Mitarbeiter in Reisebüros demonstrieren in Dresden. | FILIP SINGER/EPA-EFE/Shutterstoc
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Sachsen lockert Versammlungsverbot ++

Stand: 30.04.2020 23:22 Uhr

In Sachsen sind ab Montag Demonstrationen mit bis zu 50 Teilnehmern erlaubt. Bundesweit sollen Spielplätze bald wieder öffnen. In Kalifornien werden einige Strände wieder gesperrt.

Das Liveblog vom Donnerstag zum Nachlesen.

  • Bund will Spielplätze öffnen und Gottesdienste zulassen
  • Sachsen erlaubt größere Demonstrationen
  • Reisefreiheit in der EU derzeit kein Thema
  • Kalifornien sperrt die Strände wieder
  • Polen lockert Quarantäne-Regeln für Pendler
  • Frankreichs 1. Fußball-Liga beendet vorzeitig Saison
  • Seit März melden sich in den USA 30 Millionen Menschen arbeitslos
30.4.2020 • 23:22 Uhr

Schluss für heute!

Für heute schließen wir das Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

30.4.2020 • 23:16 Uhr

Milliardenverlust für United Airlines

United Airlines schreibt in der Corona-Krise rote Zahlen. Im ersten Quartal fiel ein Nettoverlust in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar (rund 1,6 Mrd. Euro) an, wie die US-Fluggesellschaft mitteilte. Vor einem Jahr hatte United noch 292 Millionen Dollar verdient.

Das Unternehmen geht davon aus, im laufenden Quartal zwischen 40 Millionen und 45 Millionen Dollar pro Tag einzubüßen.

30.4.2020 • 23:10 Uhr

Drei Tage Ausgangssperre in der Türkei

In 31 türkischen Städten und Provinzen gilt seit Mitternacht (23 Uhr MESZ) wegen der Corona-Pandemie für drei Tage eine weitere weitgehende Ausgangssperre übers Wochenende. Wegen des Mai-Feiertags am Freitag beginnt sie diesmal am Donnerstag um Mitternacht. Betroffen sind unter anderem die größte Stadt der Türkei, Istanbul, sowie die Hauptstadt Ankara.

Am Freitag sind bis 14 Uhr die Supermärkte noch geöffnet. Außerdem bleiben Kliniken, Apotheken und andere als wichtig eingestufte Dienstleister offen. Für die meisten Menschen unter 20 Jahre, chronisch Kranke sowie alle Menschen über 65 galten schon vorher Ausgehverbote.

30.4.2020 • 23:04 Uhr

Portugal: Drei-Phasen-Plan für Corona-Lockerungen

Nach Ende des sechswöchigen Ausnahmezustands werden in Portugal am Montag wieder zahlreiche Läden öffnen dürfen. Ministerpräsident Antonio Costa gab einen detaillierten Drei-Phasen-Plan zum "schrittweisen und vorsichtigen" Ausstieg aus dem Lockdown bekannt. "Das bedeutet aber keineswegs, dass die Pandemie vorbei ist."

Ab Montag dürfen in Portugal zunächst kleinere Geschäfte mit einer Fläche von bis zu 200 Quadratmetern wieder öffnen, darunter Buch-, Friseur- und Schuhläden sowie Autohäuser. Man darf außerdem wieder im Freien Sport treiben.

Die zweite Phase beginnt am 18. Mai, die dritte dann am 1. Juni.

30.4.2020 • 22:32 Uhr

Lazarettschiff beendet Einsatz in New York

Nach einem Monat hat das Krankenhausschiff USNS "Comfort" die Großstadt New York wieder verlassen. Sie machte sich auf den Rückweg zum Marinestützpunkt Norfolk im Bundesstaat Virginia.

Die "Comfort" mit 1000 Krankenbetten und zwölf Operationssälen war nach New York entsandt worden, um Krankenhäuser in der Corona-Pandemie zu entlasten. Die Behörden hatten eine Überlastung von Kliniken befürchtet und deswegen auch eine Reihe von temporären Krankenhäusern errichtet.

Trotz vieler Covid-19-Fälle in New York wurde das Schiff kaum benötigt. Insgesamt wurden 182 Patienten behandelt, von denen etwa 70 Prozent an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit erkrankt waren.

Das Lazarettschiff USNS "Comfort" hat New York verlassen und kehrt in ihren Stützpunkt Norfolk zurück. | REUTERS

Das Lazarettschiff USNS "Comfort" hat New York verlassen und kehrt in ihren Stützpunkt Norfolk zurück. Bild: REUTERS

30.4.2020 • 22:07 Uhr

Mehr als 7200 neue Corona-Fälle in Brasilien

In Brasilien sind innerhalb von 24 Stunden mehr als 7200 neue Coronavirus-Fälle registriert worden. Die Zahl der Gesamtfälle stieg auf 85.380, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Toten stieg auf 5901 (+435).

30.4.2020 • 21:55 Uhr

Kalifornische Strände werden wieder geschlossen

Dichtes Gedränge an den Stränden des Orange County in Kalifornien - dieser Anblick vom vergangenen Wochenende hat Konsequenzen. Gouverneur Gavin Newsom ließ dort die Strände schließen. Er begründete dies mit Sorgen um die öffentliche Gesundheit.

Die Bilder vom Newport Beach seien "verstörend" gewesen, sagte Newsom. Die Auflagen seien vorübergehend und würden nur in Orange County gelten, betonte der Gouverneur. In anderen Teilen des Westküstenstaates hätten sich die Bewohner an die bestehenden Auflagen gehalten.

Am Wochenende strömten viele Menschen zum Huntington Beach im US-Bundesstaat Kalifornien. | AFP

Am Wochenende strömten viele Menschen zum Huntington Beach im US-Bundesstaat Kalifornien. Bild: AFP

30.4.2020 • 21:39 Uhr

Sachsen lockert Versammlungsverbot

Sachsen hat eine Lockerung des Versammlungsverbots beschlossen. Ab Montag sind Demonstrationen mit bis zu 50 Teilnehmern möglich, beschloss das Kabinett in Dresden.

"Zwar unterliegen Versammlungen zum Schutz vor der Verbreitung des Virus grundsätzlich weiter Einschränkungen", sagte Justizministerin Katja Meier der Nachrichtenagentur dpa. Sie erinnerte jedoch daran, dass Versammlungsfreiheit als Wesenskern der Demokratie gerade in Krisenzeiten besonders wichtig sei.

Versammlungen in Sachsen waren in den vergangenen Wochen aus Gründen des Infektionsschutzes stark eingeschränkt. Nur per Ausnahmegenehmigung waren sie mit einer Zahl von bis zu 15 Teilnehmern erlaubt.

30.4.2020 • 21:26 Uhr

Auch Thüringen lässt alle Geschäfte öffnen

In Thüringen sollen Geschäfte ab Montag wieder ohne eine Beschränkung der Verkaufsfläche öffnen können. Bisher mussten Geschäfte ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter begrenzen.

30.4.2020 • 21:17 Uhr

Saison der Frauen-Bundesliga soll weitergehen

Die Saison in der Frauen-Bundesliga soll fortgesetzt werden. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund nach einer Besprechung der zwölf Erstligisten mit. Elf von zwölf Clubs votierten dabei für eine Fortsetzung des Spielbetriebs, sobald dies während der Coronavirus-Pandemie wieder möglich ist. Zunächst sollen dann Geisterspiele stattfinden.

Ein Wiederbeginn hängt in erster Linie von der Zustimmung der Politik ab. Sechs Spieltage stehen noch aus.

30.4.2020 • 21:00 Uhr

Giffey: Spielplatz-Öffnung ist gutes Signal

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sorgt sich um die kleinen Kinder, die lange nicht in Kindertagesstätten gehen können und ihre Freunde nicht sehen können. "Kinderschutz ist auch Gesundheitsschutz", sagte sie im ARD-extra. Sie kündigte eine enge Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut an.

Angesprochen auf die Wiedereröffnung der Spielplätze sprach sie von einem "guten Signal" an die Eltern - gerade in den Ballungsräumen.

30.4.2020 • 20:50 Uhr

Weniger tägliche Todesfälle in Frankreich

Die Zahl der täglichen Todesfälle in Frankreich ist gesunken. Nach offiziellen Angaben wurden 289 neue Todesfälle verzeichnet - das ist der niedrigste Wert an einem Wochentag seit Ende März. Insgesamt wurden 24.376 Todesfälle in Frankreich registriert.

Es liegen auch weniger Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern. Deren Zahl sank um einige hundert Menschen auf 26.283.

30.4.2020 • 20:07 Uhr

FDP: Beschlüsse von Bund und Ländern unzureichend

FDP-Chef Christian Lindner hat die Beschlüsse von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise als unzureichend kritisiert. "Die Ergebnisse der Beratungen heute geben wie erwartet leider keine klare Perspektive." Bei Bildung, Gastronomie und Bundesliga werde "weiter nur vertagt". Andere Länder in Europa wie Österreich seien inzwischen wesentlich schneller als Deutschland.

30.4.2020 • 20:01 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern dürfen alle Geschäfte wieder öffnen

Mecklenburg-Vorpommern hebt die Flächenbeschränkung für Warenhäuser, Technikmärkte und andere große Geschäfte in der Corona-Krise auf. Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nach Beratungen der Länder-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel mitteilte, dürfen von Samstag an alle Geschäfte wieder ihre gesamte Verkaufsfläche nutzen. Dies gelte für die Bereiche im Einzelhandel, die sicherstellen können, dass die entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln für die Kunden eingehalten werden, betonte die Ministerpräsidentin.

30.4.2020 • 19:32 Uhr

Polnische Pendler müssen nicht mehr in Quarantäne

Polen lockert die wegen der Corona-Epidemie verhängten Auflagen für Pendler an der Grenze. Ab dem 4. Mai müssten polnische Bürger, die in Deutschland, der Slowakei, Tschechien oder Litauen arbeiten oder studieren, bei einer Rückkehr nach Polen nicht mehr für 14 Tage in Quarantäne, schrieb Ministerpräsident Mateusz Morawiecki auf Facebook.

Eine entsprechende Regelung habe man in Absprachen mit den Nachbarländern getroffen. Die Zunahme neuer Coronavirus-Fälle sei relativ niedrig und stabil. "Wir haben die Epidemie noch nicht besiegt, aber zunehmend unter Kontrolle. Daher können wir jetzt entschiedener handeln, damit das Wirtschaftsleben wieder Tempo aufnimmt."

30.4.2020 • 19:13 Uhr

Russischer Regierungschef mit Coronavirus infiziert

Der russische Premier Mikhail Mishustin hat Präsident Wladimir Putin darüber informiert, dass er positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Mischustin wird sich nun in Quarantäne begeben, um nach eigenen Angaben keine anderen Kabinettsmitglieder anzustecken.

30.4.2020 • 19:08 Uhr

Länder drängen auf Lockerungsperspektive für Gastronomie

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet drängt angesichts der dramatischen wirtschaftlichen Lage auf baldige Erleichterungen auch für die Gastronomie. Am 6. Mai solle bei den nächsten Bund-Länder-Gesprächen über eine "konkretere Perspektive" gesprochen werden, aber ohne dass man schon im Mai in Aussicht stellen könne, dass die Betriebe wieder öffnen könnten.

Die Gastronomie gehöre zu den "sensibelsten Bereichen" in der Corona-Krise, so Laschet. "Wo Alkohol ausgeschenkt wird, ist das Abstandsgebot schnell vergessen."

Auch Bayerns Landeschef Söder sieht Lockerungen in der Gastronomie mit gemischten Gefühlen. Auch wenn nächste Woche über Perspektiven für Gastronomie und Handel gesprochen werde und die Beteiligten "kluge, tolle Konzepte" vorgelegt hätten, bleibe der Bereich "die größte Herausforderung", sagte der CSU-Chef nach einer Schalte von Bund und Ländern zur Corona-Pandemie.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sprach von einem "einen konkreten Perspektivplan". Er sei froh darüber, dass am 6. Mai definitiv auch über Öffnungen im Bereich Tourismus und Gaststätten gesprochen werde - "und ich sage an dieser Stelle deutlich, dass wir in Schleswig-Holstein das auch machen werden". Details nannte Günther nicht.

30.4.2020 • 18:42 Uhr

Französisches Gericht: Radfahren als Sport für Erwachsene erlaubt

Erwachsene Franzosen dürfen für ihre sportliche Betätigung während der strengen Coronavirus-Ausgangsbeschränkungen auch mit dem Fahrrad fahren. Das entschied das oberste Verwaltungsgericht des Landes.

Das Ministerium für Sport und lokale Behörden hatten demnach zuvor wiederholt betont, dass Erwachsene zwar spazieren oder joggen dürften, Radfahren aber nur Kindern erlaubt sei. In dem Notstandsgesetz, auf dem die Ausgangsbeschränkungen in Frankreich beruhen, sei das aber nicht genau festgelegt, erklärte das Gericht. Es wies die Regierung an, binnen 24 Stunden die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass Fahrradfahren als Sport erlaubt sei.

Der französische Verband der Fahrradnutzer FUB hatte die Sache vor das oberste Verwaltungsgericht gebracht. Das Innenministerium erklärte den Gerichtsunterlagen zufolge, dass es keine rechtliche Grundlage gebe, sportliche Ertüchtigung mit dem Rad zu verbieten. Angesichts der Einschränkungen, die in Frankreich für Sport gelten - nur einmal pro Tag, für maximal eine Stunde und im Radius von einem Kilometer um den Wohnort - mache Fahrradfahren wenig Sinn, so das Ministerium.

30.4.2020 • 18:35 Uhr

Baden-Württemberg kippt 800-Quadratmeter-Regel

Nach massiver Kritik an der 800-Quadratmeter-Regelung für Geschäfte nehmen weitere Länder Abstand davon. Unter anderem in Baden-Württemberg und in Berlin dürfen auch Läden mit einer größeren Verkaufsfläche als 800 Quadratmeter wieder öffnen. Das Verkaufsverbot für große Geschäfte war von Gerichten für verfassungswidrig erklärt worden, andere Gerichte hatten die Regel dagegen bestätigt.

Kanzlerin Merkel verteidigte den Beschluss heute noch einmal. Es sei eine Frage der Abwägung. Gerichtsentscheidungen seien Ansporn, Entscheidungen gut zu begründen.

30.4.2020 • 18:22 Uhr

Merkel: "Klare Entscheidungen" über Sport am 6. Mai

Kanzlerin Merkel hat für die nächste Konferenz mit den Ministerpräsidenten am 6. Mai "sehr klare Entscheidungen" für den Sport in der Corona-Krise angekündigt. Dann werde es darum gehen, in welcher Art und Weise und unter welchen Bedingungen "bestimmte sportliche Betätigungen" wieder möglich sein werden, sagte Merkel nach den Beratungen mit den Länderchefs. Eine Entscheidung über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga war zuvor noch einmal vertagt worden.

30.4.2020 • 18:14 Uhr

Saisonabbruch in Frankreichs 1. Fußball-Liga – Titel für Tuchel

Als erste europäische Top-Liga hat die Ligue 1 in Frankreich die Saison wegen der Corona-Krise abgebrochen. Damit ist Paris Saint-Germain mit Trainer Thomas Tuchel der Meistertitel zugesprochen worden. Vor zwei Tagen hatte Premierminister Édouard Philippe in seiner Rede vor der Nationalversammlung eine Wiederaufnahme des seit Mitte März ruhenden Spielbetriebs in dieser Saison für unmöglich erklärt.

30.4.2020 • 18:02 Uhr

Urlaubsreisen in der EU weiter ungewiss

Kanzlerin Angela Merkel hat in der Coronakrise mit Blick auf den Sommerurlaub Erwartungen an Reisen innerhalb Europa gedämpft. Dies sei derzeit nicht auf der Agenda, sagte sie nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder.

30.4.2020 • 17:44 Uhr

"Öffentlicher Gesundheitsdienst hat Hervorragendes geleistet"

Ziel sei weiterhin, die Zahl der Infizierten weiter nach unten zu bringen, sagte Merkel unter Verweis auf Wissenschaftler. Was das Nachverfolgen von Infektionsketten angehe, habe der öffentliche Gesundheitsdienst "Hervorragendes geleistet". Sie wies darauf hin, dass Auswirkungen von weiteren Lockerungen ständig im Auge gehalten werden müssen.

30.4.2020 • 17:39 Uhr

Merkel dankt Wirtschaft für vorsichtiges Hochfahren

"Wir haben es bis jetzt geschafft, die Dynamik der Ausbreitung des Virus zu bremsen - und das muss weiter unser Leitgedanke sein". Merkel hat die Bürger dazu aufgerufen, weiter alles gegen einen Rückfall in der Pandemie zu tun. Alle sollten diszipliniert bleiben, die Sicherheitsabstände und die Hygienevorschriften einhalten.

Da es noch keinen Impfstoff und kein Medikament gegen das Virus gebe, sei weiterhin Ziel und Strategie, die Pandemie so weit einzudämmen, dass das deutsche Gesundheitssystem in der Lage bleibe, Corona-Infizierte angemessen zu behandeln, sagte die Kanzlerin. Sie bedankte sich, dass zu diesem Zwischenerfolg so viele Bürger beigetragen hätten. Zugleich bedankte sie sich bei all jenen, die sich Gedanken machten, wie das Hochfahren der Wirtschaft geschehen könne. Beeindruckt sehe sie, wie dafür von Branche zu Branche Konzepte bis ins Detail erarbeitet würden.

30.4.2020 • 17:35 Uhr

"Vorsicht bleibt geboten"

Unter Auflagen dürften Spielplätze, Kultureinrichtungen und Gotteshäuser wieder öffnen, sagte Merkel auf der Pressekonferenz. Die Gefahr durch die Corona-Pandemie sei aber noch lange nicht gebannt: "Deshalb bleibt Vorsicht das Gebot."

30.4.2020 • 17:23 Uhr

"Kein Rückfall in schwierige Lage"

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht von gewaltigen Herausforderungen. Ziel bleibe es, das Tempo der Neuinfektionen zu verlangsamen, damit das deutsche Gesundheitssystem die Corona-Fälle bewältigen könne. "Das ist uns bislang gelungen."

30.4.2020 • 17:02 Uhr

"Homeschooling" belastet die Familien

Erste Ergebnisse einer Studie zeigen, dass viele Eltern die Beziehung zu ihren Kindern durch das "Homeschooling" belastet sehen. Der Unterricht zu Hause wird zudem offenkundig vor allem von den Müttern gestemmt.

30.4.2020 • 16:48 Uhr

Noch keine Entscheidung über Bundesliga-Neustart

Der deutsche Profifußball muss weiter auf ein klares Signal für die Fortsetzung der aktuellen Spielzeit warten. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten haben nach dpa-Informationen aus Teilnehmerkreisen eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der wegen der Corona-Krise ausgesetzten Bundesliga und des Vereinssports vertagt. Bis zu den nächsten Beratungen am 6. Mai soll es dazu eine Beschlussvorlage von Kanzleramtschef Helge Braun und den Staatskanzleichefs der Länder geben.

30.4.2020 • 16:41 Uhr

Dpa: Bund und Länder vertagen Entscheidung über Schulen und Kitas

Bund und Länder haben die Entscheidung über weitere Schulöffnungen offenbar auf den 6. Mai vertagt. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Teilnehmerkreisen der heutigen Schaltkonferenz. Auch zur Ausweitung der Kinderbetreuung solle eine Beschlussvorlage erst für die nächste Schalte von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder am kommenden Mittwoch erarbeitet werden.

30.4.2020 • 16:23 Uhr

Gewerkschaften mahnen Einhaltung von Arbeitnehmerrechten an

Die Gewerkschaften mahnen auch in der Corona-Krise die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten an. Der Vorsitzende der Gewerkschaft ver.di, Frank Werneke, kritisierte im SWR besonders die teilweise Aussetzung des Arbeitszeitgesetzes. Dadurch seien derzeit in Krankenhäusern auch Zwölf-Stunden-Schichten möglich.

Werneke erinnerte daran, dass sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hier auf eine Notlage berufen habe. Dies könne jedoch nicht auf Dauer so bleiben. So sei es zwar richtig, wenn Spahn jetzt eine schrittweise Rückkehr zur Normalität im Klinikbereich anstrebe, "was ich allerdings kritisiere, ist, dass Normalität für die Beschäftigten nicht vorgesehen ist", sagte der ver.di-Vorsitzende im SWR. Er kritisierte auch die ebenfalls derzeit außer Kraft gesetzte Mindest-Personalausstattung in der Pflege.

30.4.2020 • 16:18 Uhr

Wo ist Horst Seehofer?

Normalerweise ist Bundesinnenminister Seehofer sehr präsent. Seit einiger Zeit hört man öffentlich wenig von ihm. Das nährt Spekulationen, vor allem drei Gerüchte kursieren.

30.4.2020 • 16:10 Uhr

Hamburger und Berliner Polizei bereiten sich auf 1. Mai vor

Die Hamburger Polizei bereitet sich am 1. Mai auf ein reges Demonstrationsgeschehen vor. Von ursprünglich 47 am Tag der Arbeit angemeldeten Aufzügen und Versammlungen seien 38 auch mit Blick auf Infektionsschutzvorkehrungen genehmigt und 5 untersagt worden, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Berliner Polizei sieht sich für den 1. Mai gut aufgestellt. In diesem Jahr gehe es zuerst darum, den Infektionsschutz durchzusetzen, sagte Innensenator Andreas Geisel im Abgeordnetenhaus. Nicht genehmigte Versammlungen würden konsequent aufgelöst, bekräftigte der SPD-Politiker. Rund 5000 Polizisten, auch aus anderen Bundesländern, werden in Berlin im Einsatz sein. Rund 20 Versammlungen mit jeweils bis zu 20 Teilnehmern wurden laut Geisel genehmigt.

30.4.2020 • 15:59 Uhr

Los Angeles bietet allen Einwohnern kostenlose Corona-Tests an

Los Angeles bietet allen Einwohnern ab sofort kostenlose Coronavirus-Tests an. Die kalifornische Metropole sei die erste große US-Stadt, die die Tests unabhängig vom Vorhandensein von Symptomen zur Verfügung stelle, erklärte Bürgermeister Eric Garcetti auf Twitter. Neben Händewaschen und Abstandsregeln seien Tests "eines der besten Mittel, die wir haben, um die Ausbreitung dieses Virus zu stoppen", sagte Garcetti bei einer Pressekonferenz.

30.4.2020 • 15:55 Uhr

WDR: Grundschulen in NRW öffnen ab 11. Mai

Nach WDR-Informationen nehmen die Grundschulen und die Primarstufen der Förderschulen ab dem 11. Mai wieder ihren Betrieb auf. Die Kinder sollen in einem tageweise "rollierenden" System aller Jahrgangsstufen wieder in die Schulen gehen können.

30.4.2020 • 15:46 Uhr

Friseure teils drei Wochen ausgebucht

Die Friseure in Deutschland werden ab der Öffnung der Salons am Montag alle Hände voll zu tun haben: "Wir verzeichnen eine große, eine überwältigende Nachfrage nach Friseurdienstleistungen", sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, der Nachrichtenagentur AFP. Einige Salons seien nach Aufhebung der coronabedingten Schließungen für drei Wochen ausgebucht.

Allerdings werde die hohe Nachfrage ab der kommenden Woche die Umsatzeinbußen im Gesamtjahr nicht mehr ausgleichen können. "Sie können nicht doppelt so viele Haare schneiden oder färben", sagte Müller. Seit der bundesweiten Schließung der Friseure am 23. März habe die Branche deutschlandweit Umsatzverluste in Höhe von fast einer halben Milliarde Euro verbucht. Zudem sei nahezu jeder Betrieb von Kurzarbeit betroffen.

Voraussetzung für die Öffnung der Friseurbetriebe sind umfangreiche Schutzmaßnahmen, die die Branche zusammen mit der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege erarbeitet hat. Diese sieht verpflichtend einen Mund-Nasen-Schutz für Beschäftigte und Kunden vor. Die Haare jedes Kunden müssen im Salon gewaschen werden, zudem sind allgemein ausreichende Schutzabstände gegebenenfalls mit Anpassung von Friseurarbeitsplätzen vorgegeben.

30.4.2020 • 15:30 Uhr

Gemeinschaftliche Gottesdienste offenbar bald wieder erlaubt

Bund und Länder wollen unter bestimmten Abstands- und Hygieneregeln wieder Gottesdienstbesuche erlauben. Das haben Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder in ihrer Schaltkonferenz vereinbart, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Auch besondere religiöse Feste wie Taufen, Beschneidungen oder Hochzeiten sowie Trauergottesdienste sollen in kleinem Kreis möglich sein.

30.4.2020 • 15:26 Uhr

Dpa: Kliniken sollen weniger Intensivbetten frei halten

Die Kliniken sollen nach dem Willen von Bund und Ländern nicht mehr so viele Intensivbetten und Kapazitäten für Corona-Patienten freihalten. Die Infektionsentwicklung und eine präzise Übersicht per Register ließen es zu, einen "etwas größeren Teil" der Kapazitäten wieder für planbare Operationen zu nutzen. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen bei ihrer zurzeit laufenden Telefonschalte.

30.4.2020 • 15:17 Uhr

Großbritannien will Tageszeitungen unterstützen

Großbritannien will die Tageszeitungen im Land mit bis zu 35 Millionen Pfund (gut 40 Millionen Euro) unterstützen. Dazu sollen in den kommenden drei Monaten Anzeigen geschaltet werden. Zudem wird die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf digitale Medienerzeugnisse um sieben Monate vorgezogen, wie das Finanzministerium mitteilte. Die Ermäßigung gelte ab Freitag. Zeitungen und Bücher sind in Großbritannien schon seit langem von der Mehrwertsteuer befreit.

30.4.2020 • 15:07 Uhr

Kurzarbeit in jedem dritten Betrieb

Wegen der Corona-Krise sind so viele Menschen von Kurzarbeit bedroht wie noch nie zu vor. Das zeigt eine NDR-Datenanalyse, in der unter anderem auch die jetzigen Zahlen mit denen der Finanzkrise 2008/2009 verglichen werden.

30.4.2020 • 14:57 Uhr

Lufthansa-Piloten bieten Gehaltsverzicht an

Die Piloten der Lufthansa bieten ihrem Arbeitgeber einen kräftigen Gehaltsverzicht als Beitrag zur Sanierung des Unternehmens an. Bis Mitte 2022 seien die Piloten zu Einbußen um bis zu 45 Prozent ihres Gehalts bereit, erklärte ihr Verband Vereinigung Cockpit (VC). Auch das Kurzarbeitergeld könne zusätzlich abgesenkt werden. Die Zugeständnisse würden die Lufthansa um insgesamt gut 350 Millionen Euro entlasten.

Der Konzernvorstand müsse im Gegenzug alles tun, um die Krise gemeinsam mit den Beschäftigten zu überwinden. Das Personal im oberen Vergütungsbereich wolle damit seine besondere Verantwortung übernehmen, "auch wenn dies schmerzhafte Einschnitte bedeutet", erklärte VC-Chef Markus Wahl. "Wichtig ist, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben und ein Kündigungsschutz vereinbart wird."

30.4.2020 • 14:34 Uhr

Seit März wegen Corona mehr als 30 Millionen Arbeitslose in den USA

Seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie in den USA im März haben sich mehr als 30 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche belief sich auf 3,8 Millionen, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. In den fünf Wochen zuvor hatten bereits 26,4 Millionen Menschen ihren Job verloren.

30.4.2020 • 14:26 Uhr

Merkel und Ministerpräsidenten beginnen Corona-Beratungen

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben mit ihren Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie begonnen. Nach einer Beschlussvorlage des Bundes, die der Deutschen Presse-Agentur schon vor der Schaltkonferenz bekannt wurde, ist mit vorsichtigen weiteren Öffnungen zu rechnen. Allerdings müssen die Länderregierungschefs den Überlegungen noch zustimmen. In der Vorlage wird deutlich, dass etliche Maßnahmen auch auf bestimmte Regionen begrenzt bleiben werden.

30.4.2020 • 14:05 Uhr

Corona-Krise reißt Wachstumsloch in Euro-Zone

Die Corona-Krise schickt die Konjunktur in der Euro-Zone auf eine steile Talfahrt und bremst zugleich die Inflation. Wie die Statistikbehörde Eurostat in einer ersten Schätzung mitteilte, schrumpfte die Wirtschaftsleistung in der Eurozone in den ersten drei Monaten des Jahres um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. In der gesamten EU betrug das Minus 3,5 Prozent. Experten sahen Europa auf dem Weg in eine beispiellose Rezession. Auch die Inflationsrate im Euro-Raum ist mit nur noch 0,4 Prozent im April weit von den knapp zwei Prozent entfernt, die der EZB als Idealmarke für die Konjunktur gelten.

Die deutsche Wirtschaft ist Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) zufolge im ersten Quartal noch vergleichsweise glimpflich davongekommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte von Januar bis März demnach zwar mit 2,4 Prozent zum Vorquartal so stark geschrumpft sein wie seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr. Andere Länder trifft die Krise aber deutlich härter: Italien stürzte um 4,7 Prozent ab und Frankreich sogar um 5,8 Prozent.

30.4.2020 • 13:59 Uhr

Startups sollen im Mai erste Corona-Staatshilfen bekommen

Von der Coronavirus-Krise getroffene Startups können im Mai auf die ersten staatlichen Hilfen hoffen. Das Bundesfinanz- und das Wirtschaftsministerium legten am Donnerstag ein Konzept vor, wie verhindert werden kann, dass Finanzierungsrunden für die jungen und innovativen Unternehmen platzen und diese reihenweise Pleite gehen. "Wir können jetzt starten", sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter mit Blick auf die ersten zwei Milliarden Euro, die Finanzminister Olaf Scholz bereits vor vier Wochen zugesagt hatte, die bislang aber nicht abrufbar waren. Laut einer Umfrage bangen mehr als zwei Drittel der Startups angesichts geschlossener Läden, Ausgangssperren und Reisewarnungen um ihre Existenz.

30.4.2020 • 13:50 Uhr

Corona-Reserveklinik auf Berliner Messegelände fertig

In Berlin ist in vier Wochen Bauzeit ein provisorisches Corona-Notfall-Krankenhaus fertig eingerichtet worden - auf dem Messegelände. Das teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci im Abgeordnetenhaus mit. Das Krankenhaus soll zunächst Platz für 500 Betten bieten, 100 davon mit Beatmungsgeräten. Bei Bedarf kann die Kapazität auf bis zu 1000 Betten aufgestockt werden. Gedacht ist der zusätzliche Standort laut Kalayci als Reservekrankenhaus, wenn andere Kliniken keine Patienten mehr aufnehmen können. In Berlin wurden bis Mittwochabend 5821 Corona-Fälle registriert. Laut Gesundheitssenatsverwaltung liegen 604 Patienten in Krankenhäusern, 157 werden intensivmedizinisch behandelt. In den Berliner Krankenhäusern sind aktuell 31 Prozent der Intensivbetten frei.

Erste leere Betten stehen im Corona-Behandlungszentrum Jaffestraße, Berlin. | dpa

Das provisorische Krankenhaus auf dem Messegelände in Berlin soll Platz für zunächst 500 Betten bieten. Bild: dpa

30.4.2020 • 13:25 Uhr

Bund will Gottesdienste wieder zulassen

Der Bund will wegen der Corona-Krise verbotene Gottesdienste und Gebetsversammlungen wieder zulassen. Dies gelte unter der Voraussetzung, dass den Anforderungen des Infektionsschutzes Rechnung getragen werde, heißt es nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa in einer Beschlussvorlage für die Bund-Länder-Beratungen am Nachmittag.

Auch religiöse Feste wie Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste im kleinen Kreis sollen wieder möglich sein. Die Zahl der Teilnehmer solle sich an der Familienangehörigkeit orientieren, darüber hinaus sollten "nur unverzichtbare Personen" zugelassen werden. Die Gemeinden sollen demnach Vorkehrungen treffen, wie die Teilnahme geordnet gewährleistet werden könne, heißt es weiter. Es solle sichergestellt werden, dass Infektionsketten gegebenenfalls rasch und vollständig nachvollzogen werden können. Auf religiöse Veranstaltungen mit großen Besucherzahlen wie Wallfahrten oder Prozessionen soll verzichtet werden.

30.4.2020 • 13:16 Uhr

Braun hofft auf Kindergarten-Öffnung vor den Sommerferien

Trotz der anhaltenden Corona-Krise hofft Kanzleramtschef Helge Braun, dass bis zu den Sommerferien die Kindergärten geöffnet werden können. Die Notbetreuung sei bereits deutlich erweitert worden. "Ich hoffe schon, dass wir auch alle anderen Kinder vor den Sommerferien noch mal in den Kindergarten schicken können." Letztlich hänge das aber von der Entwicklung der Infektionszahlen ab, sagte der CDU-Politiker dem Sender Hit Radio FFH. Hinsichtlich der Schaltkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten dämpfte Braun die Erwartungen. Er gehe davon aus, dass weitere Maßnahmen zum Thema Schule erst nächsten Mittwoch beschlossen würden.

30.4.2020 • 13:10 Uhr

Regierung will Spielplätze wieder öffnen

Die Bundesregierung will die wegen der Corona-Pandemie seit Wochen geschlossenen Spielplätze wieder öffnen lassen. Dabei sollten Eltern darauf achten, dass überfüllte Anlagen gemieden und grundlegende Hygieneregeln eingehalten werden, heißt es in einer Beschlussvorlage für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Sandkasten in einer Düsseldorfer Kita | dpa

Zurück in den Sandkasten: Nach dem Willen der Bundesregierung soll das bald möglich sein. Bild: dpa

30.4.2020 • 13:01 Uhr

Bund will erst am 6. Mai über weitere Lockerungen entscheiden

Der Bund will erst bei der nächsten Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten am 6. Mai entscheiden, ob ein weiterer größerer Öffnungsschritt bei den strikten Corona-Beschränkungen möglich ist. Es sei noch zu früh zu beurteilen, ob sich die seit dem 20. April umgesetzten Öffnungsmaßnahmen verstärkend auf das Infektionsgeschehen ausgewirkt hätten, heißt es in einer Beschlussvorlage des Bundes, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

30.4.2020 • 12:38 Uhr

Gymnasien regen verlängerte Schulzeit an

Die Bundesdirektorenkonferenz der Gymnasien (BDK) regt an, über eine Verlängerung des Schuljahrs oder gar der Schulzeit nachzudenken. "Wäre es z. B. denkbar, dass die Schuljahre für einen Übergangszeitraum auch einmal länger dauern als bislang zwölf Monate? Wäre es nicht besser, für den Lernstoff mehr Zeit (vielleicht sogar ein zusätzliches Schuljahr?) zur Verfügung zu stellen, statt ihn zu kürzen?", fragte der Konferenzvorsitzende Dieter Brückner in einer Erklärung. "Was Kinder und Jugendliche durch die lange Dauer der Schulschließungen versäumen, lässt sich nicht so nebenbei nachholen", erklärte er. Die BDK kritisierte das Vorgehen der Kultusministerkonferenz (KMK) in der Corona-Krise scharf. Mit ihrem Beschluss vom Dienstag, bis zu den Sommerferien Ende Juni Schülern aller Jahrgänge in irgendeiner Form wieder den Schulbesuch zu ermöglichen, stochere die KMK im Nebel, hieß es in der Erklärung.

30.4.2020 • 12:30 Uhr

Studie: Wegen besserer Luft 11.000 Todesfälle vermieden

Die verbesserte Luftqualität in Europa aufgrund der Corona-Beschränkungen hat laut einer Studie gesundheitliche Vorteile gebracht, die einer Vermeidung von 11.000 Todesfällen gleichkommen. Der Wert sei auf eine Verringerung der Stickstoffdioxid-Belastung um 40 Prozent und eine Abnahme der durchschnittlichen Feinstaubbelastung um zehn Prozent in den vergangenen 30 Tagen zurückzuführen, teilte das Centre for Research on Energy an Clean Air mit. Die teils lahm liegende Weltwirtschaft führte den Wissenschaftlern zufolge zu einer drastisch reduzierten Stromerzeugung durch Kohle von 37 Prozent und einen Rückgang des Ölverbrauchs um ein Drittel.  

30.4.2020 • 12:21 Uhr

Britischer Corona-Held feiert 100. Geburtstag

Der durch seine Spenden-Sammelaktion für das Gesundheitspersonal in Großbritannien zum Corona-Helden gewordene Weltkriegsveteran Tom Moore hat unter großer öffentlicher Anteilnahme seinen 100. Geburtstag gefeiert. Zwei Jagdflugzeuge der Royal Air Force überflogen zu Ehren von "Captain Tom" dessen Haus in der Grafschaft Bedfordshire nördlich von London. Der sichtlich bewegte Veteran winkte den Fliegern vom Garten aus zu. "Niemals, niemals in meinem Leben hätte ich so etwas erwartet", sagte der Jubilar der BBC. Wenige Minuten später überschritt die Summe der auf Moores Spenden-Website gesammelten Gelder die Marke von 30 Millionen Pfund (33 Millionen Euro). Zum Geburtstag wurde Moore zudem auf Anordnung des Königshauses zum Ehren-Oberst ernannt und mit einem Orden ausgezeichnet. Der frühere Hauptmann hatte sich nach einer Hüft-OP vorgenommen, bis zu seinem 100. Geburtstag 100-mal mit seinem Rollator seinen 25 Meter langen Garten abzuschreiten und sich dafür sponsern zu lassen. Die Aktion fand derart viel Zuspruch, dass Moore dem nationalen Gesundheitsdienst NHS nun einen Millionenbetrag überweisen kann.

30.4.2020 • 12:14 Uhr

Weniger Asylbewerber in Europa seit Corona-Krise

Durch die Reisebeschränkungen ist die Anzahl der neuen Asylsuchenden in Europa im März deutlich zurückgegangen. Wie die EU-Asylagentur EASO berichtete, wurden im März 34.737 Anträge auf Asyl in der Europäischen Union sowie in Norwegen, Island, Liechtenstein und in der Schweiz registriert. Das sind 43 Prozent weniger als im Februar 2020. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres habe die Agentur noch ein "anhaltend hohes Antragsniveau" zu verzeichnen gehabt, hieß es. Im Februar 2020 lag die Zahl der Asylanträge mit 61.134 um rund 14 Prozent über dem gleichen Vorjahreszeitraum. Als Hintergrund des Rückgangs im März nannte die EU-Asylagentur die Einreiseverbote und die verschärften Grenzkontrollen.

30.4.2020 • 12:08 Uhr

Kardinal Marx befürchtet soziale Ungleichheit

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx warnt vor wachsenden sozialen Ungleichheiten durch die Folgen der Corona-Pandemie. Bei Katastrophen und in Krisen gewännen oft Eliten, sagte der frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz dem "Handelsblatt". Bei solchen radikalen Umwälzungen drohten schnell und beherzt zugreifende Vermögende besser durchzukommen als diejenigen, die auf ein kleines Gehalt angewiesen seien, das womöglich mit Kurzarbeitergeld noch auf 60 Prozent sinkt. Nach den Worten des Kardinals drohen Spannungen innerhalb einer Gesellschaft, wenn viele Menschen in ihrem Einkommen beschnitten werden und das Gefühl haben, zu Unrecht ein Opfer der Krise zu sein. "Je ungleicher eine Gesellschaft ist, desto instabiler ist sie." Und dann bestehe auch wieder die Gefahr, dass Populisten vermehrt Gehör finden.

Kardinal Reinhard Marx | dpa

Nach den Worten von Kardinal Marx drohen Spannungen innerhalb einer Gesellschaft, wenn viele Menschen in ihrem Einkommen beschnitten werden und das Gefühl haben, zu Unrecht ein Opfer der Krise zu sein. Bild: dpa

30.4.2020 • 11:44 Uhr

Australien lockert weitere Corona-Verbote

Angesichts sinkender Infektionszahlen lockern in Australien mehrere Bundesstaaten zunehmend die wegen der Corona-Pandemie verhängten Beschränkungen. Der bevölkerungsreichste Bundesstaat New South Wales, dessen Hauptstadt Sydney ist, will von diesem Freitag an Besuche von maximal zwei Erwachsenen mit zwei Kindern bei anderen erlauben. Der beliebte Bondi Beach war bereits am Dienstag stundenweise zum Schwimmen und Surfen geöffnet worden. In Queensland sind von Freitag an Picknicks sowie Ausflugsfahrten bis zu 50 Kilometer von zu Hause möglich, wie die Behörden mitteilten. Außerdem wurden Nationalparks, Strände und Geschäftszentren geöffnet. In Westaustralien sind bereits seit Montag Ansammlungen von bis zu zehn Menschen erlaubt. Über Nacht zählte Australien den Behörden zufolge lediglich zehn neue Corona-Infektionen.

Eine Frau geht am wegen der Coronavirus-Pandemie gesperrten Bondi Beach vorbei. | AFP

Sydneys bekanntester Strand war mehrere Wochen gesperrt. Nun dürfen Schwimmer und Surfer zurückkehren. Bild: AFP

30.4.2020 • 11:38 Uhr

Italien stockt Corona-Hilfen auf

Italien will seine Finanzhilfen wegen der Coronavirus-Krise um rund 40 Milliarden Euro ausweiten. Das sagte Regierungschef Guiseppe Conte im Parlament. Etwa 25 Milliarden Euro sollen Beschäftigten und Selbstständigen zugutekommen, der Rest Unternehmen. Der Tourismussektor werde die Folgen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wohl noch für "mehrere Monate" spüren, sagte Conte. Er werde mit den Regionen zusammenarbeiten, damit diese je nach den örtlichen Bedingungen Lockerungen einleiten könnten. Die Regionen dürften die Einschränkungen aber nicht ohne Rücksprache herunterfahren.

30.4.2020 • 11:34 Uhr

Studie: Kinder vermutlich genauso ansteckend wie Erwachsene

Kinder sind einer Analyse in Deutschland zufolge in der gegenwärtigen Coronavirus-Pandemie vermutlich genauso ansteckend wie Erwachsene. Die Zahl der Viren, die sich in den Atemwegen nachweisen lässt, unterscheide sich bei verschiedenen Altersgruppen nicht, berichten Forscher um den Virologen Christian Drosten von der Berliner Charité in einer vorab veröffentlichten und noch nicht von unabhängigen Experten geprüften Studie. Die Forscher warnen aufgrund ihrer Ergebnisse vor einer uneingeschränkten Öffnung von Schulen und Kindergärten in Deutschland. Das Team um Drosten hatte in Proben von 3712 Infizierten, die zwischen Januar und 26. April in einem Berliner Testzentrum untersucht wurden, die Menge an Sars-CoV-2-Viren bestimmt. Sie fanden keinen Unterschied in der Viruslast zwischen verschiedenen Altersgruppen.

Geschlossene KiTa in Hannover | dpa

Die Forscher warnen vor einer uneingeschränkten Öffnung von Schulen und Kitas. Bild: dpa

30.4.2020 • 11:28 Uhr

Lindner für weitere Lockerungen, Bartsch mahnt zur Vorsicht

FDP-Chef Christian Lindner fordert eine Ausweitung der Lockerungen im öffentlichen Leben. "Wir haben ganz geringe Neuinfektionen pro Tag und wir haben ein Infektionsgeschehen, das regional sehr unterschiedlich ist", sagt er dem MDR. Es gebe Bereiche in Deutschland, wo das Leben wieder stärker normalisiert werden könne. "Der jetzige Zustand auch nach den sogenannten Lockerungen ist nicht mehr verhältnismäßig. Das hat enorme Folgewirkungen beispielsweise durch verschobene Operationen und wirtschaftliche Folgen."

Der Vorsitzende der Linksfraktion, Dietmar Bartsch, warnte dagegen vor einem Wettrennen bei Rücknahmen von Corona-Schutzmaßnahmen. Bartsch sagte dem MDR: "Ich bin ein extremer Gegner dieses Lockerungs-Wettlaufs." Die Pandemie dürfe nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

30.4.2020 • 11:21 Uhr

Null lokal übertragene Neuinfektionen in Südkorea

Erstmals seit Februar hat Südkorea landesweit keine lokalen Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, wurden am Mittwoch lediglich am Flughafen vier importierte Fälle festgestellt. Dabei handelte es sich um Personen, die aus dem Ausland eingereist oder zurückgekehrt sind. Präsident Moon Jae In äußerte sich auf Twitter erfreut über die Entwicklung: Zum ersten Mal seit 72 Tagen "null lokal bestätigte Covid-19-Patienten", das sei auf die Leistung der Menschen in Südkorea zurückzuführen. Die Gesamtzahl der erfassten Infektionen stieg den Angaben zufolge auf 10.765. Bisher gab es 247 Todesopfer in Verbindung mit Sars-CoV-2. Der erste Fall wurde in Südkorea am 20. Januar nachgewiesen. Den bisherigen Höhepunkt des Ausbruchs gab es Ende Februar mit mehr als 900 Neuerkrankungen innerhalb von 24 Stunden.

30.4.2020 • 11:15 Uhr

Spanische Wirtschaft schrumpft in Rekordtempo

Die spanische Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen der Corona-Krise eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt von Januar bis März schrumpfte im Vergleich zum Vorquartal um 5,2 Prozent, wie das Statistikamt mitteilte. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum lag der Rückgang bei 4,1 Prozent. Spaniens Wirtschaft ist damit im ersten Quartal ähnlich stark eingebrochen wie die Konjunktur in Frankreich.

Als Grund für den schweren konjunkturellen Rückschlag in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone gelten harte Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die spanische Wirtschaft wurde heruntergefahren. Die Regierung will auf der Grundlage eines Vier-Stufen-Plans ab dem 4. Mai die Beschränkungen lockern. Das Ziel sei es, bis Ende Juni zur Normalität zurückzukehren, kündigte Ministerpräsident Pedro Sanchez an.

30.4.2020 • 11:04 Uhr

RKI: Vergangene Woche deutlich mehr getestet

Die Zahl der Corona-Tests ist laut Robert Koch-Institut (RKI) zuletzt deutlich gestiegen. In der vergangenen Woche habe es 467.000 gegeben, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Die maximale Test-Kapazität liege bei 860.000. In den vorigen Wochen hatte die Zahl der ausgeführten Tests lange zwischen 350.000 und 400.000 gelegen. Die Rate der Nachweise einer Infektion sei zuletzt bei gut fünf Prozent gewesen. In den ersten Wochen der Epidemie waren es bei deutlich weniger Tests meist etwas unter zehn Prozent. Die Ansteckungsrate schätzt das Institut derzeit auf 0,76. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Durchschnitt 76 weitere Menschen anstecken.

"Wir sehen, dass die Übersterblichkeit steigt in Deutschland", sagte Wieler. "Wir gehen eigentlich davon aus, dass mehr Menschen daran gestorben sind, als eigentlich gemeldet." Dazu gebe es aber noch keine belastbaren Zahlen. Der RKI-Chef rief dazu auf, trotz der Pandemie auch weiterhin Vorsorge-Untersuchungen wahrzunehmen und erforderliche Impfungen zu machen. Dies gelte vor allem auch für die U-Untersuchungen bei Kindern und Säuglingen.

30.4.2020 • 11:00 Uhr

Zahl der Corona-Todesfälle in Russland auf mehr als 1000 gestiegen

In Russland ist die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus auf mehr als 1000 gestiegen, die Zahl der offiziell diagnostizierten Infektionen liegt bei mehr als 100.000. Bis Donnerstag wurden nach Behördenangaben 1073 Todesfälle durch das Virus und 106.498 Infektionen registriert. Am schwersten betroffen sind Moskau und Umgebung sowie St. Petersburg. Aber auch in den Regionen, wo die Gesundheitsversorgung deutlich schlechter ist, breitet sich das Virus weiter aus. Russland hatte wegen des Coronavirus im Februar seine Landgrenzen zu China geschlossen und danach wochenlang nur sehr niedrige Infektionszahlen gemeldet, während die Zahlen in Westeuropa rasant stiegen. Seit Mitte März steigen die Zahlen aber auch in Russland unaufhörlich an. 

30.4.2020 • 10:05 Uhr

Betriebe melden für 10,1 Millionen Menschen Kurzarbeit an

Deutschlands Unternehmen haben in der Corona-Krise bis zum 26. April für 10,1 Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet. Diesen Rekordwert gab die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg bekannt. Damit wurden alle Prognosen von Volkswirten bei weitem übertroffen. Der bisherige Rekordwert der Bundesagentur für Arbeit für dieses arbeitsmarktpolitische Instrument stammt aus dem Mai 2009. Damals waren 1,44 Millionen Menschen in Kurzarbeit. "Die Corona-Krise dürfte in Deutschland zur schwersten Rezession der Nachkriegszeit führen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Detlef Scheele.

Trotz der extrem hohen Zahl von Anzeigen für Kurzarbeit stieg auch die Zahl der Arbeitslosen im April saisonuntypisch an. Im April waren 308.000 Menschen mehr arbeitslos als noch im März und 415.000 mehr als im Vorjahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Die Gesamtzahl stieg damit auf 2,644 Millionen. Dies entspricht einer Quote von 5,8 Prozent. Sie stieg im Vergleich zum März um 0,7 Punkte und im Vergleich zum April des Vorjahres um 0,9 Punkte.

30.4.2020 • 09:25 Uhr

Italienische Regierung beschließt Einsatz von Corona-App

Die italienische Regierung hat grünes Licht für den Einsatz einer App gegeben, die bei der Eindämmung des Corona-Virus helfen soll. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Kabinett in Rom. Die Nutzung der Corona-App durch die Bürger soll freiwillig sein, die Daten sollen zudem anonymisiert verarbeitet werden. Eine Geo-Lokalisierung werde es nicht geben, hieß es. Die Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte im Vorfeld mehrfach betont, mit der Corona-App hohe Datenschutz-Standards erfüllen zu wollen. Kritiker befürchten, dass gesammelte Daten auch missbraucht werden könnten.

Die App soll dabei helfen, schnell zu erfahren, ob man sich in der Nähe eines Corona-Infizierten aufgehalten hat. Infektionsketten sollen dadurch schneller unterbrochen werden können. Die Regierung in Rom hatte im Vorfeld mitgeteilt, dass Italien die App "Immuni" des Mailänder Unternehmens Bending Spoons nutzen will. Ab 4. Mai sollen die Corona-Beschränkungen allmählich gelockert werden, in dieser neuen Phase soll die App zum Einsatz kommen. Italien ist mit inzwischen fast 27.700 Corona-Toten besonders hart von der Pandemie getroffen.

30.4.2020 • 09:19 Uhr

Möglicher Bundesliga-Neustart: Weil und Woidke skeptisch

Neben Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil steht auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke einer möglichen Fortsetzung der Bundesliga-Saison skeptisch gegenüber. "Spielplätze sind zu, Kitas sind zu, Bundesliga spielt wieder - das passt nicht wirklich zusammen", sagte er im RBB-Inforadio vor den Bund-Länder-Beratungen. Dies werde auch, "glaube ich, in der Masse der Bevölkerung auf wenig Zustimmung stoßen". Er wolle Spielplätze, Schulen und Kitas so schnell es geht wieder öffnen. Das Vorgehen müsse aber immer wissenschaftlich begründet sein.

30.4.2020 • 09:12 Uhr

Dutzende Leichen in Lastern nahe New Yorker Bestatter entdeckt

In der Nähe einer Bestattungsfirma in New York sind Medienberichten zufolge Dutzende Leichen in mehreren Transportern gefunden worden. Das Unternehmen im Stadtteil Brooklyn habe die Fahrzeuge angemietet, weil es angesichts der vielen Toten in der Coronavirus-Pandemie keinen Platz mehr in den eigenen Räumen gehabt habe, hieß es. Außerdem sei der Kühlraum des Bestatters ausgefallen, schrieb die "New York Times" unter Berufung auf die Polizei. Anwohner hätten diese wegen des Verwesungsgeruchs aus den Lastern alarmiert.

Der Sender CNN berichtete von bis zu 60 Leichen in vier Transportern, ABC von bis zu 100 Toten. Diese seien auf Eis liegend in Leichensäcken in den Fahrzeugen gestapelt worden und sollten eingeäschert werden. Wie viele von ihnen tatsächlich nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben seien, stehe nicht fest. Bestattern sei es angesichts der Krise erlaubt, Tote in Kühllastern aufzubahren. Mindestens einer der Wagen sei aber ungekühlt gewesen.

30.4.2020 • 09:02 Uhr

Söder warnt vor zweiter Infektionswelle

Vor den Bund-Länder-Beratungen über die Corona-Krise hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor übereilten Lockerungen der Abwehrmaßnahmen gewarnt. Solange es keinen Impfstoff gebe, drohe ansonsten "eine zweite Welle, ein Rückfall", sagte Söder im Bayerischen Rundfunk. "Wir haben einige Länder gesehen, die haben sehr schnell gelockert und mussten dann das Gegenteil tun." Als ein Beispiel nannte er Singapur.

Söder zeigte Verständnis, wenn andere Bundesländer nun schneller vorangehen wollen, kündigte aber an, er selber werde zurückhaltend bleiben. "Ich bin da auch keinem Kollegen böse und keinem anderen Land böse, wenn da jetzt jemand drängender ist oder es anders sieht." Er könne die Situation der Bayern aber nicht davon abhängig machen, ob in einem anderen Land eine Regierung die Lage anders beurteile. Es sei nun wie in der 80. Minute eines Fußballspiels: "Wir haben das meiste geschafft, aber einige wollen schon jetzt vom Spielfeld und sagen, das Spiel ist gewonnen. Das ist halt leider nicht so."

30.4.2020 • 08:58 Uhr

Braun: Kontaktbeschränkungen werden sicherlich bis 10. Mai verlängert

Die in der Corona-Krise bis zum 3. Mai geltenden Kontaktbeschränkungen sollen nach den Worten von Kanzleramtschef Helge Braun "sicherlich" erst einmal bis 10. Mai verlängert werden. Das kündigte der CDU-Politiker bei n-tv vor Beratungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen an. Die größere Diskussion über weitere Öffnungsschritte werde bei der nächsten Beratung am 6. Mai erfolgen. Bis zum 10. Mai solle das "wesentliche Paket" erst einmal verlängert werden, sagte Braun.

30.4.2020 • 08:55 Uhr

Handwerksbetriebe wollen weniger ausbilden

Die Corona-Krise könnte sich massiv auf den Ausbildungsmarkt auswirken. Das zeigt eine Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), die dem ARD-Politikmagazin Report Mainz exklusiv vorliegt.

Demnach plant ein Viertel der Handwerksbetriebe, im kommenden Ausbildungsjahr weniger Lehrstellen zu besetzen. Knapp 38 Prozent geben an, genauso viele Ausbildungsstellen anbieten zu wollen wie im Vorjahr. Nur jeder zwanzigste Betrieb hingegen plant, mehr Lehrlinge einzustellen. An der Umfrage des ZDH haben bundesweit insgesamt 2700 Handwerksbetriebe teilgenommen.

30.4.2020 • 08:39 Uhr

Maas schließt Reisen innerhalb Europas im Sommer nicht aus

Bundesaußenminister Heiko Maas schließt nicht aus, dass die Deutschen im Sommer nicht nur im Inland, sondern auch innerhalb der Europäischen Union Urlaub machen können. Voraussetzung sei aber, dass man bei der Bekämpfung der Pandemie Erfolg habe. "Wir wollen eine abgestimmte Lösung für den Sommer", sagte Maas. Das Außenministerium sei mit allen europäischen Ländern im Gespräch - es gebe aber Unterschiede. So sei die Situation in Spanien und Italien schlimmer als in anderen Ländern. Er hoffe, dass es nach dem 14. Juni gar keine Reisewarnungen mehr geben müsse. "Sondern dass es Regelungen gibt innerhalb der Europäischen Union, mit einzelnen Staaten, wie Tourismus stattfinden kann."

Der Außenminister verteidigte die Entscheidung für eine Verlängerung der weltweiten Reisewarnung bis 14. Juni. In den kommenden Wochen sei kein üblicher Reiseverkehr möglich, auch wenn eine Reisewarnung kein Reiseverbot sei, sagte Maas. "Wir haben in den letzten vier Wochen 240.000 Touristen aus der ganzen Welt zurückgebracht, wir wollen das weder über Pfingsten noch im Sommer wiederholen müssen."

30.4.2020 • 08:25 Uhr

Französische Wirtschaft bricht ein

Die französische Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen der Corona-Pandemie so stark eingebrochen wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von Januar bis März um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, teilte das Statistikamt in einer ersten Schätzung mit. Das bisher schlechteste Quartalsergebnis gab es im Frühjahr 1968, als Studentenunruhen und Generalstreiks das Land lahmlegten. Damals schrumpfte die Wirtschaft um 5,3 Prozent.

Im abgelaufenen Quartal sanken die Konsumausgaben in Frankreich um 6,1 Prozent, während die Unternehmen 11,4 Prozent weniger investierten. Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone in diesem Jahr um 7,2 Prozent einbrechen wird.

30.4.2020 • 08:19 Uhr

Umsätze im Einzelhandel gesunken

Die Auswirkungen der Corona-Krise haben den deutschen Einzelhandel gespalten. Zu den Umsatzgewinnern im März gehörten neben den Online-Händlern vor allem Supermärkte und Apotheken, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Die zahlreichen Geschäftsschließungen zur Abwehr der Pandemie führten hingegen zu hohen Einbußen im Handel mit Nicht-Lebensmitteln. Geschäfte für Schuhe und Textilien verloren im Vergleich zum Vorjahresmonat mehr als die Hälfte ihres Umsatzes. Unter dem Strich machte der gesamte Einzelhandel preisbereinigt 2,8 Prozent weniger Umsatz als vor einem Jahr. Nominal landeten 1,5 Prozent weniger in den Kassen.

30.4.2020 • 08:01 Uhr

Weil vor Bund-Länder-Beratungen für "gemeinsamen Korridor"

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat sich vor den Bund-Länder-Beratungen erneut für ein einheitliches Vorgehen in der Corona-Krise ausgesprochen. "Ich würde mir wünschen, wir würden einen gemeinsamen Weg finden, mindestens einen gemeinsamen Korridor", sagte Weil im ARD-Morgenmagazin. Allerdings sei das Infektionsgeschehen regional sehr unterschiedlich. "Dass man im Detail in einzelnen Bundesländern unterschiedlich handelt", halte er deshalb für "vertretbar". Er halte es im Prinzip aber für wichtig, dass die Politik mit einer Sprache spreche.

Zur einer möglichen Fortsetzung der Fußball-Bundesliga-Saison äußerte Weil sich skeptisch: "Ich hielte es nicht für angemessen, dass wir die Bundesliga wieder starten lassen, aber gar keine Perspektive für die Kinder oder für den Breitensport haben."

30.4.2020 • 07:45 Uhr

Studie: Besuche für Menschen in Pflegeheimen zulassen

Eine neue Studie fordert die Wiederaufnahme von Besuchen für Senioren und Menschen mit Behinderungen in Pflegeheimen trotz der Corona-Krise. In dem Papier, das der "Rheinischen Post" vorliegt, warnt das Expertenteam um den Bochumer Pflegeprofessor Markus Zimmermann davor, diese Gruppe auch nach einem Ende der Kontaktsperre weiter zu isolieren. Das könne zu "einem größeren Schaden führen, als es das Risiko einer Infektion mit sich bringt", heißt es in der Untersuchung, die das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalens in Auftrag gegeben hat. Das Ausbleiben von Besuchen könne demnach zu "Apathie, Depressionen und Suizidgedanken" führen. Mit der notwendigen Hygiene und geeigneten Schutzvorkehrungen müssten soziale Kontakte von außen und auch nach außen ermöglicht werden, fordert das Expertenteam.

Ein Desinfektionsmittelspender im AWO Altenzentrum in Heinsberg | dpa

Die Isolation der Bewohner von Pflegeheimen könne zu größeren Schäden führen als das Infektionsrisiko, warnen die Forscher. Bild: dpa

30.4.2020 • 07:35 Uhr

Gewinnrückgang bei BASF: "Kein normales Quartal"

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat im ersten Quartal wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie weniger verdient. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) ging um 6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zurück, wie der Dax-Konzern mitteilte. Dem Unternehmen setzten vor allem niedrigere Preise für Kunststoffvorprodukte und Basischemikalien zu. Da der Absatz zu Jahresbeginn aber noch zulegte, konnte der Chemieriese seinen Umsatz um sieben Prozent auf 16,8 Milliarden Euro steigern. "Das erste Quartal war kein normales Quartal. Das wird auch für das zweite Quartal gelten und wohl für das gesamte Jahr", sagte Vorstandschef Martin Brudermüller. Den Ausblick für das laufende Jahr hatte BASF wegen der Coronavirus-Krise bereits am Mittwochabend zurückgezogen.

30.4.2020 • 07:28 Uhr

Münchner Flughafen erwartet Rückkehr der Passagiere nach der Krise

Der Münchner Flughafen geht trotz eines Einbruchs der Passagierflugzahlen um 99 Prozent langfristig von einer Rückkehr zum alten Geschäft im Luftverkehr aus. "Ich habe viele Krisen als Flughafen-Manager erlebt und daraus gelernt, dass die Nachfrage immer wieder zurückkehrt", sagt der neue Flughafen-Chef Jost Lammers der "Augsburger Allgemeinen". "Die Sehnsucht der Menschen zu reisen wird nicht durch Corona gebrochen", betonte er. Es könne zwar sein, dass auch nach der Krise vermehrt Videokonferenzen genutzt würden, aber er glaube nicht daran, dass deshalb dauerhaft weniger geflogen würde. Der zweitgrößte deutsche Flughafen habe zudem genug Finanzkraft, um die jetzige Krise zu überstehen. Als Präsident des europäischen Flughafen-Dachverbandes ACI forderte Lammers eine gemeinsame europäische Lösung, um den Luftverkehr wieder hochzufahren. "Nichts wäre schlimmer, als wenn jedes Land eigene Regularien festlegt."

Zwei Polizisten gehen durch das ansonsten fast menschenleere Terminal vom Flughafen München.  | dpa

Wegen der Corona-Pandemie ist der Münchner Flughafen zurzeit fast menschenleer. Bild: dpa

30.4.2020 • 07:19 Uhr

SPD-Fraktion stellt Bedingungen an Finanzhilfen für Unternehmen

Die SPD-Fraktion im Bundestag fordert strengere Auflagen für Unternehmen, die in der Corona-Krise staatliche Finanzhilfen erhalten. Außerdem müsse der Staat bei Beteiligungen ein gewisses Mitspracherecht bekommen. Das geht aus einem Beschlusspapier der Fraktion hervor, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Konkret will die Fraktion demnach, dass die Unternehmen keine Dividenden ausschütten oder Boni, Sonderzahlungen und andere Gratifikationen ausgeben dürfen - nicht nur, wenn sie direktes Staatsgeld bekommen, sondern auch bei staatlichen Garantien. Wenn sich der Staat wesentlich beteilige, sollten Obergrenzen für die Vergütung von Chefetage und Angestellten festgelegt werden. Der Staat solle "angemessenen Einfluss für die Zeit der Maßnahmen im Unternehmen bekommen".

30.4.2020 • 07:15 Uhr

Klöckner mahnt zum Einhalten der Corona-Regeln für Erntehelfer

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) mahnt zum strikten Einhalten der Schutzauflagen für Erntehelfer in der Landwirtschaft wegen der Corona-Epidemie. Dies soll heute auch Thema bei einer Videokonferenz mit den Landesbauernverbänden sein, wie es aus dem Ministerium hieß. Dabei soll es um den Verlauf der Ernte und der Pflanzungen gehen, aber auch um die Lage der Saisonarbeiter und die Einhaltung des Infektionsschutzes.

Nach bekannt gewordenen Verstößen gegen Hygiene- und Abstandsregeln in einigen Betrieben hatten auch schon der Bauernverband und weitere Branchenverbände zum strikten Befolgen der Vorgaben aufgerufen. Bauernpräsident Joachim Rukwied betonte: "Wer die Regeln nicht einhält, gefährdet die Gesundheit seiner Arbeitskräfte, der eigenen Familie und letztendlich die Arbeitsfähigkeit seines Betriebs."

30.4.2020 • 07:10 Uhr

Studierende in Not sollen Überbrückungskredit erhalten

In der Großen Koalition war bislang umstritten, wie Studierenden in der Corona-Krise geholfen werden soll. Doch nun haben sich Union und SPD nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios geeinigt. Eine Ausweitung beim BAföG, wie es die SPD gefordert hatte, soll dabei aber keine Rolle spielen. Stattdessen hat sich Bildungsministerin Anja Karliczek mit ihrer Idee durchgesetzt, den Studierenden kurzfristig Überbrückungskredite anzubieten. Dafür soll die KfW-Bank zuständig sein.

Maximal 650 Euro pro Antragsteller soll es bis einschließlich März 2021 pro Monat geben. Zunächst sollen die Kredite zinsfrei sein und auch ausländischen Studierenden offen stehen. Anträge dafür könnten die betroffenen Studierenden schon ab dem 8. Mai stellen. Erste Gelder sollen dann ab dem 1. Juni auf den Konten sein - so zumindest die Planungen im Ministerium.

30.4.2020 • 06:45 Uhr

DIW-Chef: Glaube an reine Marktkräfte hat durch Corona abgedankt

Der Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen des Corona-Schocks zeigt nach Ansicht des Ökonomen Marcel Fratzscher die Stärke der Politik und die Gefahren reiner Marktgläubigkeit. Wenn sich Gesellschaften nur auf den freien Wettbewerb verließen, würden die Risiken derzeit überdeutlich, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der Nachrichtenagentur dpa. "Ich würde schon sagen, dass die Corona-Krise so etwas wie der letzte Sargnagel für den Neoliberalismus ist." Hilfen für Arbeitnehmer, Unternehmen, Kliniken oder Schulen seien in der aktuellen Lage ohne Alternative. "Nun sehen wir: Der Staat ist die letzte Instanz, wenn es darauf ankommt", sagte Fratzscher. "Der Markt kann in entscheidenden Bereichen nicht mehr allein funktionieren." Die Finanzkrise 2008/2009 habe dies angedeutet, ebenso die Migrations- und die Klimakrise.

30.4.2020 • 06:38 Uhr

Auch deutsche Politiker fordern internationale Untersuchung in China

In der Debatte um den Ursprung der Coronavirus-Epidemie in China und Spekulationen über einen möglichen Laborunfall in der Millionenstadt Wuhan mehren sich auch in Deutschland die Rufe nach einer internationalen Untersuchung vor Ort. "Ziel muss nicht nur eine transparente Aufklärung der Ursachen sein, sondern auch die Entwicklung und Durchsetzung von internationalen Hygienestandards, gerade auch für Tiermärkte", sagt der CDU-Außenpolitikexperte Jürgen Hardt der "Augsburger Allgemeinen". Angesichts der Tragweite der Pandemie trage jeder Staat dafür Verantwortung, transparent mit Ursachen und Maßnahmen umzugehen, damit ein vergleichbarer Vorgang für die Zukunft verhindert werden könne. Auch der FDP-Außenpolitikexperte Alexander Graf Lambsdorff spricht sich für eine Aufklärung aus: "China hat ein Interesse daran, diese Gerüchte zu widerlegen, und die beste Weise dazu ist, eine unabhängige internationale Untersuchung über die Herkunft des Virus zuzulassen", sagt der FDP-Politiker der Zeitung.

30.4.2020 • 06:15 Uhr

Mehr als 159.000 Infizierte in Deutschland

Die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts um 1478 auf 159.119 gestiegen. 6288 Menschen sind demnach an den Folgen des Virus gestorben. Das entspricht einem Anstieg von 173.

30.4.2020 • 05:50 Uhr

Mehr als 1000 Corona-Fälle auf Großbaustelle in Russland

Auf dem Bau einer Flüssiggasanlage in Russland hat sich die Zahl der Coronavirus-Infektionen auf mehr als 1000 erhöht. 80 Fälle seien am Mittwoch auf der Baustelle Belolamenka festgestellt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Vertreter der Stadt Murmansk. Die insgesamt 1002 Fälle unter Arbeitern dort bilden ein Prozent aller in Russland registrierten Infektionen. Arbeiter leben dort in einem Camp, das etwa 4500 Menschen umfasst.

30.4.2020 • 05:47 Uhr

Österreichs Kanzler pocht auf Gegenleistung für AUA-Hilfen

Im Ringen um Staatshilfen für die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) pocht Österreichs Kanzler Sebastian Kurz auf eine Absicherung. Auch eine Beteiligung an der Konzernmutter Lufthansa sei ein mögliches Szenario, wie Kurz in einem Interview mit dem ORF sagte. "Eine Hilfe ohne Vorteile für den Standort Österreich, ohne eine Beteiligung an der Lufthansa, einfach nur so, die wird es nicht geben", sagte der Kanzler nach einem ersten Treffen mit Lufhansa-Chef Carsten Spohr am Abend in Wien. Schließlich sei die Lufthansa ein deutsches Unternehmen und daher müsse es für Staatshilfe auch eine Gegenleistung geben.

30.4.2020 • 05:47 Uhr

Jedem Zweiten geht Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen zu schnell

Jedem zweiten Deutschen geht die Lockerung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu schnell. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur vertraten 49 Prozent diese Meinung. Nur 15 Prozent sagten dagegen, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens würden zu langsam zurückgenommen. 28 Prozent sind mit dem eingeschlagenen Tempo zufrieden, 8 Prozent machten keine Angaben.

30.4.2020 • 05:47 Uhr

Bericht: Bund hilft Museen wegen Corona mit zehn Millionen Euro

Der Bund unterstützt Museen und Gedenkstätten finanziell in der Corona-Krise. Nach Informationen der Funke Mediengruppe stellt die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur zehn Millionen Euro für das Programm "Neustart" aus dem Kulturetat bereit. Damit würden Kultureinrichtungen bei coronabedingten Maßnahmen unterstützt. So könnten etwa Schutzvorrichtungen eingebaut, Hygienemaßnahmen ergriffen und die Steuerung der Besucher optimiert werden. Insbesondere kleine und mittlere Museen, Ausstellungshallen, Gedenkstätten sowie sozio-kulturelle Zentren und Kulturhäuser stehen im Fokus der Maßnahmen, wie es demnach aus dem Kanzleramt heißt.

30.4.2020 • 05:47 Uhr

Tesla-Chef beschimpft Corona-Ausgehbeschränkungen als "Faschismus"

Tesla-Chef Elon Musk hat die kalifornischen Ausgehbeschränkungen in der Corona-Krise öffentlich als "Faschismus" beschimpft. Dem milliardenschweren Konzernlenker brannten in der Telefonkonferenz zu Quartalszahlen des Elektroauto-Herstellers die Sicherungen durch. Seine Meinung sei, die Menschen würden durch die Maßnahmen "in ihren Häusern eingesperrt und ihre Rechte nach der Verfassung verletzt", wetterte Musk.

Der US-Elektroautobauer hat das erste Quartal trotz der Corona-Pandemie überraschend mit schwarzen Zahlen abgeschlossen. Unter dem Strich gab es einen Gewinn von 16 Millionen Dollar (14,7 Mio Euro). Analysten hatten mit einem Verlust gerechnet. Einen Geschäftsausblick gab Tesla wegen der hohen Ungewissheit aufgrund der Pandemie nicht ab.

Tesla-Chef Elon Musk. | AFP

Die Rechte der Menschen würden durch die Maßnahmen verletzt, sagte Musk. Bild: AFP

Das Liveblog vom Mittwoch zum Nachlesen

Über dieses Thema berichtete am 30. April 2020 u.a. das ARD-Morgenmagazin um 08:08 Uhr und tagesschau24 um 11:00 Uhr.