Menschen gehen am Bocage-Platz im Lissabonner Stadtteil Setubal vorbei. | dpa
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Coronavirus-Pandemie ++ Portugal hebt fast alle Beschränkungen auf ++

Stand: 23.09.2021 22:43 Uhr

Bars und Nachtclubs in Portugal dürfen ab Oktober wieder Gäste empfangen - in Restaurants dürfen alle Sitzplätze belegt werden. Eine Zulassung des BioNTech-Impfstoffs für Kinder in der EU könnte noch in 2021 erfolgen. Alle Entwicklungen vom Donnerstag zum Nachlesen.

  • 6,5 Millionen Euro zur Erforschung der Langzeitfolgen
  • Lambrecht: Start der "Corona-Auszeit für Familien"
  • Moderna-Chef rechnet Mitte 2022 mit Pandemie-Ende
  • RKI: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 63,1
  • Kommunen begrüßen Ende des Quarantäne-Lohnersatzes für Ungeimpfte
23.9.2021 • 22:43 Uhr

Ende des Liveblogs

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23.9.2021 • 22:07 Uhr

Afrikanische Staaten fordern gerechtere Impfstoffverteilung

Das drastische Ungleichgewicht bei der Verteilung von Corona-Impfstoffen war ein zentrales Thema bei der UN-Vollversammlung in New York. Staats- und Regierungschefs afrikanischer Staaten, deren Bevölkerung bislang kaum Zugang zu den Vakzinen hat, sprachen in der Generaldebatte dazu. "Niemand ist sicher, wenn wir nicht alle sicher sind", lautete ihr gemeinsames Credo. Das Virus kenne weder Kontinente und Grenzen noch Nationalitäten oder sozialen Status, sagte der Präsident Tschad, Mahamat Idriss Déby Itno. Länder und Regionen mit nicht geimpfter Bevölkerung würden zu einer Quelle neuer Virusvarianten, sagte er.

Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa bezeichnete Impfstoffe als beste Verteidigung der Menschen gegen die Pandemie. Es sei daher besorgniserregend, dass die Weltgemeinschaft das Prinzip von Solidarität und Zusammenarbeit bei der Sicherstellung von Zugang zu Corona-Impfstoffen nicht hochhalte, sagte er über eine Videoschalte.

Der angolanische Präsident João Lourenço sagte, die Ungleichheit zwischen Ländern mit Blick auf die Impfstoffverteilung sei schockierend. Manche Länder verabreichten bereits Auffrischungsimpfungen, "während in anderen, wie in Afrika, die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung noch nicht einmal die erste Dosis erhalten hat". Der namibische Präsident Hage Geingob sprach in diesem Zusammenhang von "Impfstoff-Apartheid".

23.9.2021 • 18:58 Uhr

Portugal will fast alle Beschränkungen beenden

Portugal will fast alle verbliebenen Corona-Beschränkungen aufheben. Ab 1. Oktober dürften in Restaurants und kulturellen Veranstaltungen etwa wieder alle Sitzplätze besetzt werden, sagte Ministerpräsident Antonio Costa. Bars und Nachtclubs, die seit März 2020 geschlossen waren, dürften nun wieder öffnen.

Mit dem Ende der gesetzlichen Einschränkungen gehe die Verantwortung auf jeden einzelnen Bürger über. Weiterhin obligatorisch müssten Masken jedoch in öffentlichen Transportmitteln, bei Großveranstaltungen, in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Einkaufsmeilen und Supermärkten getragen werden.

23.9.2021 • 18:25 Uhr

Kubas Präsident kritisiert ungleiche Impfstoffverteilung

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat bei der UN-Generaldebatte die ungleiche Verteilung von Coronavirus-Impfstoffen angeprangert. Mehr als 80 Prozent der bisher eingesetzten Dosen seien in Ländern mit mittlerem bis hohem Einkommensniveau verabreicht worden, deren Einwohnerinnen und Einwohner weit weniger als die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachten, sagte er in einer aufgezeichneten Rede, die in New York gezeigt wurde. "Hunderte Millionen Menschen in einkommensschwachen Ländern warten noch immer auf ihre erste Dosis und können nicht abschätzen, ob sie diese jemals erhalten werden." Es sei unvorstellbar, dass währenddessen die weltweiten Militärausgaben im vergangenen Jahr fast zwei Billionen US-Dollar (rund 1,7 Billionen Euro) betragen hätten, sagte Díaz-Canel. "Wie viele Leben wären gerettet worden, wenn diese Mittel für die Gesundheit oder die Herstellung und Verteilung von Impfstoffen verwendet worden wären?" Kuba setzt selbst entwickelte Impfstoffe gegen das Coronavirus ein.

23.9.2021 • 18:06 Uhr

STIKO: Auffrischungsimpfungen zunächst nur für Risikopatienten

Die Ständige Impfkommission (STIKO) will Auffrischungsimpfungen zunächst nur für Risikopatienten empfehlen. "Wir haben die Sichtung aller wissenschaftlichen Daten zur Frage der Auffrischungsimpfungen für bestimmte Risikogruppen abgeschlossen und als Kommission eine Empfehlung beschlossen", sagt der STIKO-Vorsitzende Thomas Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Stiko empfiehlt abgestuft Auffrischungsempfehlungen für Menschen mit Immundefekten oder Erkrankungen, bei denen das Immunsystem medikamentös reguliert wird, etwa bei Rheuma oder nach einer Transplantation."

23.9.2021 • 17:14 Uhr

Impfstoff: Novavax beantragt Notfallzulassung bei WHO

Der US-Pharmakonzern Novavax und das indische Serum-Institut haben nach eigenen Angaben bei der WHO einen Antrag auf Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff gestellt. Damit könnte das Präparat im Rahmen der internationalen Hilfsinitiative Covax eingesetzt werden, die ärmere Länder mit Vakzinen versorgen soll. Der Antrag bei der Weltgesundheitsorganisation stütze sich auf eine bereits erfolgte Einreichung bei den zuständigen indischen Behörden, hieß es. Im Juni erklärte der Hersteller, das Vakzin sei zu etwa 90 Prozent wirksam gegen symptomatische Covid-19-Erkrankungen.

Spritze und Fläschchen mit Corona-Impfstoff des Hersteller Novavax | AFP

Der Impfstoff von Novavax ist leichter zu lagern und zu transportieren als manche anderen Vakzine. Auf ihm ruhen große Hoffnungen für eine bessere Versorgung von Entwicklungsländern mit Impfstoffen. Bild: AFP

23.9.2021 • 17:06 Uhr

BioNTech: Entscheidung über Einsatz bei Kindern noch 2021

Eine Zulassung des BioNTech-Impfstoffs für Kinder in der Europäischen Union könnte noch in diesem Jahr erfolgen. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA erklärte, sie habe noch keinen Antrag auf die Erweiterung der Genehmigung für unter Zwölfjährige erhalten. Damit rechne sie aber für Anfang Oktober. Die Bewertung des Zulassungsantrags dürfte dann rund vier Wochen dauern. Die beiden Unternehmen hatten Anfang der Woche Ergebnisse aus der Studie mit dem Impfstoff zum Einsatz bei Fünf- bis Elfjährigen vorgelegt und erklärt, nun schnellstmöglich für diese Altersgruppe die Zulassung beantragen zu wollen.

23.9.2021 • 16:54 Uhr

Spahn: 3G-Nachweise stärker kontrollieren

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat stärkere Kontrollen von Nachweisen angemahnt, wenn Corona-Zugangsregeln nur für Geimpfte, Genesene und Getestete gelten. "Ich glaube, dass mehr verbindliches Überprüfen auch bei uns noch den einen oder anderen überzeugen kann, sich impfen zu lassen", sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtenportal Watson.

Ein Schild mit Hinweis auf die 3G-Regel steht vor einem Restaurant. | dpa

Bund und Länder haben mit Blick auf Herbst und Winter vereinbart, dass in bestimmten Innenräumen die 3G-Regel gelten soll: Zugang nur für vollständig Geimpfte, Genesene oder aktuell negativ Getestete. Dies ist jeweils auch durch Nachweise zu belegen. Bild: dpa

23.9.2021 • 16:25 Uhr

AstraZeneca vereinbart Milliondeal für RNA-Technologie

Der britische Pharmakonzern AstraZeneca setzt in einem Millionendeal auf eine nächste Generation der RNA-Technologie. Mit dem Startup VaxEquity, das von dem Impfstoffexperten Robin Shattock vom Imperial College London gegründet wurde, sei eine Partnerschaft zur Entwicklung neuer Medikamente auf Basis dieser Technologie vereinbart worden, teilte AstraZeneca mit.

VaxEquity erhalte dafür von AstraZeneca eine Zahlung von bis zu 195 Millionen Dollar, wenn bestimmte Meilensteine im Zuge der Kooperation erreicht werden.

23.9.2021 • 15:59 Uhr

Niedersachsen: Singen und Musizieren in Schulen erlaubt

Das Singen und Musizieren in niedersächsischen Schulen ist im Rahmen der gültigen Corona-Regeln grundsätzlich möglich. Gleichzeitig werde kontinuierlich geprüft, wann und wo weitere Lockerungen möglich seien, sagte der Sprecher des Niedersächsischen Kultusministeriums, Sebastian Schumacher, auf epd-Anfrage. Ein neuer Rahmenhygieneplan des Bundeslandes ist seit Mittwoch in Kraft.

Es müsse unterschieden werden, was in der Schule als Pflichtveranstaltung gelte und was im Privaten passiere, sagte Schumacher weiter: "Ob ich zur Chormesse gehe oder ins Stadion oder in die Kneipe ist eine individuelle Entscheidung - kann ich machen, muss ich aber nicht." Demgegenüber gebe es die Schulpflicht, die Kinder müssten also zur Schule. Daraus abgeleitet bestehe auch die Pflicht, angemessen für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Schülern und Beschäftigten zu sorgen.

23.9.2021 • 15:44 Uhr

Immunologin: Gefährlichere Corona-Variante unwahrscheinlich

Eine der Entwicklerinnen des Astrazeneca-Impfstoffs gegen Corona hält die Entstehung einer noch gefährlicheren Variante des Virus als Delta aktuell für eher unwahrscheinlich. "Normalerweise werden Viren harmloser, während sie zirkulieren, und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass es noch eine bösartigere Version von Sars-CoV-2 geben wird", sagte die Immunologin Sarah Gilbert von der Universität Oxford bei einer Online-Veranstaltung der Royal Society of Medicine.

Sie gehe auch nicht davon aus, dass das Virus so mutiere, dass es sich etwa der Wirkung der Impfstoffe entziehe. Vielmehr vermutet Gilbert, dass das Virus sich angesichts der wachsenden Immunität in der Bevölkerung ähnlich wie andere saisonale Coronaviren entwickeln werde.

23.9.2021 • 15:04 Uhr

"Corona-Auszeit für Familien" gestartet

Familien mit geringen Einkommen oder Angehörigen mit Behinderung können sich künftig in einem einwöchigen Urlaub in gemeinnützigen Ferienstätten von der Corona-Pandemie erholen. Nach den Anstrengungen durch die Pandemie sehnten sich viele Familien danach, endlich wieder rauszukommen, abzuschalten und Kraft zu tanken, sagte Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht zum Start der "Corona-Auszeiten für Familien" in Bünsdorf in Schleswig-Holstein.

Die mit 50 Millionen Euro ausgestattet Maßnahme ist Teil des zwei Milliarden Euro umfassenden Corona-Aufholprogramms der Bundesregierung. Berechtigte Familien müssen für ihren Urlaubsaufenthalt nur etwa zehn Prozent der Kosten für Unterkunft und Verpflegung zahlen. Den Rest erhält die jeweilige Einrichtung aus den Mitteln des Corona-Aufholpakets.

Eine Familie sitzt auf einer Treppe auf dem Burgplatz in einem aufgemalten Kreis, der  die Einhaltung des Mindestabstandes während der Corona-Pandemie gewährleisten soll. | dpa

Eine Familie sitzt auf einer Treppe auf dem Burgplatz in einem aufgemalten Kreis, der die Einhaltung des Mindestabstandes während der Corona-Pandemie gewährleisten soll. Bild: dpa

23.9.2021 • 15:02 Uhr

Griechenland: Justiz soll Anzeigen von Corona-Leugnern ablehnen

Die Justiz in Griechenland will künftig bei Strafanzeigen von Impfgegnern und Corona-Leugnern keine Verfahren mehr einleiten, wenn sich die Beschwerden gegen die Einhaltung von Corona-Maßnahmen richten. Das teilte der Staatsanwalt des obersten griechischen Gerichtshofes, Vassilis Pliotas, in einem Rundschreiben an die Staatsanwälte im ganzen Land mit. Die Juristen sollen die Fälle sofort prüfen.

Sie sollen die Anzeige aber als unzulässig ablehnen, wenn es dem Anzeigeerstatter offensichtlich darum geht, die vom Staat erlassenen Corona-Maßnahmen auszuhebeln, hieß es in dem Schreiben, dass der Tageszeitung "Kathimerini" vorlag.

23.9.2021 • 14:55 Uhr

Israel: Lehrer ohne Grünen Pass werden ohne Gehalt beurlaubt

In Israel werden Lehrer ohne den sogenannten Grünen Pass, die sich auch nicht auf das Coronavirus testen lassen wollen, ab dem 3. Oktober vom Unterricht freigestellt. Den Grünen Pass gibt es für Geimpfte und Genesene. Die Lehrer dürfen dann auch nicht online unterrichten und erhalten kein Gehalt, wie eine Sprecherin des Erziehungsministeriums bestätigte.

Laut Medienberichten sind von 3. Oktober an Grüne Pässe auch nur noch bis zu sechs Monate nach der zweiten Impfung gültig. Danach müssen Betroffene eine dritte Spritze als Auffrischung erhalten.

Israel bemüht sich angesichts hoher Infektionsraten die stagnierende Impfquote zu erhöhen und Impfskeptiker und -verweigerer zu erreichen. Bisher sind rund 60 Prozent der 9,4 Millionen Einwohner zweifach geimpft, knapp 34 Prozent dreifach. Experten haben bereits in den vergangenen Tagen vor einer Überlastung des Gesundheitssystems durch ungeimpfte schwerkranke Corona-Patienten gewarnt.

23.9.2021 • 13:27 Uhr

6,5 Millionen Euro für Forschung zu Corona-Spätfolgen

Mit 6,5 Millionen Euro unterstützt die Bundesregierung die Erforschung der Langzeitfolgen von Covid-19-Erkrankungen. Ziel sei es, "möglichst zeitnah" die Kenntnisse über Long Covid zu verbessern. Sehr viele Patientinnen und Patienten litten auch Wochen oder Monate nach einer Infektion noch an Symptomen, unabhängig von der Schwere des Krankheitsverlaufs, sagte Forschungsministerin Anja Karliczek. "Diese Menschen bestmöglich versorgen zu können, bleibt eine Herausforderung für Ärztinnen und Ärzte und in besonderer Weise auch für die Wissenschaft", erklärte die Ministerin. Umso dringender brauche es fundierte Erkenntnisse, wie den Menschen bestmöglich geholfen werden könne.

BUndesbildungsministerin Karliczek | dpa

Bundesbildungsministerin Karliczek Bild: dpa

23.9.2021 • 13:12 Uhr

Reaktionen zum Ende des Lohnersatzes für Ungeimpfte

Ungeimpfte sollen bald keinen Lohnersatz mehr erhalten, wenn sie in Quarantäne müssen: Befürworter finden das gerecht, Kritiker sehen in dem Beschluss der Gesundheitsminister aber eine "Impfpflicht durch die Hintertür":

23.9.2021 • 12:24 Uhr

Bericht: EMA entscheidet Anfang Oktober über Booster-Impfung

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will einem Insider zufolge schon bald über Auffrischungsimpfungen mit dem Covid-19-Impfstoff von BioNTech und Pfizer entscheiden. Die Entscheidung werde Anfang Oktober erwartet, sagte eine mit der Sache vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Die EMA hatte Anfang September mit der Überprüfung begonnen und erklärt, in den nächsten Wochen zu einem Ergebnis kommen zu wollen. In den USA hatte die Arzneimittelbehörde FDA am Mittwoch grünes Licht für Booster-Impfungen mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer für Menschen ab 65 Jahren sowie bestimmte Hochrisikogruppen gegeben.

23.9.2021 • 12:22 Uhr

Voßkuhle: Rechtsstaat hat in Pandemie funktioniert

Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, sieht keine Versäumnisse der Justiz in der Corona-Pandemie. "Über den Inhalt der Entscheidungen kann man natürlich streiten, aber der Rechtsstaat hat funktioniert und weiter gearbeitet", sagte Voßkuhle, dessen Amtszeit im Juni 2020 zu Ende gegangen war, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Karlsruher Richterinnen und Richter schauten sich "jeden Fall genau an". "Allen Beteiligten ist klar, wie zentral die Fragen sind und dass es dazu gute Urteile braucht."

Dem Bundesverfassungsgericht war teilweise vorgeworfen worden, angesichts der Klagewelle gegen die Grundrechtseinschränkungen zu viel Zeit verstreichen zu lassen und immer nur Eil- und keine Grundsatzentscheidungen zu treffen.

23.9.2021 • 12:19 Uhr

Spahn für mehr Unabhängigkeit von China

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich als Lehre aus der Corona-Pandemie für mehr Unabhängigkeit von Lieferungen aus China bei wichtigen medizinischen Produkten ausgesprochen. Dazu gehöre die Förderung von Entwicklungen in der Bio- und Gentechnologe, damit Deutschland wieder stärker "Apotheke der Welt" werde, sagte der CDU-Politiker beim Apothekertag in Düsseldorf. Es gebe Bereiche, in denen mehr Souveränität wichtig sei.

23.9.2021 • 11:28 Uhr

Chipmangel: Weltweit 7,7 Millionen weniger Autos

Der Chipmangel führt bei Automobilunternehmen weltweit zu erheblichen Produktionsausfällen. Insgesamt werden im Jahr 2021 nach einer aktuellen Prognose aufgrund des Mangels an Halbleitern 7,7 Millionen Fahrzeuge nicht produziert, wie das Beratungsunternehmen AlixPartners mitteilte.

Im Mai war das Unternehmen noch von einem deutlich niedrigeren Produktionsausfall von rund 3,9 Millionen Autos ausgegangen. Der Gesamtwert der nicht produzierten Autos beläuft sich demnach auf 210 Milliarden Dollar (rund 179 Milliarden Euro).

23.9.2021 • 11:10 Uhr

Lebenszufriedenheit vom Abiturienten stark gesunken

Die Lebenszufriedenheit der Abiturienten des Jahres 2020 ist im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie drastisch gesunken. "Dieser Einbruch ist untypisch für junge Menschen in diesem Lebensabschnitt. Er entspricht zum Beispiel dem drastischen Rückgang der Lebenszufriedenheit in Kriegsgebieten", sagte Malte Sandner vom Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Gemessen an einer Skala von 0 für sehr unzufrieden bis 10 für sehr zufrieden sei die allgemeine Lebenszufriedenheit des ersten Corona-Abiturjahrgangs Ende 2020 zum Vorjahr von 7,3 auf 6,8 gesunken. Dagegen sei die durchschnittliche Lebenszufriedenheit der Gesamtbevölkerung wesentlich weniger stark zurückgegangen.

23.9.2021 • 10:33 Uhr

63,6 Prozent vollständig geimpft

63,6 Prozent der Menschen in Deutschland sind nun vollständig gegen Corona geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach wurden am Mittwoch 260.500 verabreichte Impfdosen gemeldet. Etwa 56,1 Millionen Menschen (67,5 Prozent) haben inzwischen mindestens eine Impfung bekommen, 52,9 Millionen sind vollständig geimpft. Bei den Erwachsenen seien 78,3 Prozent mindestens einmal geimpft, bei den 12- bis 17-Jährigen knapp 40 Prozent, schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei Twitter.

23.9.2021 • 10:25 Uhr

Erleichterte Einreise nach England verzögert sich

Die angekündigten Erleichterungen bei der Einreise nach England könnten wegen eines Mangels an Schnelltests noch einige Wochen auf sich warten lassen. Der britische Verkehrsminister Grant Shapps erklärte Abgeordneten, dass private Testanbieter derzeit noch nicht in ausreichendem Maße Schnelltests anbieten könnten, wie die BBC berichtete.

Bislang ist nach der Einreise selbst für vollständig Geimpfte ein PCR-Test notwendig. Schnelltests werden hingegen bislang nicht in ähnlich großem Maßstab angeboten. Die britische Regierung hatte für England vor kurzem angekündigt, die PCR-Test-Pflicht für Geimpfte im Oktober abzuschaffen und künftig Schnelltests zu akzeptieren. Ein konkretes Datum wurde jedoch nicht genannt.

23.9.2021 • 08:17 Uhr

Moderna-Chef rechnet mit Pandemie-Ende in einem Jahr

Der Chef des Impfstoffherstellers Moderna, Stephane Bancel, geht von einem Ende der Pandemie in einem Jahr aus. Bis Mitte 2022 seien genügend Dosen vorhanden, um alle Menschen impfen zu können, sagte er der "Neuen Zürcher Zeitung". Ab dann werde aus Covid-19 eine normale Grippe. "In einem Jahr ist die Pandemie vorbei." Die Corona-Impfung könne dann Bestandteil einer kombinierten Immunisierung gegen Atemwegsviren sein. Moderna habe eine solche Impfung bereits entwickelt, sie soll ab 2023 bereit sein.

23.9.2021 • 07:34 Uhr

Grünen-Gesundheitsexperte kritisiert Lohnersatz-Ende

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hat die Streichung der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte im Quarantänefall kritisiert. "Als Arzt sorgt mich, dass unter Umständen Menschen dann nicht mehr angeben, wenn sie ein positives Testergebnis haben, sich nicht mehr in Quarantäne begeben und damit wieder zur Gefahr für andere werden, und wir so etwas wie eine versteckte Pandemie bekommen können", sagte der Mediziner im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Notwendiger erster Schritt wäre gewesen, dass am Arbeitsplatz konsequenter getestet werde und 3G-Regeln am Arbeitsplatz eingeführt würden. "Andere EU-Staaten haben es vorgemacht." Dahmen meint zudem, dass bei einer anhaltend niedrigen Impfquote eine Impfpflicht für einzelne Berufsgruppe ein Thema werden dürfte.

23.9.2021 • 07:31 Uhr

Verstärktes Infektionsgeschehen in Sydney und Melbourne

Das Coronavirus greift im australischen Staat Victoria so schnell um sich wie noch nie. Die Behörden meldeten 766 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie. Außerdem seien vier Infizierte gestorben, hieß es. Die Polizei bereitete sich auf Proteste gegen den Lockdown vor. In Victoria liegt die Metropole Melbourne. Auch Sydney, die größte Stadt Australiens, hat mit einem Corona-Ausbruch zu kämpfen. Dort und im umliegenden Staat New South Wales wurden mehr als 1000 Neuinfektionen an einem Tag registriert. Dazu kamen sechs Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

23.9.2021 • 07:24 Uhr

Mehr als 230 Millionen Infektionen weltweit

Weltweit haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als 230,05 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergab eine Zählung der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten. Mehr als 4,92 Millionen Menschen starben demnach mit oder an dem Virus.

23.9.2021 • 06:55 Uhr

England: Deutlich mehr psychische Probleme bei Kindern

Die Pandemie hat bei der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in England deutliche Spuren hinterlassen. Im zweiten Quartal 2021 waren mit 190.271 Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren fast doppelt so viele in psychischer Behandlung wie im gleichen Zeitraum zwei Jahre zuvor, wie aus neuen Daten des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS hervorgeht. Damals waren es 97.342. Auch die Zahl sehr dringender Fälle nahm deutlich zu.

"Die Pandemie hatte einen zerstörerischen Einfluss auf die mentale Gesundheit unserer Nation, aber es wird immer klarer, dass besonders Kinder und junge Menschen leiden", sagte Elaine Lockhart vom Royal College of Psychiatrists, die die Daten mit ihrem Verband analysierte. Lockhart rief den neu ernannten britischen Bildungsminister Nadhim Zahawi dazu auf, die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zur Priorität zu erklären und entsprechende finanzielle Mittel bereitzustellen.

23.9.2021 • 04:31 Uhr

RKI meldet 10.696 Neuinfektionen - Inzidenz bei 63,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 63,1 an. Am Vortag hatte der Wert bei 65 gelegen, vor einer Woche bei 76,3. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10.696 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.925 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 115 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 68 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.171.666 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

23.9.2021 • 04:25 Uhr

Kommunen begrüßen Ende der Quarantäne-Entschädigung

Die Kommunen haben sich hinter die von den Gesundheitsministern beschlossene Streichung der Entschädigung für ungeimpfte Arbeitnehmer in Quarantäne gestellt. "Es ist eine individuelle Entscheidung, sich trotz des bestehenden Angebotes nicht impfen zu lassen", sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das bedeutet aber auch, dass die Konsequenzen dieser Entscheidung selbst zu tragen sind." Es gebe keinen Grund, weshalb die Allgemeinheit in diesen Fällen die Entschädigung finanzieren sollte. Deswegen halte es der Städte- und Gemeindebund "für nachvollziehbar, dass Ungeimpfte keine Lohnfortzahlung erhalten, wenn sie in Quarantäne müssen". In der Praxis werde das allerdings kaum eine Rolle spielen, "da sich Betroffene im Falle einer Erkrankung krankschreiben lassen können".