Eine Corona-Impfung in Jerusalem. | ABIR SULTAN/EPA-EFE/Shutterstock
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Zwei Millionen Impfungen in Israel ++

Stand: 14.01.2021 22:28 Uhr

In Israel haben inzwischen zwei Millionen Menschen eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Selbstständige und Unternehmen können bis zum 31. März 2021 Corona-Hilfen beantragen. Der Liveblog vom Donnerstag zum Nachlesen.

  • 1244 Todesfälle und 25.164 Neuinfektionen
  • In Frankreich tritt ab Samstag eine landesweite Ausgangssperre in Kraft
  • RKI-Präsident Wieler fordert konsequente Kontaktreduktion
  • Deutsche Wirtschaft bricht 2020 um fünf Prozent ein
  • GEW fordert, in diesem Jahr das Sitzenbleiben für Schüler auszusetzen
  • Offenbar keine vermehrten Nebenwirkungen durch Impfung
14.1.2021 • 22:28 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

14.1.2021 • 22:19 Uhr

Zeitung: Biden plant neue Corona-Hilfen in Höhe von 1,9 Billionen Dollar

Der designierte US-Präsident Joe Biden wird einer Zeitung zufolge ein neues Corona-Hilfspaket in Höhe von 1,9 Billionen Dollar vorstellen. Darin enthalten seien weitere Direkthilfen an die US-Bürger zu je 1400 Dollar, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf zwei mit den Plänen vertraute Personen.

14.1.2021 • 22:08 Uhr

Handball-WM: Corona-Fälle bei deutschem Gegner Kap Verde

Beim deutschen WM-Vorrundengegner Kap Verde sind nach der Ankunft in Ägypten erneut Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Vier Akteure hatten einen positiven Test, wie der Weltverband IHF am Abend mitteilte. Zuvor waren die Afrikaner trotz mehrerer Corona-Fälle zur Weltmeisterschaft gereist, die Mannschaft zog jedoch auch auf Drängen der deutschen Delegation zunächst nicht ins allgemeine Teamhotel in Gizeh. Ob die positiven Tests Auswirkungen auf die WM-Teilnahme von Kap Verde oder auf das für Sonntag geplante Spiel gegen Deutschland haben, war zunächst unklar.

Insgesamt vermeldete die IHF neun positive Fälle kurz nach dem Turnierstart in Ägypten. So wurden außerdem ein brasilianischer Nationalspieler, zwei slowenische Spieler, ein portugiesischer Journalist und ein Mitglied der US-Delegation positiv getestet. Außerdem seien einige positive Fälle beim Hotelpersonal sowie im Organisationskomitee aufgetreten, hieß es. Alle Personen seien sofort isoliert worden.

14.1.2021 • 21:21 Uhr

Zwei Millionen Menschen in Israel haben erste Impfung erhalten

In Israel haben inzwischen zwei Millionen Menschen eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Dies entspricht mehr als einem Fünftel der Gesamtbevölkerung. Eine Kinderkrankenschwester in Ramla nahe Tel Aviv wurde im Beisein von Regierungschef Benjamin Netanyahu geimpft. "Ich bin die Zweimillionste", war auf einem kleinen Schild zu lesen, das sie in der Hand hielt. Israel werde das erste Land sein, dass die Corona-Krise überwinde, sagte Netanyahu, der sich mitten im Wahlkampf befindet. "Wir sehen Licht am Ende des Tunnels." 

Die Impfkampagne in Israel war am 19. Dezember angelaufen. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende Januar zwei Millionen Menschen vollständig zu immunisieren. Die nötige zweite Injektion erhielten bis heute aber erst rund 150.000 Menschen.

14.1.2021 • 21:12 Uhr

Vor Lockdown: Portugal meldet Rekordzahl an Neuinfizierten

Unmittelbar vor Beginn eines einmonatigen Lockdowns hat Portugal einen Höchstwert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Binnen 24 Stunden seien 10.698 neue Ansteckungen registriert worden, teilten die Gesundheitsbehörden in Lissabon mit. Der bisher höchste Wert war erst am Vortag mit 10.556 erreicht worden. 148 Menschen starben innerhalb eines Tages mit Covid-19 - acht weniger als beim Höchstwert vom Mittwoch.

Der neue Lockdown ab Freitag ähnelt dem vom Frühjahr 2020. Das Haus darf nur aus triftigem Grund verlassen werden. Man darf unter anderem Einkäufe tätigen, zur Arbeit fahren oder einen Arzt aufsuchen. Homeoffice ist ab Freitag in Portugal überall dort, wo möglich, obligatorisch. Gaststätten und Geschäfte - außer für Lebensmittel und den täglichen Grundbedarf - müssen schließen. Präsenzunterricht, Profifußball und Gottesdienste werden unterdessen - anders als im vergangenen Frühjahr - diesmal nicht verboten.

14.1.2021 • 21:06 Uhr

Rückgang der Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat einen Rückgang bei der Zahl der täglichen Neuinfektionen von 23.852 auf 21.228 gemeldet. Allerdings stieg die Zahl der Krankenhausfälle um 248 auf 25.017 und die der Intensivbehandlungen um 15 auf 2726. Zudem wurden 282 weitere Todesfälle verzeichnet.

14.1.2021 • 21:02 Uhr

Thüringens Landtagspräsidentin: "Entscheidung der Vernunft"

Aus Sicht von Thüringens Landtagspräsidentin Birgit Keller ist die Verschiebung der Landtagswahl mit Blick auf die Corona-Pandemie vernünftig. "Denn die Pandemie birgt eine zu große Gefahr für unsere Gesundheit. Niemand soll aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus an der Wahl gehindert werden", erklärte Keller am Abend. "Ebenso hat der Schutz der vielen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer Priorität. Gesundheit geht vor."

Zuvor hatten sich Linke, SPD, Grüne und CDU verständigt, nicht an dem ursprünglich geplanten Termin am 25. April festzuhalten. Wie Spitzenpolitiker der Parteien in Erfurt mitteilten, soll die Wahl des Thüringer Landtags nun am 26. September erfolgen. Dann werden auch der Bundestag, der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und das Abgeordnetenhaus in Berlin gewählt.

14.1.2021 • 21:00 Uhr

Insgesamt mehr als 10.000 Corona-Tote in Schweden

In Schweden sind seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 10.000 Menschen an den Folgen der Virusinfektion gestorben. Die Gesundheitsbehörden meldeten eine Höchstzahl von 351 Corona-Toten, womit die Gesamtzahl auf 10.185 Todesfälle stieg. Die Zahlen belaufen sich jedoch nicht zwingend auf die vergangenen 24 Stunden - sie können auch mehrere Tage alt sein.

Schweden ist derzeit eines der am stärksten betroffenen Länder in Europa. Derzeit werden durchschnittlich täglich mehr als hundert Todesfälle gemeldet - weit mehr als während der ersten Corona-Welle im Frühjahr. Experten befürchten, dass die täglichen Todeszahlen noch steigen werden. Dafür blieb die Anzahl der Neuansteckungen zuletzt konstant. Am Donnerstag meldeten die Behörden 6580 neue Infektionen, seit Beginn der Pandemie wurden 518.783 Fälle registriert.

14.1.2021 • 20:57 Uhr

101-jährige Überlebende der Spanischen Grippe erhält Corona-Impfung

Als Baby wurde sie an der Seite ihrer schwer an der Spanischen Grippe erkrankten Mutter gefunden, die sich nicht mehr um sie kümmern konnte. Nun hat eine 101-Jährige aus Schottland eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten, wie der Gesundheitsdienst NHS Greater Glasgow and Clyde mitteilte. Für sie sei es "nur eine weitere Impfung", sagte Emily Lawson aus Kirkintilloch, die 1919 geboren wurde, als die letzte große Pandemie grassierte. Der Spanischen Grippe fielen weltweit schätzungsweise 50 Millionen Menschen zum Opfer. Die britische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis Mitte Februar die 15 Millionen Angehörigen der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen im Land gegen das Coronavirus zu impfen. Bislang haben mehr als 3,2 Millionen Menschen eine erste Dosis erhalten.

Die 101-jährige Emily Lawson aus Schottland erhält eine Corona-Impfung. | dpa

Emily Lawson aus Schottland hat schon die Spanische Grippe mitgemacht - jetzt wurde die 101-Jährige gegen Corona immunisiert. Bild: dpa

14.1.2021 • 20:50 Uhr

Merkel: Bund-Länder-Runde schon kommende Woche

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will schon kommende Woche und nicht erst wie geplant am 25. Januar mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Das machte Merkel am Abend in der Online-Sitzung des CDU-Präsidiums zur Vorbereitung des Wahlparteitags deutlich, wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Teilnehmerkreise berichtet. Es gebe derzeit keinen Spielraum für Öffnungen. Einen Termin für die nächste Runde mit den Länderchefs nannte Merkel nicht, Montag oder Dienstag sind den Angaben zufolge im Gespräch.

Die gegenwärtigen Beschränkungen in Deutschland hat RKI-Präsident Lothar Wieler derweil als erfolgreich bezeichnet, "in dem Sinne, dass die Zahlen nicht mehr nach oben gegangen sind". Wieler sagte in den tagesthemen, es gebe allerdings Indikatoren, die zeigen, dass die Umsetzung der Maßnahmen nicht optimal funktioniere. Beispielsweise gebe es Alten- und Pflegeheime, in denen die Hygienekonzepte gut umgesetzt werden, während dies in anderen Heimen nicht der Fall sei. Auch gebe es sicherlich noch Betriebe, wo mehr im Homeoffice gearbeitet werden könne, so Wieler.

Für eine Verschärfung der Corona-Regeln sprach sich Wieler nicht aus. "Man kann nicht eine ganze Maßnahmenbatterie einfach verdammen und sagen, sie funktioniert nicht, wenn die einzelnen Maßnahmen nicht alle wirklich umgesetzt werden."

14.1.2021 • 19:15 Uhr

Firmen können länger als bisher Anträge auf Hilfen stellen

Selbstständige und Unternehmen bekommen mehr Zeit, die nur stockend abfließenden Corona-Hilfen zu beantragen. Das Bundeswirtschaftsministeriums teilt mit, Anträge für die Überbrückungshilfe II - Zuschüsse zu den Fixkosten in den letzten Monaten des Jahres 2020 - könnten nun bis zum 31. März 2021 gestellt werden, zwei Monate länger als bislang. Bei den November- und Dezember-Hilfe - Entschädigungen für Umsatzausfälle bei zwangsweise geschlossenen Firmen - werde die Frist bis zum 30. April 2021 verlängert.

14.1.2021 • 18:39 Uhr

Castex: "Kinder stärker von britischer Virus-Variante betroffen"

Die zuerst in Großbritannien nachgewiesene Virus-Variante verbreitet sich nach französischen Angaben eher unter Kindern als die bisherige. Allgemein sei sie zwischen 30 und 70 Prozent ansteckender, gibt Ministerpräsident Jean Castex bekannt. Man werde alles tun, um eine Schließung der Schulen zu verhindern: Im Frühjahr habe dieser Schritt zu viele negative Folgen gehabt.

14.1.2021 • 18:32 Uhr

Ausgangssperre in Frankreich bereits ab 18 Uhr

Aus Sorge um eine Ausbreitung der britischen Coronavirus-Mutation verschärft Frankreich seine Corona-Maßnahmen: Ab Samstag gilt eine landesweite Ausgangssperre ab 18 Uhr, wie Premierminister Jean Castex in Paris mitteilte.

Zudem sollen die Kontrollen für Einreisende verschärft werden. Die verschärfte Ausgangssperre gelte vorerst für zwei Wochen, sagte Castex. Dann werde die Lage neu bewertet. Bisher gilt die Sperrstunde ab 18.00 Uhr bereits in 25 Verwaltungsbezirken im Osten des Landes, auch im Grenzgebiet zu Deutschland. Im Rest des Landes gilt bisher eine Ausgangssperre ab 20 Uhr.

Zudem setzt Frankreich auf schärfere Tests für Einreisende aus Nicht-EU-Staaten: Sie müssen künftig zur Einreise einen negativen PCR-Test vorlegen und sollen zudem eine Woche lang vorsorglich in Quarantäne gehen. Danach soll ein zweiter PCR-Test fällig werden.

14.1.2021 • 18:00 Uhr

Nach Sturm auf Kapitol: Weiterer US-Abgeordneter infiziert

Unter den US-Kongressabgeordneten gibt es nach dem gewaltsamen Aufstand von Trump-Anhängern im Kapitol einen weiteren Corona-Fall. Der Demokrat Adriano Espaillat aus New York teilte mit, dass er positiv auf das Virus getestet worden sei.

Bei mindestens drei weiteren Abgeordneten des Repräsentantenhauses wurde eine Corona-Infektion festgestellt, nachdem eine Gruppe von Volksvertretern am vergangenen Mittwoch an einen sicheren Ort im Kapitol flüchtete, als Anhänger von Präsident Donald Trump das Gebäude stürmten und dort für Krawall- und Gewaltszenen sorgten. Wo und wann sich die Abgeordneten das Virus eingefangen haben, ist unklar.

14.1.2021 • 17:38 Uhr

London stoppt Reiseverkehr aus Südamerika

Wegen einer zuerst in Brasilien nachgewiesenen Coronavirus-Mutation verhängt die britische Regierung ein Einreiseverbot für Ankömmlinge aus Südamerika und Portugal. Das teilte der britische Verkehrsminister Grant Shapps mit.

Die neue Regelung soll bereits am frühen Freitagmorgen in Kraft treten. Ausgenommen seien britische Staatsangehörige, irische Staatsbürger und Menschen mit Aufenthaltsrecht in Großbritannien. Portugal falle wegen seiner engen Beziehungen zu Brasilien ebenfalls unter die Maßnahme.

Premierminister Boris Johnson hatte sich am Mittwoch in einem Parlamentsausschuss besorgt über die neue Virusvariante gezeigt, die Ähnlichkeiten zu der in Südafrika auftretenden Mutation haben soll.

14.1.2021 • 17:00 Uhr

Impfstart in der Türkei

In der Türkei haben die Impfungen gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac begonnen. Am ersten Tag nach der Notfallzulassung hätten mehr als 250.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Gesundheitswesens den Impfstoff verabreicht bekommen, teilte das Gesundheitsministerium auf seiner Website mit.

Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ließ sich heute impfen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Nach dem Gesundheitspersonal sollen Menschen, die älter als 65 Jahre sind, geimpft werden, in einer zweiten Phase dann Mitarbeiter einiger Ministerien, Lehrpersonal sowie Gefangene.

Für Sinovac war am Mittwochabend eine Notfallzulassung in der Türkei erteilt worden.

14.1.2021 • 16:14 Uhr

Vorreiter Jordanien: Flüchtlinge werden geimpft

Als eines der ersten Länder weltweit hat Jordanien heute mit der Corona-Impfung von Flüchtlingen begonnen. Das berichtete das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in Genf und lobt die jordanischen Gesundheitsbehörden.

Flüchtlinge bekommen dort genau wie Einheimische die Impfung auf Wunsch kostenlos. Von 78 Ländern, die nationale Impfstrategien entwickelten, hätten nur 39 die Flüchtlinge in ihrem Land explizit mit einbezogen, erklärte das UNHCR.

Jordanien beherbergt bei zehn Millionen Einwohnern rund 700.000 Flüchtlinge.

14.1.2021 • 16:05 Uhr

84-Jährige wollen Sofortimpfung einklagen

Zwei über 80 Jahre alte Eheleute aus Essen, die schnell gegen Corona geimpft werden wollen, haben das Oberverwaltungsgericht (OVG) eingeschaltet. Nach Angaben einer Sprecherin haben die beiden 84-Jährigen Beschwerde gegen eine Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen in der Vorinstanz eingelegt. Dort waren sie mit ihrem Wunsch gescheitert.

Die Eheleute hatten argumentiert, dass sie als über 80-Jährige dem höchsten Risiko ausgesetzt seien und dass es rechtswidrig sei, dass zunächst alle Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheime geimpft würden; auch die, die noch nicht 80 sind.

Das Verwaltungsgericht aber wies das zurück. Das Ehepaar müsse auf die Öffnung der Impfzentren und die Terminvergabe warten. Das Schutzbedürfnis in den Pflegeheime sei ungleich höher.

14.1.2021 • 15:52 Uhr

Warum wissen wir so wenig?

Weshalb bleibt die Zahl der Neuinfektionen so hoch? Wie verbreiten sich die neuen Virusmutationen? Es fehlen wichtige Antworten. Warum wissen wir so wenig?

14.1.2021 • 15:10 Uhr

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sprunghaft gestiegen

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist zuletzt wieder sprunghaft in die Höhe geschnellt. Insgesamt stellten vorige Woche 965.000 Amerikaner einen Antrag auf staatliche Stütze, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. In den sieben Tagen zuvor waren es lediglich 784.000 gewesen. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten für vorige Woche lediglich mit einem Anstieg auf 795.000 Erstanträge gerechnet.

Der Anstieg dürfte auch mit dem jüngst verabschiedeten staatlichen Pandemieprogramm zu tun haben. Darin war eine Regelung für ein zusätzliches Arbeitslosengeld in Höhe von 300 Dollar wieder aufgenommen worden, die Ende Dezember ausgelaufen war. Nun können die Gelder wieder bis Mitte März fließen. In der Corona-Krise gingen in den USA mehr als 22 Millionen Jobs verloren, von denen bislang nur gut zwölf Millionen zurückgewonnen wurden.

14.1.2021 • 14:36 Uhr

Altmaier verspricht mehr Tempo bei November-Hilfen

Bundeswirtschaftminister Peter Altmaier hat nach massiver Kritik von Unternehmen und Verbänden zügigere Auszahlungen der November-Hilfen versprochen. Seit einigen Tagen würden die endgültigen Beträge ausgeschüttet und nicht mehr nur die ersten Abschlagszahlungen. Dadurch seien bereits 20 Millionen Euro zusätzlich abgeflossen, sagte der CDU-Politiker. "Das ist aber erst der Anfang." Bis Ostern, also Anfang April, dürften es drei bis vier Milliarden Euro werden.

Im Rahmen der November-Hilfen können Unternehmen, die wegen der Pandemie zwangsweise schließen mussten, Entschädigungen für Umsatzausfälle bekommen. Bislang wurden aber erst Abschlagszahlungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro ausgeschüttet. Das ist nur ein Bruchteil der vorgesehenen Summen von insgesamt rund 15 Milliarden Euro. Kritisiert worden war zu viel Bürokratie bei den Anträgen.

14.1.2021 • 14:11 Uhr

Fünf Monate weitgehende Immunität

Die Gefahr, sich nach einer Corona-Infektion erneut anzustecken, ist laut einer britischen Studie zumindest für fünf Monate gering. Das Risiko sei um mindestens 80 Prozent reduziert, so die Forscher. Das bedeute aber keineswegs Entwarnung für Genesene.

14.1.2021 • 13:49 Uhr

Ein Prozent der Deutschen geimpft

Ein Prozent der deutschen Bevölkerung ist bislang einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit. Demnach erhielten 840.000 Menschen den Impfstoff, der bislang von den Herstellern BioNtech und Pfizer sowie in geringerem Umfang von Moderna geliefert wurde.

Damit sei der Weg heraus aus der Pandemie begonnen. "Gleichzeitig sind wir noch in der schwersten Phase der Pandemie", sagte Spahn. Die Zahl der Infektionen und Toten sei sehr betrüblich. "Jeder zweite Todesfall ist jemand über 80 Jahre." In dieser Gruppe werde wegen des starken Risikos auch zuerst mit Impfungen begonnen. Etwa 40 Prozent der Pflegeheimbewohner seien Stand heute erst geimpft, so der Bundesgesundheitsminister. Vorgesehen ist jeweils eine zweite Impfung.

14.1.2021 • 13:24 Uhr

Kein Hinweis auf starke Nebenwirkungen durch Impfung

Das bundeseigene Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat bislang keine Hinweise auf möglicherweise vermehrt auftretende Nebenwirkungen bei Impfungen gegen das Coronavirus. Bis Sonntag seien ihm 325 Verdachtsfälle gemeldet worden, teilte das PEI mit. 51 Fälle davon seien als schwerwiegend einzuschätzen. Die Werte seien konsistent zu den Daten aus den klinischen Zulassungsstudien und zudem statistisch unauffällig.

Bis Sonntag waren in Deutschland laut Robert-Koch-Instituts (RKI) bereits mehr als 600.000 Impfungen verabreicht worden. "Bisher sehen wir kein neues Risikosignal", sagte PEI-Expertin Brigitte Keller-Stanislawski vor Journalisten. Sie betonte zugleich, dass es sich um Verdachtsfälle handle, bei denen ein kausaler Zusammenhang zur Impfung nicht belegt sei.

PEI-Präsident Klaus Cichutek betonte, dass die Risiken der beiden zugelassenen Impfstoffe nach bisherigen Stand "sehr, sehr begrenzt" seien.

Laut PEI wurden bislang zehn Todesfälle nach Impfungen gemeldet. Die Fachbehörde ging aber nicht davon aus, dass ein Zusammenhang bestand. Es habe sich um Patienten mit "gravierenden Grunderkrankungen" gehandelt, die sich teilweise sogar bereits in Palliativbehandlung befunden hätten, sagte Keller-Stanislawski.

Bis Sonntag waren dem Institut demnach sieben Todesfälle nach Impfungen gemeldet worden. Die Betroffenen litten sämtlich und teilweise mehrfach an sehr schweren Grunderkrankungen und waren zwischen 79 und 93 Jahren.

14.1.2021 • 13:02 Uhr

Geldsegen für Biotech-Branche

Noch nie zuvor ist so viel Geld in die deutsche Biotechnologie-Branche geflossen wie im vergangenen Jahr - vor allem wegen der beiden Impfstoffentwickler BioNtech und Curevac.

Mehr als drei Milliarden Euro sammelte die Biotech-Industrie über Kapitalerhöhungen, die Börse oder Finanzinvestoren im ersten Jahr der Corona-Krise ein, wie der Branchenverband, die Biotechnologie-Industrie-Organisation (Bio Deutschland), mitteilte.

Das war demnach mehr als drei Mal so viel Geld wie 2019 und mehr als doppelt so viel wie 2018. Allerdings gingen rund die Hälfte dieser Finanzmittel im vergangenen Jahr ausschließlich an BioNtech und Curevac, die rund 1,5 Milliarden Euro einsammelten.

14.1.2021 • 12:49 Uhr

Erste Impfung für den Papst

Papst Franziskus und der emeritierte Papst Benedikt haben ihre erste Impfung gegen Covid-19 erhalten. Das teilte der Heilige Stuhl mit. Die beiden seien im Vatikan geimpft worden, hieß es.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche hatte bereits angekündigt, sich impfen zu lassen. "Man muss das machen", hatte der 84-jährige Franziskus unlängst in einem Fernsehinterview gesagt. Man spiele sonst nicht nur mit seiner Gesundheit und seinem Leben, sondern auch mit dem Leben anderer.

Gestern hatte der Vatikan mit Corona-Impfungen begonnen. In dem katholischen Kirchenstaat wurden laut einem Bericht der Medienplattform "Vatican News" zunächst die Mitarbeiter der Gesundheitsdienste und das Sicherheitspersonal sowie ältere Menschen und Personal geimpft, das viel Kontakt mit der Öffentlichkeit hat.

14.1.2021 • 12:44 Uhr

Frankreich will Millionen Lehrer und Schüler testen

Frankreich plant Massen-Coronatests an Schulen: Gesundheitsminister Olivier Véran kündigte an, monatlich sollten bis zu eine Million Schüler und Lehrer getestet werden. Véran sprach von einer "enormen" Anstrengung. Sie sei nötig, um die Ausbreitung der hoch ansteckenden britischen Corona-Mutation zu stoppen.

"Das Virus scheint bei Kindern ansteckender zu sein", sagte der Gesundheitsminister zu der Mutation bei einem Besuch im ostfranzösischen Metz. "Das haben wir in England beobachtet."

Trotz steigender Infektionszahlen will Frankreich seine Schulen vorerst geöffnet lassen. Dafür hatten sich zuvor auch der wissenschaftliche Corona-Beirat und der Verband der Kinderärzte ausgesprochen. Zuletzt wurden in Frankreich rund 23.850 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert.

14.1.2021 • 11:57 Uhr

55 Mitarbeiter eines Fleischbetriebs in NRW mit Corona infiziert

In einem fleischverarbeitenden Betrieb in Frechen bei Köln haben sich 55 Beschäftigte mit Corona infiziert. Am 28. Dezember sei bei einer der Mitarbeiterinnen eine Covid-19-Erkrankung nachgewiesen worden, teilte der Rhein-Erft-Kreis mit. Daraufhin seien die Mitbewohner in einer Gemeinschaftsunterkunft ebenfalls getestet worden.

Bisher sei bei 55 Beschäftigten eine Infizierung mit dem Coronavirus nachgewiesen worden, sagte eine Sprecherin. Vor der Infektion seien die überwiegend ausländischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht in Risikogebiete gereist. Der Betrieb sei nach der Corona-Fleischwirtschaftsverordnung an strenge Hygienevorgaben gebunden. Das Gesundheitsamt habe für alle in der Produktion arbeitenden Beschäftigten eine Quarantäne angeordnet.

14.1.2021 • 11:36 Uhr

Bundestag: Verdopplung von Kinderkrankentagen beschlossen

Die Zahl der Kinderkrankentage wird in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie pro Elternteil von 10 auf 20 verdoppelt. Alleinerziehende erhalten 40 statt der üblichen 20 Tage. Das beschloss der Bundestag vor dem Hintergrund der Einschränkungen an Schulen und Kitas. Der Bundesrat soll am Montag in einer Sondersitzung noch zustimmen. Die Regelung soll rückwirkend zum 5. Januar gelten.

Bund und Länder hatten sich bei ihren Corona-Krisenberatungen am Dienstag vor einer Woche auf die Aufstockung der Krankentage verständigt. Kinderkrankengeld zahlt die gesetzliche Krankenkasse normalerweise, wenn Eltern wegen der Pflege eines kranken unter 12-jährigen Kindes nicht arbeiten gehen können. Es beträgt 90 Prozent des Nettoverdienstes.

Das Krankengeld soll es nun aber auch geben, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind oder der Zugang eingeschränkt ist. Das gilt auch, wenn Eltern lediglich gebeten wurden, ihre Kinder nicht in die Einrichtung zu bringen. Das Kinderkrankengeld sollen auch Eltern bei ihrer Krankenkasse beantragen können, die theoretisch im Homeoffice arbeiten könnten. Für den Antrag soll eine Bescheinigung von Schule oder Kita reichen. Anspruch haben nur gesetzlich Versicherte.

14.1.2021 • 11:30 Uhr

Frankreich: Datenschützer verurteilen Drohneneinsatz

In Frankreich wirft die Datenschutzbehörde CNIL dem Innenministerium Rechtsverstöße bei der Kontrolle der Corona-Einschränkungen vor. Nach mehrmonatigen Ermittlungen kam die CNIL zu dem Ergebnis, dass der Einsatz von Drohnen zu diesem Zweck illegal war. Demzufolge produzierten die von der Polizei eingesetzten Drohnen Bildmaterial, auf dem Personen leicht identifiziert werden konnten. Dies ist nach dem Urteil der Behörde ein Verstoß gegen heimische Datenschutzvorgaben.

Außerdem kritisierte die Behörde, die Bevölkerung sei über die Nutzung der Drohnen zu keinem Zeitpunkt ordnungsgemäß aufgeklärt worden. Die Datenschützer sprachen gegenüber dem Innenministerium eine Ermahnung aus, wonach dieses sich an die Gesetze zu halten habe. Die Polizei hatte die unbemannten Fluggeräte genutzt, um sich einen Überblick über Demonstrationen zu verschaffen und sicherzustellen, dass die Bürger sich an die Lockdown-Bestimmungen halten.

14.1.2021 • 11:26 Uhr

Kritik an EU-Impfprogramm: Ungarn kauft chinesischen Impfstoff

Ungarn kauft den Impfstoff der chinesischen Pharmafirma Sinopharm. "Die erste Lieferung könnte bis zu einer Million Dosen umfassen.", sagt Gergely Gulyas, der Stabschef des ungarischen Ministerpräsidenten. Die Impfstofflieferungen im Rahmen des EU-Programms mit wöchentlichen Lieferungen von weniger als 100.000 Dosen gingen dem Land zu langsam. Ungarn wolle die Gespräche mit Russland und China über zusätzliche Impfstoffkäufe fortsetzen.

14.1.2021 • 11:19 Uhr

RKI fordert noch schärferen Lockdown als bisher

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist angesichts der derzeitigen Infektionslage für eine Verschärfung des bisherigen Lockdowns in Deutschland. RKI-Epidemiologe Dirk Brockmann sagte in Berlin, es sei eine "totale Konsensaussage" aller Modellberechnungen, dass die Maßnahmen weiter verschärft werden müssten, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Auch RKI-Präsident Lothar Wieler befürwortete eine Verschärfung als "Option".

14.1.2021 • 10:56 Uhr

Virus-Variante aus Südafrika in Hamburg nachgewiesen

Erstmals ist in Hamburg die Mutation des SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen worden, die zuerst in Südafrika entdeckt wurde. Das bestätigte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde.

Das Virus mit der Bezeichnung SARS-CoV-2-Variante Y501.V2 sei bei einer Person festgestellt worden, die am 17. Dezember aus Südafrika nach Hamburg zurückgekehrt war. Sie sei in Quarantäne geschickt worden und drei Tage später hätten sich Symptome eingestellt, sagte Helfrich. Vor Anordnung der Quarantäne habe es offenbar keine engen Kontakte gegeben.

14.1.2021 • 10:40 Uhr

Baden-Württemberg lässt Grundschulen und Kitas weiter zu

Baden-Württemberg will Grundschulen und Kitas nun doch zumindest bis Ende Januar geschlossen halten. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, verständigten sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Susanne Eisenmann darauf, angesichts der weiter hohen Corona-Infektionszahlen im Land zunächst auf die angedachte Lockerung zu verzichten. Es solle aber eine Öffnungsperspektive für Grundschulen und Kitas erarbeitet werden, sollte der Lockdown über Januar hinaus gelten, hieß es.

14.1.2021 • 10:21 Uhr

Wieler ermahnt eindringlich zum Einhalten von Hygieneregeln

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat die Bürger mit Nachdruck aufgefordert, weiter die Kontakte zu beschränken. Nach wie vor sei die Zahl der Neuinfektionen und der Todesfälle sehr hoch. Diese lasse sich nur mit konsequenter Kontakt-Reduzierung und dem Einhalten der AHA- und L-Regeln begrenzen. "Jede Infektion ist eine zu viel", sagte Wieler.

In vielen Krankenhäusern sei die Zahl der freien Intensivbetten nur noch sehr gering. Zudem sinke das Durchschnittsalter der Menschen, die künstlich beatmet werden müssen - ein Hinweis darauf, dass sich zunehmend jüngere Menschen infizieren.

Er forderte Arbeitgeber auf, mehr Homeoffice zu ermöglichen. "Jetzt schützt die Heimarbeit die Gesundheit von uns allen - dazu brauchen wir noch mehr verantwortungsvolle Arbeitgeber." Neben vorbildlichen Arbeitgebern, die Homeoffice ermöglicht hätten, gebe es Betriebe, deren Mitarbeiter noch ins Büro fahren oder in denen sogar persönliche Treffen mit mehreren Teilnehmern abgehalten werden, obwohl Arbeit von Zuhause dort grundsätzlich möglich wäre.

14.1.2021 • 10:07 Uhr

2020 mit stärkstem Konjunktureinbruch seit Finanzkrise

Die Corona-Pandemie hat in der deutschen Wirtschaft 2020 den schwersten Konjunktureinbruch seit der Finanzkrise ausgelöst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte um 5,o Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ein größeres Minus hatte es zuletzt 2009 mit damals 5,7 Prozent gegeben.

14.1.2021 • 09:29 Uhr

Lauterbach für Heimarbeitspflicht

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat sich für eine Pflicht zur Heimarbeit ausgesprochen. "Die derzeitige Coronasituation ist trotz der verschärften Bestimmungen unbefriedigend", sagte Lauterbach auf NDR Info. "Das Land kommt so aus dem Lockdown nicht heraus."

Nach Meinung des SPD-Politikers könnte es ein Fehler gewesen sein, sich bei den strengeren Regeln auf das Privatleben und die Schulen zu konzentrieren. "Es ist stark anzunehmen, dass sich viele Menschen im Beruf anstecken", sagte Lauterbach. Eine Pflicht, zu Hause zu arbeiten, sei mindestens erwägenswert.

Karl Lauterbach | dpa

Karl Lauterbach Bild: dpa

14.1.2021 • 09:27 Uhr

USA: Offenbar neues Zwei-Billionen-Dollar-Hilfspaket

Der designierte US-Präsident Joe Biden will einem Bericht zufolge weitere Billionen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise einsetzen. Berater von Biden hätten Mitgliedern des Kongresses mitgeteilt, dass sie Maßnahmen im Volumen von rund zwei Billionen US-Dollar erwarten könnten, berichtete der Nachrichtensender CNN. Biden werde die Einzelheiten des Plans am Donnerstag bekannt geben

Laut dem Bericht sieht der Plan von Biden beträchtliche Direktzahlungen an Familien vor. Es soll demnach auch Geld für Behörden für die Verteilung von Corona-Impfstoffen eingeplant sein.

14.1.2021 • 09:19 Uhr

Vorsichtiger Optimismus für Intensivstationen

Der neue Präsident der Vereinigung der Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI), Gernot Marx, äußert sich vorsichtig optimistisch über die Entwicklung auf den Intensivstationen in der Corona-Krise. "Es sieht also so aus, als hätten wir den Höhepunkt bei den intensivpflichtigen Patienten überschritten", sagt er der "Rheinischen Post". Es scheine momentan zudem so, als ob der befürchtete Zusatz-Höhepunkt durch die höhere Besuchsfrequenz an Weihnachten und Silvester ausbleiben würde.

Wenn es so weitergehe, deute das darauf hin, dass der Lockdown eine gewisse Effizienz zeige und man beim nächsten Bund-Länder-Treffen am 25. Januar dann tatsächlich gut beurteilen könne, was die richtigen Maßnahmen seien.

14.1.2021 • 08:58 Uhr

Schwesig kritisiert Bundesregierung: Brauchen jetzt Impfstoff

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat von der Bundesregierung eine zügigere Impfstoffbeschaffung gefordert. "Es reicht nicht, erst in ein paar Monaten unzählige Impfdosen vor die Tür zu stellen", sagte Schwesig im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Die Bundesländer brauchten jetzt mehr Impfstoff.

Schwesig äußerte sich auch verärgert über die Aussage des Gesundheitsministers, wonach jeder, der geimpft werden will, auch geimpft würde. "Ich finde es schwierig, wenn der Bundesgesundheitsminister solche Versprechen macht, ohne dass wir wissen, dass genügend Impfstoff da ist", sagte die SPD-Politikerin.

Allein in der Landeshauptstadt Schwerin brauche man 600 Impfdosen pro Tag, habe aber nur 600 pro Woche.

14.1.2021 • 08:19 Uhr

Opposition warnt vor Sparzwang

Die Grünen warnen vor einer überzogenen Sparpolitik nach dem Ende der Pandemie. Parteichef Robert Habeck fordert im Magazin "WirtschaftsWoche": "Die ökonomische Krise darf nicht verlängert und verschärft werden, indem man mitten in der Krise zu einer einseitigen Sparpolitik zurückgekehrt." Neben dieser Krise müsse zudem die Klimakrise bewältigt werden. "Daher ist es falsch, 2022 zur rigiden Schuldenbremse zurückzukehren", betont Habeck. Stattdessen sollten die Tilgungsfristen gestreckt und die Schuldenbremse reformiert und um eine Investitionsregel ergänzt werden.

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch sprach sich mit Blick auf die FFP2-Maskenpflicht in Bayern dafür aus, ärmere Menschen stärker zu unterstützen. Man könne diejenigen, die über wenig Mittel verfügten, in der Corona-Pandemie nicht im Regen stehen lassen, sagte Bartsch im Deutschlandfunk. Hartz-IV-Empfängern stünden für die Gesundheitsausgaben monatlich nur 17 Euro zur Verfügung. Für diese Menschen sei es nicht realisierbar, einer solchen Maskenpflicht nachzukommen

14.1.2021 • 07:56 Uhr

Ärztegewerkschaft kritisiert Debatte um Impfpflicht

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat die Diskussion um eine Corona-Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen als verfehlt zurückgewiesen. Die derzeitige Debatte mute teilweise grotesk an, sagte die Vorsitzende Susanne Johna der "Augsburger Allgemeinen". "Die Impfkampagne ist noch gar nicht flächendeckend gestartet, da wird schon über unzureichende Impfquoten beim medizinischem Personal diskutiert und sogar ein Impfzwang für das Personal im Gesundheitswesen ins Spiel gebracht", kritisierte sie. "Das halten wir für verfehlt."

Laut Umfragen will sich nur etwa die Hälfte des Pflegepersonals gegen das Coronavirus impfen lassen. Alten- und Pflegeheime gelten jedoch als besonders gefährdet in der Pandemie. Ein Großteil der Todesopfer lebte in solchen Einrichtungen.

14.1.2021 • 07:24 Uhr

Boliviens Ex-Präsident Morales mit Corona infiziert

Der bolivianische Ex-Präsident Evo Morales hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er danke allen Menschen, die um seine Gesundheit und sein Wohlbefinden besorgt seien, erklärte Morales. Nach Angaben der Tageszeitung "La Prensa" wird der 61-Jährige in einer Privatklinik in Cochabamba behandelt. Morales zeige leichte Symptome, sein Gesundheitszustand sei stabil, hieß es. In einem Interview mit einem argentinischen Journalisten hatte Morales nach einem Krankenhausbesuch in Cochabamba zunächst geleugnet, sich infiziert zu haben.

14.1.2021 • 06:58 Uhr

Studie: Weniger Krebsbehandlungen im und nach Lockdown 2020

Im und nach dem ersten Lockdown 2020 hat es nach Daten eines großen deutschen Klinikbetreibers weniger Krebsbehandlungen gegeben als in der gleichen Zeit 2019. Der Rückgang der stationären Aufnahmen für Diagnostik und/oder Therapien betrage im Schnitt 10 bis 20 Prozent, heißt es in einer Studie von Autoren um den Mediziner Peter Reichardt vom Helios-Klinikum Berlin-Buch. Besonders betroffen seien Patienten über 75, bei denen im Schnitt ein Fünftel weniger Behandlungen durchgeführt worden seien.

Für die Studie wurden rund 69.000 Fälle von 75 Helios-Kliniken in 13 Bundesländern analysiert. Die Autoren halten die Ergebnisse für repräsentativ für Deutschland.

14.1.2021 • 06:40 Uhr

RKI meldet neuen Höchstwert: 1244 weitere Todesfälle

Das Robert Koch-Institut meldet in Deutschland 25.164 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Die Gesamtzahl steigt damit auf rund 1.978.590. Zudem sind laut den Angaben 1244 Menschen nach einer Infektion gestorben - das ist ein neuer Höchstwert. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich damit auf 43.881. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 151,2.

14.1.2021 • 06:40 Uhr

Gewerkschaft gegen Sitzenbleiben

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sich dafür ausgesprochen, aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Schuljahr auf das Sitzenbleiben zu verzichten. "Eine Ausnahmesituation wie die Corona-Krise verlangt besondere Regelungen", sagte GEW-Chefin Marlis Tepe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

14.1.2021 • 06:40 Uhr

WHO-Mission zur Erkundung der Corona-Ursprünge in Wuhan eingetroffen

Nach tagelanger Verzögerung ist ein Expertenteam der Weltgesundheitsorganisation in der chinesischen Stadt Wuhan eingetroffen, um die Ursprünge des Coronavirus zu erforschen. Aufnahmen des staatlichen chinesischen Fernsehsenders CGTN zeigten, wie die aus Singapur kommende Maschine mit den WHO-Experten in Wuhan landete.

Ursprünglich war der Beginn der Mission bereits für vergangene Woche geplant gewesen. Fehlende Genehmigungen von chinesischer Seite verzögerten den Start jedoch. Die zehn WHO-Experten, darunter Fabian Leendertz vom Robert-Koch-Institut in Berlin, müssen sich wegen der strikten chinesischen Einreisebestimmungen zunächst für zwei Wochen in Quarantäne begeben. 

14.1.2021 • 06:40 Uhr

Epidemiologe: Schulschließung bei hohen Infektionszahlen sinnvoll

Der Epidemiologe Timo Ulrichs sieht das Schließen von Schulen derzeit als geboten und verhältnismäßig an. "Sie sind zwar keine Treiber der Pandemie, aber sie können sehr stark betroffen sein und dazu beitragen, dass sich das Virus noch weiter ausbreitet", sagte der Professor für internationale Not- und Katastrophenhilfe an der Akkon Hochschule in Berlin. Momentan sei der Infektionsdruck von außen zu groß. Seiner Ansicht nach sollten die Schulen mindestens den ganzen Januar geschlossen bleiben.

Auch die Leiterin der Abteilung für Pädiatrische Pneumologie der Uni-Kinderklinik Bochum, Folke Brinkmann, hält die momentanen Schulschließungen für sinnvoll. Ab einer bestimmten Anzahl von Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner solle man "alles versuchen", um die Zahlen zu reduzieren.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Januar 2021 um 20:00 Uhr. Zudem berichteten über dieses Thema die tagesthemen am 14. Januar 2021 um 22:15 Uhr.