Barcelona | ENRIC FONTCUBERTA/EPA-EFE/Shutte
Liveblog

Liveblog zum Coronavirus ++ Restaurants in Barcelona dürfen wieder öffnen ++

Stand: 19.11.2020 23:48 Uhr

Die Vereinten Nationen befürchten, dass die Krise bis zu 130 Millionen Menschen in extreme Armut stürzen könnte. Nach Dänemark plant auch Irland die Notschlachtung von Nerzen. Alle Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.

  • 22.609 Neuinfektionen in Deutschland
  • Neue Datenbank für Interessenten an Impfstoff-Studien
  • WHO: Alle 17 Sekunden ein Corona-Toter in Europa
  • Verbot von Silvester-Feuerwerk gefordert
  • Mehr als 250.000 Tote in den USA
  • IWF warnt vor Abflauen der Konjunkturerholung
  • Mehr als 36.000 Neuinfektionen in Italien
19.11.2020 • 23:48 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

19.11.2020 • 22:59 Uhr

OVG erklärt Schließung von Fitnessstudios für rechtmäßig

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Hamburg hat die coronabedingte Schließung von Fitnessstudios in der Hansestadt für rechtmäßig erklärt. Mit dem Beschluss wurde nach einer Beschwerde der Stadt Hamburg eine vorangegangene Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hamburg geändert. Damit werde der Eilantrag der Betreiberin mehrerer Fitnessstudios abgelehnt, teilte das Gericht mit. Die Entscheidung sei unanfechtbar. 

Die Betreiberin war gegen die Schließung ihrer Fitnessstudios im Zuge des Teil-Lockdowns ab dem 2. November vor Gericht gezogen. Das Hamburger Verwaltungsgericht hatte ihrem Eilantrag stattgegeben. Die den Corona-Maßnahmen zugrunde liegende Generalklausel im Infektionsschutzgesetz des Bundes genüge "für einen derart schwerwiegenden Grundrechtseingriff" nicht, hatte die Kammer erklärt.

Der Hamburger Senat legte daraufhin Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht der Hansestadt ein. Dieses entschied nun, dass sich in dem Infektionsschutzgesetz in der bis zum 18. November geltenden Fassung eine hinreichende gesetzliche Grundlage finde (Az. 5 Bs 209/20). Regelungsziel sei es, den Behörden "ein möglichst breites Spektrum an geeigneten Schutzmaßnahmen zu eröffnen". Der Sinn gefahrenabwehrrechtlicher Generalklauseln bestehe gerade darin, "auf kaum beziehungsweise schwer vorhersehbare Gefahrenlagen reagieren zu können". Die Regelung erscheine als geeignet, erforderlich und angemessen.

19.11.2020 • 22:53 Uhr

Gemeinsame Standards für Antigen-Schnelltests geplant

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die EU-Staaten gemeinsame Standards für die schnellen Antigen-Tests. Man brauche die gegenseitige Anerkennung der Tests und ihrer Ergebnisse, sagte EU-Ratschef Charles Michel nach den Video-Beratungen mit den EU-Staats- und Regierungschefs.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sagte, die Schnelltests müssten mindestens bei vier von fünf Infizierten anschlagen. Es gebe viele verschiedene Tests unterschiedlicher Qualität auf dem Markt, deshalb brauche es einen gemeinsamen EU-Rahmen für die Anerkennung der Tests, die zusätzlich zu den aufwendigeren PCR-Tests genutzt werden sollten. Die EU-Kommission will eine Bewertung der Tests vornehmen.

Von der Leyen kündigte zudem ein Pilotprojekt für ein digitales Rückreiseformular an, an dem sich zunächst zwei EU-Staaten beteiligten. Darüber hinaus könnten zwölf weitere Länder mitmachen, weil sie bereits ein technisch kompatibles Formular nutzten. Auch Deutschland hat bereits ein digitales Formular, das ausgefüllt werden muss, wenn man von Auslandsreisen zurückkehrt.

19.11.2020 • 22:48 Uhr

EU will sich über Kriterien für Lockerungen absprechen

Die EU will sich nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen enger absprechen, wie und wann sie Corona-Maßnahmen koordinierter wieder lockern und aufheben kann. Die Kommission werde dazu Vorschläge vorlegen, sagte von der Leyen nach einer Schalte der 27 EU-Staats- und Regierungschefs. "Wir setzen unser Anstrengungen fort, die Bürger über Impfungen informiert zu halten", fügte sie hinzu und verwies auf weitere Gespräche auch mit den Impfstofffirmen Moderna und Novavax.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel verwies auf den Versuch und die Notwendigkeit, sich enger abzustimmen. Man habe sich unterhalten, "welchen Punkt wir anstreben, um dann Maßnahmen wieder zu lockern", sagte sie. Zudem hätten die Regierungschefs die Schwierigkeiten diskutiert, dann die Infektionszahlen auf einem so niedrigen Niveau zu halten, dass man keine dritte Welle auslöse. Das werde sehr schwierig. Man habe sich an einer Inzidenz von 50 orientiert. Dies bedeutet, dass es 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen gibt.

19.11.2020 • 22:17 Uhr

Neuer Anlauf im US-Kongress zu Corona-Hilfen

Im US-Kongress sollen die festgefahrenen Verhandlungen über ein neues Corona-Hilfspaket nach Angaben der Demokraten in Kürze wieder aufgenommen werden. Die Republikaner hätten neuen Gesprächen zugestimmt, zitierte der Sender CNBC den Fraktionschef der Demokraten im Senat, Chuck Schumer. Noch im Laufe des Tages oder am Freitag wolle man sich zusammensetzen, um zu sehen, ob man ein "wirklich gutes" Paket schnüren könne. Die Bereitschaft zu Gesprächen sei ein "kleiner" Durchbruch. Vom Büro des Mehrheitsführers der Republikaner, Mitch McConnell, war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Beide Seiten haben bereits über Wochen hinweg um ein weiteres Hilfspaket gerungen, das die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abfedern soll. Im Zuge der Präsidentschafts- und Kongresswahlen Anfang November wurden die Gespräche dann jedoch auf Eis gelegt. Die Demokraten streben ein Volumen von 2,2 Billionen Dollar an, die Republikaner im Senat wollen dagegen nur 500 Milliarden Dollar freigeben.

19.11.2020 • 22:04 Uhr

Laschet will Landtag kurz vor Merkel-Treffen informieren

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will den Landtag wenige Stunden vor dem nächsten Corona-Gipfel der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Linie Nordrhein-Westfalens informieren. Eine entsprechende Bitte hat die Staatskanzlei nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa an den Landtagspräsidenten geschickt.

Grüne und SPD hatten Laschet schriftlich um eine Unterrichtung vor der Schaltkonferenz mit Merkel gebeten und notfalls die Einberufung einer Sondersitzung des Landtags angekündigt. Dazu wird es nun nicht kommen. Das Plenum tagt am Mittwoch ohnehin, Laschet will am Morgen einen zehnminütigen "Ausblick" auf die Schalte am Mittag geben. Die Unterrichtung soll direkt zu Beginn der Sitzung um 10 Uhr stattfinden.

19.11.2020 • 21:47 Uhr

Demonstration vor Bundesverfassungsgericht

Rund 500 Menschen haben nach Angaben der Polizei in Karlsruhe gegen Corona-Beschränkungen demonstriert - auch noch nach Auflösung der Versammlung. Der Protest war für den Nachmittag mit zunächst 50 Teilnehmern in der Nähe des Bundesverfassungsgerichts angemeldet worden, wie Polizei und Stadt mitteilten. Tatsächlich hätten sich dann aber 500 Menschen auf dem Gelände vor dem Gericht versammelt. Die Beamten hätten die Demonstranten mehrfach aufgefordert, den Mindestabstand zueinander einzuhalten oder eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die Versammlungsleitung habe die Demonstration dann aufgelöst.

Im Anschluss seien aber 150 Menschen zurück zum Gericht gegangen. Die Polizei forderte sie auf, den Ort zu verlassen - dem seien die Teilnehmer nachgekommen. Aber auch danach hätten sich Menschen an verschiedenen Orten in der Innenstadt versammelt.

Die Polizei löste die Gruppen wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung auf und erteilte dabei zahlreiche Platzverweise. Ein Teilnehmer sei festgenommen worden - daraufhin hätten sich rund 40 Menschen vor einem Polizeirevier versammelt. "Im weiteren Verlauf musste die Polizei gegen zahlreiche Personen vorgehen, da diese den ausgesprochenen Platzverweisen keine Folge leisteten", hieß es. Die Bilanz: Anzeigen gegen 41 Menschen und zwei leicht verletzte Polizisten. Am frühen Abend habe sich die Lage beruhigt.

19.11.2020 • 21:38 Uhr

Merkel rechnet mit Impfstoff vielleicht schon im Dezember

Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet schon im Dezember oder "sehr schnell nach der Jahreswende" mit der Zulassung eines Corona-Impfstoffes in Europa. "Und dann wird das Impfen natürlich beginnen", sagte die CDU-Politikerin nach dem EU-Videogipfel. "Man muss ja sagen, dass die Nachrichten der letzten Tage bezüglich der Entwicklung eines Impfstoffes sehr zuversichtlich stimmen."

19.11.2020 • 21:37 Uhr

Brexit-Verhandlungen werden online fortgesetzt

Die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union über die bilateralen Beziehungen nach dem Brexit sollen wegen eines positiven Coronavirus-Falls vorerst virtuell fortgesetzt werden. Darauf hätten sich beide Seiten verständigt, teilte ein britischer Regierungssprecher mit. Auf direkter persönlicher Ebene werde man erst dann wieder zusammenkommen, wenn dies sicher sei. Gesundheit und Wohlergehen der Mitarbeiter hätten Vorrang. EU-Verhandlungschef Michel Barnier hatte zuvor mitgeteilt, ein Mitglied seiner Delegation sei positiv auf das Virus getestet worden. Daher würden die Gespräche mit der britischen Delegation unter David Frost "für eine kurze Zeit" unterbrochen.

19.11.2020 • 21:28 Uhr

Merkel: EU redet über gegenseitige Anerkennung von Schnelltests

Die EU-Staaten reden nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel darüber, wie sie gegenseitig die Ergebnisse von Schnelltests anerkennen können. Man müsse bei einem unterschiedlichen Testeinsatz aufpassen, dass die Statistiken zwischen den Ländern noch vergleichbar blieben, so Merkel nach einer Schalte der Staats- und Regierungschefs der EU.

19.11.2020 • 20:46 Uhr

Bars und Restaurants in Barcelona dürfen wieder öffnen

In Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona dürfen alle Bars und Restaurants sowie alle Kinos und Theater wegen einer Besserung der Corona-Lage ab Montag nach mehr als fünf Wochen wieder öffnen. Für alle Gastronomiebetriebe werde es in der gesamten Region im Nordosten Spaniens aber ab 21.30 Uhr eine Sperrstunde geben, teilte die Regionalregierung mit. Neben weiteren Einschränkungen soll im Innenbereich die Auslastung auf maximal 30 Prozent beschränkt werden.

Restaurants und Bars sind in Katalonien seit dem 16. Oktober per Dekret dicht. Mit diesen Maßnahmen starte die Region einen zweimonatigen Plan, bei dem es alle zwei Wochen neue Lockerungen der Corona-Einschränkungen geben werde, soweit es die Entwicklung der Pandemie zulasse, hieß es. Das Versammlungsverbot für mehr als sechs Personen und die Abriegelung der Region solle bei günstiger Entwicklung am 21. Dezember aufgehoben werden. Die seit Ende Oktober geltende nächtliche Ausgangssperre sowie die Absperrungen aller Gemeinden an den Wochenenden sollen unterdessen mindestens bis Ende Januar in Kraft bleiben.

Die Behörden Kataloniens hatten mit den für spanische Verhältnisse vergleichsweise strengen Einschränkungen auf einen starken Anstieg der Zahlen reagiert. Die Maßnahmen zahlen sich aber für die rund 7,6 Millionen Einwohner langsam aus: Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen fiel in nur einer Woche von 256,7 auf 157,3.

19.11.2020 • 20:27 Uhr

Frankreich verzeichnet weniger Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich geht zurück. Das Gesundheitsministerium meldet 21.150 weitere Fälle binnen eines Tages nach 28.383 am Mittwoch. Im Krankenhaus liegen den Angaben zufolge derzeit 32.345 mit Corona infizierte Patienten, knapp 500 weniger als einen Tag zuvor. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen ist innerhalb von 24 Stunden um 122 auf 4653 gesunken. Insgesamt wurden in Frankreich bislang fast 2,1 Millionen Corona-Fälle bestätigt. Die Zahl der Corona-Toten ist um 429 auf 47.127 gestiegen.

19.11.2020 • 20:17 Uhr

Biontech hält Auslieferung von Impfstoff im Dezember für möglich

Der Mitgründer des Impfstoffentwicklers Biontech, Ugur Sahin, hält eine Auslieferung des Corona-Impfstoffs noch in diesem Jahr für möglich. Es sei "im Bereich des Möglichen, dass wir noch im Dezember vielleicht den Impfstoff ausliefern können", sagte Sahin im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. "Aber da müssen wirklich alle sehr, sehr eng und intensiv zusammenarbeiten."

Der von Biontech und dem US-Pharmariesen Pfizer entwickelte Impfstoff ist einer der Hoffnungsträger im Kampf gegen die Pandemie. Sahin hält es für möglich, dass der Impfstoff noch in diesem Jahr in den USA oder in Europa "oder in beiden Regionen" zugelassen wird. Sein Team arbeite "fieberhaft" an einer Zulassung, erklärte der Mainzer. "Die Dokumente werden heute und morgen fertiggestellt und bei der FDA eingereicht." Bei den europäischen Behörden würden die "aktualisierten Daten mit den Wirksamkeitsdaten" voraussichtlich nächste Woche eingereicht. Eine Zulassung könnte dann "innerhalb von wenigen Wochen" erfolgen.

19.11.2020 • 19:52 Uhr

Fast 80 verletzte Beamte bei Corona-Demo

Bei der Demonstration gegen die Corona-Politik in Berlin sind nach Angaben der Polizei Einsatzkräfte massiv angegriffen worden. Es habe 77 verletzte Polizisten und 365 Festnahmen gegeben, berichtete die Polizei in einer vorläufigen Bilanz zu den Protesten in Berlin-Mitte.

"Das Potenzial und die Brutalität der Gewalt am Mittwoch waren immens. Einzelne Stimmen haben mir gesagt, sowas haben wir in Berlin seit Jahrzehnten nicht erlebt", sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik dem "Tagesspiegel".

19.11.2020 • 19:15 Uhr

UN: Corona könnte bis zu 130 Millionen in extreme Armut stürzen

Die Corona-Pandemie verschärft laut den Vereinten Nationen weltweit massiv die Armut. Besonders die Menschen in den Staaten des Südens seien die Leidtragenden der globalen ökonomischen Talfahrt, warnte die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) in Genf. Die Krise drohe bis zu 130 Millionen Menschen in extreme Armut zu stürzen, heißt es in einem Unctad-Bericht über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie. Zum ersten Mal seit 1998 wachse die Armut in der Welt wieder.

Nach einer Definition der Weltbank lebt ein Mensch in extremer Armut, wenn er weniger als 1,90 US-Dollar (1,61 Euro) pro Tag zur Verfügung hat. Ein Jobverlust komme für viele Menschen in armen Ländern einem freien ökonomischen Fall gleich, weil eine Absicherung fehle. Die Unctad geht davon aus, dass 85 Prozent der Arbeitnehmer in den rund 50 ärmsten Ländern keinerlei sozialen Schutz haben.

Die Autoren der Studie sehen auch die Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele gefährdet, wenn die Politiker nicht entschlossen dagegenhalten. Auf die 17 Nachhaltigkeitsziele hatten sich die Staaten der Welt im Jahr 2015 verständigt. Die "Sustainable Development Goals" umfassen ökologische, wirtschaftliche und soziale Entwicklungsaspekte, die bis 2030 erreicht werden sollen.

19.11.2020 • 18:45 Uhr

Irland plant Notschlachtung aller Nerze

Nach der Notschlachtung von Millionen Nerzen in Dänemark wegen einer mutierten Version des Coronavirus will nun auch Irland sämtliche Nerze keulen lassen. Es werde befürchtet, dass die Tiere die gleiche Mutation in sich tragen, sagte ein Regierungssprecher. Bisher wurde nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums zwar noch kein Nerz positiv auf das Coronavirus getestet. Allerdings stelle die Nerzzucht "ein fortwährendes Risiko" dar, weil durch sie weitere Coronavirus-Mutationen entstehen könnten, erklärte ein Sprecher. In Irland gibt es drei Nerzfarmen mit etwa 120.000 Tieren.

19.11.2020 • 18:41 Uhr

Tschechien verlängert Notstand bis 12. Dezember

Das tschechische Parlament hat einer Verlängerung des Notstands aufgrund der Corona-Pandemie nur bis zum 12. Dezember zugestimmt. 54 der 103 anwesenden Abgeordneten waren dafür. Die Minderheitsregierung aus populistischer ANO und Sozialdemokraten hatte sich für eine Dauer bis kurz vor Weihnachten ausgesprochen. Sie konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Es gebe gewisse Erfolge, aber die entscheidende Wende im Kampf gegen die Pandemie stehe noch aus, mahnte Regierungschef Andrej Babis.

Der Notstand gilt im stark von der Corona-Krise betroffenen Tschechien bereits seit dem 5. Oktober. Er ermöglicht es der Regierung, die Bürgerrechte einzuschränken und Krisenmaßnahmen ohne Zustimmung des Parlaments zu treffen. Derzeit gilt eine weitgehende Maskenpflicht im Freien und in Innenräumen. Restaurants und die meisten Geschäfte mit Ausnahme derjenigen für den täglichen Bedarf sind geschlossen.

19.11.2020 • 18:39 Uhr

Norwegisches Königspaar in Quarantäne

Der norwegische König Harald V. (83) und seine Frau Königin Sonja (83) befinden sich wegen eines Corona-Falls in ihrem Umfeld in Quarantäne. Grund dafür ist, dass das Coronavirus bei einer angestellten Person des königlichen Hofes nachgewiesen wurde, mit der Königin Sonja Kontakt hatte. Sowohl Harald als auch Sonja sind symptomfrei, wie das norwegische Königshaus am Abend mitteilte. Das Programm des Paares werde nun entsprechend angepasst. Neben ihnen haben sich demnach 14 Mitarbeiter am Hof ebenfalls in Quarantäne begeben.

19.11.2020 • 18:37 Uhr

Italienische Fußball-Liga hofft auf Finanzhilfen in Corona-Krise

Mit einer Geldspritze soll der von der Corona-Krise schwer getroffenen italienischen Serie A finanziell geholfen werden. Dafür stimmten die Vereine der Fußball-Liga in Rom. "Heute haben wir eine Einigung gefunden und über Finanzierungsvorschläge verhandelt, aber es ist noch nichts beendet", sagte Serie-A-Präsident Paolo Dal Pino vor Medienvertretern. Er bedankte sich bei den Geldgebern, bestehend aus Private Equity Funds, die rund 1,7 Milliarden Euro investieren wollten. Im Gegenzug erhielten sie zehn Prozent der Gesellschaft, die die Verkaufsrechte der Liga vertreibt. Unterschrieben sei allerdings noch nichts, erklärte Dal Pino. Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben dem italienischen Fußball finanzielle und wirtschaftliche Schwierigkeiten bereitet. Die Auswirkungen auf die Clubs befänden sich laut Dal Pino im dreistelligen Millionenbereich.

19.11.2020 • 18:15 Uhr

US-Behörde rät von Reisen an Thanksgiving ab

Die US-Seuchenkontrollbehörde CDC hat von Reisen während des verlängerten Thanksgiving-Wochenendes abgeraten. Sie betonte, dass es sich zwar um keine verpflichtende Anordnung handle, wohl aber um eine "starke Empfehlung". Grund sei die Besorgnis, dass sich das Coronavirus an Reiseknotenpunkten wie Busbahnhöfen und Flughäfen ausbreiten könnte. Thanksgiving ist für viele Amerikaner der wichtigste Feiertag und Anlass für Familienbesuche- und Feiern. Dieses Jahr fällt der Tag auf den 26. November.

19.11.2020 • 18:13 Uhr

Hamburgs Schulsenator: Schulen sind keine Treiber der Pandemie

Schulen sind nach Einschätzung der Hamburger Schulbehörde keine Treiber der Corona-Pandemie. Das teilte Schulsenator Ties Rabe (SPD) in Hamburg mit, nachdem die Behörde die Infektionszahlen bei Schülern acht Wochen lang genau ausgewertet hatte: "Unsere Zahlen sind recht klar - 4:1 Infektionen außerhalb der Schule im Vergleich zu Infektionen in der Schule." Von den 372 Mädchen und Jungen, die sich zwischen den Sommer- und Herbstferien angesteckt haben, "haben 292 sich vermutlich gar nicht in der Schule infiziert", sagte er. Das habe die Prüfung der Fälle durch persönliche Gespräche ergeben. Im Erhebungszeitraum gab es an 171 von 472 Hamburger Schulen mindestens einen Corona-Fall.

"Sehr, sehr häufig haben wir einzelne Infektionen vorgefunden in Schulen, in denen es gar keine weitere Infektion gab. Dann muss man ganz nüchtern sagen: Dann kann man sich eigentlich in der Schule gar nicht infiziert haben." Das sei bei fast drei Viertel der Schulen so gewesen. Bei 116 der 372 infizierten Schüler gab es an der Schule mindestens einen weiteren Fall. 36 davon wiederum holten sich die Infektion nachweislich in ihrer Freizeit, bei Feiern oder in der Familie. Damit könnten lediglich 80 Corona-Fälle vielleicht auf eine Infektion in der Schule zurückgehen, so Rabe.

19.11.2020 • 18:09 Uhr

Abgeordnete ignorieren Quarantäne-Vorschriften

Mehrere Abgeordnete des Bundestags missachten offenbar die seit Monaten geltenden Corona-Regeln. In einem Rundschreiben beklagte Vizepräsidentin Claudia Roth (Grüne), dass sich einige Parlamentarier "trotz positiv getesteter Kontaktpersonen in ihrem unmittelbaren Umfeld nicht in häusliche Quarantäne begeben haben". Dies gefährde "Leben und Gesundheit" der Mitarbeiter in den betroffenen Abgeordnetenbüros, heißt es in dem Brief, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt und über den zuerst das Wirtschaftsmagazin "Business Insider" berichtet hatte.

Enge Kontaktpersonen von positiv Getesteten sind grundsätzlich dazu verpflichtet, sich in Quarantäne zu begeben - mindestens bis zu einem negativen Corona-Test. Nach Roths Angaben sind jedoch "Fälle bekannt, bei denen die Betroffenen mehrere Tage in ihren voll besetzten Büros verweilt haben, obwohl sie das Testergebnis hätten abwarten müssen". Vor diesem Hintergrund appellierte die Bundestagsvizepräsidentin dringend an die Abgeordneten, das Infektionsrisiko ernst zu nehmen: "Die weiterhin hohen Fallzahlen und die zunehmende Belastung des Gesundheitssystems zeigen, wie wichtig es ist, dass wir alle unsere Verantwortung wahrnehmen."

19.11.2020 • 17:59 Uhr

Schweden: Lokale Besuchsverbote in Altenheimen

Schweden ebnet angesichts steigender Corona-Zahlen den Weg für die Wiedereinführung eines Verbots von Altersheimbesuchen. Die Regierung will die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten mit der Möglichkeit ausstatten, auf lokaler Ebene ein Besuchsverbot für Altersheime auszusprechen. Das teilte Ministerpräsident Stefan Löfven auf einer Pressekonferenz in Stockholm mit.

Es handele sich um eine sehr eingreifende und weitreichende Maßnahme, die deshalb nur dort eingeführt werden solle, wo sie wirklich gebraucht werde. Für die allerengsten Angehörigen der Heimbewohner solle es Ausnahmen geben.

Im Zuge der Corona-Krise hatte die Regierung solche Besuche im ganzen Land monatelang untersagt - es war eine der striktesten der schwedischen Corona-Beschränkungen gewesen. Dieses nationale Besuchsverbot war zum 1. Oktober nach fast einem halben Jahr von der Regierung aufgehoben worden.

19.11.2020 • 17:52 Uhr

Leipzig plant hartes Durchgreifen bei "Querdenken"-Demo

Vor einer weiteren Demonstration der "Querdenken"-Bewegung in Leipzig kündigt die Stadtverwaltung ein konsequentes Vorgehen bei Missachtung von Corona-Auflagen an. Verstöße gegen Regelungen der Corona-Schutzverordnung würden mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro geahndet, kündigte das Ordnungsamt der Stadt Leipzig an. Wer keinen Mund-Nasen-Schutz trage, müsse mit einem Bußgeld von 60 Euro rechnen. Bei unzulässigen Versammlungen seien 5000 Euro Bußgeld fällig.

Die Stadtverwaltung werde in Absprache mit der Polizei bei Missachtung der Kontaktverbote und des Mindestabstandes konsequent durchgreifen und sämtliche Verstöße hart ahnden, hieß es. Bisher sind für Samstag sieben Versammlungen angemeldet, darunter eine Kundgebung der "Querdenker".

Polizisten vor den "Querdenken"-Demonstrationen am 07.11.2020 in Leipzig | REUTERS

Polizisten vor den "Querdenken"-Demonstrationen am 07.11.2020 in Leipzig. Bild: REUTERS

19.11.2020 • 17:49 Uhr

Roth: Abgeordnete ignorieren Quarantäne-Vorschriften

Mehrere Abgeordnete des Bundestags missachten offenbar die seit Monaten geltenden Corona-Regeln. In einem Rundschreiben beklagte Vizepräsidentin Claudia Roth, dass sich einige Parlamentarier "trotz positiv getesteter Kontaktpersonen in ihrem unmittelbaren Umfeld nicht in häusliche Quarantäne begeben haben". Dies gefährde "Leben und Gesundheit" der Mitarbeiter in den betroffenen Abgeordnetenbüros, heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Enge Kontaktpersonen von positiv Getesteten sind grundsätzlich dazu verpflichtet, sich in Quarantäne zu begeben - mindestens bis zu einem negativen Corona-Test. Nach Roths Angaben sind jedoch "Fälle bekannt, bei denen die Betroffenen mehrere Tage in ihren voll besetzten Büros verweilt haben, obwohl sie das Testergebnis hätten abwarten müssen".

19.11.2020 • 17:33 Uhr

Italien: 36.176 Neuinfektionen und 653 Tote

Italien hat in den vergangenen 24 Stunden 36.176 neue Coronavirus-Infektionen registriert, teilte das Gesundheitsministerium mit. Gestern waren es noch 34.283. Das Ministerium meldete auch 653 Tote, gegenüber 753 am Mittwoch.

Am vergangenen Tag seien 250.186 Coronavirus-Abstriche durchgeführt worden, gegenüber 234.834 am Vortag, teilte das Ministerium mit. Italien war das erste westliche Land, das von dem Virus betroffen war, und hat seit seinem Ausbruch im Februar 47.870 Todesopfer zu beklagen gehabt, die zweithöchste Zahl an Todesfällen in Europa nach Großbritannien. Es hat zudem 1.309.000 Fälle registriert.

Die nördliche Region der Lombardei blieb das am stärksten betroffene Gebiet und meldete 7.453 neue Fälle, gegenüber 7.633 am Vortag.

Schülerinnen nehmen am Fernunterricht teil | dpa

Zwei Schülerinnen in Turin habe aus Protest gegen die Schulschließungen ihre Schreibtische vor ihrer Schule aufgestellt und nehmen am Fernunterricht teil. Bild: dpa

19.11.2020 • 17:12 Uhr

Bundestag prüft rechtliche Schritte gegen AfD

Nach den Vorfällen auf den Fluren des Reichstagsgebäudes gestern will der Ältestenrat des Bundestags die rechtlichen Instrumente voll ausschöpfen. Das könnte auch juristische Konsequenzen für die beteiligten AfD-Abgeordneten bedeuten.

Gestern war das geänderte Infektionsschutzgesetz im Bundestag debattiert und beschlossen worden. Gäste von AfD-Parlamentariern hatten gestern Abgeordnete verbal attackiert.

19.11.2020 • 17:06 Uhr

Bischöfin Fehrs: Kirche muss vertraute Räume verlassen

Die Kirche muss nach den Worten der Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs angesichts der Corona-Krise ihre vertrauten Räume verlassen. "Wir sind heraus-gefordert worden. Im ganz buchstäblichen Sinne", sagte Fehrs auf der digitalen Synode der Nordkirche. Statt der geschlossenen Räume und gewohnten Formate müsse sich die Kirche auf Beziehungen zu den Menschen konzentrieren. "Es ist gut, wenn wir präsent sind im öffentlichen Raum und selbst Begegnungs- und Dialogräume schaffen."

Aus den zahlreichen Gesprächen in den Gemeinden, Konventen und Krankenhäusern wisse sie, wie wichtig in dieser Zeit das Zuhören und Hinsehen sei. Worte, Taten und Hoffnungsbotschaft würden zwar gebraucht und gewünscht. "Zu 'Hoffnungsleuten' sind wir als Kirche gerade dort geworden, wo wir zunächst zugehört und hingesehen haben." Die Menschen suchten den Zusammenhalt - "und Nächstenliebe, die den Mund-Nase-Schutz trägt". All dies müsse die Kirche nicht predigen, sondern vor allem Resonanz geben. "Gerade im Hören und Verstehen sind wir gesellschaftlich 'relevant'."

19.11.2020 • 16:44 Uhr

NGO: Pandemie in indigenen Gebieten Brasiliens außer Kontrolle

Im größten Schutzgebiet für indigene Gemeinschaften in Brasilien ist die Corona-Pandemie nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Stammesvertretern völlig außer Kontrolle geraten. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus sei in den vergangenen drei Monaten im Reservat der Yanomami und Ye'kwana um 250 Prozent von 335 auf 1202 gestiegen, hieß es in einer von der NGO Rede Pró-Yanomami e Ye'kwana vorgestellten Studie.

Allerdings werde nur sehr wenig getestet, und die Einhaltung von Abstandsregeln sei in den dörflichen Strukturen unmöglich. Die Autoren der Studie gingen davon aus, dass von den rund 27.000 Indigenen in der Region rund 10.000 bereits mit dem Virus in Kontakt gekommen sein könnten.

Die Indigenen machen vor allem illegale Goldsucher für das Einschleppen des Coronavirus in ihre Territorien verantwortlich. Vor rund einem Jahr meldete die Führung der Yanomami und Ye'kwana, dass rund 20.000 Bergleute in ihre Ländereien eingedrungen seien.

Mitglieder der indigenen Gemeinschaft der Kayapo blockieren eine Straße | dpa

Mitglieder der indigenen Gemeinschaft der Kayapo blockieren eine Straße in der Nähe von Novo Progresso (Brasilien). Die Demonstranten wollen damit Präsident Bolsonaro dazu bringen, sie besser vor dem Coronavirus zu schützen, die Schadenersatzzahlungen für den Straßenbau in der Nähe ihres Landes auszuweiten und über den Bau einer vorgeschlagenen Eisenbahn für den Transport von Sojabohnen und Mais konsultiert zu werden. Bild: dpa

19.11.2020 • 16:20 Uhr

Schweiz: Intensivstationen im kritischen Zustand

Im Vergleich zu ihren Nachbarländern hält es die Schweiz recht locker mit den Corona-Maßnahmen. Doch lange halten die Kliniken die hohe Zahl an Patienten nicht mehr durch: Betten und Personal werden immer knapper.

19.11.2020 • 16:20 Uhr

Brexit-Verhandlungen wegen Corona-Fall unterbrochen

Die Verhandlungen über ein europäisch-britisches Freihandelsabkommen nach dem Brexit sind wegen eines Corona-Falls in dem Brüsseler Verhandlungsteam unterbrochen worden. EU-Chefunterhändler Michel Barnier gab bekannt, jemand aus seinem Team sei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mit dem britischen Unterhändler David Frost sei daraufhin entschieden worden, die Verhandlungen vorerst auszusetzen.

19.11.2020 • 15:47 Uhr

Studie: Ansteckungsgefahr in Schulen geringer als außerhalb

Laut einer Auswertung der Hamburger Schulbehörde ist die Gefahr, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, in Schulen geringer als außerhalb.

19.11.2020 • 15:34 Uhr

Verband: Pyrotechnik-Unternehmen bei Böllerverbot in Gefahr

Ein Böllerverbot zu Silvester würde viele Pyrotechnik-Unternehmen nach Einschätzung des Branchenverbandes in ihrer Existenz bedrohen. "Die Hoffnung, einigermaßen durch dieses Corona-Jahr zu kommen, ruht auf Silvester, das ist der Tag, an dem wir 90 Prozent unseres Jahresumsatzes machen. Ein Total-Ausfall wäre verheerend. Dann wäre die gesamte Branche in Gefahr", sagte Klaus Gotzen, Geschäftsführer des Verbandes der pyrotechnischen Industrie (VPI).

Bundesweit wird derzeit über ein Böllerverbot wegen der Corona-Pandemie debattiert. Mehrere Innenpolitiker und Polizei-Gewerkschafter fordern Feuerwerk zu verbieten, um Partys und Ansammlungen auf den Straßen nicht zu fördern.

19.11.2020 • 15:26 Uhr

Merkel ruft zu Solidarität der Generationen auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zu weiterem Zusammenhalt und zu Solidarität der Generationen in der Corona-Krise aufgerufen. Es sei wichtig, dass alle in der Gesellschaft aufeinander Rücksicht nähmen und nun nicht notwendige Kontakte vermeiden, sagte Merkel in einem Online-Dialog zur Situation der Pflege. So, wie junge Menschen mit der Bewegung Fridays for Future darum bitten, dass Ältere ein Herz für den Klimaschutz haben, bitte sie jetzt die Jüngeren um ein Herz für die Älteren. Chronisch Kranke und Alte gehören zur Corona-Risikogruppe für schwere Krankheitsverläufe.

Die Wintermonate seien im Kampf gegen die Pandemie nun eine schwere Zeit, sagte Merkel. Die Nachrichten über die Entwicklung von Impfstoffen seien aber positiv. Man könne nur die Daumen drücken, dass die Wissenschaft ordentlich arbeite. "Im Frühjahr könnte man schon mehr wissen." Die Kanzlerin bekräftigte, dass Risikogruppen dann zuerst geimpft werden könnten, auch Pflegekräfte hätten Priorität.

Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt an einem Online-Dialog mit Pflegekrften teil. | dpa

Bundeskanzlerin Merkel führte ein Online-Gespräch zur Pflegesituation. Bild: dpa

19.11.2020 • 15:23 Uhr

IWF warnt vor Abflauen der Konjunkturerholung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich angesichts der zweiten Corona-Infektionswelle skeptisch zur Entwicklung der Weltwirtschaft gezeigt. Mit härteren Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie könnte die laufende Erholung der Wirtschaftsleistung nach dem Corona-Einbruch im Frühjahr an Schwung verlieren, warnten IWF-Experten in einem Bericht. "Die Unsicherheiten und Risiken sind außergewöhnlich hoch", hieß es.

19.11.2020 • 15:20 Uhr

Warnung vor Blutspenden-Lücke in der Corona-Krise

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat gemeinsam mit Ärzten dazu aufgerufen, sich trotz der Corona-Krise nicht vom Blutspenden abschrecken zu lassen. Covid-19 werde nicht durch Blut übertragen, sagte der Ärztliche Geschäftsführer des Blutspendedienstes West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Thomas Zeiler. Die Blutspende sei für den Spender so sicher wie die Transfusion für den Empfänger. Insgesamt spenden den Angaben zufolge weniger als fünf Prozent der deutschen Bevölkerung regelmäßig Blut. Sechs Prozent wären gut, sagte Laumann.

19.11.2020 • 14:44 Uhr

Finnland verlängert Einreisebeschränkungen

Finnland verlängert seine Einreisebeschränkungen bis zum 13. Dezember. Die Unterschiede der Corona-Lage in Finnland und im übrigen Europa seien groß, teilte die Regierung von Ministerpräsidentin Sanna Marin mit. Es gebe deshalb keine Begründung dafür, die Beschränkungen für die EU- und Schengenländer zu lockern. Aus praktisch dem gesamten Schengenraum ist die Einreise damit weiterhin nicht möglich, auch nicht aus Deutschland.

Finnland hat derzeit die niedrigsten Neuinfektionszahlen Europas. Wie aus den Vergleichswerten der EU-Gesundheitsbehörde ECDC hervorging, gab es in dem nordischen EU-Land in den vergangenen 14 Tagen 54,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: Deutschland liegt auf die Bevölkerung gerechnet bei rund 311, Österreich sogar bei 1084.

Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin | JOHANNA GERON/POOL/EPA-EFE/Shutt

Die Regierung von Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin erlaubt weiterhin keine Einreise von Deutschland nach Finnland. Bild: JOHANNA GERON/POOL/EPA-EFE/Shutt

19.11.2020 • 14:26 Uhr

AfD klagt gegen Maskenpflicht beim Parteitag

Die AfD hat nach eigenen Angaben einen Eilantrag beim nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht eingereicht, um die generelle Maskenpflicht bei ihrem anstehenden Bundesparteitag zu kippen. Aus dem Bundesvorstand der Partei hieß es, die "Betätigungsfreiheit" von politischen Parteien werde durch die Vorschrift der Genehmigungsbehörde in Kalkar, selbst im Freien und bei Einhaltung des Mindestabstands durchgehend Maske zu tragen, "unangemessen beschränkt".

AfD-Bundesvorstandsmitglied Alexander Wolf sagte: "Wir sind uns der besonderen Lage durchaus bewusst, bewerten diese Vorgaben aber als zu weitreichende und damit unverhältnismäßige Eingriffe". Daher lasse die AfD jetzt die Frage, ob eine generelle Pflicht zum Tragen einer Maske - auch am Sitzplatz - rechtmäßig sei, gerichtlich prüfen.

19.11.2020 • 14:24 Uhr

Störer im Bundestag von drei AfD-Abgeordneten eingeladen

Die Störer im Bundestag bei der Debatte über das Infektionsschutzgesetz waren nach Behördenerkenntnissen von drei AfD-Bundestagsabgeordneten eingeladen worden. Einem Sicherheitsbericht zufolge waren dies neben Udo Hemmelgarn, der sich bereits dazu bekannt hat, die Parlamentarier Petr Bystron und Hansjörg Müller.

Insgesamt kamen auf ihre Einladung hin vier Besucher als Gäste in die Bundestagsgebäude, von denen einige auch in Büroräume eindrangen. Sie filmten trotz des Protestes der Beschäftigten das Demonstrationsgeschehen außerhalb des Gebäudes und übertrugen es per Livestream. Da alle Bundestags-Besucher an diesem Tag mit Namen, Vornamen und Geburtsdatum angemeldet werden mussten, sind sie klar den sie einladenden Abgeordneten zuzuordnen.

19.11.2020 • 14:07 Uhr

Rewe-Chef kritisiert Corona-Hilfen für Reisekonzerne TUI und FTI

Der Chef des Handelskonzerns Rewe, zu dem auch das Reiseunternehmen DER Touristik gehört, sieht die Staatshilfen für die Konkurrenten TUI und FTI kritisch. "Ich hoffe sehr, dass unsere Konkurrenten die erhaltenen Hilfen nach der Krise komplett zurückzahlen und der Staat nicht ein Auge zudrückt", sagte Lionel Souque dem "Manager Magazin". Sollte das nicht der Fall sein, wäre das nach Ansicht des Rewe-Chefs "grob unfair".

19.11.2020 • 14:04 Uhr

Deutsche Eishockey Liga will Betrieb wieder aufnehmen

Nach mehr als neunmonatiger Corona-Zwangspause startet die Deutsche Eishockey Liga am 17. Dezember in eine neue Spielzeit. Darauf einigten sich die 14 Klubs, nachdem sie den Saisonstart wegen der Corona-Krise zuvor bereits zweimal verschoben hatten.

19.11.2020 • 13:58 Uhr

Corona-Ausbruch im Gefängnis von Julian Assange

Im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, in dem Wikileaks-Gründer Julian Assange sitzt, ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Viele Insassen haben dem 49-Jährigen zufolge behördliche Schreiben erhalten, in denen sie über Covid-19-Fälle informiert worden seien. Sport und auch das Duschen sind demnach verboten worden, Mahlzeiten dürfen nur noch in Zellen eingenommen werden.

Assange sitzt seit etwa eineinhalb Jahren in der Haftanstalt. Die Anwältin Stella Moris, mit der er zwei kleine Kinder hat, äußerte sich "extrem besorgt". Ihr Partner sei ohnehin schon gesundheitlich angeschlagen. Ein offizieller Vertreter des Gefängnisses bestätigte "eine Anzahl von positiven Fällen". Es soll ein Flügel betroffen sein, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. In Großbritannien gibt es in vielen Haftanstalten Corona-Infektionen.

Julian Assange verlässt den Westminster Magistrates Court in London | REUTERS

Der Wikileaks-Gründer Julian Assange ist seit etwa eineinhalb Jahren in London inhaftiert. Bild: REUTERS

19.11.2020 • 13:49 Uhr

Neue Datenbank für Interessenten an Corona-Impfstudien

Eine große Datenbank soll künftig Interessenten für Studien zu Corona-Impfstoffen in Deutschland versammeln. Geleitet wird das Projekt von der Uniklinik Köln, wie das Krankenhaus mitteilte. Über einen einfachen elektronischen Fragebogen können sich Interessierte demzufolge in das neue Register eintragen. Dabei wird beispielsweise nach dem Wohnort gefragt und danach, wie weit man für eine Studie reisen würde. Auch Vorerkrankungen spielen eine Rolle. Wenn das hinterlegte Profil zu zukünftigen Corona-Impfstudien passt, wird der Betroffene per Mail kontaktiert.

19.11.2020 • 13:11 Uhr

WHO: Alle 17 Sekunden ein Corona-Toter in Europa

Die Weltgesundheitsorganisation WHO beklagt eine wachsende Zahl an Corona-Todesfällen in Europa. In den vergangenen beiden Wochen habe die Zahl der Sterbefälle in Verbindung mit Covid-19-Erkrankungen um 18 Prozent zugenommen, sagte der Direktor der WHO-Region Europa, Hans Kluge. Vergangene Woche seien mehr als 29.000 Todesfälle registriert worden, was bedeute, dass alle 17 Sekunden eine Person in der europäischen Region mit Covid-19 stirbt.

Dass derzeit pro Tag 4500 Leben an Covid-19 verloren gingen, sei vermeidbar, sagte Kluge. Wer sich an Richtlinien halte und gegen Missinformationen vorgehe, liefere einen Beitrag, um Sterbefälle zu vermeiden.

19.11.2020 • 12:59 Uhr

Städte- und Gemeindebund gegen generelles Feuerwerks-Verbot

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund spricht sich gegen ein generelles Verbot von Silvester-Feuerwerk und Böllern in der Corona-Pandemie aus. "Die Leute haben doch Frust ohne Ende. Alles wird verboten, nirgends kann man hin", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. "Natürlich wird das kein Silvester geben mit riesen Partys und riesen Feuerwerken." Für die einzelnen Haushalte sehe er aber keinen Anlass für ein großes Verbot.

Die klassischen, großen Feuerwerke mit Tausenden Zuschauern werde es wohl nicht geben, wenn es bei der aktuellen Infektionslage bleibe, so Landsberg. Dabei könne der nötige Abstand nicht eingehalten werden, auch mit Masken sehe es schwierig aus. Einige Städte hatten schon vor Monaten Verbotszonen etwa in Innenstädten angekündigt. Wegen der Corona-Pandemie fordern einige Innenpolitiker und Polizei-Gewerkschafter nun ein generelles Böllerverbot an Silvester.

19.11.2020 • 12:42 Uhr

Aktuelle Stunde zu Störaktionen im Bundstag beantragt

Die Fraktionen von CDU/CSU und SPD haben für Freitag eine Aktuelle Stunde zu den Störaktionen von Corona-Leugnern im Bundestag beantragt. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Carsten Schneider, sagte kurz vor einer Ältestenratssitzung zu dem Thema, bei den Vorfällen in und um die Sitzung am Vortag im Bundestag habe die AfD "erneut ihre anti-demokratische Fratze gezeigt". Er betonte: "Corona-Leugner in den Reichstag zu schleusen, die Abgeordnete und Mitarbeiter bedrängen, erinnert an die dunkelsten Kapitel unserer Geschichte." Die Geschehnisse rund um die Abstimmungen über das Infektionsschutzgesetz werden derzeit von der Bundestagspolizei geprüft.

19.11.2020 • 12:36 Uhr

"Ärzte ohne Grenzen": Patentschutz bei Corona-Medikamenten lockern

Die Organsation "Ärzte ohne Grenzen" hat an die Industrieländer appelliert, eine Initiative zum Aussetzen von Patenten auf Corona-Medikamente und -Impfstoffe zu unterstützen. Fast 100 Staaten stünden hinter der Initiative Indiens und Südafrikas bei der Welthandelsorganisation (WTO), nicht jedoch die USA, die EU-Staaten und Japan. An diesem Freitag stehen bei der WTO Beratungen dazu an.

Wird die Initiative angenommen, wäre es allen Ländern erlaubt, die Durchsetzung des Rechts auf geistiges Eigentum an medizinischen Produkten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auszusetzen. Das soll so lange möglich sein, bis eine weltweite Herdenimmunität erreicht ist. Ziel ist, armen Ländern zu günstigen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnosemitteln zu verhelfen. Ähnlich wurde auch vor 20 Jahren bei der Bekämpfung von HIV/Aids verfahren, als das Patentschutzabkommen Trips gelockert wurde. Dadurch seien durch Generika viele Menschenleben gerettet worden, erklärte "Ärzte ohne Grenzen".

19.11.2020 • 12:25 Uhr

Beschränkungen in dänischer Nerzzucht-Region werden aufgehoben

Die dänische Regierung will die meisten der aktuell geltenden Corona-Beschränkungen für die von der Nerzzucht geprägte Region Nordjütland vorzeitig aufheben. Der Großteil der Maßnahmen werde schon heute gelockert, weil neue Daten eine fallende Tendenz bei den Infektionen durch bei Nerzen auftretende Coronavirus-Varianten zeigten, teilte das Gesundheitsministerium mit. Ab Freitag wird der öffentliche Nahverkehr wieder aufgenommen, Restaurants und Lokale sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen dürfen dann ebenfalls wieder öffnen. Ursprünglich sollten die Beschränkungen bis zum 3. Dezember gelten.

Die Regierung in Kopenhagen hatte die strengen Maßnahmen aus Sorge vor neuen Coronavirus-Varianten eingeführt, die innerhalb der Nerzbestände im Land aufgetreten waren. Mittlerweile sind alle Pelztiere auf den infizierten Nerzfarmen getötet worden.

19.11.2020 • 12:10 Uhr

Berliner Staatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen gegen Hildmann

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat die Ermittlungen gegen den in der Corona-Krise als Verschwörungstheoretiker auftretenden Vegan-Koch Attila Hildmann übernommen. Zuvor hatten sich an Hildmanns Wohnort Brandenburg seit Monaten Anzeigen angesammelt, ohne dass Anklage erhoben wurde. Laut Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" sind bereits 60 Bände Akten sowie weitere 33 Fallakten aus Brandenburg in Berlin eingetroffen. Die Berliner Justiz will alle Anzeigen, die deutschlandweit gegen Hildmann eingehen, von nun an zentral an sich ziehen.

Unter anderem geht die Staatsanwaltschaft einer Attacke Hildmanns auf den Grünen-Politiker Volker Beck nach. Im Juli hatte Hildmann die Worte "wenn ich Reichskanzler wäre" vorausgeschickt, um dann zu sagen, für Beck solle in diesem Fall die Todesstrafe "durch Eiertreten" eingeführt werden.

Attila Hildmann bei einer Kundgebung in Berlin | OMER MESSINGER/EPA-EFE/Shutterst

Gegen den Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann wird nun in Berlin ermittelt. Bild: OMER MESSINGER/EPA-EFE/Shutterst

19.11.2020 • 11:59 Uhr

Studie: Verbraucher sorgen sich um lokalen Handel, kaufen aber online

Die große Mehrheit der Verbraucher in Deutschland macht sich in der Corona-Krise Sorgen um das Überleben der Einzelhändler in ihrer Region. Das hindert viele von ihnen aber nicht daran, mehr im Internet einzukaufen als vor der Krise. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom zu den "E-Commerce-Trends 2020".

Bei der Umfrage gaben vier von fünf Verbrauchern an, sie befürchteten, dass viele Einzelhändler in ihrer Region das Corona-Jahr wirtschaftlich nicht verkraften würden. Zwei Drittel gaben an, bewusst bei Einzelhändlern vor Ort einzukaufen um ihnen die Treue zu halten. Genauso viele wünschten sich allerdings auch, dass mehr lokale Händler ein Online-Angebot hätten.

Das Online-Shopping hat für die meisten Verbraucher in der Krise noch einmal an Attraktivität gewonnen. Insgesamt nutzen inzwischen Bitkom zufolge 83 Prozent der Gesamtbevölkerung ab 16 Jahren - also 57 Millionen Verbraucher in Deutschland - das Internet zum Einkaufen.

19.11.2020 • 11:40 Uhr

OECD: Länder müssen mehr in Gesundheitspersonal investieren

Die Corona-Pandemie hat gravierende Schwachstellen in den Gesundheitssystemen vieler europäischer Länder offenbart. Staaten müssten vor allem mehr in ihr Gesundheitspersonal investieren, heißt es in einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Der Mangel an Personal sei in der Krise eine größere Einschränkung als der Mangel an Krankenhausbetten gewesen. Das zeige, dass die Ausbildung von qualifiziertem Gesundheitspersonal mehr Zeit in Anspruch nehme als die Schaffung temporärer Einrichtungen. Außerdem sei es wichtig, Reservekapazitäten beim Personal zu schaffen.

19.11.2020 • 11:19 Uhr

Kroatiens Gesundheitsminister an Corona erkrankt

Der kroatische Gesundheitsminister Vili Beros ist am Coronavirus erkrankt. Der Politiker habe Fieber, fühle sich aber sonst gut, sagte der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Tomislav Dulibic. Demnach hat ein Test ergeben, dass sich Beros mit dem Coronavirus angesteckt hat. In den vergangenen zwei Tagen habe er weder Regierungschef Andrej Plenkovic noch andere Kabinettsmitglieder getroffen, hieß es.

Während Kroatien relativ gut durch den Sommer gekommen ist, hat sich die Pandemie-Lage mittlerweile wieder verschärft. Zuletzt meldeten die Behörden 3251 nachgewiesene Neuansteckungen in den letzten 24 Stunden. 38 Menschen starben im selben Zeitraum im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung. Die Zahl der akuten Fälle beträgt mehr als 16.000, die der Toten mehr als 1100. Das EU-Land hat 4,2 Millionen Einwohner.

19.11.2020 • 10:58 Uhr

Paul-Ehrlich-Institut wirft Impfgegnern unbegründete Angstmache vor

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) wirft Impfstoff-Gegnern Angstmache vor. "Warnungen vor Erbgutschäden sind falsch und verursachen unbegründete Ängste", sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Befürchtungen, die neuen mRNA-Impfstoffe könnten das Erbmaterial des Menschen verändern, "entsprechen nicht dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand", so Cichutek.

Auch Angaben von Impf-Skeptikern, es gebe noch keinerlei humanmedizinische Erfahrungswerte mit Gen-Impfstoffen, widersprach der PEI-Präsident. "Es gibt schon Erfahrungen mit mRNA-Impfstoffen beim Menschen im Rahmen klinischer Prüfungen, etwa mit einem therapeutischen Tumorimpfstoff. Dabei haben sich keine besorgniserregenden Nebenwirkungen gezeigt. Auch bei umfangreichen Tierversuchen mit mRNA-Impfstoffen gab es keine Hinweise auf schwere Nebenwirkungen oder Schäden." Um in die menschliche Erbinformation (DNA) eingebaut zu werden, müsste die RNA aus dem Impfstoff zudem "zurückgeschrieben" werden, sagte Cichutek. "Dazu wären zwei Enzyme notwendig, die normale menschliche Zellen nicht haben."

Klaus Cichutek , Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts lobt die gute Zusammenarbeit auch mit den US-Behörden. "Wir müssen es schaffen, mehrere Impfstoffe in die Zulassung zu bekommen." | dpa

PEI-Präsident Klaus Cichutek: "Warnungen vor Erbgutschäden sind falsch und verursachen unbegründete Ängste." Bild: dpa

19.11.2020 • 10:45 Uhr

Studie: Corona verschärft Einkommensunterschiede

Die Corona-Krise verstärkt nach Einschätzung einer Gewerkschaftsstudie die Unterschiede bei den Einkommen in Deutschland. Menschen mit niedrigen Einkommen seien in der Pandemie fast doppelt so häufig von Einbußen betroffen wie solche mit hohen Einkommen, berichtete das Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung. Damit würden Trends der ungleichen Einkommensentwicklungen aus den Vorjahren noch verstärkt.

Die Wissenschaftler stützen sich unter anderem auf eine Erwerbspersonenbefragung der Böckler-Stiftung mit mehr als 5000 Teilnehmern. In Haushalten mit vergleichsweise niedrigen Monatseinkommen unter 900 Euro erlitt fast die Hälfte (49,3 Prozent) coronabedingte Einkommensverluste, während bei Gutverdienern mit mehr als 4500 Euro Haushaltseinkommen nur ein gutes Viertel (26,1 Prozent) von Einbußen berichtete, die dann auch noch geringer ausfielen.

Menschen, die zuvor schon wenig hatten, seien besonders oft und besonders hart von wirtschaftlichen Verlusten betroffen, sagte WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch. "Denn sie arbeiten oft an den Rändern des Arbeitsmarktes. Dort werden sie nur unzureichend durch Schutzmechanismen in den Sozialversicherungen oder durch Tarifverträge erfasst, die viele Beschäftigte im mittleren Einkommensbereich bisher recht effektiv vor drastischen Einkommenseinbußen bewahrt haben."

19.11.2020 • 10:38 Uhr

Niedersachsen bereitet Impfungen vor

Niedersachsen trifft umfangreiche Vorkehrungen für die Corona-Impfungen. In enger Kooperation mit den Landkreisen und kreisfreien Städten würden im ganzen Land bis zu 60 Impfzentren aufgebaut, kündigte Gesundheitsministerin Carola Reimann an. Grundsätzlich orientiere sich das Land an einer Zahl von rund 150.000 Einwohnerinnen und Einwohnern pro Impfzentrum. "Darüber hinaus planen wir insbesondere für die Impfung von den besonders gefährdeten Personen im Bereich der Gemeinschaftseinrichtungen mit dem Einsatz von mobilen Teams", fügte Reimann hinzu.

Das Konzept des Landes sieht vor, dass eine zentrale Leitung für die Impfkampagne aufgebaut wird und die Kommunen im Auftrag des Landes die Impfzentren errichten und betreiben. Die sich daraus ergebenden Kosten trägt das Land.

19.11.2020 • 10:16 Uhr

Dänemark führt regionale Reisebeschränkungen ein

Dänemark will bei seinen Reisebeschränkungen für Deutschland und andere europäische Länder künftig nicht mehr die Corona-Zahlen des ganzen Landes zugrundelegen. Stattdessen werde ab Anfang Dezember ein regionales Modell als Basis für die Maßgaben für EU- und Schengenländer einschließlich Großbritannien eingeführt, teilte das dänische Außenministerium mit. Dies solle Reisen in Regionen mit niedrigeren Infektionszahlen ermöglichen, aber auch Reisen in Risikogebiete in Ländern mit ansonsten verhältnismäßig guter Corona-Lage verhindern.

Der entscheidende Grenzwert für Dänemark ist bislang, ob es in einem Land in den vergangenen zwei Wochen mehr als 30 neue wöchentliche Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Wird dieser Wert überschritten, wird den Dänen von Reisen dorthin abgeraten. Gleichzeitig werden Menschen aus diesen Staaten nur noch mit einem triftigen Einreisegrund wie den Besuch von Partnern oder nahen Verwandten ins Land gelassen. Wer aus einem der betroffenen Länder nach Dänemark zurückkehrt, wird zudem aufgefordert, für 14 Tage zu Hause zu bleiben. An diesem Grenzwert wird nun auch bei den Regionen festgehalten. Die Regel zur 14-tägigen Quarantäne wird auf zehn Tage reduziert. Mit einem negativen Corona-Test ist es ab dem vierten Tag möglich, diese Quarantäne vorzeitig zu beenden.

19.11.2020 • 10:13 Uhr

RKI-Präsident: Lage weiterhin "sehr ernst"

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, bezeichnet die Lage als "weiterhin sehr ernst". Das Infektionsgeschehen scheine sich zwar zu stabilisieren, "die Zahlen steigen nicht weiter, das ist eine gute Nachricht", sagt Wieler in Berlin. "Wir wissen aber nicht, ob das eine Trendwende ist, das müssen wir noch abwarten." Zudem steige die Zahl der Intensivpatienten, und auch die Zahl der Todesfälle sei weiterhin "sehr hoch".

19.11.2020 • 10:10 Uhr

Studiendaten zu AstraZeneca-Impfstoff vor Weihnachten erwartet

Die Universität Oxford erwartet noch im Dezember die Ergebnisse aus der entscheidenden Studie ihres zusammen mit AstraZeneca entwickelten Corona-Impfstoffs. Noch sei es zu früh, um Aussagen über die Wirksamkeit des Impfstoffs treffen zu können. Aber man komme dem näher "und es wird definitiv vor Weihnachten sein", sagte der Leiter der Impfstoffgruppe der Universität, Andrew Pollard, dem Sender BBC. Über die bisherigen Erkenntnisse sei man hocherfreut. Der Impfstoff werde von Menschen über 55 Jahren sehr gut vertragen.

Nach Daten die in der medizinischen Fachzeitschrift "Lancet" veröffentlicht wurden, erzielte der Impfstoff vielversprechende Ergebnisse unter älteren Erwachsenen über 70 Jahren. Diese sind bei einer Infektion besonders gefährdet. Das Vakzin erzeugte demnach eine starke Immunantwort. AstraZeneca gehört neben der deutschen Biotechfirma Biontech mit ihrem US-Partner Pfizer und dem US-Konzern Moderna zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Covid-19-Impfstoff. Die Konkurrenten haben bereits Daten zur Wirksamkeit ihrer Impfstoffe aus der zulassungsrelevanten Studie vorgelegt und steuern auf eine Notfallgenehmigung in den USA zu.

19.11.2020 • 09:53 Uhr

Mehr als zwei Millionen Fälle in Russland

In Russland ist die Zahl der Infektionsfälle auf über zwei Millionen gestiegen. Die Gesundheitsbehörden melden 23.610 Neuinfektionen und 463 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus binnen 24 Stunden - beides neue Höchstwerte. Allein in Moskau wurden knapp 6500 neue Ansteckungsfälle nachgewiesen, die Hauptstadt ist die am stärksten betroffene Region in dem Land. Weltweit verzeichnet Russland mit seinen rund 145 Millionen Einwohnern die fünfthöchste Infektionszahl nach den USA, Indien, Brasilien und Frankreich.

19.11.2020 • 08:59 Uhr

UKE-Intensivmediziner warnt vor dritter Corona-Welle

Der Direktor der Intensivmedizin am Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE), Stefan Kluge, warnt schon jetzt vor einer dritten Corona-Welle. "Wir werden einen Jojo-Effekt sehen, wenn die Zahlen jetzt runtergehen und es nach und nach Lockerungen gibt. Ich befürchte, dass die Menschen dann wieder leichtsinniger werden", sagte der Mediziner im Interview mit dem "Hamburger Abendblatt". Im Sommer habe es lange gedauert, bis die Zahlen wieder angestiegen seien. "Aber im Winter halten sich die Menschen angesichts der Temperaturen viel mehr drinnen auf. Ich habe die Sorge, dass dann die dritte Welle kommt - davon müssen wir eigentlich ausgehen." Es sei deshalb nun wichtig, dass sich alle über Monate disziplinieren, auch wenn es schwer falle.

19.11.2020 • 08:50 Uhr

Wirtschaftliche Erholung im Gastgewerbe im September gestoppt

Die wirtschaftliche Erholung im Gastgewerbe hat sich im September nicht fortgesetzt. Hotels und Restaurants machten laut Statistischem Bundesamt 3,9 Prozent weniger Umsatz als im August. Damit lag der Umsatz im September ein Viertel unter dem Niveau vom Februar, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland. 

Der Umsatz des Gastgewerbes war im März um mehr als 44 Prozent eingebrochen, im April um 55 Prozent. Mit Lockerung der Einschränkungen setzte die Erholung im Mai ein; sie hielt bis August an. Allerdings lagen die Umsätze auch im Sommermonat August noch deutlich unter dem Niveau vom Februar.  Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat bereits vor einem Kahlschlag in der Branche gewarnt. Bis Juli sank die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr demnach um rund ein Sechstel, in Bars und Kneipen sogar um mehr als ein Drittel.

19.11.2020 • 08:35 Uhr

Absatz von Toilettenpapier und Konserven normalisiert sich

Deutschlands Verbraucher haben ihre Vorräte an Toilettenpapier, Mehl und Zucker sowie Gemüsekonserven vor dem Teil-Lockdown im November kräftig aufgestockt - seit Beginn der erneuten Beschränkungen ging die Nachfrage aber deutlich zurück. Die Verkaufszahlen für Hygieneprodukte wie Seife, Desinfektionsmittel und Toilettenpapier lagen vom 2. bis 14. November deutlich unter den Werten der beiden Vorwochen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. 

Der Absatz von Toilettenpapier fiel demnach in der vergangenen Woche sogar unter den Vorkrisen-Durchschnitt. Die Nachfrage nach von der Statistik ausgewählten Lebensmitteln normalisierte sich weitgehend - auch der Absatz von Nudeln lag 17 Prozent unter Vorkrisenniveau, Backzutaten wie Mehl und Hefe wurden in der vergangenen Woche zwar mehr gekauft - die Steigerung war aber längst nicht so groß wie Ende Oktober.  Die Entwicklung der Absatzzahlen der vergangenen vier Wochen "könnte darauf hindeuten, dass sich die Verbraucherinnen und Verbraucher in der Phase der wieder stark steigenden Covid-19-Infektionszahlen und unmittelbar vor dem Teil-Lockdown mit Produkten des täglichen Bedarfs eingedeckt haben", erläuterten die Statistiker - "um danach seltener einkaufen gehen zu müssen".

19.11.2020 • 08:18 Uhr

Kretschmann stimmt auf Weihnachten mit Einschränkungen ein

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann stimmt die Menschen auch hinsichtlich kirchlicher Gottesdienste auf ein Weihnachtsfest mit Corona-Beschränkungen ein. "Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass die Gottesdienste voll geöffnet sind", sagte der Grünen-Politiker im SWR-Fernsehen. Er betonte allerdings, er glaube, Gottesdienste könnten mit entsprechenden Einschränkungen stattfinden.

Mit Blick auf die Infektionszahlen sagte der Ministerpräsident: "Die Kurve hat sich abgeflacht, aber sie geht auch nicht richtig runter. Deswegen kann es schon sein, dass wir jetzt vielleicht noch mal sogar verschärfen müssen. Lockerung ist jedenfalls nicht in Sicht."

19.11.2020 • 07:58 Uhr

Mehr als zwei Millionen Fälle in Afrika

In Afrika gibt es inzwischen mehr als zwei Millionen bestätigte Coronavirus-Fälle. Den Zahlen der Afrika-Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention ist auch zu entnehmen, dass es auf dem Kontinent mehr als 48.000 Todesfälle mit dem Coronavirus gegeben hat.

In Afrika leben rund 1,3 Milliarden Menschen. Die Leitung der Afrika-Zentren hatte in dieser Woche Besorgnis geäußert, dass weniger Menschen Masken trügen. Das sei gefährlich, sagte Direktor John Nkengasong. Gesundheitsbehördenvertreter in Afrika machen sich Sorgen, dass die afrikanischen Länder bei der Verfügbarkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus im Gegensatz zu reicheren Ländern zu kurz kommen werden.

19.11.2020 • 07:46 Uhr

Fast 90 Corona-Infektionen im Bundestag

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind im Bundestag bis Mitte November insgesamt 89 Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 gezählt worden. Das geht aus einer Antwort der Bundestagsverwaltung auf eine Anfrage der Funke Mediengruppe hervor. Darunter sind demnach 15 Abgeordnete, der Rest sind überwiegend Mitarbeiter und Verwaltungsangestellte.

In lediglich neun Fällen handelt es sich laut dem Bericht um Mitarbeiter von Fremdfirmen, etwa für Reinigung, Fahrdienst, Handwerker oder andere Dienstleister. Insgesamt sind demnach rund 10.000 Menschen im Bundestag tätig, Dienstleister eingerechnet. Im Vergleich zur Gesamtzahl falle die Infektionsrate damit relativ gering aus. Unklar ist zudem, wo sich die Betroffenen infiziert haben - innerhalb oder außerhalb des Parlaments.

19.11.2020 • 07:40 Uhr

UNICEF warnt vor schweren Folgen für Kinder

Das Kinderhilfswerk UNICEF warnt vor großen negativen Folgen der Corona-Pandemie für Kinder. Zum Welttag der Kinderrechte ruft die UN-Organisation dazu auf, eine "verlorene Generation" zu verhindern. Die langfristigen Auswirkungen der Pandemie auf Bildung, Ernährung und Wohlbefinden von Kindern und jungen Menschen könnten deren ganzes Leben nachhaltig prägen.

Die Unterbrechung lebenswichtiger Hilfen und Dienstleistungen sowie steigende Armutsraten seien die größten Bedrohungen. Eine Auswertung von Daten aus 87 Ländern zeigt laut UNICEF, dass jede neunte Infektion ein Kind oder einen Jugendlichen trifft. Die UN-Organisation verweist auf Schulschließungen sowie auf einen Rückgang von Routineimpfungen, ambulanter Behandlung von ansteckenden Infektionskrankheiten sowie von Betreuungsangeboten vor, während und nach der Geburt. Hauptgrund sei Angst vor Ansteckung. In 135 Ländern würden 40 Prozent weniger Kinder und Frauen durch Ernährungshilfen und entsprechende Beratung erreicht.

19.11.2020 • 07:29 Uhr

US-Arzneimittelbehörde lässt Test für Hausgebrauch zu

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat erstmals einen Corona-Test für den Hausgebrauch zugelassen. Der Testkit des US-Herstellers Lucira Health habe eine Notfall-Zulassung bekommen, teilte die FDA mit. "Diese neue Test-Möglichkeit ist ein wichtiger Diagnose-Fortschritt, um die Pandemie zu bekämpfen und die öffentliche Last der Krankheitsübertragung zu reduzieren", sagte FDA-Chef Stephen Hahn.

Der Test, der auf Erbgut des Erregers Sars-CoV-2 reagiert, sei im Hausgebrauch für Menschen ab 14 Jahren geeignet und zunächst nur auf Verschreibung eines Arztes erhältlich. Wer den Test benutzt, muss mit einem Stäbchen eine Probe aus der Nase entnehmen, dieses dann in ein Röhrchen legen und das Röhrchen wiederum in einem Testmodul befestigen. In maximal 30 Minuten zeige das Display des Testmoduls dann ein positives oder negatives Ergebnis an, heißt es von der FDA. Auf den Markt kommen soll der Test demnach in Florida und Kalifornien in der nahen Zukunft und landesweit im Frühling.

19.11.2020 • 06:33 Uhr

Japan ruft "höchste Alarmstufe" aus

Japans Regierungschef Yoshihide Suga hat die "höchste Alarmstufe" ausgerufen, nachdem in seinem Land eine Rekordzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden ist. Er rufe die Bevölkerung auf, die Corona-Richtlinien vollständig umzusetzen, sagte Suga bei einer Pressekonferenz in Tokio. Unter anderem verwies er auf die Empfehlung zum Maskentragen.

Am Mittwoch hatten die Behörden in Japan einen Höchstwert von 2000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Allein knapp 500 der Fälle waren in der Hauptstadt Tokio aufgetreten.  Dem Sender NHK zufolge beauftragte Suga Experten damit, den Ursachen des Anstiegs bei Beratungen am Donnerstag und Freitag auf den Grund zu gehen. Danach wolle sich die Regierung mit möglichen Verschärfungen der Corona-Maßnahmen befassen. 

Suga hat bereits angekündigt, strengere Maßnahmen in den Regionen unterstützten zu wollen. Auch regte er an, die Zahl der Menschen, die sich in Restaurants treffen dürfen, auf vier zu begrenzen.  Japan gehört bisher zu den weniger schwer von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Inselstaat knapp 121.000 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen, 1900 Infizierte starben.

19.11.2020 • 06:06 Uhr

22.609 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut 22.609 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind gut 5000 Fälle mehr als am Mittwoch (17.561), wie aus Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht. Im Vergleich zum Wert von vor einer Woche wurden etwas mehr Fälle gemeldet. Am vergangenen Donnerstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 21.866 gelegen. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 855.916 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 251 auf insgesamt 13.370. Das RKI schätzt, dass rund 562.700 Menschen inzwischen genesen sind.

19.11.2020 • 04:54 Uhr

Mehr als 250.000 Corona-Tote in den USA

Die Vereinigten Staaten haben die Schwelle von mehr als einer Viertel Million Corona-Toten überschritten. Wie aus einer Zählung der in Baltimore ansässigen Johns Hopkins University am Abend hervorging, starben in den USA seit Pandemie-Beginn 250.029 Corona-Infizierte. Dies ist die mit Abstand höchste Zahl an Corona-Toten in einem einzigen Land. An zweiter Stelle folgt Brasilien mit knapp 167.000 Todesfällen. Auch gemessen an den registrierten Infektionsfällen sind die USA das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Landesweit wurden laut der JHU bereits mehr als 11,4 Millionen Ansteckungen verzeichnet. 

Die Zahl der Toten mit einer Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden ist in den USA unterdessen auf den höchsten Wert seit Anfang Mai gestiegen. Die Behörden meldeten 1848 Tote, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervorging. Auch die Zahl der bestätigten Neuinfektionen erhöhte sich mit 170.161 Fällen weiter. Am gleichen Tag in der Vorwoche waren es noch rund 143.000 gewesen. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 177.000 Neuinfektionen gemeldet wurden.

19.11.2020 • 04:54 Uhr

Verbot von Silvester-Feuerwerk gefordert

Wegen der Corona-Pandemie mehren sich die Forderungen, Silvester-Böller in diesem Jahr zu verbieten. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Michael Kuffer sagte der "Bild"-Zeitung, dass dieses Jahr "Silvester-Böllerei und Feuerwerk verboten werden" müssten. Wegen der aufgeheizten Stimmung im Land sei es zu gefährlich, wenn Leute mit Sprengstoff durch die Straßen liefen. Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) verwies in der Zeitung auf die "Party-Hochburgen", in denen es am Halloween-Wochenende ruhig gewesen sei. "Ich wünsche mir, dass das auch Silvester wieder so sein wird", sagte der CDU-Politiker. Die Entscheidung über ein Feuerwerksverbot zu Silvester liege aber bei den Kommunen.