Krankenschwester verabreicht den Pfizer-BioNTech Corona-Impfstoff | dpa
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Liveblog zum Coronavirus WHO-Notfallzulassung für Biontech-Impfstoff

Stand: 31.12.2020 22:26 Uhr

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer erhält als erster eine Notfallzulassung der WHO. In Großbritannien wurden fast eine Million Menschen geimpft. Die neue Virus-Variante wurde auch in China nachgewiesen. Der Liveblog vom Donnerstag zum Nachlesen.

  • WHO erteilt Biontech-Impfstoff Notfallzulassung
  • Gericht kippt Demonstrationsverbot in Nordrhein-Westfalen
  • Mehr als 130.000 Impfungen in Deutschland, eine Million in Großbritannien
  • RKI: 32.552 Neuinfektionen und 964 neue Todesfälle
  • China lässt ersten Corona-Impfstoff offiziell zu
  • Italien baut Präsenzunterricht aus
31.12.2020 • 22:16 Uhr

WHO erteilt Biontech-Impfstoff Notfallzulassung

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer erhält als erster eine Notfallzulassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das teilte die WHO bei Twitter mit. Das Mittel erfülle die Sicherheits- und Wirksamkeitskriterien. Demnach ist es Staaten nun erlaubt, ihre eigenen behördlichen Genehmigungsverfahren zu beschleunigen.

Die WHO forderte auch andere Impfstoff-Entwickler auf, ihre Produkte zur Prüfung vorzulegen. Es sei wichtig, dass die Weltbevölkerung schnell Zugang zu Corona-Impfungen erhalte.

31.12.2020 • 21:51 Uhr

Frankreich beschleunigt Impfkampagne

Frankreich beschleunigt seine Impfkampagne gegen das Coronavirus. Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die älter als 50 Jahre sind, können sich ab Montag impfen lassen, wie Gesundheitsminister Olivier Véran ankündigte. Damit wird diese Altersgruppe früher als bisher geplant geimpft. Politiker und Ärzte hatten zuvor den langsamen Start der Impfkampagne kritisiert. 

Präsident Emmanuel Macron betonte in seiner Neujahrsansprache, er werde keine "ungerechtfertigten Verzögerungen" bei den Massenimpfungen zulassen. Auf der anderen Seite dürfe aber nicht "die Sicherheit aufs Spiel gesetzt werden".

31.12.2020 • 21:05 Uhr

Slowakei verschärft Corona-Ausgangsbeschränkungen

Die Slowakei startet in das neue Jahr mit verschärften Corona-Maßnahmen. Die Menschen dürfen sich vom Neujahrstag an nicht mehr mit Leuten aus fremden Haushalten treffen. Das beschloss das Kabinett nach Angaben der Agentur TASR am Abend auf einer Sondersitzung.

Zudem dürfen die Slowaken ihren jeweiligen Landkreis nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Dies gilt zunächst bis zum 24. Januar. "Leider machen viele Leute kreuz und quer Besuche - und die Krankenhäuser kollabieren", so Ministerpräsident Igor Matovic. Hotels dürfen keine neuen Gäste mehr aufnehmen, die Skigebiete müssen schließen.

31.12.2020 • 20:10 Uhr

Gericht kippt Demonstrationsverbot an Silvester in Nordrhein-Westfalen

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat ein vom Land verhängtes Demonstrationsverbot für Silvester und den Neujahrstag kurzfristig aufgehoben. Die Landesregierung hatte in der Corona-Schutzverordnung für den 31.12. und den 1.1. Demonstrationen grundsätzlich untersagt. Dahinter stand die Sorge, dass angemeldete Versammlungen missbraucht werden könnten, um das Verbot von Silvesterfeiern zu umgehen.

Die Richter befanden, diese Regelung sei rechtswidrig und unverhältnismäßig - die Behörden könnten den Infektionsschutz auch ohne das pauschale Versammlungsverbot gewährleisten. Die Polizeidienststellen im Land seien deshalb kurz vor dem Jahreswechsel über die neue Rechtslage informiert worden, bestätigte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums. Sollten Demonstrationen nun noch kurzfristig angemeldet werden, würde die Polizei als Aufsichtsbehörde sie entsprechend überwachen.

31.12.2020 • 19:50 Uhr

Knapp eine Million Menschen in Großbritannien gegen Corona geimpft

In Großbritannien sind mittlerweile fast eine Million Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Das Land hatte am 8. Dezember mit einer Massenimpfung begonnen - als erstes weltweit.

Bis zum 27. Dezember hätten 786.000 Menschen in England, 92.188 in Schottland, 35.335 in Wales und 31.016 in Nordirland eine Dosis des Mittels der Unternehmen Biontech und Pfizer erhalten, teilte das Gesundheitsministerium in London mit. Von diesem Montag an soll ein zweiter Impfstoff für Tempo sorgen. Gestern hatte die Aufsichtsbehörde dem Mittel des britisch-schwedischen Konzerns AstraZeneca und der Universität Oxford die Freigabe erteilt. Großbritannien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Europas.

31.12.2020 • 19:03 Uhr

Giffey besucht Polizisten vor Silvestereinsatz

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) und die SPD-Landesvorsitzende, Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, haben am Nachmittag Berliner Polizisten bei ihrem Silvestereinsatz besucht. Am Großen Stern trafen die Politiker eine Einsatzhundertschaft und bedankten sich bei den Beamten für die geleistete Arbeit.

Die Polizei ist in der Nacht mit rund 2900 Kräften im Einsatz. Sie sollen verhindern, dass sich Menschenansammlungen bilden, die wegen der Corona-Pandemie verboten sind. Die Polizei stellt sich auch darauf ein, dass es unerlaubte Demonstrationen geben könnte - etwa von "Querdenkern" oder aus dem linksextremistischen Bereich. Es gebe solche Aufrufe im Internet, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik im rbb. "Das müssen wir gut im Auge haben." Gestern hatten zwei Gerichte das Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr in Berlin während der Corona-Pandemie für rechtens erachtet.

Franziska Giffey (SPD, l), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Andreas Geisel (SPD), Innensenator von Berlin, treffen eine Polizeihundertschaft beim Silvestereinsatz am Großen Stern an und sprechen mit Polizisten.  | dpa

Giffey und Geisel besuchten Polizisten bei ihrem Einsatz am Großen Stern im Berliner Tiergarten. Bild: dpa

31.12.2020 • 18:24 Uhr

Erster Fall von südafrikanischer Virus-Variante in Frankreich

In Frankreich ist ein erster Fall der zuerst in Südafrika aufgetretenen Coronavirus-Variante registriert worden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, war die Virusvariante bei einem in Frankreich lebenden Mann nachgewiesen worden, der sich zuvor in Südafrika aufgehalten habe. Einige Tage nach seiner Rückkehr habe er Symptome gehabt und sich umgehend zu Hause isoliert. Es gebe keine Risikokontakte, der Mann sei mittlerweile genesen. Um die Ausbreitung dieser Form des Coronavirus in Frankreich einzudämmen, ist ein negativer Corona-Test aus den vorangegangenen 72 Stunden bei der Einreise aus Südafrika notwendig.

Am Samstag war ein erster Fall einer in Großbritannien aufgetretenen Coronavirus-Variante in Frankreich nachgewiesen worden. Auch wer aus dem Vereinigten Königreich nach Frankreich reist, muss einen negativen Corona-Test vorweisen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

31.12.2020 • 18:10 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien nimmt weiter zu

Großbritannien verzeichnet einen weiteren Rekord bei der Zahl der Neuinfektionen. Diese liegt Regierungsdaten zufolge bei 55.892 - nach 50.023 einen Tag zuvor. Der bisherige Höchststand wurde am Dienstag gemeldet mit 53.135 neuen Infektionen. Weitere 964 Menschen starben an oder mit dem Coronavirus. Die Zahl liegt damit etwas unter den 981 Todesfällen vom Mittwoch.

31.12.2020 • 17:40 Uhr

Neue Corona-Variante auch in China nachgewiesen

Die in Großbritannien aufgetretene Coronavirus-Mutation ist erstmals in China nachgewiesen worden. Sie sei bei einer 23-jährigen Studentin entdeckt worden, die von Großbritannien nach China zurückgekehrt sei, heißt es in einer Publikation der chinesischen Seuchenbehörde. Die Frau sei bereits am 14. Dezember in Shanghai getestet worden.

31.12.2020 • 17:36 Uhr

New York: Eine Million Impfungen bis Ende Januar

New York City will bis Ende Januar eine Million Menschen gegen das Coronavirus impfen. Dazu würden über die Metropole verteilt Impfzentren aufgebaut, sagte Bürgermeister Bill de Blasio. New York hat 8,3 Millionen Einwohner und war während der ersten Welle stark von der Pandemie betroffen. Bislang seien 348.000 Impfdosen in der Stadt angekommen, wie aus Daten der lokalen Gesundheitsbehörde hervorgeht. Etwa 88.000 hätten die erste von zwei Impfungen bereits erhalten.

31.12.2020 • 17:23 Uhr

Italien: Präsenzunterricht für mehr Schüler

Italien will die Schule ab dem 7. Januar die Schulen laut Innenministerium auch für ältere Schüler verstärkt wieder öffnen. Die Verantwortlichen vor Ort und in der Regierung in Rom peilten an, dass zunächst 50 Prozent Präsenzunterricht erteilt werde. Die Regierung in Rom hatte zuvor mehrfach von 75 Prozent Präsenzunterricht zum Start nach Neujahr gesprochen.

Italien hatte in der zweiten Corona-Welle im Herbst einen Großteil des direkten Unterrichts für ältere Schüler gestoppt. Kleinere Kinder durften vielerorts aber weiter in ihre Klassen.

Der Schulbesuch ist in Italien seit der ersten Virus-Welle ein stark umstrittenes Thema. Im Frühjahr waren die Schulen und Universitäten geschlossen wurden. Sie machten erst im September nach der Sommerpause wieder auf. Der lange Stopp empörte viele Eltern.

Die Gesundheitsbehörden in dem 60-Millionen-Einwohner-Land registrierten am Mittwoch rund 16.200 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. In ihrem jüngsten, am Donnerstag vorgelegten Wochenreport für die Zeit vom 21. bis 27. Dezember verzeichneten die Experten binnen sieben Tagen bei den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner einen Wert von knapp 135.

31.12.2020 • 16:13 Uhr

Tests bei Einreise nach Norwegen werden Pflicht

In Norwegen muss man sich ab dem 2. Januar bei der Einreise auf das Coronavirus testen lassen. Der Test solle so schnell wie möglich am Flughafen oder einem anderen Grenzübergang und spätestens einen Tag nach der Ankunft vorgenommen werden, teilte die Regierung mit. Wer dagegen verstößt, riskiert ein Bußgeld.

Von der Testpflicht ausgenommen werden Kinder unter zwölf Jahren. Weitere Ausnahmen gibt es unter anderem für Arbeitnehmer mit kritischen Funktionen und Grenzpendler. Mehrere kleinere Grenzübergänge sollen im Zuge der Maßnahme geschlossen werden.

Norwegen ist bislang gut durch die Corona-Krise gekommen. Auf die Bevölkerung gerechnet hat das Nicht-EU-Land neben Finnland, Island und Griechenland eine der niedrigsten Neuinfektionszahlen des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).

31.12.2020 • 16:03 Uhr

Impf-Panne in Stralsund: Letzte Patientin aus Krankenhaus entlassen

Vier Tage nach der Impf-Panne in Stralsund ist die letzte vorsorglich im Krankenhaus behandelte Frau wieder zu Hause. In einem Pflegeheim war an acht Mitarbeiter versehentlich die fünffache Dosis des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer verabreicht worden. Vier von ihnen wurden daraufhin vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Drei wurden bereits nach einer Nacht entlassen.

Dem Landrat zufolge berichten allerdings drei Personen von andauernden Symptomen wie Schmerzen und Schwellung an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, allgemeiner Schwäche und leichtem Schwindel. Fünf sprächen von einer Besserung ihres Zustands.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts fahrlässiger Körperverletzung.

31.12.2020 • 15:41 Uhr

Biden plant Gedenkzeremonie für Corona-Tote

Der künftige US-Präsident Joe Biden plant kurz vor seiner Vereidigung eine Gedenkzeremonie für die Hunderttausenden Menschen, die in den USA an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind. Die Veranstaltung soll am Abend vor seiner Amtseinführung am Lincoln Memorial stattfinden. Andere Städte in den USA seien eingeladen, zur gleichen Zeit mit ähnlichen Aktionen an dem Gedenken teilzunehmen, etwa durch Lichtinstallationen an Gebäuden oder das Läuten von Kirchenglocken. Biden wird am 20. Januar vereidigt. Die Gedenkzeremonie ist für den frühen Abend (Ortszeit) am 19. Januar geplant.

Der gewählte US-Präsident Biden. | REUTERS

Joe Biden hat auch andere US-Städte dazu aufgerufen, am Vorabend seiner Vereidigung Gedenkveranstaltungen abzuhalten. Bild: REUTERS

In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang mehr als 19,7 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 342.000 Menschen sind bislang gestorben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Den zweiten Tag in Folge erreichten die Vereinigten Staaten einen Höchststand mit Blick auf die Zahl der an einem Tag erfassten Menschen, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind. Am Mittwoch meldeten die Behörden 3744 Tote mit einer bestätigten Corona-Infektion - zwölf mehr als am Vortag, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervorging.

31.12.2020 • 15:38 Uhr

Erneut britische Virus-Variante in Baden-Württemberg

Die britische Variante des Coronavirus ist erneut in Baden-Württemberg aufgetaucht. Das Gesundheitsministerium berichtete von zwei neuen Fällen, wie die Nachrichtenagentur dpa erfuhr.

Betroffen sei ein Paar aus dem Ortenaukreis. Ein Test der Frau sei am Mittwoch positiv auf die Virus-Variante gewesen. Sie hatte sich offensichtlich bei ihrem Partner angesteckt, der im Dezember nach einer Geschäftsreise in Großbritannien erkrankt war. Da die Frau bereits vor Weihnachten auf Corona positiv getestet worden sei, seien die engen Kontaktpersonen schon wieder aus der Quarantäne entlassen worden. Die Gesundheitsbehörden hätten nun erneute Tests der engen Kontaktpersonen veranlasst, um das Risiko einer Weiterverbreitung zu minimieren.

An Heiligabend war die Virusvariante erstmals in Deutschland nachgewiesen worden - ebenfalls in Baden-Württemberg. Zwischenzeitlich tauchte die Variante B.1.1.7 auch schon bei Patienten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen auf. Sie ist nach Einschätzung von Wissenschaftlern deutlich ansteckender als die bisher bekannte Version.

31.12.2020 • 14:41 Uhr

Sydneys Feuerwerk stark reduziert

Mit dem berühmten Feuerwerk an der Harbour Bridge und dem Opernhaus hat Sydney das neue Jahr begrüßt. Zuschauer waren diesmal wegen der Pandemie am Hafen nicht erlaubt. Die Behörden hatten zuvor verkündet, jede und jeden mit einer Geldstrafe umgerechnet etwa 626 Euro zu ahnden, der die Absperrungen zum Hafengebiet zu überwinden versuche.

Das weltbekannte Feuerwerk wurde im Fernsehen live übertragen. Es fiel aber kleiner und mit einer Dauer von sieben Minuten deutlich kürzer aus als sonst. Normalerweise zieht das Spektakel im Hafen der australischen Metropole jedes Jahr mehr als eine Million Menschen an.

Ein Corona-Ausbruch im Norden Sydneys war zuvor innerhalb von zwei Wochen auf mehr als 150 infizierte Menschen angewachsen. 250.000 Menschen befinden sich in einer strengen Abriegelung. Ein zweiter Cluster trat am Dienstag bei einer Familie in einem westlichen Vorort auf und umfasst neun Fälle. Die Lage in Sydney veranlasste andere australische Staaten am Donnerstag, ihre Grenzen für Menschen aus dem Bundesstaat New South Wales, in dem Sydney liegt, erneut zu schließen.

Feuerwerk in Sydney | AP

Das Feuerwerk in Sydney dauerte dieses Mal nur wenige Minuten. Bild: AP

31.12.2020 • 13:50 Uhr

Weiterer Corona-Fall bei der Vierschanzentournee

Ein russischer Skispringer ist gestern bei der Vierschanzentournee positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Athlet sei in Quarantäne, sagte Martin Fleckenstein, Chef des medizinischen Komitees des Organisationskomitees. Zusätzlich seien drei weitere Mitglieder des russischen Teams, darunter ein weiterer Athlet, unter Quarantäne gestellt worden.

Vor dem Auftaktspringen war der polnische Skispringer Klemens Muranka positiv auf das Virus getestet worden. Er und seine Teamkollegen waren zunächst vom Wettkampf ausgeschlossen, nach weiteren Negativtests aber wieder zugelassen worden.

31.12.2020 • 13:47 Uhr

Wolfsburg räumt Spieler-Fehlverhalten ein

Der VfL Wolfsburg hat ein falsches Verhalten von vier seiner Profis eingeräumt. Der Fußball-Bundesligist erklärte: "Die Club-Verantwortlichen betonen ausdrücklich, dass daraufhin das ohnehin schon umfangreiche Hygienekonzept beim VfL noch einmal nachgeschärft sowie Spieler, Trainer- und Betreuerstab mit Nachdruck nochmal sensibilisiert wurden."

Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor Details über einen Verstoß von Maximilian Arnold, Tim Siersleben, Maximilian Philipp und Xaver Schlager am 18. Dezember berichtet. So wie von der Zeitung beschrieben, sei es nicht gewesen, erklärte der Verein, trotzdem habe es ein Fehlverhalten gegeben. Beim VfL waren zuletzt mehrere Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Kingsley Coman vom FC Bayern München und Maximilian Arnold von Wolfsburg im Zweikampf um den Ball. | picture alliance/dpa/dpa-Pool

Maximilian Arnold (rechts) ist einer der Spieler, dessen Fehlverhalten der VfL Wolfsburg eingeräumt hat. Bild: picture alliance/dpa/dpa-Pool

31.12.2020 • 13:14 Uhr

Vatikan bestellt Impfstoff für alle Mitarbeiter

Der Vatikan hat laut Informationen der Nachrichtenagentur KNA 10.000 Dosen des Biontech/Pfizer-Impfstoffs bestellt. Das Kontingent reicht demnach aus, um die rund 4500 Mitarbeiter des Heiligen Stuhls und des Vatikanstaats zu schützen. Daneben hätten Pensionäre und mitversicherte Familienangehörige Anspruch auf die Immunisierung.

Das Impfprogramm soll den Informationen zufolge kommende Woche starten. Die päpstliche Kinderklinik Bambino Gesu begann bereits mit der Verabreichung.

Vor Weihnachten mussten Vatikan-Angestellte erklären, ob sie eine Impfung wünschen oder nicht. Wie es hieß, wurde nach den Rückmeldungen das Kontinent der Impfdosen bemessen. Wer auf die angebotene Immunisierung verzichtet, soll keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu erwarten haben.

31.12.2020 • 12:49 Uhr

Bisher mehr als 130.000 Impfungen in Deutschland

Bis zum Silvestermorgen sind in Deutschland nach Angaben des Robert Koch Instituts 131.626 Menschen geimpft worden. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Geimpften um 51.465. Diese Zahl könne auch Nachmeldungen enthalten und spiegele somit nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI. Unter den bisher Geimpften sind 57.406 Bewohner von Pflegeheimen. 61.612 Personen erhielten die Impfung aus beruflichen Gründen, darunter fällt medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko sowie Personal in der Altenpflege.

Die meisten Impfungen wurden bisher in Bayern erfasst (28.206), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (19.930) und Hessen (15.674) .

31.12.2020 • 12:19 Uhr

Neuseeland begrüßt 2021 ohne Corona-Einschränkungen

Mit großen Musikfestivals und Feuerwerksshows hat Neuseeland das neue Jahr begrüßt. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern hat der Inselstaat seit mehr als einem Monat keine lokalen Corona-Fälle mehr verzeichnet. Daher konnten die Veranstaltungen ohne Begrenzungen der Besucherzahl oder anderen Corona-bedingten Einschränkungen stattfinden.

Neuseeland gilt dank früher und strikter Maßnahmen als erfolgreich im Kampf gegen das Coronavirus. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Inselstaat 2162 Fälle bestätigt, 25 Menschen starben mit dem Erreger. Der jüngste lokale Corona-Fall wurde Mitte November verzeichnet.

31.12.2020 • 12:07 Uhr

Strikte Silvester-Ausgangsbeschränkungen in Italien

Italien wird heute Abend wieder eine Rote Zone mit starken Ausgangsbeschränkungen. Zwischen 22.00 Uhr und 7.00 Uhr am Neujahrsmorgen herrscht für die 60 Millionen Bürger und Bürgerinnen sogar Ausgangsverbot - mit nur wenigen Ausnahmen. Partys hat die Regierung verboten. Höchstens zwei erwachsene Gäste aus einem anderen Haushalt dürfen zum Silvester-Essen mit am Tisch sitzen.

Rom erließ gestern Abend zudem kurzfristig ein Feuerwerksverbot, das bis zum 6. Januar gilt. Wer dagegen verstößt, dem drohen bis zu 500 Euro Strafe.

In Italien haben sich nach offiziellen Angaben bislang mehr als zwei Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Deutschland: 1,7 Millionen). Am Mittwoch zählten die Behörden gut 16.200 Neuinfektionsmeldungen innerhalb von 24 Stunden, der Sieben-Tage-Indexwert liegt laut Johns-Hopkins-Universität bei 153,3. Die Regierung des Landes will eine dritte starke Corona-Welle unbedingt verhindern.

31.12.2020 • 11:52 Uhr

Verfassungsschutzchefin warnt vor Verschwörungsmythen

Baden-Württembergs Verfassungsschutzpräsidentin Beate Bube hat vor einer Verbreitung von Corona-Verschwörungsmythen in der Mitte der Gesellschaft gewarnt. "Bei ganz normalen Bürgern stößt man auf ein tief sitzendes Misstrauen gegen die staatlichen Institutionen", sagte sie dem "Spiegel". Bei manchen werde daraus "geradezu eine Feindschaft gegen das System als Ganzes".

"Man darf die staatlichen Maßnahmen gegen Corona fundamental kritisieren und andere Rezepte für die besseren halten", sagte Bube weiter. Aber wer gezielt Falschbehauptungen aufstelle, um die Bürger gegen den Staat aufzuwiegeln, unterhöhle die Demokratie.

Baden-Württembergs Verfassungsschutz beobachtet die in der Landeshauptstadt Stuttgart entstandene "Querdenken"-Bewegung.

31.12.2020 • 11:38 Uhr

EU-Agentur will AstraZeneca-Impfstoff noch länger prüfen

Die europäische Arzneimittelagentur EMA setzt auch nach der Zulassung im Vereinigten Königreich auf eine sorgfältige Prüfung des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca. Anders als dort erteile man in der EU keine Notfallzulassung, sondern eine bedingte Marktzulassung - mit allen damit verbundenen Schutzmaßnahmen, Kontrollen und Verpflichtungen: "Das garantiert, dass der Impfstoff den strengen EU-Standards für Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität entspricht."

Die EMA prüft den Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford momentan im sogenannten Rolling-Review-Verfahren geprüft. Dabei werden Daten von den Herstellern nach und nach eingereicht, die Prüfung und gegebenenfalls Zulassung des Impfstoffes sollen so beschleunigt werden.

31.12.2020 • 11:09 Uhr

Tokio verzeichnet Höchststand bei Neuinfektionen

Die japanische Hauptstadt Tokio hat mit mehr als tausend Corona-Neuinfektionen einen Höchststand gemeldet. Die Situation sei "extrem ernst", sagte Gouverneurin Yuriko Koike. Der mit der Eindämmung der Pandemie beauftragte Minister Yasutoshi Nishimura warnte, bei einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen müsse die Regierung erneut den Ausnahmezustand ausrufen. Das japanische Gesundheitssystem könne andernfalls "nicht überleben".

Ministerpräsident Yoshihide Suga berief laut der Nachrichtenagentur Jiji wegen der steigenden Infektionszahlen eine Notfallsitzung des Kabinetts ein. Japan war von der Corona-Pandemie bisher weniger stark betroffen als andere Länder. Seit Pandemie-Beginn starben dort rund 3500 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion.

31.12.2020 • 10:43 Uhr

Türkei: Verschärfte Ausgangsregeln treten über Neujahr in Kraft

Über die Neujahrstage treten in der Türkei vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie verschärfte Ausgangsregeln in Kraft. Türkische Staatsbürger dürfen in der Zeit nur in Ausnahmefällen oder tagsüber zum Einkaufen vor die Tür, teilte das Innenministerium mit. Die Regelungen gelten ab 21.00 Uhr am Donnerstagabend bis 5.00 Uhr Ortszeit am Montagmorgen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte vorher verschärfte Kontrollen in der Silvesternacht angekündigt, um Feiern zu verhindern. In Istanbul würden mehr als 34.000 Sicherheitskräfte eingesetzt, verkündete der Gouverneur der Millionenmetropole, Ali Yerlikaya.

Andere Regeln gelten für Touristen und Ausländer: Sie sind grundsätzlich von den Beschränkungen ausgenommen. In der Silvesternacht sollen zwischen 21.00 und 10.00 Uhr morgens aber auch für sie Zugangsbeschränkungen für große Straßen und öffentliche Plätze gelten. Details wollte das Innenministerium noch bekannt geben.

Menschen tragen einen Mund- und Nasenschutz auf der Straße in Ankara, Türkei. | AP

Bild: AP

31.12.2020 • 10:25 Uhr

Bund und Länder rechnen mit bis zu 1,3 Billionen Corona-Kosten 2020

Staatshilfen und andere Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Krise könnten Bund und Länder im Jahr 2020 bis zu 1,3 Billionen Euro gekostet haben. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage von Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt und über die auch das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete.

Allerdings sind in dieser Summe auch Garantien von rund 826,5 Milliarden Euro enthalten, die Bund und Länder gewährleisten und von denen man nicht weiß, in welcher Höhe sie überhaupt greifen müssen. Auch erwartete Einnahmeausfälle durch weniger Steuern sind berücksichtigt.

Für das Jahr 2021 rechnet die Bundesregierung mit weiteren Corona-Folgekosten von rund 184 Milliarden Euro, die aber auch nicht oder unvollständig in Anspruch genommene Gelder aus dem Jahr 2020 beinhalten können. Der Großteil der Corona-Ausgaben im Jahr 2020 belastet den Bund, der insgesamt 397,1 Milliarden Euro bereitstellte. Länder und Gemeinden beteiligten sich mit rund 82,8 Milliarden Euro. Die Sozialkassen zahlten 27 Milliarden Euro, wobei mit 25,5 Milliarden der größte Teil auf Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld entfiel.

31.12.2020 • 10:04 Uhr

Viele Deutsche an Schwedens Grenze abgewiesen

Hunderte Menschen aus Deutschland sind auf der Fahrt nach Schweden an der dänisch-schwedischen Grenze abgewiesen und wieder nach Hause geschickt worden. Seit der Einführung eines Einreiseverbots aus Dänemark am 22. Dezember wegen Sorgen vor einer in Großbritannien aufgetretenen Coronavirus-Variante sei fast 450 deutschen Staatsbürgern die Einreise nach Schweden verweigert worden, sagte eine Sprecherin der südschwedischen Polizei der Nachrichtenagentur dpa. Es handele sich ausschließlich um Reisende, die auf ihrem Weg nach Schweden durch Dänemark gereist seien. Direktreisen aus Deutschland seien von der Maßnahme nicht betroffen.

Schweden hat ein Einreiseverbot für ausländische Staatsbürger aus Großbritannien und Dänemark erlassen, weil bei den Briten eine neue Corona-Variante aufgetaucht ist, die möglicherweise ansteckender als die bisher bekannte Form ist. Von der neuen Virusvariante sind bisher einige Dutzend Infektionen in Dänemark nachgewiesen worden, auch Schweden und andere Länder haben erste Fälle entdeckt.

31.12.2020 • 10:00 Uhr

SPD-Chefin Esken: Reiche sollen in Krise größeren Beitrag leisten

SPD-Chefin Saskia Esken will Vermögende in der Corona-Krise stärker zur Kasse bitten. Die Krise dürfe "die soziale Spaltung nicht weiter vertiefen", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Daher müssten starke Schultern gerade jetzt einen größeren Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens leisten. "Ob das in Form einer Vermögensteuer oder einer einmaligen Vermögensabgabe erfolgt - darüber kann man diskutieren."

Menschen mit niedrigen Einkommen hätten in der Krise "massive Einbußen an Einkommen und sozialer Sicherheit erlitten", sagte Esken. "In derselben Zeit sind die großen Vermögen in Deutschland und auf der ganzen Welt explosionsartig gewachsen." Norbert-Walter Borjans, der zweite SPD-Vorsitzende neben Esken, hatte bereits Anfang Dezember ähnliche Forderungen gestellt.

31.12.2020 • 09:55 Uhr

Schwesig: Lockerungen erst nach Rückgang der Infektionen

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hält Lockerungen der aktuellen Corona-Beschränkungen erst nach einer deutlichen Reduzierung der Infektionszahlen für möglich und verantwortbar. "Wir können erst dann größere Lockerungen vornehmen, wenn wir auch über einen längeren Zeitraum wieder Inzidenzwerte von deutlich unter 50 haben", sagte Schwesig der Nachrichtenagentur dpa in Schwerin.

Nach Angaben von Fachleuten sind deutlich weniger als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen Voraussetzung dafür, Infektionswege nachvollziehen und Ansteckungen verringern zu können.

31.12.2020 • 09:45 Uhr

China meldet erste Infektion mit neuer Virus-Variante

Die neue und offenbar ansteckendere Variante des Coronavirus ist erstmals auch in China nachgewiesen worden. Das mutierte Virus sei bei einer 23-Jährigen aus Shanghai festgestellt worden, die am 14. Dezember aus Großbritannien eingereist sei, teilten die chinesischen Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit.  Zahlreiche Länder, darunter Deutschland, haben bereits das vereinzelte Auftreten der Mutation gemeldet.

Experten befürchten, dass die Variante deutlich ansteckender sein könnte als die Ursprungsform des Coronavirus. Es gibt hingegen keine Hinweise, dass die Virus-Variante für den Einzelnen gefährlicher wäre. Mehr als 50 Länder haben wegen der im Oktober in Großbritannien entdeckten Virus-Variante Reisebeschränkungen für das britische Königreich verhängt. China setzte am 24. Dezember Direktflüge von und nach Großbritannien auf unbestimmte Zeit aus.

31.12.2020 • 09:37 Uhr

Müller: Werden bestehende Maßnahmen "mindestens" verlängern

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) schließt eine weitere Verschärfung der Maßnahmen zur Virus-Eindämmung offensichtlich nicht aus. "Wenn die Infektionszahlen so hoch bleiben, dann gehe ich davon aus, dass wir mindestens diese Maßnahmen, die wir jetzt haben, auch verlängern werden", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz den Sendern RTL/ntv mit Blick auf die Sitzung der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 5. Januar. Das große Thema dort werde der Impfstoff sein. "Bundesweit haben sich die Länder gut vorbereitet - und jetzt fehlen uns die entsprechenden Impfdosen", sagte Müller. Wie man schnell die Produktion und die Kapazität erhöhen könne, werde Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beantworten müssen.

31.12.2020 • 09:33 Uhr

Guinea setzt auf russischen Impfstoff

Als eines der ersten Länder des Kontinents hat das westafrikanische Guinea mit Corona-Impfungen begonnen. Das nationale Fernsehen zeigte am Mittwochabend Minister, die im Präsidentenpalast geimpft wurden. Ihnen wurde den Angaben zufolge das russische Präparat "Sputnik V" gespritzt. "Wir hoffen, dass diese Impfung auf den Rest der Bevölkerung übertragen wird", sagte Parlamentspräsident Amadou Damaro nach der Impfung. In Guinea wurden nach Zahlen der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union, Africa CDC, bisher 13.680 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 registriert. 80 Menschen starben demnach.

31.12.2020 • 08:34 Uhr

Höchstwert bei Neuinfektionen in Tschechien

In Tschechien sind innerhalb von 24 Stunden weitere 16.939 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das gab das Gesundheitsministerium bekannt. Damit wurde der höchste Wert im Land seit Beginn der Covid-19-Pandemie erreicht.

31.12.2020 • 07:31 Uhr

Blockade im US-Senat gegen höhere Corona-Hilfen bleibt

Eine Anhebung der Corona-Direkthilfen für US-Bürger auf 2000 Dollar hat wegen einer Blockade im Senat kaum noch Aussicht auf Erfolg. Der republikanische Mehrheitsführer, Mitch McConnell, sagte am Mittwoch (Ortszeit) in der Kongresskammer, der Senat lasse sich nicht durch Schikane dazu drängen, eilig Geld an Menschen auszugeben, die dies zum Teil gar nicht bräuchten. Er wies damit erneut hartnäckige Versuche der Demokraten ab, rasch eine Abstimmung zu dem Thema durchzusetzen.

Die Forderung nach einer Anhebung der Corona-Direkthilfen hat heftige politische Auseinandersetzungen ausgelöst - mit ungewöhnlichen Allianzen. Als Teil eines gewaltigen Corona-Konjunkturpakets bekommen viele Amerikaner einmalige Hilfszahlungen in Höhe von 600 Dollar. Der amtierende republikanische US-Präsident Donald Trump hatte höhere Direkthilfen im Umfang von 2000 Dollar ins Gespräch gebracht, was die ihm sonst verhassten Demokraten aufgriffen und im Repräsentantenhaus verabschieden ließen.

31.12.2020 • 07:02 Uhr

Südkorea reagiert auf Corona-Ausbruch in Gefängnis

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Gefängnis in Seoul verschärft Südkorea die Abstandsregeln in allen Haftanstalten des Landes. Die Maßnahme gelte für zwei Wochen, gab Vize-Justizminister Lee Yong Gu bekannt. Demnach hat die Regierung für alle Gefängnisse die höchste Stufe der Abstandsregeln ausgerufen.

Dies bedeutet, dass Besucher dort keinen Zutritt haben und Insassen mit der Außenwelt nur per Video oder Handy Verbindung aufnehmen dürfen. Strafverfahren gegen Häftlinge werden eingeschränkt, Unterricht im Strafvollzug wird gestoppt. Wärter müssen ihre Aktivitäten abseits der Gefängnismauern einschränken.

Auch mit Corona-Ausbrüchen in Altenheimen, Kirchen und Militärbasen hat das ostasiatische Land zu kämpfen. Am Donnerstag wurden 967 Neuinfektionen gemeldet, womit die Zahl der bestätigten Fälle auf 60.740 stieg. Rund 900 Menschen sind nach einer Infektion gestorben.

31.12.2020 • 07:00 Uhr

Merkel appelliert an Durchhaltekraft in Pandemie

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Neujahrsansprache weiter zu Zusammenhalt im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen und den Menschen gedankt. "Es wird noch eine ganze Zeit an uns allen liegen, wie wir durch diese Pandemie kommen", sagte die CDU-Politikerin laut vorab verbreitetem Text in ihrer voraussichtlich letzten Neujahrsansprache als Regierungschefin. "Die neben dem Impfstoff wirksamsten Mittel haben wir selbst in der Hand, indem wir uns an die Regeln halten, jeder und jede von uns." Sie sei immer wieder dankbar, wie diszipliniert die allermeisten Menschen Masken trügen und sich um Abstand bemühten.

Die Kanzlerin betonte, am Ende eines "atemlosen Jahres" gelte es auch, innezuhalten und zu trauern. "Wir dürfen als Gesellschaft nicht vergessen, wie viele einen geliebten Menschen verloren haben, ohne ihm in den letzten Stunden nah sein zu können." Sie könne nur ahnen, wie bitter es sich für diese Menschen anfühlen müsse, wenn von einigen Unverbesserlichen das Virus bestritten und geleugnet werde. "Verschwörungstheorien sind nicht nur unwahr und gefährlich, sie sind auch zynisch und grausam diesen Menschen gegenüber." Hoffen ließen sie die nun angelaufenen Impfungen zunächst bei alten Menschen, ihren Pflegekräften und bei Personal auf Intensivstationen.

31.12.2020 • 06:56 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Neymars angeblicher Silvesterparty

Die angeblich vom brasilianischen Fußballstar Neymar geplante Riesen-Silvesterfeier hat jetzt auch die Behörden auf den Plan gerufen. Die brasilianische Staatsanwaltschaft gab bekannt, die Berichte zu untersuchen, wonach der Fußballer ungeachtet der Corona-Pandemie eine rauschende Silvesterparty in seinem Luxus-Anwesen im Bundesstaat Rio de Janeiro feiern will. Neymars Anwälte hatten am Montag bestritten, dass eine solche Großfeier geplant sei. 

Die Staatsanwaltschaft forderte Neymar auf, dringend Klarheit über "die Anzahl der Gäste, die Organisation der Party und eventuelle Gesundheitsmaßnahmen zu schaffen."  Brasilianische Zeitungen hatten am Wochenende berichtet, dass der 28-Jährige den Jahreswechsel mit bis zu 500 Gästen über mehrere Tage hinweg in seiner Villa in Mangaratiba im Bundesstaat Rio de Janeiro feiern wolle.

31.12.2020 • 05:19 Uhr

32.552 Corona-Neuinfektionen und 964 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 32.552 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Außerdem wurden 964 neue Todesfälle verzeichnet, wie das RKI am Morgen bekannt gab. Die Zahlen sind jedoch nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar. Das RKI hatte über die Weihnachtstage mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern gerechnet. Die aktuell hohen Zahlen sind deshalb aus Sicht des RKI wohl auch durch Nachmeldungen bedingt. Vor einer Woche waren es 32.195 Neuinfektionen und 802 neue Todesfälle binnen eines Tages.

31.12.2020 • 04:13 Uhr

China lässt ersten Corona-Impfstoff offiziell zu

Mit Sinopharm hat nun auch in China erstmals ein Pharmahersteller eine Zulassung für die breite Anwendung eines Corona-Impfstoffes erhalten. Die Daten hätten gezeigt, dass der Impfstoff die einschlägigen Standards der Weltgesundheitsorganisation und der Nationalen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde erfülle, hieß es in einer offiziellen Mitteilung. Dem Impfstoff von Sinopharm sei eine "bedingte Zulassung" erteilt worden. In Zukunft müssten die Haltbarkeit und die Schutzwirkung der Impfimmunität kontinuierlich beobachtet werden. Sinopharm hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass sein Impfstoff einen mehr als 79-prozentigen Schutz vor Covid-19 (79,34 Prozent) bieten soll. Diese Angabe wurde von den Behörden bestätigt.

31.12.2020 • 04:02 Uhr

Medien: London erwägt Verschiebung von Auffrischungsimpfung

Die Regierung in London erwägt einem Medienbericht zufolge, die Auffrischungs-Impfungen gegen Corona erst später zu geben. Bei mehr als 500.000 Personen könnte die zweite Impfung bis zu zwölf Wochen verschoben werden, berichtet die Zeitung "The Guardian". Ursprünglich sollten je nach Vakzin zwischen der ersten und der zweiten Impfung drei bis vier Wochen liegen. Das britische Gesundheitssystem NHS überdenkt dem Bericht zufolge derzeit seine Impfstrategie. Mit der Verschiebung der zweiten Dosis könnten erstmal mehr Menschen geimpft werden. Bereits die erste Impfung bietet bereits einen gewissen Schutz vor Corona.

31.12.2020 • 04:02 Uhr

USA verzeichnen mit mehr als 3900 Corona-Toten neuen Tageshöchstwert

In den USA ist mit mehr als 3900 Corona-Toten ein neuer Tageshöchstwert verzeichnet worden. Wie die Johns-Hopkins-Universität mitteilte, starben 3927 Menschen binnen 24 Stunden an den Folgen einer Corona-Infektion. Außerdem wurden 189.671 Neuansteckungen registriert. Seit Beginn der Pandemie starben in den USA mehr als 341.800 Menschen an einer Corona-Infektion, über 19,7 Millionen Ansteckungen wurden verzeichnet. Die Vereinigten Staaten sind das am schlimmsten von der Gesundheitskrise getroffene Land der Welt. 

31.12.2020 • 04:02 Uhr

Merz fordert mehr Rechte für Corona-Geimpfte

CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz spricht sich für größere Freiheitsrechte in der Pandemie für Geimpfte aus. Man könne einer immer größer werdenden Bevölkerungsgruppe von Geimpften, Gesunden und Genesenen "nicht pauschal die Grundrechte vorenthalten, weil eine immer kleinere Gruppe nach wie vor durch das Virus gefährdet ist", sagt Merz den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Es ist daher keine Diskriminierung, denen die Freizügigkeit zurückzugeben, die sich selbst und andere nicht mehr gefährden." Das gehe entweder durch den Nachweis einer Impfung oder einen Negativtest.

Über dieses Thema berichtete am 31. Dezember 2020 tagesschau24 um 09:00 Uhr und die tagesschau um 12:50 Uhr.