Touristen sind unterwegs am Seealpsee | dpa
Liveblog

Liveblog zum Nachlesen ++ Schweiz beschränkt Einreise aus 29 Ländern ++

Stand: 02.07.2020 22:15 Uhr

Schweden will sein Krisenmanagement überprüfen. Israel verhängt neue Einschränkungen für Clubs und Bars. Die Schweiz setzt 29 Länder auf ihren Corona-Index. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Auch Kinder von Schlachthof-Arbeitern positiv getestet
  • WHO: 17 Impfstoff-Kandidaten in Testphase
  • Schweiz beschränkt Einreise aus 29 Ländern
  • Hartz-IV-Empfängern drohen wieder Sanktionen
  • Volkszählung soll auf 2022 verschoben werden
2.7.2020 • 22:15 Uhr

Das war’s für heute

Damit schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

2.7.2020 • 22:01 Uhr

Reise-Veranstalter dürfen Gutscheine anbieten

Wer seine Pauschalreise wegen der Corona-Krise nicht antreten konnte, könnte vom Veranstalter demnächst einen Gutschein angeboten bekommen. Der Bundestag stimmte für ein entsprechendes Gesetz. Kunden müssen den Gutschein aber nicht annehmen.

2.7.2020 • 21:51 Uhr

Schweden will sein Krisenmanagement überprüfen

Das wegen seines Sonderwegs in der Bewältigung der Corona-Pandemie massiv in der Kritik stehende Schweden hat eine Überprüfung seines Krisenmanagements angekündigt. Die Regierung in Stockholm beauftragte die staatlich finanzierte Schwedische Agentur für Verteidigungsforschung (FOI) mit der Analyse. Am Mittwoch hatte die Agentur einen Bericht vorgelegt, in dem eine mangelnde Vorbereitung Schwedens auf die Corona-Krise beklagt wurde - obwohl es mehrere "Warnschüsse" gegeben habe.

Menschen sonnen sich in einem Park in Stockholm. | via REUTERS

Schweden war in der Pandemie einen anderen Weg gegangen als die anderen europäischen Staaten und hatte auf strikte Corona-Beschränkungen verzichtet. Bild: via REUTERS

2.7.2020 • 21:34 Uhr

Maas: Pandemien müssen Teil internationaler Sicherheitspolitik werden

Pandemien und andere Gesundheitsrisiken sollen nach dem Willen von Außenminister Heiko Maas mehr ins Zentrum der weltweiten Sicherheitspolitik rücken. Es brauche ein umfangreicheres Verständnis der Begriffe Frieden und Sicherheit, sagte Maas bei einer virtuellen Sitzung des UN-Sicherheitsrats.

2.7.2020 • 21:31 Uhr

Neue Einschränkungen in Israel

Angesichts eines Rekordwerts von Corona- Neuinfektionen verhängt Israel neue Einschränkungen. Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte, Versammlungen sollten wieder beschränkt werden. In Festhallen, Bars und Clubs dürfen nur noch bis zu 50 Menschen zusammenkommen. Vorher waren es bis zu 250 gewesen.

Blick auf einen leeren Strand in dem Urlaubsort Eilat am Roten Meer im Süden Israels | dpa

Blick auf einen leeren Strand in dem Urlaubsort Eilat am Roten Meer im Süden Israels. Bild: dpa

2.7.2020 • 19:53 Uhr

Auch Kinder von Schlachthof-Arbeitern positiv getestet

Im Fall des geschlossenen Putenschlachthofes in Wildeshausen bei Oldenburg ist auch bei Kindern von Mitarbeitern das Coronavirus nachgewiesen worden. Wie der Landkreis Oldenburg am Donnerstagabend mitteilte, wurden 43 Kinder von positiv getesteten Schlachthofarbeitern untersucht. Bei fünf von ihnen habe es positive Ergebnisse auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 gegeben. Eine Probe habe im Labor nicht ausgewertet werden können. Dieses Kind solle am Freitag erneut abgestrichen werden.

2.7.2020 • 19:11 Uhr

WHO: 17 Impfstoff-Kandidaten in Testphase

Im weltweiten Kampf gegen das Coronavirus werden inzwischen 17 Impfstoffkandidaten an Menschen getestet. Am weitesten fortgeschritten ist ein Impfstoff, den die Universität Oxford entwickelt hat, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach einer zweitägigen Corona-Forschungskonferenz berichtete.

Selbst, wenn diese Kandidaten nicht erfolgreich sind, ist die WHO optimistisch: "Wir haben eine breite Pipeline mit vier verschiedenen Impfstofftypen", sagte Ana Maria Henao Restrepo, bei der WHO für Forschung und Entwicklung zuständig. Es werde an mehr als 150 Wirkstoffen geforscht.

2.7.2020 • 19:11 Uhr

Schweiz beschränkt Einreise aus 29 Ländern

Um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, setzt die Schweiz 29 Länder auf den Corona-Index. Wer aus diesen Staaten ab dem 6. Juli in die Schweiz einreisen wolle, müsse sich in Quarantäne begeben, teilt die Regierung mit. Zu den betroffenen Ländern zählen die USA, Schweden, Brasilien und Russland. Diese Staaten stellten ein hohes Infektionsrisiko dar. Besucher, die in den 29 Ländern in den vergangenen zwei Wochen Zeit verbracht hätten, müssten die Schweizer Behörden sofort bei ihrer Ankunft informieren und sich dann für zehn Tage in Selbstisolation begeben.

2.7.2020 • 18:20 Uhr

Merkel und von der Leyen warnen vor Scheitern des Corona-Gipfels

Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (beide CDU) haben vor einem Scheitern des Gipfeltreffens zum EU-Haushalt und dem Corona-Hilfsfonds am 17. und 18. Juli gewarnt. "Mit jedem Tag, den wir verlieren, werden wir sehen, wie Menschen ihre Jobs verlieren und Unternehmen pleite gehen", sagte von der Leyen nach einer Videokonferenz mit Vertretern der Bundesregierung anlässlich der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Deutschland. "Ich fahre nach Brüssel am 17. Juli mit dem Willen, eine Einigung herbeizuführen", sagte Kanzlerin Merkel.

2.7.2020 • 18:02 Uhr

ARD-DeutschlandTrend: Mehrheit sieht Pandemie als Hauptaufgabe

Die Bewältigung der Corona-Pandemie und den Klimaschutz sehen die Deutschen als Hauptaufgaben der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Die Mehrheit der Bürger unterstützt das geplante EU-Konjunkturpaket - auch die Aufnahme gemeinsamer Schulden.

2.7.2020 • 17:35 Uhr

Rolle von Gottesdienst für Corona bei Tönnies nicht zu klären

Der Zusammenhang zwischen dem Corona-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies und einem Gottesdienst im Mai lässt sich nach Behördenangaben nicht mehr eindeutig klären. "Wir wissen schlichtweg nicht, ob der Gottesdienst der Auslöser des Geschehens war oder nur ein Faktor", sagte ein Sprecher des Kreises Gütersloh der Nachrichtenagentur KNA. "Es ist kein abschließendes Urteil möglich."

In der vergangenen Woche hatte der Kreis bestätigt, dass mehrere Infizierte, die einen direkten Bezug zum Unternehmen Tönnies haben, am 17. Mai einen Gottesdienst in Herzebrock-Clarholz besuchten. Ob diese Gläubigen das Virus in den Schlachthof gebracht haben, blieb jedoch offen.

2.7.2020 • 17:26 Uhr

Hartz-IV-Empfängern drohen wieder Sanktionen

Hartz-IV-Empfänger müssen von sofort an wieder mit Sanktionen rechnen, sollten sie gegen Auflagen der Jobcenter verstoßen. Eine entsprechende Weisung hat die Bundesagentur für Arbeit in Absprache mit dem Bundesarbeitsministerium an die Jobcenter herausgegeben, wie ein Sprecher der Bundesagentur in Nürnberg bestätigte.

Hintergrund sei die Wiederöffnung der Jobcenter für den Publikumsverkehr. Die Aussetzung der Sanktionen sei vor allem deswegen erfolgt, weil Betroffene nicht in die Jobcenter kommen konnten. Die Jobcenter waren wegen der Corona-Krise für den Publikumsverkehr geschlossen worden.

2.7.2020 • 17:17 Uhr

Mehr Aufträge für US-Industrie

Die Auftragslage der US-Industrie hat sich im Mai nach den Corona-bedingten Einbrüchen der Vormonate wieder verbessert. Die Bestellungen zogen um 8,0 Prozent an, wie das Handelsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten sogar mit einem Plus von 8,9 Prozent gerechnet, nach einem Minus von 13,5 Prozent im April. Die US-Wirtschaft steht wegen schwächerer Nachfrage vor einer Rezession. Mit billionenschweren Hilfspaketen hat der Staat Firmen und Verbrauchern über die Krise hinweggeholfen.

2.7.2020 • 17:02 Uhr

Schausteller demonstrieren gegen Einschränkungen

Mit einer Kundgebung und einem Fahrzeugkorso haben Schausteller aus ganz Deutschland in Berlin für die Aufhebung von Corona-Beschränkungen demonstriert. Zur Kundgebung am Brandenburger Tor kamen laut Polizei 1600 Teilnehmer, die auch um die 1000 Fahrzeuge dabei hatten. Zuvor fuhren viele von ihnen in einem Korso durch die Innenstadt. Vor dem Wahrzeichen stellten Demonstranten Autoscooter-Fahrzeuge auf, an einem Kran schwebte die Gondel eines Riesenrades.

Auf Plakaten, Transparenten und mit Redebeiträgen protestierten die Demonstranten gegen das Verbot der Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober. | dpa

Auf Plakaten, Transparenten und mit Redebeiträgen protestierten die Demonstranten gegen das Verbot der Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober. Bild: dpa

2.7.2020 • 16:49 Uhr

Elbphilharmonie nimmt Konzertbetrieb wieder auf

Die Hamburger Elbphilharmonie nimmt am 1. September ihren Spielbetrieb wieder auf. Auftakt bildet ein Eröffnungskonzert mit dem NDR Elbphilharmonieorchester im Großen Saal, wie die Betreibergesellschaft bekanntgab. Zur Aufführung unter Chefdirigent Alan Gilbert kommen eine Sinfonie von Johannes Brahms sowie ein Violinkonzert von Sergej Prokofjew.

2.7.2020 • 16:40 Uhr

Volkszählung soll auf 2022 verschoben werden

Die für das kommende Jahr geplante Volkszählung soll wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben werden. Die Vorbereitungsarbeiten hätten nicht wie geplant durchgeführt werden können, erklärte das Bundesinnenministerium auf Anfrage. Deshalb sei geplant, den Zensus um ein Jahr zu verschieben. Dafür muss das Zensusgesetz geändert werden, was noch vom Kabinett und danach von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden muss.

2.7.2020 • 16:23 Uhr

Thüringen prüft Lockerungen bei sexuellen Dienstleistungen

Die Thüringer Landesregierung denkt über Lockerungen von Corona-Einschränkungen im Bereich Prostitution und sexuelle Dienstleistungen nach. Man stehe in Kontakt mit zwei Branchenverbänden, um Möglichkeiten für Lockerungen zu prüfen, sagte ein Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums der Nachrichtenagentur dpa. Die aktuelle Thüringer Grundverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie läuft am 15. Juli aus und muss verlängert oder angepasst werden. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kündigte in einem Interview mit der Zeitung "Thüringer Allgemeinen" an, dass die derzeit geltenden Beschränkungen noch den gesamten Sommer über gelten sollen.

2.7.2020 • 16:21 Uhr

Zahl der Infizierten im Lager Friedland steigt auf 59

Im Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen ist die Zahl der Corona-Infektionen weiter gestiegen. Dort haben sich insgesamt 59 Personen mit dem Virus angesteckt, sagte eine Sprecherin der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen der Nachrichtenagentur epd. Unter den Betroffenen sind 49 Spätaussiedler, drei Asylsuchende und sieben Beschäftigte.

2.7.2020 • 16:03 Uhr

Irans Präsident weiter gegen Lockdown

Trotz eines dramatischen Anstiegs der täglichen Corona-Neuinfektionen im Iran ist Präsident Hassan Rouhani weiterhin gegen einen Lockdown im Land. "Ein Lockdown steht wie eine komplette Aufhebung der Lockerungen bis auf weiteres nicht auf der Agenda", sagte Rouhani. Vielmehr sollten die Bürger ihren Lebensstil dem Coronavirus anpassen, betonte der Präsident nach Angaben seiner Webseite.

2.7.2020 • 15:57 Uhr

Laumann: Kontrollen im Unterkünften nicht nur in Pandemie

Nach den Corona-Ausbrüchen in großen Schlachtbetrieben fordert Nordrhein-Westfalens Sozialminister Karl-Josef Laumann mehr Kontrollmöglichkeiten in Sammelunterkünften für Arbeiter. Auch außerhalb der Pandemie müsse der Arbeitsschutz in solche Wohnungen hinein können, sagte der CDU-Politiker im Bundestag. Im Zuge der Corona-Bekämpfung sei dies in NRW erstmals möglich gewesen. Bei 650 Kontrollen seien 1863 Beanstandungen festgestellt worden.

2.7.2020 • 15:49 Uhr

Mindestens sieben Infektionen bei Familienfeier in Kiel

Bei einer Familienfeier in Kiel haben sich mindestens sechs Erwachsene und ein Kind mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Dies sei am vergangenen Wochenende geschehen, sagte ein Sprecher der Stadt der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatten die "Kieler Nachrichten" berichtet. Den Angaben zufolge arbeiten drei Infizierte in Einrichtungen der Altenhilfe. Ein sechs Jahre altes Kind besucht eine Kita im Stadtteil Mettenhof, die am Mittwoch geschlossen wurde.

2.7.2020 • 15:30 Uhr

BMW erwartet im Gesamtjahr trotz Krise positives Ergebnis

BMW rechnet trotz monatelanger Produktionsstopps in der Coronakrise in diesem Jahr nicht mit einem Verlust. "Wir gehen davon aus, dass wir ein positives Ergebnis haben werden", sagte Konzernchef Oliver Zipse am Donnerstag zum Start einer erweiterten Produktion von Elektronantrieben im größten europäischen BMW-Werk in Dingolfing.

"Im zweiten Halbjahr geht es schon darum, nicht nur die Krise zu beherrschen, sondern auch aufzuholen", sagte Zipse mit Blick auf die Belastungen durch die Corona-Pandemie im ersten Halbjahr. BMW will in Dingolfing bis 2022 jährlich eine halbe Million Elektroantriebe produzieren, um damit eigene Werke weltweit zu beliefern.

2.7.2020 • 15:27 Uhr

US-Arbeitslosenquote im Juni deutlich gesunken

Nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen in den USA ist die Arbeitslosenquote im Juni den zweiten Monat in Folge deutlich gesunken. Sie fiel von 13,3 Prozent im Mai auf 11,1 Prozent im Juni, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 4,8 Millionen an - fast die Hälfte dieser neuen Jobs gingen auf das Gastgewerbe zurück, wie es weiter hieß. Analysten hatten mit einem etwas geringeren Rückgang der Arbeitslosigkeit gerechnet. Im April hatte die Arbeitslosenquote noch bei 14,7 Prozent gelegen.

2.7.2020 • 15:05 Uhr

Startups beantragen Hilfen in Höhe von 870 Millionen Euro

In der Corona-Krise unter Liquiditätsproblemen leidende Startups haben Hilfen im Umfang von 870 Millionen Euro beantragt. Zum 1. Juli hätten 67 Anträge vorgelegen, die von privaten Wagniskapitalgebern für die Startups gestellt worden seien, sagt eine Sprecherin der staatlichen KfW-Bank. Fünf davon seien derzeit bewilligt worden. Insgesamt stehen Startups etwa zwei Milliarden Euro an Hilfsgeldern zu.

2.7.2020 • 14:59 Uhr

Deutschland hält an Reisewarnung für Türkei fest

Vor Urlaubsreisen in die Türkei warnt die Bundesregierung weiterhin. Der türkische Außenminister Cavusoglu warb bei seinem deutschen Kollegen Maas vergeblich für eine "sofortige" Aufhebung, berichtet Sabine Müller.

2.7.2020 • 14:56 Uhr

Digital-Staatsministerin Bär gegen strikte Handyverbote an deutschen Schulen

Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) sieht in der Corona-Warn-App ein zusätzliches Argument gegen pauschale Handyverbote an Schulen. "Ich habe noch nie etwas von einem grundsätzlichen Handy-Verbot an Schulen gehalten", sagte sie dem "Handelsblatt". An weiterführenden Schulen seien sie sogar "völlig aus der Zeit gefallen". Digitale Endgeräte sollten eher "sinnvoll in den Unterricht" integriert werden statt "sie pauschal zu verteufeln".

2.7.2020 • 14:55 Uhr

Verkehr im Lockdown lebensgefährlicher

Auf Deutschlands Straßen ist trotz weniger Verkehrs im Corona-Lockdown das Risiko tödlicher Unfälle gestiegen. Im April lag nach Berechnungen der Allianz-Versicherung das "relative Getötetenrisiko" um fast die Hälfte höher als in den Vergleichsmonaten der Vorjahre. Demnach starben im April im statistischen Schnitt 11,1 von 1000 Verunglückten. Im April 2019 dagegen waren rechnerisch von 1000 Verunglückten nur 7,5 gestorben.

2.7.2020 • 14:54 Uhr

Diebstahlserie im EU-Parlament während Schließung

Im EU-Parlament in Brüssel hat es während der weitgehenden Schließung des Gebäudes wegen der Corona-Pandemie eine Serie von Diebstählen in Büros von Abgeordneten gegeben. "Wegen rund fünfzig Fällen von Diebstählen in der Zeit der Ausgangssperre wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt", erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Parlamentskreisen. Die Parlamentsverwaltung wollte sich im Detail nicht dazu äußern und verwies auf laufende Ermittlungen.

2.7.2020 • 14:30 Uhr

Bundestag beschließt: Profiligen erhalten 200 Millionen Euro Nothilfe

Die Profivereine der ersten und zweiten Ligen im Basketball, Handball, Eishockey und Volleyball sowie der dritten Fußball-Liga erhalten für den Wegfall ihrer Zuschauereinnahmen insgesamt 200 Millionen Euro Nothilfe vom Bund. Ein entsprechender Nachtragshaushalt zur Finanzierung des Konjunkturpakets hat der Bundestag heute beschlossen.

Auch die Profiteams der Frauen können Hilfen beantragen. Das Paket dient dazu, Vereinen, die durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schieflage geraten sind, zu helfen und drohende Insolvenzen im Sportbereich zu verhindern. "Wir empfinden es als ermutigendes und wichtiges Signal der Bundespolitik, dass unser Werben um massive Unterstützung des Sports in dieser schwierigen Zeit auf positive Resonanz getroffen ist", sagte Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Eishockey-Spiel | dpa

Die Nothilfe sieht vor, dass die ausbleibenden Zuschauereinnahmen in den Monaten April bis Dezember 2020 mit 80 Prozent der Nettoerlöse nach Abzug der Verkaufsgebühren und Mehrwertsteuer erstattet werden. Bild: dpa

2.7.2020 • 13:36 Uhr

Strand-Ampel für Lübecker Bucht freigeschaltet

Für Teile der Lübecker Bucht ist die sogenannte Strand-Ampel freigeschaltet worden. Auf der Internetseite www.strandticker.de können sich Tagesgäste über den Andrang an den Ostsee-Stränden zwischen Scharbeutz und Rettin informieren.

Grün bedeutet, dass es an dem betreffenden Strandabschnitt noch genügend freie Plätze gibt. Bei gelb wird es langsam eng, und rot bedeutet, dass der Strandabschnitt wegen zu vieler Besucher geschlossen ist. Die Infos kommen vorerst von Strandkorbvermietern und den Angestellten, die die Kurtaxe kassieren. Ziel sei es, die Gäste an weniger ausgelastete Strandabschnitte zu leiten, sagte der Geschäftsführer der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (Talb), André Rosinski.

Voraussichtlich in der nächsten Woche sollen an den Strandzugängen Sensoren installiert werden, die die Badegäste zählen und automatisch signalisieren, wenn die Kapazitätsgrenze des Strandabschnitts erreicht ist. "Probeweise werden wir an zwei oder drei Strandzugängen auch Bildschirme aufstellen, die die Auslastung des jeweiligen Abschnitts anzeigen", sagte Rosinski.

Die Ostseebäder Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf, Neustadt, Pelzerhaken und Rettin haben das Lenkungssystem entwickelt, damit die coronabedingten Abstandsregeln an den Stränden eingehalten werden können. Wegen des Ansturms von Tagestouristen hatte die Bürgermeisterin von Scharbeutz an zwei zurückliegenden Wochenenden den Zugang zum Ort sperren lassen.

Viele Menschen am Timmendorfer Strand. | dpa

Massenandrang an dem einen Strandabschnitt, leere Strandkörbe am anderen - mithilfe einer Ampel im Internet können sich Ostseeurlauber vorab informieren, wo sie den Tag verbringen möchten. Bild: dpa

2.7.2020 • 13:31 Uhr

Hochschulrektoren rechnen mit weitgehend digitalem Wintersemester

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) geht angesichts der Corona-Pandemie von einem in großen Teilen digitalen Wintersemester an den Universitäten aus. Ein Austausch im Senat der HRK habe gezeigt, dass die Leitlinie lauten müsse, "so viel Präsenz wie möglich, aber nur im Rahmen des Verantwortbaren", erklärte Präsident Peter-André Alt.

Es sei von einem Semester mit Schwerpunkt auf digitalen Angeboten auszugehen - wo immer vertretbar aber kombiniert mit Präsenzangeboten. Die Situation sei dabei vor allem je nach Fach sehr unterschiedlich. "In experimentellen Fächern etwa kann auf das Lernen im Labor nicht lange verzichtet werden, im Sport- und im Medizinstudium etwa nicht auf praktische Übungen", erklärte Alt. "Das Fächerspektrum der künstlerischen Hochschulen wiederum erfordert einen hohen Anteil an Kleingruppen- und Individualstudium."

Eine Forderung nach einer sofortigen vollständigen Rückkehr in den Präsenzbetrieb bezeichnete die HRK in ihrer Stellungnahme aber als "verfehlt". In der Organisation sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen zusammengeschlossen. Unter anderem vertritt sie deren Interessen in politischen Fragen.

2.7.2020 • 13:24 Uhr

Von der Leyen dringt auf schnelle Einigung auf Corona-Hilfsfonds

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Mitgliedstaaten zu einer schnellen Einigung auf den milliardenschweren Hilfsplan gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise aufgefordert. Es sei "von entscheidender Bedeutung", dass das Vorhaben rasch verabschiedet werde. Die EU müsse ihren Bürgern zeigen, dass die Union bereit ist, zum Wohle aller zu handeln", erklärte von der Leyen. Sie kündigte dazu ein Spitzentreffen am 8. Juli in Brüssel an. Daran sollen Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Ratspräsident Charles Michel und Parlamentspräsident David Sassoli teilnehmen.

Die EU-Kommission will mit einem 750 Milliarden Euro schweren Wiederaufbauplan die tiefe Rezession wegen der Corona-Krise bekämpfen. Die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten wollen über das Vorhaben bei einem Sondergipfel am 17. und 18. Juli beraten. Unter den 27 Mitgliedstaaten sind Volumen, Finanzierung und die Art der Hilfen aber noch umstritten.

2.7.2020 • 13:08 Uhr

Frankfurter Flughafenchef will verlängerte Kurzarbeit bis Sommer 2022

Wegen der anhaltenden Corona-Flaute will der Frankfurter Flughafen die Möglichkeit der Kurzarbeit bis in den übernächsten Sommer nutzen. "Gemessen an den Passagierzahlen haben wir vereinfacht gesagt für die Hälfte der Belegschaft noch mindestens anderthalb Jahre keine Beschäftigung", sagte Flughafenchef Stefan Schulte der "Wirtschaftswoche". Darum fordere die Branche eine Verlängerung der Kurzarbeit von derzeit bis zum kommenden März zumindest bis in den Sommer 2022.

Der Flughafenbetreiber Fraport hatte zwischenzeitlich rund 18.000 der 22.000 Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt, teilweise auch nur anteilig. Vor allem für die Abfertigung von Passagiermaschinen wird am größten deutschen Flughafen derzeit deutlich weniger Personal benötigt als vor der Pandemie. In einzelnen Bereichen wie der Fracht gibt es aber auch mehr Arbeit als zuvor. Mit dem teilverstaatlichten Hauptkunden Lufthansa zeichnen sich schwierige Verhandlungen über die Abfertigungsgebühren ab. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte angekündigt, starken Druck auf die Flughäfen ausüben zu wollen, um die Gebühren zu senken.

2.7.2020 • 13:04 Uhr

Österreich streicht Reisewarnung für den Kreis Warendorf

Österreich hat die coronabedingte Reisewarnung für den Kreis Warendorf zurückgenommen. Die aktualisierten Hinweise des österreichischen Außenministeriums verweisen jetzt nur noch für den Kreis Gütersloh auf "eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5)" aufgrund erhöhter Infektionszahlen nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies. Eine generelle Reisewarnung für ganz Nordrhein-Westfalen hatte die österreichische Regierung bereits zu Wochenbeginn aufgehoben. Ein Beherbergungsverbot für Gäste aus NRW hat der Alpenstaat nicht ausgesprochen.

Der alte Wasserturm im Landkreis Warendorf | dpa

Nordrhein-Westfalen weitet die strengeren Corona-Einschränkungen auch auf den Landkreis Warendorf aus. Bild: dpa

2.7.2020 • 12:44 Uhr

Bund unterstützt 27 freie Orchester und Ensembles

Kulturstaatsministerin Monika Grütters will 27 freie Orchester und Ensembles mit jeweils bis zu 200.000 Euro unterstützen. Das teilte ihr Büro mit. Sie erhalten das Geld aus dem Corona-Hilfsprogramm "Orchester vor neuen Herausforderungen". Gefördert werden unter anderem die Akademie für Alte Musik Berlin, das Ensemble Musikfabrik und das Mahler Chamber Orchestra.

Grütters erklärte dazu, die Coronakrise habe die freien Ensembles und Orchester hart getroffen. In dieser Notsituation sei es dem Bund wichtig, schnell Hilfe zu leisten. Ziel des Programms ist es demnach, den Musikern so schnell wie möglich den Wiederbeginn ihrer künstlerischen Arbeit zu ermöglichen. Das einmalige Hilfsprogramm läuft bis Ende des Jahres 2020.

2.7.2020 • 12:38 Uhr

Reisewarnung für die Türkei bleibt bis auf weiteres bestehen.

Die Reisewarnung für die Türkei bleibt bis auf weiteres bestehen. Das erklärte Bundesaußenminister Heiko Maas nach einem Besuch seines türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu in Berlin. Maas sicherte aber zu, dass die Warnung in enger Abstimmung mit der EU zügig und regelmäßig überprüft werde. Dafür solle es Beratungen im Zwei-Wochen-Takt geben.

Die EU hatte diese Woche die Reisewarnungen für mehrere Länder außerhalb der Union aufgehoben, die Türkei war allerdings nicht darunter. Maas betonte, es handele sich nur um einen ersten, vorsichtigen Schritt, dem weitere Öffnungen folgen sollten.

Cavusoglu sagte, die Türkei erfülle die Kriterien für die Aufhebung der Reisewarnung und habe entsprechende Daten übermittelt. Sein Land sei transparenter als viele Staaten, die nun wieder aus der EU bereist werden könnten. Im übrigen sei die Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei auch wichtig für die deutsche Tourismusbranche.

2.7.2020 • 12:18 Uhr

DIHK befürchtet negative Folgen für Ausbildung

Die Folgen der Corona-Krise belastet auch die Ausbildung in Deutschland. Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) werden viele Betriebe in diesem Jahr voraussichtlich weniger ausbilden. Das Lehrstellenangebot liege in diesem Jahr durchschnittlich gut sieben Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie der DIHK mitteilte.

Der Rückgang hat nach Angaben des DIHK mehrere Gründe. Zum einen die wirtschaftlichen Folgen der Krise - bei vielen Betrieben seien Umsätze und Gewinne weggebrochen. Zum anderen seien die Bewerbungsprozesse in den Unternehmen ins Stocken geraten: Bewerbungsgespräche vor allem in der Phase des "Lockdowns" hätten nicht stattfinden können, Einstellungen hätten sich verzögert. Der DIHK warnt in Folge der Probleme vor einem weiteren Anstieg des Fachkräftemangels in Deutschland.

2.7.2020 • 11:39 Uhr

Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone gestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen im Euro-Raum ist im Mai wegen der Coronakrise erneut gestiegen. Sie kletterte nach Angaben des Statistikamtes Eurostat zum Vormonat um 159.000 auf 12,146 Millionen. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote stieg von 7,3 auf 7,4 Prozent und damit den zweiten Monat in Folge.

Im März begannen viele Länder mit einschneidenden Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie, die im April und teilweise auch im Mai anhielten. Vergleichsweise geringe Werte bei der Arbeitslosenquote im Mai gab es in der Währungsunion in den Niederlanden (3,6 Prozent) und in Deutschland (3,9 Prozent). Die höchsten Werte verzeichneten Griechenland (14,4 Prozent im März) und Spanien (14,5 Prozent).

2.7.2020 • 11:37 Uhr

Weniger sportliche Aktivität während Corona-Pandemie

Die Deutschen bewegen sich seit Beginn der Corona-Pandemie weniger. Zu diesem Ergebnis kommen Sportsoziologen der Universität Gießen in einer repräsentativen Studie. Nach Angaben der Wissenschaftler lassen sich die Deutschen in drei Gruppen einteilen, die jeweils etwa ein Drittel der Bevölkerung umfassen: Die "Inaktiven" waren weder vor noch während der Pandemie sportlich aktiv. Die "Aussteiger" reduzierten ihre sportlichen Aktivitäten sehr stark. Den "Weiter Aktiven" gelang es, ihr Sportpensum trotz Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufrecht zu erhalten oder sogar zu intensivieren.

Jüngere Menschen unter 30 Jahren reduzierten den Sport deutlich seltener als Ältere, so die Studie weiter. Die Wissenschaftler raten zu mehr Aktivität: "Sport ist ein guter Puffer gegenüber Gefühlen wie Ärger und Einsamkeit und sollte deshalb während der Pandemie soweit wie möglich und im Einklang mit den geltenden Regeln beibehalten werden."

2.7.2020 • 11:17 Uhr

Bundestag beschließt Nachtragshaushalt

Der Bundestag hat den zweiten Nachtragshaushalt zur Finanzierung des Konjunkturpakets in der Corona-Krise beschlossen. Vorgesehen sind für 2020 nun insgesamt neue Schulden in Höhe von 217,8 Milliarden Euro.

Mit dem zusätzlichen Geld sollen vor allem Maßnahmen finanziert werden, die Konsum und Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder ankurbeln sollen. Finanzminister Olaf Scholz versprach, die Bundesregierung werde nicht gegen die Krise ansparen. "Und wir werden den Sozialstaat, der uns so leistungsfähig durch diese Krise führt, nicht antasten, sondern ausbauen."

Bereits Ende März hatte der Bundestag den Haushalt um 156 Milliarden Euro aufgestockt, um Steuerausfälle auszugleichen und mehrere Hilfspakete zu finanzieren. Dafür war auch die Schuldenbremse im Grundgesetz ausgesetzt worden.

2.7.2020 • 11:01 Uhr

Infektions-Kennziffer im Kreis Gütersloh erneut leicht gesunken

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Kreis Gütersloh etwas weiter gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt der Wert nun bei 76,4. Am Vortag lag er bei 78,0, am Dienstag vergangener Woche noch bei 270,2.

Nach der Ausbreitung des Coronavirus bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hatte es die erste regionale Rückkehr zu strikten Beschränkungen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf gegeben. Im Kreis Gütersloh gelten sie noch bis zum 7. Juli. Im Kreis Warendorf, in dem ebenfalls viele Tönnies-Mitarbeiter wohnen, war die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage bereits am Freitag unter den Grenzwert von 50 gefallen.

2.7.2020 • 10:53 Uhr

Luftfahrt fordert Ende pauschaler Reisewarnungen

Die Luftfahrtbranche hat von der Bundesregierung eine Abkehr von generellen Reisewarnungen in der Corona-Pandemie gefordert. "Pauschale und undifferenzierte Reisebeschränkungen dürfen keine Zukunft haben", sagt der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Peter Gerber, auf einer Fachkonferenz in Frankfurt. Um die Weltwirtschaft wieder in Gang zu bringen, sei es wichtig, dass Begegnungen wieder ungehindert stattfinden könnten. Wo es aufgrund des Infektionsgeschehens nicht unkonditioniert möglich wäre, könnten Covid-19-Tests vorgenommen werden. "Es ist ganz wichtig, dass wir hier schnell arbeiten, sonst werden wir diese Industrie verlieren."

2.7.2020 • 09:58 Uhr

Thüringen will Corona-Regeln bis Ende August verlängern

Die geltenden Beschränkungen während der Corona-Pandemie sollen in Thüringen bis zum Ende der Sommerferien am 30. August verlängert werden. Abstandsgebot sowie eine Maskenpflicht in Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln blieben damit erhalten, kündigte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) in der "Thüringer Allgemeinen" an.

Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes läuft am 15. Juli aus. Ramelow hatte Ende Mai für eine nationale Kontroverse gesorgt, als er ein Ende des Kontaktverbots, der Maskenpflicht und der Abstandsregelungen in Aussicht stellte. Vor allem im südlichen Nachbar-Bundesland Bayern stieß er mit seinem Vorstoß auf zum Teil harsche Kritik. Rot-Rot-Grün schaffte das Kontaktverbot schließlich nicht ab, stufte es aber zur Empfehlung herunter.

Der Ministerpräsident wollte im Gespräch mit der Zeitung weitere Lockerungen nicht ausschließen. "Falls die Situation im Land ruhig bleibt, werden wir dann Ende August in den Regelbetrieb an den Schulen übergehen und synchron dazu die allgemeinen Einschränkungen weiter lockern", sagte er. Gleichzeitig warnte er vor Leichtsinn. "Die zweite Welle ist kein Angstszenario, sie ist bereits Realität, zum Beispiel in den USA", sagte er. Bis ein Impfstoff gefunden sei, dauere die Pandemie an.

2.7.2020 • 09:55 Uhr

Rasanter Anstieg in Südafrika

In Südafrika steigt die Zahl der Corona-Infektionen rasant an. Innerhalb eines Tages meldeten die Behörden nach den letzten verfügbaren Zahlen 8124 neue Fälle sowie 92 Todesfälle. Nach der Westkap-Provinz mit Kapstadt als Zentrum entwickelt sich nun das Wirtschaftszentrum rund um Johannesburg zur Schwerpunktregion. Die Provinz Gauteng stellt jetzt mit 45.944 Fällen knapp 29 Prozent aller landesweiten Fälle, die Westkap-Provinz kommt mit 64.377 Fällen auf 40,4 Prozent.

Insgesamt hat Südafrika nach den letzten verfügbaren Zahlen 159.333 Covid-19-Fälle verzeichnet. Das Coronavirus hatte sich im Vergleich zu anderen Weltregionen in Afrika bisher relativ langsam verbreitet, und die meisten Regierungen haben rasch strenge Maßnahmen verhängt. Die meisten Todesfälle in Afrika gibt es laut einer Übersicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den Ländern Algerien, Ägypten, Nigeria, Südafrika und Sudan. Südafrika gilt bei der Zahl der Fälle als am stärksten betroffen.

2.7.2020 • 09:48 Uhr

Fast 7000 neue Fälle in Russland

Die russischen Behörden haben einen Anstieg der festgestellten Infektionen um 6760 auf 661.165 gemeldet. Die Zahl der Todesfälle stieg demnach in den vergangenen 24 Stunden um 147 auf 9683.

2.7.2020 • 09:33 Uhr

Neuseeländischer Gesundheitsminister zurückgetreten

Nach einer Serie von Fehltritten im Zusammenhang mit den Corona-Regeln hat Neuseelands Gesundheitsminister David Clark seinen Rücktritt erklärt. Ihm sei zunehmend klar geworden, dass sein Verbleib in diesem schwierigen Amt von der Strategie der Regierung im Kampf gegen die Pandemie ablenke, sagte er in einer überraschend einberufenen Pressekonferenz.

Premierministerin Jacinda Ardern bestätigte, dass sie Clarks Rücktritt annehme. Noch im April hatte sie dies abgelehnt, nachdem Clark zweimal gegen Corona-Regeln verstoßen hatte und schon damals seinen Rücktritt anbot.

Clark war unter anderem mit seiner Familie trotz der damals geltenden Ausgehbeschränkungen zum Strandurlaub aufgebrochen. Zudem hatte er ebenfalls während des Lockdowns eine Mountainbike-Tour unternommen. In den zurückliegenden Wochen gab es ferner Kritik wegen seiner Quarantäne-Politik, mit der Neuseeland das Virus fernhalten wollte. Bildungsminister Chris Hipkins werde das Amt des Gesundheitsministers bis zu Wahl im September mit übernehmen, sagte Ardern.

Neuseeland hatte am 8. Juni die erste Coronavirus-Welle für überstanden erklärt. Auf den beiden Inseln gab es bisher etwa 1530 bestätigte und mögliche Infektionsfälle. 22 Menschen starben in Zusammenhang mit Covid-19.

Neuseelands bisheriger Gesundheitsminister David Clark | dpa

Clark hatte bereits im April zweimal seinen Rücktritt angeboten. Bild: dpa

2.7.2020 • 09:30 Uhr

Dänisches Pokalfinale wegen Verstoß gegen Corona-Regeln unterbrochen

Das dänische Pokalfinale am Mittwochabend in Esbjerg musste für 13 Minuten unterbrochen werden, weil sich einige Zuschauer nicht an die Corona-Regeln hielten. Bei dem Spiel zwischen Aalborg BK und Sönderjyske standen einige Fans zu dicht zusammen. Nach mehreren vergeblichen Aufforderungen des Stadionsprechers, einen Meter Abstand voneinander zu halten, brach der Schiedsrichter das Spiel dann vorübergehend ab. Mehr als 40 Personen wurden von der Polizei aus dem Stadion eskortiert und in einem Bus wegfahren.

Nach Angaben von Aalborg hatte das Spiel rund 1750 Zuschauer. Das Pokalfinale endete mit einem 2:0-Sieg für Sönderjyske, das seinen ersten Pokalsieg in der Vereinsgeschichte feierte.

2.7.2020 • 09:27 Uhr

Briten wollen Quarantäneregeln für Reisende aufheben

Die britische Regierung will einem Zeitungsbericht zufolge ihre Quarantäne-Vorschriften für Reisende aus dem Ausland aufheben. "The Daily Telegraph" berichtet, dass die Quarantäneregeln für 75 Länder beendet werden sollen. Das betreffe fast alle EU-Länder sowie die britischen Territorien einschließlich Bermuda und Gibraltar sowie die Türkei, Thailand, Australien und Neuseeland.

Seit rund vier Wochen müssen sich Einreisende nach ihrer Ankunft in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Dies hatte große Sorgen in der Reisebranche ausgelöst. Am Freitag kündigte die Regierung von Premierminister Boris Johnson, dass die Quarantäneregelung für Personen aus Ländern wie Frankreich, Griechenland und Spanien fallen soll.

Simon Clarke, der Staatsminister für Gemeinden und Kommunen, sagte, die Regierung arbeite an einer Ankündigung zum Thema Reisen. "Wir werden diese Ankündigung bereitstellen, sobald sie sicher ist", sagte Clarke gegenüber Sky. "Natürlich wollen wir den Tourismussektor so schnell wie möglich wieder auf die Beine bringen, und ich bin sicher, dass wir in naher Zukunft gute Nachrichten überbringen können", sagte er.

2.7.2020 • 09:04 Uhr

Ungarn will Drittstaaten-Liste nicht übernehmen

Ungarn will sich nicht an die EU-Empfehlungen zur Lockerung von Reisebeschränkungen halten. Das gab Ministerpräsident Viktor Orban in einem Facebook-Video bekannt. Demnach wird sein Land die EU-Liste sicherer Drittstaaten - mit Ausnahme Serbiens - nicht übernehmen. "Denn dies wäre gegen die Gesundheitsinteressen des ungarischen Volkes", sagte Orban.

2.7.2020 • 08:54 Uhr

Niederlande rechnen mit Kompromiss beim Wiederaufbaufonds

Die Niederlande erwarten harte Verhandlungen über den geplanten Wiederaufbaufonds zur Stabilisierung der EU-Länder. "Es gibt Unterschiede, die Verhandlungen werden schwierig, es wird ein wenig dauern, aber ein Kompromiss ist möglich", sagte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte der italienischen Zeitung "Corriere della Sera".

Er sprach sich dafür aus, dass die Gelder aus dem Finanzpaket als Kredite an die Länder ausgezahlt werden - und nicht als Zuschüsse. "Wir wollen, dass es nur Kredite sind", sagte Rutte. Auf dem EU-Gipfel am 17. Juli soll ein Finanzpaket aus dem von Deutschland und Frankreich vorgeschlagenen Aufbaufonds und dem EU-Haushaltsrahmen bis 2027 geschnürt werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron schlagen vor, aus einem 500-Milliarden-Euro-Fonds Zuschüsse an besonders von der Coronakrise betroffenen Staaten zu zahlen. Für Länder mit sehr hohe Gesamtverschuldung seien Zuschüsse sinnvoller als Kredite, hatte Merkel wiederholt betont.

2.7.2020 • 08:33 Uhr

Falsche Masken vom Ministerium

Nach BR-Informationen wurden Mediziner in Deutschland mit minderwertigen Schutzmasken versorgt. Das Gesundheitsministerium weist Vorwürfe zurück, nicht ausreichend gewarnt zu haben.

2.7.2020 • 08:19 Uhr

Fallzahl in Indien steigt auf mehr als 600.000

Die Zahl der bestätigten Infektionen in Indien ist nach Behördenangaben auf mehr als 600.000 gestiegen. Demnach gibt es in dem Land 604.641 Fälle, von denen 100.000 in den vergangenen vier Tagen gemeldet worden waren. Von Behördenseite wurden 19.148 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden gemeldet.

Laut Gesundheitsministerium betrug die Zahl der Todesfälle mit einer Ansteckung in Indien 17.834. Trotz des Anstiegs machte der westindische Staat Goa heute für den Tourismus auf. Goa ist ein beliebtes Ziel für Rucksacktouristen. Die staatliche Regierung erlaubte 250 Hotels, nach mehr als drei Monaten wieder zu öffnen. Touristen müssen entweder ein Zertifikat bei sich tragen, dass sie negativ auf das Coronavirus getestet wurden, oder bei der Ankunft getestet werden. In Goa hat es bislang 1387 positive Fälle geben. Es gab vier Todesfälle mit dem Coronavirus.

2.7.2020 • 08:14 Uhr

Spahn fordert Lieferfähigkeit von Remdesivir-Hersteller

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert vom Hersteller des Coronamedikaments Remdesivir trotz eines Großeinkaufs der USA weiterhin Lieferfähigkeit. Er erwarte von der Pharmafirma Gilead Sciences, "dass Deutschland und Europa versorgt werden, wenn es um ein solches Medikament geht", sagte der CDU-Politiker gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF.

Den Bedarf für die kommenden Wochen sieht Spahn ohnehin gesichert. In der Zentralapotheke des Bundes gebe es entsprechende Reserven. Die US-Regierung hat sich einen Großteil der bis September anvisierten Produktionsmenge von Remdesivir gesichert. Laut US-Gesundheitsministerium wurde der Kauf von Wirkstoff-Dosen für mehr als 500.000 Behandlungen vereinbart. Das entspreche 100 Prozent der geplanten Produktionsmenge für Juli sowie jeweils 90 Prozent für August und September.

Remdesivir gilt als eines der aussichtsreichsten Medikamente bei schweren Corona-Symptomen. Erst vergangene Woche hatte die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA eine Zulassung für das Mittel unter Auflagen in Europa empfohlen. Eine Entscheidung durch die EU-Kommission wird noch diese Woche erwartet. Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt, zeigte hier aber eine zu geringe Wirkung. Es ist bislang in keinem Land der Welt uneingeschränkt als Medikament zugelassen.

2.7.2020 • 07:54 Uhr

Neuinfektionen in Israel klettern auf Rekordwert

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 966 neue Fälle registriert. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert, der in Israel seit dem Ausbruch der Pandemie registriert wurde. Der bisherige Höchstwert stammt mit 819 vom 3. April.

In der Nacht wurden daher neue Beschränkungen verkündet. Verschiedene Viertel in Lod bei Tel Aviv sowie in der Hafenstadt Aschdod sollten für mindestens eine Woche abgeriegelt werden. Auch in den Palästinensergebieten soll von Freitag an ein fünftägiger Lockdown in Kraft treten.

In Israel und den Palästinensergebieten war die Pandemie zunächst glimpflich verlaufen. Nach Lockerungen sind die Zahlen der Infizierten jedoch seit gut einem Monat stark angestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurde der Erreger Sars-CoV-2 bisher bei 26.452 Menschen in Israel nachgewiesen, 322 Infizierte starben. In den Palästinensergebieten gibt es bisher 2758 bekannte Infektionsfälle mit dem Coronavirus, acht Menschen starben.

Der Aussichtsturm eines Rettungsschwimmers am Strand von Tel Aviv ist mit einer Schutzmaske versehen, um die Strandbesucher daran zu erinnern, Masken zu tragen. | AP

An einigen Orten in Israel wurden die Schutzmaßnahmen inzwischen wieder deutlich verschärft. Bild: AP

2.7.2020 • 07:38 Uhr

Streit über Unabhängigkeitsfeier in Washington

US-Präsident Donald Trump plant inmitten der Coronavirus-Pandemie eines der größten Feuerwerke zur Feier der Unabhängigkeit am 4. Juli. Mit 10.000 Feuerwerkskörpern werde das Feuerwerk "das größte in der jüngsten Erinnerung", gab Innenminister David Bernhardt bekannt.

300.000 Masken werden für die Veranstaltung an der National Mall in Washington ausgegeben - trotz Sorge um die Gesundheit der Bürger wird das Tragen jedoch nicht vorgeschrieben.

Die Bürgermeisterin von Washington, Muriel Bowser, warnte die Regierung vor den offensichtlichen Gefahren einer großen Menschenansammlung. Sie hat kein Recht, die Veranstaltung zu verbieten, weil diese auf Land des Bundes stattfindet. Washington befindet sich derzeit in der zweiten Phase der Wiederöffnung. Bowser bat Anwohner, große Menschenmenge zu meiden und die Feier zum Unabhängigkeitstag zuhause oder in der Nähe zu begehen.

2.7.2020 • 07:26 Uhr

Rund 1,5 Millionen registrierte Infektionen in Brasilien

Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus in Brasilien ist auf über 60.000 gestiegen. Am Mittwoch seien 1016 Menschen in Verbindung mit dem Virus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt sind es bereits 60.610. Die Zahl der bekannten Infektionen legte demnach um 45.482 auf knapp 1,5 Millionen zu. Das ist die zweithöchste Zahl weltweit nach den USA.

2.7.2020 • 06:36 Uhr

Karibikstaaten öffnen mit Einschränkungen wieder für Touristen

Einige Karibikländer sind nach Corona-bedingter Pause wieder für Touristen offen - teilweise allerdings mit bedeutenden Einschränkungen. Die Dominikanische Republik und die Bahamas öffneten am Mittwoch ihre Grenzen. In beiden Ländern sind damit unter anderem Hotels und Strände wieder für Besucher zugänglich. Es gelten allerdings Kapazitätsbeschränkungen und Hygieneauflagen. Auch Kuba gab am Mittwoch den Startschuss für die erste Phase seiner Wiederöffnung für ausländische Touristen. Erlaubt sind damit jedoch nur Charter-Flüge und Aufenthalte in All-Inclusive-Resorts auf fünf Inseln, ohne Kontakt zur Lokalbevölkerung.

Einschränkungen in den für Touristen zugänglichen Orten gibt es auch auf den Bahamas: Das größte Ferienresort, Atlantis Paradise Island, entschied kurzfristig, wegen steigender Coronavirus-Fallzahlen in den USA seine Wiedereröffnung auf Ende Juli zu verschieben, wie Premierminister Hubert Minnis im Parlament mitteilte. Aufgrund der Nähe der zwei Länder stammt die Mehrheit der Bahamas-Touristen aus den USA. "Wir müssen anfangen, harte, aber vorsichtige Entscheidungen zu treffen", hatte die Premierministerin von Barbados, Mia Mottley, am Freitag gesagt. Sie erklärte, dass in dem Inselstaat keiner mehr mit dem Virus infiziert sei, und kündigte die Wiederaufnahme kommerzieller Flüge ab dem 12. Juli an. Voraussetzung für einen Besuch ist, wie auch auf den Bahamas, ein aktueller, negativer Coronavirus-Test. Nach Jamaika sind Reisen bereits seit dem 15. Juni wieder möglich.

2.7.2020 • 06:31 Uhr

Deutsche spenden auch in der Krise

Die Spendenbereitschaft der Deutschen hat auch in der Coronakrise nicht nachgelassen. In den Monaten Februar bis Mai 2020 spendeten die Bundesbürger mehr Geld an gemeinnützige Organisationen als im Vorjahreszeitraum, wie Zahlen des Marktforschungsinstituts GfK zeigen. "Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten, die die Coronakrise für viele Menschen mit sich bringt, hätte man durchaus erwarten können, dass es einen Spendeneinbruch gibt", sagt Max Mälzer, Geschäftsführer des Deutschen Spendenrats. Zu Beginn der Krise hätte so manche Hilfsorganisation mit einem Spendenrückgang von bis zu 90 Prozent gerechnet.

Insgesamt kamen den Angaben zufolge im Jahr 2020 bislang rund 31 Millionen Euro mehr zusammen als im Vorjahreszeitraum. Demnach stieg das Gesamtspendenvolumen im Februar gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2019 um sechs Prozent, im März um 13 Prozent, im April um fünf Prozent und im Mai um sieben Prozent. "Wenn man bedenkt, dass die vielen kleinen finanziellen Unterstützungsleistungen von Privatleuten an lokale gewerbliche Anbieter - etwa den Buchhändler oder das Lieblingsrestaurant um die Ecke - in der Erhebung nicht berücksichtigt werden, ist diese erste Bilanz umso erstaunlicher", erklärt Mälzer. Die GfK wird vom Deutschen Spendenrat e.V. damit beauftragt, kontinuierlich das Spendenaufkommen in Deutschland zu erfassen. In den vergangenen Jahren kamen den Angaben zufolge mit leichten Abweichungen rund 5,3 Milliarden Euro pro Jahr zusammen.

2.7.2020 • 05:50 Uhr

503 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut zufolge 503 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 195.228 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. 8994 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von neun im Vergleich zum Vortag. Etwa 180.300 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

2.7.2020 • 05:05 Uhr

Tesla droht Arbeitern offenbar mit Kündigung

Der Elektroautohersteller Tesla droht Mitarbeitern und Arbeitsrechtaktivisten zufolge seinen Angestellten. Wer seit der Wiederöffnung aus Angst vor dem Coronavirus noch nicht zur Arbeit im kalifornischen Werk zurückgekehrt sei, dem werde mit Kündigung gedroht. Tesla-Chef "Elon Musk sollte zur Verantwortung gezogen werden", forderte Carlos Gabriel, ein Mitarbeiter, der an der Organisation einer Demonstration vor der Gesundheitsbehörde des Bezirks Alameda in Oakland beteiligt war.

Die Gruppe von Mitarbeitern und Aktivisten fordert ein Ende der Drohungen sowie ein Einschreiten von lokalen und staatlichen Behörden, um die angemessenen Sicherheitsprozeduren in Fremont in der San Francisco Bay Area durchzusetzen. Gabriel und andere Mitarbeiter sagten, sie hätten von Coronavirus-Fällen in der Belegschaft gehört, kannten jedoch keine Zahlen, da die Firma sie nicht veröffentliche. Sie fordern von der Gesundheitsbehörde, Zahlen zu veröffentlichen und die Kontakte von Erkrankten zu verfolgen.

2.7.2020 • 05:05 Uhr

Infektionsrate in den USA auf neuem Rekordhoch

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den USA ist auf eine neue Rekordhöhe gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 52.898 neue Ansteckungsfälle verzeichnet, wie die Johns-Hopkins-Universität im Bundesstaat Maryland mitteilte. Dies ist die höchste Zahl seit Ausbreitung des neuartigen Virus in die Vereinigten Staaten. Die USA sind das mit Abstand am härtesten von der Pandemie getroffene Land der Welt. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle liegt nach Angaben der Universität inzwischen bei 2,682 Millionen. Die Zahl der verzeichneten Todesopfer stieg zuletzt binnen 24 Stunden um weitere 706 und lag damit bei insgesamt 128.028. 

Das Virus breitete sich vom Nordosten der USA nach Westen und Süden aus. Es grassiert jetzt vor allem in Kalifornien, Texas, Florida und Arizona. Bereits am Dienstag waren fast 48.000 neue Infektionen registriert worden. Einige US-Bundesstaaten nehmen daher Lockerungen wieder zurück. So wurden in Kalifornien Bars, Kinos und Museen geschlossen. Abstandsregeln sollen verstärkt kontrolliert werden.