Ein Arbeiter desinfiziert den Tresen in einer Bar in St. Petersburg, Florida. | dpa
Liveblog

Corona-Liveblog zum Nachlesen Kein Alkohol mehr in Floridas Bars

Stand: 26.06.2020 21:54 Uhr

Angesichts rasant steigender Infektionszahlen gibt es in Bars des US-Staates Florida vorläufig keinen Alkohol mehr. Schweden reagiert empört auf die Einstufung der WHO als Risikoland. Der Liveblog vom Freitag zum Nachlesen.

  • Florida verbietet Alkoholverkauf in Bars
  • Reisende aus Corona-Hotspots sollen ärztliches Attest vorlegen
  • Schweden nennt Einstufung als Risikoland "Fehler"
  • Betrieb in niedersächsischem Schlachthof soll eingestellt werden
  • Lagarde: Tiefpunkt in Euro-Zone wohl überwunden
  • Regierung warnt vor Stigmatisierung von Menschen aus Krisengebieten
  • Zahl der Corona-Fälle in Indien fast bei einer halben Million
  • Zwei weitere Länder: Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Gebieten
  • RKI: 477 registrierte Neuinfektionen in Deutschland
26.6.2020 • 21:54 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

26.6.2020 • 21:43 Uhr

Hamburg: Bar- und Club-Betreiber demonstrieren auf St. Pauli

Künstler, Veranstalter und Betreiber von Bars und Clubs auf St. Pauli in Hamburg haben eine schrittweise Öffnung ihrer Läden gefordert. Diese könne ihrer Meinung nach auch mit den bereits bekannten Corona-Regeln funktionieren. Mit Plakaten, Schildern und dem Spruch "Auf St. Pauli brennt noch Licht" machten sie rund um den Beatles-Platz auf ihre Sorgen aufmerksam.

Die Bars und Clubs seien die Träger von Hamburger Kultur auf der Reeperbahn, der Senat solle sich nun endlich mit der Branche auf dem Kiez auseinander setzen, sagte Mitveranstalter Johann Scherer.

Die Travestie-Künstlerin Olivia Jones nimmt an der Demonstration "Auf St. Pauli brennt noch Licht" auf der Reeperbahn teil. | dpa

Travestie-Künstlerin Olivia Jones machte mit weiteren Bar- und Club-Betreibern auf die Notlage der Betreiber während der Corona-Krise aufmerksam. Bild: dpa

26.6.2020 • 20:40 Uhr

Niedersachsen: Gesundheitsministerin nimmt Klimaanlagen in den Fokus

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann will das Corona-Risiko durch Lüftungsanlagen untersuchen lassen. "Wir wissen, dass sich das Coronavirus über Flüssigkeitspartikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen und Niesen entstehen, verbreitet", sagte sie dem Radiosender ffn. Ob Klima- und Lüftungsanlagen die Ansteckungsgefahr erhöhten, sei noch nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht worden. Sie appellierte an den Bund, dass diese Fragestellung durch das Robert Koch-Institut bearbeitet werde.

Nach Infektionen von Mitarbeitern von Fleischfabriken unter anderem in Nordrhein-Westfalen war dort auch die Lüftungstechnik als möglicher Übertragungsweg in den Fokus gerückt.

26.6.2020 • 20:29 Uhr

Überblick für Reisende

Zahlreiche Bundesländer haben Beherbergungsverbote für Menschen aus Corona-Hotspots erlassen. Müssen abgewiesene Reisende trotzdem zahlen? Und was gilt, wenn man aus Corona-Angst storniert? Ein Überblick über wichtige Fragen.

26.6.2020 • 20:27 Uhr

Brasilien: Fußballmeisterschaft soll im August starten

Der brasilianische Fußballverband CBF und die Verantwortlichen der Erst- und Zweitligaclubs planen am 8. und 9. August die Wiederaufnahme der brasilianischen Meisterschaft. Das geht aus einer Erklärung des Verbands hervor. Demnach hatte CBF-Präsident Rogério Caboclo die Termine vorgeschlagen, fast alle Clubs stimmten zu.

Aufgrund der Corona-Pandemie hatte der Verband alle nationalen Wettbewerbe Mitte März bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Wiederaufnahme - ohne Publikum - hängt noch von der Zustimmung der Gesundheitsbehörden ab. 19 der 20 Erstligavereine erklärten sich bereit, an anderen Orten zu spielen, in denen Sportveranstaltungen erlaubt sind, falls sie in ihren Städten keine Freigabe bekommen sollten.

26.6.2020 • 20:21 Uhr

US-Virologe Fauci sieht in Anstieg der Corona-Fälle "ernstes Problem"

Der führende US-Virologe Anthony Fauci hat sich sehr besorgt über den schnellen Anstieg von Corona-Infektionen in vielen US-Bundesstaaten geäußert. "Wir haben in bestimmten Gebieten ein ernstes Problem", sagte er bei einer Pressekonferenz der Coronavirus-Taskforce der US-Regierung.

Besonders betroffen sind derzeit die Staaten im Süden des Landes: Darunter Florida, Texas und Arizona. Aber auch der Staat Kalifornien im Westen der USA meldet viele Infektionsfälle.

26.6.2020 • 20:12 Uhr

Britischer Gesundheitsminister droht mit Schließung von Stränden

Der britische Gesundheitsminister Matt Hanckock hat angesichts der Missachtung von Corona-Vorschriften mit der Schließung von Stränden gedroht. "Das Letzte, was die Leute wollen, ist, dass das Virus wiederkommt", sagte Hancock dem Sender TalkRadio. Die Vorschriften zur sozialen Distanz müssten eingehalten und eine zweite Pandemie-Welle verhindert werden. Sollten die Fallzahlen wieder steigen, dann werde die Regierung handeln. "Wir dürfen nicht rückwärts gehen. (...) Wir müssen diese Krankheit stoppen."

Gestern hatte es große Menschenansammlungen an der Südküste gegeben. Besonders betroffen war der Badeort Bournemouth, der wegen seines breiten Strandes und der viktorianischen Architektur beliebt ist. Dort lösten die Behörden einen "ernsten Zwischenfall" aus, weil die Lage nicht mehr zu beherrschen war. Das gibt den Einsatzkräften mehr Rechte und Abstimmungsmöglichkeiten.

Großbritannien ist am schlimmsten in Europa von der Corona-Krise betroffen. Jeder Landesteil hat eigene Vorschriften im Kampf gegen die Pandemie. Premier Boris Johnson hatte schon vor Wochen Tagesausflüge in England erlaubt und war damit auf Kritik gestoßen.

Am Strand in Bournemouth in Südengland drängen sich die Menschen.  | AFP

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hat wegen Missachtung von Corona-Vorschriften mit der Schließung von Stränden gedroht. Bild: AFP

26.6.2020 • 20:03 Uhr

Italien verschärft Vorschriften für Handgepäck

Italiens zivile Luftfahrtbehörde ENAC hat strengere Vorschriften für Handgepäck in Flugzeugen erlassen. Diese verbannen de facto Rollkoffer aus der Kabine. Das Gepäckstück sollte demnach klein genug sein, um es unter dem Sitz vor einem zu verstauen, sagte eine Sprecherin der Behörde. Die Benutzung von Gepäckfächern sei den neuen Richtlinien zufolge aus gesundheitlichen Gründen unter keinen Umständen erlaubt.

Frühere Vorschriften hatten "große" Gepäckstücke an Bord untersagt, enthielten aber kein ausdrückliches Verbot der Benutzung von Gepäckfächern. Mit den Einschränkungen soll der Ein- und Ausstieg der Fluggäste beschleunigt werden, um das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus zu minimieren.

26.6.2020 • 19:55 Uhr

Pence sieht Erfolge trotz Neuinfektionen in Rekordhöhe

"Wir haben wirklich bemerkenswerte Fortschritte gemacht": US-Vizepräsident Mike Pence sieht trotz Rekordzahlen bei Corona-Neuinfektionen in den USA Erfolge im Kampf gegen das Virus. Zwar steige die Zahl der bestätigten Neuinfektionen besonders in südlichen Bundesstaaten. Die Zahl der Todesopfer sinke aber landesweit, sagte er beim ersten Briefing der Coronavirus-Taskforce des Weißen Hauses seit fast zwei Monaten. Die Lage sei daher deutlich besser als vor zwei Monaten. Pence führte die steigende Zahl der bestätigten Neuinfektionen unter anderem auf die Ausweitung der Tests zurück - ähnlich argumentiert US-Präsident Donald Trump.

26.6.2020 • 18:58 Uhr

Florida verbietet Alkoholverkauf in Bars

Florida verbietet angesichts rasant steigender Infektionszahlen in dem US-Bundesstaat vorläufig den Alkoholkonsum in den Bars. Die zuständigen Behörden verkündeten ihr Verbot - nachdem das örtliche Gesundheitsministerium knapp 9000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages bekannt gegeben hatte.

Behörden bringen die jüngste Infektionswelle mit jungen Erwachsenen in Verbindung, die sich seit Wiederöffnung der Bars vor knapp einem Monat dort versammeln, ohne sich an Abstandsregeln zu halten.

Auch Texas nahm entsprechende Vorkehrungen vor: Der Gouverneur beschloss aufgrund steigender Infektionszahlen in dem US-Bundesstaat, Bars erneut vorübergehend schließen zu lassen.

26.6.2020 • 18:32 Uhr

16 NBA-Profis positiv auf Coronavirus getestet

Bei 302 Tests von NBA-Basketballern am 23. Juni sind erneut 16 Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Jeder Profi, der positiv getestet wurde, bleibt weitere Angaben zufolge in Selbstisolation, bis er die Protokolle der öffentlichen Gesundheit zum Aufheben der Isolation erfüllt und von einem Arzt freigegeben wurde.

Bereits am Donnerstag waren mehrere Corona-Fälle in der nordamerikanischen Basketball-Liga bekannt geworden. Drei Profis teilten selbst oder über ihre Clubs mit, dass sie positiv getestet worden seien. Malcolm Brogdon von den Indiana Pacers sowie Jabari Parker und Alex Len von den Sacramento Kings betonten jedoch, dass sie davon ausgehen, im Juli bei der Fortsetzung der Saison auf dem Disney-Komplex in Orlando dabei zu sein.

Für alle 22 Teams, die in Florida antreten werden, sind die Tests verpflichtend. Die ersten Spiele sollen am 30. Juli stattfinden. Die Teams werden zwischen dem 7. und dem 9. Juli in Orlando erwartet.

26.6.2020 • 18:24 Uhr

Ärztliches Zeugnis wird für Reisende aus Corona-Hotspots notwendig

Reisende aus einem Landkreis mit hohem Corona-Infektionsgeschehen dürfen nur dann in einem Hotel untergebracht werden, wenn ihnen ein ärztliches Zeugnis bestätigt, dass sie keine Infektion haben. Das geht aus einem Beschluss des Chefs des Bundeskanzleramtes und der Leiter der Staats- und Senatskanzleien der Länder hervor. Dieser liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Das benötigte ärztliche Zeugnis "muss sich auf eine molekularbiologische Testung stützen, die höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen worden ist", heißt es darin.

Bund und Länder wollen sich dafür einsetzen, die Testkapazitäten wo nötig weiter auszubauen. Sie werden die Umsetzung der Maßnahmen in den nächsten zwei Wochen beobachten und danach über das zukünftige Vorgehen bei neu entstehenden, besonders betroffenen Gebieten entscheiden, wie es in dem Beschluss weiter heißt.

In dem aktuellen Beschluss heißt es, mit Blick auf die bevorstehende Urlaubssaison gelte es, bei regionalem Ausbruchsgeschehen die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um eine Wiederausbreitung des Coronavirus durch Reisen innerhalb Deutschlands zu verhindern. Gleichwohl solle die Reisefreiheit der Bürger sowie deren Planungssicherheit auch in den von lokalen Ausbruchsgeschehen betroffenen Gebieten soweit wie möglich erhalten bleiben.

Zuvor hatten einige Bundesländer - darunter Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Bayern - ein entsprechendes Beherbergungsverbot für Einreisende aus Landkreisen mit einem hohen Corona-Infektionsgeschehen erlassen.

26.6.2020 • 18:11 Uhr

Papst Franziskus spendet 35 Beatmungsgeräte

Papst Franziskus hat erneut mehrere Beatmungsgeräte an mehrere Staaten gespendet, die besonders von der Corona-Pandemie betroffen sind. In den vergangenen Wochen wurden laut Vatikan 35 Apparate unter anderem nach Haiti, Brasilien, Venezuela, Kolumbien, Honduras, Kamerun, Mexiko und die Ukraine verschickt.

26.6.2020 • 18:05 Uhr

Merkel: Deutschland kann sich höhere Verschuldung erlauben

Angesichts der beispiellosen Herausforderung durch die Corona-Pandemie darf Deutschland nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel in Europa nicht nur an sich selbst denken. Man müsse in diesen Zeiten vielmehr zu einem "außergewöhnlichen Akt der Solidarität bereit" sein, sagte Merkel der "Süddeutschen Zeitung" und fünf weiteren europäischen Zeitungen.

Gegner des geplanten EU-Aufbaufonds forderte die Kanzlerin zum Einlenken auf. "Die Mittel aus dem Fonds dienen dazu, dass wir helfen, dass wir solidarisch sind und sehen, dass die Länder unterschiedlich stark durch die Pandemie betroffen sind."

Deutschland und Frankreich schlagen vor, aus dem 500-Milliarden-Euro-Fonds Zuschüsse an besonders von der Corona-Krise betroffenen Staaten zu zahlen. Für Länder mit sehr hohe Gesamtverschuldung seien Zuschüsse sinnvoller als Kredite, sagte Merkel. "Ich arbeite dafür, auch die Länder zu überzeugen, die bisher Krediten zustimmen, aber Zuschüsse ablehnen." Dazu gehören die Niederlande und Österreich.

26.6.2020 • 18:00 Uhr

Schweden nennt Einstufung als Corona-Risikoland "Fehler"

Schweden sieht die Einstufung als Risikoland durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisch. Der Chefberater der Regierung in Stockholm, Anders Tegnell, sprach von einer "totalen Fehlinterpretation" der schwedischen Daten.

Der Regionaldirektor der WHO für Europa hatte Schweden am Vortag unter elf Ländern aufgelistet, die mit einem gefährlichen Wiederaufflammen der Infektionen konfrontiert seien. Geschähe nichts, könnte der Anstieg die Gesundheitssysteme "erneut an den Rand ihrer Belastungsgrenze führen", warnte die WHO. Die anderen Länder auf der Liste sind hauptsächlich ärmere Nationen in Osteuropa und Zentralasien, die von der WHO zu Europa gezählt werden.

Chef-Epidemiologe Tegnell warf der WHO vor, einen großen Fehler gemacht zu haben. "Wir haben einen Anstieg der Fälle, weil wir in Schweden in der letzten Woche begonnen haben, viel mehr zu testen", sagte er. Alle weiteren Parameter aber deuteten darauf hin, dass die Zahl der schweren Fälle sinke. "Die Zahl der Einweisungen auf die Intensivstation ist auf einem sehr niedrigen Niveau", sagte Tegnell.

Schweden war in der Pandemie einen anderen Weg gegangen als die anderen europäischen Staaten und hatte auf strikte Corona-Beschränkungen verzichtet. Bezogen auf seine Bevölkerungszahl hat das Land die fünfthöchste Covid-19-Sterberate weltweit. Daraufhin verdoppelten die Behörden im vergangenen Monat die Zahl der Tests, doch erst in der vergangenen Woche begannen sie, der Öffentlichkeit Massentests anzubieten. Diese Verzögerungen stießen auf heftige Kritik.

Menschen sonnen sich in einem Park in Stockholm. | via REUTERS

Schweden war in der Pandemie einen anderen Weg gegangen als die anderen europäischen Staaten und hatte auf strikte Corona-Beschränkungen verzichtet. Bild: via REUTERS

26.6.2020 • 17:32 Uhr

Sachsen-Anhalt: Beherbergungsverbot für Reisende aus Hotspots

Einreisende Besucher aus Landkreisen mit einem hohen Corona-Infektionsgeschehen dürfen in Sachsen-Anhalt vorerst nicht in Hotels oder auf Campingplätzen übernachten. Diese Regelung gelte ab morgen, teilte das Landesverwaltungsamt in Halle mit. Betroffen sind den Angaben zufolge Stadt- und Landkreise, in denen in den vergangenen sieben Tagen vor der Anreise die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner höher als 50 ist.

Wer aus den betroffenen Kreisen kommt und dennoch einen Urlaub in Sachsen-Anhalt antreten möchte, könne ein ärztliches Zeugnis vorlegen, das einen negativen Test auf Covid-19 bescheinigt. Für diese Personen gilt laut Behörde das Beherbergungsverbot nicht.

Auch andere Bundesländer wie Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg oder Bayern hatten ein entsprechendes Beherbergungsverbot zuvor erlassen.

26.6.2020 • 17:17 Uhr

Texas schließt Bars wieder

Aufgrund des schnellen Anstiegs von Corona-Infektionen schließt der US-Bundesstaat Texas wieder die Bars. Gouverneur Greg Abbott zufolge gehen die Neuinfektionen vor allem auf "bestimmte Aktivitäten" zurück - unter anderem "das Zusammenkommen von Texanern in Bars". Deswegen habe er ein Dekret erlassen, demzufolge Bars keine Gäste mehr empfangen und nur noch Getränke zum Mitnehmen verkaufen dürfen. Auch Restaurants dürfen demnach nur noch 50 Prozent ihrer Besucherkapazität nutzen.

Texas erlebt derzeit - wie eine Reihe weiterer US-Bundesstaaten - die höchste Zahl von Coronavirus-Infektionen seit Beginn der Krise. Gestern vermeldete Texas knapp 6000 neue Fälle binnen 24 Stunden, so viel wie nie zuvor. 

Zwei Männer stoßen in einer Bar in Austin im US-Bundesstaat Texas an.  | AFP

Der Texanische Gouverneur Greg Abbott erklärte, die Corona-Neuinfektionen in dem US-Bundesstaat gingen unter anderem auf "das Zusammenkommen von Texanern in Bars" zurück. Bild: AFP

26.6.2020 • 17:06 Uhr

WHO-Chef: USA haben Zusammenarbeit formal noch nicht beendet

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach eigenen Angaben bisher von den USA kein offizielles Schreiben zur Beendigung der Zusammenarbeit erhalten. Das sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einer Videositzung mit einem Gremium des Europarats. Er nannte den geplanten Schritt Washingtons bedauerlich. Tedros sagte, es wäre - wenn überhaupt - besser, wenn die USA eine unabhängige Evaluierung der WHO-Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie abwarteten. So könnte Washington in der Bewertung seine Meinung zur Arbeit der Organisation abgeben und sich an Reformen beteiligen.

Aus dem Weißen Haus hieß es auf Anfrage lediglich, dass die USA nicht vorhätten, ihre Entscheidung zu überdenken. Man ermuntere die Organisation und die Mitgliedsstaaten, auf "dringend nötige Reformen" hinzuarbeiten, sagte ein hoher Regierungsbeamter.

Die WHO war in der Coronakrise unter starken Druck vonseiten der USA geraten. US-Präsident Donald Trump hatte ihr vorgeworfen, zu spät über die Gefahr informiert zu haben und von China beeinflusst zu werden. Ende Mai hatten die USA die Finanzierung und Kooperation mit der WHO für beendet erklärt. Die WHO habe die geforderten Reformen nicht eingeleitet, begründete Trump den Schritt.

26.6.2020 • 16:50 Uhr

US-Regierung will "Obamacare" vom Obersten Gericht kippen lassen

Inmitten der Corona-Pandemie will das US-Justizministerium die Gesundheitsreform "Obamacare" vom Obersten Gericht abschaffen lassen. Millionen von US-Bürgern droht der Verlust ihres Versicherungsschutzes.

26.6.2020 • 16:40 Uhr

WHO: 31 Milliarden Dollar für Kampf gegen Pandemie nötig

Damit rasch Corona-Tests, Impfungen und Medizin weltweit zur Verfügung gestellt werden können, sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis Ende 2021 etwa 31 Milliarden Dollar (etwa 27 Milliarden Euro) nötig. Allein für die Entwicklung von Impfstoffen würden 18 Milliarden Dollar (etwa 16 Milliarden Euro) gebraucht, teilten Experten eines Fonds unter dem Dach der WHO mit.

Bisher sei von der internationalen Staatengemeinschaft erst ein Bruchteil des nötigen Geldes versprochen worden. "Die nötigen Investitionen sind erheblich, aber sie verblassen im Vergleich zu den Kosten von Covid-19", hieß es in einer Mitteilung des Fonds von Regierungen, Stiftungen und Privatwirtschaft.

Ziel sei es unter anderem, bis Mitte 2021 den Staaten mit mittlerem und niedrigem Einkommen 500 Millionen Tests zur Verfügung zu stellen. Mitarbeiter im Gesundheitswesen von rund 50 Ländern müssten fortgebildet werden. Außerdem sollten bis Ende 2021 zwei Milliarden Impfdosen bereitstehen, von denen die Hälfte ebenfalls für Menschen in ärmeren Ländern gedacht sei.

26.6.2020 • 16:31 Uhr

Klöckner will gegen Dumpingpreise bei Fleisch vorgehen

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will eine Tierwohlabgabe einführen und verstärkt gegen Dumpingpreise beim Fleisch vorgehen. Über einen solchen möglichen Preisaufschlag für die Verbraucher wolle sie mit den Partei- und Fraktionsspitzen im Bundestag sprechen. Dazu sei ein übergreifender Konsens nötig. Das sagte Klöckner nach Beratungen in Düsseldorf mit Vertretern der Branche. Die Verbraucher würden vielfach durch Dumping-Preise für Fleisch und Wurst in die Märkte gelockt.

Die Fleischindustrie ist im Zuge von vermehrten Coronavirus-Ausbrüchen in Großbetrieben verstärkt in die Kritik geraten. "Es wird keine zweite Chance geben für die gesamte Branche", sagte Klöckner nach dem Treffen.

26.6.2020 • 16:17 Uhr

Schlachthof-Mitarbeiter unter Quarantäne

Nach einem größeren Corona-Ausbruch in einem Schlachthof im niedersächsischen Wildeshausen hat der Landkreis Oldenburg eine Schließung des Betriebs angeordnet. Zudem stehen die etwa 1100 Mitarbeiter des Betriebs für 14 Tage unter Quarantäne. Sie wurden inzwischen alle getestet - bei 46 Mitarbeitern fiel der Corona-Test positiv aus.

Die Behörden gehen von weiteren Infektionsfällen aus. Die Schlachthof-Mitarbeiter könnten weitere Menschen in ihrem Umfeld angesteckt haben. Die Entwicklung berge ein "unkalkulierbares Risiko", so Landrat Carsten Harings. Der Betrieb werde deshalb "faktisch eingestellt".

Es sei eine "harte Entscheidung", die nach ausführlichen Abwägungen zum Schutz der Gesundheit der Menschen in der Region getroffen worden sei, sagte Harings. Die Entscheidung zur Schließung des kompletten Standorts sei mit der Landesregierung besprochen worden und werde von dieser mitgetragen, betonte der Landrat.

Die ersten Corona-Fälle in dem Schlachthof der PHW-Unternehmensgruppe waren Anfang der Woche bekannt geworden.

26.6.2020 • 15:48 Uhr

Humanitäre Organisationen beklagen weniger Spenden

Die Corona-Krise beeinträchtigt auch die Arbeit und Existenz entwicklungspolitischer und humanitärer Organisationen. Dies ergab eine Umfrage, in der ein Drittel der kirchlichen und privaten Initiativen, die auf die Anfrage geantwortet hatten, von sinkenden Spenden und Fördermittel berichteten. Dies teilte der Verband Entwicklungspolitik (Venro) mit. Insgesamt beteiligten sich 72 von 139 Venro-Mitgliederorganisationen an der Befragung.

Jede siebte Nichtregierungsorganisation (14 Prozent) sieht sich demnach bedroht. 17 Prozent meldeten inzwischen Kurzarbeit an. Sechs Prozent befürchteten Entlassungen.

26.6.2020 • 15:36 Uhr

Unruhen in süditalienischer Kleinstadt nach Corona-Ausbruch

Nach einem Corona-Ausbruch unter ausländischen Landarbeitern hat es in der süditalienischen Kleinstadt Mondragone Zusammenstöße zwischen Arbeitern und der lokalen Bevölkerung gegeben. Rund 700 Beschäftigte in der Landwirtschaft, die meisten aus Bulgarien, stehen dort seit Montag in einem Gebäudekomplex für zwei Wochen unter Quarantäne. 43 Arbeiter waren zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zone werde 24 Stunden am Tag von Polizei und Armee kontrolliert, sagte der Präsident der Region Kampanien, Vincenzo de Luca, nach Angaben lokaler Medien. Er werde die gesamte Stadt unter Quarantäne stellen, wenn es hundert positive Fälle gebe, kündigte er an. Alle Bewohner sollen laut Gesundheitsbehörden auf das Virus getestet werden.

Gestern waren hunderte Arbeiter, die weiterarbeiten wollten, in einem Protestmarsch durch die Stadt gezogen, was zu Spannungen und Zusammenstößen mit Anwohnern führte, die mit Steinen nach den Menschen warfen. In italienischen Fernsehberichten war zu sehen, wie italienische Einwohner die Autokennzeichen von beschädigten Fahrzeugen bulgarischer Arbeiter triumphierend hochhielten. Autoscheiben wurden eingeschlagen, in der Nacht wurde zudem ein Fahrzeug in Brand gesetzt. Die Polizei griff ein, um die Demonstranten zurückzudrängen und die Arbeiter zurück in die angeordnete Quarantäne zu schicken. Am Abend trafen rund 50 Soldaten ein, um eine Sperrzone durchzusetzen.

Demonstration in Mondragone, Süditalien. | CIRO FUSCO/EPA-EFE/Shutterstock

Im süditalienischen Mondragone hat es Unruhen nach einem Corona-Ausbruch unter Landarbeitern gegeben. Bild: CIRO FUSCO/EPA-EFE/Shutterstock

26.6.2020 • 15:01 Uhr

Zurückgeholte Touristen müssen 200 bis 1000 Euro zahlen

Die Bundesregierung stellt den wegen der Corona-Pandemie aus dem Ausland zurückgeholten Touristen 200 bis 1000 Euro für die Flüge in Rechnung. Damit sollen 40 Prozent der Gesamtkosten der beispiellosen Aktion von 94 Millionen Euro gedeckt werden. Die Kostenbeteiligung der Gestrandeten wird je nach Reiseland gestaffelt.

Das Auswärtige Amt hatte die Aktion am 17. März gestartet, nachdem viele Länder wegen der Corona-Pandemie kurzfristig Grenzen geschlossen und Flugverbindungen gekappt hatten.Insgesamt wurden etwa 240.000 Reisende zurückgebracht. Die Reiseveranstalter brachten die Touristen, die bei ihnen gebucht hatten, selbst kostenlos zurück, für alle anderen Reisenden charterte das Auswärtige Amt Maschinen, die 260 Flüge absolvierten und rund 67.000 Personen aus rund 65 Ländern zurückbrachten. Diese Personen werden nun zur Kasse gebeten.

26.6.2020 • 14:49 Uhr

Merkel ruft bei Landrat an: Dank an die Menschen im Kreis Gütersloh

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich telefonisch beim Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer, gemeldet. "Die Bundeskanzlerin hat Mut gemacht und sich bei mir bedankt", sagte der CDU-Politiker laut Pressemitteilung des nordrhein-westfälischen Kreises. Die Bürgerinnen und Bürger des Kreises seien unverschuldet in die aktuelle Situation gekommen, habe die Kanzlerin ihm am Telefon gesagt. Durch den Lockdown und den damit verbundenen Beschränkungen leisteten sie einen sehr wichtigen Beitrag, damit sich das Virus nicht über den Kreis Gütersloh hinaus auch in Deutschland ausbreiten könne. "Die Bundeskanzlerin dankt sehr herzlich der Bevölkerung und allen, die für die Bewältigung dieser Krise arbeiten", so Adenauer.

Sven-Georg Adenauer, Landrat im Kreis Gütersloh, gibt ein Interview. | dpa

Sven-Georg Adenauer, Landrat im Kreis Gütersloh, ist ein Enkel von Konrad Adenauer, der von 1949 bis 1963 der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland war. Bild: dpa

26.6.2020 • 14:31 Uhr

Corona-Hilfen: EU-Parlamentarier wollen mehr Mitsprache

Abgeordnete von CDU und CSU im EU-Parlament fordern mehr Mitspracherechte bei der Auszahlung der Milliarden-Hilfen aus dem geplanten Wiederaufbaufonds zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Er wolle ein Verfahren, das eine parlamentarische Kontrolle bei der Vergabe der Gelder sicherstelle, sagte der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament, Daniel Caspary. Es könne nicht sein, dass nur die EU-Kommission darüber entscheide.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat einen Hilfsplan in Höhe von 750 Milliarden Euro vorgeschlagen. 560 Milliarden davon sollen über ein Instrument namens "Aufbau- und Resilienzfazilität" vergeben werden. Die Mitgliedstaaten machen dabei Vorschläge für Projekte, die dann von der Kommission genehmigt würden.  Der "Spiegel" berichtete, die Unionsabgeordneten verlangten "mindestens dasselbe Maß an demokratischer Kontrolle" wie beim normalen EU-Haushalt. Von der Leyen habe sich gesprächsbereit gezeigt und in Aussicht gestellt, dass das Parlament die Ausgaben jährlich bewerten dürfe. Den Unionsabgeordneten reiche eine nachträgliche Kontrolle aber nicht. Sie wollten zudem den Europäischen Rechnungshof zur Überprüfung einbinden.

26.6.2020 • 13:51 Uhr

Auch Brandenburg beschließt Beherbergungsverbot

Nach dem Saarland hat heute auch Brandenburg ein Verbot für die Unterbringung von Menschen aus Corona-Risikogebieten beschlossen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verständigte sich das Kabinett auf ein Beherbergungsverbot für Menschen aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hatte zuvor darüber berichtet.

Nach einem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies im Kreis Gütersloh hatten mehrere Bundesländer Beherbergungsverbote für Gäste aus bestimmten Risikogebieten beschlossen.

26.6.2020 • 13:29 Uhr

Altenheimträger fordern strenge Corona-Regeln im Kreis Gütersloh

Sozialverbände im Kreis Gütersloh fordern eine Rückkehr zu strengen Corona-Schutzmaßnahmen auch in Alten- und Pflegeheimen. "Die Landesregierung gefährdet Menschenleben", warnte die Caritas im Erzbistum Paderborn, die einen offenen Brief der Freien Wohlfahrtspflege im Kreis Gütersloh unterzeichnet hat.

Nachdem sich mehr als 1500 Arbeiter in dem Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück mit dem Coronavirus infiziert haben, gelten in der Region wieder strenge Kontaktbeschränkungen. Dennoch seien die Altenheime angehalten, Lockerungen umzusetzen, hieß es. "Das ist nicht nur paradox, sondern unverantwortlich", so die Caritas.

Die regionale Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen, die zunächst bis Dienstag für die Kreise Gütersloh und Warendorf gilt, untersagt unter anderem Konzerte in geschlossenen Räumen und Museumsbesuche. Alten- und Pflegeheime werden in dem Dokument nicht erwähnt.

26.6.2020 • 13:29 Uhr

Arminia Bielefeld beendet Tönnies-Partnerschaft

Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld wird die Partnerschaft mit dem Fleischkonzern Tönnies nach dem dortigen großen Corona-Ausbruch beenden. Das bestätigte der Fußball-Club auf Anfrage. "Der Werbevertrag mit dem Unternehmen Tönnies wird zum Ende dieser Spielzeit auslaufen", hatte die Arminia zuvor der "Neuen Westfälischen" erklärt: "Aufgrund der aktuellen Ereignisse wird der DSC Arminia Bielefeld die werbliche Partnerschaft mit dem Unternehmen Tönnies nicht fortsetzen."

Tönnies ist seit Juli 2019 offiziell Partner des Zweitliga-Meisters. Über das genaue Engagement des Unternehmens ist nichts bekannt. Es gehört allerdings nicht zum "Bündnis Ostwestfalen", dem Zusammenschluss von Unternehmen, das Arminia aus einer prekären finanziellen Lage geholfen hat. In einem Schlachtbetrieb der Firma Tönnies wurden in den vergangenen Tagen mehr als 1500 Menschen positiv auf das Virus getestet.

26.6.2020 • 12:46 Uhr

Zahl der Corona-Fälle in Indien fast bei einer halben Million

Innerhalb von 24 Stunden hat Indien einen neuen Rekord bei den Coronavirus-Neuinfektionen verbucht. 17.296 Fälle seien hinzugekommen, gab das Gesundheitsministerium bekannt. Damit haben sich nun insgesamt 490.401 Menschen in Indien mit dem Virus angesteckt. Die Zahl der Toten stieg in den vergangenen 24 Stunden um 407 auf 15.301. Die tatsächlichen Infektions- und Todeszahlen nach einer Erkrankung mit dem neuen Coronavirus dürften in Indien - wie auch anderswo - deutlich höher liegen.

Indiens Bahnen und Züge sollten ab dem 30. Juni wieder den normalen Betrieb aufnehmen. Gestern wurde der Plan aber auf den 12. August verschoben.

26.6.2020 • 12:38 Uhr

Bundesregierung warnt vor Stigmatisierung

Die Bundesregierung fordert zur Umsicht im Umgang mit Menschen aus Corona-Krisengebieten auf. Beleidigungen oder das Zerkratzen von Autos seien völlig inakzeptabel, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Es gebe in Deutschland weiterhin ein großes Ansteckungsrisiko. Das könne alle Teile des Landes treffen.

Wichtig sei deswegen noch immer, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, um die Ausbreitung der Pandemie zu begrenzen, so Seibert. Bundeskanzlerin Angela Merkel danke den Menschen in betroffenen Landkreisen wie Gütersloh, die jetzt wieder mit Einschränkungen zurechtkommen müssten.

Regierungssprecher Steffen Seibert bei Bundespressekonferenz |

Regierungssprecher Steffen Seibert bei der Bundespressekonferenz.

26.6.2020 • 11:52 Uhr

Hamburger Flughafen verliert Hälfte der Passagiere

Der Hamburger Flughafen erwartet in diesem Jahr rund acht Millionen Passagiere und damit nicht einmal halb so viele wie im vergangenen Jahr. Die Rückkehr zum Flug- und Passagieraufkommen der Vor-Corona-Zeit sei nicht vor 2025 zu erwarten, sagte Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler. Der Airport werde Kosten senken, Investitionen verschieben, Personal abbauen und den gesamten Betrieb an eine geringere Auslastung anpassen.

26.6.2020 • 11:22 Uhr

Neuinfektionsziffer im Kreis Warendorf knapp unter 50

Im nordrhein-westfälischen Kreis Warendorf ist die wichtige Kennziffer der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage laut Zahl des RKI unter die entscheidende Marke von 50 gefallen.

Demnach sind es im Kreis Warendorf nun 47,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Zuvor hatte der Wert bei 50,4 gelegen. Auch im Kreis Gütersloh, in dem ebenfalls nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies ein regionaler Lockdown gilt, sinkt die Kennziffer nach extrem hohen Werten weiter. Mit 177,7 Fällen in je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (zuvor 192,8) liegt der Wert aber weiter deutlich über der Marke von 50. Am Dienstag betrug der Wert laut NRW-Gesundheitsministerium noch 270,2.

26.6.2020 • 11:15 Uhr

Staatsdefizit in Italien erhöht sich auf 10,8 Prozent

Italiens Haushaltsloch hat sich wegen der Hilfspakete in der Coronakrise spürbar vergrößert. Das Staatsdefizit stieg im ersten Quartal auf 10,8 Prozent, wie das nationale Statistikamt mitteilt. Die Neuverschuldung im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung hatte vor Jahresfrist bei 7,1 Prozent gelegen - bei einer in der EU erlaubten Obergrenze von nur drei Prozent.

Grund für die Entwicklung im ersten Vierteljahr war ein Rückgang der Einnahmen bei gleichzeitig steigenden Mehrausgaben wegen der Virus-Pandemie. Für 2020 plant die Regierung in Rom mit einem Defizit von 10,4 Prozent, nach 1,6 Prozent im vergangenen Jahr.

26.6.2020 • 10:52 Uhr

Pariser Flughafen Orly wieder geöffnet

Nach fast dreimonatiger Schließung in der Corona-Krise hat der Pariser Flughafen Orly den Betrieb wieder aufgenommen. Am Morgen startete dort eine Boeing der Luftfahrtgesellschaft Transvia nach Porto. Die Pariser Feuerwehr begrüßte den ersten Flieger zur Feier mit einer Wasserfontäne.

Für heute sind in Orly 70 Starts und Landungen vorgesehen statt der zuvor üblichen 600. Bei Fluggästen wird vor dem Boarding die Körpertemperatur gemessen, um Ansteckungen an Bord zu verhindern. Im Flughafengebäude und an Bord der Flugzeuge gilt eine Maskenpflicht. Zunächst ist in Orly nur ein Terminal geöffnet, die drei weiteren sollen folgen.

Seit dem 31. März gab es von dem Flughafen südlich von Paris wegen der Corona-Pandemie keine Linienflüge mehr. Der verbleibende Verkehr wurde auf den Flughafen Charles de Gaulle im Norden der Hauptstadt umgeleitet. Im Monat April war der internationale Linienverkehr weltweit um fast 95 Prozent eingebrochen.

Eine Stewardess misst die Körpertemperatur eines Passagiers am Flughafen Paris-Orly. | REUTERS

Eine Stewardess misst die Körpertemperatur eines Passagiers am Flughafen Paris-Orly. Bild: REUTERS

26.6.2020 • 10:52 Uhr

Thailand will Wirtschaft mit 2,3 Milliarden Euro unterstützen

Thailand will die Wirtschaft in der Corona-Krise mit einem neuen Hilfspaket von umgerechnet rund 2,3 Milliarden Euro unterstützen. Die Gelder sollen in Projekte fließen, die vor allem den Tourismus, die Landwirtschaft und den Konsum ankurbeln und mehr als 400.000 Arbeitsplätze schaffen sollen, wie die staatliche Planungsbehörde mitteilt. Der zweitgrößten Volkswirtschaft in Südostasien droht der Zentralbank zufolge in diesem Jahr ein Einbruch von 8,1 Prozent.

26.6.2020 • 10:38 Uhr

Erstmals seit Ende April weniger als 7000 Neuinfektionen in Russland

Russland meldet erstmals seit Ende April weniger als 7000 Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden sei die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen mit dem Coronavirus um 6800 auf 620.794 gestiegen, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 176 auf 8781. Russland weist nach den USA und Brasilien die drittmeisten Infektionen weltweit auf.

26.6.2020 • 10:29 Uhr

Schweden wirft WHO Fehldeutung von Daten vor

Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell hat mit Unverständnis auf die Einordnung Schwedens als besonderes Risikoland durch die WHO reagiert. Schweden habe steigende Fallzahlen, die jedoch darauf beruhten, dass das Land deutlich mehr Tests durchführe als vorher, sagte Tegnell. "Es ist unglücklich, Schweden mit Ländern zu vermischen, die zuvor überhaupt keine Probleme hatten und offenbar erst am Anfang ihrer Epidemie stehen."

Der Leiter des WHO-Regionalbüros Europa, Hans Kluge, hatte am Donnerstag von erneut steigenden Corona-Zahlen in Europa gesprochen. 30 Länder in der europäischen Region hätten im Laufe der vergangenen beiden Wochen wieder steigende Fallzahlen vermeldet, sagte er auf seiner wöchentlichen Online-Pressekonferenz in Kopenhagen.

In elf Ländern habe eine beschleunigte Übertragungsrate zu einem sehr deutlichen Wiederaufleben des Coronavirus geführt - darunter neben Schweden Länder wie Armenien, Aserbaidschan, Albanien und die Ukraine. In diesen Ländern drohten starke Belastungen für das Gesundheitswesen, wenn nicht entschieden gegen die Ausbreitung vorgegangen werde, so Kluge.

26.6.2020 • 10:25 Uhr

Moers: 82 Corona-Fälle in Dönerproduktion

In einem fleischverarbeitenden Betrieb in Moers steigt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle rasant. Nach neuen Informationen des Kreises Wesel sind 82 Mitarbeiter infiziert.

26.6.2020 • 09:57 Uhr

Stau an der Grenze Griechenlands zu Bulgarien

An der Grenze Griechenlands zu Bulgarien ist es erneut zu einem Verkehrschaos gekommen. Tausende Touristen aus Bulgarien, Rumänien, Serbien, Nordmazedonien und anderen Staaten der Region strömten zum wichtigsten Grenzübergang zwischen Griechenland und Bulgarien bei Promachonas (bulgarische Seite: Kulata), wie das griechische Fernsehen berichtete.

Der Stau entsteht nicht nur weil Tausende Touristen kommen, sondern auch weil die anderen Grenzübergänge Griechenlands zu Albanien und Nordmazedonien sowie der Türkei wegen der Corona-Pandemie geschlossen sind. Darunter ist auch der meistgenutzte Grenzübergang Evzonoi/Bogorodica auf der wichtigsten Nord-Süd-Verkehrsachse des Balkans, der Autobahn E-75, zwischen Nordmazedonien und Griechenland. Mit der Öffnung weiterer Grenzübergänge werde bis 1. Juli gerechnet.

26.6.2020 • 09:51 Uhr

Lagarde sieht Tiefpunkt der Krise in Euro-Zone wohl überwunden

Die Euro-Zone hat den Tiefpunkt der Coronakrise laut EZB-Chefin Christine Lagarde wohl hinter sich. Allerdings gebe es weiter die Gefahr des Ausbruchs einer zweiten "schweren Welle" der Pandemie, sagte sie per Videoschalte anlässlich einer Wirtschaftskonferenz.

Währungshüter seien weiterhin gefordert, alle "Hebel in Bewegung zu setzen", um die Folgen der Pandemie abzufedern. Die Coronakrise habe sich in gewisser Weise als gravierender als die Finanzkrise erwiesen. "Doch ich glaube nicht, dass sich Geschichte wiederholt", sagte sie auf die Frage, ob sie nun ähnlich wie der einstige EZB-Chef Mario Draghi gefordert sei, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um den Euro zu bewahren.

26.6.2020 • 09:01 Uhr

Quarantäne im Göttinger Wohnkomplex ist beendet

Die coronabedingte Quarantäne für einen Wohnkomplex in Göttingen mit rund 700 Bewohnern ist beendet. Die Verpflichtung sei planmäßig um Mitternacht ausgelaufen, sagte ein Stadtsprecher. Der Zaun werde auf einer Seite derzeit abgebaut. An einer anderen Straße bleibt der Zaun allerdings noch stehen - dort finden Ein- und Auslasskontrollen statt, um sicherzustellen, dass einzelne Bewohner, für die noch eine Quarantäne-Pflicht gilt, das Gelände nicht verlassen. Bis Dienstag soll es zweimal täglich kostenlose Mahlzeiten geben.

Ziel der Quarantäne war, den Infektionsausbruch mit rund 120 nachgewiesenen Ansteckungen zu begrenzen. Die Maßnahmen hätten Wirkung gezeigt, sagte die Leiterin des Göttinger Krisenstabs, Petra Broistedt.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hatte das Krisenmanagement der Stadt gelobt. Insgesamt waren der Stadt zufolge 600 Zweittests durchgeführt worden. Nur vier weitere Menschen hatten demnach ein positives Testergebnis. Dabei habe es sich um Kontaktpersonen von Infizierten im familiären Umfeld gehandelt.

Nach Angaben der Stadt leben die Menschen unter prekären Verhältnissen, die Wohnungen sind nur 19 bis 39 Quadratmeter groß - teils sind dort Familien mit vier Kindern untergebracht.

 Ein Polizist in Schutzanzug steht vor einem Wohngebäude in Göttingen | dpa

Bild: dpa

26.6.2020 • 08:50 Uhr

Patienschützer fordern Daten zu Corona in Pflegeeinrichtungen

Patientenschützer werfen der Bundesregierung vor, sich in der Corona-Krise zu wenig um die Lage in Pflegeeinrichtungen zu kümmern. "Nach nur wenigen Tagen lagen Zahlen zum Corona-Infektionsgeschehen in der Fleischindustrie vor. Doch wie es bei den über 800.000 Pflegebedürftigen in den Heimen aussieht, ist weiterhin unklar", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland".

Brysch verwies auf eine Anfrage der Linksfraktion an die Bundesregierung, in der die Abgeordnete Pia Zimmermann unter anderem nach der Zahl der von Corona-Infektionen betroffenen Pflegeheime gefragt habe. Die Linken-Politikerin wollte auch die aktuellen Zahlen zu Infizierten, Verstorbenen und Genesenden in Pflegeeinrichtungen wissen. Die Regierung konnte allerdings keine der Fragen beantworten.

26.6.2020 • 08:43 Uhr

Saarland: Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Gebieten

Das Saarland hat ein Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Risikogebieten beschlossen. Ab Montag dürften landesweit keine Gäste mehr untergebracht werden, die aus einem Landkreis mit mehr als 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner kämen, teilte der Regierungssprecher mit. Der Beschluss sei bei einer Sondersitzung des saarländischen Ministerrates gefallen. Die neue Regelung tritt am 29. Juni in Kraft.

Mehrere andere Bundesländer hatten in den vergangenen Tagen Beschränkungen für Reisende aus Corona-Hotspots erlassen, Hintergrund der Debatte war der jüngste Corona-Ausbruch im Raum Gütersloh.

26.6.2020 • 08:40 Uhr

Ifo-Umfrage: Weitere Entlassungen zu erwarten

Trotz leicht verbesserter Erwartungen muss auf dem Arbeitsmarkt wegen der Corona-Krise mit weiteren Entlassungen gerechnet werden. Das ergab die monatliche Umfrage des Münchner Ifo-Instituts unter rund 9000 Unternehmen zu ihren Beschäftigungsplänen für die nächsten drei Monate. Das daraus ermittelte Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im Juni auf 92,3 Prozent, von 88,3 Prozent im Mai.

Im April hatte der Wert mit 86,3 Punkten ein historisches Tief erreicht. Damit konnte die negative Dynamik der Vormonate etwas gebremst werden, wie das Ifo-Institut mitteilte. Das Barometer sei in allen vier Sektoren teilweise stark gestiegen.

Am deutlichsten fiel der Zuwachs erneut im Dienstleistungssektor aus. Hier werde die Mitarbeiterzahl tendenziell konstant bleiben. Gleiches gelte auch für den Bausektor. In der Industrie drohen dagegen weiter Entlassungen. Dies gilt den Angaben zufolge für viele Schlüsselbranchen wie die Automobilindustrie, die Elektrotechnik sowie den Maschinenbau. Auch der Handel könne sich von der vorübergehenden coronabedingten Schließung noch nicht voll erholen. Hier werde die Mitarbeiterzahl ebenfalls weiter sinken.

26.6.2020 • 07:52 Uhr

Große Corona-Antikörper-Studie im Kreis Reutlingen

Eine große bundesweite Corona-Antikörperstudie will das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) im Kreis Reutlingen starten. Von Mittwoch an sollen innerhalb eines Monats 2500 Einwohner nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und zu Tests eingeladen werden. 

"Wir wollen sehen, wie schnell sich die sogenannte Durchseuchung der Gesellschaft entwickelt", sagte Studienleiter Gérard Krause. Antikörper im Blut gelten als Nachweis für eine durchgemachte Infektion.

Eine zweite Testreihe soll im Herbst oder Winter erfolgen. Genauso wie im Kreis Reutlingen will das HZI in rund acht weiteren deutschen Kommunen vorgehen. Die unterschiedlichen Testorte und Testzeitpunkte sollen eine verlässliche Übertragung der Ergebnisse auf die gesamte Bundesbevölkerung ermöglichen. Neben Alter und Geschlecht sollen beispielsweise auch Berufsgruppen abgefragt werden. 

26.6.2020 • 07:46 Uhr

Mehr als 200.000 Infektionen und 25.000 Tote in Mexiko

In Mexiko ist die Zahl der offiziell registrierten Infektionen auf mehr als 200.000 und die der Todesopfer auf mehr als 25.000 gestiegen. Nach Angaben der Regierung kamen innerhalb von 24 Stunden 6104 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 und 1024 Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung hinzu. Im internationalen Vergleich rückte das nordamerikanische Land nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in den USA bei der Anzahl der Infektionen an Frankreich vorbei auf den 11. Platz. Die Zahl der Toten ist die siebthöchste der Welt.

Die wahren Zahlen dürften in Mexiko allerdings noch deutlich höher liegen. Äußerst wenige Menschen werden dort auf das Coronavirus getestet. Nach Statistiken, die von Forschern der englischen Oxford-Universität zusammengetragen wurden, lag die Zahl der täglich durchgeführten Tests in Mexiko zuletzt bei 3,46 pro 1000 Einwohner - in Deutschland waren es 64,6 und in den USA 86,31.

26.6.2020 • 07:39 Uhr

Studie: Sterblichkeitsrate bei Kindern sehr gering

Weniger als ein Prozent der infizierten Kinder und Jugendlichen sterben an den Folgen der Infektion, geht aus der von der Fachzeitschrift "The Lancet Child & Adolescent Health" veröffentlichten Untersuchung hervor. Bei der großen Mehrheit der mit Coronavirus infizierten Kinder und Jugendlichen nehme die Erkrankung nur einen "milden" Verlauf, erklärte der Leiter der Studie, Marc Tebruegge vom University College London. 

Für die Untersuchung hatte das europäische Forscherteam die Krankheitsverläufe von 582 Minderjährigen im Alter zwischen drei und 18 Jahren ausgewertet, die in 82 Gesundheitseinrichtungen versorgt worden waren. Alle diese Kinder und Jugendlichen waren positiv getestet worden.

Nur vier von ihnen starben. Zwei der Verstorbenen hatten Vorerkrankungen. In acht Prozent der Fälle nahm die von dem Virus ausgelöste Atemwegserkrankung Covid-19 einen schwereren Verlauf, der eine Intensivbehandlung erforderlich machte. Dies sei zwar ein geringer, aber dennoch "bemerkenswerter" Anteil, erklärte Tebruegge. 16 Prozent der Minderjährigen hatten hingegen gar keine Symptome.

26.6.2020 • 07:24 Uhr

Spahn warnt vor Diskriminierung von Bürgern aus Ostwestfalen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat nach dem Coronavirus-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies vor einer Diskriminierung von Bürgern aus Ostwestfalen gewarnt. Bürger mit Autokennzeichen aus den betroffenen Kreisen Gütersloh und Warendorf seien beschimpft und ihre Wagen zerkratzt worden, sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Diese "Art von Stigmatisierung" sei falsch. Das Virus könne jeden in jeder Region zu jeder Zeit erwischen. Einzelne Bundesländer wollen Sommerurlauber aus Ostwestfalen nicht mehr beherbergen.

Spahn riet dazu, sich als Betroffener freiwillig testen zu lassen. Wer einen frischen Test vorweisen könne und frei von dem Coronavirus sei, könne auch reisen. 

26.6.2020 • 07:09 Uhr

Schwangere Frauen in den USA gehören zur Risikogruppe

Die US-Gesundheitsbehörden haben schwangere Frauen auf die Liste von Personen mit einem wahrscheinlich erhöhten Coronavirus-Risiko gesetzt. Gleichzeitig entfernte das Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention CDC ein fortgeschrittenes Alter als alleinigen Risikofaktor. Anlass der Aktualisierung der Liste seien veröffentlichte medizinische Studien, so das CDC.

Schwangere Frauen machen laut Erkenntnissen des CDC-Berichts etwa neun Prozent der Coronavirus-Patientinnen im gebärfähigen Alter aus. Gleichzeitig sind nur jeweils etwa fünf Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter schwanger.

Mittlerweile unterscheidet das CDC zwischen einem erhöhten Risiko und einem möglicherweise erhöhten Risiko. Zu der ersten Gruppe gehören Menschen mit chronischen Nierenerkrankungen, Lungenkrankheiten, Sicherzellkrankheit, Diabetes des Typs 2 und einem geschwächten Immunsystem infolge einer Organtransplantation. Der Grenzwert für ein Risiko durch Fettleibigkeit wurde vom Body-Mass-Index 40 auf BMI 30 heruntergesetzt. Dem CDC zufolge sind ältere Menschen generell einem erhöhten Risiko ausgesetzt, gehören jedoch nicht automatisch zur Hochrisikogruppe.

Die Liste von Menschen mit einem wahrscheinlich hohen Risiko umfasst schwangere Frauen, Raucher und Asthmatiker, Krankheiten, die den Blutfluss im Gehirn betreffen, Menschen mit Mukoviszidose, Bluthochdruck, Demenz, Lebererkrankungen, vernarbten oder geschädigten Lungen, Diabetes des Typs 1, einer seltenen Bluterkrankung namens Thalassämie und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem infolge einer HIV-Infektion oder anderer Gründe.

26.6.2020 • 06:40 Uhr

ARD-DeutschlandTrend: Wenig Sorge vor Corona-Infektion

Ungeachtet jüngster Corona-Ausbrüche macht sich nur Viertel der Deutschen ernsthaft Sorgen über eine Ansteckung. Das geht aus dem aktuellen DeutschlandTrend hervor, bei dem auch nach den Urlaubsplänen der Deutschen gefragt wurde.

26.6.2020 • 06:33 Uhr

Laschet: Haftbarkeit des Fleischproduzenten Tönnies wird geprüft

Nach dem großen Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies lässt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet die Haftbarkeit des Unternehmens prüfen. Zur Frage, ob das Unternehmen haftbar zu machen sei, sagte Laschet dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Es wird derzeit sehr genau geprüft, ob und gegen welche Regeln das Unternehmen verstoßen hat und wo es in Haftung genommen werden kann." Laschet betonte, er sehe Tönnies in der Verantwortung.

Der Ministerpräsident verteidigte seine Regierung gegen die Kritik, zu spät gegen die Arbeitsweise der Fleischfirma vorgegangen zu sein. "Die Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen waren bekannt", sagte Laschet dem RND. "Rot-Grün hat die Werkverträge eingeführt, die zum Problem geworden sind. Unser Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat sich hier als einziger mit wirklichem Nachdruck für eine Änderung eingesetzt." Für eine gesetzliche Änderung habe es jedoch keine Mehrheit gegeben, sagte Laschet. "Das muss man nüchtern einräumen."

26.6.2020 • 05:52 Uhr

Kliniken rechnen noch für Monate mit Corona-Krisenbetrieb

Die Kliniken rechnen trotz erster Schritte zu einer Normalisierung noch für mehrere Monate mit einem Betrieb im Krisenmodus. "Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, der Deutschen Presse-Agentur. "Frei gehaltene Personal- und Intensivkapazitäten sind weiter erforderlich - auch für eine mögliche zweite Welle im Herbst." Eine Rückkehr zur Regelversorgung wie vor Corona sei bis weit ins nächste Jahr hinein sicherlich nicht möglich.

26.6.2020 • 05:16 Uhr

477 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 477 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 192.556 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. 8948 infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 21 im Vergleich zum Vortag. Etwa 177.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 300 mehr als noch einen Tag zuvor.

26.6.2020 • 04:40 Uhr

Rekordzahl von Neuinfektionen in den USA

Die Zahl der bekannten Neuinfektionen in den USA steigt nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters auf einen Rekordwert. Demnach wurden mindestens 39.818 neue Fälle registriert. Der bisherige Höchstwert lag am 24. April bei 36.426. In dieser Woche haben die Bundesstaaten Alabama, Arizona, California, Florida, Idaho, Mississippi, Missouri, Nevada, Oklahoma, South Carolina und Wyoming Rekordanstiege gemeldet.

26.6.2020 • 04:40 Uhr

Frankreich und Niederlande einig über KLM-Milliardenhilfe

Frankreich und die Niederlande haben sich über den Beitrag der Regierung in Den Haag zur Rettung der Fluggesellschaft Air France-KLM verständigt. Air France veröffentlichte am späten Abend eine Erklärung auf ihrer Website, in der eine Summe von etwa 3,4 Milliarden Euro genannt wurde. Dies werde KLM helfen "die Krise zu meistern und sich auf die Zukunft vorzubereiten". Das Büro des niederländischen Finanzministers Wopke Hoekstra lud für heute zu einer Pressekonferenz ein, um "Einzelheiten zum Hilfspaket für KLM" vorzustellen. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zuvor von Insidern erfahren, dass die Niederlande etwa 3,4 Milliarden Euro in Kreditgarantien und direkten Darlehen für KLM freigeben werde.