Heinrich Bedford-Strohm | dpa
Liveblog

Corona-Liveblog zum Nachlesen ++ EKD offen für Lockdown zu Weihnachten ++

Stand: 10.12.2020 20:18 Uhr

Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm hätte Verständnis für strengere Kontaktregeln zu Weihnachten. Die Franzosen dürfen den Jahreswechsel wegen der hohen Fallzahlen nicht im Freien feiern. Alle Entwicklungen vom Donnerstag zum Nachlesen im Liveblog.

  • EU-Staaten einigen sich bei Corona-Hilfen
  • Totenzahl in Italien nahezu verdoppelt
  • EKD offen für strengere Regeln zu Weihnachten
  • Weil fordert einheitliche Regeln für Schließungen des Einzelhandels
  • Schwesig: Bundesweit nach Weihnachten Einzelhandel schließen
  • Dänemark verschärft Lockdown
  • Bundesregierung und Länder stocken Abschlagszahlungen auf
  • Bundesland Berlin plant schärfere Auflagen
10.12.2020 • 22:16 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Hiermit schließen wir den Liveblog für heute und danken für Ihr Interesse.

10.12.2020 • 22:02 Uhr

Alarmierende Warnung vom Charité-Chef

Der Chef der Berliner Charité, Heyo Kroemer, hat im Interview mit den tagesthemen davor gewarnt, dass bundesweit Kliniken an "die Grenze des Machbaren" gelangten. Es gebe nur noch wenige Kapazitäten bei den Intensivbetten, zudem kämpften die Krankenhäuser mit Personalengpässen.

10.12.2020 • 21:40 Uhr

Eiskunstlauf-EM abgesagt

Die Eiskunstlauf-Europameisterschaften 2021 sind wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Das teilte der Weltverband ISU mit. Die EM sollte vom 25. bis 31. Januar in Zagreb stattfinden. Sollte das Event auch nicht nachgeholt werden, könnte erstmals nach über 70 Jahren keine EM ausgetragen werden. Seit 1947 haben jedes Jahr die kontinentalen Titelkämpfe stattgefunden. An der WM vom 22. bis 28. März in Stockholm will die ISU festhalten.

10.12.2020 • 20:56 Uhr

US-Haushaltsdefizit wächst weiter

Die Coronavirus-Krise wirkt sich weiter massiv auf das US-Defizit aus. In den ersten zwei Monaten des neuen Haushaltsjahres stieg es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25,1 Prozent, wie das US-Finanzministerium am Donnerstag bekannt gab. Das Defizit habe für Oktober und November bei 429,3 Milliarden Dollar gelegen, während es 2019 im gleichen Zeitraum 343,3 Milliarden Dollar betrug. Das neue US-Haushaltsjahr begann am 1. Oktober.

Im vorherigen Haushaltsjahr, das am 30. September endete, verbuchte die US-Regierung ein Rekorddefizit von insgesamt 3,1 Billionen Euro. Grund dafür waren die umfangreichen Corona-Konjunkturmaßnahmen, die der Kongress im Frühjahr billigte, um die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft abzufedern.

10.12.2020 • 20:18 Uhr

Bedford-Strohm: Verständnis für härtere Regeln zu Weihnachten

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat Verständnis für strengere Kontaktregelungen über die Weihnachtsfeiertage. "Wenn der harte Lockdown notwendig ist, um Menschenleben zu schützen und die Ausbreitung des Virus zu begrenzen, dann glaube ich, kommen wir an dem harten Lockdown nicht vorbei", sagte er dem ARD-Magazin "Kontraste". Man müsse die Empfehlungen der Wissenschaftsakademie Leopoldina nach härteren Regeln ernst nehmen. "Wenn der Schutz des Lebens, wenn die Nächstenliebe, die sich darin ausdrückt, wenn die an oberster Stelle steht und Teil unserer Botschaft ist, dann schließt die Weihnachtsbotschaft ein, dass wir uns an die Regeln halten, die verhindern, dass Menschen sterben."

10.12.2020 • 19:56 Uhr

Weil fordert bundeseinheitliche Regeln für Einzelhandel

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil pocht auf ein einheitliches Vorgehen der 16 Bundesländer bei der Schließung des Einzelhandels. Man müsse Wanderungsbewegungen zwischen den Bundesländern beim Einkaufen vermeiden, sagt der SPD-Politiker im ZDF. Er gehe davon aus, dass Bund und Länder bald über das Vorgehen beraten würden. In ganz Deutschland werde es zwischen dem 19. Dezember und dem 10. Januar wohl eine sehr ruhige Zeit geben werde, fügt Weil hinzu.

10.12.2020 • 19:53 Uhr

DeGeneres positiv getestet

Die amerikanische Komikerin und Talkshow-Moderatorin Ellen DeGeneres ist mit dem Coronavirus infiziert. Sie sei positiv getestet worden, fühle sich aber glücklicherweise gut, erklärte die 62-Jährige. Menschen, die mit ihr Kontakt hatten, seien informiert worden. Sie werde alle nach den Feiertagen wiedersehen, teilte sie ihren Fans mit. DeGeneres moderiert eine nach ihr benannte Show im US-Fernsehen und war auch schon Gastgeberin der Oscars.

10.12.2020 • 19:38 Uhr

Schleswig-Holstein: Harter Lockdown noch vor Weihnachten?

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther plädiert für schärfere Corona-Maßnahmen noch vor Weihnachten. Erste Schritte in Bezug auf die Schulen könnten bereits morgen bekanntgegeben werden.

10.12.2020 • 19:30 Uhr

Nicht nur Erfolge bei Impfstoff-Suche

Ein Impfstoff gegen das Coronavirus könnte noch bis Jahresende in der EU zugelassen werden. Doch auch an Medikamenten zur Behandlung einer Covid-19-Erkrankung wird geforscht. Das Biotech-Unternehmen Formycon aus Bayern meldet nun einen Durchbruch.

10.12.2020 • 19:26 Uhr

Einigung auf EU-Haushalt und Corona-Hilfen

Nach wochenlangem Streit haben sich die EU-Staats- und Regierungschefs auf einen Kompromiss für den EU-Haushalt geeinigt. Damit ist auch der Weg für die von der EU vorgesehenen Corona-Hilfen frei. Dafür sind bis zu 750 Milliarden Euro vorgesehen.

10.12.2020 • 19:02 Uhr

Innenminister dringen auf frühe Impfungen für Polizisten

Die Innenminister wollen sich dafür einsetzen, dass Polizisten mit als erste eine Corona-Impfung bekommen können. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag meldeten Niedersachsen und Hamburg bei der Innenminister-Konferenz an. Bei der Coronavirus-Impfverordnung, die derzeit erarbeitet werde, solle das Personal von Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz besondere Priorität erhalten.

Die von der Ständigen Impfkommission aktuell vorgenommene Einordnung in die Stufe gering erhöhter Priorität sei zu niedrig angesetzt, hieß es in dem Beschlussvorschlag. Dies gelte vor allem für Tätigkeiten, die etwa bei der Polizei oder dem staatlichen Krisenmanagement unmittelbar zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beitragen.

Polizisten kontrollieren in einer Bar die Einhaltung der Corona-Vorgaben, hauptsächlich, ob die Einträge in der Gästeliste mit den Ausweispapiere der Besucher übereinstimmen. | dpa

Polizisten kontrollieren in einer Bar die Einhaltung der Corona-Vorgaben, hauptsächlich, ob die Einträge in der Gästeliste mit den Ausweispapiere der Besucher übereinstimmen. Bild: dpa

10.12.2020 • 18:33 Uhr

Frankreich verhängt Ausgangssperre für Silvesterfeier

Wegen der Corona-Pandemie dürfen die Franzosen den Jahreswechsel nicht im Freien feiern: Die Regierung verhängte für Silvester eine nächtliche Ausgangssperre, teilte Premierminister Jean Castex mit. Als Grund nannte er die zu hohen Neuinfektionszahlen.

10.12.2020 • 18:24 Uhr

Erfurt verbietet Demo gegen Corona-Maßnahmen

Die Stadt Erfurt hat eine für Samstag unter dem Motto "Für die Freiheit und Rechte der Menschen" ankündigte Großversammlung verboten. Das Vorhaben sei ausführlich in Absprache mit dem Gesundheitsamt und der Rechtsabteilung geprüft worden, sagte Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD). Im Zuge dessen habe sich die Stadt entschlossen, die Versammlung und alle eventuellen Ersatzveranstaltungen zu untersagen.

Mit Blick auf den Infektionsschutz und die immer kritischer werdende Corona-Entwicklung in der Landeshauptstadt sei die Versammlung nicht zu verantworten. Das Bündnis "Thüringen steht zusammen" hatte 3000 Teilnehmer angemeldet.

10.12.2020 • 18:22 Uhr

Zahl der Todesfälle in der Türkei erreicht erneut Höchststand

Die Türkei verzeichnet 220 neue Todesfälle, ein Höchststand. Den Daten des Gesundheitsministeriums zufolge wurden zudem 30.424 Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Toten liegt demnach bei 15.751. Die genaue Zahl der Gesamtinfektionen ist unbekannt, weil die Türkei vier Monate lang nur Fälle veröffentlichte, bei denen Symptome vorlagen.

10.12.2020 • 18:21 Uhr

Wieder mehr Neuinfektionen in Großbritannien

In Großbritannien ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder stark angestiegen. Binnen eines Tages verzeichnen die Behörden 20.964 Positivtests. Das ist der höchste Wert seit Mitte November und deutlich mehr als die 16.578 Ansteckungen am Vortag. Weitere 516 Menschen starben an oder mit dem Virus.

10.12.2020 • 17:46 Uhr

Totenzahl in Italien nahezu verdoppelt

Italien meldet einen sprunghaften Anstieg der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf 887 von 499 am Vortag. Auch die Zahl der Neuinfektionen steigt den Daten des Gesundheitsministeriums zufolge deutlich um 16.999 nach einem Zuwachs von 12.756 am Mittwoch. Damit sind insgesamt 62.626 Tote und knapp 1,8 Millionen Ansteckungen verzeichnet.

Ein Arzt arbeitet auf der Covid-19-Intensivstation des San Matteo-Krankenhauses im italienischen Pavia. | dpa

Ein Arzt arbeitet auf der Covid-19-Intensivstation des San Matteo-Krankenhauses im italienischen Pavia. Bild: dpa

10.12.2020 • 17:12 Uhr

Schwesig: Bundesweit nach Weihnachten Einzelhandel schließen

Aus Sicht von Mecklenburg Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sollten spätestens ab Weihnachten bundesweit die Geschäfte schließen. Dies betreffe nicht den Lebensmitteleinzelhandel, sagte die SPD-Politikerin in Schwerin. Die Menschen sollten sich sicher sein, dass sie, egal wie schwierig die Lage wird, ganz normal Lebensmittel einkaufen können.

Die Ministerpräsidentin betonte, dass das Weihnachtsfest für sie der späteste Zeitpunkt für die Schließung ist. Sie sei offen dafür, zügiger zu diesen Maßnahmen zu greifen.

10.12.2020 • 17:01 Uhr

Dänemark verschärft Lockdown

Dänemark weitet den Anfang der Woche verordneten Lockdown von ursprünglich 38 auf 69 Kommunen aus. Damit unterliegen rund 80 Prozent der Bevölkerung den Einschränkungen. Unter anderem müssen Bars, Restaurants und Museen geschlossen bleiben. In den vergangenen 24 Stunden wurden in Dänemark 3132 neue Corona-Infektionen gezählt, so viel wie nie zuvor an einem Tag.

10.12.2020 • 16:40 Uhr

Wirtschaftsweiser Feld warnt vor zweiter Rezession

Der Wirtschaftsweise Lars Feld rechnet bei schärferen Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Krise mit einem erneuten Konjunktureinbruch. "Bei einem bundesweiten harten Lockdown droht eine zweite Rezession", sagte der Vorsitzende des Sacherverständigenrates dem "Mannheimer Morgen". "Das hätte natürlich auch Konsequenzen für die weitere Entwicklung im Jahr 2021." Er sei aber nicht prinzipiell gegen eine solche Maßnahme. "Vielleicht ist ein harter Lockdown wirklich notwendig, wir müssen ja die Infektionsdynamik stoppen. Das ist das wichtigste Ziel", sagte Feld.

10.12.2020 • 16:32 Uhr

Spanien: Gesamtzahl der Toten deutlich höher als angenommen

In Spanien ist nach der Veröffentlichung neuer Corona-Zahlen von insgesamt 65.000 Todesfällen seit Beginn der Pandemie auszugehen. In den Monaten März bis Mai starben rund 18.000 Menschen mehr an dem Coronavirus als bisher offiziell bekannt, wie die Nationale Statistikbehörde (INE) mitteilte.

Ingesamt erlagen demnach in den drei Monaten 45.684 Menschen dem Virus. Das Gesundheitsministerium hatte bislang etwas über 27.000 Corona-Tote für diesen Zeitraum gemeldet.  Laut INE wurde von März bis Mai bei 32.652 Menschen eine Corona-Infektion eindeutig als Todesursache festgestellt, bei weiteren 13.032 sei wegen der Symptome von einer Covid-19-Erkrankung auszugehen.

Unter Berücksichtigung der neuen INE-Zahlen wären damit inzwischen mehr als 65.000 Menschen in Spanien an Covid-19 gestorben. Damit läge das Land noch vor Großbritannien mit mehr als 62.000 Corona-Toten. 

Sargträger, die ihr Gesicht mit Masken gegen das Coronavirus schützen, tragen einen Sarg auf dem Friedhof von Barcelona. | dpa

Sargträger, die ihr Gesicht mit Masken gegen das Coronavirus schützen, tragen einen Sarg auf dem Friedhof von Barcelona. Bild: dpa

10.12.2020 • 16:15 Uhr

Bayern erteilt Klarsichtmasken eine Absage

Klarsichtmasken aus Kunststoff schützen nach Einschätzung des bayerischen Gesundheitsministeriums nicht ausreichend wirksam vor Ansteckungen mit dem Coronavirus. Die durchsichtigen Masken gelten damit nicht mehr als ausreichende Mund-Nasen-Bedeckung, etwa an Orten, an denen Maskenpflicht herrscht, teilte ein Ministeriumssprecher in München mit.

Zuvor war eine Studie der Hochschule München öffentlich geworden, die den Nutzen von Klarsichtmasken stark in Frage stellte. Tests hätten ergeben, dass die Aerosole unter den Klarsichtmasken austreten und sich dann unkontrolliert ausbreiten können. Dies bedeute ein hohes Ansteckungsrisiko, sagte der Leiter der Studie, der Münchner Professor Christian Schwarzbauer. Die oft nach unten und zur Seite offenen Klarsichtmasken sind seit einigen Monaten auf dem Markt und von Anfang an umstritten.

10.12.2020 • 15:50 Uhr

Bundesregierung und Länder stocken Abschlagszahlungen auf

Die höheren Abschlagszahlungen für die Corona-Sonderhilfen im November und Dezember sind endgültig beschlossen. Der entsprechende Vorschlag aus dem Bundesfinanz- und Wirtschaftsministerium sei mittlerweile von den Ländern angenommen, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Damit sollen die Abschlagszahlungen für Unternehmen bis zu 50.000 Euro betragen - statt bisher maximal 10.000 Euro. Die Regierung reagiert damit auf Kritik aus der Wirtschaft. Selbstständige bekommen weiterhin eine Abschlagszahlung von maximal 5000 Euro.

Diese Grenzen sollen für die Monate November und Dezember gelten. Die Hilfen erhalten können Unternehmen und Selbstständige, die vom Teil-Shutdown stark betroffen sind.

10.12.2020 • 15:20 Uhr

Schweden meldet Höchststand bei neuen Fällen

Auch Schweden meldet mit 7935 Corona-Neuinfektionen eine weiteren Höchstwert. Den vorherigen Höchststand hatte das Land, das im Kampf gegen die Pandemie eine lockerere Strategie verfolgt als andere Staaten, mit 7240 Fällen am 20. November verzeichnet. Die Zahl der Todesfälle stieg um 58 auf 7354, wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilt. In Schweden ist die Sterberate im Verhältnis zur Einwohnerzahl um ein Vielfaches höher als in den nordischen Nachbarländern, im Vergleich zu einigen größeren europäischen Ländern aber niedriger.

10.12.2020 • 15:07 Uhr

Söder: "Bundesweiter Lockdown so lange wie nötig"

Angesichts der unaufhörlich steigenden Corona-Zahlen fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ab Weihnachten einen harten Lockdown mindestens bis zum 10. Januar. "Es braucht bundesweit Ausgangsbeschränkungen, nächtliche Ausgangssperren in Hotspots, Geschäftsschließungen, Betriebsferien und überall verlängerte Schulferien", sagte Söder der Nachrichtenagentur dpa. Zum Zeitraum sagte der CSU-Chef: "Das muss bis 10. Januar gelten - aber so lange wie nötig."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder | AFP

Bayerns Regierungschef Markus Söder unterstrich, dass ein konsequenter Lockdown nötig sei: "Wir müssen das öffentliche Leben runterfahren", sagte er der dpa. Bild: AFP

10.12.2020 • 14:54 Uhr

Forscher warnen vor schwieriger Nachbeobachtung

Die Bundesregierung hat das Ziel, möglichst viele Geimpfte anonym nach zu beobachten und seltene Nebenwirkungen schnell zu entdecken. Doch das Konzept ist nach Kontraste-Recherchen nicht durchdacht. Fachleute schlagen Alarm.

10.12.2020 • 14:43 Uhr

Schwesig: Distanzunterricht für ältere Schüler in Risikogebieten

Für ältere Schüler in Mecklenburg-Vorpommern ab der 7. Klasse, die in Risikogebieten leben, gibt es vom kommenden Montag an Distanzunterricht. Die Regelung gelte für die Landkreise und kreisfreien Städte, die eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erreicht haben, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Mecklenburg-Vorpommern ziehe damit die Konsequenzen aus den rasant gestiegenen Corona-Infektionszahlen der vergangenen Tage.

Ein Schüler greift nach einem Stift aus seiner Stiftemappe mit einem Zettel mit den Buchstaben des Alphabets  | dpa

Bild: dpa

10.12.2020 • 14:36 Uhr

EZB verlängert Notfall-Programm

Die Europäische Zentralbank (EZB) weitet ihre Anleihekäufe in der Corona-Krise nochmal deutlich aus: Das Notfall-Anleihekaufprogramm PEPP wird verlängert und um 500 Milliarden Euro auf insgesamt 1,85 Billionen Euro aufgestockt, wie eine EZB-Sprecherin in Frankfurt am Main sagte. Die Zentralbank weitete demnach auch die Mindestlaufzeit des Programms aus, das nun bis mindestens Ende März 2022 laufen soll.

10.12.2020 • 13:43 Uhr

Moderna erprobt Impfstoff an Jugendlichen

Der US-Pharmakonzern Moderna hat mit der Erprobung seines Corona-Impfstoffes an Jugendlichen begonnen. Dem ersten Teilnehmer einer mittleren bis späten Studienphase sei der Impfstoff heute verabreicht worden, teilte Moderna mit. Bei den Untersuchungen geht es um Jugendliche im Alter von zwölf bis einschließlich 17 Jahren. Das Unternehmen hat in den USA und in der EU einen Antrag auf Notfallzulassung seines Impfstoffs gestellt.

10.12.2020 • 13:21 Uhr

Buchhandel erzielt Umsatzplus

Der Buchhandel in Deutschland hat im Gegensatz zu den meisten anderen Einzelhandelsbranchen im "Lockdown light" ein deutliches Umsatzplus erzielt. Während andere Segmente wie Bekleidung im Vergleich zum Vorjahr zwischen 34 Prozent und 43 Prozent ihrer Umsätze eingebüßt hätten, habe der Buchhandel über alle Absatzkanäle hinweg zweistellige Umsatzsteigerungen erzielt, berichtete das Buchhandel-Fachmagazin "Börsenblatt".

10.12.2020 • 13:10 Uhr

Bundesland Berlin plant schärfere Auflagen

Voraussichtlich schon vor Weihnachten wird es in Berlin zu weiteren Corona-Einschränkungen kommen. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) im Berliner Abgeordnetenhaus an, berichtet der Sender rbb.

Betroffen sind nach Müllers Worten vor allem die Schulen und der Einzelhandel. Bis zum 10. Januar wird es demnach keinen Präsenzunterricht an den Schulen geben. Der Einzelhandel soll ebenfalls bis zum 10. Januar weitgehend heruntergefahren werden. Ob bereits ab dem 20. oder erst ab dem 23. Dezember, müsse man noch mit dem Nachbarland Brandenburg abgestimmt werden, so der Regierende Bürgermeister.

10.12.2020 • 12:54 Uhr

Warnung vor Vereinsamung in der Krise

Alte, Langzeitarbeitslose oder Alleinstehende sind durch die Kontaktbeschränkungen in Folge der Pandemie besonders von Vereinsamung bedroht. Der Sozialverband Deutschland fordert ein Gegensteuern der Politik.

10.12.2020 • 12:11 Uhr

Große Mehrheit ist für strengere Auflagen

Fast jeder zweite Deutsche ist für strengere Regeln im Kampf gegen das Coronavirus. Obwohl die Regelungen zuletzt weiter verschärft wurden, sind 49 Prozent der Meinung, die Maßnahmen müssten "härter ausfallen". Das sind 18 Prozentpunkte mehr als noch vor zwei Wochen, wie aus einer Umfrage des ZDF-"Politbarometer" hervorgeht. 13 Prozent halten die Vorschriften demnach aktuell für "übertrieben", 35 Prozent finden sie "gerade richtig".

10.12.2020 • 12:00 Uhr

Vor allem Frauen haben Angst vor einsame Weihnachten

In Deutschland sorgen sich einer Umfrage zufolge vor allem Frauen vor einsamen Corona-Weihnachten. 45 Prozent von ihnen hätten Sorge, Weihnachten in diesem Jahr allein oder im kleinen Kreis feiern zu müssen, teilte die Kaufmännische Krankenkasse KHH in Hannover mit.

Ähnliche Befürchtungen hätten demgegenüber nur 37 Prozent der Männer. Insgesamt hatten sich 41 Prozent der Befragten entsprechend sorgenvoll geäußert. Im Auftrag der KKH hatte das Marktforschungsinstitut forsa im November 1.001 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren repräsentativ befragt.

10.12.2020 • 11:55 Uhr

Alternative zu Corona-Warn-App in Sachsen entwickelt

Für Menschen ohne Smartphone haben sächsische Wissenschaftler und Firmen ein Corona-Warnsystem im Schlüsselanhängerformat entwickelt. Der sogenannte Corona-Warn-Buzzer werde als Alternative zur bisherigen Warn-App in den kommenden Wochen in einem Feldprojekt getestet, sagte die sächsische Sozialministerin Petra Köpping bei der Präsentation des Gerätes in Augustusburg. Dazu sollen bis zu 3.000 Prototypen in dem sächsischen Ort verteilt werden.

10.12.2020 • 11:46 Uhr

RKI mahnt zu Reise-Verzicht

RKI-Präsident Lothar Wieler appelliert an die Bevölkerung, rund um Weihnachten nicht zu reisen und große Feste zu meiden. Virtuelle Begegnungen seien grundsätzlich besser als persönliche Treffen in großer Runde. Ansonsten würden die Infektionszahlen und auch die Zahl der Todesfälle nach Weihnachten wieder steigen. In den USA sei "Thanksgiving" ein warnendes Beispiel gewesen. Hier stiegen die Zahlen seitdem deutlich an.

10.12.2020 • 11:42 Uhr

Zensus wird um ein Jahr verschoben

Die ursprünglich für Mai 2021 geplante Volkszählung wird wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben. Ein entsprechendes Gesetz beschloss der Bundestag. Mit der Krise hätten sich auch bei der Aufgabenerfüllung der Verwaltung erhebliche Einschränkungen ergeben, hieß es zur Begründung. In den Statistischen Ämtern von Bund und Ländern habe Personal für andere Aufgaben wie die Unterstützung der Gesundheitsämter abgezogen werden müssen. 

10.12.2020 • 11:25 Uhr

Britische Spielzeugindustrie rechnet mit Lieferproblemen

Der Spielzeugherstellerverband BTHA warnt vor Lieferschwierigkeiten. "Schiffe wurden aufgrund einer Überlastung im Hafen von Felixstowe nach Rotterdam umgeleitet und werden nun die Weihnachtszeit verpassen", sagte der Verband der Nachrichtenagentur dpa.

Sowohl im wichtigsten Containerhafen Felixstowe an der Nordsee als auch in Southampton am Ärmelkanal stauen sich seit Wochen die Container. Grund ist außer der Corona-Krise auch der Brexit. Viele Unternehmen versuchen, vor Ablauf der Brexit-Übergangsphase am 31. Dezember ihre Lagerbestände aufzufüllen. Gleichzeitig verstopfen Tausende Container mit Schutzkleidung die Lagerhäuser.

Das Chaos könnte auch auf die Preise schlagen. Möglich seien bis zu vier Mal höhere Kosten, sagte der Verband.

10.12.2020 • 11:18 Uhr

Herrmann: Bund- und Länderpolizeien sollen Impfstoff bewachen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) geht davon aus, dass sich die Polizeien von Bund und Ländern arbeitsteilig um die Bewachung des Corona-Impfstoffes kümmern werden. Die Bundespolizei werde den Transport des Impfstoffes bis zu den jeweiligen Zentrallagern in den Ländern bewachen. Für die sichere Verteilung des Impfstoffes innerhalb der Länder seien dann die Polizeibehörden der Länder verantwortlich, sagte Herrmann am Rande der Innenministerkonferenz (IMK) in Berlin.

Eine Beteiligung der Bundeswehr, etwa durch die Nutzung von Kasernen zur Lagerung, schloss er nicht aus. Die Innenminister der Länder beraten bei der IMK unter anderem über ein Sicherheitskonzept zur Verteilung des Corona-Impfstoffes. Herrmann betonte, der Impfstoff müsse bewacht werden, damit Transporte nicht überfallen, Impfdosen nicht gestohlen und keine Anschläge von Impfgegnern verübt werden könnten.

10.12.2020 • 11:04 Uhr

Weitere 50 Klagen gegen Österreich wegen Ischgl-Ausbruch

Im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch im Tiroler Skiort Ischgl bereitet der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) rund 50 weitere Amtshaftungsklagen gegen die Republik Österreich vor. "Die ersten mündlichen Verhandlungen vor Gericht erwarten wir im April", sagte der Obmann des Vereins, Peter Kolba. Sammelklagen für Opfer ohne Rechtsschutzversicherung sollen im Frühjahr folgen. "Ich rechne mit einem Millionenschaden für die Republik", sagte Kolba.

In Ischgl war es Anfang des Jahres mitten in der Skisaison zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Hunderte Österreicher und Tausende ausländische Touristen infizierten sich vermutlich vor allem in überfüllten Apres-Ski-Bars. Urlaubsheimkehrer verbreiteten das Virus in ganz Europa.

Ski-Touristen in Ischgl | STR/EPA-EFE/Shutterstock

So sah es vor der Corona-Pandemie im Skiort Ischgl aus. Bild: STR/EPA-EFE/Shutterstock

10.12.2020 • 10:53 Uhr

Realschullehrerverband fordert flächendeckenden Fernunterricht

Der Präsenzunterricht sollte nach Ansicht des Deutschen Realschullehrerverbandes deutschlandweit ausgesetzt werden. "Jetzt muss es sehr schnell, sehr klare Entscheidungen geben und die Schülerinnen und Schüler müssen unter diesen Umständen so flächendeckend wie möglich in den Distanzunterricht wechseln", sagte der Verbandsvorsitzende Jürgen Böhm laut einer Mitteilung.

"Es rächt sich nun, dass man in den Ländern und Kultusbehörden in den vergangenen Wochen die klaren Inzidenz- und Infektionswerte ignoriert hat und den Präsenzunterricht unter allen Umständen durchdrücken wollte", fügte er hinzu. Wer wissenschaftliche Erkenntnisse und Empfehlungen ignoriere, mache sich mit schuldig an der Ausbreitung der Pandemie und damit an einer Verlängerung und Vertiefung der Krise, sagte Böhm.

Bildung liegt in der Kompetenz der Bundesländer. Sie können selbst darüber entscheiden, wie sie vorgehen. Im Frühjahr hatten zunächst das Saarland und Bayern flächendeckende Schulschließungen angekündigt, die anderen Länder waren dem dann gefolgt. Sachsen hat für die kommende Woche wieder komplette Schließungen wie im Frühjahr angekündigt.

10.12.2020 • 10:21 Uhr

RKI-Chef Wieler: Lage ist besorgniserregend

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hält den zuletzt wieder registrierten Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen für "besorgniserregend". "Die Lage ist nach wie vor sehr ernst", sie habe sich seit der vergangenen Woche verschlechtert, sagte Wieler in Berlin. Es könne schnell wieder zu einem exponentiellen Wachstum der Neuinfektionen kommen.

Wieler erklärte die Situation damit, dass das Coronavirus in der Bevölkerung sehr verbreitet sei. Umso wichtiger sei es deshalb, die Schutzmaßnahmen einzuhalten. Nach Angaben des RKI ist besonders die Lage in den Alten- und Pflegeheimen schwierig. Es gebe dort aktuell fast doppelt so viele Ausbrüche wie im Frühjahr. Pro Ausbruch seien im Durchschnitt fast 20 Menschen betroffen.

10.12.2020 • 09:50 Uhr

Uniklinikum Augsburg verhängt Aufnahmestopp

Das Universitätsklinikum Augsburg (UKA) hat einen Aufnahmestopp für alle stationären Patienten und ambulanten Eingriffe verhängt, die nicht dringend sind, berichtet der Bayerische Rundfunk. Die Behandlung von Tumorpatienten ist von dieser Regelung ausgenommen. Nur so könne gewährleistet werden, dass die Intensivkapazitäten und die Bettenkapazitäten in den Covid-Normalstationen nicht überstrapaziert werden, teilte das UKA mit.

Seit gestern Morgen müssen am UKA insgesamt 159 Covid-19-Patienten inklusive Verdachtsfälle versorgt werden. Davon werden 32 Patienten intensivmedizinisch versorgt, viele müssen beatmet werden. Weiter verschärft werde die Lage durch Covid-Ausbrüche auf verschiedenen Nicht-Covid-Stationen mit unterschiedlichem Ausmaß.

10.12.2020 • 09:48 Uhr

Gates-Stiftung kündigt Großspende an

Die Bill and Melinda Gates Foundation sagt weitere 250 Millionen Dollar zur Entwicklung kostengünstiger Corona-Impfstoffe und Behandlungsmöglichkeiten zu. Insgesamt stellt die Stiftung damit nun 1,75 Milliarden Dollar zur Bekämpfung der Pandemie zur Verfügung. Mit dem Geld soll unter anderem geholfen werden, dass auch ärmere Länder Tests und Impfstoffe erhalten. "Jeder, überall verdient es, von der im Jahr 2020 entwickelten Wissenschaft zu profitieren", erklärt Melinda Gates, Co-Vorsitzende der Stiftung.

10.12.2020 • 09:29 Uhr

Niedersachsen nimmt Lockerungen nach Weihnachten zurück

Niedersachsen nimmt die ins Auge gefassten Corona-Lockerungen nach Weihnachten zurück. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil im Landtag in Hannover an. Die geltenden Kontaktbeschränkungen sollen lediglich vom 24. bis zum 26. Dezember auf zehn Verwandte zuzüglich Kindern unter 14 Jahren gelockert werden. Danach dürfen sich auch über Silvester wieder nur höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Eltern können ihre Kinder bereits in der kommenden Woche vom Präsenzunterricht befreien lassen, damit weniger Kinder in den Klassen sitzen.

10.12.2020 • 09:26 Uhr

Tokio meldet erstmals mehr als 600 Neuinfektionen

Erstmals wurde in der Metropolregion Tokio die Marke von 600 neuen Fällen überschritten; in 24 Stunden wurden 602 neue Fälle registriert. Insgesamt in Japan waren es 2810. Seit Beginn der Pandemie gab es in Japan 168.573 Coronavirus-Fälle. 2465 Menschen starben mit dem Virus. Die Fallzahlen in Tokio beginnen, die Krankenhäuser zu belasten, erklärten Gesundheitsbeamte. Die Behandlung von Patienten mit anderen Krankheiten sei für viele Hospitäler schwierig geworden. Die Gouverneurin der Präfektur Tokio, Yuriko Koike, rief dazu auf, auf nicht unbedingt notwendige soziale Kontakte zu verzichten. Das gelte vor allem für ältere Menschen und ihre Familien.

Zahlreiche Passanten auf einer Straße in Tokio | dpa

Auch in Tokio steigt die Zahl der Neuinfektionen an. Bild: dpa

10.12.2020 • 09:00 Uhr

US-Milliardäre steigern Vermögen um gut eine Billion Dollar

Die Milliardäre in den USA haben ihr Vermögen laut einer Studie seit Beginn der Pandemie um mehr als eine Billion Dollar (826,7 Milliarden Euro) gesteigert. Während das Gesamtvermögen der US-Milliardäre am 18. März noch bei rund 2,95 Billionen Dollar gelegen habe, sei es bis diesen Montag auf mehr als vier Billionen Dollar angewachsen, heißt es in einer Studie der Denkfabrik Institute for Policy Studies (IPS) und der Organisation Americans for Tax Fairness (ATF).

"Niemals zuvor hat Amerika eine derartige Häufung von Reichtum in so wenigen Händen gesehen", erklärte ATF-Chef Frank Clemente. "Ihre Pandemie-Profite sind so enorm, dass Amerikas Milliardäre ein riesiges Covid-Hilfspaket bezahlen könnten, ohne einen Cent ihres vorherigen Vermögens zu verlieren." Clemente wies darauf hin, dass das derzeit vom US-Kongress geprüfte Corona-Hilfspaket bei unter einer Billion liege. Laut der Studie würde der Billionen-Zugewinn der Milliardäre ausreichen, um jedem der rund 300 Millionen US-Bürger eine einmalige Corona-Hilfe in Höhe von 3000 Dollar auszuzahlen.

10.12.2020 • 08:38 Uhr

Inlandstourismus auch im Oktober massiv eingeschränkt

Die Corona-Krise hat sich auch im Oktober auf den Tourismus im Inland ausgewirkt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, gab es im Oktober 2020 nach vorläufigen Ergebnissen 33,4 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Das waren 26,7 Prozent weniger als im Oktober des Vorjahres. Bei den Gästen aus dem Ausland registrierten die heimischen Beherbergungsbetriebe demnach 2,2 Millionen Übernachtungen. Dies entspricht einem Rückgang von 71 Prozent im Vorjahresvergleich.

Mit 31,2 Millionen Übernachtungen war die Entwicklung bei den inländischen Gästen weniger rückläufig, dennoch sanken die Übernachtungszahlen um 17,6 Prozent zum Oktober 2019. Von Januar bis Oktober 2020 verbuchten die Beherbergungsbetriebe den Angaben zufolge insgesamt 286,7 Millionen Übernachtungen. Dies entspricht einem Minus von 33,7 zum Vorjahreszeitraum. Der Rückgang bei den Gästen aus dem Ausland betrug dabei 60,6 Prozent.

Leerer Schlepplift auf der Zugspitze | dpa

Schlepplift auf der Zugspitze: Skifahren fällt in diesem Winter weitgehend aus. Bild: dpa

10.12.2020 • 08:33 Uhr

Baugewerbe ohne Einbußen

Das Bauhauptgewerbe in Deutschland hat sich in seinem Wachstumskurs von der Corona-Pandemie nicht bremsen lassen. Im September lagen die Umsätze 2,0 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Auch die Zahl der Beschäftigten hat innerhalb eines Jahres um 1,2 Prozent zugelegt. Für die ersten neun Monate des Jahres können die Betriebe sogar ein Umsatzplus von 3,4 Prozent verbuchen. Die Zahl der Beschäftigten überstieg im Schnitt den Vorjahreswert um 1,5 Prozent.

In den ersten neun Monaten ging allein der Umsatz mit dem Bau von Straßen und Bahnstrecken leicht um 0,3 Prozent zurück. Alle anderen Bereiche liegen besser als im Vorjahreszeitraum.

10.12.2020 • 08:16 Uhr

Studie: Geringe Einkommensverluste bei Deutschen

Im Durchschnitt erleidet die deutsche Bevölkerung durch Corona Forschern zufolge nur minimale Einkommensverluste. Der allergrößte Teil wird einer Studie des Münchner Ifo-Instituts und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg zufolge durch den Sozialstaat abgefangen.

Berücksichtige man diverse zusätzliche Leistungen und alle Haushalte, schrumpfe das verfügbare Einkommen über alle Einkommensklassen nur um 0,1 Prozent. Dabei ist das Bruttoerwerbseinkommen der Studie zufolge wohl eigentlich um rund 3 Prozent gesunken. "Aber die Kombination aus Kurzarbeitergeld sowie niedrigeren Steuern und Abgaben verringerte den Rückgang im Durchschnitt auf 1,1 Prozent", sagt Andreas Peichl vom Ifo.

"Ein großer Teil der krisenbedingten Einkommensverluste wird über die Arbeitslosenversicherung ausgeglichen", sagt Kerstin Bruckmeier vom IAB. Dämpfend wirkten zudem der Kinderbonus, die Erhöhung des Einkommsensteuerfreibetrags für Alleinerziehende, der Notfall-Kindergeldzuschlag und ein erleichterter Zugang zu Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende.

Die Studie, die auf Simulationen zurückgreift, bezieht zwar nur die Entwicklungen bis September mit ein, "gleichwohl dürften sich die Verteilungsergebnisse, auch aufgrund der November- und Dezemberhilfen, nicht wesentlich ändern", heißt es von den Forschern.

10.12.2020 • 08:01 Uhr

Patientenschützer fordern Corona-Register für Pflegeheime

Angesichts steigender Infektionszahlen in Pflege- und Altenheimen fordern Patientenschützer ein bundesweites Corona-Register für die Einrichtungen. Wie das Divi-Intensivregister für Krankenhäuser müsse ein Corona-Pflege-Radar tagesaktuell das Infektionsgeschehen in jedem der 12.000 Pflegeheime anzeigen, sagte der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Darin erfasst werden sollten die Zahl der Infizierten, der Genesenen, der Verstorbenen und der Heimbewohner, die aufgrund einer Corona-Infektion in eine Klinik verlegt werden mussten. Zudem müsse auch das jeweils zur Verfügung stehende Personal an ein solches Register gemeldet werden, sagte Brysch.

Sobald sich eine Ketteninfektion abzeichne, könnten lokale Taskforces gezielt zum Einsatz kommen. In Kombination mit Hygieneregeln und häufigen Tests würde ein Corona-Pflege-Radar den Schutz Pflegebedürftiger deutlich erhöhen, so Brysch.

An einem Haltegriff eines Pflegebettes in einem Seniorenheim hängt ein weißes Deko-Herz an einem roten Band. (Foto: Jonas Güttler/dpa)  | picture alliance/dpa

Patientenschützer fordern, das Infektionsgeschehen in Altenheimen gründlicher zu dokumentieren. Bild: picture alliance/dpa

10.12.2020 • 07:56 Uhr

TUI tief in den roten Zahlen

Die Corona-Krise hat dem Tourismuskonzern TUI einen der größten Verluste der Firmengeschichte eingebrockt. Das Minus im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr lag bei rund 3,1 Milliarden Euro, wie der mit Staatshilfen gerettete Konzern aus Hannover mitteilte. Im Vorjahr hatte es noch einen Gewinn von 532 Millionen Euro gegeben. Der Umsatz sank zuletzt um 58 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro.

TUI-Chef Fritz Joussen sieht das Unternehmen dennoch gut gerüstet für einen Neustart. "Die Aussicht auf Impfungen ab dem Jahresbeginn lässt die Nachfrage nach Sommerurlaub 2021 deutlich steigen", sagte Joussen.

Der Konzern bekommt bereits drei Milliarden Euro Unterstützung vom Steuerzahler. Vorige Woche schnürte TUI ein weiteres Rettungspaket, an dem sich der Bund mit 1,3 Milliarden Euro beteiligt.

10.12.2020 • 07:40 Uhr

Dobrindt für Distanzunterricht vor Weihnachten

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt plädiert für rasche Maßnahmen in den Schulen zur Eindämmung des Corona-Virus, damit die Feiertage wie geplant in den Familien stattfinden können. "Vor Weihnachten dafür sorgen, dass die Zahlen runtergehen, das wäre die logische Entscheidung", sagte der Politiker im ARD-Morgenmagazin.

Der Distanz- beziehungsweise der Hybridunterricht in den Schulen würde wesentlich dazu beitragen, dass das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus minimiert werde. "Ich hoffe, dass wir sehr schnell zu diesen Entscheidungen kommen."

Dobrindt forderte zudem ein erneutes Treffen der Länderchefs mit der Kanzlerin: "Natürlich müssen die sich treffen. Die müssen sich jetzt schnell treffen. Und sie müssen jetzt schnell die Entscheidungen für vor Weihnachten und danach treffen."

10.12.2020 • 06:18 Uhr

44 Prozent der Deutschen sehen psychische Belastungen bei sich

Etwa 44 Prozent der Deutschen gaben in einer Umfrage an, die Corona-Pandemie habe negative Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit. Das ist der geringste Anteil unter den 16 befragen Bevölkerungen, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov dazu untersucht hat.

In Großbritannien sehen 65 Prozent negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit durch Corona - das war der höchste Anteil. Unter Einwohnern in Hongkong machten 63 Prozent diese Angabe, in Italien 62 Prozent. Die USA lagen mit 56 Prozent auf Platz 9 dieser Liste.

YouGov hatte mehr als 21.000 Menschen in 15 Ländern und Hongkong interviewt. Die Ergebnisse seien repräsentativ für die jeweilige Bevölkerung ab 18 Jahren, hieß es.

10.12.2020 • 05:24 Uhr

Bereits mehr als 20.000 Corona-Tote in Deutschland

In Deutschland sind mittlerweile bereits mehr als 20.000 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Wie das Robert-Koch-Institut mitteilte, stieg die Zahl der Corona-Toten hierzulande um 440 auf 20.372 Fälle. Zudem meldete das RKI 23.679 Neuansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus binnen 24 Stunden - auch diese Zahl ist ein neuer Höchstwert.

10.12.2020 • 04:55 Uhr

Neuer Höchststand der täglichen Corona-Toten in den USA von mehr als 3000

Die Zahl der täglichen Corona-Toten hat in den USA einen neuen Höchststand von mehr als 3000 erreicht. Am Mittwoch seien bis zum Abend (Ortszeit) 3071 weitere Todesopfer der Pandemie registriert worden, teilte die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mit. Zudem wurden mehr als 220.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages registriert. Allein in Kalifornien, dem bevölkerungsreichsten der 50 US-Bundesstaaten, waren es laut Covid Tracking Project mehr als 30.000 Neuansteckungen binnen eines Tages.

10.12.2020 • 04:55 Uhr

Sprecher: Seehofer nach möglichem Kontakt in Quarantäne

Bundesinnenminister Horst Seehofer begibt sich nach einem möglichen Kontakt mit einer positiv getesteten Mitarbeiterin in Quarantäne. "Hinweise auf eine Infektion des Ministers liegen derzeit nicht vor", schreibt ein Sprecher auf Twitter