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Liveblog zum Coronavirus ++ Biden: 100 Mio. Impfungen in 100 Tagen ++

Stand: 08.12.2020 22:46 Uhr

Der künftige US-Präsident Biden will in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit 100 Millionen Amerikaner impfen lassen. Die hohen Todeszahlen machen Italien trotz sinkender Neuinfektionen Sorgen.

  • Frankreich droht ein längerer Lockdown
  • Bundesregierung erhöht offenbar Corona-Abschlagszahlungen
  • RKI meldet 14.054 Neuansteckungen und 423 Todesfälle
  • Massenimpfungen in Großbritannien gestartet
  • US-Arzneimittelbehörde FDA hat keine Bedenken gegen Biontech-Impfstoff
  • Corona-Schutzimpfungen für US-Amerikaner kostenlos
  • SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach fordert vierwöchige Weihnachtsferien
8.12.2020 • 22:46 Uhr

Ende des Liveblogs

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8.12.2020 • 21:35 Uhr

Deutlicher Anstieg in Frankreich

Frankreich meldet einen deutlichen Anstieg der Neuinfektionen. Das Gesundheitsministerium zählte 13.713 neue Coronafälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Am Dienstag vergangene Woche waren es nur 8083 neue Fälle. Es wurden 831 weitere Todesfälle gemeldet. Eigentlich will die Regierung die Zahl der Neuinfektionen auf 5000 am Tag drücken.

8.12.2020 • 20:53 Uhr

USA: 100 Millionen Impfungen in 100 Tagen

Der designierte US-Präsident Joe Biden hat 100 Millionen Corona-Impfungen für die ersten 100 Tage seiner Amtszeit angekündigt. Die Lage werde sich wohl zunächst verschlechtern, bevor es besser werde, sagt er. Er könne nicht versprechen, dass die Pandemie nach 100 Tagen beendet sei, aber es könne zu einer Kehrtwende kommen. Zugleich forderte er den Kongress auf, weitere Mittel für den Kampf gegen den Erreger freizugegeben.

Gleichzeitig gab die US-Gesundheitsbehörde CDC 186.215 Neuinfektionen und 1532 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt 14,8 Millionen Infektionen und 282.785 Tote verzeichnet.

8.12.2020 • 20:05 Uhr

Spahn stimmt auf weitere Einschränkungen nach Weihnachten ein

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kann sich im Kampf gegen das Coronavirus gut einen härteren Lockdown nach Weihnachten vorstellen. "Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber meine ruhigste Zeit im Jahr ist tatsächlich die um Weihnachten bis Anfang Januar. Und mir fiele fast keine bessere Zeit im Jahr ein, in der Gesellschaft weiter runterzukommen, Kontakte zu reduzieren", sagte Spahn bei "Bild live".

Angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen sei es sinnvoll, "noch mal umfassender, dafür kürzer das Leben ein Stück runterzubringen, Kontakte zu reduzieren, Infektionszahlen runterzuschrauben", betonte Spahn. Dies müsse jetzt mit den Bundesländern diskutiert werden. Klar sei: "Wenn wir die Zahlen jetzt nicht langsam runterbekommen, wenn sich die Zahlen vor allem auf den Intensivstationen nicht bessern, dann braucht es zusätzliche Maßnahmen."

8.12.2020 • 19:26 Uhr

Schweiz plant landesweit strengere Beschränkungen

Die Schweizer Regierung will angesichts wieder steigender Ansteckungszahlen landesweit strengere Beschränkungen durchsetzen. Derzeit fallen Eindämmungsmaßnahmen in die Kompetenz der Kantone und unterscheiden sich stark. Ab 12. Dezember sollen Gastronomiebetriebe, Einkaufsläden und Märkte sowie Freizeitbetriebe bereits um 19.00 Uhr schließen.

Öffentliche Veranstaltungen mit Ausnahme von religiösen Feiern sollen verboten und jegliche Aktivität im Kulturbereich untersagt werden. Zudem soll die Teilnehmerzahl bei privaten Veranstaltungen auf fünf Personen aus zwei Haushalten begrenzt werden. Bei Feiern zu den Weihnachtsfeiertagen und zu Silvester sollen zehn Personen erlaubt sein.

8.12.2020 • 19:01 Uhr

Italien beunruhigt über die vielen Todesfälle

Trotz sinkender Corona-Infektionszahlen in Italien äußern sich Experten des Gesundheitsministeriums beunruhigt über die vielen Todesfälle. Die Ansteckungszahlen fallen zwar langsam, aber die Totenzahlen bleiben weiter hoch, sagte der Experte des Gesundheitsministeriums, Giovanni Rezza. Es brauche nicht viel, und der Trend könne sich wieder umkehren, warnte er.

Binnen eines Tages meldeten die Behörden knapp 15.000 Corona-Neuinfektionen und rund 630 Menschen, die mit dem Virus starben. Am selben Tag der Vorwoche lag der Wert der Neuinfektionen noch bei etwas mehr als 19.300 und bei 785 Toten. Damit wurden seit Pandemie-Beginn bislang etwa 1,757 Millionen Corona-Infektionen registriert. Etwas mehr als 61.000 Menschen starben mit dem Virus.

8.12.2020 • 18:36 Uhr

Frankfurt verbietet "Querdenken"-Demo

Die Stadt Frankfurt am Main hat eine für Samstag geplante Demonstration der "Querdenken"-Bewegung verboten. Geplant waren für die rund 40.000 erwarteten Teilnehmer Kundgebungen an zwölf verschiedenen Orten im Innenstadtbereich, die jeweils von unterschiedlichen bundesweiten "Querdenker"-Initiativen gesteuert werden sollten, wie die Stadt mitteilte.

Zur Begründung hieß es, eine solche Veranstaltung gefährde die öffentliche Sicherheit, nämlich das Grundrecht auf Leben, körperliche Unversehrtheit und Gesundheit (Artikel 2 GG) unmittelbar, begründete die Stadt. Eine Versammlung dieser Größenordnung am Samstag vor dem dritten Advent - an dem die Innenstadt ohnehin mit zahlreichen Weihnachtseinkäufern gefüllt sei - führe unweigerlich zu einer Durchmischung von Demonstranten und Passanten. Dies sei bei weiterhin hohen Inzidenzzahlen in Frankfurt am Main nicht vertretbar.

8.12.2020 • 18:25 Uhr

Biontech und Pfizer wollen Impfstoff weiterentwickeln

Der US-Pharmakonzern Pfizer und sein deutscher Partner Biontech wollen ihren Coronavirus-Impfstoff leichter handhabbar machen. "Wir arbeiten an einer neuen Formulierung, die in der Lage sein wird, minus 70 Grad zu vermeiden und die bei einfacher Kühlung gelagert werden kann", sagte Pfizer-Chef Albert Bourla bei einem Online-Branchenevent. Der Impfstoff muss bislang bei minus 70 Grad gelagert werden, da er sich in normalen Kühlschränken nur fünf Tage hält.

Am Dienstag hat Großbritannien als erstes westliches Land mit Massenimpfungen gegen das Coronavirus begonnen. Das Vereinige Königreich hatte dem Vakzin der beiden Unternehmen angesichts der sich zuspitzenden Corona-Krise eine Notfall-Zulassung erteilt. 2021 sollen dann 1,3 Milliarden weltweit verteilt werden.

8.12.2020 • 18:02 Uhr

Weitere Forschung zu AstraZeneca-Impfstoff nötig

Der von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelte Coronavirus-Impfstoff wird einer Studie zufolge genauer untersucht werden müssen um einen Wirkungsgrad von 90 Prozent zu bestätigen. Die im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlichte Arbeit könnte dazu führen, dass die Auslieferungen des Impfstoffs sich verzögern. Unklar blieb weiter, warum nach den vorliegenden Daten die Effektivität 62 Prozent bei zwei vollen Dosen betragen soll, aber 90 Prozent wenn stattdessen eine halbe und eine volle Dosis gegeben wurden. Dies werde "weitere Forschung erfordern, sobald mehr Daten aus der Studie verfügbar werden", hieß es in "The Lancet".

8.12.2020 • 17:40 Uhr

Lauterbach lobt Biontech-Impfstoff

8.12.2020 • 17:31 Uhr

Auch Drosten für harten Weihnachts-Lockdown

Im NDR Info Podcast "Coronavirus-Update" setzt sich der Virologe Christian Drosten für einen harten Lockdown ab dem 24. Dezember ein. Zudem sollten die Schulen im neuen Jahr auf geteilte Klassen umstellen. "Wir müssen in Deutschland jetzt unbedingt etwas tun", sagt Drosten in der neuen Podcast-Folge. Es sei besser, noch in diesem Jahr zu handeln, "als dann Ende Januar und im gesamten Februar in einen richtigen Lockdown zu gehen, der die Wirtschaft massiv schädigt".

8.12.2020 • 17:22 Uhr

Hamburg schränkt öffentlichen Glühwein-Verkauf ein

Offenbar halten sich viele Menschen beim gemeinsamen Genuss von Glühwein oder anderen alkoholischen Getränken nicht an die in der Hansestadt geltenden Abstandsregeln. Darum hatte der Hamburger Senat gestern das Verkaufsverbot für diese Getränke zwischen 16 und 22 Uhr in bestimmten Straßen angeordnet. Und es kommen weitere Einschränkungen: "Geplant ist ein stadtweites Glühweinverbot", sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer. 

8.12.2020 • 16:55 Uhr

Längerer Lockdown in Frankreich?

Die in Frankreich geplante Lockerung der Corona-Auflagen vor Weihnachten steht auf der Kippe: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen verharrt auf zu hohem Niveau, wie die nationalen Gesundheitsbehörde mitteilte. Auch der französische Krankenhausverband warnte die Regierung vor übereilten Schritten.

Ab Dienstag kommender Woche sollten die Franzosen ihre Häuser tagsüber eigentlich wieder ohne Auflagen verlassen können - zum ersten Mal seit Inkrafttreten des strengen Lockdowns vor fast sechs Wochen. Auch Kinos, Theater und Museen sollten wieder öffnen, wie es Präsident Emmanuel Macron in Aussicht gestellt hatte. Zu Weihnachten sollten die Bürger zu ihren Familien reisen können.

Frankreich sei aber "noch weit von dem Ziel" von maximal 5000 täglichen Corona-Neuansteckungen entfernt, sagte nun der Leiter der nationalen Gesundheitsbehörde, Jérôme Salomon. Seit einer Woche stagniert die Zahl bei rund 10.000 und ist damit doppelt so hoch wie von der Regierung angestrebt. Präsident Macron hatte noch eine weitere Bedingung für Lockerungen ab dem 15. Dezember genannt: So sollten höchstens 2500 bis 3000 Menschen auf den Intensivstationen des Landes behandelt werden. Zuletzt lag ihre Zahl bei fast 3200.

8.12.2020 • 16:13 Uhr

Berlin: Vermutlich neue Einschränkungen nach Weihnachten

Angesichts der weiterhin hohen Infektionszahlen müssen sich die Berlinerinnen und Berliner auf neue deutliche Einschränkungen gefasst machen. Wirtschaftssenatorin und Bürgermeisterin Ramona Pop (Grüne) stellte nach einer Senatssitzung in Aussicht, dass Geschäfte im Einzelhandel nach Weihnachten vorübergehend schließen könnten. Ausnahmen solle es etwa für Lebensmittelgeschäfte und Drogerien geben. Die Bildungsverwaltung prüfe außerdem eine Verlängerung der Weihnachtsferien über den 4. Januar hinaus, der nach bisheriger Planung der erste Schultag im neuen Jahr wäre. Entsprechende Beschlüsse fällte der Senat noch nicht.

8.12.2020 • 16:00 Uhr

Hessen: Ausgangssperre und Alkoholverbot in Hotspots

In hessischen Regionen mit dauerhaft hohen Corona-Infektionszahlen wird es eine nächtliche Ausgangssperre und ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit geben. Das kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier in seiner Regierungserklärung im Landtag an. Als Grund nannte er die in den betroffenen Regionen weiter steigenden Infektionszahlen. Diese Entwicklung sei etwa in der Stadt Offenbach, dem Landkreis Offenbach, dem Main-Kinzig-Kreis oder dem Kreis Groß-Gerau festzustellen, sagte der CDU-Politiker.

8.12.2020 • 15:58 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern verschärft Maßnahmen

Auch Mecklenburg-Vorpommern reagiert mit verschärften Schutzmaßnahmen auf die gestiegene Zahl an Corona-Infektionen. Das Kabinett beschloss in Schwerin, die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen zu erweitern und Schüler ab der 7. Klasse nach den Weihnachtsferien zunächst per Internet zu Hause zu unterrichten.

8.12.2020 • 15:55 Uhr

Airline-Verband: Wenig Buchungen für die Winterferien

Europas Fluggesellschaften stehen wegen der anhaltenden Corona-Krise geschäftlich vor einem langen und harten Winter. Die Buchungen für die anstehenden Winterferien seien weiterhin extrem schwach, warnte der Chefökonom des globalen Airlineverbandes IATA, Brian Pearce. Üblicherweise hätten die Gesellschaften zu Beginn des Monats Dezember rund 63 Prozent ihrer Tickets für den Zeitraum vom 15. Dezember bis 10. Januar verkauft, sagte Pearce. In diesem Jahr stiegen die Buchungen zwar langsam an, blieben aber wegen der Reisebeschränkungen rund 80 Prozent unter den Werten aus dem Vorjahr.

8.12.2020 • 15:51 Uhr

Wie bleiben Eltern in der Krise zuversichtlich?

Das Coronavirus bestimmt einen Großteil unseres Alltags. Restaurants und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen, viele Veranstaltungen abgesagt. Damit umzugehen ist nicht immer leicht. Wie können Eltern in der aktuellen Situation zuversichtlich bleiben? Und was sollten sie tun, wenn es ihnen nicht gut geht? Der KiKA von ARD und ZDF gibt in seinem Angebot für Erwachsene Antworten.

8.12.2020 • 15:43 Uhr

200.000 Reisende bei Kontrollen ohne Mund-Nasen-Schutz

Bei Kontrollen an Bahnhöfen und im Zugverkehr zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen hat die Bundespolizei seit September 200.000 Reisende ohne Mund-Nase-Schutz registriert. Das teilte die Behörde in Potsdam mit. Die überwiegende Mehrheit halte sich aber an die Eindämmungsverordnung der Länder, hieß es. Bundesweit seien rund 3700 Verstöße festgestellt und den Behörden übermittelt worden. In rund 500 Fällen erteilte die Polizei demnach Platzverweise. Allein im Rahmen des bundesweiten Aktionstages am Montag wurden den Angaben zufolge 3208 Reisende angesprochen, die ohne Maske unterwegs waren.

8.12.2020 • 15:30 Uhr

EU sagt Gazastreifen Unterstützung gegen Corona zu

Die Europäische Union hat den etwa zwei Millionen Menschen im Gazastreifen Unterstützung in der Corona-Krise zugesichert. Der EU-Vertreter in den Palästinensergebieten, der Deutsche Sven Kühn von Burgsdorff, versprach bei einem Besuch, die EU werde Material zur Verfügung stellen, damit Tests gemacht werden könnten. Zudem werde sie helfen, einen Impfstoff in den Gazastreifen zu liefern. Das einzige dortige Corona-Labor musste zu Wochenbeginn seine Arbeit einstellen. Die Fallzahlen haben in dem abgeriegelten Gebiet, wo die Menschen auf sehr engem Raum unter teils miserablen Bedingungen leben, zuletzt deutlich zugenommen.

8.12.2020 • 15:28 Uhr

Kein Zugverkehr zwischen der Schweiz und Italien

Die Eisenbahngesellschaften der Schweiz und Italiens stellen den grenzüberschreitenden Verkehr wegen Corona-Auflagen vorübergehend ein. Ab 10. Dezember 2020 würden auf unbestimmte Zeit keine Züge der Schweizer Bahnen SBB und von Trenitalia mehr über die Grenze verkehren, teilten die SBB mit. "Der Entscheid basiert auf einem Dekret der italienischen Regierung", hieß es. Italien verlange Kontrollen, die die Schweiz nicht gewährleisten könne, sagte eine SBB-Sprecherin auf Anfrage, darunter etwa das Temperaturmessen und die Vorlage eines negativen Coronatests.

Bahnsteig mit Zügen der Schweizer Bundesbahn SBB | picture alliance / imageBROKER

Züge der Schweizerischen Bundesbahnen: Ab 10. Dezember kein Verkehr nach Italien Bild: picture alliance / imageBROKER

8.12.2020 • 15:26 Uhr

Keine Silvester-Lockerungen in Sachsen-Anhalt

Für Silvester gibt es in Sachsen-Anhalt voraussichtlich keine Lockerungen der Corona-Regeln. "Silvester kann man schon im Prinzip ausbuchen, da werden wir bei der straffen Regelung mit Sicherheit bleiben. Über Weihnachten sind wir noch in der Enscheidungsphase, ob wir bei der angekündigten Möglichkeit bis zu zehn Personen bleiben", sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff nach einer Sitzung des Landeskabinetts. Das Kabinett werde in der kommenden Woche entscheiden. Aktuell dürfen sich maximal fünf Menschen treffen, Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt.

8.12.2020 • 15:14 Uhr

FDA hat keine Bedenken gegen Biontech-Impfstoff

Die Mainzer Biotechfirma Biontech und ihr US-Partner Pfizer haben eine wichtige Hürde bei der Notfallzulassung ihres Corona-Impfstoffes in den USA genommen. Die Arzneimittelbehörde FDA äußerte in einem nun veröffentlichten Dokument keine Bedenken gegen den Einsatz des Impfstoffes. Bei Untersuchungen hätten sich keine neuen Probleme hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit ergeben.

Eine Impfung mit zwei Impfdosen habe sich als hochwirksam erwiesen, um bestätigte Fälle von Covid-19 mindestens sieben Tage nach der letzten Dosis zu verhindern, erklärten die Mitarbeiter der Behörde. Es gebe allerdings noch nicht genug Daten, um Rückschlüsse auf die Sicherheit des Impfstoffs bei Personen unter 16 Jahren, Schwangeren und Personen mit einem geschwächtem Immunsystem zu ziehen. Es wird erwartet, dass die FDA innerhalb der nächsten Tage oder Wochen über die Notfallzulassung des Biontech-Impfstoffes entscheidet.

8.12.2020 • 15:01 Uhr

Rheinland-Pfalz will keine Lockerungen zum Jahresende

Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz will anders als bislang geplant die Corona-Regeln für Treffen zum Jahresende nicht wesentlich lockern. Es sei zwar noch kein Beschluss gefasst, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Aber voraussichtlich werde es zu Silvester keine Ausnahmen von den Kontaktbeschränkungen geben. Für die Weihnachtszeit, vom 23. bis 27. Dezember, könnten Treffen von zehn Menschen aus drei Haushalten ermöglicht werden - "Kernfamilie und engste Freunde", sagte Dreyer. "Die Zahlen sind nicht so, wie wir es uns wünschen", sagte die Regierungschefin zur jüngsten Entwicklung der Corona-Infektionen. "Das Ziel ist klar - wir müssen von den Zahlen runter."

8.12.2020 • 14:59 Uhr

Munich Re versichert nicht mehr gegen Pandemie-Ausfall

Der Rückversicherer Munich Re will wegen der hohen Schäden in der Corona-Krise keine Großveranstaltungen mehr gegen den Ausfall durch Pandemien versichern. Der Konzern biete diesen Vertragszusatz seit diesem Jahr nicht mehr an, sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek. Generell wolle die Munich Re Großveranstaltungen auch weiterhin versichern. Nur die Zusatzklausel zum Pandemieschutz werde es nicht mehr geben. Der Ausfall und die Verschiebung von Großveranstaltungen wie den Olympischen Spielen in Japan sind die Munich Re in diesem Jahr teuer zu stehen gekommen. Insgesamt schätzt der Konzern die Corona-bedingten Schäden im Rückversicherungsgeschäft in diesem Jahr auf 3,4 Milliarden Euro.

8.12.2020 • 14:55 Uhr

Bundestag setzt für 2021 erneut Schuldenbremse aus

Der Bundestag hat zur Bewältigung der Corona-Krise im kommenden Jahr erneut die Schuldenbremse im Grundgesetz außer Kraft gesetzt. Damit ermöglicht er dem Bund, zusätzliche Kredite aufzunehmen. Ein solcher Beschluss ist nur in außergewöhnlichen Notsituationen möglich.

Für 2021 sind neue Schulden in Höhe von 179,82 Milliarden Euro geplant. Mit dem Geld sollen unter anderem Milliarden-Zuschüsse für Unternehmen finanziert und Impfstoffe gekauft werden. 35 Milliarden sind vorsorglich zur Krisenbekämpfung eingeplant, ohne dass man jetzt schon weiß, wofür das Geld ausgegeben werden soll. Der Bundestag will den Etat für 2021 am Freitag endgültig beschließen.

8.12.2020 • 14:53 Uhr

Söder unterstützt Forderung nach "hartem Lockdown"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder unterstützt den von der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina geforderten "harten Lockdown" mit Geschäftsschließungen ab Weihnachten. Wenn das eine Empfehlung der Ministerpräsidentenkonferenz werde, werde Bayern dies auch machen, sagte der CSU-Chef in seiner Regierungserklärung im bayerischen Landtag. Er habe sich mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) lange darüber ausgetauscht und beide seien zu diesem Schritt bereit.

Bisher hatte die Koalition von CSU und Freien Wählern diesen Schritt gescheut und setzt bei einer ab Mittwoch geltenden Verschärfung der Infektionsschutzmaßnahmen auf Einschränkungen an Schulen, auf landesweit strengere Ausgangsbeschränkungen und nächtliche Ausgangssperren in Hotspots sowie mehr Schutz für die Bewohner in Alten- und Pflegeheimen.

8.12.2020 • 14:50 Uhr

Handel warnt vor neuen Ladenschließungen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat vor einer erneuten Schließung von Teilen des Einzelhandels zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gewarnt. "Der Einzelhandel hat deutlich bewiesen, dass sicheres Einkaufen unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsvorschriften auch in Zeiten der Pandemie möglich ist. Daher wäre eine erneute Schließung nicht nur unverhältnismäßig, sondern mit Blick auf mögliche Panikkäufe auch kontraproduktiv", warnte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina hatte zuvor eine drastische Verschärfung der Corona-Beschränkungen bereits ab kommender Woche gefordert.

8.12.2020 • 14:46 Uhr

Schwedens Ministerpräsident appelliert an Bürger

Vor den Feiertagen hat Ministerpräsident Stefan Löfven den Menschen in Schweden eindringlich ins Gewissen geredet, von Zusammenkünften mit mehr als acht Personen abzusehen. "Feiert Weihnachten und Neujahr mit einem kleineren Kreis an Menschen!", forderte Löfven auf einer Pressekonferenz. Die eingeführte Vorgabe, sich mit maximal acht Personen zu treffen, sei die neue Norm für alle sozialen Situationen. Alle in Schweden hätten eine gemeinsame Verantwortung dafür, dass ihr Land nicht mit einer höheren Infektionszahl ins neue Jahr gehe.

8.12.2020 • 14:43 Uhr

Corona-Ausbruch in fleischverarbeitendem Betrieb

In einem fleischverarbeitenden Betrieb im niedersächsischen Glandorf (Landkreis Osnabrück) sind bei Mitarbeitern aus der Produktion Corona-Infektionen festgestellt worden. Wie der Landkreis mitteilte, stellte das Unternehmen die Herstellung inzwischen ein. Wann die Arbeit wieder aufgenommen werden kann, war zunächst unklar. Insgesamt arbeiten im Produktionsbereich rund 100 Mitarbeiter. Am Freitag war eine Person im Schnelltest positiv getestet worden. Bei zusätzlichen Schnelltests am Montag wurden acht weitere Infektionen festgestellt. Bei einer parallel durchgeführten Reihentestung wurden dem Landkreis zufolge weitere Infektionen nachgewiesen.

8.12.2020 • 14:40 Uhr

Baden-Württemberg verbietet Alkoholausschank im Freien

Die baden-württembergische Landesregierung will den Alkoholausschank unter freiem Himmel insbesondere aufgrund des hohen Andrangs an Glühweinständen im Land verbieten. Man werde ein flächendeckendes Alkoholverbot in die nächste Corona-Verordnung aufnehmen, kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) in Stuttgart an. Die Kommunen sollen das schon zum 3. Advent umsetzen.

8.12.2020 • 14:39 Uhr

Griechen entrüstet über extreme Corona-Einreisemaßgaben

Zu Weihnachten will die griechische Regierung den Corona-Lockdown vorübergehend lockern - allerdings mit sehr strengen Einreiseregeln, die auf Widerstand stoßen. So müssen Besucher des Landes vom 18. Dezember bis zum 7. Januar vor ihrer Reise einen Corona-Test absolvieren und werden nach der Ankunft auf griechischem Boden erneut getestet - um dann trotzdem zehn Tage in Quarantäne zu müssen. Hintergrund ist die Absicht der Regierung, die zahlreichen Auslandsgriechen davon abzuhalten, in die Heimat zu reisen. In sozialen Medien führen die Regelungen bereits zu Shitstorms.

8.12.2020 • 14:32 Uhr

Laborärzte warnen vor Antigen-Schnelltests

Angesichts der zunehmenden Zahl von Antigen-Schnelltest-Angeboten warnen Labormediziner vor dieser Methode. "Die Coronavirus-Labordiagnostik und Vor-Ort-Schnelltests sind getrennte Welten", sagte der Vorsitzende des Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL), Andreas Bobrowski. Dies zeige sich nicht nur bei der Abstrichnahme und Testqualität. Die zugelassenen Schnelltests seien auch noch keiner externen Prüfung unterzogen worden. "Auch wenn solche Schnelltests derzeit in unterschiedlichsten Lokalitäten angeboten werden, bedeutet das nicht, dass die Ergebnisse in jedem Fall sicher sind", warnte auch Christian Scholz, Vorstandsmitglied im Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore (ALM). "Wir selbst erleben derzeit zu häufig, dass Antigen-Schnelltests falsch-positive oder falsch-negative Ergebnisse liefern."

8.12.2020 • 14:29 Uhr

Glühweinverkauf soll in ganz Hamburg eingeschränkt werden

In ganz Hamburg soll künftig wegen der Corona-Pandemie schon am Nachmittag kein "Glühwein to go" mehr ausgeschenkt werden dürfen. "Geplant ist ein stadtweites Glühweinverbot", sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer. Die zuständige Sozialbehörde werde voraussichtlich am Mittwoch sagen können, ab wann es gelten soll. Bislang gilt bereits ein Verkaufsverbot ab 16 Uhr in Teilen der Stadtteile Schanzenviertel, Ottensen und Winterhude.

8.12.2020 • 14:25 Uhr

Quarantäneverweigerer im Südwesten sollen in Krankenhäuser

Uneinsichtige Quarantäneverweigerer in Baden-Württemberg sollen künftig in einem von zwei bis drei ausgewählten Krankenhäusern untergebracht werden. Darauf einigten sich der Landesgesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) und der Innenminister des Landes, Thomas Strobl (CDU), nach langen Debatten. Das Innenministerium hatte auf eine strikte Zwangseinweisung solcher Personen in eine zentrale Klinik im Land gedrängt. Lucha hatte dafür plädiert, dass sich die Kommunen dezentral darum kümmern, da es sich um Einzelfälle handele. Strobl sagte, er sei froh, dass man sich darauf verständigt habe, "hartnäckige Quarantäneverweigerer abzusondern". Es sei aber nur das letzte Mittel, wenn solche Menschen sich auch durch Bußgelder nicht zur Vernunft bringen ließen.

8.12.2020 • 14:21 Uhr

Warn-App ohne Google-Dienst veröffentlicht

Eine kleine Gruppe von freien Programmierern hat die offizielle Corona-Warn-App des Bundes für Android-Smartphones in einer alternativen Fassung für Geräte ohne Google-Dienste veröffentlicht. Damit kann die Anwendung auch auf Android-Smartphones laufen, die nicht über die sonst eigentlich notwendigen Google Play Services verfügen. Dazu gehören unter anderen die neusten Huawei-Smartphones aus China, die wegen der Boykottmaßnahmen der US-Regierung zwangsweise ohne Google-Dienste auskommen müssen. Die App gelangt damit aber auch auf Geräte wie das Fairphone 3 mit dem alternativen Betriebssystem /e/, bei dem freiwillig auf Google Play Services verzichtet wird.

8.12.2020 • 14:11 Uhr

Göring-Eckardt mit Schnelltest positiv getestet

Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, ist mit einem Schnelltest positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das teilte die aus Thüringen stammende 54-Jährige auf Twitter mit. "Ich habe mich heute Vormittag testen lassen, weil ich leichte Erkältungssymptome bemerkt hatte. Ich habe mich jetzt in häusliche Isolation begeben. Mir geht es den Umständen entsprechend gut", schrieb sie. "Ich möchte allen danken, die für unsere Gesundheit und unsere Sicherheit gerade einen unfassbaren Job machen!"

8.12.2020 • 14:04 Uhr

Bundesregierung erhöht offenbar Abschlagszahlungen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz erhöht offenbar die Abschlagszahlung an Unternehmen bei der November- und der Dezemberhilfe von bisher 10.000 auf 50.000 Euro. Darüber sei eine Einigung mit dem Bundeswirtschaftsministerium erzielt worden, meldet die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf Regierungskreise. Die Zustimmung der Bundesländer stehe aber wohl noch aus. Die Hilfen fließen vor allem an Betriebe im Gastgewerbe sowie im Freizeit- und Kulturbereich, die aufgrund der staatlichen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie schließen müssen. Abschlagszahlungen erhalten Betriebe, wenn sie ihre Anträge etwa über Steuerberater einreichen.

8.12.2020 • 13:17 Uhr

Thüringen: Keine gelockerten Corona-Regeln zu Feiertagen

Die Corona-Kontaktbeschränkungen sollen in Thüringen über die Weihnachtsfeiertage und Silvester nicht gelockert werden. Darauf verständigte sich die rot-rot-grüne Landesregierung angesichts hoher Infektionszahlen. Der Vorschlag soll noch mit Landtag und Kommunen beraten werden.

8.12.2020 • 13:04 Uhr

Drittes Quartal des Corona-Jahres: So wenige Arbeitsstunden wie nie

Die Arbeitnehmer in Deutschland haben im dritten Quartal dieses Jahres so wenig gearbeitet wie noch nie in einem vergleichbaren Zeitraum eines Jahres. Zwischen Anfang Juli und Ende September 2020 kamen nach Erkenntnissen des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Durchschnitt 344,9 Arbeitsstunden pro Arbeitnehmer zusammen. Das sind 2,6 Prozent weniger als im gleichen Quartal des Vorjahres, wie das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit bekanntgab.

Gegenüber dem zweiten Quartal des Corona-Jahres 2020 ist das Arbeitsvolumen wegen des Rückgangs der Kurzarbeit dagegen saisonbereinigt um 5,4 Prozent gestiegen, teilte das IAB mit. Trotzdem habe die Zahl der Kurzarbeiter im dritten Quartal mit 2,6 Millionen Menschen auf einem noch immer außerordentlich hohen Niveau gelegen.

8.12.2020 • 13:02 Uhr

Papst in Rom: Beten im Regen und mit Mundschutz

Heftiges Regenwetter und die Corona-Pandemie haben Papst Franziskus nicht von seinem traditionellen Besuch an der Mariensäule in der Nähe der Spanischen Treppe abhalten können. Am Morgen kam der 83-Jährige überraschend aus dem Vatikan auf die Piazza di Spagna im Zentrum der italienischen Hauptstadt. Dort stellte der Papst zum katholischen Festtag Maria Empfängnis einen kleinen Korb mit weißen Rosen an den Fuß des Monuments. Eigentlich hatte der Vatikan den sonst für den Nachmittag geplanten offiziellen Besuch des Kirchenoberhaupts an der antiken Säule wegen der Corona-Gefahren durch Menschengruppen abgesagt.

Papst Franziskus vor der Spanischen Treppe in Rom anlässlich des katholischen Festtags Maria Empfängnis. | via REUTERS

Franziskus an der Mariensäule: Noch bei Dunkelheit kam der Papst mit aufgespanntem Regenschirm zu der Säule. Er blieb kurz in Andacht stehen, wie das Presseamt später mitteilte. Er habe für Rom, die Bewohner und alle Menschen in der Welt gebetet, die von Krankheit und Entmutigung betroffen seien. Bild: via REUTERS

8.12.2020 • 12:49 Uhr

Merkel rät Schülern zu Kniebeugen und Klatschen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Schülern Tipps gegeben, wie sie sich in der Corona-Krise auch in gut durchlüfteten Klassenzimmern warm halten können. "Vielleicht macht man auch mal eine kleine Kniebeuge oder klatscht in die Hände", sagte Merkel im Interview mit dem Radiosender "Radyo Metropol FM". Das solle zwar jeder für sich entscheiden. "Nur wenn einem kalt ist, hilft es ja manchmal", so die Kanzlerin. Außerdem müssten sich Schüler eventuell etwas Wärmeres zum Anziehen mitbringen.

Die Bundeskanzlerin betonte erneut, wie wichtig das Lüften in Klassenräumen sei, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Luftfilter seien zwar auch gut. Die meisten funktionierten aber auch nur richtig, wenn ausreichend gelüftet werde. "Sonst gibt es die Gefahr, dass man einfach nur die Luft herumwälzt. Davon wird die (Luft) aber noch nicht wieder frisch", sagte Merkel.

8.12.2020 • 12:46 Uhr

Razzia gegen sechs Verdächtige wegen Corona-Soforthilfebetrugs

Polizei und Staatsanwaltschaft sind wegen des Verdachts auf Corona-Soforthilfebetrug mit einer Razzia in der Stadt und im Landkreis München, in Pforzheim und in Berlin gegen sechs Tatverdächtige vorgegangen. Die Beschuldigten im Alter von 28 bis 79 Jahren sollen mindestens 288.000 Euro für verschiedene Unternehmen kassiert haben, wie das bayerische Landeskriminalamt in München mit teilte. Die Unternehmen hätten aber entweder gar nicht existiert oder seien keiner Geschäftstätigkeit nachgegangen, so dass der in den Anträgen auf Corona-Soforthilfe angegebene Liquiditätsengpass real gar nicht bestanden habe. Im Rahmen der Ermittlungen seien 125.000 Euro auf verschiedenen Bankkonten eingefroren worden.

8.12.2020 • 12:44 Uhr

Altmaier räumt Fehler bei Corona-Hilfen ein

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat Fehler im Umgang mit den Corona-Hilfen der Bundesregierung eingeräumt. "Ja, wo gehandelt wird, werden auch Fehler gemacht", sagte Altmaier im Bundestag. Bei drei Millionen potenziell Antragsberechtigten könne es keine absolute Gerechtigkeit in jedem Einzelfall geben. Altmaier wird immer wieder vorgeworfen, die Corona-Hilfen kommen zu spät bei den Unternehmen an.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier spricht im Bundestag zu Beginn der Haushaltswoche. | dpa

"Wo gehandelt wird, werden auch Fehler gemacht": Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) räumte zu Beginn der Haushaltswoche Fehler bei den Corona-Hilfen der Bundesregierung ein. Bild: dpa

8.12.2020 • 12:38 Uhr

Große Nachfrage nach Seife und Reiniger

Stark steigende Nachfrage nach Seife und Haushaltsreiniger hat der Körperpflege- und Waschmittelbranche im Corona-Jahr 2020 ein Umsatzplus beschert. Hochrechnungen des Industrieverbandes Körperpflege und Waschmittel (IKW) zufolge dürften Verbraucher in Deutschland bis zum Jahresende rund 19,3 Milliarden Euro unter anderem für Seife (plus 77 Prozent zum Vorjahr) und Reinigungsmittel (plus 18,2 Prozent) ausgegeben haben. Das wären 2,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Verband mitteilte. Für 2021 erwartet der Verband wie im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre "ein moderates Wachstum von circa 1,5 Prozent" auf dann rund 19,6 Milliarden Euro Umsatz.

8.12.2020 • 12:35 Uhr

Vier Löwen im Zoo von Barcelona positiv auf Coronavirus getestet

Der Zoo im spanischen Barcelona meldet die Infektion von vier Löwen mit dem Coronavirus. Dies sei der zweite bekannte Fall, in dem sich Großkatzen angesteckt hätten. Auch bei zwei Mitarbeitern des Zoos seien die Tests positiv ausgefallen. Die Tiere hätten in dem für Besucher geöffneten Zoo keinen Kontakt zu anderen Tieren gehabt. Das Veterinäramt in Barcelona kontaktierte den Bronx Zoo in New York, in dem im April der erste Fall einer infizierten Großkatze bekannt geworden war.

8.12.2020 • 12:23 Uhr

Studie: "Corona-Helden" drohen Einkommensverluste

Pflegekräften und dem Personal an Supermarktkassen drohen einer Studie zufolge reale Einkommensverluste bis 2025. Die "Corona-Helden" hätten mit Blick auf die Lohnentwicklung das Nachsehen, während Beschäftigte mit hohen Gehältern real mehr bekämen, teilte die Bertelsmann-Stiftung mit. Laut Studie würden Mitarbeitende im Gesundheits- und Sozialwesen im Jahr 2025 rund 4.400 Euro brutto weniger verdienen als der Durchschnitt. Im Einzelhandel sei sogar mit 10.200 Euro weniger zu rechnen. Die unteren Einkommensgruppen sehen sich mit einem Rückgang des verfügbaren realen Einkommens um etwa zwei Prozent konfrontiert, wie der Studienleiter Torben Stühmeier erklärte: "Die geringe Inflation frisst die noch geringeren Lohnzuwächse auf."

8.12.2020 • 12:23 Uhr

IW-Prognose: Wirtschaft erreicht Ende 2021 Vorkrisenniveau

Die Konjunktur in Deutschland wird sich nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Ende kommenden Jahres von der Corona-Krise erholt haben. Für 2021 rechnet das arbeitgebernahe Institut mit einem Wirtschaftswachstum von 4 Prozent - nach einem Minus von 5,25 Prozent in diesem Jahr. Voraussetzung sei aber, dass die Impf-Offensive gelingt und Konsumenten und Investoren Zuversicht gewinnen, betonte das IW. "Wenn das Impfen gut anläuft und die Infektionszahlen sinken, werden die Menschen zuversichtlicher und konsumieren und investieren mehr", sagte IW-Direktor Michael Hüther.

8.12.2020 • 12:16 Uhr

Biontech-Gründer Sahin wartet mit Impfung, bis er dran ist

Biontech-Vorstandschef Ugur Sahin hat sich noch nicht mit dem von seinem Unternehmen entwickelten Corona-Impfstoff impfen lassen. "Wir haben ja noch keine Zulassung für Deutschland. Aber sobald sie da ist, würde ich das natürlich gerne machen", sagte er in einem Interview den Sendern RTL und ntv. Für seine Mitarbeiter und ihn gälten aber keine Ausnahmen. "Auch wir halten uns an die Vorgaben, für welche Personengruppen der Impfstoff zuerst vorgesehen ist, da machen wir bei uns selbst keine Ausnahme. Falls wir eine Möglichkeit haben, Mitarbeiter zu impfen, weil sie eine systemrelevante Arbeit leisten, dann würden wir das natürlich sehr schnell und sehr gerne machen."

In Großbritannien ist heute mit Corona-Impfungen begonnen worden, die britischen Behörden hatten für den Impfstoff von Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung erteilt. Für die EU und die USA steht eine solche Zulassung noch aus. Sahin sagte, er gehe davon aus, dass das Unternehmen bis spätestens zum 30. Dezember Rückmeldung der Europäischen Arzneimittel-Agentur zu einer Impfstoff-Zulassung erhalte. Im Fall einer Zulassung könne es dann ganz schnell gehen: "Wir produzieren jetzt schon und haben Impfstoffe vorliegen. Im Grunde könnten wir direkt einen Tag später anfangen, auszuliefern."

8.12.2020 • 12:12 Uhr

Brysch fordert Pflege-Gesamtkonzept für Weihnachten

Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, hat in der Debatte um schärfere Corona-Schutzmaßnahmen ein bundesweit einheitliches Schutzkonzept "für die 900.000 Pflegeheimbewohner, die verletzlichste Gruppe in der Pandemie" eingefordert. "Für die Hochrisikogruppe wird Weihnachten immer gefährlicher", sagte Brysch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Basis eines solchen Konzepts bildeten Infektionsgrundschutz, Kontaktdokumentation und laborgestützte PCR-Tests zweimal in der Woche. "Ohne zusätzliche, tägliche Schnelltests bei allen Mitarbeitern und Besuchern wird es nicht gelingen, das Virus möglichst draußen zu halten", betonte Brysch.

8.12.2020 • 12:07 Uhr

Goethe-Institut: Wegen Pandemie weniger Deutschschüler weltweit

Das Goethe-Institut hat in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie weniger Schüler in seinen weltweiten Deutschkursen verzeichnet, einen Teil des Verlusts aber durch digitale Angebote ausgeglichen. Die Zahl der Kursteilnehmer sei um rund 20 Prozent auf 219.000 zurückgegangen, die Nachfrage nach digitalen Kursen dagegen deutlich auf 62.000 gestiegen, teilte das Institut mit. Die Einrichtung sei bisher glimpflich durch die Krise gekommen. Insgesamt lernen rund 280.000 Menschen Deutsch am Goethe-Institut.

8.12.2020 • 12:04 Uhr

Grütters will weitere Milliardenhilfe für Kultur

Kulturstaatsministerin Monika Grütters fordert zusätzlich zu bestehenden Unterstützungsprogrammen weitere Milliardenhilfen für die Kultur. "Ein Großteil der Programme ist weit überzeichnet", sagte die CDU-Politikerin. "Wir brauchen vermutlich mindestens doppelt soviel Geld, zumal die eine Milliarde Euro eine Antwort auf die ersten Schließungen im Frühjahr war, bei der wir den zweiten, deutlich längeren Lockdown noch gar nicht eingepreist hatten." Der Bund hatte im Sommer für die Kultur ein eigenes Programm in Höhe von einer Milliarde Euro aufgelegt. In der aktuellen Situation sind Kulturschaffende auf allgemeine Unterstützung mit den Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern angewiesen.

8.12.2020 • 12:00 Uhr

Umfrage: Berufstätige sehen Homeoffice überwiegend positiv

Berufstätige machen im Homeoffice einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom zufolge überwiegend positive Erfahrungen - und möchten auch nach der Corona-Pandemie flexibel arbeiten. Laut Bitkom arbeitet derzeit jeder Vierte (rund 10,5 Millionen Menschen) ausschließlich von Zuhause, wie der Verband mitteilte. Auf weitere 20 Prozent der Erwerbstätigen trifft das zumindest teilweise zu.

Wie aus den Umfrageergebnissen hervorgeht, schätzt rund jeder Vierte seine Produktivität im Homeoffice deutlich höher ein, jeder Dritte etwas höher. Ein weiteres Drittel meint, dass die Produktivität im Vergleich zur Büroarbeit konstant ist. Rund 9 Prozent gaben an, etwas oder deutlich weniger produktiv zu arbeiten. Die Arbeitszufriedenheit im Homeoffice ist für jeden Fünften deutlich höher und für jeden Vierten etwas höher. Rund 20 Prozent sind weniger zufrieden, ein Drittel sieht keine Unterschiede zur Büroarbeit.

Eine Frau arbeitet in ihrer Wohnung am Schreibtisch. | dpa

Arbeit im Homeoffice: Für die meisten Erwerbstätigen eine positive Erfahrung Bild: dpa

8.12.2020 • 11:50 Uhr

KMK-Präsidentin sieht Schulschließungen skeptisch

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig sieht Schulschließungen in großem Umfang weiterhin skeptisch. In allererster Linie müsse darüber diskutiert werden, wie man sich über Weihnachten und Silvester verhalte und "nicht wieder als Erstes" daran gedacht werden, Schulen zu schließen oder Schülerinnen und Schüler möglichst zu Hause zu lassen, sagte die SPD-Politikerin. Da wo es notwendig sei, müsse man in den Wechselunterricht gehen. Präsenzunterricht sei aus Sicht der Bildungsministerinnen und Bildungsminister wichtig. Der Infektions- und Gesundheitsschutz müsse mitberücksichtigt werden, so Hubig. Die Zahlen deuteten nicht darauf hin, dass es starke Übertragungen in Schulen gebe.

8.12.2020 • 11:36 Uhr

Kretschmann für drastische Corona-Einschränkungen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) pocht angesichts steigender Corona-Infektionszahlen auf drastische Einschränkungen des öffentlichen Lebens. So könne man nicht weitermachen, sagte er bei einer Kabinettssitzung in Stuttgart. "Ein scharfer Lockdown nach den Weihnachtstagen rückt näher", sagte Kretschmann nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa. Die Lage in Baden-Württemberg sei höchst gefährlich. Er stimme Überlegungen des Bundes zu, härtere Maßnahmen zu ergreifen.

Dass Baden-Württemberg einen harten Lockdown für die Zeit nach den Weihnachtstagen im Alleingang beschließt, gilt als unwahrscheinlich. Wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen mehren sich aber bundesweit die Forderungen, das öffentliche Leben deutlich stärker als bisher einzuschränken. Auch Ladenschließungen nach Weihnachten sind im Gespräch.

Denn nach rund fünf Wochen Teil-Lockdown ist kein Absinken der Neuinfektionen in Sicht ist. Vom Ziel, die Zahl auf einen Wert von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern über sieben Tage zu drücken, ist Baden-Württemberg wie andere Länder weit entfernt. Im Südwesten lag die sogenannte 7-Tage-Inzidenz zuletzt bei 152,1.

8.12.2020 • 11:32 Uhr

Spahn: Bis zu 16 Millionen Impfdosen im ersten Quartal 2021

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet damit, dass im Januar in Deutschland zunächst drei bis fünf Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen. Im ersten Quartal könnten dann elf bis 16 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs bereitstehen, sagte Spahn vor dem Gesundheitsausschuss des Parlaments. Vom zweiten oder dritten Quartal an sei möglicherweise ausreichend Impfstoff vorhanden, um ohne Prioritäten impfen zu können.

8.12.2020 • 11:27 Uhr

Indonesisches Pharmaunternehmen meldet 97-prozentige Impfoff-Wirksamkeit

Vorläufige Daten zu Studien mit Corona-Impfstoffen des chinesischen Unternehmens Sinovac zeigen eine Wirksamkeit von bis zu 97 Prozent, teilte das indonesische staatliche Pharmaunternehmen "Bio Farma" mit. "Unser Team für klinische Studien stellte innerhalb eines Monats fest, dass die vorläufigen Daten bis zu 97 Prozent der Wirksamkeit belegen", sagte Iein "Bio Farma"-Sprecher. Gleichwohl lieferte das Unternehmen keine detaillierten Studiendaten. Man würde auf die vollständigen Ergebnisse warten und erwartete, dass die indonesische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde Ende Januar eine Notfallzulassung erteilen werde, um mit der Massenimpfung beginnen zu können.

8.12.2020 • 11:13 Uhr

Südkorea sichert sich Impfstoffdosen für 85 Prozent der Bevölkerung

Südkorea hat sich nach Regierungsangaben den frühen Zugriff auf ausreichend Corona-Impfstoff für bis zu 44 Millionen Menschen gesichert. Damit könnten 85 Prozent der Bevölkerung mit Impfstoffen versorgt werden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Gesundheitsminister Park Neung Hoo betonte jedoch, die Behörden würden dabei nicht übereilt vorgehen. Einen konkreten Termin für den Beginn flächendeckender Impfungen nannte er nicht. Die ersten Impfdosen sollen demnach von Februar oder März an in Phasen ausgeliefert werden. Südkorea handelte den Angaben zufolge bereits die Lieferung von 64 Millionen Impfdosen von vier Herstellern einschließlich AstraZeneca, Pfizer, Johnson & Johnson's Janssen sowie Moderna aus.

8.12.2020 • 11:09 Uhr

Bundesfinanzminister: Deutschland kommt gut durch die Krise

Bundesfinanzminister Olaf Scholz sagte im Bundestag, Deutschland komme besser durch die Corona-Krise als von Experten vorausgesagt. Vor allem auf dem Arbeitsmarkt sei die Beschäftigung nicht so stark eingebrochen wie gedacht. Auch sehe er die Rückführung der jetzigen Schulden in der Coronavirus-Pandemie nicht als Gefahr. "Wir werden aus der Krise herauswachsen", sagte Scholz. Dies könne wieder gelingen, wie schon nach der weltweiten Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren. Wichtig seien dabei Investition in Zukunftsfelder.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) spricht im Deutschen Bundestag. | AFP

Haushaltdebatte im Bundestag: Der vorläufige Bundeshaushalt 2021 von Finanzminister Olaf Scholz sieht eine Schuldenaufnahme von 180 Milliarden Euro vor. Bild: AFP

8.12.2020 • 10:58 Uhr

Reisebranche mit Umsatzeinbruch von 80 Prozent

Die deutsche Reisebranche hofft nach dem Corona-Desaster 2020 im nächsten Jahr wieder auf deutliche bessere Geschäfte. "Für 2021 sind wir verhalten optimistisch, 50 bis 60 Prozent der vormaligen Umsatzhöhe von rund 36 Milliarden Euro für den organisierten Reisemarkt der Reiseveranstalter und Reisebüros erzielen zu können", sagte der Präsident des Branchenverbands DRV, Norbert Fiebig. Voraussetzung sei aber ein Impfstoff und eine risikobasierte Teststrategie der Bundesregierung. Für dieses Jahr hätte die Branche bislang durch die Pandemie und die weltweite Reisewarnung ab März nach Berechnungen des DRV ein Minus von 28 Milliarden Euro gemacht.

Dabei sei nicht nur der Umsatz mit Urlaubsreisen dramatisch eingebrochen. "Auch das Geschäftsreisevolumen der Business Travel-Reisebüros ist um rund 80 Prozent zurückgegangen." Zwischen 1. November 2019 und 31. Oktober 2020 sank demnach der Umsatz für Reiseveranstalterreisen, die bei stationären Reisebüros und auf Online-Reiseplattformen gebucht wurden, um 67 Prozent zum Vorjahr. In den Sommermonaten, der üblicherweise als Hochsaison geltenden Haupturlaubszeit der Deutschen, gingen die Umsätze sogar um 81 Prozent zurück, teilte der DRV mit.

8.12.2020 • 10:47 Uhr

Akademie der Wissenschaften fordert harten Lockdown

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina fordert umfassende Kontaktbeschränkungen nach Weihnachten. "Ab dem 24. Dezember 2020 bis mindestens zum 10. Januar 2021 sollte in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen und ein harter Lockdown gelten", heißt es in einer Stellungnahme. "Hierfür sollten zusätzlich zu den ab dem 14. Dezember vorgeschlagenen Maßnahmen alle Geschäfte bis auf die des täglichen Bedarfs geschlossen und die Weihnachtsferien in den Bildungseinrichtungen verlängert werden." Grund seien die anhaltend hohen Infektionszahlen.

8.12.2020 • 10:12 Uhr

Maschinenbauer gegen neuen Lockdown

Die deutschen Machinenbauer warnen vor einer Verschärung der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. "Es darf weiterhin zu keinem Lockdown der Industrie kommen", sagte der Präsident des Maschinenbauverbandes VDMA, Karl Haeusgen. "Kitas und Schulen müssen so weit wie möglich offen bleiben, berufliche Reisen müssen wieder mit wenig bürokratischem Aufwand möglich sein." Die Maschinenbauer beschäftigen mehr als eine Million Mitarbeiter und gelten damit als ein Rückgrat der Deutschen Wirtschaft.

8.12.2020 • 10:05 Uhr

Saarland erlässt Alkoholverbot über Silvester

Im Saarland gilt wegen der Corona-Pandemie an Heiligabend sowie jeweils am Silvester- und am Neujahrstag ein Alkoholverbot auf belebten Plätzen und Straßen. Zugleich werden die Kontaktbeschränkungen über die Weihnachtsfeiertage etwas gelockert, wie die Landesregierung in Saarbrücken mitteilte.

8.12.2020 • 09:45 Uhr

Umfrage: Jeder Dritte erlebt Corona-Krise als Katastrophenfall

Die Corona-Pandemie vermittelt fast jedem dritten Deutschen das Gefühl, in einer Katastrophe oder Notsituation zu leben. Das geht aus einer Umfrage für das Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" hervor, in dem Hilfsorganisationen zusammengeschlossen sind. Demnach waren rund 30 Prozent dieser Meinung. 42 Prozent waren dagegen nicht der Auffassung, in einer Katastrophe zu leben. Weitere 28 Prozent waren bei der Antwort unentschlossen. Etwas mehr als 90 Prozent hielten Katastrophenvorsorge angesichts der Erfahrungen mit der Coronakrise für wichtig oder sehr wichtig, wobei die Frage auf individuelle wie strukturelle und staatliche Maßnahmen zielte.

Zwei von drei Befragten gaben an, konkret selbst vorzusorgen. Rund 34 Prozent legten Vorräte mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Utensilien an, knapp 31 Prozent informierten sich über Evakuierungspläne oder andere wichtige Notfallinformationen. An der Befragung beteiligten sich 1007 Menschen. Sie fand im Oktober statt und ist repräsentativ.

8.12.2020 • 09:42 Uhr

Mehr als 192.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA breitet sich die Corona-Pandemie weiterhin aus. Die Behörden meldeten binnen eines Tages 192.299 nachgewiesene Neuinfektionen, wie aus Daten der Johns Hopkins Universität hervorgeht. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden belief sich auf 1404. Die bislang höchsten Zahlen waren Ende der vergangenen Woche registriert worden. Insgesamt haben sich rund 14,95 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert; mehr als 283.000 Menschen starben mit dem Erreger Sars-CoV-2.

8.12.2020 • 09:29 Uhr

Entwurf der Impfkommission

Die Ständige Impfkommission empfiehlt, Risikopatienten und -gruppen zuerst gegen das Coronavirus zu impfen. Der vorgelegte Entwurf sieht vor, Bewohnerinnen und Bewohner von Seniorenheimen und Menschen über 80 zu priorisieren.

8.12.2020 • 09:07 Uhr

Wegen Corona: Digitales Lernen nimmt stark zu

Digitales Lernen hat in der Corona-Krise stark zugenommen, vor allem an weiterführenden Schulen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, kommunizierten im ersten Quartal dieses Jahres 59 Prozent der Zehn- bis 15-Jährigen mit Lehrkräften oder anderen Schülern über Lernplattformen oder -portale. Dieser Wert war mehr als sieben Mal so hoch wie im Vorjahr (erstes Quartal 2019: acht Prozent).

Von den Schülern und Studierenden ab 16 Jahren nutzten 72 Prozent diesen Weg der Kommunikation zu Lernzwecken. Damit hat sich in dieser Altersgruppe der Anteil im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal verdoppelt (erstes Quartal 2019: 35 Prozent). Auch die Nutzung digitaler Lernmaterialien erfuhr den Angaben zufolge einen Aufschwung.

Digitales Lernen ist jedoch nur mit der entsprechenden Ausstattung möglich, und diese hängt bei Familien stark vom Haushaltseinkommen ab. Anfang 2020 besaß fast die Hälfte (45 Prozent) der Haushalte mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren und einem Haushaltsnettoeinkommen unter 2.000 Euro kein Tablet. Bei einem Haushaltseinkommen von monatlich 5.000 bis unter 18.000 Euro waren nur 14 Prozent der Haushalte ohne Tablet.

8.12.2020 • 09:03 Uhr

Britischer Premier Johnson begrüßt Start von Impfkampagne

Der britische Premierminister Boris Johnson begrüßt den Start der Corona-Impfkampagne in seinem Land. In einer über soziale Medien verbreiteten Erklärung dankte er den Mitarbeitern im Gesundheitswesen, den Wissenschaftlern und den Freiwilligen, die sich als Testpersonen an der Studie zur Entwicklung des Impfstoffs beteiligten. Gleichzeitig rief er die Öffentlichkeit dazu auf, sich weiter an Regeln zur Eindämmung des Virus zu halten. "Wir werden das gemeinsam besiegen."

8.12.2020 • 08:52 Uhr

Corona-Zahlen in Israel auf Acht-Wochen-Hoch

Vor geplanten nächtlichen Ausgangsbeschränkungen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel auf den höchsten Stand seit acht Wochen gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1837 neue Fälle registriert. Dies ist der höchste Stand seit dem 14. Oktober, als 2117 Neuinfektionen verzeichnet worden waren. Von den 65.523 Tests fielen 2,8 Prozent positiv aus. In den kommenden Tagen wird nach Angaben des Ministeriums mit dem Eintreffen der ersten Impfstoffdosen des Herstellers Pfizer gerechnet. Der genaue Tag stehe noch nicht fest.

In Israel hatten die Infektionszahlen nach einem vergleichsweise milden Pandemie-Beginn im Sommer massiv zugenommen. Als Grund gelten unter anderem verfrühte Lockerungen. Mitte September verhängte die Regierung einen zweiten landesweiten Lockdown, um einen Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern. Zuletzt nahmen die Infektionszahlen wieder zu. Um dem entgegenzuwirken, hat das Coronavirus-Kabinett nun nächtliche Ausgangsbeschränkungen beschlossen.

8.12.2020 • 08:49 Uhr

Die erste Impfung in Europa

Die 90-jährige Margaret Keenan bekommt als erster Mensch weltweit, der nicht an einer Studie zur Entwicklung des Impfstoffs der Pharmaunternehmen Pfizer und Biontech teilnahm, den Corona-Impfoff verabreicht. | AP

Die 90-jährige Margaret Keenan bekommt den Corona-Impfoff der Hersteller Pfizer und Biontech verabreicht. "Ich fühle mich so privilegiert, die erste Person zu sein, die gegen Covid-19 geimpft wurde. Es ist das beste vorzeitige Geburtstagsgeschenk, das ich mir wünschen kann. Nun kann ich mich endlich darauf freuen, im neuen Jahr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen, nachdem ich ich diesem die meiste Zeit allein war", sagte Keenan der britischen BBC. Bild: AP

8.12.2020 • 08:33 Uhr

Afghanistan schließt erneut Hochzeitshallen

Afghanistan hat im Zuge steigender Corona-Fallzahlen erneut Hochzeitshallen geschlossen. Dies geht aus einem Kabinettsbeschluss hervor, den der Präsidentenpalast veröffentlichte. Das Gesundheitsministerium hatte den Schritt empfohlen, um die zweite Welle der Pandemie zu brechen. Bislang sind in Afghanistan nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 48.000 Coronavirus-Infektionen und rund 1900 damit zusammenhängende Todesfälle nachgewiesen worden. Landesweit hatten sich einer Schätzung im August zufolge 31,5 Prozent der mehr als 30 Millionen Landesbewohner mit Sars-CoV-2 infiziert. Die Dunkelziffer bei den Infektionen könnte damit im Millionenbereich liegen.

8.12.2020 • 08:32 Uhr

Arbeitgeber fordern Plan für Ausstieg aus Corona-Hilfen

Der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgebervereinigung BDA, Steffen Kampeter, fordert von der Bundesregierung einen Plan für einen Ausstieg aus den Corona-Hilfen. Wenn die Not vorbei sei, müsse es wieder ans Sparen gehen, sagte Kampeter im SWR. Es sei richtig, im laufenden Jahr Geld für Stabilisierungsmaßnahmen in die Hand zu nehmen und diese nicht abrupt mit dem Jahreswechsel enden zu lassen. Es gelte aber auch: "Sollten die Beschränkungen von Covid nachlassen, muss auch die staatliche Fürsorge nachlassen. Denn eins ist deutlich: Die Schulden werden ja auch zurückgezahlt und sie werden von denjenigen zurückgezahlt, die im nächsten Jahr den Aufschwung organisieren und finanzieren sollen" - nämlich den Beschäftigten und Unternehmen. Eine einmalige Vermögensabgabe für Multimillionäre, wie die Linkspartei sie fordert, lehnte Kampeter ab.

8.12.2020 • 08:27 Uhr

Entwicklungsminister Müller: EU muss Impfstoff mit ärmeren Staaten teilen

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die Europäische Union aufgefordert, sich zu einer Weitergabe von Corona-Impfstoffen an Entwicklungsländer zu verpflichten. Es müsse sichergestellt werden, dass auch in ärmeren Ländern Ärzte, Pfleger und Risikogruppen rasch geimpft würden. "Und zwar nicht erst, wenn die westliche Bevölkerung durchgeimpft ist", sagte Müller dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Das sei ein Gebot der Solidarität.

Die EU solle rasch zu rechtsverbindlichen Abkommen für die Belieferung ärmerer Staaten mit Impfstoffen kommen. Notwendig sei zudem, die globale Impfstoffplattform Covax finanziell besser auszustatten, sagte Müller: "Ich sehe hier neben den USA aber auch die Unternehmen in der Pflicht, die durch die Pandemie Dutzende Milliarden verdient haben, insbesondere Digitalkonzerne wie Amazon, Google, Facebook oder Apple." Er sei überzeugt, dass dies auch ohne staatliche Eingriffe wie Steuern funktionieren werde.

8.12.2020 • 08:18 Uhr

Erste Britin ist geimpft

Der 90-jährigen Margaret Keenan ist nach übereinstimmenden Berichten als weltweit erster Person der Corona-Impfstoff der Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer außerhalb klinischer Studien verabreicht worden. Sie bekam die Schutzimpfung demnach in einem Krankenhaus im englischen Coventry um 6.31 Uhr Ortszeit. Großbritannien hatte dem Biontech-Pfizer-Impfstoff in der vergangenen Woche als erstes Land der Welt eine Notfallzulassung erteilt. Insgesamt wurde die Lieferung von 40 Millionen Dosen vereinbart.

8.12.2020 • 08:05 Uhr

Bund-Länder-Treffen zu weiteren Corona-Maßnahmen

Die Länderchefs und -chefinnen werden sich noch in dieser Woche gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verständigen. Das hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) im RBB-Inforadio angekündigt. Wahrscheinlich werde es am Donnerstag eine digitale Ministerpräsidentenkonferenz geben, sagte Woidke. Darauf habe man sich bereits verständigt.

Bereits am Dienstagabend werde er sich mit den SPD-Länderchefs über das weitere Vorgehen austauschen, sagte Woidke. "Das Ganze will gut vorbereitet sein", so der Brandenburger Ministerpräsident. Man könne nicht tolerieren, wie sich die Lage in Deutschland entwickele. Zwar sei das exponentielle Wachstum der Infektionen abgebremst worden, die Zahlen seien aber nach wie vor auf einem stabilen hohen Wert.

8.12.2020 • 07:28 Uhr

Weitere Beschränkungen möglich

Sollten die Corona-Neuinfektionen nicht bald sinken, ist auch Gesundheitsminister Jens Spahn für strengere Restriktionen. Dann könnten die Geschäfte wieder schließen. Zuletzt hatte das Robert Koch-Institut 14.054 neue Fälle gemeldet.

8.12.2020 • 07:22 Uhr

Weihnachtsumfrage: Viele Menschen bereit zum Corona-Regelbruch

Nicht wenige Menschen sind einer Umfrage zufolge bereit, die eigentlich für gut befundenen Corona-Regeln an Weihnachten zu brechen. Mehr als drei Viertel der Befragten befürworteten die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, ergab eine Studie im Auftrag der Universität der Bundeswehr München. 42 Prozent sagten aber auch, sie wollten sich unter Umständen über geltende Regeln hinwegsetzen. Die Schnittmenge zwischen beiden Gruppen liege bei 25 Prozent. Insgesamt wurden 1137 befragt.

Die Bereitschaft zum Regelbruch sei besonders dann gegeben, wenn Menschen die Regeln für übertrieben hielten oder sicher seien, das nichts passieren könne, heißt es. "Überdurchschnittlich viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass sie eine Situation wie diese im Gegensatz zu anderen Menschen überdurchschnittlich gut einschätzen können - weshalb sie Verbote für andere Menschen gutheißen, sich selbst aber darüber hinwegsetzen", erläuterte Philipp Rauschnabel von der Professur für digitales Marketing und Medieninnovation an der Universität. "Zum anderen ist es sehr wahrscheinlich, dass mehr Menschen die Regeln missachten, wenn sie bemerken, dass andere Menschen das auch machen."

8.12.2020 • 06:53 Uhr

Großbritannien beginnt mit Corona-Impfungen

Als erstes westeuropäisches Land startet Großbritannien eine großangelegte Impfkampagne gegen das neuartige Coronavirus. Nach Angaben der Regierung sollen zunächst 800.000 Impfdosen des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer verabreicht werden. Geimpft werden demnach zuerst Menschen über 80 Jahre sowie das Gesundheits- und Pflegepersonal, da sie zu den Hochrisikogruppen gehören.

8.12.2020 • 06:36 Uhr

US-Virologe Fauci warnt vor Reisen zu Weihnachten und Neujahr

Der US-Chefimmunologe Anthony Fauci hat vor der anstehenden Ferienzeit in den USA vor einem drastischen Anstieg der Corona-Ansteckungen gewarnt. Bedingt durch das Reiseaufkommen um Weihnachten und Neujahr könnten die Voraussetzungen für eine verstärkte Ausbreitung des Coronavirus sogar größer sein als zu Thanksgiving, sagte Fauci dem Sender CNN. An Thanksgiving hatten Millionen Menschen die Empfehlung ignoriert, nur mit Mitgliedern ihres Haushalts zu feiern. Es sei eine sehr kritische Zeit für die USA, erklärte Fauci. Es sei daher wichtiger als je zuvor, sich an Vorsichtsmaßnahmen wie die Vermeidung von Treffen im Inneren, das Tragen von Gesichtsmasken oder Regeln zum Sicherheitsabstand von anderen Menschen zu halten. Mit Blick auf Thanksgiving erklärte Fauci, die USA erlebten womöglich gerade erst den Anfang der Auswirkungen des Reiseverkehrs an Thanksgiving.

8.12.2020 • 06:33 Uhr

DIW-Studie: Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung wirkt

Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung zur Abfederung der Corona-Krise zeigt Wirkung. Es stabilisiere bereits jetzt die Wirtschaftslage und dürfte mittelfristig das Wachstum anschieben, heißt es in einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag des Finanzministeriums. Die schwarz-rote Koalition hatte sich im Sommer auf ein mehr als 130 Milliarden Euro schweres Paket unter anderem mit geringerer Mehrwertsteuer, Hilfen für Kommunen und Zuschüssen für Familien verständigt.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung dadurch in diesem Jahr um 1,3 und im kommenden Jahr um 1,5 Prozent höher liegt als in einem Szenario ohne Konjunkturpaket. Die Bundesregierung geht derzeit davon aus, dass die deutsche Wirtschaft 2020 deutlich schrumpft, im kommenden Jahr aber wieder Fahrt aufnimmt. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geht für 2020 von einem Einbruch um 5,5 Prozent aus. Dieser wäre mit der historischen Rezession 2009 infolge der globalen Finanzkrise vergleichbar. Damals wurde ein Minus von 5,7 Prozent verzeichnet.

Nach Einschätzung des DIW wird das Konjunkturpaket vor allem mittelfristig helfen. Zwar ziele der Großteil der Maßnahmen wie Überbrückungshilfen und Subventionen darauf ab, Unternehmen kurzfristig zu entlasten. Doch rentiere sich das Programm durch Investitionen in Höhe von rund 45 Milliarden Euro vor allem in den Jahren bis 2024.

8.12.2020 • 06:31 Uhr

"Covid19" am häufigsten genutzer Twitter-Hashtag

Die Corona-Pandemie ist im Jahr 2020 am häufigsten Thema im Kurzbotschaftendienst Twitter gewesen. Das Stichwort "Covid19" und seine Varianten wurden knapp 400 Millionen Mal in der ganzen Welt benutzt, teilte Twitter mit. Der am zweithäufigsten verwendete Hashtag war demnach "BlackLivesmatter" für die weltweite Bewegung für die Rechte von Minderheiten. Politische und soziale Themen hätten eine große Resonanz auf der Plattform, erklärte das US-Unternehmen. 

8.12.2020 • 06:25 Uhr

UNICEF: Fast jedes fünfte Kind muss zuhause bleiben

Rund 320 Millionen Kinder konnten nach Angaben der Vereinten Nationen wegen der Corona-Pandemie Anfang Dezember keinen Unterricht in ihren Schulen erhalten. Damit sei fast jedes fünfte Schulkind weltweit betroffen, teilte das UN-Kinderhilfswerk UNICEF mit. Das seien nahezu 90 Millionen mehr von Schulschließungen betroffene Jungen und Mädchen gewesen als noch Anfang November. Anfang November sei 232 Millionen Kinder der Schulbesuch aufgrund der Pandemie verwehrt worden. Die Lernerfolge der Mädchen und Jungen seien durch die Schulschließungen gefährdet, zudem leide ihr physisches und mentales Wohlbefinden, hieß es. Weiter warnte UNICEF, dass viele Kinder unter dem Wegfall der Schulspeisung litten. Das gelte besonders für arme Länder.

8.12.2020 • 05:32 Uhr

Mehr als 14.000 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 14.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 14.054 neue Ansteckungsfälle erfasst. Das waren 450 Neuinfektionen mehr als am Dienstag vor einer Woche. Die Zahl der Corona-Toten erhöhte sich den Angaben zufolge innerhalb eines Tages um 423 auf 19.342.  Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie in Deutschland nach RKI-Angaben 1.197.709 Corona-Infektionen erfasst. Die Zahl der Genesenen lag bei etwa 881.800.

8.12.2020 • 04:59 Uhr

Japans Regierungschef kündigt riesiges Konjunkturpaket an

Japan will mit einem weiteren riesigen Konjunkturpaket die corona-geplagte Wirtschaft ankurbeln. Ministerpräsident Yoshihide Suga kündigte ein Paket im Gesamtvolumen von 73,6 Billionen Yen (583 Mrd Euro) an, das sein Kabinett im Laufe des Tages absegnen wollte. Man wolle Beschäftigung sichern, Unternehmen unter die Arme greifen, die Wirtschaft wiederbeleben und einen Pfad für Wachstum mittels umweltfreundlicher und digitaler Technologien ebnen, sagte Suga bei einem Treffen mit den Regierungsparteien. Die eigentlichen Fiskalausgaben belaufen sich auf rund 40 Billionen Yen. 

8.12.2020 • 04:18 Uhr

Regierungsvertreter: Amerikaner müssen für Impfungen nicht bezahlen

Das Weiße Haus hat bekräftigt, dass Amerikaner für Impfungen gegen das Coronavirus nicht selbst bezahlen müssen. Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter sagte in einer Telefonschalte mit Journalisten: "Kein Amerikaner wird auch nur einen Penny aus seiner Tasche bezahlen müssen." US-Präsident Donald Trump wolle heute bei einem Treffen zur "Operation Warp Speed" im Weißen Haus eine Verfügung unterzeichnen, wonach die US-Bestände an Impfstoff gegen das Coronavirus zunächst der eigenen Bevölkerung zugute kämen.

8.12.2020 • 04:01 Uhr

Auch Spahn für Diskussion über schärfere Maßnahmen

Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen für eine Diskussion über schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie ausgesprochen. "Der Ansatz, kurz und umfassender, um wirklich einen Unterschied zu machen, ist wahrscheinlich der erfolgreichere. Wenn wir nicht hinkommen mit der Entwicklung der nächsten ein, zwei Wochen bis Weihnachten, dann müssen wir das diskutieren", sagt Spahn bei Phoenix. Nicht ausschließen wollte Spahn demnach Einschränkungen beim Einzelhandel. "Wir müssen das abhängig machen von den nächsten Tagen, ob es uns gelingt, die Zahlen runterzubringen."

8.12.2020 • 04:01 Uhr

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach will vier Wochen Weihnachtsferien

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert angesichts steigender Infektionszahlen einen harten Lockdown. "Wir sollten die Schulen vier Wochen in die Weihnachtsferien schicken, das heißt idealerweise schon innerhalb der nächsten Woche und dann bis einschließlich der ersten Januarwoche", sagt Lauterbach der Zeitung "Rheinischen Post". Auch der Einzelhandel soll seiner Ansicht nach nach Weihnachten geschlossen werden. "Zu Silvester darf es beim Kontaktverbot keine Lockerungen geben. Wir müssen die Weihnachtszeit für eine Unterbrechung der Pandemie nutzen und dürfen uns nicht an bis zu 500 Tote am Tag durch Covid gewöhnen."

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im Deutschen Bundestag. | dpa

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert in der Pandemie verschärfte Corona-Beschränkungen. Er kritisierte auf Twitter unter anderem die in vielen Städten aus dem Boden schießenden Glühwein-Stände mit Ansammlungen von Menschen. Bild: dpa

8.12.2020 • 04:01 Uhr

Montgomery fordert "harte Ausgangsbeschränkungen"

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat sich für strenge Ausgangsbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausgesprochen. "Wir brauchen überall in Deutschland, wo die Infektionszahlen hoch sind, bis Weihnachten harte Ausgangsbeschränkungen, bei denen die Menschen nur noch aus triftigem Grund das Haus verlassen dürfen", sagte der Vorsitzende des Weltärztebundes der "Rheinischen Post". "Zur Arbeit, Schule, Kita, in den Supermarkt und zum Arzttermin sollen die Menschen natürlich gehen dürfen, alles andere sollte aber für die kommenden zwei Wochen verboten und sanktioniert werden."

Über dieses Thema berichtete u.a. die tagesschau am 08. Dezember 2020 um 20:00 Uhr.