Ein Schild warnt auf einer Straße in Londin vor der neuen Coronavirus-Mutation und ruft die Menschen dazu auf, zu Hause zu bleiben. | ANDY RAIN/EPA-EFE/Shutterstock

Corona-Liveblog zum Nachlesen ++Mutation der britischen Virus-Variante weckt Sorge++

Stand: 02.02.2021 22:13 Uhr

Impfstoffe könnten bei einer neu entdeckten Mutation der britischen Virus-Variante weniger wirksam sein. Nach dem Impfgipfel zeigt sich Virologe Drosten "positiv überrascht" von den angekündigten Impfstoffmengen. Der Liveblog vom Dienstag zum Nachlesen.

  • "Captain Tom" nach Corona-Infektion gestorben
  • Merkel verteidigt Impfplan
  • Besorgnis wegen neuer britischer Kombi-Mutation
  • Thüringen verlängert Lockdown
  • Zahl der Fluggäste bricht 2020 um fast 75 Prozent ein
  • RKI meldet 6114 Corona-Neuinfektionen und 861 Todesfälle
2.2.2021 • 22:13 Uhr

Ende des Liveblogs für heute

Damit beenden wir unseren Liveblog für heute und danken für Ihr Interesse.

2.2.2021 • 21:38 Uhr

Macron verspricht Impfangebot für alle Französinnen und Franzosen bis Ende des Sommers

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat allen französischen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot "bis Ende des Sommers" zugesagt. Bis Anfang März sollen zudem 80 Prozent aller Pflegeheim-Bewohner geimpft worden sein. Bisher wurden landesweit gut 1,5 Millionen Menschen mit einer ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft.

Spätestens Anfang März will Frankreich Impfstoff an vier Standorten im Land produzieren. Das sagte Macron dem Sender TF1 nach einer Videokonferenz mit internationalen Impfstoffherstellern. Europa habe die Lieferung von insgesamt 2,3 Milliarden Dosen "sichergestellt", sagte Macron. "Und wir hoffen, noch mehr zu schaffen."

2.2.2021 • 20:40 Uhr

Frankreich empfiehlt AstraZeneca-Vakzin unter 65, Malta unter 55 Jahren

Der Corona-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca soll auch in Frankreich nur Menschen unter 65 Jahren verabreicht werden. Diese Empfehlung gab die Gesundheitsbehörde HAS ab und verwies als Begründung auf fehlende Daten zur Wirksamkeit bei älteren Menschen. 

Mit derselben Begründung will Malta das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers nur bei Erwachsenen unter 55 Jahren verimpfen. Das teilte der Gesundheitsminister mit. Ältere sollen demnach die Vakzine von BioNTech/Pfizer und Moderna erhalten.

2.2.2021 • 20:32 Uhr

Studie: Oxford-Vakzin bei zwölf Wochen zwischen den Impfdosen wirksamer

Eine neue Studie der Universität Oxford zum gemeinsam mit AstraZeneca entwickelten Impfstoff stützt die Entscheidung der britischen Regierung, die erste und zweite Impfdosis zeitlich zu entzerren. Zwölf Wochen Abstand dazwischen hätten bei diesem Impfstoff nach neuen Daten wohl positive Auswirkungen auf dessen Wirksamkeit. "Diese Analysen zeigen, dass eine höhere Wirksamkeit des Impfstoffs mit einem längeren Intervall zwischen der ersten und zweiten Dosis erreicht werden kann, und dass eine einzelne Impfdosis in den ersten 90 Tagen hochwirksam ist", schrieben die Forscher der Uni Oxford in einem zunächst nur online veröffentlichten Artikel für die Fachzeitschrift "The Lancet". Zwischen dem 22. und dem 90. Tag nach der ersten Impfdosis soll die Schutzwirkung des Vakzins demnach nicht nachlassen. Die Wirksamkeit gegen eine Erkrankung an Covid-19 wird in dieser Zeit mit 76 Prozent angegeben.

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hatte die Wirksamkeit des Vakzins mit rund 60 Prozent angegeben. Grund für die Differenz ist, dass unterschiedlich viele Daten aus den klinischen Studienphasen in die Berechnung einfließen.

Um möglichst schnell viele Menschen mit einer ersten Teilimmunität zu versorgen, hat Großbritannien in seinem Impfplan die zweite Impfdosis für zwölf Wochen nach der ersten angesetzt. Einige Wissenschaftler hatten die Wirksamkeit unter diese Umständen in Frage gestellt. Bei dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer widerspricht diese Strategie auch der Empfehlung des Herstellers.

2.2.2021 • 20:17 Uhr

Niederlande verlängern Lockdown - aber mit Erleichterungen

Wegen der besorgniserregenden Ausbreitung der britischen Corona-Variante in den Niederlanden hat die Regierung in Den Haag die Verlängerung des Lockdowns bis mindestens zum 2. März beschlossen. Inzwischen gingen zwei Drittel aller Neuinfektionen auf diese weit stärker ansteckende Variante zurück, sagte Ministerpräsident Mark Rutte zur Begründung.  

Zugleich gab Rutte einige Erleichterungen des bereits seit dem 15. Dezember geltenden Lockdowns bekannt. So sollen Grundschulen und Kitas am kommenden Montag wieder öffnen. Der Regierungschef verwies auf die Einschätzung von Experten, dass Kinder in diesen Altersgruppen weniger zur Ausbreitung des Coronavirus beitragen als ältere Kinder oder Erwachsene. Die Grundschul- und Kita-Öffnung werde mit einem strengen Testregime einhergehen. Oberschulen sollen bis mindestens zum 1. März geschlossen bleiben.  Vom 10. Februar an dürfen alle Geschäfte ein Bestell- und Abholsystem anbieten.

Ob die seit dem 23. Januar geltende, heftig umstrittene nächtliche Ausgangssperre verlängert wird, ist noch unklar.

2.2.2021 • 20:09 Uhr

Besorgnis wegen Mutation der britischen Virus-Variante

Mit Sorge haben britische Wissenschaftler auf eine Mutation der zunächst in England entdeckten Variante des Coronavirus reagiert. Ein Bericht der Gesundheitsbehörde Public Health England habe ergeben, dass die E484K genannte Mutation spontan in einer Handvoll Fälle aufgetaucht sei, meldete die Nachrichtenagentur PA. Dies deute darauf hin, dass die britische Variante nun selbstständig die E484K-Änderung entwickelte, sagte Jonathan Stoye vom Francis Crick Institute.

Nach Informationen des Senders Sky News waren 11 von 200.000 Proben betroffen. Die Mutante war zuvor bereits in der Variante aus Südafrika festgestellt worden. In einer Untersuchung hatten die Impfstoffproduzenten Pfizer und BioNTech festgestellt, dass Geimpfte gegen die Variante aus Südafrika offenbar eine etwas schwächere Immunantwort aufbauen. Dies führe aber "vermutlich nicht zu einer signifikant verringerten Wirksamkeit des Impfstoffs".

Laboruntersuchungen hätten gezeigt, dass Antikörper weniger in der Lage seien, an Spike-Proteine mit E484K-Mutation zu binden, meldete PA. Wissenschaftler Stoye sagte, es sei nicht überraschend, dass neue Varianten auftreten. "Es bleibt abzuwarten, ob diese Mutation dem neuen Virus einen Wachstumsvorteil verschaffen wird." Der Virologe Julian Tang von der Universität von Leicester sprach von einer "besorgniserregenden Entwicklung", die allerdings "nicht völlig unerwartet" komme.

2.2.2021 • 19:21 Uhr

Mutationen: 136 Fälle in Köln, 304 in Baden-Württemberg

Köln hat bisher 136 Fälle von Corona-Virus-Mutationen festgestellt. Das teilte die Stadt auf Anfrage mit. In 88 Fällen habe man die zuerst in Großbritannien festgestellte Mutation analysiert, in 48 Fällen die zunächst in Südafrika gefundene Variante - davon allein 31 Fälle in einer Notunterkunft.

Das baden-württembergische Gesundheitsministerium teilte auf Anfrage mit, dass dem Landesgesundheitsamt bis Montag 304 Fälle mit Virusvarianten übermittelt worden seien. Davon beträfen 164 die britische und 19 die südafrikanische Variante. Bei den übrigen Proben stehe eine definitive Zuordnung zu der Virusvariante noch aus.

Die Werte sagen nichts über eine größere Betroffenheit Baden-Württembergs und Kölns aus. Dort werden alle positiven Corona-Proben auf Mutationen untersucht, während der Bund nur eine sogenannte Gensequenzierung von fünf bis zehn Prozent der Positiv-Proben vorschreibt.

2.2.2021 • 18:52 Uhr

Mehr als zehn Millionen Impfungen in Großbritannien

In Großbritannien sind mittlerweile mehr als zehn Millionen Impfdosen verabreicht worden. 9,65 Millionen Menschen haben eine erste Impfdosis erhalten, knapp 500.000 auch bereits die zweite, wie aus offiziellen Zahlen der Regierung hervorgeht. Damit hat fast jeder siebte Bürger in Großbritannien schon eine erste Dosis erhalten.

Bei der Zahl der Erstgeimpften kommt Großbritannien schnell voran, da es die zweite Dosis auf zwölf Wochen nach der ersten verzögert - anders als etwa von BioNTech/Pfizer empfohlen. Außerdem ist das Land weniger von Lieferproblemen betroffen als EU-Länder.

2.2.2021 • 18:35 Uhr

Kostenlose FFP2-Masken für alle Bremer ab 16 Jahren

Alle Bremerinnen und Bremer ab einem Alter von 16 Jahren bekommen nach einem Beschluss der Landesregierung fünf kostenlose FFP2-Masken. Sie werden ihnen per Post zugeschickt. Die Verteilung soll noch in dieser Woche beginnen und spätestens bis zum 15. Februar abgeschlossen sein. Auch Wohnungslose, Geflüchtete oder auch Frauen in Frauenhäusern sollen versorgt werden.

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) sagte, die Aktion solle sicherstellen, dass sich alle Personen unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten ausreichend schützen könnten.

2.2.2021 • 18:19 Uhr

Merkel verteidigt Impfplan - und warnt vor zu schnellen Lockerungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Ergebnisse des Impfgipfels verteidigt. "Wir können keinen starren Impfplan machen", sagte sie in der ARD-Sendung "Farbe bekennen". Man habe nun ein "Gerüst" und sei sich mit der Pharmaindustrie einig: "Wir wollen das Maximum an Impfstoffen." Bund und Länder hatten gestern einen "nationalen Impfplan" beschlossen, der mehr Klarheit über die zur Verfügung stehenden Impfdosen bringen soll. Kritiker bemängeln ihn als unkonkret.

Merkel machte den Bürgern außerdem keine Hoffnung auf eine schnelle Lockerung der Beschränkungen. Sie bitte alle Menschen, "noch eine Weile durchzuhalten". Zwar gebe es jetzt bundesweit eine Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. "Das ist eine gute Leistung, da waren wir lange nicht. Aber damit haben wir noch nicht wieder die Kontrolle über das Virus durch die Gesundheitsämter."

2.2.2021 • 18:11 Uhr

Maskenpflicht gilt in Berlin künftig auch im Auto

In Berlin gilt künftig auch eine Maskenpflicht im Auto. Ausgenommen sind der Fahrer und bei Fahrten im privaten Wagen die Mitglieder des eigenen Haushalts. Das hat der Senat beschlossen. Vorgeschrieben ist eine medizinische Maske so wie beim Einkaufen und bei Fahrten im ÖPNV.

Die neuen Regeln betreffen auch Versammlungen in Form eines Autokorsos und sollen in den kommenden Tagen in Kraft treten. Die aktuelle Infektionsschutzverordnung wird entsprechend angepasst. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller sagte, ein Nachschärfen der Verordnung sei an dieser Stelle nötig gewesen. Die Corona-Infektionszahlen in Berlin seien rückläufig. "Wir sind auf dem richtigen Weg. Aber wir wollen dranbleiben, wir werden nicht übermütig."

2.2.2021 • 18:07 Uhr

Zeitplan zu Impfstoff-Lieferungen: Drosten "positiv überrascht"

In der neuen Folge des NDR Info Podcasts "Coronavirus-Update" zeigt sich der Virologe Christian Drosten optimistisch, das bis zum Sommer viele Menschen in Deutschland geimpft werden könnten. "Ich bin total positiv überrascht über die in Aussicht stehenden Impfstoff-Lieferungen", sagt Drosten in der jüngsten Folge des Podcasts - am Tag nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern. "Die Situation ist viel besser, als ich das noch vor Tagen gedacht habe." Auf Grundlage der genannten Impfdosen könnten bis Ende Juni schon mehr als 50 Millionen Menschen in Deutschland geimpft sein.

2.2.2021 • 17:28 Uhr

Spendensammler Tom Moore an Corona gestorben

Der Weltkriegsveteran Tom Moore war durch seine Solidaritätsaktion mit dem britischen Gesundheitsdienst NHS weltberühmt geworden. Nun ist er an einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte die Familie des 100-Jährigen mit. Am Wochenende war Moore ins Krankenhaus gekommen, weil er Unterstützung beim Atmen brauchte.

Moore hatte zu seinem 100. Geburtstag im vergangenen Frühjahr 100 Runden mit seinem Rollator im heimischen Garten gedreht, um Spenden für den NHS zu sammeln, den die Pandemie an die Belastungsgrenze gebracht hatte. Medienberichte machten den rüstigen Captain zu einem Symbol britischen Lebenswillens. Statt der erhofften 1000 Pfund bekam Moore rund 33 Millionen zusammen. Im Juli schlug ihn Königin Elizabeth II. zum Ritter.

2.2.2021 • 17:12 Uhr

Sachsen-Anhalt: AfD unterliegt mit Klage gegen Corona-Verordnung

Die AfD in Sachsen-Anhalt ist mit einer Klage gegen die Corona-Verordnung des Bundeslands vor dem Landesverfassungsgericht gescheitert. Das Gericht wies in Dessau einen Antrag zur vorläufigen Aussetzung diverser Regelungen in der seit Mitte Dezember geltenden Verordnung zurück.

Geklagt hatten die 21 Landtagsabgeordneten der AfD-Fraktion und ein fraktionsloser Parlamentarier. Sie halten unter anderem die strengen Kontaktbeschränkungen, die Schließung von Gaststätten und die Beschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort für verfassungswidrig. Die AfD sieht dadurch Grundrechte, unter anderem auf Freiheit der Person, Versammlungsfreiheit und Berufsfreiheit verletzt.

2.2.2021 • 17:12 Uhr

Entwurf: Krebskranke und Polizisten rutschen in der Impfpriorität nach oben

Der Entwurf der neuen Impf-Prioritätenliste sieht vor, dass Personen mit etlichen schweren Erkrankungen in eine höhere Risikogruppe rutschen und damit früher geimpft werden könnten als bisher geplant. Aus dem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums geht etwa hervor, dass akut Krebskranke künftig in der zweithöchsten Prioritätengruppe einsortiert werden. Personen mit überstandenen Krebserkrankungen kommen in die dritte Prioritätengruppe.

Die Anpassung der Impfverordnung ist schon wegen der Zulassung des AstraZeneca-Impfstoffes nötig geworden, der als dritter Impfstoff in der EU zugelassen wurde. Denn die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Impfung nur für Personen unter 65 Jahren, weil für Ältere zu wenig wissenschaftliche Daten vorlägen. Deshalb soll dieser Impfstoff nun vorrangig an Personal unter 65 Jahren in medizinischen und Pflege-Einrichtungen verimpft werden. In die zweithöchste Prioritätengruppe für den AstraZeneca-Wirkstoff sind nun etwa Polizei- und Ordnungskräfte hochgerutscht, "die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung öffentlicher Ordnung, insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind".

2.2.2021 • 16:57 Uhr

Spahn will Corona-Ausnahmezustand über den 31. März hinaus verlängern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bittet den Bundestag, die Corona-Pandemie über den 31. März hinaus als "epidemische Lage von nationaler Tragweite" einzustufen. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf an den Bundestag hervor. "Die Pandemie wird Ende März nicht vorbei sein. Damit die zahlreichen finanziellen Hilfen und flexibilisierten Regelungen für Pflege und Gesundheit weiterbestehen können, müssen sie gesetzlich verlängert werden", sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur.

Diese Regelungen seien wie die Test- und die Impf-Verordnung an die Feststellung der epidemischen Lage geknüpft. "Daher haben wir auf Bitten der Koalitionsfraktionen einen entsprechenden Gesetzentwurf erarbeitet. Nur der Bundestag kann die Ausnahmelage jeweils feststellen und beenden. Das muss so sein und wird so bleiben", betonte Spahn angesichts der Vorbehalte im Parlament gegen eine zu lange Verlängerung.

Zuvor hatten bereits mehrere Medien über eine geplante Verlängerung über den 31. März hinaus berichtet.

2.2.2021 • 16:39 Uhr

Nächste Bund-Länder-Beratungen am 10. Februar

Bund und Länder wollen am 10. Februar über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Das aktuelle Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlin, bestätigte den Termin der Nachrichtenagentur dpa. Im Mittelpunkt der Schaltkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel wird die Frage stehen, ob der seit 16. Dezember geltende harte Lockdown mit vielen geschlossenen Geschäften und Schulen sowie Kitas im Notbetrieb über den 14. Februar hinaus verlängert wird. Zudem soll bis zu dem Treffen ein "nationaler Impfplan" vorliegen, um mehr Berechenbarkeit und Verlässlichkeit bei den Impfstofflieferungen zu erreichen.

2.2.2021 • 16:39 Uhr

Spanien sagt Stierhatz in Pamplona ab

Die berühmte Stierhatz von Pamplona wird das zweite Jahr infolge wegen des Coronavirus abgesagt. Ein internationales Festival wie San Fermin, bei dem Millionen Menschen in die Region Navarra kommen würden, sei nicht möglich, sagte die Regionalpräsidentin María Chivite. Das neuntägige Fest mit Stierlauf ist wahrscheinlich jene Veranstaltung in Spanien mit den meisten internationalen Gästen.

Die Tradition, bei der Stiere über Straßen gejagt werden, ist aber umstritten - auch wegen der manchmal schweren Verletzungen unter Teilnehmern. Vergangenes Jahr feierten viele Einwohner von Pamplona den Start des Festivals, indem sie weiße Kleidung und rote Schals anzogen. Die sonst üblichen Straßenpartys fielen aus. Seit Beginn der Pandemie sind in Spanien fast 60.000 Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben.

2.2.2021 • 14:56 Uhr

Britische Corona-Mutation breitet sich schnell aus

Laut dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach breitet sich die mutierte Corona-Variante aus Großbritannien in Deutschland weiter aus. Studien deuteten darauf hin, dass der Anteil von B1.1.7. an allen Corona-Infektionen bei etwa zehn Prozent liegt.

2.2.2021 • 14:56 Uhr

Thüringen verlängert Lockdown

Die Thüringer Landesregierung hat die im Freistaat geltenden Lockdown-Regeln um fünf Tage verlängert. Das Kabinett habe bei einer Sitzung beschlossen, die derzeit geltende Corona-Verordnung bis zum 19. Februar in Kraft zu lassen, sagte eine Sprecher der Landesregierung in Erfurt. Eine Sprecherin des Thüringer Gesundheitsministeriums erklärte, dass damit alle derzeit geltenden Lockdown-Regeln bis mindestens zu diesem Tag in Kraft blieben.

2.2.2021 • 14:35 Uhr

KfW-Fördervolumen steigt auf Höchstwert

Die Corona-Pandemie hat die staatliche KfW-Bank so stark gefordert wie nie zuvor. Im Jahr 2020 stieg das Fördervolumen um 75 Prozent auf 135,3 Milliarden Euro, wie die KfW mitteilte. Damit sei ein "historischer Höchstwert" erreicht worden.

Angetrieben wurde dies maßgeblich von den Maßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie im In- und Ausland. Nach Angaben der Förderbank erreichten sie ein Volumen von 50,9 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil am gesamten Geschäftsvolumen von 38 Prozent. "Mit mehr als 50 Milliarden Euro hat die KfW Unternehmen, Startups, Studierende und gemeinnützige Organisationen in Deutschland, aber auch ihre Partner in Entwicklungs- und Schwellenländern bei ihrem Kampf gegen die Folgen der Pandemie unterstützt", erklärte KfW-Vorstandschef Günther Bräunig.

In Deutschland sagte die KfW im vergangenen Jahr rund eine Million Kredite, Zuschüsse und anderen Finanzierungen in Höhe von 106,4 Milliarden Euro zu. Zum Wachstum des Fördervolumens trugen hier auch die Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren bei. Ihr Volumen stieg um 140 Prozent auf 26,8 Milliarden Euro.

2.2.2021 • 14:06 Uhr

Tourismus-Verband legt Stufenplan für Neustart vor

Der Deutsche Tourismusverband (DTV) hat konkrete Vorschläge für einen Neustart des Reisegeschäfts in Deutschland vorgelegt. Der DTV schlägt ein Ampelsystem vor. In der Stufe Grün bei einer Sieben-Tage-Inzidenz bis maximal 35 soll Tourismus in allen Bereichen unter Beachtung der strengen Regeln möglich sein. Oberhalb von 35 sieht das Strategiepapier spezifische Auflagen verpflichtend vor (Stufe gelb). Bei einer Inzidenz von mehr als 50 (Stufe rot) sollen Reiseziele ihre touristischen Angebote schließen.

Je weiter die Impfung vorankomme, je mehr getestet werde und je besser die Kontaktnachverfolgung funktioniere, desto eher werde Tourismus wieder möglich, erläuterte Meyer. Die Inzidenzwerte der Ampel seien daher ständig zu überprüfen und anzupassen.

2.2.2021 • 13:38 Uhr

"Sputnik V" mit einer Wirksamkeit von 91,6 Prozent

Nach Kritik an fehlenden belastbaren Studien haben russische Forscher weitere Details zu dem Corona-Impfstoff "Sputnik V" veröffentlicht. Demnach hat das Vakzin eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent. Die Ergebnisse wurden im medizinischen Fachblatt "The Lancet" publiziert.

Russland strebt eine Registrierung in der EU an. In mehr als 15 Ländern wird der Impfstoff mittlerweile im Kampf gegen Corona eingesetzt. Die Wissenschaftler sprachen von Zwischen-Analysen der wichtigen Testphase III unter rund 20.000 Freiwilligen. Die Ergebnisse decken sich mit früheren Angaben. Eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent bedeutet, dass in der geimpften Gruppe 91,6 Prozent weniger Erkrankungen pro 100 Probanden auftraten als in der Kontrollgruppe. Damit hätte "Sputnik V" nahezu die gleiche Wirksamkeit wie die Impfstoffe von Moderna und BioNTech/Pfizer, und eine höhere als das Mittel von AstraZeneca.

Es habe bei "Sputnik V" nur in wenigen Fällen schwerwiegende Nebenwirkungen gegeben, die die Forscher aber nicht auf das Vakzin zurückgeführt hätten, hieß es. Die meisten Freiwilligen hätten von milden Nebenwirkungen wie grippeähnlichen Symptomen und Schmerzen am Arm berichtet. Während der Studie habe es zudem vier Todesfälle gegeben, die den Wissenschaftlern zufolge aber nicht im Zusammenhang mit der Impfung gestanden hätten. Den russischen Forschern zufolge wurde "Sputnik V" auch an mehr als 2000 Menschen über 60 Jahren getestet. In dieser Gruppe sei das Vakzin "ähnlich wirksam und gut verträglich gewesen", hieß es in der Studie. Die sei aber noch nicht abgeschlossen; insgesamt sollte der Corona-Impfstoff an 40.000 Freiwilligen getestet werden.

2.2.2021 • 13:15 Uhr

Luftwaffe fliegt Soldaten nach Portugal

Die Bundeswehr will die Nothilfe für das von der Corona-Pandemie schwer getroffene Portugal mit zwei Flugzeugen nach Lissabon fliegen. Die Maschinen - ein Airbus A310 für die 26 Männer und Frauen des Hilfsteams sowie ein Transportflugzeug A400M für das Material - sollen vom Fliegerhorst Wunstorf in Niedersachsen aus starten. Unter den Soldaten sind acht Ärzte, wie die Bundeswehr mitteilte. "Wir helfen unseren Freunden in Portugal, die in einer besonders dramatischen Lage sind, mit deutschem sanitätsdienstlichem Personal und medizinischer Ausrüstung", hatte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zuvor erklärt. "Das Coronavirus stellt uns alle vor Herausforderungen. Auch auf dem deutschen Gesundheitssystem lastet erheblicher Druck. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass gerade in diesen Zeiten Solidarität in Europa unverzichtbar ist."

Ein Airbus A400M steht während einer Präsention der Bundeswehr auf dem militärischen Teil des Flughafens Tegel. | picture alliance/dpa

Airbus A400M: Im Laderaum werden 50 Beatmungsgeräte, 150 Infusionsgeräte, 150 Krankenbetten und weiteres Material für zunächst 21 Tage nach Portugal geflogen. Bild: picture alliance/dpa

2.2.2021 • 13:10 Uhr

Medizinlabore verzeichnen weniger PCR-Tests

Die Zahl der positiven PCR-Tests in Deutschland ist in der Vorwoche nach Angaben des Medizinlabor-Verbandes ALM erneut gesunken. Es seien 981.404 PCR-Tests (Vorwoche 993.304) durchgeführt worden. Die Positivrate sank auf 8,9 Prozent (Vorwoche zehn Prozent), teilte der Verband mit. Es sei aber eine Kapazität von 1,9 Millionen PCR-Tests vorhanden. Der Verband forderte deshalb mehr PCR-Tests, um einen vollständigeren Überblick über die Pandemie zu erhalten. Viele Labore hatten in den vergangenen Monaten ihre Kapazitäten erweitert. Mittlerweile werden aber auch viele Schnelltests eingesetzt, deren Aussagekraft als nicht so verlässlich wie die von PCR-Tests gilt.

2.2.2021 • 13:05 Uhr

Britische Corona-Variante in Vietnam nachgewiesen

Bei dem seit Monaten ersten größeren Corona-Ausbruch in Vietnam ist Behörden zufolge die ansteckendere, zunächst in Großbritannien festgestellte Variante des Erregers nachgewiesen worden. Bei zwölf von insgesamt 276 Patienten mit bestätigter Coronavirus-Infektion sei eine Genom-Sequenzierung durchgeführt und die Mutation festgestellt worden, teilte Gesundheitsminister Nguyen Thanh Long mit. Elf davon traten demnach in einer Fabrik mit Tausenden Angestellten in der nördlichen Provinz Hai Duong auf. Bei dem zwölften Fall handelte es sich um einen Rückkehrer aus dem Gebiet. Der Ursprung der Übertragungen wird noch ermittelt, wie die Zeitung "VnExpress" unter Berufung auf Behörden berichtete.

Einwohner von Hanoi tragen Mund-Nasen-Schutz während eines Spaziergangs. | LUONG THAI LINH/EPA-EFE/Shutters

Bisher war das Land dank strikter Maßnahmen glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen: Nach offiziellen Angaben wurden in Vietnam 1851 Infektionen und 35 Tote registriert. Bild: LUONG THAI LINH/EPA-EFE/Shutters

2.2.2021 • 13:02 Uhr

Kretschmann dämpft Hoffnung auf Lockdown-Ende

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat Hoffnungen auf eine Lockerung des harten Corona-Lockdowns nach dem 14. Februar gedämpft. Öffnungen könne es nur geben, wenn der Inzidenzwert auf unter 50 falle, sagte der Grünen-Politiker. "Wenn wir in deren Nähe nicht kommen, wird das eher zu Verlängerungen führen." Kretschmann sagte, der Inzidenzwert sinke seit Tagen kaum mehr. "Ich sehe mit einer gewissen Besorgnis, dass wir uns im Moment gerade wieder in einer Seitenbewegung befinden." Die Menschen hätten offensichtlich immer noch zu viele Kontakte, so der Regierungschef.

2.2.2021 • 12:58 Uhr

Hunderte Verstöße gegen Corona-Einreiseregeln

Die Bundespolizei hat innerhalb weniger Tage mehrere Hundert Verstöße gegen die verschärften Corona-Einreiseregeln festgestellt. Zwischen dem 24. und dem 31. Januar seien bei 215 Flügen aus ausländischen Hochrisiko- und Virusvariantengebieten 802 Verstöße gegen die geltenden Regeln festgestellt worden, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums. Den Angaben zufolge kamen 309 Passagiere an, die vorab keine digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt hatten. In 493 Fällen fehlte der aktuelle negative Corona-Test. Konkret geht es um Flüge aus Gebieten mit besonders hohen Inzidenzen, also Ansteckungsraten, und um Gebiete, in denen eine womöglich ansteckendere neue Variante des Coronavirus kursiert.

2.2.2021 • 12:56 Uhr

Tansanias Regierung will keine Corona-Impfstoffe

Die wegen ihres Umgangs mit dem Coronavirus kritisierte tansanische Regierung bleibt bei ihrer Haltung: "Das Ministerium hat keine Pläne, Impfstoffe für Covid-19 zu bekommen", sagte Gesundheitsministerin Dorothy Gwajima. Das Land sei sicher, bekräftigte sie, und rief die Bevölkerung zugleich auf, Hygienepraktiken zu verbessern - unter anderem durch den Gebrauch von Desinfektionsmitteln. Sie empfahl auch das Inhalieren von Wasserdampf, was Gesundheitsexperten anderswo allerdings als unwirksam eingestuft haben, um Coronaviren abzutöten.

Tansanias Präsident John Magufuli bei einem Besuch in Kenia im Oktober 2016

Tansanias Präsident John Magufuli glaubt nicht an die Wirkung von Corona-Impfstoffen. Bereits im vergangenen Jahr hatte er gesagt: "Corona kann nicht überleben im Leib Christi, es würde verbrennen."

Der Chefchemiker der Regierung, Fidelice Mafumiko, schlug zudem Kräutermittel zur Heilung von Covid-19 vor, führte aber keine Belege für deren Wirksamkeit an. Vor wenigen Tagen hatte Tansanias Präsident John Magufuli die Wirksamkeit von Coronavirus-Impfstoffen öffentlich infrage gestellt. Seit langem sagt er, Gott habe Covid-19 in Tansania ausgemerzt. Die Regierung hat die Zahl der Corona-Infektionen im Land seit April nicht mehr aktualisiert, sie steht nach wie vor bei 509.

2.2.2021 • 12:35 Uhr

Lindner will Impfstoff-Herstellung beschleunigen

FDP-Chef Christian Lindner hat eine "Tempoprämie" für Pharma-Unternehmen gefordert, die den Corona-Impfstoff schneller liefern als bislang geplant. Eine solche Prämie wäre ein "marktwirtschaftlicher Anreiz", um die Versorgung mit den knappen Stoffen zu verbessern, sagte Lindner. Die Kosten für die Prämie würden dadurch ausgeglichen, dass die Wirtschaft dann schneller zurück "in eine Normalität" finden würde. "Das hätte eine enorme soziale und volkswirtschaftliche Bedeutung", sagte Lindner.

Der Impfgipfel sei "leider nicht der Erfolg" gewesen, "den wir uns gewünscht haben", kritisierte der FDP-Chef. Er mahnte nach dem Auslaufen der aktuellen Lockdown-Maßnahmen erste Lockerungen an. Es gehe nicht darum, in einen Zustand wie vor der Pandemie zurückzukehren, sagte er. Vielmehr müsse eine "Form des Lebens mit der Pandemie" gefunden werden.

Das Land könne nicht "im Stillstand" gehalten werden, "bis alle Menschen geimpft sind". Lindner verwies darauf, dass es jetzt schon Regionen in Deutschland gebe, in denen der Inzidenzwert unter den kritischen Wert von 50 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner und Woche gefallen sei. Er könne sich vorstellen, mit entsprechenden Hygienekonzepten zunächst Schulen und Kitas wieder zu öffnen sowie Geschäfte im Bereich körpernaher Dienstleistungen wie etwa Friseure.

2.2.2021 • 12:30 Uhr

Weniger Grippefälle während der Corona-Pandemie

In der Corona-Pandemie hat sich die Zahl der Krankschreibungen wegen Grippe mehr als halbiert. Das geht aus einer Auswertung der Krankenkasse Barmer hervor. Danach waren zwischen November und Weihnachten des vergangenen Jahres pro Woche durchschnittlich nur 661 Versicherte wegen Influenza krank geschrieben. In den Jahren 2018 und 2019 lagen die Zahlen im Schnitt bei 923 bis 1721 pro Woche. Teilweise lagen die wöchentlichen Rückgänge sogar bei mehr als 60 Prozent, wie die Barmer nach Auswertung von Versichertendaten berichtete. Die Daten bestätigen auch die Beobachtungen etwa des Robert Koch-Instituts. Die Abstand- und Hygieneregeln zum Schutz vor Corona senkten offensichtlich auch das Influenzarisiko, erklärte Barmer-Expertin Ursula Marschall.

2.2.2021 • 12:19 Uhr

Orchestermusiker wollen schnelle Öffnung der Konzerthäuser

Die deutschen Orchestermusiker drängen auf eine baldige Öffnung der Konzert- und Opernhäuser. In den Landkreisen mit aktuell weniger als 50 Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner wäre schon jetzt die Wiederaufnahme des Kulturbetriebs unter Einhaltung der Hygienevorschriften möglich, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV), Gerald Mertens, in Berlin.

Von den 129 Berufsorchestern in Deutschland sind laut DOV derzeit 109 Orchester wegen des Lockdowns in Kurzarbeit. Verlängert wurde die Option auf Kurzarbeit bis Ende Juli. Seit Ausbruch der Pandemie habe die Kurzarbeit in den Orchestern durchweg alle Arbeitsplätze gesichert. Notwendig sei aber jetzt eine Stützung der Kulturhaushalte durch den Bund in den Kommunen. Es wäre fatal, wenn Musiker oder Orchester die Pandemie überstehen, aber dann unter Kürzungen öffentlicher Kulturausgaben leiden müssten, sagte Mertens.

Leere Stuhlreihen im Konzertsaal des Kulturpalasts in Dresden - sämtliche Veranstaltungen sind gestrichen.  | dpa

Leere Stuhlreihen im Konzertsaal des Kulturpalasts in Dresden: Nach Angaben der Deutschen Orchestervereinigung befinden sich derzeit 109 Orchester wegen abgesagter Veranstaltungen in Kurzarbeit. Bild: dpa

2.2.2021 • 12:16 Uhr

ARD: Nachfrage nach Homeschooling-Inhalten stark gestiegen

Die ARD verzeichnet einen sprunghaften Anstieg bei der Nachfrage nach ihren Inhalten zum Thema Homeschooling. Diese Nachfrage erstrecke sich über alle Angebote hinweg und reiche von der Mediathek über Webseiten bis zu Youtube-Kanälen, teilte der öffentlich-rechtliche Senderverbund in Köln mit. Die ARD baute während der coronabedingten Schulschließungen sein Bildungsangebot aus, um Schüler, Eltern und Lehrer in dieser Zeit zu unterstützen.

Der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow erklärte, Homeschooling sei eine Herausforderung für die Familien und Schulen. "Umso mehr freut mich, dass die Lerninhalte der ARD auf so viel Interesse stoßen. Auch deshalb haben wir das Angebot weiter ausgebaut und auch neue Ideen realisiert."

Zentrale Anlaufstelle für das Homeschooling-Angebot ist den Angaben zufolge die ARD-Mediathek. Dort seien inzwischen mehr als 40 Angebote gelistet, darunter der Bildungskanal ARD-alpha, der Kindersender Kika von ARD und ZDF, "Planet Schule" und "Die Sendung mit der Maus".

2.2.2021 • 11:56 Uhr

Wirtschaft der Eurozone schrumpft im vierten Quartal

Die Wirtschaft der Eurozone ist im vierten Quartal um 0,7 Prozent geschrumpft. Im Gesamtjahr 2020 verringerte sich die Wirtschaftsleistung um 6,8 Prozent, wie die Statistikbehörde der EU mitteilte. Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verhängte Einschränkungen lasteten zum Jahresende auf Betrieben wie Hotels und Restaurants. Die deutsche Wirtschaft wuchs im Zeitraum Oktober bis Dezember um 0,1 Prozent zum Vorquartal, wohingegen die französische um 1,3 Prozent schrumpfte.

Die Pandemie hat zu einer Achterbahnfahrt der Konjunktur in der Eurozone geführt: Auf ein Minus von 11,7 Prozent im zweiten Quartal - das tiefste seit Beginn der Datenreihe 1995 - folgte ein Plus von 12,4 Prozent im dritten Quartal.

2.2.2021 • 11:39 Uhr

Britische Corona-Variante grassiert in Paris

Bis zu einem Fünftel der Infektionen im Großrum Paris sind nach Krankenhausangaben inzwischen auf die zuerst in Großbritannien aufgetauchte hochansteckende Variante des Coronavirus zurückzuführen. "Wir haben erste Ergebnisse der Pariser Region, und sie sind nicht gut", sagte Remi Salomon, einer der führenden Vertreter des Klinikverbunds AP-HP, dem Radiosender France Info. "Wir waren bei sechs bis sieben Prozent am 7. Januar. Letzte Woche haben wir 15 bis 20 Prozent erreicht." Striktere Einschränkungen seien notwendig, um die Pandemie einzudämmen.

2.2.2021 • 11:37 Uhr

Burgenlandkreis will Impftermine offenbar nicht länger über Bundes-Hotline vergeben

Der Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt will sich offenbar von der zentralen Vergabe von Impfterminen über die bundesweite Hotline 116117 lösen. Das berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung" unter Berufung auf das zuständige Landratsamt. Demnach werde eine eigene Vergabesoftware eingeführt, um die Termine ausschließlich an Bewohnerinnen und Bewohner des Landkreises zu vergeben.

Dem Bericht zufolge erhalten Menschen, die über die Hotline einen Impftermin vereinbaren, bislang auch Termine außerhalb des Landkreises. Allein im Burgenlandkreis führe dies dazu, dass fünf Prozent der Impfwilligen derzeit aus einem anderen Kreis kämen. Künftig sollen nur noch Termine an Menschen vergeben werden, die im Burgenlandkreis leben.

2.2.2021 • 11:11 Uhr

Scholz sieht keine Engpässe bei Corona-Ausgaben

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat erneut bekräftigt, dass alle Corona-Hilfen solange gezahlt würden, wie es notwenig sei. Auf die Frage, wann der Punkt gekommen sei, an dem sich Deutschland diese nicht mehr leisten könne, antworte der SPD-Politiker bei einer virtuellen Veranstaltung mehrerer Zeitungen: "Diesen Punkt werden wir in diesem Jahr nicht erreichen." Danach werde Deutschland die Krise hinter sich lassen, insofern werde der Punkt gar nicht kommen, so Scholz. "Wir können uns das leisten, was notwendig ist." Deutschland sei mit einem sehr soliden Haushalt in die Krise gegangen und habe deswegen nun Möglichkeiten zum Handeln, sagte Scholz.

2.2.2021 • 10:48 Uhr

Studie: Schwarze US-Bürger seltener geimpft

Eine neue Auswertung von Impfdaten durch die US-Behörden legt eine ungerechte Verteilung der Corona-Vakzine zwischen Schwarzen und Weißen in dem Land nahe. Zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar erhielten in den USA fast 13 Millionen Menschen mindestens eine Impfung, wie die Gesundheitsbehörde CDC mitteilte. Von den rund 6,7 Millionen Menschen, deren Angaben über ethnische Zugehörigkeit vorlagen, bezeichneten sich nur 5,4 Prozent als Schwarze. 60,4 Prozent bezeichneten sich dagegen als Weiße. Weitere 11,5 Prozent gaben demnach an, lateinamerikanischer oder asiatischer Abstammung zu sein.

Eine US-Amerikanerin wird in einem Impfzentrum in Brooklyn gegen das Coronavirus geimpft. | AP

Ein Impfzentrum in New Yorker Stadtviertel Brooklyn: In den USA hatte es zuletzt die Sorge gegeben, dass Schwarze in der Impfkampagne benachteiligt würden. In einigen Regionen stehen die Zentren in vor allem von Weißen bewohnten Gegenden. Bild: AP

Zugleich mahnte die CDC zu Zurückhaltung bei der Bewertung der Studie, denn 14 Prozent der befragten Geimpften bezeichneten ihre Zugehörigkeit als "vielfältig" oder sahen sich einer anderen Ethnie zugehörig. Deshalb seien weitere Studien nötig, um über Ungerechtigkeiten in der US-Impfkampagne abschließend urteilen zu können, erklärte die CDC.

2.2.2021 • 10:30 Uhr

Scholz verteidigt gemeinsame EU-Impfstoffbestellung

Bundesfinanzminister Olaf Scholz ist gegen einen Sonderweg Deutschlands bei der Impfstoffbeschaffung. Trotz Fehlern der EU-Kommission beim Einkauf sei es richtig, sich die Impfstoffe nicht gegenseitig in Europa wegzuschnappen. "Europa wird diese Krise nur gemeinsam bewältigen", sagt der SPD-Politiker bei einer virtuellen Veranstaltung mehrerer Zeitungen. "Es hätte wohl mehr bestellt werden müssen." Wichtig sei nun aber, aus Fehlern zu lernen und vor allem die bestehenden Kapazitäten rasch auszuweiten, so Scholz.

2.2.2021 • 10:25 Uhr

Österreich verschärft Einreise-Bestimmungen

Aus Sorge vor der Verbreitung der Coronavirus-Mutationen veschärft Österreich die Einreiseregeln. Künftig müssten alle Einreisenden, für die keine Ausnahme gelte, beim Grenzübertritt einen negativen Coronatest vorlegen. Obendrein sei eine zehntägige Quarantäne einzuhalten, ein Freitesten nach fünf Tagen sei nicht mehr möglich, sagte Innenminister Karl Nehammer. Pendler müssten sich wie andere Einreisende auch nun online registrieren und einmal in der Woche einen negativen Coronatest vorlegen. Seit Beginn der Grenzkontrollen im Dezember seien drei Millionen Menschen überprüft worden, 200.000 seien in Quarantäne geschickt worden.

Um möglichst jeden Grenzübertritt von Touristen zu verhindern, würden die Kontrollen in Skigebieten verstärkt, so der Innenminister. Zuletzt waren Fälle bekanntgeworden, dass sich Ausländer als Arbeitssuchende ausgegeben hatten, letztlich aber zum Skifahren gekommen waren. Auch die Strafen für Verstöße gegen die Hygieneregeln würden deutlich erhöht. Das Nichttragen von FFP2-Masken oder ein Ignorieren des Mindestabstands koste nun jeweils 90 Euro, hieß es.

2.2.2021 • 10:19 Uhr

Organisatoren beharren auf Olympia-Austragung

Die auf den Sommer 2021 verschobenen Olympischen Spiele in Tokio sollen nach dem Willen der Verantwortlichen in Japan auf jeden Fall stattfinden. "Wir werden die Olympischen Spiele abhalten, unabhängig davon, wie die Situation um das Coronavirus aussieht", sagte Yoshiro Mori, Chef des japanischen Organisationskomitees. "Wir müssen neue Wege für die Ausrichtung der Olympischen Spiele in Betracht ziehen." Wegen des jüngsten Anstiegs der Infektionen in Japan wurde zuletzt darüber spekuliert, ob die Spiele in diesem Sommer stattfinden können. Zuvor hatte der japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga angekündigt, den Corona-Notstand für den Großraum Tokio und weitere Präfekturen wegen anhaltender Neuinfektionen um einen Monat verlängern.

2.2.2021 • 10:04 Uhr

KfW-Fördervolumen steigt auf Rekordwert

Die staatliche Förderbank KfW hat im Corona-Krisenjahr 2020 so viele Kredite vergeben wie nie. Das Fördervolumen stieg gegenüber dem Vorjahr um 75 Prozent auf den historischen Höchstwert von 135,3 Milliarden Euro. "Nie zuvor waren wir als Förderbank auf diese Weise gefordert", sagte Vorstandschef Günther Bräunig. Mit mehr als 50 Milliarden Euro habe die KfW Unternehmen, Start-ups, Studierende und gemeinnützige Organisationen in Deutschland sowie Partner in Entwicklungs- und Schwellenländern im Kampf gegen die Folgen der Pandemie unterstützt.

Allein in Deutschland sagte die KfW im vergangenen Jahr rund eine Million Kredite, Zuschüsse und andere Finanzierungen in Höhe von insgesamt 106,4 Milliarden Euro zu. Und auch in diesem Jahr wird das von Bund und Ländern getragene Institut nach Einschätzung Bräunigs viel zu tun haben. "Die angelaufenen Impfungen stimmen zuversichtlich, dennoch wird uns die Corona-Pandemie auch im neuen Jahr sowohl im Neugeschäft als auch im Bestand weiter beschäftigen." Die Förderbank unterstützt mit ihren Corona-Hilfsprogrammen im Auftrag des Bundes zusammen mit Banken und Sparkassen Unternehmen, die wegen der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind. Hierfür stellt sie Kredite für Investitionen und Betriebsmittel bereit.

2.2.2021 • 09:44 Uhr

Japan verlängert Notstand für Großraum Tokio

Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga will den Corona-Notstand für den Großraum Tokio und weitere Präfekturen um einen Monat verlängern. Der zunächst bis 7. Februar verhängte Notstand solle bis zum 7. März dauern, kündigte Suga im Parlament an. Nur in der Region Tochigi wird er am 7. Februar aufgehoben. Zwar ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt gesunken, doch die Lage in den Krankenhäusern bleibt wegen der weiterhin hohen Zahl an schwer Erkrankten angespannt.

Ein Lockdown ist der Notstand jedoch nicht: Restaurants und Bars sollen von 19.00 Uhr an keinen Alkohol ausschenken und um 20.00 Uhr schließen. Die Bürger sind aufgerufen, zu Hause zu bleiben und vor allem nicht nach 20.00 Uhr auszugehen. Anders als andere Länder hat Japan keine rechtliche Handhabe, harte Ausgangssperren zu verhängen.

2.2.2021 • 09:33 Uhr

Holetschek kritisiert Ergebnisse des Impfgipfels

Der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die Ergebnisse des Impfgipfels von Bund und Ländern als teilweise "nicht befriedigend" kritisiert. Nach den Gesprächen gebe es "nicht so viel mehr Planungssicherheit, als wir vorher schon hatten", sagte Holetschek im BR. Von zentraler Bedeutung sei die Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffs, der verlässlich und planbar geliefert werden müsse. Versäumnisse sieht der CSU-Politiker auch bei der Europäischen Union. Diese habe eventuell "nicht so genau hingeschaut", ob bei der Versorgung von Impfstoff nicht mit einem Puffer geplant werden sollte, kritisierte Holetschek. Er hoffe nun, "dass die Unternehmen für die nächsten Wochen die Zusagen halten, die uns jetzt vorliegen".

Klaus Holetschek (CSU), bayerischer Staatsminister für Gesundheit und Pflege. | dpa

Auch nach dem Impfgipfel herrsche keine Planungssicherheit, kritisiert der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Dem Vorschlag, Impfstoff-Herstellern Patente abzukaufen, erteilte er allerdings eine Absage. "Das bringt uns in der Situation jetzt nicht so viel, weil das System ja auch für die Zukunft funktionieren muss", sagte Holetschek. Bild: dpa

2.2.2021 • 09:27 Uhr

"Lockdown" ist der "Anglizismus des Jahres"

Der in der Corona-Krise gebräuchliche Begriff "Lockdown" ist zum "Anglizismus des Jahres" 2020 gekürt worden. "Überzeugt hat die Jury am Wort Lockdown neben der zentralen Rolle, die es in der Diskussion um die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie spielt, seine schnelle Integration in den Wortschatz des Deutschen", teilte das Gremium rund um den Berliner Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch mit. Das Wort führe schon ein Eigenleben und werde auch zusammengesetzt benutzt - etwa in Lockdown-Verstöße. Die Initiative "Anglizismus des Jahres" würdigt seit 2010 jährlich "den positiven Beitrag des Englischen" zur deutschen Sprache. Frühere ausgezeichnete Begriffe waren etwa "Influencer" und "Shitstorm".

2.2.2021 • 09:23 Uhr

Großbritannien beginnt mit Haustür-Tests

Großbritannien hat damit begonnen, bis zu 80.000 Menschen von Tür zu Tür auf das Coronavirus zu testen, um die Ausbreitung der mutierten Variante aus Südafrika einzudämmen. Bewohnerinnen und Bewohner in London und fünf weiteren Regionen sollen getestet werden, unabhängig davon, ob sie Symptome zeigen. Denn die Lage sei besorgniserregend, sagte Michelle Donelan, Staatsministerin im Bildungsministerium, dem Sender Sky. "Es ist immer noch sehr gefährlich und wir haben diese neuen Varianten, die sich verbreiten."

2.2.2021 • 09:06 Uhr

75 Prozent weniger Flugpassagiere

Die Zahl der Fluggäste ist im Corona-Jahr 2020 auf ein historisches Tief gesunken. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, starteten oder landeten rund 57,8 Millionen Passagiere auf den 24 größten Verkehrsflughäfen in Deutschland. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Einbruch um 74,5 Prozent. 2019 war mit 226,7 Millionen Fluggästen noch ein Rekord bei den Passagierzahlen verzeichnet worden. Zugleich bedeuten die Fluggastzahlen im Jahr 2020 den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. 1991 waren laut Statistischem Bundesamt rund 63 Millionen Fluggäste verzeichnet worden.

Lufthansa-Maschinen parken auf einer geschlossenen Landebahn am Flughafen Frankfurt im März 2020. | AP

Stillstand im internationalen Flugverkehr, vor allem im zweiten Quartal 2020: In den Monaten April (minus 99 Prozent), Mai (minus 98 Prozent) und Juni (minus 94 Prozent) kam der Flugverkehr im Vergleich zum Vorjahr fast völlig zum Erliegen. Bild: AP

Deutlich weniger stark getroffen als der Passagierverkehr war im vergangenen Jahr die Luftfracht. Den Statistikern in Wiesbaden zufolge wurden insgesamt 4,5 Millionen Tonnen Luftfracht an den deutschen Hauptverkehrsflughäfen transportiert - ein Minus von 4,1 Prozent im Vergleich zu 2019. Obwohl durch den Wegfall der Passagierflüge "Beiladekapazität nur noch in sehr geringem Umfang zur Verfügung stand", habe sich der Luftfrachtverkehr in der zweiten Jahreshälfte erholt, erklärte das Bundesamt.

2.2.2021 • 08:53 Uhr

SOS-Kinderdörfer: Kaum Impfungen für Geflüchtete

Die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer kritisiert, dass zahlreiche Länder weltweit Geflüchtete aus ihren Impfstrategien gegen Covid-19 ausklammern. "Über ein Drittel der 114 Länder, die bislang Impfpläne erstellt haben, bezieht Menschen auf der Flucht nicht mit ein", erklärte ein Sprecher der SOS-Kinderdörfer. In Kolumbien würden Geflüchtete sogar explizit ausgegrenzt. Dort habe Staatschef Iván Duque erklärt, dass Menschen aus dem Nachbarstaat Venezuela, die ohne legalen Status in Kolumbien lebten, nicht geimpft würden.

Der weltweite Einbruch der Wirtschaft durch die Corona-Pandemie habe die Situation von Geflüchteten zusätzlich verschlechtert und viele in Hunger und Existenznot getrieben. "Es kann nicht sein, dass sie jetzt auch noch in Bezug auf die Impfung wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden", erklärten die SOS-Kinderdörfer. Es sei Aufgabe der weltweiten Staatengemeinschaft, sicherzustellen, dass Geflüchtete genauso die Möglichkeit bekommen, sich impfen zu lassen wie jeder andere, forderte die Hilfsorganisation.

2.2.2021 • 08:49 Uhr

WHO-Team besucht Tierseuchenzentrum in Wuhan

Expertinnen und Experten der Weltgesundheitsorganisation haben ein Zentrum für Tierkrankheiten in Wuhan besucht. Damit setzte das Team seine Untersuchungen zum Ursprung der Corona-Pandemie in China fort. Das Teammitglied Peter Daszak sagte später, es handele sich um eine "exzellente Einrichtung" und sie hätten ein "sehr informatives Treffen" abgehalten. Das Team habe sich mit Mitarbeitern getroffen, die für die Gesundheit von Nutztieren in der Provinz Hubei zuständig seien, Labors besucht und eine eingehende Diskussion mit Fragen und Antworten gehabt, twitterte er. Zuvor waren dem WHO-Besuch intensive Verhandlungen über den Zugang zu Informationen über das Virus und seinen vermuteten Ursprung in der Stadt Wuhan vorausgegangen.

2.2.2021 • 08:43 Uhr

Söder fordert neue Priorisierung bei Impfstoff-Vergabe

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine Änderung der Impfstrategie in Deutschland gefordert. "Es muss ohnehin neu priorisiert werden", sagte der CSU-Vorsitzende im ARD-Morgenmagazin. Ein Grund sei etwa, dass das Vakzin von AstraZeneca in Deutschland nicht an über 65-Jährige verimpft werden dürfe. Außerdem müssten die Kapazitäten mit in die Betrachtungen einbezogen werden. Auf dem Impfgipfel sei klar geworden, dass im ersten Quartal weniger passiere und im zweiten sehr viel mehr. "Der Gipfel gestern hat wirklich Klarheit gebracht, aber eben auch Ernüchterung", sagte der CSU-Politiker.

Zuvor hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichtet, dass die Bundesregierung auch nach der Zulassung des Covid-19-Impfstoffs des Herstellers AstraZeneca an der bisherigen Priorisierung der Impfgruppen festhalten will. Dies gehe aus einem Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zur Neufassung der Impfverordnung hervor. In der Gruppe mit dem höchsten Vorrang bei den Corona-Impfungen sind demnach weiterhin die über 80-Jährigen sowie schwere Pflegefälle, die älter als 65 Jahre sind. Sie erhalten den mRNA-Impfstoff der Hersteller BioNTech/Pfizer und Moderna. Das Vakzin von AstraZeneca bekommen dagegen diejenigen in der höchsten Prioritätengruppe, die unter 65 sind. Hierzu zählte auch medizinisches und pflegerisches Personal.

2.2.2021 • 08:12 Uhr

Habeck enttäuscht vom Impfgipfel

Nach dem Corona-Impfgipfel von Bund und Ländern hat sich der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck enttäuscht von den Ergebnissen gezeigt. "Das Erwartungsmanagement ist in den Keller gefahren worden", sagte Habeck im ARD-Morgenmagazin. Der Gipfel hätte eine Strategie erklären sollen - es sei aber nur bei der Ankündigung einer Strategie geblieben. Habeck forderte, die "Fakten auf den Tisch zu legen", und er warf Bund und Ländern bei dem Treffen "handwerkliche Fehler" vor. Zudem drängte er erneut auf eine Änderung der Vergabe von Impfterminen per Anschreiben. Es könne nicht sein, dass 80-Jährige in Telefonschleifen geschickt würden und dort stundenlang ausharren müssten.

2.2.2021 • 08:08 Uhr

Sozialverbände dringen auf Corona-Hilfe für Bedürftige

Sozialverbände in Deutschland fordern von der Regierungskoalition, die Probleme der Benachteiligten in der Pandemie stärker zu berücksichtigen. Sie sehen die Ärmeren in der Gesellschaft stärker von einer Corona-Infektion bedroht, warnen vor einer Zwei-Klassen-Gesellschaft beim Impfen und fordern mehr finanzielle Unterstützung der Betroffenen. "Ein finanzieller Zuschuss für alle, die Grundsicherung beziehen, ist überfällig", sagte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider.

Auch der Sozialverband VdK drückt in der Debatte um einen Corona-Zuschuss für Menschen in Grundsicherung aufs Tempo. "Wir begrüßen, dass Minister Heil angekündigt hat, endlich einen Corona-Mehrbedarf zu gewähren", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele. "Wir fordern die Politik auf, jetzt zu handeln, nicht erst nach der Wahl."

Arbeitsminister Hubertus Heil hatte Vorschläge für einen Corona-Zuschuss für ärmere Menschen angekündigt. SPD-Chefin Saskia Esken hatte daraufhin die Erwartung an die Union ausgedrückt, beim anstehenden Koalitionsausschuss grünes Licht für ein solches Vorhaben zu geben. Die Spitzen von Union und SPD wollen nun über anstehende Projekte beraten. Sozialverbände hatten zuletzt einen Zuschuss von monatlich 100 Euro gefordert.

2.2.2021 • 07:43 Uhr

Bayer hofft auf CureVac-Impfdosen zu Jahresbeginn 2022

Der Pharmariese Bayer rechnet damit, den von Kooperationspartner CureVac entwickelten Impfstoff ungefähr Anfang 2022 auf den Markt bringen zu können. Wenn alles gut laufe, könne es gelingen, "in etwa einem Jahr oder sogar schneller" das Vakzin zur Verfügung zu stellen, sagte Bayer-Vorstandsmitglied Stefan Oelrich im ARD-Morgenmagazin. Der Curevac-Impfstoff ist bislang noch nicht zugelassen. Ebenso wenig wie das Bayer-Werk in Wuppertal, in dem das Vakzin produziert werden soll.

2.2.2021 • 07:31 Uhr

Corona-Boom: Viele entdecken Schach

Schach liegt in Corona-Zeiten voll im Trend: Vom Kind bis zum Senior entdeckten derzeit viele die Sportart neu für sich, sagte der Präsident vom Schachbund Rheinland-Pfalz, Achim Schmitt. Der Grund: "Je länger die Pandemie dauert, desto mehr wollen die Menschen sich anderweitig beschäftigen." Das Schachspiel sei da ideal, weil man es eben auch gut online und somit kontaktlos spielen könne. "Es gibt einen Onlineschach-Boom", meinte Schmitt. Vereine kämen mit immer mehr Angeboten für Mitglieder und Interessierte ins Netz. "Online-Schach wird definitiv um ein Vielfaches mehr gespielt als vor einem Jahr", sagte der Präsident des Deutschen Schachbundes, Ullrich Krause. Er hofft, dass in Nach-Corona-Zeiten mehr Schachspieler in die Vereine kommen. "Ich bin da zurzeit sehr optimistisch, dass das klappt." Derzeit zählen die 2400 Schachvereine bundesweit etwa 89.000 Mitglieder.

Männer mit Mund-Nasen-Schutz spielen im Bryant Park in New York City Schach. | dpa

Ob in einem Park in New York oder im heimischen Wohnzimmer, ob im direkten Duell oder online: In der Corona-Pandemie spielen immer mehr Meschen Schach. Bild: dpa

2.2.2021 • 07:11 Uhr

EU-Beschränkungen verzögern Impf-Versorgung in Japan

Die Exportbeschränkungen der Europäischen Union für Covid-19-Vakzine beeinträchtigen einem Medienbericht zufolge das Impfprogramm in Japan. Die Entscheidung der EU habe Auswirkungen auf die Versorgung des Landes, sagte der japanische Impfbeauftragte Taro Kono laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo. Kono hatte bereits vergangene Woche vor wachsendem Nationalismus bei der Versorgung mit Impf-Einheiten gewarnt, der zu Störungen der weltweiten Versorgung und Vergeltungsmaßnahmen führen könnte.

2.2.2021 • 07:07 Uhr

China: Gefälschte Corona-Impfdosen sichergestellt

Die chinesische Polizei hat eine kriminelle Bande zerschlagen, die gefälschte Impfstoffe gegen das Coronavirus hergestellt hat. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wurden mehr als 80 Verdächtige festgenommen. Bei Razzien in der Hauptstadt Peking sowie in mehreren Städten der östlichen Provinzen Jiangsu and Shandong wurden demnach insgesamt mehr als 3000 gefälschte Impfdosen beschlagnahmt. Die Bande hatte laut Xinhua Salzwasser in Ampullen gefüllt und diese als Impfdosen verkauft.

2.2.2021 • 07:04 Uhr

USA: Maskenpflicht tritt in Kraft

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ist in den USA eine landesweite Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln in Kraft getreten. An Bord von Flugzeugen, Schiffen, Fähren, Zügen, U-Bahnen, Bussen, Taxis und ähnlichen Verkehrsmitteln muss nun ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wie die Gesundheitsbehörde CDC verfügte. Die Maskenpflicht gilt auch an Verkehrsknotenpunkten wie zum Beispiel Flughäfen, Bahnhöfen oder Häfen. Verkehrsunternehmen dürfen demnach nur Personen transportierten, die der Maskenpflicht Folge leisteten. Die Anordnung gilt auf unbestimmte Zeit.

Passagiere in einem Bus in New York City tragen medizinische Masken. | AP

Kampf gegen die Pandemie: Fortan gilt in den USA landesweit eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Bild: AP

Die CDC behielt sich die Verhängung von Strafen bei Nichtbeachtung vor, diese sind aber zunächst nicht vorgesehen. Man setze in erster auf ein freiwilliges Befolgen der Maskenpflicht, hieß es in der Anordnung. Der neue US-Präsident Joe Biden hatte den Kampf gegen die Pandemie zu einem seiner wichtigsten Ziele erklärt. Er unterzeichnete kurz nach seinem Amtsantritt am 20. Januar eine Verfügung, die eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln vorsieht.

2.2.2021 • 07:00 Uhr

WHO: Covid-Langzeitfolgen nicht aus dem Blick verlieren

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie liegt derzeit das Hauptaugenmerk auf Impfstoffen und der Erforschung neuer Virus-Varianten. Doch nach Einschätzung der WHO-Expertin Janet Diaz sind Forschungen über die langfristigen Folgen mancher Corona-Infektionen, die unter dem Begriff "Long Covid" zusammengefasst werden, genauso wichtig. "Wir haben immer noch nicht vollständig ergründet, was Long Covid ist", sagte Diaz der Nachrichtenagentur AFP. Es gebe "da noch einiges zu lernen", sagte die Long-Covid-Beauftragte im WHO-Notfallprogramm für die Corona-Pandemie.

Bislang gibt es nicht einmal einen offiziellen Namen für das Auftreten von Langzeitfolgen nach einer Corona-Infektion - obwohl Millionen Menschen unter ihnen leiden, chronisch müde sind beispielsweise oder rasch außer Atem.

Die WHO spricht vorerst von einer "Post-Covid-Verfassung", aber auch Begriffe wie post-akutes Covid-Syndrom werden verwendet. "Es ist ein Zustand, der einer weitergehenden Beschreibung bedarf, ein weitergehendes Verständnis, wie viele betroffen sind und wodurch er verursacht wird", mahnte Diaz. Die Erkenntnisse könnten dann dabei helfen, Long Covid "besser vorzubeugen, damit umzugehen und es zu behandeln". Laut Diaz legen Studien aus Großbritannien und anderen Ländern nahe, dass etwa jeder Zehnte nach einer Ansteckung mit Sars-CoV-2 noch mindestens einen Monat später unter Symptomen leidet.

2.2.2021 • 06:53 Uhr

Nachfrage nach Ferienimmobilien steigt in der Corona-Krise

Ferienimmobilien in Deutschland sind in der Corona-Krise begehrt. Noch mehr Menschen als vor der Pandemie schätzten eigene Zweitwohnungen oder -Häuser für den Urlaub oder als Rückzugsort, berichten Immobilienmakler. "Die Nachfrage nach Ferienimmobilien ist definitiv höher als vor der Krise", sagte Daniel Ritter, geschäftsführender Gesellschafter beim Makler von Poll Immobilien. "Der Wunsch, aus der Stadt in die Natur zu entfliehen und Kontakten aus dem Weg gehen zu können, hat sich noch verstärkt". Die Preise beispielsweise für die begehrten Ferienwohnungen auf den Nordseeinseln, die schon vor der Pandemie 10.000 Euro je Quadratmeter und mehr kosteten, seien 2020 nochmals um rund 20 Prozent gestiegen.

Leichter Schnee liegt in dem Spreewalddorf Lehde auf einer Brücke. | dpa

Naherholung für Haupstädter: Der Spreewald boomt in der Corona-Krise, berichten Immobilienmakler. Bild: dpa

Die Nachfrage balle sich unverändert in den Urlaubsregionen wie Nord- und Ostsee, Alpen und Schwarzwald, sagte Ritter. "In der Corona-Krise werden aber auch Regionen beliebter, die im Schatten der Top-Ziele stehen, zum Beispiel Eifel, Mosel, Spreewald und Mecklenburgische Seenplatte." Auch der Makler Engel & Völkers verzeichnet ein verstärktes Interesse an Ferienimmobilien in Deutschland. "Die Nachfrage an der Nord- und Ostseeküste sowie in den Alpenregionen und an den süddeutschen Seen ist infolge der Corona-Pandemie deutlich gestiegen", sagte Vorstandsmitglied Kai Enders. Höhere Preise im Verkauf und in der Vermietung bestätigten das. "Durch den Boom des Inlandsurlaubs suchen mehr Kaufinteressenten Objekte für die Eigennutzung oder Vermietung."

2.2.2021 • 06:41 Uhr

Handel warnt vor Lockdown ohne Perspektive

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat vor einer nochmaligen Verlängerung des Lockdowns ohne Öffnungsperspektive für den Einzelhandel gewarnt. In einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier drang der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, auf eine klare Aussage von Bund und Ländern, "unter welchen Voraussetzungen basierend auf realistischen und fundierten Indikatoren der Einzelhandel wieder öffnen kann".

Menschenleer sind die Rolltreppen in einem Einkaufszentrum in der Frankfurter Innenstadt. | dpa

Shopping während der Pandemie: Weil die Geschäfte geschlossen bleiben, kaufen viele Kunden im Netz. Der HDE fürchtet "eklatante Wettbewerbsverzerrungen zwischen stationärem und Online-Handel" und dringt darauf, möglichst rasch die schrittweise Rückkehr zu einem geordneten Geschäftsbetrieb zu ermöglichen. Bild: dpa

Der HDE reagierte mit dem Brief auf Äußerungen Altmaiers, der nicht ausgeschlossen hatte, das der aktuelle Lockdown wegen der neuen Mutationen des Coronavirus möglicherweise selbst bei einem Inzidenzwert von unter 50 noch einmal verlängert werden könnte. Diese Äußerungen des CDU-Politikers hätten die Kaufleute "weiter tief verunsichert und deren Existenzsorgen dramatisch verstärkt", schrieb Sanktjohanser. Schon der gegenwärtige Lockdown werde für Tausende von Einzelhandelsunternehmen in den Innenstädten und besonders im Modehandel das Aus bedeuten.

2.2.2021 • 05:56 Uhr

6114 Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 6114 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 861 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Morgen hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6412 Neuinfektionen und 903 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Morgen bei 90.

2.2.2021 • 04:29 Uhr

USA: Keine Einigung auf Corona-Hilfspaket

US-Präsident Joe Biden und die Republikaner im US-Senat sind sich im Ringen um ein massives Corona-Hilfspaket nicht nähergekommen. Ein zweistündiges Treffen zwischen Biden und republikanischen Senatoren endete ohne Durchbruch. Man habe sich aber darauf geeinigt, weiter zu sprechen, teilte die Wortführerin der Republikaner, Susan Collins, mit. Das von Biden vorgeschlagene Konjunktur- und Hilfspaket hat einen Umfang von 1,9 Billionen US-Dollar, die Republikaner wollen gerade mal rund ein Drittel davon in die Hand nehmen.

2.2.2021 • 03:53 Uhr

Blatt: Johnson will Schulen schnellstmöglich wieder öffnen

Der britische Premierminister Boris Johnson dringt einem Zeitungsbericht zufolge auf die Wiedereröffnung der Schulen. Johnson habe die Minister angewiesen, Vorbereitungen für die Rückkehr zum Präsenzunterreicht zu beschleunigen, da laut dem medizinischen Chef-Berater der Regierung, Chris Witty, der Höhepunkt der Coronavirus-Infektionen vergangene Woche überschritten worden sei, berichtet "The Telegraph".

Der britische Premierminister Boris Johnson vor seinem Dienstsitz in der Downing Street in London. | AFP

Höhepunkt der Corona-Infektionen angeblich überschritten: Der britische Premierminister Boris Johnson plant die schnelle Rückkehr zum Präsenzunterricht in Großbritannien. Bild: AFP

2.2.2021 • 03:53 Uhr

Moderna will mehr Dosen pro Ampulle ermöglichen

Der US-Pharmahersteller Moderna will mit zusätzlichen Einheiten des Impfstoffs pro Fläschchen einen Engpass im Herstellungsprozess beheben. Statt mit bislang 10 könnten die Durchstechflaschen mit bis zu 15 Impf-Einheiten befüllt werden, um die Produktion zu steigern, teilt das Unternehmen mit. Pro Tag könne nur eine bestimmte Anzahl Ampullen befüllt werden. Vor der Implementierung müsse die Aufsichtsbehörde FDA grünes Licht geben.

2.2.2021 • 03:53 Uhr

Städtetag pocht auf mehr Planungssicherheit

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, fordert nach dem Impfgipfel mehr Verlässlichkeit bei der Planung von Impfungen. "Nach dem Treffen gibt es mehr Informationen über Impfstoff-Lieferungen in den nächsten Monaten", sagte Dedy der Zeitung "Rheinische Post". "Wir hoffen sehr, dass sich dadurch auch mehr Planungssicherheit für die Kommunen ergibt, die die Impfzentren betreiben." Man müsse vor Ort besser einschätzen können, wann wie viele Impfdosen kommen. Die kommenden Wochen würden noch von Engpässen bestimmt sein, die Zahl der Impfdosen werde erst im zweiten und dritten Quartal deutlich wachsen. "Wir werden alle gemeinsam in den nächsten Wochen noch viel Geduld haben müssen."

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 02. Februar 2021 um 11:00 Uhr.