Flugzeuge der Fluggesellschaft TUIfly stehen auf dem Flughafen Hannover.  | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie TUIfly will Flotte halbieren

Stand: 18.06.2020 22:04 Uhr

TUIfly hat die massive Reduzierung seiner Flotte und den Abbau von rund 900 Arbeitsplätzen auf den Weg gebracht. Mit einem Notfallplan will sich die NATO für eine zweite Pandemie-Welle wappnen. Der Liveblog vom Donnerstag zum Nachlesen.

  • TUIfly bringt Halbierung von Flotte und Personal auf den Weg
  • Kreis Gütersloh bittet Bundeswehr um Hilfe bei Corona-Tests
  • Infektionen in Kasseler Wohnhaus - Grundschule geschlossen
  • Erneut mehr als 1,5 Millionen Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe
  • Corona-Warn-App: Rund acht Millionen Downloads
18.6.2020 • 22:04 Uhr

Ende des Liveblogs

Damit schließen wir den Liveblog für heute.

18.6.2020 • 21:39 Uhr

Infektionen in Kasseler Wohnhaus - Grundschule geschlossen

Mindestens 20 Bewohner eines Wohnhauses in Kassel haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Darunter sind auch zwei Grundschulkinder, wie die Stadt mitteilte. Als Vorsichtsmaßnahme bleibe ihre Schule und ein Hort im betroffenen Stadtteil Bettenhausen am Freitag geschlossen. Weitere Menschen würden getestet, Ergebnisse stehen bisher noch aus. Weitere Angaben - etwa zur Zahl der Menschen, die in Quarantäne müssen oder zu möglichen schweren Verläufen der Infektion - machte die Stadt zunächst nicht. Für Freitagvormittag wurde eine Pressekonferenz angekündigt.

18.6.2020 • 21:30 Uhr

Breite Unterstützung für europäisches Kurzarbeitergeld

Deutschland hat den Weg für ein europaweites Kurzarbeitergeld freigemacht. Mit großer Mehrheit billigte der Bundestag das Kreditprogramm "Sure", das zur Bewältigung der Corona-Krise die Zahlung von Kurzarbeitergeld in den EU-Staaten fördern soll. Damit die EU-Kommission dafür bis zu 100 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufnehmen kann, sollen die EU-Staaten insgesamt 25 Milliarden Euro als Garantien hinterlegen. Davon entfallen rund 6,4 Milliarden Euro auf Deutschland.

Als Exportnation habe Deutschland ein vitales Interesse daran, dass die Handelspartner in der EU wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen, erklärte der CDU-Haushaltspolitiker Carsten Körber. Seine Fraktion stimmte ebenso für das Vorhaben wie der Koalitionspartner SPD und die Oppositionsfraktionen von FDP, Linken und Grünen. Gegenstimmen gab es von einem einzelnen Unions-Abgeordneten sowie von der gesamten AfD, die in dem Vorhaben den Einstieg in eine europäische "Schuldenunion" sieht.

18.6.2020 • 21:06 Uhr

ARD extra: Die Corona-Lage

Wegen der milliardenschweren Konjunkturprogramme auf Bundes- und Europaebene kommen auf die zukünftige Generationen gewaltige Aufgaben zu. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler vielerorts fast ein Drittel des Schuljahres verloren. Aus großen Vergleichsstudien wissen Ökonomen, dass sich dies deutlich negativ auf das künftige Einkommen auswirken wird und die Bildungschancen damit weiter auseinanderdriften. Prof. Ludger Wößmann, Bildungsökonom am ifo Institut in München gibt im ARD extra eine Prognose ab.

18.6.2020 • 20:45 Uhr

Berlins Corona-Ampel wieder grün

Berlins sogenannte Corona-Ampel zur Einschätzung der Pandemie-Lage leuchtet wieder durchgehend grün. Nachdem der R-Wert zur Anzeige der Dynamik des Infektionsgeschehens am Mittwoch auf Gelb gesprungen war, wechselte er mit dem Wert 1,01 am Donnerstag wieder auf Grün, wie die Senatsgesundheitsverwaltung mitteilte.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle kletterte demnach um 128 auf 7602. Gegenwärtig werden den Angaben zufolge 138 Erkrankte isoliert behandelt, davon 45 auf der Intensivstation. Die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Gestorbenen liege bei 211, nach 210 am Vortag.

Die Ampel wechselt auf Rot, wenn die Reproduktionszahl (R-Wert) das dritte Mal in Folge bei 1,2 oder höher liegt. Der aktuelle 7-Tages-R-Wert beträgt in der deutschen Hauptstadt laut Gesundheitsverwaltung 1,00, nach 1,06 beziehungsweise 1,24 an den Vortagen. Auch die Zahl der Neuinfektionen pro Woche liegt mit weiterhin 8,78 weiter im grünen Bereich, ebenso der Anteil der Plätze, die auf Intensivstationen für Covid-19-Patienten benötigt werden (3,6 Prozent). Nach der dreiteiligen Berliner Corona-Ampel müssen erst Maßnahmen erörtert und vorbereitet werden, wenn zwei der drei Indikatoren gelb sind. Stehen zwei von drei Indikatoren auf Rot, sind Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen umzusetzen.

18.6.2020 • 20:20 Uhr

TUIfly bringt Halbierung von Flotte und Personal auf den Weg

Der Aufsichtsrat von TUIfly hat den vom Management vorgeschlagenen Sparkurs mehrheitlich bestätigt. Der Vorstand könne nun Verhandlungen mit Betriebsräten und Gewerkschaften aufnehmen, teilte das Unternehmen mit. Damit wird die Streichung Hunderter Jobs bei der Konzern-Airline wahrscheinlicher.

Arbeitnehmervertreter hätten dagegen gestimmt, teilte die Gewerkschaft ver.di nach der Sitzung mit. Unterm Strich stehe nun dennoch der Beschluss, die Flotte von TUIfly wegen der wirtschaftlich schwierigen Lage in der Corona-Krise von 39 auf nur noch 17 Maschinen mehr als zu halbieren. Die Geschäftsführung habe erklärt, dass jetzt gegenüber den Belegschaftsvertretungen erst "der Beginn von Verhandlungen" anstehe, "nicht das Ende". Ver.di berichtete, viele Beschäftigte, die zu einer Kundgebung vor der TUI-Zentrale angereist waren, seien dennoch "mit der Stimmung am Boden".

Unter anderem sei entschieden worden, die Technik in Hamburg zu schließen. Den bisherigen Planungen zufolge will der Ferienflieger wegen der Corona-Turbulenzen und der gesunkenen Nachfrage rund 900 der knapp 2000 Vollzeitstellen streichen. Aus dem Umfeld des Unternehmens hieß es allerdings, im Zuge der Verhandlungen mit den Gewerkschaften rund um den Sozialplan könnte das Ergebnis letztlich auch glimpflicher ausfallen.

TUIfly ist die Airline des weltgrößten Tourismusunternehmens TUI, das wegen der Corona-Krise konzernweit rund 8000 Arbeitsplätze abbauen will und bereits Staatshilfen von 1,8 Milliarden Euro bekommt.

Mitarbeiter von TUIfly demonstrieren vor dem Gebäude der TUI Group gegen die geplanten Sparmaßnahmen. | dpa

Mitarbeiter von TUIfly demonstrierten vor dem Gebäude der TUI Group gegen die geplanten Sparmaßnahmen. Bild: dpa

18.6.2020 • 19:20 Uhr

Restaurants und Einzelhandel in New York City sollen Montag öffnen

In der Millionenmetropole New York gelten voraussichtlich von Montag an lockerere Regeln im Umgang mit der Corona-Pandemie. Die aktuellen Daten sähen so aus, als könne die Stadt in Phase zwei der Lockerungen übergehen, sagte Bürgermeister Bill de Blasio. In dieser zweiten von vier Phasen sind unter anderem die Arbeit in Büros und der Verkauf für Publikumsverkehr im Einzelhandel wieder erlaubt. Die rund 27.000 Restaurants der Stadt dürfen im Außenbereich Gäste bedienen, Friseurläden auf der Hälfte der maximal möglichen Plätze arbeiten. Überall gelten weiterhin Abstandsregeln und Hygienevorschriften.

Der Gouverneur des Bundesstaates, Andrew Cuomo, zeigte sich ebenfalls optimistisch, dass New York City nahezu sicher auf dem Weg zu weiteren Lockerungen sei. Er behielt sich aber eine definitive Aussage für morgen vor. Gleichzeitig kündigte Cuomo an, dass der Bundesstaat die Zahl der Mitarbeiter erhöhe, die in Gaststätten die Einhaltung geltender Regeln überprüfe. Ein sofortiger Entzug von Schanklizenzen könne die Folge sein, sagte Cuomo.

Seit einigen Tagen hatte es vermehrt Berichte von Bars und Restaurants gegeben, die bereits jetzt Außenbestuhlung aufgestellt hatten und Gästen ohne Maske Verzehr und Trinken vor den Gaststätten erlaubt hatten. Der Anteil positiver Tests im Bundesstaat New York liege nur noch bei 0,9 Prozent, sagte Cuomo - ein Zeichen, dass es sehr viel weniger unentdeckte Ansteckungen als noch vor einigen Wochen gibt.

18.6.2020 • 19:12 Uhr

Länder wollen nach den Ferien zurück zum Regelbetrieb an Schulen

Die Kultusministerkonferenz hat eine Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen nach den Ferien beschlossen. "Zur Gewährleistung des Rechts auf Bildung von Kindern und Jugendlichen streben die Länder an, dass alle Schülerinnen und Schüler spätestens nach den Sommerferien wieder in einem regulären Schulbetrieb nach geltender Stundentafel in den Schulen vor Ort und in ihrem Klassenverband oder in einer festen Lerngruppe unterrichtet werden", teilte die Konferenz mit. Die Länder stimmten dabei überein, dass hierfür die Abstandsregelung von 1,5 Metern entfallen müsse, sofern es das Infektionsgeschehen zulässt.

Weiterhin seien aber Hygienemaßnahmen und deren "situationsadäquate Anpassung vor Ort" notwendig. Die KMK werde "rechtzeitig" einen gemeinsamen Rahmen für aktualisierte Schutz- und Hygienemaßnahmen  beschließen. "Die Länder stellen sicher, dass Schülerinnen und Schüler ihre angestrebten Abschlüsse im Schuljahr 2020/2021 erreichen können", heißt es in dem Beschluss weiter. Außerdem würden "geeignete Maßnahmen" ergriffen, um während der Pandemie entstandene "mögliche Lernrückstände zu überwinden".

18.6.2020 • 18:23 Uhr

Britische Regierung schwenkt auf dezentrale Corona-App-Technologie um

Die britische Regierung hat bei der Entwicklung ihrer Corona-Warn-App eine Kehrtwende vollzogen: Die vom Nationalen Gesundheitsdienst NHS entwickelte App wird zugunsten einer von Apple und Google unterstützten Technologie mit dezentraler Datenspeicherung aufgegeben, wie der britische Sender BBC berichtete.

Die App, die Daten zentral auf Servern speichert, wurde bereits seit mehr als einem Monat getestet und sollte ursprünglich im Mai starten. Sie macht nun einer Technologie Platz, die auf dezentrale Datenspeicherung setzt. Diese wird von den Tech-Giganten Apple und Google favorisiert. Auch Deutschlands Corona-Warn-App speichert Daten nur dezentral. Frankreich hingegen setzt auf ein zentrales Speicherungssystem.

18.6.2020 • 18:14 Uhr

Hessen streicht Sonntagsöffnung wieder

Die hessische Landesregierung hat entschieden, die für die Zeit der Corona-Pandemie eingeführte Möglichkeit zur generellen Sonntagsöffnung von Geschäften wieder abzuschaffen. Die Sonderregelung werde am 22. Juni auslaufen, teilte Landessozialminister Kai Klose mit. Kirchen und Gewerkschaften begrüßten die Entscheidung.

18.6.2020 • 18:05 Uhr

Italien plant bis zu 500 Euro "Urlaubsbonus" für Geringverdiener

Mit einem "Urlaubsbonus" will Italien der angeschlagenen Tourismus-Branche helfen. Italienische Haushalte mit niedrigem Einkommen sollen für einen Urlaub in Italien bis zu 500 Euro bekommen, wie die Regierung mitteilte. Insgesamt veranschlagt das Land 2,4 Milliarden Euro für das Hilfsprogramm. Unterstützt werden sollen Haushalte mit einem Jahreseinkommen bis 40.000 Euro. 

Wie die italienische Steuerbehörde mitteilte, sind für Single-Haushalte 150 Euro, für Paare 300 Euro und für Familien 500 Euro vorgesehen. Mit den Zuschüssen können zwischen dem 1. Juli und dem 31. Dezember Ferienunterkünfte in Italien bezahlt werden. 80 Prozent bekommen die Antragsteller direkt in Form eines Rabatts auf die Übernachtungskosten, 20 Prozent können sie von der Steuer absetzen.

Frau mit Mundschutz am Strand | REUTERS

Der Tourismus macht etwa 13 Prozent von Italiens Bruttoinlandsprodukt aus. Experten gehen wegen der Corona-Pandemie von einem Umsatzrückgang von bis zu 3,2 Milliarden Euro in diesem Sommer aus. Bild: REUTERS

18.6.2020 • 17:57 Uhr

EU fordert besseren Schutz von Saisonarbeitern

EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit hat prekäre Arbeitsverhältnisse für temporäre und ausländische Arbeitskräfte angesichts der Corona-Gesundheitskrise kritisiert. Den Arbeitern müssten Schutzausrüstung und Hygieneprodukten bereitgestellt werden, sagte Schmit im Europaparlament. Besonders wichtig sei das in Sektoren, in denen Arbeiter einem besonderen Risiko für eine Infektion ausgesetzt seien. Die EU-Länder seien dafür verantwortlich, dass Schutzvorgaben umgesetzt würden, so Schmit.

Saisonarbeiter und sogenannte Grenzgänger würden häufig ausgebeutet und hätten einen schlechten Zugang zu öffentlichen sozialen Leistungen, sagte Schmit. Die Covid-19-Pandemie habe das besonders gezeigt. Bei Unterkünften und dem Zugang zu medizinischer Versorgung müssten ausländische Arbeiter die gleichen Rechte haben wie heimische Angestellte, sagte die kroatische Staatssekretärin Nikolina Brnjac als Vertreterin des Rats.

EU-Parlamentarier kritisierten bei der Debatte vor allem die Unterbringung der Arbeiter. In den Unterkünften herrschten oft miserable Zustände, sagte der liberale Fraktionschef Dacian Ciolos. Der Corona-Ausbruch bei Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies habe gezeigt, dass aus der Krise nichts gelernt worden sei, meinte SPD-Europa-Politikerin Gabriele Bischoff. Diese Situation müsse beendet werden.

Das Europaparlament stimmte über eine entsprechende Resolution ab. Darin wurden die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten aufgefordert, Grenzgänger und Saisonarbeitnehmer vor dem Coronavirus und den Folgen zu schützen. Dazu gehöre auch ein leichter Zugang zu Tests und zu Informationen in einer Sprache, die die Menschen verstünden, hieß es im Entwurf der Entschließung.

18.6.2020 • 17:51 Uhr

Magdeburg schließt weitere Schule und Freizeiteinrichtungen

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus in Magdeburg zu bremsen, schließt die Stadt eine weitere Grundschule sowie mehrere Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche. In der Grundschule "Westerhüsen" sei ein Mitarbeiter positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, der im gesamten Gebäude Reinigungsarbeiten verrichtet habe, teilte die Stadt mit. Die Grundschule werde daher von Freitag an bis zum 3. Juli geschlossen.

Es ist die elfte Schule in der Stadt, die wegen des Corona-Ausbruchs geschlossen wird. Geschlossen werden zudem vorsorglich bis zum 1. Juli sieben Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche. Dort hätten sich viele Kinder und Jugendliche aus Familien aufgehalten, in denen das Virus nachgewiesen worden sei. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, betonte die Stadt.

18.6.2020 • 17:50 Uhr

Inzwischen 85 Corona-Infektionen in Berliner Wohnblöcken

Die Zahl der Corona-Infektionen in den unter Quarantäne gestellten Wohnblöcken in Berlin-Neukölln ist weiter gestiegen. Dem Ausbruch werden nun 85 Fälle zugerechnet, wie der Bezirk mitteilte. Das sind 15 Fälle mehr als am Vortag bekannt waren. Unter den Infizierten seien 36 Kinder und Jugendliche, hieß es. 75 Kisten mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln seien zur Versorgung erster Haushalte verteilt worden.

Mit einem weiteren Anstieg der Fallzahl wird gerechnet, da noch Tests bei Bewohnern der betroffenen Häuser laufen. Bisher wurden in dem Zusammenhang laut Bezirksstatistik 440 Tests vorgenommen. Neukölln hat knapp 370 Haushalte an sieben Standorten unter Quarantäne gestellt, um eine Ausbreitung von Sars-CoV-2 zu verhindern. Pro Haushalt leben einer bis zehn Bewohner - die genaue Zahl der Betroffenen ist nach Bezirksangaben unbekannt.

18.6.2020 • 17:02 Uhr

Hessen hält an Frankfurter Buchmesse fest

Das Land Hessen hält an seiner Linie fest, die Frankfurter Buchmesse trotz Corona stattfinden zu lassen. Wie die Frankfurter Buchmesse mitteilte, gaben Ministerpräsident Volker Bouffier und Landes-Sozialminister Kai Klose bekannt, dass die Buchmesse nach dem Willen der Landesregierung im Oktober stattfinden solle.

Für die Durchführung der Buchmesse 2020 gelte die Vereinbarung von Bund und Ländern vom 6. Mai 2020. Hier sei festgelegt worden, dass die Bundesländer darüber entscheiden, ab wann die Durchführung von Messen unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln erlaubt ist. Wie es weiter hieß, werden Messen aus Sicht der Landesregierung nicht als Teil der Kategorie "Großveranstaltungen" betrachtet. Die Zielsetzung von Großveranstaltungen wie etwa dem Oktoberfest unterscheide sich doch maßgeblich von der einer Messe, bei der die Präsentation von Waren im Vordergrund stehe.

Die Veranstalter der Buchmesse hatten Ende Mai beschlossen, die Bücherschau vom 14. bis 18. Oktober auf dem Messegelände in Frankfurt "und zeitgleich virtuell" stattfinden zu lassen.

18.6.2020 • 16:48 Uhr

NATO-Notfallplan für mögliche zweite Welle

Die NATO wappnet sich mit einem Notfallplan für eine mögliche zweite Welle der Corona-Pandemie. Die Verteidigungsminister der 30 Mitgliedstaaten beschlossen, einen Vorrat an medizinischer Ausrüstung anzulegen, wie Generalsekretär Jens Stoltenberg mitteilte. Zudem soll ein millionenschwerer Krisenfonds eingerichtet werden.

Wo die Vorräte angelegt werden, ist nach Angaben von Diplomaten noch nicht abschließend entschieden. Sie sollen aber auf jeden Fall Material für Intensivstationen, Beatmungsgeräte und Schutzmasken beinhalten. Mit Geldern aus dem Krisenfonds könnte im Notfall zum Beispiel der Transport von Material, aber auch von an Covid-19 erkrankten Patienten organisiert werden. Zudem soll mit ihnen auch medizinische Ausrüstung eingekauft werden können.

18.6.2020 • 16:48 Uhr

Hoffenheim wirbt auf dem Trikot für die Corona-Warn-App

Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim macht in der Partie gegen den 1. FC Union Berlin am Samstag Trikotwerbung für die Corona-Warn-App. Trikotsponsor der Kraichgauer ist normalerweise der Walldorfer Softwarekonzern SAP, der zusammen mit der Telekom die App entwickelt hat. Die Bundesregierung startete die Anwendung für Smartphones am Dienstag zum freiwilligen Herunterladen für alle Bürger. Sie baut auf eine breite Nutzung, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

Alle Clubs der 1. und 2. Liga werben außerdem an den abschließenden beiden Spielen dieser Saison auf dem Trikotärmel für die App.

18.6.2020 • 16:42 Uhr

Kreis Gütersloh bittet Bundeswehr um Hilfe bei Corona-Tests

Der Kreis Gütersloh hat bei der Bundeswehr um Hilfe bei einem Reihentest auf Corona-Infektionen beim Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück angefragt. Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) habe um Amtshilfe gebeten, wie eine Sprecherin sagte.

Bislang hatten das Rote Kreuz und die Malteser bei den Tests geholfen. Diese Organisationen stießen aber an ihre Grenzen. Die Bundeswehr soll ab Freitag Soldaten mit medizinischen Vorkenntnissen und andere für die Dokumentation schicken. Insgesamt sollen rund zwei Dutzend Soldaten helfen. Nach Angaben eines Konzernsprechers sollen pro Tag 1500 bis 2000 Mitarbeiter auf das Corona-Virus getestet werden.

18.6.2020 • 16:20 Uhr

Laschet stellt umstrittene Äußerung klar

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat auf Kritik an seiner Aussage zum Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies reagiert. "Menschen gleich welcher Herkunft irgendeine Schuld am Virus zu geben, verbietet sich. Mir ist wichtig klarzumachen, dass das für mich wie für die gesamte Landesregierung selbstverständlich ist", teilte Laschet mit.

Der Ministerpräsident hatte am Mittwoch auf die Frage, was der Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies über die bisherigen Lockerungen aussage, geantwortet: "Das sagt darüber überhaupt nichts aus, weil Rumänen und Bulgaren da eingereist sind und da der Virus herkommt. Das wird überall passieren." Mehrere SPD-Politiker hatten daraufhin eine Entschuldigung gefordert.

Laschet sagte, es gebe "eine Vielzahl von Risiken für die Verbreitung von Viren, dazu gehören auch die Bedingungen und die Form des Reiseverkehrs innerhalb Europas. Wir wollen ja aber gerade offene Grenzen und einen europäischen Arbeitsmarkt". Das Problem liege damit bei den Arbeitsbedingungen und der Unterbringung der Menschen.

18.6.2020 • 15:53 Uhr

Ab Sonntag wieder Reisefreiheit zwischen Österreich und Spanien

Österreich erlaubt ab Sonntag die Einreise aus Spanien ohne jede Gesundheitskontrolle. Bisherige Beschränkungen wie ein negativer Test auf das Coronavirus oder eine 14-tägige Heimquarantäne nach der Rückkehr aus Spanien entfielen, sagte Außenminister Alexander Schallenberg.

Spanien sei in einem enormen Ausmaß von der Pandemie betroffen gewesen. Umso mehr sei es ein positives Zeichen, dass die Reisefreiheit nun wieder hergestellt werde. Weiterhin gültig sind Reisebeschränkungen für Schweden, Portugal und Großbritannien. Hier werde die Situation "laufend evaluiert", sagte Schallenberg.

18.6.2020 • 15:49 Uhr

Branchenverband rechnet mit größeren Problemen für Airlines

Die Aussichten für den Luftverkehr in Europa haben sich nach Einschätzung des Branchenverbands IATA noch weiter eingetrübt. "Das Schlimmste könnte noch bevorstehen", teilte ein Sprecher der IATA mit. Im Vergleich zu den eigenen Prognosen vom April korrigierten die neuesten IATA-Vorhersagen die Zahl der Passagier- und Arbeitsplatzverluste noch einmal.

Für Deutschland gehe die IATA nicht mehr von einem Minus von 103 Millionen Passagieren für 2020 aus, sondern von 113 Millionen, hieß es. Statt 480.000 Jobs seien in Deutschland nun mehr als 530.000 Arbeitsplätze gefährdet, die vom Luftverkehr wesentlich abhingen. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise belasteten die Branche trotz der jüngsten Wiederaufnahme des Flugbetriebs weiterhin enorm. Gerade die Quarantäne-Bestimmungen schreckten viele von Buchungen ab.

18.6.2020 • 15:42 Uhr

Tausende Pubs in Großbritannien fürchten um ihre Existenz

Brauereien und Pubs haben die britische Regierung vor dramatischen Folgen für ihre Branche gewarnt, sollte nicht bald ein Datum für die Wiedereröffnung feststehen. Die "unmittelbare Zukunft Tausender Pubs und Hunderttausender Arbeitsplätze steht auf dem Spiel", hieß es in einem offenen Brief an Premierminister Boris Johnson im Namen Dutzender Brauereien und Pub-Ketten.

In Großbritannien sind Kneipen, Bars und Restaurants weiterhin geschlossen. Ein genaues Datum, wann sie wieder öffnen sollen, gibt es bisher nicht. Der 4. Juli war dafür zwar zunächst anvisiert, wurde aber bisher von der Regierung nicht bestätigt. Die Unsicherheit könnte Tausende Arbeitsplätze kosten, warnten die Unternehmen. Geschäfte durften zwar von dieser Woche an wieder öffnen, es gilt jedoch eine Abstandsregel von zwei Metern. Viele Pub-Betreiber fürchten, dass sie unter diesen Umständen nicht genügend Umsatz machen werden.

18.6.2020 • 15:33 Uhr

Söder will bis Herbst neues Konzept für Corona-Autohilfen vorlegen

Nach der politischen Sommerpause will CSU-Chef Markus Söder neue Vorschläge zur Unterstützung der Autoindustrie und ihrer Zulieferer in der Corona-Krise vorlegen. "Es muss im Herbst eine Wiedervorlage zum Thema Auto geben", sagte der bayerische Ministerpräsident. Ohne eine dauerhafte Verbesserung der Entwicklung im internationalen Export werde es nicht so leicht sein, die deutsche Wirtschaft wieder zum Anspringen zu bewegen.

Söder betonte, dass er dazu nicht nur mit den Bundesländern Niedersachsen und Baden-Württemberg als Länder der Autohersteller, sondern auch mit der Industriegewerkschaft Metall und Ländern, in denen viele Zuliefererbetriebe beheimatet seien, das Gespräch suchen werde. Im Ergebnis könne er sich auch andere Konzepte als reine Kaufprämien vorstellen. Entscheidend sei, dass in der Industrie ein Transformationsprozess in Gang komme.

Zudem gehe er davon aus, dass in Deutschland die bisher noch bis zum Jahresende befristete Kurzarbeit noch verlängert werden müsse, sagte Söder. Das Land werde wohl Anfang des neuen Jahres "noch nicht so über den Berg sein, wie wir es wünschen". Die wirtschaftlichen Herausforderungen würden Deutschland noch länger erhalten bleiben als die pandemische Entwicklung. Gerade für ein Exportland wie Deutschland sei es schwierig, bei der unsicheren internationalen Infektionslage wieder durchzustarten.

18.6.2020 • 15:14 Uhr

Niedersachsen warnt vor Personalverlegungen aus Schlachthof

Niedersachsen warnt vor Personalverlegungen aus einem Schlachthof der Tönnies-Gruppe im Landkreis Gütersloh, in dem sich zahlreiche Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert haben. Das Bundesland habe bereits im Mai nach dem Auftreten erster Infektionen in Schlachthöfen per Erlass das Durchwechseln von Personal in diesem Bereich untersagt, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann: "Diesem Erlass ist weiter unbedingt Folge zu leisten."

Corona lege die "strukturellen Probleme in der Fleischbranche schonungslos offen", betonte sie. Für Werkvertragsbeschäftigte gebe es etwa keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall: "Dies kann dazu führen, dass Betroffene aus finanzieller Not auch mit Symptomen weiterarbeiten."

18.6.2020 • 15:10 Uhr

Erneut mehr als 1,5 Millionen Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe

In den USA ebbt die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe infolge der Corona-Krise langsamer als erwartet ab. Insgesamt stellten vorige Woche erneut mehr als 1,5 Millionen Bürger einen Antrag auf staatliche Stütze, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 1,3 Millionen gerechnet.

Die Corona-Pandemie hat in den USA Vollbeschäftigung in Massenarbeitslosigkeit umschlagen lassen: Mehr als 20 Millionen Amerikaner verloren im April ihren Job, bevor im Mai ein vorläufiges Ende des Abwärtstrends einsetzte und rund 2,5 Millionen Jobs geschaffen wurden.

18.6.2020 • 15:02 Uhr

Bouffier: Noch keine Entscheidung über Bundesliga mit Fans

Eine Entscheidung über den Zeitpunkt der Rückkehr der Zuschauer in die Stadien der Fußball-Bundesliga ist noch nicht gefallen. Das hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier gesagt. Es müsse ein bundesweit einheitliches Vorgehen in der Frage geben. Dazu sei ein Konzept des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) oder der Deutschen Fußball Liga (DFL) notwendig. Bis dahin gelte die Regelung, dass Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, wegen der Corona-Pandemie noch bis mindestens Ende Oktober verboten bleiben.

18.6.2020 • 14:58 Uhr

Immer mehr Corona-Tote in Bolivien

In Bolivien sind in der ersten Juni-Hälfte bereits mehr Menschen am Coronavirus gestorben als in den vorherigen drei Monaten insgesamt. Das berichtet die Zeitung "El Deber". Während in den drei vorangegangenen Monaten März, April und Mai insgesamt 305 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Infektion starben, waren es in der ersten Juni-Hälfte laut Gesundheitsministerium bereits 319. Bis Mitte des Monats hatte Bolivien offiziell 19.703 Infektionen und 632 Tote gemeldet.

Präsidialamtsminister Yerko Nunez warf Ex-Präsident Evo Morales vor, aus dem Exil seine Parteifreunde angewiesen zu haben, im Parlament Kredite in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar zum Kampf gegen Corona zu blockieren. Eine Sprecherin der sozialistischen früheren Regierungspartei MAS wies den Vorwurf zurück und erklärte, die Regierung halte nicht die erforderlichen Rahmenbedingungen für eine Kreditaufnahme ein.

18.6.2020 • 14:04 Uhr

Corona-Warn-App: Rund acht Millionen Downloads

Rund acht Millionen Menschen in Deutschland haben die Corona-Warn-App heruntergeladen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Downloads mit 7,9 Millionen an. "Jede Nutzerin und jeder Nutzer der Corona-Warn-App leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Eindämmung der Pandemie", schrieb das RKI weiter auf Twitter.

Laut einer Umfrage des Instituts Civey für das Portal "t-online.de" hält die Mehrheit der Bürger das Konzept der App für richtig. 55 Prozent der Befragten äußerten sich demnach positiv dazu, nur etwa ein Viertel negativ. 20 Prozent waren noch unschlüssig. In Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte ist der Zuspruch dabei höher als in dünner besiedelten Regionen. Nach Alter ausgewertet, sind den Angaben zufolge vor allem die 18 bis 29-Jährigen gegenüber dem Konzept aufgeschlossen. Die größte Skepsis komme von Befragten in der Altersgruppe von 30 bis 39 Jahren.

18.6.2020 • 14:00 Uhr

Ungarn erlaubt allen EU-Bürgern die Einreise

Mit dem Abflauen der Corona-Pandemie erlaubt Ungarn den Staatsbürgern aller EU-Länder die Einreise. Ein entsprechender Regierungserlass erschien im Ungarischen Amtsblatt. Deutsche Staatsbürger können bereits seit dem 7. Juni ohne coronabedingte Einschränkungen und Auflagen nach Ungarn fahren. In den Genuss der neuen Reisefreiheit kommen nun auch Bürger der Schweiz, Norwegens, Islands und Liechtensteins.

Im übrigen bleibt die Mitte März verhängte Grenzsperre für Ausländer in Kraft. Ungarn war von der Corona-Pandemie nicht besonders hart betroffen. In den vergangenen vier Tagen wurde im ganzen Land jeweils eine Neuansteckung registriert. Die Anzahl der akut Erkrankten beträgt derzeit 947. Ministerpräsident Viktor Orban hob mit Wirkung vom selben Tag den Gefahrennotstand auf.

18.6.2020 • 13:24 Uhr

Russland: Fast 500 Corona-Tote bei medizinischem Personal

Fast 500 Ärzte und anderes medizinisches Personal sind in Russland nach Behördenangaben nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Leider habe das Gesundheitswesen bisher 489 Mitarbeiter durch die Pandemie verloren, sagte die Leiterin der nationalen Gesundheitsaufsicht, Anna Samojlowa, der Staatsagentur Tass zufolge in Moskau. Die Zahl ist höher als die unabhängiger Quellen, die lange Zeit mehr Todesfälle als die Behörden öffentlich gemacht hatten.

Noch Ende Mai hatte das Gesundheitsministerium von lediglich 101 Toten gesprochen. Immer wieder hatte medizinisches Personal miserable Schutzausrüstung in Krankenhäusern beklagt. Viele Mediziner machten in Videoaufnahmen Missstände öffentlich, die dazu führten, dass sich Personal in Kliniken nicht oder nur unzureichend bei der Behandlung von Corona-Patienten schützen konnte. Eine Initiative von Ärzten wandte sich Anfang Juni in einem Brief an die Regierung, um auf die lebensgefährlichen Zustände hinzuweisen.

Medien berichteten, dass das Ausmaß der Krise in den Krankenhäusern unüberschaubar sei, weil viele aus Angst vor Nachteilen im Beruf lieber schwiegen.

18.6.2020 • 13:15 Uhr

Landesarmutskonferenz: Corona vertieft Spaltung der Gesellschaft

Die Landesarmutskonferenz (LAK) Niedersachsen warnt vor einer immer tieferen Spaltung der Gesellschaft als Folge des Corona-Virus. Es mehrten sich die Anzeichen, dass die Pandemie zwar medizinisch beherrschbar werde, die Folgen der Krisenbewältigung aber für wachsenden sozialen Sprengstoff sorgten, sagte LAK-Geschäftsführer Klaus-Dieter Gleitze in Hannover. Meldungen der vergangenen Tage fügten sich zu einem Bild, das eine steigende Ausgrenzung von Armen zeige. So laufe die Corona-Warn-App nur auf neueren Smartphones, die sich arme Menschen nicht leisten könnten. Diese würden so weiter benachteiligt.

Auch bei der digitalen Bildung, die als Folge von Corona für die Perspektiven einer ganzen Generation unverzichtbar sei, geraten Arme der LAK zufolge ins Hintertreffen. Wenn sich Eltern im Hartz-IV-Bezug an der Anschaffung von Tablets für den Unterricht beteiligen sollten, sei das ein "Unding". Hartz-IV Bezieher wüssten angesichts deutlich steigender Lebensmittelpreise kaum, wie sie sich und ihre Kinder einigermaßen gesund ernähren könnten. Da bleibe für digitale Bildung nichts übrig.

Auch seien Menschen in prekären Lebens- und Wohnverhältnissen einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt, an Covid-19 zu erkranken. Corona-Ausbrüche der jüngsten Zeit in Mietsbaracken in Neukölln, in Flüchtlingsunterkünften oder Fleischfabriken beträfen Menschen mit wenig Geld und geringerer Bildung, sagte Gleitze. Sie erhöhten deren Armuts- und Gesundheitsrisiko und beschleunigten deren soziale Ausgrenzung.

18.6.2020 • 13:11 Uhr

Lage im ÖPNV bleibt angespannt

Die Menschen fahren trotz der anhaltenden Corona-Krise wieder mehr Bus und Bahn - doch die Lage im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) bleibt angespannt. "Wir sind jetzt bei 40, 50 teilweise auch 60 Prozent der Nachfrage und fahren aber 100 Prozent der Leistungen", sagte der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann.

Weil Verkehrsunternehmen keine Gewinne machten, gebe es keine Rücklagen, um die finanziellen Folgen der Krise abzufedern. Auf mindestens fünf Milliarden Euro schätzt die Branche die Schäden der Pandemie. Wie schnell sich die Situation erhole, hänge auch davon ab, ob es eine zweite Infektionswelle geben werde.

Hilfe kam zunächst vom Bund. Im Konjunkturpaket legte dieser fest, die für die Finanzierung des Regionalverkehrs aufgewendeten Regionalisierungsmittel einmalig um 2,5 Millionen Euro zu erhöhen.

Jose und Marina Almeida | BR

Die Einbußen im öffentlichen Nahverkehr werden auf fünf Milliarden Euro geschätzt. Bild: BR

18.6.2020 • 13:00 Uhr

Umfrage: Ansehen der Wissenschaft ist gestiegen

Im Zuge der Corona-Krise ist das Ansehen der Wissenschaft und der Forschung in der Bevölkerung einer Umfrage zufolge deutlich gestiegen. Nach Ärzten und Richtern werde nun Wissenschaftlern das größte Vertrauen entgegengebracht, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf die Erhebung des Instituts für Demoskopie Allensbach. Auch das Misstrauen gegenüber Experten sei gesunken.

Während Ärzte und Richter schon bei einer zurückliegenden Befragung vor fünf Jahren die ersten beiden Plätze belegten, stieg das Vertrauen in die Aussagen von Wissenschaftlern von 30 auf 43 Prozent an. Laut der Umfrage bedeutet das aber nicht, dass die Bürger Wissenschaftlern wichtige Entscheidungen überlassen wollen. 55 Prozent der Befragten finden, deren Meinung solle nur eine von vielen sein, die Politiker berücksichtigen sollten.

Zudem sank erstmals das Misstrauen in Expertenmeinungen. Der Aussage, dass Experten nicht unabhängig und ihre Urteile dementsprechend nicht verlässlich seien, stimmten nur 37 Prozent der Umfrageteilnehmer zu. Vor fünf Jahren waren es noch 61 Prozent.

18.6.2020 • 12:48 Uhr

Weiterer Fall in Göttingen: Hochhaus mit 700 Leuten unter Quarantäne

Angesichts von etwa 100 neuen Coronavirus-Infektionen in einem Göttinger Hochhaus ist der Gebäudekomplex vollständig unter Quarantäne gestellt worden. Von der Entscheidung sind knapp 700 Bewohner betroffen, wie die niedersächsische Stadt mitteilte. Mit der Maßnahme sollen die Übertragungswege des Virus unterbrochen werden, weil die Behörden davon ausgehen, dass es eine hohe Zahl an Kontaktpersonen ersten Grades in dem Wohnkomplex gibt.

Ob der neue Fall die Rücknahme weiterer Lockerungen in Göttingen nach sich zieht, wurde zunächst nicht bekannt. Die Zahl der Neuinfektionen in den letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner stieg für Stadt und Landkreis Göttingen auf 44,86.

18.6.2020 • 12:15 Uhr

Tschechien verkündet Lockerungen

Ab 1. Juli gilt in Tschechien keine grundsätzliche Maskenpflicht mehr - die Hauptstadt Prag ausgenommen. Das teilte Gesundheitsminister Adam Vojtech mit. In Läden und öffentlichen Verkehrsmitteln in Prag müssten allerdings weiterhin Masken getragen werden. In Prag war wegen eines positiv getesteten Vize-Bürgermeisters die Arbeit des Rathauses lahmgelegt worden. Auch im nordöstlichen Bezirk Karvina sollen vorsichtshalber weiter Masken getragen werden. Dort waren kürzlich fast 500 Menschen mit Verbindungen zur Kohlemine Darkov positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

Als weitere Lockerung wird in Tschechien am 22. Juni die Obergrenze für Teilnehmer an öffentlichen Veranstaltungen von 500 auf 1000 angehoben. Bei Fußballspielen und ähnlichen Veranstaltungen dürfen bis zu 5000 Menschen zuschauen. Ab kommenden Montag gelten auch die Abstandsregeln in Museen, Galerien und Schlössern nicht mehr. Ab dem 1. Juli dürfen Nachtclubs in Tschechien wieder öffnen und Bars und Restaurants länger als bis 23:00 Uhr offen haben.

18.6.2020 • 12:03 Uhr

Dänemark öffnet Grenzen für EU- und Schengen-Staaten ab 27. Juni

Dänemark will die Einreise von Bürgern aus EU- und Schengen-Staaten mit niedrigen Infektionsraten ab 27. Juni wieder erlauben, teilte das dänische Außenministerium mit. Die Länder inklusive Großbritannien würden auf Grundlage objektiver Kriterien bewertet. Einreisen dürften Menschen aus Staaten, in denen es weniger als 20 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gebe, so das Ministerium. Schweden und Portugal erfüllten die Anforderungen nicht.

18.6.2020 • 11:51 Uhr

Grüne fordern "Pandemierat" und Hilfen für Ärmere

Nach dem jüngsten Corona-Ausbruch in der Fleischindustrie und den vielen Infektionen in mehreren Wohnblöcken im Berliner Bezirk Neukölln, fordern die Grünen, einkommensschwache und ärmere Menschen mehr in den Blick zu nehmen. "Die Pandemie hat eine soziale Dimension und Schieflage, gegen die die Bundesregierung viel stärker ankämpfen muss", sagte die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie forderte einen "Pandemierat", "der die bestehenden Maßnahmen mit Blick auf ihre sozialen, gesundheitlichen und ökonomischen Auswirkungen wissenschaftlich analysiert und aufzeigt, welche Maßnahmen wir in Zukunft anpassen oder verstärken müssen".

Eine Analyse der Uniklinik Düsseldorf und der Krankenkasse AOK im Auftrag der ARD hatte gezeigt, dass Hartz-IV-Empfänger ein deutlich höheres Risiko haben, wegen Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert zu werden. Das Risiko für Arbeitslosengeld-II-Empfänger ist demnach im Vergleich zu erwerbstätig Versicherten um 84 Prozent höher.

18.6.2020 • 11:40 Uhr

Milliardenhilfen für spanische Reisebranche

Spanien schnürt ein Hilfspaket über 4,25 Milliarden Euro zur Unterstützung der heimischen Tourismusbranche. Das teilte Ministerpräsident Pedro Sanchez mit. "Spanien öffnet sich dem Tourismus", erklärte er. "Jeder unserer Schritte wird sicher sein."

18.6.2020 • 11:32 Uhr

Dänemark führt Corona-Warn-App ein

Zwei Tage nach Deutschland hat auch Dänemark eine Smartphone-App zur besseren Nachverfolgung von Corona-Infektionen eingeführt. Die seit langem erwartete App "Smittestop" des dänischen Gesundheitsministeriums steht für dänische Nutzer zum Download bereit.

Wie mit ihrem deutschen Pendant sollen Nutzer damit frühzeitig gewarnt werden, dass sie sich in der Nähe von mit dem Coronavirus infizierten Menschen befunden haben. Das Aufspüren solcher Kontakte sei entscheidend, um Infektionsketten zu erkennen und zu stoppen, erklärte Gesundheitsminister Magnus Heunicke bei der offiziellen Vorstellung der Warn-App. Der Download ist wie im deutschen Fall freiwillig.

Aus Privatsphären- und Datenschutzgründen werden die Daten zu den Kontakten der Dänen nicht zentral erfasst.

18.6.2020 • 11:23 Uhr

China: Corona-Ausbruch in Peking unter Kontrolle

China gibt Entwarnung nach dem jüngsten Corona-Ausbruch in Peking. Dieser sei unter Kontrolle gebracht worden, sagte der Chefepidemiologe des Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten, Wu Zunyou, auf einer Pressekonferenz.

Seit gestern seien 21 neue Fälle bekannt geworden, während es tags zuvor noch 31 gewesen seien. Der Ausbruch hatte Angst vor einer zweiten Corona-Welle in China geschürt, nachdem wochenlang kaum Neuinfektionen aufgetreten waren.

Die Reisebeschränkungen wurden auf die Umgebung der chinesischen Hauptstadt ausgeweitet. Die Behörden riegelten den angrenzenden Bezirk Anxin mit seinen rund 460.000 Einwohnern weitgehend ab. Fahrten hinein und aus dem Gebiet hinaus wurden untersagt. 

Wie staatliche Medien berichteten, dürfen nur Fahrzeuge hinein, die zur grundlegenden Versorgung des rund 150 Kilometer von Peking entfernten Bezirks gebraucht werden. Andere Fahrzeuge benötigten dafür eine Sondergenehmigung.

18.6.2020 • 10:07 Uhr

IfW: Corona-Ausfall für deutsche Wirtschaft bei 390 Milliarden Euro

Die deutsche Wirtschaft verliert durch die Corona-Krise nach einer Schätzung des Kieler IfW-Instituts weit mehr als eine viertel Billion Euro. Der krisenbedingte Ausfall an Wirtschaftsleistung summiere sich in den Jahren 2020 und 2021 auf mehr als 390 Milliarden Euro, geht aus der Prognose des IfW hervor. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 6,8 Prozent einbrechen und damit so stark wie noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik. Dem soll 2021 ein kräftiges Wachstum von 6,3 Prozent folgen.

Zwar habe Europas größte Volkswirtschaft im April ihre Talsohle durchschritten und dürfte mit den im Mai begonnenen Lockerungsmaßnahmen einen Teil der Produktionsverluste rasch wieder wettmachen. "Allerdings wird die vollständige Erholung von der Krise einige Zeit in Anspruch nehmen", warnen die Forscher. So seien wichtige Abnehmerländer von der Corona-Pandemie wirtschaftlich stärker betroffen als Deutschland, weshalb die Exporte nur nach und nach wieder anziehen dürften. "Die Achillesferse für die Erholung der deutschen Wirtschaft ist das Exportgeschäft", erklärte das IfW.

18.6.2020 • 09:48 Uhr

Generelle Maskenpflicht nun auch in Ankara und Istanbul

Angesichts steigender Corona-Fallzahlen hat die Türkei die Maskenpflicht ausgeweitet. In den Metropolen Istanbul, Ankara und in Bursa müssen die Einwohner nach offiziellen Angaben in der Öffentlichkeit, also auch im Freien, Masken tragen. Damit gilt eine generelle Maskenpflicht in 45 von 81 Provinzen. Allerdings müssen die Türken schon seit April Masken an belebten Orten wie Supermärkten tragen. Bei Verstoß muss ein Bußgeld gezahlt werden.

Die Türkei hatte die Corona-Pandemie im Land zunächst mit strikten Maßnahmen eingedämmt. Am 1. Juni hatte Ankara dann zahlreiche Corona-Restriktionen gelockert. Seit dem Wochenende steigt die Zahl der in 24 Stunden registrierten Fälle wieder. Sie liegt momentan bei etwa 1500 Neuinfektionen täglich, Anfang Juni hatte die Zahl noch bei rund 800 gelegen.

Männer mit Mundschutz bei einem Markt in Istanbul | SEDAT SUNA/EPA-EFE/Shutterstock

Männer mit Mundschutz bei einem Markt in Istanbul. Bild: SEDAT SUNA/EPA-EFE/Shutterstock

18.6.2020 • 09:42 Uhr

Eltern von rund drei Millionen Kindern haben nichts vom Kinderbonus

Die Familien von rund drei Millionen Kindern werden vom geplanten Kinderbonus nichts haben. Hintergrund ist die Verrechnung der Zahlung bei der Steuer. Je höher das Einkommen der Familie ist, desto weniger profitiert sie von der Sonderzahlung. Die 300 Euro extra pro Kind sollen nach Regierungsangaben gezielt Familien mit kleinen und mittleren Einkommen zugute kommen.

"Nach Schätzung der Bundesregierung werden bei der Günstigerprüfung im Rahmen der nachfolgenden Veranlagung rund 3,1 Millionen Kinder nicht von der Bonuszahlung profitieren, weil der Kinderfreibetrag weiterhin günstiger ist", sagte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums der "Rheinischen Post".

Ausgezahlt wird der Bonus zunächst nach Angaben von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey für rund 18 Millionen Kinder. In voller Höhe bleiben die 300 Euro dann zum Beispiel verheirateten Eltern aber nur erhalten, wenn sie mit einem Kind nicht mehr als 67.800 Euro Jahreseinkommen haben. Ab etwa 85.900 Euro Einkommen haben die Eltern vom Kinderbonus gar nichts mehr.

18.6.2020 • 09:38 Uhr

Merkel fordert EU zu engerer Zusammenarbeit auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts der Corona-Pandemie eine engere Zusammenarbeit in der EU eingefordert. "Kein Land kann die Krise isoliert und allein bestehen", sagte Merkel in einer Regierungserklärung zur anstehenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft im Bundestag. Noch nie seien Solidarität und Zusammenhalt in Europa so wichtig gewesen.

Die Pandemie habe offengelegt, wie fragil das europäische Projekt noch sei. Erste Reflexe, auch in Deutschland, seien eher national und nicht durchgehend europäisch gewesen. Dies sei unvernünftig gewesen.

Merkel verteidigte erneut die weitreichenden Einschränkungen von Freiheitsrechten zur Virus-Eindämmung, auch wenn dies ein sehr hoher Preis gewesen sei und kritische Diskussionen ausgelöst habe. Die Maßnahmen seien aber unverzichtbar gewesen, manche, wie der Mindestabstand, seien es weiterhin.

18.6.2020 • 09:22 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Altmaier verteidigt Einstieg bei CureVac

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat den Einstieg bei dem Tübinger Biotechunternehmen CureVac verteidigt. Altmaier sagte im Inforadio vom rbb, im "weltweiten Wettlauf" nach einen Corona-Impfstoff werde "zum Teil (...) mit harten Bandagen gekämpft." Der Bund habe hier das Recht, die eigenen Interessen und "die Interessen von 83 Millionen Bürgern (...) zu schützen". Der Einstieg bei CureVac soll dem Unternehmen finanzielle Sicherheit geben.

In unternehmerische Entscheidungen wolle man sich nicht einmischen, so Altmaier: "Wir schreiben weder vor, wie geforscht wird, noch wie die Forschungsergebnisse verwertet werden. Wir wollen verhindern, dass Unruhe entsteht dadurch, dass ständig über Übernahmen durch andere Unternehmen spekuliert wird."

18.6.2020 • 08:53 Uhr

Fitch senkt Ausblick auf Indien negativ

Indien droht wegen der Corona-Rezession eine Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Fitch. Der Ausblick wird von "stabil" auf "negativ" gesenkt, wie Fitch mitteilte. "Die Corona-Pandemie hat die Wachstumsaussichten Indiens für dieses Jahr erheblich geschwächt und die Herausforderungen, die mit einer hohen öffentlichen Schuldenlast verbunden sind, offenbart", begründete die Agentur ihren Schritt. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr wegen der Pandemie um fünf Prozent einbrechen. Dem soll 2021/22 ein kräftiges Wachstum von 9,5 Prozent folgen, das aber vor allem mit der niedrigen Ausgangsbasis zu erklären sei.

Die Bonitätswächter bewerten die Kreditwürdigkeit Indiens derzeit mit der Note "BBB-" und damit als durchschnittlich gute Anlage, bei der mit Problemen im Falle einer Verschlechterung des Umfelds zu rechnen ist. Wird die Note gesenkt, gelten indische Staatsanleihen als "Junk Bonds" und damit als spekulative Anlage, bei denen mit Zahlungsausfällen zu rechnen ist.

Beim Verlust der sogenannten "Investment Grade"-Note dürfen viele Geldgeber nicht mehr in die Papiere investieren. Zudem müsste der Staat wohl mit höheren Risikoaufschlägen neue Geldgeber locken, was die Zinskosten nach oben treiben würde.

18.6.2020 • 08:51 Uhr

Umfrage: 47 Prozent der Startups sehen Existenz bedroht

Startups-Firmen werden einer Studie des Digitalverbandes Bitkom zufolge von der Coronakrise besonders hart getroffen. 47 Prozent geben an, dass die Krise ihre Existenz bedrohe, wie Bitkom mitteilt. 68 Prozent kommen zu der Einschätzung, dass sich die eigene Situation seit Beginn der Corona-Pandemie verschlechtert habe. An der Erhebung im Mai und Juni beteiligten sich dem Verband zufolge 112 Startups.

18.6.2020 • 08:49 Uhr

Ungarns Regierungschef Orban gibt Sondervollmachten ab

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat seine umstrittenen Sondervollmachten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie abgegeben. Mit einem Regierungserlass hob der rechtsnationale Politiker den coronabedingten Gefahrennotstand auf, den er Mitte März verhängt hatte.

Damit wurde ein Gesetz wirksam, welches das Parlament am Dienstag beschlossen hatte und welches das sogenannte Corona-Gesetz außer Kraft setzt. Dieses Gesetz von Ende März hatte den ungarischen Regierungschef mit umfassenden und ursprünglich zeitlich unbefristeten Sondervollmachten ausgestattet. Orban, der zu einem autoritären Regierungsstil neigt, hatte dafür im In- und Ausland viel Kritik erhalten.

Gleichfalls erschienen im Ungarischen Amtsblatt mehrere von Orban gezeichnete Erlasse, die den Umgang mit der Pandemie nach Aufhebung der Sondervollmachten regeln. Statt dem Gefahrennotstand gilt nun in Ungarn eine sogenannte Pandemiebereitschaft. So besteht weiterhin eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften. 

In den Innenräumen von Gaststätten muss sich das Personal mit einer Maske schützen. Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern bleiben weiter verboten. Die bisherige Regelung, die die Einkaufszeiten für Senioren festsetzte, entfällt hingegen.

18.6.2020 • 08:46 Uhr

Weiterer Corona-Fall in Neuseeland

Am 8. Juni hatte Neuseelands Regierung den Pazifikstaat für coronafrei erklärt. Bis auf Grenzkontrollen wurden alle Einschränkungen aufgehoben. Jetzt gibt es wieder drei bekannte Fälle von Neuinfektionen in dem Land.

Am Dienstag wurden zwei neue Infizierte gemeldet. Dabei handelt es sich um zwei miteinander verwandte Frauen, die Anfang Juni aus Großbritannien eingereist waren. Heute gab Gesundheits-Generaldirektor Ashley Bloomfield Bloomfield den dritten Fall bekannt: Ein 60-jähriger Mann, der von Pakistan über Katar zunächst nach Australien gereist sei. Am 13. Juni sei er dann nach Neuseeland weitergereist. Dort habe er sich in der vorgeschriebenen Quarantäne befunden, als er Symptome der Lungenkrankheit Covid-19 bekam. Zwei Tage nach der Ankunft sei der Mann positiv auf das Virus getestet worden.

18.6.2020 • 08:19 Uhr

Umsatz der deutschen Reiseanbieter bricht um 23 Prozent ein

Die Coronakrise setzt den deutschen Reiseanbietern besonders stark zu. Die Umsätze von Reisebüros und -veranstaltern sowie sonstigen Reservierungsdienstleistern brachen im ersten Quartal um rund 23 Prozent zum vorangegangenen Vierteljahr ein.

"Dies ist der stärkste Umsatzeinbruch in der Reisebranche seit 2008", teilte das Statistische Bundesamt mit.

18.6.2020 • 08:08 Uhr

Brasilien: Mehr als 1200 Corona-Tote in 24 Stunden

Brasilien hat den zweiten Tag hintereinander mehr als 1200 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden registriert. Wie das Gesundheitsministerium in Brasília mitteilte, starben 1269 Patienten im Zusammenhang mit dem Coronavirus in diesem Zeitraum. Damit stieg die Gesamtzahl der Corona-Toten in Brasilien auf 46.510.

Insgesamt rund 955.400 Menschen haben sich in dem größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas nach den offiziellen Statistiken mit dem Coronavirus infiziert. Nur in den USA wurden bislang mehr Infektionen und Tote verzeichnet.

Die tatsächlichen Zahlen in Brasilien dürften noch weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet.

Friedhofsmitarbeiter in Schutzkleidung vergraben einen Sarg in Rio De Janeiro.  | dpa

Friedhofsmitarbeiter in Schutzkleidung vergraben einen Sarg in Rio De Janeiro. Bild: dpa

18.6.2020 • 08:03 Uhr

Türkei kritisiert Einstufung als Corona-Risikogebiet

Die Türkei hat die Einstufung als Corona-Risikogebiet durch die Bundesregierung kritisiert. "Eine solche Einstufung stimmt unseres Erachtens auf keinen Fall mit der objektiven Sachlage überein und die Türkei verdient nicht eine solche Klassifizierung", erklärte die türkische Botschaft in Berlin auf Anfrage der dpa.

Die Bundesregierung hatte die Türkei am Montag zusammen mit 130 weiteren Ländern als Corona-Risikogebiet eingestuft. Aus einem Risikogebiet in Deutschland Einreisende müssen damit rechnen, dass sie 14 Tage in Quarantäne müssen. Für diese Länder ist eine Aufhebung der für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union - auch für die Türkei - geltenden Reisewarnung derzeit unwahrscheinlich.

18.6.2020 • 07:20 Uhr

Betrug bei Kurzarbeit: Politiker fordern Zoll zu Prüfungen auf

Mehr als 750.000 Unternehmen haben in der Corona-Krise Kurzarbeit für insgeamt 10,1 Millionen Arbeitnehmer angemeldet. Rechnet man die Missbrauchsquote von 1,4 Prozent aus der Finanzkrise auf die heutige Krise hoch, könnten geschätzte 10.000 Unternehmen unrechtmäßig Geld beziehen.

Angesichts des Betrugspotenzials fordern Politiker den Zoll auf, systematische Prüfungen vorzunehmen.

18.6.2020 • 07:16 Uhr

Umfrage bei Eltern: Stress durch Homeschooling

An normalen Schulunterricht ist trotz diverser Lockerungen immer noch nicht zu denken. Deshalb müssen Eltern ihren Nachswuchs weiterhin selbst zu Hause unterrichten. Wie gehen Eltern in Norddeutschland mit dieser Herausforderung um? Der NDR hat dafür eine Online-Umfrage durchgeführt, an der mehr als 2500 Menschen in ganz Norddeutschland teilgenommen haben.

18.6.2020 • 05:34 Uhr

China meldet 28 Neuinfektionen - 21 davon in Peking

Die chinesische Gesundheitskommission meldet binnen 24 Stunden 28 neue Coronavirus-Fälle, 21 davon in der Hauptstadt Peking. Bei vier der 28 Fälle würde es sich um sogenannte importierte Fälle handeln, an denen Reisende aus Übersee beteiligt sind. Darüber hinaus gebe es acht neue asymptomatische Infektionen. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle beläuft sich nach offiziellen Angaben auf 83.293. Die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 4634. China zählt asymptomatische Patienten - also diejenigen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, aber keine Symptome zeigen - nicht zu den bestätigten Coronavirus-Fällen.

18.6.2020 • 05:12 Uhr

Trump: "Wir werden das Land nicht wieder schließen"

US-Präsident Donald Trump will trotz steigender Infektionszahlen nicht noch mal auf Geschäftsschließungen zur Eindämmung des Virus zurückgreifen. "Wir werden das Land nicht wieder schließen. Das werden wir nicht tun müssen", betonte Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News Channel. Auch der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, und Finanzminister Steven Mnuchin hatten zuvor gesagt, die Vereinigten Staaten könnten die Wirtschaft nicht wieder stilllegen. Bislang sind in den USA rund 2,16 Millionen Amerikaner mit dem neuartigen Coronavirus infiziert und fast 118.000 US-Bürger an den Folgen von Covid-19 gestorben.

18.6.2020 • 05:02 Uhr

Eiffelturm öffnet wieder - aber nur für Sportliche

Arbeiter am Eiffelturm bereiten nach drei Monaten Pause die Wiedereröffnung des Pariser Wahrzeichens für den 25. Juni vor - allerdings nur für Sportliche: Die Aufzüge bleiben nach Angaben der Betreibergesellschaft wegen eines erhöhten Infektionsrisikos infolge des engen Raumes weiterhin außer Betrieb. In den Treppenhäusern werde es zum Schutz der Besucher ein Einbahnstraßensystem geben und alle Personen über elf Jahren müssen einen Gesichtsschutz tragen.

Eifelturm in Paris | REUTERS

Abstand halten gilt auch für alle, die den Eifelturm besteigen wollen. Bild: REUTERS

18.6.2020 • 05:02 Uhr

580 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut 580 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Gestern waren es noch 345. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 187.764 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt.

8856 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 26 im Vergleich zum Vortag. Etwa 174.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

18.6.2020 • 05:02 Uhr

"Todesstoß": Schausteller wollen gegen Veranstaltungsverbot vorgehen

Das Schaustellergewerbe will sich gegen die geplante Verlängerung eines Verbots für Großveranstaltungen bis Ende Oktober wehren. Ein solches Verbot sei ein "Todesstoß" für die Branche, sagte der Präsident des Deutschen Schaustellerbunds, Albert Ritter, der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit sei eine Klage im Eilverfahren vor dem Bayerischen Verfassungsgericht wegen Ungleichbehandlung in der Vorbereitung. Ritter betonte, dass auch Klagen in anderen Regionen denkbar seien.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Juni 2020 um 17:00 Uhr.