Ein Mann bekommt einen Corona-Nasenabstrich an einer Teststation auf der Avenue des Champs-Élysées in Paris. | AP
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ WHO meldet "Tsunami" an Infektionen ++

Stand: 06.01.2022 22:11 Uhr

Laut der WHO hat die Zahl der wöchentlichen Infektionen eine neue Rekordzahl erreicht. Das niedersächsische Gesundheitsministerium spricht sich für eine dritte Impfung für Jugendliche aus. Der Liveblog von Donnerstag zum Nachlesen.


  • Expertenrat sieht Gesundheitsversorgung gefährdet
  • Bald 60 Millionen mit Impf-Grundschutz
  • Fast zehn Millionen Infektionen in Afrika
  • Französische Nationalversammlung billigt strengere Corona-Regeln
  • Tennisstar Djokovic geht gerichtlich gegen Visums-Entzug vor
  • Brasilien startet Impfungen von Kindern ab fünf Jahren
  • RKI: 64.340 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 285,9
6.1.2022 • 22:09 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir beenden den Liveblog für heute und danken für Ihr Interesse.

6.1.2022 • 21:49 Uhr

Lauterbach: Omikron taugt nicht als Impfersatz

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach weist auf Twitter auf eine Studie aus Südafrika hin, wonach eine Omikron-Infektion bei Ungeimpften kaum gegen eine Erkrankung mit der Delta-Variante schützt. "Omicron taugt demnach nicht als Impfersatz", schreibt Lauterbach. Dies sei für die Debatte über eine Impfpflicht von Bedeutung.

6.1.2022 • 21:42 Uhr

WHO warnt vor Einstufung der Omikron-Variante als "mild"

Die Weltgesundheitsorganisation(WHO) hat davor gewarnt, die Omikron-Variante des Coronavirus als "mild" einzustufen. "Genau wie vorangegangene Varianten müssen Menschen wegen Omikron ins Krankenhaus, und es tötet Menschen", sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Auch wenn Omikron offenbar meist zu weniger schweren Krankheitsverläufen führe als die bisher vorherrschende Delta-Variante, dürfe die Variante deshalb nicht als "mild" eingestuft werden. Die "Flutwelle" an Neuinfektionen durch die Omikron-Variante sei "so riesig und schnell", dass sie weltweit zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führe, warnte Tedros.

Laut WHO wurden in der vergangenen Woche weltweit knapp 9,5 Millionen Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, 71 Prozent mehr als in der Vorwoche und ein neuer Höchststand. Die tatsächliche Zahl liege wegen des mit den Feiertagen verbundenen Rückgangs an Tests vermutlich noch deutlich höher, sagte Tedros.

6.1.2022 • 21:31 Uhr

Lauterbach über Djokovic: "Ist kein Vorbild"

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat Tennis-Star Novak Djokovic kritisiert. "Dass man in einer so existenziellen medizinischen Frage dann versucht, ein Vorbild zu sein, und nicht für sich eine Extrawurst reklamiert, das halte ich für geboten. Deswegen ist dieser Spieler für mich kein Vorbild", sagte Lauterbach bei RTL.

Der sehr wahrscheinlich ungeimpfte Djokovic war mit einer höchst umstrittenen medizinischen Ausnahmegenehmigung nach Australien gereist und am späten Mittwochabend (Ortszeit) in Melbourne gelandet. Die australische Grenzschutzbehörde hatte ihm aber die Einreise verwehrt, da er keine geeigneten Beweise zur Erfüllung der Einreisebestimmungen vorgelegt habe. Djokovic hat dagegen geklagt, ein Gericht in Melbourne will am Montag eine Entscheidung fällen. Eine Woche später beginnen die Australian Open.

"Die Sportler sind aus meiner Sicht ein Stück weit in der Pflicht, Vorbilder zu sein. Die Sportler leben im Prinzip vom Enthusiasmus und zum Teil vom Geld der Fans, der Zuschauer. Daher muss man auch etwas zurückgeben", fügte Lauterbach hinzu.

6.1.2022 • 21:16 Uhr

Italien meldet neuen Höchststand an Neuinfektionen

Italiens verzeichnet mit 219.441 Neuinfektionen einen neuen Höchststand. Den Daten des Gesundheitsministeriums zufolge sank dagegen die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle auf 198 von 231 am Vortag.

6.1.2022 • 21:13 Uhr

Johnson kritisiert Impfgegner

Der britische Premierminister Boris Johnson hat verbal gegen Gegner der Corona-Impfung ausgeteilt. "Ich möchte den Impfgegnern, den Leuten, die diesen Hokuspokus in den sozialen Medien verbreiten, sagen: Sie liegen völlig falsch", sagte Johnson. Diese Leute würden "völligen Unsinn über die Impfung erzählen". 

Großbritannien ist eines der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Länder in Europa. Seit Beginn der Pandemie starben nach offiziellen Angaben fast 150.000 Menschen. Seit Auftreten der Omikron-Variante Ende November steigen erneut die Ansteckungszahlen. "Es ist eine Tragödie, dass das (nationale Gesundheitssystem) NHS so unter Druck steht, dass unsere Ärzte und Krankenschwestern so viele Schwierigkeiten haben", sagte Johnson. In dieser Situation brauche es nicht noch Leute, die Unwahrheiten über die schützende Corona-Impfung verbreiteten.

Boris Johnson | picture alliance/dpa/AFP Pool/AP

"Es ist eine Tragödie, dass das (nationale Gesundheitssystem) NHS so unter Druck steht, dass unsere Ärzte und Krankenschwestern so viele Schwierigkeiten haben", sagt der britische Premierminister Boris Johnson. Bild: picture alliance/dpa/AFP Pool/AP

6.1.2022 • 21:04 Uhr

Portugal lockert Vorschriften für Geboosterte

Die portugiesische Regierung lockert die Vorschriften für Bürger mit einer Booster-Impfung. Ab nächstem Montag müssen diejenigen, die seit mindestens zwei Wochen gegen das Coronavirus geboostert sind, nicht mehr einen negativen Test nachweisen, um an Veranstaltungen teilzunehmen, wie der portugiesische Ministerpräsident António Costa mitteilte. Zudem müssten sie sich nicht mehr isolieren, es sei denn sie lebten in einem Haushalt mit einer infizierten Person. Dadurch dürften etwa 270.000 der derzeit etwa 400.000 Menschen in Isolation diese verlassen, sagte Costa. Mit den Lockerungen sollen Anreize geschaffen werden, damit sich Menschen boostern lassen, wie Costa zu verstehen gab.

6.1.2022 • 21:01 Uhr

Philippinischer Präsident will ungeimpfte Lockdown-Verweigerer festnehmen

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat die Festnahme von nicht gegen das Coronavirus geimpften Menschen angeordnet, die gegen die geltende Ausgangssperre im Land verstoßen. Wer sich weigere, entgegen den Anweisungen zu Hause zu bleiben, könne festgenommen werden, sagte Duterte. Bei der Corona-Pandemie handele es sich um einen "nationalen Notstand", der ein derartiges Vorgehen rechtfertige.

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus hatte die Regierung Anfang der Woche entschieden, dass in der Hauptstadt Manila und mehreren weiteren Städten Ungeimpfte ihre Häuser nur noch zum Einkauf lebensnotwendiger Güter oder zum Sport verlassen dürfen. Bisher sind erst weniger als die Hälfte der Philippiner gegen das Coronavirus geimpft. Er sei "erschüttert" über die niedrige Impfquote, sagte Duterte. "Wenn Sie sich nicht impfen lassen, bringen Sie alle in Gefahr" betonte er an die Ungeimpften gerichtet. 

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen stieg am Donnerstag auf mehr als 17.000, das sind mehr als dreimal so viele wie zwei Tage zuvor. Kurz vor Weihnachten hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen noch bei wenigen hundert gelegen.

6.1.2022 • 20:53 Uhr

Erneut mehr als 250.000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich meldet 261.481 Neuinfektionen. Die Zahl der im Krankenhaus verstorbenen Covid-Patienten steigt um 204.

6.1.2022 • 18:59 Uhr

Omikron verdrängt andere Varianten weiter

Der Anteil der ansteckenderen Corona-Variante Omikron am Infektionsgeschehen in Deutschland nimmt rasend schnell zu. So gingen in der Kalenderwoche 52 (bis 2.1.) laut Meldedaten aus den Bundesländern 44,3 Prozent der auf Varianten untersuchten Corona-Nachweise auf Omikron zurück, wie das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht schrieb. Eine Woche zuvor wurde der Wert noch mit 15,8 Prozent angegeben.

"Das aktuelle Geschehen in Deutschland wird zunehmend auch von der besorgniserregenden Variante Omikron bestimmt", schreibt das RKI. Der Anteil der Delta-Variante, die bis vor wenigen Wochen fast ausschließlich das Infektionsgeschehen dominiert hatte, werde kontinuierlich geringer.

6.1.2022 • 18:17 Uhr

WHO meldet Rekordzahl an Infektionen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Rekordzahl wöchentlicher Coronavirus-Infektionen weltweit gemeldet. Die Zahl sei in der vergangenen Woche um 71 Prozent auf knapp 9,5 Millionen gestiegen, teilte die WHO mit.

Tedros Adhanom Ghebreyesus | AFP

Generaldirektor Tedros sieht einen "Tsunami" an Neuinfektionen. Bild: AFP

Laut WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus ist es die bislang höchste Zahl der Coronavirus-Pandemie, ließ wissen. Es sei sicher, dass die Zahl wegen einer Verzögerung bei Tests während der Feiertage zum Jahresende zu niedrig angesetzt sei. Man habe es mit einem "Tsunami" durch die Omikron-Variante zu tun.

6.1.2022 • 17:48 Uhr

Bund und Länder wollen 2G-Plus in der Gastronomie

Bund und Länder wollen morgen über neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beraten. Laut einer Beschlussvorlage, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt, soll spätestens noch im Januar bundesweit der Zugang zur Gastronomie für Geimpfte und Genesene nur noch mit einem tagesaktuellen Test oder mit dem Nachweis einer Auffrischungsimpfung (Booster-Impfung) ab dem Tag der Auffrischungsimpfung möglich sein (2G-Plus) - unabhängig von der Inzidenz.

Beim Einkaufen in Geschäften und bei der Nutzung des öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs soll die Verwendung von FFP2-Masken nicht vorgeschrieben, jedoch dringend empfohlen werden.

Bund und Länder wollen für ein ausgewogenes Konzept zur Isolation von Erkrankten und zur Quarantäne von Kontaktpersonen sorgen. Um die vulnerablen Personen in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe wirksam zu schützen, kann die Isolation für die Beschäftigten nach erfolgter Infektion nach sieben Tagen durch einen obligatorischen PCR-Test beendet werden, wenn die Betroffenen zuvor 48 Stunden symptomfrei waren. Geboosterte, die Kontakt zu Infizierten hatten, müssen laut Beschlussvorlage nicht mehr in Quarantäne.

Für Schülerinnen und Schüler sowie Kinder in den Angeboten der Kinderbetreuung kann die Quarantäne demnach als Kontaktperson bereits nach fünf Tagen durch einen PCR- oder Antigenschnelltest beendet werden, da sie in serielle Teststrategien eingebunden sind. Ausnahmen von der Quarantäne sind möglich bei bestehendem hohen Schutzniveau wie zum Beispiel täglichen Testungen oder der Verhängung einer Maskenpflicht.

6.1.2022 • 17:48 Uhr

Niedersachsen empfiehlt Booster für Jugendliche

Das niedersächsische Gesundheitsministerium spricht sich für eine dritte Impfung für Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren aus. Angesicht der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus sei sie davon überzeugt, dass so viele Niedersachsen wie möglich eine Booster-Impfung erhalten sollten, teilte Gesundheitsministerin Daniela Behrens mit.

"Aus unserer Sicht besteht absolut kein Anlass, Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren eine Auffrischungsimpfung zu verwehren." Die Ständige Impfkommission empfiehlt Auffrischungsimpfungen derzeit allerdings nur für Personen ab 18 Jahren. Jugendlichen und Eltern, die sich dennoch für eine Booster-Impfung entscheiden, rät die Ministerin, sich bei Ihrer Hausarztpraxis oder an ihrem Wohnort informieren, ob es vor Ort Angebote für sie gibt.

6.1.2022 • 16:56 Uhr

Expertenrat warnt vor Gefährdung des Gesundheitssystems

DieCorona-Expertenkommission der Bundesregierung rechnet mit einer erheblichen Belastung des Gesundheitssystems durch die schnelle Ausbreitung der Omikron-Virus-Variante. "Trotz einer reduzierten Hospitalisierungsrate ist bei sehr hohen Inzidenzwerten aufgrund des hohen zeitgleichen Aufkommens infizierter Patient:innen mit einer erheblichen Belastung und regional auch Überlastung der Krankenhäuser und der ambulanten Versorgungsstrukturen (Praxen, Ambulanzen, Tageskliniken) und dem öffentlichen Gesundheitsdienst zu rechnen", heißt es in der zweiten Stellungnahme des Gremiums.

Da auch Geimpfte wieder infiziert würden, könnten Ansteckungen in der Belegschaften von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Versorgungsstrukturen für Personalprobleme sorgen. "Ein hohes Patientenaufkommen kombiniert mit akutem Personalmangel kann innerhalb von kurzer Zeit die allgemeine medizinische Versorgung in Deutschland gefährden", heißt es in der Stellungnahme der 19 Experten. Darauf müsse man sich einstellen, etwa mit verkürzten Quarantänezeiten, durch eine Verschiebung planbarer Eingriffe und einer Umverteilung von Personal.

6.1.2022 • 16:02 Uhr

Gericht: 2G-Regeln in Thüringen bleiben vorerst bestehen

Die geltenden Zulassungsbeschränkungen für den Thüringer Einzelhandel bleiben nach einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts in Weimar zunächst weiter bestehen. Der Eilantrag eines bundesweit tätigen Einzelhandelsunternehmens mit Filialen in Thüringen gegen die seit dem 23. Dezember im Freistaat geltende Corona-Verordnung sei am 30. Dezember abgelehnt worden (AZ: 3 EN 775/21), teilte das Gericht mit. Damit stünden bis auf die Geschäfte der Grundversorgung die Handelseinrichtungen weiterhin nur Genesenen und Geimpften (2G-Regel) offen.

Die Weimarer Richter entschieden damit anders als das Oberverwaltungsgericht in Niedersachsen in seinem Beschluss vom 22. Dezember 2021. Der für das dortige Landesrecht vorgenommenen Beurteilung seien die Thüringer Kollegen nicht gefolgt. Die von der Handelskette aufgeworfene Frage einer gleichheitswidrigen Behandlung müsse angesichts der notwendigen schwierigen tatsächlichen und rechtlichen Bewertung allerdings einer Klärung im Hauptsacheverfahren vorbehalten bleiben, räumten die Weimarer Richter ein.

6.1.2022 • 15:31 Uhr

Brasilien will Kinder ohne ärztliche Verschreibung impfen

Nach wochenlangen Querelen können in Brasilien nun Kinder zwischen fünf und elf Jahren im Rahmen der landesweiten Impfkampagne geimpft werden. "Das Gesundheitsministerium geht davon aus, das dieser Anteil der Bevölkerung, der auf etwa 20 Millionen Kinder geschätzt wird, ab Januar geimpft wird", hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums in Brasília. Demnach empfehle das Ministerium den Eltern, sich vor der Impfung von einem Arzt beraten zu lassen - und fordert nicht mehr eine ärztliche Verschreibung, wie von der Regierung ursprünglich vorgesehen.

6.1.2022 • 15:30 Uhr

Lindner mahnt zu "maßvollen" Eindämmungsmaßnahmen

Angesichts der befürchteten neuen Welle von Infektionen hat FDP-Chef Christian Lindner vor zu weitgehenden Eindämmungsmaßnahmen gewarnt. Noch sei nicht umfassend klar, welche Risiken die Omikron-Variante mit sich bringe, sagte Linder in seiner Rede beim Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart. "Deshalb empfehlen sich weiter Vorsicht und Aufmerksamkeit." Erforderlich seien nun "maßvolle Beschränkungen" .

"Der Schutz der Gesundheit ist ein hohes Gut", sagte der Bundesfinanzministe. "Aber das höchste Gut unserer Verfassung, das ist und bleibt die Freiheit." Das aktuelle Pandemiegeschehen dürfe nicht nur anhand der Zahl der Neuinfektionen bewertet werden, die vermutlich bald "drastisch" steigen werde, sagte Lindner. Das "eigentliche Ziel" müsse sein, "die Überforderung unseres Gesundheitssystems abzuwenden", sagte der FDP-Chef. Seine Partei bleibe bei ihrer Linie, "konsequenten Gesundheitsschutz einerseits mit möglichst viel gesellschaftlicher Freiheit andererseits" zu verbinden.

6.1.2022 • 15:23 Uhr

Österreich verschärft Corona-Regeln: FFP2-Masken im Freien

Österreich reagiert mit neuen Beschränkungen und kürzeren Quarantänefristen auf die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. Künftig muss im Freien eine FFP2-Maske getragen werden, wenn kein Zwei-Meter-Abstand eingehalten werden kann, wie Bundeskanzler Karl Nehammer in Wien ankündigte. Das gilt zum Beispiel für Fußgängerzonen und Warteschlangen. Außerdem wird der Handel zu Kontrollen verpflichtet, damit die 2G-Regel - also Einlass nur für Geimpfte und Genesene - eingehalten wird.

6.1.2022 • 15:21 Uhr

Schleswig-Holsteins Regierungschef Günther in Corona-Quarantäne

Wegen eines positiven Corona-Tests in seinem Arbeitsumfeld hat sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) in Quarantäne begeben. Er gelte als Kontaktperson, teilte die Staatskanzlei in Kiel mit. Ein Antigen-Schnelltest bei ihm habe ein negatives Ergebnis erbracht. Wegen seiner Quarantäne musste Günther Termine absagen, darunter eine Pressekonferenz zur Corona-Lage und seine Teilnahme am Empfang von Sternsingern.

6.1.2022 • 15:19 Uhr

Grünen-Gesundheitsexperte Dahmen: Schließung von Restaurants erwägen

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hat wegen der sich rasant ausbreitenden Corona-Variante Omikron die Länder aufgefordert, die Schließung der Gastronomie in den Blick zu nehmen. "Die Länder sollten jetzt in Erwägung ziehen, die Gastronomie, Bars, Clubs und Veranstaltungsorte zu schließen", sagte der Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Wenn sie sich dagegen entscheiden, ist die flächendeckende Einführung von 2G plus das absolute Minimum." 2G plus bedeutet, dass Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen müssen.

6.1.2022 • 14:59 Uhr

Kinderärzte für kürzere Quarantäne

Vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern haben Deutschlands Kinderärzte kürzere Quarantäne- und Isolationszeiten für Minderjährige gefordert. "Natürlich gehören auch Kinder zur kritischen Infrastruktur, sie sind unser Nachwuchs", sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Deswegen müssten für sie die gleichen verkürzten Absonderungspflichten gelten wie für Beschäftigte in systemrelevanten Berufen.

"Wenn die Omikron-Welle kommt, würden bei den geltenden Regeln bald absehbar die Hälfte der Kinder infiziert oder in Quarantäne sein", sagte Fischbach. Dies bedeute eine Schließung der Kindertagesstätten und Schulen durch die Hintertür, "die mit Blick auf die geringere Gesundheitsgefährdung für Minderjährige nicht vertretbar wäre" - denn Kinder erkrankten viel seltener schwer an Corona als Erwachsene.

6.1.2022 • 14:59 Uhr

70 Prozent der Passagiere auf Flug infiziert

Nach einem Flug von Italien nach Indien sind 70 Prozent der Passagiere positiv auf das Coronavirus getestet worden. Vor dem Abflug in Mailand mussten die Fluggäste bereits einen negativen Test vorweisen, um nach Indien einreisen zu dürfen. Nach der Landung seien dann von den 179 Passagieren alle 160 Erwachsenen erneut getestet worden, berichteten indische Medien unter Berufung auf Behörden und den Flughafenchef in Amritsar.

Danach waren 125 Menschen positiv und wurden laut dem Fernsehsender NDTV in institutionelle Quarantäne geschickt. Nach der heftigen und tödlichen Corona-Welle vor knapp einem Jahr waren die Infektionszahlen in Indien monatelang tief. Nun steigen sie seit einiger Zeit wieder stark.

6.1.2022 • 14:24 Uhr

Fast 60 Millionen in Deutschland haben Grundschutz

In Deutschland haben laut dem Robert Koch-Institut 59,5 Millionen Menschen in Deutschland den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze erhalten. Das sind 71,5 Prozent der Bevölkerung. Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung haben mindestens 34 Millionen Menschen (40,9 Prozent) bekommen. Diese dritte Dosis gilt inzwischen als wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron.

Die Bundesregierung strebt eine Marke von 80 Prozent bis Ende Januar an, nachdem als Zielmarke zunächst der 7. Januar genannt worden war. Nicht geimpft sind bislang 21,3 Millionen Menschen (25,6 Prozent). Unter ihnen sind allerdings auch rund vier Millionen Kinder unter vier Jahren, für die bislang kein Impfstoff zugelassen ist.

6.1.2022 • 12:25 Uhr

Massiver Umsatzverlust in der Gastronomie

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) beklagt die "katastrophalen" Umsatzverluste der Branche im besonders wichtigen Weihnachts- und Silvestergeschäft. Der Umsatz im Gastgewerbe sei im Dezember um die Hälfte gegenüber Dezember 2019 eingebrochen, erklärte Dehoga-Präsident Guido Zöllick.

Laut aktueller Umfrage sehen 55,7 Prozent der Unternehmer ihren Betrieb aktuell in seiner Existenz gefährdet. Bereits im November habe der Umsatzverlust 34,1 Prozent betragen. "Vielfach sind Liquiditätsreserven aufgebraucht", berichtete Zöllick. Verantwortlich für die Umsatzverluste sind die Verschärfungen der Corona-Regeln, etwa die 2G- oder 2G Plus-Zugangsregelungen, Kontaktbeschränkungen, Veranstaltungsverbote, Sperrzeitregelungen sowie Schließungen von Clubs und Diskotheken. Der Umsatzrückgang für das Gesamtjahr 2021 beträgt laut Dehoga im Vergleich zum Vorkrisenjahr im Schnitt 41 Prozent.

6.1.2022 • 12:02 Uhr

Infektionszahl in Afrika bald bei zehn Millionen

Der afrikanische Kontinent nähert sich bei der Zahl der Corona-Infektionen mittlerweile der Zehn-Millionen-Marke und befindet sich in fünf Ländern nun in der fünften Infektionswelle. Die neue Coronavirus-Variante Omikron sei nun in 42 afrikanischen Ländern registriert worden, sagte John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC).

Insgesamt wurden bisher in Afrika laut CDC gut 9,8 Millionen Infektionen dokumentiert, von denen mehr als 229 000 tödlich waren. Die Dunkelziffer dürfte nach Angaben von Experten auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen jedoch höher liegen.

Nkengasong hält die Entdeckung weiterer Varianten im Laufe des Jahres für durchaus möglich. In ganz Afrika wurden vergangene Woche 300 000 Corona-Neuinfektionen gezählt - ein Anstieg von fünf Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Allerdings entfielen 49 Prozent der Fälle dabei auf das südliche Afrika. Der Kontinent hat mittlerweile knapp 547 Millionen Impfdosen beschafft, doch sind in Afrika weiter erst gut zehn Prozent der Bevölkerung zweifach gegen das Coronavirus geimpft. Nkengasong hofft, bis zum Jahresende diesen Wert auf 70 Prozent zu steigern.

6.1.2022 • 11:50 Uhr

Im Pandemiejahr 2021 mehr Bücher verkauft

Mit einem Umsatzplus von 3,2 Prozent hat der Buchmarkt in den zentralen Vertriebswegen das zweite Pandemie-Jahr 2021 abgeschlossen. Dieser Wert schließt nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels neben dem Sortimentsbuchhandel E-Commerce mit Amazon, den Bahnhofsbuchhandel, Kauf- und Warenhäuser sowie Elektro- und Drogeriemärkte ein.

Zusammengenommen sei sogar ein Umsatzplus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 herausgekommen. Das stationäre Geschäft alleine habe nach den Ladenschließungen im Frühjahr dagegen ein Minus von 3,1 Prozent gegenüber 2020 und von 11,5 Prozent gegenüber 2019 zu verzeichnen. Große Zuwächse gab es den Angaben zufolge mit 9,4 Prozent im Vergleich zu 2019 beim Kinder- und Jugendbuch, auch Belletristik (plus 4,2 Prozent) und Sachbücher (plus 1,6 Prozent) legten gegenüber dem Jahr vor der Pandemie zu. Ein Minus von 26,4 Prozent gab es dagegen bei der Reiseliteratur.

6.1.2022 • 11:25 Uhr

Söder für Verschiebung von Rückrundenstart des FC Bayern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich angesichts der vielen Corona-Fälle beim FC Bayern für eine Verschiebung des für Freitag geplanten Rückrundenauftakts gegen Borussia Mönchengladbach ausgesprochen. "Ich fände es besser, das würde verschoben", sagte Söder "Bild-TV".

Seiner Einschätzung nach als Fußball-Fan wäre es "nicht wettbewerbsfair", wenn die Begegnung wie geplant stattfinden würde. "Wir werden erleben, dass es bei anderen Mannschaften auch so sein kann. Und deswegen wäre es besser, das würde verschoben werden."

Bis Mittwochnachmittag waren im Kader des Bundesliga-Herbstmeisters neun Corona-Fälle bekannt. Das Eröffnungsspiel der Rückrunde in München steht damit auf der Kippe

6.1.2022 • 11:01 Uhr

Fehlender Corona-Test: Frau in China erleidet Fehlgeburt

In der im Lockdown befindlichen chinesischen Metropole Xi'an sind Mitarbeiter eines Krankenhauses bestraft worden, weil einer Frau wegen eines abgelaufenen Corona-Tests nicht geholfen worden ist und sie eine Fehlgeburt erlitten hat. Die Stadtregierung gab bekannt, dass der Generaldirektor des Gaoxin-Krankenhauses, Fan Yuhui, suspendiert und die Leiter der Ambulanz und der medizinischen Abteilung entlassen wurden. Auch weitere Beamte seien demnach bestraft worden.

Der Vorfall habe "in der Gesellschaft Besorgnis ausgelöst und schwerwiegende soziale Auswirkungen gehabt", hieß es in einer Mitteilung der Regierung. Laut Medienberichten musste die hochschwangere Frau zwei Stunden vor dem Krankenhaus warten, weil ihr Corona-Test demnach kurz zuvor abgelaufen und nicht mehr gültig war. 

6.1.2022 • 10:51 Uhr

Experte sieht Impfpflicht in Österreich auf wackligen Füßen

Die in Österreich geplante Corona-Impfpflicht steht nach Einschätzung von Experten durch die Verbreitung der Omikron-Variante rechtlich auf wackeligen Füßen. Da die Variante auch für Geimpfte ansteckender sei und sie das Virus ebenfalls verbreiten könnten, sei der Sinn der Maßnahme zunehmend fraglich, sagte der Verfassungsjurist Heinz Mayer der Nachrichtenagentur dpa. "Wenn die Impfung das Gesundheitssystem nicht ausreichend schützt, denn ist die Impfpflicht nicht zulässig."

Die österreichische Regierung will mit dem Schritt die mehr als eine Million Menschen ohne Impfschutz zur Injektion drängen.

6.1.2022 • 10:40 Uhr

Oktoberfest im Sommer? Vorschlag stößt bei Polizei auf Unverständnis

Eine mögliche Vorverlegung des Oktoberfests in den Sommer ist bei der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) in Bayern auf Unverständnis gestoßen. Im Juli sei kein anderes Großereignis in Bayern geplant, teilte der Landesvorsitzende der DPolG, Jürgen Köhnlein, mit. "Es wäre aber auch die einzige Phase, in der rund 30.000 Polizistinnen und Polizisten im Freistaat dann am besten gleichzeitig ihren Resturlaub aus 2021, massenweise Überstunden aus den diesjährigen Einsätzen und ihren Jahresurlaub 2022 einbringen könnten."

Die Stadt München prüft derzeit eine Vorverlegung des Oktoberfests, um eine erneute Absage wegen der Pandemie zu verhindern.

6.1.2022 • 09:55 Uhr

Französische Nationalversammlung billigt strengere Corona-Regeln

Nach heftigen Debatten hat die französische Nationalversammlung im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Einführung drastischer Einschränkungen für Ungeimpfte gebilligt. Die Regelungen sehen vor, dass Ungeimpfte künftig keinen Zugang mehr zu Orten wie Restaurants, Kinos oder Fernzügen haben. Am frühen Donnerstagmorgen nahm die Nationalversammlung das Gesetzesvorhaben in erster Lesung an. Nun muss sich noch der Senat mit dem Text befassen. Die Nationalversammlung hatte die Beratungen zuvor zweimal unterbrochen und den engen Zeitplan der Regierung damit gefährdet.

6.1.2022 • 09:54 Uhr

Australien meldet Anstieg der Corona-Neuinfektionen

Australien hat am Donnerstag einen weiteren Anstieg der Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden seien 72.000 positive Testergebnisse registriert worden, erklärten die Behörden. Am Tag zuvor wurden 64.000 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Krankenhauspatienten wegen einer Corona-Infektion stieg auf 3267 nach 2990 am Vortag.

Der Staat Victoria meldete mit 21.997 neuen Fällen den höchsten täglichen Anstieg seit Beginn der Pandemie. Queensland registrierte mehr als 10.000 Neuinfektionen und warnte, in dem Staat würden viele weitere Fälle vermutlich nicht entdeckt.

Auf einer Pressekonferenz verteidigte Premierminister Scott Morrison die neue Regelung, wonach Australier keinen PCR-Test mehr machen müssen, um einen positiven Antigen-Schnelltest zu bestätigen.

6.1.2022 • 09:50 Uhr

Biathlon-Weltcup in Oberhof: Russe Latypow Corona-positiv

Der russische Biathlet Eduard Latypow ist kurz vor dem Beginn des Weltcups im thüringischen Oberhof positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der russische Verband (RBU) am Donnerstag auf seiner Internetseite und in den sozialen Medien mit. Die Krankheit verlaufe asymptomatisch, hieß es von der RBU. Der 27 Jahre alte Latypow musste sich in Folge des positiven Testergebnisses sofort in Isolation begeben und wird beim ersten Weltcup des Olympia-Jahres vom Freitag an fehlen. Derzeit läuft noch die Kontaktnachverfolgung durch die lokalen Gesundheitsbehörden.

Insgesamt wurden vor dem Weltcup in Thüringen knapp 250 PCR-Tests bei nicht geimpften Teammitgliedern und Akkreditierten oder Personen mit Corona-Symptomen durchgeführt. Weitere positive Ergebnisse gab es bislang nicht. Auch alle 550 PCR-Tests, die zum Eintritt in die Event-Blase am Rennsteig nötig waren, fielen negativ aus. Insgesamt rund 75 Prozent der Teammitglieder im Biathlon-Weltcup gelten in Deutschland als geimpft oder genesen.

6.1.2022 • 09:45 Uhr

RKI meldet 727.813 weitere Impfungen

Die Impfkampagne in Deutschland beschleunigt sich wieder: Am Mittwoch ließen sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts 727.813 Personen impfen. Davon waren 576.122 Auffrischungsimpfungen. 50.162 Personen ließen sich erstmals impfen. Die Zahl liegt aber noch weit unter der Marke, die nötig ist, um die von der Regierung angepeilten 30 Millionen Corona-Impfungen im Januar zu erreichen.

6.1.2022 • 09:42 Uhr

Frankreich bereit für zweiten Booster

In Frankreich könnte es schon bald eine zweite Auffrisch-Impfung gegen das Coronavirus geben. Die Regierung stehe dazu bereit, sagt Ministerpräsident Jean Castex den Sendern BFM TV und RMC. "Wenn die Gesundheitsbehörden uns grünes Licht geben, werden wir es tun." Studienergebnissen aus Israel zufolge erhöht eine vierte Impfdosis die Antikörperwerte eine Woche später um das Fünffache.

Jean Castex | REUTERS

Die Regierung stehe bereit für eine zweite Auffrisch-Impfung gegen das Coronavirus, so Ministerpräsident Jean Castex. Bild: REUTERS

6.1.2022 • 09:34 Uhr

Djokovic bleibt zunächst in Melbourne

Der wahrscheinlich ungeimpfte serbische Tennisstar Novak Djokovic wird nach seinem Visumsentzug bei der Einreise nach Australien mindestens bis Montag in Melbourne bleiben. Das Gericht vertagte die Anhörung seiner Anwälte auf Montag, wie die Zeitung "The Age" am Donnerstag berichtete.

Der Weltranglisten-Erste will die Stornierung des Visums anfechten, um bei den am 17. Januar beginnenden Australian Open spielen zu können. Seine Anwälte hatten vor einem Gericht in Melbourne Rechtsmittel gegen den Visumsentzug eingelegt, wie das australische Nachrichtenportal "The Age" berichtete.

Ursprünglich sollte der 34-Jährige noch am Donnerstag die Heimreise antreten. Djokovic war mit einer höchst umstrittenen medizinischen Ausnahmegenehmigung nach Australien gereist.

6.1.2022 • 09:20 Uhr

Weitere Städte in China verhängen strikte Corona-Maßnahmen

In China treiben die Behörden wenige Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Peking und der Hauptreisezeit zum Neujahrsfest angesichts steigender Corona-Zahlen ihre Null-Covid-Stratgie mit weiteren rigiden Einschränkungen voran. In der zentral gelegenen Provinz Henan wurden am Donnerstag 64 lokal übertragene Ansteckungen mit Krankheitssymptomen gemeldet, nachdem es am Mittwoch nur vier gewesen waren. Trotz der zu anderen Ländern vergleichsweise sehr niedrigen Zahl verhängten mehrere Großstädte sogleich strenge Schutzmaßnahmen, die Reisen und das wirtschaftliche Leben einschränkten.

So beschränkte die Stadt Xuchang die Bewegungsfreiheit der Bürger auf das Minimum und ordnete Massentests für die mehr als vier Millionen Einwohner an. Der Bezirk Gushi mit einer Million Einwohnern wurde faktisch abgeriegelt, nachdem ein symptomatischer und ein asymptomatischer Infektionsfall festgestellt worden war. In den Städten Hebi und Kaifeng wurden Kultur- und Unterhaltungseinrichtungen sogar ohne Nachweis einer Neuinfektion geschlossen.

6.1.2022 • 08:38 Uhr

Brinkhaus fordert Regierungsvorschlag zur Impfpflicht

Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus sieht die Regierung in der Pflicht, einen Vorschlag zur allgemeinen Impfpflicht vorzulegen. "Das Ganze ist eine Führungsentscheidung", sagt der CDU-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Es gebe viele schwierige Einzelfragen: etwa ab wann, mit welchen Konsequenzen, wie oft und ab welchem Alter. "Da ist jetzt Olaf Scholz gefragt." Er könne das nicht ans Parlament delegieren. "Wir brauchen einen nationalen Konsens bei dem Thema Impfpflicht und der nationale Konsens muss durch den Bundeskanzler hergestellt werden." Den Antrag einiger FDP-Abgeordneter zur allgemeinen Impfpflicht lehnte Brinkhaus derweil ab.

6.1.2022 • 08:28 Uhr

RB Leipzig beklagt Corona-Verluste von 60 Millionen Euro

Fußball-Bundesligist RB Leipzig muss aufgrund der Coronavirus-Pandemie enorme Mindereinnahmen verkraften. "Insgesamt fehlen uns bisher 60 Millionen Euro, das aktuelle Jahr und die fehlenden Zuschauereinnahmen nicht eingerechnet. Das sind dramatische Verluste", sagte Vorstandschef Oliver Mintzlaff der "Leipziger Volkszeitung".

Das entspricht der bereits Anfang März vergangenen Jahres von Mintzlaff aufgestellten Kalkulation für die Saison 2020/21. Für die laufende Spielzeit hat RB mit einer Stadionauslastung von 30 Prozent geplant, muss allerdings seit Ende November vor leeren Rängen spielen.

6.1.2022 • 08:20 Uhr

Immunologe: Verkürzung der Quarantäne vertretbar

Der Immunologe Reinhold Förster hält die vorgeschlagene Verkürzung der Corona-Quarantäne auf sieben Tage für vertretbar. "Omikron wird die vorherrschende Variante sein, innerhalb von wenigen Tagen wird sie hier Delta weitgehend verdrängt haben. Und somit müssen wir uns darauf einstellen, mit sehr hohen Fallzahlen klarzukommen. Von daher ist die Reduktion der Quarantäne erstmal sinnvoll", sagte der Wissenschaftler von der Medizinischen Hochschule Hannover im ARD-Morgenmagazin.

6.1.2022 • 07:44 Uhr

China: Flugverkehr in Xi'an eingestellt

China stellt in der Stadt Xi'an wegen steigender Infektionszahlen den Flugverkehr ein. Alle nationalen und internationalen Passagierflüge vom Flughafen Xi'an Xianyang sind seit dem 5. Januar bis auf Weiteres ausgesetzt, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Der Virus-Ausbruch in der nordwestchinesischen Millionenmetropole ist der größte in China seit dem Lockdown in Wuhan Anfang 2020.

6.1.2022 • 07:26 Uhr

FDP-Abgeordnete stellen Antrag gegen allgemeine Impfpflicht

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Linda Teuteberg hat zusammen mit anderen Fraktionskollegen einen Antrag gegen die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht gestellt. "Eine allgemeine Impfpflicht ist das falsche Instrument", sagt die ehemalige FDP-Generalsekretärin im ARD-Morgenmagazin. Es gebe bei einer allgemeinen Impfpflicht große verfassungsrechtliche und praktische Probleme. "Daher haben wir diesen Antrag vorbereitet. Er ist Teil einer wichtigen Debatte." Man müsse sich vielmehr darum kümmern, die Impfungen leichter verfügbar zu machen und an die Menschen zu gelangen, die noch nicht erreicht wurden.

6.1.2022 • 07:02 Uhr

Japan: Strengere Maßnahmen für stationierte US-Soldaten

Japan hat die USA angesichts steigender Corona-Infektionen unter den US-Streitkräften dazu aufgefordert, die Bewegungsfreiheit ihrer Truppen in Japan einzuschränken. In einem Telefonat mit US-Außenminister Antony Blinken forderte dessen japanischer Kollege Yoshimasa Hayashi nach Angaben seines Ministeriums vom Donnerstag "nachdrücklich die Verstärkung der Maßnahmen, um eine Ausweitung der Infektionen zu verhindern".

Demnach sollten die USA "angesichts der Situation der Coronavirus-Infektionen bei den US-Streitkräften in Japan eine Einschränkung der Ausflüge" ihrer Soldaten in Erwägung ziehen, "um die Besorgnis der Anwohner zu verringern".

Die US-Streitkräfte in Japan erklärten daraufhin, dass sie die Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen auf ihren Stützpunkten landesweit verschärft hätten, einschließlich der Pflicht, auf und außerhalb des Stützpunktes Masken zu tragen und bei Ausflügen einen negativen Test vorzulegen. Nach Angaben der Behörden der Insel Okinawa meldete das US-Militär zwischen dem 15. Dezember und dem 5. Januar 998 Infektionen auf den Stützpunkten.

6.1.2022 • 06:45 Uhr

München: Fünf Menschen bei Corona-Protest verletzt

Die Münchner Polizei hat am Mittwochabend einen Demonstrationszug gegen die Einschränkungen der Corona-Pandemie verhindert und die Menschenansammlung aufgelöst. Bis zu 3000 Menschen hätten sich in der Innenstadt immer wieder in einzelnen Gruppen formieren wollen, teilte die Polizei mit. Ein Marsch vom Marienplatz zum Stachus sei schließlich mittels einer Polizeikette verhindert worden. Viele der Menschen seien der Aufforderung nicht gefolgt, den Platz zu verlassen, so die Polizei.

Bei der Feststellung von Identitäten hätten einige Protestierende versucht, Absperrungen der Polizei zu durchbrechen. Die Beamten hätten Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt. Fünf Menschen seien verletzt worden, davon zwei Polizisten. Eine Person sei wegen eines tätlichen Angriffs gegen Polizeibeamte festgenommen worden.

6.1.2022 • 06:31 Uhr

Djokovic geht gerichtlich gegen Visums-Entzug vor

Der serbische Tennisstar Novak Djokovic kämpft nach der Stornierung seines Einreise-Visums praktisch in letzter Minute gegen seine Abschiebung aus Australien. Anwälte des Weltranglisten-Ersten legten am Donnerstagnachmittag vor einem Gericht in Melbourne Rechtsmittel gegen den Visumsentzug ein, wie das australische Nachrichtenportal "The Age" berichtete. Demnach suchten sie noch Dokumente zusammen und sollten im Laufe des Tages von Richter Anthony Kelly gehört werden.

6.1.2022 • 06:17 Uhr

Brasilien startet Impfungen von Kindern ab fünf Jahren

Brasilien will noch im Januar mit Corona-Impfungen von Kindern zwischen fünf und elf Jahren beginnen. Die Ausstellung eines medizinischen Rezepts für Minderjährige werde nicht nötig sein, teilten Vertreter des Gesundheitsministeriums mit. Vor einigen Wochen hatte die zuständige Zulassungsbehörde das Vakzin von BioNTech/Pfizer für Kinder genehmigt.

Dagegen stemmte sich Präsident Jair Bolsonaro, der Zweifel an der Wirksamkeit der Präparate säte und sich im vergangenen Jahr weigerte, sich impfen zu lassen. Zuletzt warnte er vor möglichen Nebenwirkungen bei Impfungen von Kindern.

Eine Studie von US-Gesundheitsbehörden bestätigte Ende Dezember, dass gravierende Nebenwirkungen durch das Pfizer-Vakzin bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren selten sind. Das Ergebnis basiert auf fast acht Millionen Dosen, die Minderjährigen in dieser Altersgruppe verabreicht wurden. 

6.1.2022 • 06:11 Uhr

Passionsspiele: Text-Proben starten unter Corona-Bedingungen

Unter erschwerten Pandemie-Bedingungen gehen die Vorbereitungen auf die Passionsspiele in Oberammergau in die heiße Phase. Am Donnerstagabend treffen sich erstmals rund 150 Darsteller zur Leseprobe. Dabei sind alle, die eine Sprechrolle haben - und alle müssen vor der Probe einen Corona-Antigen-Test machen.

"Wir wollen täglich alle testen", sagte Spielleiter Christian Stückl vor der Probe. Insgesamt 2100 Oberammergauer und damit mehr als ein Drittel der gut 5000 Einwohner wirken an der Aufführung mit, die am 14. Mai Premiere feiern soll. Für alle Mitwirkenden gilt 3G am Arbeitsplatz, also geimpft, genesen oder getestet - die Gemeinde ist hier Arbeitgeber.

6.1.2022 • 06:08 Uhr

Städte- und Gemeindebund fordert Planung für vierte Impfung

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert von Bund und Ländern bei ihrem Treffen am Freitag, die Planung für eine vierte Impfung zu beginnen. Dabei sollten zusätzliche Impfzentren in Betracht gezogen werden, zitiert das Redaktionsnetzwerk Deutschland Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg in einem Vorabbericht. "Insgesamt muss der Grundsatz gelten: Weniger auf Sicht fahren, mehr vorausschauend planen."

6.1.2022 • 06:00 Uhr

Stark-Watzinger für Impfung bei Kindern ab fünf Jahre

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger hält eine Corona-Impfung von Fünf- bis Zwölfjährigen für sinnvoll. "Eltern sollen sich am besten von den Ärzten ihres Vertrauens beraten lassen und dann eine Entscheidung treffen. Es wäre gut, wenn die Ständige Impfkommission hier für mehr Klarheit sorgen würde", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung". In der Zwischenzeit sollte es für 12- bis 18-Jährige verstärkt Impfangebote geben. "Wir brauchen insgesamt mehr niedrigschwellige Impfangebote in Form von mobilen Teams an den Schulen", sagte Stark-Watzinger. 

6.1.2022 • 05:47 Uhr

Caritas-Präsidentin gegen Impfpflicht zum jetzigen Zeitpunkt

Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa spricht sich gegen eine allgemeine Impfpflicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus, plädiert aber auch dafür, dieses Instrument nicht zu überschätzen. Gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Welskop-Deffaa, die Verhältnismäßigkeit einer allgemeinen Impfpflicht hänge davon ab, ob die Impfung mehr leisten könne als den Schutz vor einer schweren Erkrankung, also etwa auch den Schutz vor einer Ansteckung Dritter. "Ist das nicht der Fall, und im Augenblick ist die Erkenntnislage dazu eher ungewiss, müsste die Abwägung vorsichtiger ausfallen", sagte Welskop-Deffaa. "Jetzt in diesem Moment würde ich daher keine allgemeine Impfpflicht einführen." Das Thema sei allerdings im Caritas-Verband noch nicht ausdiskutiert. "Wir müssen bereit sein, anhand klarer Maßstäbe konkrete Vorschläge im Lichte neuer Erkenntnisse immer wieder sorgsam neu zu prüfen", forderte die Caritas-Präsidentin.

6.1.2022 • 05:06 Uhr

Buyx: Ethikrat wollte Politik Impfpflicht-Entscheidung nicht abnehmen

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, mahnt zu einer differenzierten Diskussion über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. Bei seiner im Dezember veröffentlichten Stellungnahme sei es dem Ethikrat weniger um eine Positionierung gegangen als um eine Analyse relevanter Fragen, sagte Buyx der Deutschen Presse-Agentur. "Es ging uns darum zu sagen: Liebe Politiker, Ihr müsst das am Ende entscheiden, das nehmen wir euch nicht ab. Aber hier sind die Dinge, über die man bei dieser Entscheidung nachdenken muss."

Der Ethikrat befürwortet in der Stellungnahme mehrheitlich eine Ausweitung der kürzlich beschlossenen Corona-Impfpflicht für Personal in sensiblen Einrichtungen auf "wesentliche Teile der Bevölkerung". Zum Umfang und der genauen Ausgestaltung einer erweiterten Impfpflicht gab es jedoch unterschiedliche Auffassungen. Der weit überwiegende Teil des 20-seitigen Papiers behandelt praktische, rechtliche oder ethische Fragen und stellt die Datenlage dar. Die Empfehlungen umfassen nur etwas mehr als zwei Seiten.

6.1.2022 • 04:36 Uhr

Forscher warnt vor Verzicht auf Quarantäne für Geboosterte

Kurz vor dem Bund-Länder-Treffen zur Corona-Lage hat Epidemiologe Hajo Zeeb auf die Wichtigkeit von Tests bei einer möglichen Verkürzung der Quarantäne hingewiesen. Bisherige Erkenntnisse sprächen dafür, dass der Großteil der Übertragungswahrscheinlichkeit bei der Omikron-Variante in den ersten sieben Tagen nach der Ansteckung liege, erläuterte der Experte vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen der Deutschen Presse-Agentur. Wenn man hier einen PCR-Test oder zwei Schnelltests einführe, "könnte das ein Weg sein, die Isolation von Infizierten früher zu beenden, und so von den langen 14 Tagen herunterzukommen". Für Quarantäne von Kontaktpersonen könnte ähnliches gelten, teilte Zeeb weiter mit. Ganz auf Quarantäne für Geboosterte zu verzichten "dürfte aber keine gute Idee sein". Omikron werde beispielsweise etwa 2,5- bis 3,5-fach infektiöser als Delta eingestuft.

6.1.2022 • 04:18 Uhr

RKI meldet 64.340 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 285,9

Das Robert-Koch-Institut meldet binnen 24 Stunden 64.340 Corona-Neuinfektionen. Das sind 21.570 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche, als 42.770 Positiv-Tests gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 285,9 von 258,6 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 443 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 113.368. Insgesamt wurden in Deutschland bislang mehr als 7,36 Millionen Corona-Infektionen registriert.

6.1.2022 • 04:18 Uhr

CDC empfiehlt BioNTech/Pfizer-Booster für zwölf bis 17-Jährige

Das US-Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC) empfiehlt Auffrischungsimpfungen für Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren. Fünf Monate nach der ersten Impfserie mit dem BioNTech/Pfizer-Vakzin sollte der Booster erfolgen, teilt die CDC mit.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Januar 2022 u.a. um 09:00 Uhr und 12:00 Uhr.