Karl Lauterbach im tagesthemen-Gespräch
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Lauterbach: "Lockdown kommt auf jeden Fall" ++

Stand: 18.03.2021 23:11 Uhr

Aus Sicht des SPD-Gesundheitsexperten Lauterbach ist ein baldiger verschärfter Lockdown unausweichlich. In den USA sind in zwei Monaten laut Präsident Biden fast 100 Millionen Impfungen verabreicht worden. Der Liveblog vom Donnerstag zum Nachlesen.

  • Frankreich verschärft Maßnahmen in 16 Regionen
  • Länder setzen Öffnungsschritte aus
  • EMA hält Astrazeneca-Impfstoff weiterhin für sicher
  • Müller und Söder für Impfstoff-Exportstopp
  • Rund 2300 Schulen vergangene Woche geschlossen
  • Neuinfektionen deutlich gestiegen
  • Ost-Regierungschefs für Einsatz von Sputnik V
18.3.2021 • 23:11 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir schließen an dieser Stelle den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse.

18.3.2021 • 23:09 Uhr

Lauterbach: "Lockdown wird auf jeden Fall kommen"

Aus Sicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbachs ist angesichts der aktuellen Pandemie-Lage ein Ziehen der "Notbremse" unausweichlich. Die Pandemie sei durch die B.1.1.7.-Variante dermaßen in Schwung geraten, dass es ohne ein Gegenlenken in wenigen Wochen zum Zusammenbrechen der Gesundheitsversorgung kommen würde, sagte Lauterbach in den tagesthemen. Bund und Länder stehen daher bei ihren Beratungen am Montag vor der Wahl, bald in einen härteren, aber zeitlich befristeten Lockdown zu gehen oder die Entscheidung zu verschieben, so Lauterbach. Die zweite Variante würde aber seiner Meinung nach zu mehr Todesopfern führen. "Der Lockdown wird auf jeden Fall kommen, das geht nicht von alleine weg."

18.3.2021 • 21:41 Uhr

Brasilien: Mann kann nicht versorgt werden und stirbt

Der Kollaps des Gesundheitssystems in der brasilianischen Wirtschaftsmetropole São Paulo hat immer dramatischere Folgen. Nun macht der Fall eines infizierten Mannes Schlagzeilen, der beim Warten auf ein freiwerdendes Intensivbett gestorben war. "Leider hatten wir im Osten der Stadt erstmals den Fall, dass eine Person gestorben ist, ohne dass sie hätte versorgt werden können", sagte São Paulos Bürgermeister Bruno Covas im brasilianischen Fernsehen.

Das Nachrichtenportal "G1" berichtete unter Berufung auf den Gesundheitssekretär der Stadt, dass es sich um einen 22-Jährigen gehandelt habe, der an Covid-19 erkrankt und in ernstem Zustand in eine medizinische Erstaufnahme-Station gebracht worden sei. Die Stadtverwaltung forderte über die zentrale Verteilstelle ein Intensivbett an. Als dies frei wurde, war der Mann bereits gestorben.

18.3.2021 • 21:23 Uhr

Hansa Rostock gegen Halle vor Zuschauern

Nach fast fünf Monaten mit Geisterspielen in Deutschland dürfen erstmals wieder Fußballfans ins Stadion. Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern gab grünes Licht für das Drittliga-Spiel von Hansa Rostock gegen den Halleschen FC. Zum Ost-Derby am Samstag dürfen 777 Zuschauer ins Ostseestadion. Rostock ist bundesweit eine der Städte mit der geringsten Infektionsquote.

18.3.2021 • 21:09 Uhr

Biden: Fast 100 Millionen Impfungen in den USA seit Amtsantritt

Seit dem Amtsantritt der neuen Regierung vor knapp zwei Monaten sind laut US-Präsident Biden in den Vereinigten Staaten fast 100 Millionen Impfungen verabreicht worden. Bereits am Freitag werde diese Marke überschritten sein, sagte er. "Damit liegen wir Wochen vor dem Zeitplan."

Biden hatte bei seiner Vereidigung am 20. Januar versprochen, dass es in seinen ersten 100 Tagen im Amt mindestens 100 Millionen Impfungen geben sollte. Das Ziel werde nun bereits nach 58 Tagen erreicht, sagte er. Seit dem Start der Impfkampagne Mitte Dezember wurden in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC knapp 116 Millionen Dosen Corona-Impfstoff verabreicht. Gut 75 Millionen Menschen erhielten demnach mindestens eine Dosis, rund 41 Millionen gelten bereits als voll geimpft.

18.3.2021 • 20:50 Uhr

Erster Kreis in NRW darf zurück zum Distanzunterricht

In der Diskussion um Schulschließungen in Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung erstmals einem Kreis erlaubt, den Präsenzunterricht wieder einzuschränken. Im Kreis Düren kehren die weiterführenden Schulen mit Ausnahme der Abschlussklassen in der kommenden Woche zum Distanzunterricht zurück, wie der Kreis und die Staatskanzlei mitteilten. Die Landesregierung habe einen entsprechenden Antrag des Kreises genehmigt.

Vorausgegangen waren zunächst vehement vom Land abgelehnte Forderungen aus mehreren Städten, angesichts steigender Infektionszahlen die Öffnungen der weiterführenden Schulen bis zu den Osterferien auszusetzen oder zurückzufahren. Nach lauter werdenden Stimmen und Kritik auch von Lehrer- und Schülerverbänden hatte das Schulministerium schließlich die Rückkehr zum Distanzunterricht bei anhaltend hohen Infektionen als letzten Schritt nicht mehr ausgeschlossen.

18.3.2021 • 20:48 Uhr

Ausgangssperre auch in Papenburg

Auch für die Stadt Papenburg erlassen die Behörden strengere Corona-Regeln. Von Samstag bis zunächst einschließlich 11. April gelten in der Stadt eine nächtliche Ausgangssperre sowie Beschränkungen für den Einzelhandel, den Freizeitsport und die Schulen, teilte der Landkreis Emsland mit. In den vergangenen Tagen sei der Wert von 200 Neuansteckungen mit Corona pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten worden.

18.3.2021 • 20:26 Uhr

Ausgangssperre in Schwäbisch-Hall ab Samstag

Der Corona-Hotspot Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von annähernd 300 wird eine tagsüber geltende Ausgangsbeschränkung erlassen. "Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität, von daher müssen wir die Kontaktbeschränkungen noch einmal verschärfen und die Ausgangssperre tagsüber erlassen", teilte Landrat Gerhard Bauer mit. Die Regelung solle ab Samstag in Kraft treten. Das Verlassen der Wohnung sei dann nur noch aus triftigem Grund - wie etwa zum Einkaufen, dem Weg zur Arbeit oder Bewegung an der frischen Luft - erlaubt.

18.3.2021 • 20:17 Uhr

AstraZeneca-Impfungen wieder ab morgen

Die zunächst ausgesetzten Corona-Impfungen mit dem Präparat von AstraZeneca sollen in Deutschland wieder aufgenommen werden - aber mit einem neuen Warnhinweis. Ziel sei, dass morgen wieder mit dem Spritzen des Wirkstoffs begonnen werden könne, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach einem entsprechenden Votum der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) und Beratungen mit den Ländern mit.

18.3.2021 • 19:20 Uhr

Spanien nimmt kommende Woche AstraZeneca-Impfungen wieder auf

Spanien will der Zeitung "El Pais" zufolge ab kommender Woche die Impfungen mit AstraZeneca wieder aufnehmen.

18.3.2021 • 19:20 Uhr

Frankreich verschärft Maßnahmen in 16 Regionen

Wegen stark gestiegener Corona-Infektionszahlen verhängt Frankreich einen neuen Lockdown über den Pariser Großraum und andere Landesteile. Dort müssen ab Freitag um Mitternacht für einen Monat alle nicht unentbehrlichen Geschäfte schließen und es gelten verschärfte Ausgangsbeschränkungen, wie Premierminister Jean Castex in Paris ankündigte. Betroffen sind unter anderem die Hauptstadtregion Ile de France und die an Belgien grenzende Region Hauts-de-France.

18.3.2021 • 18:53 Uhr

Brandenburg verschärft Maßnahmen nach Anstieg der Infektionen

In Brandenburg werden die Corona-Regeln wegen des Anstiegs neuer Infektionen in besonders betroffenen Kreisen und Städten ab Montag verschärft - nicht landesweit. Ministerpräsident Dietmar Woidke kündigte an, dass die jüngsten Lockerungen in den Regionen zurückgenommen werden, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage hintereinander über 100 liegt - bisher galt das für einen Wert über 200. Dann müssen viele Geschäfte sowie Museen wieder schließen, private Treffen werden beschränkt. Schulen sollen für den Wechselunterricht offen bleiben. Dies will das Kabinett am Freitag beschließen. Die "B.Z." berichtete zuvor darüber online. Heute hatten drei Kreise drei Tage lang eine Inzidenz über 100, zwei weitere und Cottbus lagen ebenfalls über 100.

18.3.2021 • 18:48 Uhr

Italien will AstraZeneca-Impfung ab Freitag fortsetzen

Italien will ab Freitag Impfungen mit dem Präparat von AstraZeneca wiederaufnehmen. Das kündigt Ministerpräsident Mario Draghi an. Ähnliche Ankündigungen kommen aus Zypern, Litauen und Lettland.

18.3.2021 • 18:32 Uhr

Bayerns Ex-Justizminister Sauter weist alle Vorwürfe in Maskenaffäre zurück

Der ehemalige bayerische Justizminister Alfred Sauter weist in der Maskenaffäre alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. "Die mir unterstellte "Bestechung" für meine Abgeordnetentätigkeit ist ebenso wie die angebliche Verkürzung von diesbezüglichen Steuern abenteuerlich und konstruiert. Sie basiert auf Unterstellungen, die nicht zutreffen", heißt es in einer Erklärung des CSU-Politikers, die sein Rechtsanwalt verbreitete.

Die Generalstaatsanwaltschaft München führt gegen den 70-jährigen Sauter wegen eines Anfangsverdachtes Korruptionsermittlungen. Die Ermittlungen stehen in Zusammenhang mit dem Ankauf von Corona-Schutzmasken durch den Staat. Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes hatten am Mittwoch unter anderem Sauters Landtagsbüro durchsucht.

Sauter hatte zuvor bereits erklärt, dass er bei einem Geschäft über die Lieferung von Corona-Masken an das bayerische Gesundheitsministerium einen Vertrag erstellt habe. Nun betonte er nochmals, dass er seine Arbeit als bayerischer Landtagsabgeordneter und Rechtsanwalt trenne. Als Mandatsträger arbeite er für alle, als Anwalt vertrete er seine Mandanten. Es gehöre zum Anwaltsberuf, "auch Mandate für oder gegen die öffentliche Hand wahrzunehmen". Dies sei in zahlreichen Vorschriften geregelt. "Diese Vorschriften habe ich immer beachtet." Die CSU-Spitze hatte von Sauter verlangt, dass er sein Landtagsmandat vorläufig ruhen lässt und seine Parteiämter niederlegt.

18.3.2021 • 18:29 Uhr

Düsseldorf will ab Freitag wieder mit AstraZeneca impfen

Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf will am Freitag wieder mit Impfungen mit dem Wirkstoff von AstraZeneca beginnen - auch wenn es bis dahin noch keinen offiziellen Erlass des Bundesgesundheitsministeriums geben sollte. Das sagte Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) am Nachmittag in der Sitzung des Stadtrats. Auch der Kreis Viersen hatte das gleiche Vorgehen angekündigt. Andere Kreise und Städte wollen noch abwarten.

18.3.2021 • 18:18 Uhr

Frankreich prüft Vier-Wochen-Lockdown für Region Paris

Die französische Regierung prüft einem Medienbericht zufolge einen vierwöchigen Lockdown für die Region Paris. Dabei würden Schulen offenbleiben, aber nicht-essentielle Läden geschlossen, berichtete BFM TV. Ministerpräsident Jean Castex soll in den kommenden Stunden neue Maßnahmen verkünden.

18.3.2021 • 18:17 Uhr

Bouffier: Würde mich mit AstraZeneca impfen lassen

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier wirbt für den Impfstoff von AstraZeneca. Der Impfstopp habe das Vertrauen in das Mittel eher erschüttert - als dass er geholfen habe. "Ich würde trotzdem alle Bürgerinnen und Bürger aufrufen, sich impfen zu lassen - auch mit Astrazeneca", sagt Bouffier. "Und ich sage Ihnen, wenn ich einen Impftermin habe und AstraZeneca mir angeboten wird, werde ich dieses Angebot annehmen, weil ich davon überzeugt bin, dass jede Impfung besser ist als ohne Impfschutz zu sein." Sollte es in Deutschland nun wieder grünes Licht für den Impfstoff geben, könne Hessen ab Samstag wieder mit AstraZeneca impfen, fügt Bouffier hinzu.

18.3.2021 • 18:15 Uhr

Johnson: Lasse mich morgen mit AstraZeneca impfen

Der britische Premierminister Boris Johnson kündigt an, sich am Freitag mit AstraZeneca impfen zu lassen. Das Mittel sei sicher, sagt er auf einer Pressekonferenz.

18.3.2021 • 18:04 Uhr

Auch Hessen verzichtet auf weitere Öffnungsschritte

Hessen verzichtet aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen auf weitere Öffnungsschritte und die für nächste Woche geplante Rückkehr von Schülern ab der 7. Klasse in den Wechselunterricht. "Wir haben ein sehr dynamisches Geschehen. Die dritte Welle ist da", sagt Ministerpräsident Volker Bouffier. Das wichtigste sei jetzt, alles zu tun, um die Welle so flach wie möglich zu halten. In Hessen liegt die Inzidenz seit heute bei über 100. "Bei dieser Ausgangslage kann nicht verantwortet werden, dass wir weitere Öffnungsschritte machen." Die bestehenden Regelungen würden vorerst weiter gelten.

18.3.2021 • 18:02 Uhr

Keine weiteren Lockerungen der Corona-Auflagen in NRW

Wegen der wieder steigenden Infektionszahlen wird es in Nordrhein-Westfalen zunächst keine weiteren Lockerungen der Corona-Auflagen geben. Die für den 22. März in Aussicht gestellten Öffnungen etwa in der Außengastronomie, von Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie Kinos und Sport seien aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens nicht möglich, teilte das NRW-Gesundheitsministerium in Düsseldorf mit.

Man werde zunächst die für den kommenden Montag geplante Bund-Länder-Konferenz abwarten, bevor es mögliche Änderungen der bestehende Corona-Schutzverordnung gebe, hieß es. Die Landesregierung hatte den in Aussicht gestellte Öffnungsschritt an eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 gekoppelt. Heute lag dieser Wert in NRW allerdings bei 92,1 und war in den vergangenen Tagen kontinuierlich gestiegen. Angesichts dieser Entwicklung könne weder von einer Unterschreitung der Marke ausgegangen werden noch sei eine stabile Infektionslage gegeben, erklärte das Ministerium.

18.3.2021 • 17:58 Uhr

Nächste Öffnungsschritte in ganz Bayern auf Eis

Angesichts wieder steigender Corona-Zahlen wird es in Bayern am kommenden Montag keine weiteren Öffnungsschritte geben: Theater, Kinos, Konzertsäle und die Außengastronomie müssen damit landesweit geschlossen bleiben. Bis auf Weiteres werde das Einvernehmen zu weiteren Öffnungsschritten nicht erteilt, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Nachrichtenagentur dpa.

Stühle und Tische eines geschlossenen Restaurants stehen auf dem Rathausplatz in Bayern. | dpa

In Bayern müssen Theater, Kinos, Konzertsäle und die Außengastronomie vorerst geschlossen bleiben. Bild: dpa

18.3.2021 • 17:45 Uhr

USA wollen Extra-Impfdosen nur mit Mexiko und Kanada teilen

Die USA wollen einem Insider zufolge ihre nicht verwendeten Impfdosen zunächst nur mit Mexiko und Kanada teilen. Etwa 2,5 Millionen Dosen sollen an Mexiko und 1,5 Millionen an Kanada gehen, wie die Nachrichtenagentur Reuters von einem US-Regierungsmitglied erfuhr. "Sie sind unsere Nachbarn, sie sind unsere Partner." Die Vereinbarung solle in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden. AstraZeneca lagert gegenwärtig Millionen von Impfdosen in den USA. Dort ist das Mittel allerdings noch nicht zugelassen.

18.3.2021 • 17:43 Uhr

Hausärzte fordern schnelle Einbeziehung in Impfkampagne

Der Deutsche Hausärzteverband sieht sich durch die Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zum AstraZeneca-Impfstoff in seiner Forderung nach rascher Beteiligung der niedergelassenen Mediziner an der Impfkampagne bestätigt. Es liege "auf der Hand, dass die Praxen schnellstmöglich und flächendeckend in die Impfkampagne einbezogen werden müssen", sagte der Bundesvorsitzende des Verbands, Ulrich Weigeldt, der "Welt". Gerade in Zeiten der Unsicherheit seien Hausärzte gefragt, ihren Patientinnen und Patienten Halt, Trost und Vertrauen zu geben – und sie daneben transparent und verlässlich zu informieren.

18.3.2021 • 17:20 Uhr

Maskenpflicht an Grundschulen in Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg führt wegen steigender Corona-Infektionszahlen die Maskenpflicht an Grundschulen ein. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart aus Regierungskreisen. Die Grundschüler, die seit dieser Woche wieder im vollen Präsenzunterricht sind, sollen demnach im Schulgebäude eine .

An den weiterführenden Schulen in den 5. und 6. Klassen und Abschlussklassen besteht schon eine Maskenpflicht. Bisher sind offiziell nur Alltagsmasken vorgeschrieben, in der Praxis werden zumeist fast nur noch medizinische Mund-Nasen-Bedeckungen getragen. Noch vor gut einer Woche hatte es um die Frage, ob in den Klassen die Abstandsregeln eingehalten werden müssen, heftigen Streit in der grün-schwarzen Koalition gegeben.

18.3.2021 • 17:15 Uhr

EMA hält Astrazeneca-Impfstoff weiterhin für sicher

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hält am AstraZeneca-Impfstoff fest. Dieses Vakzin sei sicher und effektiv, teillte die EMA auf einer Pressekonferenz mit. Es werde aber eine extra Warnung vor möglichen seltenen Blutgerinnseln in Hirnvenen bei den Nebenwirkungen aufgenommen.

In Deutschland sorgte die Empfehlung der EMA für große Erleichterung. Vertreter von Politik und Verbänden äußerten die Erwartung, dass die Impfungen mit dem Präparat nun rasch wieder aufgenommen werden - mit Warnhinweisen für bestimmte Patientengruppen wie von der EMA empfohlen.

18.3.2021 • 17:07 Uhr

Lauterbach: Vertrauen in AstraZeneca nicht langfristig beschädigt

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach erwartet nach eigenen Worten keinen langfristigen Vertrauensverlust in den Impfstoff von AstraZeneca. "Von dem Schaden am Vertrauen in den Astrazeneca-Stoff wird am Ende nicht viel übrig bleiben", sagte er dem Nachrichtenportal Watson laut redaktioneller Fassung. "Wir werden uns damit abfinden, dass es in seltenen Fällen auch schwere Nebenwirkungen gibt." Das eigentliche Problem sei, dass nach wie vor zu wenig Impfstoff vorhanden sei.

18.3.2021 • 16:50 Uhr

Kretschmann will sich mit AstraZeneca impfen lassen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann lässt sich am Freitag gegen das Coronavirus impfen. Er erhält seine Spritze im Impfzentrum in der Stuttgarter Liederhalle, wie das Staatsministerium am Donnerstag mitteilte. Anschließend will er ein Pressestatement abgeben. Mit seinen 72 Jahren ist Kretschmann impfberechtigt.

Man habe den Termin bereits vergangene Woche vereinbart, sagte ein Sprecher aus dem Staatsministerium. Die Regierung will den Impftermin des Regierungschefs auch als Werbung für den Impfstoff des Herstellers AstraZeneca nutzen, falls dies möglich ist. Wenn AstraZeneca zugelassen sei, werde sich Kretschmann damit auch impfen lassen, sagte sein Sprecher der dpa. Falls nicht, werde Kretschmann den Impfstoff erhalten, der vorrätig sei. Derzeit sind Impfungen mit AstraZeneca wegen ungeklärter Fragen zu Nebenwirkungen ausgesetzt. Die Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) will heute bekannt geben, ob sie weiter an dem Präparat festhält.

Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen),  | dpa

Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann ist mit seinen 72 Jahren impfberechtigt. Bild: dpa

18.3.2021 • 16:28 Uhr

Trainingsstopp bei Inter Mailand nach mehreren Corona-Fällen

Serie-A-Tabellenführer Inter Mailand muss nach mehreren Corona-Fällen einen Trainingsstopp einlegen. Zuletzt seien Verteidiger Stefan de Vrij und Mittelfeldmann Matias Vecino positiv mit dem Coronavirus getestet worden, teilte der Club mit. Die Behörden hätten im Anschluss entschieden, dass die Mannschaft für vier Tage das Training einstellen müsse. Außerdem sei das Heimspiel in der italienischen Fußball-Meisterschaft gegen Sassuolo Calcio aus der Region Emilia-Romagna, das für den kommenden Samstag angesetzt war, verschoben worden. In den vorangegangenen beiden Tagen waren schon Inter-Keeper Samir Handanovic und Abwehrspieler Danilo D’Ambrosio positiv getestet worden.

Inter musste Ende Februar in Quarantäne, nachdem unter Club-Offiziellen fünf Corona-Fälle aufgetreten waren. Schwer von Corona getroffen wurde zu dieser Zeit auch der FC Turin. Dort grassierte die britische Virusvariante.

Inter Mailands Stefan de Vrij (r) und Mönchengladbachs Alassane Plea (M) im Zweikampf | dpa

Inter Mailands Stefan de Vrij (r) im Zweikampf mit Mönchengladbachs Alassane Plea (M). Bild: dpa

18.3.2021 • 16:25 Uhr

Mallorca füllt sich langsam wieder mit Deutschen

Trotz der eindringlichen Warnung der Bundesregierung vor Reisen auch nach Mallorca sind wieder deutlich mehr Touristen aus Deutschland an der Playa de Palma anzutreffen. "Am Wochenende ist es am Ballermann schon ziemlich voll. Ich hatte diese Tage ein paar deutsche Touristen in Badehosen bei mir in der Bar, die Sangria tranken", erzählt Beatrice Ciccardini, die Wirtin der Bar "Zur Krone".

Genaue Zahlen, wie viele Urlauber aus Deutschland und anderswo derzeit auf Mallorca und den anderen Baleareninseln sind, hat das örtliche Tourismusministerium nicht. Der Hotelierverband FEHM nennt eine Auslastung der 49 geöffneten Hotels von 10 bis 15 Prozent. Insgesamt gibt es auf Mallorca rund 1000 Hotels mit etwa 200.000 Betten. Die Corona-Lage ist derzeit auf den Balearen relativ entspannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag nach Angaben vom Mittwochabend bei 18,97. Allerdings gingen die Coronazahlen am Mittwoch erstmals seit langem nicht mehr zurück.

Strand von Palma de Mallorca | REUTERS

Der Strand von Palma de Mallorca füllt sich wieder mit Touristen. Bild: REUTERS

18.3.2021 • 16:23 Uhr

Vatikan erklärt sich nach Impfkampagne für Covid-frei

Der Vatikan hat eine positive Bilanz seiner Corona-Impfkampagne gezogen. Innerhalb des päpstlichen Kleinstaats seien keine neuen Covid-Fälle mehr aufgetreten, erklärte der Direktor des Gesundheitsamts, Andrea Arcangeli, in Rom. Der Vatikanstaat hatte Mitte Januar mit der Verabreichung des BioNTech-Pfizer-Vakzins an Mitarbeiter und deren Familienangehörige begonnen. Das Impfprogramm steht laut Arcangeli am Abschluss.

"Impfen nützt. Im Gegensatz zu dem, was außerhalb der Vatikanmauern passiert, ist Covid hier nicht mehr aufgetreten", sagte Arcangeli. Die Beobachtungen deckten sich mit Daten aus Israel und Schottland, wo die jeweiligen Corona-Impfkampagnen ebenfalls weit fortgeschritten seien, so der Medizinprofessor. Die Maßnahmen im Kleinstaat Vatikan profitierten von der besonderen Situation. Neben den eigentlichen Bürgern seien auch sämtliche Angestellte und andere Mitglieder des Versicherungssystems berücksichtigt worden. Eine eigene Runde von Impfungen richtete sich zudem an Obdachlose, die vom päpstlichen Almosenamt betreut werden, betonte Arcangeli.

Die Beschäftigten vatikanischer Einrichtungen und ständige Bewohner des 44 Hektar großen Territoriums umfassen nur wenige Tausend Personen. Im Dezember hatte der Vatikanstaat nach einer Bedarfsabfrage bei Versicherten rund 10.000 Dosen des Impfstoffs vom Mainzer Hersteller BioNTech und dessen US-Partner Pfizer bestellt.

18.3.2021 • 15:53 Uhr

Britische Behörde: AstraZeneca verursacht keine Blutgerinnsel

Großbritanniens Arzneimittelbehörde MHRA erklärt, dass Belege nicht darauf hindeuten, dass der Impfstoff von Astrazeneca Blutgerinnsel verursacht. Man untersuche aber eine sehr seltene und spezielle Art von Blutgerinnseln in Hirnvenen. "Die verfügbaren Beweise deuten nicht darauf hin, dass Blutgerinnsel in Venen durch den Covid-Impfstoff von Astrazeneca verursacht werden", teilte die MHRA mit. "Eine weitere, detaillierte Überprüfung von fünf britischen Berichten über eine sehr seltene und spezifische Art von Blutgerinnseln in den Hirnvenen, die zusammen mit verminderten Blutplättchen auftraten, ist im Gange."

18.3.2021 • 15:50 Uhr

Söder will AstraZeneca auch auf eigenes Risiko freigeben

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich selbst bei einem negativen Votum der europäischen Zulassungsbehörde EMA für die Nutzung des AstraZeneca-Impfstoffes aus. "Wenn es nicht zugelassen wird, würde ich es auch nicht wegschmeißen", sagte er. "Wenn es nicht zugelassen wird, müssen wir uns überlegen, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, dass nicht jemand auf eigene Verantwortung diesen Impfstoff annimmt." Es gebe viele Menschen, die würden sich auch ohne Empfehlung gerne impfen lassen, dann auf eigenes Risiko.

Bei einem positiven Votum der EMA müssten die Hausärzte bei der Impfung eine größere Rolle spielen, da dies die Akzeptanz erhöhe. Die Impfpriorisierung müsse zudem flexibler gehandhabt werden. Die EMA will noch am Donnerstag ein Votum zum AstraZenca-Impfstoff abgeben.

18.3.2021 • 15:49 Uhr

32 Million Inder rutschen aus Mittelschicht ab

Wegen der finanziellen Belastungen durch die Corona-Krise sind rund 32 Millionen Inder aus der Mittelschicht abgestiegen, wie aus einer Studie des Pew-Forschungsinstituts aus den USA hervorgeht. Demnach gehört in Indien zur Mittelschicht, wer täglich zwischen zehn und 20 Dollar verdient. "Es wird geschätzt, dass Indien einen größeren Rückgang der Mittelschicht und einen viel stärkeren Anstieg der Armut als China im Covid-19-Abschwung erlebt hat."

18.3.2021 • 15:48 Uhr

Müller und Söder für Einsatz von Sputnik V

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sprechen sich für den russischen Impfstoff Sputnik aus. Es gehe jetzt zunächst um ein schnelle Zulassung, sagte Söder. Zudem müsse man sich bereits jetzt um Kaufverträge kümmern. Der Impfstoff sei offenbar teils besser als bereits zugelassene, sagt er. Auch Müller sagt, angesichts des fehlende Vakzine könne Sputnik ein Beitrag zum schnelleren Impfen sein.

18.3.2021 • 15:43 Uhr

Müller und Söder für Impfstoff-Exportstopp

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) haben sich für einen Exportstopp für Impfstoff aus der EU ausgesprochen. "Ich bin sehr dafür, über einen Exportstopp nachzudenken", sagte Söder nach einer Ministerpräsidentenkonferenz der Länder. Es müsse eine vernünftige Exportstrategie der EU geben. Auch Müller sagte, niemand verstehe, wenn Impfstoff in der EU produziert werde, dass dieser in Länder gehe, die selber produzieren.

Ein Container mit Impfstoff wird an einem Flughafen verladen. | dpa

Bild: dpa

18.3.2021 • 15:12 Uhr

Weil will Lockerungen im Handel an Schnelltests koppeln

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat sich vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen für Corona-Lockerungen im Handel ausgesprochen, die an Schnelltests gekoppelt sind. "Ich gehe davon aus, dass wir in der nächsten Zeit auch zunehmend erleben werden, dass über Modelle ausprobiert wird, wie wir gesicherte Zonen schaffen können", sagte Weil. So müsse geprüft werden, ob mit tagesaktuellen Negativ-Attesten ein sicheres Zusammenkommen von Menschen beispielsweise zum Einkaufen möglich sei - unter Beibehaltung der aktuellen Hygieneregeln.

18.3.2021 • 15:09 Uhr

Sicherheitslücke machte Corona-Befunde abrufbar

Durch eine Sicherheitslücke haben Unbefugte auf Befunde von Corona-Tests zugreifen können. Der Chaos Computer Club (CCC) geht davon aus, dass 136.000 Ergebnisse von mehr als 80.000 Betroffenen sowie persönliche Daten frei einsehbar waren. Aufgefallen war die Sicherheitslücke Mitgliedern der Gruppe Zerforschung nach dem Besuch eines Berliner Testzentrums. Betroffen war laut CCC eine vom österreichischen Unternehmen Medicus AI zur Verfügung gestellte Software namens Safeplay für Testzentren, die von mehreren Betreibern eingesetzt wird. Die Organisation informierte daraufhin das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

18.3.2021 • 15:02 Uhr

Kurz erwartet baldige Aufhebung der Grenzkontrollen

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz rechnet mit einem Abbau der stationären Grenzkontrollen an der deutschen Grenze zum österreichischen Bundesland Tirol innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen. Bundesinnenminister Horst Seehofer habe ihm signalisiert, dass er die Kontrollen so schnell wie möglich schrittweise zurückführen wolle, sagte Kurz nach einem Gespräch mit dem CSU-Politiker in Berlin. "Ich gehe davon aus, dass wenn das Infektionsgeschehen sich in Tirol weiter so gut entwickelt, dass das in den nächsten ein bis zwei Wochen hoffentlich der Fall sein wird." Die Bundesregierung hatte die stationären Kontrollen an der Grenze zu Tirol und Tschechien erst am Mittwoch um zwei Wochen verlängert. Das hatte zu scharfer Kritik in Tirol geführt.

18.3.2021 • 14:52 Uhr

Sachsen: Behörden wollen "Querdenker" in den Blick nehmen

Die sächsischen Sicherheitsbehörden wollen die "Querdenken"-Bewegung von Corona-Kritikern angesichts einer wachsenden Radikalisierung stärker in den Blick nehmen. Das kündigten Innenminister Roland Wöller (CDU) und Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar nach einer Sondersitzung des Innenausschusses im Landtag an. Auch eine künftige Beobachtung durch den Verfassungsschutz schloss Wöller nicht aus. Das betreffe sowohl einzelne Personen mit extremistischen Bestrebungen als auch Gruppen. Trotz einer verbotenen "Querdenken"-Demonstration war es am vergangenen Samstag in Dresden zu Protesten von mehr als 1000 Menschen gekommen, bei denen auch zwölf Polizisten verletzt wurden.

18.3.2021 • 14:44 Uhr

Handwerk sorgt sich um schwindende Kapitalpolster

Die Corona-Krise schmälert die Kapitalpuffer im Handwerk. "Derzeit müssen viele Handwerksbetriebe ihr Eigenkapitalfundament aufzehren, das zum Beispiel für die Altersvorsorge der Inhaberfamilien vorgesehen war", sagte der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke. Umso wichtiger sei es, "dass die staatlichen Corona-Hilfen endlich auf breiter Front und dann auch zeitnah an die Betriebe und Soloselbstständigen gelangen". Hier sei trotz Besserungen vieles noch zu bürokratisch und zu kompliziert.

18.3.2021 • 14:40 Uhr

Schwesig offen für Einsatz von Sputnik V

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich offen gezeigt für Impfungen mit dem russischen Impfstoff Sputnik V. "Entscheidend ist nicht, wo ein Impfstoff herkommt, sondern ob er wirksam und sicher ist. Wenn Sputnik diese Kriterien erfüllt, dann sollten wir diesen Impfstoff einsetzen" sagte Schwesig der "Rheinischen Post". Mit Blick auf den "Impfgipfel" forderte sie: "Ich erwarte von der Bundesregierung klare Aussagen, wie es jetzt beim Impfen weitergeht."

18.3.2021 • 14:20 Uhr

Großbritannien: EU muss Verträge eingehalten

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock mahnt die Europäische Union im Streit über Impfdosen, sich an die Verträge zu halten. Andernfalls werde das Konsequenzen haben, sagte Hancock im Londoner Parlament. Die EU droht Großbritannien mit einem Impfstoff-Exportstopp, weil das Vereinigte Königreich seinerseits keine Dosen an die EU liefere.

18.3.2021 • 14:13 Uhr

Zwei Vorfälle nach AstraZeneca-Impfungen in Niederlanden

In den Niederlanden haben die Behörden in zwei Fällen Berichte über Blutgerinnsel und verminderte Thrombozytenzahlen nach Impfungen mit dem AstraZeneca-Mittel erhalten, wie die Nachrichtenagentur ANP meldet. Die Regierung hat am Sonntag die Verabreichung dieses Vakzins ausgesetzt, nachdem die nationale Arzneimittelaufsicht dies empfohlen hatte.

18.3.2021 • 14:13 Uhr

Kurz wirbt um Vertrauen in AstraZeneca-Impfstoff

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz wirbt für Vertrauen in den Impfstoff AstraZeneca. In Österreich sei weiter geimpft worden, weil die Experten dort den Nutzen als sehr viel höher als die Gefahren eingestuft hätten, sagte Kurz in Berlin. Es gebe zudem keine Impfpflicht: Wer Vorbehalte habe, müsse sich nicht mit AstraZeneca impfen lassen, es gebe aber sehr viele Menschen, die das wollten. Er würde sich sofort damit impfen lassen, fügt der Kanzler hinzu.

Sebastian Kurz | dpa

Österreichs Bundeskanzler Sebastian kurz würde sich nach eigenen Angaben sofort mit dem Mittel von AstraZeneca impfen lassen. Bild: dpa

18.3.2021 • 14:12 Uhr

EU will im Streit über Impfstoff-Lieferungen Brief an AstraZeneca schicken

Die EU-Kommission will sich schriftlich an AstraZeneca wenden, um den Streit über zugesagte Impfstoff-Lieferungen in die Staatengemeinschaft zu lösen. "Wir planen einen Brief an AstraZeneca zu schicken, der es uns erlauben wird, als Teil des Prozesses zur Lösung des Streits einen Dialog mit dem Unternehmen zu beginnen", sagte ein Sprecher der Kommission. Der Brief befinde sich in der Vorbereitung und werde mit den EU-Regierungen besprochen, bevor er verschickt werde.

18.3.2021 • 13:59 Uhr

Steinmeier ehrt Engagierte in der Corona-Pandemie

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnet sechs Bürgerinnen und Bürger für ihr Engagement in der Corona-Pandemie mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Die Geehrten hätten sich "in herausragender Weise engagiert, etwa in der Krankenpflege, bei der Hilfe für Schulkinder und ältere Menschen oder bei der bundesweiten und grenzüberschreitenden Bekämpfung des Virus", teilte das Präsidialamt mit.

Die Verleihung der Auszeichnungen ist für Freitag kommender Woche vorgesehen. Geehrt werden den Angaben zufolge fünf Frauen und ein Mann. Eine von ihnen unterstützt beispielsweise ältere Menschen - während des Lockdowns etwa mit "Telefonbesuchen". Eine andere drehte als Grundschullehrerin aufwändige Lernvideos und nähte Handpuppen, um ihren Schülerinnen und Schülern im Distanzunterricht zu helfen. Auch eine Pflegeexpertin und ein Arzt gehören zu den Geehrten.

Bundespräsident Steinmeier mit FFP2-Maske | dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will am Freitag sechs Bürgerinnen und Bürger für ihr Engagement in der Corona-Pandemie mit dem Bundesverdienstkreuz ehren. Bild: dpa

18.3.2021 • 13:33 Uhr

Schulbehörde untersagt Nutzung der vom Bund gelieferten Masken

Die Hamburger Schulbehörde hat die Nutzung der vom Bund zur Verfügung gestellten KN95-Masken für das Schulpersonal untersagt. Grund sei der unzureichende Qualitätsstandard der rund 300.000 Corona-Schutzmasken, heißt es in einem Schreiben der Behörde an die Schulen, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Nachdem das Bundesgesundheitsministerium noch im Januar mitgeteilt habe, "dass diese Masken in einem mehrstufigen Verfahren geprüft wurden, hat die Bundesregierung nun zu unserer Überraschung kurzfristig den KN95-Masken aus ihren eigenen Lieferungen die Zulassung als medizinische Maske entzogen". Zuvor habe es Berichte über schadhafte einzelne Masken sowie Rückrufaktionen einzelner Fabrikate und Modelle geben. Die Schulbehörde bemühe sich mit Hochdruck um Ersatz.

18.3.2021 • 13:27 Uhr

AstraZeneca: Inzwischen 13 Vorfälle in Deutschland

Nach dem vorsorglichen Stopp der Corona-Impfungen mit dem Mittel des Herstellers AstraZeneca sind weitere Vorfälle in Deutschland bekannt geworden. Inzwischen gebe es 13 gemeldete Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte. Drei Patienten seien gestorben.

Insgesamt handele es um zwölf Frauen und einen Mann zwischen 20 und 63 Jahren. Angesichts derartiger Vorfälle sind die Impfungen mit AstraZeneca am Montag vorsorglich ausgesetzt worden - damals gab es sieben Fälle. Trotz der hohen Zahl von mehr als 1,6 Millionen Impfungen mit Astrazeneca ist dies demnach überdurchschnittlich viel. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will am Donnerstag voraussichtlich eine Einschätzung zum weiteren Vorgehen abgeben.

18.3.2021 • 13:19 Uhr

Seoul ordnet Tests für alle ausländischen Arbeitskräfte an

Eine Anordnung der Stadt Seoul für verpflichtende Corona-Tests aller ausländischen Arbeitskräfte hat für Empörung gesorgt. Südkoreas Regierung habe große Anstrengungen unternommen, die Verbreitung der Virusinfektion zu verhindern, sagte der Vorsitzende der Europäischen Handelskammer in Korea (ECCK), Christoph Heider. "Doch sind wir schockiert und enttäuscht von der jüngsten Verordnung, die die ausländische Gemeinde aussondert." Damit habe die Stadtverwaltung den Eindruck in der Bevölkerung erweckt, "dass Ausländer eine Gefahr sind, wenn es um Covid-19 geht".

Laut Verordnung müssen sich alle in der Hauptstadt lebenden Ausländer in einem Arbeitsverhältnis bis Ende März testen lassen. Seoul folgt damit einer ähnlichen Maßnahme der benachbarten Provinz Gyeonggi. Für den Fall, dass sich unter den Betroffenen jemand nachweislich infiziere, ohne dass er vorher getestet worden sei, drohe ein Bußgeld, sagte eine Sprecherin der Stadt. Wie viele Ausländer und Ausländerinnen betroffen sind, war zunächst unklar. Nach offiziellen Angaben lebten bis Ende 2020 etwa 9,91 Millionen Menschen in Seoul, darunter mehr als 242.000 Ausländer. Seoul begründete die Maßnahme damit, dass seit Januar die Infektionsrate unter ausländischen Arbeitskräften in der Stadt auf 6,3 Prozent gestiegen sei - von 2,8 Prozent zwischen November und Dezember.

18.3.2021 • 13:06 Uhr

AstraZeneca-Stopp: Berliner Polizei bekommt andere Impfstoffe

Nach dem Stopp der Impfungen mit AstraZeneca können sich Berliner Polizisten nun mit anderen Impfstoffen schützen lassen. Inzwischen gebe es "die freie Wahl des Impfstoffes", sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa. Bis zum vergangenen Montag hätten bereits 8592 Dienstkräfte der Polizei das Angebot zum Impfen angenommen und einen entsprechenden Impfcode erhalten. Wie viele davon bis jetzt tatsächlich geimpft wurden, erfasst die Polizei nicht genau.

Der Berliner Senat hatte Ende Februar erste und zweite freiwillige Impfungen für 12.000 Polizisten angeboten. 24.000 Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca waren vorgesehen, geimpft werden sollte im Zentrum Flughafen Tegel. Nach dem vorläufigen Ausfall von AstraZeneca wurde das geändert.

Junge Polizisten sitzen bei der Ernennungsfeier für den gehobenen Polizeivollzugsdienst in Berlin. | dpa

Für Berliner Polizisten gebe es inzwischen "die freie Wahl des Impfstoffes", sagte ein Sprecher. Bild: dpa

18.3.2021 • 13:04 Uhr

Einigung auf Härtefallfonds bei Coronahilfen

Der milliardenschwere Härtefallfonds bei den Coronahilfen ist unter Dach und Fach. Das Programm sei einsatzbereit, schrieb Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in einem Brief an seine Amtskollegen in den Ländern. Das Schreiben lag der Nachrichtenagentur dpa vor. Die Hilfen sind für Firmen vorgesehen, die bei den Förderprogrammen bisher durchs Raster fallen.

Der Fonds hat ein Volumen von 1,5 Milliarden Euro. Der Bund stellt den Ländern dafür einmalig Mittel in Höhe von 750 Millionen Euro zur Verfügung, die die Länder mit dem gleichen Betrag kofinanzieren. Mit den Hilfen sollen dem Brief zufolge Härten abgemildert werden, die im Zeitraum vom 1. März 2020 bis 30. Juni 2021 entstanden sind.

18.3.2021 • 13:01 Uhr

WHO Europa für weiteren Gebrauch von AstraZeneca-Impfstoff

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO warnt nach dem vorübergehenden Aussetzen des Einsatzes des Corona-Impfstoffes von AstraZeneca in mehreren Ländern vor voreiligen Schlüssen. "In Impfkampagnen ist es Routine, potenzielle unerwünschte Ereignisse zu melden. Das bedeutet nicht notwendigerweise, dass die Ereignisse mit der Impfung in Verbindung stehen", sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge auf seiner Online-Pressekonferenz in Kopenhagen.

Dass solche Fälle entdeckt, untersucht und bewertet würden, sei ein Zeugnis für die genauen Überwachungs- und Regulierungsmechanismen. Bislang wisse man nicht, ob einige oder alle der Erkrankungen durch die Impfung oder andere Faktoren verursacht worden seien, sagte Kluge. "Zu diesem Zeitpunkt überwiegen allerdings die Vorteile des AstraZeneca-Impfstoffes klar dessen Risiken. Und sein Gebrauch sollte fortgesetzt werden, um Leben zu retten." Der Gebrauch des AstraZeneca-Impfstoffs war in Deutschland und weiteren Ländern nach vereinzelten Thrombosefällen im Anschluss an Impfungen vorsorglich ausgesetzt worden.

18.3.2021 • 12:55 Uhr

Studie: Zunehmende Sorgen bei Abiturienten um berufliche Zukunft

Der aktuelle Abiturjahrgang macht sich einer Studie zufolge zunehmend Sorgen um seine berufliche Zukunft. Wie Umfragedaten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit zeigen, gaben im vergangenen Frühjahr zu Beginn der Corona-Pandemie noch 25 Prozent der Schülerinnen und Schüler an, sich "große Sorgen" zu machen. Bei einer erneuten Befragung im November und Dezember waren es schon 41 Prozent.

Befragt wurden demnach rund 3000 Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs 2021 an Gymnasien und Gesamtschulen. Verschlechtert hat sich das Wohlbefinden der Jugendlichen im Zuge der Pandemie: Im Frühjahr 2020 klagte ein Drittel der Abiturienten über eine hohe psychische Belastung, im Herbst war es schon die Hälfte. 41 Prozent machen sich außerdem Sorgen um die eigenen schulischen Leistungen. Im Vergleich zum Frühjahr 2020 gab es hier allerdings einen leichten Rückgang (46 Prozent).

18.3.2021 • 12:45 Uhr

Kiew geht für drei Wochen in Lockdown

Wegen deutlich steigender Corona-Fälle hat die ukrainische Hauptstadt Kiew einen dreiwöchigen Lockdown verhängt. "Die Situation um die Verbreitung des Virus ist ohne Übertreibung bedrohlich", sagte Bürgermeister Vitali Klitschko. In der Dreimillionenstadt seien bereits über 70 Prozent der für Covid-19-Patienten ausgewiesenen Krankenhausbetten belegt.

Vom kommenden Samstag an werden demnach alle Theater, Kinos, Museen und Einkaufszentren geschlossen. Lebensmittelgeschäfte und Apotheken bleiben dagegen geöffnet. Friseure und Fitnesszentren können mit Terminvereinbarung besucht werden. Kindergärten und der öffentliche Nahverkehr sind ebenfalls nicht von der Schließung betroffen. Schüler sollen zu Hause lernen.

Höhlenkloster in Kiew | AFP

In Kiew sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko bereits über 70 Prozent der für Covid-19-Patienten ausgewiesenen Krankenhausbetten belegt. Bild: AFP

18.3.2021 • 12:28 Uhr

Italien: Draghi gedenkt der Corona-Toten in Bergamo

Anlässlich eines Gedenktages für die Corona-Toten in Italien hat Ministerpräsident Mario Draghi in der Stadt Bergamo der Opfer gedacht. "Dieser Ort ist ein Symbol für den Schmerz einer ganzen Nation", sagte der frühere Chef der Europäischen Zentralbank vor wenigen Dutzend Anwesenden. Die Menschen in Bergamo hätten "schreckliche Tage erlebt", in denen sie keine Zeit gehabt hatten, um ihre Lieben ein letztes Mal zu begleiten.

Vor rund einem Jahr gingen erschütternde Bilder von Militär-Lastwagen um die Welt, die Särge mit Corona-Toten aus Bergamo fuhren. Die Armee musste die vielen Toten damals in Krematorien anderer Städte bringen, weil in der norditalienischen Stadt kein Platz mehr war. Draghi weihte außerdem gemeinsam mit Bergamos Bürgermeister Giorgio Gori einen Gedenkwald ein und legte am Friedhof der Stadt einen Kranz nieder. Der Wald soll später aus Obst- und Waldbäumen bestehen, die für die Toten des damaligen Corona-Ausbruchs stehen.

18.3.2021 • 12:04 Uhr

Braunschweiger Gericht weist Eilantrag auf Impfung ab

Nach dem Stopp der Corona-Impfungen mit dem AstraZeneca-Wirkstoff ist ein Berechtigter vor dem Verwaltungsgericht in Braunschweig mit einem Eilantrag gescheitert. Wie das Gericht in der niedersächsischen Stadt mitteilte, wollte der Kläger einen unverzüglichen Ersatztermin für seine ursprünglich am Mittwoch geplante Impfung erzwingen. Laut Urteil besteht allerdings kein Anspruch auf Impfung zu einem bestimmten Termin. (Az. 4 B 90/21)

Demnach besteht ein Rechtsanspruch auf eine Impfung gegen Corona gemäß der gesetzliche Regelungen "im Rahmen der Verfügbarkeit der vorhandenen Impfstoffe". Ein Anspruch auf einen bestimmten Termin sei damit aber nicht verbunden, betonte das Verwaltungsgericht. Es verwies dabei zugleich auf eine Mitteilung der für den Kläger zuständigen Braunschweiger Stadtverwaltung, wonach sie "zeitnah" Kontakt zu Berechtigten aufnehmen werde, die von Terminabsagen betroffen sind. Mit diesen sollen neue Termine vereinbart werden.

18.3.2021 • 11:53 Uhr

KMK: Rund 2300 Schulen vergangene Woche geschlossen

In Deutschland waren nach aktuellen Zahlen der Kultusministerkonferenz (KMK) in der vergangenen Woche rund 2300 Schulen geschlossen. Bezogen auf die Anzahl der Schulen, zu denen es Meldungen aus den Ländern gab, wäre das jede zehnte Einrichtung. Die Zahlen geben allerdings nur einen groben Überblick, da nicht alle Bundesländer Zahlen meldeten und in Hamburg zudem noch Ferien waren. Es lagen Daten zu rund 23.000 Schulen vor, insgesamt gibt es im Land rund 40.000 Schulen und Berufsschulen.

Den Angaben zufolge boten rund 18.600 Einrichtungen zumindest "eingeschränkten Präsenzbetrieb" an, zum Beispiel sogenannten Wechselunterricht mit geteilten Klassen, bei dem die Gruppen abwechselnd zu Hause am Laptop und in der Schule unterrichtet werden. Den Ländern waren in der vergangenen Woche außerdem knapp 4000 Corona-Infektionen unter Schülerinnen und Schülern bekannt (Vorwoche knapp 3000), darüber hinaus waren rund 28.000 Kinder und Jugendliche in Quarantäne (Vorwoche 16.300). Insgesamt gibt es rund 11 Millionen Schüler in Deutschland. Bei rund 870.000 Lehrkräften, zu denen eine Meldung aus den Ländern vorlag, wurden 929 Corona-Fälle (Vorwoche 773) gezählt. Rund 3300 (Vorwoche rund 2200) waren darüber hinaus in Quarantäne.

18.3.2021 • 11:50 Uhr

Belgien besorgt wegen steigender Fallzahlen

Steigende Corona-Zahlen besorgen Belgien. Erstmals seit November zählte das kleine Königreich im Sieben-Tage-Schnitt täglich mehr als 3000 Neuinfektionen, wie aus Daten der belgischen Behörden hervorgeht. Im Vergleich zur Vorwoche stieg der Wert vom 8. bis zum 14. März um 29 Prozent auf 3052. Innerhalb der vergangenen zwei Wochen wurden in Belgien je 100.000 Einwohner täglich 330 Infektionen gezählt. Auch die Anzahl der Krankenhaus-Einlieferungen nimmt seit mehreren Wochen zu.

Wegen der besorgniserregenden Daten erwog Ministerpräsident Alexander De Croo zuletzt, die für kommende Woche Freitag geplanten Regierungsberatungen zur Corona-Lage vorzuziehen. Geplante Lockerungen könnten stehen zur Debatte. In Belgien gelten strikte Corona-Einschränkungen. Nicht notwendige Ein- und Ausreisen sind beispielsweise verboten. Auch soziale Kontakte sind weitgehend verboten. Geschäfte sind hingegen seit Anfang Dezember durchgehend geöffnet. Im Herbst verzeichnete Belgien zeitweise mehr als 20.000 Neuinfektionen am Tag, konnte die Zahl durch strikte Einschränkungen aber deutlich reduzieren.

18.3.2021 • 11:47 Uhr

Hotelverband lehnt Gratis-Tests für alle Kunden ab

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga lehnt Gratis-Tests für alle Kunden ab. Das sei schwerlich praktikabel und vor allem im Außenbereich auch überzogen, sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick in Berlin. Die Unternehmen seien bereit, ihre Mitarbeiter regelmäßig zu testen. Die Regierung sei aber in der Pflicht, eine funktionierende Teststrategie zu entwickeln.

18.3.2021 • 11:45 Uhr

WHO will sich am Freitag zu AstraZeneca äußern

Die Weltgesundheitsorganisation WHO will sich am Freitag zum Impfstoff von AstraZeneca äußern. Das teilte ein Sprecher der WHO mit. Am Dienstag hatte die WHO empfohlen, die Impfungen mit AstraZeneca fortzusetzen, da die Vorteile des Vakzins die Risiken überwögen. Die Prüfungen des Beratergremiums für Impfstoffsicherheit dauerten aber noch an.

18.3.2021 • 11:38 Uhr

Duisburgs Kitas müssen offen bleiben

Die Stadt Duisburg wird die Kitas - anders als geplant - nicht wegen der steigenden Corona-Zahlen ab Montag schließen. Das Land NRW habe dies verboten. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link kritisierte die Entscheidung als nicht nachvollziehbar.

"Nachdem bereits für die Schulen der Wechsel in den Distanzunterricht alternativlos abgelehnt wurde, lässt uns die Landesregierung mit dieser Entscheidung ein weiteres Mal im Regen stehen." Der Inzidenzwert in Duisburg lag der Stadt zufolge zuletzt bei 122,7.

18.3.2021 • 11:25 Uhr

Weniger Mobilität trotz Lockerungen

Trotz der Corona-Lockerungen geht die Mobilität in Deutschland wieder zurück. Wie das Statistische Bundesamt berichtete, sank sie in der ersten März-Hälfte um 13 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenniveau im März 2019. Damit hat sich der Aufwärtstrend der zweiten Februarhälfte nicht fortgesetzt, wie das Amt auf Basis einer experimentellen Sonderauswertung anonymisierter und aggregierter Mobilfunkdaten berichtetet.

Die Ergebnisse zeigen, so die Statistiker, "dass die Mobilität in der Bevölkerung nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen im Zuge der Bund-Länder-Beschlüsse vom 3. März 2021 nur unwesentlich gestiegen ist".

18.3.2021 • 11:01 Uhr

Intensivmediziner fordert Umsetzung der Notbremse

Der wissenschaftliche Leiter des Intensivregisters der Fachgesellschaft Divi, Christian Karagiannidis, hat ein Einhalten der beschlossenen Corona-Notbremse angemahnt. "Ich hoffe, die Politik setzt die Beschlüsse um, nach denen die Lockerungen bei einem Inzidenzwert über 100 zurückgenommen werden", sagte der Mediziner dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Der Experte rechnete vor, dass die Lage bei den Intensivpatienten ähnlich wie im Oktober 2020 sei. "Damals gab es bundesweit 3000 Covid-Intensivpatienten. Wenn wir jetzt beim Impfen nachlassen, bei den Lockerungen bleiben und die Inzidenz bis 200 laufen lassen, dann können es 5000 bis 6000 Patienten werden", sagte Karagiannidis. Das sei in den Kliniken "die absolute Kapazitätsgrenze".

18.3.2021 • 10:51 Uhr

Hotelverbände fordern Öffnungen

Bund und Länder müssen laut Hotel- und Gaststättenverband Dehoga nächste Woche konkret definieren, wie die Branche wieder öffnen kann. Zudem müssten die Wirtschaftshilfen der Regierung dringend aufgestockt werden, sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick. "Die Hotellerie kämpft ums nackte Überleben", ergänzte Otto Lindner, Vorsitzender des Hotelverbands IHA. "Wir halten keine Wochen und Monate in dieser Schockstarre mehr durch."

Außerdem müsse es Nachbesserungen bei den Corona-Hilfen geben, die nach wie vor nicht genügend bei den Firmen ankämen. Zöllick beschrieb Lage und Stimmung im Gastgewerbe als katastrophal. Jeder Monat Lockdown führe zu Umsatzverlusten in Höhe von durchschnittlich 75 Prozent. Rücklagen seien aufgebraucht, die Angst vor dem endgültigen Aus nehme bei vielen Firmen dramatisch zu.

18.3.2021 • 10:10 Uhr

RKI meldet 17.504 neue Corona-Fälle

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland deutlich gestiegen. Das Robert Koch-Institut meldet 17.504 neue Fälle - das sind etwa 4000 mehr als gestern und über 3000 mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt das RKI mit 90 an, gestern lag der Wert noch bei 86,2.

18.3.2021 • 09:53 Uhr

Bulgarien verschärft Corona-Maßnahmen

Angesichts stark steigender Infektionszahlen und einer drohenden Überlastung der Krankenhäuser verschärft Bulgarien die Corona-Beschränkungen. Von Montag an müssen Schulen, Restaurants und Einkaufszentren für zehn Tage schließen, wie das Gesundheitsministerium ankündigte.

Die Behörden meldeten 4201 Neuinfektionen. Mehr als 7800 Covid-19-Patienten werden in Krankenhäusern behandelt, davon 609 Erkrankte auf der Intensivstation. Binnen 24 Stunden wurden 136 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet.

18.3.2021 • 09:19 Uhr

Kaum Vorlesungen an Unis ausgefallen

Die Corona-Pandemie hat den Vorlesungs- und Prüfungsbetrieb an deutschen Hochschulen kaum beeinträchtigt. Das ist das Ergebnis einer Befragung von mehr als 27.000 Studierenden sowie 665 Hochschullehrern durch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Demnach fiel nur knapp ein Prozent der geplanten Vorlesungen aus. Wie das CHE weiter mitteilte, konnten durch die Umstellung auf digitale Formate auch Seminare, Übungen und Tutorien von fast allen Lehrenden wie geplant angeboten werden.

Studienautor Marc Hüsch räumt aber ein, dass der geringe Ausfall von nur einem Prozent statistisch eingeordnet werden muss. "Eine Informatik-Vorlesung lässt sich beispielsweise problemlos Corona-konform digital durchführen. Naturwissenschaften mit verpflichtenden Laborpraktika oder Exkursionen stellte die aktuelle Situation vor ganz andere Herausforderungen", sagt Hüsch. So mussten 43 Prozent der befragten Professoren aus den Fächern Geografie und Geowissenschaften Präsenzveranstaltungen wie Exkursionen im Wintersemester ersatzlos absagen.

18.3.2021 • 09:10 Uhr

Reinhardt mahnt zu Vorsicht bei Lockerungen

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält weitere Lockerungen in der derzeitigen Pandemie-Situation in Deutschland nicht für möglich. "Angesichts unserer Situation und auch mit Blick auf die Impfstoff-Lieferungen und der Langsamkeit mit der wir derzeit impfen müssen, muss man weiter vorsichtig sein", sagte Reinhardt im Radioprogramm SWR Aktuell.

Einen härteren Lockdown hält Reinhardt allerdings für nicht vermittelbar. Man müsse eine "Balance" aufrechterhalten. Soziales Leben müsse genauso möglich sein, wie der Blick darauf, nicht in eine dritte Welle hinzulaufen, "die zu massiv ist und die zur Überlastung in der Versorgung der stationär zu versorgenden Patienten führt", so der Bundesärztekammerpräsident.  

18.3.2021 • 08:56 Uhr

Infektionszahlen noch nicht verfügbar

Die aktuellen Infektionszahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) liegen noch nicht vor. Es gebe technische Probleme, twitterte das RKI am Morgen.

18.3.2021 • 08:26 Uhr

Weil kritisiert Bundesregierung

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat mit großem Unverständnis auf die Entscheidung der Bundesregierung reagiert, Mallorca von der Liste der Corona-Risikogebiete zu nehmen. "Wir haben durch die Virusmutationen eine richtig schwierige Situation. Da müssen wir doch nicht sehenden Auges weitere Risiken eingehen", sagte der SPD-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

"Liebe Leute, bleibt zu Hause", laute der Appell des Regierungschefs mit Blick auf die nahenden Osterferien. Für einen Osterurlaub an der Küste oder im Harz sieht Weil schwarz: "Da kann ich nach jetzigem Stand niemandem Hoffnungen machen, weil die Infektionskurve momentan deutschlandweit spürbar nach oben geht und auch wir in Niedersachsen mit der Entwicklung der Inzidenzen überhaupt nicht zufrieden sein können."

18.3.2021 • 08:16 Uhr

Neuseeland plant Tourismus-Öffnung für Nachbarländer

Neuseeland plant erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder eine vorsichtige Öffnung für quarantänefreien Tourismus mit Nachbarländern. Eine Vereinbarung mit Australien könnte bereits im April in Kraft treten, sagte Vize-Ministerpräsident Grant Robertson dem Sender Radio New Zealand. Auch mit Pazifikstaaten wie den Cookinseln und Niue soll es bald ähnliche Abmachungen geben.

Neuseeland hatte seine Grenzen für Reisende im März 2020 geschlossen. Abgesehen von wenigen Ausnahmen durften nur noch eigene Bürger und Menschen mit Wohnsitz in Neuseeland ins Land.

18.3.2021 • 07:56 Uhr

Ifo: Fast jedes fünfte Unternehmen bangt um Existenz

Fast jedes fünfte Unternehmen in Deutschland sieht sich einer Umfrage zufolge durch die Corona-Krise in seiner Existenz bedroht. 18,7 Prozent gaben dies im Februar an, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. Im November 2020 waren es lediglich 17,6 Prozent, während es im vergangenen Mai sogar 21,8 Prozent waren.

"Besonders gefährdet unter den großen Wirtschaftszweigen fühlte sich im Februar der Einzelhandel mit 34,5 Prozent der Firmen, vor den Dienstleistern mit 26,3 Prozent", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Diese Bereiche leiden besonders unter den Corona-Beschränkungen. Im Großhandel (12,8 Prozent), in der Industrie (7,5 Prozent) und in der Baubranche (3,6 Prozent) ist der Anteil geringer.

18.3.2021 • 07:10 Uhr

Unctad erwartet schnellere Erholung der Weltwirtschaft

Die Weltwirtschaft dürfte sich vom Corona-Schock nach einer Analyse der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) schneller erholen als im September 2020 noch gedacht. Wegen der Billionen teuren Konjunkturpakete in vielen Ländern geht sie für 2021 von einem Wachstum von 4,7 Prozent aus - nach einer Prognose von 4,3 Prozent vor sechs Monaten.

Zugpferd sei die schneller als erwartet wachsende US-Wirtschaft. Damit liege die Weltwirtschaft Ende dieses Jahres aber trotzdem noch mehr als zehn Billionen Dollar unter dem Niveau, das ohne Corona-Pandemie erreicht worden wäre, schreibt das Sekretariat der Unctad. Am härtesten seien Entwicklungsländer betroffen.

18.3.2021 • 06:54 Uhr

Dreyer für Tests von Corona-Konzepten in Modellregionen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer wirbt dafür, Konzepte für Lockerungen der Corona-Auflagen in Modellregionen zu testen. Ein Jahr nach dem ersten Lockdown könne die Politik die Menschen "nicht für weitere Monate in ihre vier Wände verbannen", sagte Dreyer der "Welt". "Ich plädiere dafür, dass wir in Modellregionen stärker ausprobieren sollten, welche Möglichkeiten es zusätzlich gibt."

Vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen riet die SPD-Politikerin dazu, auf generelle Schließungen, aber auch auf pauschale Öffnungen zu verzichten. "Wir müssen differenziert vorgehen", sagte Dreyer. "Denn wir sehen, dass sich Hotspots auch wieder zu Gebieten mit niedrigen Inzidenzen entwickeln können, wenn man konsequent vorgeht. Das macht Mut." Deswegen seien Lösungen notwendig, die "nicht nur schwarz/weiß oder auf/zu lauten". 

18.3.2021 • 06:44 Uhr

EMA will sich zu AstraZeneca-Impfstoff äußern

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) berät heute in einer Sondersitzung über die Sicherheit des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca. Erwartet wird, dass die Behörde im Anschluss eine Empfehlung abgibt, ob das Präparat weiter uneingeschränkt verabreicht werden sollte.

18.3.2021 • 06:40 Uhr

Ostdeutsche Regierungschefs werben für Sputnik V

Angesichts der Unsicherheiten beim Impfstoff von AstraZeneca werben ostdeutsche Regierungschefs jetzt für eine Zulassung des russischen Vakzins Sputnik V. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, Russland sei "ein großes Land der Wissenschaft", das durchaus einen leistungsfähigen Impfstoff herstellen könne.

Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow forderte, das Thema Sputnik mit Nachdruck zu bearbeiten. Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, sagte, die Herkunft eines Impfstoffs dürfe keine Rolle spielen.

18.3.2021 • 06:31 Uhr

Ältere haben erhöhtes Risiko einer erneuten Infektion

Eine Infektion mit dem Coronavirus bietet den meisten Menschen in den Folgemonaten Schutz vor einer Neuansteckung. Zu diesem Ergebnis kommt eine großangelegte Studie in Dänemark, die nun in der Fachzeitschrift "The Lancet" vorgestellt wurde. Bei älteren Menschen über 65 Jahren tritt eine wiederholte Infektion allerdings häufiger auf als bei jüngeren.

Die Autoren der Studie haben umfangreiche Daten analysiert, die in Dänemark im Rahmen einer nationalen Corona-Teststrategie gesammelt worden sind und die erste und zweite Corona-Welle umspannen. Mehr als vier Millionen Menschen sind 2020 beim nördlichsten deutschen Nachbarn mit kostenlosen PCR-Tests getestet worden; die Ergebnisse machen sich die Dänen auch zu Forschungszwecken zunutze.

Nach Angaben der Wissenschaftler sind die PCR-Tests bei 0,65 Prozent der Patienten während der ersten und zweiten Corona-Welle zweimal positiv ausgefallen. Zum Vergleich: Der Test derjenigen, die während der ersten Welle im März bis Mai 2020 negativ getestet worden waren, war während der zweiten im darauffolgenden September bis Dezember bei 3,27 Prozent der Patienten positiv. Den Schutz vor einer wiederholten Infektion gaben die Forscher für jüngere Menschen mit 80 Prozent an - für Menschen über 65 dagegen mit nur 47 Prozent.

18.3.2021 • 05:17 Uhr

Althusmann für Öffnung von Hotels über Ostern

Der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hat sich für Öffnungen im Hotel- und Gastgewerbe über Ostern ausgesprochen. Mit einer "klugen Test- und Test-App-Strategie" müsse eine Erholung im eigenen Land möglich sein, sagte Althusmann der "Bild"-Zeitung. "Die Hotellerie hat ausgefeilte Hygiene-Konzepte, die ein Höchstmaß an Sicherheit bieten", fügte der stellvertretende niedersächsische Ministerpräsident hinzu. Zugleich müsse alles getan werden, um das steigende Infektionsgeschehen im Griff zu behalten, sagte Althusmann. Er regte vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen am Montag daher Öffnungen bis zu einer Auslastung von maximal 60 Prozent an.

18.3.2021 • 04:51 Uhr

Innenminister Seehofer für einfachere Corona-Regeln

Innenminister Horst Seehofer fordert eine deutliche Vereinfachung der Corona-Maßnahmen. "Die Regelungen sind mittlerweile zum Teil recht kompliziert geworden und nicht immer logisch", sagte der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur". "Die Leute verstehen nicht, wenn der Blumenladen schließen muss, aber der Supermarkt nebenan Blumen verkaufen darf." Seehofer will einen neuen Ansatz, denn: "Wir können doch jetzt nicht drei Jahre im Lockdown verharren." Sein Vorschlag: Ab einer Inzidenz von 50 darf nur noch ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche in einen Laden - ob Supermarkt oder sonstiger Einzelhandel. "Eine Regel für eine Inzidenz von über 100 bräuchten wir dann nicht mehr", sagte Seehofer.

18.3.2021 • 04:51 Uhr

Japan hebt Ausnahmezustand Ende der Woche auf

Die japanische Regierung hebt wie geplant den Corona-Ausnahmezustand im Raum Tokio zum 21. März auf. "Wir bitten unsere Bürger, weiterhin die grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern", sagt Wirtschaftsminister Yasuhisa Nishimura. Der Ausnahmezustand gilt in der Hauptstadt Tokio und den benachbarten Präfekturen Kanagawa, Chiba und Saitama seit Anfang Januar.