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Liveblog

Scholz zu Corona-Pandemie ++ "Nicht gegen eine Krise ansparen" ++

Stand: 14.05.2020 22:51 Uhr

Finanzminister Scholz hat sich in den tagesthemen für ein Konjunkturpaket ausgesprochen. "Gegen eine Krise kann man nicht ansparen". Die Einkäufe eines Trainers beschäftigen die Bundesliga. Alle Entwicklungen im Liveblog.

  • NRW schafft Quarantäne-Pflicht ab
  • Corona reißt Milliardenloch in die Staatskassen
  • Hilfspaket für Goethe-Institute und deutsche Auslandsschulen
  • Lufthansa weitet Flugplan aus
  • Steinmeier appelliert an Vernunft: "Mundschutz statt Aluhut"
  • Parlament billigt Sozialpaket II und Prämie für Altenpfleger
  • Schweden verlängert Einreiseverbot
  • Die Zahl der Infizierten in Russland übersteigt 250.000
14.5.2020 • 23:05 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Alle Informationen rund um die Corona-Pandemie finden Sie weiter auf tagesschau.de.

14.5.2020 • 22:51 Uhr

Spanien: Gedenken an verstorbene Ärzte und Pfleger

Angestellte des spanischen Gesundheitswesens haben zwei Gedenkminuten für ihre am Coronavirus erkrankten und verstorbenen Kolleginnen und Kollegen eingelegt. Im ganzen Land unterbrachen Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger ihre Arbeit oder stellten sich vor ihre Kliniken. Einige trugen selbstgemalte Schilder mit schwarzen Bändern.

Eine Mitarbeiterin eines Krankenhauses in Pamplona bekommt einen Blumenstrauß von einem Motorrafahrer. | dpa

Eine Mitarbeiterin eines Krankenhauses in Pamplona bekommt einen Blumenstrauß von einem Motorrafahrer. Bild: dpa

14.5.2020 • 22:25 Uhr

Augsburg-Trainer Herrlich und die Zahnpasta

Augsburgs neuer Trainer Heiko Herrlich hat während der Vorbereitung auf den Bundesliga-Neustart das Teamhotel zum Einkaufen von Zahnpasta und Gesichtscreme verlassen. Damit hat der Ex-Profi gegen die strengen Auflagen der Deutschen Fußball Liga zum Schutz gegen das Coronavirus verstoßen. "Auch wenn ich mich sowohl beim Verlassen des Hotels als auch sonst immer an alle Hygienemaßnahmen gehalten habe, kann ich dies nicht ungeschehen machen", teilte der 48-Jährige mit. Als Konsequenz werde er beim Spiel gegen Wolfsburg nicht auf der Bank sitzen und vorerst auch das Training nicht leiten.

"Ich bin in dieser Situation meiner Vorbildfunktion gegenüber meiner Mannschaft und der Öffentlichkeit nicht gerecht geworden", so Herrlich. In den nächsten Tagen werden weitere Corona-Tests durchgeführt, teilte der FC Augsburg mit. "Nach zwei negativen Testergebnissen wird Heiko Herrlich die Trainingsarbeit beim FC Augsburg wieder aufnehmen."

Leverkusens Trainer Heiko Herrlich beim Spiel gegen die Bayern. | dpa

Bild: dpa

14.5.2020 • 21:31 Uhr

Scholz in den tagesthemen: "Gegen eine Krise kann man nicht ansparen"

"Wir können das wegstecken", meint Finanzminister Olaf Scholz mit Blick auf die wegbrechenden Steuereinnahmen im Interview mit den tagesthemen. Steuerschätzer sagen für 2020 ein Minus von mehr als 81 Milliarden Euro voraus. Deutschland habe aber eine gute Basis, deshalb könne das Land die Krise meistern, so Scholz.

Der SPD-Politiker sagte, Deutschland werde ab Anfang Juni ein Konjunkturprogramm brauchen. "Gegen eine Krise kann man nicht ansparen". Man müsse dafür sorgen, dass die Volkswirtschaft schnell wieder wachse und Neueinstellungen stattfinden könnten. "Das kann nicht gelingen, wenn alle vorsichtig bleiben." Das Konjunkturpaket müsse zeitlich befristet sein, sagte Scholz.

Zu den Forderungen aus der Wirtschaft nach Hilfszahlungen sagte er: Niemand werde "bedacht". Stattdessen werde Deutschland sehr gezielt vorgehen. Die Kommunen müssten etwa in der Lage sein, ihre Investitionen zu halten.

14.5.2020 • 21:31 Uhr

US-Forscher: 300.000 Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind nach Angaben von US-Forschern weltweit bereits mehr als 300.000 Menschen infolge einer Infektion gestorben. Die Johns-Hopkins-Universität verzeichnete gut 4,4 Millionen bekannte Infektionen und 300.074 Todesfälle. Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.

14.5.2020 • 20:47 Uhr

Frankreich hilft Tourismusindustrie mit Milliardenplan

Mit den zunehmenden Lockerungen in Europa rückt der Tourismus in den Fokus. Auch Frankreich, mit rund 90 Millionen internationalen Gästen das beliebteste Reiseziele der Welt, leidet wirtschaftlich unter den Folgen der Pandemie. Nun will die Regierung der Tourismusindustrie mit einem Milliardenplan unter die Arme greifen. Zähle man alle Unterstützungen zusammen, komme man auf 18 Milliarden Euro, sagte Premierminister Édouard Philippe. Es sei ein "beispielloser Plan", der Tourismus stehe vor der schlimmsten Prüfung der modernen Geschichte. Der Solidaritätsfonds werde bis Ende 2020 für den Tourismus offen bleiben, der Premier kündigte außerdem ein Investitionsprogramm von 1,3 Milliarden an.

Philippe erklärte außerdem, dass die Franzosen im Juli und August in Frankreich Urlaub machen können. Es dürfte dabei regionale Unterschiede geben, außerdem müsse man die Entwicklung der Epidemie im Land im Blick behalten. Reisen für diese Zeit sollen gebucht werden können. Der Staat stellte Entschädigungen in Aussicht, falls die Entwicklung der Epidemie Urlaub unmöglich macht. Eine Wiedereröffnung von Cafés und Restaurants sei ab dem 2. Juni in den als grün eingestuften Départements möglich - endgültig soll darüber in der Woche vom 25. Mai entschieden werden.

14.5.2020 • 20:37 Uhr

Dänemark will Grenzen noch nicht öffnen

Dänemark hat noch keine Entscheidung getroffen, wann es seine Grenzen nach Deutschland, Schweden und Norwegen wieder öffnen will. Es sei vereinbart worden, dass die Regierung bis zum 1. Juni Neuigkeiten zu den Grenzen bekanntgeben werde, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bei der Ankunft zu einer TV-Debatte mit den Spitzen der weiteren dänischen Parlamentsparteien. Daran werde festgehalten.

Mehrere Parteien wollen, dass Dänemark schon jetzt eine Vereinbarung mit Deutschland trifft, damit der Tourismus im Land in die Gänge kommen kann. Deutsche Urlauber stellen traditionell den Großteil der Gäste in den dänischen Ferienhäusern, weshalb die Situation an der deutsch-dänischen Grenze besonders wichtig für den Reisesektor ist.

14.5.2020 • 19:53 Uhr

Telefonische Krankschreibung bis Ende Mai

Wer sich wegen einer Erkältung krank schreiben lassen will, muss dazu ab dem 1. Juni wieder zum Arzt gehen. Die Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung läuft Ende Mai aus.

14.5.2020 • 19:49 Uhr

Massen-Antikörpertests in Moskau

Massentests in Moskau sollen Aufschluss über den tatsächlichen Verlauf der Corona-Pandemie in der russischen Hauptstadt geben. Künftig sollen alle drei Tage 70.000 Bürger eingeladen werden, um sich auf Corona-Antikörper untersuchen zu lassen, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. Moskau ist das Epizentrum der Corona-Krise in Russland. Die Zahl der landesweiten Neuinfektionen fiel am Donnerstag erstmals seit Anfang Mai unter die Marke von 10.000.

14.5.2020 • 19:43 Uhr

Trump will Schulen öffnen

US-Präsident Trump will die Wiedereröffnung von Schulen und Universitäten vorantreiben. Das neue Schuljahr solle wie geplant im Herbst beginnen, zumal das Coronavirus "sehr wenig Auswirkungen" auf jüngere Menschen habe, sagte Trump. Ausdrücklich widersprach er damit der Einschätzung von ranghohen Gesundheitsbeamten und Experten, die vor übereilten Schritten warnen.

14.5.2020 • 19:09 Uhr

NRW: Keine Quarantäne mehr bei Einreise aus EU-Staaten

Auch Nordrhein-Westfalen hebt die Quarantäne-Vorschrift für Rückkehrer aus den europäischen Nachbarstaaten auf. Ein entsprechender Bericht der "Rheinischen Post" wurde der Nachrichtenagentur dpa aus NRW-Regierungskreisen bestätigt. Die Neuregelung trete am Freitag um 0 Uhr in Kraft, hieß es. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet habe eine entsprechende Verordnung auf den Weg gebracht.

Bisher mussten sich Rückkehrer aus dem Ausland wegen der Corona-Pandemie für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben. Laschet hatte sich mehrfach für Reiseerleichterungen eingesetzt und nach einem Gerichtsurteil in Niedersachsen den Schritt angekündigt.

14.5.2020 • 18:27 Uhr

IOC: Olympia-Verlegung kostet mehr als 700 Millionen Euro

Das Internationale Olympische Komitee rechnet durch die Verlegung der Sommerspiele in Tokio mit Mehrkosten von bis zu 800 Millionen Dollar. Die Corona-Krise habe auch "erhebliche finanzielle Auswirkungen auf die Olympischen Spiele, die olympische Bewegung und das IOC", sagte IOC-Präsident Thomas Bach bei einer Telefonschalte. Auf seiner Sitzung habe das Exekutivkomitee daher die Summe von umgerechnet 740 Millionen Euro zur Bewältigung der Folgen der Olympia-Verschiebung ins nächste Jahr bewilligt.

14.5.2020 • 18:22 Uhr

Kommentar: Harte Zeiten für Scholz

Nach erfolgreichen Jahren steht Scholz vor seiner schwierigsten Zeit als Finanzminister: Er habe richtige Rezepte für die Zukunft, kommentiert Torsten Huhn.

14.5.2020 • 18:19 Uhr

Bundesregierung hilft Goethe-Instituten mit 70 Millionen Euro

Das Goethe-Institut und deutsche Auslandsschulen bekommen in der Corona-Krise Unterstützung vom Bund. Die Regierung habe ein Hilfpaket beschlossen, teilte Außenminister Heiko Maas mit. Goethe-Institute und die deutschen Auslandsschulen werden mit je bis zu 70 Millionen Euro Soforthilfe ausgestattet.

"Internationale Kulturpolitik ist unverzichtbar für eine Außenpolitik der Gesellschaften, die sich trotz der Corona-Krise weiter begegnen und vernetzen sollen", sagte Maas.

14.5.2020 • 18:09 Uhr

Drosten warnt: Tanz mit dem Tiger

Der Virologe Christian Drosten vergleicht die aktuelle Phase in der Corona-Epidemie in Deutschland mit dem Tanz mit einem Tiger. Es gelte jetzt Stückchen für Stückchen herauszufinden, wo man dem Tier die Leine lösen kann, ohne dass es gleich über einen herfällt, sagte der Charité-Wissenschaftler am Donnerstag im NDR-Podcast.

Übertragen auf die Lockerungen heiße das zum Beispiel, dass man beobachten müsse, wie sich die Rückkehr erster Jahrgangsstufen zur Schule nach einem Monat auswirken. Sehe man zum Beispiel, dass schlimme Zustände ausblieben, könne man vielleicht weiter nachregulieren, beispielsweise die Klassengröße erhöhen. Drosten bezog sich auf das sogenannte "Hammer und Tanz"-Konzept aus der Pandemieforschung: Nach drastischen Maßnahmen wie Kontaktsperren zu Beginn - dem Hammer - folge eine Phase mit einer schrittweisen Rückkehr zu normalen Verhaltensweisen.

Generell sei er momentan "sehr beeindruckt" vom guten Verlauf in Deutschland, sagte Drosten. Besorgt zeigte er sich über ein nach seinem Empfinden zunehmendes Auftreten von "Hetzkampagnen".

14.5.2020 • 18:04 Uhr

Soloselbstständige fordern mehr Hilfe

Singen gegen die Krise: Mit einer wohlklingenden Demo haben Kunstschaffende und Soloselbstständige in Berlin auf ihre Notlage in der Corona-Krise hingewiesen. Sie kritisieren, dass sie Hilfsgelder nicht für Miete oder Krankenversicherung verwenden dürfen. Ihr Appell: "Lasst uns nicht im Regen stehen."

14.5.2020 • 18:00 Uhr

Erste Hütten in Bayern sollen am 18. Mai öffnen

Der Deutsche Alpenverein will am 18. Mai gemäß den Regeln für die Gastronomie den Betrieb an Hütten in Bayern wieder starten. Ob und wann eine Hütte tatsächlich öffne, hänge aber von weiteren Faktoren ab, etwa von der Größe des Außenbereichs - und dem Wetter. Denn bis zum 25. Mai dürfen Gäste nur draußen sitzen. Zudem haben zu dieser Jahreszeit grundsätzlich viele Hütten noch zu - unabhängig von Corona.

Wanderer gehen zur Bad Kissinger Hütte des Deutschen Alpenvereins (DAV). | dpa

Wanderer gehen zur Bad Kissinger Hütte des Deutschen Alpenvereins (DAV). Bild: dpa

14.5.2020 • 17:56 Uhr

Rettungsschirm für den ÖPNV?

Die Verkehrsminister der Länder wollen dem ÖPNV finanziell helfen. Ein Rettungsschirm der Bundesregierung sei nötig, weil die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen um 70 bis 90 Prozent gesunken seien, hieß es nach einer Telefonkonferenz.

Der Nahverkehr gehöre zur öffentlichen Daseinsvorsorge und sei auch für das Erreichen der nationalen Klimaschutzziele elementar, teilte die saarländische Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) mit. Sie leitet die Verkehrsministerkonferenz derzeit als Vorsitzende. Der Bund müsse sich für den gesamten Nahverkehr einsetzen. Eine Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bahn reiche nicht, betonte sie. "Wir werden die Pleite weiter Teile einer Branche erleben, wenn nicht schnell geholfen wird", ergänzte die Ministerin. "Wir brauchen auch nach der Krise noch einen funktionsfähigen ÖPNV."

Laut saarländischem Verkehrsministerium belaufen sich die Verluste allein in diesem Jahr auf mindestens fünf Milliarden Euro.

14.5.2020 • 17:46 Uhr

Italien fährt Wirtschaft wieder hoch

Keine Touristen, die Wirtschaft auf Sparflamme - nur mühsam kommt Italien heraus aus der Corona-Krise. Doch jetzt will das Land durchstarten. Dabei soll ein großes Konjunkturprogramm helfen. Die Regierung von Ministerpräsident Conte stellt 55 Milliarden Euro für den Neustart bereit.

14.5.2020 • 17:33 Uhr

Schweden verlängert Einreiseverbot

Schweden hat sein in der Corona-Krise erlassenes vorübergehendes Einreiseverbot um einen weiteren Monat bis zum 15. Juni verlängert. Das Verbot, das die schwedische Regierung bereits am 19. März eingeführt hatte, gilt für alle Menschen, die von außerhalb der EU, Großbritanniens und der Länder der Europäischen Freihandelszone nach Schweden reisen wollen.

Schwedens Ministerpräsident Löfven (Archiv) | dpa

Schwedens Ministerpräsident Löfven geht in der Corona-Krise einen anderen Weg als andere europäische Regierungen. Bild: dpa

In Schweden, das in der Pandemie einen Sonderweg ohne Ausgangsbeschränkungen geht, starben bislang mehr als 3400 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Cafés, Bars, Restaurants und Geschäfte wurden nicht geschlossen. Die Menschen wurden lediglich aufgefordert, die Abstandsregelungen zu respektieren.

Der schwedische Sonderweg geriet in die Kritik, als die Zahl der Corona-Toten die anderer skandinavischer Länder überstieg, die strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt hatten. 

14.5.2020 • 17:18 Uhr

Lob für deutsche Corona-Politik

Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, hat Deutschland für die in der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen gelobt. Die Bundesrepublik habe mutige, schnelle und wirksame Maßnahmen am Anfang der Krise ergriffen, sagte die UN-Hochkommissarin in Genf. Auch Südkorea und Neuseeland hob sie als positive Beispiele hervor.

Es habe sich gezeigt, dass einige der reichsten und mächtigsten Länder völlig unvorbereitet auf so eine Pandemie waren, obwohl Mediziner immer vor einem solchen Szenario gewarnt hätten, sagte die ausgebildete Ärztin und frühere Präsidentin Chiles. Besonders betroffen seien überall die Ärmsten und die sozial Schwächsten.

UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet | AFP

Bild: AFP

14.5.2020 • 17:01 Uhr

Altmaier will Konjunktur beleben

Weniger Steuereinnahmen - darauf sollte der Staat mit Konjunkturimpulsen reagieren. Das schlägt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vor.

"Wir müssen Rahmenbedingungen schaffen, die Beschäftigen und Unternehmen Rückenwind beim Neustart geben", erklärte Altmaier. Dazu gehörten "gezielte Impulse für Investitionen durch erleichterte Abschreibungsregeln und Steuererleichterungen sowie Impulse für den privaten Konsum".

Zudem seien weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungsverfahren nötig. Damit sollten die ökonomischen "Selbstheilungskräfte" aktiviert und die Wirtschaft durch eine bessere Digitalisierung auch stärker gegen künftige Krisen gewappnet werden. 

14.5.2020 • 16:44 Uhr

Trump und Xi - es ist kompliziert

Die Spannungen zwischen den USA und China wegen der Corona-Krise verschärfen sich. Er wolle "im Augenblick" nicht mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping sprechen, sagte US-Präsident Donald Trump dem US-Sender Fox Business. Er sei "sehr enttäuscht" über den Umgang Pekings mit der Coronavirus-Pandemie. Er habe ein "sehr gutes Verhältnis" zu Xi, wolle aber derzeit nicht mit ihm reden. 

Erneut warf Trump den Chinesen vor, sie hätten die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie nicht gleich an der Quelle gestoppt und dadurch enormen Schaden angerichtet. "Es war entweder Dummheit, Inkompetenz oder es war absichtlich."

14.5.2020 • 16:26 Uhr

Lufthansa baut Flugplan aus

Die Lufthansa will ab Juni wieder deutlich mehr Flüge anbieten. Vom Regelflugplan bleibt die Airline aber weiter entfernt. Mehr als 100 Ziele in Europa und über 20 Interkontinental-Flughäfen sollen wieder angeflogen werden. So sind etwa Sylt, Kreta und Mallorca wieder im Programm, auch bei der Billigflugtochter Eurowings. Die spanische Baleareninsel könnte allerdings noch den ganzen Juni für den Tourismus geschlossen bleiben.

"Menschen wollen und können wieder reisen, ob in den Urlaub oder aus geschäftlichen Gründen. Wir bauen deshalb unser Angebot auch in den nächsten Monaten Schritt für Schritt weiter aus und verbinden Europa miteinander und Europa mit der Welt", so Harry Hohmeister, Mitglied des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG.

Die ersten Wiederaufnahmen will die Airline umgehend in das Buchungssystemen umsetzen.

14.5.2020 • 16:18 Uhr

Kitas, Maskentipps, Urlaub: Was im Internet gesucht wird

Die Corona-Krise beeinflusst auch das Suchverhalten im Internet. Laut einer Google-Auswertung suchen derzeit besonders viele User nach "Glück". Dieser Begriff sei weltweit auf einem Rekordhoch.

In Deutschland waren Internetnutzer laut Google vermehrt an den aktuellen Beschränkungen in der Corona-Krise interessiert. Die Suche nach "auflagen fitnessstudio corona nrw" beispielsweise stieg in den vergangenen sieben Tagen um mehr als 5000 Prozent an. Weiterhin tippten Menschen häufiger "eingeschränkter regelbetrieb kita bedeutung" (+ 1850 Prozent) in die Suchmaschine.

Von Bordellen über Spielhallen bis hin zu Nagelstudios und Shisha-Bars: Wann Orte des öffentlichen Lebens wieder öffnen dürfen, darüber wollten sich in den letzten Tagen ebenfalls viele Menschen via Google informieren. In der Internetsuche macht sich zudem die geltende Maskenpflicht in Geschäften, Bus und Bahn bemerkbar. Die Suche nach der Problemlösung für "brille beschlägt beim masken tragen" stieg um 1850 Prozent in den vergangen sieben Tagen an.

Auch der sich nähernde Sommer macht sich in der Auswertung der Suchmaschine bemerkbar: Viele Fragen der Google-Nutzer drehten sich darum, ab wann Urlaub in Österreich, Italien oder auf Mallorca möglich ist.

Google-Suche auf Tablet | dpa

Bild: dpa

14.5.2020 • 16:11 Uhr

Bundesliga-Spiele an anderen Orten möglich

In der Corona-Krise können Spiele der Fußball-Bundesliga laut DFL auch in andere Stadien verlegt werden. Es gebe die Möglichkeit, "ein Spiel aus übergeordneten zwingenden rechtlichen, organisatorischen und/oder sicherheitstechnischen Gründen kurzfristig in einem anderen Stadion auszutragen", teilte die Deutsche Fußball Liga mit. Diese Regelung sei wegen der regional auftretenden Infektionsherde getroffen worden.

14.5.2020 • 15:57 Uhr

Verfassungsbeschwerden gegen Corona-Regeln gescheitert

Das Bundesverfassungsgericht stützt den grundsätzlichen Kurs der Politik aus Lockerungen und zugleich weiterhin bestehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Das höchste deutsche Gericht nahm zwei Verfassungsbeschwerden nicht zur Entscheidung an: Eine richtete sich gegen die Lockerungen der Maßnahmen, die andere gegen die anhaltenden Einschränkungen.

14.5.2020 • 15:31 Uhr

Corona befällt offenbar mehrere Organe

Covid-19 ist keine reine Lungenerkrankung - das haben Untersuchungen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) bestätigt. Der Studienleiter Tobias Huber sagte, bei Sars-CoV-2 handele es sich nicht nur um ein Lungenvirus, sondern ein "Multiorganvirus". Das hätten Untersuchungen von 27 an Covid-19 gestorbenen Patientinnen und Patienten gezeigt. Das am zweithäufigsten betroffene Organ seien die Nieren, "nicht selten bis hin zum totalen Organausfall". Außerdem habe man den Erreger in Herz, Leber, Gehirn und Blut nachweisen können. Die höchsten Konzentrationen hätten sich aber in den Zellen der Atemwege gefunden.

14.5.2020 • 15:06 Uhr

Steuereinnahmen sinken um fast 90 Milliarden Euro

Die Corona-Krise reißt ein riesiges Loch in die Staatskassen. Erstmals seit der Finanzkrise 2009 sinken die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen, wie das Finanzministerium bekanntgab. Die Steuerschätzer rechnen damit, dass in diesem Jahr 81,5 Milliarden Euro weniger Steuern hereinkommen als im vergangenen Jahr - ein Minus von mehr als zehn Prozent. Bund, Länder und Kommunen müssen daher mit 98,6 Milliarden Euro weniger auskommen als noch im November vorhergesagt - und bereits in den Haushalten verplant.

14.5.2020 • 14:43 Uhr

Sanofi fordert mehr Tempo bei Impfstoff

Ein Manager des französischen Pharmakonzerns Sanofi hat die EU zu mehr Tempo bei ihren Vorgaben für die Entwicklung und Produktion eines Coronavirus-Impfstoffs aufgefordert. In den USA gebe es bereits eine Beschleunigung, sagte der Frankreich-Chef von Sanofi, Olivier Bogillot, dem Sender France Info. "Europa muss das gleich tun."

14.5.2020 • 13:56 Uhr

Steinmeier appelliert an Vernunft

Angesichts zunehmender Verschwörungstheorien zur Corona-Pandemie hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Vernunft in der politischen Debatte aufgerufen. Den kritischen Austausch müsse es geben, sagte er bei einer Besichtigung des neuen Corona-Reservekrankenhauses auf dem Berliner Messegelände. Er hoffe aber, "dass wir diesen weiterhin so führen, dass Tatsachen und Fakten nicht ignoriert werden, und dass wir uns mit Vernunft aus der gegenwärtigen Situation befreien".

Bundespräsident Steinmeier beim Besuch des temporären Corona-Behandlungszentrums auf dem Berliner Messegelände. | dpa

Bild: dpa

14.5.2020 • 13:36 Uhr

1000 Euro für Altenpfleger

Beschäftigte in der Altenpflege sollen wie versprochen in diesem Jahr eine Corona-Prämie von 1000 Euro bekommen. Das hat der Bundestag beschlossen. Finanziert werden soll der Bonus zunächst von den Gesetzlichen Pflegekassen. In der zweiten Jahreshälfte wollen das Gesundheits- und Finanzministerium festlegen, in welchem Umfang der Bund zur Finanzierung beiträgt. Länder oder Arbeitgeber können die steuerfreie Extrazahlung auf bis zu 1500 Euro aufstocken. Einige haben das bereits angekündigt. Veranschlagt werden Kosten von rund einer Milliarde Euro.

Die Prämie ist Teil des sogenannten zweiten Bevölkerungsschutzgesetzes der Großen Koalition. Darin ist auch eine Ausweitung von Tests und Meldepflichten geplant. Das Gesetz sieht zahlreiche weitere Änderungen vor und muss abschließend noch durch den Bundesrat.

14.5.2020 • 13:18 Uhr

Wird auch Basketball-Saison fortgesetzt?

Anfang der kommenden Woche sollen die Basketballer Bescheid bekommen, ob sie ihre Saison wie geplant fortsetzen dürfen. Am Dienstag soll das Kabinett der bayerischen Landesregierung über das Hygiene- und Sicherheitskonzept der Liga beraten. Die BBL hat der Politik und den Behörden ein rund 50-seitiges Konzept vorgelegt.

Geben die Politiker ihr Okay, will die BBL ihren Meister in einem Zehner-Turnier im Münchner Audi Dome über einen Zeitraum von drei Wochen ermitteln. Nach den Plänen der Liga soll das Turnier am ersten Juni-Wochenende beginnen und am 28. Juni zu Ende gehen.

14.5.2020 • 12:55 Uhr

EU: Corona-Apps zeitlich beschränken

Der Einsatz sogenannter Corona-Tracing-Apps muss nach Angaben des EU-Kommissars für Justiz und Verbraucherschutz, Didier Reynders, zeitlich beschränkt sein. Die Apps zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten dürften nur während der Gesundheitskrise verwendet werden, sagte Reynders im Europaparlament in Brüssel. Die Anwendungen müssten komplett deaktiviert werden, wenn die Pandemie vorbei sei. Dass sich die Nutzer dann lediglich abmelden, sei nicht ausreichend, betonte Reynders.

Die EU müsse sich bei der App um einen gemeinsamen Ansatz bemühen, sagte Reynders. Derzeit arbeiten mehrere Mitgliedstaaten an individuellen Lösungen. Wichtig sei, dass alle Apps der einzelnen Länder aufeinander abgestimmt funktionierten. Datenschutz sei aber eine zentrale Voraussetzung.

14.5.2020 • 12:28 Uhr

Frankreich kündigt Hilfspaket für Reisebranche an

Die französische Regierung kündigt ein 1,3 Milliarden Euro schweres Investitionsprogramm zur Stützung der Reisebranche in der Corona-Krise an. "Was gut für die Tourismusindustrie ist, ist oft auch gut für ganz Frankreich", sagt Ministerpräsident Edouard Philippe.

Damit belaufe sich das Volumen aller Hilfen für den Sektor auf 18 Milliarden Euro. Die Aussichten für die Ferienzeit im Sommer sind noch unsicher. Er hoffe, dass die Franzosen im Juli und August in Frankreich Urlaub machen können, sagt Philippe.

14.5.2020 • 12:21 Uhr

Oxfam fordert weltweiten Zugang zu Impfstoff für alle

Die Hilfsorganisation Oxfam fordert eine patentfreie Herstellung von Corona-Impfstoffen und -Medikamenten sowie eine gerechte Verteilung weltweit. "Seit Jahrzehnten müssen sich die Ärmsten der Armen beim Zugang zu Impfstoffen und Medikamenten hinten anstellen. Das kostet jedes Jahr Millionen Menschen das Leben", erklärte die Expertin für Armutsbekämpfung und Soziale Grunddienste bei Oxfam Deutschland, Sandra Dworack. 

Die Entwicklungsorganisation warnte davor, auch in der Corona-Krise die Interessen reicher Länder und Pharmaunternehmen vor die Versorgung von Entwicklungsländern mit Medikamenten zu stellen.  Die Beschaffung und Verteilung eines Corona-Impfstoffes an die ärmsten Menschen der Welt würde mit geschätzten 25 Milliarden US-Dollar weniger kosten, als die zehn größten Pharmakonzerne in vier Monaten verdienten, erklärte die Organisation weiter.

Anlässlich der Weltgesundheitsversammlung der Vereinten Nationen am 18. Mai forderte Oxfam deswegen, nur solche Pharmaunternehmen finanziell zu unterstützen, die Corona-Medikamente patentfrei zur Verfügung stellten.

14.5.2020 • 11:57 Uhr

Studie - Krise verstärkt Lohnlücke zwischen Frauen und Männern

Die Corona-Krise dürfte einer Studie zufolge die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern nochmals steigern. "Die Pandemie legt nicht nur problematische Ungleichheiten in den wirtschaftlichen und sozialen Möglichkeiten offen, sie verschärft sie oft noch", sagte Bettina Kohlrausch, Expertin beim WSI-Institut der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zu einer Umfrage unter fast 7700 Erwerbstätigen.

Diese kommt zum Ergebnis, dass Mütter die Hauptlast der "zusätzlichen Sorgearbeit in Corona-Zeiten" wegen geschlossener Kitas und Schulen tragen. "Die bestehende Lohnlücke zwischen den Geschlechtern dürfte sich durch die Coronakrise noch weiter vergrößern", sagte Kohlrausch.

Rund 48 Prozent der Eltern in Paarbeziehungen bewerten laut Umfrage ihre Gesamtsituation als "äußerst" oder "sehr belastend", wenn sie Kinder unter 14 Jahren haben. Demnach stecken vor allem erwerbstätige Frauen bei ihrer Arbeit zurück, um Kinder zu betreuen. In Haushalten mit mindestens einem Kind unter 14 Jahren reduzierten 27 Prozent der Frauen, aber nur 16 Prozent der Männer ihre Arbeitszeit, um die Kinderbetreuung zu gewährleisten.

Diese Tendenz sei in Haushalten mit niedrigeren oder mittleren Einkommen stärker ausgeprägt als bei höheren Einkommen.

14.5.2020 • 11:54 Uhr

WHO Europa mahnt zu Wachsamkeit im Kampf gegen Corona

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Europäer zu weiterer Wachsamkeit im Kampf gegen die Corona-Krise aufgerufen. Es gebe keinen Raum für Selbstgefälligkeit, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge.

Die Regierungen und Behörden müssten ein offenes Ohr für ihre Bevölkerungen behalten, die Bürger weiter verantwortungsvoll handeln und sich an die Maßnahmen halten. "Jeder von uns prägt die Geschichte dieser Pandemie", sagte Kluge. Jeder einzelne habe Anteil daran, Covid-19 in Schach zu halten.

14.5.2020 • 11:52 Uhr

Bulgarien erklärt "epidemische Ausnahmesituation"

In Bulgarien gilt wegen des Coronavirus nun bis zum 14. Juni eine "epidemische Ausnahmesituation". Die neue Regelung löste den vor zwei Monaten verhängten Ausnahmezustand ab. "Der Ausnahmezustand wird aufgehoben, alle Maßnahmen gelten aber weiter", sagte Gesundheitsminister Kiril Ananiew. Einkaufszentren, Schulen und Kindergärten bleiben geschlossen. Zuvor hatte es verschiedene Lockerungen gegeben.

Seit 6. Mai dürfen Freiluftlokale sowie Terrassen von Restaurants und Cafés wieder öffnen. Sport im Freien ist seit zehn Tagen wieder erlaubt. Auch Besuche von Parkanlagen, Museen, Galerien, Bibliotheken sowie Kinos sind wieder gestattet. Am Donnerstag öffnete der Zoo der Hauptstadt Sofia. Bis Donnerstag wurden im ärmsten Land der EU 2100 Coronavirus-Fälle registriert. 100 Menschen starben daran.

14.5.2020 • 11:34 Uhr

Aktionen gegen Corona-Demos und Verschwörungstheorien

Das Berliner Bündnis gegen Rechts hat zum Protest gegen weitere Corona-Demos am Samstag aufgerufen. Auf den Veranstaltungen gegen Corona-Verordnungen und die Einschränkung von Grundrechten seien eindeutig rechte Gruppierungen, Parteien und Organisationen vertreten, erklärte der Sprecher des Bündnisses, David Kiefer. Davon müssten sich die Veranstalter konsequent distanzieren.

Die Amadeu Antonio Stiftung veranstaltet am Freitag im Internet einen Aktionstag gegen Verschwörungsmythen und Antisemitismus. Gemeinsam mit dem Anne Frank Zentrum solle dabei über Verschwörungserzählungen und ihren antisemitischen Kern aufgeklärt werden. Grund ist unter anderem, dass im Zusammenhang mit der Corona-Krise solche Erzählungen und Falsch-Informationen immer mehr Anklang fänden. Diese ebneten den Weg in antisemitische und rassistische Weltbilder.

14.5.2020 • 11:28 Uhr

Kirchen mit weniger Einnahmen durch Corona

Die Kirchen in Niedersachsen und Bremen rechnen mit gravierenden finanziellen Einbußen aufgrund der Corona-Krise. Das ergab eine epd-Umfrage unter den evangelischen Landeskirchen und katholischen Bistümern. Allein die hannoversche Landeskirche, die größte evangelische Landeskirche in Deutschland, erwartet Verluste in Höhe von bis zu 105 Millionen Euro. Ein Grund ist ein erwarteter Rückgang bei der Kirchensteuer.

Die Kirchensteuer ist die mit Abstand größte Einnahmequelle der Kirchen. Sie ist direkt an die Einkommenssteuer gekoppelt. Katholiken zahlten im Jahr 2018 knapp 6,5 Milliarden Euro an Kirchensteuern, bei den Protestanten waren es rund 5,8 Milliarden Euro.

14.5.2020 • 11:22 Uhr

Abstimmung mit Abstand

Aus Hygienegründen standen die Abstimmungsboxen nicht wie sonst üblich im Plenum.

Gesundheitsminister Spahn stimmt im Bundestag ab | AFP

Bild: AFP

14.5.2020 • 11:09 Uhr

Parlament billigt weitere Hilfen

Der Bundestag hat weitere sozialpolitische Maßnahmen verabschiedet, um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern. Das beschlossene "Sozialschutzpaket II" sieht unter anderem eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes vor. Es soll für diejenigen, die Kurzarbeitergeld für ihre um mindestens 50 Prozent reduzierte Arbeitszeit beziehen, ab dem vierten Bezugsmonat auf 70 Prozent (77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem siebten Bezugsmonat auf 80 Prozent (87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht werden.

Ferner soll das Arbeitslosengeld für diejenigen um drei Monate verlängert werden, deren Anspruch zwischen dem 1. Mai 2020 und dem 31. Dezember 2020 enden würde. Auch der Bonus für Altenpfleger soll auch heute noch beschlossen werden. Eine Pflegefachkraft soll danach 1000 Euro aus Mitteln der Pflegeversicherung bekommen. Finanziert werden soll die Prämie zunächst von den Gesetzlichen Pflegekassen.

Die Opposition - die sich bei der Abstimmung enthielt - kritisierte die Maßnahmen. Die Linke bemängelte, dass die geplante Corona-Prämie nur für Beschäftigte in der Altenpflege gezahlt werden soll. Die AfD warf der großen Koalition vor, mit ihrer Krisenpolitik Angst, Hysterie und Depression zu erzeugen. FDP und Grüne kritisierten, dass die Pläne dem Gesundheitsministerium zu weitreichende Befugnisse gäben.

14.5.2020 • 10:37 Uhr

Erster Corona-Fall in Niedersachsens Gefängnissen

Im niedersächsischen Justizvollzug gibt es einen ersten Corona-Fall. Wie das Justizministerium des Landes in Hannover mitteilte, hat sich ein sogenannter Freigänger der Justizvollzugsanstalt (JVA) Delmenhorst mit dem Virus infiziert.

Der betroffene Mann gehe einer Erwerbstätigkeit außerhalb der JVA nach, hieß es weiter. Er sei am 8. Mai von seinem Arbeitgeber informiert worden, dass ein Arbeitskollege an Covid-19 erkrankt sei. Die JVA habe den Gefangenen nach seiner Rückkehr in die Abteilung Delmenhorst vorsorglich isoliert untergebracht.

Die Bediensteten und anderen Häftlinge seien daraufhin am 13. Mai auf das Virus getestet worden, Ergebnisse stünden aber noch aus. Bis dahin blieben die Gefangenen auf Anordnung des Gesundheitsamts in Quarantäne in ihren Hafträumen, die Bediensteten in häuslicher Quarantäne. Zudem seien dem Gesundheitsamt alle weiteren Kontaktpersonen des infizierten Gefangenen mitgeteilt worden.

14.5.2020 • 09:57 Uhr

Mehr als 250.000 Infektionen in Russland

In Russland steigt die Zahl der Corona-Infizierten weiter rasant an. in den letzten 24 Stunden gab es 9974 neue Fälle. Das sind etwas weniger als am Vortag. Insgesamt gibt es damit 252.245 bestätigte Corona-Fälle. Die Zahl der Toten stieg um 93 auf 2305.

Wegen der auffällig niedrigen Mortalitätsrate von unter einem Prozent, gibt es Zweifel an der offiziellen Darstellung. In quasi allen Ländern - selbst in solchen mit einem besser ausgestatteten und finanzierten Gesundheitswesen - liegt die Sterblichkeit deutlich höher: In Deutschland bei rund 4,5 Prozent, in Italien sogar bei 14 Prozent. Im weltweiten Durchschnitt liegt sie bei knapp sieben Prozent.

14.5.2020 • 09:29 Uhr

Politiker und Experten fordern kostenlose Corona-Impfung

Mehr als 140 führende Regierungspolitiker und Experten aus aller Welt haben eine kostenlose Behandlung und Impfung gegen das Coronavirus für alle Menschen verlangt. Die Medikamente müssten in jedem Land gerecht verteilt werden, heißt es in einem Aufruf, den UNAIDS - das Programm der Vereinten Nationen zur Reduzierung von HIV/Aids - in Genf veröffentlichte. Zudem müssten die Medikamente in großen Mengen und ohne Patentschutz hergestellt werden.

Zu den Unterzeichnern gehören der Präsident von Südafrika und Vorsitzende der Afrikanischen Union, Cyril Ramaphosa, der Premierminister von Pakistan, Imran Khan, und der US-amerikanische Ökonom und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz.

14.5.2020 • 09:26 Uhr

Millionen US-Amerikaner verlieren Krankenversicherung

Seit März haben in den USA bereits mehr als 33 Millionen Menschen ihren Job verloren - so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit. Experten rechnen wegen der Coronavirus-Pandemie mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit in der größten Volkswirtschaft der Welt.

Ein weiteres Problem kommt hinzu: Fast 27 Millionen Menschen könnten deswegen auch ihre Krankenversicherung verlieren. Denn die meisten Menschen seien über den Arbeitgeber krankenversichert, heißt es in einer Studie der Kaiser Family Foundation. Wer seinen Job verliert, kann es sich oft nicht leisten, die Police für sich und mitversicherte Familienangehörige privat weiter zu bezahlen.

Die USA sind praktisch das einzige entwickelte Industrieland ohne eine allgemeine staatliche Krankenversicherung. Selbst vor der Corona-Krise hatten rund 28 Millionen Menschen - fast jeder Zehnte im Land - keine Krankenversicherung. Unter dem damaligen Präsidenten Barack Obama wurden die Optionen für eine Krankenversicherung deutlich ausgeweitet. Doch Trump und seine Republikaner kämpfen erbittert gegen eine allgemeine Absicherung.

14.5.2020 • 09:05 Uhr

Kretschmer verurteilt Pauschal-Kritik an Corona-Demonstranten

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat davor gewarnt, alle Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen über einen Kamm zu scheren. "Ich respektiere, dass Menschen demonstrieren und warne davor, alle Proteste in einen Topf zu werfen", sagte der CDU-Politiker der "Sächsischen Zeitung". Zugleich mahnte er eine mögliche Unterwanderungen durch Menschen an, "die alles nutzen, um Stimmung zu machen und auch falsche Informationen streuen".

Im sächsischen Pirna hatten sich am Mittwoch etwa 200 Menschen zu einer unerlaubten Demo gegen Corona-Beschränkungen versammelt. 30 von ihnen griffen die Polizei an, ein Beamter wurde verletzt. Acht Strafverfahren unter anderem wegen Landfriedensbruch und tätlichen Angriffs auf Vollzugsbeamte wurden eingeleitet.

14.5.2020 • 08:40 Uhr

Sehr niedrige Inflation

Im April sind die Verbraucherpreise in Deutschland kaum noch gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug die Inflationsrate noch 0,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Es korrigierte damit seine vorläufigen Angaben leicht um 0,1 Punkte nach oben. Im März hatte die Rate noch bei 1,4 Prozent gelegen. Dämpfend wirkten vor allem die niedrigen Preise für Haushaltsenergie und Sprit in Folge der weltweit geringen Öl-Nachfrage in der Corona-Krise.

Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geld- und Investitionspolitik von Staaten und Geldinstituten. Experten halten eine Inflation von etwas unter 2,0 Prozent für erstrebenswert - weit genug entfernt von der Nullmarke, aber nicht zu stark entwertend. Denn dauerhaft niedrige oder auf breiter Front sinkende Preise könnten Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben. Das würde zu einer Deflation führen und kann die Wirtschaft bremsen.

14.5.2020 • 08:25 Uhr

Japan hebt Ausnahmezustand teilweise auf

Der Corona-Ausnahmezustand wird in den meisten Landesteilen Japans aufgehoben. Lediglich in acht Präfekturen mit weiter hohem Infektionsrisiko bleibe er in Kraft, darunter Tokio, Osaka, Kyoto und Hokkaido, teilte Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura mit. Experten der sogenannten Coronavirus-Taskforce hätten die Aufhebung des Notstands gebilligt.

Diesen hatte Ministerpräsident Shinzo Abe ursprünglich bis zum 31. Mai für das gesamte Land ausgerufen. Da sich die Ansteckungsrate aber verlangsamt hat, will Abe die Beschränkungen aus wirtschaftlichen Gründen lockern. Japan hat mittlerweile mehr als 16.000 bestätigte Fälle, etwa 680 Menschen sind nach einer Infektion gestorben.

14.5.2020 • 08:13 Uhr

Wie gefährlich sind Aerosole?

Aerosole sind winzig kleine Tröpfchen, die auch beim normalen Sprechen und Atmen ausgeschieden werden. Experten vermuten, dass sie für einen großen Teil der Infektionen verantwortlich sind. Wie gefährlich sind sie? Und was können wir tun, um uns und andere zu schützen?

14.5.2020 • 08:03 Uhr

Trump dringt trotz Corona-Krise auf Öffnung von Schulen

US-Präsident Donald Trump hat sich für eine baldige Öffnung von Schulen ausgesprochen und sich damit von Corona-Warnungen des führenden Immunologen Anthony Fauci abgesetzt. Gouverneure sollten darauf hinarbeiten, den Unterricht in ihren Staaten wieder zuzulassen, forderte Trump am Mittwoch vor Reportern.

14.5.2020 • 07:31 Uhr

Flughafen Frankfurt steht nahezu still

Die Reisebeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus haben den Flugverkehr am Frankfurter Flughafen beinahe zum Erliegen gebracht. Fraport verzeichnete im April einen Rückgang der Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 96,9 Prozent auf 188.078 Passagiere, teilte der Flughafenbetreiber mit. Kumuliert ergab sich in den ersten vier Monaten ein Minus von 45,7 Prozent.

14.5.2020 • 07:05 Uhr

USA: 1,4 Millionen Jobs im Gesundheitssystem abgebaut

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in den USA ist wegen der Coronavirus-Pandemie so verheerend wie seit Beginn des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. Besonders paradox: Laut Medienberichten wurden im US-Gesundheitssystem 1,4 Millionen Jobs abgebaut. Hunderttausende Pfleger wurden entlassen, weil Krankenhäuser wegen Corona nicht unbedingt nötige Operationen aufschieben mussten und dadurch Verlust machen.

14.5.2020 • 06:54 Uhr

UN warnen vor massiver Verbreitung von psychischen Störungen

Als Folge der Corona-Pandemie droht der Welt nach UN-Angaben auch eine massive Verbreitung psychischer Störungen. Selbst wenn das Virus unter Kontrolle sei, würden danach noch "von der Krise ausgelöste Trauer, Angst und Depression" Menschen und Gemeinschaften rund um den Globus beeinträchtigen, sagte UN-Generalsekretär António Guterres in einer Videobotschaft.

Die UN-Experten nennen als mentale Belastungsfaktoren der Krise auch die Sorgen um Arbeitsplatz und Lebensunterhalt, die durch die Corona-Auflagen erzwungene Trennung von Nahestehenden und die Ausgangssperren. Auch Kinder und Jugendliche, die nicht mehr in die Schule könnten, empfänden oft Ungewissheit und Beklemmung.

14.5.2020 • 06:34 Uhr

Trump will nicht auf Fauci hören

US-Präsident Donald Trump hält die Warnungen des Gesundheitsexperten und Beraters Anthony Fauci vor den Risiken einer zu schnellen Wiedereröffnung der Wirtschaft für nicht akzeptabel. "Für mich ist es keine vertretbare Lösung", sagt Trump vor Reportern im Weißen Haus. Er sei von den Ansichten Faucis überrascht.

Der Leiter der des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) hatte zuvor bei seiner Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss des Senats ausgesagt, dass sich der Staat bis zum Vorliegen eines Impfstoffes auf die bewährten Maßnahmen und Beschränkungen konzentrieren solle, um eine Verbreitung des Virus einzudämmen. Eine zu frühe Lockerung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens könne nicht nur Menschen, sondern auch die Erholung der Wirtschaft gefährden.

14.5.2020 • 06:17 Uhr

Weitere klinische Studien zu Impfstoff

Der Präsident des für die Zulassung von Medikamenten zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, ist zuversichtlich, dass bis Ende des Jahres konkret über die Zulassung eines Impfstoffes gesprochen werden könne. "Ich gehe davon aus, dass es in Deutschland drei weitere klinische Prüfungen von Impfstoffkandidaten geben wird", sagt Cichutek in einem Interview mit der Zeitung "Mannheimer Morgen".

Ab Herbst könne es bereits Prüfungen zur Sicherheit und zur Wirksamkeit des Impfstoffes geben. "Wenn all diese klinischen Prüfungen positiv ausfallen, unterhalten wir uns gegen Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres darüber, wie man in Richtung einer Zulassung kommt." In der Zwischenzeit benötigten wir andere Maßnahmen, um die Pandemie zu unterdrücken und könnten weitere Therapien überprüfen, sagt Cichutek

14.5.2020 • 06:03 Uhr

Alljährliches UN-Treffen der Staatenlenker fällt wohl aus

Ausgerechnet 75 Jahre nach Gründung der UNO wird das alljährliche Treffen von Staats- und Regierungschefs aus aller Welt in New York voraussichtlich ausfallen. Er halte es angesichts der Corona-Pandemie für "wenig wahrscheinlich", dass das Treffen im September zur Generaldebatte der UN-Vollversammlung stattfinden könne, sagte UN-Generalsekretär António Guterres in einem Interview der französischen Wochenzeitung "Paris-Match". Er prüfe derzeit verschiedene Möglichkeiten der "digitalen Technologie", damit die Staatenlenker dennoch miteinander konferieren könnten, sagte Guterres. Botschafter bei den Vereinten Nationen gehen davon aus, dass es eine Videokonferenz der Staatenlenker geben wird. 

14.5.2020 • 05:49 Uhr

WHO: Coronavirus verschwindet vielleicht nie wieder

Der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation ist skeptisch, dass das neue Coronavirus nach der rasanten Ausbreitung rund um den Globus noch eliminiert werden kann. "Dieses Virus kann in der Bevölkerung heimisch werden, es kann sein, dass es nie mehr verschwindet", sagte Michael Ryan in Genf.

Auch HIV, das Virus, das die Immunschwächekrankheit Aids auslöst, sei nie wieder verschwunden. Im Fall von HIV sei es der Welt gelungen, Medikamente und Präventionsmaßnahmen zu schaffen, so dass das Virus seinen Schrecken verloren habe. "Ich will die Krankheiten nicht vergleichen, aber wir müssen realistisch sein", sagte Ryan.

14.5.2020 • 05:31 Uhr

RKI - 933 Neuinfektionen und 89 weitere Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland ist um 933 auf 172.239 gestiegen, wie Daten des Robert-Koch-Instituts für Infektionskrankheiten zeigen. Die Zahl der Todesopfer stieg um 89 auf 7723.

14.5.2020 • 05:12 Uhr

Spahn: Länder sollen Bonus für Altenpflegekräfte aufstocken

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat an alle Bundesländer appelliert, die von der Bundesregierung geplante Bonuszahlung für Kräfte in der Altenpflege aufzustocken. Bayern, Schleswig-Holstein und Hamburg hätten schon erklärt, dass sie bei dem wegen der besonderen Belastung in der Corona-Krise geplanten Bonus drauflegen wollten, sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er baue darauf, dass sich andere Länder anschlössen.

Der Pflegebonus soll heute vom Bundestag beschlossen werden. Eine Pflegekraft soll einen Bonus von bis zu 1000 Euro von der Pflegeversicherung erhalten, wofür die Pflegekassen einen Zuschuss vom Bund bekommen. Die Länder und die Arbeitgeber können die steuerfreie Prämie um bis zu 500 Euro aufstocken.

14.5.2020 • 04:57 Uhr

Steuerschätzung dürfte deutliches Minus zeigen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz stellt heute die Frühjahrsprognose des Arbeitskreises Steuerschätzung vor. Medienberichten zufolge müssen Bund, Länder und Kommunen wegen der Corona-Pandemie und ihrer Folgen allein im laufenden Jahr mit rund 100 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen als zuvor angenommen. Auch für die Folgejahre wird ein massives Minus erwartet. Der Arbeitskreis Steuerschätzung berechnet jeweils im Mai und im November die erwarteten Einnahmen für das laufende und die folgenden Jahre. Die Prognosen sind Grundlage der staatlichen Haushaltsplanung.

14.5.2020 • 04:57 Uhr

Bundestag berät über Pandemieschutz und weitere Corona-Hilfen

Das Bundestagsplenum steht heute erneut stark im Zeichen der Corona-Krise. Gleich am Morgen steht das Pandemieschutzgesetz auf der Tagesordnung, bei dem es unter anderem um den Ausbau des öffentlichen Gesundheitsdienstes sowie die Finanzierung von Corona-Tests geht. Beim Sozialpaket II geht es anschließend besonders um die Erhöhung des Kurzarbeitergelds und eine längere Bezugsdauer des Arbeitslosengelds. Zusätzliche Hilfsmaßnahmen sind für den Kulturbereich vorgesehen.