis gekommen, dass viele Sars-CoV-2-Infektionen nicht erkannt werden - etwa, weil Infizierte nur schwache oder keine Symptome haben.  In Wuhan, wo die Pandemie weltweit zuerst ausgebrochen war, wurden etwa 50.000 Infektionen und knapp 4000 Tote gemeldet. Seit Monaten werden aus der zentralchinesischen Stadt keine aktiven Infektionsträger mehr gemeldet.

17.7.2020 • 10:09 Uhr

EU-Gipfel zu Corona-Wiederaufbaufonds beginnt

Auf einem Sondergipfel kommen die 27 EU-Mitgliedsstaaten heute erstmals wieder persönlich zu Beratungen zusammen. Unter anderem geht es um den geplanten Wiederaufbaufonds für schwer von der Coronakrise betroffene Staaten. Bundeskanzlerin Angela Merkel zufolge ist nicht sicher, ob die Staats- und Regierungschefs zu einer Einigung finden werden: Die Unterschiede seien "sehr, sehr groß", sagte sie vorab. "Es bedarf großer Kompromissbereitschaft aller."

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einer Atemschutzmaske bei ihrer Ankunft in Brüssel. | JOHN THYS/POOL/EPA-EFE/Shutterst

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einer Atemschutzmaske bei ihrer Ankunft in Brüssel. Bild: JOHN THYS/POOL/EPA-EFE/Shutterst

Die "Sparsamen Vier" Österreich, Schweden, Dänemark und Niederlande etwa fordern Kürzungen und deutliche Reformauflagen bei dem 750 Milliarden Euro schweren Corona-Hilfsfonds.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hingegen hielt eine Einigung für möglich – er sprach von einem "Moment der Wahrheit" für die EU. Viele Punkte zum mehrjährigen Finanzrahmen der EU und zum geplanten Hilfsbonds sind noch immer strittig.

17.7.2020 • 09:13 Uhr

Corona-Ansturm auf Netflix flaut ab

In der Corona-Krise legte Netflix bisher ein rasantes Wachstum hin: Abozahlen und Gewinn stiegen sprunghaft an. Doch dieser Trend lässt nun spürbar nach - schon verzeichnet die Netflix-Aktie einen Einbruch von mehr als zehn Prozent.

17.7.2020 • 09:13 Uhr

Wann begann die Pandemie in Norddeutschland?

Gab es schon im Januar erste Coronavirus-Infektionsfälle in Norddeutschland? Daten der Gesundheitsämter legen dies nahe. Recherchen des NDR zeigen allerdings: Die Annahme beruht auf einem Trugschluss.

17.7.2020 • 09:03 Uhr

Pro Asyl: Einreisebeschränkungen erschweren Familiennachzug

Die im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlassenen Einreisebeschränkungen erschweren nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Pro Asyl den Familiennachzug Geflüchteter.

Zwar wurden Anfang Juli die Reisebeschränkungen wieder gelockert: Der Familiennachzug zählt jetzt zu den wichtigen Gründen, aus denen Einreisen aus Drittstaaten möglich sind. In Fällen, in denen das befristete Einreisevisum für Familienmitglieder abgelaufen ist, muss nun eine Neuvisierung beantragt werden. Dafür haben die Betroffenen jedoch nur einen Monat Zeit - der Fristbeginn ist von der jeweiligen Botschaft abhängig und damit ungewiss. Viele deutsche Auslandsvertretungen sind im Moment coronabedingt noch geschlossen.

Die kurze Fristsetzung sei "sehr problematisch und nicht nachvollziehbar", insbesondere da die Betroffenen nicht persönlich über den jeweiligen Fristbeginn informiert würden, heißt es in einer Stellungnahme von Pro Asyl. Außerdem werde nicht ausgeschlossen, dass die Antragsteller inzwischen abgelaufene Dokumente erneut beschaffen oder persönlich bei den Botschaften vorsprechen müssten: "Damit könnte das Wiedersehen von Ehepartnern oder Kindern für manche Betroffene erneut in weite Ferne rücken - obwohl sie das Verfahren für den Familiennachzug schon durchlaufen haben."

17.7.2020 • 08:57 Uhr

China verschärft Einreiseregeln aus Hongkong

Nach einem Anstieg der Corona-Infektionszahlen in Hongkong hat China die Regeln für Reisen ins Kernland verschärft. Wer aus Hongkong einreist, muss einen maximal drei Tage alten negativen Coronavirus-Test vorweisen und sich für 14 Tage in eine kontrollierte Quarantäne begeben. Ausnahmen bestehen unter anderem für Studierende, Lastwagenfahrer, die die Grenze täglich passieren müssen, und "wichtige Geschäftsleute".

Hongkong meldete gestern 67 neue bestätigte Infektionsfälle. Insgesamt wurden dort seit Beginn der Pandemie 1655 Infizierte und zehn Todesfälle registriert.

17.7.2020 • 08:52 Uhr

Weiterer Neuinfektions-Rekord in den USA

Mit rund 77.300 gemeldeten Fällen hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA einen neuen Höchststand erreicht. Damit wird der bisherige Rekord von 67.800 neuen Fällen binnen 24 Stunden vom 10. Juli überschritten, wie aus den jüngsten Zahlen auf der Webseite der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorgeht.

In dem Land mit etwa 330 Millionen Einwohnern haben sich demnach bislang mehr als 3,5 Millionen Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Mehr als 138.000 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der Neuansteckungen in den USA ist seit Mitte Juni im Zuge der Lockerungen der Corona-Auflagen dramatisch gestiegen - vor allem im Süden und Westen des Landes. Zahlreiche Bundesstaaten haben daher die phasenweise Wiedereröffnung der Wirtschaft gebremst, pausiert oder Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen zurückgenommen.

17.7.2020 • 08:33 Uhr

Schlachtbetrieb bei Tönnies zeitweise erneut unterbrochen

Kurz nach der Wiederaufnahme des Betriebs beim Fleischkonzern Tönnies gab es eine erneute Zwangsunterbrechung: Die Schlachtung am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück werde später beginnen, teilte ein Tönnies-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa am Morgen mit. Bei Kontrollen durch die Bezirksregierung sei das Unternehmen gestern Nachmittag darüber informiert worden, "dass wir an Arbeitspositionen zusätzliche Umrüstungen vornehmen müssen", sagte der Sprecher. Dies sei auch schon passiert, ein Sachverständiger müsse die Änderungen aber noch abnehmen. Zuvor hatten Medien über die Unterbrechung berichtet.

Tönnies schlachtet am Hauptsitz in Ostwestfalen im Normalbetrieb pro Tag je nach Marktlage zwischen 20.000 und 25.000 Schweine. Durch den Produktionsstopp nach dem Corona-Ausbruch hatte sich ein Stau bei den Schweinemästern gebildet.

17.7.2020 • 07:35 Uhr

Medienbericht: US-Einreisebann für europäische Studierende könnte fallen

Die US-Regierung will Studierenden aus Europa einem Medienbericht zufolge bald vom Einreiseverbot ausnehmen. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf ein Schreiben des Außenministeriums an den Kongress berichtete, dürfen europäische Studenten mit einem entsprechenden Visum zum Wintersemester einreisen. Auch für einige Au-pairs und Familienmitglieder von US-Visuminhabern soll die Ausnahmeregelung gelten. Ein genaues Datum wurde nicht genannt.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hatten die USA Mitte März ihre Grenzen für Ausländer aus den 26 Schengen-Staaten geschlossen. Nach massiver Kritik hatte die US-Regierung am Dienstag eine geplante Regelung zurückgenommen, mit der ausländische Studenten bei der ausschließlichen Belegung von Online-Kursen im Wintersemester zur Ausreise gezwungen werden sollten. Die Studentinnen und Studenten sollten das Land verlassen oder an Hochschulen mit persönlichen Vorlesungen wechseln - letzteres hielten Betroffene vor dem Start des Wintersemesters Anfang September für unrealistisch. Die Elite-Universitäten Harvard und MIT hatten gegen die Maßnahme geklagt.

17.7.2020 • 07:21 Uhr

Uni Mainz: Pflegebedürftige in Coronakrise öfter depressiv

Die Situation für ältere Menschen, die zu Hause betreut und gepflegt werden, hat sich laut einer Umfrage der Universität Mainz seit Beginn der Corona-Pandemie verschlechtert. Unter anderem seien bei fast drei Viertel der privat gepflegten Männer und Frauen depressive Verstimmungen oder eine stärkere Vereinsamung wahrzunehmen gewesen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Das habe die Online-Befragung von 330 Angehörigen, die von längeren Interviews ergänzt worden sei, ergeben.

"Höchst bedenklich" ist aus Sicht von Cornelia Schweppe und Vincent Horn vom Institut für Erziehungswissenschaften der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, dass 38 Prozent der für die Pflege verantwortlichen Angehörigen geäußert hätten, sich durch die aktuelle Situation überfordert zu fühlen. Mehr als die Hälfte sehe sich demnach momentan stärker belastet als vor Ausbruch der Pandemie. Insgesamt gesehen komme es im Alltag außerdem häufiger zu Konflikten zwischen Pflegenden und Pflegebedürftigen. Dies sei auch deshalb bedenklich, weil eine hohe Belastung schon seit langem als "wichtiger Faktor für Gewalt in der Pflege" gelte. Fast jedem dritten Angehörigen fehle derzeit ein Ansprechpartner, mit dem er über seine Nöte und Sorgen sprechen und den er gegebenenfalls um Unterstützung bitten könne. Und mehr als zwei Drittel der Befragten hätten in der Umfrage angegeben, sich in der Corona-Krise von der Politik alleingelassen zu fühlen.

17.7.2020 • 07:03 Uhr

Deutscher Lehrerverband kritisiert Schulen-Hygienekonzept

Der Deutsche Lehrerverband kritisiert das von der Kultusministerkonferenz vorgelegte Hygienekonzept. "Ich bin sehr skeptisch, ob die darin vorgesehenen Maßnahmen ausreichen beziehungsweise überhaupt umgesetzt werden können", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger am Freitag in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur. "Mein Gefühl ist, dass derzeit nach dem Prinzip Hoffnung gehandelt wird, es werde schon nicht zu einer zweiten Welle kommen, wenn die Abstandsregel an Schulen fällt."

Insgesamt stelle der Schulstart nach den Sommerferien, egal, in welcher Form er erfolge, eine große Herausforderung für die Länder, die Schulträger und Kommunen sowie den Bund dar, so der Schulleiter des Robert-Koch-Gymnasiums im bayerischen Deggendorf. Es gehe nicht nur darum, die hygienischen Rahmenbedingungen an Schulen zu verbessern, sondern auch darum, die digitale Ausstattung zu modernisieren. Der Deutsche Lehrerverband vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 160.000 Lehrern. Zu den Mitgliedsverbänden gehört auch die Katholische Erziehergemeinschaft KEG.

17.7.2020 • 06:56 Uhr

Kreuzfahrten aus den USA bleiben verboten

Angesichts der erneuten Eskalation des Infektionsgeschehens in den Vereinigten Staaten bleiben Kreuzfahrten von US-Häfen aus noch länger tabu. Die Gesundheitsbehörde CDC verlängerte ihre "No Sail Order" bis Ende September. Als Grund gibt die Behörde die beispiellose Art der Covid-19-Pandemie und das hohe Risiko von Virusausbrüchen auf Kreuzfahrten an. Die Branche war durch massenhafte Infektionen an Bord einiger Schiffe schon früh negativ in die Schlagzeilen geraten. Der Verband CLIA, in dem alle großen Anbieter vertreten sind, hatte im Juni angekündigt, dass die Branche ihre pandemiebedingte Auszeit freiwillig bis Mitte September verlängert.

17.7.2020 • 06:56 Uhr

Israel verbietet Versammlungen und schließt Geschäfte

Nach einem starken Anstieg der Corona-Infektionen hat die israelische Regierung in der Nacht eine Reihe von Schutzmaßnahmen wieder eingeführt. Von heute Nachmittag an sind Versammlungen von mehr als zehn Personen in geschlossenen Räumen und mehr als 20 Personen im Freien verboten. Ob sich dies auch auf Religionsgemeinschaften bezieht, konnte vorerst nicht geklärt werden, wie unter anderem die "Times of Israel" berichtete.

Ministerien schließen für den Publikumsverkehr, Kontakte sind demnach nur noch Online möglich. Zu den Infektionsschutz-Maßnahmen am Wochenende gehört auch die Schließung einer Reihe von Geschäften, mit Ausnahme wichtiger Dienstleister wie etwa Apotheken oder Supermärkte. Zudem werden Fitnessstudios geschlossen, während Restaurants nur noch Essen zum Mitnehmen oder zur Lieferung nach Hause anbieten dürfen. Ausgenommen sind Lebensmittelläden und Apotheken. Ab kommendem Wochenende dürfen auch Strände nicht mehr betreten werden. Auch Büchereien, Museen und Touristenattraktionen müssen an den Wochenenden geschlossen bleiben.

Die Maßnahmen treten nach Medienberichten an diesem Freitagnachmittag in Kraft. Ab Freitag kommender Woche sollen auch die Strände gesperrt werden. Regierungschef Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Benny Gantz wollten demnach erst am Wochenende über mögliche Schließungen von Schulen und Lehranstalten beraten.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen war zuvor in Israel auf ein Rekordhoch von mehr als 1700 Fälle gestiegen - Mitte Mai hatte sie noch im niedrigen zweistelligen Bereich gelegen. Nach raschen Lockerungen und mehreren Protestaktionen schnellen die Zahlen jedoch immer weiter in die Höhe.

17.7.2020 • 06:28 Uhr

Mehr als eine Million Infizierte in Indien

Die Zahl der festgestellten Corona-Infektionen in Indien ist über die Schwelle von einer Million Fälle gestiegen. Bislang sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 25.602 infizierte Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Das Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern liegt bei der Zahl der bestätigten Infektionen hinter den USA und Brasilien.

Einem Jungen wird in einem Krankenhaus in Hyderabad eine Nasenabstrichprobe zum Test auf das Coronavirus entnommen. | dpa

Einem Jungen wird in einem Krankenhaus in Hyderabad eine Nasenabstrichprobe zum Test auf das Coronavirus entnommen. Bild: dpa

17.7.2020 • 05:28 Uhr

583 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts 583 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 200.843 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

Bislang starben den RKI-Angaben zufolge 9082 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet vier weitere Tote seit dem Vortag. Bis Freitagmorgen hatten 186.900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

17.7.2020 • 05:07 Uhr

US-Grenzschließungen wegen Corona erneut verlängert

Die Grenzen der USA zu Mexiko und Kanada sollen bis mindestens zum 20. August wegen der Corona-Krise weitgehend geschlossen bleiben. Das teilten die US-Botschaften in beiden Nachbarländern mit. Auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau twitterte, eine Verlängerung der Beschränkungen um weitere 30 Tage sei vereinbart worden. Mexikos Außenministerium hatte bereits zwei Tage zuvor erklärt, dem nördlichen Nachbarland diesen Schritt mit Blick auf die aktuelle Entwicklung bei der Ausbreitung des Coronavirus vorgeschlagen zu haben.

17.7.2020 • 04:48 Uhr

Gouverneur von Georgia reicht Klage gegen Maskenpflicht ein

Der Gouverneur des US-Bundesstaats Georgia geht gerichtlich gegen die Maskenpflicht-Anweisung der Bürgermeisterin der Hauptstadt Atlanta vor. Brian Kemp verklagte Keisha Lance Bottoms und den Stadtrat wegen dieser und anderer Vorsichtsmaßnahmen der Stadt gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Bottoms habe mit der Maskenpflicht ihre Autorität überschritten und müsse Kemps Verfügung dagegen befolgen.

17.7.2020 • 04:48 Uhr

Zwei Millionen Coronavirus-Fälle in Brasilien - 76.000 Tote

Drei Monate nach Bekanntwerden des ersten Infektionsfalls in dem größten südamerikanischen Land zeichnet sich kein Abwärtstrend ab: Durchschnittlich mehr als 1000 Menschen sind in Brasilien seit Ende Mai täglich gestorben. Die Zahl der Toten überstieg die Marke von 76.000, die Zahl der Infektionen die von zwei Millionen.

Während die Zahl der Fälle in den größten und am schwersten getroffenen Städten abnimmt, erreicht sie andernorts neue Höchststände. Experten machen die Leugnung der Gefahr durch das Virus von Präsident Jair Bolsonaro und den Mangel an nationaler Koordination dafür verantwortlich.

Friedhofsmitarbeiter in Schutzkleidung begraben ein Opfer von Covid-19 auf dem Friedhof Vila Formosa.  | dpa

Friedhofsmitarbeiter in Schutzkleidung begraben ein Opfer von Covid-19 auf dem Friedhof Vila Formosa. Bild: dpa