Eine Frau mit einer Gesichtsmaske auf den Treppen vor der Basilika Sacré-Coeur in Paris | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Starker Anstieg der Fälle in Frankreich ++

Stand: 20.08.2020 22:17 Uhr

Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich ist auf den höchsten Stand seit dem Lockdown gestiegen. Russland will seinen Corona-Impfstoff an 40.000 Personen testen. Der Liveblog vom Donnerstag zum Nachlesen.

  • Höchststand der Neuinfektionen in Frankreich seit Lockdown
  • Hessen: 160 Hochzeitsgäste in Quarantäne - immer mehr Infizierte
  • Russland will Impfstoff in großer Studie testen
  • Länder prüfen einheitliche Bußgelder für Masken-Verweigerer
  • Risikogebiete an Kroatiens Küste
  • Griechischer Tourismus bricht ein
20.8.2020 • 22:17 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir unseren Liveblog. Danke für Ihr Interesse.

20.8.2020 • 20:20 Uhr

Marokko riegelt Großstadt-Viertel ab

Nach einem starken Anstieg der Corona-Zahlen will Marokko einige Großstädte erneut weitgehend abriegeln. Von Freitag an würden Bezirke der Städte Casablanca, Marrakesch und Beni Mellal gesperrt, teilte die Regierung nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur MAP mit. Nur noch im Notfall dürfen Menschen ihren Wohnort verlassen. Auch nächtliche Ausgangssperren sind möglich.

Bereits im Juli war es zur Abriegelung mehrerer großer Städte gekommen. In Marokko wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher 46.313 Corona-Infektionen registriert, darunter 743 Todesfälle. Heute verzeichnete das Land 1325 neue Infektionen.

20.8.2020 • 19:50 Uhr

Merkel: Müssen erneute Grenzschließungen in der EU vermeiden

Deutschland und Frankreich dringen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auf eine engere Absprache in der EU. "Wir wollen auf jeden Fall vermeiden, dass wir wieder Grenzen schließen", sagte Kanzlerin Angela Merkel nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Sie spielte damit auf die erste Welle der Pandemie an, in der etwa Deutschland seine Grenzen zu westlichen Nachbarstaaten bis auf wenige Ausnahmen wie Pendler geschlossen hatte. "Wir haben verabredet, dass wir sehr viel enger zusammenarbeiten", fügte sie hinzu.

Wie Macron betonte Merkel, dass es wichtig sei, im Umgang mit der Pandemie ähnliche Kriterien zu entwickeln, etwa für die Einstufung von Risikogebieten.

20.8.2020 • 19:50 Uhr

Frankreich: Neuinfektionen schnellen in die Höhe

Frankreich hat in den vergangenen 24 Stunden 4711 neue Coronavirus-Infektionen verzeichnet. Tags zuvor waren es nach Angaben des Gesundheitsministers rund 3700 Infektionen. Somit ist das der höchste Wert seit dem Höhepunkt der Pandemie im Frühling. Während des Lockdowns wurden am 31. März 7578 Neuinfektionen gezählt, seitdem gab es nur vereinzelt Tage mit mehr als 4500 neuen Fällen.

20.8.2020 • 19:18 Uhr

Großbritannien: Quarantäne für Österreich- und Kroatien-Reisende

Reiserückkehrer aus Österreich und Kroatien müssen wegen steigender Corona-Zahlen in diesen Ländern in Großbritannien für zwei Wochen in Quarantäne gehen. Das gelte auch für Menschen, die aus dem Karibik-Staat Trinidad und Tobago einreisten, teilte Verkehrsminister Grant Shapps bei Twitter mit. Er berief sich auf jüngste Daten aus diesen Ländern.

20.8.2020 • 19:05 Uhr

Hessen: 160 Hochzeitsgäste in Quarantäne - immer mehr Infizierte

Nach einer Hochzeitsfeier im hessischen Kelsterbach mussten 160 Hochzeitsgäste vorübergehend in die Quarantäne. Mindestens ein Gast war mit dem Coronavirus infiziert und hat weitere Menschen angesteckt. Die Zahl der Infizierten liegt derzeit bei 16, allerdings liegen noch nicht alle Testergebnisse vor. Sollte die Zahl weiter steigen, könnte das schärfere Corona-Maßnahmen Maßnahmen in der Region erforderlich machen.

20.8.2020 • 18:54 Uhr

Nordirland verschärft Corona-Regeln

Nordirland verschärft die Corona-Regeln und senkt die Zahl der Menge an Personen, die einander treffen dürfen. So wurden Versammlungen im Freien von 30 auf 15 Personen reduziert, während die Zahl in Innenräumen von zuvor zehn auf sechs Personen aus zwei Haushalten beschränkt wurde. Die nordirische Regierung reagiert damit auf einen Anstieg an Infektionsfällen. Laut Zahlen der Johns Hopkins Universität zählt Nordirland bisher 6556 registrierte Corona-Fälle und 559 Tote.

20.8.2020 • 18:01 Uhr

Tschechien macht Maskenpflicht teilweise rückgängig

Tschechien macht die Wiedereinführung der landesweiten Maskenpflicht vom 1. September an in Teilen wieder rückgängig.In Geschäften, Gaststätten, Kneipen und beim Friseur muss nun doch keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, obwohl dies erst am Montag so beschlossen worden war. Dies teilte Gesundheitsminister Adam Vojtech von der populistischen Partei ANO mit.

Vojtech sprach von einem "Kompromiss". Zuvor hatte es in den sozialen Medien heftige Kritik an den neuerlichen Einschränkungen gegeben. Verpflichtend werden Masken indes - wie geplant - landesweit wieder in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Behörden sowie in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen sein. In manchen Regionen gilt das schon jetzt.

Ein Mann sietzt mit Maske in einer Straßenbahn in Prag in Tschechien | dpa

In Tschechien gilt ab September wieder eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Behörden. Bild: dpa

Das Parlament in Prag verabschiedete zudem eine Änderung des Wahlgesetzes, da Anfang Oktober Regional- und Teilwahlen zum Senat stattfinden. Damit Bürger, die sich in Corona-Quarantäne befinden, wählen können, sollen "Drive-in-Wahllokale" für Autofahrer eingerichtet werden. Der Stimmzettel kann dann aus dem Fahrzeug abgegeben werden. Diese Vorhaben ist notwendig, weil es in Tschechien keine Briefwahl gibt.

20.8.2020 • 17:34 Uhr

Festnahmen bei Corona-Demo in Den Haag

Bei einer Demonstration gegen Corona-Auflagen in den Niederlanden hat die Polizei im Regierungsviertel in Den Haag mehrere Teilnehmer festgenommen. Mindestens ein Polizist sei verletzt worden, teilte die Polizei mit. Mehrere Demonstranten hätten sich "provozierend und aggressiv gegenüber Beamten" verhalten. Regierungsgebäude und Parlament wurden abgeriegelt. An der Kundgebung nahmen nach Schätzungen etwa 50 Menschen teil. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein.

20.8.2020 • 17:26 Uhr

Estland führt Corona-Warn-App ein

Estland hat eine eigene Smartphone-App zur besseren Nachverfolgung von Corona-Infektionen eingeführt. Die Anwendung namens "Hoia" stehe zum Download bereit, wie die Regierung in Tallinn mitteilte. Mit der auf Estnisch, Russisch und Englisch verfügbaren App sollen in dem EU-Land Nutzer frühzeitig gewarnt werden, wenn sie sich in der Nähe von Menschen befunden haben, die mit dem Coronavirus infiziert sind.

Die Nutzung der zusammen mit Gesundheitsbehörden und Firmen aus der estnischen IT-Szene entwickelten App ist freiwillig. Aus Privatsphären-und Datenschutzgründen werden die Daten zu den Kontakten nicht zentral erfasst. Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 2227 bestätigte Infektionen und 63 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

20.8.2020 • 17:11 Uhr

Corona-Nothilfe für Studenten wird verlängert

Die ursprünglich nur für Juni, Juli und August geplante finanzielle Nothilfe für Studenten in der Corona-Zeit wird um einen Monat verlängert. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek begründete das damit, dass an vielen Hochschulen das Sommersemester noch laufe und Prüfungen nachgeholt würden. "Mir ist es wichtig, dass die Studierenden in pandemiebedingten Notlagen sich auf ihre Prüfungen konzentrieren können", so Karliczek. Die für die Verteilung zuständigen Studentenwerke haben demnach inzwischen 94.500 Nothilfe-Anträge bewilligt.

Im Schnitt seien die Empfänger mit rund 430 Euro unterstützt worden. In der Corona-Krise waren zwei Möglichkeiten für Studenten in finanzieller Not geschaffen worden: Insgesamt 100 Millionen Euro, die nicht zurückgezahlt werden müssen, stehen für diejenigen bereit, die mit Kontoauszügen nachweisen können, dass sie in einer Notlage sind, etwa weil regelmäßige Zahlungen aus Jobs nicht mehr eingegangen sind. Der Staat zahlt dann 100 bis maximal 500 Euro pro Monat. Die zweite Säule ist der KfW-Studienkredit, den es auch vor der Krise schon gab, der nun aber seit Mai bis März 2021 zinsfrei gestellt ist. Nach früheren Angaben des Ministeriums wird er seitdem deutlich stärker in Anspruch genommen.

20.8.2020 • 16:53 Uhr

Russland will Impfstoff in großer Studie testen

Russland hat eine Massenstudie mit seinem bereits zugelassenen Corona-Impfstoff ab der kommenden Woche angekündigt. Die klinische Studie in 45 medizinischen Zentren im ganzen Land solle mehr als 40.000 Teilnehmer umfassen und von einer ausländischen Forschungseinrichtung überwacht werden. Das teilte das Moskauer Gamaleja-Institut mit, das den Impfstoff entwickelt hat.

Die Ergebnisse des Test sollen demnach auch der Weltgesundheitsorganisation zur Verfügung gestellt werden. Zudem sollen mehrere interessierte Länder, die eine Teilnahme an der Studie in Betracht ziehen, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Indien, Brasilien, Saudi-Arabien und die Philippinen, die Daten erhalten.

Russland hatte in der vergangenen Woche als erstes Land weltweit den ersten Corona-Impfstoff zugelassen, allerdings ohne eine große klinische Wirksamkeitsstudie damit durchgeführt zu haben. Eine solche erfolgreiche Phase-3-Studie wird normalerweise als wesentliche Voraussetzung für eine behördliche Zulassung angesehen.

Eine Frau im Schutzanzug hält eine Gefäß mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus in der Hand.  | AP

Russland will einen Corona-Impfstoff testen, der noch keine große klinische Wirksamkeitsstudie durchlaufen hat. Bild: AP

Weil der Impfstoff aber erst weniger als zwei Monate an Menschen getestet worden ist, sind Gesundheitsexperten skeptisch, was die Verwendung des russischen Vakzins betrifft. Präsident Wladimir Putin hatte dagegen die Hoffnung geäußert, schon bald mit Massenimpfungen starten zu können. Eine seiner Töchter sei bereits geimpft worden.

"Eine Reihe von Ländern führt einen Informationskrieg gegen den russischen Impfstoff", sagte Kirill Dmitriev, Leiter des russischen Staatsfonds, der die Forschung finanziert. Daten zu dem Impfstoff sollen demnach noch diesen Monat in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlicht werden. Ab Oktober sollen in dem Land Angehörige aus Hochrisikogruppen, wie medizinisches Personal, den Impfstoff erhalten können.

Russland habe zudem bereits Anfragen für bis zu eine Milliarde Dosen des Impfstoffs aus der ganzen Welt erhalten und könne über Produktionspartnerschaften 500 Millionen Dosen pro Jahr herstellen, so Dmitriev.

20.8.2020 • 16:10 Uhr

RKI-Vize: Gesundheitsämter können Corona-Anstieg bewältigen

Die Gesundheitsämter sind nach Einschätzung des Vizepräsidenten des Robert-Koch-Instituts in der Lage, die gestiegene Zahl der Corona-Neu-Infektionen zu meistern. "Im Moment können die Gesundheitsämter noch ganz gut nachermitteln", sagte Lars Schaade. Zuvor hatte das RKI 1707 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet.

Inzwischen seien die Ämter personell besser ausgestattet als noch im Frühjahr. Damals habe zudem die Zahl der Neuinfektionen wesentlich höher gelegen. Die Ämter versuchen bei positiv getesteten Personen festzustellen, mit wem diese in den vorangangenen 14 Tagen Kontakt hatten. Es gelte nun, die Zahl der Neuinfizierten auf diesem Niveau zu halten oder im besten Fall zu senken.

Lockerungen bei Großveranstaltungen lehnte Schaade aber ab. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt halte ich dies aus fachlichen Gründen für verfehlt." Es sei zudem Spekulation, dass das Corona-Virus sich erheblich verändert habe. Es gebe eine Mutation, die dazu führe, dass das Virus sich stärker im Nasen-Rachen-Raum vermehre. Es gebe aber keine Hinweise, dass es weniger gefährlich geworden sei.

20.8.2020 • 15:59 Uhr

Liga Berlin kritisiert Abschiebung in Corona-Gebiete

Die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege (LIGA Berlin) kritisiert den Berliner Senat für Abschiebungen in Corona-Risikogebiete. Die Abschiebungen fänden zum Teil in der Nacht statt und beträfen unter anderem Roma-Minderheiten, die in Moldawien massiver Diskriminierung ausgesetzt sind und kaum Zugang zu medizinischer Versorgung haben, erklärte die Liga in Berlin.

Die Wohlfahrtsverbände forderten den Berliner Senat auf, Abschiebungen in Corona-Risikogebiete und von Menschen, die in ihrem Herkunftsland keinen gesicherten Zugang zum Gesundheitssystem haben, sofort zu beenden. Der Berliner Senat setze sich einerseits für ein humanitäres Aufnahmeprogramm für besonders Schutzbedürftige ein und setze zeitgleich Abschiebungen von Hunderten von schutzbedürftigen Geflüchteten nach Moldawien durch, kritisierte AWO-Landesgeschäftsführer Oliver Bürgel. Berlin besitze auch Dank der Arbeit der Wohlfahrtsverbände eine stabile soziale Infrastruktur, die den Verbleib und die weitere Aufnahme von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten ermögliche.

Die Liga Berlin ist ein Zusammenschluss von Arbeiterwohlfahrt, dem Caritasverband für das Erzbistum Berlin, dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, dem Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, dem DRK sowie der Jüdischen Gemeinde Berlin. In den sozialen Einrichtungen, Diensten und Projekten der Liga sind in der Bundeshauptstadt rund 107.000 hauptamtliche und etwa 53.000 ehrenamtliche Mitarbeitende tätig.

20.8.2020 • 15:47 Uhr

Corona-Pandemie verschlechtert humanitäre Lage in Libyen

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) befürchtet, dass die Corona-Pandemie die humanitäre Not für Millionen Menschen im Bürgerkriegsland Libyen weiter verschlimmert. "Mitten in einer sich ausbreitenden Pandemie haben die Menschen wenig Elektrizität, Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen oder medizinische Versorgung", warnte IKRK-Präsident Peter Maurer. Das erschwere den Kampf gegen die Ausbreitung des Virus.

Bei einem Besuch in Libyen habe er gesehen, wie die Zivilbevölkerung unter den katastrophalen Folgen dieses Konflikts leide. In dem nordafrikanischen Land wurden nach Angaben der Johns Hopkins University bisher rund 9500 Corona-Fälle nachgewiesen, mindestens 169 Menschen starben. Die Zahl hat sich damit nach Angaben des IKRK in weniger als zwei Monaten mehr als 15-fach erhöht. Der Konflikt habe das libysche Gesundheitssystem stark in Mitleidenschaft gezogen, sagte Maurer.

Viele Krankenhäuser und Kliniken seien nicht nutzbar. In Libyen herrscht seit dem Sturz des Langzeitmachthabers Muammar al-Gaddafi 2011 Bürgerkrieg. Die international anerkannte Regierung unter Fajis Sarradsch kämpft gegen die Truppen des einflussreichen Generals Chalifa Haftar. Alle internationalen Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts scheiterten bisher.

20.8.2020 • 15:33 Uhr

Wieder mehr als eine Million Arbeitslosengeld-Anträge in den USA

Die Zahl der wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist nach einem kurzzeitigen Rückgang wieder über die Millionen-Marke gestiegen. In der Woche bis einschließlich 15. August stellten gut 1,1 Millionen Menschen einen Neuantrag, wie das Arbeitsministerium mitteilte. In der Woche davor war die Zahl erstmals seit Eskalation der Corona-Krise unter die Millionen-Schwelle gefallen. Der Wert der Vorwoche wurde nun nachträglich von 963.000 auf 971.000 korrigiert. Die Neuanträge spiegeln die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der weltgrößten Volkswirtschaft wider. Vor der Pandemie hatte die Zahl selten über 100.000 pro Woche gelegen. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei für die USA historisch hohen 10,2 Prozent.

20.8.2020 • 15:04 Uhr

Gericht lehnt Eilantrag gegen Maskenpflicht ab

Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen weist einen Eilantrag gegen die Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes ab. Die vorübergehende Verpflichtung, auch während des Unterrichts grundsätzlich eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, sei verhältnismäßig, erklären die Richter in Münster. Die Maskenpflicht im Unterricht sei nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zudem geeignet, die Verbreitung von Viren einzudämmen. Sie leiste so einen Beitrag dazu, erneute Schulschließungen zu vermeiden. Geklagt hatten drei Schüler, die den Standpunkt vertreten, ein Nutzen der Masken sei wissenschaftlich nicht belegt. (Aktenzeichen: 13 B 1197/20.NE)

20.8.2020 • 14:56 Uhr

Karnevalisten warnen vor Karnevalsverbot

Ein Karnevalsverbot könnte nach Ansicht des Bundes Deutscher Karneval die gesundheitlichen Gefahren in der Corona-Pandemie sogar erhöhen. "Wir warnen vor den Folgen einer kompletten Absage", sagte Präsident Klaus-Ludwig Fess im WDR. Wenn Bund oder Land ein Verbot aussprechen würden, könne das zur Folge haben, dass sich die Menschen etwas anderes suchten. "Das heißt, dass ein wildes unorganisiertes Karnevalstreiben plötzlich stattfindet", sagte Fess. Dadurch wäre die gesundheitliche Gefahr wesentlich höher. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn soll sich in den vergangen Tagen skeptisch über Karneval in der Zeit der Pandemie geäußert haben.

Die Karnevalsveranstalter arbeiteten seit Monaten an Hygienekonzepten, sagte der Präsident des Karnevalbundes. Die Veranstalter und alle Karnevalisten unterstützten selbstverständlich die notwendigen Maßnahmen zum Gesundheitsschutz. Es sei klar, dass die Veranstaltungen nicht so stattfinden könnten wie in den vergangenen 20 Jahren. In die großen Säle würden nicht mehr mehrere Tausend Menschen kommen.

20.8.2020 • 14:28 Uhr

Länder prüfen einheitliche Bußgelder für Maskenverweigerer

Die Länder wollen auch angesichts der wieder gestiegenen Zahl der Corona-Neuinfektionen einheitliche Bußgelder für Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen prüfen. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Das teilten Bund und Länder nach einer Schaltkonferenz der Staatssekretäre aus den Verkehrs- und Innenressorts mit. Entscheidungen könnten bei einem erneuten Treffen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder getroffen werden.

20.8.2020 • 14:21 Uhr

Steigende Fallzahlen sorgen für mehr Gesprächsbedarf

Angesichts steigender Corona-Neuinfektionen wollen Bund und Länder kommende Woche ihre Positionen erneut abstimmen. Am Montag spricht nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters der Chef des Kanzleramts mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder. Auch ein Treffen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel soll es noch kommende Woche geben, sagte die rheinland-pfälzische Landeschefin Malu Dreyer. Hintergrund sind die gestiegenen Zahl der Neuinfektionen in Deutschland. Zudem wollen Länder wie Sachsen-Anhalt klären, ob weitere Öffnungen bei Sport- oder Großveranstaltungen möglich sind.

20.8.2020 • 14:19 Uhr

China weist Kritik an Pool-Party zurück

Nach einer riesigen Pool-Party mit Tausenden Feiernden in Wuhan hat die chinesische Regierung internationale Kritik zurückgewiesen. Die Bilder zeigten lediglich, dass China das Coronavirus erfolgreich bekämpft und einen "strategischen Sieg" eingefahren habe, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking vor Journalisten. In der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan, wo im Dezember die ersten Corona-Infektionen festgestellt worden waren, hatten am Wochenende Tausende Menschen in einem Spaßbad gefeiert - ohne Gesichtsmasken und Abstandhalten. Bilder und Videos von der Party sorgten weltweit für Empörung.

Chinesen feiern am 15. August in Wuhan eine Pool-Party | AFP

Dicht gedrängt feierten die Menschen in Wuhan. Bild: AFP

20.8.2020 • 14:09 Uhr

Auswärtiges Amt ändert Warnungen für Rumänien

Das Auswärtige Amt hat seine Teil-Reisewarnung für Rumänien im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gelockert. Demnach ist die wirtschaftlich und touristisch wichtige Region Timis nahe der westrumänischen Stadt Timisoara (Temeswar) von der Warn-Liste gestrichen worden, ebenso der südwestliche Kreis Mehedinti und die südliche Region Ialomita. Gewarnt wird dafür jetzt vor Reisen in die bisher als unbedenklich geltende zentralrumänische Touristenregion Valcea. Weiterhin auf der Warn-Liste stehen die Hauptstadt Bukarest, der Touristenmagnet Brasov (Kronstadt) sowie 13 weitere von insgesamt 41 Verwaltungsbezirken des Landes.

20.8.2020 • 13:52 Uhr

WHO befasst sich mit russischem Impfstoff

Die Weltgesundheitsorganisation WHO will mehr Informationen zum von Russland genehmigten Corona-Impfstoff sammeln. Die Organisation habe "direkte Gespräche" mit Russland aufgenommen, teilte eine Vertreterin des Europa-Büros der WHO mit. Russland hatte in der vergangenen Woche als erstes Land weltweit einen Impfstoff gegen das neue Coronavirus zugelassen.

20.8.2020 • 13:43 Uhr

EU genehmigt bayerischen Rettungsfonds

Die EU genehmigt nach dem bundesweiten Corona-Rettungsschirm WSF auch dessen bayerisches Schwesterprogramm. Der so genannte Bayernfonds sei von der EU-Kommission genehmigt worden, teilte das Finanzministerium des Freistaates mit.

Der Fonds für direkte Unternehmensbeteiligungen und Garantien für Betriebe in Bayern umfasst 46 Milliarden Euro. Er soll den Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes ergänzen, für den es bereits im Juli grünes Licht gegeben hatte.

20.8.2020 • 13:39 Uhr

Bundeswehr auf mehr Unterstützung eingestellt

Die Bundeswehr ist auf eine größere Unterstützung bei Corona-Tests von Reiserückkehrern vorbereitet. Derzeit seien etwa 300 Männer und Frauen im Einsatz, um die zivilen Behörden auf Flughäfen oder an Autobahnraststätten zu unterstützen, sagte Generalleutnant Martin Schelleis, der den Unterstützungseinsatz koordiniert und führt, in einer Telefonschalte mit Journalisten.

Schelleis ist der Inspekteur der sogenannten Streitkräftebasis und damit Nationaler Territorialer Befehlshaber der Bundeswehr. Binnen 48 Stunden könnten weitere 750 Soldaten für diese Hilfe eingesetzt werden, sagte er. Von Freitag an würden in Köln 49 Soldaten die Arbeit des Gesundheitsamtes unterstützen.

20.8.2020 • 13:33 Uhr

Informationen vor allem bei Jüngeren gefragt

In den ersten Monaten der Corona-Pandemie ist die Mediennutzung der Deutschen zur Informationsgewinnung deutlich gestiegen. Über alle Mediengattungen hinweg legte sie seit Mitte März bei der Bevölkerung ab 14 Jahren um rund elf Prozent zu, wie aus einer Schwerpunktstudie der Medienanstalten zum Informationsverhalten der Deutschen in der Pandemie hervorgeht, die in Berlin veröffentlicht wurde.

Vor allem jüngere Nutzer im Alter zwischen 14 und 39 Jahren hätten sich in der Corona-Zeit deutlich häufiger informiert. Spitzenreiter in der Tagesreichweite war das lineare Fernsehen, gefolgt von Internet und Radio. Den größten Zuwachs gab es mit 18,9 Prozent beim Internet.

20.8.2020 • 13:26 Uhr

Umwelthilfe für verbindliche Mehrwegquoten

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert eine Einwegabgabe und verbindliche Mehrwegquoten für die großen Kaffee- und Fastfood-Ketten in Deutschland. Starbucks, Burger King oder McDonald's gehörten zu den Hauptverantwortlichen für die "massiv wachsenden Einweg-Müllberge während der Corona-Krise", kritisierte die DUH.

Eine Umfrage unter 65 großen Gastronomieketten sowie eigene Stichproben hätten gezeigt, dass die Unternehmen weitestgehend am bisherigen Wegwerfmodell festhalten, statt auf umweltfreundliches Mehrweg zu setzen. Bundesweit tätige Anbieter von Mehrwegsystemen für Kaffeebecher und Essensboxen stünden "längst zur Verfügung", erklärte die DUH.

20.8.2020 • 13:17 Uhr

Studie in Neu Dehli: Fast jeder Dritte mit Antikörpern

Ein Corona-Antikörper-Test im Auftrag der indischen Regierung hat ergeben, dass 29,1 Prozent der Menschen in der Hauptstadt Neu Delhi diese Antikörper im Blut haben. Untersucht worden seien Proben von 15.000 Personen, sagte der Gesundheitsminister der Stadt, Satyendar Jain.

Vor gut einem Monat hatten bei einem ähnlichen Test 23,48 Prozent der Menschen Antikörper im Blut. Beide Werte sind deutlich höher als die offiziellen Zahlen der bekannten Coronafälle. Demnach haben sich weniger als ein Prozent der Bevölkerung von Neu Delhi mit dem Coronavirus infiziert - mehr als 151.000 Menschen.

Die hohen Antikörper-Werte sowie die Tatsache, dass die Zahl der bekannten Neuansteckungen in der Hauptstadt inzwischen etwas tiefer ist als noch vor mehreren Wochen, könnten ein Hinweis auf ein Zubewegen auf eine mögliche Herdenimmunität sein, hieß es schon von Regierungsmitarbeitern. Doch Forscher wollen in der Hauptstadt zunächst mehr Antikörper-Tests machen, hieß es.

20.8.2020 • 13:01 Uhr

Luftfeuchtigkeit in Räumen beeinflusst Ausbreitung

Die Ausbreitung des Coronavirus wird nach Angaben eines Forscherteams aus Leipzig und Indien auch von der Luftfeuchtigkeit beeinflusst. "Liegt die relative Luftfeuchtigkeit der Raumluft unter 40 Prozent, dann nehmen die von Infizierten ausgestoßenen Partikel weniger Wasser auf, bleiben leichter, fliegen weiter durch den Raum und werden eher von Gesunden eingeatmet", erläuterte Ajit Ahlawat vom Institut für Troposphärenforschung (Tropos) in Leipzig. Hintergrund ist, dass als wichtiger Übertragungsweg von Sars-CoV-2 sogenannte Aerosole gelten.

Das Team aus Physikern des Tropos und des CSIR-National Physical Laboratory in New Delhi hatte zehn internationalen Studien, die zwischen 2007 und 2020 den Einfluss der Luftfeuchtigkeit auf das Überleben, die Ausbreitung und Infektion mit den Erregern der Grippe und verschiedenen Coronaviren untersucht haben, ausgewertet.

Mit Blick auf den bevorstehenden Herbst und Winter empfehlen die Forscher, Behörden sollten "den Faktor Raumluft in künftigen Richtlinien für Innenräume einarbeiten." In kalten und gemäßigten Klimazonen der Nordhalbkugel herrsche durch Heizungsluft im Winter meist ein sehr trockenes Raumklima. "Dies könnte die Ausbreitung der Coronaviren fördern", warnten die Forscher.

20.8.2020 • 13:01 Uhr

EU will sich möglichen Impfstoff sichern

Die Europäische Union will sich den potenziellen Corona-Impfstoff des Tübinger Biotechunternehmens CureVac sichern. Die Europäische Kommission schloss heute entsprechende Sondierungsgespräche mit dem Unternehmen ab. Dabei gehe es um den Kauf von zunächst 225 Millionen Impfstoffdosen, teilte die Kommission mit. Laut CureVac sieht der geplante Vertrag zudem eine Option auf den Kauf von weiteren 180 Millionen Dosen vor.

Der Vertrag würde es allen EU-Mitgliedstaaten erlauben, den Impfstoff zu kaufen sowie diesen an Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu spenden oder in andere europäische Länder zu senden.

Die Kommission führe zudem intensive Gespräche mit anderen Impfstoffherstellern. Beim Pharmakonzern AstraZeneca hat sich die Europäische Union bereits den Kauf von 300 Millionen Impfstoffdosen gesichert, mit der Option zum Kauf von 100 Millionen weiteren Dosen.

20.8.2020 • 12:18 Uhr

Hohe Jugendarbeitslosigkeit in Schweden

Die Corona-Krise hat die Jugendarbeitslosigkeit in Schweden auf den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren getrieben. Im Juli kletterte die Arbeitslosenquote unter den 15- bis 24-Jährigen auf 28,9 Prozent, wie aus den Zahlen des Statistikamtes hervorgeht. Vor einem Jahr lag der Wert noch bei 19,8 Prozent. Über alle Bevölkerungsgruppen hinweg verharrte die Arbeitslosenquote im vergangenen Monat bei 9,2 Prozent. Die schwedische Wirtschaft wurde von der Pandemie weniger schwer getroffen, da die Regierung einen Sonderweg beschreitet. Die meisten Schulen und viele Unternehmen blieben offen, während anderswo zu drastischeren Maßnahmen gegriffen wurde. Das schwedische Bruttoinlandsprodukt brach im zweiten Quartal im Rekordtempo von 8,6 Prozent zum ersten Vierteljahr ein. Zum Vergleich: Die Euro-Zone insgesamt stürzte im Frühjahr um 12,1 Prozent ab.

20.8.2020 • 12:12 Uhr

Polizei warnt vor Telefonbetrügern

Kriminelle haben einen Senior mit einer Coronavirus-Masche eingeschüchtert und ihm einen Beutel mit Goldmünzen gestohlen. Die Polizei warnt nun vor einer neuen Masche des Trickbetrugs. Unbekannte geben sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus und behaupten, der Angerufene habe sich bei seinem letzten Besuch in der Bank mit dem Coronavirus infiziert, wie die Polizei Wolfsburg mitteilte. Weil auch das Bargeld des Bankkunden angeblich kontaminiert sei, müsse dies gereinigt werden. Der Angerufene solle es zum Desinfizieren durch einen Bankmitarbeiter in einer Tüte verpackt vor die Tür stellen. Ein 81-Jähriger aus Helmstedt befolgte die Anweisung des Betrügers und deponierte Goldmünzen vor der Haustür. Der Täter stahl den Beutel.

20.8.2020 • 12:06 Uhr

Auswärtiges Amt nennt Risikogebiete in Kroatien

Die Liste der Risikogebiete wurde aufgrund steigender Corona-Fallzahlen erweitert. In Kroatien gehören seit heute die Regionen Sibenik-Knin und Split-Dalmatien dazu, teilte das RKI auf seiner Webseite mit. Wird ein Gebiet als Risikogebiet eingestuft, ist für Rückkehrer ein Corona-Test Pflicht. Bis das Testergebnis vorliegt, gilt häusliche Quarantäne. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Auswärtige Amt auf dieser Basis auch eine Reisewarnung für dieses Gebiet des EU-Landes an der Adria erlassen dürfte.

Teile Rumäniens und Luxemburg sind dagegen jetzt nicht mehr auf der Liste der Risikogebiete.

Auch die britische Regierung wird einem Zeitungsbericht zufolge Kroatien auf die Liste der Corona-Risikogebiete setzen. Angesichts der stark steigenden Zahlen von infizierten Urlaubern müssten sich die britischen Reiserückkehrer dann in eine 14-tägige Quarantäne begeben, berichtet der "Telegraph".

20.8.2020 • 11:43 Uhr

Sachsen-Anhalt will Beratungen zu Sport- und Großveranstaltungen

Sachsen-Anhalts Landesregierung plädiert für neue Beratungen der Ministerpräsidenten bei Kanzlerin Angela Merkel zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise. "Es wäre gut, eine Verständigung über das Vorgehen bei Sport- und Großveranstaltungen zu erreichen", sagt ein Sprecher von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) zur Nachrichtenagentur Reuters. "Vereinbart ist, dass diese Spitzenrunde noch im August zusammentritt. Die Frage ist, ob wir eine Öffnung im Sportbereich erreichen und dort eine Perspektive geben können." In Sachsen-Anhalt sind im Gegensatz zu anderen Bundesländern die Zahlen der Neuinfektionen weiter auf einem sehr niedrigen Stand.

20.8.2020 • 11:21 Uhr

Deutsche Corona-Hilfe für Mexiko

Die Bundesregierung unterstützt das von der Corona-Pandemie besonders stark betroffene Mexiko mit Experten und Material. Dabei würden auch 100.000 Tests zur Covid-19-Diagnostik zur Verfügung gestellt, teilte das Entwicklungsministerium in Berlin mit. Eine Expertengruppe, zu der Mediziner der Charité Berlin gehören, sei in dem Land eingetroffen.

"Lateinamerika ist mit über sechs Millionen Infizierten besonders betroffen. Mexiko steht mit 530.000 Infektionen weltweit auf Platz 7 sieben der Länder mit den meisten Fällen. Wir müssen alles tun, um ein weiteres Ausbreiten einzudämmen", erklärte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). Deutsche Präventionsteams der "Schnell Einsetzbaren Expertengruppe Gesundheit" unterstützen demnach dabei, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Die Expertengruppe Gesundheit sei bereits in Namibia, Benin, Kolumbien, Ecuador und Peru im Einsatz gewesen.

20.8.2020 • 11:21 Uhr

Ökologischer Fußabdruck schrumpft

Die Corona-Pandemie hat den ökologischen Fußabdruck der Menschheit in diesem Jahr schrumpfen lassen. Damit hat sich auch das Datum des sogenannten Erdüberlastungstags nach hinten verschoben. Nach wissenschaftlichen Berechnungen sind nun an diesem Samstag bereits alle erneuerbaren Ressourcen der Erde für dieses Jahr aufgebraucht, teilten das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und mehrere Umweltschutzorganisationen mit.

Bis Ende Dezember wird die Menschheit deshalb über ihre Verhältnisse leben. Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Erdüberlastungstag allerdings drei Wochen später. Der Umwelttrend mit fast zehn Prozent weniger Ressourcenverbrauch ist eine direkte Folge des wirtschaftlichen Corona-Lockdowns in den meisten Ländern. Die wichtigsten Faktoren waren dabei nach PIK-Angaben der Rückgang des Holzschlags und der CO2-Emissionen.

20.8.2020 • 11:21 Uhr

Umgangsregeln gelten auch in Corona-Pandemie

Ein Elternteil darf laut einem Gerichtsurteil dem Expartner nicht unter Berufung auf die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie den Umgang mit dem gemeinsamen Kind verweigern. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main bestätigte mit einem Beschluss ein Ordnungsgeld gegen die Mutter, weil der Vater das zehnjährige Kind nicht treffen durfte. Die Frau hatte dies damit begründet, dass in ihrem Haus auch die zur Corona-Risikogruppe zählenden Großeltern leben.

Nach Ansicht des OLG führten die Corona-Kontaktbeschränkungen allerdings nicht dazu, dass kein Kontakt von Eltern mit ihrem Kind möglich sei. Die Empfehlung, soziale Kontakte möglichst zu vermeiden, beziehe sich nicht auf die Kernfamilie. Dazu gehörten auch Eltern in verschiedenen Haushalten.

20.8.2020 • 11:03 Uhr

Schulen in El Salvador bis Jahresende geschlossen

Die Schulen in El Salvador bleiben wegen der Corona-Pandemie noch bis Jahresende geschlossen. Die Schüler sollen stattdessen online unterrichtet werden, wie die Regierung des kleinen zentralamerikanischen Landes mitteilte.

Die Regierung reagiere damit auf lautstarke Proteste vieler Eltern, erklärte Bildungsministerin Carla Hanania. "Sie haben uns gebeten, das Leben ihrer Kinder nicht in Gefahr zu bringen." Daher werde es bis zum 31. Dezember im ganzen Land keinen Präsenzunterricht geben.

Die Schulen und Universitäten in El Salvador wurden im März wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen. In dem Land wurden bisher 23.717 Infektions- und 622 Todesfälle verzeichnet.

20.8.2020 • 10:54 Uhr

Griechischer Tourismus bricht fast vollständig ein

Der griechische Tourismus erleidet starke Verluste während der Corona-Krise und den monatelangen Reisebeschränkungen. Die Einnahmen der Branche sanken im Juni auf Jahressicht um 99,7 Prozent - von 2,56 Milliarden Euro auf 64 Millionen Euro, wie die Notenbank mitteilte.

Jüngst hatte der weltgrößte Tourismuskonzern TUI allerdings erklärt, dass nach dem Ende vieler Einschränkungen vor allem das Griechenland-Geschäft inzwischen wieder anziehe.

20.8.2020 • 10:19 Uhr

Virologe Streeck: Corona "Teil unseres Alltags" geworden

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck wirbt für pragmatische Lösungen im Umgang mit der Corona-Pandemie. Die derzeit wieder steigenden Zahlen bei den Neuinfektionen machten deutlich, dass das Virus "Teil unseres Alltags" geworden sei und nicht wieder verschwinde, sagte Streeck in Münster.

Die Bevölkerung dürfe sich nicht von Angst leiten lassen, die Krankheit aber auch nicht unterschätzen. Vielmehr gehe es im Umgang mit dem Virus darum, "zu lernen, mit Risiken intelligent umzugehen", sagte der Wissenschaftler weiter. Als Beispiel nannte er Großveranstaltungen. "Wenn ein Veranstalter mit einem guten Hygienekonzept vorschlägt, ein Konzert auszuprobieren, so ist es einen Gedanken wert, zu überlegen, ob man dies nicht versuchen sollte - vielleicht auch wissenschaftlich begleitet."

20.8.2020 • 09:52 Uhr

Verlängerung der Kurzarbeit gefordert

Gewerkschaften und Wirtschaftsvertreter fordern während der anhaltenden Corona-Krise eine Verlängerung der Kurzarbeit als Instrument gegen Arbeitslosigkeit. "Die Verlängerung der Krisenregelungen noch im September bis Ende 2021 ist richtig und dringend geboten", sagte Oliver Zander, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, der "Augsburger Allgemeinen".

Es gehe dabei um eine zeitlich befristete Beschäftigungssicherung, nicht um die Gestaltung des Strukturwandels. "Und Ende 2021 muss endgültig Schluss sein", ergänzte Zander. Alles andere würde den Bundeshaushalt überfordern.

Auch Verdi-Chef Frank Werneke appellierte an die Politik. "Insbesondere im Luftverkehr und im Tourismus, im Kulturbereich, etwa in Kinos, oder auch im Veranstaltungswesen ist die Situation für die Beschäftigten unverändert schwierig", sagte Werneke der Zeitung. Die mögliche Bezugsdauer für das Kurzarbeitsgeld müsse auf 24 Monate verlängert werden.

20.8.2020 • 09:43 Uhr

Mieterbund warnt vor Zahlungsproblemen

Die finanziellen Probleme vieler Mieter aufgrund der Corona-Krise bleiben nach Angaben des Deutschen Mieterbundes auch fast zwei Monate nach Auslaufen des Mietmoratoriums groß. "Die Situation von Mietern ist nach wie vor angespannt", sagte Lukas Siebenkotten, Präsident des Mieterbundes, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In rund jeder zehnten Beratung der Mietvereine gehe es um Fragen zu Zahlungsproblemen aufgrund der Pandemie.

"Ich halte es für wahrscheinlich, dass die im Herbst erwartete Pleitewelle zu einer Verschärfung der Situation führen könnte", warnte Siebenkotten. In diesem Falle müsse die Bundesregierung schnell reagieren und das Kündigungsmoratorium neu aufsetzen.

Zudem forderte der Mieterbund-Präsident einen "Sicher-Wohnen-Fonds" für Mieter und kleine Vermieter. In diesem Fond müsse auch die Immobilienwirtschaft mit einzahlen. "Sie kommt so gut durch die Krise wie sonst kaum jemand. Damit geht auch Verantwortung einher", betonte Siebenkotten.

20.8.2020 • 09:32 Uhr

Veto gegen Maskenpflicht in Brasilien gekippt

In Brasilien hat der Kongress das Veto von Präsident Jair Bolsonaro gegen eine allgemeine Maskenpflicht in öffentlichen Einrichtungen gekippt. In Geschäften, Kirchen, Schulen, öffentlichem Nahverkehr, Taxis und anderen öffentlichen Einrichtungen gilt demnach landesweit eine Maskenpflicht, wie die Tageszeitung "Folha de São Paulo" berichtete. Gegen Maskenverweigerer soll ein Bußgeld erhoben werden. Die Höhe wurde allerdings nicht festgelegt.

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro wirft vor Medienvertretern eine Schutzmaske in die Luft. | AP

Entgegen der Aussage von brasilianischen Gesundheitsexperten bezeichnete Präsident Jair Bolsonaro die Effizienz der Maskenpflicht als "fast null". Bild: AP

20.8.2020 • 09:20 Uhr

Fußball: "Zuschauerzahlen im vierstelligen Bereich machbar"

Der Hygiene-Experte Georg-Christian Zinn hat auf die jüngsten Vorschläge des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin reagiert und schließt Zuschauer bei den Spielen nicht aus. "Wenn es die epidemiologische Lage hergibt und die Politik grünes Licht gibt, halte ich Zuschauerzahlen im vierstelligen Bereich, bzw. je nach Stadiongröße darüber hinaus, für machbar", sagte der für den Hygienebereich zuständige Direktor des diagnostischen Labors Bioscientia in Ingelheim dem "Kicker". Sein Labor führt bei mehr als der Hälfte der Bundesligisten Corona-Abstriche durch und berät Clubs.

"Das Konzept von Union ist aus meiner Sicht interessant, aber nicht der richtige Weg", sagte Zinn. Im ersten, von Union-Präsident Dirk Zingler mit 3000 Zuschauern im Stadion angedachten Schritt, könne das Vorgehen mit Blick auf die Anzahl der Abstriche zwar noch funktionieren, erläuterte Zinn, schränkte aber ein: "Als Hygieniker sage ich: 3000 Leute bringt man auch sehr sicher mit normalen Maßnahmen in einem 22 000-Mann-Stadion unter. Für diese eher kleine Menge müsste kein Präventivtest sein, zumal wir mengenmäßig bei den Tests langsam am oberen Ende ankommen, weil wir für Krankenhäuser immer eine Reserve brauchen."

20.8.2020 • 09:08 Uhr

Ukraine meldet Höchststand bei Neuinfektionen

In der Ukraine wurden innerhalb eines Tages 2134 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Damit wächst die Gesamtzahl an Infektionen in dem Land auf 98.537 Fälle. Die Zahl der Toten beträgt 2184.

Laut Gesundheitsminister Maksym Stepanov stellt die Zahl an Neuinfektionen einen neuen Rekord dar. Der letzte Höchststand stamme vom Vortag, mit 1967 gemeldeten Neuinfektionen.

20.8.2020 • 08:56 Uhr

Schäuble sieht Ruf nach Einheitlichkeit skeptisch

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sieht Forderungen nach einem wieder einheitlichen Vorgehen der Bundesländer in der Corona-Pandemie skeptisch. "Die Bevölkerung möchte einheitliche Lösungen, aber wenn sie die bekommt, schüttelt sie oft den Kopf", sagte der CDU-Politiker der Bielefelder Zeitung "Neue Westfälische".

"Wir müssen immer wieder erklären, dass der föderale Wettbewerb ein Ringen um die beste Lösung ist. Damit sind wir im Ergebnis gut gefahren. Wenn es einer übertreibt, stellt sich bald heraus, dass er auch nur mit Wasser kocht." Schäuble fügte aber hinzu: "Die Länder müssen sich nicht nur in der Corona-Krise untereinander abstimmen. Das haben sie im Wesentlichen gut hinbekommen."

20.8.2020 • 08:51 Uhr

Online-Geschäft in Corona-Krise sorgt für wachsenden Umsatz

Der starke Versand- und Onlinehandel hat in der ersten Jahreshälfte für einen wachsenden Umsatz im deutschen Einzelhandel gesorgt. Die preisbereinigten Umsätze lagen in diesem Jahr um 0,8 Prozent höher als in der ersten Jahreshälfte 2019, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. Einschließlich der Preiserhöhungen legte der Umsatz um 1,5 Prozent zu. In der Corona-Krise kauften die Menschen deutlich mehr im Internet ein, so dass dort die realen Umsätze um 16 Prozent anzogen.

Ebenfalls stark lief das Geschäft von Baumärkten und an Verkaufsständen unter anderem auf Märkten. Herbe Verluste verzeichneten Einzelhändler mit Textilien, Schuhen, Uhren und Schmuck sowie Büchern.

20.8.2020 • 08:26 Uhr

Söder baut bayrisches Kabinett um

Nach mehreren Pannen bei Corona-Tests von Urlaubsrückkehrern baut Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sein Kabinett um. Demnach soll der bisherige Bau- und Verkehrsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) ab heute unbefristet ins Gesundheitsministerium wechseln. Der Jurist soll die zuletzt in die Kritik geratene Ministerin Melanie Huml (CSU) im Kampf gegen das Coronavirus unterstützen, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Münchner Regierungskreisen erfuhr.

20.8.2020 • 08:11 Uhr

Ticketvermarkter macht kaum noch Geschäft

Den Konzertveranstalter und Ticketvermarkter CTS Eventim hat die Corona-Krise im zweiten Quartal voll getroffen. Zwischen April und Ende Juni sackte der Umsatz wegen ausgefallener Festivals, Konzerte und anderen Veranstaltungen um fast 97 Prozent auf 13,9 Millionen Euro ab, wie das MDax-Unternehmen in München mitteilte.

20.8.2020 • 07:59 Uhr

"Regelrechter Boom" im Fahrradhandel

Dem Münchner Ifo-Institut zufolge profitiert der deutsche Fahrradhandel von der Corona-Krise. Wie aus der Konjunkturumfrage des Instituts hervorgeht, sind nahezu alle Fahrradhändlerinnen und -Händler mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden. Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Befragungen, sprach von einem "regelrechten Boom" im Fahrradhandel. Viele Deutsche meiden in der Corona-Pandemie den öffentlichen Nahverkehr und steigen auf den Drahtesel um.

Auch andere Branchen stemmen sich gegen die Rezession. Besonders gut läuft es laut der Konjunkturumfrage aktuell beim Bau- und Heimwerkbedarf, bei Nahrungs- und Genussmitteln, bei Möbel- und Einrichtungshäusern und im Bereich der Unterhaltungselektronik.

20.8.2020 • 07:39 Uhr

Tennisprofis in Quarantäne

Die Tennisprofis Guido Pella und Hugo Dellien dürfen wegen eines Corona-Falls in ihrem Umfeld nicht beim Masters-Series-Turnier in New York teilnehmen. Das machten der 30 Jahre alte Argentinier Pella und der drei Jahre jüngere Dellien aus Bolivien in den sozialen Netzwerken öffentlich.

Zuvor hatten die Veranstalter der "Western and Southern Open", die wegen der Coronavirus-Pandemie von Cincinnati nach New York verlegt worden waren, mitgeteilt, dass zwei Profis ausgeschlossen wurden, allerdings keine Namen genannt.

20.8.2020 • 06:59 Uhr

Mexiko stellt sich für Impfstoff-Studien zur Verfügung

Die mexikanische Regierung will die dritte und entscheidende Testphase des russischen Impfstoffkandidaten "Sputnik V" mit Tausenden Freiwilligen unterstützen. Außenminister Marcelo Ebrard schrieb auf Twitter, er habe bei Gesprächen mit dem russischen Botschafter Interesse daran bekundet, großangelegte Studien am Menschen durchzuführen, "um den Impfstoff so bald wie möglich in Mexiko zu haben". Der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador erklärt sich bereit, den Impfstoff freiwillig als Erster zu testen, wenn er sich als wirksam erweisen würde.

20.8.2020 • 06:51 Uhr

Rolltreppen mit UV-Licht in München

Die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) testen keimfreie Rolltreppen. Sechs Rolltreppen im U-Bahnhof Marienplatz werden derzeit mit einer speziellen UV-Desinfektion ausgestattet. Die erste Rolltreppe mit dieser Technik ist seit dem 14. August in Betrieb. Ursprünglich war der Test schon um den Jahreswechsel herum geplant. Mit der Ausbreitung des Coronavirus bekommt er nun eine ganz neue Relevanz.

"Der Test ist auf mehrere Jahre angelegt. Im Fokus sehen bei der Erprobung insbesondere die Auswirkungen auf das Nutzerverhalten und das Material", sagte ein SWM-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. SWM und MVG wollen beispielsweise wissen, ob die UV-Bestrahlung mehr Fahrgäste dazu veranlasst, sich an den Handläufen festzuhalten. Zum anderen soll geklärt werden, wie das Gummi der Handläufe auf die dauerhafte Bestrahlung mit UV-Licht reagiert.

20.8.2020 • 06:43 Uhr

Fluggesellschaft: Neue Türgriffe für Kabinentoiletten

Als Vorsichtsmaßnahme gegen das Coronavirus hat eine japanische Fluggesellschaft neue Türgriffe für Kabinentoiletten entwickeln lassen. Statt die Türen mit bloßer Hand zu öffnen, reicht dazu jetzt der Ellenbogen, wie eine Sprecherin der Fluggesellschaft All Nippon Airways der Nachrichtenagentur dpa mitteilte.

Bei einer Branchenbefragung unter Kunden hatte laut des japanischen TV-Senders NHK eine große Mehrheit vor kurzem angegeben, sich Sorgen über Infektionen zu machen, wenn sie einen Sitzplatz oder eine Toilette benutzt. Die neuen Türgriffe würden derzeit am Tokioter Flughafen Haneda getestet, hieß es. Wenn sie sich als praktikabel erweisen, erwäge man sie nach Befragung von Kunden in Flugzeugen einzuführen.

20.8.2020 • 05:35 Uhr

RKI: 1707 Neuinfektionen und zehn weitere Todesfälle

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert Koch-Instituts um 1707 auf 228.621 gestiegen. Höher lag die Zahl zuletzt am 26. April mit 1737 registrierten Neuinfektionen.

An den Folgen des Virus sind in den vergangenen 24 Stunden zehn weitere Personen gestorben, die Gesamtzahl der Todesfälle steigt demnach auf 9253.

20.8.2020 • 04:51 Uhr

Steuereinnahmen erholen sich nach Corona-Einbruch etwas

Nach dem coronabedingten starken Einbruch haben sich die Steuereinnahmen des Staates im Juli wieder etwas erholt. Sie lagen nur noch 0,3 Prozent unter den Werten von Juli 2019, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Finanzministeriums hervorgeht. Grund für die besseren Zahlen sei unter anderem, dass viele im Frühjahr gestundete Steuerzahlungen nun fällig wurden. Grundsätzlich belaste die Corona-Krise das Steueraufkommen aber weiterhin, heißt es in dem Bericht. So sei die Lohnsteuer unter anderem durch Kurzarbeit erheblich zurückgegangen.

Nach Einschätzung von Ökonomen rutscht Deutschland infolge der Krise und massiver Beschränkungen in die bisher schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Allein im Juni lagen die Steuereinnahmen 19 Prozent unter dem Wert von Juni 2019. Seit Jahresbeginn sanken sie um acht Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet die Bundesregierung derzeit mit einem Steuerminus von fast zehn Prozent. Nicht enthalten in der Rechnung sind reine Gemeindesteuern.

20.8.2020 • 04:51 Uhr

Greenpeace-Studie: Homeoffice bringt den Klimaschutz voran

Telefon und Videokonferenz statt tägliche Autofahrten ins Büro: Wenn mehr Menschen öfter im Homeoffice arbeiten, spart das einer Greenpeace-Studie zufolge ordentlich Treibhausgase. Der CO2-Ausstoß im Verkehr könnte um 5,4 Millionen Tonnen pro Jahr sinken, wenn zwei von fünf Arbeitnehmern an zwei Tagen pro Woche von zu Hause aus arbeiten, ergab eine Studie des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) im Auftrag der Umweltschutz-Organisation. Zum Vergleich: Im gesamten Verkehrsbereich in Deutschland entstanden im vergangenen Jahr 166 Millionen Tonnen CO2.