Blick in eine Fußgängerzone in Amsterdam | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Parlament in Niederlanden stimmt Notgesetz zu ++

Stand: 18.02.2021 23:05 Uhr

In den Niederlanden hat das Parlament im Eilverfahren einem Notgesetz für Ausgangssperren zugestimmt. In Frankreich hat die britische Virus-Variante einen Anteil von 36 Prozent. Die Entwicklungen vom Donnerstag zum Nachlesen.

  • Parlament in Niederlanden segnet Ausgangssperre ab
  • Frankreich: 36 Prozent britische Variante
  • Dortmund arbeitet bei Impfterminen mit Eventim
  • Hälfte aller Südafrikaner hatte offenbar Covid-19
  • RKI meldet 10.207 Neuinfektionen und 534 Todesfälle
  • Studie: Blutverdünner haben positiven Effekt auf Covid-19-Erkrankung
18.2.2021 • 23:05 Uhr

Ende des Liveblogs

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18.2.2021 • 22:50 Uhr

Thomas Müller nach Corona-Infektion wieder gesund

Bayern-Profi Thomas Müller hat seine Corona-Infektion nach eigener Aussage überstanden. "Ich bin wieder gesund und fühle mich gut", sagte der 31-Jährige in einem Video bei Instagram. Der Fußball-Weltmeister von 2014 war vor einer Woche bei der Club-Weltmeisterschaft in Katar positiv getestet worden, musste getrennt von der Mannschaft des Rekordmeisters nach München fliegen und befindet sich seitdem in häuslicher Isolation.

"Richtig Spannendes" gebe es nicht zu erzählen, sagte der Vize-Kapitän der Bayern. Er müsse nun abwarten "und ein bisschen vorsichtig sein, bevor es in Richtung härteres Training" gehe. Dafür müsse er noch ein paar Untersuchungen abwarten, da gebe es noch keinen neuen Stand. Erneut bedankte sich Müller, der am Sonntag gesagt hatte, es gehe ihm "so weit ordentlich", für die zahlreichen Genesungswünsche.

Thomas Müller während des Champions-League-Spiel der Bayern gehe Tottenham | AFP

Thomas Müller hat eigenen Angaben zufolge seine Corona-Infektion überstanden. Bild: AFP

18.2.2021 • 22:34 Uhr

Landkreistag-Präsident sieht Chancen für Osterurlaub

Der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, sieht Chancen für Osterurlaub an der Ostsee. Er sei dagegen, jetzt schon davon zu sprechen, dass es keinen Osterurlaub in Deutschland geben könne, betonte Sagee in der "Welt". Ferienwohnungen könnten zum Beispiel kontaktlos übergeben werden, die Hotels hätten alle Hygienekonzepte. "Ich kann mir gut vorstellen, dass wir Ostern an der Ostsee Öffnungen hinbekommen können", erklärte Sager.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte eine Debatte mit dem Appell ausgelöst, dass es in diesem Jahr keinen Osterurlaub in Deutschland geben sollte. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hatte hingegen betont, er halte Osterurlaub trotz der Corona-Pandemie für realistisch.

18.2.2021 • 22:24 Uhr

Slowakei impft vorerst nicht mit Sputnik V

Die Slowakei wird den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V entgegen dem Willen ihres Regierungschefs vorerst nicht bestellen. Die kleinste der vier Koalitionsparteien legte in einer Regierungssitzung ihr Veto dagegen ein, wie die staatliche Nachrichtenagentur TASR meldete. Damit darf Sputnik V in der Slowakei erst eingesetzt werden, wenn die europäische Arzneimittel-Agentur EMA eine - vom russischen Hersteller noch gar nicht beantragte - Zulassung erteilt hat.

Der populistisch-konservative Regierungschef Igor Matovic und die Mehrheit der Regierungsmitglieder sprachen sich für einen Ankauf des russischen Impfstoffs aus. Matovic begründete das damit, dass das Warten auf die Vakzine von Moderna, Pfizer/BioNTech und AstraZeneca Menschenleben koste. Vize-Regierungschefin Veronika Remisova als Chefin der konservativen Partei "Für die Menschen" wandte dagegen ein, die Slowaken dürften nicht zu "Versuchskaninchen" für einen nicht nach EU-Standards überprüften Impfstoff werden.

18.2.2021 • 21:58 Uhr

Venezuela beginnt Impfungen mit russischem Impfstoff

Venezuela hat nach einer ersten Lieferung von rund 100.000 Dosen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V laut Regierungsangaben die Impfung der Bevölkerung gegen das Coronavirus gestartet. "Es ist ein historischer Tag! Heute haben wir die erste Stufe der Immunisierung begonnen", schrieb der venezolanische Präsident Nicolás Maduro auf Twitter. Es sei "der sicherste Impfstoff der Welt". Maduro forderte sämtliches Gesundheitspersonal, Sozialarbeiter, Polizei, Militär und Behörden auf sich impfen zu lassen.

In einer Pressekonferenz am Mittwoch hatte Maduro versichert, dass im ersten Quartal nach und nach zehn Millionen von Russland gekaufte Impfdosen ankommen würden. Seine Regierung habe dafür 200 Millionen Dollar investiert. Zugleich warte man auf eine erfolgreiche Verhandlung mit der Opposition, um Zugang zur Covax-Initiative zu erhalten - und die Freigabe von 300 Millionen Dollar der Bank of England. Damit bezog er sich auf Ressourcen, um die sich die autoritäre Regierung von Maduro und die von Juan Guaidó angeführte Opposition in einem Rechtsstreit befinden.  

Sputnik V war im August als weltweit erster Impfstoff für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben worden, obwohl bis dahin wichtige Tests gefehlt hatten. Nach Anfang Februar im medizinischen Fachblatt "The Lancet" veröffentlichten Daten hat das Vakzin eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent. Russland ist einer der engsten Verbündeten des südamerikanischen Krisenstaates Venezuela.

18.2.2021 • 21:19 Uhr

Müller: Impfstoff nicht verfallen lassen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) will verhindern, dass AstraZeneca-Impfdosen in der Hauptstadt ungenutzt bleiben. "Ich werde nicht zulassen, dass Zehntausende Impfdosen in unseren Schränken lagern, wenn sich gleichzeitig Millionen Menschen bundesweit sofort damit immunisieren lassen würden", sagte Müller dem "Tagesspiegel". Wer den Impfstoff nicht wolle, habe damit erst einmal seine Chance vertan, so der SPD-Politiker. "Wir werden den Impfstoff dann anderen anbieten."

Der Regierungschef will sich laut Bericht schnell mit den anderen Bundesländern auf das Vorgehen verständigen. Es müsse geprüft werden, welche Gruppen als nächstes mit AstraZeneca geimpft werden könnten. Müller schlägt demnach Angebote für Lehrkräfte, Erzieher, Polizei und Feuerwehr vor. Aber auch Impfungen für den Einzelhandel und für Mitarbeiter im Nahverkehr seien denkbar. "Diese Berufsgruppen haben täglich Hunderte Kontakte."

Im Berliner Impfzentrum Tegel, das AstraZeneca anbietet, ist die Nachfrage mit rund 5000 Immunisierungen bisher laut Gesundheitsverwaltung "etwas hinter den Erwartungen" zurückgeblieben. Der Impfstoff von AstraZeneca wird in Deutschland bisher nur bis zum Alter von 65 Jahren empfohlen. Die Vorbehalte gegen das Präparat sind aus Sicht von Wissenschaftlern unbegründet.

18.2.2021 • 21:08 Uhr

Alterspräsident des Bundestages geimpft

Die Impfkampagne gegen das Coronavirus hat auch den Alterspräsidenten des Deutschen Bundestages, Hermann Otto Solms, erreicht. Der 80-jährige Ehrenvorsitzende der FDP erhielt im hessischen Heuchelheim die erste Dosis des BioNTech-Vakzins - "endlich", wie er erklärte, und offenkundig als erster Bundestagsabgeordneter. Solms rief die Bevölkerung auf, es ihm gleichzutun. "Impfungen sind eine der größten Errungenschaften der Menschheit. Es ist ein wissenschaftlicher Erfolg und ein wesentlicher Beitrag dazu, dass das öffentliche Leben wieder in Gang gesetzt werden kann", teilte er der Nachrichtenagentur dpa mit. "Nun muss die Produktion durch wirtschaftliche Anreize, wie die Tempo-Prämie, und den Abbau bürokratischer Hemmnisse beschleunigt werden." Der FDP-Politiker hatte zuvor schon öffentlich auf die schleppende Terminvergabe geschimpft.

Der Alterspräsident des Bundestages, Hermann Otto Solms, bei seiner Impfung mit dem Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer. | dpa

Der Alterspräsident des Bundestages, Hermann Otto Solms, bei seiner Impfung mit dem Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer. Bild: dpa

18.2.2021 • 21:05 Uhr

BioNTech/Pfizer untersuchen Wirkung von Impfstoff bei Schwangeren

Das US-Pharmaunternehmen Pfizer und sein Mainzer Partner BioNTech haben eine klinische Studie gestartet, um ihren Corona-Impfstoff bei Schwangeren zu testen. Bei der Phase-2/3-Studie werden rund 4000 schwangere Frauen unter anderem in den USA, Großbritannien, Spanien, Brasilien und Südafrika geimpft, wie die Pharmaunternehmen am Donnerstag mitteilten. Erste Teilnehmerinnen seien in den USA bereits geimpft worden. 

Es sei an der Zeit, "den nächsten Schritt zu gehen und unser klinisches Programm auf weitere gefährdete Bevölkerungsgruppen wie schwangere Frauen zu erweitern", sagte BioNTech-Mitgründerin Özlem Türeci. "Schwangere Frauen haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen und einen schweren Covid-19-Verlauf", erklärte William Gruber, Vize-Entwicklungsleiter bei Pfizer.

"Es ist daher sehr wichtig, dass wir einen sicheren und effektiven Covid-19-Impfstoff für diese Bevölkerungsgruppe entwickeln." Die Teilnehmerinnen der Studie sind nach Angaben der beiden Unternehmen mindestens 18 Jahre alt und werden in der 24. bis 34. Schwangerschaftswoche geimpft. Die Studie soll auch die Sicherheit der Kinder der schwangeren Frauen untersuchen, sowie die Übertragung potenziell schützender Antikörper auf den Nachwuchs. 

Eine Schwangere mit Corona-Symptomen wird in einem Gesundheitszentrum in Tlapa de Comonfort behandelt. | AFP

Eine Schwangere mit Corona-Symptomen wird in einem Gesundheitszentrum in Mexiko behandelt. Bild: AFP

18.2.2021 • 20:45 Uhr

Günther: "Regional unterschiedlich reagieren"

Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), hat die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Flensburg verteidigt. Es gebe Hochinzidenzgebiete, in denen man klare Regelungen treffen müsse, sagte Günther im tagesthemen-Interview. "Und das haben wir in Flensburg jetzt auch getan mit einer Ausgangssperre und nahezu einem Kontaktverbot." Das seien harte Maßnahmen, sagte er weiter. Aber "wenn wir die Pandemie insgesamt in den Griff bekommen wollen, dann heißt das, dass regional auch angemessen reagiert werden muss." Das heiße auch, dass man in Plön, wo die Zahlen vergleichsweise niedrig sind, mit anderen Maßnahmen reagieren könne.

18.2.2021 • 20:15 Uhr

Parlament in Niederlanden segnet Ausgangssperre ab

Im Streit um die coronabedingte Ausgangssperre in den Niederlanden hat die Zweite Kammer des Parlaments im Eilverfahren einem Notgesetz zur Legalisierung der Maßnahme zugestimmt. Eine breite Mehrheit unterstützte am in Den Haag einen Gesetzesvorschlag der Regierung. Die abendliche Ausgangssperre gilt bereits seit Mitte Januar, war aber von einem Verwaltungsgericht am Dienstag für unrechtmäßig erklärt worden.

Die Regierung hatte die Ausgangssperre auf Grundlage eines Notgesetzes verhängt, nach Auffassung des Gerichts handelte es sich aber nicht um eine akute Notsituation. Das Gericht hatte mit dem Urteil einer Corona-Protestgruppe recht gegeben. Die Regierung hatte daraufhin Berufung eingelegt, über die am Freitag verhandelt werden soll. Zugleich hatte sie auch ein neues Gesetz vorgelegt, nach dem die Ausgangssperre in die bereits bestehenden Corona-Regeln integriert werden soll. Das Gesetz muss nun noch von der Ersten Kammer (vergleichbar dem Bundesrat) verabschiedet werden. Das soll ebenfalls am Freitag geschehen. Dort aber hat die Mitte-Rechts-Koalition von Premier Mark Rutte keine Mehrheit.

18.2.2021 • 20:08 Uhr

AstraZeneca-Dosen in MV zu kalt transportiert

Die Temperaturunterschreitungen bei AstraZeneca-Impfstoffdosen in Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf eine fehlerhafte Handhabung der Transportboxen zurückzuführen. Das Gesundheitsministerium in Schwerin bezog sich in einer Mitteilung auf Angaben des Transporteurs. "Unser Transport-Partner hat unverzüglich entsprechende Maßnahmen eingeleitet, um eine solche Situation für die Zukunft ausschließen zu können", hieß es.

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Ministeriums bisher rund 2200 Menschen mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft worden. Die Impfdosen stammen aus den Lieferungen, die das Land bisher erreicht haben. Neben der Auslieferung von 8400 Dosen vom 15. Februar sei möglicherweise eine weitere Charge mit 6000 Dosen vom 11. Februar zu kühl transportiert beziehungsweise gelagert worden, hieß es.

Derzeit werde von allen Beteiligten an der Klärung des Sachverhaltes gearbeitet. Die Impfung mit Dosen aus diesen Chargen bleibe in Abstimmung mit den Impfzentren weiter vorsorglich ausgesetzt. Mitarbeiter eines Impfzentrums im Landkreis Vorpommern-Greifswald hatten zuvor bemerkt, dass der gelieferte Impfstoff zu kalt war. Er hatte eine Temperatur von unter null Grad, zugelassen ist laut Ministerium eine Spanne zwischen plus zwei und plus acht Grad. Minister Harry Glawe (CDU) hatte an bereits Geimpfte appeliert: "Wer sich unwohl fühlt, sollte vorsorglich den nächsten Arzt aufsuchen."

18.2.2021 • 20:07 Uhr

Kretschmann warnt vor hohen Erwartungen an Schnelltests

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat vor hohen Erwartungen in das neue, umfassende Angebot für Corona-Schnelltests gewarnt. "Das Angebot ist jetzt zwar größer als die Nachfrage. Wir werden die Tests aber nicht grenzenlos zur Verfügung haben, denn man muss sie auch bezahlen können", sagte er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Die Tests sollten vor allem Menschen in Anspruch nehmen, die zum Beispiel Verwandte zu Hause pflegen oder häufig in Kontakt mit anderen stehen - wie etwa Kassiererinnen oder Busfahrer, sagte Kretschmann, der Spitzenkandidat der Grünen für die Landtagswahl ist.

Verärgert zeigte er sich über die Verzögerungen bei der Auszahlung der sogenannten Novemberhilfe für die vom Lockdown belasteten Betriebe: "Der Bund hat das offenbar nicht schneller auf die Reihe bekommen." Das sei ein gutes Beispiel dafür, "was einem blüht, wenn ein Zentralstaat die Dinge regelt". Als drängendes Problem nannte er den Erhalt lebendiger Innenstädte bei weiter wachsendem Onlinehandel.

18.2.2021 • 19:50 Uhr

Insgesamt mehr als 100.000 Corona-Tote in Afrika

In Afrika sind seit dem Beginn der Pandemie mehr als 100.000 Corona-Tote registriert worden. In den 54 afrikanischen Ländern wurden insgesamt mehr als 3,3 Millionen Infektionen gemeldet, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden ergab. Damit ist Afrika bisher in weit geringerem Ausmaß von der Pandemie betroffen als Europa, Lateinamerika oder Nordamerika. In Afrika ist derzeit Südafrika am schlimmsten getroffen. Dort wurden mit mehr als 48.400 Toten fast die Hälfte aller Sterbefälle auf dem Kontinent gemeldet. In Südafrika breitet sich eine mutierte Version des Coronavirus aus, die als deutlich ansteckender gilt als frühere Varianten.

18.2.2021 • 19:42 Uhr

Lufthansa-Chef: Lage noch immer dramatisch

Die Corona-Krise hat mit vielen Reisebeschränkungen weltweit die Lufthansa noch fest im Griff. "Die Lage ist dramatisch immer noch für uns", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr beim SZ-Gipfel-Salon. Heute zum Beispiel hätte die Airline gerade neun Prozent der Passagiere im Vergleich zum Normalbetrieb vor der Krise befördert. Über 500 von 800 Flugzeugen seien noch immer geparkt, weil sie nicht gebraucht würden. Es gebe viele Flüge mit nur 20, 30 Gästen an Bord, allein um Luftfracht zu befördern. Nach wie vor verliere der Konzern eine Million Euro alle zwei Stunden. Bis Jahresende sei schon jeder fünfte Mitarbeiter ausgeschieden, so dass die Gruppe 111.000 Beschäftigte habe.

18.2.2021 • 19:21 Uhr

Frankreich: 36 Prozent britische Variante

Auch in Frankreich breitet sich die britische Coronavirus-Variante schnell aus: 36 Prozent aller positiv Getesteten sind inzwischen damit infiziert, wie Gesundheitsminister Olivier Véran in Paris mitteilte. Vor gut einem Monat lag der Anteil noch bei rund einem Prozent, allerdings wurden die Tests auch weniger auf Mutanten analysiert. In Deutschland liegt der Anteil der britischen Variante derzeit laut Bundesregierung bei über 22 Prozent.

Andere Virus-Varianten machen in Frankreich nach Vérans Angaben rund fünf Prozent aus. Im Verwaltungsbezirk Moselle an der Grenze zu Deutschland waren zuvor hunderte Infektionen mit der südafrikanischen Variante aufgetreten, gegen die bestimmte Impfstoffe möglicherweise nicht wirken.

Ein Mann mit Mund-Nasen-Schutz vor  dem Hintergrund des Eiffelturms in Paris. | IAN LANGSDON/EPA-EFE/Shutterstoc

Ein Mann mit Mund-Nasen-Schutz vor dem Eiffelturms in Paris. Andere Virus-Varianten machen in Frankreich nach Vérans Angaben rund fünf Prozent aus. Bild: IAN LANGSDON/EPA-EFE/Shutterstoc

18.2.2021 • 19:19 Uhr

Estlands Regierung beschließt neue Beschränkungen

Estlands Regierung hat angesichts steigender Corona-Zahlen neue Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beschlossen. In dem baltischen EU-Land dürfen gastronomische Betriebe, Theater, Kinos, Konzertsäle und Kirchen wie bisher weiter offen bleiben. Doch dürfen sie von Montag an nicht mehr als die Hälfte der verfügbaren Plätze vergeben. Zugleich setzte das Kabinett in Tallinn am Donnerstag die Teilnehmergrenze für Veranstaltungen auf 200 Personen im Innenbereich herab, im Freien dürfen sich 250 Personen zusammenfinden. Saunas, Spa-Zentren und Schwimmbäder müssen parallel zu den in den kommenden Woche beginnenden Ferien für zwei Wochen ihren Betrieb für das breite Publikum einstellen. Der Schulbetrieb in dem baltischen EU-Land soll nach den Ferien Anfang März für zunächst eine Woche auf Fernunterricht umgestellt werden. 

Gesundheitsexperten hatten zuvor gewarnt, dass Estland angesichts steigender Infektionszahlen vor einem düsteren März und April steht. Das Land mit 1,3 Millionen Einwohnern kämpft seit dem Herbst mit einer steigenden Zahl an Neuinfektionen. In dem Ostseestaat wurden seit Beginn der Pandemie bislang insgesamt gut 55.000 Fälle erfasst. 514 Menschen starben an dem Virus.

18.2.2021 • 19:15 Uhr

Thüringen verlängert Lockdown bis Mitte März

Die Menschen in Thüringen müssen sich auf noch wochenlang anhaltende Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie einstellen. Eine neue Verordnung, die am Freitag in Kraft tritt, sieht eine Verlängerung des Lockdowns mit Kontaktbeschränkungen und Ladenschließungen bis 15. März vor. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sei es aber jederzeit möglich, die Geltungsdauer bei Bedarf auch zu verkürzen. Die Verordnung enthält auch Lockerungen.

In Thüringen ist das Infektionsgeschehen weiterhin stärker als in allen anderen Bundesländern. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und sieben Tagen stieg am Donnerstag im Freistaat nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Staatskanzlei binnen 24 Stunden von 111,6 auf 119,5. Der Bundeswert lag dagegen bei 57,1. Thüringen ist derzeit das einzige Bundesland mit einem Inzidenzwert über 100.

Die Verordnung enthält aber auch Lockerungen. Fahrschulen sollen nach wieder öffnen dürfen und auch Prüfungen durchführen können. Friseure können ab 1. März ihre Dienste wieder anbieten und Baumschulen, Gartenmärkte, Gärtnereien- und Floristikbetriebe können öffnen. Bei den Kontaktbeschränkungen gibt es Lockerungen für Familien. Mitglieder des eigenen Haushaltes und Menschen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht, dürfen sich etwa treffen. Auch Lockerungen im Bildungssektor sind geplant. Ab Montag sollen Grundschulen und Kindergärten im eingeschränkten Regelbetrieb wieder öffnen. Die Klassen fünf und sechs sollen ab 1. März folgen.

18.2.2021 • 18:56 Uhr

22.501 Neuinfektionen in Frankreich

Das französische Gesundheitsministerium hat neue Zahlen veröffentlicht: Demnach wurden heute 22.501 Corona-Neuinfektionen registriert. Gestern waren es 25.018 und vor einer Woche wurden 21.063 neue Fälle gemeldet.

Zudem meldete das Ministerium 271 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden, nach 310 Toten am Mittwoch.

18.2.2021 • 18:41 Uhr

AstraZeneca: "100 Prozent Schutz vor schwerer Erkrankung"

Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca ist Darstellungen entgegengetreten, sein Impfstoff gegen das Coronavirus habe nur eine geringe Wirksamkeit. Das Vakzin schütze "tatsächlich zu mehr oder weniger 100 Prozent vor den schweren Verläufen der Erkrankung", sagte Klaus Hinterding, Vizepräsident bei bei AstraZeneca Deutschland, im rbb-Inforadio. Das habe man in den klinischen Studien sehr deutlich nachgewiesen.

Der Impfstoff stößt auf Vorbehalte, weil seine Wirksamkeit beim Schutz vor einer Corona-Infektion mit rund 70 Prozent angegeben wird, diejenige der Produkte von BioNTech/Pfizer und Moderna dagegen mit deutlich über 90 Prozent. "Was oft verwirrend wirkt, ist der Unterschied zwischen dem Schutz vor schweren Verläufen und dem Schutz vor einer Ansteckung", sagte Hinterding.

"Das wichtigste ist, jeder Impfstoff schützt besser als gar keine Impfung. Das schlechteste, was man tun kann, ist tatsächlich, sich gar nicht impfen zu lassen", sagte der Unternehmensvertreter.

18.2.2021 • 18:31 Uhr

Britische Variante dominiert ab März in USA

In den USA dürfte ab März die zuerst in Großbritannien nachgewiesene, ansteckendere Virus-Variante einem Experten zufolge vorherrschen. Der Leiter des US-Coronaprogramms, Anthony Fauci, spricht zudem von mehreren Monaten Arbeit, bis ein neuer Impfstoff gegen die südafrikanische Variante bereitstehe. Auch diese ist hochansteckend.

18.2.2021 • 18:21 Uhr

Was bringen Videoschalten für das Klima?

Auch weil so wenig Geschäftsreisen stattfinden, sind die CO2-Emissionen in Europa gesunken. Allerdings ist nicht jede Videokonferenz unbedingt gut für die Klimabilanz

18.2.2021 • 18:16 Uhr

Mangelnde Nachfrage - Verwaltungsmitarbeiter geimpft

Im Impfzentrum Kyritz im Nordwesten von Brandenburg sind neben den priorisierten ambulanten und stationären Pflegekräften auch Verwaltungsmitarbeiter des Landkreises und der zugehörigen Städte und Gemeinden geimpft worden. Das teilte Landrat Ralf Reinhardt (SPD) mit. Er habe auf einen Hilferuf aus dem Impfzentrum reagiert, das über eine geringe Nachfrage nach Impfterminen der prioritär Berechtigten mit dem Präparat AstraZeneca berichtet hatte. Daher sei kurzfristig interessierten Verwaltungsmitarbeitern, aber auch Feuerwehrleuten oder Kita-Mitarbeitern eine außerplanmäßige Impfung angeboten worden, sagte Reinhardt.

18.2.2021 • 18:13 Uhr

Nachfrage bei Sorgentelefon für Kinder und Eltern steigt

Die kostenlose und anonyme Telefon- und Onlineberatung für Kinder, Jugendliche und Eltern der "Nummer gegen Kummer" war im Corona-Jahr 2020 sehr gefragt. Mehr als 460.000 Kinder und Jugendliche und über 33.000 Eltern meldeten sich telefonisch oder online, wie der Trägerverein in Wuppertal mitteilte. Aus diesen Kontakten entwickelten sich knapp 130.000 Beratungen, rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr.

Hintergrund vieler Anrufe waren offenbar die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf die Familien. Erste Auswertungen zeigten, dass viele Eltern über ihre Belastungen durch die Betreuungssituation der Kinder, Konflikte in der Familie oder Gefühle der Verunsicherung und Überforderung sprechen wollten. Auch Kinder hätten in der Beratung vermehrt über psychische Probleme, Einsamkeit, Konflikte und Gewalt in der Familie berichtet.

18.2.2021 • 18:09 Uhr

RKI-Chef: Wettrennen zwischen Impfungen und Virus-Varianten

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) hat die derzeitige Lage in der Pandemie mit einem Wettrennen zwischen Impfungen und dem Auftreten neuer Virus-Varianten verglichen. "Je schneller wir impfen, desto schneller können wir das natürlich eindämmen", sagte Lothar Wieler bei WDR5. Es sei davon auszugehen, dass das Coronavirus nicht mehr verschwinde, deshalb brauche man eine Immunität.

Impfangebote sollten deshalb angenommen werden, bekräftigte er. "Wenn mir heute einer diesen AstraZeneca-Impfstoff anbieten würde, dann würde ich ihn natürlich nehmen", betonte Wieler. Das zuletzt viel diskutierte Präparat komme trotz der etwas geringeren Wirksamkeit im Vergleich zu den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna auf eine "tolle Schutzrate". Wieler verwies auch darauf, dass in mehr als 100 Ländern noch niemand geimpft worden sei.

Über die Entwicklung in Deutschland sagte Wieler, die Fallzahl pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Inzidenz) stagniere derzeit leicht. "Ich glaube, wir können innerhalb der nächsten Woche sagen, ob es weiter nach unten geht, oder ob wir durch die Varianten wieder einen leichten Anstieg haben werden."

Lothar Wieler | REUTERS

"Wenn mir heute einer diesen AstraZeneca-Impfstoff anbieten würde, dann würde ich ihn natürlich nehmen", sagte RKI-Chef Lothar Wieler. Bild: REUTERS

18.2.2021 • 18:05 Uhr

Macron: Reiche Länder sollen Impfdosen abgeben

Der französische Präsident setzt sich dafür ein, dass reiche Länder vier bis fünf Prozent ihrer Corona-Impfdosen möglichst schnell an ärmere Länder abgeben. Er habe dies mit Bundeskanzlerin Angela Merkel besprochen und sie unterstütze dies, sagte Emanuel Macron in einem veröffentlichten Interview mit der "Financial Times". Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf begrüßte diesen Vorstoß. "Sehr willkommen, eine fantastische Entwicklung", sagte der Covid-Berater der WHO, Bruce Alyward. Es könne dazu beitragen, dass Ziel zu erreichen, dass Gesundheitsmitarbeiter in aller Welt in den ersten 100 Tagen dieses Jahres geimpft werden.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte, dass die WHO viele reiche Länder um Impfdosen-Spenden gebeten habe. "Das ist im Interesse aller, weil wir dem Virus damit schneller den Garaus machen können und das dabei hilft, die Wirtschaft schneller anzukurbeln", sagte er. Die WHO kritisiert seit Wochen, dass in reichen Ländern teils schon jüngere Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden, während es in den meisten ärmeren Ländern bislang selbst für Pflegepersonal noch keinen Impfstoff gibt. Eine Spende von vier bis fünf Prozent der vorhandenen Impfdosen würde die Impfpläne der reicheren Länder nicht stören, meinte Macron.

18.2.2021 • 18:02 Uhr

Spanien: Etwa 20 Prozent britische Variante

Etwa 20 Prozent aller in Spanien in den vergangenen Tagen registrierten Corona-Neuinfektionen gehen auf die ansteckendere britische Variante des Erregers Sars-CoV-2 zurück. Diese Schätzung nannte Gesundheitsministerin Carolina Darias im Parlament in Madrid. Zugleich verdoppelte sich einer Umfrage zufolge binnen zwei Monaten die Zahl der Impfwilligen in Spanien und liegt nun bei fast 83 Prozent, wie das Forschungsinstitut CIS mitteilte. Im Dezember waren es noch nur gut 40 Prozent.

Bei der Verbreitung der britischen Variante gebe es große regionale Unterschiede, betonte die Ministerin. So handele es sich etwa in Andalusien schon bei 41 Prozent aller Corona-Neuinfektionen um die zuerst in England beobachtete mutierte Variante des Virus, berichtete der staatliche Fernsehsender RTV unter Berufung auf den regionalen Gesundheitsminister Jesús Aguirre. In der zu Andalusien gehörenden Region vor dem britischen Gibraltar seien es sogar 51 Prozent. In einer Woche bis in zehn Tagen werde das mutierte Virus die dominante Variante in Andalusien sein.

Spanien ist eines der besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen Länder. Bisher wurden mehr als 3,1 Millionen Infizierte registriert, 66 316 Menschen starben an oder mit dem Virus. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt seit geraumer Zeit, liegt aber mit 118 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen immer noch relativ hoch.

18.2.2021 • 17:52 Uhr

Bundeswehr bekommt 10.000 AstraZeneca-Impfdosen

Die Bundeswehr hat für die Impfung ihrer Soldatinnen und Soldaten ein Impfstoffkontingent von 10.000 Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs bekommen. Die Impfstoffe können sowohl für Teilnehmer von Auslandseinsätzen, als auch für Soldaten, die etwa in Pflegeheimen oder Gesundheitsämtern mithelfen, verwendet werden, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mitteilte. Auf das von der Bundeswehr verwaltete Kontingent haben demnach auch etwa die Bundespolizei und der Zoll Zugriff. Zuvor hatte der Blog "Augen geradeaus!" berichtet, der sich mit Themen rund um die Bundeswehr befasst.

Der Impfstoff soll zunächst an Soldatinnen und Soldaten verimpft werden, die zeitnah in den Auslandseinsatz kommen oder noch mindestens vier Wochen im Einsatz sind. Sie sollen nach Ministeriumsangaben "kurzfristig eine (Erst-)Impfung erhalten". Auch eine entsprechende Zweitimpfung ist in dem Kontingent vorgesehen. Es handle sich dabei ausschließlich um Soldatinnen und Soldaten, deren Einsatz so lange dauert, dass sie keine Chance hätten in Deutschland geimpft zu werden, sobald hier die zweite Prioritätsgruppe geimpft wird, betonte der Sprecher. Die Einsatzdauer betrage in der Regel vier bis sechs Monate.

Die Bundeswehr folge bei der Impfung der eigenen Leute strikt den Vorgaben der gültigen Impfverordnung und den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission. Mit der Aktualisierung der Impfverordnung Anfang Februar waren Soldatinnen und Soldaten mit hohem Infektionsrisiko im Auslandseinsatz in die zweite Prioritätsgruppe eingeordnet worden. In der Gruppe befinden sich etwa auch Menschen über 80 und Menschen mit Vorerkrankungen, die ein hohes oder sehr hohes Risiko eines tödlichen Covid-19-Verlaufs haben.

18.2.2021 • 17:48 Uhr

Scholz: Deutschland wird aus Schulden herauswachsen

Aus Sicht von Bundesfinanzminister Olaf Scholz wird Deutschland mittelfristig aus der zuletzt in der Corona-Krise deutlich gestiegenen Verschuldung herauswachsen. "Vielleicht schon Ende der 20er Jahre werden wir wieder alle Kriterien des Maastricht-Vertrags erfüllen", sagte der SPD-Kanzlerkandidat mit Blick auf die europäischen Vorgaben zur Finanzpolitik im Gespräch mit "Focus Online". "Allein an Unterstützung für Unternehmen haben wir bis jetzt rund 110 Milliarden Euro aufgebracht. Insgesamt summieren sich unsere Unterstützungsleistungen auf fast 190 Milliarden Euro."

18.2.2021 • 17:45 Uhr

BioNTech/Pfizer wollten 54 Euro pro Dosis Impfstoff

Die Pharmaunternehmen Pfizer und BioNTech wollten nach Informationen von NDR, WDR und "SZ" im Juni von der EU für eine Dosis Impfstoff 54,08 Euro. Der Arzneimittelchef der Ärztekammer spricht von "unseriösem Profitstreben".

18.2.2021 • 17:43 Uhr

Neuer Anreiz für Austausch zwischen Kliniken

Angesichts der neuen, ansteckenderen Varianten des Coronavirus sollen Krankenhäuser in ganz Deutschland stärker Expertenwissen aus Spezialkliniken hinzuziehen können. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen beschloss entsprechende finanzielle Zuschläge bis zum Jahresende, wenn bestimmte Spezialkliniken der Herz- und Lungenmedizin solche Beratungen über digitale Kanäle für andere Krankenhäuser leisten.

Konkret geht es etwa um gemeinsame Fallbesprechungen oder virtuelle Behandlungen mit Audio-Video-Übertragungen in Echtzeit, wie der Bundesausschuss erläuterte. Dies schaffe die Voraussetzung, auch komplexe Krankheitsverläufe bei Infektionen mit einer Corona-Mutante bestmöglich in der Fläche behandeln zu können, sagte der Vorsitzende Josef Hecken. So könne bei Bedarf intensivmedizinisches Spezialwissen von Fachkliniken auch in der Breite von allgemeinen Krankenhäusern für die Patientenversorgung genutzt werden.

18.2.2021 • 17:19 Uhr

EU-Staaten vereinbaren Liste mit Schnelltests zur Anerkennung

Die EU-Staaten haben sich im Kampf gegen das Coronavirus auf eine Liste von Antigen-Schnelltests geeinigt, deren Ergebnisse in allen Länder anerkannt werden sollen. Zudem wurde festgelegt, welche Daten künftig in den Testergebnissen enthalten sein sollen, wie die EU-Kommission mitteilte. Schnelltests seien entscheidend, um die Ausbreitung des Coronavirus zu überwachen und zu bremsen, schrieb EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides auf Twitter. Der Beschluss sieht vor, dass die Ergebnisse von 16 Schnelltests gegenseitig anerkannt werden. Darunter ist beispielsweise ein Test von Siemens Healthineers.

Die Ergebnisse sollen sowohl in der Sprache des Landes, in dem der Test gemacht wurde, als auch in Englisch verfügbar sein. Bereits im Januar hatten die EU-Staaten entschieden, an einer solchen Liste zu arbeiten, um grenzüberschreitenden Verkehr zu erleichtern. Antigen-Schnelltests zeigen binnen weniger Minuten, ob eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt. Es gibt inzwischen sehr viele Varianten unterschiedlicher Qualität. Insgesamt gelten sie als etwas weniger zuverlässig als die überall anerkannten PCR-Tests, die im Labor ausgewertet werden müssen.

18.2.2021 • 17:13 Uhr

Nordirland verlängert Lockdown bis 1. April

Nordirland hat seinen Corona-Lockdown bis zum 1. April verlängert. Das entschied die Regierung bei einer Sitzung am Donnerstag, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Die ersten Schüler, nämlich zunächst die kleinsten, sollen jedoch schon am 8. März in die Schulen zurückkehren. Einige zur Zeit geschlossene Geschäfte sollen ab diesem Datum auch Abholservices anbieten dürfen. Seit Weihnachten durften die Menschen in Nordirland ihr Zuhause nur für wenige Ausnahmen verlassen - etwa zur Arbeit oder zum Sport machen. Ähnlich könnte der vorsichtige Weg aus den Beschränkungen auch in England aussehen.

Seinen großen Fahrplan hat Premier Boris Johnson für kommenden Montag angekündigt. Die regionalen Regierungen in Schottland, Wales und Nordirland entscheiden unabhängig davon ihre Corona-Maßnahmen. In den vergangenen Wochen ist die tägliche Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien stark gesunken. Pro 100.000 Einwohnern zählte man in der vergangenen Woche rund 137 neue Fälle.

18.2.2021 • 17:08 Uhr

Vatikanstaat droht Impfverweigerern mit Sanktionen

Der Vatikan droht Corona-Impfverweigerern unter seinen Beschäftigten mit der Kündigung. Nach einem aktuellen Erlass der Vatikanstaatsleitung müssen Angestellte, die sich ohne nachgewiesenen medizinischen Grund nicht einer Impfung gegen Covid-19 unterziehen wollen, mit abgestuften Sanktionen bis hin zur Aufhebung des Arbeitsvertrags rechnen. Das betreffende Dekret des Präsidenten des vatikanischen Governatorats, Kardinal Giuseppe Bertello, trägt das Datum 8. Februar und wurde am heute im Internet veröffentlicht. Die Vorschrift verweist darauf, dass die Verweigerung einer Impfung eine Gefahr für andere darstellen und "die Risiken für die öffentliche Gesundheit ernsthaft erhöhen könnte". Daher könne die Verwaltung eine Impfung zum Schutz von Bewohnern und Beschäftigten für geboten halten. Mitarbeitern, die ausweislich eines ärztlichen Attestes nicht geimpft werden dürfen, kann eine andere und gegebenenfalls auch niedrigere Aufgabe zugewiesen werden.

18.2.2021 • 17:04 Uhr

WHO verwirft Chinas These vom Einschleppen des Virus

Die von China immer wieder verbreitete These, dass das Coronavirus 2019 womöglich über Tiefkühlkost aus dem Ausland eingeschleppt wurde, ist für Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Tisch. Das machte Peter Ben Embarek in Genf deutlich. Er leitete das von der WHO bestellte Expertenteam zur Untersuchung des Ursprungs der Pandemie, das im Januar nach China reiste. Die Hypothese, dass das Virus seinerzeit über gefrorene Lebensmittel aus dem Ausland nach China eingeschleppt worden sein könnte, ist "nicht etwas, dass wir anschauen", sagte Embarek.

Die seit Monaten propagierten chinesischen Thesen mit den Tiefkühlprodukten hatte der Leiter der chinesischen Wissenschaftler in dem Team, Liang Wannian, bei einer Pressekonferenz zum Abschluss der Reise am 9. Februar erneut ausführlich dargestellt.

Nach Angaben von Embarek stellt allenfalls sich die Frage, ob das Virus im vergangenen Jahr neu über Tiefgefrorenes in China eingeschleppt wurde - zu einer Zeit, als das Virus in aller Welt verbreitet war und es Ausbrüche in Lebensmittelfabriken gab, es in China aber praktisch ausgelöscht war. So etwas wäre aber ein überaus seltenes Phänomen, betonte er. Die chinesischen Kollegen hätten trotz intensiver Suche nur sehr wenige mit Viren belastete Produkte gefunden.

18.2.2021 • 16:57 Uhr

Tschechien fordert Lockerungen bei Grenzkontrollen

Der tschechische Außenminister Tomas Petricek hat seinen deutschen Kollegen Heiko Maas dazu aufgefordert, die "strikten Maßnahmen" an den Grenzen zu überdenken. Das teilte der Sozialdemokrat bei Twitter nach einer gemeinsamen Videokonferenz mit. Ähnlich hätten sich dabei die Außenminister Österreichs und der Slowakei geäußert. 

"Leider erwarten wir in der nächsten Zeit keine radikalen Änderungen", konstatierte der tschechische Chefdiplomat. Die deutsche Seite habe bekräftigt, dass etwaige Lockerungen von einer Verbesserung der Corona-Lage im jeweiligen Land abhängig seien. In Tschechien verbessere sich diese derzeit nicht, gestand Petricek offen ein. Die Bundesregierung hatte Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols in Österreich zu sogenannten Virusvariantengebieten erklärt.

Seit Sonntag dürfen von dort nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es für Lastwagenfahrer und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen. Sie müssen einen negativen Corona-Test mitführen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Zu Wochenbeginn hatten die neuen Einreisebeschränkungen und Kontrollen zu kilometerlangen Staus auf tschechischen Autobahnen geführt.

18.2.2021 • 16:55 Uhr

Dortmund arbeitet bei Impfterminvergabe mit Eventim

Die Stadt Dortmund holt sich bei der Vergabe von Impfterminen Hilfe vom Ticket-Verkäufer CTS Eventim. Ein entsprechender Vertrag sei unterzeichnet worden, die Details würden noch geklärt, sagt eine Sprecherin der Stadt. Das Land Schleswig-Holstein nutzt seit Ende vergangenen Jahres CTS Eventim für die Vergabe der Impftermine. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben zudem mit weiteren Kommunen in Nordrhein-Westfalen im Gespräch.

Ein Banner weist auf dem Gelände des ehemaligen Stahlwerks Phoenix-West auf den Parkplatz des Impfzentrums hin. | picture alliance/dpa

Ein Schild weist den Weg zu einem Impfzentrum in Dortmund: Mithilfe von Eventim soll die Vergabe von Impfterminen schneller gehen. Bild: picture alliance/dpa

18.2.2021 • 16:44 Uhr

Dänemark rechnet wegen Mutante mit steigenden Zahlen

Dänische Gesundheitsexperten rechnen wegen der Ausbreitung der britischen Variante des Coronavirus mit wieder steigenden Fallzahlen in ihrem Land. "Es ist unsere klare Erwartung, dass wir als Folge der Entwicklung von B.1.1.7 in der kommenden Zeit einen Anstieg der Infektionszahlen und Krankenhausaufenthalte sehen werden", teilte Camilla Holten Møller vom Gesundheitsinstitut SSI auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.

Dabei wies die Ärztin und Leiterin einer SSI-Expertengruppe für die Berechnung mathematischer Corona-Modelle darauf hin, dass die dänischen Schulkinder bis zur vierten Klasse seit dem 8. Februar wieder zur Schule gehen. Das ist die bislang einzige Lockerung der strikten Corona-Maßnahmen in Dänemark gewesen. Die älteren Schüler erhalten dagegen weiter Fernunterricht, auch Geschäfte, Restaurants, Fitnessstudios und weitere Einrichtungen sind seit Wochen geschlossen. Diese Maßnahmen gelten vorläufig bis zum 28. Februar - wie es danach weitergeht, ist noch offen.

18.2.2021 • 16:41 Uhr

Lindner fodert Öffnungsperspektive schon kommende Woche

FDP-Partei- und Fraktionschef Christian Lindner hat Bund und Länder aufgefordert, bereits in der kommenden Woche eine Öffnungsperspektive etwa für den Handel vorzustellen. Lindner verwies auf ein "deutlich rückläufiges Infektionsgeschehen". Er erklärte laut FDP nach Beratungen der Bundestagsfraktion mit Vertretern des Handels: "Der Handel braucht jetzt Liquidität und eine Öffnungsperspektive – und keine Durchhalteparolen. Um eine Insolvenzwelle noch abzuwenden, müssen jetzt Öffnungen regional differenziert und mit den anspruchsvollen Hygienekonzepten des Handels beginnen." Es brauche einen bundesweit einheitlichen und verlässlichen Fahrplan für einen geordneten Weg aus dem Lockdown.

18.2.2021 • 16:31 Uhr

Maas erwartet keine Grenzkontrollen zu Frankreich

Außenminister Heiko Maas erwartet nicht, dass an der Grenze zu Frankreich verstärkte Kontrollen wie an den Grenzabschnitten zu Tirol und Tschechien eingeführt werden. Er hoffe, dass man darum schon deshalb herumkomme, weil Frankreich selbst Anti-Corona-Maßnahmen eingeführt habe, sagt Maas in Paris. Zudem würden die Maßnahmen mit den Grenzregionen und angrenzenden Bundesländern abgesprochen. "Dort will das niemand."

Außenminister Heiko Maas | AP

Außenminister Heiko Maas hofft, dass man darum schon deshalb um Grenzkontrollen zu Frankreich herumkomme, weil das Land selbst Maßnahmen eingeführt habe. Bild: AP

18.2.2021 • 16:17 Uhr

Erstes "Corona-sicheres" Hotel in Singapur eröffnet

In der südostasiatischen Millionenmetropole Singapur hat ein Hotel- und Kongresszentrum eröffnet, in dem durch scharfe Sicherheitsvorkehrungen keine Übertragung des neuartigen Coronavirus möglich sein soll. Der heute der Öffentlichkeit vorgestellte Neubau richtet sich an Geschäftsreisende, die sich nur für wenige Tage in Singapur aufhalten und in dem Spezialhotel die sonst vorgeschriebene zweiwöchige Quarantäne umgehen können. Allerdings müssen sie vor und während ihres Aufenthalts Corona-Tests machen lassen und dürfen das Hotel nicht verlassen.

Das Anwesen, das im nächsten Monat die ersten Gäste beherbergen soll, befindet sich in der Nähe des Flughafens Changi. Dort sollen die Besucher direkt abgeholt und sofort zum Hotel gebracht werden, wo sie zunächst in einem der 150 Zimmer bleiben müssen. Verlassen dürfen sie dieses erst, wenn ihr Corona-Test negativ ist. So lange leuchtet ein rotes Alarmsignal vor ihrem Zimmer. Das Essen wird aber auch danach nur vor die Tür gestellt. Strenge Schutzmaßnahmen herrschen auch in den 40 Tagungsräumen. Die Gesprächsplätze sind durch Scheiben getrennt, Kommunikation ist über Gegensprechanlagen möglich.

In einem Hotel in Sigapur leuchtet die Zimmernummer rot, bis ein negatives Testergebnis da ist. | AFP

In einem Hotel in Sigapur leuchtet die Zimmernummer rot, bis ein negatives Testergebnis da ist. Bild: AFP

18.2.2021 • 16:02 Uhr

Lauterbach und Flick legen Streit bei

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach und Bayern Münchens Cheftrainer Hansi Flick haben ihren öffentlichen Streit zum Corona-Kurs in Deutschland offenbar beigelegt. "Es war für mich ein spannendes und konstruktives Gespräch mit gegenseitiger Wertschätzung. Jeder Streit ist beigelegt", schrieb Lauterbach auf Twitter, nachdem er "eine Halbzeit lang" mit Flick über die Lage des Profifußballs gesprochen hatte. "Unterschiede in der Meinung kann es immer geben. Entscheidend ist aber: in der Bewältigung der Corona Krise zählt Teamgeist. Den habe ich im Gespräch durchaus wahrgenommen."

Der Coach des deutschen Fußball-Rekordmeisters hatte am Sonntag nach Kritik unter anderem an der Reise seines Vereins zur Club-WM in Katar gesagt: "So langsam kann man die sogenannten Experten gar nicht mehr hören, auch Herrn Lauterbach." Der Bayern-Trainer meinte, die Politik solle eine Strategie entwickeln, «dass man auch mal irgendwann wieder Licht im Tunnel sieht». Daraufhin brach im Internet eine Debatte über die Äußerungen los.

18.2.2021 • 15:56 Uhr

Estland: Passagiere mit gefälschten Tests erwischt

In Estland hat die Polizei bei einer Kontrolle am Flughafen Tallinn fünf Personen mit gefälschten Corona-Testnachweisen aufgegriffen. Die Reisenden legten nach Angaben der Behörden demnach Bescheinigungen vor, die angeblich von einem privaten Medizinlabor ausgestellt worden sein sollen. Bei einer Überprüfung stellte sich heraus, dass sie gefälscht waren, wie ein Polizeisprecher einem Rundfunkbericht zufolge mitteilte. Nach Angaben von Innenminister Kristian Jaani hatten die Behörden einen Tipp von dem Labor bekommen und deshalb etwa 500 Personen am Flughafen überprüft. Dabei seien fünf gefälschte Testnachweise entdeckt worden. Gegen die betroffenen Personen seien Strafverfahren wegen Urkundenfälschung eingeleitet worden, sagte er auf der Regierungspressekonferenz in Tallinn.

18.2.2021 • 15:44 Uhr

Münchner CSU verschiebt geplanten Präsenzparteitag

Nach Wirbel um ihren geplanten Präsenzparteitag hat die CSU München ihr für heute Abend geplantes Treffen mit Neuwahl des Vorsitzenden verschoben. Die Durchführung des Parteitages wäre rechtlich und unter strengen Hygieneauflagen möglich und zulässig, teilte der scheidende Vorsitzende Ludwig Spaenle am mit. Es dürfe aber in dieser durch die Pandemie bestimmten Zeit keinerlei missverständlicher Eindruck entstehen. Noch am Vortag hatte der CSU-Bezirksverband trotz Kritik aus anderen Parteien an seinem geplanten Präsenzparteitag festgehalten. Zu der Veranstaltung im Festsaal auf dem Nockherberg wurden zwischen 70 und 80 von insgesamt 89 Stimmberechtigten erwartet.

18.2.2021 • 15:42 Uhr

Totenzahl in Heimen: New Yorks Gouverneur Cuomo unter Druck

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo kommt in der Corona-Krise wegen hoher Todeszahlen in Pfelegheimen unter Druck. Hintergrund ist, dass die Zahl der Todesfälle in den Heimen zuletzt stark nach oben korrigiert wurde - von 8500 auf mehr als 15.000. Mehrere Medien - darunter die "New York Times" - berichten, dass Abgeordnete des Staates eine Verschleierung der Ausmaße durch Cuomo vermuten. Als Konsequenz planten sie, seine Machtbefugnisse zum direkten Erlassen von Notfallmaßnahmen einschränken zu wollen. Ebenfalls wurde bekannt, dass die Bundespolizei FBI und Ermittler im Staat New York das Vorgehen der Regierung bezüglich Pflegeheimen untersuchten.

Cuomo galt seit dem Beginn der Corona-Pandemie in New York vor knapp einem Jahr als Fixpunkt für viele Amerikaner, unter anderem weil er versprach, seine Politik strikt nach wissenschaftlichen Notwendigkeiten auszurichten. Er inszenierte sich damit als Gegenentwurf des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Tatsächlich hat Cuomos Krisenmanagement ihm auch viel Lob, unter anderem des US-Top-Immunologen Anthony Fauci, eingebracht und dafür gesorgt, die Lage in New York nach einer Explosion der Corona-Fälle im Frühjahr 2020 einigermaßen unter Kontrolle zu bekommen.

18.2.2021 • 15:28 Uhr

Macron will nach Hackerangriffen auf Kliniken massiv investieren

Angesichts von Hackerangriffen auf zwei französische Krankenhäuser will Frankreich eine Milliarde Euro in die Computer- und Netzsicherheit investieren. Es werde auch eine Beobachtungsstelle für die Sicherheit von Gesundheitseinrichtungen geschaffen. Das kündigte Staatschef Emmanuel Macron nach einem Gespräch mit Vertretern der beiden Kliniken an. "Diese Bedrohung ist äußert ernst", warnte der 43-Jährige. Hacker könnten mitten in der Coronavirus-Pandemie die Organisation von Krankenhäusern lähmen und beispielsweise Krankenakten durcheinanderbringen.

Betroffen waren die Kliniken im südwestfranzösischen Dax und in Villefranche-sur-Saône im Südosten des Landes. Frankreich ist stark von der Coronavirus-Pandemie betroffen. In dem Land mit rund 67 Millionen Menschen starben bisher über 83.000 Menschen, die sich angesteckt hatten.

18.2.2021 • 15:20 Uhr

Söder: Impfung für Sportler erst mit genügend Impfstoff

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lehnt eine Impfung von Profisportlern gegen das Coronavirus wegen des Mangels an Impfstoffen derzeit ab. Wenn genügend Impfstoff da sei, könne man über alles reden, sagte der CSU-Politiker in der Sendung "Matchball Becker" im Fernsehsender Eurosport. "Aber im Moment ist es einfach wichtig, dass die, die sterben können, wirklich hoch gefährdet sind, die müssen geimpft werden. Und deswegen sind Sportler nicht die erste Priorität", sagte Söder in dem Interview.

Erste Priorität sei dann lieber, dass die Sportler sich an die Regeln hielten. Und mit Blick auf Australian Open im Tennis sagte er: "Weil, dass es funktionieren kann, sieht man ja." Der Hobby-Tennisspieler sei anfangs skeptisch wegen des Turniers in Melbourne gewesen, das mit Zuschauern ausgetragen wird. Die Australier hätten ihn aber durch ein "sehr restriktives Management" überzeugt. Söder sprach sich dafür aus, dass Profisport unter bestimmten Voraussetzungen auch zu Zeiten der Coronavirus-Pandemie weiter stattfinden soll. Es gebe die Diskussion, ob Profis ihren Sport überhaupt ausüben sollten. "Wenn sie es vernünftig machen und sich an die Regeln halten: Ja. Wenn es Beruf ist und man sich an die Regeln hält", sagte der Ministerpräsident.

CSU-Chef Markus Söder. |

CSU-Chef Markus Söder erinnerte daran, dass "Sportler nicht die erste Priorität" sind.

18.2.2021 • 15:01 Uhr

Ungarn befragt Bürger zu Lockerung

Die ungarische Regierung hat eine Online-Umfrage zur Aufhebung von Corona-Einschränkungen gestartet. Die Regierung möchte mit der heute gestarteten Befragung der Bürgerinnen und Bürger nach eigenen Angaben die öffentliche Stimmung ermitteln. Bei den sieben Fragen geht es um eine mögliche Aufhebung von Beschränkungen, die seit dem 11. November gelten, darunter eine nächtliche Ausgangssperre und eine Schließung von Hotels und Restaurants. Nach einem wochenlangen Rückgang der Corona-Neuinfektionen haben diese zuletzt wieder zugelegt.

Nun werden die Bürger unter anderem gefragt, ob Sportstätten wie Fitnessstudios und Schwimmbäder zu den ersten Einrichtungen gehören sollen, die öffnen dürfen, wenn die Regeln gelockert werden und ob die Beschränkungen allmählich gelockert werden sollen oder auf einen Schlag "am Ende der Pandemie". Die Regierung hatte im vergangenen Sommer eine ähnliche Befragung zur Aufhebung von Einschränkungen durchgeführt und diese als Auftrag der Bevölkerung dargestellt, das Land offen zu halten, selbst als die Corona-Indikatoren sich im September und Oktober dramatisch verschlechterten. In den vergangenen Jahren hat die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban mit ähnlichen Aktionen Unterstützung für ihre Politik zu Einwanderung und gegenüber der EU zur Schau gestellt.

18.2.2021 • 14:57 Uhr

Deutsche in erster Februarhälfte weniger mobil

In der ersten Februarhälfte ist die Mobilität in Deutschland stärker zurückgegangen als im Januar. Im bundesweiten Durchschnitt lag der Bewegungsrückgang vom 1. bis zum 14. Februar 19 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2019, wie eine vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichte Sonderauswertung von Mobilfunkdaten zeigt. Im Januar dieses Jahres hatte der Rückgang bei 16 Prozent.

Im Ländervergleich sank die Mobilität in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg mit jeweils 27 Prozent weniger Bewegungen besonders stark. Am schwächsten fiel der Bewegungsrückgang in den dünn besiedelten Ländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aus. Als mögliche Erklärung für den stärkeren Rückgang in Städten nannte das Statistische Bundesamt stärkere Auswirkungen der Corona-Beschränkungen auf das kulturelle und öffentliche Leben im dicht besiedelten Raum.

Anhand von Baden-Württemberg, wo eine seit Mitte Dezember geltende nächtliche Ausgangssperre zum 11. Februar aufgehoben wurde, lasse sich der mögliche Effekt von Ausgangssperren auf die Mobilität nachvollziehen. In Kreisen mit Ausgangssperren gingen die Bewegungen in einem Radius von unter fünf Kilometern demnach um 17 Prozentpunkte stärker zurück als in Kreisen ohne Ausgangssperre. Da in Baden-Württemberg zwischen 21.00 und 05.00 Uhr nur rund fünf Prozent der gesamten Bewegungen stattfänden, wirke sich diese Veränderung allerdings kaum auf das Gesamtbewegungsgeschehen aus.

18.2.2021 • 14:51 Uhr

Studie: Lebenserwartung in USA deutlich verkürzt

Die durchschnittliche Lebenserwartung der US-Amerikaner ist im ersten Halbjahr 2020 deutlich gesunken. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des "National Center for Health Statistics" (NCHS), deren Studie veröffentlicht wurde. Der untersuchte Zeitraum betrifft den Beginn und den ersten Höhepunkt der Pandemie, der bislang fast 500.000 Amerikaner das Leben gekostet hat. Eine ähnlich dramatische Absenkung der Lebenserwartung erlebten die USA zuletzt während des Zweiten Weltkriegs.

Laut Studie verkürzt sich die pandemiebedingte Lebenserwartung schwarzer Amerikaner sogar um 2,7 Jahre, bei Latinos um 1,9 Jahre. Bei weißen Amerikanern sank die statistische Lebensdauer hingegen nur um 0,8 Jahre. Die Ergebnisse belegen, dass Schwarze und Latinos einen schlechteren Zugang zu medizinischer Versorgung, einschließlich Corona-Tests haben.

Frauen können der Analyse zufolge im Schnitt mit einer Lebensdauer von 80,5 Jahren rechnen, Männer werden nur etwas älter als 75 Jahre. Experten rechnen mit einem deutlichen Wiederanstieg der Lebenserwartung nach dem Ende der Pandemie. Die Kurve der Lebenserwartung ist in den USA seit Mitte des 20. Jahrhunderts stetig gestiegen. Sie gilt als zuverlässiges Barometer der Gesundheit der Nation.

18.2.2021 • 14:48 Uhr

Einigung bei Pandemie-Gesetz in Tschechien

Regierung und Opposition in Tschechien haben sich auf die Grundzüge eines neuen Pandemie-Gesetzes geeinigt. Man habe bei der bis zuletzt strittigen Entschädigungsfrage für Unternehmer einen Durchbruch erzielt, teilte Petr Fiala von den oppositionellen Bürgerdemokraten (ODS) mit. Ähnlich dem deutschen Infektionsschutzgesetz sollen die neuen Bestimmungen Corona-Maßnahmen ermöglichen, ohne dass dafür der nationale Notstand ausgerufen werden muss.

Bis auf eine rechte Splitterpartei haben alle Fraktionen ihre Unterstützung für das Vorhaben zugesagt. In Tschechien sind seit Monaten Restaurants, Hotels, Theater, Kinos, Stadien und die meisten Geschäfte geschlossen. Es gilt eine Maskenpflicht auch im Freien. Dennoch kommt es zu einem Anstieg der täglichen Neuinfektionen. Am Donnerstag meldeten die Behörden 10.813 neue Fälle. Seit Pandemiebeginn gab es mehr als eine Million Corona-Fälle und 18.739 Todesfälle. Tschechien hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

18.2.2021 • 14:46 Uhr

Steinmeier warnt vor wachsender Ungeduld

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Fortschritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie gelobt, zugleich aber vor einem Vertrauensverlust in öffentliche Institutionen gewarnt. Je länger die Krise und die Einschränkungen dauerten, desto größer werde der "Stress-Test" für dieses Vertrauen, sagte Steinmeier in einer Videokonferenz mit Vertretern des Gesundheits- und Pflegewesens in Sachsen.

In dem Gespräch fragte er mehrfach nach den Gründen für die Unzufriedenheit von Bürgern mit den Corona-Maßnahmen sowie den Protesten dagegen gerade in Sachsen. Es werde hoffentlich gelingen, die Gesundheitskrise in den Griff zu bekommen und Schritt für Schritt zur Normalität zurückzukehren. "Das geht langsamer, als es sich viele wünschen", räumte das Staatsoberhaupt ein. "Die Ungeduld wächst im Lande, das ist spürbar."

Steinmeier hob aber hervor, dass die Dynamik des Infektionsgeschehens in den vergangenen Wochen abgenommen habe. Zugleich verwies er auf Fortschritte beim Impfen: "Wir können froh darüber sein, dass die Impfungen - aus Sicht vieler viel zu langsam - aber jetzt doch vorankommen."

Frank-Walter Steinmeier | dpa

"Die Ungeduld wächst im Lande, das ist spürbar", sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Bild: dpa

18.2.2021 • 14:41 Uhr

Hausärzte wollen bald in Impfungen einbezogen werden

Angesichts des schleppenden Verlaufs der Corona-Impfungen drängen die Hausärzte darauf, bald in die Verabreichung der Vakzine einbezogen zu werden. Alle drei derzeit in Deutschland verfügbaren Impfstoffe seien entgegen ursprünglicher Annahmen für Hausärzte verwendbar und könnten in den Praxen verimpft werden, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, der "Augsburger Allgemeinen". Weigeldt reagierte damit auch auf Berichte, wonach die Regierung die Corona-Impfungen stärker auf die Hausärzte verlagern will.

"In entsprechende Überlegungen des Bundesgesundheitsministeriums, über die die Presse berichtet, wurde der Deutsche Hausärzteverband bislang nicht eingebunden", kritisierte er. "Seit Wochen stehen Hausärztinnen und Hausärzte in den Startlöchern, seit Wochen signalisieren wir der Politik: Wir sind zum Impfen in unseren Praxen bereit", sagte Weigeldt. Impfen sei seit jeher eine hausärztliche Basisaufgabe. Die Erfahrung mit Modellprojekten etwa in Mecklenburg-Vorpommern zeige, dass die Impf-Ergebnisse dort besser seien, wo Hausärzte aktiv eingebunden würden.

18.2.2021 • 14:27 Uhr

Seehofer rechnet mit Verlängerung von Grenzkontrollen

Die Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol werden nach Angaben von Bundesinnenminister Horst Seehofer wahrscheinlich über den 23. Februar hinaus verlängert. Angesichts des Infektionsgeschehens sei dies zu erwarten, sagt Seehofer bei einem Besuch an der deutsch-tschechischen Grenze. "Aber entschieden ist es nicht", betont er. Darüber würden Bund und die betroffenen Länder Anfang nächster Woche beraten.

18.2.2021 • 14:26 Uhr

Dritter Impfstoff in Russland vor Zulassung

Russland will am Samstag den dritten Corona-Impfstoff zulassen. Dann solle CoviVac eine Genehmigung erhalten, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf eine Internetseite der Regierung. In Russland werden bereits die Impfstoffe Sputnik V und EpiVacCorona eingesetzt.

18.2.2021 • 14:13 Uhr

Kretschmann attackiert Laschet

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann attackiert CDU-Chef Armin Laschet wegen dessen Kritik am Umgang mit der Pandemie. Der für eine Öffnung des Einzelhandels von Bund und Ländern angepeilte Inzidenz-Wert von 35 stehe im Infektionsschutzgesetz, so der Grünen-Politiker bei einer Online-Konferenz des Wirtschaftsrats der CDU. "Das ist keine erfundene Zahl, wie es Herr Laschet nahegelegt hat", sagt Kretschmann und fügt an: "Hast du ein Problem, schau ins Gesetz." Laschet hatte gesagt: "Wir können unser ganzes Leben nicht nur an Inzidenzwerten abmessen." Darüber würden Bund und Länder bei ihrem nächsten Treffen am 3. März sprechen.

18.2.2021 • 13:31 Uhr

Sorge vor Impfbetrügern in Israel

Israels Gesundheitsminister hat in der Corona-Krise eine strenge Bestrafung für Betrügereien mit gefälschten Impfausweisen angedroht. "Wer glaubt, das sei ein Kinderspiel, und sich zuhause einen Impfausweis druckt, obwohl er nicht geimpft ist, und versucht, damit in ein Fitnessstudio, Theater oder Sportereignis zu gehen, wird letztlich gefasst werden", sagte Juli Edelstein.

In Israel ist die Impfkampagne im Vergleich zu anderen Ländern sehr weit fortgeschritten. Das Land mit seinen 9,3 Millionen Einwohnern gilt als Vorreiter. Ab Sonntag soll es für Geimpfte und Genesene in bestimmten Bereichen mehr Privilegien geben als für Ungeimpfte. Dafür gibt es den Impfausweis, auch Grüner Pass genannt. Jeder Genesene sowie jeder Geimpfte kann sich eine Woche nach der zweiten Impfung den Ausweis zuhause ausdrucken.

18.2.2021 • 13:22 Uhr

Videokonferenzen können Millionen Tonnen CO2 einsparen

Eine vermehrte Nutzung von Videokonferenzen anstelle von Dienstreisen könnte einer Studie zufolge auch nach Ende der Corona-Pandemie bundesweit drei Millionen Tonnen Treibhausgase pro Jahr einsparen.

Künftig könnte die Gesamtstrecke der Geschäftsreisen deutscher Beschäftigter im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie um rund ein Drittel zurückgehen, wie aus einer Befragung unter 500 Geschäftsreisenden hervorgeht, die vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) und dem Borderstep Institut vorgestellt wurde. Im Jahr 2019 waren in Deutschland dem Bundesumweltministerium zufolge rund 805 Millionen Tonnen Treibhausgase ausgestoßen worden. Auf Dienstreisen entfielen der Analyse zufolge rund 12 Millionen Tonnen.

Sowohl bei Reisen mit dem Auto, mit dem Flugzeug oder der Bahn gaben die nun Befragten an, künftig vermutlich deutlich weniger Strecke zurückzulegen als in der Vergangenheit. Im Vergleich beispielsweise zum Auto wirkt sich der Studie zufolge die Videokonferenz per Notebook bereits bei fünf Kilometer Anfahrtsweg positiv aufs Klima aus.

18.2.2021 • 12:59 Uhr

Kinderheime in Corona-Zeiten

Keine Therapien, keine Ausflüge, Eltern und Freunde dürfen nicht mehr zu Besuch kommen - der Lockdown verstärkt bei Heimkindern das Gefühl von Ausgrenzung.

18.2.2021 • 12:37 Uhr

Prinz Charles wirbt bei Minderheiten für Impfung

Angesichts von Skepsis bei Minderheiten in Großbritannien gegen Corona-Impfungen hat Prinz Charles für die Mittel geworben. "Impfstoffe retten Leben, verhindern schwere Krankheiten, schützen das Gesundheitssystem und helfen bei der Rückkehr zum normalen Leben", sagte der Thronfolger in einer Videobotschaft. Er sei traurig, dass es bei der Akzeptanz der Vakzine große Unterschiede gebe. Dass einige Menschen die Dosis ablehnen, sei eine "Tragödie".

Dem nationalen Statistikamt zufolge sind 85 Prozent der Erwachsenen in Großbritannien bereit, sich impfen zu lassen. Sorgen bereitet der Regierung aber, dass demnach Schwarze, Asiaten und Angehörige anderer Minderheiten einen unverhältnismäßig großen Teil der Verweigerer ausmachen. Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan zitierte bei der Online-Veranstaltung der Organisation British Asian Trust eine Studie, der zufolge es für Südasiaten in Großbritannien fünfmal wahrscheinlicher ist, an Covid zu sterben als für Weiße. Experten machen mehrere Gründe für die Skepsis aus: Misstrauen gegen staatliche Institutionen, Desinformation über soziale Netzwerke und mangelnder Zugang zu Impfzentren.

18.2.2021 • 12:28 Uhr

Große Verluste für Air France-KLM

Die Fluggesellschaft Air France-KLM ist im Pandemiejahr 2020 tief in die roten Zahlen gestürzt. Der Verlust betrage 7,1 Milliarden Euro, teilte der französisch-niederländische Konzern am Donnerstag mit.

2019 hatte Air France-KLM noch einen Gewinn von 290 Millionen Euro verbuchen.  Der Umsatz sank 2020 um fast 60 Prozent im Vorjahresvergleich auf 11,1 Milliarden Euro. Die Passagierzahlen fielen um 67 Prozent auf 28,8 Millionen Euro.

2020 habe Air France-KLM die "schwerste Krise der Luftfahrtindustrie" erlebt, erklärte Konzernchef Benjamin Smith.  Eine Verbesserung der Lage sei nicht in Sicht.

18.2.2021 • 12:27 Uhr

Hälfte aller Südafrikaner hatte laut Schätzungen Covid-19

Rund die Hälfte aller Menschen in Südafrika könnte nach Berechnungen von Statistik-Experten eine Covid-19-Erkrankung hinter sich haben. Auch die Sterberate durch die Corona-Pandemie könnte nach Angaben des Südafrikanischen Medizinischen Forschungsrats deutlich höher liegen als bislang angenommen.

Seit Mai 2020 starben dem Forschungsrat zufolge 140.000 mehr Menschen als üblich. Die größte private Krankenversicherung des Landes Discovery schätzt, dass rund 90 Prozent dieser Todesfälle auf eine Covid-19-Erkrankung zurückzuführen sind.  Damit wären mehr als 120.000 Menschen in Südafrika nach einer Coronavirus-Infektion gestorben und nicht nur rund 48.500, wie aus den offiziellen Daten der Behörden hervorgeht. Südafrika ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land des Kontinents.

Zwei Frauen gehen mit Mundschutz an einem Graffiti vorbei, das ebenfalls Frauen mit Mundschutz zeigt, Johannisburg/Südafrika. | AP

Auch die Sterberate durch die Corona-Pandemie könnte nach Angaben des Südafrikanischen Medizinischen Forschungsrats deutlich höher liegen als bislang angenommen. Bild: AP

18.2.2021 • 12:25 Uhr

Ärzte rufen Pfleger zum Impfen auf

Die großen Organisationen der Ärzteschaft haben die Pflegerinnen und Pfleger eindringlich aufgerufen, sich impfen zu lassen. "Wer nicht geimpft ist, hat ein deutlich höheres Risiko, an Covid-19 zu erkranken." Alle zugelassenen Impfstoffe, auch der von AstraZeneca, "helfen, schwere Krankheitsverläufe und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden". Zunächst niedrige Zahlen bei den Astra"eneca-Impfungen waren teilweise auch darauf zurückgeführt worden, dass Impfberechtigte Zweifel an der Wirksamkeit hätten.

Inzwischen wurden laut Robert Koch-Institut (RKI) knapp 107.000 Astrazeneca-Dosen in Deutschland verimpft. Den Impfstoff erhalten sollen zunächst vor allem Pflegekräfte in Heimen und Personal in Intensivstationen, Notaufnahmen sowie Rettungsdiensten. Sie gehören zur ersten von drei vorrangig zu impfenden Gruppen. Ungefähr zum Ende des ersten Quartals soll diese Gruppe geimpft sein.

18.2.2021 • 12:20 Uhr

Tschechien überwacht Lkw auf dem Weg nach Deutschland

Tschechien überwacht aufgrund der Corona-Pandemie den Lkw-Transitverkehr nach Deutschland bereits an der Grenze zur Slowakei. Innerhalb von 24 Stunden seien an der Autobahn D2 rund 140 Fahrer von Lastwagen und Kleintransportern zurückgewiesen worden, sagte ein Sprecher der Polizei in Südmähren. Es würden "intensive, stichprobenartige Kontrollen" durchgeführt. Die Fahrer hatten demnach nicht den erforderlichen negativen Corona-Testnachweis für den Transit nach Deutschland dabei und mussten umkehren. Er darf nach einer Entscheidung des Gesundheitsministeriums in Prag nicht älter als 36 Stunden sein.

Die deutsche Bundesregierung hat Tschechien zum Virusvariantengebiet erklärt. Lkw-Fahrer müssen sich deshalb vor der Einreise online registrieren und einen negativen Corona-Test mitführen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Mit den Vorabkontrollen will Tschechien einen Verkehrskollaps verhindern.

18.2.2021 • 12:05 Uhr

Lauterbach lässt sich mit AstraZeneca impfen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach arbeitet Ende kommender Woche als Impfarzt in einem Leverkusener Impfzentrum und bekommt dabei den Impfstoff von AstraZeneca verabreicht. "Ich werde mich dort, wie alle Mitglieder des Impfzentrums, natürlich mit AstraZeneca impfen lassen", sagte der Mediziner und Bundestagsabgeordnete dem "Tagesspiegel".

"Wir wollen ein klares Bekenntnis zu AstraZeneca abgeben, das ist ein sicherer und guter Impfstoff." Lauterbach sprach sich trotz der verbreiteten Skepsis im Zusammenhang mit dem AstraZeneca-Impfstoff dagegen aus, die Impfreihenfolge zu ändern oder nicht sofort verwendete Dosen nur Freiwilligen zu spritzen.

18.2.2021 • 12:01 Uhr

Zu große Erwartungen an Schnelltests?

Kommunen und Ärzte warnen bei den von der Bundesregierung angekündigten Gratis-Schnelltests vor zu großen Hoffnungen in der Bevölkerung: Wie bei den Impfungen könnten zunächst nur bestimmte Gruppen profitieren.

18.2.2021 • 11:34 Uhr

Starker Anstieg der Infektionszahlen in Thüringen

In Thüringen, dem deutschlandweit am stärksten von der Pandemie betroffenem Bundesland, steigt die Zahl der Neuinfektionen stark an. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag heute nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Staatskanzlei bei 119,5 (Vortag: 111,6). Thüringen ist damit auch das einzige Bundesland, in dem die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche über der Marke von 100 liegt. Das ist mehr als doppelt so hoch wie der Bundeswert, der laut RKI bei 57,1 lag.

Die Sieben-Tage-Inzidenzen steigen vor allem auch in Bremen (65,8), Nordrhein-Westfalen (57,1) und Sachsen-Anhalt (83,8) - aber nirgends so stark wie im ländlich geprägten Thüringen. Thüringenweit hat der Kreis Schmalkalden-Meiningen mit 211,3 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz - bundesweit ist das der vierthöchste Wert.

Trotz der steigenden Zahl an Neuinfektionen hält der Freistaat an einzelnen Lockerungen des grundsätzlich verlängerten Lockdowns fest. So soll etwa nach der neuen Verordnung, die an diesem Freitag in Kraft treten soll, die nächtliche Ausgangssperre abgeschafft werden. Zudem sollen Kitas und Grundschulen am 22. Februar wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen. Auch Fahrschulen können demnach wieder mit dem Unterricht beginnen und Friseursalons ab 1. März öffnen.

18.2.2021 • 11:28 Uhr

Diäten könnten wegen Pandemie leicht sinken

Wegen der Coronakrise müssen sich die Bundestagsabgeordneten auf sinkende Bezüge einstellen. Ihre Diäten sind an die Entwicklung der Löhne in der Bevölkerung gekoppelt - und diese sind laut vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamts im vergangenen Jahr gesunken. Damit müssten auch die Abgeordnetendiäten ab 1. Juli entsprechend gesenkt werden, bestätigte eine Sprecherin des Bundestags. Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge wäre das das erste Mal in der Geschichte des Bundestags.

Offiziell legt Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble die neuen Beträge fest. Dafür muss er sich allerdings an der bis Ende März erwarteten Mitteilung des Statistikamts orientieren. Den vorläufigen Daten zufolge sank der Nominallohnindex 2020 um gut 0,6 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Arbeitnehmer mussten im vergangenen Jahr also, anders als während der Finanzkrise 2008/2009, Verdiensteinbußen hinnehmen.

Überträgt man dies auf die Diäten der Abgeordneten, so würden sie ab Jahresmitte rund 60,50 Euro weniger im Monat bekommen, also rund 10.022,97 Euro statt wie bisher 10.083,47 Euro.

18.2.2021 • 11:23 Uhr

Tausende Impftermine in Sachsen frei

In Sachsen sind in dieser Woche mehr als 2500 Impftermine noch frei. Probleme bereiteten die Impfungen mit dem Produkt von AstraZeneca, das für über 65-Jährige nicht geeignet ist und daher für medizinisches und Pflegepersonal vorgesehen ist, wie Kai Kranich vom Deutschen Roten-Kreuz Sachsen sagte. "Wir vermuten, dass diese Zielgruppe noch nicht ausreichend darüber informiert ist, dass es für sie freie Termine gibt." Es sei eine Herausforderung, diejenigen zu finden, die jetzt an der Reihe seien und noch kein Angebot erhalten hätten. Zuvor hatte die "Sächsische Zeitung" berichtet.

Das DRK Sachsen schließt nicht aus, dass es außerdem eine Verunsicherung wegen der geringeren Wirksamkeit des Impfstoffes von AstraZeneca gibt. Das AstraZeneca-Präparat hat eine geringere Wirksamkeit als die Mittel von BioNtech/Pfizer und Moderna - bezogen darauf, wie viele Geimpfte in Studien im Vergleich zu Nicht-Geimpften erkranken. In 50 von 1000 Fällen wurde in Sachsen dieser Impfstoff abgelehnt, wie Kranich erklärte. Immunologen halten das AstraZeneca-Vakzin für nicht weniger geeignet als die anderen.

18.2.2021 • 11:06 Uhr

Studie: Blutverdünnung hat positiven Effekt

Umfangreiche Untersuchungen von Corona-Toten bestätigen nach Angaben des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf die positive Wirkung von Blutverdünnungsmitteln. "Zwar haben unsere Obduktionen der Verstorbenen gezeigt, dass die Covid-19-Erkrankten trotz der Gabe von Blutverdünnungsmitteln noch Blutgerinnsel in den Lungenschlagadern aufweisen konnten", sagte der Leiter des Instituts für Rechtsmedizin, Benjamin Ondruschka. In der statistischen Auswertung hätten sich aber längere Überlebenszeiten seit einer Therapieumstellung gezeigt.

Bereits im Mai vergangenen Jahres war bei den Hamburger Obduktionen aufgefallen, dass Covid-19 zu ungewöhnlich vielen Thrombosen und Lungenembolien führt. Daraufhin waren die bundesweit geltenden Behandlungsleitlinien geändert worden. Seitdem wird Ärzten empfohlen, Patienten nach individueller Risikoeinschätzung mit einem Blutverdünnungsmittel zu behandeln.

Das Institut untersuchte alle 735 Todesfällen, die im Jahr 2020 in Hamburg in einen Zusammenhang mit Covid-19 gebracht wurden. Bei 618 konnten die Forscher diese Todesursache bestätigen. Sieben Prozent der Toten - also rund 50 - waren zwar mit dem Virus infiziert, die Infektion war aber nicht die Todesursache. Bei den übrigen knapp 70 Verstorbenen wollten die Angehörigen keine Obduktion oder es fehlten Unterlagen.

18.2.2021 • 11:01 Uhr

Knapp ein Drittel weniger Asylanträge

Wegen der Corona-Pandemie hat die Zahl der Asylsuchenden in der EU im vergangenen Jahr deutlich abgenommen. Die Zahl der neuen Anträge ging im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent zurück, wie die Europäische Asylbehörde EASO mitteilte. Mit insgesamt 521.000 erstinstanzlichen Asylentscheidungen bearbeiteten die nationalen Behörden demnach erstmals seit 2017 mehr Anträge, als neue gestellt wurden.

Den Angaben zufolge wurde 2020 in den 27 EU-Ländern sowie in Norwegen und der Schweiz insgesamt 461.300 Mal Asyl beantragt. Die meisten Antragsteller kamen demnach wie schon im Vorjahr aus Syrien, Afghanistan und Venezuela. Bis auf wenige Ausnahmen - darunter Belarus und Brasilien - kamen aus allen Ländern weniger Asylsuchende. "Trotz der Pandemie haben die nationalen Asylbehörden bei den erstinstanzlichen Entscheidungen in etwa das gleiche Niveau wie 2019 gehalten", erklärte EASO. Der Rückstau unbearbeiteter Anträge reduzierte sich damit um über 74.000. Ende 2020 fehlte laut EASO bei 412.600 gestellten Anträgen noch eine Entscheidung in erster Instanz.

Die Anerkennungsrate blieb den Angaben zufolge stabil bei 32 Prozent. Syrer, Eriträer und Jemeniten hatten demnach die besten Aussichten, Asyl zu erhalten. Kolumbianer und Venezolaner hingegen erhielten nur sehr selten einen positiven Bescheid.

18.2.2021 • 10:53 Uhr

BioNtech-Vakzin wirksam gegen südafrikanische Variante

Der BioNtech-Impfstoff schützt einer aktuellen Untersuchung zufolge wahrscheinlich auch vor der südafrikanischen Virusvariante - allerdings ist die Zahl der dagegen gebildeten Antikörper wohl geringer. Das berichten Wissenschaftler im "The New England Journal of Medicine". Sie hatten im Labor überprüft, inwieweit sich mit dem Blutserum geimpfter Personen Viren mit verschiedenen Mutationen neutralisieren lassen. Bei der südafrikanischen Variante war die Zahl der neutralisierenden Antikörper geringer, die Neutralisierungsrate des Impfstoffs um etwa zwei Drittel reduziert. Es sei noch unklar, welchen Effekt dies genau für die Wirkung der Impfung gegen die südafrikanische Virusvariante habe, schreiben die Wissenschaftler von der University of Texas Medical Branch.

Für die Schutzwirkung eines Impfstoffes ist nicht allein die Menge der gebildeten Antikörper wichtig, das Immunsystem zeigt nach einer Impfung weitere schützende Reaktionen, etwa die Bildung von T-Zellen. "Bisher gibt es keinerlei klinischen Daten, die darauf hinweisen, dass die südafrikanische Virusmutante nicht von dem Impfstoff-induzierten Schutz gegen Covid-19 abgedeckt wird", heißt es in einer Mitteilung von BioNtech und Pfizer zu den Studienergebnissen. Man beobachte aber die Entwicklung und bereite sich darauf vor, einen angepassten Impfstoff oder einen Booster-Impfstoff zu entwickeln, sollte eine Variante auftauchen, vor der der Impfstoff nicht ausreichend schützt. Die südafrikanische Variante des Coronavirus gilt als ansteckender - auch in Deutschland ist sie bereits nachgewiesen worden.

18.2.2021 • 10:47 Uhr

Infektionen in England sinken

Der harte Lockdown zahlt sich aus: In England ist die Zahl der aktuell positiv auf das Coronavirus Getesteten seit Anfang Januar um rund zwei Drittel zurückgegangen. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie des Imperial College London, für die Zehntausende zufällig ausgewählte Bürger regelmäßig getestet werden.

Fiel der Test Anfang Januar noch bei mehr als 1,5 Prozent positiv aus, waren es Anfang bis Mitte Februar nur noch gut 0,5 Prozent. Im besonders stark betroffenen London ging der Anteil der positiven Tests sogar um 80 Prozent zurück. Beobachter führen die Entwicklung auf den seit Anfang Januar geltenden harten Lockdown zurück - und noch nicht auf die zunehmende Zahl der Geimpften. "Die Infektionsraten sind noch immer sehr hoch", sagte der beteiligte Wissenschaftler Paul Elliot im BBC-Interview. "Sie sind so hoch wie im September, als sie stiegen, und es sind aktuell noch genauso viele Menschen im Krankenhaus wie in der ersten Welle, also müssen wir sehr vorsichtig sein."

Die Entwicklung in England, die ähnlich auch für ganz Großbritannien gilt, spiegelt einen Trend wieder, der sich - etwa auf Vergleichskarten der Universität Oxford - auch in anderen Staaten erkennen lässt: In den Vereinigten Staaten gab es im Januar ebenfalls einen steilen Abwärtstrend. In Deutschland und anderen Ländern sanken die Zahlen der neuen Fälle auch, allerdings weniger rapide.

18.2.2021 • 10:44 Uhr

ifo: Bundesländer können Schulden stemmen

Die deutschen Bundesländer können die während der Corona-Pandemie aufgenommenen Schulden laut einer Untersuchung des ifo-Instituts finanziell schultern. Voraussetzung sei allerdings, dass "die Wirtschaft schnell wieder im gleichen Maße wächst wie vor der Pandemie", hieß es in der Analyse der ifo-Niederlassung in Dresden. Die meisten Ländern sollten in fünf bis zehn Jahren zu ihrem Schuldenstand von 2019 zurückkehren.

Die geplanten Tilgungszeiträume für die Kredite der Bundesländer bewegen sich demnach in einem Zeitraum von weniger als zehn bis zu maximal 50 Jahren, wobei ein Großteil der Länder eine Tilgung innerhalb von 20 bis 30 Jahren anstrebt. Unabhängig von der Laufzeit sollte es den meisten aber bereits binnen fünf bis zehn Jahren gelingen, zum Schuldenstand von 2019 zurückzukehren.

"Ausschlaggebend dafür sind meist nicht die Tilgungszahlungen, sondern das Wirtschaftswachstum", erklärte ifo-Forscher Remo Nitschke. Voraussetzung sei eine Rückkehr der Wirtschaft auf den Wachstumspfad, den sie vor der Pandemie eingeschlagen hatte. "Mit steigender Wirtschaftsleistung in den kommenden Jahren sinken auch die Anteile der Schulden daran", erläuterte der Experte.

18.2.2021 • 10:31 Uhr

2,7 Mrd. Euro Mehrausgaben für Pflegeversicherungen

Die gesetzliche Pflegeversicherung hat im vergangenen Jahr 2,7 Milliarden Euro zusätzlich für Mehrkosten durch die Corona-Pandemie ausgegeben. Davon seien rund 900 Millionen Euro in Prämien für die Pflegekräfte geflossen, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Gernot Kiefer, der Nachrichtenagenturt epd. Weitere 1,8 Milliarden Euro seien über den Pflege-Rettungsschirm an ambulante Pflegedienste und Heime gegangen. Von dem Geld sind den Angaben zufolge beispielsweise Schutzkleidung und die Aufwendungen zur Einhaltung von Hygienekonzepten bezahlt worden.

Insgesamt hat die Pflegeversicherung das Jahr 2020 trotz der Pandemiekosten mit einem Plus von rund 1,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Die Ausgaben beliefen sich auf rund 49,1 Milliarden Euro, die Einnahmen auf rund 50,6 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr sind die Ausgaben der Pflegeversicherung um rund 5,1 Milliarden Euro weiter gestiegen. Kiefer erklärte, die Zahlen zeigten, dass die Beteiligung des Bundes in Höhe von 1,8 Milliarden Euro an den Coronakosten "ebenso richtig wie notwendig" gewesen sei. Wenn der für 2021 angekündigte Zuschuss ebenfalls in ausreichender Höhe komme, werde man auch das laufende Jahr mit einer schwarzen Null abschließen können.

18.2.2021 • 10:24 Uhr

Lauterbach fordert "strikten Lockdown"

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert angesichts der Ausbreitung von Virus-Mutanten in Flensburg einen "strikten Lockdown". Die schleswig-holsteinische Stadt zeige, was drohe, wenn sich die Mutante B.1.1.7 ausbreite, twittert er. Laut Robert-Koch-Institut liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt bei 185. Schleswig-Holsteins Landesregierung hat für Flensburg und den Kreis Schleswig-Flensburg deshalb eine nächtliche Ausgangssperre und eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen beschlossen.

Lauterbach hält einen strikteren Kurs für ganz Deutschland für nötig, um die Ausbreitung der Mutationen zu unterbinden: "Verhindern kann das nur strikter Lockdown bis wir klar unter Zielinzidenz von 35 liegen."

18.2.2021 • 10:11 Uhr

Prognose: Streamingdienst-Markt wächst um 25 Prozent

Die Bezahlangebote des Streaming-Markts in Deutschland werden den Anbietern dieses Jahr rund 3,8 Milliarden Euro Umsatz bringen. Das prognostizieren Marktforscher. Das Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Goldmedia teilte mit, dass der Streaming-Markt damit um rund 25 Prozent wachsen werde.

Die Marktforscher führen das Wachstum auch auf die Corona-Pandemie zurück, in der Kinosäle geschlossen sind. Manche Kinofilme werden bei Streaming-Anbietern zuerst gezeigt, was zusätzliche Effekte bringe, wie es weiter hieß. Aber auch neue Plattform-Angebote steigerten demnach die Umsätze.

18.2.2021 • 10:03 Uhr

Wissenschaftler beraten über Impfstoff-Studie

Südafrikanische Wissenschaftler wollen noch am Donnerstag über eine Studie beraten, wonach der Impfstoff von BioNtech und Pfizer möglicherweise weniger gut gegen die südafrikanische Variante wirken könnte. Erst danach werde sich das Gesundheitsministerium zu dem Thema äußern, sagt ein Sprecher. Die Ergebnisse einer Laborstudie deuten darauf hin, dass die Zahl der neutralisierenden Antikörper bei der Virus-Variante um zwei Drittel geringer ausfällt als beim Wildtyp. Pei-Yong Shi, der an der Studie mitgewirkt hat, sagte, er gehe aber dennoch davon aus, dass der Impfstoff gegen schwere Erkrankungen und Todesfälle wirke.

18.2.2021 • 10:01 Uhr

Mehr Arbeitslose zum Jahresende

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist in der Corona-Krise zum Jahresende 2020 gefallen. Im vierten Quartal gab es 44,8 Millionen Erwerbstätige und damit saisonbereinigt 1,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gegenüber dem Schlussquartal 2019 vor der Pandemie entspreche das einem Rückgang von 744.000 Erwerbstätigen. Der saisonbereinigte Anstieg der Erwerbstätigen zum dritten Quartal 2020 sei zudem schwach ausgefallen (plus 21.000).

Der Rückgang der Erwerbstätigkeit zum Vorjahreszeitraum gehe vor allem auf die sinkende Zahl von Arbeitnehmern zurück, die um 553.000 auf 40,9 Millionen Personen sank. Insbesondere geringfügig entlohnte und kurzfristig beschäftigte Menschen, aber auch sozialversicherungspflichtig Beschäftigte verloren in der Pandemie ihren Job.

Zudem sank sei Zahl der Selbstständigen kräftig. In der Dienstleistungsbranche gab es deutlich Beschäftigungsverluste, allen voran im Handel, Verkehr und Gastgewerbe, in der Zeit- und Leiharbeit sowie in der Finanzbranche. Im Bereich öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit wurden dagegen Zuwächse verzeichnet. Im Produzierenden Gewerbe setzte sich der Rückgang der Erwerbstätigkeit fort, während am Bau mehr Menschen arbeiteten.

18.2.2021 • 09:34 Uhr

Gesetz zur Homeoffice-Pflicht zeigt Wirkung

Seit gut drei Wochen gilt die Pflicht für Arbeitgeber, Beschäftigten die Arbeit im Homeoffice zu ermöglichen, wann immer es geht. Die Zahlen zeigen: Offenbar wirkt das Gesetz. Doch es bleiben Hürden.

18.2.2021 • 08:54 Uhr

Mediziner schlagen bei AstraZeneca Nachimpfung vor

Wegen der Skepsis mancher Menschen gegenüber dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca schlagen Immunmediziner vor, für dieses Vakzin eine Nachimpfung mit einem anderen Wirkstoff zu garantieren. "Man kann die Immunität, die man mit dem AstraZeneca Impfstoff ausgelöst hat, ohne Probleme mit einem mRNA-Impfstoff später noch einmal verstärken", sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl der "Augsburger Allgemeinen".

"Es wäre ein Leichtes für die Bundesregierung eine neuerliche Impfung mit einem mRNA-Impfstoff zu garantieren, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, dass die Menschen dadurch besser geschützt wären", so Watzl. "Immunologisch ist das kein Problem, weil bisher alle zugelassenen Impfstoffe bei dem sogenannten Spike-Protein des Coronavirus ansetzen."

Das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) äußerte Besorgnis, dass breite Vorbehalte gegen das AstraZeneca-Mittel den Impfzeitplan der Bundesregierung um mehrere Wochen zurückwerfen könnten. Das Institut hatte errechnet, dass bis Mitte September unter bestimmten Voraussetzungen allen Bürgern ein Impfangebot gemacht werden könnte. Ohne den Impfstoff von AstraZeneca könne es "bis zu zwei Monate länger dauern, bis dieses Ziel erreicht ist", sagt ZI-Chef Dominik von Stillfried dem "Handelsblatt". 

18.2.2021 • 08:21 Uhr

Deutsche Industrie trotz Pandemie im Aufwind

Die deutsche Industrie kann mit einem wachsenden Puffer das zweite Corona-Jahr bestreiten. Ihr Auftragsbestand legte im Dezember bereits den siebten Monat in Folge zu, und zwar um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dabei nahmen die offenen Aufträge aus dem Inland um 0,1 Prozent zum Vormonat zu, die aus dem Ausland um 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2020 - dem Monat vor Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen in Deutschland - ist der Bestand inzwischen saison- und kalenderbereinigt um 3,6 Prozent höher.

Die Industrieaufträge haben sich seit dem Ende des ersten Lockdowns kräftig erholt. Da die Produktion deutlich langsamer anlief, erhöhten sich die Auftragsbestände. Deren Reichweite legte Ende 2020 leicht zu auf 6,6 Monate - das ist der höchste Wert seit Beginn der Statistik 2015. Diese Zahl gibt an, wie lange die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Bestellungen theoretisch produzieren müssten, um die vorhandene Nachfrage abzuarbeiten.

Die deutsche Industrie befindet sich ungeachtet der zweiten Corona-Welle im Aufwind. Sie steigerte ihre Produktion zuletzt acht Monate in Folge. Ein Grund dafür ist das anziehende Auslandsgeschäft. Mit den USA und China stehen die wichtigsten Exportkunden der deutschen Industrie vor einem Comeback.

18.2.2021 • 08:16 Uhr

Virologe: Künftig regelmäßige Corona-Impfungen

Der Virologe Martin Stürmer rechnet angesichts der Mutation von Corona-Viren damit, dass sich künftig Menschen regelmäßig gegen Corona impfen lassen sollten. Im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF erklärte Stürmer: "Ich gehe mal davon aus, dass wir ein ähnliches Schema erleben werden, wie wir es von der klassischen Virus-Grippe kennen. Ich gehe auch davon aus, dass wir Mehrfach-Impfstoffe bekommen werden. Das wäre meine Erwartung und meine Hoffnung, dass wir dies auf diesem Level hinbekommen."

18.2.2021 • 08:03 Uhr

Daimler: 2020 deutlich mehr Gewinn als erwartet

Der Auto- und Lastwagenbauer Daimler hat das Corona-Jahr 2020 weitaus besser überstanden als erwartet und setzt sich wieder deutlich höhere Ziele. Trotz der Pandemie habe man bewiesen, dass man die Transformation in der Branche aus eigener Kraft vorantreiben könne, sagte Vorstandschef Ola Källenius. Man gehe davon aus, dass Absatz, Umsatz und operatives Ergebnis im laufenden Jahr deutlich höher ausfallen werden.

2020 verbuchte Daimler unter dem Strich einen auf die Aktionäre entfallenden Gewinn von 3,6 Milliarden Euro. Das waren 1,2 Milliarden Euro oder 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ohne den sogenannten Abzug von Minderheitenanteilen blieben 4,0 Milliarden Euro - ein Plus von 48 Prozent. Der Umsatz hingegen sank im Vergleich zu 2019 um 11 Prozent auf 154,3 Milliarden Euro. Rund 1,4 Milliarden Euro will der Konzern als Dividende an die Aktionäre ausschütten. Das wären 1,35 Euro pro Aktie, 45 Cent mehr als im Vorjahr.

18.2.2021 • 07:50 Uhr

Deutschland: Mehr als 10.000 Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut meldet 10.207 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages für Deutschland - kaum weniger als vor einer Woche (10.237 Neuinfektionen ). Außerdem registrierten die Gesundheitsämter 534 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus (Vorwoche 666).

Bundesweit lag die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - die Sieben-Tage-Inzidenz - bei 57,1 und damit geringfügig höher als am Vortag (57,0). Insgesamt haben sich in Deutschland damit bereits 2.360.606 Menschen mit dem Virus infiziert. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 66.698.

18.2.2021 • 07:35 Uhr

FDP warnt vor psychischen Belastungen für Studierende

Angesichts des anhaltenden Lockdowns an den Hochschulen hat die FDP auf Gefahren für die psychische Gesundheit von Studierenden hingewiesen und eine klare Öffnungsperspektive angemahnt. "Unter der sozialen Isolation, der unsicheren Studienfinanzierung und großen Umbrüchen auf dem Arbeitsmarkt leiden Studierende mit psychischen Erkrankungen besonders", sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Brandenburg der Nachrichtenagentur AFP. Er forderte die Bundesregierung auf, die "psychische Gesundheit junger Menschen in Ausbildung und Studium endlich wissenschaftlich untersuchen zu lassen".

Das Bundesbildungsministerium weist in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von Brandenburg auf die Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks hin, denen zufolge der Anteil von Studierenden mit psychischen Problemen steigt. In der Erhebung 2012 hätten drei Prozent der Befragten angegeben, eine psychische Beeinträchtigung zu haben. Im Jahr 2016 seien es bereits sieben Prozent gewesen. In einer Corona-Sonderbefragung 2020 waren es demnach sogar zehn Prozent.

18.2.2021 • 07:06 Uhr

Pandemie bringt Airbus 2020 Milliardenverlust

Die Corona-Krise und der geplante Abbau Tausender Arbeitsplätze haben beim Flugzeugbauer Airbus 2020 wie erwartet einen Milliardenverlust verursacht. Dank eines Gewinns im vierten Quartal stand für das Gesamtjahr unter dem Strich aber nur ein Verlust von 1,1 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Toulouse mitteilte. Damit schnitt Airbus besser ab als von Analysten erwartet. Vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (bereinigtes Ebit) brach der Gewinn im Gesamtjahr zwar um 75 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro ein, fiel damit aber höher aus als von Branchenexperten gedacht.

Die Aktionäre sollen aber wie schon für 2019 auch für 2020 auf eine Dividende verzichten. Für 2021 peilt Airbus-Chef Guillaume Faury die Auslieferung von ähnlich vielen Flugzeugen wie im Vorjahr an. Da hatte der Hersteller 566 Maschinen an seine Kunden übergeben. Das bereinigte Ebit soll auf etwa 2 Milliarden Euro steigen.

18.2.2021 • 07:00 Uhr

New York öffnet Vergnügungsparks im Frühjahr

Die Vergnügungsparks im US-Bundesstaat New York dürfen trotz Corona-Pandemie im Frühjahr wieder öffnen. Masken, Abstand, Einhaltung von Hygieneregeln und Reduzierung der erlaubten Besucherzahlen auf rund ein Drittel seien dabei Pflicht, sagte Gouverneur Andrew Cuomo. So kann beispielsweise der berühmte Vergnügungspark Coney Island im New Yorker Stadtteil Brooklyn, der im vergangenen Jahr komplett geschlossen bleiben musste, ab 9. April wieder seine Tore für Besucher öffnen.

New York, Coney Island | AFP

New Yorks berühmter Vergnügungspark Coney Island soll im April wieder öffnen. Bild: AFP

Bereits Ende März dürften Vergnügungseinrichtungen in Innenräumen wie beispielsweise Trampolin-Zentren oder Spielhallen wieder öffnen, sagte Cuomo. Damit verkündete der Gouverneur schon zum wiederholten Mal innerhalb weniger Wochen neue Lockerungen: Zuvor waren unter anderem Stadien wieder eingeschränkt für Großveranstaltungen freigegeben und die Innenräume der Restaurants, Cafés und Bars der Millionenmetropole New York bei eingeschränkter Kapazität wieder geöffnet worden.

18.2.2021 • 06:43 Uhr

Impfstoffe müssen angepasst werden

Damit die Impfstoffe auch gegen die Mutationen des Coronavirus wirken, entwickeln die Hersteller die Vakzine ständig weiter und passen diese an. Anhängig von der Art des Impfstoffs kann das allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen.

18.2.2021 • 06:35 Uhr

USA: Impfen in der Apotheke

In den USA sollen die Impfungen gegen das Coronaviurus unkompliziert und unbürokratisch organisiert werden. Daher setzt der US-Bundesstaat West Virginia auf Impfungen in Apotheken. Diese könnten schnell und ohne großen Aufwand impfen und agierten flexibler als manches Impfzentrum, argumentiert die Regierung.

18.2.2021 • 06:25 Uhr

Schnelltests: Kommunen und Ärzte warnen vor zu hohen Erwartungen

Kommunen und Ärzte warnen bei den von der Bundesregierung angekündigten Gratis-Schnelltests vor zu großen Hoffnungen in der Bevölkerung. Man solle nicht glauben, "ab 1. März stünden überall für alle Schnelltests in großer Zahl zur Verfügung", sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Impfstart habe gezeigt, dass die Organisation und die Verteilung "für viele Millionen Menschen gleichzeitig eine Mammutaufgabe darstellt", so Landsberg. Er forderte daher ein "stufenweises Vorgehen". Wenn die Schnelltests noch nicht in ausreichender Zahl vorhanden seien, sei ein Einsatz zunächst in Kitas und Schulen sinnvoll.

Die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, sagte der Funke Mediengruppe, es bringe bei der Pandemie-Bekämpfung nichts, «einfach nur viele kostenlose Tests anzubieten». Notwendig seien "eine Strategie und klare Regeln". So seien Fragen offen, etwa, wie sich jene zu verhalten hätten, "die bei sich ein positives Ergebnis feststellen".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte angekündigt, ab dem 1. März sollten alle Bürger kostenlos von geschultem Personal auf das Coronavirus getestet werden können. Geplant sind demnach Gratis-Schnelltests in Testzentren, Praxen und Apotheken, mit denen man innerhalb von etwa 15 Minuten ein Ergebnis bekommt.

18.2.2021 • 06:17 Uhr

G7-Gipfel: Hilfsorganisationen fordern mehr Hilfe für ärmere Länder

Vor dem Video-Gipfel der sieben großen Wirtschaftsmächte (G7) haben Entwicklungsorganisationen einen globalen Impfplan und stärkeres Engagement im Kampf gegen das Coronavirus gefordert. Ärmeren Ländern müsse mehr geholfen werden. Von der am Freitag tagenden G7-Runde, an der erstmals auch der neue US-Präsident Joe Biden teilnimmt, werden auch Finanzzusagen für den Kampf gegen die Pandemie und die Verteilung von Impfstoffen erwartet.

Das Kinderhilfswerk World Vision begrüßte am Donnerstag die erwarteten Verpflichtungen, dringt aber auch auf mehr politisches Engagement. "Geld allein ist nur Teil der Lösung", sagte Fiona Uellendahl. Der Zugang zu Impfstoffen und Medikamenten müsse erleichtert werden. Auch müssten ärmere Länder dazu befähigt werden, möglichst rasch selbst Produktionskapazitäten aufzubauen. "Wer nicht über den eigenen Tellerrand hinaus die weltweite pandemische Herausforderung angeht, also auch in den ärmsten Ländern, der wird später mit rückkehrenden Mutationen zu kämpfen haben", sagte Uellendahl.

Die Organisation One kritisierte, reiche Nationen würden sich viel mehr Impfstoff sichern als sie brauchten. So werde ärmeren Ländern der Zugang erschwert. Von den G7-Staaten fordert One eine "sorgfältige Planung", um die globale Verteilung von Impfstoffen zu verbessern. Die Weitergabe müsse beginnen, bevor potenzielle Geberländer anfingen, überschüssige Impfdosen anzusammeln.

18.2.2021 • 06:10 Uhr

Patientenschützer: Weiter Corona-Impfungen in Pflegeheimen nötig

Corona-Impfungen in Pflegeheimen müssen aus Sicht von Patientenschützern auch nach der ersten Runde weitergehen. "Mit den jetzt zwei aufsuchenden Impfterminen ist es noch lange nicht getan", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Nachrichtenagentur dpa. Auch ohne das Virus versterbe etwa ein Drittel der Heimbewohner im ersten halben Jahr nach Einzug. Es zögen also kontinuierlich neue Pflegebedürftige ein, die oft noch kein Impfangebot erhalten hätten.

In diesem Jahr brauche es daher einmal im Monat Einsätze mobiler Teams in den 12.000 Einrichtungen. Wegen besonderer Risiken für schwere Corona-Verläufe gehören Bewohner in Pflegeheimen zur ersten Gruppe, die sich derzeit mit der höchsten Priorität impfen lassen kann. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sind mittlerweile mehr als 700.000 Heimbewohner einmal geimpft sowie 460.000 zum zweiten Mal.

18.2.2021 • 04:59 Uhr

Ifo-Institut: Fast jedes dritte Unternehmen meldet Kurzarbeit an

Laut einer Erhebung des Münchner-Ifo-Instituts Mittlerweile greift seit Jahresbeginn beinahe jede dritte Firma auf Kurzarbeit zurück, wie die Zeitung "Augsburger Allgemeine" unter Berufung auf die Daten berichtet. Demnach haben im Januar 31 Prozent der Betriebe die staatlichen Lohnzuschüsse bei der Arbeitsagentur beantragt. Im Dezember waren es 28 Prozent.

18.2.2021 • 04:59 Uhr

Dänemark stellt Corona-Lockerungen in Aussicht - bei Virus-Tests

Die dänische Regierung hat weitreichende Corona-Lockerungen in Aussicht gestellt. Dies sei denkbar, wenn sich die Menschen zwei Mal wöchentlich auf das Virus testeten, teilte die Regierung mit und gab den Erwerb von zehn Millionen Schnelltests bekannt. Gesundheitsminister Magnus Heunicke erklärte, das Land habe eine neue Art Tests beschafft, bei der das Wattestäbchen nicht so tief in die Nase geschoben werden müsse. Ein paar Zentimeter reichten aus, um ein Ergebnis zu erzielen. 400.000 der Tests waren bereits eingetroffen, eine Produktbezeichnung lag zunächst nicht vor. Derzeit hat Dänemark eine Testkapazität von wöchentlich etwa 200.000.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Februar 2021 um 09:00 Uhr.