Ein Schulkind in New York | REUTERS
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Liveblog zum Coronavirus ++ New York verschiebt Schulstart ++

Stand: 18.09.2020 00:13 Uhr

New York verschiebt den Schulbeginn um mehrere Wochen. Im Kampf gegen eine zweite Corona-Welle verhängt England striktere Ausgehregeln - auch für Pubs. Alle Entwicklungen im Liveblog.

  • New York verschiebt Schulbeginn
  • Supercup mit FC Bayern soll im Risikogebiet stattfinden
  • WHO warnt vor Verkürzung von Quarantänezeiten
  • Hamburger Bar: Behörden suchen Hunderte Gäste
  • Trump rügt Chef der Gesundheitsbehörde
  • RKI: Knapp 2200 Neuinfektionen und drei Todesfälle
18.9.2020 • 00:12 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir das Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

17.9.2020 • 23:16 Uhr

Region Madrid ruft spanische Regierung zum Handeln auf

Die Regionalregierung von Madrid hat die spanische Regierung angesichts stark steigender Corona-Ansteckungsraten in der Hauptstadt zu "entschiedenem" Handeln aufgerufen. Die Situation in Madrid verschlechtere sich und es seien "größere Anstrengungen" nötig, sagte der Vize-Präsident der Hauptstadtregion, Ignacio Aguado. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez bestellte Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso nach eigenen Angaben bereits zu einem Krisentreffen ein, um "eine gemeinsame Strategie" zu finden.

Mehrere Arbeiterviertel im Süden von Madrid und südliche Vororte der Hauptstadt hatten in den vergangenen zwei Wochen teilweise mehr als 1000 Corona-Fälle pro 100.000 Einwohnern gemeldet. In ganz Spanien wurden im Durchschnitt 285 Fälle pro 100.000 Einwohnern verzeichnet. Behördenvertreter warnen bereits vor einer Überlastung des Gesundheitssystems in Madrid.

17.9.2020 • 21:50 Uhr

Netanyahu: Weitere Verschärfung der Beschränkungen möglich

Kurz vor Beginn eines zweiten Corona-Lockdowns in Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanyahu eine mögliche weitere Verschärfung der vorgesehenen Einschränkungen angekündigt. Netanyahu sagte, angesichts der immer weiter steigenden Infektionszahlen könnte dies notwendig sein. "Ich denke, dass wir angesichts der Infektionslage möglicherweise keine andere Wahl haben werden, als die Beschränkungen zu verschärfen", sagte Netanyahu.

Am Freitagnachmittag beginnt in Israel ein Corona-Lockdown, der  mindestens drei Wochen andauern soll. Die Maßnahme soll die Zahl der Corona-Fälle in dem Land eindämmen - die täglichen Neuinfektionen waren zuletzt wiederholt auf Rekordwerte gestiegen.

17.9.2020 • 21:12 Uhr

Nur noch 5000 Zuschauer pro Tag bei French Open

Anderthalb Wochen vor Beginn der French Open ist die Anzahl der zugelassenen Zuschauer einem Medienbericht zufolge erneut reduziert worden. Statt der zuletzt geplanten 11.500 Menschen pro Tag dürfen bei dem Grand-Slam-Turnier vom 27. September bis 11. Oktober nun nur noch 5000 Zuschauer auf die Anlage, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Pariser Polizei berichtete. Vom französischen Tennisverband gab es demnach zunächst keinen Kommentar dazu.

Anfang Juli hatten die Organisatoren mit der Ankündigung überrascht, dass trotz der Coronavirus-Pandemie 20.000 Menschen pro Tag auf die Anlage dürfen. Bei Vorstellung des Hygienekonzepts vor anderthalb Wochen war diese Zahl bereits deutlich reduziert worden. Die US Open hatten zuletzt ohne Zuschauer stattgefunden.

17.9.2020 • 20:39 Uhr

Hamburger Bar "Katze": Bereits acht Corona-Fälle

Nach dem Corona-Ausbruch in der Bar "Katze" im Hamburger Schanzenviertel gehen die Behörden von rund 600 Menschen aus, die betroffen sein könnten. 500 davon aus nahezu allen Hamburger Bezirken, die das Lokal am 5., 8. oder 9. September besucht hatten, habe man bereits erreicht, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich. Viele seien schon in Quarantäne. Bislang sind nach Angaben der Behörde acht Corona-Tests positiv ausgefallen, davon die Hälfte bei Beschäftigten der Bar.

Nach etwa 100 Bar-Besucherinnen und -Besuchern werde noch gesucht. Etliche Gäste hätten falsche Kontaktdaten angegeben, sagte Helfrich. "Einige haben Fantasie-Namen eingetragen." Einen Überblick, wie viele der infrage kommenden Gäste sich in der Bar tatsächlich infiziert haben, werde es wahrscheinlich erst in der kommenden Woche geben. 

17.9.2020 • 20:04 Uhr

Opernstar Netrebko wegen Covid-19 im Krankenhaus

Die russische Operndiva Anna Netrebko befindet sich nach zwei Auftritten zur Wiedereröffnung des Moskauer Bolschoi-Theaters mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus. "Sie helfen mir. Alles wird gut", schrieb die 48-jährige Sopranistin bei Instagram. Sie befinde sich bereits seit fünf Tagen mit einer Covid-19-Lungenentzündung im Krankenhaus. "Ich werde mich bald erholen", hieß es weiter. Ihr Manager sagte der "New York Times", es gehe ihr bereits besser. 

Die Auftritte Netrebkos in der Oper "Don Carlos" im Bolschoi-Theater am 6. und 8. September waren die ersten Vorführungen nach der Schließung des Hauses wegen der Corona-Pandemie. Weitere Vorführungen wurden abgesagt, nachdem auch der russische Bass-Sänger Ildar Abdrasakow positiv auf das Coronavirus getestet wurde. 

Die Opernsängerin Anna Netrebko | FLORIAN WIESER/EPA-EFE/Shutterst

Netrebko sang bereits auf fast allen großen Bühnen der Welt. Bild: FLORIAN WIESER/EPA-EFE/Shutterst

17.9.2020 • 19:42 Uhr

Brooklyn Museum versteigert Werke wegen Corona

Das New Yorker Brooklyn Museum hat in der Corona-Krise zahlreiche Werke zur Auktion freigegeben, um die Instandhaltung der restlichen Sammlung gewährleisten zu können. "Das ist etwas, was für uns sehr schwer ist", sagte Direktorin Anne Pasternak der "New York Times". "Aber es ist das Beste für unsere Institution und die Langlebigkeit und Pflege unserer Sammlungen."

Zu den zwölf Werken, die im Oktober beim Auktionshaus Christie's versteigert werden sollen, gehören Stücke von Lucas Cranach dem Älteren und Gustave Courbet.  Zuvor hatte der US-Verband der Museumsdirektoren aufgrund der Corona-Krise eine Regelung für zwei Jahre ausgesetzt, nach der Werke aus dem Bestand nur zum Ankauf neuer Werke verkauft werden dürfen.

17.9.2020 • 19:33 Uhr

WHO "Alarmierender" Anstieg von Infektionen

Weltgesundheitsorganisation hat den Anstieg der Corona-Infektionen in Europa als "alarmierend" bezeichnet. Die Entwicklung müsse ein "Alarmsignal für uns alle" sein, sagte WHO-Europadirektor Hans Kluge in Kopenhagen.

In Europa - wozu die WHO 53 Länder inklusive Russland zählt - wurden bisher fast fünf Millionen Corona-Fälle registriert. Mehr als 227.000 Menschen starben an den Folgen der Viruserkrankung. Täglich werden der WHO zufolge derzeit zwischen 40.000 und 50.000 neue Ansteckungen festgestellt.

Am Freitag vergangener Woche wurde die bisher höchste Zahl von 54.000 Neu-Infektionen verzeichnet, was aber auch an einer Zunahme der Tests liegt.

17.9.2020 • 19:21 Uhr

Tennisturniere in Moskau abgesagt

Die in gut einem Monat geplanten Tennisturniere der Herren und Damen in Moskau sind wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Da die Infektionszahlen in der russischen Hauptstadt steigen, dürfen die Veranstaltungen in diesem Jahr nicht mehr stattfinden, wie die Organisationen ATP und WTA mitteilten. Das Herrenturnier sollte vom 19. bis 25. Oktober gespielt werden, in der folgenden Woche wären die Damen an der Reihe gewesen. Diese Entscheidung betreffe nicht das ATP-Turnier in St. Petersburg

17.9.2020 • 19:03 Uhr

Serbien führt Registrierung von Urlaubsrückkehrern ein

Das serbische Gesundheitsministerium führt eine elektronische Registrierungspflicht für Bürger ein, die aus einem als Corona-Risikogebiet eingestuften Land zurückkehren. Demnach müssen Serben, die zum Beispiel aus Kroatien, Bosnien-Herzegowina oder Montenegro in ihre Heimat zurückkehren, einen Fragebogen ausfüllen, der auf der Webseite des Gesundheitsministeriums zugänglich ist. Auf andere Auflagen für Reiserückkehrer wie eine Quarantäne oder die Vorlage eines negativen Corona-Tests verzichtet die serbische Regierung hingegen.

17.9.2020 • 18:54 Uhr

Französische Regierung fordert strengere Regeln in Lyon und Nizza

Die französische Regierung hat weitere Regionen im Land aufgefordert, strengere Maßnahmen im Kampf gegen Corona zu verhängen. Für die Städte Lyon und Nizza sollten die Behörden bis Samstag Vorschläge machen, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran in Paris. In Städten wie Paris, Lille, Toulouse, Rennes und Dijon seien die kritischen Schwellenwerte noch nicht erreicht.

17.9.2020 • 18:18 Uhr

New York verschiebt Schulstart erneut

Eigentlich sollte in New York in der kommenden Woche die Schule wieder beginnen. Nun hat die Millionenmetropole das neue Schuljahr erneut weiter nach hinten verschoben.

Bürgermeister Bill de Blasio sagte, dass nur Vorschüler, deren Eltern sie für eine Mischung aus Online- und Vor-Ort-Unterricht angemeldet hatten, ab der kommenden Woche wieder tageweise zur Schule gehen sollen. Die Grundschüler sollen dann ab dem 29. September folgen, die Älteren ab dem 1. Oktober. Auch zusätzliche Lehrkräfte sollen eingestellt werden.

Ursprünglich war der Schulstart für den 10. September angesetzt, musste dann aber bereits auf den 21. verschoben werden, um den Lehrern mehr Zeit zur Vorbereitung zu geben.

Mit mehr als einer Million Schülern ist der Schulbezirk New Yorks der größte der USA - und einer der wenigen Großräume des Landes, in denen ein zumindest teilweise regulärer Unterricht geplant ist. Viele andere Schulbehörden haben bereits angekündigt, weiter online zu lehren.

17.9.2020 • 18:11 Uhr

Zwei Milliarden Euro Kosten für Krankenkassen

In Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind für das deutsche Gesundheitssystem zusätzliche Kosten von mindestens zwei Milliarden Euro entstanden. Das geht laut einem Bericht der Düsseldorfer "Wirtschaftswoche" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Getragen würden diese Kosten allein von den gesetzlichen Krankenkassen, private Krankenversicherungen blieben außen vor.

Die von der Regierung mit Gesetzen und Verordnungen bestimmten Sonderausgaben werden demnach aus der Reserve des Gesundheitsfonds gespeist, in den die gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland einzahlen.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernahmen dem Bericht zufolge aufgrund von Entscheidungen der Bundesregierung etwa Kosten für nicht genutzte Intensivbetten in den Krankenhäusern von 556 Millionen Euro und Überbrückungshilfen für Physiotherapeuten, Logopäden und andere Heilberufe von bisher 814 Millionen Euro.

17.9.2020 • 18:02 Uhr

Nur 5000 Zuschauer beim Finale der Tour de France

Beim Finale der letzten Etappe der 107. Tour der France in Paris werden wegen der hohen Corona-Infektionszahlen laut des Veranstalters nur 5000 Zuschauer auf den Champs-Élysées zugelassen sein.

Paris ist als rote Zone eingestuft worden, wo das Virus besonders stark zirkuliert. Auf mehreren Etappen der Rad-Rundfahrt war es in diesem Jahr zu Einschränkungen gekommen. In Frankreich wurden in den vergangenen Wochen stark steigende Zahlen an Neuinfektionen registriert.

17.9.2020 • 17:18 Uhr

US-Justizminister vergleicht Ausgangssperren mit Sklaverei

US-Justizminster William Barr hat Ausgangssperren während der Corona-Pandemie mit Sklaverei verglichen und dafür scharfe Kritik geerntet. Im Hillsdale College in Michigan hatte er die Lockdown-Anordnungen als "größten Eingriff in bürgerliche Freiheitsrechte in der amerikanischen Geschichte" seit der Sklaverei bezeichnet.

Der demokratische Abgeordnete des Repräsentantenhaus James Clyburn sagte dem Sender CNN, Barrs Aussage sei das Lächerlichste und Übelste, was er je gehört habe, weil sie menschliche Sklaverei mit einer Maßnahme vergleiche, die der Rettung von Leben dienen solle. "Bei Sklaverei ging es nicht um die Rettung von Leben. Es ging darum, Leben abzuwerten", so Clyburn. "Diese Pandemie ist eine Bedrohung für Menschenleben." Barr hatte die Ausgangssperren auch in der Vergangenheit schon scharf kritisiert.

17.9.2020 • 16:54 Uhr

München: Sorge um Wiesn-Ersatzpartys

Die Stadt München hat für den Samstag als ursprünglich geplanten ersten Oktoberfesttag ein Alkoholverbot für die Theresienwiese verhängt. Auf der gesamten Fläche dürfe von 9 Uhr morgens bis 6 Uhr am Sonntagmorgen kein Alkohol konsumiert werden, teilte die Stadt mit.

"Ziel dieses Verbots ist es, auf dem Gelände private Ersatzpartys zum ursprünglich geplanten Wiesnstart mit hohem Infektionsrisiko zu unterbinden." Das Alkoholverbot gelte auch für drei auf der Theresienwiese angemeldete Demonstrationen, hieß es.

Theresienwiese in München | LUKAS BARTH-TUTTAS/EPA-EFE/Shutt

Normalerweise hätte am Samstag um 12 Uhr der Münchner Oberbürgermeister auf der Theresienwiese das erste Fass Bier angestochen und das Oktoberfest eröffnet. Bild: LUKAS BARTH-TUTTAS/EPA-EFE/Shutt

17.9.2020 • 16:47 Uhr

Frankreich: Corona-Patienten wollen Regierungschef anzeigen

Ein Verband von Corona-Patienten will gegen den französischen Regierungschef Jean Castex wegen dessen Umgang mit der Corona-Pandemie Anzeige erstatten. Die Regierung habe "überhaupt keine Strategie für den Kampf gegen die Pandemie" und fahre lediglich "auf Sicht", sagte Fabrice de Vizio, Anwalt der 200 Mitglieder zählenden Gruppe "Coronavirus-Opfer Frankreich". 

Castex hatte sein Amt erst im Juli angetreten. Damals waren die Infektionszahlen in Frankreich zurückgegangen, in den vergangenen Wochen jedoch wieder stark angestiegen. Die Gruppe kritisiere fehlende Corona-Tests an Flughäfen im Juli und die schleppende Einführung von Speicheltests, sagte de Vizio. Auch die Entscheidung, die Verantwortung für Corona-Beschränkungen an die Regionalpräfekten abzugeben, sei ein Fehler gewesen. 

Castex Büro wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Die Gruppe richtete ihre Anzeige an den Gerichtshof der Republik, der befugt ist, über die von Regierungsmitgliedern in Ausübung ihres Amtes begangenen Handlungen zu urteilen.

17.9.2020 • 15:22 Uhr

Supercup mit FC Bayern soll im Risikogebiet stattfinden

Trotz deutscher Reisewarnung und kritischer Corona-Zahlen soll der FC Bayern in Budapest um den Supercup spielen. Die UEFA teilte mit, an der für den 24. September terminierten Partie des Champions-League-Siegers gegen den Europa-League-Gewinner FC Sevilla vor bis zu 20.100 Fans festzuhalten.

Keine 24 Stunden vorher hatte das Robert Koch-Institut Budapest in die Liste der Risikogebiete aufgenommen. Das Auswärtige Amt folgte mit der Reisewarnung, die auch für die 3000 Bayern-Anhänger gilt. "Die UEFA ist in Kontakt mit dem FC Bayern, um über die Auswirkungen der gestrigen Entscheidung der deutschen Behörden für reisende Fans zu diskutieren", schrieb die Europäische Fußball-Union auf Anfrage.

Den UEFA-Plänen zufolge sollen in die Puskas-Arena in Budapest weiterhin bis zu 30 Prozent der Stadionkapazität von 67.000 Menschen genutzt werden. Dem FC Bayern stehen 3000 Tickets für Fans zur Verfügung. Die Münchner hatten sogar im Vorfeld des Spiels eine Möglichkeit für kostenlose Corona-Tests der mitreisenden Anhänger organisiert.

Der deutsche Bundesliga-Auftakt mit dem FC-Bayern und Schalke 04 findet dagegen ohne Zuschauer statt:

17.9.2020 • 14:59 Uhr

Lufthansa plant Flüge in afrikanische Länder

Die Lufthansa bereitet sich nach weitgehenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen wieder auf mehr Flüge in afrikanische Länder vor. "Wir stehen in den Startlöchern", sagte Lufthansa-Manager André Schulz.

Seit August sei die Zahl der Flüge nach Kenia wieder auf vier pro Woche hochgefahren worden, nach Namibia wird die Flugverbindung zwischen Frankfurt und Windhuk an diesem Samstag aufgenommen. Auch Mauritius könnte zum Jahresende wieder ins Programm genommen werden.

Eine Boeing 747 der Lufthansa hebt vom Frankfurter Flughafen ab (Archivbild) | dpa

Die Lufthansa plant nach weitgehenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen wieder mehr Flüge in afrikanische Länder anzubieten. Bild: dpa

17.9.2020 • 14:52 Uhr

Mindestens 30 Priester in Indonesien infiziert

In der indonesischen Provinz West-Kalimantan auf Borneo haben sich mindestens 30 Seminaristen eines Priesterseminars mit dem Coronavirus infiziert. Der indonesische Bischof Samuel Oton Sidin von Sintang bestätigte die Infektion von einem Drittel der insgesamt 88 Seminaristen. Die Betroffenen erführen "gute ärztliche Betreuung".

Zuletzt waren in Indonesien 233.000 Infizierte gemeldet, von denen 167.000 als genesen galten. Offiziell 9222 Indonesier sind seit Ausbruch der Pandemie an dem Virus gestorben.

17.9.2020 • 14:48 Uhr

Bundespolizei ermahnt 15.000 Reisende ohne Maske

Die Bundespolizei hat innerhalb von fünf Tagen fast 15.000 Reisende an Bahnhöfen oder in Zügen ermahnt, die keinen Mund-Nasen-Schutz gegen das Coronavirus getragen haben. Das jeweilige Gesundheitsamt sei in 221 Fällen informiert worden, um Bußgelder nach den entsprechenden Corona-Regeln der Länder zu verhängen, teilte die Bundespolizei mit.

Der ganz überwiegende Teil der Reisenden habe sich einsichtig gezeigt. Die Bundespolizei ermahnte zwischen dem 12. und dem 16. September genau 14.676 Menschen ohne Gesichtsmaske.

17.9.2020 • 14:45 Uhr

England schränkt Pub-Besuche ein

Im Kampf gegen eine zweite Corona-Welle gelten im Nordosten Englands ab Freitag strikte Ausgehregeln. Unter anderem dürften die beliebten Pubs in der Städte wie Newcastle und Sunderland umfassenden Region nur noch bis 22 Uhr öffnen, kündigte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock im Parlament an.

Zuvor hatte bereits Regierungschef Boris Johnson erklärt, neue Einschränkungen seien "der einzige Weg, damit das Land Weihnachten genießen kann".

Laut den neuen Regeln dürfen die Menschen im Nordosten Englands sich nur noch zu Hause oder innerhalb ihrer "sozialen Blase" treffen. Alle Restaurants oder Cafés dürfen nur noch direkt am Tisch servieren, Bars und Kneipen müssen um 22 Uhr schließen. "Wir treffen diese Entscheidungen nicht leichtfertig", warb Hancock um Verständnis. "Aber alle Zahlen sagen, dass wir jetzt handeln müssen." 

Großbritannien ist das in Europa am stärksten vom Coronavirus betroffene Land mit fast 42.000 Toten, zuletzt gingen die Infektionszahlen wieder nach oben.

17.9.2020 • 14:39 Uhr

Studie: Corona verstärkt Diskriminierung

Die Coronakrise führt in asiatischen Ländern zur Diskriminierung von religiösen Gruppen, Migrantenarbeitern und Ausländern. Zu diesem Ergebnis kommt eine in Kuala Lumpur veröffentlichte Umfrage der Internationalen Föderation der Rote-Kreuz-und Roter-Halbmond-Gesellschaften (IFRC).

Es sei "alarmierend", dass "fast die Hälfte der Befragten der Meinung ist, bestimmte Gruppen seien für die Verbreitung von Covid-19 verantwortlich", sagte IFRC-Expertin Viviane Fluck. "Wir sind sehr besorgt darüber, dass schutzbedürftige Gruppen wie Migranten und diejenigen, die sich keine Schutzausrüstung wie Masken leisten können, aufgrund von Stigmatisierung und Angst diskriminiert werden könnten", so Fluck.

Für die Umfrage hatte das IFRC 5000 Menschen in Indonesien, Malaysia, Myanmar und Pakistan befragt. Die Mehrheit sah in Chinesen, illegalen Ausländern sowie ausländischen Touristen die Schuldigen für die Verbreitung des Coronavirus in ihren Ländern. In Pakistan galten zusätzlich Rückkehrer von schiitischen Pilgerstätten im Iran als Virusverbreiter.

17.9.2020 • 14:34 Uhr

Österreich verschärft Corona-Maßnahmen

Die österreichische Regierung hat angesichts steigender Infektionszahlen die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verschärft. Da die Ansteckungen vor allem im privaten Bereich erfolgten, müssten künftig soziale Kontakte reduziert werden, sagte Kanzler Sebastian Kurz.

Private Feiern und Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen sollen ab kommenden Montag auf zehn Personen beschränkt werden. Bei Veranstaltungen im Freien seien wie bisher bis zu 100 Menschen erlaubt. Darüber hinaus darf in Lokalen und Restaurants nur noch im Sitzen konsumiert werden. Maximal zehn Personen dürfen an einem Tisch sitzen. Darüber hinaus muss nun zusätzlich auf Märkten, in Kirchen und beim Betreten und Verlassen von Restaurants ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

17.9.2020 • 14:24 Uhr

Sardinien: Gericht kippt Testpflicht für Einreisende

Für die Einreise auf die italienische Ferieninsel Sardinien ist vorerst doch kein negativer Corona-Test mehr nötig. Wenige Tage nach der Einführung einer Corona-Testpflicht für die Insel hat ein Gericht diese vorsorglich wieder gekippt. Das zuständige Verwaltungsgericht in Cagliari entschied, einem Einspruch der italienischen Regierung stattzugeben. Diese hatte durch die Testpflicht die Reisefreiheit eingeschränkt gesehen und war deshalb dagegen vorgegangen.

Seit Montag waren ankommende Passagiere in Sardinien aufgerufen, einen negativen Corona-Test vorzuweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Alternativ konnten Einreisende auch online erklären, vor kurzem einen Corona-Test mit negativem Ergebnis durchgeführt zu haben, oder sich übergangsweise nach ihrer Ankunft vor Ort testen lassen.

Italien, La Pelosa: Badegäste am Strand auf der Mittelmeerinsel Sardinien.  | dpa

Urlauber, die nach Sardinien einreisen, müssen vorerst doch keinen negativen Corona-Test vorweisen. Bild: dpa

Die gleichzeitig eingeführte Maskenpflicht im Freien kann dagegen laut Gericht weiter umgesetzt werden. Sie gilt rund um die Uhr, wenn der Abstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann.

Mit der neuen Verordnung hatte die beliebte Ferieninsel im Mittelmeer auf die zuletzt steigenden Corona-Zahlen reagiert. Während Sardinien im Juli kaum neue Infektionen verzeichnete, stiegen im August mit der Ankunft Tausender Touristen auch die Fallzahlen. Zuletzt meldete Sardinien 27 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden und aktuell 1480 Infizierte.

17.9.2020 • 14:00 Uhr

7500 Zuschauer in München trotz erhöhtem Corona-Inzidenz-Wert?

Beim Saisonauftakt der Fußball-Bundesliga sind in der Münchner Allianz-Arena 7500 Zuschauer zugelassen. Die Entscheidung erfolgte auf Grundlage einer Sieben-Tage-Inzidenz für München von 34,0. Heute liegt diese schon bei 47,6. Das wirft Fragen auf.

++UPDATE++

Die Stadt München hat entschieden, beim Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern und dem FC Schalke 04 doch keine Zuschauer zuzulassen:

17.9.2020 • 13:42 Uhr

Vorwürfe gegen angebliche Superspreaderin von Garmisch

Sie habe auf einer Kneipentour mutmaßlich viele Menschen mit Corona infiziert, die US-Bürgerin müsse hart bestraft werden, hieß es. Vorwürfe und Forderungen waren drastisch - doch die Belege dafür dünn.

17.9.2020 • 13:33 Uhr

WHO warnt vor Verkürzung von Quarantänezeiten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht den Anstieg der Corona-Infektionen in Europa als alarmierend an. "Die Zahlen vom September sollten ein Alarmsignal für uns alle sein", sagte WHO-Europadirektor Hans Kluge bei einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Die UN-Organisation wandte sich zugleich gegen eine Verkürzung der Quarantäne-Zeiten bei Corona-Verdachtsfällen, wie sie auch in Deutschland diskutiert wird. In ihren Corona-Richtlinien empfiehlt sie eine zweiwöchige Quarantäne für alle, die mit dem Virus in Kontakt waren.

In Europa - wozu die WHO 53 Länder inklusive Russland zählt - wurden bisher fast fünf Millionen Corona-Fälle registriert. Mehr als 227.000 Menschen starben an den Folgen der Viruserkrankung. Täglich werden derzeit der WHO zufolge zwischen 40.000 und 50.000 neue Ansteckungen festgestellt.

17.9.2020 • 13:18 Uhr

Coronavirus: So weit ist die Impfstoffentwicklung

Die Welt wartet auf einen sicheren Impfstoff gegen Covid-19. Einige Unternehmen sind schon ziemlich weit. Komplikationen gibt es aber auch. Wie ist der aktuelle Stand der Impfstoffentwicklung?

17.9.2020 • 13:14 Uhr

Tourismus in Wien: "Einstufung als Risikogebiet ist eine Katastrophe"

Die Einstufung der Stadt als Corona-Risikogebiet bedeutet für den Tourismus in Wien nach Ansicht von Experten einen enormen Tiefschlag. "Das ist eine super Katastrophe", sagte Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner. Die Deutschen seien immer die wichtigste Gästegruppe gewesen und hätten auch gerade in der Corona-Krise der Stadt die Treue gehalten. 35 Prozent der Übernachtungen im Juli seien auf deutsche Gäste entfallen. Nun steuere der Tourismus, der 2019 ein Rekordjahr verbucht hatte, in diesem Jahr auf ein Minus bei den Übernachtungen von 70 Prozent zu.

In Wien hingen 116.000 Jobs direkt oder indirekt am Tourismus. Schätzungsweise 35.000 drohten nun verloren zu gehen. Wegen der gestiegenen Infektionszahlen hatte Deutschland am Mittwoch Wien zum Risikogebiet erklärt. Die Bundesregierung sprach für die österreichische Hauptstadt eine Reisewarnung aus.

17.9.2020 • 12:46 Uhr

IG Metall stemmt sich gegen mögliche Kündigungen bei Opel

Die Gewerkschaft IG Metall lässt nicht mit sich über Kündigungen bei Opel aufgrund der Corona-Krise reden. Diese seien nach dem geltenden Tarifvertrag bis Mitte 2025 ausgeschlossen, erklärte die IG Metall. Dieser könne nicht nach Belieben in Frage gestellt werden. "Wer das tut, spielt mit dem Feuer," betonte Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte.

Hintergrund ist die Ankündigung von Opel, möglicherweise doch über Kündigungen Personal abbauen zu müssen. Bis Ende 2022 sollten bis zu 2100 Arbeitnehmer freiwillig über Abfindungen oder Altersteilzeit ausscheiden. Doch bisher hätten sich erst 500 Kolleginnen und Kollegen dafür gefunden, erklärte Opel.

17.9.2020 • 12:41 Uhr

Corona-Fälle in Hamburger Bar: Behörden suchen Hunderte Gäste

In einer Bar im Hamburg sind Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden. Laut Gesundheitsamt könnten sich auch Gäste angesteckt haben. Die Behörde sucht nach 600 Personen, die Anfang September die Bar besuchten.

17.9.2020 • 12:22 Uhr

Verband: Einbruch im Automarkt schwächt sich ab

Für Europas Automarkt hat der Sommer nach einem starken Einbruch in der Corona-Krise Zeichen einer Erholung gebracht. Nach den Lockerungen in vielen EU-Ländern und der Wiederöffnung der Autohäuser fiel das Minus bei den Zulassungszahlen im Juli mit nur noch 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat relativ gering aus, wie der zuständige Branchenverband Acea in Brüssel mitteilte. Im August folgte zwar ein weiterer Rückschlag mit einem Rückgang um 18,9 Prozent im Jahresvergleich. Allerdings war der Einbruch im Frühjahr noch deutlich stärker gewesen.

Zudem war der Autoabsatz im vorigen Sommer von einem Sondereffekt nach oben getrieben worden. So wurden in Deutschland laut Herstellerverband VDA im August 2019 besonders viele Wagen zugelassen, die wegen der Einführung weiterer neuer Regeln des Abgas- und Verbrauchstestverfahrens WLTP danach nicht mehr hätten zugelassen werden dürfen. Die dadurch vorübergehend erhöhten Zulassungszahlen konnten die Hersteller im August 2020 nicht halten.

Neuwagen im Hafen von Duisburg | AP

Für Europas Automarkt hat der Sommer Zeichen einer Erholung gebracht. Bild: AP

17.9.2020 • 12:05 Uhr

Kommission macht Vorgaben für Verwendung von Hilfen

Die Europäische Kommission hat Vorgaben gemacht, wie die EU-Staaten Gelder aus dem 750 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbaufonds am besten einsetzen sollen. Dies diene dazu, damit die Mittel so schnell wie möglich fließen und zur Konjunkturerholung nach der Pandemie beitragen könnten, sagte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni.

Als Beispiele für bevorzugte Investitionsgebiete und Reformen nannte die Brüsseler Behörde die Nutzung erneuerbarer Energien und die Verbesserung von Energieeffizienz, etwa von Gebäuden. Auch das öffentliche Verkehrssystem soll klimafreundlicher werden, Ladestationen für Elektroautos sollen gefördert werden. Im Fokus steht auch der Ausbau der Mobilfunknetze auf den schnelleren 5G-Standard. Und die Digitalisierung soll vorangetrieben werden - in staatlichen Behörden sowie dem Justiz-, dem Gesundheits- und dem Bildungssystem.

Formell können sich die EU-Länder ab Anfang 2021 für Zuschüsse und Kredite aus dem Hilfsfonds anmelden. Dies ist bis Ende April 2021 vorgesehen.

17.9.2020 • 11:56 Uhr

Betrug mit Corona-Hilfen: Ermittlungen in mehr als 10.000 Fällen

Wegen Betrugs mit Corona-Soforthilfen und anderer Betrügereien gehen deutschlandweit Staatsanwaltschaften und Ermittler in mehr als 10.000 Fällen vor. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Richterzeitung bei den Justizministerien und Staatsanwaltschaften der Länder hervor, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete.

Demnach meldeten bis auf Thüringen alle Bundesländer Fälle. Der Umfrage zufolge, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, könnte sich der Schaden auf mehrere Millionen Euro belaufen.

Die meisten Fälle registrierten die Behörden in Nordrhein-Westfalen: Mehr als 4300 Verfahren sind dort anhängig. Allein die Staatsanwaltschaft Köln führt rund 900 Verfahren wegen Betrugs, bei denen es um ein Subventionsvolumen von mehr als 9 Millionen Euro geht.

17.9.2020 • 11:45 Uhr

Sagrada Familia wird nicht rechtzeitig fertig

Wegen der Corona-Pandemie wird die Sagrada Familia in Barcelona nicht wie geplant zum 100. Todestag des Architekten Antoni Gaudí im Jahr 2026 fertig. "Wir sind nicht pessimistisch, wir sind einfach nur realistisch", sagte der Leiter der Baugesellschaft, Esteve Camps, über den Bau der von Gaudí entworfenen römisch-katholischen Basilika. Es gebe vorerst auch wegen der allgemeinen wirtschaftlichen Ungewissheit keinen neuen Zeitplan. Die Kirche, deren Bau im Jahr 1882 begann, wird somit etwas länger ihrem Ruf der "ewig Unvollendeten" gerecht werden.

 Innenansicht der noch im Bau befindlichen Basilika Sagrada Familia vom spanischen Architekten Antoni Gaudi.  | dpa

Innenansicht der noch im Bau befindlichen Basilika Sagrada Familia vom spanischen Architekten Antoni Gaudi. Die Mitte März wegen der Corona-Pandemie komplett unterbrochenen Bauarbeiten sollen in drei Wochen wieder aufgenommen werden. Bild: dpa

17.9.2020 • 11:07 Uhr

Europäische Statistikbehörde: Preise in Euro-Zone fallen

Die Verbraucherpreise im Euroraum sind auch wegen der Coronakrise im August gefallen und liefern der Europäischen Zentralbank zunehmend Grund zur Sorge. Sie sanken um 0,2 Prozent zum Vorjahresmonat, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte und damit eine frühere Schätzung bestätigte. Im Juli lag die Inflationsrate noch bei plus 0,4 Prozent. Befeuert wurde der Preisverfall insbesondere durch Energie, die sich um 7,8 Prozent verbilligte. Zudem waren Industriegüter außerhalb des Energiesektors günstiger zu haben - und zwar um 0,1 Prozent. Im Juli hatten die Preise noch um 1,6 Prozent angezogen.

Die Kernteuerung ohne Lebensmittel und Energie sank stark von 1,2 auf 0,4 Prozent. Dies verdeutliche den allgemein schwachen Preisauftrieb, wohl auch eine Folge der schweren Corona-Rezession, hieß es .

17.9.2020 • 10:31 Uhr

DFL-Chef: Bundesliga muss den Gürtel enger schnallen

Die Fußball-Bundesliga schnallt den Gürtel nach dem Corona-Schock enger. "Wir sehen eine deutlich gestiegene Aufmerksamkeit bei den Klubs für Liquidität und Kostenbewusstsein", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL), Christian Seifert, bei einer Veranstaltung des Münchner Club Wirtschaftspresse. Die Vereine müssten in der Coronakrise nicht nur mit weniger Zuschauern rechnen, sondern auch mit geringeren Transfererlösen, die zuletzt 16 Prozent der Einnahmen ausmachten. "Wettmachen lasse sich das am einfachsten über die Personalkosten, also die Spielergehälter.

17.9.2020 • 10:26 Uhr

Hurtigruten setzt Expeditionsreisen bis Jahresende aus

Die norwegische Reederei Hurtigruten wird bis Ende 2020 keine Reisen auf ihren Expeditionsschiffen in die Antarktis anbieten. Aufgrund der zunehmenden Corona-Infektionszahlen in Europa, Nord- und Südamerika habe man sich entschlossen, alle Expeditionskreuzfahrten bis Ende Dezember auszusetzen, erklärte Hurtigruten in einer Börsenmitteilung. Ziel sei es, den Betrieb im Januar 2021 wieder aufzunehmen.

17.9.2020 • 10:21 Uhr

Erstmals mehr als 2000 neue Corona-Fälle in Tschechien

In Tschechien ist erstmals die Schwelle von 2000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages überschritten worden. Am Mittwoch kamen 2139 Fälle hinzu, wie aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorging. Die Gesamtzahl der jemals Infizierten stieg damit auf rund 41.000. In Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung starben nachweislich 482 Menschen.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen liegt damit aktuell fast genauso so hoch wie in Deutschland, obwohl Tschechien nur knapp 10,7 Millionen Einwohner hat. Die deutsche Bundesregierung hatte ihre Reiseverwarnung für Prag am Mittwochabend auf die angrenzende Mittelböhmische Region ausgeweitet.

17.9.2020 • 10:16 Uhr

IfW-Prognose: "Deutsche Wirtschaft ist auf Erholungskurs"

Der Corona-bedingte Einbruch der deutschen Wirtschaft fällt dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) zufolge schwächer aus als während der Finanzkrise 2009. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 5,5 Prozent fallen, sagten die Kieler Forscher in ihrer Herbstprognose. Im Juni war das IfW noch von minus 6,8 Prozent ausgegangen - was deutlich mehr gewesen wäre als beim bislang größten Absturz der Nachkriegszeit 2009. Damals kam es wegen der globalen Finanzkrise zu einem Rückgang von 5,7 Prozent. "Die deutsche Wirtschaft ist auf Erholungskurs", betonten die Forscher. Sie hätte einen Gutteil der Verluste binnen weniger Monate wettgemacht.

17.9.2020 • 10:06 Uhr

Biontech baut Produktionskapazitäten für Corona-Impfstoff aus

Biontech übernimmt vom Schweizer Pharmariesen Novartis eine Produktionsanlage im hessischen Marburg zur Herstellung seines potenziellen Corona-Impfstoffes. Mit der Anlage könne Biontech bei vollem Betrieb seine Produktionskapazitäten um bis zu 750 Millionen Dosen pro Jahr oder mehr als 60 Millionen Dosen pro Monat erweitern, teilte das Mainzer Biotechunternehmen mit. Die Anlage soll eine der größten Produktionsstätten in Europa für Boten-RNA (mRNA) werden, auf der der Impfstoff von Biontech basiert. Zum Kaufpreis machte das Unternehmen keine Angaben.

17.9.2020 • 09:45 Uhr

Finanznot: Wie der Bund den Kommunen helfen will

Die Corona-Krise hat die Finanznot vieler Städte und Gemeinden nochmals deutlich verschärft. Der Bund will helfen - dafür muss das Grundgesetz geändert werden. Heute stimmt der Bundestag ab.

17.9.2020 • 09:32 Uhr

Quantas bietet Flüge nach Nirgendwo an

Die australische Fluggesellschaft sucht in der Corona-Krise nach neuen Geschäftsmodellen. Ab Oktober werde ein siebenstündiger Rundflug über Australien angeboten, der in Sydney starten und auch wieder landen soll, teilte das Unternehmen mit. Mit einer Boeing 787, die normalerweise für internationale Langstreckenflüge eingesetzt werde, gehe es auf niedriger Flughöhe über Uluru, das Great Barrier Reef und den Hafen von Sydney.

Die "Flüge ins Nirgendwo" sollen die Nachfrage ankurbeln. Einreisebeschränkungen, Quarantäne-Maßnahmen und wechselnde Risikogebiete haben nach Angaben der Vereinigung der Asia Pacific Airlines zu einem Einbruch der internationalen Reisen in der Region um 97,5 Prozent geführt. Auch die taiwanesische EVA Airways und Japans ANA bieten vergleichbare regionale Rundflüge an, um Arbeitsplätze zu sichern und die Lizenzen ihrer Piloten auf dem neuesten Stand zu halten

17.9.2020 • 09:14 Uhr

Corona-Impfstoff: Trump rügt Chef der Gesundheitsbehörde

Im US-Wahlkampf ist Trumps schwächste Flanke sein Corona-Krisenmanagement. Deshalb will er noch vor der Wahl einen Impfstoff präsentieren. Dafür legt Trump sich sogar mit der Gesundheitsbehörde an.

17.9.2020 • 09:07 Uhr

Billigflieger erstaunlich krisenresistent

Der weitgehende Zusammenbruch des Flugverkehrs infolge der Corona-Pandemie hat die Luftfahrtbranche in eine Krise ungekannten Ausmaßes gestürzt. Dennoch stehen Billigflieger wie Ryanair besser da als klassische Airlines. Wie kommt das?

17.9.2020 • 08:46 Uhr

UNICEF: Corona stürzt 150 Millionen Kinder in Armut

Die Corona-Pandemie hat laut den UN 150 Millionen Kinder zusätzlich in die Armut gestürzt. Insgesamt müssten somit 1,2 Milliarden Mädchen und Jungen ein Leben in Armut fristen, heißt es in einer in New York vorgestellten Studie des Kinderhilfswerks UNICEF. In den kommenden Monaten drohen den Angaben zufolge noch viele weitere Kinder durch die Corona-Krise in die Armut zu geraten, sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. Die Menschheit befinde sich noch näher am Beginn der Krise als am Ende der Krise.

17.9.2020 • 08:09 Uhr

Mexiko-Stadt: doppelt so hohe Zahl von Corona-Toten

In der mexikanischen Hauptstadt sind nach Angaben einer Kommunalbehörde fast doppelt so viele Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben wie bislang offiziell eingeräumt. Zwischen Anfang April und Ende August seien in Mexiko-Stadt im Vergleich zu den Vorjahreszeiträumen mehr als 30.000 "überzählige Todesfälle" registriert worden, erklärte David Merino, Direktor der städtischen Digitalbehörde.

Etwa zwei Drittel davon, nämlich 20.535, müssten dem Coronavirus zugeordnet werden. Bislang war die Zahl der Corona-Toten in Mexiko-Stadt mit 11.318 angegeben worden. Beamte räumten jedoch ein, dass in der Stadt mit neun Millionen Einwohnern vergleichsweise nur sehr wenige Menschen auf das Virus getestet werden. Deswegen könne auch die Zahl der Virustoten wesentlich höher sein als bislang bekannt.

17.9.2020 • 07:27 Uhr

Neuseeländische Wirtschaft schrumpft um zwölf Prozent

Die neuseeländische Wirtschaft ist im zweiten Jahresquartal um 12,2 Prozent geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt ging infolge der Coronavirus-Pandemie und damit einhergehender Beschränkungen stärker zurück, als jemals festgehalten wurde, wie die Statistikbehörde des Landes mitteilte. Zum ersten Mal seit elf Jahren befindet sich Neuseeland damit in einer Rezession. Experten rechnen jedoch mit einer schnellen Erholung.

17.9.2020 • 06:42 Uhr

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus

Das brasilianische Gesundheitsministerium meldet 36.820 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 4,419 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 987 auf 134.106 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

17.9.2020 • 06:39 Uhr

Russlands "Sputnik V": Impfen, während noch geforscht wird

"Sputnik V" wird in Russland Testpersonen gespritzt - und zugleich schon in die Regionen zur Corona-Impfung ausgeliefert. Die Probanden in einer Moskauer Poliklinik äußern wenig Bedenken.

17.9.2020 • 06:29 Uhr

Virologe Streeck dämpft Impfstoff-Hoffnungen

Der Bonner Virologie-Professor Hendrik Streeck sagt laut "Handelsblatt", wann ein wirksamer Impfstoff gegen Corona marktreif sei, könne man nicht vorhersagen. "Schon die Debatten darum halte ich für teils recht unseriös." Gerade die Phase der Tests sei immer voller Überraschungen. Streeck warnt der Zeitung zufolge vor Alarmismus und Stimmungsmache in Deutschland, zumal die Pandemie aktuell vergleichbar gut zu managen sei. "Man muss nicht mehr das ganze Land lahmlegen."

17.9.2020 • 05:16 Uhr

RKI: Knapp 2200 Neuinfektionen und drei weitere Todesfälle

Deutschland verzeichnet 2194 neue positive Coronavirus-Tests binnen 24 Stunden. Damit steigt nach Angaben des Robert Koch-Instituts die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 265.857. Zudem habe es drei weitere Todesfälle gegeben. Die Gesamtzahl der Todesfälle beläuft sich nach Angaben des RKI auf 9,371.

17.9.2020 • 05:16 Uhr

Ermittlungen in mehr als 10.000 Fällen wegen erschlichener Corona-Soforthilfen

Bundesweit ermitteln Staatsanwaltschaften in mehr als 10.000 Fällen wegen erschlichener Corona-Soforthilfen und anderer Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit der Pandemie. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Richterzeitung bei den Justizministerien und Staatsanwaltschaften der 16 Bundesländer hervor, die dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" exklusiv vorliegt. Der Schaden geht in die zig Millionen. "Es geht dabei in der Regel um Fälle von Subventionsbetrug, die vertiefte einzelfallbezogene Ermittlungen erfordern und sich nicht standardisiert als Massenverfahren erledigen lassen", sagt Sven Rebehn, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Richterbundes.