Bundesfinanzminister Olaf Scholz. | REUTERS
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Scholz: Brauchen Nachtragshaushalt 2021 ++

Stand: 04.03.2021 23:22 Uhr

Dem Finanzminister zufolge wird für dieses Jahr trotz bereits hoher Neuverschuldung ein Nachtragshaushalt nötig. Ein Gericht hat zwei Ausgangsbeschränkungen in Sachsen außer Kraft gesetzt. Alle Entwicklungen vom Donnerstag zum Nachlesen.

  • Eine Milliarde mehr an Kulturhilfen
  • Italien blockiert Export von AstraZeneca
  • WHO: Zahl der Neuinfektionen in Europa nimmt wieder stark zu
  • Stiko empfiehlt AstraZeneca auch für über 65-Jährige
  • Dutzende Infizierte in Fleischwerk in Rheinstetten
  • EMA prüft Zulassung von Sputnik V
  • Handel: Ergebnisse des Corona-Gipfels sind eine "Katastrophe"
  • Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 64,7
4.3.2021 • 23:22 Uhr

Ende des Liveblogs

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4.3.2021 • 23:11 Uhr

Tschentscher mahnt zur Vorsicht: Marathon "nicht verstolpern"

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher mahnt bei den schrittweisen Lockerungen von Corona-Auflagen zu Vorsicht. Es gebe einen großen Druck für Perspektiven, diese hätten Bund und Länder mit ihrem Stufenplan gefunden, sagte der SPD-Politiker in den tagesthemen. Er hätte sich den Stufenplan etwas langfristiger gestuft gewünscht, räumte Tschentscher ein. Nun müsse man bei den Öffnungsschritten die noch geltenden Beschränkungen ernst nehmen, damit es nicht zu einem Rückfall in der Pandemie komme. Deren Bekämpfung sei ein Marathon, man befinde sich hier auf den letzten Kilometern. "Das sind die anstrengendsten. Mein dringender Wunsch wäre, dass wir es nicht auf dieser Zielgeraden noch verstolpern", mahnte Tschentscher.

4.3.2021 • 21:18 Uhr

UN: Mehr Armut in Lateinamerika

Rund 22 Millionen Menschen sind laut UN infolge der Pandemie im vergangenen Jahr in Lateinamerika und der Karibik in die Armut abgerutscht. Die Zahl der in Armut lebenden Menschen stieg dort auf rund 209 Millionen - gut ein Drittel der Gesamtbevölkerung der Region, wie aus einem Bericht hervorgeht, den die UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal) vorstellte. Demnach lebten Ende des Jahres 78 Millionen Menschen in extremer Armut. Das entsprach 12,5 Prozent der Bevölkerung - die höchste Zahl seit 20 Jahren.

4.3.2021 • 20:53 Uhr

Bolsonaro: "Hört auf zu jammern"

Trotz hoher Totenzahlen hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro seine Landsleute aufgefordert, das Jammern zu unterlassen. "Wie lange soll das Geheule noch weiter gehen?", fragte er bei einer Versammlung. Die Bevölkerung könne sich nicht länger verkriechen. Keiner könne das mehr ertragen. Er bedauere die Todesfälle. Es müsse aber eine Lösung gefunden werden. In Brasilien sterben derzeit so viele Menschen an Covid-19 wie noch nie, es ist weltweit eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder.

4.3.2021 • 20:50 Uhr

Corona-Streit stürzt slowakische Regierung in Krise

Knapp ein Jahr nach ihrem Amtsantritt ist die Regierung in der Slowakei durch einen Streit über die Bekämpfung der Pandemie in ihre bisher größte Krise geraten. Der liberale Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Richard Sulik forderte den Rücktritt des populistisch-konservativen Regierungschefs Igor Matovic. Auch die zweite Vize-Regierungschefin Veronika Remisova von der konservativen Partei Für die Menschen drohte mit dem Bruch der Koalition. Bei dem Streit geht es unter anderem darum, dass Matovic entgegen einem offiziellen Regierungsbeschluss den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V bestellt und persönlich in Empfang genommen hatte.

4.3.2021 • 20:49 Uhr

Söder: Bei Impfungen breiter aufstellen

Im ARD Extra verteidigt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die neuen Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern. Was die schleppende Impfkampagne angeht, fordert er vor allem Verbesserungen in zwei Bereichen: "Erstens: Wir müssen die vorhandenen Kapazitäten der Impfzentren deutlich ausbauen. Aber das reicht nicht. Wir müssen endlich auch die Ärzte integrieren, Hausärzte, Fachärzte, an den Krankenhäusern Kontingente schaffen und dann auch die Betriebsärzte für ganze Betriebe nehmen, aber auch Schulärzte, die die älteren Schüler impfen können."

Das gehe aber nur, wenn der Impfstoff direkt dorthin geliefert werde und man die starre Impfbürokratie lockere und als Empfehlung nehme, so Söder. "So dass beispielsweise Ärzte entscheiden können, wer zu impfen ist."

4.3.2021 • 20:30 Uhr

Italien verschiebt mehrere Wahlen

Wegen der angespannten Corona-Lage verschiebt Italien eine Reihe von Wahlen in den Herbst. Das teilte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi mit. Die neuen Termine für die zumeist regionalen oder kommunalen Abstimmungen sollen zwischen dem 15. September und dem 15. Oktober liegen. In Italien steigen die Corona-Zahlen wieder stärker als von vielen erhofft. Es wird erwartet, dass weitere Gebiete in den kommenden Tagen zu sogenannten Roten Zonen mit einem Teil-Lockdown erklärt werden.

4.3.2021 • 20:13 Uhr

Müller appelliert an Impfberechtigte

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat alle Impfberechtigten aufgefordert, die Möglichkeit für den Impfschutz zu nutzen. Er bitte wirklich alle, ihre Impfzurückhaltung aufzugeben. "Der Impfstoff ist da, wir haben Termine. Bitte nehmen Sie dieses Angebot auch an. Es schützt und hilft, es rettet Leben", sagte Müller nach einer Sondersitzung des Senats. Auch die Skepsis gegenüber dem AstraZeneca-Impfstoff sei nicht gerechtfertigt. Im Impfzentrum in Tegel gebe es freie Termine für die nächsten Tage, betonte Müller.

4.3.2021 • 19:56 Uhr

Scholz: Brauchen Nachtragshaushalt für 2021

Bundesfinanzminister Olaf Scholz zufolge wird dieses Jahr trotz bereits hoher Neuverschuldung ein Nachtragshaushalt nötig. Deutschland werde in der Corona-Krise solange wie nötig gegenhalten, sagte der SPD-Kanzlerkandidat in einem TV-Interview der "Welt". "Das können wir auch." Es gebe aber neue Anforderungen, etwa für verstärkte Tests. Deshalb sei ein Nachtragshaushalt jetzt notwendig. Zum genauen Volumen wollte Scholz nichts sagen.

4.3.2021 • 19:41 Uhr

Formel-1-Auftakt mit geimpften oder genesenen Fans

Die Verantwortlichen in Bahrain planen den Saisonauftakt der Formel 1 offensichtlich mit Zuschauern. Erlaubt sollen aber beim Grand Prix am 28. März in der Wüste von Sakhir nur Fans sein, die gegen das Coronavirus geimpft oder aber von einer Infektion genesen sind. Das gab der Bahrain International Circuit (BIC) bekannt. Sowohl die letzte der beiden notwendigen Impfungen als auch überstandene Infektionen müssten zum Zeitpunkt des Grand Prix zwei Wochen zurückliegen.

4.3.2021 • 19:39 Uhr

Weltverband verschiebt Eishockey-WM der Frauen

Die Weltmeisterschaft der Eishockey-Frauen in Kanada soll nun vom 6. bis 16 Mai stattfinden. Das teilte der Eishockey-Weltverband IIHF mit. Ursprünglich war die Veranstaltung für 2020 geplant und dann auf April 2021 verschoben worden. Die Veranstalter hoffen, dass im Mai zumindest teilweise vor Zuschauern gespielt werden kann.

4.3.2021 • 19:18 Uhr

Auch Schweden lässt AstraZeneca-Impfstoff für Ältere zu

Nach Deutschland und weiteren europäischen Staaten hat auch Schweden den Corona-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca für ältere Menschen freigegeben. Die schwedische Gesundheitsbehörde empfahl am Abend die Verimpfung von AstraZeneca auch bei Menschen über 65 Jahre.

Bislang hatte es eine Zulassung nur für Menschen unter dieser Altersgrenze gegeben, weil nicht ausreichend Studien zur Wirksamkeit bei Älteren vorgelegen hätten. Nun lägen jedoch drei neue Studien aus Großbritannien vor, begründete die Behörde ihre Entscheidung. Die Untersuchungen zeigten, dass das Mittel von AstraZeneca "genauso effektiv wie andere zugelassene Vakzine" sei und selbst bei Menschen über 80 Jahre einsetzbar sei.

4.3.2021 • 19:18 Uhr

Frankreich will auch am Wochenende impfen

Frankreichs Ministerpräsident Jean Castex fordert auch am Wochenende Impfungen. Man befinde sich in einem Wettlauf mit dem Virus, sagte er und legt einen Zeitplan vor: Bis Mitte April sollen mindestens zehn Millionen Menschen geimpft sein, 20 Millionen bis Mitte Mai und bis zum Sommer 30 Millionen. In Frankreich leben etwa 67 Millionen Menschen.

4.3.2021 • 19:04 Uhr

R-Wert steigt wieder

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lageberich bei 0,99 (Vortag 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

4.3.2021 • 19:03 Uhr

Gericht kippt Corona-Ausgangsbeschränkungen in Sachsen

Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hat zwei in Sachsens aktueller Corona-Schutzverordnung enthaltene Ausgangsbeschränkungen vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das geht aus einem Beschluss hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Konkret geht es um die nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 6 Uhr sowie die Begrenzung auf einen 15-Kilometer-Radius für Sport und Bewegung im Freien. Der Eilantrag der Klägerin aus Dresden richtete sich gegen die zwei entsprechenden Paragrafen der Schutzverordnung vom 12. Februar dieses Jahres.

4.3.2021 • 18:39 Uhr

Lehrerverband: Auch Schulkinder unter 15 Jahren sollen getestet werden

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, zeigt sich unzufrieden mit den Beschlüssen zur Schulöffnung in Bayern. Im BR beklagt er, dass es kein fertiges Schnelltestkonzept gibt und fordert: "Natürlich ist es absolut sinnvoll und wichtig auch Kinder unter 15 zu testen. Übrigens auch in Landkreisen über einer Inzidenz von 100." Auf die Frage, ob auch Grundschüler getestet werden sollen, sagte er: "Wir haben gesehen, dass Infektionsfälle vor keiner Schulart halt machen. Und jüngere Kinder haben ja oft auch weniger oder keine Symptome, können aber ansteckend sein. Deswegen ist es ganz wichtig, dass die auch getestet werden."

4.3.2021 • 18:31 Uhr

Virus-Variante B.1.1.7 in Frankreich auf dem Vormarsch

Die Corona-Mutation B.1.1.7 breitet sich immer stärker in Europa aus. In Frankreich ist sie für mehr als 60 Prozent aller Infektionen verantwortlich. Das erklärte Premierminister Jean Castex. In Frankreich sind die Infektionszahlen zuletzt wieder deutlich gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden wurden 25.279 neue Infektionen mit dem Coronavirus gezählt.

4.3.2021 • 18:18 Uhr

Bundesregierung im Umfragetief

Nach 55 Prozent im Vormonat sind aktuell 50 Prozent mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden, 49 Prozent üben Kritik. Das ist der schlechteste Wert für das Berliner Kabinett seit Ausbruch der Pandemie im vergangenen Jahr. Das zeigen Zahlen des aktuellen ARD-DeutschlandTrend.

Gleichzeitig haben die aktuell geltenden Corona-Eindämmungsmaßnahmen die Zustimmung einer deutlichen Mehrheit von zwei Dritteln der Bevölkerung. 47 Prozent der Befragten gaben an, sie hielten die Maßnahmen für angemessen und 20 Prozent sprachen sich sogar für eine Verschärfung aus. Nur 30 Prozent erklärten sie für zu weitgehend.

4.3.2021 • 18:12 Uhr

Italien verschiebt Kommunalwahlen in den Herbst

Laut Medienberichten will die Regierung in Rom wegen der Pandemie die für Ende Frühling angesetzten Stadt- und Kommunalwahlen auf den Herbst verschieben. Die Bürgermeisterwahlen in Städten wie Rom und Mailand sollten nun zwischen dem 15. September und 15. Oktober stattfinden, sagen zwei Regierungsvertreter, die namentlich nicht genannt werden wollen. Das Kabinett habe den Plan abgesegnet.

4.3.2021 • 17:44 Uhr

Wer infiziert sich mit Corona?

14 von 16 Bundesländern haben nach Recherchen von NDR, WDR und SZ keine Erkenntnisse darüber, welche Menschen sich besonders häufig mit Corona infizieren - und können daher nicht gezielt reagieren. Mediziner kritisieren diese Ahnungslosigkeit.

4.3.2021 • 17:12 Uhr

Dutzende Infizierte in Fleischwerk in Rheinstetten

In einem Fleischwerk von Edeka Südwest in Rheinstetten sind Dutzende Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Ein Sprecher des Landratsamts Karlsruhe berichtete von 69 positiv Getesteten und 140 Kontaktpersonen, die in Quarantäne bleiben müssten. In einem Fall sei die zuerst in Großbritannien nachgewiesene mutierte Variante des Virus bestätigt worden.

Weil das Infektionsgeschehen nicht diffus sei und die Kontakte gut nachverfolgt werden könnten, habe der Ausbruch zunächst keine Folgen wie etwaige Ausgangsbeschränkungen, sagte der Sprecher. Zuerst hatten die "Badischen Neuesten Nachrichten" über den Fall berichtet.

Ein Sprecher von Edeka Südwest erklärte, im Rahmen betriebsinterner Testungen sei vergangene Woche bei zwei Mitarbeitern eine Infektion nachgewiesen worden. Anfang dieser Woche seien weitere Fälle hinzugekommen. "Wir müssen davon ausgehen, dass die Infektionsquelle im privaten Bereich liegt." Weitere Tests hätten keine positiven Befunde mehr ergeben. In dem Betrieb arbeiten demnach 1200 Menschen. Eine ausreichende Warenversorgung der Märkte sei sichergestellt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie hatte es immer wieder größere Ausbrüche in Schlachthöfen und fleischverarbeitenden Betrieben gegeben. Die Bundesregierung hatte daraufhin die Gesetze für die Branche unter anderem in puncto Beschäftigungsverhältnisse, höhere Bußgelder und einheitliche Kontrollstandards verschärft.

4.3.2021 • 17:12 Uhr

Ermittlungen wegen falscher Corona-Atteste

Die Staatsanwaltschaft Paderborn ermittelt gegen 16 Ärzte wegen des Verdachts, falsche Corona-Atteste ausgestellt zu haben. "Wir prüfen wegen der möglichen Ausstellung von Corona-Attesten falscher Art in 20 Verfahren", sagte ein Behördensprecher. Zuvor hatte "Radio Hochstift" über die Vorwürfe gegen die Mediziner berichtet. 15 Ärzte seien im Kreis Paderborn tätig, einer in Porta Westfalica.

Das wissentliche Ausstellen falscher Atteste sei ein eigener Straftatbestand, erläuterte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Dem Bericht von "Radio Hochstift" zufolge waren solche Atteste unter anderem bei Anti-Corona-Demos in Paderborn aufgetaucht. Darin sei bescheinigt worden, dass die Betroffenen angeblich aus gesundheitlichen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen müssten. Die Polizei habe einige dieser Atteste beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft machte dazu keine näheren Angaben.

4.3.2021 • 16:48 Uhr

Italien blockiert Export von AstraZeneca

In der EU ist angeblich erstmals der Export von Corona-Impfstoff in einen Drittstaat blockiert worden. Italien habe die Lieferung von Impfstoff des Herstellers AstraZeneca an Australien gestoppt, hieß es aus EU-Kreisen. Die EU hatte Ende Januar die Möglichkeit von Exportbeschränkungen eingeführt, nachdem der britisch-schwedische Hersteller AstraZeneca angekündigte Lieferungen in den ersten Monaten des Jahres deutlich gekürzt hatte.

4.3.2021 • 16:40 Uhr

Schleswig-Holstein öffnet Läden ab Montag wieder

Schleswig-Holstein erlaubt bereits ab Montag wieder den regulären Einkauf in Geschäften. Das kündigte Regierungschef Daniel Günther (CDU) nach dem neuerlichen Corona-Krisengipfel von Bund und Ländern im Kieler Landtag an. Schleswig-Holstein könne und werde diesen Öffnungsschritt am 8. März machen.

In Schleswig-Holstein hatte die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt bei 47,7 gelegen - also unterhalb der wichtigen 50er-Schwelle. Ab einem Inzidenzwert von 50 können die Länder laut Übereinkunft der Konferenz von gestern Abend bestimmte Beschränkungen ab Montag lockern. Schleswig-Holstein kehrt laut Landesregierung daher im Handel zu einem Konzept zurück, wonach ein bestimmte Zahl von Kunden je Quadratmeter Ladenfläche erlaubt ist.

Günther lobte die gemeinsamen Beschlüsse von Bund und Ländern vom Mittwoch. Die Konferenz habe "klare Botschaften" an die Bürger und Unternehmen ausgesandt, sagte der Ministerpräsident. Es sei richtig, dass nun die 50er-Inzidenzschwelle als Maßstab gelte.

4.3.2021 • 16:05 Uhr

Ministerpräsident Weil in Quarantäne

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) muss nach einem Corona-Infektionsfall in seiner Staatskanzlei vorübergehend in Quarantäne. "Es geht uns gut, keiner hat Symptome", teilte die Staatskanzleiin Hannover mit. Das Landesgesundheitsamt gehe aber davon aus, dass der Ministerpräsident als direkte Kontaktperson bis zum Montag kommender Woche in Quarantäne müsse.

4.3.2021 • 15:53 Uhr

Kretschmann zu Schnelltests: "Bin vom Bund enttäuscht"

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wegen einer nicht ausreichenden Anzahl von Corona-Schnelltests kritisiert. "Was die Tests anbetrifft, bin ich doch sehr vom Bund enttäuscht", erklärte Kretschmann. Es habe "große Ankündigungen" für kostenlose Tests für alle gegeben. Mit Blick auf den Corona-Gipfel sagte er:

Gestern zeigt sich: Der Ankündigung sind keine Taten gefolgt, es wurde noch nichts geordert.

Neben einem erhöhten Tempo bei Impfungen in den kommenden Wochen, Schutzkonzepten für den Handel und digitalen Hilfsmitteln habe das sogenannte Freitesten eine besondere Bedeutung für die Öffnungsschritte der kommenden Wochen. Er habe sich schon im Vorfeld des Corona-Gipfels für das Freitesten - also die Verknüpfung von Schnelltests, Selbsttests und Öffnungen - stark gemacht.

4.3.2021 • 15:32 Uhr

Bund verdoppelt Corona-Hilfe für Kulturbereich auf zwei Milliarden Euro

Die Corona-Hilfe für den Kulturbereich wird auf zwei Milliarden Euro verdoppelt. Wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters mitteilte, befürwortete nun auch der Haushaltsausschuss des Bundestags die Aufstockung der Mittel um eine weitere Milliarde auf zwei Milliarden Euro. Die Summe entspreche damit dem gesamten Bundeskulturetat eines Jahres.

Künftig soll laut Grütters noch stärker ein Schwerpunkt auf Hilfen für einzelne Künstler gelegt werden, etwa durch neue oder erweiterte Stipendienprogramme. Grütters erklärte, es sei wichtig, dass die Umsetzung so schnell wie möglich erfolge. Die Kulturstaatsministerin veröffentlichte außerdem ein Eckpunktepapier zur Wiedereröffnung des Kulturbetriebs, laut dem Theater, Kinos, Konzerthäuser und andere Kultureinrichtungen mit sitzendem Publikum öffnen können.

4.3.2021 • 15:21 Uhr

Ungarn verschärft Corona-Lockdown

Angesichts der stark steigenden Anzahl der Infektionen mit dem Coronavirus verschärft Ungarn die Maßnahmen, die die Ausbreitung der Pandemie bremsen sollen. Ab kommendem Montag muss der gesamte Handel außer Lebensmittelgeschäften, Apotheken, Drogerien und Tankstellen für mindestens zwei Wochen zusperren. Das erklärte Kanzleramtsminister Gergely Gulyas in einer Online-Pressekonferenz. Auch alle Dienstleister müssen für zwei Wochen den Betrieb einstellen. Die Unterstufen der Schulen und die Kindergärten schließen ab Montag bis zum Ende der Osterferien am 7. April.

4.3.2021 • 15:12 Uhr

Impfungen beim Hausarzt - Brandenburg macht's vor

Die Impfverordnung des Bundes verbietet niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten momentan, ihre Patienten gegen das Virus zu immunisieren. Zuständig sind extra eingerichtete Impfzentren, Krankenhäuser und mobile Impfteams, zum Beispiel in Pflegeheimen. In Brandenburg startet nun ein Modellprojekt, bei dem Hausärzte das Vakzin von AstraZeneca verabreichen.

4.3.2021 • 15:09 Uhr

Eine Million mehr Italiener in Armut

Im Zuge der Corona-Pandemie sind in Italien eine Million Menschen zusätzlich in absolute Armut geraten. Diese schon länger geäußerte Befürchtung von Wohlfahrtsverbänden werde durch das Nationale Amt für Statistik (Istat) bestätigt. So lebten aktuell zwei Millionen Haushalte in absoluter Armut, und damit über eine Million Menschen mehr als 2019. Betroffen sind den Angaben zufolge etwa 5,6 Millionen Menschen, 9,4 Prozent der Bevölkerung. Das Ausmaß absoluter Armut habe damit den höchsten Wert seit 2005 erreicht, schrieb die Zeitung "La Repubblica".

Geografisch gesehen verzeichnet Norditalien den stärksten Anstieg der Armutsquote: von 5,9 auf 7,3 Prozent. Im ohnehin ärmeren Süden bleibt die Quote den Angaben zufolge bei 9,3 Prozent, während sie in Mittelitalien 5,5 Prozent beträgt.

4.3.2021 • 15:04 Uhr

CureVac produziert künftig auch mit Partner Novartis Impfstoff

Das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac hat einen weiteren Branchenpartner für die Großproduktion seines noch nicht zugelassenen Corona-Impfstoffkandidaten CVnCoV gefunden. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis werde bis Jahresende bis zu 50 Millionen Dosen produzieren, erklärte CureVac in Tübingen nach der Vertragsunterzeichnung.

Im kommenden Jahr solle Novartis 200 Millionen Dosen zuliefern. Zuvor war Curevac bereits Produktionskooperationen mit anderen Pharmakonzernen eingegangen, darunter Bayer und Wacker. Der Wirkstoff des baden-württembergischen Firma befindet sich seit Dezember in den entscheidenden klinischen Studien. Im Februar übergab CureVac erste Datenpakete im Rahmen eines rollierenden Zulassungsverfahrens an die europäische Arzneimittelbehörde EMA.

4.3.2021 • 14:41 Uhr

Berlin: Erste Häuser auf der Museumsinsel öffnen am 16. März

Die ersten Häuser auf der Berliner Museumsinsel öffnen am 16. März. Das hat rbb-Inforadio aus Kreisen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz erfahren. Demnach werden unter Einhaltung aller Sicherheitsstandards und Kontaktverfolgung Zeitfenstertickets herausgegeben, die online zu buchen sind. Das gelte für die Alte Nationalgalerie, die James Simon Galerie, das Pergamonmuseum und das Pergamon-Panorama sowie das Neue Museum. Alle anderen Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz öffnen zum 1. April.

4.3.2021 • 14:17 Uhr

Charité fordert "Turbogang" beim impfen - auch mit Hausärzten

Aus Sorge vor der nächsten Corona-Welle dringt Berlins Universitätsklinik Charité auf beschleunigtes Impfen gegen Covid-19. "Wir müssen dringend in den Turbogang schalten, wenn wir eine dritte Welle verhindern wollen", erklärte der für die Krankenversorgung zuständige Vorstand Martin Kreis.

Er forderte, Hausärztinnen und Hausärzte jetzt in die Impfplanung und -logistik einzubinden. "Sie sind vor Ort, es gibt eine etablierte Kommunikation, sie kennen ihre Patientinnen und Patienten, zu ihnen besteht ein enges, oft jahrelanges Vertrauensverhältnis." Kreis sprach sich außerdem dafür aus, jetzt zumindest die zugelassenen Impfabstände zwischen der ersten und zweiten Dosis maximal auszuschöpfen.

4.3.2021 • 13:29 Uhr

Söder: Dritte Corona-Welle rollt

Beim Kampf gegen die Corona-Pandemie ist nach Auffassung von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder die zweite Welle besiegt. Es rolle aber die dritte Welle, mit der britischen Virus-Variante, sagte Söder nach einer Sitzung seines Kabinetts in München. Es müsse gesehen werden, wie kontrollierbar dies sein werde. Bayern habe von zehn deutschen Corona-Hotspots nach wie vor fünf, sagte Söder. Etwa im Landkreis Cham sei bei 78 Prozent der positiven Test bereits die britische Virusvariante festgestellt worden.

4.3.2021 • 13:18 Uhr

WHO: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Europa nimmt wieder stark zu

Nach einem Rückgang der Corona-Fallzahlen in Europa in den vergangenen sechs Wochen meldet die Weltgesundheitsorganisation: Die Zahl der Neuinfektionen sei vergangene Woche in mehr als der Hälfte der Staaten auf dem Kontinent um neun Prozent gestiegen, gab Hans Kluge, Europa-Chef der WHO, in Kopenhagen bekannt. Nachgewiesen worden seien mehr als eine Million neue Ansteckungen. Besonders deutlich sei der Anstieg in Mittel- und Osteuropa, doch hätten einige westeuropäische Länder ebenfalls mehr Fälle gemeldet.

Kluge appellierte an die Länder, sich im Kampf gegen Corona wieder auf bewährte und grundlegende Mittel zu besinnen. Dazu gehörten eine erhöhte Wachsamkeit vor Virusvarianten, verbesserte Tests und das Isolieren von Infizierten, verstärkte Maßnahmen gegen eine in den Gesellschaften grassierende "Pandemiemüdigkeit" und eine schnellere Verteilung von Impfstoffen.

4.3.2021 • 13:06 Uhr

Drogerie dm bietet künftig kostenlose Corona-Schnelltests in eigenen Zentren an

Die Drogeriekette dm bietet künftig in eigenen Zentren vor ihren Filialen kostenlose Corona-Schnelltests an. Geplant sei ein "sukzessiver Aufbau" solcher Zentren im Laufe des Monats März, begonnen werde auf Freiflächen vor mehreren hundert Filialen in Baden-Württemberg, teilte das Unternehmen mit. Einen ersten Testlauf gab es demnach am Morgen vor dem Firmensitz in Karlsruhe.

In den Zentren sollen sowohl geschulte dm-Mitarbeiter als auch medizinisches Fachpersonal und freiwillige Helfer anwesend sein, um die zertifizierten Corona-Antigen-Schnelltests anzubieten. Geplant ist, dass sich Bürgerinnen und Bürger einmal pro Woche kostenfrei testen lassen können. Die Kette dm hat bundesweit 2040 Märkte, davon 340 in Baden-Württemberg.

4.3.2021 • 12:59 Uhr

AstraZeneca auch für Ältere empfohlen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Gesundheitsminister Jens Spahn zufolge den Impfstoff von AstraZeneca nun auch für über 65-Jährige. Neue Studiendaten belegten zudem, dass das Vakzin bei einem Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung von zwölf Wochen noch wirksamer sei. Auch dieses Intervall empfehle die Stiko. "Beide Empfehlungen werden wir sehr zeitnah in der Verordnung umsetzen", erklärt Spahn.

4.3.2021 • 12:48 Uhr

EU will Impfstoff-Export bis Ende Juni kontrollieren

Die Europäische Union will Insidern zufolge die Genehmigungspflicht für einen Export von Corona-Impfstoffen bis Ende Juni verlängern. Ein solcher Vorschlag der EU-Kommission für eine Ausweitung der Ende März auslaufenden Regelung für mehr Transparenz bei der Impfstoff-Ausfuhr sei von den Mitgliedsstaaten bei Beratungen begrüßt worden, erläutern Diplomaten. Auch Deutschland und Frankreich hätten zugestimmt. Eine Stellungnahme der EU-Kommission lag zunächst nicht vor.

Der Mechanismus wurde Ende Januar als Reaktion auf die Ankündigungen von Impfstoff-Herstellern über Lieferverzögerungen eingerichtet. Er soll mehr Klarheit bringen, wohin in der EU produzierter Impfstoff geliefert wird. Hintergrund war vor allem der Lieferstreit mit dem britischen-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca.

4.3.2021 • 12:48 Uhr

Schützenköniginnen können sich erneut nicht treffen

Ein bundesweites Treffen von Schützenköniginnen ist wegen der Corona-Pandemie auf Mai 2022 verschoben worden. Der überwiegende Teil der rund 5000 Schützenbrüder und -schwestern, die für den Bundesköniginnentag 2021 erwartet würden, gehöre zur Risikogruppe, erklärte der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) in Euskirchen.

Das Treffen, das es seit 1956 gibt, hätte am 8. und 9. Mai in Gindorf in der Eifel stattfinden sollen. Im vergangenen Jahr hatte der BHDS erstmals in seiner Geschichte den Bundesköniginnentag abgesagt.

4.3.2021 • 12:28 Uhr

Frankreich weitet Wochenend-Lockdowns aus

Frankreich weitet die bereits an der Côte d'Azur geltenden Wochenend-Lockdowns aus: Solche auch tagsüber geltenden Ausgangssperren an Samstagen und Sonntagen sollen auch im nordfranzösischen Verwaltungsbezirk Pas-de-Calais mit der Hafenstadt Calais gelten, wie aus französischen Regierungskreisen verlautete. Der Pariser Großraum und das Mosel-Gebiet an der Grenze zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz bleiben dagegen vorerst verschont. Eine nächtliche Ausgangssperre ab 18 Uhr gilt in Frankreich bereits landesweit.

Im Pas-de-Calais am Ärmelkanal breitet sich die britische Corona-Variante aus. Dort ist die Sieben-Tage-Inzidenz auf mehr als 400 pro 100.000 Einwohner gestiegen, das Doppelte des landesweiten Schnitts. Im nahe gelegenen Dünkirchen liegt die Inzidenz bereits bei über 1000. Deshalb wurde auch rund um die 80.000-Einwohner-Stadt ein Wochenend-Lockdown verhängt.

4.3.2021 • 12:28 Uhr

Bundestag verlängert "epidemische Lage von nationaler Tragweite"

Der Deutsche Bundestag hat Änderungen am Infektionsschutzgesetz beschlossen und die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" um drei Monate verlängert. Für den Antrag der Koalition aus Union und SPD stimmten 368 Abgeordnete, 293 votierten dagegen, drei enthielten sich der Stimme. "Wir sind noch in einer besonderen Lage", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor den Abgeordneten. "Die Pandemie ist noch nicht am Ende." Deshalb sei die Verlängerung "richtig". Bislang lief die Frist für die Regelung am 31. März ab. Dem Gesetz zufolge muss der Bundestag nun alle drei Monate über eine Verlängerung entscheiden.

4.3.2021 • 11:31 Uhr

DOSB sieht "ersten Hoffnungsschimmer" für den Sport

DOSB-Präsident Alfons Hörmann sieht die Beschlüsse von Bund und Ländern für schrittweise Lockerungen des Corona-Lockdowns als "ersten Hoffnungsschimmer" für den Sport. "Jetzt kommt es entscheidend darauf an, dass die Länder und die jeweiligen Kommunen die gebotenen Freiheitsgrade auch im Sinne des Sports nutzen", mahnte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbunds.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs haben verschiedene Schritte der Öffnung auch für den Sport beschlossen. Abhängig von regionalen Inzidenzwerten können die Bundesländer demnach ab dem 8. März als erste Maßnahme kontaktfreien Sport unter freiem Himmel in kleinen Gruppen mit maximal zehn Personen vorsehen. Der Besuch von Fitnessstudios und Amateurspiele im Fußball oder Hallensportarten sind beispielsweise aber erst später möglich.

4.3.2021 • 11:00 Uhr

Mobilität in Deutschland steigt wieder

Trotz fortdauernder Corona-Pandemie hat sich die Mobilität in Deutschland in der zweiten Februarhälfte wieder weitgehend normalisiert. Das Bewegungsverhalten der Bevölkerung habe sich zuletzt "stark dem Vorkrisenniveau angenähert", berichtete das Statistische Bundesamt. Im Schnitt lag die Mobilität bundesweit in der letzten Februarwoche nur vier Prozent unter dem Wert der Vergleichswoche des Vorjahres. In der vorletzten Februarwoche war die Differenz zwar noch größer und lag elf Prozent unter dem Wert der entsprechenden Referenzwoche 2020. Auch das bedeutete allerdings bereits eine signifikante weitere Zunahme der durchschnittlichen Mobilität. In der ersten Februarhälfte betrug die Differenz 19 Prozent.

4.3.2021 • 10:55 Uhr

Intensivmediziner warnen vor "dritter Welle"

Intensivmediziner gehen angesichts des Öffnungs-Fahrplans von Bund und Ländern in der Pandemie von einer deutlichen Zunahme der Corona-Fälle aus. "Ich rechne damit, dass wir durch die beschlossenen Öffnungsszenarien deutlich steigende Zahlen von Neuinfektionen erleben werden - und dann auch vermehrt Intensivpatienten mit Covid-19", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx. "Die Sorge ist, dass wir in eine dritte Welle rutschen."

4.3.2021 • 10:42 Uhr

EMA prüft Zulassung von Sputnik V

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) beginnt mit der Prüfung einer Zulassung für den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V. Das teilte die in Den Haag ansässige Behörde mit. In Ungarn wird der Vektorviren-Impfstoff bereits eingesetzt, auch andere EU-Länder planen dies unabhängig von der EMA-Entscheidung.

4.3.2021 • 10:10 Uhr

Weniger Neuinfektionen in den USA

In den USA ist die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter rückläufig. Mit 65.233 neuen Fällen am Mittwoch meldeten die Behörden knapp 9200 weniger als am selben Tag der Vorwoche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 299.786 neuen Fällen gemeldet. Am Mittwoch registrierten die Behörden zudem 2360 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion. Am selben Tag in der Vorwoche waren es noch 3146.

Angesichts sinkender Tageswerte wollen einige Bundesstaaten, darunter Ohio und Michigan, ihre Corona-Auflagen lockern. Der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, hatte zudem angekündigt, die Maskenpflicht und alle Kapazitätsgrenzen für Restaurants und andere Betriebe in seinem Bundesstaat aufzuheben. Auch der republikanische Gouverneur von Mississippi hatte erklärt, alle Anordnungen zum Tragen von Masken und Kapazitätsgrenzen für Restaurants und Firmen würden beendet. Der renommierte Immunologe Anthony Fauci bezeichnete die Rücknahme der Schutzmaßnahmen als "unerklärlich" und "unüberlegt". Auch US-Präsident Joe Biden kritisierte die Entscheidungen.

4.3.2021 • 09:39 Uhr

Kurzarbeit weiter gestiegen

Die Kurzarbeit in Deutschland ist im Februar nach Schätzungen des Ifo-Instituts weiter gestiegen. Mit 2,8 Millionen Betroffenen stieg die Zahl im Vergleich zum Januar um 100.000, wie die Münchner Wirtschaftsforscher mitteilten. Das ist jeder zwölfte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. "Das Bild ist zweigeteilt: Während die Kurzarbeit vor allem in Hotels und Gaststätten sowie im Einzelhandel zunahm, ist sie in der Industrie rückläufig", sagt Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. Im Gastgewerbe ist der Anteil der Arbeitnehmer in Kurzarbeit auch nach wie vor am höchsten: Hier sind 57 Prozent der Beschäftigten betroffen. Im Handel waren es knapp 15 Prozent, bei wirtschaftsnahen Dienstleistern 14 und in der Industrie gut 7 Prozent.

4.3.2021 • 09:34 Uhr

Viele Neuinfektionen in Ungarn

Ungarn meldet so viele Neuinfektionen wie seit drei Monaten nicht mehr. In den letzten 24 Stunden seien 6278 Corona-Infektionen festgestellt worden, geht aus Regierungsdaten hervor. Es starben 152 weitere Menschen an oder mit dem Virus. Landesamtsärztin Cecilia Müller hatte wegen der britischen und südafrikanischen Mutanten vor einem rasanten Ausbreiten des Virus gewarnt, obwohl über 700.000 Menschen bereits geimpft seien. Ungarn verimpft als erstes EU-Land die Vakzine der chinesischen Firma Sinopharm sowie den russischen Impfstoff Sputnik V.

4.3.2021 • 09:26 Uhr

Kanzleramtsminister Braun verteidigt Corona-Beschlüsse

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hält die Beschlüsse des Spitzentreffens von Bund und Ländern in der Corona-Krise für angemessen. "Man kann nicht eine Gesellschaft nach vier Monaten jetzt weiter im Winterschlaf halten. Deshalb sind diese Öffnungsschritte richtig", sagte Braun am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin. Allerdings stiegen die Infektionszahlen in Deutschland aktuell und die britische Mutante werde der häufigste Virustyp: "Wir müssen weiter vorsichtig sein, aber die Öffnungen können wir machen." Der Kanzleramtschef versicherte, dass es für die geplante Teststrategie ausreichende Kapazitäten in Deutschland gebe, was aus der Opposition bezweifelt wird.

4.3.2021 • 09:15 Uhr

Schwerer Neustart für Lufthansa

Nach einem milliardenschweren Rekordverlust für 2020 rüstet sich die Lufthansa für ein weiteres schwieriges Jahr mit der Corona-Pandemie. Der staatlich gestützte Luftverkehrskonzern traute sich bei der Bilanzvorlage für 2021 keine konkrete geschäftliche Prognose zu und rechnet nur noch mit einem Flugangebot zwischen 40 bis 50 Prozent des Niveaus aus dem Vorkrisenjahr 2019. Bisher hatte Unternehmenschef Carsten Spohr noch bis zu 60 Prozent für möglich gehalten. Der Geschäftseinbruch in der Corona-Krise hat der Lufthansa im abgelaufenen Jahr einen Rekordverlust von 6,7 Milliarden Euro eingebracht.

4.3.2021 • 09:03 Uhr

Handel: Ergebnisse des Corona-Gipfels sind eine "Katastrophe"

Die Wirtschaft kritisiert die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern. "Die für eine Öffnung der Geschäfte vorgeschriebene stabile Inzidenz von 50 sei nicht flächendeckend in Sichtweite", beklagte der Einzelhandelsverband HDE. Die damit weitgehend geschlossenen Handelsunternehmen dürften bis Ende März im Vergleich zu 2019 weitere zehn Milliarden Euro Umsatz verlieren. "Die Ergebnisse des Corona-Gipfels sind für den Einzelhandel eine Katastrophe", so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Auch die Möglichkeit für den Einkauf nach vorheriger Terminvergabe sei für die meisten Läden kein Rettungsanker. Denn dabei seien in der Regel die Personal- und Betriebskosten höher als die Umsätze.

Auch die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA), Ingrid Hartges, ist enttäuscht von den Ergebnissen des gestrigen Bund-Länder-Treffens. Im Radioprogramm SWR Aktuell sagte sie: "Die Beschlüsse stellen eine Enttäuschung dar, insbesondere weil keine konkrete Öffnungsperspektive für die Restaurants und Hotels beschlossen wurde." Erst am 22. März soll darüber beraten werden. Dennoch bleibe sie zuversichtlich, sagte Hartges: "Wir finden es gut und richtig, dass man sich jetzt auf den Inzidenzwert 50 verständigt hat und nicht 35. Denn ich glaube, es ist utopisch, dass wir den in den nächsten Wochen erreichen."

4.3.2021 • 09:03 Uhr

AfD kritisiert Corona-Beschlüsse scharf

Die beiden Vorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion haben die Ergebnisse des Spitzentreffens von Bund und Ländern in der Corona-Pandemie scharf kritisiert. "Diese Beschlüsse sind ein Hohn für die Bürger, die zunehmend genug haben von der plan- und nutzlosen Lockdown-Politik der Bundesregierung und der Länder", teilte Alice Weidel mit. Für die meisten Betriebe in Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungsgewerbe bedeuteten die Beschlüsse weitere Wochen der Unsicherheit. Alexander Gauland bezeichnete die abermalige Lockdown-Verlängerung bis Ende März als einen "Willkürakt" und griff die Gesamtstrategie von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an: "Die Bürger sollen dafür büßen, dass die von Merkel vorangetriebene "europäische Lösung" direkt ins Impfstoffdesaster geführt hat."

4.3.2021 • 08:08 Uhr

FDP-Chef Lindner wirft der Bundesregierung Versagen vor

FDP-Chef Christian Lindner wirft der Bundesregierung Versagen im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor. Zu deren Beginn seien allen Fehler und Fehleinschätzungen unterlaufen, sagt er im Deutschlandfunk. Das müsse unterschieden werden von den "Managementfehlern", die bis heute gemacht würden. "Dass sich jetzt das Problem bei der Bestellung von Masken, bei der Beschaffung von Impfstoffen zu wiederholen scheint bei den Schnell- und den Selbsttests, das ist ein grobes Versagen der Bundesregierung. Da könnten und müssten wir weiter sein."

4.3.2021 • 08:03 Uhr

Ifo-Chef Fuest warnt vor Öffnungen ohne Corona-Tests

Ifo-Präsident Clemens Fuest fällt ein gemischtes Urteil über die Ergebnisse des Corona-Gipfels. Es sei gut, dass endlich begonnen werde, mehr zu testen, sagte er am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin. Man müsse aber die Öffnungen an Tests binden. "Das hat man nicht getan", sagte Fuest mit Blick auf die Einigung von Bund und Ländern auf eine neue Corona-Politik.

Die Lage der Wirtschaft bewertete der Ifo-Präsident als "ziemlich gespalten". Während es um die Gastronomie, Reisebranche, Teile des Einzelhandels teils sehr schlecht stehe, gehe es großen Teilen der Industrie "ausgezeichnet, erstaunlich gut". So hätten sich Auto-, Chemie- und Bauindustrie gut erholt. "Wir haben ein gespaltenes Bild und ziemlich konzentrierte Verluste." Derzeit fielen etwa drei Prozent der Wertschöpfung weg, "das ist doch weniger als die meisten glauben".

4.3.2021 • 07:35 Uhr

Scholz: Mehr Freiheiten durch Testen oder Impfen

Vizekanzler Olaf Scholz hat sich im ARD-Morgenmagazin sehr zufrieden mit den Beschlüssen der Bund-Länder-Gespräche gezeigt. Die Lockerungen seien verantwortbar: "Wir haben jetzt neue, umfassendere Möglichkeiten zu testen." Er erwartet, dass genügend Tests zur Verfügung stehen werden. Mit einer umfassenderen Teststrategie könne sich mehr Spielraum für Öffnungen erarbeitet werden. Zugleich würden immer mehr Menschen geimpft und vor dem Virus geschützt. Teil der Öffnungsstragie sei, dass durch Testen mehr möglich ist. Das müsse auch für Menschen gelten, die geimpft sind.

4.3.2021 • 07:05 Uhr

Hausärzte fordern bürokratische Entlastungen beim Impfen

Nach der Bund-Länder-Vereinbarung zu einer stärkeren Einbeziehung von niedergelassenen Ärzten bei den Corona-Impfungen fordern die Hausärzte bürokratische Entlastungen und eine stärkere organisatorische Einbeziehung der Krankenkassen. Um neben der Versorgung der Patienten auch die Impfungen sowie die zusätzlichen Tests vornehmen zu können, müsse jeglicher vermeidbarer Aufwand wegfallen, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Das Ausstellen von Attesten zur Impfpriorisierung könne den Prozess enorm verlangsamen, warnte Weigeldt. Stattdessen könnten die Krankenkassen bei der Vorrangprüfung durch ein flächendeckendes Einladungsverfahren unterstützen. Sie verfügten über die notwendigen Patientendaten und die Expertise. Zugleich müssten die Dokumentationspflichten bei Impfungen und Testergebnissen für die Hausärzte möglichst gering gehalten werden, forderte Weigeldt. Die Mediziner müssten sich voll und ganz auf ihre ärztlichen Aufgaben konzentrieren, "für mehr ist keine Zeit".

4.3.2021 • 06:56 Uhr

Kretschmann für kürzere Schulferien

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat eine Verkürzung der Schulferien vorgeschlagen, um Bildungsdefizite wegen Corona-Schließungen aufzuholen. "Man könnte an den Ferien ein bisschen was abknapsen, um Unterrichtsstoff nachzuholen", sagte der Grünen-Regierungschef in einem Interview mit dem "Mannheimer Morgen" . Eine Verkürzung der Sommerferien sei denkbar.

Er fürchte, dass tiefe Schäden in der Bildung und der Psyche der Kindern entstanden seien, sagte Kretschmann der Zeitung. "Wir müssen uns verstärkt um diese Kinder kümmern, wenn der Unterricht wieder normal läuft. Das wird eine große Aufgabe." Die Lehrer müssen sich dem Ministerpräsidenten zufolge zunächst einen Überblick über die im Fernunterricht entstandenen Lücken verschaffen. "Zur Behebung der Defizite braucht es zusätzliche Betreuungsangebote und Sonderprogramme", sagte Kretschmann der Zeitung. Notwendig seien auch besondere Formen der Nachhilfe. 

4.3.2021 • 05:21 Uhr

RKI: Fast 12.000 Neuinfektionen - Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 64,7

Das Robert-Koch-Institut meldet 11.912 Neuinfektionen. Das sind 43 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche. 359 weitere Menschen starben, die zuvor positiv getestet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 64,7 von 64,0. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,47 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt. 71.240 Personen starben dem RKI zufolge in Verbindung mit dem Virus.

4.3.2021 • 05:10 Uhr

Brasilien verzeichnet zweiten Tag in Folge Rekordzahl von Corona-Toten

Brasilien hat mit mehr als 1900 Corona-Todesfällen den zweiten Tag in Folge einen neuen Höchststand verzeichnet. Die Gesundheitsbehörden des südamerikanischen Landes meldeten am Mittwoch (Ortszeit) 1910 Todesfälle durch Covid-19 binnen 24 Stunden. Damit stieg die Zahl der seit dem Beginn der Pandemie in Brasilien gemeldeten Corona-Todesfälle auf 259.271. Mehr Corona-Tote gibt es nur in den USA.

4.3.2021 • 05:10 Uhr

Belgien erlaubt Verabreichung von AstraZeneca-Impfstoff an Ältere

Belgien will künftig auch ältere Menschen mit dem Impfstoff des Unternehmens AstraZeneca impfen. Wie Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke mitteilte, sollten die Behörden "sofort" beginnen können, auch über 55-Jährigen das Vakzin zu verabreichen. Vor einem Monat hatte das Land entschieden, zunächst nur jüngere Menschen mit dem Impfstoff zu immunisieren, weil es an Daten zur Wirksamkeit bei Älteren fehlte. Jüngste Studien aus Großbritannien und Israel hätten gezeigt, dass das AstraZeneca-Vakzin auch bei über 55-Jährigen "einen guten Schutz gegen die Krankheit" biete, hieß es in einer Mitteilung im Anschluss an ein Treffen der Gesundheitsminister der Regionen und der Landesregierung. Bisher haben 5,7 Prozent der volljährigen Einwohner Belgiens eine erste Impfdosis erhalten, 3,5 Prozent eine zweite. 

4.3.2021 • 04:38 Uhr

Städte- und Gemeindebund kritisiert Teststrategie als zu unkonkret

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund übt Kritik an der beschlossenen Teststrategie. "Zu unkonkret sind die Beschlüsse zu Teststrategien in Bezug auf Schnell- und Eigentests", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Rheinischen Post". "Zwar soll es flächendeckend für jeden Schnelltests geben, was richtig und gut ist. Allerdings ist es bedauerlich, dass es offenbar noch einige Wochen dauern wird, bis diese Instrumente flächendeckend in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen werden." Die Organisation liege bei den Ländern und Kommunen. "Wie sich die Eigentests in das System einfügen sollen, wie der Nachweis dokumentiert wird, wie lange er gewisse Zugänge ermöglichen soll, wird leider noch nicht beantwortet."

4.3.2021 • 04:38 Uhr

Laschet spricht von "Perspektivwechsel" in Corona-Strategie

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat angesichts des von Bund und Ländern vereinbarten Stufenplans für Lockerungen in der Corona-Krise von einem "Perspektivwechsel" gesprochen. "Wir dürfen nicht nur auf Inzidenzwerte schauen", sagte Laschet in der Nacht in Düsseldorf. Es gebe eine Abkehr vom pauschalen Schließen, hin zu einer "fokussierten, kontrollierten Sicherheit". Das mutierte Virus breite sich weiter aus. "Wir werden lernen müssen, mit dem Virus zu leben", betonte Laschet. Entscheidend seien jetzt die drei Elemente Impfen, Testen und die digitale Nachverfolgung von Infektionsketten etwa durch die Luca-App.