Impfstoff der Firma BioNTech | REUTERS
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Coronavirus-Pandemie + Bund beschafft weitere fünf Millionen BioNTech-Dosen +

Stand: 11.01.2022 22:31 Uhr

Das Bundesgesundheitsministerium hat weitere fünf Millionen Dosen des BioNTech-Impfstoffs für die Beschleunigung der Impfkampagne organisiert. Frankreich meldet 368.000 Neuinfektionen. Die Entwicklungen vom Dienstag zum Nachlesen.

11.1.2022 • 22:29 Uhr

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11.1.2022 • 22:23 Uhr

Bund beschafft weitere fünf Millionen BioNTech-Impfdosen

Das Bundesgesundheitsministerium hat weitere fünf Millionen Dosen des Impfstoffs von BioNTech für die angestrebte Beschleunigung der Corona-Impfungen in Deutschland organisiert. Sie sollen ab der Woche vom 24. Januar zur Verfügung stehen, wie es am Abend aus dem Ministerium hieß. Gekauft werden die Dosen aus einem EU-Kontingent Rumäniens, das sie derzeit nicht benötigt.

Insgesamt sollen damit in den drei Wochen vom 17. Januar, 24. Januar und 31. Februar rund 32 Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen, wie es weiter hieß - zwölf Millionen von BioNTech und 20 Millionen des Mittels von Moderna. Damit könne in den nächsten drei Wochen auch allen eine Booster-Impfung ermöglicht werden, die es wollten. Die Bundesregierung hatte als Ziel ausgegeben, bis Ende Januar insgesamt weitere 30 Millionen Impfungen zu erreichen.

11.1.2022 • 21:21 Uhr

Ex-Verfassungsrichter: Impfpflicht nur bei "epidemischer Bedrohungslage"

Der frühere Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio hält eine allgemeine Corona-Impfpflicht nur bei einer bestimmten "epidemischen Bedrohungslage" verfassungsrechtlich für gerechtfertigt. Di Fabio sagt bei einem Online-Gespräch in Frankfurt: "Wenn eine Kapazitätsüberlastung des medizinischen Versorgungssystems droht, wenn schwere klinische Verläufe und eine deutlich steigende Zahl von Todesfällen drohen, weil eine erhebliche Minderheit der Bevölkerung nicht geimpft ist, dann kann man eine Impfpflicht rechtfertigen."

Aber wenn eine Virus-Variante zwar eine starke Verbreitungsfähigkeit habe, jedoch die beschriebene Gefahrenlage nicht erzeuge und schwere Krankheitsverläufe ausblieben, "dann würde kein Grund für eine staatlich auferlegte Impfpflicht bestehen", sagte der 67-jährige Jurist. Die verfassungsrechtliche Beurteilung einer Impfpflicht "hängt tatsächlich von der jeweiligen Bedrohung ab", betonte der Ex-Verfassungsrichter. "Und ich könnte heute nicht sicher sagen, ob eine Impfpflicht hier und jetzt gerechtfertigt wäre." Die Lage könne sich aber schnell ändern.

11.1.2022 • 20:45 Uhr

Was bringt die Warn-App in der Omikron-Welle?

Mit der rasant steigenden Zahl an Neuinfektionen nimmt auch die Zahl der Warnmeldungen in der Corona-Warn-App zu. Doch welchen Nutzen hat die App noch? Experten meinen, dass sie an Omikron angepasst werden sollte.

11.1.2022 • 20:33 Uhr

FDA-Chefin: Die meisten Menschen werden sich infizieren

Die amtierende Chefin der US-Arzneimittelbehörde FDA rechnet mit einer Ansteckung von weiten Teilen der Bevölkerung. "Es ist schwer zu verarbeiten, was im Moment tatsächlich passiert, nämlich, dass die meisten Menschen Covid bekommen werden", sagte Janet Woodcock bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des US-Senats. "Wir müssen sicherstellen, dass die Krankenhäuser noch funktionieren, dass Transport- und andere unerlässliche Dienstleistungen nicht unterbrochen werden, während dies geschieht."

11.1.2022 • 20:32 Uhr

Höchstwert von von 368.149 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat mit mehr als 368.000 registrierten Neuinfektionen binnen eines Tages einen Höchstwert verzeichnet. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde wurden innerhalb von 24 Stunden 368.149 neue Fälle gemeldet. Der bisherige Höchstwert vom vergangenen Mittwoch hatte bei 332.252 registrierten Ansteckungen gelegen.

Die Fallzahlen in Frankreich sind über die vergangenen Wochen in die Höhe geschnellt. Die Omikron-Variante des Coronavirus ist mittlerweile vorherrschend im Land. Der Inzidenzwert lag landesweit zuletzt bei 2790. Um die fünfte Welle einzudämmen, will Frankreichs Regierung zu Mitte Januar die Corona-Regeln für Ungeimpfte deutlich verschärfen.

11.1.2022 • 20:25 Uhr

Bolivien: Mehrere Mitglieder der Regierung infiziert

Boliviens Vizepräsident David Choquehuanca und sechs Minister der Regierung sind positiv getestet worden. Der Gesundheitszustand des Vizepräsidenten und der Minister sei stabil, hieß es in einer Mitteilung der Regierung. Sie befänden sich in Isolation und würden virtuell arbeiten. Choquehuanca hatte sich mit Verweis auf die traditionelle Medizin und zwei vorherige Corona-Infektionen nach langwierigen Diskussionen erst kürzlich erstmals gegen Corona impfen lassen.

11.1.2022 • 19:34 Uhr

US-Kliniken verzeichnen Höchststand an Covid-Patienten

In den USA hat die Zahl der im Krankenhaus behandelten Corona-Patienten einen neuen Höchststand erreicht. Nach Zahlen des US-Gesundheitsministeriums werden in Kliniken des Landes derzeit rund 146.000 Patienten wegen der durch das Coronavirus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 behandelt, davon fast 24.000 auf der Intensivstation. Der bisherige Höchstwert der Corona-Krankenhauspatienten war am 14. Januar vergangenen Jahres mit mehr als 142.000 registriert worden. Offiziellen Zahlen zufolge ist die große Mehrheit der Krankenhauspatienten nicht geimpft.

11.1.2022 • 18:57 Uhr

BioNTech und Pfizer produzieren angepasstes Vakzin

Das Mainzer Pharmaunternehmen BioNTech und sein US-Partner Pfizer haben mit der Produktion eines an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffs für eine spätere kommerzielle Nutzung begonnen. Das teilte BioNTech-Chef Ugur Sahin auf einer Gesundheitskonferenz der US-Bank J.P. Morgan mit. Ende Januar werde eine klinische Studie zu dem Impfstoff beginnen. "Wir gehen davon aus, dass wir bis März für eine Belieferung des Marktes bereit sind, wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen." Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat bislang noch nicht erklärt, ob sie einen an Omikron angepassten Impfstoff mit einer anderen Zusammensetzung als bei dem derzeit verwendeten Vakzin für notwendig hält.

11.1.2022 • 18:45 Uhr

Italien meldet 220.532 Neuinfektionen

In Italien haben die Behörden 220.532 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet. Das sind mehr als doppelt so viele wie gestern, als das Gesundheitsministerium 101.762 nachgewiesene Ansteckungsfälle registrierte. 294 weitere Menschen starben mit oder an dem Coronavirus, gestern waren es 227.

11.1.2022 • 18:13 Uhr

Reul: Mehr unangemeldete Versammlungen in NRW

Unangemeldete Corona-Proteste nehmen nach Angaben des NRW-Innenministers Herbert Reul (CDU) in Nordrhein-Westfalen zu. In den vergangenen vier Wochen habe es rund 700 Corona-Demonstrationen mit insgesamt über 100.000 Teilnehmern gegeben, sage Reul der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Mittwoch). Bis auf 40 Gegendemonstrationen hätten sich die allermeisten Proteste gegen die Corona-Maßnahmen gerichtet. Wer eine Versammlung nicht anmelde, mache sich strafbar, betonte Reul.

11.1.2022 • 17:41 Uhr

SPD will Ende Januar Vorschlag für Impfpflicht-Gesetz vorlegen

Die SPD will Ende Januar einen konkreten Vorschlag für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht in Deutschland machen. Unmittelbar nach der ersten "Orientierungsdebatte" im Bundestag, die in zwei Wochen stattfinden soll, würden Abgeordnete der SPD Eckpunkte für einen Gesetzentwurf vorgelegen, sagte Fraktionschef Rolf Mützenich. Diese Eckpunkte könnten dann Grundlage für einen Gruppenantrag zusammen mit Abgeordneten anderer Fraktionen sein. Bis zu einer Entscheidung im Bundestag sollte sich das Parlament nach Ansicht Mützenichs danach nicht länger als zwei Monate Zeit lassen. "Wir werden das im März abgeschlossen haben, ganz klar", sagte er. "Und ich gehe auch davon aus, dass eine Mehrheit meiner Fraktion der Einführung einer Impfpflicht zugeneigt (ist) und dem auch zustimmen wird."

11.1.2022 • 17:21 Uhr

WHO fordert rasche Anpassung von Impfstoffen

Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben die rasche Anpassung der existierenden Corona-Impfstoffe an neue Virusvarianten gefordert. "Eine Impfstrategie, die auf wiederholten Auffrischungsdosen der ursprünglichen Impfstoffzusammensetzung beruht, ist wahrscheinlich weder angemessen noch nachhaltig", erklärte die Technische Beratungsgruppe der WHO für die Zusammensetzung von Corona-Impfstoffen. Auf lange Sicht sei zudem die Entwicklung neuer Vakzine notwendig.

Die Experten verweisen vor allem auf die rasche Ausbreitung der Omikron-Variante. Vorläufige Daten zeigen demnach, dass die derzeit verabreichten Impfstoffe bei einer Ansteckung weniger gut vor Covid-19-Symptomen schützen. Der Schutz vor schweren Krankheitsverläufen bleibe hingegen "mit größerer Wahrscheinlichkeit erhalten", erklärte die Beratungsgruppe.

11.1.2022 • 17:19 Uhr

Weltbank senkt Wachstumsprognose wegen Omikron

Die Weltbank hat vor einer deutlichen Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums wegen der Omikron-Variante des Coronavirus gewarnt. Die internationale Finanzinstitution mit Sitz in Washington senkte ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft für dieses Jahr um 0,2 Punkte auf 4,1 Prozent. Die Weltbank warnte zugleich, wegen der Omikron-Variante könne das Wachstum noch geringer ausfallen. "Durch Omikron verursachte wirtschaftliche Störungen könnten das weltweite Wachstum in diesem Jahr noch weiter reduzieren - um zwischen 0,2 und 0,7 Prozentpunkte", heißt es in dem Bericht. Dies entspräche einem Wachstum um 3,4 bis 3,9 Prozent. Die Experten verwiesen unter anderem auf einen möglichen Arbeitskräftemangel und weitere Engpässe in den internationalen Lieferketten.

11.1.2022 • 17:17 Uhr

Niederlande: 77 Prozent mehr Neuinfektionen

Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich in den Niederlanden trotz des derzeitigen Lockdowns rasant aus. In den vergangenen sieben Tagen waren mehr als 200.000 neue Infektionen registriert worden - so viel wie nie zuvor. Im Vergleich zur Vorwoche sei dies ein Anstieg von mehr als 77 Prozent, teilte das zuständige Gesundheitsinstitut RIVM mit. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun bei 1147. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Wert von Infektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen nun bei 387,9.

Die Welle macht sich aber in den Krankenhäusern noch nicht bemerkbar. Die Zahl der Covid-19-Patienten hat den Angaben zufolge erneut abgenommen. Allerdings verlangsame sich der Rückgang im Vergleich zur Vorwoche, hieß es. Das gelte auch für die Sterbefälle.

11.1.2022 • 17:14 Uhr

Fraktionen uneins über Impfpflicht-Verfahren

Die Bundesregierung und die Länder haben sich bereits einmütig für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht ausgesprochen - allerdings streiten die Fraktionen im Bundestag über das weitere Verfahren. FDP-Parlamentsgeschäftsführer Johannes Vogel warf der Unionsfraktion vor, das Gesetzgebungsverfahren zu verzögern, indem sie die Mitarbeit an fraktionsübergreifenden Gesetzesvorschlägen verweigere. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) forderte abermals die Bundesregierung auf, einen eigenen Gesetzentwurf vorzulegen - seine Fraktion sei dabei zu konstruktiven Gesprächen mit der Regierung bereit. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge lud die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ausdrücklich ein, an den Gruppenanträgen mitzuwirken. "Wir möchten eine möglichst breite parlamentarische Mehrheit haben", sagte sie. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte sich ursprünglich für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht noch im März ausgesprochen. Ob dieser Zeitplan einzuhalten ist, ist fraglich.

11.1.2022 • 16:34 Uhr

Covid-19 bei Oberhaupt der serbisch-orthodoxen Kirche

Das Oberhaupt der serbisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Porfirije, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Patriarch habe "sehr leichte Symptome der Virusinfektion" entwickelt und befinde sich in Isolation, teilte die Kirche mit. Porfirije nehme weiterhin ohne Einschränkung administrative Pflichten wahr, hieß es. Sein Vorgänger, Patriarch Irinej, war im November 2020 nach einer Corona-Infektion gestorben. Porfirije hatte am Sonntag an einem Gottesdienst in der Republik Srpska in Bosnien-Herzegowina teilgenommen, bei dem nur wenige Menschen Mund-Nasen-Schutz trugen.

11.1.2022 • 16:20 Uhr

Bulgariens Staatsführung in Quarantäne

In Bulgarien hat sich die gesamte Staatsführung vorsorglich in Corona-Quarantäne begeben. Das betrifft sowohl Staatschef Rumen Radew als auch Regierungschef Kiril Petkow, die Wirtschaftsministerin und alle weiteren Partei- und Fraktionschefs sowie den Innenminister. Grund dafür ist eine Corona-Infektion des Parlamentspräsidenten Nikola Mintschew, wie der Hauptgesundheitsinspektor mitteilte.

Mintschew hatte am Montag an einer fast sechsstündigen Beratung mit den genannten Politikern zu Nordmazedonien teilgenommen. Wie lange die einzelnen Kontaktpersonen isoliert bleiben müssen, sollte noch vom Gesundheitsamt festgelegt werden. Dafür wurde der Impfstatus der Betroffenen geprüft. Bulgarien ist in puncto Corona-Impfungen weiter EU-Schlusslicht: Lediglich 28,1 Prozent der Bevölkerung haben die zumeist notwendigen zwei Impfdosen verabreicht bekommen. Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung erhielten nur 5,5 Prozent.

11.1.2022 • 16:19 Uhr

Bremen appelliert an Pflegekräfte

Aufgrund der angespannten Personalsituation in der Klinikpflege hat Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) Fachkräfte mit freien Kapazitäten dazu aufgerufen, sich zu melden. "Die Arbeit in der Pflege ist eine der wichtigsten Säulen in der Bekämpfung der Pandemie", sagte Bernhard. Es sei deswegen enorm wichtig, dass die Kliniken eine Möglichkeit hätten, auf die Pflegereserve zurückzugreifen: "Alle, die helfen können, sind willkommen." Die Senatorin bat darum, dass sich Pflege- und Hilfskräfte, die entweder bereits aus dem Beruf ausgeschieden sind oder die noch freie Kapazitäten haben, auf der Plattform www.pflegereserve.de registrieren. Auch in Pflegeheimen bestehe teilweise Bedarf.

11.1.2022 • 16:19 Uhr

Schottland: Fußball wieder mit Zuschauern

In Schottland werden ab Montag die coronabedingten Teilnehmer-Beschränkungen für Veranstaltungen unter freiem Himmel aufgehoben, darunter auch Fußballspiele der schottischen Premiership. Das kündigte Regierungschefin Nicola Sturgeon an. Damit dürfen Fußballfans ab der kommenden Woche wieder in die Stadien zurückkehren und auch das Six-Nations-Rugby-Turnier in Edinburgh kann bei voller Zuschauerauslastung stattfinden. Seit dem 26. Dezember lag die Obergrenze für Events unter freiem Himmel bei 500 Menschen.

Veranstalter von Events mit mehr als 1000 Menschen sind angewiesen, den Impf- oder Genesenenstatus von mindestens 50 Prozent der Teilnehmer zu prüfen. Um als vollständig geimpft zu gelten, ist in Schottland ab Montag eine Booster-Impfung erforderlich, sofern die zweite Impfung mehr als vier Monate zurückliegt. Der Zugang zu Veranstaltungen ist auch mit Vorlage eines negativen Tests möglich.

11.1.2022 • 16:07 Uhr

FAQ: Kommt die vierte Impfung?

Die Booster-Impfung erhöht den Schutz vor Omikron. Aber warum schwindet er mit der Zeit? Sind bald alle drei Monate Auffrischungsimpfungen notwendig? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

11.1.2022 • 16:01 Uhr

Programmkinos melden bessere Besucherzahlen

Die Programmkinos in Deutschland haben für die vergangenen Monate etwas bessere Besucherzahlen gemeldet, bekommen aber weiterhin die Pandemie zu spüren. Im zweiten Halbjahr 2021 hätten sie rund 6,7 Millionen Kinokarten verkauft, teilte der Branchenverband AG Kino - Gilde mit. Das waren etwa dreimal so viele Tickets wie im Vorjahreszeitraum, aber weniger als vor der Pandemie. Im zweiten Halbjahr 2019 hätten die Mitglieder des Verbands noch knapp 9 Millionen Karten verkauft. Der Verband vertritt Häuser, deren Programm eher auf Arthouse-Produktionen spezialisiert ist.

11.1.2022 • 16:00 Uhr

Großbritannien: Neue Vorwürfe gegen Johnson

Neue Berichte über einen Partyaufruf in der Downing Street trotz strenger Corona-Regeln bringen den britischen Premierminister Boris Johnson in Erklärungsnot. Dutzende Beschäftigte sowie der Regierungschef und seine heutige Frau Carrie Johnson sollen der Einladung von Johnsons Büroleiter Martin Reynolds gefolgt sein und sich am 20. Mai 2020 im Garten des Amtssitzes getroffen haben.

"Es geht um 18 Uhr los, bringt Euren eigenen Alkohol mit": Die E-Mail, die der Sender ITV nun veröffentlichte und die damals an etwa 100 Mitarbeiter ging, lässt kaum einen Zweifel, dass es sich um eine private Veranstaltung handelte. Damals durften sich nur zwei Personen im Freien miteinander treffen. Angehörige von Corona-Opfern und die Opposition zeigen sich empört. Wiederholt hatte Johnson trotz klarer Hinweise bestritten, dass in der Downing Street die Corona-Regeln gebrochen worden seien.

11.1.2022 • 15:52 Uhr

NRW-Minister: Warn-App weiterentwickeln

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat die Bundesregierung aufgefordert, die Corona-Warn-App zügig weiterzuentwickeln. Es müsse eine Lösung geben, die auf einen Blick Aufschluss darüber gebe, ob jemand vollständig immunisiert sei oder nicht, sagte Laumann. Das müsse auch für kompliziertere Fälle gelten, also etwa, wenn Menschen geimpft und genesen seien oder nach einer Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson geboostert worden seien. Viele Bürger klagen nach seinen Worten, dass solche Fälle in der Corona-App des Bundes nicht abgebildet würden. "Das kann ich mit Landesrecht nicht lösen", sagte Laumann.

11.1.2022 • 15:50 Uhr

Berlin: Senat verteilt FFP2-Masken an Bedürftige

Der Berliner Senat will an Bedürftige rund 1,4 Millionen FFP2-Masken verteilen. Grund sei die anhaltende Corona-Pandemie und die unter anderem im ÖPNV ab 15. Januar geltende FFP2-Maskenpflicht, teilte die Senatssozialverwaltung mit. Die Masken sollen an Menschen mit geringem Einkommen sowie Obdachlose und Geflüchtete gehen. Sie sollen in den kommenden Tagen in Einrichtungen der Bezirke, der Wohnungslosenhilfe und in Einrichtungen des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten verteilt werden. Anspruch auf kostenlose Masken hätten Menschen mit einem "berlinpass" sowie Bezieher von Sozialhilfe und Grundsicherung. Auch Bafög-Empfänger sowie Azubis mit Ausbildungsbeihilfe könnten sich die FFP2-Masken abholen.

11.1.2022 • 15:39 Uhr

Bayern schert aus: Kein 2G-Plus in der Gastronomie

Die Verschärfung der Zugangsregeln in der Gastronomie bleibt in Bayern vorerst aus. Das Kabinett verständigte sich darauf, die bisherige 2G-Regel für Restaurants und Café zu verlängern, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) in München sagte. In Bayern würden schon seit längerem "sehr strenge und strikte Regelungen" für die Gastronomie gelten, so Herrmann. Dabei verwies er auf die Sperrstunde ab 22.00 Uhr und darauf, dass Bars und Diskotheken vollständig geschlossen sind.

Außerdem erwägt Bayern wegen der schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus Änderungen seiner Hotspotregelungen. Es gehe darum, ob der Schwellenwert für einen "echten Hotspot" erhöht, so Herrmann. Derzeit gelten in Landkreisen in Bayern mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 1000 regionale Lockdowns, zu denen etwa die Schließung von Hotels und Gastronomie und das Verbot vieler Veranstaltungen zählen. Herrmann sagte, es stelle sich die Frage, ob diese Logik aus der bisher dominierenden Delta-Variante des Coronavirus auch zur Omikron-Variante passe. Dies wolle die Landesregierung in den kommenden Tagen beraten und dann in der nächsten Kabinettsitzung in einer Woche umsetzen. Veränderte Schwellenwerte müssten aber wissenschaftlich sinnvoll sein.

11.1.2022 • 15:17 Uhr

Unternehmen entwickeln Frühwarnsystem für Varianten

Die Unternehmen BioNTech und Instadeep haben ein Frühwarnsystem zur Erkennung potenzieller Sars-CoV-2-Hochrisikovarianten entwickelt. Die frühzeitige Erkennung solcher Virusvarianten könne "ein wirksames Instrument sein, um Forscher, Impfstoffentwickler, Gesundheitsbehörden und politische Entscheidungsträger zeitnah zu warnen", erklärte BioNTech-Mitgründer Ugur Sahin in Mainz. Damit gäbe es mehr Zeit für entsprechende Maßnahmen gegen bedenkliche neue Virusvarianten. Mit der von BioNTech und Instadeep, einem im Bereich Maschinenintelligenzforschung spezialisierten Unternehmen, entwickelten Methode können die Sequenzinformationen des sogenannten Spike-Proteins analysiert und neue Varianten eingeordnet werden.

11.1.2022 • 15:03 Uhr

Maximal 750 Zuschauer beim Fußball in NRW

In Nordrhein-Westfalen gilt ab Donnerstag für alle überregionalen Veranstaltungen eine einheitliche Obergrenze von maximal 750 Zuschauern. Das werde dann auch für Fußballstadien wirksam, erklärte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bei der Vorstellung der aktualisierten Corona-Schutzverordnung in Düsseldorf. "Wir brauchen eine Regelung, die vor Gericht standhält", sagte er. Daher gebe es nun eine Vereinheitlichung für alle Großveranstaltungen.

11.1.2022 • 14:31 Uhr

Biathlon-Weltcup in Ruhpolding ohne Fans

Auch der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding findet nun coronabedingt ohne Fans statt. Das ist das Ergebnis der Sitzung des bayerischen Kabinetts, bei der die Corona-Beschränkungen bis 9. Februar verlängert wurden. Bereits fest stand, dass der Frauen-Sprint am Mittwoch vor leeren Rängen stattfinden muss. Ab dem Männer-Sprint am Donnerstag hatten die Organisatoren bis zuletzt gehofft, maximal 7500 Fans im bayerischen Biathlon-Mekka zulassen zu können.

Nach Hochfilzen/Österreich, Oberhof und dem kommenden Weltcup in Antholz ist Ruhpolding bereits die vierte Station, bei der Geisterrennen ausgetragen werden müssen. Für Ruhpolding ist es ein erneuter Rückschlag, nachdem in der Vorsaison die Rennen wegen der Corona-Pandemie ganz ausgefallen waren und stattdessen ein Doppel-Weltcup in Oberhof ausgetragen wurde.

11.1.2022 • 13:26 Uhr

Berlin: Karneval der Kulturen erneut abgesagt

Der Berliner Karneval der Kulturen wird aufgrund der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht stattfinden. "Die Chancen auf eine pandemiekonforme Austragung zu Pfingsten, ob zentral oder dezentral, schätzen die Verantwortlichen aller Fachrichtungen eher schlecht ein", teilten die Organisatoren mit. Eine erneute kurzfristige Absage wollten die Verantwortlichen nicht riskieren, hieß es weiter.

Im vergangenen Jahr hatten die Organisatoren statt des üblichen Umzugs mit Straßenfest coronakonforme dezentrale Veranstaltungen angekündigt, sagten jedoch auch dieses Format kurzfristig wieder ab. Der nun verkündete wiederholte Ausfall des Karnevals der Kulturen sei "ein schwerer Schlag für die Gruppen des Umzugs". 2022 solle genutzt werden, um in einem umfänglichen partizipativen Verfahren das Karnevalskonzept zu überdenken. "2023 soll die Veranstaltung dann mit neuer Strategie kraftvoll in die Zukunft starten", hieß es.

11.1.2022 • 13:16 Uhr

Gewerkschaft beklagt Stimmung gegen Medienschaffende bei Protesten

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat erneut eine sich verschlechternde Arbeitssituation für Journalisten und Journalistinnen bei Demonstrationen gegen die Corona-Politik beklagt. Der Bundesvorsitzende Frank Überall sagte der Deutschen Presse-Agentur, insgesamt spitze sich die Lage zu. Immer häufiger komme es zu Rangeleien und handfester Gewalt gegen Medienschaffende. Bei den Protesten werde "aufgepeitscht" mit dem Feindbild Medien.

Überall forderte, dass das Thema nicht nur im Bundestag, sondern auch in den Landesparlamenten diskutiert werden müsse. Das Ganze betreffe nicht nur Journalisten und Journalistinnen, sondern auch Politiker, Polizistinnen und zum Teil auch Rettungssanitäter. Am selben Tag veröffentlichte die Gewerkschaft einen Flyer mit Hinweisen und Empfehlungen rund um Demos für Journalisten und Journalistinnen sowie Polizeikräfte. Der DJV spricht sich für engere Zusammenarbeit aus, um Schutz zu gewähren.

11.1.2022 • 12:55 Uhr

WHO rechnet mit Explosion der Omikron-Fälle

Die Weltgesundheitsorganisation WHO erwartet eine explosionsartige Ausbreitung der Corona-Variante Omikron in Europa. In der ersten Woche des neuen Jahres habe es in Europa mehr als sieben Millionen neu gemeldete Covid-19-Fälle gegeben, die sich innerhalb von zwei Wochen mehr als verdoppelt hätten, sagte der Europadirektor der WHO, Hans Kluge. Bei diesem Tempo prognostiziere das unabhängige US-Forschungszentrum Institute for Health Metrics and Evaluation, dass sich in den nächsten sechs bis acht Wochen mehr als die Hälfte der europäischen Bevölkerung mit Omikron infizieren wird.

Die WHO warnte davor, Covid-19 als eine endemische Erkrankung wie die Grippe zu behandeln. "Wir haben immer noch eine große Ungewissheit und ein Virus, das sich recht schnell weiterentwickelt und uns vor neue Herausforderungen stellt. Wir sind sicherlich noch nicht an dem Punkt, an dem wir es als endemisch bezeichnen können", sagte die WHO-Notfallexpertin Catherine Smallwood.

11.1.2022 • 12:50 Uhr

Hat Deutschland die strengsten Maßnahmen der Welt?

Laut dem Covid-Stringency-Index der Uni Oxford hat Deutschland die strengsten Maßnahmen gegen die Pandemie weltweit. Doch ein genauerer Blick zeigt: Die Darstellung vereinfacht komplexe Regelungen:

11.1.2022 • 12:47 Uhr

Deutschland: Erstmals mehr als eine Million Sterbefälle

Erstmals seit dem Bestehen der Bundesrepublik hat es 2021 mehr als eine Million Sterbefälle innerhalb eines Jahres gegeben. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland insgesamt rund 1,02 Millionen Sterbefälle registriert, wie das Statistische Bundesamt unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte. Grund dafür dürften die Alterung der Bevölkerung und die Folgen der Corona-Pandemie sein.

11.1.2022 • 12:29 Uhr

Mehr als 100.000 Corona-Tote in Polen

In Polen ist die Zahl der Corona-Toten nach offiziellen Angaben über die Marke von 100.000 gestiegen. Das polnische Gesundheitsministerium meldete 493 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Damit sind seit Beginn der Pandemie nunmehr 100.254 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Polen hat knapp 38 Millionen Einwohner.

Gesundheitsminister Adam Niedzielski sagte dem Sender TVN24, er rechne mit einem "systematischen Anstieg" der Fallzahlen in der kommenden Zeit. Noch sei die Omikron-Variante in Polen nicht stark verbreitet. Die Opposition wirft der nationalkonservativen PiS-Regierung vor, angesichts einer vergleichsweise geringen Impfquote drastische Maßnahmen zu vermeiden, um die Impfgegner unter ihren Wählern nicht zu verprellen. Derzeit sind 56,1 Prozent der Bevölkerung zweimal geimpft, 20,7 Prozent haben schon eine Auffrischungsimpfung bekommen.

11.1.2022 • 12:22 Uhr

Rund 1800 Menschen erhalten abgelaufenen BioNTech-Impfstoff

In einem Impfzentrum in Oberbayern sind Anfang des Jahres abgelaufene Dosen des BioNTech-Impfstoffs verabreicht worden. Betroffen seien rund 1800 Menschen, sagte der Geschäftsführer der Betreiberfirma Tresec, Liam Klages, am auf Anfrage. Sie seien zwischen dem 4. und dem 6. Januar im Impfzentrum in Ebersberg, in der Außenstelle Poing oder von einem mobilen Team geimpft worden. Die Dosen mit der Charge SDEJ8 seien bereits zum 31. Dezember abgelaufen gewesen. Gesundheitliche Schäden oder nachträgliche Auswirkungen schließt Tresec aus. Auch eine reduzierte Wirksamkeit des Impfstoffs bei ansonsten ordnungsgemäßer Lagerung und Handhabung sei nicht zu erwarten und in ähnlichen Fällen andernorts nicht aufgetreten.

Die Firma sprach von menschlichem Versagen und entließ zwei Beschäftigte. Sie hätten eine Dienstanweisung nicht korrekt ausgeführt, mit der das Verfallsdatum nach Entnahme aus der Tiefkühllagerung errechnet werde. In Zukunft werde man die Etikettierung und Lagerhaltung noch enger überwachen und stehe in engem Kontakt mit dem Hersteller und den Behörden. Betroffene können im Impfzentrum kostenlos ihre Antikörper bestimmen lassen und sich gegebenenfalls erneut impfen lassen. Zudem habe man eine Hotline eingerichtet. Einen ähnlichen Fall hatte es auch in Köln gegeben. Nach Mitteilung der Stadt vom Montag schloss das Paul-Ehrlich-Institut im hessischen Langen Einbußen hinsichtlich der Wirksamkeit nicht aus, ging aber nicht von einen Komplettverlust des Wirkstoffs aus.

11.1.2022 • 11:07 Uhr

Omikron-Infizierte sind laut Studien häufiger symptomlos

Bei der Omikron-Variante ist nach vorläufigen Ergebnissen zweier südafrikanischer Studien der Anteil der Menschen ohne Symptome unter den Infizierten viel höher als bei früheren Varianten. Weitaus mehr Menschen, die positiv getestet wurden, hatten demnach im Vergleich zu früheren Studien keine Symptome. Das könnte erklären, warum sich die Variante so schnell weltweit ausbreitet, erklärten die Wissenschaftler der Studien Ubuntu und Sisonke.

11.1.2022 • 10:38 Uhr

Mit 1,35 Millionen Neuinfektionen weltweiter Höchstwert in den USA

Die USA haben erneut mehr als eine Million Corona-Neuinfektionen und damit wieder einen weltweiten Höchstwert verzeichnet. Am Montag registrierten die Behörden mindestens 1,35 Millionen neue Ansteckungen, den höchsten offiziellen Tageswert rund um den Globus seit Beginn der Pandemie, wie eine Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters basierend auf den offiziellen Daten zeigt. Erst am 3. Januar war mit 1,03 gemeldeten Neuinfektionen die Millionenschwelle erstmals überschritten worden.

Angesichts der rasanten Ausbreitung der hochansteckenden Virus-Variante Omikron hat sich der Sieben-Tage-Durchschnitt innerhalb von zwei Wochen verdreifacht und liegt nun bei über 700.000 Fällen täglich. Auch die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern steigt kontinuierlich und erreichte zu Wochenbeginn einen neuen Höchstwert. Montags sind die Werte allerdings in der Regel meist höher als an anderen Wochentagen, da viele Gesundheitsämter über das Wochenende keine Fälle melden.

11.1.2022 • 10:09 Uhr

Strengere Corona-Regeln in Österreich in Kraft

In Österreich sind neue Corona-Restriktionen in Kraft getreten. Die Betreiber von nicht lebensnotwendigen Geschäften müssen nun Kunden auf einen 2G-Nachweis überprüfen. Das heißt, nur noch Geimpfte oder von Covid-19 Genesene dürfen dort einkaufen. Schwangere ohne 2G-Nachweis können ersatzweise einen negativen PCR-Test vorlegen.

Außerdem muss nun auch im Freien eine FFP2-Maske getragen werden, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Ausnahmen gelten, wenn der Mindestabstand nur kurz unterschritten wird wie etwa beim Vorbeigehen auf dem Bürgersteig. Bislang war in Österreich nur in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in öffentlich zugänglichen, geschlossenen Räumen das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht. Wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Coronavirus-Variante Omikron soll laut der neuen Verordnung am Arbeitsort "eine deutliche Kontaktreduktion" stattfinden. Die Beschäftigten sollen daher "generell ins Homeoffice geschickt" werden.

Die Regeln für die Isolierung von Infizierten und die Quarantäne ihrer Kontaktpersonen werden hingegen gelockert, um eine wirtschaftliche Lähmung des Landes zu verhindern. Österreich kämpft derzeit wie viele europäische Länder mit einer neuen Corona-Welle, die vor allem von der Omikron-Variante getrieben wird. Am Montag lag die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei 695,0 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

11.1.2022 • 08:33 Uhr

Auch im Oktober weniger Firmenpleiten als ein Jahr zuvor

Staatliche Hilfsmilliarden und Ausnahmeregelungen haben die wegen der Corona-Krise befürchtete Welle an Firmenpleiten auch im zweiten Pandemiejahr verhindert. Von Januar bis einschließlich Oktober 2021 meldeten die Amtsgerichte 11.738 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 13,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Oktober vergangenen Jahres war die Zahl der Firmenpleiten nach Angaben der Wiesbadener Behörde mit 1056 um 2,7 Prozent niedriger als im Oktober 2020. Das Niveau von Oktober 2019, also vor der Corona-Krise, wurde noch deutlicher unterschritten - und zwar um 33,7 Prozent.

Um eine Pleitewelle infolge der Pandemie abzuwenden, hatte der Staat die Pflicht zum Insolvenzantrag bei Eintritt von Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit zeitweise ausgesetzt. Seit dem 1. Mai 2021 gilt die Insolvenzantragspflicht wieder in vollem Umfang. Daher war mit einem Anstieg der Insolvenzen gerechnet worden. Ausnahmen gibt es noch für Betriebe, die im Sommer Schäden durch Starkregen oder Überflutungen erlitten haben.

11.1.2022 • 07:30 Uhr

Faeser besorgt über Rechtsextremisten bei Corona-Demos

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat sich besorgt über einen Zulauf von Rechtsextremisten bei den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen geäußert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstrationen sollten sich fragen, mit wem sie auf die Straße gehen, sagte die SPD-Politikerin im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Zugleich verwies sie auf "das hohe Gut der Versammlungsfreiheit". Es gehöre zu einem Rechtsstaat dazu, abweichende Meinungen bei Demonstrationen zu äußern. "Das Demonstrationsgeschehen ist sehr heterogen", sagte Faeser.

11.1.2022 • 07:19 Uhr

Pekinger sollen sich bei Unfällen von Olympioniken fernhalten

Aus Angst vor der Verbreitung des Coronavirus haben die Behörden der chinesischen Hauptstadt die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich im Falle eines Verkehrsunfalls von Teilnehmern der Olympischen Spiele fernzuhalten und ihnen auch nicht zu helfen.  "Halten Sie bei einem Verkehrsunfall bitte einen Sicherheitsabstand ein, und kommen Sie nicht mit dem Fahrzeug und Personen im Fahrzeug in Kontakt", hieß es in einer von Staatsmedien verbreiteten Mitteilung des Pekinger Verkehrsbüros, das dazu aufrief, auf professionelle Helfer zu warten, sollte es einen Unfall mit einem der Olympia-Fahrzeuge geben.

Hintergrund der ungewöhnlichen Warnung ist, dass die Winterspiele in Peking ab dem 4. Februar in einer abgeschotteten Blase stattfinden sollen. China verfolgt eine strikte Null-Corona-Politik. Daher soll verhindert werden, dass die aus aller Welt anreisenden Teilnehmer der Spiele in direkten Kontakt mit Bewohnern der chinesischen Hauptstadt kommen.  Athleten, Journalisten und andere Olympia-Teilnehmer dürfen sich nur an ausgewählten Orten wie Hotels und Wettkampfstätten aufhalten und werden mit speziellen Pendelbussen und Schnellzüge transportiert.

11.1.2022 • 06:51 Uhr

China: Dritte Millionenstadt im Lockdown

In China ist die dritte Millionenstadt wegen eines Corona-Ausbruchs in den Lockdown gegangen. Damit ist es seit Dienstag insgesamt 20 Millionen Menschen in China verboten, ihre Wohnungen zu verlassen. Der Lockdown für Anyang, das 5,5 Millionen Einwohner hat, ist der dritte nach Xi'an, das 13 Millionen Einwohner hat, und Yuzhou mit 1,1 Millionen Einwohnern. In der Hafenstadt Tianjin nahe Peking mit 14 Millionen Einwohnern gilt seit Montag zudem ein Teil-Lockdown für einige Viertel, in denen die Einwohner ihre Wohnungen nicht verlassen dürfen.

11.1.2022 • 06:49 Uhr

Mexikos Präsident erneut infiziert

Mexikos Staatschef Andrés Manuel López Obrador hat sich laut eigenen Angaben bereits das zweite Mal mit dem Coronavirus angesteckt. "Obwohl die Symptome mild sind, werde ich in Isolation bleiben und nur Büroarbeit machen und virtuell kommunizieren, bis ich es überstanden habe", schrieb er auf Twitter. Noch Stunden zuvor war der 68-Jährige ohne Gesichtsmaske mit heiserer Stimme vor Journalisten aufgetreten. Er hatte dabei angekündigt, sich auf Covid-19 testen zu lassen, glaubte aber, er habe die Grippe. López Obrador überstand Anfang 2021 eine erste Corona-Infektion. Er ist mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft und hatte Anfang Dezember eine Auffrischung erhalten.

Wie viele andere Länder wird auch Mexiko von einer neuen Welle von Coronavirus-Infektionen heimgesucht, die auf das Auftreten der hochansteckenden Omikron-Variante und die traditionellen Familientreffen zum Jahresende zurückzuführen ist. Das beliebte Reiseland hat seine Grenzen während der gesamten Pandemie offen gehalten und verlangt von ankommenden Reisenden keine Tests oder Impfpässe. Laut offiziellen Zahlen sind mittlerweile mehr als 300.000 Menschen in dem Land an dem Virus gestorben.

11.1.2022 • 06:42 Uhr

Verband: Impfbeginn in Apotheken in spätestens zwei Wochen

Die Apotheken rechnen damit, spätestens in zwei Wochen mit Impfungen beginnen zu können. Die erforderliche Änderung der Impfverordnung ist am Montag im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und damit heute in Kraft getreten. "Bis zum Impfstart in den Apotheken werden noch etwa ein bis zwei Wochen vergehen. Die Apotheken müssen jetzt erst einmal Impfstoffe bestellen", sagte das Vorstandsmitglied des Deutschen Apothekerverbands, Thomas Preis, der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Das Impf-Interesse der Apotheken sei "sehr groß", berichtete Preis aus seiner eigenen Region Nordrhein. "Im Rheinland sind bereits 1000 Apotheker in 500 Apotheken bereit, die Impfungen durchzuführen. Sie sind schon im Rahmen der Grippeimpfungen geschult worden. Wir rechnen damit, dass bis zum Februar noch weitere 1000 Apotheker geschult werden." Die Verordnung verlangt den Nachweis einer Impf-Schulung und legt fest, dass die Apotheker für die Impfungen genau so wie Ärzte entlohnt werden.

11.1.2022 • 06:39 Uhr

Leitende Krankenhausärzte fordern Impfpflicht

Der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands dringt auf die rasche Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht für Erwachsene. Verbandspräsident Michael Weber forderte in einem Gastbeitrag für die "Neue Osnabrücker Zeitung": "Auch wenn viele Details wie die Anzahl der nötigen Impfstoffe und die Einführung eines Impfregisters für endlich bessere Datenqualität noch offen sind, muss die Diskussion im Bundestag unverzüglich beginnen!" Da alle Appelle zur Impfung nicht ausreichend gefruchtet hätten, müsse durch eine Verpflichtung die entscheidende Impflücke geschlossen werden, um Schaden von der Bevölkerung abzuwenden.

Die Grundrechte auf individuelle Selbstbestimmung und auf körperliche Unversehrtheit müssten zurücktreten, schrieb Weber. Auch wenn die Omikron- Mutante mildere Verläufe bringe, sei in Deutschland "die enorme Zahl von fast 20 Millionen immer noch Ungeimpften die große Unbekannte". Das lasse befürchten, "dass die Kliniken unter der schieren Zahl der Erkrankten gerade aus dieser Gruppe auch bei milderen Verläufen zusammenbrechen können, auch durch den Ausfall unzähliger Mitarbeiter". Da jüngst die Inzidenzen insbesondere bei den Jüngeren überproportional gestiegen seien, plädierten die leitenden Krankenhausärzte für eine allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren.

11.1.2022 • 06:35 Uhr

Maßnahmen im Bundestag werden verschärft

Angesichts der steigenden Infektionszahlen werden im Deutschen Bundestag die Sicherheitsmaßnahmen weiter verschärft. Zugang zum Plenarsaal werden bei Sitzungen künftig nur noch Abgeordnete und Mitarbeiter haben, die mindestens doppelt geimpft oder genesen und einfach geimpft sind. Sie müssen zudem einen aktuellen negativen Coronatest vorweisen. Das geht aus einem Schreiben des Direktors beim Deutschen Bundestag, Lorenz Müller, an alle 736 Abgeordneten hervor.

Von der Pflicht zur Vorlage eines Testergebnisses ist demnach nur ausgenommen, wer geboostert oder genesen und doppelt geimpft ist. Wer weder geimpft noch genesen ist, kann die Sitzungen ab dieser Sitzungswoche nur noch dann von der Tribüne aus verfolgen, wenn er ein negatives Testergebnis vorweisen kann. Wer dies nicht tut, bekommt keinen Zutritt mehr. Zudem sind ab sofort in allen Gebäuden des Bundestags FFP2-Masken zu tragen. Die weniger sicheren OP-Masken dürfen nicht mehr verwendet werden.

11.1.2022 • 06:26 Uhr

Inzidenz steigt weiter auf 387,9

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 387,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 375,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 239,9 (Vormonat: 402,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 45.690 Corona-Neuinfektionen.Vor einer Woche waren es 30.561 Ansteckungen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 322 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 356 Todesfälle. Damit stieg die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, auf 114.351.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.581.381 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI mit 3,37 (Freitag: 3,15) am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

11.1.2022 • 06:21 Uhr

China hält trotz Omikron an Winterspielen fest

Trotz der sich erstmals auch in China verbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus sollen die Olympischen Winterspiele in Peking wie geplant über die Bühne gehen. "Auf welche Schwierigkeiten und Herausforderungen wir auch immer stoßen mögen, unsere Entschlossenheit, erfolgreiche Spiele wie geplant auszurichten, bleibt fest und unerschütterlich", sagte der Sprecher des Organisationskomitees, Zhao Weidong. 

Durch die lokalen Omikron-Fälle, die am Wochenende in Pekings Nachbarstadt Tianjin registriert worden waren, soll sich laut der Planer an den ohnehin schon strengen Corona-Maßnahmen für die Spiele vorerst nichts ändern. "Sofern es in den Wettbewerbszonen nicht zu einem Großausbruch kommt, haben wir keine Anpassung der Gegenmaßnahmen geplant", so Huang Chun, stellvertretender Direktor der Abteilung des Büros für Pandemieprävention. 

11.1.2022 • 05:25 Uhr

Tausende demonstrieren gegen Corona-Politik

Bundesweit haben Menschen in zahlreichen Städten am Montagabend erneut gegen die Corona-Politik und eine mögliche Impfpflicht protestiert. Die Demonstrationen verliefen zum großen Teil friedlich, wie die Polizei in den verschiedenen Städten mitteilte. In Bautzen wurden allerdings mindestens drei Polizisten verletzt. Die Beamten seien mit Pflastersteinen und Flaschen beworfen worden. Insgesamt seien rund 500 Menschen durch die Stadt gezogen. Davon seien rund 150 bis 200 gewaltbereite Hooligans und Menschen aus dem radikal rechten Milieu gewesen.

Größere Versammlungen gab es etwa in Rostock, Schwerin, Cottbus, Halle, Nürnberg, Bamberg, Augsburg und Magdeburg. In Mecklenburg-Vorpommern protestierten etwa 15.000 Menschen an 20 Orten, in Thüringen etwa 17.300. Auch in Sachsen-Anhalt und Brandenburg erhielten die Versammlungen teils großen Zulauf. In Rostock setzte die Polizei Pfefferspray ein, weil Demonstranten versuchten, Absperrungen zu durchbrechen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. Januar 2022 um 09:00 Uhr.