Das Capitol in Kubas Hauptstadt Havanna | dpa
Liveblog

Coronavirus-Pandemie ++ Kuba riegelt Hauptstadt ab ++

Stand: 01.09.2020 22:05 Uhr

In Havanna hat ein 15-tägiger Lockdown begonnen. Den französischen Gesundheitsbehörden wurden seit gestern fast 5000 Neuinfektionen gemeldet. Die Bundesregierung will die Kultur finanziell unterstützen. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Kuba riegelt Hauptstadt ab
  • Fast 5000 neue Fälle in Frankreich
  • Millionen-Förderung für die Kultur
  • Bundesliga-Start vor Fans beim RB Leipzig
  • Berlin beschließt Maskenpflicht bei Demos
22:05 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog für heute. Vielen Dank für Ihr Interesse.

21:10 Uhr

Kuba riegelt Hauptstadt ab

In Kubas Hauptstadt Havanna ist ein 15-tägiger strikter Lockdown in Kraft getreten. Polizisten sollten an allen Zufahrtsstraßen postiert sein und kontrollieren, dass nur Personen mit Sondererlaubnis nach Havanna kommen oder die Stadt verlassen dürfen. Zudem gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 19 Uhr bis 5 Uhr früh. Die meisten Läden dürfen nur an direkte Anwohner Waren verkaufen und Tankstellen kein Benzin an private Autobesitzer, um die Mobilität weiter einzuschränken.

Mit aggressiven Maßnahmen wie dem Stopp aller Flugverbindungen hat Kuba die Pandemie weitgehend unter Kontrolle bringen können. Doch im Lauf des vergangenen Monats ist die Zahl der bestätigten Infektionen in Havanna wieder nach oben gegangen. Auch andere Provinzen meldeten wieder mehr Fälle, die meisten von ihnen eingeschleppt durch Reisende aus Havanna. Die vergangene Woche angekündigten Maßnahmen sind die bisher schärfsten Corona-Beschränkungen in Havanna. Wer sie missachtet, muss mit einer Strafe von umgerechnet mehr als 65 Euro rechnen. Das ist mehr als das Doppelte des durchschnittlichen Monatslohns.

20:13 Uhr

Deutsche Bahn stellt so viele Auszubildende ein wie nie

Bei der Deutschen Bahn fangen in diesem Jahr trotz der Corona-Krise so viele junge Menschen wie nie eine Ausbildung an. Konzernchef Richard Lutz begrüßte zum Start des neuen Ausbildungsjahr virtuell rund 4700 neue Azubis, wie die Bahn mitteilte.

Der Staatskonzern gehört mit insgesamt rund 11.000 Lehrlingen über alle Ausbildungsjahre zu den größten Ausbildern in Deutschland. Die Bahn bildet in rund 50 Berufen aus. Insgesamt arbeiten dort mehr als 320.000 Menschen weltweit. 

20:09 Uhr

Mehr als sechs Millionen Infektionsfälle in den USA

In den USA ist die Zahl der Infektionsfälle den Gesundheitsbehörden zufolge auf mehr als sechs Millionen gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 32.087 Neuinfektionen registriert worden, teilen die CDC mit. Insgesamt hätten sich damit 6.004.443 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer sei um 428 auf 183.050 gestiegen. Die Zahlen der US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) spiegeln nicht unbedingt die Zahlen wider, die die einzelnen Bundesstaaten melden.

19:47 Uhr

Floridas Gouverneur hebt Besuchsverbot für Altenheime auf

Floridas Gouverneur Ron DeSantis will das Besuchsverbot für Altenheime in dem US-Bundesstaat aufheben. Die Maßnahme in Folge der Corona-Krise gilt seit Mitte März und hat zahlreiche Senioren von ihren Familien getrennt. DeSantis folgt mit dem Schritt der Empfehlung einer Task Force. Demnach sollen maximal zwei Familienmitglieder zur selben Zeit einen Angehörigen besuchen dürfen und dabei Schutzkleidung tragen. In der Einrichtung darf es in den zurückliegenden 14 Tagen keine neuen Coronavirus-Fälle gegeben haben.

19:17 Uhr

Apple und Google bauen Corona-Warntechnik in Betriebssysteme ein

-Apple und Google geben Regierungen die Möglichkeit, eine Corona-Warn-Infrastruktur auf Smartphones auch ohne eine gesonderte App aufzusetzen. Google integriert dafür die nötige Funktionalität direkt in das Betriebssystem Android, Apple in die Version 13.7 des iOS-Systems seiner iPhones. Die Nutzer werden gefragt, ob sie an der Nachverfolgung teilnehmen wollen. Bestehende Corona-Warn-Apps werden weiterhin funktionieren, wie die Unternehmen mitteilten.

19:03 Uhr

Corona-Ausbruch in britischem Geflügelbetrieb

Im Ort Attleborough im Osten Englands haben sich mehr als 100 Mitarbeiter des Unternehmens Banham Poultry mit dem Coronavirus angesteckt. Insgesamt arbeiten in dem Geflügelbetrieb rund 770 Beschäftigte. Noch seien aber nicht alle Mitarbeiter, die in der Region tätig sind, getestet worden, wie mehrere Medien berichteten.

18:41 Uhr

Knapp 5000 Neuinfektionen in Frankreich

Den französischen Gesundheitsämtern wurden seit gestern 4982 neue Corona-Fälle gemeldet. Am Montag waren es noch 3082 gewesen. Zudem seien binnen eines Tages 26 Menschen gestorben, nachdem sie sich mit dem Virus infiziert hatten.

Mehr als 4600 Infizierte werden derzeit in französischen Krankenhäusern behandelt, mehr als 420 von ihnen befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung.

Nach Angaben der Johns Hopkins-Universität in den USA haben sich damit mittlerweile fast 324.000 Menschen in Frankreich mit dem Virus infiziert. Mehr als 87.000 Betroffene gelten inzwischen wieder als genesen, mehr als 30.600 starben infolge einer Ansteckung.

18:28 Uhr

Steinmeier: "Nicht verrückt machen lassen"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geht nicht davon aus, dass die Auswirkungen der Corona-Krise zu einer tieferen Spaltung der Gesellschaft führen.

Man dürfe sich "nicht völlig verrückt machen lassen von dem, was wir da sehen", sagte er, auch mit Blick auf die Großdemonstration am Wochenende in Berlin, dem rbb-Sender Radioeins. Umfragen zeigten, dass 80 Prozent der Bevölkerung "trotz aller Belastungen und trotz des Ärgers und obwohl der Mundschutz nervt, nach wie vor einverstanden sind mit den beschränkenden Maßnahmen".

Allerdings müsse die Politik Kritik, Ablehnung und Empörung auch ernst nehmen "und vor allen Dingen immer wieder versuchen, Kontakt zu denjenigen zu halten, die noch erreichbar sind".

18:20 Uhr

Das Weiße Haus öffnet wieder für Besucher

Rund sechs Monate lang hatte das Weiße Haus seine Besichtigungen für Touristen ausgesetzt. Ab dem 12. September sollen diese Besuche aber wieder möglich sein, allerdings in eingeschränkter Form: Die Touren werden nur am Freitag und Samstag angeboten und auf die Zeit zwischen 8 Uhr morgens und 11 Uhr begrenzt.

Das Weiße Haus in Washington | picture alliance / dpa

Ab Mitte September dürfen Touristen das Weiße Haus wieder besichtigen. Bild: picture alliance / dpa

18:06 Uhr

Fast 1300 Neuinfektionen in Großbritannien

In Großbritannien wurden in den vergangenen 24 Stunden nach Angaben der Behörden 1295 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Drei Menschen starben in dieser Zeit, nachdem sie sich mit dem Erreger angesteckt hatten.

Damit haben sich seit dem Ausbruch der Pandemie in Großbritannien mehr als 338.000 Menschen mit dem Virus infiziert. Das Land zählt mehr als 41.500 Corona-Tote.

17:56 Uhr

Die Münchner dürfen wieder den Grill anwerfen

In einer ersten Entscheidung hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das nächtliche Alkoholverbot in München für nicht verhältnismäßig erklärt, nun kassieren die Richter auch das Tabu für das Grillen auf öffentlichen Plätzen oder in Parks. Auch hier die Begründung: ohne "eine Differenzierung etwa der Teilnehmerzahl oder der konkreten Umstände" sei ein derartiges Verbot unverhältnismäßig.

Der Kläger gegen das seit Juni geltende Grillverbot zeigte sich im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk erleichtert und er hoffe, dass er "damit vielen Familien in Bayern eine Freude gemacht habe".

17:50 Uhr

Russland will mit Impfungen beginnen

Ab kommenden Samstag sollen in Moskau die ersten freiwilligen Probanden mit dem mutmaßlichen Impfstoff geimpft werden, den Russland eigenen Angaben nach entwickelt hat.

Der russische Impfstoff "Sputnik V" wurde von dem Gamaleja-Forschungszentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau entwickelt und vor rund drei Wochen für eine breite Anwendung in der Bevölkerung genehmigt.

Die Wirksamkeit des Impfstoffs ist aber nach internationalen Standards nicht belegt. Die Genehmigung, die Bevölkerung zu impfen, wurde erteilt, noch bevor die sogenannte Testphase III begonnen hatte. Dabei wird die Wirksamkeit und Verträglichkeit eines Impfstoffes an einer Vielzahl von Probanden geprüft.

17:42 Uhr

Flensburger Grünen-Fraktion wirft Mitglied raus

David Claudio Siber wird nicht länger Mitglied in der Ratsfraktion der Grünen in Flensburg sein. Der Grund: sein Auftreten und seine Rede bei der Demonstration gegen die Corona-Politik am Wochenende in Berlin.

17:32 Uhr

New York verschiebt Schulstart

Die öffentlichen Schulen in New York werden nicht wie geplant am 10. September öffnen. Wie Bürgermeister Bill de Blasio mitteilte, wurde der Schulstart um elf Tage auf den 21. September verschoben.

Zuvor hatten sich in der Metropole tätige Lehrer besorgt geäußert, dass noch nicht das notwendige Sicherheitskonzept entwickelt worden sei, um Schüler, Lehrer sowie das weitere Personal genügend gegen eine Ausbreitung des Coronavirus zu schützen.

17:03 Uhr

Sachsen-Anhalt ermöglicht Großveranstaltungen

In Sachsen-Anhalt sind künftig zahlenmäßig quasi unbegrenzte Großveranstaltungen möglich, wenn sie gesondert genehmigt werden. Darauf hat sich die schwarz-rot-grüne Landesregierung geeinigt. Voraussetzung ist, dass die Sport- und Kulturveranstalter ein Corona-Schutzkonzept vorlegen und die baulichen Gegebenheiten geeignet sind. Das Schutzkonzept muss von den Kommunen wie auch vom Gesundheits- und vom Innenministerium genehmigt werden.

Das Kabinett will die neue Corona-Verordnung am 15. September beschließen, zwei Tage später soll sie in Kraft treten. Ursprünglich hatte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) vorgeschlagen, dass generell Veranstaltungen mit bis zu 2500 Zuschauern in Hallen zulässig sein sollten - das soll jetzt aber nicht kommen. Zunächst bleibt es dabei, dass ohne Sondergenehmigungen für geschlossene Räume eine Obergrenze von 500 Teilnehmern gilt und im Freien von 1000.

Eine Ausnahme gewährt die Landesregierung jedoch bereits am kommenden Wochenende: Der Fußball-Drittligist FC Magdeburg darf ein Freundschaftsspiel gegen den VfL Wolfsburg vor 2500 Zuschauern austragen.

Zudem will das Land ermöglichen, dass Weihnachtsmärkte öffnen dürfen - mit Zugangskontrollen oder verteilt auf eine größere Fläche. Vorige Woche hatten die Regierungschefs von Bund und Ländern verabredet, dass Großveranstaltungen bis Jahresende nur möglich sind, wenn Hygieneregeln umgesetzt und Kontakte nachverfolgt werden können.

17:01 Uhr

Profisport kann Hilfen beantragen

Die im Juli vom Bundestag bewilligte Corona-Hilfe für den Profisport in Höhe von insgesamt 200 Millionen Euro steht ab sofort zum Abruf bereit. Die Vereine und Unternehmen der Profi- und Semiprofiligen können nun Kompensationen für Einnahmeausfälle beim Bundesverwaltungsamt beantragen, teilte das Bundesinnenministerium mit.

Die Richtlinie Coronahilfen Profisport lege Verfahren und Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Mittel fest. "Für viele Vereine sind die Corona-Hilfen eine wichtige Stütze, um während der Pandemie überleben zu können. Durch die nun zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel bleibt auch dem deutschen Leistungssport die notwendige Basis erhalten", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer.

Eine Handball-Spielszene in der TUI-Arena | dpa

Wegen der Corona-Krise kämpfen viele Sportvereine, um ihre Existenz, zum Beispiel im Handball. Bild: dpa

16:54 Uhr

AstraZeneca startet Impstoff-Tests in den USA

Der Hersteller eines erfolgversprechenden Corona-Impfstoffkandidaten, AstraZeneca, hat mit großflächigen klinischen Tests des Mittels in den USA begonnen. An der Testreihe der wichtigen Phase III sollen rund 30.000 erwachsenen Freiwillige in den Vereinigten Staaten teilnehmen, wie die zuständige US-Gesundheitsbehörde mitteilte.

Insgesamt gibt es rund zehn Phase-III-Studien zu diversen Corona-Impfstoffkandidaten. Erst in dieser Phase wird überprüft, ob und wie gut ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. Der britisch-schwedisch Pharmakonzern arbeitet mit einer Forschergruppe der Universität Oxford zusammen. Der Impfstoff wird neben den USA auch in Großbritannien, Brasilien und Südafrika getestet. Insgesamt sollen so 50000 Menschen das Vakzin erhalten.

16:54 Uhr

Spaniens Regierungschef besorgt über Neuinfektionen in Madrid

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat sich besorgt über den starken Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Madrid und seiner Umgebung geäußert. Der "Zustand des öffentlichen Gesundheitswesens und die Entwicklung der Epidemie" in der Hauptstadt seien besorgniserregend, sagte Sanchéz dem Radiosender Cadena Ser. Verantwortlich dafür sei unter anderem das rege Nachtleben in Madrid.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag wurden allein seit Freitag 23.000 neue Fälle registriert. 1656 Infizierte mussten demnach in den vergangenen sieben Tagen ins Krankenhaus, davon 25 Prozent in der Region Madrid. In der gleichen Zeit registrierte die 6,7 Millionen Einwohner zählende Region etwa die Hälfte der 141 neuen Corona-Toten im Land.

16:48 Uhr

Weitere Fördergelder für Kulturbetriebe

Die Bundesregierung unterstützt ab sofort Kulturbetriebe in der Corona-Krise mit 25 Millionen Euro. Kulturzentren, Literaturhäuser und soziokulturelle Treffpunkte sollen ihren Betrieb unter Pandemiebedingungen wieder aufnehmen können, hieß es in einer Erklärung des Bundes. Die Förderung gilt unter anderem Schutzmaßnahmen im Kassen- und Sanitärbereich oder dem Einbau von Lüftungen.

Kulturelle Basisarbeit dürfe nicht durch Pandemie verloren gehen, erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Kulturelle Stätten seien Orte der Begegnung und brächten ganz unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zusammen, erklärte sie. Damit würden die Einrichtungen neben dem nachbarschaftlichen vor allem auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Stadtteils oder einer Kommune stärken, hieß es in der Erklärung.

Jeder Einrichtung könne demnach mit bis zu 100.000 Euro geholfen werden. Die Förderung ist Teil des Konjunkturprogramms "Neustart Kultur". Abgewickelt werde das Förderprogramm durch den Bundesverband Soziokultur e.V.

Grütters forderte zudem EU-Hilfen für diegebeutelte Kulturszene. Es sei vieles in Gefahr, was in Jahrzehnten aufgebaut worden sei, erklärte die CDU-Politikerin im Europaparlament. Das müsse in den laufenden Verhandlungen über den mehrjährigen EU-Finanzrahmen berücksichtigt werden.

16:41 Uhr

Griechenland verschiebt Schulbeginn um eine Woche

In Griechenland ist der Schulbeginn nach den Sommerferien wegen der Corona-Krise um eine Woche verschoben worden. Wie Bildungsministerin Niki Kerameus mitteilte, soll die Schule nun erst am 14. September wieder beginnen. Sie kündigte zudem "strikte Hygienemaßnahmen" wie eine Maskenpflicht für Schüler und Lehrer an, um neue Corona-Infektionsherde in Schulen zu verhindern.

Eigentlich hätte der Unterricht in Griechenland schon am kommenden Montag starten sollen. Zuletzt bereitete der Regierung aber ein Anstieg bei den Neuinfektionen Sorgen. Sie fordert daher Eltern auf, rechtzeitig aus dem Sommerurlaub zurückzukommen, damit alle Schüler vor dem Schulbeginn noch zehn Tage in häuslicher Quarantäne bleiben können. Kerameus kritisierte nun, dass vor allem viele Stadtbewohner noch immer im Urlaub seien. Nach Angaben von Regierungssprecher Stelios Petsas kehrten bisher nur 85 Prozent der verreisten Athener in die Hauptstadt zurück.

16:36 Uhr

Hamburger Fischmarkt mit neuem Konzept

Fünf Monate lang war der traditionsreiche Hamburger Fischmarkt geschlossen - im Oktober soll er wieder öffnen. Das sieht zumindest ein Konzept vor, das der Bezirk Altona zusammen mit der Gesundheitsbehörde erarbeitet hat und das demnächst verabschiedet werden soll, wie das Bezirksamt mitteilte.

Fisch, Obst und Gemüse sollen aber nicht mehr wie gewohnt frühmorgens, sondern künftig sonntags von 11 bis 15 Uhr verkauft werden. Viele Nachtschwärmer sind nach einem Abend auf dem Kiez direkt zum Fischmarkt gegangen. Diese Möglichkeit soll es nun nicht mehr geben, da die Behörde befürchtete, dass die Corona-Regeln unter den Partygängern nicht immer eingehalten werden.

Das neue Schutzkonzept sieht höchstens 500 Besucher und 60 Händler vor. Das Gelände soll umzäunt werden mit einem getrennten Ein- und Ausgang und einer Einbahnstraßen-Regelung. Zum Start sollen 20 Sicherheitskräfte den Einlass regeln und auf die Einhaltung der Abstandsregeln achten.

16:25 Uhr

Gericht kippt nächtliches Alkoholverbot in München

Aus Sicht des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs ist das nächtliche Verbot, Alkohol zu trinken, das in München gilt, unverhältnismäßig.

Ein Mann hatte dagegen geklagt, dass ab 23 Uhr auf öffentlichen Plätzen der Stadt kein Alkohol mehr getrunken werden darf. Daraufhin hatte zunächst das Münchner Verwaltungsgericht das Verbot für unverhältnismäßig erklärt. Die Stadt legte Widerspruch ein, der nun aber in zweiter Instanz abgeschmettert wurde.

16:25 Uhr

XXL-Corona-Update mit Virologen Drosten

Nach mehrwöchiger Podcast-Pause ist der Virologe Christian Drosten zurück und startet mit einer XXL-Ausgabe des "Coronavirus-Update". Darin äußert er sich zur Frage, wie sinnvoll das Tragen einer Maske ist und wie Deutschland in Sachen Corona-Tests weitermachen sollte.

15:52 Uhr

Fakten und Fragen rund um die Maske

Seit Monaten wird über sie diskutiert: die Schutzmaske. Welchen Schutz bieten sie? Welche Maske schützt am besten und wo muss sie getragen werden? Der faktenfinder liefert einen Überblick zu den wichtigsten Fragen:

15:36 Uhr

Britische Regierung will zur Rückkehr ins Büro bewegen

Mit einer Medienkampagne will die britische Regierung Angestellte dazu animieren, aus dem Homeoffice ins Büro zurückzukehren, wie ein Sprecher von Premierminister Boris Johnson ankündigte.

Bislang haben nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters nur etwa 17 Prozent der Beschäftigten die Arbeit von zu Hause aus wieder gegen den Job im Büro getauscht. Nun gehe es aber darum, die Wirtschaft wieder zum Laufen zu bringen, betonte Johnsons Sprecher.

15:27 Uhr

Brandenburg begrenzt Gästezahl bei Privatfeiern

Auf privaten Feiern in Brandenburg sind künftig nur noch maximal 75 Gäste erlaubt. Darauf einigte sich die Landesregierung. Bei Verstößen droht den Veranstaltern ein Bußgeld bis zu 1000 Euro.

Bisher durften in dem Bundesland private Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern stattfinden, wenn die Hygiene- und Sicherheitsstandards eingehalten werden können.

15:20 Uhr

Bayern will an Teststrategie festhalten

Die bayerische Landesregierung will auch weiterhin umfassend auf das Coronavirus testen. Das kündigte Gesundheitsministerin Melanie Huml an.

In Bayern können sich alle Bürger auch ohne Symptome bei Bedarf auch mehrfach kostenlos auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus testen lassen. Zudem hält das Bundesland an den kostenlosen Tests für Reiserückkehrer aus nicht als Risikogebiet eingestuften Regionen fest.

Die Labore könnten das derzeitige Pensum noch recht gut bewältigen, so Huml. Allerdings räumte sie auch Lieferschwierigkeiten bei für die Tests notwendigen Chemikalien ein.

15:02 Uhr

Continental verschärft Sparkurs

Infolge der durch die Corona-Krise eingebrochene Produktion auf dem Automarkt will der Zulieferer Continental seine Sparmaßnahmen ausweiten. Weltweit sollen demnach 30.000 Stellen gestrichen werden - 10.000 mehr als der Konzern noch vor einem Jahr angekündigt hatte.

Die ab 2023 angepeilten jährlichen Einsparungen bezifferte Conti auf über eine Milliarde Euro. Damit verdoppelt sich das bisherige Einsparziel.

14:58 Uhr

Bundesliga-Start mit Fans beim RB Leipzig

Beim ersten Spiel in der neuen Bundesliga-Saison in der heimischen Red Bull-Arena kann der RB Leipzig voraussichtlich wieder vor Fans spielen.

Wie die "Bild" und die Nachrichtenagentur dpa berichteten, sollen bei der Partie gegen den 1. FSV Mainz 05 am 20. September bis zu 8500 Zuschauer zugelassen werden. Das entspricht demnach 20 Prozent des Fassungsvermögens des Stadions.

Wer ins Stadion kommt, entscheidet eine Verlosung unter den Besitzern von Dauerkarten. Über den freien Verkauf sollen die Karten nicht erhältlich sein.

14:30 Uhr

Saarland beschließt Bußgeld für Maskenverweigerer

Bewohner des Saarlands müssen künftig mit einer Geldstrafe rechnen, wenn sie sich weigern, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Beim ersten Verstoß können die örtlichen Behörden ein erstes Verwarngeld von 50 Euro verhängen. Bei wiederholten Verstößen droht dann eine Strafe von 100 Euro.

14:23 Uhr

EU kritisiert Einreiseverbote in Ungarn

Seit heute ist deutschen Staatsbürgern und auch den Einwohnern weiterer EU-Staaten die Einreise in Ungarn wieder untersagt. Es ist nur noch mit Ausnahmegenehmigung möglich, die Grenze zu überqueren oder das Land auf einigen Strecken auf Durchreise zu durchqueren.

Aus Sicht der EU widerspricht das neue Einreiseverbot aber EU-Recht und dem Prinzip der Freizügigkeit. Dass es Ausnahmen für Bürger aus Polen, der Slowakei und Tschechien gebe, sei ein klarer Hinweis auf Diskriminierung, erklärte ein Sprecher der EU-Kommission. Die zuständigen EU-Kommissare Didier Reynders und Ylva Johansson hätten bereits per Brief Widerspruch bei der ungarischen Regierung eingelegt.

14:00 Uhr

Bayern: Grundschülern droht Maskenpflicht im Unterricht

Bei stark steigenden Corona-Fallzahlen in Bayern könnte auch den Grundschülern eine Maskenpflicht im Unterricht drohen. Sofern in einer Region der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten werde, "gäbe es im Präsenzunterricht eine Maskenpflicht für alle, auch für Grundschüler", sagte Kultusminister Michael Piazolo nach einer Sitzung der bayerischen Staatsregierung in München.

Um das Ansteckungsrisiko in dem Fall zu minimieren, würden die Klassen ab dem Wert auch in einen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und dem Lernen zu Hause übergehen. Bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner soll an allen weiterführenden Schulen wieder eine Maskenpflicht im Unterricht eingeführt werden - außer die betroffenen Schulen könnten aufgrund der Räumlichkeiten den Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Schülern sicherstellen.

Kind hält Mund-Nasen-Schutz in der Hand | dpa

Sollte die Corona-Zahlen in Bayern stark steigen, könnte auch den Grundschülern eine Maskenpflicht im Unterricht drohen. Bild: dpa

Der Ministerrat in Bayern hatte zuvor beschlossen, dass nach den Schulferien an den ersten neun Schultagen alle Lehrer und Schüler an den weiterführenden Schulen eine Maske im Unterricht tragen müssen. Darüber hinaus gilt an Bayerns Schulen eine Maskenpflicht in den Gebäuden und überall dort, wo der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

13:46 Uhr

Profifußballer küsst Ball - 1000 Euro Strafe

Weil er bei einem Match im Überschwang den Fußball geküsst hat, muss der argentinische Profi-Fußballer Sergio López umgerechnet 1000 Euro Strafe zahlen. Die Disziplinarkommission befand den 31-Jährigen Mittelfeldspieler vom ecuadorianischen Erstligisten SD Aucas für schuldig, mit dem Kuss am Freitag beim Spiel gegen CSD Macará gegen die Corona-Auflagen verstoßen zu haben.

Die Serie A hatte in Ecuador nach fünf Monaten Zwangspause im August den Spielbetrieb unter strikten Hygieneauflagen wieder aufgenommen. Nun greift dort die Disziplinarkommission durch: Weil fünf Spieler ihr Trikot getauscht hatten, wurden sie ebenso zur Kasse gebeten wie der von spanischen Auswanderern gegründete Club Barcelona SC, der kein Hand-Desinfektionsgel zur Verfügung gestellt hatte.

Ecuadors Behörden haben bislang 114.000 Corona-Infektions- und knapp 6600 Todesfälle registriert; bei weiteren 3700 Toten befürchten sie einen Zusammenhang mit dem neuartigen Virus.

13:37 Uhr

Österreich hofft auf Corona-Impfungen ab Januar

Bei gutem Verlauf hält Österreich erste Impfungen mit einem Corona-Impfstoff im Januar für möglich. Impfdosen aus dem vergangene Woche von der EU abgeschlossenen Vertrag mit dem Hersteller AstraZeneca könnten bei rechtzeitiger behördlicher Zulassung bereits um den Jahreswechsel an die Staaten geliefert werden, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober in Wien. Auch auf die Impfstoffe weiterer Hersteller hoffe man zum Jahresanfang.

Die EU-Kommission hatte vergangene Woche den Abschluss eines Vertrags über das Recht zum Kauf von bis zu 400 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca bekanntgegeben. Der noch nicht abschließend getestete Impfstoff könnte im Fall einer Zulassung für alle 27 EU-Staaten erworben und dann nach Einwohnerzahl und Bedarf verteilt werden.

Aus dem abgeschlossenen Vertrag mit AstraZeneca könnte Österreich um den Jahreswechsel herum rund 600.000 Dosen für die Impfung von 300.000 Menschen erhalten, sagte Anschober weiter. Deutschland hat sich nach früheren Angaben aus Regierungskreisen 54 Millionen Dosen des Impfstoffs des Herstellers gesichert.

13:28 Uhr

Spaniens Regierungschef: Neuinfektionen "besorgniserregend"

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat den Anstieg der Corona-Neuinfektionen im Land als "besorgniserregend" bezeichnet. Im Interview des Radiosenders "Cadena Ser" betonte der sozialistische Politiker allerdings: "Die aktuelle Lage ist mit derjenigen von März überhaupt nicht zu vergleichen." Es gebe keinen Grund für die erneute Ausrufung eines landesweiten Notstandes.

Das Gesundheitsministerium in Madrid hatte am Montagabend 2489 Neuansteckungen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Schon seit Anfang August liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen stets über der Marke von 1000 Fällen. Die höchste Zahl nach Ende des Notstands war am Freitag mit 3829 erreicht worden. Noch Ende Juni hatte es weniger als 100 Fälle täglich gegeben.

Sorgen bereitete zuletzt mit 20 bis 35 Prozent aller Neuinfektionen vor allem die Entwicklung in Madrid. Die Gründe für den Anstieg seien klar, so Sánchez: "Die Mobilität, das Nachtleben. Die Menschen sind nachlässiger geworden."

Zahlreiche Regionen Spaniens hatten zuletzt wegen des Anstiegs der Neuinfektionen neue Einschränkungen beschlossen. Auf der Mittelmeerinsel Mallorca bleiben die städtischen Strände und Parks zum Beispiel seit Freitag zwischen 21 Uhr abends und 7 Uhr morgens geschlossen. Kneipen, Cafés und Restaurants dürfen zwei Wochen lang größtenteils nur noch die Hälfte der sonst üblichen Gästezahl empfangen.

13:08 Uhr

Bundesregierung startet Portal für Gesundheitsfragen

Für Fragen zu Gesundheit, Vorsorge, Pflege aber auch die Corona-Pandemie können sich Bürger künftig auf einem zentralen Internetportal der Bundesregierung informieren. "Gerade die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig seriöse Gesundheitsinformationen sind", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn zum Start des Angebots www.gesund.bund.de.

Auf den werbefreien Seiten soll für die Nutzer nachvollziehbar sein, wer einen Beitrag fachlich geprüft hat, wie aktuell der Stand ist und welche Quellen den jeweiligen Inhalten zugrunde liegen. Neben Angaben zu Corona sind demnach zum Start unter anderem Informationen zu häufigen Krankheitsbildern wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infektionen abrufbar. Das Angebot soll schrittweise erweitert werden.

12:59 Uhr

Vietnam nimmt Flüge nach Südkorea und Japan wieder auf

Vietnam will Mitte September erstmals wieder Linienflüge nach Südkorea und Japan starten. Die Luftfahrtbehörden der drei Länder hätten eine Vereinbarung über zunächst jeweils vier Flugverbindungen pro Woche erzielt, die am 15. September aufgenommen werden sollen, zitierten staatliche Medien den Chef der örtlichen Luftfahrtbehörde, Dinh Viet Thang. Der Plan müsse aber noch vom Transportministerium gebilligt werden.

Regierungschef Nguyen Xuan Phuc hatte das Ministerium vor wenigen Tagen aufgefordert, die Wiederaufnahme von Flügen in die beiden Länder voranzutreiben. Das südostasiatische Land ist bisher vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Krise gekommen. Bis Dienstag wurden rund 1000 Fälle bestätigt, 34 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Besatzungsmitglieder von Vietnam Airlines gehen am internationalen Flughafen Noi Bai von Bord. | dpa

Vietnam will die Flugverbindungen nach Südkorea und Japan Mitte September wieder aufnehmen. Bild: dpa

12:49 Uhr

Brüssel will Corona-Beschränkungen vereinheitlichen

Angesichts der zunehmenden Zahl von nationalen Alleingängen bei Einreisebeschränkungen und Grenzkontrollen will die EU-Kommission in den nächsten Tagen einen konkreten Vorschlag für eine bessere Koordinierung präsentieren. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus EU-Kreisen erfuhr, haben etliche EU-Staaten Interesse an einer Abstimmung der in die nationale Zuständigkeit fallenden Maßnahmen bekundet. Sie soll auch dafür sorgen, dass die Freizügigkeit innerhalb der EU nur dann eingeschränkt wird, wenn es wegen der Pandemie unbedingt notwendig ist.

Ein Teil der Abstimmung könnte es demnach sein, für die Beurteilung der Corona-Risikolage gemeinsame Kriterien zu entwickeln. Zudem ist unter anderem angedacht, das Farbensystem für Risikogebiete und die Regeln für Reisen in Risikogebiete zu vereinheitlichen. Neben der EU-Kommission setzt sich auch die deutsche EU-Ratspräsidentschaft intensiv für das Projekt ein. Nächster Schritt könnte dann sein, auf Basis eines konkreten Kommissionsvorschlags ein gemeinsames Vorgehen zu vereinbaren. Es würde vermutlich in Form von einer sogenannten Empfehlung des Rates beschlossen werden.

Wegen steigender Corona-Zahlen hatten zuletzt etliche Länder neue Reisebeschränkungen für andere europäische Länder eingeführt. Seit diesem Dienstag hat zum Beispiel Ungarn seine Grenzen für ausländische Touristen geschlossen.

12:34 Uhr

Berlin führt Maskenpflicht auf Demos ein

In Berlin soll künftig auf Demonstrationen mit mehr als 100 Teilnehmern eine Maskenpflicht gelten. Darauf einigte sich der Berliner Senat, wie Nachrichtenagenturen übereinstimmend berichteten. Ausnahmen soll es demnach etwa für Autokorsos geben.

In Berlin hatten bereits mehrfach Großdemonstrationen gegen die Corona-Politik der Bundesregierung gegeben, zuletzt am vergangenen Wochenende. Dabei war gegen Sicherheitsvorkehrungen wie den Mindestabstand oder das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verstoßen worden.

12:14 Uhr

Philosophie-Festival in Köln kann stattfinden

Trotz der Auflagen wegen der Corona-Pandemie soll das Philosophie-Festival "Phil.Cologne" in diesem Jahr stattfinden.

In der Zeit vom 13. bis zum 17. September sind in Köln 16 Veranstaltungen geplant, unter anderem mit dem Autor Bernhard Schlink und dem Virologen Hendrik Streeck. Die Zahl der zugelassenen Gäste pro Veranstaltung soll aber eingeschränkt werden.

12:07 Uhr

NRW: Maskenpflicht in Wahllokalen

Am 13. September finden in Nordrhein-Westfalen Kommunalwahlen statt. Dabei soll in allen Wahllokalen die Pflicht gelten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Die Maskenpflicht für Wähler wurde nochmal nachträglich in der neuen Coronaschutz-Verordnung festgehalten, die heute in dem Bundesland in Kraft tritt. Die Regelungen bringen aber auch weitere Lockerungen mit sich - etwa für Schulklassen.

12:02 Uhr

Wuhan öffnet Kitas, Grund- und Mittelschulen

Mehrere Monate waren die Kitas sowie die Grund- und Mittelschulen in der chinesischen Metropole Wuhan geschlossen. Hier soll das Coronavirus Ende 2019 erstmals ausgebrochen sein.

Nun konnten rund 1,4 Millionen Kinder wieder in die Kita oder ins Klassenzimmer zurückkehren. Es gelten allerdings strenge Sicherheitsvorkehrungen: So gilt auf dem Schulweg eine Maskenpflicht. Sollte es erneut zu Corona-Fällen in einer Einrichtung kommen, muss diese wieder schließen und den Unterricht wieder online abhalten.

11:34 Uhr

Tour de France: Weniger Umweltbelastung wegen Corona

Die Corona-Pandemie wirkt sich positiv auf die Umweltbelastung während der Tour de France aus. Mehrere Millionen Fans bleiben in diesem Jahr der Strecke fern - mit dem positiven Nebeneffekt, dass deutlich kleinere Müllberge in den Tour-Städten zurückbleiben. Denn wenn der Tross mit seiner ganzen Entourage - in diesem Jahr sind es nur 3000 statt 5000 Personen - durch das Land rollt, leidet die Umwelt.

Seit Jahren protestieren die Umweltschützer. Rufe, die - unabhängig von Corona - auch Tourchef Christian Prudhomme vernommen hat. "Die Tour hat sich seit Jahren schon dem Umweltansatz verpflichtet. Es werden weniger Kunststoffprodukte verteilt und die Tour-Organisation fährt ausschließlich Hybridautos", sagt Prudhomme.

Die Umweltbelastungen der Tour sind für die Gemeinden entlang der Strecke in der Vergangenheit oft hoch gewesen. So hat das Département Haute-Savoie in der Vergangenheit schon einmal 43 Kubikmeter Müll auf 150 Kilometern entlang der Strecke eingesammelt.

Fans jubelt den Fahrern der Tour de France zu | AFP

Vergangenes Jahr wurden 15 Millionen Gegenstände wie Kappen, Armbänder, Schlüsselanhänger ins Publikum geworfen. Bild: AFP

Der größte Müllproduzent ist dabei die Werbekarawane, die täglich als Vorauskommando der Tour die Strecke entlang fährt. 2019 wurden 15 Millionen Gegenstände ins Publikum geworfen. Viel nutzloses Zeug wie Kappen, Armbänder, Schlüsselanhänger bis hin zu Waschmittelproben. Wie sehr das noch alles zeitgemäß ist, wird beim Veranstalter nicht diskutiert. Schließlich gehört die "Caravane publicitaire" bereits seit 1930 zum Inventar. In diesem Jahr sind aber nur noch 100 der sonst 160 Fahrzeuge - oftmals aus Kostengründen im Zuge der Corona-Einbußen - vertreten.

11:18 Uhr

Deutsche Wirtschaft bricht weniger stark ein als erwartet

Die Bundesregierung rechnet in der Corona-Rezession mit einem etwas weniger starken Wirtschaftseinbruch als zunächst befürchtet. Nach einer neuen Prognose wird das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in diesem Jahr um 5,8 Prozent sinken, wie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mitteilte. Dies wäre aber immer noch der bisher schwerste Einbruch der Nachkriegsgeschichte.

In ihrer Ende April vorgelegten Frühjahrsprojektion hatte die Bundesregierung damit gerechnet, dass infolge der Corona-Krise das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in diesem Jahr um 6,3 Prozent sinkt. Altmaier sagte, der Aufholprozess der Wirtschaft nach dem Lockdown im Frühjahr habe eingesetzt. Für das kommende Jahr ist der Minister aber etwas pessimistischer. 2021 wird ein Wachstum von 4,4 Prozent erwartet. Bisher hatte die Bundesregierung mit einem Plus 5,2 Prozent gerechnet.

Im zweiten Quartal war die Wirtschaftsleistung wegen massiver Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Vergleich zum Vorquartal um nahezu 10 Prozent eingebrochen. Zuletzt gab es Anzeichen dafür, dass sich die Wirtschaft langsam erholt. Einige Branchen wie die Tourismuswirtschaft oder der Luftverkehr aber sind weiter massiv belastet.

11:04 Uhr

Studenten stellen seltener Antrag auf Corona-Hilfe

Die Zahl der Studenten, die Anträge auf Corona-Überbrückungshilfen stellen, ist weiter zurückgegangen. Im August gab es rund 40.000 entsprechende Anträge, nach mehr als 71.000 im Juli und mehr als 82.000 im Juni, wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland berichteten. Das geht aus einer Antwort des Bundesbildungsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Hochschulpolitikers Kai Gehring hervor.

Die Daten beziehen sich demnach auf Zuschüsse von bis zu 500 Euro im Monat, die Studenten in finanzieller Notlage beantragen können. Sie müssen für jeden Monat einzeln beantragt werden. Daneben gibt es noch die Möglichkeit, einen zinslosen Studienkredit bei der staatlichen Förderbank KfW zu beantragen. Hier wurden dem Bericht zufolge im August rund 3100 Anträge gezählt, nach knapp 5600 im Juli und gut 12.000 im Juni.

Gehring machte eine falsche Konzeption für die geringe Nachfrage nach den Corona-Hilfen verantwortlich. "Es gibt nach wie vor einen riesigen und ungestillten Bedarf an wirksamer Unterstützung", so Gehring. Bundesbildungsministerin Karliczek habe die Überbrückungshilfe so konzipiert, "dass damit möglichst wenige Studierende unterstützt werden", kritisierte Gehring. Er verwies darauf, dass Anträge abgelehnt würden, wenn die Betroffenen nicht nachweisen könnten, dass ihre Notlage durch Corona verursacht sei.

10:54 Uhr

Ethikrat-Chefin zu Corona: "Größte solidarische Leistung"

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, hat den Umgang der Bundesrepublik mit der Corona-Krise als "die größte solidarische Leistung" bezeichnet, die sie in ihrem Leben erlebt hat.

In einer Online-Diskussion der Evangelischen Akademie der Nordkirche sagte sie, Deutschland müsse in der weiteren Bewältigung der Krise verstärkt die Schwächsten in den Mittelpunkt stellen. Menschen, die alleine sterben müssen oder etwa eine psychische Krankheit haben, seien in der Gefahr, "ein wenig in den Hintergrund zu treten", so Buyx. Es gelte, "die ganz Kleinen, die ganz Alten und die ganz Isolierten" nicht zu vergessen.

Der Bonner Philosoph Markus Gabriel verwies darauf, dass die Welt während der Corona-Krise "moralische Rückschritte" erlebt habe. Dazu gehöre etwa die Schließung von Grenzen. Nationalstaatliche Maßnahmen hätten zu erheblichen moralischen Defiziten geführt. "Wir erlebten im Grunde eine Corona-Olympiade, wo jedes Land meinte, die eigenen Maßnahmen seien die Besten", sagte Gabriel. "Die Pandemie ist aber ein universelles Phänomen." Wolle man sich ethisch mit ihr auseinandersetzen, müssten universelle Werte zugrunde gelegt werden.

10:46 Uhr

Mehr als eine Million Corona-Fälle in Russland

In Russland sind seit Beginn der Pandemie mehr als eine Million Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Pro Tag kommen nach offiziellen Angaben derzeit rund 5000 neue Fälle hinzu. Am Dienstag wurden knapp 4730 weitere Infektionen in der Statistik der russischen Behörden aufgenommen.

Weltweit liegt Russland damit an vierter Stelle bei den offiziell erfassten Fällen. Die USA verzeichneten mit mehr als sechs Millionen die höchste Zahl an registrierten Infektionen, gefolgt von Brasilien mit rund vier Millionen. An dritter Stelle steht Indien, wo bisher etwa 3,7 Millionen Ansteckungen registriert wurden. Generell wird mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle gerechnet.

Die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen in Russland liegt schon seit geraumer Zeit in der jetzigen Größenordnung. In Moskau, dem Corona-Hotspot des Landes, hat sich die Zahl täglich erfasster Fälle zwischen 600 und 700 eingependelt.

Im ganzen Land sind bislang offiziell knapp 17.300 Menschen gestorben. Das ist im Vergleich zu anderen Ländern relativ wenig. Immer wieder gab es Berichte über geschönte Corona-Statistiken in Russland.

10:16 Uhr

Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland steigt

Erstmals seit Beginn der Corona-Krise ist die Beschäftigung in Deutschland gestiegen. Im Juli waren knapp 44,6 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig - ein Plus von 64.000 oder 0,1 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Einen Anstieg hatte es zuletzt im Februar gegeben, ehe wegen der Corona-Rezession vier Monate mit einem Abbau folgten.

Die Zunahme fiel zudem deutlich stärker aus als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre in einem Juli. "Allerdings liegt die Erwerbstätigenzahl weiter deutlich unter dem Vorkrisenniveau", so die Statistiker. So waren im Juli saisonbereinigt 1,3 Prozent oder 584.000 Personen weniger erwerbstätig als noch im Februar, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Die Millionen Kurzarbeitenden werden zudem nicht als Erwerbslose gezählt.

Die Corona-Pandemie hat Europas größte Volkswirtschaft im Frühjahr so stark einbrechen lassen wie noch nie. Das Bruttoinlandsprodukt fiel im zweiten Quartal um 9,7 Prozent. Für das laufende Sommerquartal wird aber wieder ein deutliches Wachstum erwartet. Das Ifo-Institut hält ein Plus von etwa sieben Prozent für möglich, nachdem sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft zuletzt vier Monate in Folge verbessert hat.

10:01 Uhr

UEFA hofft weiter auf Supercup in Ungarn

Die Europäische Fußball-Union UEFA hofft weiter auf die Austragung des Supercups zwischen Champions-League-Sieger FC Bayern München und Europa-League-Gewinner FC Sevilla am 24. September in Budapest.

Weil Ungarn wegen wieder steigender Corona-Infektionszahlen ab heute seine Grenzen für Ausländer schließt, steht die UEFA aber vor einigen Problemen. Ausländer dürfen ab dem 1. September nur mit einem triftigen Grund einreisen. Ob Fußball dazu gehört, ist fraglich. "Die UEFA arbeitet eng mit dem ungarischen Fußballverband und seiner Regierung zusammen, um Maßnahmen zu ergreifen, die die Gesundheit aller Zuschauer und Teilnehmer des Spiels gewährleisten", teilte die UEFA mit. Die UEFA werde keine Risiken für die Sicherheit der Menschen eingehen, hieß es.

Puskás Aréna in Ungarn | dpa

Die UEFA plant für den Supercup 20.000 Zuschauer in die Puskás Aréna in Ungarn zu lassen. Bild: dpa

Ursprünglich sollte der Supercup in Porto stattfinden, war wegen der Pandemielage dann aber nach Budapest verlegt wurde. Eigentlich plant die UEFA, in der Puskás Aréna mehrere Tausend Fans zuzulassen. Bis zu 30 Prozent der rund 67.000 Plätze sollen gefüllt werden, was etwa 20.000 Zuschauer wären.

09:52 Uhr

NRW-Ministerium: Singen im Unterricht verboten

Singen in Klassenräumen soll vorerst bis zu den Herbstferien in den Schulen in Nordrhein-Westfalen verboten bleiben. Darauf teilte das Schulministerium in einer E-Mail an die Schulen mit. Singen im Freien oder in der Aula seien grundsätzlich erlaubt. Auch der Sportunterricht solle weiter im Freien stattfinden.

Singen in Klassenräumen sei "unter dem Gesichtspunkt des Infektionsgeschehens eine erhöhte Gefahr", erklärte Schulstaatssekretär Mathias Richter in der E-Mail. Verfüge eine Schule allerdings über "ausreichend große und gut zu belüftende Räume (z.B. Aula, Musiksaal)", in denen man auch Abstand halten kann, sei gemeinsames Singen gestattet.

Im Sportunterricht darf dagegen auf eine Maske verzichtet werden. "Das kontinuierliche Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung" sei für den gesamten Sportunterricht- "insbesondere in den Phasen physischer Betätigung" nicht vorgesehen.

Zum Thema Sport ergänzte das Ministerium: "Unterrichtseinheiten in Bewegungsfeldern und Sportbereichen, bei denen sich Körperkontakt nicht vollständig vermeiden lässt, können durchgeführt werden, wenn Unterrichtssituationen hergestellt werden, die das Infektionsgeschehen verringern." Der Schwimmunterricht solle auch in Hallenbädern, soweit die Bäder geöffnet sind, stattfinden.

09:13 Uhr

Israel erreicht neuen Höchstwert bei Infektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Laut des israelischen Gesundheitsministeriums wurden am Vortag 2180 neue Fälle registriert. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert, der in Israel seit dem Ausbruch der Pandemie registriert wurde. Der bisherige Höchstwert von 2129 stammte vom 28. Juli.

Am Dienstag wurden in Israel mit Ende der Sommerferien die Schulen und Kindergärten unter Corona-Beschränkungen wieder geöffnet. Rund 2,4 Millionen Kinder und Jugendliche lernen in Schulen oder gehen in Krippen. Eigentlich war es Ziel der Regierung gewesen, die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen zuvor auf rund 400 zu drücken.

In letzter Minute wurde daher entschieden, in 23 sogenannten "roten" Ortschaften mit hohen Corona-Zahlen die Schulen nicht zu öffnen. Davon sind nach Angaben der Nachrichtenseite "ynet" rund 140.000 Schüler betroffen.

Die Pandemie verlief in Israel auch wegen eines strikten Kurses der Regierung zunächst glimpflich. Nach raschen Lockerungen im Mai schnellten die Fallzahlen jedoch in die Höhe. Insgesamt wurden nach Ministeriumsangaben bislang 117.030 Fälle erfasst. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag bei 939.

09:01 Uhr

Zentralrat der Juden warnt nach Corona-Demo vor Antisemitismus

Nach dem Vordringen rechtsextremer Demonstranten auf die Treppe des Reichstagsgebäudes auf einer Corona-Demo am Wochenende warnt der Zentralrat der Juden vor wachsendem Antisemitismus. Schon früh hätten sich "rechte und rechtsextreme Gruppen" unter die Demonstranten gemischt, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster.

"Seit Monaten werden in der Corona-Debatte Verschwörungsmythen mit antisemitischer Grundtendenz bewusst geschürt", so Schuster. Wenn etwa "den Rothschilds" die Verantwortung für die Pandemie zugeschoben werde, sei das ein Synonym für Juden. Sicherlich seien nicht alle, die am Wochenende in Berlin demonstriert hätten, Rassisten oder Antisemiten, fügte Schuster hinzu. "Aber sie machen sich mit diesen gemein." Die Menschen müssten sich dies bewusst machen: "Sie müssen wissen, dass sie die Argumente von Antisemiten indirekt unterstützen, wenn sie sich an solchen Demonstrationen beteiligen."

08:55 Uhr

Hongkong startet Corona-Massentests

In Hongkong haben die Behörden mit Corona-Massentests begonnen. Ziel des Programms ist es, Millionen von Einwohnern der chinesischen Sonderverwaltungszone auf den Erreger zu testen. Die Teilnahme an den Tests ist freiwillig. Das Programm soll ein bis zwei Wochen laufen, abhängig vom Interesse in der Bevölkerung. 

Seit Beginn der Registrierung für die Tests am Samstag meldeten sich rund 500.000 Menschen an. Dies sind allerdings nur etwa sieben Prozent der 7,5 Millionen Einwohner der Metropole. Nach Angaben von Gesundheitsexperten der örtlichen Regierung müssten sich womöglich fünf Millionen Menschen testen lassen, um die derzeitige Ausbreitungswelle des Virus zu beenden.

Menschen stehen in hong Kong vor einem Corona-Test-Center | AFP

Bislang haben sich 500.000 Menschen in Hong Kong für einen Corona-Test angemeldet. Bild: AFP

An dem Programm sind Ärzte und Firmen aus Festlandchina beteiligt. Dies schürte Sorgen in der Bevölkerung, dass die Zentralregierung über die Tests Daten und DNA-Informationen von Hongkongern abschöpfen könnte. Vertreter der pro-demokratischen Bewegung, darunter der international bekannte Aktivist Joshua Wong, riefen zum Boykott der Tests auf. Die Hongkonger Regierung wiederum beteuerte, dass bei den Tests keine DNA-Proben entnommen und keine Testbefunde an Labore auf dem Festland weitergereicht würden. 

Die Führung in Peking hatte in den vergangenen Monaten ihr Vorgehen gegen die Demokratiebewegung im teilautonomen Hongkong massiv verschärft. Als Grundlage dient dabei ein sogenanntes Sicherheitsgesetz, das Ende Juni in Kraft getreten war. Es erlaubt den Behörden ein hartes Vorgehen gegen alle Aktivitäten, die nach ihrer Auffassung die nationale Sicherheit Chinas bedrohen. 

07:51 Uhr

Österreich bringt strengere Corona-Regeln ins Spiel

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat angesichts steigender Infektionszahlen von einer möglichen Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gewarnt. Die Regierung werde die Situation für den Herbst neu bewerten, sagte Kurz gegenüber dem Fernsehsender ORF.

Es werde "zumindest Appelle geben, möglicherweise aber auch die eine oder andere Verschärfung". Die ab morgen geltenden Lockerungen für Veranstaltungen sehe er mit einer "gewissen Skepsis". Möglich sei, dass hier ein "Schritt zurück" gemacht werden müsse. Auch Schulschließungen seien nicht auszuschließen, allerdings werde man zuerst einzelne Schüler absondern oder Klassen schließen und erst danach - falls notwendig - die ganze Schule.

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz richtet auf einer Pressekonferenz Ende Mai 2020 zu Corona-Lockerungen seine Atemschutzmaske. | REUTERS

Österreichs Kanzler denkt angesichts steigender Infektionszahlen über eine Verschärfung der Corona-Regeln nach. Bild: REUTERS

Der konservative Politiker rief die Bevölkerung auf, Abstand zu halten, soziale Kontakte zu reduzieren und Maske zu tragen, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann. "Je stärker jeder einen Beitrag leistet, desto besser werden wir durch den Herbst und den Winter kommen", so Kurz. Ziel bleibe es, einen zweiten Lockdown zu verhindern. Im Moment sei die Situation in Österreich unter Kontrolle. Die Ansteckungszahlen würden jedoch steigen und seien vor allem durch die Reiserückkehrer massiv angestiegen, so der Kanzler.

07:43 Uhr

Das RKI meldet 1218 Neuinfektionen in Deutschland

Binnen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 1218 neue Corona-Infektionen. Dies gab das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Homepage bekannt. Am Samstag waren es noch 1479 neue registrierte Fälle, am Sonntag 785 und am Montag 610. Die Fallzahlen an Sonn- und Montagen sind oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 243.599 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle liegt nach RKI-Angaben bei 9302. Demnach haben bislang etwa 217.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Anmerkung: In einer früheren Version des Liveblogs hieß es, das RKI melde 1165 Neuinfizierte in Deutschland. Diese Zahlen waren zu dem Zeitpunkt nicht aktualisiert.
07:09 Uhr

Wegen steigender Infektionen schließt Ungarn seine Grenzen

Ungarn schließt wegen steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus im Ausland von heute an seine Grenzen für ausländische Touristen. Einreisen dürfen nur noch ungarische Staatsbürger, Ausländer müssen dazu einen triftigen Grund angeben. Die meisten neuen Infektionen in Ungarn seien aufgrund von Ansteckungen im Ausland festgestellt worden, sagte Regierungssprecher Gergely Gulyas.

In Ungarn mit einer Bevölkerung von rund zehn Millionen Menschen gilt derzeit Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen mit Ausnahme von Gaststätten, auch Abstände müssen eingehalten werden. Zuletzt registrierte die Universität Johns Hopkins insgesamt 6139 Corona-Fälle und 615 Tote in dem Land.

04:57 Uhr

Virologe Fauci: Labor-Day-Wochenende kritisch für Pandemie-Verlauf

Der Infektionsexperte der US-Regierung Anthony Fauci hat das kommende Wochenende als kritisch bei der Bekämpfung der Pandemie in diesem Herbst bezeichnet. Er habe Vertrauen in die Bevölkerung, das lange Labor-Day-Wochenende verantwortungsbewusst zu feiern, sagte Fauci in einem Telefonat des Weißen Hauses mit Gouverneuren. Er glaube daran, dass die Menschen ihre Hände waschen, Abstand halten, Masken tragen, Menschenmengen vermeiden und sich draußen versammeln. Es sei wichtig, einen Anstieg von Coronavirus-Fällen wie nach den Feiern zum Memorial Day im Mai und zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli zu verhindern, sagte Fauci. In den USA wird der Labor Day am ersten Montag des Monats September gefeiert.

04:33 Uhr

Polizeigewerkschaft warnt vor Radikalisierung bei Corona-Protesten

Nach den jüngsten Ausschreitungen in Berlin rechnet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mit einer Radikalisierung der gesamten Protestbewegung gegen die Corona-Politik. "Seit den ersten Hygiene-Demonstrationen verfestigt sich der Einfluss rechtsextremer Gruppen auf die Corona-Protestbewegung", sagte der GdP-Vizevorsitzende Jörg Radek den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Rechten sind dabei, die Bewegung komplett zu kapern." Die Gefahr sei im Moment groß, dass sich die Situation genauso entwickele wie bei der islamfeindlichen Pegida-Bewegung, fügte Radek hinzu. Auch bei Pegida habe am Anfang die Wut über politische Entscheidungen gestanden - gepaart mit einer hohen Anfälligkeit gegenüber rechter Einflussnahme.

04:33 Uhr

Keine Maskenpflicht an Schulen in Russland

Nach mehr als fünf Monaten Pause öffnen in Russland die Schulen wieder für den Unterricht. Für etwa 17 Millionen Schüler beginnt damit heute das neue Schuljahr - wie jedes Jahr am 1. September nach gut drei Monaten Ferien. Viele haben die Klassenräume das letzte Mal Ende März betreten, als alle Schulen im Land wegen der Corona-Pandemie auf Fernunterricht umgestellt hatten.

Nach Angaben des Bildungsministeriums in Moskau gelten nun neue Vorschriften, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Demnach sollen die Schüler nicht mehr die Klassenräume wechseln und morgens zeitversetzt in den Schultag starten, damit es auf den Fluren nicht zum Gedränge kommt. Am Morgen werde allen die Temperatur gemessen. ollte ein Kind oder Jugendlicher eine Körpertemperatur von mehr als 37 Grad haben, werde ein Arzt eingeschaltet, hieß es. Bei einem Corona-Fall muss den Angaben zufolge die gesamte Klasse zu Hause bleiben. Eine Maskenpflicht für Schüler und Lehrer im Unterricht gibt es demnach nicht.

In Russland sind nach offiziellen Angaben bereits mehr als 995.000 Corona-Infektionen erfasst geworden. Etwa 17 100 Menschen starben mit dem Virus. Jeden Tag kommen rund 5000 neue Fälle hinzu. Eltern befürchten deswegen, dass ihre Kinder bald schon wieder zu Hause statt im Klassenraum lernen könnten. Veranstaltungen an den Schulen wurden bereits für die nächsten Monate abgesagt.

04:33 Uhr

EU-Gesundheitskommissarin warnt vor Nachlässigkeit

Die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat davor gewarnt, im Kampf gegen die Corona-Pandemie unvorsichtig zu werden. "Der Mangel an Sorgfaltspflicht ist ein Grund, warum Covid-19-Infektionen in einigen Teilen Europas wieder ansteigen", sagte Kyriakides der "Welt". "Das Risiko einer weiteren Eskalation ist sehr real." Sie verstehe durchaus, dass viele Menschen genug von den Einschränkungen, Vorsichtsmaßnahmen und ständigen Sorgen hätten. "Aber diesen Kampf können wir nur gemeinsam gewinnen. Es gibt keinen Spielraum für Nachlässigkeiten - niemand sollte unachtsam sein", sagte die Politikerin aus Zypern. Die EU-Mitgliedsstaaten forderte sie auf, ausreichend Test- und Krankenhauskapazitäten sowie die nötige Kontaktnachverfolgung sicherzustellen, solange es keinen Corona-Impfstoff gebe.