Leere Sitze im ICE 602 von München nach Hamburg | dpa
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Liveblog zum Coronavirus ++ Die Bahn reduziert ihr Angebot ++

Stand: 05.01.2021 23:20 Uhr

Die Bahn will ihr Angebot an ICE-Verbindungen im Lockdown reduzieren. Die FDP kritisiert die Einschränkung der Bewegungsfreiheit in Hotspots. Spanien meldet mehr als 23.000 Neuinfektionen. Der Liveblog vom Dienstag zum Nachlesen.

  • Schulen sollen geschlossen bleiben, KMK sieht aber "Spielräume"
  • Bund und Länder verschärfen Lockdown
  • Laut RKI bislang rund 317.000 Impfungen in Deutschland
  • Spahn weist Kritik an Impfstrategie zurück
  • RKI meldet 11.897 Neuinfektionen und 944 Todesfälle
  • Mexiko lässt AstraZeneca-Impfstoff zu
  • Israel lässt Moderna-Impfstoff zu
5.1.2021 • 23:20 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

5.1.2021 • 22:45 Uhr

Lettland will Corona-Beschränkungen bis 25. Januar verlängern

Lettlands Regierung will die noch bis zum 11. Januar wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Beschränkungen um zwei Wochen verlängern. Das Kabinett in Riga einigte sich im Grundsatz auf eine Ausweitung der geltenden Sicherheitsmaßnahmen in dem baltischen EU-Landes bis zum 25. Januar. Über mögliche Änderungen einzelner Maßnahmen soll auf der Regierungssitzung am Donnerstag entschieden werden, teilte der Leiter der lettischen Staatskanzlei bei einer Online-Pressekonferenz mit. 

Angesichts der Entwicklung hatte die Regierung Mitte Dezember die Corona-Beschränkungen verschärft - die meisten Geschäfte in Lettland sind seitdem dicht. Verkauft werden dürfen nur noch Lebensmittel und andere Produkte, die Grundbedürfnisse abdecken. Auch Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen, der Schulbetrieb ist auf Fernunterricht umgestellt.

5.1.2021 • 21:44 Uhr

Israels Regierung beschließt härteren Lockdown

Israels Regierung will mit einem härteren Corona-Lockdown die Infektionsdynamik bremsen. Nach einer erneuten Zunahme der Fälle beschloss das Kabinett eine Verschärfung der geltenden Restriktionen. Diese soll nach Angaben des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu von Donnerstag um Mitternacht an in Kraft treten und zwei Wochen andauern. Details werden demnach noch abgestimmt.

5.1.2021 • 21:42 Uhr

SPD-Vorsitzende fordern verlässliches digitales Bildungsangebot

Nach der Lockdown-Verlängerung haben die beiden SPD-Parteivorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans ein verlässliches digitales Bildungsangebot für alle Schüler gefordert. "Es muss jetzt sichergestellt werden, dass alle Schülerinnen und in Deutschland ein verlässliches, digital gestütztes Bildungsangebot erhalten", schrieben Esken und Walter-Borjans in einer Stellungnahme für das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es sei "die Aufgabe unseres Bildungssystems, dass die Bildungschancen durch Corona nicht weiter auseinanderdriften".

Die beiden SPD-Politiker begrüßten zudem die neuen Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern.

5.1.2021 • 21:36 Uhr

Abschlussklassen im Nordosten: Rückkehr an Schulen geplant

Schülerinnen und Schüler Mecklenburg-Vorpommerns aus Abschlussklassen sollen nach Worten von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in der kommenden Woche wieder zur Schule gehen können. Dazu zählen die Klassen 10, 12 und Berufsschüler, wie Schwesig nach den Beratungen von Bund und Ländern sagte. Zudem stellte sie die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts für Grundschüler vom 18. Januar an in Aussicht, die in Gebieten mit weniger als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche leben. Dazu zählen derzeit die Stadt Rostock und der Landkreis Rostock. Wie eine konkrete Umsetzung, etwa der Klassengrößen, aussehen könnte, war zunächst unklar.

In Niedersachsen werden Schulunterricht und Kinderbetreuung zunächst bis Ende Januar stark eingeschränkt. An weiterführenden Schulen gibt es außer für Abschlussklassen keinen Präsenzunterricht, sondern Homeschooling, sagte Ministerpräsident Stephan Weil. Für Grundschulen gibt es in der ersten Woche nach den Ferien Homeschooling, danach Unterricht im Wechselmodell mit geteilten Klassen. Die Kinderbetreuung in den Tagesstätten wird auf eine Notbetreuung mit einem auf 50 Prozent reduzierten Angebot umgestellt.

5.1.2021 • 21:21 Uhr

Niedersachsen hadert mit Beschränken von Bewegungsradius in Hotspots

Niedersachsen will die bei den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise beschlossene Beschränkung der Bewegungsfreiheit in Hotspots nicht ohne weiteres einführen. Nötig sei eine gesonderte Begründung zur Verhältnismäßigkeit, wie sie das Oberverwaltungsgericht bereits bei anderen Einschränkungen angemahnt hat, sagte Ministerpräsident Stephan Weil. "Das ist für uns Teil des Prüfprogramms, ob und wann die Regelung zur Anwendung kommt, am liebsten gar nicht."

Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann erklärte, dass zunächst nicht geplant sei, die Beschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometer um den Wohnort in Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 umzusetzen.

5.1.2021 • 21:09 Uhr

Merkel sagt Firmen Hilfe für Ausweitung der Imfstoffproduktion zu

Bund und Länder werden nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel alles tun, um die Produktion von Corona-Impfstoff weiter zu steigern. Sollten Darlehen oder Übergangsfinanzierungen nötig sein, dann werde dies kein Problem sein, sagte Merkel nach den Bund-Länder-Beratungen, auf denen auch vertieft über die Probleme bei den Impfungen in Deutschland gesprochen wurde. Der Bund werde sich mit den Herstellern zusammensetzen und überlegen, wo man helfen könne. "Die Frage der Finanzen ist für die, die einen Impfstoff haben, aber nicht die Kernfrage", betonte Merkel. "Es soll jedenfalls an keinerlei staatlicher Aktivität scheitern, dass schnell weiterer Impfstoff produziert werden kann", fügte die Kanzlerin hinzu.

In der Sitzung mit den 16 Ministerpräsidenten hatte es nach Teilnehmerangaben scharfe Kritik von SPD-Länderchefs an Gesundheitsminister Jens Spahn gegeben, denen mehrere SPD-Politiker seit einigen Tagen eine verfehlte Impfstrategie vorwerfen. Merkel und Spahn hätten dies in der Sitzung zurückgewiesen, hieß es.

5.1.2021 • 21:06 Uhr

Landkreis-Präsident kritisiert Einschränkungen von Bewegungsfreiheit

Der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, hat die Verschärfung des Corona-Lockdown kritisiert. "Ich habe meine Zweifel, ob mit Bewegungseinschränkungen und Kontaktverboten zu mehr als einer Person außerhalb des eigenen Haushalts nicht der Bogen überspannt wird", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir bringen damit jedenfalls große Teile der Bevölkerung in Schwierigkeiten, auf deren Mitmachen wir angewiesen sind", gab der CDU-Politiker und Landrat des Landkreises Ostholstein zu bedenken. Vor allem in den ländlichen Räumen wirkten Einschränkungen der Bewegungsfreiheit besonders stark. Auch die fortdauernde Schließung von Schulen stufte Sager als "sehr weitgehend" ein.

5.1.2021 • 21:04 Uhr

Brinkhaus: Schutzmaßnahmen für Pflegeheime konsequent umsetzen

Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus dringt darauf, die beschlossenen Corona-Schutzmaßnahmen für Alten- und Pflegeheime konsequent umzusetzen. "Der Einsatz von Freiwilligen muss dort jetzt schnell auf den Weg gebracht werden", erklärte Brinkhaus in Berlin. Diese sollen die Einrichtungen laut den Beschlüssen von Bund und Ländern bei Schnelltests unterstützen, um das Pflegepersonal zu entlasten.

5.1.2021 • 21:02 Uhr

Strategien zur Pandemie-Eindämmung

Die Göttinger Max-Planck-Forscherin Viola Priesemann befasst sich wissenschaftlich mit der Dynamik der Corona-Pandemie und mit Strategien zu deren Bewältigung. Sie hatte seit Monaten ein härteres Vorgehen gefordert. In der ARD-extra-Sendung zur Corona-Lage sagte sie, dass in Bereichen wie beispielsweise der Mobilität oder auch beim Angebot von Homeoffice-Lösungen nachgesteuert werden muss.

5.1.2021 • 20:50 Uhr

Baden-Württemberg zögert mit verschärfter Corona-Hotspot-Regel

Baden-Württemberg hält sich die Entscheidung über die Verschärfung einiger Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie offenbar noch offen. Die Beschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometer um den Wohnort in Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 sei zunächst nicht geplant, erklärte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. "Wir müssen erstmal zu belastbaren Werten nächste Woche kommen, um darüber zu entscheiden." Zuletzt lag die Zahl nur in zwei Kreisen im Südwesten knapp über 200, in zwei weiteren knapp darunter. In der kommenden Woche will die grün-schwarze Landesregierung auf Basis neuer Zahlen auch entscheiden, ob Kitas und Grundschulen ab 18. Januar öffnen dürfen.

5.1.2021 • 20:47 Uhr

Mehr als 23.000 Neuinfektionen in Spanien

Spanien hat mit 23.700 Neuinfektionen binnen 24 Stunden den höchsten Tageswert seit zwei Monaten verzeichnet. Das seien etwa 10.000 Fälle mehr als vor einer Woche, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Drei Regionen, Katalonien, Madrid und Valencia, hätten zusammen zwei Drittel aller neuen Ansteckungen gemeldet. Allein in Katalonien seien einschließlich nachgemeldeter Fälle 7035 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von zwei Wochen kletterte derweil in Spanien den Angaben zufolge auf gut 296. Das ist der höchste Wert seit dem 27. November - damals lag der Wert bei 307.

Wegen der anziehenden Zahlen kündigten erneut mehrere der insgesamt 17 sogenannten Autonomen Gemeinschaften des Landes eine Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie an. Valencia verlängerte zum Beispiel die Abriegelung der Region bis zum 31. Januar. Die knapp fünf Millionen Einwohner dürfen die Region nur mit triftigem Grund verlassen, etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren.

5.1.2021 • 20:32 Uhr

Braun: Ziel ist weniger als 5000 Fälle pro Tag in Deutschland

Die Bundesregierung setzt auf die Kombination von Impfung und Kontaktnachverfolgung als längerfristige Strategie gegen Corona. Das sagte der Chef des Kanzleramts, Helge Braun, in der ARD-extra-Sendung zur Corona-Lage. Eine Kontaktnachverfolgung sei für die Gesundheitsämter erst wieder möglich, wenn man deutschlandweit deutlich weniger als 5000 Fälle pro Tag habe. Aktuell sind es mehr als 10.000. Um die Pandemie zu beenden, sei es nötig, weite Teile der Bevölkerung zu impfen.

5.1.2021 • 20:17 Uhr

Kultusministerin: Der Beschluss bietet "Spielräume"

Die Corona-Vereinbarungen von Bund und Ländern bieten nach Ansicht der Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Britta Ernst, Spielräume für die Frage des Umgangs mit Schulen. "Die KMK hat sich Montag einmütig dafür ausgesprochen, dass in den Bundesländern, in denen es das Infektionsgeschehen erlaubt, in einer ersten Stufe die Grundschulen zum Präsenzunterricht zurückkehren können", teilte die Brandenburger Bildungsministerin mit. Das finde sich im Beschluss der Regierungschefs von Bund und Ländern nicht explizit wieder.

"Der Beschluss bietet jedoch Spielräume, die in den Ländern entsprechend genutzt werden können", so die SPD-Politikerin. Bund und Länder hatten vereinbart, dass Schulen und Kindertagesstätten bis mindestens Ende Januar weitgehend geschlossen bleiben oder nur eingeschränkten Betrieb anbieten sollen.

5.1.2021 • 20:11 Uhr

Laschet: Eingeschränkter Bewegungsradius wird durchgesetzt

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet weist Zweifel an den Kontrollmöglichkeiten des eingeschränkten Bewegungsradius zurück. "Ich stehe zu dem, was die Ministerpräsidenten beschlossen haben. Und was beschlossen wird, wird auch durchgesetzt" sagt der CDU-Politiker. Nach den Beschlüssen soll in besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Gebieten die Bewegungsfreiheit auf einen Radius 15 Kilometer um den Wohnort beschränkt werden können.

5.1.2021 • 20:04 Uhr

Handel fordert Plan für Wiedereröffnung der Geschäfte

Der Einzelhandel hat die Politik nach der Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar zu einem klaren Fahrplan zur Wiedereröffnung der Geschäfte aufgefordert. "Die geschlossenen Handelsunternehmen brauchen jetzt klare Aussagen, unter welchen Bedingungen sie wann ihren Betrieb wieder aufnehmen können", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands HDE, Stefan Genth, nach den Beratungen von Bund und Ländern. "Den Lockdown einfach nur zu verlängern und keinerlei Perspektiven oder Pläne für eine Wiedereröffnung der Geschäfte zu präsentieren, ist zu wenig."

5.1.2021 • 20:00 Uhr

FDP: Kein Zusammenhang zwischen Bewegung und Ansteckung

Die FDP hat Erwägungen für die Einschränkung des Bewegungsradius in Corona-Hotspots auf 15 Kilometer rings um den Wohnort eine Absage erteilt. "Es besteht kein Zusammenhang zwischen Bewegung und Ansteckung", sagte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer. "50 Kilometer alleine im Auto sind kein Ansteckungsrisiko, fünf Kilometer in einer vollbesetzten U-Bahn schon", gab er zu bedenken.

5.1.2021 • 19:52 Uhr

Bahn reduziert im Lockdown Angebot - aber Grundtakt bleibt

Die Deutsche Bahn hat angesichts des verschärften Lockdowns angekündigt, ihr Angebot im Fernverkehr zu reduzieren. "Ab dem 7. Januar wird die DB ihren Fahrgästen bis auf weiteres rund 85 Prozent des normalen Sitzplatzangebotes zur Verfügung stellen", teilte der Konzern mit. Damit werde im Fernverkehr ein Grundtakt aufrechterhalten.

Wie schon im Frühjahr und Herbst des vergangenen Jahres werde es Anpassungen im Angebot geben, so die Bahn. So würden Verstärker-Züge sowie der internationale Verkehr in Absprache mit den europäischen Partnerbahnen reduziert und teils statt zwei Zugteilen nur noch eines eingesetzt.

Über die Weihnachtstage hatte die Bahn ihr Angebot im Fernverkehr sogar noch ausgeweitet, um zu verhindern, dass Fahrgäste im Zug keinen Abstand halten können. In den vergangenen Tagen waren viele ICE-Züge aber sehr leer.

Auch für Fahrgäste im Regionalverkehr kommen Änderungen zu. Die regionalen Verkehrsunternehmen wollen das volle Bahn- und Busangebot aber zumindest in den Stoßzeiten aufrechterhalten. Dies soll vor allem für diejenigen geschehen, "die mobil sein und zwingend zur Arbeit müssen", teilte der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann, mit.

5.1.2021 • 19:48 Uhr

Was gilt in Deutschland bis Ende Januar?

Bund und Länder haben lange beraten und viel beschlossen. Was sind denn nun die neuen Corona-Regeln? Hier ein Überblick:

5.1.2021 • 19:35 Uhr

Sorgen wegen Corona-Mutation

Die Kanzlerin begründete die Verschärfungen auch mit der neuen Corona-Mutation, die mehr Infektionen verursache, sowie mit der hohen Belastung der Intensivstationen. "Wir müssen besonders vorsichtig sein", betonte sie. Es gebe eine "wirklich große Sorge um ein mutiertes Virus", sagte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Wenn sich die zuerst in England entdeckte und inzwischen auch in Deutschland nachgewiesene Virusvariante durchsetze, "könnte uns noch einiges bevorstehen".

5.1.2021 • 19:17 Uhr

Testpflicht für Einreisende

Für Einreisen aus Risikogebieten nach Deutschland soll nun zusätzlich eine Testpflicht eingeführt werden. Einreisende müssen sich ab 11. Januar bis zu 48 Stunden vor Anreise oder direkt nach der Einreise testen lassen. Unabhängig davon bleibt es bei der zehntägigen Quarantänepflicht. Die Quarantäne kann auch weiterhin durch ein negatives Ergebnis eines weiteren, frühestens am fünften Tag nach der Einreise vorgenommenen Tests verkürzt werden. Bestehen bleibt außerdem die Pflicht zu einer digitalen Einreiseanmeldung. Die Bundesregierung hat inzwischen etwa 150 der rund 200 Länder weltweit zu Corona-Risikogebieten erklärt und warnt vor Reisen dorthin. In Europa gibt es kaum noch Regionen, die kein Risikogebiet sind.

5.1.2021 • 19:14 Uhr

Profisport darf weitermachen

Trotz der verschärften Maßnahmen im Corona-Lockdown darf der Profisport in Deutschland seinen Wettkampfbetrieb fortsetzen. Das geht aus den Beschlüssen von Bundesregierung und Länderchefs hervor. Zuschauer sind weiterhin ausgeschlossen, für Clubs und Veranstalter bedeutet das steigende Umsatzeinbußen. Für den Amateur- und Breitensport bleiben gemeinschaftliche Trainingseinheiten und Wettbewerbe komplett verboten.

5.1.2021 • 19:08 Uhr

Merkel verteidigt Impstoffbestellung

Kanzlerin Angela Merkel hat die Impfstoffbestellung durch die EU verteidigt. "Wir wollen keine nationalen Alleingänge", betonte sie. Der wirksamste Schutz sei auch für Deutschland durch ein europäisches Vorgehen zu erreichen. Es sei im deutschen Interessen, dass auch die Bevölkerung der EU-Nachbarn rasch geimpft werde. Mit Blick auf die knappen Ressourcen kündigten Bund und Länder an, dass sich bis spätestens Mitte Februar alle Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen impfen lassen können. Bis zum 1. Februar sollen etwa vier Millionen Impfdosen ausgeliefert worden sein.

5.1.2021 • 18:59 Uhr

Schulen und Kitas bleiben dicht

Schulen bleiben grundsätzlich geschlossen, oder die Präsenzpflicht bleibt ausgesetzt. Es wird eine Notfallbetreuung sichergestellt und Distanzlernen angeboten. Für Abschlussklassen können gesonderte Regelungen gelten. Auch Kindertagesstätten bleiben grundsätzlich geschlossen. Für Eltern werden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, für die Betreuung der Kinder im genannten Zeitraum bezahlten Urlaub zu nehmen.

5.1.2021 • 18:52 Uhr

Lockdown wird verschärft und verlängert

Die Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie werden wegen der weiter hohen Infektionszahlen verschärft. Auf Menschen in Landkreisen mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen kommt eine drastische Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zu. Schulen und Kitas bleiben geschlossen. Der Lockdown wird zunächst bis zum 31. Januar verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder verständigt. Kanzlerin Merkel sagte: "Die Maßnahmen, die wir beschlossen haben sind einschneidend. (...) Sie sind härter." Hier alle Beschlüsse zum Nachlesen:

5.1.2021 • 18:33 Uhr

1,3 Millionen Geimpfte in Großbritannien

In Großbritannien sind nach Angaben von Premierminister Boris Johnson mittlerweile mehr als 1,3 Millionen gegen das Coronavirus geimpft worden. Rund die Hälfte der Geimpften gehöre zur besonders bedrohten Altersgruppe der über 80-Jährigen. "In zwei bis drei Wochen werden wir hier ein hohes Maß an Immunität haben", sagte der Regierungschef. Mit mehr als 60.000 neuen Corona-Infektionen meldete Großbritannien zugleich einen Tagesrekord. Das Land steht vor einem verschärften Lockdown.

Der britische Premierminister Boris Johnson. | AFP

Bis Mitte Februar sollen insgesamt 13,2 Millionen Menschen aus den am meisten gefährdeten Gruppen geimpft werden, kündigt der britische Premierminister Boris Johnson an. Bild: AFP

5.1.2021 • 18:28 Uhr

Lockdown wird verlängert - erstmal bis 31. Januar

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat am Rande der noch laufenden Bund-Länder-Beratungen die Verlängerung des Corona-Lockdowns bestätigt. Dass die Corona-Beschränkungen bis 31. Januar verlängert werden sollen, "ist ein Teil des Beschlusses", sagte sie.

5.1.2021 • 18:11 Uhr

Drosten: "Auch in Deutschland nach den Virus-Mutationen suchen"

Im Podcast von NDR Info äußert sich Christian Drosten erstmals ausführlich zu den Virus-Mutationen aus England und Südafrika.

5.1.2021 • 18:03 Uhr

Wie bekommt man einen Impf-Termin?

In den meisten Bundesländern wird bislang vor allem in Pflegeheimen und Kliniken geimpft. Doch fast überall beginnt jetzt auch die Terminvergabe für weitere Risikogruppen. Hier ein Überblick, wo und wie man wie an einen Termin kommt.

5.1.2021 • 18:03 Uhr

Mehr Impfstoff für Deutschland - aber wie?

Angesichts der Knappheit bei den Corona-Impfstoffen forciert die Bundesregierung eine Produktion größerer Mengen. So wollen der Bund und Hessen den Hersteller Biontech dabei unterstützen, noch im Februar in einem neuen Werk in Marburg die Produktion zu starten. Dazu will Kanzlerin Merkel morgen mit ihren einigen Ministern beraten, wie zusätzliche Produktion durch die Regierung unterstützt werden kann. Neben Gesundheitsminister Jens Spahn sollen an der Beratung auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier, der Chef des Bundeskanzleramtes Helge Braun (alle CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) teilnehmen.

5.1.2021 • 17:39 Uhr

US-Arzneimittelbehörde mahnt zur Einhaltung der Impf-Vorgaben

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat davor gewarnt, bei den bisher zugelassenen Corona-Impfstoffen von der vorgeschriebenen Verabreichung der zwei Dosen abzuweichen. "Die verfügbaren Daten unterstützen weiterhin die Verwendung von zwei festgelegten Dosen jedes zugelassenen Impfstoffs in festgelegten Intervallen", hieß es in einer Mitteilung der FDA. Mögliche Veränderungen in diesem Vorgehen wie die Reduzierung der Dosen oder die Verlängerung der Intervalle könnten eine Gefahr für das öffentliche Gesundheitswesen darstellen.

Hintergrund seien Diskussion über Maßnahmen, die knappen Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna mehr Personen zur Verfügung zu stellen. Die Fragen, die gestellt würden, seien zwar vernünftig, so die FDA. Änderungen bei der vorgegebenen Verabreichung könnten aber erst dann erwogen werden, wenn es dazu wissenschaftlich fundierte Daten gebe.

Der Gesundheitsbehörde CDC zufolge wurden in den USA bereits 4,5 Millionen Menschen mit einer ersten Dosis von einem der Stoffe geimpft. Die Kampagne läuft jedoch langsamer an als zuvor versprochen. In den USA leben rund 330 Millionen Menschen.

5.1.2021 • 17:31 Uhr

Weltbank schraubt Prognose für Erholung der Konjunktur zurück

Die Weltbank hat ihre Prognose für die Erholung der Weltwirtschaft angesichts der andauernden Corona-Pandemie etwas zurückgeschraubt. Sie prognostiziert ein Wachstum in Höhe von 4,0 Prozent im Jahr 2021 - zuletzt war die Weltbank noch von 4,2 Prozent ausgegangen. Im zu Ende gegangenen Jahr war die Weltkonjunktur demnach um 4,3 Prozent geschrumpft.

Die Weltbank entwarf verschiedene Szenarien - je nachdem, wie sich die Infektionszahlen entwickeln und der Impfstoff bereitgestellt wird. Denkbar sei ein Wachstum von nur 1,6 Prozent, im besten Fall könnten es 5,0 Prozent sein. Ein Grund für die neue Prognose ist demnach unter anderem die kürzlich aufgetauchte Virus-Mutation, die wegen der damit verbundenen Lockdown-Folgen die Wirtschaft in den USA und Europa zusätzlich belasten.

5.1.2021 • 17:15 Uhr

Kubicki kritisiert geplante Einschränkung der Bewegungsfreiheit

Der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki äußerte scharfe Kritik an der geplanten Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen engen Radius rund um den Wohnort. Die Idee für dieses neue Instrument habe "keine ausdrückliche gesetzliche Verankerung", sagte der Bundestagsvizepräsident dem "Handelsblatt". "Ein Instrument also, über das abermals keine parlamentarische Debatte stattgefunden hat und das hinter verschlossenen Türen ausgehandelt wird", fügte Kubicki hinzu. "Entgegen aller Beteuerungen ist im Kanzleramt kein Lerneffekt eingetreten."

5.1.2021 • 17:03 Uhr

Italiens Ärzte kritisieren Corona-Impfstrategie der Regierung

Die italienische Ärztevereinigung Fnomceo hat Kritik an der Impfstrategie der Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte geübt. Landesweit stünden 60.000 Mediziner bereit, die täglich mehr als eine Million Menschen impfen könnten, sagte Verbandschef Filippo Anelli. "Aber noch hat sich niemand bei uns gemeldet."

Ein Treffen zur gemeinsamen Koordinierung der Impfkampagne sei bislang ebenso wenig anberaumt worden, bemängelte Anelli. Dabei sei es wichtig, die Ärzteschaft rechtzeitig in die Planungen miteinzubeziehen. "Die ganze Welt tut das", betonte der Experte. Fnomceo teilte mit, dass in Italien bislang 279 Ärzte an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben seien. Anelli kritisierte in diesem Zusammenhang einen unzureichenden Schutz für das Gesundheitspersonal. Viele Betroffene müssten das Virus "mit bloßen Händen" bekämpfen. Das dürfe man nicht länger zulassen.

5.1.2021 • 16:39 Uhr

Luxemburg lockert Corona-Maßnahmen

Luxemburg lockert seine Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Von Montag (11. Januar) an dürften Geschäfte unter strengen Auflagen wieder öffnen, sagte Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel nach einer Sitzung des Regierungsrates. In den Schulen starte wieder der Präsenzunterricht, auch Sport- und Kultureinrichtungen könnten unter Auflagen wieder aufschließen, sagte Bettel.

Restaurants und Kneipen aber blieben bis Ende Januar weiterhin geschlossen. Auch änderten sich die strengen Kontaktbeschränkungen nicht: Nur maximal zwei Personen aus einem anderen Haushalt könnten zu Besuch kommen. Bei Versammlungen von mehr als vier Personen gelte wie bisher eine Maskenpflicht, sagte Bettel. Die Gesetzestexte sollen noch in dieser Woche im Parlament verabschiedet werden.

Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen seien im Vergleich zu Anfang Dezember zurückgegangen, sagte Bettel. Und zwar von durchschnittlich 550 auf 167 Neuinfektionen pro Tag. "Die Situation stellt sich gemischt dar und bleibt angespannt, aber die Tendenz zeigt in die richtige Richtung."

5.1.2021 • 16:18 Uhr

Bund und Länder verschärfen Lockdown

Bund und Länder haben sich nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios darauf verständigt, dass in Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort beschränkt werden soll. Gelten soll dies für Landkreise mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern.

5.1.2021 • 15:59 Uhr

Pharmaindustrie nimmt Impfstrategie in Schutz

Die deutschen Pharmahersteller haben sich in der Debatte über die Impfstrategie hinter die EU und die Bundesregierung gestellt. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) erklärte, er könne sich der "teils scharfen Kritik an Beschaffung und Verteilung" der neuen Corona-Impfstoffe nicht anschließen.

Eine EU-einheitliche gemeinsame Beschaffungsstrategie sei generell richtig, auch Fehler seien nicht erkennbar. "Die EU und auch die Bundesregierung haben sich nach unserer Kenntnis rechtzeitig mit der Beschaffung von Impfstoffen auseinandergesetzt", erklärte der BPI-Vorsitzende Hans-Georg Feldmeier.

Zudem sei "richtigerweise" mit allen potenziellen Impfstoffherstellern verhandelt worden. Es sei bei Ausschreibungen allgemein üblich, das Risiko zu verteilen. Nationale Alleingänge verböten sich bei einer weltweiten Pandemie.

5.1.2021 • 15:44 Uhr

Dänemark verschärft Corona-Regeln

Dänemark verschärft seine Vorkehrungen im Kampf gegen das Coronavirus. Künftig dürfen sich in der Öffentlichkeit nur noch fünf statt wie bisher zehn Personen versammeln, teilte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen mit. Außerdem kündigte sie ein Abstandsgebot von mindestens zwei Metern in Geschäften und in öffentlichen Bereichen an.

5.1.2021 • 15:38 Uhr

Laut RKI 67 Landkreise über Inzidenz von 200

Nach aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) überschreiten derzeit 67 Landkreise in Deutschland bei der Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 200. Spitzenreiter sind die Landkreise Meißen (493), Altenburger Land (463) und Vogtland (435), die in Sachsen und Thüringen liegen.

5.1.2021 • 15:35 Uhr

Schweiz will bis Sommer alle Impfwilligen impfen

Für jede Person in der Schweiz, die sich gegen Covid-19 impfen lassen möchte, soll das bis zum Sommer möglich sein. "Wir rechnen damit, bis zum Sommer die Volumina so entsprechend zu bekommen, dass alle, die geimpft werden wollen, auch geimpft sein können", sagt Nora Kronig, Leiterin der Abteilung Internationales beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). Bislang wurden 233.000 Dosen des Impfstoffs der Firmen Biontech und Pfizer ausgeliefert. Bis Februar rechne man mit insgesamt 1,5 Millionen Dosen. In dieser Planung sei auch der Impfstoff der US-Firma Moderna berücksichtigt, über dessen Zulassung demnächst entschieden werden soll.

5.1.2021 • 15:25 Uhr

NRW: Weiterer Wintersportort plant Sperrungen

Nach den Wintersportorten Hellenthal und Winterberg will auch die Gemeinde Reichshof im Bergischen Land wegen des Andrangs von Schnee-Touristen die Straßen zu ihrem Skigebiet sperren. Dies solle am nächsten Wochenende geschehen, "um ein Verkehrschaos zu vermeiden und auch der Corona-Pandemie entgegen zu wirken", teilte die Gemeinde mit. "Wie sehr wir uns auch immer auf Schnee und die vielen Besucher aus den umliegenden Städten freuen, diesen Winter geht es leider nicht", erklärte Bürgermeister Rüdiger Gennies. Lifte und Loipen hatte die Gemeinde ohnehin nicht in Betrieb genommen.

Zuvor hatte bereits Winterberg im Sauerland Pisten und Parkplätze gesperrt. Auch die Eifel-Gemeinde Hellenthal machte nach einem Ansturm von Schnee-Touristen am Wochenende die Parkplätze an Ausflugszielen dicht. Lifte am Skigebiet und Schneewanderwege waren bereits vorher gesperrt.

5.1.2021 • 15:18 Uhr

Verschärfte Maßnahmen in chinesischer Provinz Hebei

Die chinesische Provinz Hebei ist staatlichen Medien zufolge bei der Bekämpfung des Coronavirus in einen "Kriegsmodus" eingetreten: Ermittler-Teams würden eingesetzt, um Kontaktpersonen von positiv getesteten Corona-Patienten aufzuspüren. Auch würden Isolationsvorkehrungen getroffen und verstärkt Corona-Tests durchgeführt. Ein Dorf befinde sich bereits im Lockdown. Die Provinz, die Peking umschließt, werde als "Festungsgraben" rund um die Hauptstadt agieren.

Die Verbreitung des Virus über die Provinz hinaus soll so verhindert werden, berichtete "Hebei Daily". In den ersten Januartagen waren in Hebei die ersten lokal übertragenen Infektionen seit Juni 2020 verzeichnet worden.

5.1.2021 • 15:12 Uhr

Australiens Premier verteidigt verzögerten Impfkampagnen-Start

Trotz zunehmenden Drucks zum Start seiner Corona-Impfkampagne in Australien will Premierminister Scott Morrison keine "unnötigen Risiken" eingehen. "Australien befindet sich nicht in einer Notsituation wie Großbritannien. Also müssen wir keine Abstriche machen", sagte Morrison dem Lokalradiosender 3AW. Während in vielen Ländern bereits die Impfungen begonnen haben, wird die australische Arzneimittelbehörde erst im Februar über eine Impfstoff-Zulassung entscheiden. Erste Impfungen werden voraussichtlich Ende März erfolgen.

Morrison, der zu Beginn der Pandemie betont hatte, dass Australien "an der Spitze der Warteschlange" für jeden Impfstoff stehe, verteidigte nun  den verzögerten Impfstart. Das Land müsse angesichts geringer Fallzahlen keine "unnötigen Risiken" eingehen, betonte Morrison.

5.1.2021 • 15:07 Uhr

Saarlands Ministerpräsident Hans verteidigt Impfstrategie

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gegen SPD-Kritik an der Impfstrategie verteidigt. Hans sagte der "Saarbrücker Zeitung", er habe für die Vorwürfe aus den Reihen der Sozialdemokraten kein Verständnis. "Dieses Verhalten ist für eine Regierungspartei wie der SPD unwürdig." Spahn habe von Anfang an daraufhin gewiesen, dass es anfangs zu Engpässen beim Impfstoff kommen könnte und bei der Impfung entsprechende Prioritäten gesetzt. Das Vorgehen sei von der SPD im Corona-Kabinett der Bundesregierung sowie von allen Ländern in der Ministerpräsidentenkonferenz mitgetragen worden. "Es ist daher unfair, jetzt einseitig dem Bundesgesundheitsminister den Schwarzen Peter zuzuschieben. Dieses Herumkritisieren dient einzig und allein der politischen Stimmungsmache gegen einen beliebten Politiker und ist geeignet, die Impfbereitschaft der Deutschen zu beschädigen", sagte Hans. Gefragt sei stattdessen "Geschlossenheit aller politisch Verantwortlichen statt vorzeitig in den Wahlkampf-Modus zu schalten", sagte Hans.

Bund und Länder müssten sich jetzt darauf konzentrieren, "die begonnenen Impfaktionen erfolgreich und reibungsloser als bisher fortzuführen". Mehrere SPD-Politiker, zuletzt Generalsekretär Lars Klingbeil, hatten Spahn dafür verantwortlich gemacht, dass einige andere Länder beim Impfen weiter sind als Deutschland. "Wir sehen in diesen Tagen, dass es chaotische Zustände gibt", hatte Klingbeil gesagt und Kanzlerin Angela Merkel aufgefordert, sich einzuschalten.

5.1.2021 • 14:51 Uhr

FDP-Fraktion fordert Essensgeld für Kinder bedürftiger Familien

Die Bundestagsfraktion der FDP hat die Regierung aufgefordert, Kinder bedürftiger Familien mit einer Zahlung von Essensgeld zu unterstützen. "Benachteiligte Kinder dürfen in der Pandemie durch Schulschließungen nicht unter das Existenzminimum fallen", sagte der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Pascal Kober, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es müsse dafür gesorgt werden, dass der Betrag für das Schulessen bei Kindern in der Grundsicherung ankomme - und das möglichst unbürokratisch. Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien haben Anspruch auf ein kostenloses Mittagessen, zum Beispiel in der Schule.

Bei der ersten Schulschließung wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr beschloss die Bundesregierung, dass Kommunen das Mittagessen von Kindern und Jugendlichen aus finanzschwachen Familien etwa nach Hause liefern könnten. Kober kritisierte, dass diese Maßnahme zu wenig überprüft würde: "Hubertus Heil hat keine Ahnung, ob die Kinder das Mittagessen auch bekommen haben", sagte er über den SPD-Arbeitsminister.

5.1.2021 • 14:36 Uhr

Etwa 317.000 Corona-Impfungen in Deutschland

Die Zahl der in Deutschland verabreichten Corona-Impfungen ist auf rund 317.000 gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Stand der Impfungen bis Montagabend mit 316.962 an, 44.563 mehr als am Vortag. Dies entspricht einer Impfquote von bundesweit 0,38 Prozent.

Von den Geimpften sind demnach 131.885 Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen. Weitere 149.727 Menschen wurden aufgrund einer beruflichen Indikation geimpft, dies betrifft vor allem Pflegekräfte und weiteres medizinisches Personal. 73.734 Menschen erhielten aufgrund ihres Alters den Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer, weitere 10.216 aus medizinischen Gründen.

Große Unterschiede gibt es weiterhin zwischen den Bundesländern. Spitzenreiter bleibt Mecklenburg-Vorpommern mit einer Impfquote von 0,86 Prozent vor Sachsen-Anhalt mit 0,71 Prozent und Hessen mit 0,6 Prozent. Schlusslicht ist Niedersachsen mit einer Quote von 0,11 Prozent. Ebenfalls relativ wenig geimpft wurde bislang in Brandenburg und Thüringen mit Impfquoten von jeweils 0,13 Prozent.

5.1.2021 • 14:11 Uhr

Hessen sperrt Skipisten und Parkplätze

Wegen des Ansturms der Schneetouristen sind im nordhessischen Wintersportort Willingen Skipisten, Rodelhänge und Parkplätze am Wochenende für Besucher gesperrt. Ein entsprechendes Verbot hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg beschlossen. Es ist die erste Sperrung von Skipisten und Rodelhängen dieser Art in Hessen. Aus Gründen des Infektionsschutzes habe man sich für die zunächst dreitägige Einschränkung entschieden, sagte eine Sprecherin in Korbach. Sie soll von Freitag bis Sonntag gelten.

Nachdem die Wintersport-Region Winterberg im benachbarten Nordrhein-Westfalen am Wochenende Pisten und Parkplätze geschlossen hatte, waren Tausende Ausflügler nach Nordhessen ausgewichen. "Mindestabstände sind bei der Masse an Tagestouristen weder einhaltbar, noch kontrollierbar gewesen - sogar im Freien", sagte der Gesundheitsdezernent des Landkreises. Man habe daher keine andere Möglichkeit als das Betretungsverbot gesehen, um die Besucherströme zu verringern. Ordnungsbehörden und Polizei würden die Einhaltung kontrollieren.

5.1.2021 • 14:01 Uhr

Merkel berät am Mittwoch über Impfstoff-Beschaffung

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Mittwoch mit den zuständigen Fachministern darüber beraten, wie mehr Impfstoff gegen das Coronavirus beschafft werden kann. Teilnehmen werden neben Gesundheitsminister Jens Spahn, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Kanzleramtschef Helge Braun (alle CDU) auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD), sagte Spahns Sprecher.  Das Treffen diene dem Austausch "zu der Frage, ob und wie die zusätzliche Produktion von Impfstoffen in Deutschland koordiniert unterstützt werden kann".

Wegen der Beschaffung des Corona-Impfstoffs der Firma Biontech war Gesundheitsminister Spahn zuletzt in die Kritik geraten, auch beim Koalitionspartner SPD. Es gibt Vorwürfe, es sei nicht genügend Impfstoff bestellt worden.

5.1.2021 • 13:53 Uhr

IW-Direktor: Schnelleres Impfen der Risikogruppen

Der Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, hat dazu aufgefordert, Corona-Risikogruppen "Tag und Nacht" impfen lassen. Menschen in Alters- und Pflegeheimen sowie Bundesbürger über 70 Jahre sollten deutlich schneller geimpft werden, "beispielsweise auch am Wochenende, auch in der Nacht", erklärte Hüther. Das sei nötig, "um eine weitere Lockdown-Verlängerung über den Januar hinaus zu vermeiden".

"Sind die Risikogruppen geimpft, dann gibt es keine Rechtfertigung mehr für einen flächendeckenden Lockdown", betonte Hüther. Die Folgen der Schließungen von Geschäften und Restaurants seien längst deutlich sichtbar: "Unternehmen leben zunehmend von der Substanz und - in geringem Maße - von staatlicher Unterstützung."

5.1.2021 • 13:48 Uhr

Dänemark erlaubt längeren Abstand zwischen zwei Impfungen

In Dänemark haben die Gesundheitsbehörden die Regeln für Corona-Impfungen angepasst. Zwischen der ersten und der zweiten Spritze mit dem Mittel von Biontech und Pfizer dürften künftig bis zu sechs Wochen liegen, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes, Søren Brostrøm. Ursprünglich sei ein Abstand von drei bis vier Wochen empfohlen worden, doch die Prüfung der Impfdaten habe gezeigt, dass es bis zu sechs Wochen sein könnten. Das solle jetzt in die dänischen Richtlinien aufgenommen werden. Wann immer möglich solle aber schon früher zum zweiten Mal geimpft werden.

In Großbritannien ist der mögliche Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfung von drei auf zwölf Wochen verlängert worden, um möglichst vielen Menschen so schnell wie möglich die erste Spritze verabreichen zu können. Ob das sinnvoll ist, wird weltweit debattiert.

5.1.2021 • 13:26 Uhr

Bremen will alle Schüler nach Ferien testen

In Bremen können sich ab Donnerstag alle 73.000 Schülerinnen und Schüler sowie die 11.200 Beschäftigten der Schulen auf das Coronavirus testen lassen. Die PCR-Tests seien freiwillig und kostenlos, teilte das Bildungsressort mit. Gleichzeitig werde die Schulanwesenheitspflicht vom 11. bis zum 15. Januar aufgehoben. Die Ferien würden jedoch nicht verlängert, die Schulen blieben grundsätzlich offen. Es werde Präsenz- und Distanzunterricht erteilt.

Die Aktion solle sicherstellen, dass keine große Zahl an Infizierten aus den Ferien in die Schulen zurückkehrt, hieß es. Außerdem könne so das Infektionsgeschehen in den Schulen besser eingeschätzt werden. Die Testergebnisse sollten binnen 24 bis 36 Stunden nach dem Test vorliegen. Die Grundschulen und Förderzentren sollen den Angaben zufolge von mobilen Test-Teams besucht werden. Die Schüler der weiterführenden Schulen sollten die über das Stadtgebiet verteilten Testzentren aufsuchen. Wer sich wann und wo genau testen lassen kann, könne auch auf der Internetseite www.bildung.bremen.de nachgelesen werden.

5.1.2021 • 13:09 Uhr

Nach Touristen-Ansturm: Lage in der Eifel entspannt sich

Die Maßnahmen gegen den Ansturm von Schnee-Touristen in der Eifel-Gemeinde Hellenthal scheinen zu wirken. "Die Lage ist etwas entspannter", erklärte ein Vertreter der 8000-Einwohner-Gemeinde. Der Ausflugsort für Wintertouristen war am Wochenende mitten in der Corona-Pandemie von Tausenden Ausflüglern besucht worden und hatte ein Verkehrschaos erlebt. Daraufhin sperrte die Stadt die Parkplätze an Ausflugszielen ab. Lifte am Skigebiet und Schneewanderwege waren bereits vorher gesperrt.

In Winterberg im Sauerland sind Pisten und Parkplätze seit Sonntag gesperrt. Mit Blick auf das kommende Wochenende wollen sich die Bürgermeister von Hellenthal und der benachbarten Orte im Kreis Euskirchen absprechen, sagte der Sprecher.

5.1.2021 • 13:03 Uhr

Kommunen fordern mehr Hilfen von Bund und Ländern

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) rechnet für dieses Jahr mit hohen Steuerausfällen in den Kommunen. Eine Steuerschätzung aus dem Herbst komme auf Ausfälle von neun Milliarden Euro, sagte DStGB-Präsident Ralph Spiegler (SPD). In dieser Berechnung fehlten die Daten des zweiten Lockdowns aber noch, so dass mit einer weiteren Verschlechterung zu rechnen sei.

Der DStGB plädiere darum für ein zweites Hilfspaket für die Gemeinden. Bund und Länder seien in der Pflicht, deutlich nachzujustieren, sagte Spiegler. Es müssten sowohl Ausfälle bei der Gewerbesteuer als auch bei der gerade für ländliche Kommunen wichtigen Einkommensteuer kompensiert werden. Zudem befürchtet Spiegler, dass die Handlungsfähigkeit der Gemeinden in Zukunft eingeschränkt sei, wenn diese nicht entschuldet würden. Die Coronakrise habe die Spreizung zwischen armen und reichen Kommunen noch befördert.

Bund und Länder hatten im Herbst 2020 ein erstes Hilfspaket für die Kommunen beschlossen. Es fängt unter anderem Ausfälle bei der Gewerbesteuer auf. Auch an einigen Sozialausgaben beteiligt sich der Bund seitdem stärker.

5.1.2021 • 12:45 Uhr

Sachsen diskutiert Streichung der Winterferien

Sachsen denkt über eine Streichung der Winterferien im Februar nach. Nach dpa-Informationen soll der Plan im Kabinett diskutiert werden. Zuvor hatte die "Freie Presse" berichtet. Demnach sollen als Ausgleich die Osterferien um eine Woche verlängert werden und bereits in der Karwoche ab dem 29. März beginnen, hieß es in dem Bericht. Die Schüler sollen damit nach dem Lockdown möglichst schnell wieder unterrichtet werden. Der Lockdown mit geschlossenen Kitas und Schulen geht bis zum 10. Januar, vor den heutigen Bund-Länder-Beratungen zeichnet sich jedoch eine Verlängerung ab.

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte sich im Vorfeld für eine Verlängerung der Maßnahmen bis Ende Januar ausgesprochen. Die Linke im Landtag kritisierte unterdessen eine mögliche Streichung der Winterferien. "Es ist ein Irrglaube, dass die Wochen der häuslichen Lernzeit für Schüler und Eltern nicht anstrengend gewesen wären", erklärte die Abgeordnete Luise Neuhaus-Wartenberg. Sie rief den Kultusminister stattdessen dazu auf, dem Thüringer Vorbild zu folgen und die Winterferien um eine Woche nach vorn zu ziehen. Dann könnten die Schulen ab Mitte Februar schrittweise wieder öffnen. Eigentlich haben Sachsens Schüler vom 8. bis einschließlich 19. Februar Winterferien.

5.1.2021 • 12:31 Uhr

Putin und Merkel diskutieren über gemeinsame Impfstoff-Produktion

Kremlchef Wladimir Putin hat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über eine engere Zusammenarbeit in der Corona-Pandemie gesprochen. Bei dem Telefonat beider Politiker sei es um mögliche Perspektiven für die gemeinsame Herstellung von Impfstoffen gegangen, teilte der Kreml mit. Die Gesundheitsministerien beider Länder und Spezialisten sollten die Gespräche dazu fortsetzen. Details wurden zunächst nicht genannt.

Russland hatte Mitte August den Impfstoff "Sputnik V" für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben. Mittlerweile wurde ein zweiter Impfstoff registriert. Die Impfungen in Russland laufen seit Anfang Dezember.

5.1.2021 • 12:08 Uhr

Merkel dankt Sternsingern für Einsatz

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Sternsinger des diesjährigen Dreikönigssingens als Botschafter der Hoffnung und Freude gewürdigt. In einer Videobotschaft an die Sternsingerinnen und Sternsinger aus allen 27 deutschen Diözesen sagte sie: "Ihr spendet nicht nur den Segen. Ihr spendet auch Hoffnung."

Merkel hob die digitalen Besuche in Pflegeheimen hervor, die Segenspakete und das Engagement für Kinder in der Ukraine. Auch in diesem "Ausnahmejahr" verbreiteten sie weiterhin die frohe Botschaft, betonte sie. "Es ist beeindruckend, wie kreativ und einfallsreich ihr kontaktloses Sternsingen gestaltet." Die Kanzlerin bedauerte, dass sie die Kinder nicht wie gewohnt im Bundeskanzleramt empfangen könne.

5.1.2021 • 12:05 Uhr

Vatikan bereit für Corona-Impfungen

Der Vatikan ist nach eigenen Angaben bereit für die Corona-Impfkampagne. Es sei eine Frage von wenigen Tagen, bis die Impfdosen geliefert würden, sagte der Leiter des Gesundheitsamts, Andrea Arcangeli, der römischen Zeitung "Messaggero". Dann könne unverzüglich mit den Immunisierungen begonnen werden. Er gehe davon aus, dass sich auch Papst Franziskus impfen lassen werde, habe aber keine Information darüber, sagte Arcangeli.

Der Intensivmediziner und frühere Professor an der römischen Universitätsklinik Gemelli bestätigte, der Vatikanstaat habe rund 10.000 Dosen des Impfstoffs vom Mainzer Hersteller Biontech und seines US-Partners Pfizer bestellt. Diese Zahl reiche, um den internen Bedarf zu decken. Impfberechtigt sind neben Angestellten des Heiligen Stuhls und der Vatikanstadt auch mitversicherte Angehörige und Pensionäre.

5.1.2021 • 12:01 Uhr

Wirtschaftsweiser: Starker Aufschwung im Frühjahr möglich

Der Chef der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, hält einen kräftigen Frühjahrsaufschwung in Deutschland für möglich. "Vielleicht dürfen wir darauf hoffen, dass die Restriktionen im Februar milder ausfallen als im Januar, mehr aber nicht", sagt er dem "Handelsblatt". Die Wirtschaft hänge wie das ganze Leben in diesem Winter vom Infektionsgeschehen ab. "Wenn wir im Februar oder März wieder zu leichten Lockerungen kommen können, dann ist im zweiten Quartal durchaus ein so starker Aufschwung möglich wie im Sommer 2020."

Im dritten Quartal 2020 war das Bruttoinlandsprodukt im Rekordtempo von 8,5 Prozent gewachsen. Seinen eher optimistischen Blick auf die Wirtschaft 2021 begründet Feld damit, dass viele Menschen ihren Konsum nur aufgeschoben hätten und die Industrie von der Erholung in China und den USA profitiere.

5.1.2021 • 11:58 Uhr

FDP-Chef fordert nationalen Impfgipfel

FDP-Chef Christian Lindner fordert einen nationalen Impfgipfel, an dem sich Bund, Länder, Kommunen, Pharmaunternehmen und niedergelassene Ärzte beteiligen sollen. Dabei müsse etwa geklärt werden, wie die Produktionskapazitäten erhöht werden und welche Personen innerhalb der ersten Gruppe priorisiert werden solle, sagte Lindner. Außer in Corona-Hotspots lehne die FDP eine Begrenzung der Bewegungsfreiheit ab, vor allem wenn dies für eine Inzidenz schon ab 100 gelten solle. Denkbar sei eher eine weitere Verschärfung der Kontaktbeschränkung, fügt Lindner hinzu. Die FDP fordere ohnehin eine Regionalisierung der Maßnahmen und auch eine Perspektive für mögliche Lockerungen in Regionen mit niedrigen Infektionszahlen.

5.1.2021 • 11:51 Uhr

Lockdown in England könnte bis März andauern

Der erneute harte Lockdown in England wegen der rasant steigenden Corona-Neuinfektionen könnte möglicherweise noch bis März andauern. Vor dem Land lägen "sehr, sehr schwierige Wochen", sagte der britische Staatssekretär Michael Gove dem Sender Sky News. Es sei nicht "mit Sicherheit" vorherzusagen, ob die Einschränkungen, die bisher für sechs Wochen angeordnet sind, dann auch aufgehoben werden könnten. Im März sollte es möglich sein, einige der Beschränkungen aufzuheben - "aber nicht zwangsläufig alle", fügte er hinzu.

Wegen der Ausbreitung der neuen Virus-Mutante hatte die Regierung in London am Montag einen harten Lockdown für ganz England bis voraussichtlich Mitte Februar angekündigt. Die Schulen werden geschlossen und es gilt eine Ausgangssperre. Die rund 56 Millionen Engländer dürfen ihr Zuhause nur noch in begründeten Fällen verlassen, etwa um zu arbeiten, einzukaufen oder für Arztbesuche. Arbeitnehmer sollen möglichst im Homeoffice arbeiten.

5.1.2021 • 11:47 Uhr

Behörden bereiten sich auf weiteren Andrang im Schwarzwald vor

Angesichts des andauernden Ansturms von Ausflüglern auf den verschneiten Schwarzwald wollen die örtlichen Behörden und die Polizei gemeinsame Maßnahmen gegen Gedränge und Verkehrschaos ergreifen. Dazu sollte es am Dienstagnachmittag ein Treffen geben, sagte ein Sprecher des Ortenaukreises. Im Gespräch seien etwa Straßensperrungen. An dem Treffen sollten demnach Vertreter der Straßenverkehrsbehörden des Ortenaukreises, des Landkreises Rastatt und der Städte Baden-Baden und Bühl sowie die Polizei Offenburg teilnehmen.

Der Sprecher sagte, die Zustände vor allem auf der B500 seien zuletzt "extrem" gewesen. Seine Behörde appelliere an die Bürger, sich an die Regeln zu halten, nicht nur an die Corona-Regeln, sondern auch an die des Straßenverkehrs. Wenn die Parkplätze voll seien, müssten die Menschen umdrehen. Am Straßenrand zu parken sei verboten.

Am vergangenen Wochenende waren erneut zahlreiche Autofahrer in die Ausflugsgebiete im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb geströmt. Staus und überfüllte Parkplätze waren die Folge. Appelle von Polizei und Politik, beliebte Ziele nicht mehr anzufahren, waren bislang meist verhallt.

5.1.2021 • 11:33 Uhr

Frankreichs Regierung wegen Impfkampagne unter Druck

Wegen des extrem schleppenden Impfstarts in Frankreich gerät die Regierung immer weiter unter Druck. Man werde die Corona-Impfstrategie jetzt "verstärken, beschleunigen und vereinfachen", kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran im Gespräch mit dem französischen Sender RTL an. Die Impfungen sollen so bald wie möglich nun auch zum Beispiel auf Menschen über 75 Jahre, die nicht im Heim leben, ausgeweitet werden. Véran sagte außerdem, dass Anmeldungen für eine Impfung über Internet und Telefon möglich sein sollen. Konkret solle das am Donnerstag vorgestellt werden.

In Frankreich herrschte heute Morgen noch immer Unklarheit über die konkrete Zahl der geimpften Menschen. Am Montag seien 2000 Impfungen überschritten worden, sagte Véran. Fakt ist, dass Frankreich im Vergleich mit vielen anderen Staaten hinten liegt. Véran versprach, dass man in den kommenden Tagen zu den Nachbarn aufschließen werde. Zum Vergleich: In Deutschland wurden mit Stand Montagmittag mehr als 260.000 Impfungen offiziell gemeldet.

5.1.2021 • 11:14 Uhr

Belgien beginnt mit großflächiger Impfkampagne

Nach einwöchigem Testlauf beginnt Belgien nun großflächig mit Impfungen gegen das Coronavirus. Von heute an sollen jede Woche rund 87.000 Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer an Menschen im Land verabreicht werden, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Demnach sollen wie in Deutschland zunächst Mitarbeiter und Bewohner von Pflegeheimen geimpft werden. Insgesamt könnten bis Ende Januar oder Anfang Februar 150.000 bis 200.000 Betroffene Impfschutz erhalten. Anschließend sollen Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen an der Reihe sein.

Bislang sind in Belgien während der einwöchigen Testphase nur rund 700 Freiwillige in einigen Pflegeheimen geimpft worden. Das Land hatte eine Impfquote von 70 Prozent als Ziel festgelegt. Die Impfungen sollen für die Menschen kostenlos und freiwillig sein. Das kleine Belgien mit seinen rund 11,5 Millionen Einwohnern hatte im Herbst zeitweise pro Kopf die höchsten Infektionszahlen in Europa. Täglich wurden 15.000 neue Fälle oder mehr verzeichnet. Strikte Beschränkungen haben die Ausbreitung gebremst. Zuletzt registrierte das Land durchschnittlich rund 1580 neue Ansteckungen pro Tag, wie das Gesundheitsinstitut Sciensano mitteilte. In den vergangenen zwei Wochen steckten sich 209 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus an.

5.1.2021 • 11:04 Uhr

Institut: Bund sollte investieren statt Schulden abbauen

Die Bundesregierung sollte nach Ansicht der IMK-Forscher lieber verstärkt investieren statt die wegen der Corona-Krise erhöhte Verschuldung rasch abzubauen. Investitionen müssten vielmehr "absolute Priorität haben gegenüber einer forcierten Rückzahlung der Kredite", erklärte das Düsseldorfer Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. "Der in der Schuldenbremse vorgesehene Tilgungszeitplan ist zu eng und sollte zumindest stark gestreckt werden." Dann stünden die Chancen gut, "dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren aus der höheren Verschuldung herauswächst - so wie nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09."

5.1.2021 • 11:01 Uhr

Dänemark erwägt Verschärfung der Maßnahmen

Dänemark erwägt eine Verschärfung der Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Das berichtet die Zeitung "Ekstra Bladet" im Vorfeld von Beratungen des Gesundheitsministeriums mit Parteivorsitzenden. In den vergangenen Tagen hatten sich einige dänische Abgeordnete für härtere Einschränkungen ausgesprochen. Sie begründeten dies mit der neuen, in Großbritannien entdeckten Virus-Variante, die als besonders ansteckend gilt.

5.1.2021 • 10:19 Uhr

Fehlende Impfungen für Haushaltshilfen aus Osteuropa

Der Berliner Integrationsforscher Niklas Harder vom Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) hat eine bevorzugte Impfung auch für Pflegekräfte in Privathaushalten gefordert. Bisher werde nur das Pflegepersonal, das in Deutschland in Heimen und bei ambulanten Diensten angestellt ist, bevorzugt geimpft, sagte Harder der in Berlin erscheinenden "tageszeitung": "Die Gruppe der osteuropäischen Betreuerinnen müsste unbürokratisch Zugang zu Impfungen erhalten, etwa in den Impfzentren."

Schätzungen zufolge arbeiten mindestens 100.000 osteuropäische Pflege- und Betreuungskräfte in privaten Haushalten in Deutschland, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter. Diese Gruppe werde in der Impfstrategie der Bundesregierung bisher nicht berücksichtigt, unterstrich Harder. Einige der Pflege- und Betreuungskräfte seien direkt bei den Privathaushalten angestellt und versichert. Andere würden etwa über polnische Zeitarbeitsfirmen und deutsche Agenturen in die Haushalte entsandt.

"Dann gibt es Hilfspflegekräfte, die offiziell nur zeitweise in dem Haushalt beschäftigt sind, aber viel länger dort arbeiten. Und natürlich existieren auch reine Schwarzarbeitsverhältnisse", sagte Harder. Dabei sei die Nachfrage durch private Haushalte laut den Vermittlungsagenturen während der Pandemie gestiegen. Grund sei etwa der Aufnahmestopp bei manchen Pflegeheimen gewesen. Andere hätten Angst, ihre Angehörigen nicht mehr besuchen zu können, wenn diese ins Heim kämen, sagte der Integrationsforscher.

5.1.2021 • 10:16 Uhr

SPD-geführte Länder fordern Aufklärung zu Impf-Versorgung

Die SPD-regierten Bundesländer fordern in einem umfangreichen Fragenkatalog Aufklärung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Versorgung mit Impfstoffen. In dem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Papier stellen sie bei 24 Punkten detaillierte Fragen zur Beschaffung, Produktionsausweitung und Verimpfung. Sie wollen unter anderem wissen, warum die Europäische Kommission im Vergleich etwa zu anderen Industrieländern "insgesamt so wenige Dosen vorbestellt und nicht auch größere Mengen an Optionen gesichert" habe. Zudem fragen die SPD-geführten Länder, warum nicht auch in der EU eine zusätzliche Lizenzproduktion des Impfstoffs von Biontech und Pfizer möglich sei.

5.1.2021 • 10:11 Uhr

Bund will 30.000 Helfer für Schnelltests in Heimen einstellen

Die Bundesregierung will bis zu 30.000 zusätzliche freiwillige Helfer in die Alten- und Pflegeheime schicken, um dort Schnelltestungen zu ermöglichen. Kanzlerin Angela Merkel wolle heute Details mit den Ministerpräsidenten beraten, schreibt die "Rheinische Post". Pro Alten- und Pflegeheim sollen demnach zwei Helfer eingestellt werden, um die Heime bei den Schnelltests zu entlasten. Die Arbeitsagenturen sollten mit Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes die Rekrutierung und Verteilung der Helfer auf die Heime organisieren.

5.1.2021 • 10:02 Uhr

Städtetag gegen vorschnelle Lockerungen des Lockdowns

Vor dem Bund-Länder-Gipfel plädiert der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, für weiter strikte Eindämmungsmaßnahmen. "Die Städte warnen davor, erste Effekte des Lockdowns durch vorschnelle Lockerungen zu gefährden", sagt Jung der Funke-Mediengruppe. "Die Maßnahmen durch den Lockdown sollten so lange nicht gelockert werden, bis in ganz Deutschland ein stabiler Abwärtstrend der Neuinfektionen erkennbar ist." Vor dem Hintergrund "großer Engpässe beim Impfstoff" müsse der Bund alles daransetzen, dass es rasch genügend Impfstoff für die Menschen gebe. "Wenn wir genügend Impfstoff hätten, könnten wir bis Anfang Februar die erste Gruppe der über 80-Jährigen, der Pflegeheimbewohner und des besonders relevanten medizinischen Personals impfen", sagt Jung.

5.1.2021 • 09:56 Uhr

EU genehmigt weitere Milliarden-Hilfen für TUI

Die EU-Kommission hat weitere Milliardenhilfen für den schwer von der Corona-Krise getroffene Reisekonzern TUI genehmigt. Die von Deutschland angemeldete staatliche Beteiligung in Höhe von bis zu 1,25 Milliarden Euro sei "erforderlich, geeignet und angemessen", erklärte die Brüsseler Behörde. Die Bundesregierung habe dies ausreichend nachgewiesen. TUI hatte sich Anfang Dezember mit privaten und öffentlichen Stellen auf ein Hilfspaket in Höhe von insgesamt 1,8 Milliarden Euro verständigt. Für den vom Steuerzahler getragenen Anteil an diesen Hilfen erhalte der Staat "eine hinreichende Vergütung", erklärte die für Wettbewerb zuständige EU-Kommissionsvize Margrethe Vestager.

5.1.2021 • 09:51 Uhr

Keine Lockerungen auf Mallorca in Sicht

Die Bewohner der Balearen mit der bei den Deutschen sehr beliebten Urlaubsinsel Mallorca werden wegen anhaltend hoher Corona-Zahlen auch in den nächsten Wochen strikte Einschränkungen ertragen müssen. Eine nennenswerte Lockerung der Auflagen sei bis Februar nicht zu erwarten, erklärte die Sprecherin der Regierung der spanischen Region, Pilar Costa, in Palma. "Vor allem auf Mallorca ist die Lage sehr negativ", betonte sie.

Auf der Hauptinsel sei die Pandemie "außer Kontrolle", titelte die Zeitung "Diario de Mallorca" in der Online-Ausgabe. Die Balearen hatten seit Dezember die höchsten Corona-Zahlen in ganz Spanien. Mit zuletzt knapp 530 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen zwei Wochen wurde die Region nun aber von Extremadura (ca. 604) überholt, wie das spanische Gesundheitsministerium mitteilte. Diese sogenannte 14-Tage-Inzidenz betrug auf Mallorca derweil sogar 608. Hinsichtlich der mit Covid-Patienten belegten Intensivbetten lagen die Balearen mit Katalonien mit jeweils rund 35 Prozent in Spanien ebenfalls ganz oben.

Im November sind kaum noch Touristen nach Spanien gereist. Die Zahl der ausländischen Besucher sei um 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen, geht aus Daten des spanischen Statistikamtes hervor. Die Einnahmen des Landes fielen entsprechend geringer aus. Von Januar bis November 2020 habe es insgesamt 19 Millionen Besucher aus dem Ausland gegeben, ein Minus von 78 Prozent.

5.1.2021 • 09:40 Uhr

Britische Abgeordnete wegen Verstoß verhaftet

Eine britische Abgeordnete ist wegen eines eklatanten Verstoßes gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verhaftet und angeklagt worden. Das bestätigte die Polizei in Schottland am Montagabend. Die Politikerin Margaret Ferrier, früher Fraktionsmitglied der Schottischen Nationalpartei (SNP), hatte im September für einen Aufschrei gesorgt, als sie mit Corona-Symptomen im Zug 600 Kilometer von Glasgow nach London fuhr, dort im Parlament sprach und nach einem positiven Test wieder nach Glasgow zurückfuhr. Trotz Rücktrittsforderungen gab die 60-Jährige ihren Sitz im Unterhaus für den schottischen Wahlbezirk Rutherglen and Hamilton West bislang nicht auf. Sie wurde jedoch aus der Fraktion verwiesen und ist inzwischen unabhängige Abgeordnete.

5.1.2021 • 09:35 Uhr

Italien beschließt Zwischenlösung bis Mitte Januar

Die italienische Regierung hat vor der Entscheidung über ein weiteres Corona-Dekret eine Zwischenlösung bis zum 15. Januar beschlossen. Die Maßnahmen sehen grundsätzlich vor, dass es vom 7. bis 15. Januar verboten ist, sich zwischen den Regionen in Italien zu bewegen, wie die Regierung mitteilte. Ausnahmen gelten demnach, um zu seiner Meldeadresse zu reisen, zur Arbeit zu fahren, oder weil ein Notfall vorliegt.

Medienberichten zufolge sollen am 7. und 8. Januar in den Regionen jedoch Bars und Restaurants öffnen dürfen. Am 9. und 10. Januar tritt dann laut Regierungsmitteilung die erste Verschärfung ein. Die Gastronomie soll dann geschlossen sein. Geschäfte können jedoch offen bleiben. Etwas mehr Bewegungsfreiheit in einem Umkreis von 30 Kilometern bleibt dann für Menschen in Kommunen mit bis zu 5000 Einwohnern. Laut der Zeitung "Corriere della Sera" sollen nach dem für Freitag erwarteten Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums die Regionen ab dem 11. Januar in unterschiedliche Zonen eingeteilt werden.

5.1.2021 • 09:31 Uhr

Mehr als 180.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA haben sich mehr als 180.000 Menschen binnen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Für Montag wurden 180.477 Neuinfektionen gemeldet, etwas weniger als am Vortag. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervor. Der bislang höchste Wert war am Samstag mit 297.491 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet worden.

Die Zahl der erfassten infizierten Toten binnen 24 Stunden lag am Montag bei 1903 nach 1396 am Vortag. Der Höchstwert war am Mittwoch vergangener Woche mit 3744 Toten registriert worden. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 20,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 353.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2.

In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktualisiert.

5.1.2021 • 09:15 Uhr

Hans: Können Lockdown erst bei Inzidenz 50 beenden

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) rechnet mit einer Verlängerung des Lockdowns. "Ich gehe ganz fest davon aus, dass es gesetzt ist, dass wir den Lockdown verlängern", sagte er im BR. Das sei auch nachvollziehbar, "denn kein Mensch kann derzeit einschätzen, wie sich die Feiertage wirklich ausgewirkt haben. Wir haben eine Variante des Virus, die aus Großbritannien und Südafrika ins Land zu kommen droht. Und es geht darum, eine dritte Welle zu verhindern."

Dem Ministerpräsident zufolge sei es derzeit unmöglich zu sagen, bis wann die Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie aufrecht erhalten werden müssten. "Ich denke, wir müssen zunächst mal aufhören, immer in Daten zu denken, wenn es um Verlängerungen geht", sagte Hans. "Der Lockdown kann erst beendet werden, wenn wir eine Inzidenz von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Menschen in sieben Tagen haben. Denn nur dann haben wir das Virus wieder unter Kontrolle."

5.1.2021 • 09:09 Uhr

FDP-Generalsekretär kritisiert Mangel an Impfstoffen

Volker Wissing, Generalsekretär der FDP, hat die Beschaffung von Impfstoffen durch Gesundheitsminister Jens Spahn kritisiert. Im ARD-Morgenmagazin erklärte der Politiker: "Das Hautproblem, was wir gegenwärtig haben, ist, dass offensichtlich ja nicht in ausreichender Menge Impfstoff bestellt worden ist." Darüber wundere sich nicht nur die Opposition. "Die Wissenschaft kritisiert die Bundesregierung. Die Koalitionspartner streiten inzwischen selbst darüber. Und auch Herr Söder distanziert sich von dieser Beschaffungspolitik des Bundesgesundheitsministers", sagte Wissing.

5.1.2021 • 09:01 Uhr

Pflegebevollmächtigter fordert einheitliche Impfregeln

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat die Bundesländer aufgefordert, einheitliche Impfregeln zu erlassen. Es brauche eine durchgängige Klarheit für alle Impfberechtigten, wie sie an ihre Immunisierung kämen, sagte Westerfellhaus im Deutschlandfunk. Er kritisierte, dass in einigen Bundesländern die Menschen angeschrieben würden, in anderen müssten sie sich eigenständig um Termine bemühen. An das Pflegepersonal appellierte der gelernte Krankenpfleger, sich immunisieren zu lassen. Das verlange das Berufsethos.

5.1.2021 • 08:55 Uhr

Einzelhandel macht trotz Pandemie mehr Umsatz

Der Einzelhandel in Deutschland hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Umsatz gemacht: Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes wuchs der Umsatz preisbereinigt zwischen 3,9 Prozent und 4,3 Prozent. Gewinner ist klar der Onlinehandel, Verlierer sind Mode- und Schuhgeschäfte. 

Die Schätzungen für das Gesamtjahr 2020 berücksichtigen den Lockdown in der zweiten Dezemberhälfte und die Einzelhandelsumsätze für die Monate Januar bis November, wie die Statistiker mitteilten. Im November lagen die Umsätze nach vorläufigen Ergebnissen demnach kalender-, saison- und preisbereinigt um 1,9 Prozent höher als im Vormonat Oktober und um 5,6 Prozent höher als im November 2019. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Pandemie in Deutschland, lag der Umsatz sogar 8,4 Prozent höher. 

Von Januar bis November erzielte das größte Umsatzplus mit 23,4 Prozent der Internet- und Versandhandel, wie die Behörde mitteilte. Auch der Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf machte ein großes Plus von sechs Prozent in den elf Monaten. Deutlich unter Vorjahresniveau dagegen schnitt der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren ab - er büßte von Januar bis November 21,5 Prozent des Umsatzes ein. Beim Einzelhandel mit Waren verschiedener Art - zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser - betrug das Minus 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

5.1.2021 • 08:48 Uhr

Bundeszentrale: Impfkampagne ist große Leistung

Die Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Heidrun Thaiss, wirbt um Verständnis dafür, dass es bei der Corona-Impfkampagne teilweise zu Problemen kommt. Im SWR2-Tagesgespräch sagte Thaiss, es sei eine ungeheure Kraftanstrengung, sich dem Virus entgegenzustellen. Innerhalb kurzer Zeit seien Impfzentren errichtet und die Logistik aus dem Boden gestampft worden, das sei eine große Leistung. Da könne es passieren, dass es an der einen oder anderen Stelle nicht reibungslos laufe, wie man es von früheren Impfaktionen kenne.

Wichtig sei, dass offen und transparent kommuniziert werde, es brauche das Vertrauen der Bevölkerung, sagte Thaiss. Der neue Impfstoff mit neuer Technologie, die verkürzten Verfahren, das sei eine ungewohnte Schnelligkeit, die die Menschen verunsichere.

5.1.2021 • 08:46 Uhr

Müller geht von Lockdown-Verlängerung bis Ende Januar aus

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) rechnet damit, dass die Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bis Ende Januar verlängert werden. Es gebe zwar eine positive Entwicklung bei den Inzidenzzahlen, aber leider noch gar keine Entlastung im Klinikbereich, sagte Müller dem rbb.

5.1.2021 • 08:21 Uhr

Ramelow will strengere Maßnahmen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow will sich bei den Bund-Länder-Beratungen für strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronakrise einsetzen. "Ich werde auf der Seite derjenigen argumentieren, die sagen, wir werden es schärfer angehen müssen", sagt der Linken-Politiker im Deutschlandfunk. Er selbst habe zu lange gedacht, dass mit "einem soften Lockdown" ein "Wellenbrecher" gelinge. Jedoch sei "ein schärferer Lockdown" der einzige Weg, um die Zahlen herunterzubekommen.

5.1.2021 • 08:20 Uhr

Schwesig sieht keinen Grund für Ende des Lockdowns

Vor dem Hintergrund anhaltend hoher Infektionszahlen sieht die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, keinen Grund zur Entwarnung. Die Zahlen zeigten, "dass wir den Shutdown fortsetzen müssen", sagt die SPD-Politikerin im ARD-Morgenmagazin. Beim Treffen der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin müsse aber auch darüber gesprochen werden, ob mit Blick auf die Coronavirus-Mutation bereits jetzt Kontaktbeschränkungen weiter verschärft werden müssten oder ob damit noch gewartet werden könne, bis die Auswirkungen von Weihnachten und Silvester deutlich werden.

5.1.2021 • 08:15 Uhr

Ärztepräsident fordert einheitliches Vorgehen beim Impfen

Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert ein bundesweit einheitliches Vorgehen in der Corona-Impfkampagne. "Auch und gerade in einem föderalen System" müsse es bei einer so wichtigen Aufgabe wie der Bekämpfung der Pandemie möglich sein, bundeseinheitlich koordiniert vorzugehen, sagte der Präsident der Bundesärztekammer den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Ein Potpourri länderspezifischer Regelungen, welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden und wie Impftermine vereinbart werden können, führt nur zu Verunsicherung und stellt Krisenmanagement infrage", kritisierte Reinhardt. Die Menschen erwarteten, dass sich die Länder auf ein bundesweit einheitliches Vorgehen verständigen, wann sie wo geimpft würden, sagte Reinhardt weiter. Dazu seien auf der Bund-Länder-Konferenz heute "verbindliche Beschlüsse" erforderlich.

Dass die Corona-Impfquoten aktuell vergleichsweise niedrig sind, ist nach Ansicht des Ärztepräsidenten verständlich. Zunächst würden größtenteils alte Menschen in Pflege- und Seniorenheimen durch mobile Impfteams aufgesucht. "Das braucht seine Zeit", sagte Reinhardt.

5.1.2021 • 08:13 Uhr

Mehr als 8000 Neuinfektionen in Israel

Die Anzahl der Neuinfektionen in Israel ist erstmals seit Ende September auf mehr als 8000 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 8308 Fälle verzeichnet. Seit dem Ausbruch der Pandemie ist dies der dritthöchste registrierte Wert in dem Land. Von den knapp 110.000 gemachten Tests fielen 7,6 Prozent positiv aus. In Israel leben rund 9,3 Millionen Menschen. Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner. Hier meldeten die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden zuletzt 11.897 Corona-Neuinfektionen.

Um eine weitere Virus-Ausbreitung zu verhindern, war Ende Dezember ein neuer Teil-Lockdown in dem Mittelmeerstaat verhängt worden. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wollte bis zur Wochenmitte über weitere Verschärfungen entscheiden. In Israel läuft derzeit eine massive Impfkampagne. Mehr als eine Million Menschen wurden bereits geimpft.

5.1.2021 • 08:02 Uhr

Spahn weist Kritik an Impfstrategie entschieden zurück

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Kritik an der Strategie für die Impfungen gegen das neuartige Coronavirus entschieden zurückgewiesen. Die derzeit in Deutschland verfügbaren Impfdosen seien "genau die Größenordnung, die ich seit Wochen ankündige" und die im Kabinett auch besprochen worden sei, sagte Spahn im ARD-Morgenmagazin mit Blick auf Kritik des Koalitionspartners SPD.  Wegen der zunächst relativ geringen Zahl der verfügbaren Dosen müsse bei der Impfung priorisiert werden, führte Spahn aus. Gerade in Pflegeheimen, die deshalb zuerst dran seien, seien die Impfungen aber "etwas aufwändiger".

Derzeit konzentriere sich Debatte auf das langfristige Ziel, so viele Menschen in Deutschland zu impfen wie möglich, sagte der Minister. Wichtig seien aber auch "Zwischenziele". "Wenn wir es im Januar schaffen würden, in allen Pflegeheimen alle Bewohnerinnen und Bewohner zu impfen, dann macht das in dieser Pandemie einen echten Unterschied", betonte Spahn.

Zu der scharfen Kritik von SPD-Politikern wie Generalsekretär Lars Klingbeil an Problemen bei Corona-Impfungen sagte Spahn, in "dieser echt schweren Phase der Pandemie" erwarteten die Bürger "zurecht Geschlossenheit und Entschlossenheit ihrer Regierung". "Es funktioniert in so einer Phase nicht gut, gleichzeitig Regierung und Opposition sein zu wollen", warf der CDU-Politiker der SPD vor. "Irgendwie hat es auch seit 20 Jahren für die SPD nicht gut funktioniert. Ich glaube nicht, dass das jetzt im Wahljahr besser läuft."

Zugleich verwies der Gesundheitsminister auf Bemühungen, mehr Impfdosen für Deutschland zu beschaffen. Dazu unterstützten die Behörden den Aufbau eines neuen Biontech-Produktionswerkes in Marburg "sehr aktiv". Außerdem solle aus seiner Sicht die Nutzung von fünf Impfampullen für sechs Impfungen zur Regel werden. Deutschland wurde bislang mit rund 1,3 Millionen Corona-Impfdosen des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer beliefert. Rund 266.000 Menschen wurden bislang geimpft.

5.1.2021 • 07:50 Uhr

Indonesien: Präsident soll erste Impfdosis erhalten

Indonesien wird sein landesweites Massenimpfprogramm am 13. Januar starten. Das teilte der Gesundheitsminister des Landes mit. Das Programm werde in Jakarta starten und Präsident Joko Widodo solle die erste Dosis erhalten, sagte Budi Gunadi Sadikin. Die Impfungen in anderen Regionen sollen in den folgenden zwei Tagen beginnen. Die Regierung hatte zuvor gesagt, dass 1,3 Millionen Arbeiter zu den ersten gehören werden, die den in China hergestellten Impfstoff erhalten.

5.1.2021 • 07:43 Uhr

NBA verschärft Corona-Regeln

Die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA verschärft ihre Regeln zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während der Spiele. Das teilte die Liga den Teams mit. Demnach sollen die Profis der Spieltagskader ab heute die Masken zu Beginn jeder Halbzeit solange tragen, bis sie ins Spiel kommen. Nicht aktive Spieler und Trainer sollten bereits zuvor stets einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Zudem sollen alle Spieler die Namen von Privattrainern, Therapeuten, Chiropraktikern und anderen Spezialisten mitteilen, mit denen sie außerhalb des Teamgeländes zusammenarbeiten.

Die Mitteilung kam am gleichen Tag, an dem Kevin Durant, Superstar der Brooklyn Nets, den Anti-Corona-Regeln der Liga folgend für eine Woche in Quarantäne muss und vier Spiele verpassen wird. Durant, der sich im Mai 2020 mit dem Coronavirus angesteckt hatte, gelte als Kontaktperson einer positiv getesteten Person, meldeten mehrere US-Medien mit Verweis auf eine anonyme Quelle. Als solche muss Durant entsprechend des Gesundheits- und Hygiene-Protokolls der Liga sieben Tage pausieren, so lange er durchgängig negativ getestet wird.

5.1.2021 • 07:31 Uhr

US-Gouverneur: Kliniken für zu wenig Impfungen bestrafen

Der Gouverneur des US-Bundesstaates New York kündigt Strafen für Krankenhäuser an, die ihre Impfstoff-Zuteilung nicht innerhalb einer Woche eingesetzt haben. "Ich will den Impfstoff nicht in einem Kühlschrank oder einer Kühltruhe haben", sagt Andrew Cuomo. "Ich will ihn bei jemanden im Arm haben." Die Krankenhäuser in seinem Staat hätten bislang weniger als die Hälfte ihrer zugeteilten Dosen eingesetzt. Der US-Seuchenbehörde CDC zufolge ist der Anteil noch geringer: Ihren Daten zufolge wurde in New York bislang nur ein Fünftel der gelieferten 896.000 Dosen verimpft.

5.1.2021 • 06:53 Uhr

Firmen sollen erste Dezemberhilfe bekommen

Erste Gelder der Corona-Dezemberhilfen sollen ab heute bei betroffenen Firmen und Selbstständigen ankommen. Die Abschlagszahlungen seien gestartet, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Die Abschlagszahlungen sind ein Vorschuss auf spätere Zahlungen. Wirtschaftsverbände hatten wiederholt Kritik an einer schleppenden Umsetzung der Hilfen geäußert.

Unternehmen bekommen Abschlagszahlungen in Höhe von 50.000 Euro, Soloselbstständige von bis zu 5000 Euro. Dies gilt bereits bei den Novemberhilfen. Die Bundesregierung hatte die milliardenschweren Hilfen für Unternehmen etwa aus der Gastronomie beschlossen, die ihren Geschäftsbetrieb wegen des Teil-Lockdowns seit Anfang November dicht machen mussten. Erstattet werden über Zuschüsse Umsatzausfälle von bis zu 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

5.1.2021 • 06:44 Uhr

Erste Amerikaner erhalten zweite Impfstoff-Dosis

Die ersten US-Amerikaner haben die zweite Dosis des Corona-Impfstoffs erhalten. Helen Cordova, eine Intensivpflegerin aus Südkalifornien war eine der ersten, die zum zweiten Mal das Vakzin des Pharmakonzerns Pfizer und seines deutschen Partners Biontech gespritzt bekamen. "Ich bin wirklich aufgeregt, weil das bedeutet, dass ich jetzt so viel näher daran bin, immun zu sein, und ein bisschen sicherer, wenn ich von der Arbeit komme und bei meiner Familie bin", sagte sie.

Um vor einer Covid-19-Erkrankung zu schützen, sind zwei Dosen des Impfstoffs im Abstand von drei Wochen nötig. In Großbritannien, wo bereits seit dem 8. Dezember mit dem Biontech-Präparat geimpft wird, erhielten einige bereits vor dem Jahreswechsel die zweite Dosis. Bis Montag wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC in den USA fast 4,6 Millionen Impfungen verabreicht.

5.1.2021 • 06:38 Uhr

Mexiko lässt AstraZeneca-Impfstoff zu

Auch Mexiko hat den Impfstoff des Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford zugelassen. Die staatliche Kommission zum Schutz vor Gesundheitsrisiken (Cofepris) erteilte nach eigenen Angaben eine Notfallzulassung des Vakzins. Großbritannien, das das Mittel als erstes Land zugelassen hatte, begann am Montag, Menschen damit zu impfen.

In Lateinamerika hatten vor Mexiko bereits Argentinien und El Salvador das Präparat zugelassen. Mexiko hatte an Heiligabend als erstes Land Lateinamerikas begonnen, seine Bürger gegen das Coronavirus impfen zu lassen - mit dem Mittel des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer. Inzwischen wurden in dem nordamerikanischen Land nach Regierungsangaben knapp 44.000 Menschen damit geimpft.

Der Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns AstraZeneca und der Universität Oxford wies in Studien eine geringere Wirksamkeit auf als das Biontech-Präparat, kann aber mit weniger Aufwand gelagert werden und ist deutlich günstiger. Er wird derzeit von den europäischen Zulassungsbehörden geprüft. Im August hatten die Regierungen Argentiniens und Mexikos mit AstraZeneca vereinbart, dass der Impfstoff im Falle einer Zulassung in den zwei Ländern für ganz Lateinamerika außer Brasilien hergestellt werden solle.

5.1.2021 • 06:17 Uhr

Höherer Datenverbrauch durch Silvester-Einschränkungen

Die Corona-Einschränkungen haben an Silvester zu einem deutlich größeren Datenvolumen im heimischen Internet geführt. Wie das Telekommunikationsunternehmen Vodafone auf Anfrage mitteilte, rauschten zum Jahreswechsel zwischen 20 Uhr und 3 Uhr morgens 16.000 Terabyte Daten durch seine Leitungen in die Häuser - und damit fast 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Datenvolumen wächst seit Jahren, unter anderem wegen aufwendigerer Anwendungen und hochauflösenderen Fotos und Videos. Allerdings lag der Anstieg bei Vodafone in den Vorjahren nur bei 20 bis 30 Prozent - nun war das Datenwachstum also außergewöhnlich hoch.

5.1.2021 • 06:14 Uhr

Kramp-Karrenbauer: Präsenzunterricht möglichst vermeiden

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich vor der Videokonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder zur Corona-Krise für einen vorsichtigen Kurs in Schulen und Kitas ausgesprochen. "Ich wünsche mir, dass wir in den Schulen und in den Kitas keine oder so wenig Präsenz wie möglich haben", sagte sie der Nachrichtenagtntur dpa in Berlin. Im Zusammenhang mit Fragen und Ängsten in der Bevölkerung bei der Impfstrategie sprach sich Kramp-Karrenbauer für eine offene Debatte und Aufklärung aus.

Vor dem Hintergrund von Kritik an uneinheitlichen Verfahren bei den Corona-Impfungen sagte die Parteivorsitzende: "Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Länder sich einigen würden, dass jeder, der geimpft werden soll, auch noch einmal schriftlich informiert wird." Sonst würden eventuell die passenden Informationen alleinstehende ältere Menschen nicht erreichen. Eine einheitliche Vorgehensweise bei der Information der älteren Bevölkerung sei wünschenswert.

Annegret Kramp-Karrenbauer  | dpa

Annegret Kramp-Karrenbauer forderte zudem, dass jeder, der geimpft werden soll, schriftlich informiert wird. Bild: dpa

5.1.2021 • 05:45 Uhr

RKI meldet 11.897 Neuinfektionen

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 11.897 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 944 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Morgen bekanntgab. Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30. Dezember) erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag bei 134,7. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 298,7 und Thüringen mit 241,8. Den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 77,1. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.787.410 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland

5.1.2021 • 05:00 Uhr

US-Behörde FDA warnt vor Änderung der Impf-Modalitäten

Die US-Arzneimittelbehörde FDA nennt Überlegungen zur Änderung der Impf-Dosierung oder -Zeiträume verfrüht. Man verfolge die Diskussionen über eine Halbierung der Dosis und einen längeren Zeitraum zwischen erster und zweiter Impfung, teilt die Behörde mit. Die verfügbaren Daten böten jedoch keine belastbare Grundlage für solche Schritte. Daher würden diese ein signifikantes Risiko einer Gefährdung der öffentlichen Gesundheit mit sich bringen.

5.1.2021 • 04:41 Uhr

Neue Coronavirus-Variante auch in Brasilien nachgewiesen

In Brasilien sind die nach offiziellen Angaben ersten beiden Fälle der in Großbritannien entdeckten und besonders ansteckenden Variante des Coronavirus in dem Land aufgetreten. Dies teilte das Gesundheitssekretariat des Bundesstaates São Paulo in einer Erklärung mit. Demnach hatte das "Instituto Adolfo Lutz" in São Paulo, ein nationales Referenzlabor, die Fälle bestätigt.

Bei einem der bestätigten Fälle handelt es sich laut der Erklärung um eine 25 Jahre alte Frau, die in São Paulo lebt und Kontakt zu Reisenden hatte, die in Europa waren. Der andere Betroffene sei ein 34-Jähriger, dessen Hintergrund und Wohnort die Behörde noch überprüft. Zwei weitere verdächtige Fälle bestätigten sich nicht, wie das Nachrichtenportal "G1" unter Berufung auf den Gesundheitssekretär des Bundesstaates São Paulo berichtete.

5.1.2021 • 04:26 Uhr

Umfrage: Große Mehrheit für Verlängerung des Corona-Lockdowns

Eine große Mehrheit der Deutschen ist für eine Verlängerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich fast zwei Drittel der Befragten dafür aus, die Einschränkungen mindestens in der bisherigen Härte über den 10. Januar hinaus fortzuführen. 41 Prozent sind für eine unveränderte Beibehaltung, weitere 24 Prozent sogar für eine Verschärfung. Dagegen befürworten nur 17 Prozent eine Lockerung des Lockdowns und nur jeder Zehnte (11 Prozent) ist für eine komplette Aufhebung aller Einschränkungen.

5.1.2021 • 04:26 Uhr

Israel lässt Moderna-Impfstoff zu

Die israelischen Gesundheitsbehörden genehmigen den Einsatz des Impfstoffs von Moderna. Man habe sechs Millionen Impfdosen gesichert und erwarte die ersten Lieferungen im Januar, teilt das Gesundheitsministerium mit.