Zwei Frauen mit Mundschutz vor dem Hintergrund des Galataturms in Istanbul | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Deutlich mehr Infektionen in der Türkei ++

Stand: 12.06.2020 22:48 Uhr

In der Türkei sind binnen eines Tages 1195 Corona-Fälle gemeldet worden - deutlich mehr als zuletzt. Die Vereinten Nationen sind besorgt um Hunderttausende gestrandete Seefahrer. Alle Entwicklungen vom Freitag zum Nachlesen.

  • Ukraines First Lady mit Coronavirus infiziert
  • 95 Infizierte auf Spargel-Hof in Bayern
  • Brandenburg kippt Kontaktbeschränkungen
  • Bundeskabinett beschließt Konjunkturpaket
  • 258 neue Corona-Fälle in Deutschland
  • Britische Wirtschaft bricht ein
  • Türkei enttäuscht über Verlängerung der Reisewarnung
12.6.2020 • 22:48 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den heutigen Liveblog.

12.6.2020 • 22:14 Uhr

Türkei meldet deutlichen Anstieg von Corona-Fällen

In der Türkei sind binnen 24 Stunden 1195 Corona-Fällle gemeldet worden - damit überstieg die Zahl der Neuinfektionen erstmals die Marke von 1000. Knapp zwei Wochen lang hatte sie bei etwa 800 oder 900 gelegen. Insgesamt haben sich in dem Land bislang 175.218 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Zahl der Todesfälle stieg um 15 auf 4778.

Vor zwei Wochen hatte die türkische Regierung weitreichende Lockerungen genehmigt: Restaurants, Cafés, Fitnessstudios, Parks, Strände und Museen dürfen seit dem 1. Juni wieder öffnen. Am ersten Wochenende nach dem Inkraftreten der Lockerungen waren viele Menschen an der Küste und in Parks unterwegs, häufig ohne Mundschutz.

Gesundheitsminister Fahrettin Koca teilte mit, "der falsche Optimismus" ermögliche es dem Virus wieder, sich auszubreiten. Er forderte die Öffentlichkeit auf, Mundschutz zu tragen und sich an die Abstands- und Hygiene-Empfehlungen der Regierung zu halten.

12.6.2020 • 21:41 Uhr

Corona könnte Antibiotika-Krise verschärfen

Ärzte setzen bei Covid-19-Patienten häufig unnötig Antibiotika ein. Die WHO befürchtet, dass sich so eine der größten globalen Gefahren verschärft: die Zunahme resistenter Bakterien.

12.6.2020 • 21:32 Uhr

UN besorgt um gestrandete Seefahrer

In der Coronavirus-Krise machen sich die Vereinten Nationen Sorgen um Hunderttausende auf den Weltmeeren gestrandete Seefahrer. Aufgrund von Reisebeschränkungen hätten Hunderttausende der insgesamt rund zwei Millionen Seefahrer weltweit seit bis zu 15 Monaten ihre Schiffe nicht verlassen können, sagte UN-Generalsekretär António Guterres laut Mitteilung in New York. Das sei "eine sich vergrößernde humanitäre Krise und eine Sicherheitskrise". Guterres rief alle Länder dazu auf, die Arbeit der Seefahrer als systemrelevant anzusehen und sicherzustellen, dass Crews sicher ausgetauscht werden könnten.

12.6.2020 • 21:13 Uhr

Mexikos Präsident will lockern - Experten widersprechen

Trotz der weiter grassierenden Corona-Pandemie will Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador möglichst schnell zur Normalität zurückkehren. "Wir müssen uns jetzt mental darauf vorbereiten, wieder rauszugehen, unsere Freiheit wiederzuerlangen und Verantwortung zu übernehmen", sagte der Staatschef.

Damit widersprach er direkt den Empfehlungen der Gesundheitsexperten des lateinamerikanischen Landes. "Die Covid-19-Epidemie ist noch nicht vorbei. Deshalb können und sollten wir nicht auf die Straßen gehen", sagte der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Hugo López-Gatell, in einer Videobotschaft. In Mexiko haben sich bislang rund 134.000 Menschen nachweislich infiziert, fast 16.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

12.6.2020 • 21:08 Uhr

US-Behörde: Striktere Maßnahmen könnten wieder nötig werden

Angesichts anhaltender Coronavirus-Neuinfektionen hat die US-Gesundheitsbehörde CDC alle Bewohner der USA dazu aufgerufen, die Situation weiter ernst zu nehmen. Die Pandemie sei noch nicht vorbei, sagte der bei der CDC für Infektionskrankheiten zuständige Jay Butler. Auch neue strikte Ausgangsbeschränkungen "könnten wieder nötig werden". Das müsse auf lokaler Ebene je nach Infektionsgeschehen entschieden werden.

Zuletzt gab es vielerorts Lockerungen. In zahlreichen Bundesstaaten stieg die Zahl der Neuinfektionen jedoch an. Die CDC verfolge das genau und sei "sehr besorgt", sagte Butler. In den USA sind bisher etwa 113.000 Menschen in Verbindung mit Covid-19 gestorben - mehr als in jedem anderen Land der Erde.

12.6.2020 • 20:35 Uhr

Ukraines Präsident wegen Corona-Infektion seiner Frau eingeschränkt

In der Ukraine ist Präsident Wolodymyr Selenskyj wegen einer Coronavirus-Infektion seiner Ehefrau Olena Selenska zu einem "besonderen Arbeitsregime" übergegangen. Da das Staatsoberhaupt gemäß der Verfassung seine Vollmachten nicht delegieren könne, werde es keine komplette Selbstisolation sein, teilte das Präsidentenbüro in Kiew mit. Dennoch werde der 42-Jährige auf Dienstreisen verzichten und physische Kontakte auf seine Berater und Leibwächter beschränken. Zudem werde er täglich auf das Virus getestet. Wenige Stunden zuvor hatte sich seine 42-jährige Ehefrau nach dem Bekanntwerden ihrer Infektion in Selbstisolation begeben. Tests bei Selenskyj und den beiden Kindern des Paares seien negativ gewesen.

Staatschef Selenskyj trägt bei öffentlichen Auftritten häufig keine Schutzmaske und steht deshalb in der Kritik. Weil er ein Café besuchte und damit gegen die Corona-Beschränkungen verstieß, drohen ihm zudem mehr als 1100 Euro Geldstrafe.

Gestern hatte die Ukraine eine Rekordzahl an Neuansteckungen gemeldet. Zuvor hatte das Land seine Beschränkungen gegen die Ausbreitung des Virus gelockert. Bisher sind dort etwa 30.000 Infektionen nachgewiesen worden.

12.6.2020 • 19:58 Uhr

Braunschweig genehmigt Leichtathletik-Meisterschaften

Die eigentlich für voriges Wochenende geplanten deutschen Leichtathletik-Meisterschaften dürfen nun definitiv am 8. und 9. August in Braunschweig stattfinden. Die Stadt genehmigte nach Angaben des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) die Veranstaltung. Zuschauer sind bei den Titelkämpfen nicht zugelassen. Der Verband hatte für die Meisterschaften ein Hygienekonzept erarbeitet, angepasst an die Anforderungen in Niedersachsen. "Wir verfolgen natürlich die aktuellen Lockerungen, und wenn eine Möglichkeit besteht, planen wir Wettbewerbe der Mittel- und Langstrecke ein", sagte DLV-Präsident Kessing. Bisher sind nur Laufwettbewerbe bis 800 Meter in getrennten Bahnen vorgesehen. Das hatte Kritik hervorgerufen.

12.6.2020 • 19:46 Uhr

Regeln für Auslandsreisen in Europa

Ab Montag sind die meisten Grenzen in Europa wieder offen. Dann hebt die Bundesregierung auch die Reisewarnung für 29 Länder auf. Aber es gibt noch Einschränkungen. Ein Überblick der beliebtesten Urlaubsländer.

12.6.2020 • 19:35 Uhr

New York installiert 74.000 Klimaanlagen für Senioren

Angesichts der Corona-Pandemie will die Stadt New York 74.000 Klimaanlagen für besonders gefährdete Senioren zur Verfügung stellen. In den ersten Wochen des Programms seien mit rund 4500 Geräten acht Mal so viele verbaut worden wie im gesamten letzten Jahr, erklärte Bürgermeister Bill de Blasio. Die Klimaanlagen sollen Risikogruppen dabei helfen, zu Hause bleiben zu können. In der Millionenmetropole New York herrscht besonders im Juli und August oft schwüles Wetter mit Temperaturen über 40 Grad. Die Stadt ist besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen.

12.6.2020 • 19:23 Uhr

WHO: Mütter sollen ihre Babys auch bei Corona-Infektion stillen

Mütter sollen ihre Neugeborenen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO auch im Fall einer vermuteten oder bestätigten Corona-Infektion stillen. "Die Vorteile des Stillens überwiegen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Kinder hätten nach aktuellem Forschungsstand der WHO ein geringeres Risiko, sich mit Corona anzustecken. Allerdings seien sie deutlich anfälliger für andere Krankheiten, wenn sie nicht gestillt werden. Bisher sei SARS-CoV-2 nicht als Lebendvirus in Muttermilch nachgewiesen worden, sagte ein WHO-Experte.

12.6.2020 • 19:06 Uhr

Norwegen öffnet Grenzen

Norwegen will am Montag die Grenzen zu fast allen Nachbarländern wieder öffnen. Dies gab Regierungschefin Erna Solberg bekannt. Reisende könnten von Dänemark, Finnland und Island problemlos nach Norwegen kommen - bei Schweden gebe es regionale Regelungen: Vorerst dürften nur Besucher von der Insel Gotland einreisen, weil in den anderen Regionen Schwedens das Infektionsniveau noch nicht "akzeptabel" sei. Norwegen ist nicht Mitglied der EU, aber des Schengen-Raums, innerhalb dessen ab Montag weitgehend wieder grenzüberschreitendes Reisen möglich sein soll.

In Norwegen starben bisher 242 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. In den vergangenen Tagen hatte es stets nur sehr wenige Neu-Infektionen gegeben.

12.6.2020 • 18:39 Uhr

FDP fordert Aufhebung des Pandemie-Notfalls

Angesichts sinkender Infektionszahlen fordert die FDP-Bundestagsfraktion die Aufhebung der vom Bundestag Ende März festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite. "Wenn in sieben Bundesländern nur noch eine zweistellige Anzahl aktiver Corona-Fälle existiert, kann man eine bundesweite Notlage schwer begründen, mit der die Parlamentsrechte eingeschränkt werden", sagte der FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle dem "Spiegel". Der Bundestag sollte schnellstmöglich darüber entscheiden, forderte er.

12.6.2020 • 17:54 Uhr

Fast 100 Corona-Infizierte auf Spargelhof in Bayern

Auf einem Spargelhof in Bayern sind inzwischen 95 Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. 525 Mitarbeiter seien untersucht worden, teilte das Landratsamt in Aichach mit. "Aktuell werden alle Kontaktpersonen der Erkrankten ermittelt." Die Getesteten hätten zum Zeitpunkt des Abstrichs jedoch keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung gezeigt, teilte die Behörde mit. Nach Einschätzung der Behörde betrifft der Ausbruch lediglich den Spargelhof.

12.6.2020 • 17:42 Uhr

Strategien gegen das Virus: Was wurde aus den Hotspots?

Während im Rest des Landes der Alltag wieder einkehrt, kämpfen noch immer einige Hotspots mit dem Coronavirus. Welche Strategien führen zum Erfolg? tagesschau.de zeichnet die Geschichte dreier Landkreise nach.

12.6.2020 • 17:32 Uhr

Corona-Fall in Weiden: 55 Menschen müssen in Quarantäne

Nachdem sich ein Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in Weiden in der Oberpfalz mit dem Coronavirus infiziert hat, müssen mehr als 50 weitere Bewohner vorsorglich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt habe heute 36 Bewohner auf das Virus getestet, teilte die Regierung der Oberpfalz mit.

Da die Kontaktpersonen nicht sicher nachverfolgt werden konnten, stellte das Gesundheitsamt das gesamte betroffene Gebäude unter Quarantäne. Wie lange die 55 Bewohner, zu denen auch Kleinkinder zählen, ihre Zimmer nicht verlassen dürfen, war zunächst unklar. Ein Catering-Service versorge die Bewohner mit Essen, hieß es.

12.6.2020 • 17:15 Uhr

Sechs Schulen in Magdeburg wegen Coronavirus geschlossen

Wegen eines Corona-Ausbruchs sind in Magdeburg von Montag an sechs Schulen und zwei Kinder- und Jugendeinrichtungen geschlossen. Die Infektionsketten seien noch nicht vollständig nachvollziehbar, teilte das Gesundheitsamt mit. "Derzeit wissen wir noch nicht, warum es die neuen Erkrankungen in so vielen verschiedenen Familien gibt", sagte der Amtsarzt Eike Henning.

Bereits gestern hatte die Stadt entschieden, eine Grundschule zu schließen. Heute wurde bekannt, dass fünf weitere Schulen nach dem Wochenende nicht wieder öffnen. In Magdeburg sind den Angaben zufolge nun 132 Covid-19-Fälle gemeldet. Zwei Erkrankte werden demnach derzeit in Krankenhäusern behandelt, eine weitere Person ist in der vergangenen Nacht gestorben.

12.6.2020 • 16:50 Uhr

Brandenburg startet Corona-Tests in Schulen und Kitas

Brandenburg startet freiwillige Corona-Tests in Schulen und Kitas. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher kündigte das Angebot für Lehrer und Erzieher an, sich zunächst für drei Monate alle zwei Wochen testen zu lassen. Ein Prozent aller Schüler und Kita-Kinder soll in Stichproben im gleichen Rhythmus untersucht werden. Als Auswahl ist mindestens eine Schule pro Kreis oder kreisfreier Stadt mit 40 Kindern und Jugendlichen auf freiwilliger Grundlage geplant. Die Untersuchungen sollen dafür sorgen, dass Infizierte ohne Symptome erkannt werden.

12.6.2020 • 16:24 Uhr

Altmaier wirbt für Bürokratieabbau als Krisenhilfe

Wirtschaftsminister Peter Altmaier will Unternehmen angesichts der Corona-Krise weniger Bürokratie aufbürden. Das Thema Bürokratieabbau werde die Bundesregierung in den nächsten Wochen stark beschäftigen, kündigte der CDU-Politiker nach Gesprächen mit 35 Wirtschaftsverbänden an. So könnten ohne Mehrkosten für den Bundeshaushalt Wachstumsimpulse gesetzt werden.

"Es waren manche Vereinbarungen jetzt noch nicht möglich", sagte Altmaier mit Blick auf das von Union und SPD ausgehandelte Konjunkturpaket. "Ich setze aber auf Lernprozesse bei allen Beteiligten." Die Wirtschaftsverbände bewerteten das 130 Milliarden Euro schwere Paket zur Ankurbelung der Konjunktur weitgehend positiv.

 Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie, spricht während einer Pressekonferenz per Videoschalte in seinem Ministerium mit ZDH-Präsident Hans-Peter Wollseifer (l), BDA-Präsident Ingo Kramer (oben rechts) und Bitkom-Präsident Achim Berg (unten links).  | dpa

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat nach Beratungen mit Branchenverbänden eine zügige Umsetzung des Konjunkturpakets zugesagt. Bild: dpa

12.6.2020 • 16:06 Uhr

EU-Kommission soll über Kauf von Corona-Impfstoff verhandeln

Die EU-Mitgliedsstaaten haben die Europäische Kommission beauftragt, in ihrem Namen über den Kauf erfolgsversprechender Corona-Impfstoffe zu verhandeln. Sie befürworten einen Plan der Kommission, einen mit 2,4 Milliarden Euro gefüllten Fonds für den Kauf zu verwenden, wie EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides mitteilte. Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande führen bereits separate Gespräche mit Pharmaunternehmen über Impfstoffe. Sämtliche Initiativen müssten zum Nutzen aller 27 Länder sein, sagt Kyriakides. "Hier geht es um Zusammenarbeit und nicht um Wettbewerb."

12.6.2020 • 16:02 Uhr

Mehrwertsteuersenkung: Neue Preisschilder im Handel nicht nötig

Pauschale Rabatte wie im Schlussverkauf statt neuer Preisschilder: Das Wirtschaftsministerium will es Geschäften einfach machen, die während der Corona-Krise gesenkte Mehrwertsteuer an die Kunden weiterzugeben. Geschäfte müssten dafür nicht alle Preisschilder ändern, erklärte das Ministerium. Sie könnten eine Ausnahmeregelung nutzen und den Rabatt pauschal an der Kasse gewähren. Das Verfahren kennen Kunden etwa aus dem Schlussverkauf.

12.6.2020 • 16:00 Uhr

Mieterbund: Immer mehr Mieter können nicht zahlen

Mieter geraten nach Angaben des Deutschen Mieterbunds in der Corona-Krise zunehmend in Zahlungsschwierigkeiten. Mittlerweile gehe es darum in jeder zehnten Beratung bei den örtlichen Mietervereinen, teilte der Verband mit. Hochgerechnet könnten demnach etwa 10.000 Haushalte betroffen sein.

Trotz Einkommensverlusten hätten die meisten Mieter zwar im April und Mai noch zahlen können. Nun steige aber die Zahl derer, die nicht mehr oder nur teilweise zahlen können, hieß es. Der Mieterbund fordert deshalb, den Kündigungsschutz für Mieter in der Corona-Krise um drei bis sechs Monate zu verlängern. Bislang gilt: Bis Ende Juni kann Mietern wegen ausbleibender Meitzahlungen nicht gekündigt werden. Die Betroffenen bleiben die Miete aber schuldig, müssen also nachzahlen.

12.6.2020 • 15:48 Uhr

Ab Dienstag keine Kontrollen mehr an Grenze zu Frankreich

Die Zeit der Grenzkontrollen bei der Einreise aus Frankreich ist am Dienstag vorbei: "Mit Ablauf des Montags enden die Kontrollen", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Präsidenten der Bundespolizeidirektionen hätten sich in einer Telenfonkonferenz darüber abgestimmt. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte zuvor das Ende der Grenzkontrollen an den deutschen Landesgrenzen angekündigt.

"Wir sind sehr erleichtert, dass die Kontrollen zu Ende gehen", sagte der Bundespolizei-Sprecher. "Das bedeutet wieder ein Stück mehr Normalität." Von Mitte März bis Mitte Mai hatte es systematische Kontrollen an der Grenze zu Frankreich und auch zu Luxemburg gegeben, seitdem wurde nur noch stichprobenartig kontrolliert.

Grenzübergang im Saarland | dpa

Am Wochenende sollen die Kontrollen, die seit rund einem Monat nur noch stichprobenartig durchgeführt werden, auslaufen. Bild: dpa

12.6.2020 • 15:20 Uhr

Linke kritisiert Konjunkturpaket - "Wumms allein reicht nicht"

Die Linksfraktion im Bundestag hat das Konjunkturprogramm der Bundesregierung kritisiert. Das Ziel, die Konjunktur anzuschieben sei zwar absolut richtig und notwendig, sagte Fraktionschefin Amira Mohamed Ali. "Aber zu viele Menschen und Unternehmen, die dringend Hilfe benötigen, gehen weiterhin leer aus oder erhalten zu wenig. Das zeigt, Wumms allein reicht nicht." Mohamed Ali bezeichnete die Wirkung der befristeten Mehrwertsteuersenkung als "zweifelhaft". Das Geld sollte ihrer Ansicht nach eher in eine stärkere Unterstützung von Hartz-IV-Empfängern und Rentnern, in Grundsicherung, Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen gesteckt werden.

12.6.2020 • 14:49 Uhr

Münchner Airport nimmt viele Ferienziele wieder in den Flugplan

Vom Flughafen München aus werden ab kommendem Montag wieder rund 60 Städte angeflogen und damit doppelt so viele wie noch vor dem Wochenende. Ab nächster Woche könnten Passagiere zum Beispiel wieder nach London, Madrid, Barcelona, Malaga, Nizza oder Dubrovnik fliegen, teilte der Flughafen am Freitag mit.

Als erstes Ziel in Asien steht die indische Hauptstadt New Delhi wieder auf dem Flugplan. Am 1. Juli sollen dann noch weitere 30 Destinationen dazukommen - darunter Urlaubsziele wie Antalya, Ibiza, Alicante, Korfu, Heraklion und Malta. Die Corona-Pandemie hatte den Linienverkehr Ende März praktisch zum Erliegen gebracht.

12.6.2020 • 14:43 Uhr

Spahn will engere EU-Kooperation in Gesundheitskrisen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will mit der deutschen EU-Ratspräsidentschaft eine engere Zusammenarbeit der europäischen Staaten in Krisen wie der Corona-Pandemie voranbringen. "Wir haben gelernt, nur wenn wir in Europa zusammenstehen, können wir Gefahren abwehren", sagte er nach einer Videokonferenz mit seinen EU-Amtskollegen. Europa müsse dafür auch lernen, wieder unabhängiger zu werden, "das richtige Maß an Globalisierung" zu finden und sich nicht komplett vom Weltmarkt abhängig machen. "Es darf nicht in China entschieden werden, ob wir Schutzmasken für Pflegekräfte oder Ärzte in Warschau, Amsterdam oder Berlin haben."

Jens Spahn | dpa

Kritische Arzneimittel und Medizinprodukte sollen nach dem Willen von Gesundheitsminister Spahn wieder nach Europa verlagert werden. Bild: dpa

12.6.2020 • 14:20 Uhr

Lufthansa will Corona-Tests vor Abflug anbieten

Die Lufthansa will spätestens Anfang Juli an den Flughäfen in Frankfurt und München zusammen mit Partnern Corona-Tests anbieten. Passagiere könnten sich vor dem Abflug auf das Virus untersuchen lassen und das Ergebnis liege binnen vier Stunden vor, sagte ein Konzernsprecher und bestätigte damit einen Bericht des "Spiegel".

Sollte bei Economy-Kunden auf Langstreckenverbindungen der Wunsch nach einem freien Mittelsitz aufkommen, erwäge auch die Lufthansa, dies nach dem Vorbild ihrer Billig-Tochter Eurowings einzuführen - allerdings gegen Aufpreis. "Billig wird das nicht", sagte Lufthansa-Vorständin Christina Foerster dem "Spiegel" laut Vorabbericht.

12.6.2020 • 13:54 Uhr

Pflegebevollmächtigter dringt auf Lockerungen für Altenheime

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, mahnt dringend Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen in Alten- und Pflegeheimen an. "Strikte Abschottung kann zum derzeitigen Stand der Pandemie nicht mehr die regelhafte Lösung sein", sagte er dem "Spiegel". Bei anhaltend niedrigen Fallzahlen müsse es für die Einrichtungen darum gehen, Konzepte zu finden, wie Infektionen früh erkannt und begrenzt werden könnten.

Westerfellhaus sieht dabei auch die Länder in der Pflicht. Der Bund habe es jetzt möglich gemacht, Heimbewohner flächendeckend zu testen, sagte er. Allerdings brauchten die Heime "Handlungssicherheit" durch klare Vorgaben der Behörden vom Landesministerium bis zum Gesundheitsamt.

12.6.2020 • 13:45 Uhr

Mehrwertsteuersenkung ist Herausforderung für Buchhalter

Für viele Unternehmen bedeutet die Mehrwertsteuersenkung einen Mehraufwand bei der Buchhaltung. Der Handel beklagt zudem Probleme bei der kurzfristigen Umsetzung der Steuersenkung: Alle Waren müssen bis zum 1. Juli umetikettiert, alle Registrierkassen umprogrammiert werden.

12.6.2020 • 13:34 Uhr

Lockerungen in Brandenburg

Ab dem 15. Juni müssen die Menschen in Brandenburg keine Kontaktbeschränkungen mehr befolgen, auch Familienfeiern können wieder so wie vor der Corona-Krise durchgeführt werden. Das kündigte Ministerpräsident Dietmar Woidke an. Für Gaststätten entfällt die Sperrstunde. Allerdings müssen die Menschen weiterhin Atemschutz tragen und einen Sicherheitsabstand einhalten.

Öffentliche und private Veranstaltungen dürfen ab 15. Juni wieder mit bis zu 1000 Menschen stattfinden, dazu zählen auch Gottesdienste und Konzerte. Für Demonstrationen gilt keine Obergrenze mehr, aber der Mindestabstand muss eingehalten und der Zutritt gesteuert werden. Die Kitas sollen ab Montag wie schon angekündigt für alle Kinder wieder öffnen, während die Schulen nach den Sommerferien ab 10. August zum normalen Unterricht zurückkehren sollen.

12.6.2020 • 12:52 Uhr

DIW: Selbständige stärker betroffen als Angestellte

Die Corona-Rezession trifft einer Studie zufolge die gut vier Millionen Selbstständigen in Deutschland stärker als Arbeiter und Angestellte. Rund 60 Prozent der Selbstständigen beklagen Einkommensverluste, geht aus einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor. Bei den abhängig Beschäftigten betreffe dies hingegen nur etwa 15 Prozent. Rund die Hälfte der von der Krise negativ betroffenen Selbstständigen verfüge nur für maximal drei Monate über Liquiditätsreserven, während sie zugleich relativ wenig direkte staatliche Unterstützung zum Ausgleich ihrer Einkommensausfälle erhielten.

12.6.2020 • 12:37 Uhr

Was hat die Regierung beschlossen?

Weniger Mehrwertsteuer, 300-Euro-Bonus für Eltern und Hilfen für Unternehmen: Das Konjunkturpaket umfasst 57 Punkte. Dazu zählt auch eine Kaufprämie für E-Fahrzeuge und eine Deckelung der Sozialausgaben.

12.6.2020 • 12:34 Uhr

Regierung drückt aufs Tempo bei Mehrwertsteuer

Die Mehrwertsteuer soll ab 1. Juli für sechs Monate von 19 auf 16 Prozent abgesenkt werden. Dass die Steuersenkung doch noch einmal verschoben wird, ist laut Oliver Köhr aus dem ARD-Hauptstadtstudio "mehr als unwahrscheinlich". Der Bundesrat und der Bundestag sollen der Maßnahme noch bis Ende Juni zustimmen.

12.6.2020 • 11:59 Uhr

Parlament könnte noch im Juni Konjunkturpaket zustimmen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz erwartet, dass das Parlament noch im Juni der ersten Umsetzung aus dem 130 Milliarden Euro schweren Konjunkturpaket zustimmen wird. Dies solle bis zum 29. Juni geschehen, damit die Mehrwertsteuersenkung wie geplant zum 1. Juli in Kraft treten könne, sagte der SPD-Politiker. "Wir wollen aus der Krise raus mit voller Kraft."

Damit der Konsum nach der akuten Phase der Coronavirus-Krise wieder anspringe, werde die Mehrwertsteuersenkung auf das zweite Halbjahr befristet. Die Abgabe soll von 19 auf 16 Prozent, der ermäßigte Satz von 7 auf 5 Prozent sinken. Scholz sprach sich erneut gegen eine Verlängerung der Senkung aus, damit die Maßnahme jetzt wirken könne.

12.6.2020 • 11:43 Uhr

Industrieproduktion in Euro-Zone bricht um 17, 1 Prozent ein

Die Industriebetriebe im Euro-Raum haben ihre Produktion wegen der Corona-Krise so stark gedrosselt wie noch nie. Im April stellten sie 17,1 Prozent weniger her als im Vormonat, weil geschlossene Fabriken, unterbrochene Lieferketten und die fehlende Nachfrage durchschlugen. "Dies sind mit Abstand die größten monatlichen Rückgänge seit Beginn der Zeitreihe", erklärte das Statistikamt Eurostat.

Zum Vergleich: Während der Finanzkrise 2008/09 fielen die Rückgänge mit drei bis vier Prozent deutlich milder aus. Allerdings war der Einbruch diesmal nicht so stark wie von Ökonomen befürchtet: Sie hatten mit einem Minus 20 Prozent gerechnet.

12.6.2020 • 11:41 Uhr

Scholz: "Zweite Welle kann sehr wahrscheinlich vermieden werden"

Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht große Chancen, in Deutschland eine zweite Infektionswelle mit dem Coronavirus zu vermeiden. Der SPD-Politiker bezeichnet die Chance als "sehr, sehr groß, dass wir daran vorbeikommen, dass uns diese große Problematik erreicht". Das Leben in der "neuen Normalität" mit dem Virus müsse so organisiert werden, dass es nicht zu einer zweiten Welle komme.

12.6.2020 • 11:36 Uhr

Experten loben Konjunkturpaket

Das 130 Milliarden Euro schwere Konjunkturpaket der Bundesregierung im Kampf gegen die Corona-Krise hat nach Ansicht von Experten unmittelbar positive Auswirkungen auf die Konjunktur. Das Wirtschaftswachstum werde dank des Pakets im laufenden Jahr um 1,4 Punkte und im nächsten Jahr um 1,7 Punkte besser ausfallen, als in einem Szenario ohne staatliche Hilfe, heißt es in einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Die Zahl der Erwerbstätigen werde im laufenden Jahr um 200.000 und im nächsten Jahr um 240.000 höher liegen als ohne Konjunkturspritze.

12.6.2020 • 11:13 Uhr

Kabinett beschließt Konjunkturpaket

Das Bundeskabinett hat die zeitweise Absenkung der Mehrwertsteuer ab Juli beschlossen. Die Steuerentlastung im Volumen von etwa 20 Milliarden Euro soll bis zum 29. Juni von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden und am 1. Juli in Kraft treten. "Wir wollen aus der Krise raus mit voller Kraft", erklärte Bundesfinanzminister Olaf Scholz.

Ebenfalls gebilligt wurden Gesetzentwürfe für einen Kinderbonus von 300 Euro pro Kind für Familien sowie Überbrückungshilfen für kleinere und mittelgroße Unternehmen. Der Kinderbonus soll in zwei Raten zu je 150 Euro im September und Oktober gemeinsam mit dem Kindergeld überwiesen werden. Das sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Das Kabinett brachte auch die Reform der Kfz-Steuer auf den Weg, die eine stärkere Ausrichtung der Besteuerung am CO2-Ausstoß vorsieht - große Spritschlucker sollen also höher besteuert werden.

12.6.2020 • 10:58 Uhr

Wahlkampf: Trump-Anhänger müssen Verzicht auf Klage unterschreiben

US-Präsident Donald Trump will sich mit Blick auf mögliche Corona-Infektionen während seiner Wahlkampfauftritte rechtlich absichern. Um sich für Trumps Auftritt kommende Woche in der Stadt Tulsa anzumelden, müssen Anhänger des Republikaners bestätigen, dass sie sich der Ansteckungsgefahr bewusst sind und zusichern, dass sie im Falle einer Infektion keine rechtlichen Schritte gegen Trumps Wahlkampfteam oder dessen Auftragnehmer einleiten. Angaben zu einer Maskenpflicht oder anderen Schutzmaßnahmen bei den Wahlkampfveranstaltungen finden sich auf der Website nicht. 

12.6.2020 • 10:42 Uhr

Spahn warnt vor Sorglosigkeit

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Menschen davor gewarnt, zu leichtfertig mit der Bedrohung durch das Coronavirus umzugehen. Im rbb sagte er: "Wir haben weiterhin eine Entwicklung auf niedrigem Niveau, jeden Tag Neuinfektionen, aber in einer Größenordnung, mit der wir gut umgehen können." Er ergänzte aber: "Wir sehen aber auch, ob bei Familienfeiern oder Gottesdiensten, das Virus ist noch da. Und wenn wir es ihm zu leichtmachen, wenn wir zu sorglos sind, dann verbreitet es sich wieder sehr schnell."

12.6.2020 • 10:21 Uhr

Wer haftet für Corona-Schäden?

Zahlt die Versicherung? Das fragen sich derzeit Tausende Gastronomen und Hoteliers, die wegen Corona dicht machen mussten. Bisher stellen sich die meisten Versicherer quer - und bieten allenfalls Kulanz-Lösungen an. Allianz & Co droht eine Klagewelle - und nicht nur das.

12.6.2020 • 10:07 Uhr

Britische Airlines klagen gegen Quarantäneregeln

Die Luftfahrtbranche in Großbritannien geht juristisch gegen gegen die seit Montag geltende Quarantänepflicht für Einreisende vor. Die British Airways Mutter IAG erklärte, es gebe einen gemeinsamen Vorstoß mit dem britischen Billigflieger Easyjet und dem irischen Marktführer Ryanair. Die Airlines argumentieren, dass die im Kampf gegen die Corona-Pandemie verhängte Auflage die Fluggesellschaften und den Tourismus im Land belasten und deshalb Jobs kosten. Zudem gebe es wissenschaftlich keine Notwendigkeit für die strengen Regeln. Strikte Quarantäneauflagen sollten wie zuvor nur für Passagiere aus Hochrisikoländern gelten.

Großbritannien ist erheblich schwerer vom Coronavirus betroffen als viele andere europäische Staaten. Um eine zweite Infektionswelle zu verhindern, gilt seit Montag für alle nach Großbritannien Einreisenden eine zweiwöchige Quarantänepflicht. Verstöße werden mit Geldstrafen von 1000 Pfund geahndet.

12.6.2020 • 10:07 Uhr

Studie: Kaum unbemerkte Corona-Infektionen

In Hamburg haben einer kleinen Untersuchung zufolge bisher wohl nur wenige Menschen eine Corona-Infektion durchgemacht und sind damit wahrscheinlich eine Weile immun. Forscher des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben das Blut von rund 900 Blutspendern auf Antikörper gegen den Erreger untersucht - nur vier von ihnen waren demnach infiziert. Im April sei nur eine von rund 300 Proben positiv gewesen, im Mai zwei und im Juni wieder nur eine, teilte das UKE mit.

12.6.2020 • 10:00 Uhr

Brasilien meldet mehr als 40.000 Corona-Tote

In Brasilien hat die Zahl der Corona-Toten die Marke von 40.000 überschritten. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg auf mehr als 800.000, wie das Gesundheitsministerium bekannt gab. Innerhalb von 24 Stunden wurden 30.000 Neuinfektionen und 1239 weitere Todesfälle registriert. Das Land hat nach den USA und Großbritannien die dritthöchste Corona-Todesrate weltweit. Viele Experten gehen jedoch davon aus, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt, da es an Tests mangelt. In Lateinamerika stieg die Zahl der Corona-Infizierten derweil auf über 1,5 Millionen, wie aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP hervorgeht. Mehr als 73.600 Todesfälle wurden gemeldet.

12.6.2020 • 09:32 Uhr

Australien hat Coronavirus nahezu eliminiert

Australien hat die Corona-Epidemie nach Einschätzung von Experten in den Griff bekommen. In der zurückliegenden Woche seien nur noch 38 Fälle bekanntgeworden, wobei mehr als die Hälfte davon auf aus Übersee zurückkehrende Reisende entfielen, sagt der oberste Gesundheitsberater der Regierung, Brendan Murphy. "Wir haben in vielen Landesteilen die Eliminierung des Coronavirus zum jetzigen Zeitpunkt effektiv erreicht." Ministerpräsident Scott Morrison kündigte vor einigen Tagen einen Drei-Stufen-Plan an, um die meisten Sperrmaßnahmen bis Juli aufzuheben.

12.6.2020 • 09:24 Uhr

Keine Mehrwertsteuersenkung für Tabak und Alkohol?

Kurz vor dem geplanten Kabinettsbeschluss zur vorübergehenden Senkung der Mehrwertsteuer meldet die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Bedenken an. Bei Tabak und Alkohol sei eine Preissenkung das falsche Signal, sagte Daniela Ludwig dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dies konterkariere alle Bemühungen der deutschen Drogenpolitik, den Tabak- und Alkoholkonsum zu senken. Sie habe daher die Fraktionsführungen von Union und SPD in einem Brief gebeten, die Senkung noch einmal kritisch zu überprüfen.

12.6.2020 • 09:00 Uhr

Scholz: Werden Schulden ab 2023 zurückzahlen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat im ARD-Morgenmagazin das Konjunkturpaket der Großen Koalition verteidigt. Die Steuersenkungen und die damit verbundenen Mehrkosten für den Haushalt seien notwendig, um die Wirtschaft wiederzubeleben. Außerdem erklärte er, die zusätzlichen Schulden, die jetzt in der Corona-Krise aufgenommen werden, ab 2023 zurückzuzahlen.

12.6.2020 • 08:47 Uhr

Britische Wirtschaft schrumpft um 20 Prozent

Wegen der Corona-Krise ist die britische Wirtschaft im April so stark eingebrochen wie nie zuvor. Im Vergleich zum Vormonat sank das BIP um 20,4 Prozent, wie das Office for National Statistics bekannt gab. Das ist der größte monatliche Rückgang, den es je in Großbritannien gab, erklärte die Behörde. Besonders betroffen seien neben dem Gastgewerbe die Autoindustrie und das Baubranche.

"Ebenso wie viele andere Volkswirtschaften der Welt hat das Coronavirus schwerwiegende Auswirkungen auf unsere Konjunktur", sagte Finanzminister Rishi Sunak. Die Maßnahmen der Regierung wie Zuschüsse, Darlehen und Steuersenkungen würden aber "Tausende von Unternehmen und Millionen von Arbeitsplätzen schützen", sagte der Minister. "So haben wir die besten Chancen, uns rasch zu erholen, sobald die Wirtschaft wieder Tritt fasst."

12.6.2020 • 08:19 Uhr

Warnung vor Engpass bei Impf-Fläschchen

Pharmafirmen weltweit warnen davor, dass ein Engpass bei Verpackungen eine künftige Impfkampagne gegen das Coronavirus behindern könnte. Der Glasproduzent Schott berichtet, es habe Anfragen für bis zu einer Milliarde Stück gegeben. Das Unternehmen zeigte sich dennoch zuversichtlich: Für den Tag, an dem ein Impfstoff zur Zulassung komme, sei man vorbereitet. Schott ist mit einem Umsatz von rund 2,2 Milliarden Euro weltweit der größte Hersteller von Spezialglas. Ähnlich äußerte sich der französische Produzent SGD Pharma. Man fühle sich der öffentlichen Gesundheit verpflichtet und werde alles versuchen, Engpässe zu vermeiden.

12.6.2020 • 07:56 Uhr

Was sind Aerosole?

12.6.2020 • 07:45 Uhr

Türkei fordert Ende der Reisewarnung

Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu zeigt sich enttäuscht darüber, dass die Bundesregierung die Reisewarnung für Touristen für Drittstaaten außerhalb Europas prinzipiell bis zum 31. August verlängern will. "Die wissenschaftlichen Gründe hinter der Entscheidung sind für uns nur schwer zu verstehen", sagt Cavusoglu dem "Spiegel". Alles sei vorbereitet für eine sichere Reise in die Türkei. Die von seinem Land ergriffenen Maßnahmen würden unter anderem vom TÜV Süd überprüft. Ankara erwarte, dass Deutschland die Reisewarnung "zum frühestmöglichen Zeitpunkt" aufhebe.

12.6.2020 • 06:59 Uhr

Droht den USA eine zweite Welle?

Während in Europa die Infektionszahlen sinken, ist in Teilen der USA eine andere Entwicklung zu beobachten. Eine Reihe von Bundesstaaten - darunter Texas, Arizona und Kalifornien - melden einen Anstieg der täglichen Fallzahlen. Woran liegt das? Und was ist die Konsequenz?

12.6.2020 • 06:53 Uhr

Indien verzeichnet fast 300.000 Infektionen

Indien ist nun das Land mit den viertmeisten Corona-Fällen weltweit. Nach offiziellen Angaben stieg die Zahl in den vergangenen 24 Stunden um mehr als 10.000 auf 297.535. Nur Russland, Brasilien und die USA haben höhere Infektionsraten. Die Zahl der Todesfälle wird in Indien mit 8498 angegeben. Seit Indien seine strikten Corona-Beschränkungen gelockert hat, steigt die Zahl der Infektionen deutlich an.

12.6.2020 • 06:28 Uhr

UN befürchten mehr Kinderarbeit wegen Corona

Die Corona-Pandemie droht laut den Vereinten Nationen Millionen Mädchen und Jungen neu in die Kinderarbeit zu zwingen. Nach rund zwei Jahrzehnten Rückgang könne das weltweite Ausmaß der Beschäftigung von Minderjährigen wieder steigen, warnten UN-Organisationen anlässlich des Welttages gegen Kinderarbeit.

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und das Kinderhilfswerk Unicef betonten, dass die Corona-Pandemie zu wachsender Armut und sinkenden Familieneinkommen führe. In angespannten wirtschaftlichen Lagen sei oft vermehrte Kinderarbeit zu verzeichnen. Kinder, die bereits arbeiten gingen, müssten dies länger tun oder gefährlichere Tätigkeiten verrichten. Weltweit müssten noch immer 152 Millionen Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis 17 Jahren arbeiten.

12.6.2020 • 05:20 Uhr

Russland überschreitet 500.000er-Marke bei Corona-Infektionen

Russland hat bei der Zahl registrierter Corona-Infizierter die Marke von 500.000 überschritten. Am Donnerstag kamen innerhalb eines Tages mehr als 8700 neue Fälle hinzu, wie die Behörden in Moskau mitteilten. In dieser Größenordnung bewegt sich die Zahl der Neuinfektionen bereits seit mehreren Tagen. Kremlchef Wladimir Putin bezeichnete die Lage zuletzt als stabil. Das Land hat mit nunmehr 502.400 Infektionen die meisten Corona-Fälle in Europa. 6532 Patienten starben bislang mit dem Virus.

12.6.2020 • 04:55 Uhr

258 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut 258 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 185.674 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. 8763 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 8 im Vergleich zum Vortag. Etwa 171.600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

12.6.2020 • 04:45 Uhr

Notenbanker-Treffen von Jackson Hole findet als virtuelle Konferenz statt

Das jährliche Treffen führender Notenbanker in Jackson Hole wird wegen der Coronavirus-Pandemie erstmals seit rund 40 Jahren nicht vor Ort im US-Bundesstaat Wyoming stattfinden. Stattdessen werde am 27. und 28. August eine virtuelle Konferenz veranstaltet, teilt der gastgebende US-Notenbank-Bezirk Kansas City mit. Hintergrund sei, dass das historische Hotel Jackson Lake Lodge im Grand Teton National Park am Fuße der Rocky Mountains, in dem die Konferenz sonst ausgerichtet wird, wegen der Corona-Krise geschlossen sei. Die von der Federal Reserve Bank of Kansas City veranstaltete Konferenz findet seit 1978 jedes Jahr statt.

12.6.2020 • 04:30 Uhr

200.000 Corona-Fälle in Afrika - Pandemie beschleunigt sich

Afrika hat laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun mehr als 200.000 nachgewiesene Corona-Fälle verzeichnet. Zudem seien mehr als 5600 Menschen gestorben, teilte die WHO mit. Demnach ist Südafrika mit 25 Prozent der Fälle am stärksten betroffen. Mehr als 70 Prozent der Todesfälle gebe es in nur fünf Ländern: Algerien, Ägypten, Nigeria, Südafrika und im Sudan. Das Coronavirus Sars-CoV-2 hat sich bislang relativ langsam auf dem Kontinent verbreitet, die Gesamtzahl ist noch gering im Vergleich zu anderen Regionen. Der erste Fall trat in Afrika später auf als anderorts, und die meisten Regierungen haben rasch strenge Maßnahmen verhängt. "Aber das Tempo der Ausbreitung wird immer schneller", warnte die WHO-Afrika-Chefin Matshidiso Moeti.

12.6.2020 • 04:30 Uhr

100 symbolische "Gräber" am Strand von Copacabana

Mit der symbolischen Aushebung von 100 "Gräbern" am Strand von Copacabana haben Aktivisten gegen den Umgang der brasilianischen Regierung mit der Corona-Pandemie protestiert. Am Strandabschnitt direkt vor dem berühmten Hotel "Copacabana Palace" schaufelten sie Reihen von rechteckigen Löchern. Darauf steckten sie schwarze Kreuze mit kleinen brasilianischen Fahnen. Mit der Aktion solle der brasilianischen Opfer der Pandemie gedacht und zugleich die "Inkompetenz" der Regierung von Präsident Jair Bolsonaro angeprangert werden, erklärten die Aktivisten. Die Reihen von Löchern im Copacabana-Strand erinnern an die hastig geschaufelten Gräber in besonders hart von der Pandemie betroffenen brasilianischen Gegenden wie etwa der Amazonasmetropole Manaus.

Aktivisten an der brasilianischen Copacabana heben symbolische Gräber aus. | REUTERS

Aktivisten an der brasilianischen Copacabana heben symbolische Gräber aus. Bild: REUTERS

12.6.2020 • 04:30 Uhr

Kanzleramtschef mahnt: Kontaktbeschränkungen weiter einhalten

Kanzleramtschef Helge Braun hat an die Bürger appelliert, sich weiter an die Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise zu halten. Dass die Infektionszahlen in Deutschland so niedrig seien, habe mit der sehr guten Disziplin der Gemeinschaft zu tun und nicht damit, dass das Coronavirus nicht gefährlich sei, sagte der CDU-Politiker in der ZDF-Sendung "maybrit illner". Auch wenn Deutschland an vielen Stellen jetzt zur Normalität zurückkehre, müssten die elementaren Regeln solange durchgehalten werden, bis es eines Tages einen Impfstoff gebe.