Menschen laufen mit Regenschirmen und Mund-Nasen-Schutz durch eine bereits weihnachtlich beleuchtete Straße in London. | AP
Liveblog

Corona-Liveblog zum Nachlesen ++ Höchstwert an Neuinfektionen in Großbritannien ++

Stand: 12.11.2020 21:52 Uhr

In Großbritannien wurden binnen eines Tages so viele Corona-Neuinfektionen erfasst wie noch nie. Katalonien verlängert die strengen Maßnahmen gegen die Pandemie. Alle Entwicklungen vom Donnerstag zum Nachlesen im Liveblog.


  • RKI: 21.866 neue Corona-Infektionen in Deutschland
  • Höchststand an Neuinfektionen in Großbritannien
  • DTrend: Mehrheit will sich impfen lassen
  • ÖPNV fehlen 2021 durch Pandemie fast 3,6 Mrd. Euro
  • Bayern kippt vollständige Schließung von Fitnessstudios
  • Ein Viertel der Todesfälle in Frankreich wegen Covid-19
  • Neuer Höchstwert: Mehr als 143.000 Neuinfektionen in den USA
12.11.2020 • 21:52 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Wir sagen Tschüss für heute und danken Ihnen für Ihr Interesse.

12.11.2020 • 20:39 Uhr

106-Jährige nach Corona-Infektion geheilt

In Brandenburg ist eine 106 Jahre alte Bewohnerin eines Altenheims nach einer überstandenen Covid-19-Erkrankung wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. "Die Patientin verfügt für das hohe Alter über einen sehr guten Allgemeinzustand, so dass ihr Immunsystem mit unserer Unterstützung das Virus erfolgreich bekämpfen konnte", teilte der Chefarzt der Klinik mit.

Die Frau war wegen Bauchkrämpfen und Durchfall ins Krankenhaus gekommen, Atemwegsbeschwerden habe sie keine gehabt.

12.11.2020 • 20:21 Uhr

Musikalische Blasen

In der Kultur herrscht gerade wieder Zwangsstillstand - doch eine Kunstaktion in Stuttgart bringt die Philharmoniker der Landeshauptstadt trotzdem zum Musizieren zusammen.

Musiker der Stuttgarter Philharmoniker spielen in Stuttgart während der Kunstaktion "Social Distance Stacks" des Künstlers Florian Mehnert in einem PVC Ball. | dpa

PVC-Bälle sichern den Musikern einen Rundum-Viren-Schutz. Bild: dpa

12.11.2020 • 20:01 Uhr

Ein Minus ohne Knalleffekt

Die Senkung der Mehrwertsteuer sollte die Kauflaune der Deutschen ankurbeln. Doch wurde das Ziel erreicht? Tom Schneider zieht Bilanz.

12.11.2020 • 19:48 Uhr

Profisport in Corona-Zeiten - ein "Ritt auf der Rasierklinge"

Komplette Teams in Quarantäne, abgesagte Spiele, Kritik von Sportlern selbst - die Coronakrise nimmt auch in der Welt des Sports an Schärfe zu.

12.11.2020 • 19:41 Uhr

Frankreich will strenge Auflagen vorerst beibehalten

Der französische Premierminister Jean Castex hat eine vorzeitige Lockerung der strikten Corona-Beschränkungen ausgeschlossen. In dem Land gilt seit Monatsbeginn eine strenge Ausgangssperre. Geschäfte und die Gastronomie bleiben geschlossen. Die Maßnahmen sollen noch bis Anfang Dezember in Kraft bleiben.

Es wäre unverantwortlich, die Regeln jetzt zu lockern oder aufzuheben, betonte Castex. Möglich sei, dass der Einzelhandel ab Dezember wieder öffnen könne. Für die Gastronomie schloss er das aber aus.

12.11.2020 • 19:35 Uhr

Debatte über früheren Start der Weihnachtsferien

In Nordrhein-Westfalen wird der Beginn der Weihnachtsferien vorgezogen. Doch nicht alle Bundesländer wollen diesem Vorbild folgen.

12.11.2020 • 19:20 Uhr

Millionen-Hilfen für den Sport

Das Bundesinnenministerium hat bislang 34 Millionen Euro als Corona-Hilfe an den deutschen Profisport ausgeschüttet.

"Wir wissen, dass die finanzielle Situation im Spitzensport durch die Absage von Wettkämpfen und Ligaspielen sehr schwierig ist", sagte der Parlamentarische Staatssekretär Stephan Mayer nach seiner Teilnahme an der Sportministerkonferenz der Länder.

Bislang seien von Clubs und Vereinen Finanzhilfen in Höhe von 68 Millionen Euro beantragt worden. Anträge auf die Unterstützung können noch bis zum 22. November eingereicht werden.

12.11.2020 • 19:09 Uhr

Katalonien verlängert strengere Maßnahmen

In Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona bleiben wegen der Corona-Pandemie alle Bars und Restaurants sowie alle Kinos und Theater bis zum 23. November geschlossen. Eigentlich waren die Auflagen bis zum 16. November verhängt worden, nun wurden sie um zehn Tage verlängert. Das teilte das regionale Gesundheitsministerium mit.

Auch die nächtliche Ausgangssperre wird demnach beibehalten, ebenso wie die Absperrung der Gemeinden am Wochenende.

12.11.2020 • 19:09 Uhr

Mehr als 33.000 Neuinfektionen in Großbritannien

Nach Angaben der britischen Regierung hat die Zahl der täglich neu gemeldeten Corona-Fälle den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie erreicht: Demnach wurden in den vergangenen 24 Stunden 33.470 Neuinfektionen von den Gesundheitsbehörden erfasst. Damit stecken sich im Durchschnitt etwa 240 Briten binnen einer Woche und pro 100.000 Einwohner mit dem Virus an.

12.11.2020 • 18:37 Uhr

Öffentlichem Nahverkehr fehlen 2021 fast 3,6 Mrd Euro

Die kommunalen Verkehrsbetriebe rechnen einem Medienbericht zufolge wegen der Corona-Krise für kommendes Jahr mit knapp 3,6 Milliarden Euro weniger Einnahmen aus dem Ticketverkauf im Vergleich zu 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Krise. Diese Zahl habe Oliver Wolff, Hauptgeschäftsführer des Dachverbands VDV, genannt, berichtet das "Handelsblatt". Die 450 Unternehmen des Nahverkehrs erwarteten, dass Bund und Länder das Defizit ausgleichen werden.

12.11.2020 • 18:35 Uhr

Ein Viertel der Todesfälle in Frankreich wegen Covid-19

In Frankreich führt Ministerpräsident Jean Castex inzwischen ein Viertel der Todesfälle auf eine Covid-19-Erkrankung zurück. Es würden heute mehr Menschen im Krankenhaus behandelt als zum Höhepunkt der ersten Welle im April. In der vergangenen Woche sei zwar die Zahl der neuen Fälle etwas zurückgegangen, was eine positive Entwicklung darstelle. Aber man müsse wachsam bleiben. Die gegenwärtigen Einschränkungen sollen für mindestens 15 Tage unverändert gelten.

12.11.2020 • 18:30 Uhr

Spahn: Notfalls müssen auch infizierte Ärzte und Pfleger arbeiten

In der grassierenden Corona-Pandemie müssen laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) notfalls auch positiv auf das Virus getestete Mitarbeiter von Kliniken oder Pflegeheimen arbeiten. Der beste Weg sei, dass ein Infizierter und die Menschen, die mit ihm in Kontakt standen, in Quarantäne bleiben, sagte Spahn am Donnerstag auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin. "Wenn (...) wegen Isolation und Quarantänemaßnahmen so viele dann gar nicht mehr da sind, im Krankenhaus, in der Arztpraxis, in der Pflegeeinrichtung, dass die Versorgung zusammenbricht, muss man schauen, was ist neben der bestmöglichen Lösung die zweitbeste", sagte Spahn. Dann könne es nötig werden, dass Kontaktpersonen mit täglichen Tests und FFP2-Masken weiter arbeiten.

12.11.2020 • 18:28 Uhr

Söder für Beibehaltung der Corona-Beschlüsse

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält es für angebracht, dass Bund und Länder ihre zur Eindämmung der Corona-Pandemie getroffenen Lockdown-Beschlüsse im Wesentlichen beibehalten. Söder sagte "Bild", die Konferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am kommenden Montag komme "zu früh, um endgültig zu entscheiden". Söder empfahl als Richtschnur: "Lieber öfter treffen und dann entscheiden, als jetzt nächste Woche festzulegen, was für zwei, drei Wochen gelten soll."

12.11.2020 • 18:26 Uhr

Arzt: Personal in Krankenhäusern in Italien vor dem Limit

Das Krankenhauspersonal in Italien arbeitet wegen der verschärften Corona-Lage vielerorts unter Dauerstress und am Rande der Kapazitäten: "Wir fühlen uns schlecht, sehr schlecht", sagte Claudio Zanon, Leiter des Valduce-Krankenhauses nahe dem Comer See in der Lombardei. "Anders als während der ersten Welle ist das Gesundheitspersonal frustriert, demotiviert, gestresst und leidet unter Burnout", beschrieb er die Lage in Como in einer Videokonferenz mit der Auslandspresse in Rom. "Es gibt eine breite Niedergeschlagenheit, die im Kampf gegen die Epidemie nicht hilft."

Auch aus anderen Regionen Italiens gab es vergleichbare Berichte. Sein Haus habe keine freien Betten mehr, auch nicht auf der Intensivstation, sagte Zanon. Das Haus müsste auf 70 der rund 600 Ärzte, Ärztinnen und Krankenschwestern verzichten, weil sie mit dem Virus infiziert seien, erläuterte er. Am Mittwoch ordnete Zanon die Schließung der Notaufnahme des Hospitals an. Die Provinz Como gehört wie Monza, Varese und Mailand zu den Gebieten in der norditalienischen Lombardei, die am stärksten von der zweiten Corona-Welle betroffen sind.

12.11.2020 • 18:00 Uhr

Mehrheit der Deutschen will sich gegen Coronavirus impfen lassen

Die meisten Deutschen wollen sich impfen lassen, sobald ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung steht. Das hat eine Umfrage von Infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend ergeben. Auch die aktuell wieder strengeren Corona-Auflagen stoßen zum Großteil auf Akzeptanz.

12.11.2020 • 17:47 Uhr

Brasilien: Politischer Machtkampf um Impfstoff-Suche

In Brasilien stehen die Kommunalwahlen bevor. 2022 ist die Präsidentschaftswahl angesetzt. Und die Kandidaten betreiben ihren Wahlkampf immer mehr mit dem Thema Corona-Pandemie und mit dem Wettstreit um einen möglichen Impfstoff, wie ARD-Korrespondent Matthias Ebert berichtet.

12.11.2020 • 17:40 Uhr

Weniger Hilfe für psychisch Erkrankte

Durch die Corona-Beschränkungen droht sich die Lage für Menschen mit psychischen Erkrankungen, wie etwa Depressionen, zu verschärfen. Durch Kontaktbeschränkungen könnten die Depressionen zunehmen, gleichzeitig haben Betroffene in Zeiten eines Lockdowns weniger Zugang zu Therapiemöglichkeiten, wie eine Studie der Stiftung Deutsche Depressionshilfe ergab.

12.11.2020 • 17:31 Uhr

Nordische Ski-Weltcups in Lillehammer abgesagt

Die Weltcups der Nordischen Kombinierer, Langläufer und Skispringerinnen, die Anfang Dezember im norwegischen Lillehammer stattfinden sollten, wurden abgesagt. Angesichts der aktuellen Schwierigkeiten in der Coronavirus-Pandemie sei eine Austragung zu diesem Zeitpunkt nicht richtig, sagte der Präsident des Norwegischen Skiverbandes Erik Røste laut einer Mitteilung des Weltverbandes Fis. Es werde versucht, neue Termine für die Wettkämpfe zu finden.

12.11.2020 • 17:22 Uhr

Juristen bemängeln geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes

Mit dem Paragrafen 28a will die Bundesregierung das Infektionsschutzgesetz dahingehend ändern, dass Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie auf einer rechtlichen Grundlage fußen. Dazu zählen etwa Kontaktbeschränkungen, die Maskenpflicht oder wirtschaftliche Einschnitte wie die Schließung von Betrieben.

In einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags haben jedoch mehrere Juristen Zweifel an der Reform in ihrer derzeit geplanten Form geäußert. Der Gesetzesentwurf bleibe hinter seinem Ziel zurück, "erhebliche Grundrechtseingriffe im Zuge der Corona-Pandemie auf eine hinreichend bestimmte Ermächtigungsgrundlage zu stellen", kritisierte etwa Professor Anika Klafki von der Uni Jena. Auch andere Juristen hielten die Änderungen nicht für ausreichend, um von Gerichten als Grundlage für die umfassenden Schutzmaßnahmen akzeptiert zu werden.

Bundestag und Bundesrat sollen voraussichtlich am kommenden Mittwoch über die Änderung des Infektionsschutzgesetzes abstimmen.

12.11.2020 • 17:13 Uhr

Schwesig gegen weitere Maßnahmen

Am kommenden Montag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer eine erste Zwischenbilanz über die Wirksamkeit des November-Lockdowns ziehen.

Manuela Schwesig, Landeschefin in Mecklenburg-Vorpommern, hat sich bereits jetzt dagegen ausgesprochen, zusätzlich zu den strengeren Beschränkungen noch weitere Maßnahmen zu verhängen. "Ich bin dafür, dass wir bei dem bleiben, was wir im letzten Gipfel mit der Kanzlerin vereinbart haben", sagte die SPD-Politikerin.

12.11.2020 • 17:06 Uhr

Berliner Schulaufsicht prüft Beschwerden gegen Lehrer

Im Unterricht und in YouTube-Videos hat ein Berliner Lehrer die Corona-Pandemie verleugnet und gegen Maßnahmen wie Schutzmasken als "moderne Hakenkreuze" gehetzt. Mehrere Schüler legten Beschwerde ein, nun reagiert auch die Schulbehörde.

12.11.2020 • 16:56 Uhr

Bahn-Mitarbeiter wegen Maskenpflicht öfter Konflikten ausgesetzt

In Zügen gilt derzeit die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Doch die Kontrolle, dass sich Fahrgäste daran halten, hat für das Zugpersonal immer wieder Konflikte zur Folge.

Kristian Loroch, Vorstandsmitglied der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, schilderte, dass Mitarbeiter von Maskenverweigerern gefilmt und öffentlich denunziert würden. "Wir kriegen mit, dass die Gesellschaft sich spaltet", warnte Loroch. Er kritisierte, dass Verkehrsverbünde versuchen würden, die Kontrollen auf die Zugbegleiter abzuwälzen, die "kleinsten Rädchen im System". Das sei Aufgabe der Staatsgewalt.

12.11.2020 • 16:36 Uhr

BaWü: Landtag senkt Wahl-Hürde für kleine Parteien

Um bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg im kommenden März zugelassen zu werden, müssen kleine Parteien deutlich weniger Unterschriften sammeln.

Diese Entscheidung des Landtags hatten mehrere Parteien mit einer Klage vor dem Landesverfassungsgericht herbeigeführt. Dazu zählten die Freien Wähler, die Linke, die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), die Satire-Partei Die Partei und die Piratenpartei. Alle klagenden Parteien sind derzeit nicht im Landtag vertreten.

Unter normalen Umständen muss eine Partei mindestens 10.500 Unterschriften von Wählern einsammeln, um für eine Landtagswahl zugelassen zu werden. Das entspricht 150 Unterschriften pro Wahlkreis. Die klagenden Parteien hatten jedoch angeführt, dass die Unterschriftensammlung durch die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie erschwert werde. Nun müssen sie für die kommende Wahl nur noch 75 Unterschriften pro Wahlkreis erhalten.

12.11.2020 • 16:28 Uhr

Lehrergewerkschaft kritisiert Niedersachsens Landesregierung

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Niedersachsen hat mehr finanzielle Unterstützung von der Landesregierung gefordert. Damit sollten FFP2-Masken für Lehrkräfte und mehr Luftfilteranlagen in den Schulen angeschafft werden.

Dabei dürfe nicht nach den Kosten gefragt werden, betonte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth und warf der Landesregierung vor, aus "Geiz" die Gesundheit der Beschäftigten und Schüler aufs Spiel zu setzen.

Sollten die Investitionen nicht ermöglicht werden, sprach sich Pooth dafür aus, Schülergruppen getrennt und gestaffelt zu unterrichten.

12.11.2020 • 16:21 Uhr

Kinobetreiberin scheitert mit Antrag gegen Schließung

Das Bundesverfassungsgericht hat den Eilantrag einer Kino- und Restaurantbetreiberin gegen die bayerischen Corona-Beschränkungen abgelehnt. Im Zuge des November-Lockdowns sind Gastronomie und Kultureinrichtungen seit Monatsbeginn erneut geschlossen.

Zwar sei die erzwungene Schließung des Restaurants ein Eingriff in das Grundrecht auf Berufsfreiheit, räumte das Gericht ein. Da die Auflagen zeitlich befristet seien und es zudem Finanzhilfen vom Bund gebe, sei nicht klar, ob die Frau wirklich in ihrer Existenz bedroht sei. Zudem stünde der Schutz von Leben und Gesundheit im Vordergrund.

12.11.2020 • 15:47 Uhr

Weniger Mobilität durch Teil-Lockdown

Die seit Anfang des Monats geltenden strengeren Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie bringen einen Rückgang der Mobilität der Deutschen mit sich. Der fällt allerdings nicht ganz so massiv aus wie im Frühjahr.

12.11.2020 • 15:33 Uhr

Hilft ein Blick in die Vergangenheit?

Vor mehr als 100 Jahren grassierte schon einmal eine Pandemie: die Spanische Grippe. Verena von Ondarza schaut auf Fehler und Lehren aus dieser Zeit zurück.

12.11.2020 • 15:29 Uhr

Umfrage: Mehrheit der Franzosen gibt Verstoß gegen Auflagen zu

Etwa 60 Prozent der Franzosen haben schon mindestens einmal gegen die seit etwa zwei Wochen wieder eingeführte Ausgangssperre verstoßen. Das ergab eine Umfrage des Institutes Ifop unter mehr als 2000 Franzosen ab 18 Jahren.

Als häufigster Grund für den Regelbruch wurde ein Besuch bei Angehörigen angegeben, dicht gefolgt von einem Treffen mit Freunden. Hierfür haben etwa ein Fünftel der Befragten gegen die Ausgangssperre verstoßen. Jeder zehnte Teilnehmer der Umfrage verließ das eigene Zuhause für ein Treffen mit einem Sexpartner.

Nach Angaben des Institutes würde damit der erneute Lockdown weniger eingehalten wie bei der ersten Welle im Frühjahr. Allerdings seien die Beschränkungen für die Franzosen spürbar: 28 Prozent der befragten Personen sprach von anhaltend schlechterer Laune und 38 Prozent leiden demnach unter Schlafstörungen.

12.11.2020 • 15:17 Uhr

Bayern lockert Regeln in Kitas

Bisher konnten die Gesundheitsämter in Bayern entscheiden, ob Kitas von Eltern einen negativen Corona-Test ihres Kindes verlangen können, wenn es leichte Symptome einer Erkältung hat. Diese Regelung hat die Landesregierung aber nun für das gesamte Bundesland gekippt.

12.11.2020 • 15:14 Uhr

Steuerschätzung fällt deutlich positiver aus als erwartet

Trotz der Belastungen durch die Coronakrise dürften die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen im laufenden Jahr um 10,6 Milliarden Euro höher ausfallen, als noch im September erwartet. Das ist das Ergebnis der Herbstprognose des Arbeitskreises Steuerschätzung, die vom Bundesfinanzministerium veröffentlicht wurde.

Auch für das kommende Jahr geht die Schätzung von einem Plus an Steuereinnahmen von etwa 3,4 Milliarden Euro aus.

12.11.2020 • 15:06 Uhr

Bittet Bund private Krankenkassen für Impfungen zur Kasse?

Die Große Koalition plant offenbar, dass sich private Krankenkassen an den Kosten für Corona-Impfungen beteiligen sollen. Das berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (RND) und die Nachrichtenagentur Reuters.

"Vor dem Hintergrund dieser Planung und der angestrebten hohen Durchimpfungsrate der Bevölkerung ist eine Beteiligung der privaten Krankenversicherungsunternehmen (...) entsprechend dem Anteil der bei ihnen Versicherten an der Gesamtbevölkerung sachgerecht", zitierte Reuters aus einem Änderungsantrag zur Reform des Bevölkerungsschutzgesetzes. Laut RND könnte die Beteiligung damit einen Anteil von zehn Prozent an den Kosten ausmachen.

12.11.2020 • 15:01 Uhr

Weniger US-Bürger beantragen Arbeitslosenhilfe

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA lag in der vorigen Woche auf dem niedrigsten Niveau seit etwa sieben Monaten. Angaben des Arbeitsministeriums zufolge stellten in der vergangenen Woche rund 709.000 Amerikaner einen solchen Antrag auf staatliche Unterstützung. Gegenüber der Vorwoche bedeutet das demnach einen Rückgang um etwa 48.000 Antragsteller.

Infolge der Corona-Krise sind auf dem US-Arbeitsmarkt bislang rund 22 Millionen Jobs weggebrochen, von denen etwa die Hälfte bis jetzt wieder geschaffen werden konnte. Allerdings steigen die Corona-Fallzahlen in den USA derzeit wieder massiv an, was auch einen erneuten Anstieg der Arbeitslosenzahl mit sich bringen könnte.

12.11.2020 • 14:49 Uhr

Corona-Hilfen: Erste Abschlagszahlungen noch im November

Rund zehn Milliarden Euro will die Bundesregierung nochmals investieren, um die wirtschaftlichen Folgen des sogenannten November-Lockdowns abzumildern. Erste betroffene Betriebe könnten noch in diesem Monat Geld erhalten, hieß es vom Finanz- sowie vom Wirtschaftsministerium.

Demnach sollen zunächst Abschlagszahlungen fließen: Soloselbstständige könnten bis zu 5000 Euro und Betriebe bis zu 10.000 Euro bekommen. Die Antragstellung starte über eine Plattform in der letzten November-Woche, voraussichtlich am 25. November.

Mit den Novemberhilfen sollen direkt von den Schließungen betroffene Unternehmen unterstützt werden. Gezahlt werden soll ein Zuschuss von 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes aus dem November 2019 oder wahlweise eines Durchschnitts-Monatsumsatzes 2019.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz geht mittlerweile davon aus, dass für die Hilfen mehr Geld investiert werden muss, als die ursprünglich angedachten zehn Milliarden Euro. Eine konkrete Summe nannte der SPD-Politiker aber nicht.

12.11.2020 • 14:42 Uhr

Hamburger Hafengeburtstag fällt auch 2021 aus

Die Stadt selbst nennt ihn auch das größte Hafenfest der Welt - doch im kommenden Jahr wird es wegen der Corona-Pandemie in Hamburg keinen Hafengeburtstag geben.

"Es wäre aber unverantwortlich gegenüber den vielen ehrenamtlichen Partnern, den zahllosen mit dem Hafengeburtstag verbundenen Unternehmen, gegenüber unseren Dienstleistern, gegenüber allen, für die der Hafengeburtstag eine Herzensangelegenheit ist, weiter Kosten und Aufwand zu produzieren, obwohl keine realistische Chance auf eine Durchführung besteht", begründete der Wirtschaftssenator der Hansestadt, Michael Westhagemann, die Entscheidung. Zwar sei derzeit noch schwer abzusehen, wie sich die Pandemie bis Anfang Mai entwickeln werde. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sei aber davon auszugehen, dass das Virus bis dahin nicht verschwunden sei.

12.11.2020 • 14:35 Uhr

Kaum Schutz in mexikanischen Betrieben

In vielen Unternehmen in Mexiko fühlen sich Mitarbeiter nicht ausreichend gegen die Corona-Pandemie geschützt. Doch die Sorge vor dem Jobverlust ist größer als die Angst vor dem Virus, wie Anne Demmer berichtet.

12.11.2020 • 14:26 Uhr

Studie: Angestellte wollen Homeoffice teils beibehalten

Für viele Mitarbeiter ist die Arbeit von zu Hause aus eine Option, auf die sie auch künftig weiter zugreifen wollen. Das ergab eine Umfrage der Universität Konstanz und 699 repräsentativ ausgewählten Erwerbstätigen, die das Institut in der Zeit von März bis Oktober 2020 durchgeführt hatte.

Demnach gaben mit 26 Prozent rund ein Viertel der Befragten an, sie würden künftig gern mindestens zwei tage pro Woche im Homeoffice arbeiten. Außerdem berichteten der Studie zufolge Beschäftigte, die im Sommer oder Herbst aus dem Homeoffice in volle Präsenzarbeit zurückgekehrt sind, von höherer emotionaler Erschöpfung und sinkender Produktivität.

Gleichzeitig wollte ein Großteil der Studienteilnehmer nicht komplett auf die Arbeit in der Firma oder im Büro verzichten, da sonst vor allem der direkte Austausch mit den Kollegen fehlen würde.

12.11.2020 • 14:20 Uhr

Schuldnerberatungen rechnen mit höherer Nachfrage

Die Schuldnerberatungen in Niedersachsen stellen sich darauf ein, dass infolge der Coronakrise und des Teil-Lockdowns bald mehr Menschen auf die Hilfe der Beratungsstellen zugreifen werden. Bereits jetzt sei eine stärkere Nachfrage zu spüren, wie der NDR berichtet.

12.11.2020 • 13:58 Uhr

Vollständige Schließung von Fitnessstudios in Bayern nicht rechtens

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die vollständige Schließung von Fitnessstudios im Zuge des teilweisen Lockdowns gekippt. Die vollständige Schließung verstoße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, entschied das Gericht in einem veröffentlichten Beschluss. Die entsprechende Regelung in der bayerischen Landesverordnung sei außer Vollzug gesetzt. Rechtsmittel sind nicht möglich.

Mit der Entscheidung gaben die Richter dem Eilantrag eines Betreibers eines Fitnessstudios zum Teil statt. Der Senat geht davon aus, dass Inhaber von Fitnessstudios mit der vollständigen Schließung benachteiligt werden, ohne dass dies sachlich gerechtfertigt sei. Die vollständige Schließung sei nicht verhältnismäßig, weil Individualsport nach der Verordnung zulässig bleiben solle. Dies müsse auch für Fitnessstudios gelten.

Den Antrag des Betreibers auf Außervollzugsetzung auch der restlichen Beschränkungen des Individualsports lehnte das Gericht aber ab. Das derzeitige Infektionsgeschehen rechtfertige die Beschränkungen, auch wenn die wirtschaftliche Betätigung der Sportbetriebe stark beschränkt werde.

12.11.2020 • 13:19 Uhr

Altmaier plant Abschlagszahlungen im November

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier plant nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei den Novemberhilfen zunächst Abschlagszahlungen. Damit sollen erste Gelder noch bis Ende des Monats bei den vom Teil-Lockdown Betroffenen ankommen.

Wie es hieß, sollen Soloselbständige eine Abschlagszahlung von bis zu 5000 Euro erhalten, Unternehmen von bis zu 10.000 Euro. Details zu den Auszahlungen der Hilfen will das Ministerium noch bekanntgeben. Die Bundesregierung hatte Zuschüsse etwa für Gastronomiebetriebe sowie Solo-Selbstständige wie Künstler zugesagt, die von behördlich angeordneten Schließungen im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus betroffen sind. Es sollen Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes im November 2019 gewährt werden.

12.11.2020 • 12:58 Uhr

Merkel: Mehr Anstrengungen zum digitalen Ausbau in Schulen

Bundeskanzlerin Angela Merkel drängt angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie auf mehr Anstrengungen zum digitalen Ausbau in den Schulen. "Allen ist bewusst geworden, dass es kein besonderer Zustand ist, dass wir da ein bisschen hinterherhinken", sagte Merkel bei einer Online-Diskussion mit Auszubildenden. Sie verwies auf die bessere Situation etwa in skandinavischen Ländern und auf den "Digitalpakt Schule". Deutschland wolle ein modernes Land sein. "Wir müssen da mehr machen."

Die "Generation Corona" erlebe etwas ganz Außergewöhnliches, was es seit der Spanischen Grippe von 1918 nicht mehr gegeben habe, sagte Merkel bei ihrem Gespräch mit den Auszubildenden. Impfstoffe oder Medikamente, wie sie jetzt entwickelt werden, habe es seinerzeit noch nicht gegeben.

12.11.2020 • 12:44 Uhr

Keine Anzeichen für mehr Scheidungen

In der Corona-Pandemie mit dem ersten Lockdown im Frühjahr gibt es einem Medienbericht zufolge derzeit offenbar keine Anzeichen für eine steigende Zahl von Scheidungen in Deutschland. So habe eine Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Familienrecht im Deutschen Anwaltverein unter 1.000 Fachanwälten im Oktober ergeben, dass 43,5 Prozent berichtet hätten, dass sie weniger Mandate hätten als vor der Pandemie, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Lediglich 10,3 Prozent hätten höhere Fallzahlen gemeldet. 46,2 Prozent hätten eine "im Wesentlichen unveränderte" Beschäftigungslage angegeben.

12.11.2020 • 12:26 Uhr

Merkel gibt keine Zusage für Gastronomie-Öffnung im Dezember

Kanzlerin Angela Merkel will keine Zusage geben, dass die Gastronomie am 1. Dezember wieder öffnen kann. Es sei entscheidend, dass die Zahl der Neuinfektionen wieder auf 50 Infektionen pro 100.000 in sieben Tage sinke, sagte Merkel in einem Bürgerdialog auf eine entsprechende Frage. "Dann haben wir eine gute Chance", fügt sie hinzu. "Wir tun alles, um im Dezember wieder ein bisschen voranzukommen. Aber wir müssen durch einen schweren Winter."

12.11.2020 • 12:16 Uhr

Zahl der belegten Intensivbetten steigt

Die Zahl der belegten Intensivbetten durch Corona-Patienten ist gestiegen. Laut dem DIVI-Melderegister sind nun 3168 Betten belegt - das sind 29 mehr als am Vortag. Die Anzahl der freien Intensivbetten, die die Krankenhäuser melden, sank auf 6652. Der Trend hält seit Tagen an, weil die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen stark gestiegen waren. Bei Patienten zeigen sich schwere Krankheitssymptome meist erst mit mehrwöchiger Verspätung.

12.11.2020 • 12:00 Uhr

CureVac: Impfstoff-Studie startet bald

Das Tübinger Biotechunternehmen CureVac will in Kürze mit der entscheidenden Studie mit seinem Corona-Impfstoff beginnen. Curevac wolle mit der Studie, die 36.000 Teilnehmer umfassen soll, so schnell wie möglich starten, sagte Vorstandschef Franz-Werner Haas bei einem Online-Pressegespräch des Vereins der ausländischen Presse in Deutschland. Dafür will sich Curevac auch einen Partner ins Boot holen. "Wir sprechen derzeit mit verschiedenen möglichen großen Partnern, die uns unterstützen können", sagte Haas.

Die für die Zulassung relevante Studie soll innerhalb von drei Monaten abgeschlossen werden. Curevac plane, im ersten Quartal den Einreichungsprozess für eine Notfallgenehmigung zu starten, sagte Haas. Mit einer finalen Zulassung sei im dritten Quartal zu rechnen. Haas geht davon aus, dass Curevac im kommenden Jahr 300 bis 400 Millionen Impfstoffdosen herstellen könne.

12.11.2020 • 11:57 Uhr

Gericht bestätigt Schließung von Tattoo- und Piercingstudios

Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hat die vorübergehende Schließung von Tattoo- und Piercingstudios in Sachsen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bestätigt. Der Eingriff sei für die betroffenen Gewerbetreibenden zwar gravierend, dem stehe aber das durch die Pandemie bedrohte Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit der Bevölkerung entgegen, teilte ein Sprecher mit. Außerdem sei das Betriebsverbot auf vier Wochen befristet und den Betrieben eine erhebliche Entschädigung in Aussicht gestellt worden.

Gemäß der am 2. November in Kraft getretenen Corona-Schutz-Verordnung müssen Anbieter körpernaher Dienstleistungen mit Ausnahme von medizinisch notwendigen Behandlungen sowie Friseuren diesen Monat schließen. Die Ausnahme für Friseure sei gerechtfertigt, da deren Tätigkeit zur Grundversorgung im Bereich Körperhygiene gehöre, erklärte das Gericht.

12.11.2020 • 11:40 Uhr

Neuer Höchstwert in den USA: Mehr als 143.000 Neuinfektionen

Die USA haben den zweiten Tag in Folge einen Höchststand an täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Für Mittwoch wurden 143.231 Fälle verzeichnet, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervorgeht. Das ist der höchste Wert für Ansteckungen mit dem Virus binnen 24 Stunden seit Beginn der Pandemie. Zugleich korrigierte die Universität die Zahl vom Dienstag - der bis dahin höchste Tageswert - von 136.325 auf 140.290 nach oben.

12.11.2020 • 11:28 Uhr

Verbraucherpreise fallen weiter

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind auch im Oktober weiter gefallen: Die Inflationsrate betrug minus 0,2 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte und damit seine vorläufigen Angaben bestätigte. Demnach sanken die Preise nach Juli und September insgesamt zum dritten Mal im Jahr 2020. Im Vergleich zum Vormonat September stiegen die Verbraucherpreise allerdings um 0,1 Prozent.

Besonders die Energiepreise gingen den Angaben zufolge weiter zurück: Sie sanken im Oktober um 6,8 Prozent im Vorjahresvergleich. Nahrungsmittel dagegen verteuerten sich um 1,4 Prozent, Alkohol und Tabakwaren um insgesamt 2,4 Prozent. Die Preise für Dienstleistungen, darunter Wohnungsmieten, stiegen um 1,0 Prozent. Unter anderem drückt laut dem Statistikamt die seit Juli geltende Mehrwertsteuersenkung in der Corona-Krise insgesamt weiterhin die Preise.

12.11.2020 • 11:12 Uhr

Heil: Verbesserungen bei der Pflege schneller umsetzen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat mehr Tempo bei der Umsetzung der Ergebnisse der Konzertierten Aktion Pflege angemahnt. "Es gibt konkrete Vorschläge, die auch umgesetzt werden müssten", sagte er in einer Diskussionsrunde beim Deutschen Pflegetag in Berlin.

Auch in Zeiten von Corona müsse man vor allem bei Löhnen und Arbeitsbedingungen schneller werden: "Da ist meine Ungeduld wachsend." Sylvia Bühler, Vorstand der Gewerkschaft ver.di, lobte ebenfalls die Ergebnisse der Konzertierten Aktion Pflege, die den Arbeitsalltag von Pflegekräften verbessern will. Die Initiative wurde im Juli 2018 gestartet, ein Jahr später wurden Reformvorschläge für die Alten- und Krankenpflege vorgelegt.

"Zur Wahrheit gehört aber auch, dass bei der Vergütung bis heute noch nicht wirklich etwas an Entlastung bei den Pflegenden angekommen ist", sagte Bühler. Ausnahme sei hier der Pflegemindestlohn, aber der löse viele andere Probleme nicht. Corona habe zwar für die wichtige Arbeit der Pflege mehr Aufmerksamkeit gebracht, "aber automatisch werden die Bedingungen hier nicht besser", betonte die Gewerkschafterin.

12.11.2020 • 11:12 Uhr

Blutkrebs-Medikament Calquence nicht hilfreich

Das Blutkrebs-Medikament des britischen Pharmaunternehmens hat sich bei einer Corona-Infektion als nicht hilfreich erwiesen. Calquence, welches normalerweise gegen Leukämie eingesetzt wird, hätte weder die Sterblichkeitsrate von im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten mindern noch ein Lungenversagen verhindern können, teilte AstraZeneca mit.

Die Ergebnisse einer Studie der mittleren Phase bezeichnete der Konzern als "enttäuschend". AstraZenecas Ziel war es, zu testen, ob Calquence eine Überreaktion des Immunsystems eindämmen kann, da dies ein häufiges Symptom einer Corona-Erkrankung sei.

12.11.2020 • 11:05 Uhr

Israel plant spezielle Tourismus-Zonen

Die israelische Regierung will auch in Corona-Zeiten Urlaube ermöglichen. In dem Land sollen in Kürze spezielle Tourismus-Zonen eingerichtet werden. Diese umfassen die Stadt Eilat und Gegenden am Toten Meer, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben hatte das israelische Parlament beschlossen. Dabei geht es vorerst nur um inländischen Tourismus, nicht um Besucher aus dem Ausland. In anderen Regionen des Landes bleiben Hotels und Restaurants vorerst geschlossen.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte der Deutschen Presse-Agentur, Voraussetzung für das Betreten dieser sogenannten isolierten "Touristen-Inseln" sei ein negativer Corona-Test, der maximal 72 Stunden alt sein dürfe. An den Zufahrten zu den Zonen werde ein zusätzlicher Schnelltest gemacht. Die Ergebnisse müssten den Hotels beim Einchecken vorgelegt werden.

Das Ministerium hofft, dass die Test-Logistik in der zweiten Hälfte der kommenden Woche bereitsteht. Die Corona-Krise macht der Tourismusindustrie in Israel schwer zu schaffen. Die Einreise in das Land ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Blick auf einen leeren Strand in dem Urlaubsort Eilat am Roten Meer im Süden Israels | dpa

Blick auf einen leeren Strand in dem Urlaubsort Eilat am Roten Meer im Süden Israels. Bild: dpa

12.11.2020 • 10:48 Uhr

EZB: Zweite Pandemiewelle trübt Konjunkturausblick

Der Konjunkturausblick für die Euro-Zone hat sich laut der Europäischen Zentralbank (EZB) aufgrund der steigenden Infektionszahlen und der verschärften Eindämmungsmaßnahmen deutlich eingetrübt. "Die aktuellen Daten deuten darauf hin, dass die wirtschaftliche Erholung im Euro-Raum schneller an Dynamik verliert als erwartet", heißt es im Wirtschaftsbericht. Das Produktionswachstum werde sich im vierten Quartal aller Voraussicht nach erheblich abschwächen. Zuvor sei die Konjunktur über die Sommermonate hinweg noch kräftig aber uneinheitlich gestiegen. Die Erholung verlaufe in den einzelnen Sektoren weiterhin uneinheitlich, heißt es im EZB-Bericht.

Am stärksten von der Pandemie betroffen sei der Dienstleistungssektor. Vor allem die Abstandsregeln setzten dem Sektor zu. Die Währungshüter rechnen mit keinem schnellen Anstieg der Inflation. Der Preisdruck bleibe kurzfristig verhalten, heißt es im Bericht. Die Inflation werde wohl bis Anfang 2021 weiterhin negativ ausfallen. Im Oktober lag sie bei minus 0,3 Prozent und blieb damit den dritten Monat in Folge negativ. Das ist weit entfernt von einer Rate von knapp zwei Prozent, die die EZB als ideal für die Wirtschaft anstrebt.

12.11.2020 • 10:48 Uhr

Dehoga erwartet bei Lockdown-Verlängerung weitere Hilfen

Das Gastgewerbe setzt im Fall einer Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember auf ein weiteres staatliches Hilfspaket für die Branche. "Davon gehe ich aus. Man muss berücksichtigen, dass unsere Betriebe mit Ende November mehrheitliche dreieinhalb Monate dann geschlossen waren", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Gastgewerbeverbandes Dehoga, Ingrid Hartges den Sendern RTL und ntv. Zudem hätten viele Betriebe seit Frühjahr noch gar kein Geschäft gemacht, darunter Clubs und Eventgastronomie. Es stünden tausende Existenzen auf dem Spiel.

"In der aktuellen Dehoga-Umfrage ist deutlich geworden, dass 70 Prozent der Betriebe um die Existenz fürchten. Jeder sechste Betrieb fürchtet im November die Pleite", sagte Hartges. Die Ungewissheit über das Dezembergeschäft drücke die Stimmung der Branche.

12.11.2020 • 10:10 Uhr

RKI: Lage weiter ernst - aber vorsichtiger Optimismus

Die Corona-Lage in Deutschland ist nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) weiter sehr ernst. Das Infektionsgeschehen nehme immer noch praktisch in ganz Deutschland zu, sagte RKI-Chef Lothar Wieler in Berlin. Die rund 22.000 Infizierten, die zuletzt innerhalb von 24 Stunden bundesweit gemeldet wurden, könnten weitere Menschen anstecken. Auch die Zahl der schweren Krankheitsverläufe und der Todesfälle werde mit zeitlichem Verzug weiter steigen.

Wieler mahnte, man müsse damit rechnen, dass Kliniken an Kapazitätsgrenzen stoßen. Vorsichtig optimistisch stimme ihn aber, dass die Kurve der Neuinfektionen zuletzt weniger steil gestiegen sei. Noch wisse man aber nicht, ob es sich dabei um eine stabile Entwicklung handelt. Es sei abzuwarten, ob sich dies fortsetzt.

12.11.2020 • 09:30 Uhr

Ifo befürchtet nachhaltigen Schaden für Wirtschaft

Das Ifo-Institut befürchtet langfristige Schäden für die deutsche Volkswirtschaft durch Corona. Das Problem sei die Zurückhaltung bei den Investitionen, warnt Ökonom Joachim Ragnitz von der Ifo-Niederlassung Dresden: "Die realen Ausrüstungsinvestitionen haben sich schon im Jahre 2019 äußerst schwach entwickelt. Den Konjunkturprognosen zufolge werden sie noch bis zum Jahr 2022 auf niedrigem Niveau verharren." Dies könne dazu führen, dass nicht genügend neue Arbeitsplätze entstehen, so der Experte.

12.11.2020 • 09:14 Uhr

Türkei verbietet das Rauchen an öffentlichen Orten

Zur Eindämmung des Coronavirus verbietet die Türkei das Rauchen an öffentlichen Orten. Auf geschäftigen Straßen, an Bushaltestellen und auf öffentlichen Plätzen werde das Rauchen wenn nötig untersagt, teilte das Innenministerium mit. Die seit Monaten landesweit geltende Maskenpflicht müsse immer befolgt werden, Raucher verstießen aber regelmäßig dagegen.

Das Ministerium teilte ebenfalls mit, die Provinzen könnten über Ausgangssperren für Bürger über 65 Jahre entscheiden, wenn die Zahl der Infektionen unter ihnen zunähme. Die Regierungen der Städte Istanbul und Ankara haben bereits Maßnahmen wieder eingeführt, die es Älteren verbieten, ihr Haus außerhalb der Zeiten zwischen 10.00 und 16.00 Uhr zu verlassen. Seitdem in der Türkei ein Teil-Lockdown aufgehoben und Geschäfte Ende Mai wieder geöffnet wurden, hat die Zahl der Neuinfektionen erneut stark zugenommen. Zuletzt waren 86 Menschen innerhalb eines Tages gestorben, die Zahl der Toten lag insgesamt bei 11.145.

12.11.2020 • 08:56 Uhr

Starker Anstieg an Neuinfektionen in Neu Delhi

Indien hat fast 48.000 neue Coronavirus-Infektionen innerhalb eines Tages verzeichnet. Zwei Tage vor dem hinduistischen Lichterfest Diwali stieg die Zahl der Infektionen allein in der Hauptstadt Neu Delhi um 8593 Fälle. Es ist der höchste Anstieg in einer indischen Stadt.

Vor dem oft mehrtägigen hinduistischen Fest, das am Samstag beginnt, besuchen viele Menschen Einkaufszentren. Insgesamt bleibt die Zahl der Neuansteckungen in Indien relativ stabil. Die Zahl der bestätigten Fälle hat in Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern 8,6 Millionen überstiegen.

12.11.2020 • 08:48 Uhr

Gates-Stiftung stellt weitere 70 Millionen Dollar für Impfstoffe bereit

Die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates stellt weitere 70 Millionen Dollar für die weltweiten Bemühungen zur Entwicklung und Verteilung von Corona-Impfstoffen bereit. "Wir müssen sicherstellen, dass jeder gleichberechtigten Zugang zu Tests, Medikamenten und Impfstoffen erhält, sobald diese verfügbar sind - unabhängig davon, wo man auf der Welt lebt", sagt die Co-Chefin der Stiftung, Melinda Gates.

Von dem Geld sollen 50 Millionen Dollar in die Impfstoffallianz Covax fließen, durch die auch ärmere Länder Zugang zu einem Impfstoff bekommen sollen, und 20 Millionen Dollar in die internationale Impfstoff-Initiative CEPI.

12.11.2020 • 08:46 Uhr

Britische Wirtschaft erholt sich stark im dritten Quartal

Die Wirtschaft Großbritanniens hat sich in den Sommermonaten stark vom Corona-Einbruch im Frühjahr erholt. Im dritten Quartal sei die Wirtschaftsleistung im Quartalsvergleich um 15,5 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt ONS in London mit. Analysten hatten für Juli bis September einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in dieser Größenordnung erwartet. Damit konnte die zweitgrößte Volkswirtschaft in Europa einen großen Teil des Corona-Einbruchs wieder wettmachen.

Im zweiten Quartal war die britische Wirtschaftsleistung wegen der harten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie um 19,8 Prozent im Quartalsvergleich geschrumpft.

12.11.2020 • 08:27 Uhr

Spahn: Keine Feiern mehr mit mehr als 15 Menschen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht auch über die aktuellen Maßnahmen im November hinaus von harten Einschränkungen aus. "Wir müssen es miteinander schaffen, durch diesen Winter insgesamt zu kommen", sagte der CDU-Politiker dem rbb. Dafür sei ein niedriges Niveau der Infektionszahlen nötig. Veranstaltungen mit mehr als 10 bis 15 Personen wie Weihnachtsfeiern oder andere Geselligkeiten sehe er "in diesem Winter nicht mehr".

Wenn die Infektionszahlen zurückgehen sollten, "heißt das nicht, ab Dezember oder Januar kann es wieder richtig überall losgehen mit Hochzeitsfeiern oder Weihnachtsfeiern als wäre nichts gewesen". Die Lage verlange Geduld: "Dieses Virus hat sehr lange Bremsspuren."

Pläne zu vorgezogenen Weihnachtsferien wie in Nordrhein-Westfalen nannte Spahn "einen pragmatischen Ansatz, den man diskutieren, den man machen kann". Spahn wollte dazu keine Empfehlung abgeben, das sei Ländersache auch mit Blick auf die jeweilige Infektionslage.

12.11.2020 • 08:14 Uhr

Erster lokaler Corona-Fall in Neuseeland seit August

Neuseeland ist erstmals seit August wieder ein lokal übertragener Corona-Fall bestätigt worden. Derzeit werde überprüft, wo sich die junge Frau in der Metropole Auckland angesteckt haben könnte, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Im Geschäftszentrum der Stadt wurden die Menschen aufgefordert, wenn möglich zunächst im Homeoffice zu arbeiten.

Neuseeland sei aber weiter in einer "sehr starken" Position, um das Virus im Griff zu haben, sagte der neue Minister für Covid-19-Bekämpfung, Chris Hipkins. Die Menschen dort sind zu einer weitgehenden Normalität zurückgekehrt und brauchen nicht einmal Masken zu tragen. Die Behörden bestätigten auch zwei weitere neue Fälle an der Grenze. Insgesamt hat das Land bislang rund 1600 Infektionen gemeldet, 25 Menschen sind in Verbindung mit der Krankheit gestorben.

12.11.2020 • 08:07 Uhr

Corona-Infektion: Ukrainischer Präsident im Krankenhaus

Der mit dem Coronavirus infizierte ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj muss im Krankenhaus behandelt werden. Dies berichten ukrainische Medien. Der 42-Jährige hatte am Montag mitgeteilt, dass er positiv getestet worden sei. Eine Sprecherin des Präsidentenamtes sagte der Nachrichtenagentur Reuters. dass Selenskyj sich entschlossen habe, in eine Klinik zu gehen, um sich besser zu isolieren und niemanden zu gefährden. Es sei nichts Ernstes, beschrieb sie den Gesundheitszustand des Präsidenten.

In den letzten 24 Stunden wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 11.057 neue Fälle registriert. Das ist ein neuer Rekordwert nach einem Höchststand von 10.746 am 7. November. Die Gesamtzahl an Infektionen beträgt jetzt 500.865 erhöht, 9.145 Menschen kamen ums Leben.

Wolodymyr Selenskyj | dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in das Krankenhaus verlegt worden. Bild: dpa

12.11.2020 • 07:48 Uhr

Lufthansa startet Probelauf für Schnelltests

Die Lufthansa hat auf der Fluglinie München-Hamburg mit dem angekündigten Probelauf mit Corona-Schnelltests für alle Passagiere begonnen. Vor dem Start der ersten Maschine des Tages vom Münchner Flughafen nach Hamburg um 9.10 Uhr sollten sämtliche Passagiere getestet werden. Ersatzweise konnten die Fluggäste einen höchstens 48 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegen oder sich kostenfrei auf einen anderen Flug umbuchen lassen.

Die Antigen-Schnelltests weisen nicht den Covid-19-Erreger als solchen nach, sondern mit diesem verbundene Proteine. Die Funktionsweise ähnelt einem Schwangerschaftstest, die Ergebnisse sollen nach 30 bis 60 Minuten vorliegen. Allerdings sind die Tests ungenauer als die üblichen PCR-Tests.

Die unter hohen Verlusten leidende Fluggesellschaft hofft, wieder mehr Flugverbindungen insbesondere nach Übersee anbieten zu können. Ein großes Hemmnis für die Wiederbelebung des Luftverkehrs sind bisher die Quarantäneregeln, die in den meisten Ländern für internationale Fluggäste gelten. In der Lufthansa-Gruppe wurden die Schnelltests bereits bei Flügen der Tochter Austrian zwischen Berlin und Wien erprobt.

12.11.2020 • 07:05 Uhr

Virologin Protzer rechnet mit Einschränkungen bis Februar

Angesichts der erneut gestiegenen Zahl der Neuinfektionen in Deutschland fordert die Virologin Ulrike Protzer auf, sich konsequent an die Regeln zu halten und Masken zu tragen, um eine weitere Verschärfung von Maßnahmen zu verhindern.

Im ARD-Morgenmagazin sagte sie, sie rechne bis Februar mit Einschränkungen.

12.11.2020 • 06:35 Uhr

Wirtschaftssachverständige warnt vor Schulschließungen

Veronika Grimm, Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung zur Wirtschaftsentwicklung, warnt davor, Schulen angesichts steigender Corona-Infektionszahlen zu schließen. "Das hätte signifikante Auswirkungen auf die Zukunftschancen junger Menschen", sagte die Volkswirtin von der Universität Nürnberg-Erlangen dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Schüler kämen sehr unterschiedlich mit dem Homeschooling zurecht. "Das hängt stark davon ab, wie bildungsnah das Elternhaus ist, ob zuhause Platz zum Lernen ist und ob die notwendige IT vorhanden ist", so Grimm. Sie gehe daher davon aus, dass die Schere bei der Bildungsgerechtigkeit "noch weiter" auseinandergehen würde, sollten Schulen erneut flächendeckend schließen müssen.

"Wenn Schulen und Kindertagesstätten geschlossen sind, stehen viele Arbeitnehmer den Unternehmen nur eingeschränkt zur Verfügung", betonte Grimm. Das sei ein durchaus signifikanter Effekt mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung, so die Forscherin zur Vorstellung des Jahresgutachtens der sogenannten Wirtschaftsweisen. Grundsätzlich will Grimm erneute Schulschließungen allerdings nicht ausschließen.

12.11.2020 • 06:18 Uhr

21.866 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut 21.866 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 3400 Fälle mehr als am Mittwoch. Im Vergleich zum Donnerstag vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 19.990 gelegen. Ein Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 727.553 nachgewiesene Infektionen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 215 auf insgesamt 11.982. Am Mittwoch hatte diese Steigerung 261 Fälle betragen.

Das RKI schätzt, dass rund 467.800 Menschen inzwischen genesen sind. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,89 (Vortag: 0,92). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 89 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

12.11.2020 • 04:17 Uhr

Bericht: Mehr als 3000 deutsche Schulen ohne Regelbetrieb

Wegen steigender Coronavirus-Infektionszahlen unter Schülern und Lehrern in Deutschland haben laut einem Zeitungsbericht bundesweit bereits mehr als 3000 Schulen den Regelbetrieb aufgegeben. An mindestens 3240 Schulen finde der Präsenzunterricht nicht mehr vollständig statt, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Zahlen aus 14 Bundesländern. Allein in Nordrhein-Westfalen befinden sich Schülerinnen und Schüler an 552 Schulen auf Anordnung der Gesundheitsbehörden in Quarantäne und werden digital unterrichtet, wie das Kultusministerium in Düsseldorf den Funke-Blättern mitteilte. In Bayern findet dem Bericht zufolge der Präsenzunterricht an 255, in Baden-Württemberg an 273 Schulen nicht mehr regulär statt. 

12.11.2020 • 04:17 Uhr

Scholz zu Corona-Hilfen: "Wir können nochmal nachlegen"

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht ausreichend Spielraum im Haushalt, auch bei einer weiter andauernden Pandemie Finanzhilfe für die Betroffenen zu leisten. "Unser Land hat die finanzielle Kraft, in diesem und im nächsten Jahr alles zu tun, was nötig ist, um die Kontrolle über die Pandemie zu behalten und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen abzufedern", sagte Scholz dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND). "Wenn es nötig werden sollte, können wir nochmal nachlegen."