Merkel | FILIP SINGER/POOL/EPA-EFE/Shutte

Corona-Liveblog zum Nachlesen ++ Merkel warnt vor Nachlässigkeit ++

Stand: 04.02.2021 21:20 Uhr

Kanzlerin Merkel hat davor gewarnt, angesichts der Hoffnung auf Impferfolge die nötige Vorsicht zu verlieren. Kanada verbietet Kreuzfahrtschiffen den Aufenthalt in seinen Gewässern. Alle Entwicklungen vom Donnerstag zum Nachlesen.

  • Merkel warnt vor Nachlässigkeit auf "letzten Metern" der Pandemie
  • Von der Leyen gibt Versäumnisse bei Impfstoff-Beschaffung zu
  • Jeder fünfte Erwachsene in Großbritannien geimpft
  • Zwei Millionen Impfdosen für Nordkorea
  • Nahverkehr rechnet mit Millardenverlust
  • RKI: 14.211 Corona-Neuinfektionen und 786 neue Todesfälle
  • Schweden will digitalen Impfpass einführen
4.2.2021 • 21:14 Uhr

Ende des Liveblogs

Wir schließen den Liveblog für heute und danken für Ihr Interesse!

4.2.2021 • 20:56 Uhr

Kanada verbietet Kreuzfahrtschiffe in seinen Gewässern

Kanada verbietet Kreuzfahrtschiffen bis zum 28. Februar 2022 die Fahrt in seinen Gewässern. Verkehrsminister Omar Alghabra begründete das mit der Corona-Pandemie, in der Kreuzfahrtschiffe mit Passagieren eine Gefährdung des Gesundheitssystems sein könnten. Das Verbot gelte allgemein für Kreuzfahrtschiffe mit mehr als 100 Personen. In arktischen Küstengewässern greife es bereits bei Schiffen mit mehr als 12 Personen an Bord.

4.2.2021 • 20:53 Uhr

Landesmusikräte: Chorproben wieder zulassen

Die Konferenz der Landesmusikräte Deutschlands hat die Landesregierungen aufgefordert, bei ersten Lockdown-Lockerungen Proben in der Amateurmusik wieder zuzulassen. "Chöre, Blasorchester und Musikvereine aller Art sind in der Lage, Hygienekonzepte und Abstandsregeln so auszuarbeiten, dass ein coronagemäßes Proben möglich ist", hieß es in dem Appell. Und: "Es geht hier nicht um Freizeitgestaltung, sondern um kulturelle Artikulation und Identitätsbildung."

4.2.2021 • 20:49 Uhr

Italiens Arzneibehörde: Hohe Impfstoff-Sicherheit

Die staatliche italienische Arzneimittelbehörde AIFA hat den Corona-Impfstoffen der Hersteller BioNTech/Pfizer und Moderna ein "gutes Sicherheitsprofil" bescheinigt. Im ersten Monat nach dem Start der Impfungen habe es bei mehr als 1,5 Millionen gespritzten Dosen etwa 7330 Meldungen über vermutete Nebenwirkungen gegeben, teilte die Behörde in Rom mit. Mehr als 92 Prozent beträfen "nicht schwerwiegende" Folgen wie Schmerzen an der Injektionsstelle, Fieber, Müdigkeit und Muskelschmerzen.

4.2.2021 • 20:43 Uhr

Merkel warnt vor Nachlässigkeit

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat davor gewarnt, angesichts der Hoffnung auf Impferfolge die nötige Vorsicht in der Corona-Pandemie zu verlieren. "Wir müssen jetzt ganz, ganz vorsichtig noch sein, damit auf den letzten Metern nicht so viele Menschen noch sterben", sagte die CDU-Politikerin in einem RTL-Interview mit Blick etwa auf die Pflege- und Altenheime.

Zugleich wies Merkel Vorwürfe zurück, dass Menschen sterben würden, weil nicht schneller geimpft werde. "Wenn vom ersten Tag an der Impfstoff dagewesen wäre, wären vielleicht weniger Menschen gestorben", sagte sie. Aber so könne man das nicht aufrechnen. Es sei im Gegenteil erstaunlich, wie schnell der Impfstoff entwickelt worden sei. Sie hätte im Sommer 2020 noch nicht damit gerechnet, dass bereits zu Weihnachten Impfstoffe vorhanden sein würden.

4.2.2021 • 20:24 Uhr

Von der Leyen gibt Versäumnisse zu

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Versäumnisse bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen auf europäischer Ebene eingestanden. Die EU habe unterschätzt, welche Komplikationen bei der Herstellung solcher Impfstoffe auftreten können, sagte von der Leyen der "Süddeutschen Zeitung". Mit Blick auf Kritik, die EU habe zu zögerlich bestellt, sagte sie: "Natürlich: Ein Land kann ein Schnellboot sein. Und die EU ist mehr ein Tanker."

Die deutsche Kommissionspräsidentin sagte weiter: "Wir haben uns sehr stark auf die Frage fokussiert, ob es ein Vakzin geben wird, also die Entwicklung." Aus heutiger Sicht hätte man "stärker parallel über die Herausforderungen der Massenproduktion nachdenken müssen". Die CDU-Politikerin fügte hinzu: "Wir hätten den Menschen erklären sollen, dass es vorangeht, aber langsam, und dass es bei diesen komplett neuen Verfahren Probleme und Verzögerungen geben wird. Doch wir haben unterschätzt, welche Komplikationen auftreten können."

4.2.2021 • 19:36 Uhr

Spahn: Impfstoff von AstraZeneca ohne Rückstellungen verimpfen

Angesichts größerer angekündigter Liefermengen des Corona-Impfstoffes von AstraZeneca ruft Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Länder dazu auf, das Vakzin ohne Rückstellungen für die Zweitdosis an die priorisierten Gruppen zu verabreichen.

In Anbetracht des von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Mindestabstands zwischen Erst- und Zweitimpfung von neun bis zwölf Wochen und wegen "der weiter bestehenden Knappheit an Impfstoffen bei gleichzeitig hohem Bedarf" empfehle er, die für den 6., 12. und 19. Februar angekündigten Impfdosen "vollständig und ohne Rückstellungen für die Zweitimpfungen zu verimpfen".

Auf diesem Weg könnten in den ersten drei Februarwochen mehr als 1,7 Millionen Menschen ihre Erstimpfung erhalten. Da die Impfkommission das Vakzin von Astrazeneca nur für unter 65-Jährige empfohlen hatte, erhalten es derzeit im Wesentlichen Pflegekräfte und medizinisches Krankenhauspersonal sowie Mitarbeiter in den Impfzentren.

4.2.2021 • 19:19 Uhr

Gastronomen in Bayern fordern Öffnung ab März

"Die Hütte brennt" - unter diesem Motto haben Gastronomen in Bayern in ihren Wirtshäusern heute Abend die Lichter angeknipst. Damit wollten sie auf ihre desolate Lage in der Corona-Krise aufmerksam machen. Die Wirte folgen einem Aufruf des Vereins zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK), in der Nacht zu Freitag das Licht in ihren Betrieben brennen zu lassen.

Der Verein unterstreicht damit die Forderung nach einer Öffnung der Gastronomie unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln vom 1. März an. "Die Gastronomiebranche ist am Ende", sagte VEBWK-Geschäftsführerin Ursula Zimmermann. Viele Gastronomen dächten bereits ans Aufgeben.

4.2.2021 • 18:43 Uhr

Oberharz kündigt wieder Kontrollen an

Zum vierten Mal nacheinander wird es am Wochenende im Oberharz Kontrollen geben, um einem Besucheransturm in verschneiten Regionen zu begegnen. Ein Großaufgebot von Polizei und Ordnungskräften steht bereit.

Landrat Thomas Brych forderte die Menschen auf, von Ausflügen in den Landkreis Goslar absehen. "Es ist ein echtes Debakel. Jetzt haben wir seit Jahren endlich wieder einen Winter wie aus dem Bilderbuch, können damit aber eigentlich überhaupt nichts anfangen. Da müssen wir jetzt aber durch", sagte der Chef der Goslarer Kreisverwaltung.

Besucheransturm im verschneiten Oberharz | dpa

Der Harz hatte in den vergangenen Wochen wiederholt mit Besucheranstürmen zu kämpfen Bild: dpa

4.2.2021 • 18:01 Uhr

Großbritannien meldet Impfquote von 20 Prozent

In Großbritannien ist nach Regierungsangaben inzwischen jeder fünfte Erwachsene gegen das Corona-Virus geimpft. Demnach wurden von insgesamt mehr als 66 Millionen Einwohnern - darunter auch Minderjährige - etwa 10,5 Millionen Menschen geimpft. Davon haben gut eine halbe Million bereits eine zweite Dosis erhalten, die für den kompletten Schutz als notwendig erachtet wird.

Die Impfbereitschaft sei "außerordentlich hoch", sagte der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi dem Sender BBC. Er verwies auf Daten des nationalen Statistikamts, wonach 85 Prozent der Erwachsenen mit einer Impfung einverstanden sind.

4.2.2021 • 17:48 Uhr

Erleichterung bei Corona-Hilfen geplant

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will Regierungskreisen zufolge heute Abend den Ländern Verbesserungen bei den Corona-Sonderhilfen für November und Dezember vorstellen. Hintergrund ist offenbar der neue EU-Beihilferahmen.

Die Europäische Kommission hatte die Höchstbeträge für Corona-Hilfen deutlich heraufgesetzt. Unternehmen haben künftig mehr Wahlrechte - und damit Einfluss auf die jeweiligen Bedingungen. Vor allem antragstellende Unternehmen mit einem Finanzierungsbedarf von über einer Million Euro dürften davon profitieren, hieß es in Regierungskreisen.

Altmaier steht bei den Coronahilfen für Firmen seit längerem in der Kritik von Verbänden, aber auch von Bundesländern. Sie werfen ihm eine schleppende Umsetzung der staatlichen Milliardenhilfen für Unternehmen und zu viel Bürokratie vor. Die Bundesregierung hatte Nachbesserungen angekündigt.

4.2.2021 • 17:12 Uhr

Sachsen-Anhalt offen für Sputnik-V-Produktion

Sachsen-Anhalts Landesregierung zeigt sich offen für die Produktion des russischen Impfstoffs Sputnik V in Dessau. "Wenn IDT Biologica den russischen Impfstoff produzieren will und dieser in der EU zugelassen würde, würden wir als Landesregierung natürlich alles tun, um dem Unternehmen zu helfen", sagte ein Regierungssprecher. "Es gibt keine ideologischen Vorbehalte gegen Sputnik V. Wir begrüßen alles, was im Kampf gegen Corona helfen kann." Er betonte jedoch, dass die Firma IDT dies selbst entscheiden müsse.

4.2.2021 • 17:08 Uhr

Merkel im Bürgerdialog mit Familien

Viele Mütter und Väter bringt die Corona-Krise an die Belastungsgrenze. Im virtuellen Bürgerdialog mit Kanzlerin Merkel konnten sie Dampf ablassen. Und das machten sie auch.

4.2.2021 • 16:54 Uhr

Maschinenbau: Stärkster Dämpfer seit Finanzkrise

Die Corona-Krise hat die Nachfrage nach Maschinen "Made in Germany" im vergangenen Jahr enorm ausgebremst. Die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie verzeichnete den heftigsten Auftragsrückgang seit der Finanzkrise. Trotz der im Herbst einsetzenden Erholung verringerten sich die Bestellungen bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt mitteilte.

Frankfurt mitteilte. Es sei der stärkste Dämpfer seit der Finanzkrise 2008/09 gewesen. Vor allem aus dem Ausland kamen deutlich weniger Aufträge, die Bestellungen verringerten sich um 13 Prozent. Die Inlandsorders sanken um 6 Prozent.

4.2.2021 • 16:51 Uhr

Tausende demonstrieren in Frankreich gegen Sozialabbau

Tausende Menschen haben in Frankreich gegen Sozialabbau und die Schließung von Kultureinrichtungen in der Corona-Pandemie demonstriert. Die größten Kundgebungen gab es am Donnerstag in Paris, Marseille, Lyon und Nantes. Die Polizei sprach von jeweils mehreren tausend Teilnehmern, nach Angaben der Gewerkschaften gingen dagegen allein in Paris 20.000 Menschen auf die Straße. Landesweit waren 165 Aktionen angekündigt.

Der Generalsekretär des einflussreichen Gewerkschaftsbundes Confédération générale du travail (CGT), Philippe Martinez, forderte von der Regierung einen "sozialen Frühling". Die Corona-Maßnahmen dürften nicht zu einem breiten Abbau von Arbeitsplätzen und sozialen Einsparungen führen, sagte er der Zeitung "L'Humanité". An den Kundgebungen beteiligten sich Lehrer und Studierende, Pflegekräfte, Künstler und andere Berufsgruppen. Die Gewerkschaftsgruppe Solidaires nannte die Proteste "die Spitze des Eisbergs der gesellschaftlichen Wut".

In Frankreich sind seit Ende Oktober Gastronomiebetriebe sowie Kultur- und Sporteinrichtungen geschlossen, die meisten Geschäfte sind dagegen seit Dezember wieder geöffnet. Landesweit gilt eine Ausgangssperre ab 18.00 Uhr. Wegen der hohen Infektionszahlen, der Ausbreitung der zuerst in Großbritannien entdeckten Corona-Variante und des steigenden Drucks auf die Krankenhäuser schließt die Regierung einen dritten Lockdown nicht aus. 

4.2.2021 • 16:40 Uhr

Bundeswehrteam von Herzlichkeit in Portugal überwältigt

Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sind am ersten Tag ihres Corona-Kriseneinsatzes in Lissabon mit großer Herzlichkeit aufgenommen worden. "Das ist wirklich überwältigend, sowas kennt man ja sonst gar nicht", sagte Oberstleutnant Kieron Kleinert in einem Telefongespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. "Wir standen hier gerade in Uniform kurz vor dem Krankenhaus in Lissabon, wo wir eingesetzt sind, und Passanten kommen und bedanken sich, andere möchten Selfies mit uns machen", erzählte der Offizier.

Die 8 Ärzte und 18 Pfleger waren am Vortag von Wunstorf in Niedersachsen aus in das Hochrisikoland geflogen. "Noch läuft die Einarbeitungsphase hier im Krankenhaus. Die Abläufe sind doch zum Teil anders und es sind auch andere Geräte als in Deutschland im Einsatz. Wir rechnen, dass wir ab Montag dann auch weitgehende selbstständig mit Patienten arbeiten können", sagte Kleinert. Die letzte Entscheidung über eine Therapie müsse aber aus rechtlichen Gründen immer bei einem portugiesischen Arzt liegen.

Mit der Kommunikation klappe es trotz der Sprachbarriere gut. Zwei Mitglieder des deutschen Teams sprächen Portugiesisch und im Krankenhaus gebe es einige Kräfte, die Deutsch könnten. Der Rest laufe auf Englisch, erzählt der Offizier. Bei den Patienten handele es sich um Menschen, die aus überlasteten öffentlichen Krankenhäusern in das private Hospital da Luz verlegt würden.

4.2.2021 • 16:33 Uhr

Hamas lockert Maßnahmen im Gazastreifen

Nach einem Rückgang der Infektionszahlen lockert die im Gazastreifen herrschende Hamas die Corona-Restriktionen für das Palästinensergebiet. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, die werktäglichen Lockdowns an Abenden und die Ausgehverbote an Wochenenden würden aufgehoben. Märkte sollten an Freitagen hingegen geschlossen bleiben. Die Lockerungen sollten umgehend in Kraft treten.

Die Infektionszahlen in dem abgeriegelten Gebiet hatten im Herbst massiv zugenommen. Zeitweise fiel rund jeder dritte Coronatest positiv aus, das Gesundheitssystem war nahe der Belastungsgrenze. Die islamistische Hamas setzte daraufhin strenge Restriktionen um. Heute wurden 200 Neuinfektionen bei 1873 Tests binnen 24 Stunden gemeldet.

Im Gazastreifen leben etwas mehr als zwei Millionen Menschen auf sehr engem Raum unter teilweise miserablen Bedingungen und bei schlechter medizinischer Versorgung. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Gebiet 47.459 Infektionen und 527 Todesfälle registriert.

4.2.2021 • 16:22 Uhr

China sagt Syrien 150.000 Impfdosen zu

China will 150.000 Impfdosen als Hilfslieferung nach Syrien schicken. Das kündigt die chinesische Botschaft in Damaskus an. Details werden nicht bekanntgemacht.

4.2.2021 • 16:22 Uhr

Merkel plant Regierungserklärung im Bundestag

Kanzlerin Angela Merkel plant für kommende Woche nach Angaben aus Regierungskreisen eine Regierungserklärung im Bundestag zu Corona. In Planung sei der 11. Februar - der Tag nach dem nächsten Treffen von Merkel mit den Ministerpräsidenten, bei dem über den bisher bis zum 14. Februar laufenden Lockdown entschieden werden soll. Auch das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet über die Pläne.

4.2.2021 • 16:18 Uhr

Papst ermutigt zum Schweigen gebrachte Musiker

Papst Franziskus hat die in der Corona-Pandemie zur Untätigkeit verurteilten Musiker zum Durchhalten ermuntert. Musik sei für das Leben der Kirche sehr wichtig, besonders im Gottesdienst, sagte der Papst in einer Video-Botschaft für eine Konferenz für Kirchenmusik. Viele Musiker hätten nicht nur ihre Arbeit verloren, sondern dürften wegen der Abstandsgebote nicht mehr gemeinsam musizieren. Er hoffe auf eine Wiedergeburt des kirchlichen Musiklebens nach der Pandemie, in der endlich wieder gesungen werden dürfe.

Möglicherweise sei das derzeitige Schweigen ein Hinweis auf etwas Neues, das dann kommen werde, sagte der Papst. "Ist die Stille, in der wir jetzt leben, eine Leere oder befinden wir uns in einer Phase des Zuhörens?", fragte er. Vielleicht bringe dies ja ein neues Lied hervor. Im Gegensatz zu seinem emeritierten Vorgänger, dem versierten Klavierspieler Benedikt XVI., hat Franziskus keine besondere Leidenschaft für klassische Konzerte an den Tag gelegt. Bekannt ist, dass er ein großer Fan von Tango und Milonga aus seiner argentinischen Heimat ist.

4.2.2021 • 16:12 Uhr

Keine Lösung im WTO-Streit um Patente für Impfstoffe

Die Patente von Pharmafirmen auf Corona-Impfstoffe und andere Mittel werden vorerst nicht aufgeweicht. Indien und Südafrika setzen sich in der Welthandelsorganisation (WTO) dafür ein, den Patentschutz vorübergehend aufzuheben, um die Produktion anzukurbeln, aber reiche Länder sperren sich dagegen. Informelle Online-Gespräche im dafür zuständigen WTO-Rat verliefen ergebnislos, wie Handelsdiplomaten in Genf berichteten.

Die reichen Länder argumentieren, dass der Patentschutz nicht der Grund ist, warum so wenige Impfstoffe produziert werden. Vielmehr gebe es nicht genügend Produktionsfirmen. Die Pharmaindustrie will verhindern, dass der Patentschutz angetastet wird. Investitionen in Medikamentenforschung lohnten sich nur, wenn die Firmen bei Erfolg damit auch Geld verdienen können, heißt es.

Im WTO-Rat über das "Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums" (TRIPS) warf ein Vertreter Südafrikas Industrieländern vor, für den Impfstoffengpass verantwortlich zu sein, wie Teilnehmer nach dem Treffen berichteten. Die Pharmafirmen hätten nur mit wenigen Produzenten Lizenzverträge abgeschlossen. Es gebe aber etwa in Kuba, Thailand, Senegal oder Indonesien weitere Firmen, die Impfstoffe produzieren könnten.

Andere WTO-Mitglieder kritisierten die EU und andere Industrieländer, die den Patentschutz nicht lockern wollen. Sie seien gleichzeitig diejenigen, die sich praktisch die gesamte bisherige Produktion gesichert hätten. Vertreter der EU argumentierten, dass die Produktion durch Kapazitätserweiterungen und Lizenzvergaben ausgeweitet werden könne. Vertreter der USA, die ebenfalls gegen eine Aufweichung des Patentschutzes sind, verwiesen darauf, dass die USA unter der neuen Regierung der weltweiten Covax-Initiative unter dem Mantel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beigetreten sei, die Impfstoffe für alle Länder der Welt organisiere. Das nächste Treffen des TRIPS-Rates soll am 23. Februar stattfinden.

4.2.2021 • 16:09 Uhr

Intensivmediziner: Lockdown mindestens bis März

Intensivmediziner haben eine Verlängerung der derzeit in Deutschland geltenden Corona-Regeln gefordert. "Ich plädiere nicht für eine unendliche Verlängerung des Lockdowns. Aber es ist zwingend erforderlich, dass wir die geltenden Maßnahmen mindestens um zwei Wochen verlängern", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, dem Nachrichtenportal t-online.

Ende Februar sollte es dann eine weitere Überprüfung geben. Die Lage auf den Intensivstationen bleibe trotz des Rückgangs der Patientenzahlen bis Ostern sehr ernst, so Marx. Alle Mitarbeiter auf den Intensivstationen befänden sich seit bald einem Jahr in einem Dauer-Ausnahmezustand. Von einer "echten Entspannung" würde er erst sprechen, wenn es weniger als 1000 Corona-Intensivpatienten gäbe. Derzeit seien es demnach rund 4200.

Gleichzeitig warnte Marx aufgrund der Verbreitung von möglicherweise besonders ansteckenden Virus-Varianten vor einer dritten Corona-Welle. "Wenn die beginnt, bevor wir die zweite Welle hinter uns gebracht haben, ist das erneut eine zusätzliche extreme Belastung für die Krankenhäuser." Der Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist bislang bis zum 14. Februar befristet. Am 10. Februar wollen Bund und Länder in einer weiteren Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten, wie es dann weitergeht.

4.2.2021 • 15:51 Uhr

Industrie sieht in Ethikrat-Empfehlung "Türöffner" für Normalzustand

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat die Empfehlungen des Ethikrates in der Corona-Pandemie als "Türöffner" für die Debatte über eine schrittweise Rückkehr zum gesellschaftlichen Normalzustand begrüßt. Die Klarstellung des Ethikrates, dass Unternehmen das Recht hätten, "Geimpften Zugang zu Leistungen zu ermöglichen, die Ungeimpften aus Pandemieschutzgründen nicht offenstehen", biete "wertvolle Orientierung", kommentierte der Industrie-Spitzenverband.  

In der Corona-Krise wird seit längerem kontrovers diskutiert, ob Geimpften Sonderrechte eingeräumt werden sollten. Der Deutsche Ethikrat sieht mögliche Erleichterungen für Menschen mit einer Schutzimpfung derzeit kritisch.

Zugleich hob der Rat hervor, dass private Unternehmen anders als der Staat grundsätzlich frei in ihrer Entscheidung seien, mit wem sie einen Vertrag schließen. Das umfasse "prinzipiell auch die Möglichkeit, nach dem Impfstatus ihrer Gegenüber zu differenzieren". Dies würde also bedeuten, dass Geimpfte anders behandelt werden dürfen als Ungeimpfte. 

4.2.2021 • 15:35 Uhr

Experten warnen vor Verbreitung von Mutanten in Italien

Gesundheitsexperten in Italien haben vor der Verbreitung neuer Corona-Mutanten gewarnt, nachdem ein Infektionsherd der britischen Virus-Variante in der nördlichen Stadt Corzano entdeckt wurde. Der Leiter des Thinktanks Gimbe, Nino Cartabellotta sagte, das Land befinde sich "in einer der kritischsten Phasen der Pandemie". Die leicht steigenden Fallzahlen in einigen Regionen könnten ein Anzeichen für das Vorhandensein ansteckenderer Varianten sein, warnte er.

Landesweit war die Zahl der Infektionen zuletzt zurückgegangen. Cartabellotta verwies auch auf eine Verlangsamung der im Dezember gestarteten Impfkampagne, nachdem es zu Verzögerungen bei der Lieferung von Impfstoffen gekommen war. "Vor allem aber droht die Gefahr neuer Varianten, die bereits in Italien angekommen sind und die Ansteckungskurve erhöhen könnten", fügte er hinzu.

4.2.2021 • 15:24 Uhr

Bulgarien öffnet einige Schulen

In Bulgarien sind Mittelschulen und Gymnasien wieder für den Präsenzunterricht geöffnet worden. Zunächst sollen die Schüler der 7., 8. und 12. Klassen nach gut zwei Monaten Fernunterricht wieder in die Schulgebäude kommen. Nach 14 Tagen geht es für diese Jahrgänge dann wieder in den Fernunterricht, die anderen Jahrgangsstufen wechseln zum Unterricht in die Klassenzimmer.

Einige Eltern machten von der Möglichkeit Gebrauch, ihre Schulkinder weiterhin zu Hause im Fernunterricht lernen zu lassen. Grundschulen und Kitas waren Anfang Januar wieder geöffnet worden.

Bulgariens Corona-Stab äußerte Besorgnis, dass nach der Lockerung einiger Corona-Einschränkungen ab 1. Februar die Zahl der täglichen Neuansteckungen wieder schneller zunehmen könnte. Der Höhepunkt einer befürchteten dritten Corona-Welle könne binnen drei Wochen eintreten, warnte Stab-Chef General Wenzislaw Mutaftschijski. Er räumte ein, dass wieder zugelassene Aktivitäten wie etwa Sport im Fitnessstudio "nicht ungefährlich" seien.

4.2.2021 • 14:41 Uhr

Covax-Initiative: Zwei Millionen Impfdosen für Nordkorea

Nordkorea erhält auf eigene Bitte fast zwei Millionen Corona-Impfdosen, obwohl es nach eigenen Angaben Corona-frei ist. Ein Sprecher der internationalen Impfbündnisses Gavi bestätigte, dass alle Länder, die im Rahmen der Covax-Initiative versorgt würden, "Anträge auf Impfstoffe gestellt" hätten - somit auch Nordkorea.

Die unter anderem von der WHO und Gavi gegründete Initiative setzt sich dafür ein, dass auch ärmere Länder mit Corona-Impfstoffen versorgt werden. Nordkorea hatte als erstes Land der Welt seine Grenzen Ende Januar 2020 geschlossen, um sich gegen das Coronavirus zu schützen.

Nach Angaben Pjöngjangs gibt es in dem Land keine Corona-Infektionen. Experten äußern jedoch Zweifel, weil das Virus sich zuerst in China ausbreitete, das seinen strikt abgeschotteten Nachbarn mit Handelsgütern und Hilfslieferungen versorgt. Laut dem Covax-Programm soll Nordkorea nun insgesamt 1,99 Millionen Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs erhalten, die vom Serum Institute of India produziert werden. 

4.2.2021 • 14:34 Uhr

Mehr Einsatz für Impfungen in armen Ländern gefordert

Entwicklungsorganisationen, Kirchen und Politik haben mehr Einsatz der Industrienationen für die Versorgung armer Länder mit Corona-Impfstoff gefordert. "Wir besiegen die Pandemie nur weltweit oder gar nicht", sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) anlässlich der Ankündigung des internationalen Impfprogramms Covax, mit der Auslieferung von Impfdosen zu beginnen.

Maximal 20 Prozent der Bevölkerung in 92 ärmeren Ländern hätten in diesem Jahr die Chance, geimpft zu werden. Und selbst dafür sei die Finanzierung längst nicht gesichert. Müller zufolge fehlen Covax noch rund 25 Milliarden Dollar (etwa 21 Milliarden Euro).

4.2.2021 • 14:31 Uhr

Tests mit Kombination von Sputnik V und AstraZeneca-Impfstoff

In Aserbaidschan und einigen anderen Ländern der Region soll eine Kombination des russischen Impfstoffs Sputnik V mit dem Vakzin von AstraZeneca und der Universität Oxford geprüft werden. Tests an menschlichen Probanden beginnen nach russischen Angaben nächste Woche. Erste Ergebnisse werden demzufolge für März erwartet.

4.2.2021 • 14:28 Uhr

Verband: Impfvorteile im ÖPNV nicht im umsetzbar

Vorteile für Geimpfte im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) sind aus Sicht des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) kaum umsetzbar. "Wir haben ja generell eine Beförderungspflicht und können nur unter ganz bestimmten Bedingungen Menschen davon ausschließen", sagte VDV-Präsident Ingo Wortmann. "Dem müssen wir nachkommen. Wir müssen jeden befördern und wir können auch jeden befördern." Mit Hygienemaßnahmen wie der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sei dies für alle sicher zu gewährleisten.

4.2.2021 • 14:04 Uhr

Erste Sputnik V-Lieferung im Iran eingetroffen

Die erste Lieferung des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V ist im Iran eingetroffen. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA wurden in der ersten Phase 500.000 Dosen eingeführt, weitere werden in den nächsten Wochen folgen. Die Massenimpfung der 83 Millionen Iraner soll Ende Februar oder Anfang März beginnen, so das Gesundheitsministerium. Priorität haben Ärzte- und Pflegepersonal sowie ältere Menschen.

Anfang der Woche gab es seitens der iranischen Ärztekammer noch Bedenken zur Wirksamkeit von Sputnik V. Aber nachdem dem russischen Impfstoff in einer international anerkannten Studie eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent bescheinigten wurde, sind die Bedenken ausgeräumt.

4.2.2021 • 14:00 Uhr

Studie zeigt deutlich höhere Zahl an Infektionen in Indien

Die Zahl der Corona-Infektionen in Indien liegt offenbar um ein Vielfaches über den offiziellen Angaben. Zu Beginn des Impfprogramms im Januar seien 21,4 Prozent der Erwachsenen bereits infiziert gewesen, hieß es in der dritten landesweiten Corona-Studie, die das Gesundheitsministerium veröffentlichte. In Slums der Großstädte habe der Anteil sogar bei fast einem Drittel gelegen. In den übrigen städtischen Gebieten seien bei 26,2 Prozent der Menschen Antikörper gegen das Coronavirus gefunden worden.

Darüber hinaus zeigt die Studie den Angaben zufolge, dass mehr als ein Viertel der Kinder und Jugendlichen zwischen zehn und 17 Jahren bereits mit dem Virus infiziert war. Unter Ärzten und Krankenschwestern lag der Anteil der Infizierten etwa ebenso hoch. Indien hat knapp 1,4 Milliarden Einwohner und bislang etwas mehr als 10,7 Millionen Coronavirus-Infektionen gemeldet. Mehr als 150.000 Inderinnen und Inder starben mit dem Virus.

4.2.2021 • 13:42 Uhr

Heil: Koalitionsbeschlüsse möglichst nächste Woche im Kabinett

Bundessozialminister Hubertus Heil strebt nach den Koalitionsbeschlüssen zur Verbesserung der Lage von Grundsicherungsbeziehern und Familien eine schnelle Gesetzgebung an. Man arbeite mit Hochdruck an der gesetzgeberischen Umsetzung, sagte der SPD-Politiker in Berlin. Als Ziel gab Heil aus, dass sich bereits am nächsten Mittwoch das Bundeskabinett mit den Themen befasst. Der Koalitionsausschuss hatte am Mittwochabend milliardenschwere Hilfen zur Abfederung der Corona-Krise beschlossen

4.2.2021 • 13:40 Uhr

Bayern hält starre Stufenpläne für nicht praktikabel

Bayern hält starre Stufenpläne für Corona-Auflagen, wie sie Niedersachsen und Schleswig-Holstein vorgelegt haben, für nicht praktikabel. "Diese Modelle sind zu kompliziert für den Alltag. Sie gaukeln eine vermeintliche Planbarkeit vor, die angesichts der Dynamik der Pandemie nicht realistisch ist", sagte Staatskanzleichef und Corona-Koordinator Florian Herrmann (CSU) am der Nachrichtenagentur dpa.

In der kommenden Woche wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten. Auch andere Bundesländer, darunter etwa Bremen, hatten sich skeptisch zu den Stufenplänen geäußert und vor einem hin und her bei den Maßnahmen gewarnt.

4.2.2021 • 13:37 Uhr

Landkreis zog 320 Polizisten bei Impfungen vor

Der Landkreis Stendal hat auf eigene Faust und gegen die Vorgaben aus dem Impfplan 320 Polizisten bei der Corona-Schutzimpfung bevorzugt. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) bestätigte den Vorgang im Landtag auf Anfrage des Linken-Politikers Wulf Gallert. Sie zeigte sich verärgert und kündigte an, den Landkreis für die nicht abgesprochene Aktion zu ermahnen. Polizisten gehören, sofern sie nicht schwer krank oder sehr alt sind, nicht zur ersten, sondern zur zweiten Prioritätsgruppe im Impfplan. Sie dürfen damit erst geimpft werden, wenn die Hochbetagten, Schwerkranken und das medizinische Personal, das die Gruppe eins bildet, vollständig versorgt ist. Die Impfverordnung und diese darin festgelegte Reihenfolge sei "keine Empfehlung", betonte Grimm-Benne. Auch der Landkreis bestätigte den Vorgang.

4.2.2021 • 13:32 Uhr

Mobilität im Laufe des Januars gestiegen

Die Mobilität der Menschen in Deutschland hat sich im Januar zunehmend dem Niveau des Vorjahres angenähert. In der ersten und zweiten Woche des Monats war im bundesweiten Durchschnitt im Vorjahresvergleich noch ein Rückgang von 19,7 Prozent beziehungsweise und 14,3 Prozent verzeichnet worden, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden nach einer Auswertung experimenteller Daten mitteilte. In der dritten Woche lag die Mobilität dann nur noch 12,2 Prozent und in der vierten Kalenderwoche 11,4 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. "Zudem ging die Mobilität im aktuellen zweiten "harten" Lockdown schwächer zurück als im ersten Lockdown im Frühjahr 2020", hieß es in der Mitteilung des Bundesamts.

4.2.2021 • 13:05 Uhr

WHO: Katastrophale Pandemie-Folgen für Kampf gegen Krebs

Die Coronavirus-Pandemie schlägt sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dramatisch auf die Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen in Europa nieder. "Die Auswirkungen der Pandemie auf Krebs in der Region sind nichts weniger als katastrophal", erklärte der Direktor des WHO-Regionalbüros Europa, Hans Kluge, am heutigen Weltkrebstag. Während des Kampfes gegen Covid-19 sei es bisher überaus herausfordernd gewesen, den Fortbestand der Krebsbehandlung zu gewährleisten. "Durch die Pandemie braut sich eine Krise nichtübertragbarer Krankheiten, einschließlich Krebs, zusammen."

4.2.2021 • 12:59 Uhr

Viele Gesundheitsämter lehnen neue Corona-Software ab

Die von Bund und Ländern bis Ende Februar angestrebte Einführung einer einheitlichen Software zur Corona-Kontaktnachverfolgung stößt bei den Gesundheitsämtern auf wenig Akzeptanz. Nach Einschätzung des Deutschen Landkreistags ist mit dem neuen IT-System "Sormas" auch die angepeilte Entlastung der Gesundheitsämter "von unnötigem Aufwand" nicht zu erreichen. Das betonte der kommunale Spitzenverband, der knapp 300 Landkreise bundesweit vertritt, in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

"Wir halten das Ziel einer flächendeckenden Einführung deshalb weder für erstrebenswert, noch derzeit erreichbar", heißt es in dem Schreiben von Ende Januar, aus dem die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Nach Angaben des Landkreistags hatte Spahn zunächst für die Installierung geworben. Im Januar hätten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderregierungschefs dann den flächendeckenden Einsatz von "Sormas" bis Ende Februar für erforderlich erklärt. genutzt.

4.2.2021 • 12:55 Uhr

Dehoga-Präsident sieht Vorteile für Geimpfte skeptisch

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband hat in der Debatte um Vorteile für Geimpfte um Zurückhaltung geworben. Zuerst müsse sichergestellt werden, dass jeder, der wolle, eine Corona-Impfung bekommen könne, sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick bei Phoenix. "An dem Punkt sind wir noch lange nicht." Zugleich forderte er "rechtliche Sicherheit" für die Branche. Unabhängig von der Diskussion, ob Betriebe Geimpfte schneller aufnehmen könnten oder nicht, stehe die Frage: "Wie wollen wir das kontrollieren, und dürfen wir das überhaupt?", sagte Zöllick. Er sei nicht der Meinung, dass sich Hoteliers, Gastronomen oder Veranstalter einfach die Impfausweise zeigen lassen dürften. "Wir sind keine Behörde, die dazu entsprechende Rechte besitzt".

4.2.2021 • 12:45 Uhr

Überlastete Klinik: Tschechien schlägt Hilfsangebote aus

Der tschechische Gesundheitsminister Jan Blatny hat trotz der angespannten Corona-Lage in seinem Land Hilfsangebote aus Deutschland erneut ausgeschlagen. Sowohl Bayern als auch Sachsen hatten sich bereiterklärt, die Behandlung von Covid-19-Intensivpatienten zu übernehmen. "Es ist ein symbolisches und klares Signal an alle Bürger dieses Landes: Die Tschechische Republik kümmert sich um Euch", sagte Blatny auf einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Die Übernahme einzelner Patienten durch das Ausland wäre nach Einschätzung des Ministers "keine Lösung in dieser Situation".

Blatny besuchte das besonders stark betroffene Krankenhaus der Grenzstadt Cheb (Eger). Er sagte daraufhin zu, dass drei zusätzliche Ärzte das erschöpfte Personal unterstützen würden. Zwei Hubschrauber, die Patienten in andere Landesteile bringen, sollen nun rund um die Uhr im Einsatz sein. Cheb mit rund 30.000 Einwohnern ist auf drei Seiten von Deutschland umgeben. In der gesamten Verwaltungsregion mit Sitz in Karlsbad (Karlovy Vary) war nur noch ein einziges Covid-19-Intensivbett frei.

4.2.2021 • 12:40 Uhr

Saudi-Arabien fährt öffentliches Leben wieder runter

Wegen eines erneuten Anstiegs der Corona-Neuinfektionen hat Saudi-Arabien das öffentliche Leben wieder stark eingeschränkt. Restaurants, Kinos, Sport- und Vergnügungszentren würden zunächst für zehn Tage geschlossen, teilte das Innenministerium der Staatsagentur SPA zufolge mit. Hochzeiten und Konferenzen in Hotels und anderen privaten Räumen würden für 30 Tage ausgesetzt. Restaurants dürften Essen nur noch zum Mitnehmen anbieten. Die neuen Maßnahmen sollten am Donnerstagabend in Kraft treten.

Das Königreich hatte zuvor bereits seine Grenzen für Menschen aus 20 Ländern, darunter aus Deutschland, Italien und den USA, geschlossen. Diplomaten und Personal des Gesundheitswesens dürfen allerdings weiterhin einreisen.

4.2.2021 • 12:36 Uhr

Bericht: Wien schließt Abriegelung von Tirol nicht aus

Angesichts einer raschen Ausbreitung von ansteckenderen Varianten des Coronavirus in Tirol könnten Teile des oder sogar das gesamte österreichische Bundesland unter Quarantäne gestellt werden. Die Regierung in Wien prüfe derzeit mit Experten alle Optionen, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf "informierte Kreise". Gesundheitsminister Rudolf Anschober hatte die Lage in Tirol zuvor als "ernst" bezeichnet.

Zuvor hatte die Virologin und Beraterin der österreichischen Regierung, Dorothee von Laer, den Tiroler Behörden Untätigkeit im Umgang mit den Corona-Mutanten vorgeworfen. In Zeitungsinterviews wies sie darauf hin, dass bereits 20 Prozent der Infektionen in Tirol auf die Varianten zurückzuführen seien, die zuerst in Großbritannien sowie in Südafrika entdeckt worden waren. Nach ihren Angaben traten zudem mindestens zwei bis drei eigenständige Tiroler Mutationen der südafrikanischen Variante auf. Als Konsequenz forderte die Virologin, das Bundesland einen Monat lang zu isolieren.

4.2.2021 • 11:55 Uhr

Busse und Bahnen rechnen mit sieben Milliarden Euro Verlust

Busse und Bahnen werden nach Verbandsangaben in diesem und im vergangenen Jahr einen Einnahme-Verlust von rund sieben Milliarden Euro verbuchen. Daher brauche man rund zwei Milliarden Euro weitere Hilfen, forderte der Verband der Verkehrsunternehmen (VDV). Im vergangenen Jahr habe man teilweise nur gut 20 Prozent der Fahrgäste im Nahverkehr gehabt. Aktuell seien es zwischen 50 und 60 Prozent. 2020 seien 3,5 Milliarden Euro Verlust angefallen, in diesem Jahr werde mit der gleichen Summe gerechnet. Erst im Herbst würden sich die Zahlen wegen der Impfungen wieder normalisieren. Der Staat habe Hilfe von fünf Milliarden Euro zugesagt, so dass weitere zwei Milliarden benötigt würden.

4.2.2021 • 11:52 Uhr

Britische Forscher testen Kombination von Impfstoffen

Angesichts des großen Impfstoff-Bedarfs und einer wachsenden Zahl an Corona-Mutationen testen britische Forscher, wie wirksam die Kombination zwei verschiedener Vakzine ist. Sie starteten eine klinische Studie zur Untersuchung der Immunreaktionen bei der Verabreichung der Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und von AstraZeneca in unterschiedlicher Abfolge und in Auffrischungsabständen von vier und zwölf Wochen. Die Tests sollen klären, ob bei Verteilung und Verabreichung der Impfungen weltweit mehr Flexibilität möglich sei. Erste Ergebnisse werden im Juni erwartet.

Derzeit gibt es nach Angaben der britischen Regierung weltweit rund 4000 Corona-Varianten. Es sei zwar sehr unwahrscheinlich, dass die gegenwärtigen Impfstoffe bei den Mutanten unwirksam seien, vor allem was schwere Erkrankungen angehe, sagte der für den Impfstoff-Einsatz zuständige Minister Nadhim Zahawi. Die Hersteller arbeiteten aber bereits an einer Anpassung und Verbesserung ihrer Impfstoffe, um auch gegen gefährliche Mutanten gewappnet zu sein. Dem "British Medical Journal" zufolge ist allerdings wahrscheinlich nur eine sehr kleine Minderheit der Mutationen von nennenswerter Bedeutung. Zuletzt gab es vor allem wegen in Großbritannien und in Südafrika aufgetretenen Varianten Sorgen, da diese Mutanten sehr viel ansteckender sein sollen.

4.2.2021 • 11:35 Uhr

Todesfälle in Afrika nähern sich der Marke 100.000

Afrika nähert sich der panafrikanischen Gesundheitsbehörde CDC zufolge bei den coronabedingten Todesfällen der Marke 100.000. Die Todesrate liege aktuell mit 2,6 Prozent der Infizierten noch immer weit über dem globalen Durchschnitt von 2,2 Prozent, warnte John Nkengasong. Der Leiter der zur Afrikanischen Union (AU) gehörenden Gesundheitsbehörde Africa CDC nannte die überdurchschnittlich hohe Todesrate besorgniserregend. Afrika, das mehrheitlich von einer zweiten Infektionswelle betroffen ist, hat bisher 3,6 Millionen Corona-Fälle verzeichnet. Das entspricht 3,5 Prozent der weltweiten Fälle.

4.2.2021 • 11:29 Uhr

Einzelhandelsumsätze in Eurozone erholen sich nicht wie erwartet

Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone haben im Dezember weniger als erwartet vom Weihnachtsgeschäft profitiert. Der Umsatz der Branche sei zum Vormonat um 2,0 Prozent gestiegen, teilte das europäische Statistikamt Eurostat in Luxemburg mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 2,8 Prozent gerechnet. Im November waren die Umsätze noch um revidiert 5,7 Prozent (zunächst minus 6,1 Prozent) gefallen.

Das Weihnachtsgeschäft wurde durch die anhaltende Corona-Pandemie belastet. So waren beispielsweise in Deutschland die Geschäfte in der zweiten Dezemberhälfte geschlossen. Daher fielen die Einzelhandelsumsätze in Deutschland mit 9,6 Prozent besonders deutlich. Nur in den Niederlanden gaben sie noch stärker nach. Frankreich erzielte hingegen mit einem Plus von 22,3 Prozent den stärksten Anstieg.

4.2.2021 • 11:06 Uhr

Schweden will digitalen Impfpass einführen

Schweden will bis zum Sommer einen digitalen Impfpass einführen, mit dem man unter anderem seine Corona-Impfungen nachweisen kann. Mehrere Behörden seien mit der Umsetzung beauftragt worden, teilte die schwedische Regierung mit. Ziel sei es, dass die digitale Infrastruktur für die Nachweise bis zum 1. Juni steht.

"Mit einer digitalen Impfbescheinigung wird es schnell und einfach, durchgeführte Impfungen vorzuweisen", sagte Digitalisierungsminister Anders Ygeman. Seine Regierung wies darauf hin, dass solche Impfnachweise künftig von manchen Ländern bei der Einreise oder auch in anderem Zusammenhang - etwa bei Kultur- und Sportveranstaltungen - gefordert werden könnten.

Die schwedische Gesundheitsbehörde wird in dem Zuge auch damit beauftragt, sich an der Arbeit der Weltgesundheitsorganisation WHO zum Aufbau digitaler Corona-Impfnachweise zu beteiligen. Auch auf EU-Ebene wollen sich die Schweden für einen koordinierten Ansatz beim Impfnachweis einsetzen.

4.2.2021 • 11:01 Uhr

Merkel: Als Erstes werden Schulen und Kitas geöffnet

Bei Lockerungsschritten haben nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel Schulen und Kitas Priorität. "Was ich zusagen kann - dass das Erste, was wir wieder öffnen, Kitas und Grundschulen sein werden, vor allem anderen", sagte Merkel in einem Bürgerdialog mit Eltern.

4.2.2021 • 10:59 Uhr

Wohlfahrtsverband kritisiert Koalitionsbeschlüsse

Als Tropfen auf den heißen Stein und absolut unzureichend hat der Paritätische Wohlfahrtsverband die vom Koalitionsausschuss beschlossene Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro für Grundsicherungsbeziehende kritisiert. "Nötig wäre stattdessen ein monatlicher Zuschuss für die Dauer der Krise, um die coronabedingten Mehrbelastungen auch nur annähernd auszugleichen."

Die aktuellen Regelsätze in Hartz IV und Altersgrundsicherung reichten nicht einmal aus, um unabhängig von Corona Grundbedürfnisse zu decken. "Die Krisenbewältigung der großen Koalition bleibt ein armutspolitisches Trauerspiel", kritisierte Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.

4.2.2021 • 10:56 Uhr

Mehr als 16.000 Neuinfektionen in Russland

Russland hat 16.714 neue Corona-Fälle verzeichnet. Zudem meldeten die Behörden 521 weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Am 25. Januar war die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen erstmals seit mehr als zwei Monaten unter die Schwelle von 20.000 gefallen. Seitdem blieb sie auch darunter. Insgesamt sind nun in Russland mehr als 3,917 Millionen Ansteckungen bestätigt. Das sind weltweit die viertmeisten Fälle nach den USA, Indien und Brasilien. Zudem sind 75.205 Todesfälle registriert.

4.2.2021 • 10:54 Uhr

TK: Fehlzeiten am Arbeitsplatz trotz Corona gesunken

Trotz Corona sind die krankheitsbedingten Fehlzeiten Erwerbstätiger im Vergleich zu den Vorjahren nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) deutlich gesunken. Der Krankenstand der bei der TK versicherten Erwerbspersonen habe 2020 bei 4,13 Prozent gelegen - nach 4,22 Prozent im Jahr davor. Das entspreche einer Krankschreibung von durchschnittlich 15,1 Tagen pro Erwerbsperson. Im Jahr 2019 seien es noch 15,4 Tage und 2018 15,5 Tage im Jahr gewesen. Besonders Erkältungskrankheiten seien stark zurückgegangen.

4.2.2021 • 10:52 Uhr

Stuttgarter Kirche wird zum Schnelltestzentrum.

Eine Stuttgarter Kirche wird zum Corona-Schnelltestzentrum. In der evangelischen Johanneskirche in Zuffenhausen können sich demnächst Menschen auf das Virus überprüfen lassen. Das Gotteshaus dürfe aufgrund der landeskirchlichen Heiz- und Lüftvorschriften in der Corona-Pandemie derzeit nicht für Gottesdienste genutzt werden, teilte die Kirche in Stuttgart mit. Der Aufbau des Zentrums soll am 12. Februar beginnen. Getestet werde zwischen Altar und Taufstein, ausgewertet dann bei der Orgel, hieß es. Das Ergebnis des Tests, zu dem man sich vorher im Internet anmelden muss, soll spätestens nach 20 Minuten vorliegen.

4.2.2021 • 10:48 Uhr

Kramp-Karrenbauer: Bundeswehr könnte mehr gebraucht werden

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) erwartet, dass Soldaten bei der Ausweitung der Impfkampagne in Deutschland noch deutlich mehr gebraucht werden. "Ich glaube, dass das notwendig sein kann, wenn eben Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung stehen wird und es darum geht, möglichst viele Menschen möglichst schnell zu impfen", sagte Kramp-Karrenbauer bei RTL/ntv. Bisher stünden etwas mehr als 2000 Soldaten zur Hilfe in den Impfzentren bereit. Das Gesamtkontingent für Amtshilfe in der Corona-Krise war auf 25.000 Männer und Frauen erhöht worden. Die Ministerin signalisierte Bereitschaft, noch einmal mehr Soldaten in die Gesundheitsämter zu schicken, damit sie auch bei höheren Corona-Inzidenzen Herr der Lage bleiben.

4.2.2021 • 10:42 Uhr

Ethikrat: Aufhebung von Beschränkungen für Geimpfte falsch

Der Deutsche Ethikrat hält es für falsch, die wegen der Corona-Pandemie beschlossenen staatlichen Freiheitsbeschränkungen für Geimpfte früher zu beenden. Ohnehin müsse erst geklärt werden, ob von geimpften Menschen weiterhin eine Ansteckungsgefahr ausgehe oder nicht, sagte die Vorsitzende des Ethikrates, Alena Buyx, in Berlin. "Eine vorherige individuelle Rücknahme nur für Geimpfte" wäre daher nicht richtig. Das Befolgen von Regelungen wie das Tragen einer Maske oder Abstand halten könne man auch Geimpften weiterhin zumuten, wenn das notwendig sei.

4.2.2021 • 10:38 Uhr

München unter 50er-Wert: Noch keine Lockerungen

In München ist der Corona-Inzidenzwert das erste Mal seit Monaten wieder unter die wichtige Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gesunken. Doch die rund 1,5 Millionen Einwohner von Deutschlands drittgrößter Stadt können dennoch vorerst nicht mit schnellen Lockerungen rechnen.

Der Wert lag in der bayerischen Landeshauptstadt am Donnerstagmorgen laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 48,0. "Erst wenn wir diesen Wert auch in den nächsten 7 Tagen halten, können wir über etwaige Lockerungen überhaupt nachdenken", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Dazu werde er sich eng mit der Staatsregierung abstimmen.

4.2.2021 • 10:35 Uhr

Brinkhaus: Mehr Möglichkeiten für Geimpfte vorstellbar

Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus hält es unter bestimmten Voraussetzungen für wahrscheinlich, dass Corona-Geimpfte künftig mehr Möglichkeiten haben werden als Ungeimpfte. Erst einmal müsse man die genaue Wirkung des Impfstoffs kennen und wissen, ob Geimpfte niemanden mehr anstecken können oder nur sich selbst schützen, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. "Ich gehe davon aus, dass es so sein wird, wenn ein Geimpfter ungefährlich ist, dass er mehr darf als ein nicht Geimpfter." "Das ist auch, glaube ich, nachvollziehbar", sagte Brinkhaus. Es habe nichts mit Grundrechten zu tun. "Sondern das hat was damit zu tun, dass ich mich auch lieber in einen Raum setze mit Leuten, die mich nicht gefährden, als mit Menschen, die mich gefährden."

4.2.2021 • 10:29 Uhr

Unternehmen rechnen weiter mit Einschränkungen

Die deutschen Unternehmen rechnen dem Ifo-Institut zufolge noch mit monatelangen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und ihrer eigenen Geschäfte. Demnach erwarten die Firmen noch 7,4 Monate lang Restriktionen des öffentlichen Lebens und erst in 10,3 Monaten eine Normalisierung ihrer eigenen Geschäfte, erklärten die Münchner Forscher zu ihrer aktuellen Konjunkturumfrage. "Beide Zahlen liegen nur wenig niedriger als im Dezember", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Die anlaufenden Impfungen haben sich noch nicht entscheidend ausgewirkt."

4.2.2021 • 10:29 Uhr

Mehr als 450.000 Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA bereits mehr als 450.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Mittwoch (Ortszeit) aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervor. Allein seit Beginn dieses Jahres waren bereits mehr als 100.000 Todesfälle zu beklagen.

Der JHU zufolge gibt es in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, inzwischen mehr als 26,5 Millionen bestätigte Infektionen. Die Webseite der Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC. In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert.

4.2.2021 • 08:54 Uhr

Streit um Maske - Mann von Auto angefahren

Eine nicht aufgesetzte Gesichtsmaske in einem Supermarkt in Erfurt hat zu einem Streit geführt, in dessen Folge ein 48 Jahre alter Mann von einem Auto verfolgt und angefahren worden ist. Wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte, sei es am Mittwochnachmittag zu einem Streit zwischen zwei Männern gekommen, da einer der Männer seine Gesichtsmaske verspätet aufgesetzt habe. Einer der Männer verließ daraufhin den Markt. Der 40 bis 45 Jahre alte Streitpartner folgte laut Polizei dem 48-Jährigen nach draußen und habe ihn mit dem Auto verfolgt. Der 48-Jährige sei daraufhin von dem Fahrzeug erfasst und mehrere Meter mitgeschleift worden. Nach einer abrupten Bremsung sei er von der Motorhaube gefallen. Der Mann blieb den Angaben nach unverletzt. Weitere Ermittlungen laufen.

4.2.2021 • 08:52 Uhr

Tschentscher geht nicht von schnellen Lockerungen aus

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) geht nicht davon aus, dass es in naher Zukunft zu schnellen Lockdown-Lockerungen kommen wird. "Ich glaube nicht, dass wir jetzt am 14. Februar schon Lockerungen beschließen können. Das sieht derzeit nicht danach aus", sagte der Politiker am Mittwochabend im NDR. Man dürfe nicht zu schnell wieder unvorsichtig sein, weil sich sonst die Lage wieder verschlechtern könne.

4.2.2021 • 08:50 Uhr

Grütters: Neue Hilfen "wichtiges Zeichen für die Kultur"

Die neuen Hilfen des Bundes für die Kulturszene sind aus Sicht von Kulturstaatsministerin Monika Grütters ein positives Signal. Die Aufstockung des Hilfsprogramms durch den Koalitionsausschuss von Union und SPD sei ein "wichtiges Zeichen für die Kultur", war auf dem Twitter-Account der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien nach der Entscheidung am Mittwochabend zu lesen. Zuvor hatte Grütters 1,5 Milliarden Euro zusätzlich aus dem Bundeshaushalt gefordert.

4.2.2021 • 08:41 Uhr

Kipping will Lehrkräfte und Erzieher früher impfen lassen

Linken-Chefin Katja Kipping fordert, Beschäftigte in bestimmten Berufen früher gegen Corona impfen zu lassen. "Es ist überhaupt nicht erklärbar, warum Pflegekräfte in der ambulanten Pflege nicht zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen im Krankenhaus zu den ersten gehören, die geimpft werden", sagte Kipping der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Auch sei es ein Fehler, dass Erzieherinnen und Lehrkräfte bei der Impfung keine Priorität hätten.

Es sei "absurd", so Kipping, dass Schulen und Kitas geschlossen sind, man es aber nicht für dringend erachte, "Lehrkräfte, die täglich vor Hunderten Menschen sprechen müssen, zu impfen". Aus ihrer Sicht war es falsch, die Impfstrategie nicht im Bundestag zu diskutieren. "Hätte man die Vorschläge einer transparenten Debatte unterzogen", wären offensichtliche Fehler aufgefallen, sagte Kipping.

4.2.2021 • 08:34 Uhr

Altmaier: Neue Steuerhilfe stärkt Mittelstand

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich zufrieden mit den Beschlüssen der großen Koalition zugunsten von Unternehmen und Gastronomie in der Corona-Krise geäußert. Die neuen steuerlichen Erleichterungen für Firmen seien ein wichtiger Schritt, erklärte er. "Wir stärken damit viele mittelständische Unternehmen, auf deren Wettbewerbsfähigkeit wir angewiesen sind, damit die Wirtschaft nach der Krise schneller in Schwung kommt."

Die Spitzen von Union und SPD hatten sich geeinigt, den steuerlichen Verlustrücktrag auszuweiten. Damit können Unternehmen nun in größerem Umfang Verluste aus 2020 und 2021 steuerlich mit Gewinnen aus den Vorjahren verrechnen.

4.2.2021 • 08:13 Uhr

Brinkhaus beharrt auf Schuldenbremse

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ralph Brinkhaus will an der Schuldenbremse festhalten. "Die Schuldenbremse halten wir für wichtig, auch weil Europa auf uns guckt", sagte er im ARD-Morgenmagazin. "Unsere Idee ist, rauswachsen aus der Krise und nicht rausverschulden aus der Krise."

Gleichwohl hält Brinkhaus die neu beschlossenen Corona-Hilfen für unabdingbar. "Für uns ist es wichtig, dass die Wirtschaft wieder ans Laufen kommt. Wir haben einen guten Kompromiss gefunden, und dieser Kompromiss ist auch finanzierbar."

4.2.2021 • 08:10 Uhr

Scholz: Folgen der Krise lassen sich nicht "wegzaubern"

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) verteidigt die hohen Staatsausgaben zur Bewältigung der Corona-Krise. "Wegzaubern kann man die Probleme nicht", sagte der Vizekanzler im Deutschlandfunk. Bislang sei es gut gelungen, die Wirtschaft zu stabilisieren. Doch "selbst wenn alles gut läuft, und dafür spricht einiges", seien für die Jahre 2022 bis 2025 deutlich geringere Einnahmen zu erwarten, als vor der Pandemie prognostiziert wurden.

"Wir werden zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten mobilisieren müssen", sagte Scholz und kündigte für März entsprechende Vorschläge an. Falsch wäre es aus seiner Sicht, bei Ausgaben für die sozialstaatliche Infrastruktur oder bei Investitionen zu kürzen.

Die Spitzen der Unionsparteien und der SPD hatten am Mittwochabend im Koalitonsausschuss unter anderem vereinbart, dass erwachsenen Grundsicherungsempfänger wegen der Corona-Krise einmalig 150 Euro gezahlt werden sollen.

4.2.2021 • 07:37 Uhr

SPD-Chef: Neue Corona-Hilfen wohl ohne Nachtragshaushalt

Die vom Koalitionsausschuss beschlossenen neuen Corona-Hilfen sind nach Einschätzung des SPD-Co-Vorsitzenden Norbert Walter-Borjans aus dem Haushalt zu stemmen. "Das Volumen, das wir gestern beschlossen haben, wird so sein, dass das innerhalb des Haushalts, den wir haben, abzubilden ist. Wir brauchen, jedenfalls nach dem, was wir wissen, keinen Nachtragshaushalt", sagte der frühere nordrhein-westfälische Finanzminister im ARD-Morgenmagazin.

4.2.2021 • 06:41 Uhr

Patientenschützer warnen vor Willkür bei Impfungen

Die Stiftung Patientenschutz warnt vor Willkür bei den Corona-Impfungen und fordert nach den Einschränkungen für den Impfstoff von AstraZeneca ein neues Priorisierungskonzept. "Acht Millionen Menschen in der ersten Priorisierungsstufe ein Impfangebot zu machen, führt rein praktisch zu Willkür", sagte der Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch, der "Augsburger Allgemeinen". Angesichts der zahlreichen gefährdeten Gruppen brauche es ein kleinteiligeres Vorgehen.

Brysch kritisierte scharf, dass es auch über ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie keine aussagefähigen Daten über die Auswirkungen des Virus auf bestimmte Patientengruppen gebe. "Eine permanente, unabhängige, begleitende Forschung über das Leiden und Sterben der Menschen existiert nicht", betonte Brysch. "Auch nach einem Jahr Pandemie liefern Bundesgesundheitsministerium und Robert Koch-Institut hier kaum aussagefähige Daten".

4.2.2021 • 06:37 Uhr

Lindner will von Merkel Regierungserklärung

FDP-Chef Christian Linder hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einer Regierungserklärung in der Corona-Krise aufgefordert. Die FDP-Fraktion halte es "für zwingend notwendig", dass der Bundestag über die Ergebnisse des Impfgipfels, den Stand der Impfkampagne und die Arbeiten an einer Öffnungsperspektive öffentlich diskutiere, heißt es in einem Schreiben Lindners an die Kanzlerin, aus der die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

"Es liegt in unserem gemeinsamen Interesse, den Impfprozess in Deutschland massiv zu beschleunigen, damit alle Bürgerinnen und Bürger bis spätestens Sommer ein Impfangebot erhalten. In der aktuellen Lage ist das Impfen eine Freiheitsfrage", schrieb Lindner. Die Ergebnisse des Gipfels werfen nach seinen Worten für Parlamentarier allerdings weitere Fragen auf, "die nicht durch Pressekonferenzen oder Interviews hinreichend geklärt werden können".

4.2.2021 • 06:32 Uhr

Schönheits-OPs in Pandemie gefragter

Die Nachfrage nach Schönheitsoperationen ist nach Einschätzung von ästhetisch-plastischen Chirurgen in der Corona-Krise gestiegen. Vor allem die Zahl minimalinvasiver und nichtinvasiver Behandlungen nahm demnach zu, am populärsten seien Botox- und Hyaluronanwendungen. "Lidstraffungen erleben durch Corona einen Boom", sagt etwa ein Chirurg der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC), der größten Fachgesellschaft für Ästhetische Chirurgie in Deutschland. Das liege wohl daran, dass die Maskenpflicht die Aufmerksamkeit auf die Augenpartie lenke.

4.2.2021 • 06:18 Uhr

Hausärzte-Chef: Schäden durch perspektivlosen Lockdown

Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, fordert klare Perspektiven für Lockerungen der Corona-Beschränkungen und warnt vor gesundheitlichen Schäden, wenn diese Aussichten fehlen. Nach mehr als einem Jahr Pandemie, verbunden mit Ängsten vor Erkrankung, Existenzverlust und zahlreichen enorm belastenden Einschränkungen, seien die Menschen physisch und psychisch zermürbt, sagte Weigeldt der "Rheinischen Post".

Viele Menschen resignierten angesichts der scheinbaren Ausweglosigkeit des ständig verlängerten Lockdowns, , berichtete Weigeldt aus der Erfahrung mit Patientengesprächen. Einige fühlten sich ohnmächtig angesichts des Eindrucks, mitunter irrational anmutenden Entscheidungen ausgeliefert zu sein. Der Hausärzte-Chef kritisierte die "Schwarzmalerei und Perspektivlosigkeit" und forderte stattdessen eine aufbauende Kommunikation vonseiten der Politik.

4.2.2021 • 06:15 Uhr

Australian-Open-Boss zuversichtlich

Australian-Open-Turnierdirektor Craig Tiley hegt "keine Absichten", das erste große Tennis-Turnier des Jahres wegen eines positiven Corona-Tests bei einem Hotelmitarbeiter zu verschieben. Das sagte er bei einer Pressekonferenz. "Wir sind absolut zuversichtlich, dass die Australian Open stattfinden werden", beteuerte Tiley.

507 Spieler, Spielerinnen und Offizielle der Australian-Open-Bubble mussten sich erneut in Quarantäne begeben, weil sie möglicherweise Kontakt zu dem Hotel-Angestellten hatten. Um 9.00 Uhr Ortszeit sei mit dem Testen begonnen worden, sagte Tiley. Bis zum Nachmittag wolle man fertig sein. Er sei optimistisch, dass alle Tests negativ ausfallen.

4.2.2021 • 05:36 Uhr

RKI: 14.211 Corona-Neuinfektionen und 786 neue Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 14.211 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 786 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Morgen hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 17.553 Neuinfektionen und 941 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Morgen bei 80,7.

4.2.2021 • 04:46 Uhr

Mehr als 60.000 Corona-Tote in Spanien

Mehr als 60.000 Menschen sind seit Beginn der Pandemie in Spanien an oder mit dem Coronavirus gestorben. Zuletzt verzeichnete das Land innerhalb von 24 Stunden 565 neue Todesfälle, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Zahl der erfassten Todesfälle stieg damit auf insgesamt 60.370. Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus.

4.2.2021 • 04:01 Uhr

Weltweit mehr Geimpfte als Infizierte

Mehr Menschen sind nun gegen Corona geimpft, als sich bisher mit dem Virus infiziert haben. Insgesamt wurden 104,9 Millionen Impfdosen verabreicht, wie aus den Daten der von der Universität Oxford gegründeten Organisation 'Our World in Data' und der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters gibt es derzeit weltweit rund 104,1 Millionen Infektionen. Allerdings haben viele der Geimpften bislang erst eine von zwei erforderlichen Dosen erhalten.

4.2.2021 • 04:01 Uhr

Spahn zurückhaltend hinsichtlich Lockerungen

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich zurückhaltend zu möglichen Lockerungen der Corona-Infektionsschutzregeln ab Mitte Februar geäußert. "Die Zahlen sind ermutigend, es gibt bei den Neuinfektionen einen spürbaren Trend nach unten. Aber man kann noch nicht abschließend sagen, wo wir am 14. Februar stehen", sagte Spahn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Vor dem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten werde das Robert Koch-Institut erste Ergebnisse dazu mitteilen, wie sich die Mutationen des Coronavirus bisher verbreiteten. Bei dem Treffen am Mittwoch kommender Woche soll darüber entschieden werden, ob der zunächst bis 14. Februar befristete Lockdown verlängert wird.

Spahn sagte weiter: "Wir brauchen einen verantwortungsvollen Übergang vom Lockdown in einen neuen Normalzustand." Aus seiner Sicht seien zuerst Kitas und Schulen dran. "Und danach wird nach und nach auch in anderen Bereichen gelockert."

Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 04. Februar 2021 um 06:37 Uhr.