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Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Weil: Erstmal kein Stufenplan für Lockerung ++

Stand: 10.02.2021 00:05 Uhr

Niedersachsens Ministerpräsident Weil geht nicht davon aus, dass das Bund-Länder-Treffen einen Plan für Lockerungen beschließt. Griechenlands Ministerpräsident Mitsotakis kündigt einen kompletten Lockdown für die Hauptstadt Athen an. Alle Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.

  • Morgen noch kein Plan für Lockerungen
  • Athen geht in kompletten Lockdown
  • Tirol: Ausreise nur noch mit Test
  • Studie: Stärkere Virus-Ausbreitung durch Demos
  • Großbritannien verschärft Testpflicht bei Einreisen
  • RKI: Sieben-Tage-Inzidenz fällt unter 75
  • Deutsche Exporte 2020 stark eingebrochen
  • WHO befürwortet AstraZeneca-Einsatz bei Erwachsenen
10.2.2021 • 00:05 Uhr

Das war es für heute

Damit schießen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

9.2.2021 • 22:03 Uhr

Frankreich: Mehr als 80.000 Corona-Tote

Das französische Parlament hat am Dienstag grünes Licht für die Verlängerung des Gesundheitsnotstands bis zum 1. Juni gegeben. Die Abgeordneten billigten mit 278 zu 193 Stimmen und 13 Enthaltungen fortgesetzte Sondervollmachten für die Regierung in der Corona-Pandemie. Auf ihnen fußen die derzeit gültigen Schutzmaßnahmen wie die landesweite nächtliche Ausgangssperre ab 18 Uhr. Die Regierung werde nicht zögern, im Falle einer "starken und schnellen Verschlechterung" der Gesundheitslage Maßnahmen zu verhängen, kündigte Premierminister Jean Castex an.

Die Opposition stemmte sich gegen die Verlängerung. Die Abgeordneten verwiesen auf den Überdruss vieler Restaurant-Inhaber, Skipisten-Betreiber oder Schulkinder, die von den strikten Maßnahmen betroffen sind. Frankreichs Gesundheitsbehörden meldeten am Dienstag rund 700 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus, womit die landesweite Schwelle von 80.000 Corona-Toten überschritten wurde.  Der Gesundheitsnotstand war in Frankreich zunächst vom 23. März bis zum 10. Juli 2020 ausgerufen und am 17. Oktober erneut in Kraft gesetzt worden. Das Parlament hatte zunächst einer Verlängerung bis zum 16. Februar zugestimmt.

  • 9.2.2021 • 21:47 Uhr

    Ministerpräsident Weil: Noch kein bundesweit einheitlicher Stufenplan

    Auf der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch werde es noch keine Einigung für einen Stufenplan zur Lockerung der Corona-Beschränkungen geben, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil im tagesthemen-Interview. Zugleich betonte er: "Viele Bürgerinnen und Bürger fragen mit Recht, wie es denn nun eigentlich weitergehen soll. Und eine Antwort können eigentlich nur die Verantwortlichen in der Politik geben." Diese Antwort müsse beim nächsten Mal gegeben werden. Der Lockdown werde vermutlich bis zum 1. März verlängert.

    Weil sprach sich dafür aus, die Schulen für kleine Kinder zu öffnen, weil bei ihnen die Schäden durch den Lockdown besonders hoch seien. Ihr Infektionsrisiko sei dagegen besonders niedrig. Wie gefährlich die Mutationen seien, könne noch nicht eingeschätzt werden.

    9.2.2021 • 20:02 Uhr

    Kritik an der Impfstrategie: Von der Leyen verteidigt sich

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verteidigt am Mittwoch im Europaparlament die Strategie ihrer Behörde bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff. Die Kommission sieht sich wegen Produktionsproblemen der Impfstoff-Hersteller und Lieferverzögerungen massiver Kritik ausgesetzt. Von der Leyen hatte zuletzt eingestanden, das Problem der Massenproduktion von gerade erst entwickelten Mitteln unterschätzt und möglicherweise überzogene Erwartungen geweckt zu haben.

    Die EU-Mitgliedstaaten hatten Brüssel im Sommer damit beauftragt, in ihrem Namen Lieferverträge mit den Herstellern potenzieller Impfstoffe abzuschließen. Das EU-Parlament hatte diesen Ansatz unterstützt. Die Abgeordneten fordern wegen der Lieferprobleme nun mit Nachdruck Einsicht in die abgeschlossenen Verträge. Mit der Liefervereinbarung mit Sanofi-GSK veröffentlichte die Kommission am Dienstag den dritten von sechs Verträgen in teilweise geschwärzter Fassung.

    EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen im Januar 2021. | OLIVIER HOSLET/EPA-EFE/Shutterst

    EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen will ihre Impfstrategie verteidigen. Bild: OLIVIER HOSLET/EPA-EFE/Shutterst

    9.2.2021 • 19:31 Uhr

    Virologin: Bei Lockerungen auch R-Wert im Blick behalten

    Kurz vor der nächsten Entscheidungsrunde über die weiteren Corona-Maßnahmen plädiert die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek dafür, nicht nur auf die Inzidenz zu schauen. Dieser Wert gibt an, wie viele bestätigte Neuinfektionen es pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gab. Bisher galt ein Wert unter 50 als Richtgröße für mögliche Lockerungen. "Aber ist die Inzidenz alleine wirklich zielführend?", fragte Ciesek im NDR-Podcast Coronavirus-Update. "Genauso wichtig ist, dass man sich den R-Wert anschaut", sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt: "Also wie viele Menschen werden durch einen Infizierten angesteckt."

    Bei einem Wert über Eins müsse man davon ausgehen, dass Infektionen wieder ansteigen, sobald man mehr Kontakte zulasse. Bei unter Eins könne man davon ausgehen, "dass eine Lockerung nicht gleich einen so negativen Effekt hätte." Einen zusätzlichen Unsicherheitsfaktor stelle die britische Variante des Coronavirus dar. Man wisse, dass die Mutation B117 ansteckender sei, erklärte Ciesek. Mit zunehmender Verbreitung steige also der R-Wert. Gleichzeitig sinke aber die Zahl der Infektionen mit dem Wildtyp. "Deswegen ist die Entscheidung im Moment auch sehr schwierig, inwieweit man lockert und welche Bereiche man lockert."

    9.2.2021 • 19:14 Uhr

    Corona-Ausbruch in Schlachthof in Husum

    Nach einem Corona-Ausbruch in einem Schlachthof in Husum (Kreis Nordfriesland) hat das Gesundheitsamt für alle Mitarbeiter Quarantäne angeordnet. Betroffen seien neben der Stammbelegschaft mit rund 270 Mitarbeitern auch drei externe Unternehmen mit insgesamt 40 Angestellten sowie 19 Mitarbeiter des Kreis-Veterinäramtes, wie der Kreis Nordfriesland mitteilte. Alle müssten sich einem Test unterziehen.

    Begründet wird die Entscheidung mit den "vielfältigen Arbeitsbeziehungen zwischen den verschiedenen Bereichen des Unternehmens und eine nicht strikt durchgehaltene Kohortentrennung". Es bestehe eine erhebliche Gefahr, dass die bislang 14 Corona-positiven Mitarbeiter weitere Kollegen angesteckt hätten. Am Vortag hatte Landrat Florian Lorenzen bekanntgegeben, dass das Gesundheitsamt den Schlachthof habe schließen lassen.

    Zuvor hatte es 14 positive Corona-Tests gegeben, die das Unternehmen selbst veranlasst hatte. Bereits Ende Januar waren Mitarbeiter eines Subunternehmers positiv getestet worden. Das Gesundheitsamt des Kreises geht davon aus, dass die erneuten Ansteckungen innerhalb des Betriebes selbst erfolgt sind.

    9.2.2021 • 19:11 Uhr

    Ungarn erwartet chinesischen Impfstoff nächste Woche

    Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat die Ankunft der ersten Lieferung chinesischen Impfstoffs gegen das Coronavirus für die nächste Woche in Aussicht gestellt. Damit wäre Ungarn der erste EU-Staat, der Impfstoffdosen aus China erhält. Orban lobte auf einer virtuellen Konferenz mit osteuropäischen Spitzenpolitikern und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping chinesische Wissenschaftler für die Entwicklung der Sinopharm-Impfung.

    9.2.2021 • 18:46 Uhr

    Athen geht in kompletten Lockdown

    Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat angesichts steigender Fallzahlen einen kompletten Lockdown für Athen ausgerufen. In der Hauptstadt sollen ab Donnerstag bis Ende des Monats unter anderem Schulen und viele Geschäfte geschlossen bleiben. Das gab Mitsotakis in einer Fernsehansprache bekannt. Von der Maßnahme ist etwa die Hälfte der griechischen Bevölkerung betroffen.

    9.2.2021 • 18:30 Uhr

    Frankreichs Parlament billigt Verlängerung des Gesundheitsnotstands

    Frankreichs Parlament hat einer Verlängerung des Gesundheitsnotstands bis Juni zugestimmt. Die Pariser Nationalversammlung gab mit 278 Ja-Stimmen und 193 Nein-Stimmen grünes Licht. Der Ausnahmezustand im Gesundheitsbereich war im März vergangenen Jahres wegen der Corona-Pandemie eingeführt worden. Er bietet einen rechtlichen Rahmen für Beschränkungen, zu denen auch die abendliche Ausgangssperre ab 18.00 Uhr gehört.

    Der Gesundheitsnotstand war bis Sommer 2020 in Kraft und wurde dann im Oktober wegen der besorgniserregenden Entwicklung in Frankreich wieder eingeführt. Das Abstimmungsergebnis für die Verlängerung bis zum 1. Juni 2021 war nun verhältnismäßig knapp - Linke und Rechte stimmten dagegen.

    Zuletzt war in Frankreich immer wieder Kritik an den Maßnahmen laut geworden. Einige Gastronomen fordern eine baldige Öffnung der Restaurants. Diese sind im Land bereits seit Ende Oktober geschlossen. In den Skigebieten herrscht großer Unmut, weil die Skilifte absehbar nicht wieder öffnen dürfen.

    In Frankreich haben aktuell Kindergärten und Schulen weitgehend geöffnet. Bis auf große Kaufhäuser ist auch der Einzelhandel offen. Gleichzeitig dürfen die Menschen nach 18.00 Uhr abends nicht mehr vor die Tür - auch nicht, um spazieren zu gehen oder im Supermarkt einzukaufen. Ausnahmen gelten etwa für den Arbeitsweg. Die Regierung will so verhindern, dass sich Menschen abends etwa zum gemeinsamen Essen oder Feiern treffen.

    9.2.2021 • 18:06 Uhr

    Pflegerat: Neue Prämie für alle Pflegekräfte

    Die von der Bundesregierung angekündigte Corona-Prämie allein für das Krankenhauspersonal ist beim Deutschen Pflegerat auf deutliche Kritik gestoßen. Auch die in Alten- und Pflegeheimen arbeitenden Pflegekräfte seien massiv belastet gewesen, erklärte Vizepräsidentin Christine Vogler in Berlin. "Benötigt wird ein Gesamtkonzept, denn alle Pflegenden waren und sind von der Pandemie betroffen - in der direkten Versorgung der Patienten oder auch in der Versorgung von potenziell infizierten Personen."

    Eine Corona-Prämie sei ein Ausdruck der Wertschätzung für den außerordentlichen Einsatz der professionell Pflegenden, fügte Vogler hinzu. Jedoch scheine der Bundesregierung ein einheitliches Konzept zu fehlen. Wichtiger als eine punktuelle Prämie sei zudem eine grundsätzliche angemessene Bezahlung in der Pflege. Im vergangenen Jahr hatten zunächst nur die in Pflegeeinrichtungen Beschäftigten eine Prämie zugesprochen bekommen; nach massiver Kritik wurde bei den Klinikmitarbeitern nachgezogen.

    Jetzt soll die Prämie nur auf das Klinikpersonal begrenzt werden, gestaffelt nach der Anzahl der an Covid-19 infizierten Patienten. "Die Bundesregierung sollte aus den Fehlern des letzten Jahres lernen", sagte Vogler dazu. "Die Prämie muss allen professionell Pflegenden zukommen." Wichtig sei zudem eine faire, schnelle und einfache Auszahlung. Zu prüfen wäre, ob die für die Corona-Prämie vorgesehenen Gelder ein guter Einstieg in eine dauerhaft bessere Vergütung sein könnten."

    9.2.2021 • 17:46 Uhr

    Lockerungen in Ex-Epizentrum New York

    In der Millionenmetropole New York soll es in der Corona-Pandemie weitere Lockerungen geben. Ab Freitag dürften Restaurants, Bars und Cafés ihre Innenräume eingeschränkt wieder öffnen, teilte Gouverneur Andrew Cuomo mit. Der von den Feiertagen rund um den Jahreswechsel angetriebene Anstieg der Neuinfektionen sei vorbei. Zudem sollen Ende des Monats auch die Klassenstufen sechs bis acht wieder Präsenzunterricht bekommen, teilte Bürgermeister Bill de Blasio mit. "Unsere Schulen waren bis jetzt bemerkenswert sicher, wirklich die sichersten Orte in New York", sagte er bei einer Pressekonferenz.

    Die Grundschulen sind bereits seit mehreren Wochen wieder teilweise geöffnet, die Oberstufen müssten allerdings noch ein bisschen warten, kündigte de Blasio an. Mehr als zwei Drittel aller Schüler im öffentlichen Schulsystem der Stadt haben sich allerdings bereits zu Beginn des Schuljahres freiwillig gegen Präsenzunterricht entschieden. Sie lernen von zu Hause aus mit dem Computer. New York war im Frühjahr 2020 das Epizentrum der Corona-Pandemie in den USA. Inzwischen hat sich das Infektionsgeschehen stabilisiert.

    9.2.2021 • 17:44 Uhr

    Osnabrück plant kostenlose Corona-Tests

    Die Stadt Osnabrück will mit einem kostenlosen Testangebot für Corona-Infektionen die Pandemie weiter eindämmen und so auch gegen die Ausbreitung von Virusmutationen vorgehen. In einem geplanten Testzentrum sollen sich Menschen mit vielen beruflichen Kontakten von kommender Woche an auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen können, wie die Stadt mitteilte.

    Berechtigt seien etwa Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler von Abschlussklassen, Beschäftigte in Kitas sowie Angestellte von Lebensmittelmärkten und Imbissen. Auch wer außerhalb Osnabrücks lebe, aber in der Stadt arbeite, könne das Angebot wahrnehmen, hieß es.

    Getestet werden soll mit Antigen-Schnelltests. Pro Woche könnten so laut Stadtverwaltung zwischen 1000 und 1500 Menschen getestet werden. Termine für Abstriche, die an vier Tagen in der Woche genommen werden sollen, werden online angeboten.

    9.2.2021 • 17:42 Uhr

    Scholz: Kulturbranche braucht Perspektive

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat sich mit Blick auf die Pandemie für eine Perspektiv für die Kultur ausgesprochen. Zugleich mahnte er in Berlin zur Vorsicht. "Wir müssen weiter vorsichtig bleiben, die Pandemie ist noch nicht besiegt", erklärte Scholz. Es gehe ihm darum, ein tragfähiges Öffnungskonzept zu entwickeln - "ohne in dieser kritischen Phase der Pandemie das Erreichte zu verspielen". Und weiter: "Ich höre die Sorgen und Nöte der Kulturschaffenden und ich verstehe das Bedürfnis nach Planungssicherheit."

    Deshalb arbeite er an einem Sonderfonds für die Kulturbranche, "der genau dort ansetzt". Scholz äußerte sich in einem Gespräch mit dem Deutschen Kulturrat. Der Kulturrat stellte das Diskussionspapier "Kultur muss wieder ins Spiel. Jetzt Perspektiven schaffen!" vor.

    Die Präsidentin des Deutschen Kulturrates, Susanne Keuchel, betonte, der Kulturbereich, seien es öffentliche Kultureinrichtungen oder kulturelle Bildungseinrichtungen, privatwirtschaftliche Unternehmen sowie Künstlerinnen und Künstler und Kulturvereine, habe in den vergangenen Monaten mit viel Solidarität auf die Erfordernisse der Corona-Pandemie reagiert. Nun seien Perspektiven nötig, "wo die Reise hingeht, damit möglichst zügig mit den Planungen für die Öffnung begonnen werden kann".

    9.2.2021 • 17:38 Uhr

    Kreuzfahrt-Passagiere auf Gran Canaria in Quarantäne

    Nach vier positiven Corona-Fällen an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff 2" sind mehrere Passagiere und Crewmitglieder auf Gran Canaria in Quarantäne. Die Gäste seien am Ende der Reise in der vergangenen Woche positiv auf Covid-19 getestet worden, sagte eine Sprecherin der Reederei Tui Cruises der Nachrichtenagentur dpa in Hamburg. "Die vier Personen wurden umgehend an Bord isoliert und an Land in eine Quarantäne-Unterkunft gebracht." Zudem seien neun Gäste und und elf Mitarbeiter als Kontaktpersonen identifiziert, ebenfalls zunächst an Bord isoliert und dann auf Gran Canaria entsprechend untergebracht worden - trotz negativer Testergebnisse.

    Die Gäste würden dort weiterhin durch Tui Cruises betreut, die Unterkunftskosten der Kontaktpersonen übernimmt die Reederei, die der positiv Getesteten wird den Angaben zufolge über die Auslandkrankenreiseversicherung abgedeckt. Die Passagiere hätten bislang keine oder nur milde Symptome.

    Alle übrigen rund 1000 Gäste seien negativ auf das Coronavirus getestet worden und konnten wie geplant am Freitag nach Hause reisen. Auch die 800 Mitarbeiter des Schiffes blieben ohne positiven Corona-Test.

    Tui-Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 2" | dpa

    Tui-Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 2": Vier Personen wurden nach positiven Corona-Tests an Bord umgehend isoliert und an Land in eine Quarantäne-Unterkunft gebracht. Bild: dpa

    9.2.2021 • 17:34 Uhr

    Bündnis: Corona-Hilfen für Arme unzureichend

    Ein Bündnis von 41 Gewerkschaften und Verbänden hat den von der Regierung in Aussicht gestellten Einmalzuschlag in Höhe von 150 Euro für arme Menschen als "Tropfen auf den heißen Stein" kritisiert. Die Organisationen starteten eine Unterschriftensammlung, "um den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen, endlich armutspolitisch wirksame Soforthilfen auf den Weg zu bringen", wie es in einer Erklärung hieß. 

    Die Corona-Pandemie mit all ihren wirtschaftlichen und sozialen Folgen treffe "die Ärmsten in der Gesellschaft besonders hart", heißt es in dem Appell. Ausgerechnet die Ärmsten müssten seit Beginn der Krise vor fast einem Jahr "noch immer auf angemessene Unterstützung" warten. 

    Das Bündnis fordert die zügige Anhebung der Regelsätze auf mindestens 600 Euro für alle Menschen, die auf existenzsichernde Leistungen wie etwa Hartz IV angewiesen sind. "Denn schon vor Corona fehlte es den Armen an Geld für eine ausgewogene, gesunde Ernährung und ein Mindestmaß an sozialer, politischer und kultureller Teilhabe", kritisierten die Organisationen. 

    Darüber hinaus brauche es statt einer Einmalzahlung für die Dauer der Krise einen pauschalen Mehrbedarfszuschlag in der Grundsicherung von 100 Euro pro Kopf und Monat, um zusätzliche Corona-bedingte Kosten auszugleichen. Schließlich fordern die Organisationen "für die Dauer der Krise ein Verbot von Zwangsräumungen und die Aussetzung von Kreditrückzahlungen, um einkommensarme Menschen vor Corona-bedingtem Wohnungsverlust und Existenznot zu schützen.

    9.2.2021 • 17:17 Uhr

    Fast 117-jährige Französin übersteht Corona-Infektion

    Sie gilt als die älteste Frau Europas - und hat mit fast 117 Jahren eine Corona-Infektion überstanden: Die französische Ordensschwester André, mit bürgerlichem Namen Lucile Randon. "Ich hatte keine Angst", sagte sie dem Fernsehsender BFM-TV. Denn der Tod schrecke sie nicht. Schwester André feiert am Donnerstag ihren 117. Geburtstag.

    In ihrem Altenheim im südfranzösischen Toulon war es im Januar zu einem Corona-Ausbruch gekommen, mehr als 80 Hochbetagte wurden positiv auf das Virus getestet - auch die Ordensfrau.  Allerdings konnte das Virus ihr wenig anhaben. "Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich es hatte", sagte sie der Lokalzeitung "Var-Matin". Denn die Nonne des französischen Vinzentinerinnen-Ordens blieb ohne Symptome.

    9.2.2021 • 17:09 Uhr

    Sonderzahlungen für Hartz-IV-Empfänger und Familien

    Die Große Koalition hat den Corona-Zuschuss von 150 Euro für Empfänger von Grundsicherung und weitere Hilfen in der Pandemie auf den Weg gebracht. Den Zuschuss erhalten Erwachsene, die im Mai 2021 einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld haben.

    Das auf den Weg gebrachte Sozialschutz-Paket III sieht auch vor, dass der geltende vereinfachte Zugang zur Grundsicherung verlängert wird. Vermögen bis zu 60.000 Euro sollen von vorneherein verschont bleiben, auch die Höhe der Wohnkosten wird nicht geprüft. Für ärmere Schüler soll der Wegfall gemeinschaftlicher Mittagsverpflegung ausgeglichen werden. Soziale Dienstleister sollen weiterhin finanziell unterstützt werden. Diese und weitere Regelungen waren beim Koalitionsausschuss von Union und SPD vergangene Woche beschlossen worden.

    Ebenfalls beschlossen wurde laut Finanzministerium der erneute Kinderbonus, den alle Bezieher von Kindergeld erhalten sollen. Einen solchen Bonus von damals 300 Euro hatte es wegen der Erschwernisse durch die Corona-Krise für Familien bereits im vergangenen Jahr gegeben.

    9.2.2021 • 16:30 Uhr

    Kreise: Merkel will Lockdown bis 1. März verlängern

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich gegen Lockerungen der Corona-Auflagen vor dem 1. März ausgesprochen. "Wir würden nichts gewinnen, wenn wir jetzt vorzeitig aus dem Lockdown rausgehen", sagte Merkel laut Teilnehmern in der Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin. Anfang März könnten dann erste Öffnungsschritte erfolgen - zunächst bei Kitas und Grundschulen, im Einzelhandel und bei Frisören. Diese Öffnungen könnten aber nur unter Auflagen erfolgen.

    Eine rasche Öffnung würde die Gefahr bergen, "dass die Infektionszahlen ganz schnell wieder hochgehen", wurde Merkel von Teilnehmern gegenüber der Nachrichtenagentur AFP zitiert. Wenn die derzeitigen Auflagen bis zum 1. März fortgeführt würden, könne womöglich verhindert werden, dass es später noch einen weiteren Lockdown geben müsse, sagte Merkel den Angaben zufolge.

    Merkel sagte demnach weiter, sie wisse "um die schwierige Lage, um die großen Herausforderungen gerade für Kinder, Familien und den Einzelhandel". Dennoch dürfe nun nicht zu früh gelockert werden. Merkel und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder beraten am Mittwoch über die nächsten Schritte in der Corona-Politik. Auf der Tagesordnung steht neben der Lockdown-Verlängerung auch eine längerfristige Öffnungsperspektive: Sie soll aufzeigen, wie bei einem weiteren Sinken der Infektionszahlen eine schrittweise Rückkehr zur Normalität aussehen könnte.

    9.2.2021 • 16:28 Uhr

    Biden: Lehrer sollten vorrangig geimpft werden

    US-Präsident Joe Biden spricht sich dafür aus, Lehrer vorrangig impfen zu lassen. Biden wolle sich in der Frage jedoch auf den Rat von Wissenschaftlern für eine umfassende Wiedereröffnung der Schulen verlassen, teilt das US-Präsidialamt mit. Es wird damit gerechnet, dass die US-Seuchenbehörde CDC noch im Laufe der Woche Richtlinien für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichtes veröffentlichen wird.

    9.2.2021 • 16:27 Uhr

    Israel: Knapp drei Prozent der Corona-Toten waren geimpft

    In Israel waren weniger als drei Prozent der Corona-Toten im vergangenen Monat vorher gegen das Coronavirus geimpft. Das teilte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit. Mehr als 97 Prozent der nach einer Infektion gestorbenen Menschen seien nicht gegen das Virus geimpft gewesen.

    9.2.2021 • 16:12 Uhr

    Brinkhaus kritisiert Scholz wegen stockenden Firmenhilfen

    CDU/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus hat die schleppende Auszahlung der Überbrückungshilfen III kritisiert. "Das ist ein Zustand, der ist sehr schwierig für die Betroffenen", sagt der CDU-Politiker. Man werde mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier reden, wie man die Auszahlung sehr beschleunigen könne. "Zur Wahrheit gehört aber auch: Es besteht eine erhebliche Verantwortung von Olaf Scholz", sagt er zum SPD-Finanzminister. Das Finanzministerium baue "dauernd neue bürokratische Hürden" auf. "Das ist für uns nicht akzeptabel." Scholz soll nun "konstruktiv" mitarbeiten.

    9.2.2021 • 15:46 Uhr

    WHO-Experten: Fledermaus-These am wahrscheinlichsten

    Vier Wochen lang haben WHO-Experten nach dem Ursprung des Coronavirus in Wuhan gesucht. Jetzt äußerten sich die Wissenschaftler erstmals öffentlich - und präsentierten ihre Forschungsergebnisse.

    9.2.2021 • 15:41 Uhr

    Bundesverfassungsgericht: Mehr als 880 Verfahren mit Corona-Bezug

    Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verzeichnet bereits mehr als 880 Verfahren mit Bezug zur Corona-Pandemie. Gerichtspräsident Stephan Harbarth sagte der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf, er erwarte weitere Verfahren unter anderem zur Impfreihenfolge. Er wies darauf hin, dass viele bislang ergangene Urteile Eilentscheidungen auf vorläufiger Basis seien.

    "Ihr Ausgang ist durch die vorangegangenen Eilentscheidungen nicht vorausbestimmt", sagte Harbarth. In der Pandemie seien die Gerichte mit einer Flut von zusätzlichen Verfahren konfrontiert. Sie erfüllten ihre Aufgaben unter sehr erschwerten Bedingungen sehr gut, sagte der Präsident des Bundesverfassungsgerichts.

    9.2.2021 • 15:39 Uhr

    Abschlagszahlungen für Überbrückungshilfe III noch im Februar geplant

    Erste Abschlagszahlungen für die Überbrückungshilfe III - also Zuschüsse zu den Fixkosten von Unternehmen - sollen noch im Februar erfolgen. Das geht aus einem Dokument für die Bund/Länder-Beratungen zur Corona-Krise am Mittwoch hervor. Bis zu 100.000 Euro je Monat seien dabei für Firmen möglich.

    9.2.2021 • 15:38 Uhr

    WHO dringt angesichts neuer Covid-Varianten auf raschere Impfungen

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dringt auf die schnelle Impfung möglichst vieler Menschen gegen das Corona-Virus. Es gebe Belege, wonach die bislang entwickelten Impfstoffe gegen neue Varianten des Erregers weniger wirksam seien, erklärte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Deshalb müsse die Zahl der weltweit Geimpften rascher steigen. Auch die bisherigen Tests und Medikamente gegen die Krankheit seien möglicherweise weniger effektiv angesichts der Mutationen, sagte Tedros.

    Seinen Angaben zufolge sind drei Viertel der bislang verteilten 130 Millionen Dosen Vakzin nur Menschen in zehn Ländern zugutegekommen, die meisten davon seien reiche Staaten. In fast 130 armen Ländern mit 2,5 Milliarden Menschen sei noch keine einzige Immunisierung vorgenommen worden. Der WHO-Chef rief die Staatengemeinschaft auf, die finanzielle Lücke in dem internationalen Medizin-Programm gegen Covid-19 zu schließen.

    9.2.2021 • 15:29 Uhr

    Israels Impfkampagne stockt

    Der Lockdown hat in Israel kaum etwas gebracht. Deshalb setzt die Regierung jetzt voll auf die Impfkampagne, um Corona in den Griff zu bekommen. Doch das Interesse an Impfungen lässt nach, was die Regierung vor große Probleme stellt.

    9.2.2021 • 15:24 Uhr

    Bund plant 1,5 Milliarden mehr für weltweite Corona-Eindämmung

    Die Bundesregierung will für die weltweite Bekämpfung der Corona-Pandemie zusätzlich 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Das geht aus einer Vorlage des Finanzministeriums für den Haushaltausschuss des Bundestages hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Demnach sind 620 Millionen Euro für Impfdosen für Entwicklungsländer und 100 Millionen Euro für Impfstoffe zur Abgabe für humanitäre Zwecke vorgesehen.

    Weiteres Geld fließt in die Impfstoffforschung, die Therapeutik, die Diagnostik und zur Unterstützung von Gesundheitssystemen. Damit werde die multilaterale Plattform "Access to COVID-19 Tools Accelerator" (ACT-A) "als wesentliches Instrument zur weltweiten Eindämmung der Pandemie gestärkt".

    9.2.2021 • 15:04 Uhr

    Belgien: Impfstoff von AstraZeneca nur für unter 55-Jährige

    Belgien setzt die im Lauf des Februars erwarteten 443.000 Dosen des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca nur bei Menschen unter 55 Jahren ein. Von einem Einsatz bei Älteren riet die zuständige Behörde ab, da keine Daten über die Wirksamkeit des Vakzins bei ihnen vorlägen. Belgien überarbeitete deshalb seine Impfstrategie. Impfstoff von AstraZeneca werde nun vorrangig an Mitarbeiter im Gesundheitswesen unter 55 sowie an Bewohner und Personal von Pflegeeinrichtungen in dieser Altersgruppe verabreicht, teilte die Impf-Task-Force mit.

    Auch Menschen aus Hochrisikogruppen mit bestimmten Erkrankungen und Polizeibeamte im praktischen Einsatz bekämen den Impfstoff angeboten. Menschen ab 55 erhielten weiterhin die beiden anderen in der EU zugelassenen Vakzine, jene von BioNTech/Pfizer und von Moderna. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission den AstraZeneca-Impfstoff für Personen zwischen 18 und 64 Jahren.

    9.2.2021 • 14:59 Uhr

    Niedersachsen: Corona-Mutanten "auf dem Vormarsch"

    Die Ansteckungen mit Coronavirus-Varianten in Niedersachsen nehmen zu. Die Vize-Leiterin des Krisenstabs, Claudia Schröder, erklärte, die Mutanten seien "auf dem Vormarsch". "Ganz offensichtlich gibt es eine steigende Tendenz", sagte sie in Hannover. Insgesamt sei der Anteil an den Infektionen aber noch gering. Das Robert Koch-Institut gehe davon aus, dass etwa fünf Prozent der Corona-Fälle auf Mutanten zurückgehen.

    Hinweise, dass Niedersachsen stärker betroffen sein könnte als andere Bundesländer, habe das Landesgesundheitsamt nicht. Es seien auch nicht alle Regionen in Niedersachsen gleichermaßen betroffen. Ein genaues Bild über die Ausbreitung in Niedersachsen fehlt der Landesregierung weiterhin. "Wir wissen noch nicht ganz genau, wie die Mutationen sich hier ausgebreitet haben, wie aggressiv sie sind und wie stark sie den sogenannten R-Wert verändern werden", sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen. Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter statistisch gesehen ansteckt.

    Die Ausbreitung der Mutanten hat nach Worten des Krisenstab-Leiters Heiger Scholz auch Einfluss darauf, ob eine dritte Corona-Welle mit erneut stark steigenden Infektionszahlen droht. "Wenn die südafrikanische Variante dominant werden sollte, bei der zweifelhaft ist, ob und welche Impfstoffe wirken, dann kriegen wir ganz andere Entwicklungen als wir das gegenwärtig haben", sagte Scholz.

    9.2.2021 • 14:56 Uhr

    Litauen: Nein zu russischem Impfstoff

    Litauens Regierungschefin Ingrida Simonyte hat sich grundsätzlich gegen eine Anwendung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V in dem baltischen EU-Land ausgesprochen. Das litauische Impfstoff-Portfolio bestehe aus mehreren Präparaten von westlichen Herstellern, die bereits zugelassen sind oder vor einer Zulassung stehen. Daher müsse der Kauf von in Russland hergestellten Impfstoffen nicht in Betracht gezogen werden, sagte Simonyte im litauischen Rundfunk. Die Impfung der drei Millionen Einwohner Litauens werde durch die gemeinsame Impfstoffbeschaffung mit anderen EU-Ländern sichergestellt.

    Simonyte warf Moskau vor, mit Sputnik V Geopolitik zu betreiben. "Die Bemühungen, den Impfstoff europäischen Ländern und anderen Staaten anzubieten, wenn die Menschen in Russland selbst noch nicht alle geimpft sind, scheinen ein weiteres geopolitisches Spiel zu sein. Daran habe ich keine Zweifel", sagte die litauische Regierungschefin. Sie hatte Sputnik V zuvor bereits auf Twitter als "eine weitere Hybridwaffe zum Teilen und Herrschen" bezeichnet. Dies wurde von der russischen Botschaft in Vilnius scharf kritisiert.

    9.2.2021 • 14:37 Uhr

    Mutationen in Tirol: Ausreise zunächst nur noch mit Test

    Österreich verhängt im Kampf gegen eine Ausbreitung der Corona-Mutationen nun doch schärfere Maßnahmen in Tirol. Aus dem Bundesland sei - von Osttirol abgesehen - vom kommenden Freitag an für zehn Tage eine Ausreise nur noch mit negativem Corona-Test möglich, sagte Kanzler Sebastian Kurz in Wien.

    9.2.2021 • 14:30 Uhr

    Fast 30 Prozent mehr Sterbefälle bei Menschen über 80

    Auch im Januar haben die Sterbefallzahlen in Deutschland über dem Durchschnitt der Vorjahresmonate gelegen. Nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes starben in diesem Januar 103.804 Menschen, 18 Prozent mehr als durchschnittlich im Januar der vier Vorjahre. Zurückzuführen sei dies auf eine Zunahme von Sterbefällen in der Altersgruppe ab 80 Jahren. Bei ihr sei die Zahl um 29 Prozent gestiegen. Bei den Menschen unter 80 Jahren liege das Plus bei 4 Prozent.

    Ein Vergleich mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Covid-19-Todesfälle sei derzeit bis einschließlich 10. Januar möglich, erklärte das Bundesamt. In der ersten Kalenderwoche des neuen Jahres seien 4881 Menschen mehr als im Durchschnitt der vier Vorjahre gestorben, registriert worden seien zugleich 4966 Covid-19-Todesfälle, 375 Fälle weniger als noch in der Vorwoche.

    Einen Höchststand habe die Zahl der bestätigten Covid-19-Todesfälle kurz vor dem Jahreswechsel in der Woche zwischen dem 21. bis 27. Dezember mit 5453 Fällen erreicht. Auch bei den gesamten Sterbefallzahlen habe das Plus im Vergleich zu den Vorjahren in dieser Woche mit 6620 einen Höchststand erreicht.

    Auffällig sei die Entwicklung weiterhin vor allem in Sachsen, erklärte das Bundesamt. In der ersten Woche des neuen Jahres hätten die Sterbefallzahlen dort 77 Prozent oder etwa 887 Fälle über dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020 gelegen. Thüringen verzeichnete demnach ein Plus von 55 Prozent (334 Fälle), Brandenburg von 53 Prozent (353 Fälle), Sachsen-Anhalt von 39 Prozent (273 Fälle) und Hessen von 34 Prozent (468 Fälle).

    9.2.2021 • 14:28 Uhr

    Dobrindt für Zulassung von Impfstoffen aus Russland und China

    Angesichts der Impfstoff-Knappheit plädiert CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt für eine Prüfung der Vakzine aus Russland und China in Deutschland. Er verstehe nicht, wieso man nicht diesen Weg gehen sollte, sagte er am Dienstag in Berlin mit Blick auf die Zuständigkeit der EU für die Impfstoff-Zulassung. Man könne die Daten auch der EU zur Verfügung stellen. Für den russischen Impfstoff Sputnik V ist bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA bereits die Zulassung beantragt worden. Kritiker hatten der EU-Behörde unnötig lange Prüfungen vorgeworfen.

    Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, hatte am Montag betont, dass man eine nationale Notfallzulassung wie etwa in der USA und Großbritannien für Impfstoff ablehne. Der richtige Weg sei eine reguläre Zulassung auf europäischer Ebene.

    Dobrindt kritisierte dagegen den langen Verfahrensweg und betonte, dass sich ein nationales Vorgehen und europäischer Ansatz nicht widersprechen müssten. Er verwies zudem darauf, dass Gesundheitsminister Jens Spahn für 400 Millionen Euro ein Medikament zur Corona-Behandlung im deutschen Alleingang beschafft habe. Wenn die EU bei der Impfstoffbeschaffung "ein langsamer Tanker" bleibe, müsse man national agieren, forderte der CSU-Politiker.

    9.2.2021 • 14:16 Uhr

    Verband appelliert an Politik: "Rettet das Schwimmen!"

    Der neue Präsident des Deutschen Schwimm-Verbandes, Marco Troll, hat in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Landesregierungen appelliert, "die Schwimmbäder und damit das gesamte Kulturgut Schwimmen in Deutschland zu retten". In dem Schreiben vom 3. Februar, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, weist das Verbandsoberhaupt eines der größten deutschen Sportverbände auf die Schwierigkeiten im Lockdown hin.

    "Kurzfristig freue ich mich natürlich, dass der Lockdown endlich die erhoffte Wirkung zeigt und der Inzidenzwert zuletzt deutlich gesunken ist", sagte Troll in einem Interview von heute. "Was mir jedoch insbesondere als DSV-Präsident aktuell große Sorgen bereitet, sind die langfristigen Auswirkungen der Pandemie für unseren Sport und die Gesellschaft." Es müssten "jetzt Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, die uns davor bewahren, langfristig vor Problemen zu stehen, die wir nicht mehr lösen können".

    "Wir steuern auf eine Situation zu, in der wir nicht nur einen Jahrgang verlieren, der im letzten Jahr aufgrund des Lockdowns nicht schwimmen lernen konnte, sondern auf die Tatsache, dass Generationen von Kindern in Deutschland überhaupt keine Chance mehr haben, Schwimmen zu lernen und den Lebensraum Wasser ohne Gefahr für Leib und Leben zu nutzen – weder jetzt noch zukünftig", sagte Troll. "Wasserfläche war schon immer knapp, doch durch die pandemiebedingten Sparmaßnahmen der Kommunen werden Schwimmbäder nun oftmals langfristig geschlossen, denn Schwimmbäder kosten Geld. Diese Entwicklung muss unter allen Umständen gestoppt werden."

    9.2.2021 • 14:06 Uhr

    Amtsärzte warnen vor dritter Pandemiewelle

    Die deutschen Amtsärzte befürworten eine Lockdown-Verlängerung, weil sonst eine dritte Welle der Corona-Pandemie anrollen könnte. "Wir müssen mit den Corona-Infektionszahlen weiter deutlich nach unten. Andernfalls droht uns eine neue dritte Pandemiewelle, die unser Gesundheitssystem überfordern könnte", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der deutschen Amtsärzte, Ute Teichert, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vor den Bund-Länder-Beratungen an diesem Mittwoch. Besonders die neuen Varianten des Coronavirus, die wahrscheinlich ansteckender sind, machten Sorgen.

    Als Ziel gab Teichert die geringen Corona-Zahlen vom Sommer aus. "Wir müssen unter zehn Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner in der Woche." Heute war diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit mehr als drei Monaten unter der Schwelle von 75 gesunken, wie das Robert Koch-Institut (RKI) berichtete.

    9.2.2021 • 13:49 Uhr

    Schweden will Fernverkehr mit Bus und Bahn einschränken

    Die schwedische Regierung will im Kampf gegen das Coronavirus den Fernverkehr mit Bus und Bahn beschränken. Auf Reisen mit einer Entfernung von über 150 Kilometern soll die Anzahl der Passagiere in Bussen und Zügen begrenzt werden, wie Sozialministerin Lena Hallengren in Stockholm sagte. Die Maßnahme solle nach einer kurzen Prüfung durch die Behörden an diesem Sonntag in Kraft treten und voraussichtlich bis Mai gelten. Der öffentliche Nahverkehr ist davon nicht betroffen.

    Nach Angaben von Infrastrukturminister Tomas Eneroth schlägt die Regierung vor, dass auf Strecken jenseits der besagten 150 Kilometer nur noch die Hälfte der Sitzplätze in Bussen und Bahnen besetzt werden darf. Rückwirkend soll die Maßnahme nicht gelten - das heißt, dass bereits gebuchte Fahrten wie geplant stattfinden können, auch wenn dadurch die maximale Passagierzahl überschritten wird. Hallengren wies darauf hin, dass öffentliche Verkehrsmittel zugleich ein Risikogebiet für Infektionen seien und eine äußerst wichtige Funktion für die Gemeinschaft hätten.

    9.2.2021 • 13:46 Uhr

    RKI: Erste Folgeerhebung zu Virus-Varianten läuft

    Zur Verbreitung ansteckenderer Corona-Varianten in Deutschland läuft in dieser Woche eine weitere Erhebung. Die PCR-Tests auf Virusvarianten bei mehreren Zehntausend positiven Corona-Proben würden nun zum ersten Mal wiederholt, teilte eine Sprecherin des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin auf Anfrage mit. "Wir erwarten einen Anstieg des Varianten-Anteils." Wann die Daten veröffentlicht werden, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

    Am Freitag hatte das RKI einen ersten Bericht vorgelegt, wonach die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7 in einer Stichprobe mit rund 30.000 Proben von vorletzter Woche knapp sechs Prozent der Fälle ausmacht. RKI-Chef Lothar Wieler hatte zunächst drei Folge-Erhebungen in Laboren im Zwei-Wochen-Takt angekündigt.

    9.2.2021 • 13:43 Uhr

    Schneefall in Großbritannien bremst Impfkampagne

    In Großbritannien erschweren massive Schneefälle die Impfkampagne gegen das Coronavirus. Mehrere Impfzentren mussten wegen der Wetterbedingungen geschlossen bleiben, etwa in den Städten Ipswich und Colchester im Osten Englands. Auch mehrere Schulen, die noch für Notbetreuung während der Pandemie geöffneten waren, blieben geschlossen.

    Besonders schwer von heftigen Schneefällen waren England und Schottland sowie Teile Nordirlands betroffen. Die britische Wetterbehörde setzte die Warnstufe für diese Regionen wegen erwarteter Verkehrsbehinderungen und Glatteis herauf. Im Norden und Osten des Vereinigten Königreichs wurden bis zu 15 Zentimeter Schnee erwartet.

    9.2.2021 • 13:40 Uhr

    Kabinett billigt Corona-Zuschlag für 3,8 Mio Bedürftige

    Die Bundesregierung hat den in der Koalition vereinbarten Corona-Zuschlag von 150 Euro für Bezieher der Grundsicherung für Arbeitslose, Ältere und Behinderte auf den Weg gebracht. Das Kabinett billigte den Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Regierungskreisen erfahren hat. Bundestag und Bundesrat müssen dem sogenannten Sozialschutzpaket III noch zustimmen. Ausgezahlt wird der Zuschlag erst im Mai, wie aus dem Gesetzentwurf hervorgeht. Rund 3,8 Millionen Erwachsene sollen ihn erhalten. Die Kosten, die der Bund übernimmt, werden auf 575 Millionen Euro beziffert.

    9.2.2021 • 13:38 Uhr

    Bundesregierung plant weitere rund 6,2 Milliarden für Impfstoff ein

    Die Bundesregierung plant weitere rund 6,2 Milliarden Euro zur Beschaffung von Impfstoff ein. Dies sieht eineVorlage des Finanzministeriums für den Haushaltsausschuss des Bundestages vor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Zusammen mit bereits bewilligten Mitteln stünden damit in diesem Jahr knapp 8,9 Milliarden Euro für die zentrale Beschaffung von Impfstoff zur Verfügung. Das Bundesgesundheitsministerium "beabsichtigt, damit insgesamt bis zu 635,1 Mio. Impfdosen zu beschaffen", heißt es in der Vorlage für den Ausschuss, der zustimmen muss.

    9.2.2021 • 13:33 Uhr

    Sachsen will Grundschulen und Kitas ab 15. Februar öffnen

    Sachsen will Grundschulen und Kitas vom kommenden Montag an in einem eingeschränkten Betrieb wieder öffnen. Für Grundschüler soll jedoch die Schulbesuchspflicht vorerst aufgehoben werden, kündigte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) nach der Kabinettssitzung in Dresden an. Eltern könnten damit selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken. Im Interesse der Kinder und auch der Familien habe man sich zu diesem Schritt entschlossen. Die Hygienemaßnahmen würden weiter hochgehalten.

    Die Regelung soll sachsenweit gelten - auch für jene Landkreise, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit noch bei mehr als 100 liegt. Eingeschränkter Regelbetrieb für Grundschulen und Kitas bedeutet die strikte Trennung von Gruppen und Klassen mit festen Bezugspersonen. "Die Kinder sollen auch außerhalb der Gruppen- und Klassenräume auf dem Gelände der Einrichtung nicht aufeinander treffen", hieß es. Eine entsprechende Regelung gab es bereits beim Lockdown im Frühjahr 2020.

    9.2.2021 • 13:30 Uhr

    Umfrage: Deutsche wollen sich mit Flugreisen Zeit lassen

    Die meisten Deutschen planen auch nach einem Abebben der Corona-Krise kurzfristig keine Flugreise. Das geht aus repräsentativen Umfragedaten des Marktforschungsunternehmens Dynata hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen. Dabei wurden die Teilnehmer Anfang Februar nach ihren Reiseplänen befragt, wenn die Bundesregierung mit Blick auf die Corona-Lage Entwarnung geben würde. 13,4 Prozent der Befragten sagten dazu, sie würden sich auch nach diesem Signal zur Rückkehr zur Normalität noch sieben bis zwölf Monate Zeit lassen, um eine Flugreise anzutreten. 21,0 Prozent gaben an, sie würden sogar mehr als ein Jahr verstreichen lassen. 22 Prozent planen, keine Maschine zu besteigen.

    9.2.2021 • 13:27 Uhr

    Thüringer Landesregierung beschließt Stufenplan

    Thüringens Landesregierung hat einen Stufenplan beschlossen, der Wege aus dem Corona-Lockdown abhängig von den Infektionszahlen aufzeigt. Vorgesehen sind nach dem Konzept, das Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) in Erfurt vorstellte, fünf Stufen. Danach könnten beispielsweise Friseure und Kosmetiker in Thüringen bei strengen Infektionsschutzauflagen bereits bei einer Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner zwischen 100 und unter 200 wieder öffnen.

    Das Konzept soll zunächst dem Landtag vorgelegt werden. Wann es gilt, ist noch offen. Ramelow bekräftigte einen Tag vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) seine Haltung, dass es ein bundesweit einheitliches Regelwerk zum Umgang mit der Pandemie geben sollte. Thüringen weist mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 134,9 nach wie vor den höchsten Infektionswert aller Bundesländer auf.

    Thüringens Ministerpräsident Ramelow (Linke) | dpa

    Thüringens Ministerpräsident Ramelow (Linke) stellte ein Konzept für einen Weg aus dem Lockdown in fünf Stufen vor. Bild: dpa

    9.2.2021 • 13:10 Uhr

    Russland will Sputnik V nicht vor Mai oder Juni in EU liefern

    Russland hält eine Lieferung seines selbst entwickelten Impfstoffs Sputnik V in die Europäische Union nicht vor Mai oder Juni für möglich. Das sagte der Chef des staatlichen Direktinvestmentfonds (RDIF), Kirill Dmitrijew, im russischen Staatsfernsehen Rossija 24. "Die großen Lieferungen in die EU sind erst dann möglich, wenn die Massenimpfungen in Russland beendet werden."

    Der RDIF ist für die internationale Vermarktung von Sputnik V zuständig, der bereits in vielen Ländern zugelassen und im Einsatz ist. Vor dem Einsatz in der EU muss das Präparat noch von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zugelassen werden.

    Die EMA hatte in der vergangenen Woche frühere Angaben Russlands, der Antrag auf Zulassung sei bereits eingereicht, zurückgewiesen. Der Fonds teilte erneut mit, dass die EMA jetzt aber den Antrag angenommen habe. Die russischen Entwickler sehen sich immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, widersprüchliche Angaben zu Sputnik V zu veröffentlichen.

    Der russische Impfstoff "Sputnik V"  | AFP

    Der russische Impfstoff "Sputnik V": Vor dem Einsatz in der EU muss das Präparat noch von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zugelassen werden Bild: AFP

    9.2.2021 • 13:03 Uhr

    Göring-Eckardt: Bundestag soll über Maßnahmen entscheiden

    Die Grünen fordern die Übertragung der Entscheidungsgewalt für die weiteren Corona-Maßnahmen an den Bundestag. Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt verwies darauf, dass insbesondere Kinder immer stärker unter den Folgen der Pandemie litten. Es gehe darum, sehr schnell dafür zu sorgen, dass es Sicherheit in Schulen und Kitas gebe, wenn diese wieder geöffnet werden.

    Göring-Eckardt nannte medizinische Masken für alle, Laptops für Kinder, die noch keines hätten, und das Thema Luftfilter. Darüber hinaus müsse es andere Räume geben, wo Teile von Schulklassen unterrichtet werden, etwa in Museen, Kirchen, Gemeinderäumen.

    Der Bund müsse hier Druck machen und helfen, auch mit einem Fonds, dass die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden. "Wir brauchen einen Perspektivplan", sagte Göring-Eckardt. "Wir sind jetzt in einer Situation, wo wir nicht öffnen, sondern wo wir weiter viele Dinge geschlossen halten müssen." 

    Die Bevölkerung werde das nur durchhalten, "wenn sie weiß, worauf sie hinarbeitet". Die Fraktionschefin warnte, es dürften nicht weiter nur Ad-Hoc-Entscheidungen im Bundeskabinett oder in den Bundesländern getroffen werden. "Wir brauchen jetzt eine einheitliche Perspektive", so Göring-Eckardt.

    9.2.2021 • 12:59 Uhr

    KMK für schrittweise Schulöffnung ab nächster Woche

    Die Kultusminister der Länder sprechen sich bei weiter sinkenden Corona-Zahlen dafür aus, dass die Schulen in Deutschland ab der kommenden Woche schrittweise wieder aufmachen. Einen entsprechenden Beschluss fassten sie am Montagabend in einer Schaltkonferenz, den die Kultusministerkonferenz (KMK) veröffentlichte. "Die negativen Folgen von Schulschließungen für die Bildungsbiografien und die soziale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen müssen begrenzt werden", heißt es in dem Papier. Verwiesen wird darin auf die gesunkenen Corona-Zahlen.

    "Sollte dieser Trend anhalten, sprechen sich die Kultusministerinnen und Kultusminister nachdrücklich dafür aus, dass über die Abschlussklassen hinaus auch die unteren Jahrgänge, beginnend ab dem 15.2.2021, in den eingeschränkten Regelbetrieb gemäß den Vorschriften des jeweiligen Landes, zum Beispiel in den Wechsel- oder Präsenzunterricht gehen dürfen", heißt es weiter.

    Erwähnt wird mit Blick auf mögliche Lockerungen auch der Stufenplan der KMK von Anfang Januar. Dieser empfiehlt, dass der Schulbetrieb je nach Infektionslage beginnend mit den Grundschülern schrittweise wieder aufgenommen wird. Anschließend sollen ältere Schüler zunächst im Wechselmodell zurück an die Schulen.

    9.2.2021 • 12:39 Uhr

    Verlage: Anzeigen kommen nicht mehr voll zurück

    Zeitungsverlage in Deutschland rechnen nach dem Einbruch im Anzeigengeschäft im Corona-Jahr 2020 nicht mehr mit einer vollständigen Rückkehr des Anzeigenvolumens. Das geht aus einer Umfrage des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) hervor. Demnach gehen 92 Prozent der an der Befragung beteiligten Verlage davon aus, dass das Geschäft mit Annoncen nicht mehr vollständig zurückkommt. Durchschnittlich seien im vergangenen Jahr im Vergleich zum Jahr 2019 die Werbeerlöse im Print um 21 Prozent zurückgegangen.

    Zugleich gibt es einen positiven Trend: Die Digital-Geschäfte wachsen. Die Medienhäuser rechnen künftig mit einem deutlichen Anstieg. An der Befragung "Trends der Zeitungsbranche 2021" hatten sich 67 Verleger und Geschäftsführer, 32 Chefredakteure und 30 Digitalpublisher beteiligt. Sie repräsentieren nach Auflage gut die Hälfte (59 Prozent) der Tageszeitungen in Deutschland. Die Umfrage in Kooperation mit der Unternehmensberatung Schickler wurde zum siebten Mal veröffentlicht.

    9.2.2021 • 12:37 Uhr

    Urteil: Keine Ferienwohnungen für Geimpfte in MV

    Besitzer von Ferienwohnungen in Mecklenburg-Vorpommern dürfen laut einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Greifswald Gäste auch dann nicht beherbergen, wenn diese gegen Covid-19 geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind. Das Gericht begründete das Urteil unter anderem damit, dass es derzeit keine hinreichend gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse dahingehend gebe, dass durch Geimpfte oder Genesene keine Übertragung des Corona-Virus mehr erfolgen könne (Az. 4 B 122/21 HGW).

    Die Antragssteller stammen aus Nordrhein-Westfalen und haben dem Gericht zufolge Ferienwohnungen im Ostseebad Heringsdorf auf Usedom. Sie wollten den Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald dazu verpflichten, ihnen eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen. Die Corona-Verordnung von Mecklenburg-Vorpommern verbietet Besitzern von Ferienwohnungen die Beherbergung von Gästen. An dieser Regelung gibt es laut Gericht keine ernsten Zweifel.

    9.2.2021 • 12:02 Uhr

    Zusätzliche Kältehilfe-Plätze für Obdachlose in Berlin

    Die Berliner Kältehilfe hält derzeit 1426 Plätze für Obdachlose bereit - so viele wie noch nie. "Es ist eine neue Marke, sie ist aber auch nötig, weil sich die Bedingungen erheblich verschärft haben", sagte der Sprecher der Sozialverwaltung, Stefan Strauß, der Nachrichtenagentur dpa. Durch die Corona-Pandemie seien viele Möglichkeiten, sich aufzuwärmen oder Geld zu verdienen, weggefallen. Hinzu käme jetzt auch noch die extreme Kälte. Von den mehr als 1400 Plätzen seien 624 Plätze täglich rund um die Uhr nutzbar, sagte Strauß. In diesen Einrichtungen werde auch eine Sozialberatung angeboten. 

    9.2.2021 • 11:52 Uhr

    Müller: Lockerungsperspektive aufzeigen, aber mit Vorsicht

    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) dringt vor dem Bund-Länder-Treffen auf eine Perspektive für mögliche Lockerungen des Corona-Lockdowns, mahnt aber zu großer Vorsicht. Man müsse "einerseits sensibel weitermachen mit dem eingeschlagenen Weg, um noch mehr zu erreichen, andererseits aber auch schon deutlich machen, wenn es losgeht mit den Öffnungen, wo geht es dann los und in welchen Schritten?", sagte der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) im Deutschlandfunk. Es sei richtig, unterschiedliche Szenarien vorzubereiten, zu schnelle Öffnungen würden die Inzidenzzahlen aber wieder rasch in die Höhe schnellen lassen, mahnte Müller. Besonders angesichts der bislang schwierig einzuschätzenden Virus-Mutationen sei bei den ersten Öffnungsschritten Vorsicht geboten.

    9.2.2021 • 11:50 Uhr

    Laschet: Stehen trotz sinkender Zahlen an kritischem Punkt

    Trotz sinkender Corona-Neuinfektionszahlen steht das Land nach Worten von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) immer noch "an einem kritischen Punkt der Pandemie". Zwar habe sich die Zahl der Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner und sieben Tage seit dem 13. Januar in NRW halbiert, sagte Laschet in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags. Allein die Zahlen spiegelten die Realität aber nicht wider. Viele Menschen seien in Existenznot geraten. Die Pandemie habe soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen, die in den Blick genommen werden müssten.

    Nach Angaben des Landeszentrums für Gesundheit Nordrhein-Westfalen lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag (0.00 Uhr) bei 70,6.

    9.2.2021 • 11:48 Uhr

    Dobrindt gegen Priorität für Schulen bei Öffnungen

    CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt betont, dass Schulen bei möglichen Öffnungen nicht automatisch Priorität haben sollten. Es gebe ein "nicht unerhebliches Infektionsrisiko in den Schulen", sagt der CSU-Politiker. Öffnungen ab dem 14. Februar halte er ohnehin für zu früh. Bei der Perspektive müsse man aber auch prüfen, ob nicht andere Bereiche mit geringerem Infektionsrisiko wie beispielsweise Frisöre als erstes öffnen sollten. Die Infektionslage könne sich sehr schnell wieder in die andere Richtung entwickeln, warnt Dobrindt.

    9.2.2021 • 11:44 Uhr

    WHO-Experten: Tier als Auslöser weiter nicht identifiziert

    Die Expertenmission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat während ihres mehrwöchigen Aufenthalts in China nicht klären können, wie das neuartige Coronavirus auf den Menschen übergegangen ist. Das Tier, auf das die Übertragung auf den Menschen vermutlich zurückzuführen sei, sei noch nicht gefunden worden, teilten die WHO-Experten und ihre ebenfalls an der Untersuchung beteiligten chinesischen Kollegen bei einer Abschluss-Pressekonferenz in Wuhan mit. 

    Eine Übertragung von Tieren auf den Menschen sei wahrscheinlich, aber "das Erregerreservoir muss noch identifiziert werden", sagte der Leiter des chinesischen Wissenschaftlerteams, Liang Wannian. Hinweise, dass es bereits vor Dezember 2019 Infektionen mit Sars-CoV-2 beim Menschen gab, wurden demnach ebenfalls nicht gefunden. Das Expertenteam der WHO war am 14. Januar in Wuhan eingetroffen. Nach zweiwöchiger Quarantäne besuchten sie dort ab Ende Januar unter anderem das Zentrum für Tierseuchen-Prävention und das Institut für Virologie und sprachen mit Behördenvertretern. 

    9.2.2021 • 11:37 Uhr

    Masken könnten in Autos Pflicht werden

    Autofahrer könnten künftig dazu verpflichtet werden, zwei Masken zum Schutz vor dem Coronavirus in ihrem Fahrzeug dabei zu haben. Wie die "Saarbrücker Zeitung" berichtet, plant das Bundesverkehrsministerium eine "Mitführpflicht" von Mund-Nase-Bedeckungen auch für die Zeit nach der Pandemie. Das gehe aus einer Stellungnahme des Ressorts an den Petitionsausschuss des Bundestages hervor, die der Zeitung vorliege. Das Verkehrsministerium erklärte auf dpa-Anfrage, es prüfe, bei der nächsten Änderungsverordnung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) eine Mitführpflicht von zwei Mund-Nasen-Bedeckungen vorzuschlagen.

    Laut Zeitung will sich das Ministerium an den Regelungen für Warnwesten orientieren. Auch für sie gilt eine "Mitführpflicht", Verstöße können dann mit einem Bußgeld von 15 Euro geahndet werden. In der Stellungnahme heißt es, eine solche Vorgabe sei schneller umzusetzen als Masken für den Verbandskasten vorzuschreiben.

    Der ADAC sieht eine "Mitführpflicht" von Mund-Nase-Bedeckungen auch für die Zeit nach der Corona-Pandemie eher kritisch. "Regelungen finden dann die Akzeptanz der Menschen, wenn sie nachvollziehbar sind und der Regelungsbedarf erkennbar ist", sagte eine Sprecherin. Während der Pandemie werde die Maske notwendigerweise von den Menschen mitgeführt, weil sie diese spätestens beim Tanken oder beim Einkaufen benötigen. Nach Bewältigung der Pandemie erschließe sich der Sinn dagegen kaum.

    9.2.2021 • 11:25 Uhr

    EU verbessert Katastrophenschutz

    Infolge der Corona-Krise haben das EU-Parlament und die EU-Mitgliedsstaaten beschlossen, der EU beim Katastrophenschutz mehr Mittel und Kompetenzen einzuräumen.

    Bislang basierte der Katastrophenschutz auf einem sogenannten Solidaritätsmechanismus, bei dem EU-Staaten in einem Katastrophenfall andere Mitglieder um Hilfe bitten konnten. Der EU kam dabei lediglich eine koordinierende Funktion zu. Beim Ausbruch der Corona-Pandemie blieben Hilferufe nach medizinischer Ausrüstung allerdings weitgehend unbeantwortet, weil alle Mitgliedstaaten ihre eigenen Bestände nicht abgeben wollten.

    In solchen Fällen soll der Einigung zufolge künftig die EU einspringen. Dafür wird beim Katastrophenschutz auch finanziell aufgestockt: Knapp 1,3 Milliarden Euro stammen dabei aus dem EU-Haushalt für die Jahre 2021 bis 2027, weitere zwei Milliarden aus dem Corona-Fonds.

    "Zum ersten Mal wird die EU in der Lage sein, direkt zu beschaffen, was zur Bewältigung einer Krise benötigt wird", lobte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Kompromiss.

    9.2.2021 • 11:18 Uhr

    FDP legt Konzept für Lockerungen vor

    Die FDP hat einen Sieben-Stufenplan vorgelegt, der Lockerungen und Öffnungen im öffentlichen Leben, Handel und für Schulen ermöglichen soll. Bei dem Plan soll das Infektionsgeschehen in einzelnen Regionen ausschlaggebend sein.

    So sollen neben den Fallzahlen pro Woche auch regionale Werte für die Erkrankung der über 50-jährigen, die Belastung der Krankenhäuser, die Verteilung des Infektionsgeschehens und die tatsächlichen Kapazitäten in Gesundheitsämtern eine Rolle spielen.

    "Wir glauben, dass wir den Menschen damit eine Perspektive geben", sagte die gesundheitspolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion, Christine Aschenberg-Dugnus. Bei wechselnden Regeln verlören viele Menschen die Motivation, die Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten. Der Stufenplan soll morgen in den Bundestag eingebracht werden.

    9.2.2021 • 11:13 Uhr

    Norwegen rät bis Mitte April von Auslandsreisen ab

    Das norwegische Außenministerium hat seine Empfehlung, von allen nicht notwendigen Reisen ins Ausland abzusehen, bis zum 15. April verlängert. Ursprünglich galt die Empfehlung bis zum 1. März.

    Die Entscheidung basiere auf mehreren Faktoren, so das Ministerium - etwa die weltweite Infektionslage, die Ausbreitung von Virus-Mutationen oder die Kapazitäten des jeweiligen Gesundheitswesens in anderen Ländern.

    Von der Empfehlung ausgenommen sind lediglich Länder und Regionen im Schengen- und Europäischen Wirtschaftsraum mit geringen Infektionszahlen. Das sind demnach Island, die Färöer-Inseln, Grönland und einige wenige Gebiete in Finnland.

    9.2.2021 • 11:06 Uhr

    Gericht lehnt Entschädigung für Restaurantbetreiber ab

    Greift eine Betriebsschließungsversicherung bei Einbußen wegen der Corona-Maßnahmen? Genau das hatte der Besitzer eines Restaurants aus Neuss gefordert. 24.000 Euro sollte seine Versicherung zahlen - die Leistung für 30 Tage, in denen der Gastrobetrieb aufgrund der Corona-Verordnungen schließen musste.

    Das das Landgericht Düsseldorf lehnte die Klage des Gastwirts ab. Die Begründung: Bei Vertragsabschluss im Jahr 2000 war das Coronavirus nicht im Infektionsschutzgesetz aufgeführt. Der Versicherer müsse nicht für Schäden haften, die durch das Auftreten von Krankheiten und Erregern entstünden, die erst später Inhalt des Gesetzes geworden sind.

    AZ: 9 O 292/20

    9.2.2021 • 10:43 Uhr

    Studie: Stärkere Virus-Ausbreitung durch Demos

    Demonstrationen von Gegnern der Maßnahmen gegen die Pandemie haben nach einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW und der Humboldt-Universität Berlin im November zu einer starken Verbreitung des Virus beigetragen.

    Die Untersuchung stützt sich auf das Infektionsgeschehen in den Landkreisen, in denen auf die Kundgebungen spezialisierte Busunternehmen Fahrten zu den großen Demonstrationsorten Berlin und Leipzig angeboten hatten. Den Angaben nach stieg in diesen Kreisen die Sieben-Tages-Inzidenz stärker an als in Kreisen, in denen die Busunternehmen keine Reisen anboten.

    9.2.2021 • 10:40 Uhr

    Griechische Regierung erwägt Lockdown für Großraum Athen

    Sollten die Infektionszahlen in der griechischen Hauptstadt Athen und der umliegenden Region Attika weiter steigen, zieht Griechenland in Betracht, in dem Gebiet einen erneuten strikten Lockdown anzuordnen. Das sagte der griechische Gesundheitsminister Vassilis Kikilias in einem Fernsehinterview.

    Das Gesundheitssystem sei stark unter Druck und die Analysen zeigten, dass Griechenland in die dritte Welle der Pandemie eintrete, sagte Kikilias. in den Kliniken seien bereits 70 Prozent der Intensivbetten belegt und täglich kämen weitere Patienten hinzu. Der Lockdown könnte ähnlich hart ausfallen wie im vergangenen März: Damals hatten bis auf wenige Ausnahmen wie Supermärkte, Apotheken und Tankstellen alle Geschäfte schließen müssen.

    Noch im laufe des Tages soll der Corona-Krisenstab der Regierung zusammentreten, um über mögliche Maßnahmen zu beraten. In griechischen Medien wurde gemutmaßt, dass der Lockdown sogar schon ab morgen und für mindestens zwei Wochen verfügt werden könnte.

    9.2.2021 • 10:34 Uhr

    Großbritannien verschärft Testpflicht bei Einreisen

    Personen, die nach Großbritannien einreisen, müssen künftig neben einem negativen Corona-Test bei der Ankunft zwei weitere Tests während einer zehntägigen Quarantäne vorlegen. Das teilte das Gesundheitsministerium mit.

    Die Tests sollen demnach an Tag zwei und Tag acht der Quarantäne durchgeführt werden. Für die Kosten müssen Reisende selbst aufkommen. Bereits jetzt muss jeder, der einreist, bei seiner Ankunft ein negatives Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 72 Stunden ist.

    Zwei junge Frauen schieben ihre Koffer über den Flughafen Heathrow. | AP

    Wer nach Großbritannien einreisen will, muss sich künftig dreimal testen lassen. Bild: AP

    9.2.2021 • 10:23 Uhr

    Zahl der Intensivpatienten sinkt

    In deutschen Kliniken werden mittlerweile etwa ein Drittel weniger Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt als Anfang Januar. Diese Zahl nannte der designierte Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

    Bei möglichen Lockerungen müssten Bund und Länder das nötige Augenmaß walten lassen, forderte Gaß. Dabei müsse auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Kliniken im Blick behalten werden. Mit dem Auslaufen der staatlichen Corona-Zahlungen an die Krankenhäuser Ende September und der fast zeitgleich einsetzenden zweiten Welle könne sich inzwischen "kein Krankenhaus in Deutschland mehr darauf verlassen, sicher und wirtschaftlich unbeschadet durch das Jahr 2021 zu kommen".

    9.2.2021 • 09:59 Uhr

    Industrie fordert klare Perspektiven für Wirtschaft

    Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat Bund und Länder aufgefordert , bei ihren morgigen Beratungen "Kurzfristmaßnahmen und Kleinstaaterei in der Pandemiebekämpfung" zu beenden. Stattdessen müssten sie einen verlässlichen Fahrplan mit einheitlichen Kriterien "für eine sichere und faire Öffnung der Wirtschaft, wo immer dies epidemiologisch verantwortbar ist", vorlegen. Es sei nicht nachzuvollziehen, warum Bundesländer mit vergleichbarer Inzidenz verschiedene Maßnahmen treffen würden - etwa bei Impforganisation, Schulschließungen oder Tests.

    9.2.2021 • 09:48 Uhr

    MV startet Verteilung von FFP2-Masken

    In Mecklenburg-Vorpommern werden heute  die ersten von rund 5,2 Millionen FFP2-Masken verteilt. Die Masken sollen laut Landesregierung zuerst im Landkreis Vorpommern-Greifswald ausgegeben werden, dann an der Mecklenburgischen Seenplatte, in Ludwigslust-Parchim und in der Landeshauptstadt Schwerin.

    Innerhalb von zehn Tagen soll jeder Haushalt sechs FFP2-Masken erhalten. Die Zustellung erfolgt über das Logistiknetz der Tageszeitungen in die Briefkästen. |

    9.2.2021 • 09:40 Uhr

    Rückläufige Infektionszahlen in den USA

    Nach Angaben des Johns-Hopkins-Universität wurden in den USA binnen 24 Stunden 86.646 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind fast 48.000 weniger als vor einer Woche. Auch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Ansteckung geht zurück: Sie lag gestern 1465 Fällen innerhalb eines Tages. Am vergangenen Montag hatten die Behörden mehr als 2000 Todesfälle gemeldet.

    Seit dem Ausbruch der Pandemie haben sich in den USA etwa 27 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 465.000 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

    9.2.2021 • 09:33 Uhr

    Lauterbach rechnet mit dritter Welle

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat vor einer dritten Corona-Welle gewarnt. Vor allem die Ausbreitung von Virusmutationen stellt aus seiner Sicht ein großes Risiko dar. Er schätzt, dass Ansteckungen mit Mutanten inzwischen in Deutschland 20 Prozent bei den Infektionen ausmachen. Darum sei es aus seiner Sicht zu früh, den Lockdown zu lockern.

    9.2.2021 • 09:23 Uhr

    Impfstart im Iran

    In einem Krankenhaus in Teheran wurden die ersten Corona-Impfungen im Iran verabreicht. An der im Staatsfernsehen übertragenen Zeremonie anlässlich des Impfstarts nahm auch Präsident Hassan Rouhani teil. Er erinnerte an die Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die infolge einer Corona-Infektion gestorben sind.

    Der Iran nutzt den russischen Impfstoff Sputnik V ein. Im Februar soll das Land im Rahmen der Covax-Initiative zudem 4,2 Millionen Impfdosen des Herstellers AstraZeneca erhalten.

    9.2.2021 • 09:16 Uhr

    Giffey warnt vor "depressiven Verstimmungen und Vereinsamung" bei Kindern

    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat erneut auf eine schnellstmögliche Öffnung von Schulen und Kitas gedrängt. "Wir haben noch etwa zehn Wochen, die wir überbrücken müssen. Da kann man nicht die Antwort geben: Es bleibt alles zu", sagte sie im Interview mit dem NDR.

    Die Belastung für manche Familien sei inzwischen so hoch, dass es Richtung Kindeswohlgefährdung gehe. Gerade in sozialen Brennpunkten zeigten sich bei Schülern teils "depressive Verstimmungen und Vereinsamung". "Dem müssen wir entgegentreten", forderte Giffey.

    9.2.2021 • 09:11 Uhr

    Frankreichs Gesundheitsminister verteidigt Entscheidung gegen Lockdown

    In einem Radiointerview hat der französische Gesundheitsminister Olivier Veran die Entscheidung der Regierung verteidigt, das Land nicht erneut in einen strikten Lockdown zu schicken. Die Infektionszahlen seien dafür stabil genug, so Veran.

    9.2.2021 • 09:06 Uhr

    Hamburg: Infektion mit britischer Mutation in Kita nachgewiesen

    Eine Erzieherin einer Kita im Hamburger Stadtteil Altona hat sich offenbar mit der britischen Mutation des Coronavirus angesteckt. Das habe ein PCR-Test ergeben, teilte das Gesundheitsamt mit. Nun folgen weitere Tests. Etwa 90 Kinder und Mitarbeiter befinden sich nun in Quarantäne.

    9.2.2021 • 08:47 Uhr

    Niedersachsen will weniger Impfdosen auf Reserve halten

    Bundesweit weist Niedersachsen nach Angaben des Robert Koch-Instituts die bislang niedrigste Quote an Erstimpfungen gegen das Coronavirus auf. Das will die Landesregierung ändern und ihre Impfstrategie entsprechend anpassen, wie eine Sprecherin des Sozialministeriums mitteilte. Sie bestätigte damit einen Bericht der "Braunschweiger Zeitung".

    Bisher hat Niedersachsen demnach die Hälfte der gelieferten Impfstoffeinheiten für die notwendige Zweitimpfung zurückgehalten. "Angesichts der Tatsache, dass die Lieferungen nun verlässlicher werden, werden wir diese Reserve ab der nächsten Woche von 50 auf 33 Prozent des eingehenden Impfstoffs reduzieren", so die Ministeriumssprecherin.

    9.2.2021 • 08:39 Uhr

    Britischer Umweltminister warnt erneut vor Mutation

    Der britische Umweltminister George Eustice sieht im Kampf gegen die Ausbreitung der britischen Mutation des Coronavirus die derzeit "größte Herausforderung" für sein Land. Die Mutation dominiere inzwischen in Großbritannien und sei ansteckender als die südafrikanische Variante des Erregers.

    Gleichzeitig zeigte sich Eustice überzeugt, dass alle zugelassenen Impfstoffe auch gegen die britische Mutation wirksam seien.

    9.2.2021 • 08:32 Uhr

    RKI: Fälle aus NRW nicht in täglichen Infektionszahlen enthalten

    In den von den Gesundheitsämtern täglich an das Robert Koch-Institut übermittelten Infektionszahlen sind heute etwa 600 Fälle aus Nordrhein-Westfalen nicht mitberechnet worden. Sie wurden nicht fristgerecht gemeldet, teilte das RKI mit, und werden in die morgige Statistik mit einfließen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sei daher um 0,8 zu niedrig, liege aber immer noch unter 75.

    9.2.2021 • 08:27 Uhr

    Karliczek: Müssen Lage vor Ort entscheiden

    Gestern hatte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek einen Leitfaden vorgestellt, der es Schulen und Kitas möglich machen soll, auch in Pandemie-Zeiten wieder zu öffnen. Es seien Leitlinien, um "in einer sehr fragilen und schwierigen Lage konsequent handeln zu können", sagte die CDU-Politikerin im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF.

    Dabei müsse aber auch immer das Infektionsgeschehen vor Ort beachtet werden, so Karliczek weiter. In den Leitlinien sind keine konkreten Zahlenwerte festgelegt, ab welcher Ansteckungsrate welche Lockerungen möglich sind. Das ist aufgrund der Unterschiede bei der Entwicklung der Pandemie in den Kommunen oder im Vergleich zwischen Stadt und Land auch kaum möglich, führte Karliczek aus. Umso wichtiger sei es, die einzelnen Entscheidungen und Schritte in den Regionen transparent zu gestalten.

    Mit Blick auf die noch nicht angeordneten Schnelltests für Lehrkräfte verwies Karliczek auf eine Arbeitsgruppe, die sich genau mit diesem Thema beschäftige. Sie zeigte sich aber überzeugt, dass die Schnelltests noch in die Leitlinien für Schulen und Kitas eingeführt werden.

    9.2.2021 • 08:15 Uhr

    TUI macht weiter Rekord-Verluste

    Durch die Auswirkungen der Coronakrise hat der Reisekonzern TUI im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember einen Verlust von rund 803 Millionen Euro verzeichnet. Der Umsatz brach um fast 88 Prozent auf 468 Millionen Euro ein.

    Nun hofft der Konzern auf die Urlaubssaison im Sommer. Dafür lägen bislang konzernweit 2,8 Millionen Buchungen vor. Die Preise seien im Schnitt 20 Prozent höher als im Vorkrisen-Sommer 2019. Das Reiseangebot von TUI soll weiterhin 80 Prozent des Sommerprogramms von 2019 erreichen.

    9.2.2021 • 08:06 Uhr

    Deutliches Minus bei deutschen Exporten

    Die deutschen Exporte sind im vergangenen Jahr eingebrochen. Die Ausfuhren sanken im Vergleich zu 2019 um 9,3 Prozent auf 1204,7 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt mit. Es handelte sich demnach um den ersten Rückgang seit 2013 und den kräftigsten seit 2009. Damals gingen die Exporte um 18,4 Prozent zurück.

    Die Importe fielen im vergangenen Jahr ebenfalls so stark wie seit 2009 nicht mehr: um 7,1 Prozent auf 1025,6 Milliarden Euro.

    9.2.2021 • 08:00 Uhr

    Italien: Arzneimittelbehörde hofft auf mehr Impfungen ab Ostern

    Ab Ostern sollen in Italien bis zu zehn Millionen Menschen pro Monat gegen das Coronavirus geimpft werden können. Dieses Ziel setzte Nicola Magrini, der Direktor der Arzneimittelbehörde des Landes AIFA, in einem Zeitungsinterview. Eventuell könnten die Massenimpfungen ab dann in noch größerem Umfang ausgeweitet werden.

    9.2.2021 • 07:51 Uhr

    "Dürfen nicht verspielen, was wir erreicht haben"

    Mit Blick auf die morgigen Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Pandemie mahnt der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek, alle Fakten sorgsam abzuwägen. "Es hat jetzt keinen Sinn, aus der Hüfte herauszuschießen", sagte er im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF.

    "Das Virus gibt uns das Tempo vor", so Holetschek weiter. Natürlich müssten für Lockerungen Perspektiven entwickelt werden, doch das mit Augenmaß. "Keiner in der Wirtschaft wünscht sich, dass wir morgen auf machen und übermorgen wieder zu."

    Der Minister verwies darauf, dass der angestrebte Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner noch lange nicht erreicht sei. Hinzu käme die Unsicherheit durch die Mutationen des Virus.

    9.2.2021 • 07:40 Uhr

    Bericht: In Seoul sollen auch Haustiere getestet werden

    Wenn Hund oder Katze eines Corona-Infizierten in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul ebenfalls Symptome wie etwa Fieber entwickeln, sollen auch sie auf das Virus getestet werden, wie die BBC berichtet.

    9.2.2021 • 07:19 Uhr

    Kinobranche hofft auf Öffnung zu Ostern

    Mehrere Filmverbände haben in einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel die Hoffnung auf ein baldiges Signal geäußert, wann die Film- und Kulturbranche den Betrieb wieder aufnehmen können.

    "Sofern sich die positive Entwicklung des Infektionsgeschehens fortsetzt und die Pandemie auch mit Mutationen beherrschbar bleibt, wäre für uns eine Öffnung zu Ostern sehr wichtig", heißt es in dem Schreiben mehrerer Kino- und Verleihverbände.

    Die Verfasser des Briefes äußerten Verständnis dafür, dass bei Lockerungen Schulen und Kitas Vorrang hätten. Sollten Handel und Gastronomie jedoch vor Kultureinrichtungen und Kinos wieder öffnen dürfen, wäre das aus Sicht der Verbände "nicht begreiflich und auch rechtlich äußerst fragwürdig".

    9.2.2021 • 06:58 Uhr

    Fauci warnt vor späterer Zweit-Impfung

    Der führende US-Immunologe Anthony Fauci hat davor gewarnt, die zweite notwendige Corona-Impfdosis zu verzögern, um so mehr Menschen zügiger mit der ersten Dosis impfen zu können. das erhöhe das Risiko, dass die Zahl möglicherweise gefährlicher Mutationen des Virus zunehme.

    Durch eine spätere zweite Impfung könne die Immunabwehr des Körpers schwächer ausfallen, sodass sich Mutationen leichter durchsetzen könnten.

    Die zweite Impfung soll - abhängig davon, welcher Impfstoff verabreicht wird - maximal drei bis vier Wochen nach der ersten erfolgen.

    9.2.2021 • 06:43 Uhr

    Zu wenig Arbeitsschutz in Pandemie-Zeiten

    Wer nicht im Homeoffice arbeiten kann, soll im Unternehmen umfassende Schutzmaßnahmen einhalten. Darauf pocht die Bundesregierung seit Beginn der Corona-Pandemie. Doch eine Reportage von Report Mainz und "BuzzFeed Deutschland" zeigt, dass der Schutz am Arbeitsplatz oft hintenansteht.

    9.2.2021 • 06:34 Uhr

    Bericht: Weitere 6,2 Milliarden Euro für Impfstoff freigegeben

    Das Bundesfinanzministerium hat weitere 6,2 Milliarden Euro zur Impfstoff-Beschaffung freigegeben, wie das "Handelsblatt" berichtet. Die Zeitung beruft sich auf ein Schreiben des Ministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags.

    Inklusive dieser Summe werden im Haushaltsjahr 2021 demnach insgesamt 8,89 Milliarden Euro zur Impfstoff-Beschaffung zur Verfügung stehen. "Das Bundesgesundheitsministeriums beabsichtigt, damit insgesamt bis zu 635,1 Mio. Impfstoffdosen zu beschaffen", zitiert die Zeitung aus dem Schreiben.

    9.2.2021 • 06:31 Uhr

    Lockdown-Verlängerung oder Lockerungen?

    In der Debatte, wie mit der Corona-Pandemie weiter umgegangen werden soll, gehen die Meinungen in der Politik auseinander. Sowohl der Ministerpräsident des Saarlands, Tobias Hans, als auch Hamburgs Erster Bürgermeister, Peter Tschentscher, sprachen sich dafür aus, den derzeitigen Lockdown zu verlängern.

    "Öffnungsschritte darf es erst geben, wenn der Einfluss der Mutationen auf das Infektionsgeschehen beurteilt werden kann", sagte Tschentscher dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". Auch Hans hält es für einen "Fehler, jetzt einfach wieder zu öffnen, nur weil ein bestimmtes Datum erreicht ist", so der Landeschef gegenüber der "Rheinischen Post".

    Gestern hatte auch Regierungssprecher Steffen Seibert zu weiterer Vorsicht gemahnt: Die zweite Welle sei zwar gebrochen, aber noch nicht zu Ende. Auch für Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil ist eine Verlängerung der strikten Maßnahmen angesichts des " immer noch hohen Infektionsgeschehens und der Mutationen" zwingend.

    Im Gegensatz dazu hält FDP-Chef Christian Lindner erste Lockerungen inzwischen für möglich, berichtete die Nachrichtenagentur dpa: "Es geht nicht darum, sofort alles gleichzeitig zu öffnen. Aber ich bin mir sicher, dass erste Öffnungsschritte möglich wären - bei Kitas und Schulen zum Beispiel, aber auch bei Friseuren und im Handel." Er kritisierte, dass die Bundesregierung jede Perspektive vermissen ließe, wie sie gesellschaftliches Leben wieder öffnen möchte. Lindner forderte einen Stufenplan, um bei Lockerungen Planbarkeit und Transparenz zu schaffen.

    9.2.2021 • 06:21 Uhr

    Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit drei Monaten unter 75

    Dem Robert Koch-Institut zufolge ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Ansteckungen mit dem Coronavirus zum ersten Mal seit drei Monaten unter den Wert von 75 gesunken. Binnen einer Woche hätten sich pro 100.000 Einwohner 72,8 Menschen infiziert. Ihren Höchstwert hatte die Sieben-Tage-Inzidenz am 22. Dezember mit 197,6 Fällen pro 100.000 Einwohner erreicht. Vor zwölf Tagen fiel sie dann unter den Wert von 100.

    In den vergangenen 24 Stunden meldeten die deutschen Gesundheitsämter dem RKI 3379 weitere Corona-Infektionen. Außerdem wurden 481 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6114 Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

    9.2.2021 • 05:09 Uhr

    Seoul: Corona-Tests für Hunde und Katzen

    Südkoreas Hauptstadt Seoul will unter bestimmten Umständen Corona-Tests für Hunde und Katzen bereitstellen. Dies sei für den Fall geplant, dass die Tiere mit infizierten Menschen in Kontakt kämen und anschließend Symptome zeigten, teilten die Behörden mit. Demnach müssen infizierte Tiere verpflichtend 14 Tage privat oder in städtischen Einrichtungen isoliert werden. Nach dem Nachweis einer Corona-Infektion bei einer Katze in der Stadt JinjuIn hatte die südkoreanische Regierung in der vergangenen Woche Richtlinien für Tests bei Tieren veröffentlicht.

    9.2.2021 • 04:23 Uhr

    Umfrage: Deutsche Großkonzerne wollen sich an Impfkampagne beteiligen

    Sobald es ausreichend Vakzin für die breite Bevölkerung zur Verfügung steht, wollen 15 große Unternehmen die Corona-Impfungen unterstützen. Das ergab eine Umfrage der Zeitung "Rheinische Post" in Nordrhein-Westfalen. Die Unternehmen würden auf freiwilliger Basis die eigenen Mitarbeiter impfen. Entsprechende Pläne haben der Umfrage zufolge die Konzerne Bayer, Deutsche Telekom, Deutsche Post, Eon, Ergo, Evonik, Gea, Henkel, Lanxess, LEG Immobilien, RWE, Targobank, ThyssenKrupp, Uniper und Vodafone Deutschland. Sie beschäftigen global mehr als 1,1 Millionen Menschen, in Deutschland mehr als 400.000 Mitarbeiter.

    9.2.2021 • 04:23 Uhr

    WHO für Einsatz von AstraZeneca-Vakzin bei Erwachsenen

    Die Weltgesundheitsorganisation unterstützt einem Medienbericht zufolge den Einsatz des AstraZeneca-Impfstoffs bei Erwachsenen in allen Altersgruppen. Das berichtet der "Daily Telegraph". Außerdem befürworte die WHO die Strategie, wonach die zweite Impfung bis zu zwölf Wochen verschoben werden könne. In Deutschland hat die Ständige Impfkommission die Anwendung der Arznei bei 18- bis 64-Jährigen empfohlen. In Großbritannien werden auch ältere Menschen mit dem Mittel geimpft. AstraZeneca selbst hat Berichte über eine geringere Wirksamkeit seines Impfstoffs bei älteren Menschen zurückgewiesen.

    Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Februar 2021 um 09:00 Uhr.