US-Präsident Trump. | KEVIN DIETSCH/POOL/EPA-EFE/Shutt
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Coronavirus-Liveblog ++ Trump heizt Proteste gegen Schutzmaßnahmen an ++

Stand: 17.04.2020 23:32 Uhr

"Befreit Michigan" - "Befreit Minnesota", US-Präsident Trump hat Proteste gegen strenge Schutzmaßnahmen auf Twitter angeheizt. Die ersten US-Bundesstaaten wollen die Schutzmaßnahmen lockern. Die Entwicklungen im Liveblog.

  • US-Bundesstaaten kündigen Lockerungen der Schutzmaßnahmen an
  • Weltbank stellt 160 Milliarden Dollar für arme Länder bereit
  • RKI: Ansteckungsrate weiter auf niedrigem Niveau
  • Mecklenburg-Vorpommern führt Masken im ÖPNV ein
  • Brandenburger Schulen öffnen schrittweise ab dem 27. April
  • Altmaier: Beschränkungen für Wirtschaft werden nur vorsichtig gelockert
  • Sachsen: Maskenpflicht in ÖPNV und Einzelhandel
  • Spahn: Virus-Ausbruch beherrschbarer geworden
  • Wichtige Marke bei Ansteckungsrate in Deutschland unterschritten
17.4.2020 • 23:32 Uhr

Das war es für heute...

Liebe Leserinnen und Leser, damit schließen wir unser Live-Blog für heute. Wir danken Ihnen an dieser Stelle für Ihre Aufmerksamkeit.

17.4.2020 • 22:58 Uhr

Kommentar: Gesamtstrategie zur Digitalisierung ist nötig

Sommerferien verkürzen, um den Unterrichtsstoff nachzuholen - der Vorschlag von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sei "eine gute Idee", meint Esther Neumeier vom rbb in den tagesthemen. Dies umzusetzen sei jedoch nicht so leicht. Sie fordert eine Gesamtstrategie der Kultusminister zur Digitalisierung, um Versäumisse in diesem Bereich aufzuholen.

17.4.2020 • 22:23 Uhr

Trump heizt Proteste gegen Schutzmaßnahmen ein

US-Präsident Donald Trump hat Proteste von Konservativen gegen strenge Schutzmaßnahmen angeheizt. Auf Twitter schrieb der Republikaner in Großbuchstaben unter anderem "Befreit Michigan!" und "Befreit Minnesota!"

Beide Bundesstaaten werden von demokratischen Gouverneuren regiert, die strenge Schutzmaßnahmen erlassen haben. In den jeweiligen Hauptstädten Lansing und Saint Paul war es in den vergangenen Tagen zu Demonstrationen gekommen.

Nach den neuen Richtlinien von US-Präsident Donald Trump in der Corona-Krise haben erste Bundesstaaten vorsichtige Lockerungen der Schutzmaßnahmen angekündigt. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sagte, derzeit geschlossene Läden könnten von Freitag nächster Woche an wieder öffnen, wenn sie Waren lieferten, schickten oder zur Abholung bereitstellten. Mit der Wiedereröffnung von Parks unter Verwaltung des Bundesstaats werde bereits am Montag begonnen. Besucher müssten aber Schutzmaßnahmen befolgen. Schulen blieben in diesem Schuljahr geschlossen.

Minnesotas Gouverneur Tim Walz kündigte an, dass unter anderem Parks, Wanderwege, Golfplätze, Freiluft-Schießstände und Läden zum Verkauf von Angelködern wieder öffnen könnten, wenn Besucher Schutzmaßnahmen befolgten. "Es ist wichtig für uns, aktiv zu bleiben und die Natur zu genießen und gleichzeitig die Verbreitung von Covid-19 zu verhindern", sagte Walz nach einer Mitteilung. In Vermont können unter bestimmten Bedingungen Händler wieder öffnen und Bauarbeiten wieder aufgenommen werden.

17.4.2020 • 21:52 Uhr

Johns-Hopkins-Uni: Mehr als 150.000 Corona-Tote weltweit

Trotz weltweiter Maßnahmen gegen das neue Coronavirus sind nach Daten von US-Forschern inzwischen mehr als 150.000 damit infizierte Menschen gestorben. Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen lag der Johns-Hopkins-Universität zufolge am Freitagabend (21.30 Uhr MESZ) bei mehr als 2,2 Millionen.

Die meisten Todesfälle infolge der Coronavirus-Pandemie gab es bislang in den USA (rund 34.000), Italien (23.000), Spanien (19.000), gefolgt von Frankreich und Großbritannien. Die Daten der US-Forscher zeigen in der Regel höhere Stände als jene der Weltgesundheitsorganisation, weil sie regelmäßiger aktualisiert werden.

17.4.2020 • 21:36 Uhr

ARD Extra: Aktuelle Situation in Deutschland

Die Infektionszahlen sinken - wie reagieren die Deutschen auf diese Entwicklung? Betriebe sind weiter in Sorge und müssen improvisieren solange die Lieferketten unterbrochen sind. Wie können die Hilfen der Bundesregierung refinanziert werden?

Bundesfinanzminister Olaf Scholz appellierte in einem Interview, sich an das Leben mit dem Coronavirus zu gewöhnen. "Was wir jetzt brauchen, ist für lange Zeit eine neue Normalität", sagte er im ARD Extra.

17.4.2020 • 21:13 Uhr

RKI: Ansteckungsrate bleibt auf niedrigem Niveau

Die Ansteckungsrate bei dem neuen Corona-Virus stabilisiert sich dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge auf niedrigem Niveau. Die sogenannte Reproduktionsrate (R) werde auf 0,7 geschätzt, hieß es im aktuellen Lagebericht des RKI. Das bedeute, dass im Mittel fast jeder Infizierte eine weitere Person anstecke und somit die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgehe.

Auch gestern war dieser Wert erreicht worden. RKI-Chef Lothar Wieler hatte wiederholt betont, Ziel sei es, die Rate möglichst auf unter 1,0 zu drücken. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte betont, die Marke sei auch in Hinblick auf Lockerungen der Corona-Auflagen ein wichtiges Kriterium.

17.4.2020 • 21:02 Uhr

Corona-Krise: 160 Milliarden Dollar für arme Länder

Die Weltbank fürchtet, dass die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie alle Fortschritte der ärmeren Länder zunichte machen. Es müsse schnell gehandelt werden, sagte Weltbank-Chef David Malpass bei der Frühjahrstagung per Videokonferenz.

Die Weltbank will in den kommenden 15 Monaten armen Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika 160 Milliarden Dollar zur Verfügung stellen, um die Folgen der Pandemie abzufedern. "Es ist klar, dass das nicht genug sein wird", räumte Malpass ein.

Die Hilfen richten sich an Länder wie Äthiopien, Afghanistan, Haiti, Ecuador, Indien, die Mongolei und Tadschikistan. Bis Ende April soll es Projekte in rund hundert Ländern geben.

Zentrale der Weltbank in Washington | picture alliance / Ulrich Baumga

Bild: picture alliance / Ulrich Baumga

17.4.2020 • 20:20 Uhr

WHO-Experte: Schutzeffekt von Corona-Antikörpern im Blut unklar

Die Weltgesundheitsorganisation kann nicht mit Sicherheit sagen, ob das Vorhandensein von Antikörpern gegen das neue Coronavirus einen vollständigen Schutz gegen eine zweite Erkrankung verleiht. Ohnehin deuteten frühe Untersuchungen darauf hin, dass nur ein geringer Teil der Bevölkerung solche Antikörper aufweise, sagte der WHO-Experte Mike Ryan. Dies spreche auch gegen die Ausbildung einer sogenannten Herdenimmunität.

Daher werde diese "vielleicht nicht das Problem der Regierungen lösen", sagte Ryan. Bei einer Herdenimmunität ist ein so großer Teil der Bevölkerung gegen eine Krankheit immun, dass der entsprechende Erreger sich kaum ausbreiten kann.

17.4.2020 • 19:55 Uhr

US-Studie: Millionen verlieren Krankenversicherung

Infolge des dramatischen Anstiegs der Arbeitslosigkeit in den USA haben einer Studie zufolge innerhalb eines Monats Millionen Menschen ihre Krankenversicherung verloren. Weil fast die Hälfte der Arbeitnehmer in den USA über den Arbeitgeber krankenversichert seien, hätten bis zu 9,2 Millionen Menschen ihren Schutz verloren oder könnten sich die neuen Beiträge wohl nicht mehr leisten, hieß es in der Studie des Instituts für Wirtschaftspolitik (EPI).

Der demokratische Senator Bernie Sanders schrieb angesichts der Schätzung auf Twitter, es sei "skandalös und nicht nachhaltig", dass die Krankenversicherung in den USA immer noch vom Arbeitgeber abhänge. Sanders setzt sich seit langem für eine umfassende staatliche Krankenversicherung ein. Die USA sind das einzige entwickelte Industrieland ohne eine solche Option.

17.4.2020 • 19:42 Uhr

Benefizkonzert für Kampf gegen Coronavirus

Die Rolling Stones, Billie Eilish und Taylor Swift treten neben zahlreichen anderen internationalen Stars am Wochenende bei einer virtuellen Benefizshow auf, mit der Spenden für den Kampf gegen das Coronavirus gesammelt werden sollen.

Den Auftakt der Sondersendung "One World - Together At Home" bildet am Samstagabend ein sechsstündiger Livestream (ab 20.00 Uhr MEZ) mit Auftritten zahlreicher Prominenter. Im Anschluss daran startet um 02.00 Uhr eine zweistündige Show, bei der auch Musiker wie Paul McCartney, Pharrell Williams, Elton John und Stevie Wonder auftreten.

Die Konzerte sind per Livestream unter anderem auf Youtube, Twitter, Facebook und Instagram zu sehen. Organisiert wurde das Event von der Aktivisten-Bewegung Global Citizen. Mit der virtuellen Show will Global Citizen nach eigenen Angaben das Gesundheitspersonal im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützen. Gleichzeitig will Global Citizen auch Regierungen und Großspender dazu aufrufen, die Arbeit der Weltgesundheitsorganisation in der Krise zu unterstützen. 

17.4.2020 • 19:23 Uhr

Maskenpflicht auch in Mecklenburg-Vorpommern

Ebenso wie Sachsen führt auch Mecklenburg-Vorpommern eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr ein. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagte, Nutzer von Straßenbahn, Bus oder Taxi im Kampf gegen das Coronavirus künftig einen Mund- und Nasenschutz tragen. Alternativ könne auch ein Tuch als Schutz getragen werden.

17.4.2020 • 19:09 Uhr

Österreichs Umweltministerin: Hilfen für Airline nur bei Klimaschutzvorgaben

Österreichs Umweltministerin Leonore Gewessler will mögliche Staatshilfen für die Fluggesellschaft Austrian Airlines an Klimaschutzvorgaben knüpfen. "Wenn wir mehrere hundert Millionen in die Hand nehmen, muss dieses Geld an Bedingungen geknüpft werden", sagte die Grünen-Politikerin der Zeitung "Kurier". Es handele sich um Steuergelder, und der Steuerzahler müsse etwas davon haben, wenn es dem Unternehmen wieder besser gehe. Bei möglichen Finanzhilfen für Austrian Airlines müsse es deshalb "darum gehen, Bedingungen zu setzen, wo Klimaschutz vorangetrieben werden kann".

Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines hat ihren Flugstopp wegen der Corona-Krise bis zum 17. Mai verlängert und um Staatshilfen gebeten. Laut Medienberichten belaufen sich die notwendigen Hilfen auf 500 bis 800 Millionen Euro. 

Geparkte Flugzeuge der Austrian Airlines | CHRISTIAN BRUNA/EPA-EFE/Shutters

Geparkte Flugzeuge der Austrian Airlines auf dem Flughafen in Wien Bild: CHRISTIAN BRUNA/EPA-EFE/Shutters

17.4.2020 • 18:54 Uhr

Thailand bittet Milliardäre im Land um Hilfe

Der thailändische Ministerpräsident Prayuth Chan-ocha will die 20 reichsten Menschen in seinem Land um Unterstützung im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie bitten. Die Regierung allein könne die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen nicht lösen, sagte Prayuth bei einer TV-Ansprache.

Er forderte andere Sektoren auf, ihren Beitrag für "Team Thailand" zu leisten. Das erste, was er in der nächsten Woche machen werde, sei, einen offenen Brief an die 20 reichsten Menschen in Thailand zu schicken, sagte Prayuth. Die Milliardäre hätten einen enormen Einfluss auf die Wirtschaft und seien auch im internationalen Vergleich reich, daher könnten sie eine wichtige Rolle für "Team Thailand" einnehmen, sagte Prayuth.

17.4.2020 • 18:32 Uhr

Italien: Zehn Prozent der Infizierten kommen aus dem Gesundheitswesen

Fast 17.000 Mitarbeiter des Gesundheitswesens in Italien haben sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Sie machen damit rund ein Zehntel der landesweiten Corona-Fälle aus, wie das nationale Institut für Gesundheit (ISS) mitteilte.

Gut 43 Prozent der 16.991 Infizierten sind demnach Krankenpfleger und Hebammen. Knapp ein Fünftel der Erkrankten sind Krankenhausärzte und weitere zehn Prozent Mitarbeiter im medizinisch-sozialen Bereich. Die übrigen Infizierten arbeiten in anderen Berufen im Gesundheitssektor. Zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen. Das Durchschnittsalter der infizierten Angestellten im Gesundheitssektor liegt nach Angaben des ISS bei 42 Jahren.

Gut 70 Prozent der Infektionen ereigneten sich im Krankenhaus. Kaum betroffen waren Hausärzte und niedergelassene Kinderärzte, die weniger als ein Prozent der Infizierten ausmachen.

17.4.2020 • 17:29 Uhr

Brandenburg: Unterricht findet schrittweise ab dem 27. April statt

In Brandenburger Schulen soll der Unterricht ab dem 27. April schrittweise wieder aufgenommen werden. Das hat Bildungsministerin Britta Ernst im Inforadio vom rbb gesagt. Demnach sollen zunächst jene wieder in die Schule, die in diesem Jahr noch den Mittleren Abschluss anstreben.

Eine Woche später, also am 4. Mai, werden die Klassen für die geöffnet, die im nächsten Jahr ihre Abschlüsse machen wollen. In einem dritten Schritt ist geplant, Sechstklässer wieder zu unterrichten, um sie auf weiterführende Schulen vorzubereiten. Ernst betonte, dass der Unterricht unter strengen Abstands- und Hygienestandards abgehalten werden soll.

Außerdem hat die Ministerin in Aussicht gestellt, dass die Kita-Betreuung ab dem 27. April ausgeweitet wird, unter anderem für Alleinerziehende, die ihre Kinder nicht anderweitig betreuen lassen können. Zu Überlegungen, Unterricht in den Sommerferien nachzuholen, sagte Ernst: "Ferien sind Ferien." Mit einem Normalbetrieb an den Schulen rechnet sie bis dahin nicht.

17.4.2020 • 17:24 Uhr

Wieder Gottesdienste in Sachsen

Sachsen erlaubt als erstes Bundesland in der Corona-Krise wieder Gottesdienste, allerdings nur im kleinen Rahmen. Zugelassen seien bei religiösen Versammlungen bis zu 15 Teilnehmer sowie zusätzlich ein Pfarrer und ein Kantor, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer in Dresden. Zuvor hatte das Kabinett eine neue Corona-Schutzverordnung beschlossen.

Sächsische Vertreter der beiden großen Kirchen reagierten mit erster Erleichterung auf das Lockern des Gottesdienstverbotes. Die Landeskirche sei sich der Verantwortung bewusst, die diese Öffnung mit sich bringt, sagte Sachsens evangelischer Landesbischof Tobias Bilz dem Evangelischen Pressedienst. "Ich möchte nicht, dass durch einen Gottesdienst Corona weitergetragen wird", betonte er.

Die Kirchen in Deutschland hatten eine Lockerung der Corona-Regelungen für Gottesdienste gefordert. Bisher gibt es bundesweit noch keinen Zeitplan für eine schrittweise Wiederzulassung religiöser Zusammenkünfte. Bund und Länder wollen am 30. April über den weiteren Umgang mit den Corona-Einschränkungen beraten.

17.4.2020 • 17:19 Uhr

Heil prüft Stufenplan für Grundrente

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil lässt nun doch einen Stufenplan bei der Einführung der Grundrente im nächsten Jahr prüfen. Demnach könnte der Aufschlag für Geringverdiener für bestehende Rentner rückwirkend mit Geltung ab Januar 2021 gezahlt werden, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" aus einer Gegenäußerung der Bundesregierung an den Bundesrat zitiert.

Bei einer gestaffelten Umsetzung solle aber gewährleistet sein, dass zumindest für neue Rentner ab Januar 2021 der Aufschlag geprüft und ausgezahlt werden könne. Damit könne der hohe Umsetzungsaufwand der Rentenversicherung berücksichtigt werden.

17.4.2020 • 17:06 Uhr

Mehr als 1000 Corona-Fälle auf Flugzeugträger "Charles de Gaulle"

1081 Besatzungsmitglieder des französischen Flugzeugträgers "Charles de Gaulle" sowie der Begleitschiffe sind positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Dies teilte Verteidigungsministerin Florence Parly vor dem Parlament mit. Dies sei fast die halbe Mannschaft. Symptome seien bei 545 Matrosen nachgewiesen worden. 24 würden im Krankenhaus behandelt. Wie sich die Besatzung angesteckt hat, sei derzeit unklar.

Flugzeugträger "Charles de Gaulle" | BENOIT EMILE/EPA-EFE/Shutterstoc

Die halbe Mannschaft auf dem französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" ist infiziert. Bild: BENOIT EMILE/EPA-EFE/Shutterstoc

17.4.2020 • 16:52 Uhr

EU-Parlament stimmt Milliarden-Finanzhilfen zu

Das EU-Parlament hat drei Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt für den Kampf gegen die Coronavirus-Krise freigegeben. Mit dem Geld sollen auf EU-Ebene medizinische Hilfsgüter wie Masken und Beatmungsgeräte gekauft und verteilt werden. Zudem soll der grenzübergreifende Transport von Patienten bezahlt werden. Die Maßnahme gehört zu einem Hilfspaket, das die Abgeordneten am Freitag billigten.

Das EU-Parlament stimmte außerdem für eine Änderung der Richtlinien für den bereits bestehenden Hilfsfonds für besonders arme und benachteiligte Menschen, darunter Obdachlose. Der Hilfsfonds kann damit während der Coronavirus-Pandemie schneller auf Finanzmittel zugreifen. Neben direkten Hilfen an die Menschen wird damit Schutzausrüstung für Helfer finanziert. Außerdem bekommen Hilfsstellen die Möglichkeit, zur Verringerung des Ansteckungsrisikos elektronische Gutscheine beispielsweise für Nahrungsmittel auszustellen.

17.4.2020 • 16:35 Uhr

MDR-Datenprojekt: Ausgebremst - wie Corona den Verkehr lahm legt

Rund um die Welt schränken Regierungen die Mobilität ihrer Bürger ein, um das Coronavirus zu stoppen. Digitale Verkehrsdaten zeigen nun, wie sich das Leben in europäischen Städten verändert hat, aber auch wie und wann die jeweiligen Regierungen auf das Coronavirus reagiert haben. Der MDR hat das Datenprojekt vorgestellt.

17.4.2020 • 16:09 Uhr

Corona-Soforthilfen: Betrügereien in mehreren Bundesländern

Immer mehr Bundesländer melden Fälle von Betrug mit staatlichen Corona-Soforthilfen. Nach Nordrhein-Westfalen und Hamburg berichteten auch Berlin, Sachsen und Bremen von solchen Fällen. Verdachtsmomente auf versuchten Betrug gibt es laut dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart zudem in Bayern und Baden-Württemberg. Die Betrüger versuchen meist, über gefälschte Webseiten Daten für Anträge auf Soforthilfen abzugreifen.

Die Internetseite des Wirtschaftsministeriums NRW | dpa

Die Internetseite des Wirtschaftsministeriums NRW. Bild: dpa

17.4.2020 • 15:58 Uhr

Mehr als 5000 Corona-Tote in Belgien

In Belgien sind mittlerweile mehr als 5000 Menschen an den Folgen des Corona-Virus gestorben. Wie die belgischen Gesundheitsbehörden mitteilten, starben 313 weitere Menschen binnen 24 Stunden, womit sich die Gesamtzahl der Todesopfer auf 5163 erhöhte.

Belgien mit seinen 11,5 Millionen Einwohnern hat eine der höchsten Sterblichkeitsraten in ganz Europa. Insgesamt haben sich in dem Land mehr als 36.000 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert.

Etwas mehr als die Hälfte der Todesfälle wurde demnach in Altersheimen registriert, die anderen Fälle in Krankenhäusern. Mehr als 1100 Infizierte werden noch auf Intensivstationen behandelt werden - eine rückläufige Zahl, wie die Behörden mitteilten.

17.4.2020 • 15:34 Uhr

Altmaier will Lockerungen für Wirtschaft nur vorsichtig

Wirtschaftsminister Peter Altmaier hält weitere Lockerungen der Einschränkungen für die Wirtschaft für möglich - aber nur schrittweise und vorsichtig. Immer müsse gewährleistet sein, dass es nicht zu Rückschlägen im gesundheitlichen Bereich komme und dann wieder zu Zwangsschließungen von Läden, sagte der CDU-Politiker nach Beratungen mit 29 Branchenverbänden. Es gebe jetzt die Chance, Neuinfektionen ausreichend einzugrenzen und die Wirtschaft dann langsam wieder hochzufahren, "aber nur in einem vertretbaren und verantwortlichem Maß".

Die zunächst vorgesehene Öffnung kleinerer Läden mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern sei umstritten, aber ein Kompromiss gewesen. Altmaier ergänzte, bald konkrete Vorschläge machen zu wollen, wie eine weitere Öffnung der Wirtschaft gelingen könne, ohne die gesundheitliche Lage zu gefährden.

17.4.2020 • 15:23 Uhr

Kita-Öffnungskonzept wird erarbeitet

Bund und Länder wollen ein Konzept für die Kita-Wiedereröffnung nach dem 3. Mai erarbeiten. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) erklärte, die Leitlinien sollten festlegen, welche Kinder vorrangig berücksichtigt werden. Sie nannte Kinder berufstätiger Alleinerziehender, Kinder mit Behinderungen und Vorschulkinder. Auch Hygiene und Arbeitsschutz für Erzieherinnen und Erzieher müssten geregelt werden.

Bis mindestens zum 3. Mai können die Länder nur die Notbetreuung erweitern, die bisher nur Eltern in sogenannten systemrelevanten Berufen in Anspruch nehmen können. Bund und Länder hatten am Mittwoch beschlossen, das Feld der Berechtigten auszuweiten.

Dass Kitas ihren regulären Betrieb möglicherweise bis zu den Sommerferien nicht wieder aufnehmen können, sorgt bei berufstätigen Eltern für großen Druck. Grüne und Linke forderten mehr Unterstützung für Familien, die dadurch besonders in Bedrängnis kommen. Bund und Länder seien sich der Schwierigkeiten für die Eltern bewusst, deren Kinder derzeit nicht betreut würden oder nicht in die Schule gehen könnten, sagte Giffey.

17.4.2020 • 15:06 Uhr

Sachsen: Maskenpflicht im ÖPNV und im Einzelhandel

Sachsen hat als erstes Bundesland eine Maskenpflicht für öffentlichen Nahverkehr und Einzelhandel beschlossen. Die Regelung gelte ab Montag, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Zur Abdeckung von Nase und Mund reiche auch ein einfaches Tuch oder ein Schal.

Wenn man in so vielen Bereichen zusätzliche Kontakte von Menschen zulasse, sei eine Maskenpflicht die richtige Antwort, sagte Kretschmer weiter.

Ab Montag sollen in Sachsen einige Corona-Beschränkungen gelockert werden. Es sei ein "zumutbares Instrument" für die größeren Bewegungsmöglichkeiten, die die Menschen in Sachsen nun hätten. Einen solchen Schutz gebe es mittlerweile in vielfältiger Weise, man könne ihn selbst nähen oder kaufen. "Ich denke wir sind an einem Punkt, wo wir das verpflichtend vorgeben können", sagte Kretschmer.

Mitarbeiter des sächsischen Landesamts für Schule und Bildung verteilen in Bautzen Pakete mit Schutzmasken und Desinfektionsmittel für Schulen mit Abschlussklassen. | dpa

Mitarbeiter des sächsischen Landesamts für Schule und Bildung verteilen in Bautzen Pakete mit Schutzmasken und Desinfektionsmittel für Schulen mit Abschlussklassen. Bild: dpa

17.4.2020 • 14:49 Uhr

Bäume umarmen in Island

Die isländische Forstverwaltung ermutigt Menschen, denen wegen der Corona-Maßnahmen körperliche Nähe fehlt, im Wald Trost zu suchen: "Wenn du einen Baum umarmst, fühlst du es zuerst in deinen Zehen, dann in den Beinen, in deiner Brust und schließlich in deinem Kopf", sagte ein Förster dem isländischen Rundfunk RUV.

Er empfiehlt, dabei die Augen zu schließen: "Das ist so ein wundervolles Gefühl von Entspannung. Danach bist du klar für einen neuen Tag und neue Herausforderungen." Im großen Wald Hallormsstaður im Osten des Landes hätten die Forstmitarbeiter die Waldwege von Schnee geräumt, damit die Besucher sich frei bewegen können, ohne anderen zu nahe zu kommen. Sie empfehlen, sich einen Baum tiefer im Wald auszusuchen, damit nicht einer mehrmals umarmt und zur Infektionsquelle wird.

Der Aufruf der Forstverwaltung käme bei den Isländern gut an. "Wir sehen, dass viele in den sozialen Medien Bilder posten, wie sie einen Baum umarmen."

17.4.2020 • 14:38 Uhr

90-jährige Schottin wird mit Spendenaktion berühmt

Die 90-jährige Schottin Margaret Payne will eine große Spende für das britische Gesundheitswesen sammeln. Die gehbehinderte Seniorin will 282 Mal ihre Treppe hochgehen. Das entspricht insgesamt der Höhe eines schottischen Berges, den sie zum ersten Mal als Jugendliche erklommen hat. Das Geld soll an den staatlichen Gesundheitsdienst NHS und ein Hospiz gehen, in dem ihr Mann gepflegt wurde.

Sie sei vom 99-jährigen Engländer Captain Tom Moore inspiriert worden, sagte die Rentnerin. Der Senior, der Ende April 100 Jahre alt wird, schaffte 100 Runden am Rollator in seinem Garten - und sammelte auf diese Weise auf einer Spendenseite bis Freitagmittag schon mehr als 18 Millionen Pfund (etwa 21 Millionen Euro).

Payne hatte sich 10.000 Pfund als Ziel gesetzt - bis Freitagmittag kamen aber schon etwa acht Mal so viel zusammen. Sie startete ihre Spendenaktion Ostersonntag und hofft, sie in knapp zwei Monaten beendet zu haben.

margaret Payne | dpa

Margaret Payne und ihre Treppe - fast 300 Mal will sie dort hinauf. Bild: dpa

17.4.2020 • 13:36 Uhr

Gericht: Gaststätte kann nicht einfach in Laden umgewandelt werden

Eine Gaststätte kann nach einer Gerichtsentscheidung auch in Corona-Zeiten nicht einfach in ein Geschäft umgewandelt werden. Es bedürfe dafür einer baurechtlichen Genehmigung, entschied das Verwaltungsgericht Köln nach einer Mitteilung. Es lehnte damit den Eilantrag eines Gastwirts aus Bergisch Gladbach ab, der mit der Umwandlung auf Einnahmeausfälle infolge der Corona-Schutzmaßnahmen reagieren wollte. Der Antragsteller ist Inhaber einer Gaststätte, die wegen der Corona-Einschränkungen schließen musste.

Da er um seine wirtschaftliche Existenz fürchtet, wollte er sein Geschäftsmodell ändern und unter anderem Toilettenpapier, Küchenrollen, Obst und Gemüse, Getränke sowie Gutscheine für Online-Shops verkaufen. Das teilte er der Stadt Bergisch Gladbach mit - und fügte hinzu, er gehe davon aus, dass seinem Vorhaben keine rechtlichen Bedenken entgegenstünden. Er werde daher mit dem Verkauf in Kürze beginnen, wenn er von der Stadt nichts Abweichendes höre. Die Stadt antwortete per E-Mail, die beabsichtigte Nutzung als Verkaufsstätte sei unzulässig. Daraufhin reichte der Gastwirt den Eilantrag bei Gericht ein. Die Richter entschieden nun, dass er eine baurechtliche Genehmigung braucht, da an eine Gaststätte andere Anforderungen gestellt würden als an ein Geschäft.

17.4.2020 • 13:23 Uhr

Für Atemwegs-Krankschreibungen wieder Arztbesuch nötig

Für Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden müssen Arbeitnehmer ab kommender Woche wieder zum Arzt gehen. Eine in der Corona-Epidemie eingeführte Ausnahmeregelung, dass dies auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt ging, wird nicht verlängert. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen. Für die Beurteilung, ob ein Versicherter arbeitsunfähig ist und eine Krankschreibung erhält, ist demnach ab diesem Montag wieder eine körperliche Untersuchung nötig.

Der G-BA Vorsitzende Josef Hecken erläuterte, die befristete Ausnahme hatte angesichts der dynamischen Corona-Entwicklungen dazu gedient, Praxen zu entlasten und die Virus-Ausbreitung zu verringern. Diese Dynamik habe durch strikte Abstands- und Hygieneregeln zwischenzeitlich aber deutlich verlangsamt werden können. Die Behelfsregelung könne daher zum vorgesehenen Termin auslaufen. Dies entspreche auch den behutsamen Lockerungsschritten, die Bund und Länder beschlossen haben.

17.4.2020 • 13:07 Uhr

Spanien: Zahl der neuen Corona-Todesfälle offiziell weiter rückläufig

In Spanien sind binnen 24 Stunden weitere 585 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit stieg die offizielle Zahl der Todesopfer in der Corona-Krise auf 19.478, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Zahl der Todesfälle ist rückläufig. Die spanischen Behörden gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Pandemie Anfang April überschritten wurde. Damals wurden an einem Tag 950 Todesfälle gezählt. 

Die offiziellen Opferzahlen sind in Spanien jedoch umstritten: Um die Statistiken der verschiedenen Regionen zu vereinheitlichen, erfasst das Gesundheitsministerium nur noch die Todesfälle positiv getesteter Patienten. Mehrere Regionen kritisierten, Tausende Todesfälle tauchten auf diese Weise nicht in der nationalen Statistik auf.

In Spanien gelten besonders strenge Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus. Seit dem 14. März gilt für die Bevölkerung eine strikte Ausgangssperre. Seit Anfang der Woche wird die Wirtschaft allerdings wieder hochgefahren.

Frewillige bringt älteren Menschen bei Barcelona Einkäufe  | REUTERS

El Masnou bei Barcelona: Diese Freiwillige ist mit Einkäufen unterwegs zu älteren Mitbürgern. Bild: REUTERS

17.4.2020 • 12:54 Uhr

Regierung verteidigt Teil-Lockerungen gegen Kritik aus Wirtschaft

Die Bundesregierung hat die vorerst begrenzte Lockerung der Beschränkungen wegen der Corona-Epidemie etwa für den Einzelhandel verteidigt. Durch die Beschränkungen des öffentlichen Lebens in den vergangenen Wochen seien vorsichtige kleine Schritte der Öffnung möglich, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Er betonte zugleich: "Wir sind nicht auf sicherem Grund." Es gebe keine Garantie, dass sich die Infektionskurve weiter abflache. Lockerungsschritte würden im 14-Tages-Rhythmus überprüft.

17.4.2020 • 12:19 Uhr

Arznei von Gilead weckt etwas Hoffnung

Gegen das Coronavirus gibt es womöglich einen Hoffnungsschimmer. Ein Medikament des US-Pharmakonzerns Gilead Science zeigt einem Bericht der Onlineplattform für Medizinnachrichten, STAT, zufolge Erfolge bei der Behandlung von schwer erkrankten COVID-19-Patienten. In einer Studie der Uniklinik in Chicago führte das ursprünglich gegen Ebola entwickelte Mittel Remdesivir zu einer schnellen Fiebersenkung und einem Rückgang der Symptome der Lungenkrankheit, sodass fast alle Patienten in weniger als einer Woche entlassen werden konnten. Die Studie wurde an 125 Patienten durchgeführt, 113 davon waren ernsthaft erkrankt, doch nur zwei seien bisher verstorben. 

Gilead erklärte jedoch, die Daten müssten noch analysiert werden, um daraus Schlüsse zu ziehen. Die Chicagoer Uniklinik wies in einer E-Mail darauf hin, dass Teildaten aus einer laufenden Studie nicht genutzt werden sollten, um daraus Ergebnisse herzuleiten. Informationen aus einem internen Forum für Wissenschaftler seien ohne Erlaubnis veröffentlicht worden. Der Pharmakonzern rechnet damit, Ende des Monats erste Ergebnisse aus der laufenden Phase-III-Studie bekanntgeben zu können.

17.4.2020 • 12:07 Uhr

Galeria Karstadt Kaufhof klagt auf Öffnung der Filialen in NRW

Der Warenhaus-Konzern Galeria Karstadt Kaufhof wendet sich gegen die durch die Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen bedingte Schließung seiner Häuser. Das teilte das Oberverwaltungsgericht für das Land NRW mit. Eine Entscheidung soll in der kommenden Woche fallen.

17.4.2020 • 12:04 Uhr

Impfstoff-Prüfung gegen Corona in Deutschland in Kürze

In Deutschland soll laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Kürze die erste klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen das neue Coronavirus beginnen. Er sei sicher, dass daneben im Laufe des Jahres noch weitere Prüfungen hierzulande kämen, sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek. Details zum Starttermin nannte er nicht. Bisher seien weltweit vier Kandidaten in ersten klinischen Prüfungen.

Cichutek zeigte sich generell optimistisch mit Blick auf Impfstoffe und Therapeutika gegen das Virus: Man träume nicht, sondern arbeite daran, «dass das Wirklichkeit wird», konterte er die Aussage eines Virologen, wonach dies noch Träume seien.

17.4.2020 • 11:50 Uhr

Regierungserklärung am kommenden Donnerstag

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nächste Woche Donnerstag eine Regierungserklärung zur Corona-Krise abgeben. Dabei werde es auch um die Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs gehen, also die europäische Antwort auf die Pandemie, sagt Merkels Sprecher Steffen Seibert.

17.4.2020 • 11:48 Uhr

Spahn: Deutschland bereit für ausländische Covid-19-Patienten

Deutschland ist laut Gesundheitsminister Spahn für die Aufnahme weiterer ausländischer Covid-19-Patienten offen. Er werde mit ausländischen Kollegen darüber reden, in welchem Umfang zusätzlich Patienten in Deutschland behandelt werden sollten, sagt Spahn. Zuvor hatte er erklärt, die zur Verfügung stehenden rund 10.000 freien Intensivbetten könnten abzüglich einer Reserve von 25 bis 30 Prozent anderweitig genutzt werden.

17.4.2020 • 11:15 Uhr

Corona-App "eher in vier als zwei Wochen"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet in den nächsten Wochen mit einer Smartphone-App zur Nachverfolgung der Kontakte von Virus-Infizierten. Aus heutiger Sicht "sind es eher vier Wochen als zwei Wochen", bis eine funktionsfähige App zur Verfügung stehe, die alle Anforderungen erfülle, sagt Spahn. Die App müsse Datensicherheit und -schutz gewährleisten wie auch den epidemiologischen Nutzen erfüllen.

17.4.2020 • 11:13 Uhr

Türkei holt zum Ramadan 25.000 Menschen heim

Trotz der Corona-Krise und des Stopps internationaler Flüge will die türkische Regierung zum Fastenmonat Ramadan rund 25.000 Menschen heimholen. Vizepräsident Fuat Oktay teilte via Twitter mit, man habe gemeinsam mit den zuständigen Provinzgouverneuren "eine großangelegte Operation" gestartet.

"Unser Ziel ist zu gewährleisten, dass unsere Bürger so Gott will im gesegneten Ramadan mit ihren Lieben zusammenkommen", schrieb er. Es geht demnach um Menschen aus 59 Ländern. Zu Details der Rückholaktion sowie eventuellen Quarantänebestimmungen für die Reisenden machte Oktay zunächst keine Angaben. Der Ramadan beginnt voraussichtlich am 24. April.

17.4.2020 • 11:09 Uhr

Russland meldet neuen Höchstwert bei Neuinfektionen

Mit 4069 Neuinfektionen gibt es in Russland erneut einen Rekordanstieg von neuen Coronavirus-Fällen. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Ansteckungen binnen 24 Stunden auf 32.007, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldet. Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Russland begann in diesem Monat stark anzusteigen, nachdem die Behörden in der Frühphase des Ausbruchs weit weniger Infektionen registriert hatten als viele Länder in Westeuropa.

Staatsbedienstete säubern eine Moskauer U-Bahn-Station | AP

Staatsbedienstete säubern eine Moskauer U-Bahn-Station. Bild: AP

17.4.2020 • 11:03 Uhr

Patientenschützer: Politik vernachlässigt Pflegeheime

Die Stiftung Patientenschutz hat Bund und Ländern vorgeworfen, in der Corona-Krise die Pflege- und Seniorenheime zu vernachlässigen. Die Beschlüsse vom Mittwoch seien geradezu absurd, sagte Vorstand Eugen Brysch dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland".

"Die Größe der zu öffnenden Läden wird deutschlandweit quadratmetergenau festgelegt. Jedoch werden bundesweit keine verbindlichen Kriterien aufgestellt, um pflegebedürftige Heimbewohner zu schützen", kritisierte er. Obwohl dort die größte Risikogruppe lebe, sollten die Heime ihre Probleme selbst lösen.

Zwar würden 750 Milliarden Euro für Hilfspakete ausgegeben, sagte Brysch weiter. Auch bei den Beatmungsplätzen in Krankenhäusern hätten sich Bund und Länder konkrete Ziele gesetzt. "Aber sie schaffen es nicht, sich zu verpflichten, für einen Grundschutz in den 12.000 Pflegeeinrichtungen in Deutschland zu sorgen. Das hieße, in den Einrichtungen einen Vorrat an Schutzausrüstung für mindestens 14 Tage vorzuhalten." Dazu gehörten Desinfektionsmittel, Mund-Nasen-Schutz, Handschuhe und Schutzbrillen.

Den jüngsten größeren Corona-Ausbruch in einem Altenpflegeheim meldete Bad Sachsa am Südharz. Nach einem ersten Verdachtsfall vor knapp zwei Wochen seien inzwischen alle 72 Bewohner und 58 Beschäftigten auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Diakonie Wolfsburg als Trägerin der Einrichtung am Donnerstagabend mit. Alle 19 bislang vorliegenden Testergebnisse von Bewohnern seien positiv. Zwei Personen befänden sich im Krankenhaus. Bei den Beschäftigten gebe es bislang sieben positive Ergebnisse.

17.4.2020 • 10:53 Uhr

Lehrerverband sieht wenig Sinn in Verkürzung von Schulferien

Der Deutsche Lehrerverband ist gegen eine Debatte über die Verkürzung von Schulferien zum gegenwärtigen Zeitpunkt. "Ich glaube, zum jetzigen Zeitpunkt eine Diskussion um die Verkürzung von Sommerferien zu führen, geht eigentlich fehl", sagte Präsident Heinz-Peter Meidinger im Deutschlandfunk.

Meidinger äußerte Zweifel am Effekt von gekürzten Ferien. Man brauche vielmehr ein gutes Gesamtkonzept, um den Lernstoff bestmöglich zu vermitteln. Der Lehrbetrieb könne derzeit nicht funktionieren, wenn sich alle Schüler gleichzeitig in der Schule befänden, fügte er hinzu. Es wären doppelt so viele Klassenräume und Lehrkräfte nötig, um die Hygienemaßnahmen einzuhalten. Das sei nicht realistisch. Stattdessen werde man verstärkt auf das Lernen zu Hause setzen müssen.

Die Debatte über eine Verkürzung der Sommerferien hatte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble angestoßen.

17.4.2020 • 10:43 Uhr

RKI-Chef Wieler sieht erfolgreiche Bekämpfungsstrategie

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, sieht in der deutschen Strategie zur Bekämpfung des Coronavirus klare Erfolge. Mit Hilfe der drei Säulen Eindämmung, Schutz der Vulnerablen sowie die Steigung der Versorgung sei ein "gutes Zwischenergebnis" erzielt worden, sagte er in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Minister Spahn.

Insgesamt seien mehrere positive Tendenzen zu verzeichnen: Laut Wieler steigen die Fallzahlen im Vergleich zur Vorwoche deutlich geringer. Die Reproduktionszahl - also die Zahl an Menschen, die ein Erkrankter infiziert - sei auf unter eins gesunken und liege aktuell bei 0,7.

Künftig will das RKI die Virus-Tests nach den Worten Wielers "strategisch besser einsetzen". Derzeit seien rund neun Prozent aller Tests positiv. "Wir werden in Zukunft vermehrt in Altenheimen und Pflegeheimen testen können, um zu verhindern, dass Patienten und Pflegende infiziert werden", sagte er. Es sei nach wie vor entscheidend, Infektionsketten zu unterbrechen.

17.4.2020 • 10:17 Uhr

Spahn spricht von einem inzwischen "beherrschbaren Ausbruch"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus auf einem guten Weg. Die Ansteckungsrate sei unter einen wichtigen Wert gesunken, seit dem 12. April übersteige die Zahl der Genesenen täglich die der Neunfektionen. Im internationalen Vergleich stehe Deutschland gut da, man sei demütig, aber nicht übermütig, sagte Spahn in der Bundespressekonferenz.

Das deutsche Gesundheitssystem sei bislang zu keiner Zeit überfordert gewesen. Auch das spreche dafür, dass das System in guter Verfassung sei, mit den Kliniken und dem engmaschigen Netz an Hausärzten.

"Wir wollen schrittweise den Weg in eine neue Normalität finden", so Spahn weiter. Die Bürger müssten lernen, mit dem Virus zu leben. Stand heute hätte Deutschland gute Chancen, gut durch die Epidemie zu kommen.

17.4.2020 • 10:00 Uhr

Pressekonferenz von RKI-Chef Wieler und Minister Spahn

Die Live-Übertragung der PK ist inzwischen beendet.

17.4.2020 • 09:23 Uhr

Veteran sammelt weitere Millionen für britischen Gesundheitsdienst

Der 99-jährige Kriegsveteran Tom Moore, den die Briten nur liebevoll Captain Tom nennen, hat weitere Millionen Pfund für den Gesundheitsdienst des Landes, NHS, gesammelt. Inzwischen beläuft sich die Summe der Spenden auf 17,4 Millionen.

Moore hatte Anfang vergangene Woche die besondere Aktion gestartet: Als Ziel gab er aus, 100 Runden mit dem Rollator in seinem kleinen Garten zu schaffen. Dafür bat er um Spenden für den NHS. Am Donnerstagabend erreichte er sein Ziel - da belief sich die Summe bereits auf 15 Millionen Pfund. 

17.4.2020 • 09:03 Uhr

Kulturstaatsministerin verweist auf spezielle Hilfe für Solo-Selbständige

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat Solo-Selbstständigen im Künstlerbereich geraten, in den schwierigen Zeiten der Corona-Krise ein Sozialschutzpaket in Anspruch zu nehmen. Dieses richte sich gezielt an Solo-Selbstständige und Einzelne, denen ganz plötzlich die Gagen wegbrechen. Das Paket sei eine sehr vereinfachte Art von Grundsicherung ohne Vermögensprüfung.

60.000 Euro pro Person würden nicht in Anschlag gebracht, erklärte Grütters im ARD-Morgenmagazin. Dann würde die reelle Miete ersetzt, die reelle Heizung bezahlt. Wer Kinder habe, bekomme erleichtert Zuschläge. "Da ist am Ende eine Summe - für ein halbes Jahr gilt diese Regelung -, die tatsächlich die persönliche Lebenssituation absichert."

Grütters erklärte außerdem, dass sie nach der Öffnung von Buchhandlungen auch auf Wiedereröffnungen von Museen hoffe. Dazu gebe es kreative Möglichkeiten, um beispielsweise die Besucherzahlen zu begrenzen. Dass es bislang nicht zu einer derartigen Lösung gekommen sei, liege daran, dass man generell den Besucherverkehr in den Städten habe reduzieren wollen.

17.4.2020 • 08:42 Uhr

Immer noch sitzen Tausende Deutsche im Ausland fest

Nach Angaben von Außenminister Heiko Maas befinden sich immer noch Tausende Deutsche im Ausland, die auf Rückholung warten. Vor allem in Südafrika säßen noch etliche Bundesbürger fest. Haupthindernis sei die dortige strikte Ausgangssperre.

Maas erklärte weiter, man arbeite nach wie vor mit den EU-Partnern zusammen, um gemeinsam Rückflüge zu organisieren. Klar müsse aber auch sein, dass womöglich nicht für jeden Einzelfall eine Lösung gefunden werden könne. Insgesamt wurden in den vergangenen Wochen mehr als 240.000 Bürger in die Heimat geholt.

17.4.2020 • 08:25 Uhr

Esken hält Vermögensabgabe für verfassungsgemäß

Die Bundesvorsitzende der SPD, Saskia Esken, will an Plänen der Sozialdemokraten festhalten, eine Vermögensabgabe zur Bewältigung der Corona-Pandemie einzuführen - auch nach einem negativen Gutachten der Bundestagsverwaltung. Im ARD-Morgenmagazin erklärte die Politikerin, starke Schultern sollten mehr tragen können. "Es geht darum, auch die Lasten gerecht zu verteilen. Die SPD hat im Dezember ein umfassendes Steuerkonzept beschlossen, das ihrer Programmatik entspricht. Olaf Scholz hat dem zugestimmt. Ich habe vor einigen Tagen auch gehört, dass er über die Besteuerung von Einkommen nachdenkt."

Zum Gutachten der Bundestagsverwaltung erklärte sie: "Das ist ja eine interessante Sicht, denn die Vermögensabgabe steht ja in unserem Grundgesetz. Das ist eine Betrachtung des wissenschaftlichen Dienstes im Bundestag. Das habe ich schon wahrgenommen." Zwei Juristen, drei Meinungen, kommentierte Esken. Die Vermögensabgabe sei erst in den 1990er Jahren eingestellt worden. "Sie ist ja erhoben worden zu Anfangszeiten der Bundesrepublik. Und da hat sie der Verfassung entsprochen. Und das wird sie auch weiterhin."

17.4.2020 • 08:01 Uhr

Spahn kündigt Rückkehr zum Regelbetrieb in Krankenhäusern an

Gesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, dass die Krankenhäuser in Deutschland ab Anfang Mai schrittweise wieder in den Regelbetrieb zurückkehren werden. Im ARD-Morgenmagazin sagte er, etwa 25 bis 30 Prozent der Intensiv-Beatmungsbetten sollten weiterhin für Covid-19-Patienten frei gehalten werden. Durch die ergriffenen Maßnahmen habe das Land die erste Welle der Corona-Neuinfektionen aber so gut überstanden, dass nun eine neue Balance in den Krankenhäusern gefunden werden müsse.

17.4.2020 • 07:41 Uhr

Roche will im Mai neuen Coronavirus-Test auf den Markt bringen

Der Schweizer Pharmakonzern Roche will Anfang Mai einen Bluttest zur Diagnose der Lungenkrankheit Covid-19 in europäischen Ländern auf den Markt bringen. Bis Juni solle die Produktionskapazität auf eine hohe zweistellige Millionenzahl im Monat hochgefahren werden, erklärte der Konzern. Antikörper-Tests sind wichtig, um festzustellen, ob die an Covid-19 Erkrankten auch immun gegen das Virus geworden sind.

17.4.2020 • 06:59 Uhr

RKI meldet 3380 Neuinfektionen und 299 weitere Tote

In Deutschland ist die Zahl der gemeldeten Infektionsfälle nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) um 3380 auf 133.830 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle infolge einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus legte binnen 24 Stunden um 299 auf 3868 zu. Rund 81.800 Menschen sind demnach genesen, das sind rund 4700 mehr als am Vortag, wie das RKI auf seiner Internet-Seite mitteilte.

17.4.2020 • 06:55 Uhr

Wuhan meldet 1290 Tote mehr als bisher berichtet

Die chinesische Stadt Wuhan hat die Zahl der Corona-Toten überraschend um rund 50 Prozent nach oben korrigiert. Wie die Behörden mitteilten, sind in der zentralchinesischen Metropole, in der die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte, weitere 1290 Menschen in Folge der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Toten in Wuhan auf 3896 Tote. Bislang waren nur 2579 Tote berichtet worden.

17.4.2020 • 06:40 Uhr

Ex-Trump-Anwalt kommt wegen Corona wohl vorzeitig aus Haft

Der frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, soll laut einem Medienbericht wegen der Corona-Pandemie vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Wie der Sender CNN unter Berufung auf dessen Anwalt Roger Adler berichtete, informierte die US-Bundesgefängnisbehörde Cohen bereits entsprechend.

Michael Cohen | AP

Bild: AP

17.4.2020 • 06:28 Uhr

Auszahlung von Soforthilfe des Bundes in Sachsen gestoppt

Auch in Sachsen sind betrügerische Webseiten zur Beantragung von Corona-Soforthilfen für Unternehmen aufgetaucht. "Die Auszahlung der Soforthilfe-Zuschüsse des Bundes wird bis zur Klärung des Sachverhaltes gestoppt", teilte die Sächsische Aufbaubank (SAB) am Donnerstagabend mit. Die Darlehen des Freistaates Sachsen seien davon nicht betroffen."

Anträge für beide Programme könnten weiterhin gestellt werden, erklärte die Bank. Um Schäden zu vermeiden, sollten Antragsteller beim Aufrufen der Webseite zur Antragstellung auf die korrekte Schreibweise der Internetadresse der SAB achten: https://www.sab.sachsen.de/.

Zuvor war in Nordrhein-Westfalen nach Betrügereien das Soforthilfe-Programm für kleine Betriebe in der Corona-Krise zeitweise gestoppt worden. Heute soll es wieder anlaufen und dann auch besser vor Betrug geschützt sein.

17.4.2020 • 05:23 Uhr

Nach Abschiebeflug aus USA 44 Guatemalteken mit Virus infiziert

44 Guatemalteken sind nach ihrer Abschiebung aus den USA positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Sie waren alle in einem Flugzeug, das sie am Montag in ihre Heimat zurückgebracht hatte, wie aus Regierungskreisen verlautete. Offiziell bestätigte das guatemaltekische Präsidialbüro am Donnerstag nur fünf Infizierte. Man werde versuchen, mit dem Gesundheitsministerium zu klären, warum andere Zahlen kursierten, sagte ein Sprecher.

17.4.2020 • 04:55 Uhr

Internationale Medizinstudenten-Initiative

Medizinstudenten aus mehr als 30 Ländern haben eine internationale Kampagne zur Bekämpfung des Coronavirus unter jungen Leuten aus dem Boden gestampft. "Die Ursprungsidee war, dass besonders am Anfang - in Deutschland, aber auch international etwa in Asien oder Lateinamerika - die Jugend die Gefahr nicht ganz ernst genommen hat und teilweise nicht so auf die Quarantänemaßnahmen reagiert hat, wie man sollte", erläuterte Martin Ryll. Drei Medizinstudenten aus Singapur und Malaysia hätten daher "moreviralthanthevirus" initiierten, um Corona-Partys & Co. ein Ende zu machen.

17.4.2020 • 04:06 Uhr

Schäuble bringt Verkürzung der Sommerferien ins Spiel

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat eine Verkürzung der Sommerferien ins Gespräch gebracht. "Bis auf Ausnahmen bleiben die Schulen noch einige Zeit geschlossen. Daher frage ich mich, ob die Verantwortlichen in den Ländern darüber nachdenken, die Schulferien in der Sommerzeit etwas zu verkürzen", sagte der CDU-Politiker der Zeitung "Augsburger Allgemeine". Ein solcher Schritt böte Schülern die Gelegenheit, den durch die Corona-Pandemie versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen. "Im Moment ist ohnehin noch aus vielen Gründen unklar, wann und wie man im Sommer verreisen kann", sagte Schäuble.

17.4.2020 • 04:06 Uhr

Allergiker nicht besonders gefährdet

Pollen-Allergiker sind in der Corona-Pandemie nach Expertenangaben nicht stärker gefährdet als andere Menschen. "Die Reaktion auf Pollen führt zu einer Überreaktion des Immunsystems, das Immunsystem ist nicht geschwächt", erklärte Berthold Jany, ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin. Bisher zeigten vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, etwa durch Vorerkrankungen, schwere Verläufe der Covid-19-Krankheit.

17.4.2020 • 03:50 Uhr

RKI: Corona-Ansteckungsrate sinkt - wichtiger Wert unterschritten

Die Ansteckungsrate mit dem neuartigen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts gesunken. Laut der am Donnerstagabend veröffentlichten RKI-Statistik steckt jeder Infizierte nunmehr weniger als einen weiteren Menschen an, die sogenannte Reproduktionsrate liegt bei 0,7. Das bedeutet, dass die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht, wie das RKI berichtete. Anfang März lag die wichtige Kennziffer noch bei drei, am 8. April bei 1,3 - jeweils mit einer gewissen Schwankungsbreite. Die Kennzahl gibt an, wie viele Menschen eine erkrankte Person im Durchschnitt infiziert.

17.4.2020 • 03:50 Uhr

Heil verteidigt langsame Lockerung von Anti-Corona-Maßnahmen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat die langsame Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen gegen Kritik aus Wirtschaft und Opposition verteidigt. "Wir sind noch in der Akutphase. Schießen die Infektionszahlen wieder hoch, wäre das gesundheitlich und wirtschaftlich das Schlimmste, was uns passieren kann", sagte Heil der "Neuen Osnabrücker Zeitung".  "Wir dürfen noch keine Entwarnung geben. Wir müssen Katastrophen wie in Italien, Frankreich oder New York vermeiden. Denn das würde auch zu wirtschaftlichen Rückschlägen ungeahnten Ausmaßes führen", sagte Heil.