Jens Spahn | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Mehr positive Tests unter Rückkehrern ++

Stand: 06.08.2020 23:00 Uhr

Laut Gesundheitsminister Spahn sind unter Reiserückkehrern mehr positiv Getestete als unter Zuhausegebliebenen. Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich bleibt hoch. Stuttgart erhöht Bußgeld für Maskenverweigerer. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Weitere Länder verschärfen Reisebeschränkungen
  • Türkische Ärztevereinigung zweifelt Fallzahlen an
  • Gesundheitsminister Spahn kündigt Pflichttests an
  • 40 Coronafälle im Landkreis Görlitz
  • RKI meldet mehr als 1000 Neuinfektionen binnen eines Tages
  • Städte und Gemeinden sehen sich für zweite Welle gewappnet
  • USA heben allgemeine Warnung vor Auslandsreisen auf
6.8.2020 • 23:00 Uhr

Ende des Liveblogs

Hiermit schließen wir den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse.

6.8.2020 • 22:42 Uhr

Großbritannien: Quarantäne für Reisende aus weiteren Ländern

Nachdem die britische Regierung Ende Juni bereits Spanien von der Liste der Länder gestrichen hatte, aus denen eine Einreise ohne Quarantäne-Auflagen möglich ist, müssen in Großbritannien Reisende aus Belgien, Andorra und den Bahamas ab Samstag wieder zwei Wochen lang in Quarantäne. Das teilte das Verkehrsministerium in London mit. In den drei Ländern gibt es einen starken Anstieg der Corona-Fallzahlen.

6.8.2020 • 22:17 Uhr

London-Marathon stark eingeschränkt

Der traditionsreiche London-Marathon soll nach derzeitigem Stand am 4. Oktober stattfinden. Jedoch unter strengen Corona-Bedingungen und nur für Profis, wie der Veranstalter mitteilte. Demnach soll auf einem abgesperrten Rundkurs im Londoner St. James Park lediglich das Profi-Rennen für die Männer, Frauen und Rollstuhlathletinnen und -Athleten ausgerichtet werden. Das Ergebnis gilt weiterhin für die Olympia-Qualifikation.

6.8.2020 • 22:03 Uhr

40 Coronafälle im Landkreis Görlitz

In Sachsen hat sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen deutlich erhöht. Das liegt vor allem daran, dass sich 40 Personen in einem Behinderten-Wohnheim in Bernstadt im Landkreis Görlitz angesteckt haben. Nach aktuellem Stand sind 30 Bewohner und zehn Mitarbeiter infiziert.

6.8.2020 • 21:52 Uhr

Reiserückkehrer öfter positiv getestet als Zuhausegebliebene

An einigen Flughäfen sei die Prozentzahl an positiv auf das Coronavirus getesteten Einreisenden höher als bei Menschen, die zuhause geblieben sind und positiv getestet wurden. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in einem ARD Extra zur Corona-Lage. Demnach würden unter Reiserückkehrern 2 - 2,5 Prozent positiv getestet, unter der allgemeinen Bevölkerung seien es 1 Prozent.

6.8.2020 • 20:49 Uhr

USA heben allgemeine Warnung vor Auslandsreisen auf

Die USA heben ihre allgemeine Warnung vor Auslandsreisen auf. Angesichts der unterschiedlichen Entwicklungen werde man wieder länderspezifisch vorgehen, teilt das Außenministerium in Washington mit. Die flächendeckende Warnung war im März ausgegeben worden.

6.8.2020 • 20:42 Uhr

Dänemark hält an Auflagen für Versammlungen fest

Angesichts steigender Fälle nimmt Dänemark Abstand von einer Lockerung der Auflagen für öffentliche Versammlungen. Die Epidemie müsse unbedingt weiter unter Kontrolle gehalten werden, sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Ursprünglich sollte am Samstag die Obergrenze für Teilnehmer bei öffentlichen Versammlungen von 100 Personen auf 200 erhöht werden.

6.8.2020 • 19:42 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Frankreich bleibt hoch

Frankreich hat den zweiten Tag in Folge mehr als 1600 neue Corona-Fälle verzeichnet. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden nach Angaben der Behörden 1604 Neuinfektionen gemeldet. Auch die Zahl der Covid-19-Patienten die auf Intensivstationen behandelt werden müssen sei erneut angestiegen.

6.8.2020 • 19:36 Uhr

Rutte: Kein zweiter Lockdown trotz steigender Infektionen

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte lehnt trotz ansteigender Infektionszahlen einen weiteren Lockdown ab. Allerdings riet er Touristen dazu, die gut besuchten Viertel von Amsterdam zu meiden.

In den vergangenen 24 Stunden wurden in den Niederlanden 601 Neuinfektionen gemeldet. Gestern waren es noch 427 neue Fälle.

6.8.2020 • 19:12 Uhr

Gouverneur von Ohio positiv getestet

Kurz vor einem Besuch von US-Präsident Trump in Ohio ist der Gouverneur des Bundesstaates, Mike DeWine, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie sein Büro mitteilte, sei der Test Teil des Sicherheitsprotokolls gewesen. DeWine habe keine Symptome und werde sich in Quarantäne begeben. Trump soll in Cleveland eine Waschmaschinenfabrik besuchen.

6.8.2020 • 19:00 Uhr

Stuttgart erhöht Bußgeld für Maskenverweigerer

Wer sich Stuttgart weigert einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, muss künftig mit einem höheren Bußgeld rechnen. Wie die Stadt mitteilte, beträgt die Mindeststrafe für Privatpersonen jetzt 75 Euro, statt wie bisher 25 Euro. Im gewerblichen Bereich, beispielsweise für Kellner, wird das Bußgeld auf 150 Euro angehoben. Für Wiederholungstäter könnte es sogar noch teurer werden. Dafür ist eine Strafe von bis zu 250 Euro vorgesehen, in Ausnahmefällen auch mehr.

Zuletzt hatten mehrere Bundesländer ihre Maßnahmen gegen Maskenverweigerer verschärft. In Nordrhein-Westfalen ist bei einem Verstoß gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ein Bußgeld von 150 Euro fällig. Auch die Landesregierungen in Bayern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen haben entsprechende Schritte angkündigt oder denken darüber nach.

6.8.2020 • 18:15 Uhr

Österreich verhängt Reisewarnung für spanisches Festland

Aufgrund der "epidemologischen Entwicklungen" warnt das österreichische Außenministerium vor "unnötigen" Reisen nach Spanien. Davon ausgenommen seien die Kanarischen Inseln und die Balearen. Die Reisewarnung trete am Montag offiziell in Kraft. Reisende, die sich derzeit auf dem spanischen Festland aufhalten müssen demnach ab dann einen negativen Corona-Test vorlegen, wenn sie nach Österreich zurückkehren.

6.8.2020 • 18:04 Uhr

Trump rechnet mit Impfstoff im Herbst

US-Präsident Trump geht davon aus, dass noch vor der Wahl Anfang November ein Impfstoff gegen das Coronavirus gefunden wird. In einem Radio-Interview sagte Trump, er rechne deutlich vor Ende des Jahres damit, "in manchen Fällen" sogar noch vor dem 3. November.

Gesundheitsexperten der Regierung hatten sich zuvor vorsichtig optimistisch gezeigt und einen möglichen Durchbruch bis zum Ende des Jahres oder im ersten Halbjahr 2021 ins Auge gefasst.

6.8.2020 • 17:54 Uhr

Mehr als 2,2 Millionen Hilfsanträge von Solo-Selbständigen

Nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" haben in der Corona-Krise 2,28 Millionen Kleinunternehmer und Solo-Selbständige Hilfe von Bund und Ländern beantragt. Davon seien 1,87 Anträge bewilligt worden. Mehr als 14 Milliarden Euro seien ausgezahlt worden, heißt es unter Berufung auf eine interne Übersicht der Bundesregierung zur Lage der deutschen Wirtschaft. Die meisten Hilfsanträge seien in Nordrhein-Westfalen und Bayern gestellt worden.

6.8.2020 • 17:41 Uhr

Weitere Länder weiten Reisebeschränkungen aus

Wer aus Frankreich, Monaco, der Schweiz, Tschechien und einigen schwedischen Regionen nach Norwegen einreist, muss künftig für zehn Tage in Quarantäne. Die neuen Regeln sollen nach Angaben der zuständigen Behörde am Samstag in Kraft treten.

Die Schweiz hat ihre Liste der Risikoländer und -Regionen ebenfalls aktualisiert. Mit wenigen Ausnahmen müssen sich alle Personen, die aus Ländern außerhalb des Schengen-Raums zurückkehren, in eine zehntägige Quarantäne begeben. Auch diese Regelung gilt ab kommenden Samstag. Davon ausgenommen sind 20 Staaten, darunter Australien, Japan und Thailand.

6.8.2020 • 16:27 Uhr

Kündigungswelle in den USA hält an

Fast 1,2 Millionen Menschen haben in den USA in der vergangenen Woche Arbeitslosenhilfe beantragt. Zwar ging die Zahl im Vergleich zur Vorwoche um 249.000 zurück, die Corona-Krise führt aber weiterhin zu massiven Kündigungen.

Zusätzlich beantragten rund 656.000 Selbständige Arbeitslosenhilfe aus einem neu aufgelegten Hilfsprogramm. Diese Zahl wird separat veröffentlicht, da sie nicht saisonbereinigt ist.

6.8.2020 • 16:16 Uhr

Gewerkschaft will mehr Rechte für Zugbegleiter

Damit die Maskenpflicht in Zügen besser durchgesetzt werden kann, fordert die Gewerkschaft Deutscher Lokführer mehr Kompetenzen für Zugbegleiter. Der Vorsitzende Klaus Weselsky sagte, die Kolleginnen und Kollegen hätten derzeit keinen "Machthebel". Die Maskenpflicht müsse in die Beförderungsbedingungen und damit ins Hausrecht der Bahn aufgenommen werden.

Die Bahn lehnt das ab. Vorstandsmitglied Huber sagte, Bußgelder seien für die "Unbelehrbaren" der richtige Weg.

6.8.2020 • 15:51 Uhr

Corona-Kampagne in Madrid sort für Streit

Eine Kampagne, mit der die spanische Hauptstadt Madrid ihre Bürger zu Einhaltung der Maskenpflicht aufruft, hat zu heftigen Diskussionen geführt. Das Video mit den Titel "Beschütze dich, beschütze uns!" zeigt am Ende eine Feuerbestattung und warnt Maskenverweigerer: "Einäscherungsofen: 980 Grad. Es gibt Dinge, die mehr Hitze verursachen als eine Schutzmaske".

In den sozialen Netzwerken beklagten sich Nutzer, die Kampagne sei "pietätlos". Einige Medien bezeichneten sie als "hart" und "brutal".

Viele Menschen in Madrid beklagen sich darüber, dass das Tragen von Masken im Freien bei Temperaturen von über 35 Grad unangenehm sei.

6.8.2020 • 14:22 Uhr

Finnland führt Reisebeschränkungen für Niederlande und Belgien ein

Wegen steigender Infektionszahlen in den betroffenen Ländern beschränkt Finnland am Montag erneut die Einreise für Menschen aus den Niederlanden, Belgien und Andorra. Reisende, die aus diesen Staaten einreisen oder zurückkehren, werden aufgefordert, sich für 14 Tage in Quarantäne zu begeben.

Für Deutschland und Dänemark hat die finnische Regierung trotz erhöhter Fallzahlen noch keine Einschränkungen beschlossen. Die deutschen und dänischen Anstiege ließen sich auf lokale Ausbruchsherde zurückführen, so die Regierung in Helsinki, die Situation würde neu bewertet, sollten die Zahlen weiter ansteigen.

6.8.2020 • 14:00 Uhr

Ärztevereinigung zweifelt offizielle Fallzahlen in Türkei an

Der Chef der türkischen Ärztevereinigung hat die offiziellen Corona-Fallzahlen der Regierung in Ankara angezweifelt. "Sie spiegeln nicht die Wirklichkeit wieder", sagte Sinan Adiyaman der Nachrichtenagentur dpa. Die Türkei befinde sich anders als offiziell vermittelt auf einem neuen Höhepunkt der Infektionszahlen. Die Ärztevereinigung (TTB) habe gestern zuletzt Fallzahlen von Mitgliedsverbänden aus 25 Provinzen erhalten. Diese zeigten, dass die Zahl der Neuinfektionen landesweit höher sein müssten als die zurzeit mehr als 1000 gemeldeten Fälle pro Tag.

Vor allem in der Hauptstadt Ankara und im Südosten des Landes sei die Anzahl der Neuinfektionen stark gestiegen, sagte Adiyaman. Die Intensivbetten in den staatlichen Krankenhäusern der südosttürkischen Metropole Diyarbakir und in der Provinz Sanliurfa seien voll belegt.

Gesundheitsminister Fahrettin Koca wies solche Vorwürfe zurück. "In keiner Provinz haben wir volle Krankenhäuser aufgrund von Covid-19, wir haben sogar kein Krankenhaus an der Kapazitätsgrenze. Die Vorwürfe sind haltlos", schrieb Koca auf Twitter.

Am Dienstag war die Zahl der gemeldeten täglichen Neuinfektionen in der Türkei erstmals seit rund drei Wochen wieder auf mehr als 1000 gestiegen. Am Mittwochabend meldete Gesundheitsminister Koca 1178 neue Fälle. Als Reaktion verschärfte Ankara landesweit die Kontrollen der Abstands- und Hygieneregeln.

6.8.2020 • 13:43 Uhr

Österreich: Corona-Ausbruch in Ferienort St. Wolfgang

Durch den Corona-Ausbruch im österreichischen Ferienort St. Wolfgang sind bislang offenbar 107 Menschen erkrankt. Das ergab eine Analyse der österreichischen Gesundheitsbehörden. Dabei handelt es sich um Mitarbeiter und Anwohner, aber auch um österreichische Touristen. Zuletzt hatten örtliche Behörden nur 79 Fälle zum Ausbruch gezählt, dabei aber nicht alle Diagnosen in anderen Teilen Österreichs einberechnet.

Unter ausländischen Gästen sei bislang trotz internationaler Kontakt-Nachverfolgung kein Fall gefunden worden, erklärte das Gesundheitsministerium.

6.8.2020 • 13:35 Uhr

Polen plant Befreiung von Maskenpflicht nur mit Attest

Vor dem Hintergrund steigender Zahlen nachgewiesener Corona-Infektionen will Polen künftig Bürger nur dann von der Maskenpflicht befreien, wenn sie ein entsprechendes Attest vorweisen können. Diese Regelung werde am 1. September in Kraft treten, sagte Vize-Gesundheitsminister Janusz Cieszynski laut Nachrichtenagentur PAP. "Nach Ansicht unserer Experten gibt es nicht viele medizinische Gegenanzeigen, die das Verdecken von Mund und Nase nicht erlauben", so der Minister. Wer keine Maske trage, wo dies vorgeschrieben sei, müsse ein Attest dabei haben. In Polen gilt die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants, Geschäften und Museen.

Die Behörden verzeichneten jüngst 726 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, das ist der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie. Nach offiziellen Angaben haben sich bislang knapp 50.000 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Demnach starben in Polen bisher 1774 Menschen an den Folgen der Virus-Erkrankung.

6.8.2020 • 13:25 Uhr

Hilfswerke fordern besseren Schutz von Ureinwohnern

Hilfswerke haben einen besseren Schutz von Ureinwohnern in der Corona-Pandemie gefordert. "Weltweit sind indigene Völker akut durch Covid-19 bedroht", erklärte die Lateinamerika-Expertin von "Brot für die Welt", Danuta Sacher. Dies verdeutliche die Lage der indigenen Völker in Brasilien, betonte Sacher. Sie seien auch vor der Pandemie schon ausgegrenzt, diskriminiert und bedroht worden. Nun seien sie der Krankheit in ihren entlegenen Gebieten ohne ausreichende medizinische Infrastruktur ausgeliefert. Ihr Immunsystem sei zudem anfälliger für eingeschleppte Krankheiten.

6.8.2020 • 13:21 Uhr

WHO: Fast eine Million Corona-Fälle in Afrika

Die Corona-Pandemie breitet sich in Afrika nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weiter stark aus. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle habe fast die Marke von einer Million erreicht, erklärte die WHO-Regionaldirektorin für Afrika, Matshidiso Moeti. Etwa 21.000 Infizierte seien gestorben, erklärte Moeti. Vor einer Woche waren demnach 890.000 bestätigte Fälle von Covid-19 auf dem Kontinent erfasst worden. Die Regionaldirektorin wies auf den großen Mangel an Testkits in Afrika hin. Aufgrund der fehlenden Diagnosemöglichkeiten könne die tatsächliche Zahl der Covid-19-Fälle wesentlich höher liegen als die gemeldete.

6.8.2020 • 13:14 Uhr

Großbritannien: 50 Millionen Gesichtsmasken unbenutzbar

Die britische Regierung wird 50 Millionen zum Höhepunkt der Corona-Krise gekaufte Gesichtsmasken nicht benutzen. Sie würden aus Sicherheitsgründen nicht verteilt werden, geht aus Dokumenten hervor, die bei Gericht eingereicht wurden: Die Masken liegen möglicherweise nicht eng genug an und ihre Schlaufen gehen um die Ohren statt um den Kopf.

Die Dokumente wurden im Rahmen eines Gerichtsverfahrens gegen die Regierung eingereicht. Geklagt hatten die Aktivistenorganisationen Good Law Project und EveryDoctor.

6.8.2020 • 13:10 Uhr

Spahn begrüßt DFL-Rückkehrkonzept

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das Konzept zur Teilzulassung von Zuschauern in der Fußball-Bundesliga begrüßt. Er pocht aber während der Corona-Pandemie auf passgenaue Schutz-Lösungen für jedes Stadion. Das Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) etwa zu Abstandsregeln zur An- und Abreise sei "ein sehr gutes", sagte Spahn. Es komme aber auf die "gelebte Realität" an und dass Konzepte mit örtlichen Behörden auf das jeweilige Stadion angepasst werden.

6.8.2020 • 13:05 Uhr

Testergebnis: Mobile Luftreiniger können Aerosole deutlich reduzieren

Professionelle mobile Luftreiniger können laut einer Untersuchung der Münchner Bundeswehr-Universität die Konzentration infektiöser Coronavirus-Aerosole in geschlossenen Räumen deutlich senken. Sie habe sich in einem 80 Quadratmeter großen Raum innerhalb von sechs Minuten halbiert, teilte die Universität nach einem systematischen Test mit einem bestimmten Modell des Herstellers Trotec mit. Im Dauerbetrieb bleibe sie außerdem dauerhaft niedrig. Die Forscher sehen den Betrieb derartiger Systeme als Alternative für Räume, in denen ein regelmäßiges Lüften durch Fensteröffnen zu ineffizient oder aus Gründen der Aufenthaltsqualität nicht möglich wäre.

6.8.2020 • 13:01 Uhr

Moskau: Geldstrafen gegen Maskenverweigerer

Die Behörden der russischen Hauptstadt Moskau wollen bei Verstößen gegen die Maskenpflicht wieder härter durchgreifen: Zahlreiche Geschäfte und Supermärkte seien bereits geschlossen worden, weil sich dort Kunden ohne Mund-Nasen-Schutz aufhielten. Dies berichtete der TV-Sender Moskwa-24. Etwa 6000 Geschäfte hätten inzwischen hohe Geldstrafen zahlen müssen. Kontrollen in der Metro würden intensiviert - Maskenverweigerer erhielten Gelfstrafen von bis zu 5000 Rubel (etwa 60 Euro).

Moskau mit geschätzt 15 Millionen Einwohnern ist der Hotspot bei den Corona-Infektionen in Russland. Dort haben sich insgesamt nach offiziellen Angaben mehr als 245.000 Menschen mit dem Virus angesteckt, täglich kommen etwa 700 Fälle hinzu.

6.8.2020 • 12:38 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern erwartet Touristen-Ansturm

An den Stränden der Ostsee und den vielen Seen in Mecklenburg-Vorpommern wird an diesem Wochenende ein Ansturm von Touristen erwartet. "Die Buchungslage ist gut, wir sind fast ausgebucht", sagte die Geschäftsführerin des Verbands Mecklenburgischer Ostseebäder, Anett Bierholz, der Nachrichtenagentur dpa. Meteorologen haben für das Wochenende hochsommerliche Temperaturen prognostiziert.

Bierholz erinnerte daran, dass auch an den Stränden das Abstandhalten wegen der Corona-Pandemie zu beachten ist.

Touristen nutzen das hochsommerliche Wetter am Strand auf der Insel Usedom zum Sonnen und Baden. | dpa

Meteorologen haben für das Wochenende hochsommerliche Temperaturen prognostiziert. In Mecklenburg-Vorpommerns Stränden der Ostsee und an vielen Seen wird mit einem Ansturm erwartet. Bild: dpa

6.8.2020 • 12:17 Uhr

Kolumbiens Ex-Präsident Uribe positiv getestet

Der ehemalige Präsident von Kolumbien, Alvaro Uribe, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Uribe sagte, er habe nur leichte Symptome. Auch bei seinen beiden Söhne seien die Tests positiv ausgefallen.

Uribe befindet sich seit gestern in Untersuchungshaft in Form von Hausarrest. Ihm wird vorgeworfen, Zeugen manipuliert zu haben. Er war von 2002 bis 2010 Präsident Kolumbiens.

6.8.2020 • 11:36 Uhr

Entwarnung auf Kreuzfahrtschiff in Norwegen

Die Sorgen vor einem Coronavirus-Ausbruch auf einem weiteren Kreuzfahrtschiff in Norwegen haben sich nicht bestätigt. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder auf der "Seadream 1" seien negativ auf das Virus getestet worden, teilte das Unternehmen Seadream Yacht Club mit. Das Schiff mit mehr als 160 Menschen an Bord war zuvor im Hafen der Stadt Bodø vor Anker gegangen, weil ein Passagier einer vorherigen Kreuzfahrt auf der "Seadream 1" nach der Heimkehr nach Dänemark positiv auf das Virus getestet worden war. Das Schiff darf nun weiterfahren, wie die Gemeinde Bodø mitteilte.

6.8.2020 • 11:09 Uhr

Testpflicht für Reisende aus Risikogebieten ab Samstag

In Deutschland gibt es ab Samstag eine Corona-Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten. Das kündigt Gesundheitsminister Jens Spahn an. Es gelte bereits, dass sich Einreisende aus Risikogebieten in Quarantäne begeben oder ein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen müssten.

6.8.2020 • 11:07 Uhr

Branchenverband Dehoga besorgt über Infektionszahlen

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga blickt mit Sorge auf die steigenden Infektionszahlen in Deutschland. "Wir sind alle gut beraten, die Dinge jetzt nicht zu dramatisieren und eine zweite Welle herbeizureden. Aber wir müssen das sehr ernst nehmen", sagt Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges zu Reuters. "Corona ist nicht besiegt. Solange müssen wir die Schutzmaßnahmen weiter konsequent umsetzen." Nur so könne die seit Mitte Mai gewonnene Freiheit des Ausgehens und des Reisens erfolgreich verteidigt werden.

6.8.2020 • 11:01 Uhr

Australiens Wirtschaft drohen herbe Verluste

Der australischen Wirtschaft drohen wegen des erneuten strikten Corona-Lockdowns im Bundesstaat Victoria nach Darstellung von Premierminister Scott Morrison deutliche Einbußen. Die Wirtschaftsleistung werde durch die strengen regionalen Beschränkungen des öffentlichen Lebens im dritten Quartal landesweit um sieben bis neun Milliarden australische Dollar (4,2 bis 5,5 Milliarden Euro) zurückgehen, sagte Premierminister Scott Morrison. "Das ist ein schwerer Schlag - ein schwerer Schlag", betonte er. Zudem werde erwartet, dass die Arbeitslosenquote mit etwa zehn Prozent einen neuen Höhepunkt erreicht. "Die effektiven Arbeitslosenzahlen werden zwischen 250.000 und 400.000 liegen", so Morrison.

Besonders schwer von der zweiten Corona-Welle ist die Millionenmetropole Melbourne betroffen, die Hauptstadt des südöstlichen Bundesstaates Victoria. Am Wochenende hatte Regionalregierungschef Daniel Andrews den Katastrophenzustand erklärt und in Melbourne eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Mittlerweile sind nur noch Geschäfte für Lebensmittel, Supermärkte, Apotheken, Postämter und Tankstellen geöffnet.

Eine Frau geht in ein Restaurant in Melbourne.  | AFP

Besonders schwer von der zweiten Corona-Welle ist die Millionenmetropole Melbourne betroffen. Bild: AFP

6.8.2020 • 10:47 Uhr

Corona-Quarantäne für Wissenschaftler vor Antarktis-Einsatz

Die Antarktis ist bis heute der einzige Corona-freie Kontinent der Erde. Damit das auch so bleibt, sollen Wissenschaftler vor ihrer Antarktis-Expedition zwei Wochen in Quarantäne in Neuseeland. So werde das erste internationale Team, das die diesjährige Forschungssaison eröffnen soll, morgen aus den USA erwartet, teilte die neuseeländische Regierung mit. Die Gruppe muss dann auf eigene Kosten 14 Tage in Selbstisolation. Vor dem Aufbruch ins Eis am 24. August stehen für die Forscher demnach zwei Tests auf das Coronavirus an.

Alle Antarktis-Programme werden in diesem Jahr wegen der Pandemie auf ein Minimum reduziert. Normalerweise nehmen bis zu 3000 Menschen pro Jahr an Forschungen auf dem Südkontinent teil. Die Saison dauert von August bis März. In diesem Jahr wird die Zahl voraussichtlich 800 nicht übersteigen.

6.8.2020 • 10:43 Uhr

Italiens Industrie erholt sich leicht

In der italienischen Industrie geht es wieder spürbar aufwärts: Die Betriebe stellten im Juni 8,2 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Wegen Fabrikschließungen, Kontakt- und Ausgangssperren war die Produktion im März und April kräftig eingebrochen - im Mai dann aber wieder um knapp 42 Prozent gestiegen. Dennoch zeigt der Blick auf den Jahresvergleich: Es dürfte noch ein weiter Weg zurück zum Normalniveau vor der Pandemie-Krise sein. Die Produktion im Juni lag fast 14 Prozent unter der vom Juni 2019.

6.8.2020 • 10:00 Uhr

SPD wirft Karliczek Versäumnisse bei Digitalisierung der Schulen vor

Die SPD fürchtet, dass Deutschlands Schulen auf mögliche neue Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht ausreichend vorbereitet sind. Die Verantwortung dafür sieht die Partei bei Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. "Was immer noch fehlt, ist ein einheitliches Konzept, wie Schule in Zeiten der Pandemie gelingen kann", sagte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Bärbel Bas den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die SPD wirft Karliczek vor, dass Bundesmittel aus dem sogenannten Digitalpakt Schule nicht schnell genug abflössen, weil bürokratische Hürden zu hoch seien.

In Corona-Zeiten brauche es statt Home-Schooling, das auf aktive Elternarbeit setzt, eine Mischung aus Präsenzunterricht und E-Learning Zuhause, fügte Bas hinzu. Darüber hinaus forderte sie finanzielle Unterstützung für Familien, die sich die Neuanschaffung digitaler Endgeräte nicht leisten könnten.

Schüler lernen mit iPads im Matheunterricht. | dpa

Bärbel Bas, die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, forderte eine finanzielle Unterstützung für Familien, die sich die Neuanschaffung digitaler Endgeräte nicht leisten könnten. Bild: dpa

6.8.2020 • 09:47 Uhr

Bericht: Großbritannien plant Quarantäne für Reisende aus Belgien

Großbritannien will einem Medienbericht zufolge auch eine Quarantäne-Pflicht für Einreisende aus Belgien verhängen. Grund sei der starke Anstieg der Coronavirus-Fälle dort, berichtet die Zeitung "Daily Mail". Ein Beschluss der Regierung dazu sei in Kürze zu erwarten. Das Verkehrsministerium wollte sich nicht dazu äußern. Großbritannien hat bereits eine 14-tägige Quarantäne für Ankömmlinge aus Spanien und Luxemburg verhängt.

6.8.2020 • 08:57 Uhr

Handel in der EU erholt sich - Einzelhandel in Deutschland im Minus

Der Einzelhandel in der Europäischen Union hat sich im Juni weiter erholt. Nach Schätzungen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat stieg der Umsatz gegenüber dem Vormonat bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 5,2 Prozent, nachdem es bereits im Mai ein kräftiges Plus von 18,3 Prozent gegeben hatte, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit sei das Niveau vom Februar, dem Monat vor Beginn der Corona-Krise, wieder erreicht worden. Im März und April hatte der Handel wegen vorübergehender Geschäftsschließungen starke Umsatzeinbußen im Vormonatsvergleich verzeichnet.

Während die Einzelhändler in der Mehrheit der EU-Staaten im Juni Zuwächse gegenüber dem Vormonat verzeichneten, gab es in Deutschland ein Minus von real 1,6 Prozent. Im Vergleich zum Juni 2019 verbuchte der Einzelhandel in Europas größter Volkswirtschaft dagegen ein Umsatzplus von 3,2 Prozent.

6.8.2020 • 08:53 Uhr

Heil appelliert an Firmen, Ausbildungsplätze zu schaffen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat an Firmen appelliert, jungen Menschen einen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen. Im ARD-Morgenmagazin erklärte der SPD-Politiker: "Wir müssen alles tun, um einen Corona-Jahrgang zu vermeiden." Die Auszubildenden von heute seien Heil zufolge auch die Fachkräfte von morgen. "Deshalb das klare Signal: Bildet aus, trotz Corona", so Heil.

In diesem Zusammenhang verwies der Minister auf die Ausbildungsprämien, die sich vor allem an kleine und mittlere Betriebe richteten, also Firmen bis 250 Mitarbeiter. Im Rahmen des Bundesprogramms "Ausbildungsplätze sichern" erhalten kleinere und mittlere Unternehmen eine Prämie von 2000 Euro pro Ausbildungsvertrag, wenn sie ihre Ausbildungsaktivitäten insgesamt aufrechterhalten.

Zu Kritik von unberücksichtigten Großunternehmen sagte der Minister, es sei "nicht die Zeit für 'Wünsch dir was', sondern es geht um gezielte Hilfe". Es seien vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen, die bisher "überproportional ausgebildet haben, und die sind deshalb auch besonders gebeutelt", sagte Heil weiter.

6.8.2020 • 08:47 Uhr

Mehrheit rechnet mit strengeren Schutzmaßnahmen in Deutschland

Einer "Spiegel"-Umfrage zufolge erwarten 82 Prozent der Menschen in Deutschland, dass bis Jahresende die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie noch einmal verschärft werden. Von diesen gehen demnach wiederum 42 Prozent davon aus, dass die Beschränkungen noch umfassender sein werden als im Frühjahr 2020. 31 Prozent hingegen glauben der Umfrage zufolge, dass die Einschränkungen lockerer ausfallen werden. 26 Prozent rechnen demnach mit den gleichen Maßnahmen wie im Frühjahr.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey hatte für die Erhebung vom 3. bis 5. August repräsentativ etwa 5000 Menschen in Deutschland befragt.

6.8.2020 • 08:21 Uhr

Deutsche Industrie: Auftragslage erholt sich

Die deutsche Industrie verbucht nach dem Ende der harten Corona-Beschränkungen ein Auftragsplus. Die Bestellungen stiegen im Juni um 27,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Die Erholung komme "einen großen Schritt voran", betonte das Ministerium. Die Auftragseingänge hätten bereits wieder ein Niveau von 90,7 Prozent der Bestellungen von vor Ausbruch der Pandemie im vierten Quartal 2019 erreicht.

Im Mai hatte es bereits ein Plus von 10,4 Prozent gegeben - das allerdings auf einen Einbruch von 26,1 Prozent im April folgte.

6.8.2020 • 08:13 Uhr

Schulstart in Hamburg unter Corona-Bedingungen

Hamburgs Schülerinnen und Schüler sind nach fast dreieinhalbmonatiger Corona-Zwangspause und sechs Wochen Sommerferien ins neue Schuljahr gestartet. An den 471 staatlichen und privaten Schulen der Hansestadt wurden knapp 240.000 Jungen und Mädchen erwartet. Lediglich die gut 18.000 Erstklässler durften noch zuhause bleiben. Ihre Einschulung ist für kommenden Dienstag geplant.

Nach Mecklenburg-Vorpommern - wo bereits am Montag die Schule wieder begonnen hat - ist Hamburg das zweite Bundesland, in dem die Ferien zu Ende gegangen sind. An den Hamburger Schulen gelten strenge Hygieneregeln. Alle Schüler, Lehrer und Besucher müssen beim Betreten des Schulgeländes einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dieser darf nach Angaben der Schulbehörde nur abgelegt werden, wenn die Schüler oder Lehrer im Klassen- oder Lehrerzimmer an ihrem Arbeitsplatz sitzen. Ebenfalls von der Maskenpflicht befreit sind Grundschüler bis zehn Jahre.

6.8.2020 • 07:53 Uhr

Ifo-Institut: Zahl der Kurzarbeiter sinkt im Juli

Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist im Juli auf 5,6 Millionen Menschen gesunken, wie das Ifo-Institut berichtet. Im Juni waren es noch 6,7 Millionen, im Mai sogar 7,3 Millionen. Das ist der zweite Monat in Folge mit einem Rückgang, wie die Münchner Forscher auf Basis einer Unternehmensumfrage schätzten. Der Anteil an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten schrumpfte damit von 20 auf 17 Prozent.

6.8.2020 • 07:41 Uhr

Nordkorea beschließt Soforthilfe für abgeriegelte Stadt Kaesong

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach der Abriegelung der Großstadt Kaesong wegen eines Corona-Verdachtsfalls eine Spezialverordnung für die Bewohner angeordnet. Bei einer Parteisitzung unter Vorsitz Kims seien neben Organisationsfragen auch epidemiolgische Schutzmaßnahmen und die Lage in Kaesong besprochen worden, berichteten die Staatsmedien. Gelder und Nahrungsmittel sollen den Bürgern demnach sofort zur Verfügung gestellt werden. Wie kritisch die Situation für die Bewohner der Stadt ist, ist bislang unklar.

In Kaesong leben nach Schätzungen etwa 300.000 Menschen. Nordkorea hatte Ende Juli eigenen Angaben zufolge wegen des ersten Corona-Verdachtsfalls im Land die Stadt komplett abgesperrt und den Notstand über die Region verhängt.

Menschen gehen auf einer Straße in der nordkoreanischen Stadt Kaesong. (Archivbild)  | AP

Nordkorea hatte Ende Juli eigenen Angaben zufolge wegen des ersten Corona-Verdachtsfalls im Land die Stadt Kaesong komplett abgesperrt und den Notstand über die Region verhängt. (Archivbild) Bild: AP

6.8.2020 • 07:16 Uhr

Gesundheitspolitiker Lauterbach kritisiert DFL-Rückkehrkonzept

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat das Rückkehrkonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) für Fans in Stadien kritisiert. Der Vorstoß der DFL sei "überhaupt nicht angemessen", sagte der Politiker in der Sendung "Maischberger - Die Woche". Das Konzept sei nicht sicher, weil niemand eine sichere An- und Abreise der Fans in Corona-Zeiten garantieren könne.

Lauterbach mahnte, dass sich Deutschland am Anfang einer zweiten Infektionswelle befinde. "Die Kinder müssen mit Masken unterrichtet werden und da macht man sich Gedanken, vor 25.000 Leuten Fußball zu spielen", erklärte er weiter. Es gebe zudem keinen Anlass, zusätzliche Fälle durch Fußballfans zu riskieren, schrieb er auf Twitter.

6.8.2020 • 07:12 Uhr

Lufthansa schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus

Nach einem Milliardenverlust im zweiten Quartal schließt die Lufthansa-Gruppe betriebsbedingte Kündigungen auch in Deutschland nicht mehr aus. Ziel des Konzerns sei es gewesen, dies zu vermeiden, teilte das Unternehmen bei der Vorstellung der Quartalszahlen in Frankfurt mit. "Vor dem Hintergrund der Marktentwicklungen im globalen Luftverkehr und basierend auf dem Verlauf der Verhandlungen zu notwendigen Krisenvereinbarungen mit den Tarifpartnern ist dieses Ziel auch für Deutschland nicht mehr realistisch", hieß es weiter.

Im zweiten Quartal dieses Jahres verzeichnete die Lufthansa einen Nettoverlust von 1,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum habe es 96 Prozent weniger Fluggäste gegeben. Dadurch habe sich das Angebot um 95 Prozent verringert. Konzernchef Christian Spohr erklärte, der Konzern rechne nicht damit, dass die Nachfrage nach Flugreisen vor dem Jahr 2024 wieder das Niveau von vor der Corona-Krise erreichen werde.

6.8.2020 • 07:08 Uhr

Corona-Notstand in japanischer Präfektur

Der Gouverneur der zentraljapanischen Präfektur Aichi hat den Corona-Notstand ausgerufen. Geschäfte seien aufgerufen, ganz oder früher zu schließen, und die Bevölkerung, abends zuhause bleiben, sagte Hideaki Ohmura Reportern: "Der Zustand ist sehr ernst." Der Notstand sollte bis nach dem 24. August anhalten. In diese Zeit fällt auch Obon, ein japanisches Fest, während dessen Schulen und viele Firmen schließen.

In Aichi gibt es seit Mitte Juli mehr als 100 neue Infektionen pro Tag, nachdem es lange Zeit gar keine gegeben hatte. In der Präfektur steht der Hauptsitz von Toyota, Japans größtem Autohersteller.

6.8.2020 • 07:08 Uhr

Städte und Landkreise sehen sich auf nächste Corona-Welle vorbereitet

Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland sind zuversichtlich, für eine zweite Welle der Coronavirus-Pandemie vorbereitet zu sein. Mit den Erfahrungen der ersten Infektionswelle seien die Kommunen und die staatlichen Einrichtungen deutlich besser vorbereitet, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der Nachrichtenagentur dpa. Landsberg verwies auf den Ausbau von Laborkapazitäten für Corona-Tests und Schutzmaterialien, die in "großem Umfang" mithilfe des Bundes und der Länder beschafft worden seien. Zu Krisenbeginn waren etwa Mund-Nasen-Masken Mangelware.

Auch die Landkreise sehen sich in ihrem Pandemie-Management gut aufgestellt: "Die Erfahrungen aus den vergangenen Monaten haben den Landkreisen geholfen, ihren Umgang mit einer Zunahme von Infektionen weiter zu verbessern und zu beschleunigen", sagte der Beigeordnete für Gesundheit beim Landkreistag, Jörg Freese.

Zwei Pflegerinnen | picture alliance/dpa

Kommunen, Krankenhäuser und Arztpraxen seien dem Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, zufolge nun wesentlich besser ausgestattet. Bild: picture alliance/dpa

6.8.2020 • 06:42 Uhr

Niedersachsens Ministerpräsident fordert neue Hilfen für Autobranche

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil fordert neue Hilfen der Bundesregierung für die Autobranche. Er befürchte, dass bis zum Herbst noch viele weitere schlechte Nachrichten aus der Automobilbranche zu hören sein werden "und zwar ganz unabhängig davon, ob es eine zweite große Infektionswelle geben wird", sagte der SPD-Politiker der "Wirtschaftswoche". Die Nachfrage sei auf einem erschreckend niedrigen Niveau. Sorgen machten ihm vor allem kleinere und mittlere Zulieferer. Weitere Hilfen für diese Schlüsselindustrie seien dringend nötigt.

6.8.2020 • 06:31 Uhr

Hassbotschaften von Corona-Leugnern gegen Abgeordnete

Eine Umfrage des ARD-Politikmagazins Kontraste im Deutschen Bundestag ergibt: Dutzende Politiker und Politikerinnen wurden von Corona-Leugnern bedroht oder beleidigt - auch ihre Familien waren davon nicht ausgenommen.

6.8.2020 • 05:17 Uhr

Mehr als 1000 neue Corona-Infektionen

Die deutschen Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1045 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 213.067 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9175. Bis zum Morgen hatten 195.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen demnach in Deutschland bei 0,9 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert bei 0,97 (Vortag: 0,99). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen an.

6.8.2020 • 04:39 Uhr

Auch Ägypten will Ende der Reisewarnung für seine Urlaubsgebiete

Nach der teilweisen Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei verlangt auch Ägypten von der Bundesregierung eine solche Entscheidung für seine Urlaubsgebiete. Der ägyptische Botschafter in Berlin, Khaled Galal Abdelhamid, verwies in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur auf sinkende Corona-Infektionszahlen in seinem Land und weitgehende Sicherheitsvorkehrungen für Touristen. "Es ist sehr frustrierend, dass ich keine Antwort darauf bekomme, warum die Reisewarnung nicht aufgehoben wird", sagte er. "Wir bitten nicht um einen Gefallen. Was wir sagen, ist: Schaut Euch die Lage an und trefft eine rationale und angemessene Entscheidung. Alles deutet darauf hin, dass die Reisewarnung nicht gerechtfertigt ist."

6.8.2020 • 04:17 Uhr

Seuchenexperte der US-Regierung rechnet Ende 2020 mit Impfstoff

Der Seuchenexperte der US-Regierung, Anthony Fauci, geht von der Zulassung eines sicheren und effektiven Corona-Impfstoffes gegen Ende des laufenden Jahres aus. Er hoffe, die Pandemie werde Ende 2021 unter Kontrolle sein. Der Immunologe geht davon aus, dass Pharma-Firmen im kommenden Frühjahr Millionen von Impfeinheiten herstellen werden. Die Produktion werde hochgefahren, sodass am Ende des kommenden Jahres eine Milliarde Einheiten produziert sein würden.

6.8.2020 • 03:35 Uhr

Türkei will Maßnahmen gegen Corona wieder verschärfen

Das türkische Innenministerium hat weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus angekündigt. Es gebe insbesondere während der ersten sieben Tage "eins-zu-eins-Überwachung" für Leute, die sich selbst isolieren müssen. Die Zahl der Neuinfektionen in der Türkei war zuletzt wieder über die Marke von 1000 pro Tag gestiegen. Es würden keine Verstöße gegen das obligatorische Tragen von Masken und Wahren von Abstand akzeptiert, beispielsweise bei Hochzeiten und Beschneidungszeremonien. Versammlungen nach Beerdigungen würden eingeschränkt und die Kontaktverfolgung von Beamten unterstützt.

6.8.2020 • 03:35 Uhr

Corona-Falschinformationen: Facebook löscht Trump-Video

Facebook hat ein von US-Präsident Donald Trump auf der Plattform veröffentlichtes Video gelöscht. Der Clip habe Falschinformationen zum Thema Coronavirus enthalten, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. In dem Ausschnitt eines Interviews mit dem Sender Fox News sagte Trump, Kinder seien in Bezug auf das Coronavirus "fast immun", weswegen Schulen nach den Sommerferien trotz der Pandemie wieder für normalen Unterricht öffnen sollten.

Facebook erklärte, die "falsche Behauptung, wonach eine Bevölkerungsgruppe immun ist", verstoße gegen die Regeln der Plattform zu Corona-Falschinformationen. Kinder können sich auch mit dem Coronavirus infizieren, haben aber in der Regel eher milde Symptome - sie sind nicht "immun".