Touristen am Strand von Arenal in Palma de Mallorca | dpa
Liveblog

Corona-Pandemie ++ Zahlen auf Mallorca steigen weiter ++

Stand: 20.07.2021 22:28 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz auf der Urlaubsinsel Mallorca steigt auf 335. In den USA ist die Delta-Variante des Coronavirus bereits für mehr als 80 Prozent aller Infektionen verantwortlich. Alle Entwicklungen vom Dienstag zum Nachlesen.

  • Delta-Variante macht in USA mehr als 80 Prozent der Infektionen aus
  • Sprunghafter Anstieg der Infektionen in Frankreich
  • Neun weitere Corona-Fälle bei Olympia
  • RKI meldet 1183 Neuinfektionen-Inzidenz klettert auf 10,9
  • Spahn: 60 Prozent der Bundesbürger einmal geimpft
  • Mehr als sechs Millionen Corona-Fälle in Russland
  • Sorge vor Corona-Ausbreitung in Hochwassergebieten
20.7.2021 • 22:27 Uhr

Ende des Liveblogs

Für heute schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse!

20.7.2021 • 21:02 Uhr

STIKO-Mitglied: Statt der Kinder mehr Erwachsene impfen

Die Medizinerin Eva Hummers, die der Ständigen Impfkommission des RKI (STIKO) angehört, hat an die noch nicht gegen Corona geimpften Erwachsenen appelliert, sich die Spritze geben zu lassen - auch zu Gunsten der Kinder. "Es kann ja nicht sein, dass wir jetzt die Kinder in die Verantwortung nehmen und sagen, sie müssen sich impfen lassen, um impfunwillige Erwachsene in ihrem Umfeld zu schützen, während wir noch nicht wissen, ob die Impfung möglicherweise oder in welchem Umfang sie möglicherweise für die Kinder eine Gefährdung ist", sagte Hummers dem "Mannheimer Morgen".

Zugleich kritisierte die Professorin aus Göttingen die Forderungen an die STIKO, die Corona-Impfung auch für Kinder zu empfehlen. "Ich finde es nicht sachgerecht und auch unangemessen, wenn die STIKO von manchen Politikern als eine etwas verschlafene Gruppe dargestellt wird, die man daran erinnern müsse, eine 'Meinung' zu äußern", sagte Hummers. "Eine STIKO-Empfehlung ist immer das Ergebnis einer systematischen Aufarbeitung aller verfügbaren Daten. Dafür hat sie eine eigene Geschäftsstelle mit hoch qualifizierten Wissenschaftlern, die diese aufwendige Arbeit vorbereitet."

20.7.2021 • 20:52 Uhr

Spanien: Mehr als 80 Prozent neuer Fälle bei Ungeimpften

Mehr als 80 Prozent der neuen Fälle in Spanien in den vergangenen fünf Wochen sind Gesundheitsministerin Carolina Darias zufolge bei Ungeimpften aufgetreten. Nur gut fünf Prozent entfielen auf komplett Geimpfte, sagte sie. Seit Ende Juni steigt die Zahl der neuen Fälle in Spanien wieder kontinuierlich.

20.7.2021 • 20:38 Uhr

Corona-Zahlen auf Mallorca steigen weiter

Die Infektionszahlen auf Mallorca sind weiter angestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums am Abend mit 335 angegeben. Am Vortag hatte der Wert bei 310, vergangenen Freitag noch bei 270 gelegen. Im Corona-Hotspot Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona gingen die Zahlen hingegen erstmals wieder leicht zurück. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 612 am Montag auf 579 am Dienstag. Alle Daten, auch die für ganz Spanien mit 327, liegen allerdings weit über der Marke von 200, ab der Deutschland eine Region oder ein ganzes Land zum Hochinzidenzgebiet erklären kann. Dann kommt auf Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder von Corona genesen sind, eine Quarantäne von mindestens fünf Tagen zu.

Da die Corona-Zahlen vor allem durch die vielen Infektionen junger, meist noch ungeimpfter Menschen stark angestiegen sind, will die Regionalregierung der Balearen, zu denen neben Mallorca auch Menorca, Ibiza und Formentera gehören, das Nachtleben ab dem Wochenende stark einschränken.

20.7.2021 • 19:32 Uhr

Frankreich verschärft Corona-Maßnahmen auch für Touristen

Angesichts deutlich steigender Infektionszahlen verschärft Frankreich ab Mittwoch die Auflagen für Einheimische und auch für Touristen. In Sehenswürdigkeiten wie dem Pariser Eiffelturm sowie in Freizeitparks, Konzertsälen, Museen oder Kinos mit mindestens 50 Besuchern wird ein sogenannter Gesundheitspass Pflicht. Er gibt Aufschluss über eine Impfung, eine überstandene Infektion oder einen negativen Corona-Test. In Diskotheken und bei Festivals gilt er bereits.

Touristen oder andere Frankreich-Reisende aus dem Ausland können eine vollständige Impfung etwa mit dem EU-weit gültigen Corona-Zertifikat auf dem Handy nachweisen. Ein negativer Corona-Test darf in der Regel höchstens 48 Stunden alt sein und kann auch in Papierform vorliegen.

20.7.2021 • 18:33 Uhr

Höchste Tageszahl von Corona-Todesfällen in Großbritannien seit März

Großbritannien hat heute die höchste Tageszahl an Todesfällen mit dem Coronavirus seit dem 24. März verzeichnet. Nach Angaben der Regierung starben in 24 Stunden 96 Menschen mit dem Virus, Neuinfektionen wurden in dem Zeitraum 46.558 registriert.

Seit Beginn der Pandemie sind in Großbritannien mehr als 128.000 Menschen mit dem Virus gestorben. Am Montag waren in England die meisten der noch verbliebenen Beschränkungen wegen des Coronavirus beendet worden. Bars und Restaurants dürfen wieder bei voller Kapazität öffnen.

20.7.2021 • 18:16 Uhr

Brandenburg will Großveranstaltungen mit 25.000 Gästen zulassen

Trotz der zunehmenden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus will Brandenburg bald wieder Großveranstaltungen mit bis zu 25.000 Besuchern zulassen. Details dazu sollen von der Landesregierung in einer neuen Umgangsverordnung am Mittwoch kommender Woche beschlossen werden, wie die Staatskanzlei nach der Kabinettssitzung mitteilte. Bisher sind nur maximal 1000 Teilnehmer erlaubt.

In Schulen, Kitas und Horten sollen die Schutzkonzepte mit Testen und Maskentragen in den ersten Wochen nach den Ferien fortbestehen. Noch keine Einigung gab es im Kabinett zu der Frage, ob auch Grundschüler dann wieder Masken tragen sollen. Dies werde erst in der kommenden Woche entschieden, teilte die Staatskanzlei mit.

20.7.2021 • 17:51 Uhr

Delta-Variante macht in USA mehr als 80 Prozent der Infektionen aus

Die besonders ansteckende Delta-Variante ist in den USA offiziellen Schätzungen zufolge inzwischen für rund 83 Prozent aller untersuchten Infektionen verantwortlich. "Das ist ein dramatischer Anstieg", sagte die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, bei einer Anhörung im Senat. Noch Anfang Juli sei die Variante nur für rund die Hälfte der untersuchten Infektionen verantwortlich gewesen.

In Landesteilen mit niedrigerer Impfquote liege der Anteil der Delta-Variante inzwischen sogar noch höher als 83 Prozent, sagte Walensky. Sie forderte alle Amerikaner erneut auf, sich möglichst bald impfen zu lassen. Rund 99,5 Prozent aller Corona-Todesfälle beträfen inzwischen Ungeimpfte, betonte Walensky. Die Impfungen schützten auch gegen die Delta-Variante und seien die wichtigste Waffe im Kampf gegen die Pandemie, sagte die CDC-Chefin.

20.7.2021 • 17:51 Uhr

Experten: Sicherheitslücke beim Grünen Corona-Pass in Österreich

Die App zur Speicherung des Grünen Corona-Passes in Österreich weist nach Darstellung von Experten Sicherheitsmängel auf. Der benötigte QR-Code lasse sich relativ leicht fälschen, berichtete das Onlinemedium futurezone.at unter Berufung auf Studierende der Hochschule Hagenberg.  In der App können Getestete, Geimpfte und Genesene ihre entsprechenden Nachweise speichern.

Die Studenten stellten fest, dass dabei nicht geprüft wird, ob der QR-Code tatsächlich gültig ist. Die Überprüfung erfolge erst durch den Scan mit der zweiten App "Green Check" vor Ort durch das Personal in Restaurants, beim Friseur oder auf Reisen. Allerdings findet erfahrungsgemäß diese Überprüfung im Alltag nicht immer statt. Das Gesundheitsministerium kündigte eine Behebung der Sicherheitslücke mit dem nächsten Update an.

20.7.2021 • 17:41 Uhr

EMA startet Prüfverfahren für französischen Corona-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat ein schnelles Prüfverfahren für den Corona-Impfstoff des französischen Herstellers Sanofi Pasteur eingeleitet. Nach den bisher vorliegenden Daten aus Laborstudien und klinischen Versuchen könnte das Präparat Vidprevtyn vor einer Covid-19-Erkrankung schützen, teilte die EMA in Amsterdam mit. Wann das Verfahren abgeschlossen sein wird, ist unklar.

20.7.2021 • 16:43 Uhr

Sprunghafter Anstieg der Infektionen in Frankreich

In Frankreich hat sich die Corona-Lage deutlich verschlechtert. Wie Gesundheitsminister Olivier Véran mitteilte, wurden binnen eines Tages 18.000 Neuinfektionen registriert. Das entspricht nach Angaben des Ministers einem Anstieg von 150 Prozent in einer Woche. "So etwas haben wir noch nie gesehen", sagte Véran. Die französische Regierung spricht von einer vierten Corona-Welle und führt sie auf die hoch ansteckende Delta-Variante zurück, die erstmals in Indien entdeckt wurde. Die Zahl der gemessenen Neuinfektionen ist die höchste seit Mitte Mai.

Ab Mittwoch verschärft die Regierung deshalb die Corona-Auflagen wieder: In Sehenswürdigkeiten wie dem Pariser Eiffelturm sowie in Freizeitparks, Konzertsälen, Museen oder Kinos mit mindestens 50 Besuchern wird ein sogenannter Gesundheitspass Pflicht. Er gibt Aufschluss über eine Impfung, eine überstandene Infektion oder einen negativen Corona-Test. 

Menschen picknicken bei Sonnenschein im Monceau Park in Paris. | dpa

In Frankreich hat wurden binnen eines Tages 18.000 Neuinfektionen registriert. Das entspricht nach Angaben des Gesundheitsministers einem Anstieg von 150 Prozent in einer Woche. Bild: dpa

20.7.2021 • 16:29 Uhr

Bekannter Impf-Befürworter räumt Panne bei Corona-Impfungen ein

Der bundesweit bekannte schwäbische Hausarzt und Impf-Befürworter Christian Kröner hat auf eine Panne bei den Corona-Schutzimpfungen in seiner Praxis hingewiesen. Der Mediziner hat seinen Patienten mitgeteilt, dass die Impfstoffe möglicherweise zu warm gelagert worden seien und damit die Wirksamkeit beeinträchtigt sein könnte. "Wir sind alle über diesen Vorfall erschüttert, können es aber leider nicht mehr nachträglich korrigieren", heißt es in einer Erklärung der Praxis. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.

Zu der Panne mit den Impfstoffen sei es gekommen, weil der Praxis-Kühlschrank "etwas zu warm" eingestellt gewesen sei, teilte er mit. Um zu prüfen, dass die Impfung dennoch wirksam sei, empfiehlt Kröner nun, das Blut auf Antikörper kontrollieren zu lassen. Eine Gefahr für die Patienten gebe es durch die warme Lagerung nicht.

20.7.2021 • 15:28 Uhr

Erkrankt trotz Corona-Impfung: 433 Fälle in Berlin bekannt

In Berlin sind 433 Fälle bekannt, in denen es auch nach Corona-Impfungen zu einer Erkrankung an Covid-19 gekommen ist. Das teilte Stadtentwicklungssenator Sebastian Scheel (Linke) nach einer Sitzung des Senats mit. "Das nennt man Impfdurchbrecher, wo der Impfschutz nicht reicht, sondern der Virus trotzdem seinen Weg findet und zu einer Erkrankung führt." Die Zahl sei allerdings verschwindend gering im Verhältnis zu den Menschen, die mittlerweile durchgeimpft seien.

"Das heißt, die Impfung hilft auch wirklich gegen Ansteckungen und gegen die Delta-Variante", sagte Scheel. In Berlin haben laut dem offiziellen Corona-Lagebericht von heute bereits mehr als 1,6 Millionen Menschen ihre zweite Impfdosis erhalten. "Aber trotzdem darf man das nicht kleinreden", sagte Scheel. "Denn ein Impfdurchbruch kann auch gravierende Folgen haben, es gibt auch Todesfälle zu beklagen unter diesen Impfdurchbrechern."

Autoschlange in Berlin am Impfzentrum Impf-Drive-In | dpa

In Berlin ist es auch nach Impfungen gegen Corona zu Erkankungen an Covid-19 gekommen: Bekannt sind 433 Fälle. Die Zahl sei allerdings verschwindend gering im Verhältnis zu den Menschen, die mittlerweile durchgeimpft seien, hieß es. Bild: dpa

20.7.2021 • 15:10 Uhr

Königin Margrethe muss Grönland-Reise wegen Corona-Lage verschieben

Die dänische Königin Margrethe II. (81) muss ihre geplante Reise nach Grönland wegen der dortigen Corona-Lage verschieben. Der grönländische Regierungschef Múte B. Egede habe angesichts von mehreren Infektionsausbrüchen auf der größten Insel der Erde und damit verbundenen Beschränkungen erbeten, den offiziellen Besuch der Monarchin aufzuschieben, teilte das dänische Königshaus mit.

Margrethe habe dafür Verständnis, freue sich aber darauf, die Reise zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Ursprünglich war ihr Grönland-Besuch für den Zeitraum vom 24. Juli bis zum 5. August geplant gewesen.

20.7.2021 • 14:51 Uhr

Coronavirus-Fälle im Iran auf neuem Höchststand

Eine von der Deltavariante ausgelöste Welle von Coronavirus-Infektionen hat im Iran einen weiteren Tagesrekord erreicht. Wie das Gesundheitsministerium in Teheran mitteilte, wurden in 24 Stunden 27.444 neue Corona-Fälle registriert, 250 Menschen starben mit dem Virus.

Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 87.624 bei mehr als 3,5 Millionen Infektionen insgesamt. Die iranischen Behörden haben vor kurzem vor einer neuen Covid-Welle wegen der hochansteckenden Deltavariante gewarnt. Im von internationalen Sanktionen hart getroffenen Land kommt die Impfkampagne nur schleppend voran, weniger als zwei Prozent der 84 Millionen Menschen im Iran haben bisher zwei Impfdosen erhalten, meist mit russischen und chinesischen Vakzinen.

20.7.2021 • 14:43 Uhr

Mitteleuropäische Staaten wollen Corona-Maßnahmen koordinieren

Fünf Staaten Mitteleuropas wollen ihren Kampf gegen die Corona-Pandemie stärker koordinieren. Das beschlossen die Außenminister von Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowenien und der Slowakei bei einem Treffen im tschechischen Melnik bei Prag. Ziel sei es, sich nicht gegenseitig mit einseitigen Maßnahmen zu überraschen, sagte der tschechische Gastgeber Jakub Kulhanek. Zugleich betonte er, dass man angesichts neuer Virusvarianten achtsam bleiben müsse.

Alle fünf Politiker betonten die Wichtigkeit der Impfkampagnen. Die Pandemie sei noch nicht zu Ende, mahnte der österreichische Chefdiplomat Alexander Schallenberg.

20.7.2021 • 14:35 Uhr

Nachverfolgung von Corona-Kontakten auf Mallorca wird schwieriger

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen wird die Nachverfolgung enger Kontakte von Infizierten auf Mallorca einem Medienbericht zufolge zunehmend schwieriger. Zurzeit gebe es auf den Balearen, zu denen neben Mallorca auch Menorca, Ibiza und Formentera gehören, insgesamt 7460 Infizierte, schrieb die Zeitung "Diario de Mallorca". Statistisch kämen auf jeden Infizierten fünf enge Kontakte - also insgesamt 37.300 Menschen, die sich für zehn Tage isolieren müssten.

Für die Nachverfolgung so vieler Kontakte und die Kontrolle, ob sich die Menschen auch an die Vorgaben hielten, hätten die Behörden nicht ausreichend Personal, hieß es. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen kletterte auf den Balearen den Angaben zufolge auf 322.

Menschen feiern am Strand Playa de Palma auf der Insel Mallorca. | REUTERS

Auf den Balearen gibt es zur Zeit insgesamt 7460 Infizierte - die Nachverfolgung enger Kontakte wird immer schwieriger. Bild: REUTERS

20.7.2021 • 14:05 Uhr

Niedersachsen will an Inzidenzen festhalten

Niedersachsen will zunächst weiter an den Inzidenzzahlen als Maßstab für mögliche Einschränkungen in der Corona-Pandemie festhalten. "Wir bleiben bei den bisherigen Stufen", sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen. Dies könnte auch erneute Einschränkungen bedeuten, sollte die Siebentages-Inzidenz mehr als fünf Tage lang Schwellenwerte wie 35 oder 50 Infizierte pro 100.000 Einwohner überschreiten.

Gleichzeitig arbeiteten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern weiter an einer neuen Formel, sagte Pörksen. Bundesweit könne sich noch im August "durchaus etwas verändern". Derzeit sei es aber für Änderungen zu früh.

20.7.2021 • 14:00 Uhr

Corona-Sorgen vor Beginn der Olympischen Spiele - Doch noch Absage?

Drei Tage vor Eröffnung der Olympischen Spiele schließen die Veranstalter angesichts steigender Corona-Zahlen eine Absage in letzter Minute nicht aus. Organisations-Chef Toshiro Muto sagte auf die Frage von Journalisten, ob das weltgrößte Sportfest noch gekippt werden könnten, man werde ein Auge auf die Infektionszahlen haben. "Wir können nicht vorhersagen, was mit den Zahlen passiert. Wenn es einen kräftigen Anstieg gibt, werden wir darüber diskutieren."

Zuvor waren Positiv-Tests von weiteren Athleten bekannt geworden. Damit stieg deren Zahl unter den seit Anfang Juli nach Japan gekommenen Sportlern, Funktionären und Journalisten auf 67. Die Veranstalter haben zwar das Konzept der "Blase" entwickelt, das die Teilnehmer isoliert, ihre Bewegungen einschränkt und häufige Tests vorschreibt. Experten sehen aber Lücken.

20.7.2021 • 13:54 Uhr

Hamburg: Reiserückkehrer machen ein Viertel der Neuinfektionen aus

Reiserückkehrer machen derzeit in Hamburg rund ein Viertel der Corona-Neuinfektionen aus. So sei in der vergangenen Woche in 69 Fällen ein Infektionsort im Ausland angegeben worden, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Davon seien allein 34 Infektionen auf einen Aufenthalt in Spanien zurückzuführen. Als weitere Länder seien die Türkei, Russland, Kirgistan, Niederlande, Portugal und Frankreich genannt worden.

Dabei gehe es nur um die unmittelbaren Infektionen im Urlaubsland, sagte ein Behördensprecher. Die Zahl der mittelbar durch Reiserückkehrer in Hamburg Infizierten dürfte entsprechend höher liegen.

Flugreisende betrachten am ersten Wochenende vor Ferienbeginn in Schleswig-Holstein im Flughafen Hamburg die Abflug-Anzeigetafel. | dpa

In Hamburg machen Reiserückkehrer derzeit etwa ein Viertel der Neuinfektionen aus - in der vergangenen Woche wurde in 69 Fällen ein Infektionsort im Ausland angegeben. Bild: dpa

20.7.2021 • 13:44 Uhr

Weiterer Corona-Fall im tschechischen Olympia-Team

Im tschechischen Olympia-Team hat es nach der Ankunft in Japan einen weiteren Coronavirus-Fall gegeben. Nach Beachvolleyball-Spieler Ondrej Perusic wurde nun auch Simon Nausch, Trainer der tschechischen Beachvolleyballerinnen, positiv getestet. Der Österreicher habe sich in Quarantäne begeben, teilte das Nationale Olympische Komitee mit.

Man sei "extrem vorsichtig" gewesen, das habe aber leider nicht gereicht, sagte der 43-Jährige der Mitteilung zufolge. "Das ist für uns unangenehm, aber wir werden damit klarkommen", betonte der tschechische Delegationsleiter Martin Doktor.

20.7.2021 • 13:39 Uhr

Lauterbach gegen Sammelunterkünfte für Flutopfer - mobil Impfen

Angesichts steigender Infektionszahlen hat SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach davor gewarnt, Flutopfer in den Hochwasserregionen in Sammelunterkünften unterzubringen. "Massenunterkünfte sind eine Gefahr für die Menschen, denn dort herrscht ein hohes Corona-Ansteckungsrisiko", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Solche beengten Unterkünfte seien daher unbedingt zu vermeiden, mahnte der Mediziner.

Stattdessen sollten Flutopfer in Hotels und Einzelunterkünften untergebracht werden. Nur so ließen sich Massenausbrüche verhindern und die Zahl der vermeidbaren Kontakte eingrenzen. "Es wäre fatal, wenn die ohnehin dramatische Situation in den Hochwasserregionen durch massenhafte Infektionen mit der Delta-Variante zusätzlich erschwert würde." Zugleich rief Lauterbach dazu auf, mobile Impfteams in den Katastrophenregionen einzusetzen.

20.7.2021 • 13:33 Uhr

Neun weitere Corona-Fälle bei Olympia - ein Athlet betroffen

Vor Beginn der Olympischen Spiele von Tokio haben die Organisatoren neun weitere Corona-Fälle registriert. Darunter sei ein Athlet im olympischen Dorf, teilte das Organisationskomitee in seinem veröffentlichten Corona-Tagesbericht mit.

Die Zahl der seit 1. Juli ermittelten positiven Tests stieg damit insgesamt auf 67. Bereits am Montag hatte das Nationale Olympische Komitee Tschechiens mitgeteilt, dass Beachvolleyballspieler Ondrej Perusic positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Der 26-Jährige wurde zur Isolation in ein für solche Fälle bestimmtes Hotel gebracht.

20.7.2021 • 13:06 Uhr

Teilnehmerlimit bei Begräbnissen in Österreich verfassungswidrig

Die in Österreich wegen der Corona-Krise erlassene Beschränkung der Teilnehmerzahl bei Begräbnissen ist verfassungswidrig gewesen. Das stellte der Verfassungsgerichtshof (VfGH) in einem veröffentlichten Urteil fest (V2/2021-12). Auch wenn die entsprechende Verordnung legitime Ziele verfolgt habe, so sei die letzte Verabschiedung von Verstorbenen weder "wiederhol- noch substituierbar" und stelle einen besonders schweren Eingriff in das Recht auf Privatleben dar. Die Maßnahme sei unverhältnismäßig gewesen, befand das Gericht. 

Geklagt hatte eine Frau, die wegen des Limits von 50 Personen nicht an der Bestattung ihrer Tante teilnehmen konnte. Die entsprechende Verordnung trat Ende 2020 in Kraft und galt einige Wochen lang.

20.7.2021 • 13:06 Uhr

Dutzende griechische Feuerwehrleute wegen Impfverweigerung versetzt

Weil sie sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, sind 54 griechische Feuerwehrleute aus der Elite-Einheit des Katastrophenschutzes an andere Dienststellen versetzt worden. Dies teilte der Chef der Gewerkschaft der Feuerwehrleute, Dimitris Stathopoulos, im griechischen Nachrichtensender Skai mit. Die Eliteeinheit EMAK wird im Fall von schweren Erdbeben, Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen eingesetzt.

Die Direktion der Feuerwehr hatte bereits im Mai allen Feuerwehrleuten Zeit bis Ende Juni eingeräumt, sich impfen zu lassen. Nach Ablauf der Frist habe die Führung der Feuerwehr die Konsequenzen gezogen, hieß es.

20.7.2021 • 13:02 Uhr

Lockerungen in Schleswig-Holstein: Freude der Gastronomen und Veranstalter

In Schleswig-Holstein sollen von Montag an mehrere Corona-Regeln entschärft werden: Dann dürfen sich wieder mehr Menschen privat treffen. Bei Veranstaltungen fällt die Teilnehmerbegrenzung von 1.250 weg. Und im Sport und in der Gastronomie fällt im Innenbereich die Testpflicht weg. Gastronomen und Veranstalter freuen sich über die Lockerungen.

20.7.2021 • 12:36 Uhr

Indien: Studie schätzt Millionen mehr Tote während Pandemie

In Indien könnte während der Pandemie nach Berechnungen von Experten eine vielfach höhere Zahl von Menschen gestorben sein als offiziell angegeben. Der US-amerikanische Thinktank Center for Global Development schätzt auf Basis mehrerer Quellen eine Übersterblichkeit von 3,4 bis 4,9 Millionen zusätzlicher Toter seit Pandemiebeginn in dem schwer getroffenen Land im Vergleich zu Todeszahlen vor der Pandemie. Die Forscher betonten allerdings, dass sie keine Schlüsse über die Todesursachen ziehen.

Nach offiziellen Zahlen sind in Indien bisher mehr als 414.000 an Corona erkrankte Menschen gestorben. Besonders im Zusammenhang mit der heftigen zweiten Pandemie-Welle in dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land gehen aber etliche Experten von einer hohen Dunkelziffer aus.

20.7.2021 • 11:56 Uhr

Spahn: 60 Prozent mindestens einmal gegen Corona geimpft

In Deutschland sind inzwischen 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Dies sei ein "wichtiger Meilenstein", schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter. Mindestens einmal geimpft sind demnach 49,9 Millionen Menschen. Den vollen Impfschutz haben inzwischen 38,8 Millionen Menschen, das sind laut Spahn 46,7 Prozent.

Der Gesundheitsminister rief dazu auf, die Impfungen gegen das Coronavirus weiter wahrzunehmen. "Für einen sicheren Herbst und Winter brauchen wir allerdings noch mehr, die mitmachen und so sich und andere schützen", sagte Spahn. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vergangene Woche mit Verweis auf Fachleute gesagt, in Deutschland müssten Impfquoten von 85 Prozent unter den Zwölf- bis 59-Jährigen erreicht werden. Bei den Über-60-Jährigen müsse die Quote bei 90 Prozent liegen, um angesichts der Verbreitung der Delta-Variante einen neuen starken Anstieg der Fallzahlen zu vermeiden.

20.7.2021 • 11:37 Uhr

Ahrtal: Corona-Impfungen im Bus

Aus Sorge vor einer Ausbreitung der Corona-Pandemie im Katastrophengebiet haben Landesregierung und Kreisverwaltung im Ahrtal einen Impfbus gestartet. Ohne Anmeldung für einen Termin können sich Bewohner der Region dort impfen lassen, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. In dem Bus gibt es auch die Möglichkeit zu Corona-Schnelltests. Impfen und Testen seien die beiden wichtigsten Vorkehrungen gegen eine Zunahme von Infektionen, sagte ein Sprecher des Ministeriums. "Angesichts einer Infrastruktur, die so schwer beschädigt ist, ist die Gefahr da."

20.7.2021 • 11:11 Uhr

Corona in Myanmar: Vertrauter Suu Kyis gestorben

In Myanmar ist ein enger Vertrauter der entmachteten Regierungschefin Aung San Suu Kyi gestorben. Der 78-jährige Nyan Win erlag in der Haft den Folgen einer Coronavirus-Infektion. Er war Sprecher von Suu Kyis Partei "Nationale Liga für Demokratie". Der Politiker war wenige Wochen nach dem Militärputsch Anfang Februar festgenommen worden. Er litt Berichten zufolge an Diabetes und Nierenproblemen. Suu Kyi befindet sich weiter im Hausarrest.

Die Corona-Lage in Myanmar ist dramatisch. Allein am Wochenende hatten die Behörden fast 5500 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Ärzten und Beobachtern zufolge liegt die Zahl der Erkrankten und Toten jedoch viel höher als offiziell angegeben.

Nyan Win, Sprecher der Partei "Nationale Liga für Demokratie" und enger Vertrauter der inhaftierten Regierungschef Suu Kyi in Myanmar (Foto von 2014) | dpa

Nyan Win, Sprecher der Partei "Nationale Liga für Demokratie" und enger Vertrauter der inhaftierten Regierungschef Suu Kyi in Myanmar (Foto von 2014) Bild: dpa

20.7.2021 • 11:03 Uhr

Jetzt mehr als sechs Millionen Corona-Fälle in Russland

Russland meldet aktuell 23.770 neue Covid-19-Infektionen, darunter 3188 in Moskau. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf 6.006.536. Die Regierung meldete außerdem 784 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus, darunter 101 in Moskau. Den Anstieg der Corona-Fälle schreiben die Behörden der Delta-Variante und der langsamen Impfrate zu.

20.7.2021 • 10:55 Uhr

Vorwurf des Ex-Beraters: Johnson wollte Queen trotz Corona treffen

Der frühere britische Regierungsberater Dominic Cummings hat weitere Anschuldigungen gegen Premier Boris Johnson erhoben. In einem ausführlichen Interview, das die BBC heute Abend in voller Länge ausstrahlen will, erzählt Cummings, Johnson habe zu Beginn der Pandemie die Queen trotz ihres hohen Alters weiterhin persönlich treffen wollen. Er habe seinen Chef davon überzeugen müssen, dass er die heute 95-jährige Monarchin damit umbringen könne, wenn er sie mit dem Virus anstecke, sagte Cummings. Queen Elizabeth II. und Johnson hielten ihre wöchentlichen Audienzen schließlich virtuell ab.

Seit seinem Abgang aus der Downing Street erhebt der Ex-Regierungsberater Cummings, der jahrelang zum engsten Zirkel um Johnson gehörte, immer wieder herbe Vorwürfe gegen diesen. In dem BBC-Interview sagt er außerdem, dass Johnson gezögert habe, die Covid-Beschränkungen zu verschärfen, als die Fälle im vergangenen Herbst zunahmen, weil er dachte, die Menschen, die daran starben, seien "im Wesentlichen alle über 80".

20.7.2021 • 10:44 Uhr

Mittleres Einkommen in Deutschland steigt 2020 nur leicht

Das mittlere Einkommen in Deutschland ist im Jahr 2020 wegen der Corona-Pandemie nur wenig gestiegen - im verarbeitenden Gewerbe und im Gastgewerbe ist es sogar gesunken. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit in ihrer jährlichen Entgeltauswertung in Nürnberg mit. Vor allem die Kurzarbeit, die zu geringeren Verdiensten geführt habe, habe den Anstieg gebremst.

Medianentgelt

Das Medianentgelt bezeichnet den Wert, von dem aus betrachtet es genauso viele niedrigere wie höhere Einkommen gibt. Das Durchschnittseinkommen liegt dagegen höher.

Das Medianentgelt aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten habe im vergangenen Jahr bei 3427 Euro gelegen und damit um 26 Euro über dem Vorjahr. Ohne Pandemie-Auswirkungen wäre der Median laut Bundesagentur um 69 weitere Euro gestiegen. Ein Plus gab es 2020 bei Versicherungsdienstleistungen (plus 111 Euro), im Gesundheits- und Sozialwesen (plus 80 Euro) sowie in Erziehung und Unterricht (plus 77 Euro).

20.7.2021 • 10:35 Uhr

Strenge Corona-Vorschriften für Tausende Hadsch-Wallfahrer

In diesem Jahr dürfen 60.000 Muslime am Hadsch teilnehmen, wenn sie bereits im Königreich leben und mindestens einmal geimpft wurden. Die Behörden setzen auf engmaschige Kontrollen.

20.7.2021 • 10:28 Uhr

DAX erholt sich - nach gestrigem Einbruch wegen Corona-Sorgen

Der DAX hat sich ein gutes Stück von seinem Kurseinbruch zu Wochenbeginn erholt. Der deutsche Leitindex stieg im frühen Handel um 0,96 Prozent auf 15 277,94 Punkte. Wieder aufgekommene massive Corona-Sorgen hatten den DAX am Montag aus seinen ruhigen Bahnen in Sichtweite des Rekordhochs von 15.810 Punkten geworfen. Mit einem Minus von mehr als zweieinhalb Prozent trübte sich das charttechnische Bild zumindest kurzfristig massiv ein.

20.7.2021 • 10:23 Uhr

Südkorea: Regierung entschuldigt sich für Ausbruch auf Zerstörer

Nach dem Corona-Ausbruch an Bord eines Zerstörers der südkoreanischen Marine hat sich Ministerpräsident Kim Boo Kyum in einer Fernsehansprache entschuldigt. Der Regierung tue es sehr leid, dass sie sich nicht ausreichend um die Gesundheit der Soldaten gekümmert habe, die ihr Leben dem Land widmeten, sagte Kim. In den vergangenen Tagen wurden 247 der 301 Besatzungsmitglieder des Zerstörers "Munumu" positiv auf das Coronavirus getestet. Die gesamte Besatzung wurde mit Militärflugzeugen abgeholt.

20.7.2021 • 09:07 Uhr

Erstes Impfzentrum in Berlin schließt

Im ehemaligen Flughafen Tempelhof werden heute zum letzten Mal Impfungen gegen Covid-19 verabreicht. Damit schließt das erste der sechs Berliner Impfzentren - drei weitere folgen bis Ende August. Gründe sind fehlende Nachfrage und hohe Kosten.

20.7.2021 • 08:55 Uhr

Studie: Vor allem Mütter haben in der Pandemie Arbeitszeit verschoben

Rund 52 Prozent der Mütter mit Kindern unter 14 Jahren haben laut einer Studie ihre Arbeitszeit zu Beginn der Pandemie im April 2020 zumindest teilweise auf die Abendstunden oder das Wochenende verlagert Das geht aus Erhebungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hervor. Gründe seien vor allem gewesen, Kinder bei Schul- und Kitaschließungen oder während des Distanzunterrichts zu betreuen, erklärte die Forscherin Corinna Frodermann. Bei Vätern habe dies auf rund 31 Prozent zugetroffen.

Der Anteil bei Müttern sank demnach bis Oktober 2020 auf rund 26 Prozent, lag im Schnitt aber immer noch deutlich höher als bei Vätern mit rund 18 Prozent. Insgesamt hätten 33 Prozent der Beschäftigten, die im April 2020 Kinder unter 14 Jahre zu betreuen hatten, ihre Arbeitszeiten zumindest teilweise verlagert, hieß es. Bei denjenigen ohne Kinder seien es 16 Prozent gewesen. Die Daten beruhen auf einer Befragung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern privatwirtschaftlicher Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten. In April vergangenen Jahres haben 1212, im Juni 909 und im Oktober 682 Personen teilgenommen.

20.7.2021 • 08:35 Uhr

Elektroindustrie erholt sich weiter von Corona-Einbußen

Die deutsche Elektroindustrie erholt sich von den Einbußen infolge der Corona-Pandemie. Im Mai stiegen die Exporte kräftig um 26,6 Prozent zum Vorjahresmonat auf 17,1 Milliarden Euro, wie der Branchenverband ZVEI mitteilte. "Vor einem Jahr waren sie bedingt durch die Corona-Pandemie allerdings auch um mehr als ein Fünftel eingebrochen", sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. Am kräftigsten legten die Exporte nach Spanien, Frankreich und Italien zu, und auch im wichtigen Exportmarkt USA gab es einen Sprung nach oben. Nach den ersten fünf Monaten des Jahres zeigt sich ein Aufwärtstrend: Von Januar bis Mai summierten sich die Exporte laut ZVEI auf 89,4 Milliarden Euro, fast zwölf Prozent mehr als vor einem Jahr.

20.7.2021 • 08:13 Uhr

Niedersachsen fordert Corona-Tests für Autofahrer an Grenzen

Mit Blick auf das neue Corona-Risikogebiet Niederlande hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil den Bund aufgefordert, endlich Voraussetzungen für Kontrollen des Autoreiseverkehrs zu schaffen. "Wir sind der Auffassung, dass Tests, so wie wir sie aus unserem normalen Alltag kennen, bei jeder Einreise verlangt werden sollten. Und dass an der Grenze zumindest Stichproben vorgesehen werden", sagte der SPD-Politiker dem Bremer "Weser-Kurier". Die Bundesregierung müsse dafür schnell die angekündigte Änderung der Einreiseverordnung umsetzen.

Die Grafschaft Bentheim habe bei den Inzidenzen gerade einen deutlichen Sprung nach oben gemacht und sei dadurch in Niedersachsen Spitzenreiter geworden. "Wenn man auf die geografische Lage schaut, liegt der Schluss nahe, dass die Nachbarschaft zu den Niederlanden dabei eine größere Rolle spielt", so Weil.

20.7.2021 • 07:11 Uhr

Zahl der Neuinfektionen in Indien geht zurück

In Indien geht die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen zurück. Das Gesundheitsministerium registrierte 30.093 neue Fälle, das ist der niedrigste Stand seit vier Monaten. Insgesamt haben sich bisher mehr als 31,17 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, weltweit ist das der zweithöchste Wert nach den USA. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt binnen 24 Stunden um 374 auf 414.482.

20.7.2021 • 06:52 Uhr

100 Menschen nach Club-Besuch in Hamburg in Quarantäne

In Hamburg gibt es den nächsten Fall einer Massen-Quarantäne nach einem positiven Corona-Test. Nach Informationen des NDR sind Besucherinnen und Besucher des Musik-Clubs Molotow im Stadtteil St. Pauli betroffen.

20.7.2021 • 06:38 Uhr

Australien: Dritter Bundesstaat im Lockdown

Ein dritter australischer Bundesstaat hat einen Lockdown angekündigt, um die Verbreitung der Covid-19-Delta-Variante zu bekämpfen. Südaustralien hat Beschränkungen für mehrere Wochen angekündigt, während in Victoria der Lockdown verlängert wurde und in Sydney ein fünfwöchiger Lockdown herrscht.

20.7.2021 • 06:24 Uhr

Forschung in Ulm: Spätfolgen sind vielfach Organschäden

Ein Forschungsprojekt der Universitätsklinik Ulm zu Corona-Spätfolgen hat bislang bei etwa jedem fünften seiner Patienten Organschäden festgestellt. "Wir hatten bislang rund 250 Patienten. 20 Prozent von ihnen haben Organschäden", sagte Dominik Buckert, betreuender Oberarzt der Spezialambulanz für Covid-Spätfolgen an Lunge, Herz und Gefäßen am Uniklinikum Ulm. Der größte Teil der übrigen Patienten fühle sich schlechter belastbar als vor der Erkrankung, sagte Buckert. Bei ihnen konnten die Mediziner aber keine Organschäden feststellen.

Die meisten Menschen, die in die Sprechstunde kommen, sind demnach zwischen 40 und 50 Jahre alt. "Und eigentlich verhältnismäßig gesund, also ohne chronische Vorerkrankungen", so der Oberarzt. Die jüngsten der etwas mehr männlichen Patienten sind um die 20 Jahre alt.

Die Ulmer Spezialisten für innere Medizin beobachten bei den Organschäden vor allem Herzmuskelentzündungen und die Folgen davon. Dazu gehörten etwa Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen, so Buckert. "Bei der Lunge beobachten wir, dass sich das Lungengerüst verändert und so ein schlechterer Gasaustausch möglich ist." Atemnot sei die Folge. Die bisherigen Erkenntnisse deckten sich mit den Rückmeldungen anderer Kliniken zu Corona-Spätfolgen, sagte Buckert.

Das Uniklinikum hatte die Sprechstunde für Menschen mit Langzeitfolgen nach einer Covid-19-Erkrankung bereits im Februar dieses Jahres eingerichtet.

20.7.2021 • 06:03 Uhr

Weltärztebund-Präsident warnt vor zu schnellen Lockerungen

Weltärztebund-Präsident Frank Ulrich Montgomery hat angesichts erneut steigender Corona-Infektionszahlen vor zu schnellen Lockerungen gewarnt. "Schon die kleineren Öffnungsschritte der vergangenen Wochen haben die Inzidenzwerte anwachsen lassen", sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Jetzt die Einschränkungen unserer Kontakte einfach fallen zu lassen und 'alles zu öffnen' wäre brandgefährlich", erklärte der Mediziner. "Wer das tut, riskiert den Einstieg in die vierte Welle."

20.7.2021 • 05:21 Uhr

Reuters-Zählung: Europa überschreitet die Marke von 50 Millionen Fällen

Die Coronavirus-Infektionen in Europa haben einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge als erste Region weltweit die Marke von 50 Millionen Fällen durchbrochen. Etwa alle acht Tage kommen demnach eine Million Neuinfektionen hinzu, seit Beginn der Pandemie gibt es fast 1,3 Millionen Todesfälle. Europa ist weiterhin mit von der Pandemie am stärksten betroffenen und zeichnet sich weltweit für 27 Prozent der Ansteckungen und 31 Prozent der Todesfälle verantwortlich.

20.7.2021 • 04:54 Uhr

Sorge um Corona-Ausbreitung in Hochwasser-Katastrophengebieten

In den Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gibt es Befürchtungen, dass durch die Hilfsaktionen und Notunterkunft-Unterbringung vieler Menschen nach der Flutkatastrophe die Zahl der Corona-Infektionen steigt. "Derzeit kommen viele Menschen auf engstem Raum zusammen, um die Krise gemeinsam zu bewältigen. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Bewältigung der Katastrophe nicht zu einem Superspreader-Event wird", sagte David Freichel vom Corona-Kommunikationsstab der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Das Landesgesundheitsministerium bereite in Absprache mit den Behörden der betroffenen Landkreise eine Sonderimpfaktion in den Katastrophengebieten vor.

20.7.2021 • 04:54 Uhr

RKI meldet 1183 Neuinfektionen- Inzident klettert auf 10,9

Das Robert Koch-Institut hat 1183 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 537 mehr als am Dienstag vor einer Woche, als 646 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter auf 10,9 - von 10,3 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 34 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.397. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. Juli 2021 um 14:00 Uhr.