Ein medizinischer Mitarbeiter hält Röhrchen für einen Corona-Test in den Händen. | dpa
Liveblog

Corona-Liveblog zum Nachlesen ++ Mehr Ansteckungen nach Urlaub nachgewiesen ++

Stand: 18.08.2020 22:42 Uhr

Die Ministerpräsidenten Kretschmann und Söder fordern, Kroatien zum Risikogebiet zu erklären. Laut RKI haben sich 40 Prozent der zuletzt getesteten Deutschen im Ausland angesteckt. Alle Entwicklungen in der Corona-Krise vom Dienstag zum Nachlesen im Liveblog.

  • Mehr als 40.000 Neuinfektionen in den USA
  • Spahn bringt Absage von Karnevalsfeiern ins Spiel
  • Merkel appelliert, Hygieneregeln einzuhalten
  • Frankreich führt Maskenpflicht am Arbeitsplatz ein
  • RKI meldet 1390 Neuinfektionen in Deutschland
  • Marburger Bund will einheitliche Gäste-Obergrenze für Feier
22:42 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Hiermit schließen wir den Liveblog für heute und wünschen eine gute Nacht.

22:35 Uhr

RKI: Mehr positive Testergebnisse gehen auf Infektion im Urlaub zurück

Fast 40 Prozent der zuletzt in Deutschland positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen haben sich im Ausland angesteckt. Das teilte das Robert Koch-Institut mit.

Demnach lag der Anteil derer, die sich im Ausland infiziert hatten, in der Meldewoche 33 unter Berücksichtigung der Angaben zum möglichen Infektionsland bei 39 Prozent. Zum Vergleich: In der Meldewoche 32 hatten sich 34 Prozent wahrscheinlich im Ausland infiziert, in der Meldewoche 31 waren es 21 Prozent. Am häufigsten wurden - auf vier Wochen betrachtet - der Kosovo, die Türkei, Kroatien, Bulgarien und Bosnien und Herzegowina als wahrscheinliche Infektionsländer genannt.

Allerdings geben diese Zahlen keinen konkreten Rückschluss darauf, wie viele Deutsche sich im Ausland infizieren und dann erkrankt nach Deutschland zurückkehren. Da derzeit Reiserückkehrer verstärkt getestet werden, steigt automatisch der Anteil der bei ihnen festgestellten Fälle in der Statistik.

22:05 Uhr

Libanon ordnet erneut Ausgangssperre an

Die libanesische Regierung hat angekündigt, dass wegen der steigenden Corona-Infektionen ab Freitag wieder eine nächtliche Ausgangssperre von 18 Uhr bis 06 Uhr morgens gelten soll. Diese soll zwei Wochen in Kraft bleiben.

Ausgenommen sind die Aufräumarbeiten in Beirut wo am 4. August bei Explosionen mehr als 170 Menschen ums Leben kamen und Tausende weitere verletzt wurden.

Als weitere Maßnahmen müssen Einkaufszentren erneut schließen und Restaurants dürfen nur noch Lieferdienste betreiben. Öffentliche Versammlungen werden vorübergehend untersagt.

20:53 Uhr

Brasilien genehmigt weiteren Impfstoff-Test

Das Unternehmen Janssen-Cilag darf in Brasilien einen möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus testen. Die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, teilte mit, sie habe die Studie genehmigt. Nach einem Bericht der brasilianischen Nachrichtenagentur Agência Brasil sollen 7000 Freiwillige an der Phase-III-Studie teilnehmen.

Es ist nicht der erste Konzern, der mit Genehmigung der brasilianischen Behörden einen Wirkstoff gegen Covid-19 testet. Auch das britische Pharma-Unternehmen AstraZeneca, der chinesische Pharmakonzern Sinovac sowie das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und der US-Konzern Pfizer haben bereits Testphasen gestartet.

20:19 Uhr

Niederländischer Premier rät dringend von großen Feiern ab

Angesichts steigender Neuinfektionen mit dem Coronavirus sollen Niederländer zu Hause keine größeren Feste mehr feiern. Sechs Gäste seien das Maximum, sagte Ministerpräsident Mark Rutte. Geburtstage, Partys, Hochzeiten oder der Umtrunk mit den Nachbarn seien jetzt die Gelegenheiten mit den meisten Infektionen, sagte der Premier. "Wir geben jedem den sehr dringenden Rat: Feiert keine Feste zu Hause mit größeren Gruppen." Niederländer sollten stattdessen mit Gruppen in Gaststätten feiern, wo der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter eingehalten werden könnte.

20:06 Uhr

Deutsche Pharmafirma CureVac will wachsen

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac, das an einem Corona-Impfstoff arbeitet, will nach seinem US-Börsenstart Personal und Produktionskapazität aufbauen. "Wir müssen wachsen", sagte CurevVac-Vorstandsmitglied Franz-Werner Haas dem "Schwäbischen Tagblatt". So sollten bis zu 200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

CureVac war am vergangenen Freitag mit einem Preissprung an der Börse in New York gestartet und erlöste bei der Aktienplatzierung mehr als 200 Millionen Dollar. Das Unternehmen ist bei der Suche nach einem Impfstoff gegen Sars-CoV-2 einer von mehreren Hoffnungsträgern weltweit.

19:42 Uhr

Etwa 40.000 Neuinfektionen in den USA

Die US-Seuchenschutzbehörde CDC meldet 40.117 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus. 520 Menschen starben in den vergangenen 24 Stunden im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Damit haben sich in den USA insgesamt 5,42 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 169.870 Menschen starben.

19:38 Uhr

Irland will Schulen wieder öffnen

Seit März sind die Schulen in Irland wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Nun sollen sie aber wieder öffnen, weil sie so wichtig seien "für die Kinder, für die Gesellschaft und für die Wirtschaft ebenso", kündigte der irische Premier Micheál Martin an.

Angesichts steigender Infektionszahlen sollen aber einige Regelungen in Irland erneut verschärft werden: Martin rief die Bevölkerung dazu auf, die Zahl der Besucher im eigenen Zuhause einzuschränken und öffentliche Verkehrsmittel so gut es geht zu meiden. Ältere Menschen sollten ihre Kontakte auf ein Mindestmaß reduzieren.

19:11 Uhr

Rund 6000 Corona-Tote in der Türkei

Seit dem Ausbruch der Pandemie sind in der Türkei Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge mehr als 6000 Menschen gestorben, nachdem sie sich mit dem Erreger angesteckt hatten.

Allein seit gestern wurden der Behörde demnach 20 weitere Todesfälle gemeldet. Hinzu kämen rund 1260 weitere bestätigte Corona-Infektionen. Damit hätten sich bislang insgesamt mehr als 251.800 Menschen in der Türkei mit Corona infiziert.

19:06 Uhr

Merz lobt Umgang mit Corona-Pandemie

"Deutschland hat das bis jetzt gut gemacht. Ich wollte in dieser Zeit nicht in irgendeinem anderen Land leben." Dieses Fazit zieht der frühere Fraktionschef der Union, Friedrich Merz, aus dem bisherigen Corona-Krisenmanagement in Deutschland.

Merz legte den Schwerpunkt auf die Kitas, Schulen und Universitäten, die nun schnellstmöglich wieder in einen Regelbetrieb zurückfinden müssten. "Denn den Schaden, der durch den Ausfall des Unterrichts entstanden ist, den holen wir möglicherweise über Jahre nicht wieder auf."

19:00 Uhr

Weitere Lockerungen in Thüringen

Ab Ende August sollen in Thüringen weitere Corona-Auflagen wegfallen: So sind ab dann wieder Theaterbesuche möglich, allerdings unter Auflagen. Auch die Regelungen für Besuche in Pflegeheimen sollen gelockert werden. Bisher durften deren Bewohner maximal zwei Besucher pro Tag für zwei Stunden empfangen.

18:55 Uhr

Mehr als 2000 Neuinfektionen in Frankreich

In den vergangenen 24 Stunden wurde in Frankreich bei mehr als 2200 Menschen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Das gab das französische Gesundheitsministerium bekannt. Am Wochenende hatte die Zahl der täglich gemeldeten neuen Fälle an beiden Tagen sogar bei mehr als 3000 gelegen.

Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität haben sich bislang mehr als 256.500 Menschen in Frankreich mit dem Coronavirus angesteckt. Mehr als 30.400 Menschen starben infolge einer Infektion.

18:48 Uhr

"Ballermann ist der beste Freund des Coronavirus"

Österreich verschärft seine Vorsichtsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie: Ab kommenden Montag sollen auch die spanischen Inseln Mallorca, Menorca und Ibiza als Risikogebiete gelten. Damit müssen Einreisende einen negativen Corona-Test vorlegen oder sich in Quarantäne begeben, bis ein negatives Testergebnis vorliegt. Das soll auch für Urlauber gelten, die aus sicheren Ländern, etwa Deutschland, einreisen, sich aber in den vorangegangenen zehn Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hatten.

"Der Ballermann ist der beste Freund des Coronavirus", sagte der österreichische Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Allerdings hatte Mallorca die Lokale an der berühmten Bier- und auch der Schinkenstraße Mitte Juli geschlossen, nachdem auf Feiern gegen Abstands- und Hygieneregeln verstoßen worden war.

Auch das Auswärtige Amt hatte Ende vergangener Woche eine Reisewarnung für Spanien verhängt.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte zudem verstärkte Kontrollen an der südöstlichen Landesgrenze an. 500 weitere Polizisten sollten Autofahrer an den Grenzen zu Slowenien und Ungarn kontrollieren. 800 Einsatzkräfte sollten Gesundheitsbehörden bei der Durchführung von Corona-Tests und der Einhaltung von Quarantäne-Anweisungen unterstützen.

18:30 Uhr

Zweiter Test für Rückkehrer aus Risikogebieten?

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff zufolge wird derzeit darüber diskutiert, ob ein zweiter Pflichttest für Urlauber, die aus sogenannten Risikogebieten zurückkehren, notwendig ist.

Die jetzigen Testmodalitäten seien nur eine Momentaufnahme und medizinisch nicht belastbar, so Haseloff. Erst ein zweiter Test nach fünf bis sieben Tagen könne wirklich Sicherheit geben. Daher würden in der Politik derzeit die technischen, rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen geprüft, um einen zweiten Test durchzusetzen.

17:22 Uhr

Spahn plädiert für Absage von Karnevalsveranstaltungen im Winter

Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich dafür ausgesprochen, den Karneval in der Saison 2020/2021 bundesweit komplett ausfallen zu lassen. Das erfuhr die "Rheinische Post" auf Nachfrage aus Teilnehmerkreisen einer Schaltkonferenz des Bundestags-Gesundheitsausschusses. Demnach sagte Spahn: "Ich war selbst Kinderprinz und komme aus einer Karnevalshochburg. Ich weiß also, wie wichtig Karneval für viele Millionen Deutsche ist. Aber: Ich kann mir Karneval in diesem Winter, mitten in der Pandemie schlicht nicht vorstellen. Das ist bitter, aber so ist es."

Kostümierte Teilnehmer beim Karnevalsumzug in Köln | REUTERS

Bütze verboten: Große Zusammenkünfte beim Karneval hält Spahn für zu gefährlich angesichts der nach wie vor angespannten Corona-Lage. Bild: REUTERS

17:22 Uhr

Großbritannien: Mehr als 1000 Neuinfektionen

In Großbritannien haben die Gesundheitsbehörden 1089 neue Corona-Fälle registriert. Das sind deutlich mehr als am Montag, wo noch 713 Neuinfektionen gezählt wurden. Im Vereinigten Königreich steigen die Infektionszahlen seit einigen Wochen wieder an. Insgesamt meldet das Land 321.000 Infektionen seit Jahresbeginn.

17:22 Uhr

Kretschmann und Söder: Kroatien muss Risikogebiet werden

Angesichts der stark steigenden Zahlen von infizierten Reiserückkehrern aus dem Kroatien-Urlaub fordern Baden-Württemberg und Bayern, das osteuropäische Land zum Risikogebiet zu erklären. Die Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) und Markus Söder (CSU) hätten einen entsprechenden Schritt vereinbart, sagte ein Sprecher.

Die Einstufung als Risikogebiet durch das bundeseigene Robert Koch-Institut bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

In Kroatien, mit seinen rund vier Millionen Einwohnern, lag die Zahl der Neuinfektionen laut Johns-Hopkins-Universität seit dem 11. August zwischen 85 und 208 pro Tag.

16:05 Uhr

Berlin droht wegen Verstößen in Gastronomie mit Rücknahme von Lockerungen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat wegen Corona-Verstößen in der Gastronomie mit der Rücknahme von Lockerungen gedroht. Wenn mit den Regeln nicht durchsetzbar sei, "was uns wichtig ist", müsse die Landesregierung vielleicht "die nächsten Lockerungen wieder verzögern, aussetzen oder sogar Dinge zurücknehmen", sagte Müller nach einer Senatssitzung. Von der Eckkneipe bis zum Sternelokal sei zu sehen, "dass mitunter nicht so genau auf Abstände geachtet wird".

Auch sei aufgefallen, dass die Anwesenheitslisten zur Nachverfolgung von Infektionsketten in vielen Fällen entweder gar nicht oder nicht gut geführt würden.

15:52 Uhr

Merkel und Laschet: Corona-Regeln einhalten

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts steigender Neuinfektionszahlen an die Bevölkerung appelliert, die Corona-Regeln einzuhalten. Weitere Lockerungen von Beschränkungen könne es zur Zeit nicht geben. Die Entwicklung müsse eingedämmt werden, sagte Merkel in Düsseldorf. Sie nahm dort an einer Sitzung des nordrhein-westfälischen Kabinetts teil.

Merkel rief Reiserückkehrer auf, sich testen zu lassen. Es gehe außerdem vor allem darum, die Abstandsregeln einzuhalten und eine Maske zu tragen, etwa im öffentlichen Nahverkehr. Darauf müsse man mit Nachdruck hinweisen. Merkel begrüßte die Entscheidung mehrerer Bundesländer, Bußgelder zu verhängen, wenn etwa in Bussen oder Bahnen kein Mund- und Nasenschutz getragen wird.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sagte, sollten die Fallzahlen weiter steigen, seien möglicherweise wieder schärfere Beschränkungen nötig. Diese sollten dann aber nicht für Kinder und nicht im Bildungsbereich gelten. Es habe Priorität die Wirtschaft am Laufen zu halten, Arbeitsplätze und die Betreuung von Kindern zu sichern.

15:18 Uhr

Bayerns Gesundheitsministerin wusste offenbar von Pannen

Laut einem Bericht "Süddeutschen Zeitung" wusste die bayerische Gesundheitsministerin Huml schon länger von den Pannen bei Corona-Tests an der bayerischen Grenze. Demnach habe die Ministerin bereits montags von den Problemen erfahren; dies gehe aus internen E-Mails hervor. Sie habe jedoch erst am Mittwoch die Bevölkerung informiert - und dabei erklärt, sie habe erst am selben Tag von den Problemen erfahren.

Die SZ zitiert aus einer Mail des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, in der von mehr als 40.000 Proben und 338 positiven Fällen, die noch nicht übermittelt werden konnten, die Rede ist.

15:05 Uhr

Südkorea verbietet nach Corona-Anstieg Gottesdienste

Nach dem deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen Tagen verbietet Südkorea in der Hauptstadtregion Gottesdienste in den Kirchen. Gottesdienste können vorerst wieder nur gestreamt werden. Hintergrund sind massenhafte Infektionen unter Kirchenmitgliedern.

Außerdem kündigte die Regierung ein Verbot größerer Menschenansammlungen an. Ab Mittwoch seien Versammlungen von mehr als 50 Personen in Räumen und von mehr als 100 Personen im Freien verboten, gab Ministerpräsident Chung Sye Kyun bekannt. Nachtclubs, Karaoke-Bars, Buffet-Restaurants, Computerspiele-Cafés und andere Einrichtungen mit hohem Risiko würden geschlossen. Die Maßnahmen gelten für die Hauptstadt Seoul, die Hafenstadt Incheon und die benachbarte Provinz Gyeonggi. Damit ist rund die Hälfte von Südkoreas Bevölkerung betroffen.

14:46 Uhr

Frankreich: Maskenpflicht auch am Arbeitsplatz

Um einen weitere massenhafte Verbreitung der Coronavirus zu verhindern, hat die französische Regierung eine Maskenpflicht für fast alle Arbeitsplätze erlassen. In Unternehmen müssen Angestellte demnach in allen öffentlichen Räumen, Fluren und Büros mit mehreren Personen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ausgenommen sind Einzelbüros. Die Maßnahme gilt ab 1. September.

Das französische Arbeitsministerium betonte gleichzeitig, dass die Angestellten von zu Hause aus arbeiten sollten, wenn dies möglich ist. Dies sei die effektivste Methode, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

13:56 Uhr

Sachsen: Bußgeld bei Verstoß gegen Maskenpflicht

Sachsen will vom 1. September an bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 60 Euro einführen. Das kündigte Sozialministerin Petra Köpping nach der Kabinettssitzung an. Das Kabinett solle dies in der kommenden Woche beschließen. Man habe viele Beschwerden erhalten, dass sich ein Teil der Bevölkerung nicht an das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften hält, sagte Köpping. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Menschen mit einem Attest und Schwerbehinderte.

13:47 Uhr

Marks & Spencer streicht 7000 Stellen

Die britische Einzelhandelskette Marks & Spencer hat die Streichung von etwa 7000 Stellen angekündigt. Nach einem Absatzrückgang in der Corona-Pandemie gab der Händler von Lebensmitteln, Kleidung und Haushaltswaren die Verringerung seiner Beschäftigtenzahl um etwa neun Prozent bekannt. Die Zentrale, Regionalverwaltungen und die Geschäfte in Großbritannien seien von der Maßnahme betroffen, teilte das Unternehmen mit. Sie solle innerhalb von drei Monaten umgesetzt werden.

13:26 Uhr

Südafrika lockert Corona-Beschränkungen

Nach fünf Monaten werden in Südafrika die Corona-Beschränkungen wieder gelockert. Ab heute können Bürgerinnen und Bürger wieder Alkohol und Zigaretten kaufen. Außerdem werden Restaurants und Bars, Sporthallen und Gotteshäuser wieder geöffnet. Allerdings dürfen sich dort nicht mehr als 50 Personen gleichzeitig aufhalten. Schulen sollen nach dem 24. August wieder öffnen.

Mit fast 590.000 Fällen hat Südafrika mehr als die Hälfte aller gemeldeten Infektionen auf dem afrikanischen Kontinent. In der vergangenen Woche fiel die Zahl der durchschnittlich registrierten Neuansteckungen von etwa 12.000 pro Tag auf weniger als 5000. Heute wurden knapp 2500 Neuinfektionen gemeldet.

Mehrere Kunden in einem Schnapsladen in Johannesburg. | AFP

Fünf Monate lang durften in Südafrika wegen der Corona-Pandemie kein Alkohol und keine Zigaretten verkauft werden. Die Regierung hatte den Schritt damit begründet, dass durch ein Alkoholverbot Verkehrsunfälle und Gewalt vermindert und damit die Krankenhäuser entlastet werden. Bild: AFP

13:18 Uhr

Bahn verstärkt Kontrollen bei Maskenpflicht

In den Zügen der Deutschen Bahn soll die Einhaltung der Maskenpflicht stärker kontrolliert werden. Derzeit setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben täglich in rund 60 Fernverkehrszügen Sicherheitsmitarbeiter ein. Die Anzahl der Überprüfungen soll bis Anfang September mehr als verdoppelt werden. Bei Schwerpunktkontrollen zusammen mit der Bundespolizei habe sich gezeigt, dass der überwiegende Teil der Reisenden die Maskenpflicht einhalte, teilte die Bahn mit.

13:03 Uhr

WHO warnt vor "Impfstoff-Nationalismus"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor Nationalismus bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Länder, die bei dem Thema ihre eigenen Interessen vor die anderer stellten, um sich Impfdosen zu sichern, machten die Pandemie schlimmer. "Niemand ist sicher, bevor alle sicher sind", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Es sei im nationalen Interesse aller Staaten, strategisch und global zu handeln.

In einem Brief forderte Tedros die WHO-Mitglieder dazu auf, der multilateralen Initiative COVAX beizutreten. Der Zusammenschluss soll den weltweiten Zugang zu Impfstoffen sichern. Über 75 reichere Länder und 90 ärmere Länder sind derzeit daran beteiligt.

12:05 Uhr

Laschet: Schärfere Maßnahmen bei steigenden Corona-Zahlen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat bei steigenden Corona-Infektionszahlen wieder schärfere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus gefordert. Das Prinzip der Landesregierung sei: "Wenn Infektionszahlen sinken, müssen Grundrechtseingriffe zurückgenommen werden - wenn Infektionszahlen steigen, müssen Schutzvorkehrungen verstärkt werden", sagte Laschet laut Mitteilung kurz vor Beginn einer gemeinsamen Sitzung des Landeskabinetts mit Kanzlerin Angela Merkel.

In der aktuellen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Pandemie-Lage sei "der enge Schulterschluss zwischen Bund und Ländern wichtiger denn je".

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen | dpa

Armin Laschet fordert eine Verschärfung von Maßnahmen bei steigenden Corona-Zahlen. Bild: dpa

11:39 Uhr

Impfstoff-Test in Pakistan in entscheidender Phase

In Pakistan geht ein chinesischer Corona-Impfstoff in die entscheidende Phase der Erprobung. Bereits 10.000 Freiwillige hätten sich für die klinischen Tests der Phase III registriert, sagte Hasan Abbas Zaheer, leitender Koordinator.

Die Studie wird von Pakistans Institut für Gesundheit (NIH) überwacht. Entwickelt wurde das Programm von der chinesischen Firma CanSino und dem Pekinger Institut für Biotechnologie. Die Studie wird zudem in China, Russland, Chile und Argentinien durchgeführt. In den kommenden Tagen sollen die ersten Probanden in Pakistan mit dem Wirkstoff "Ad5-nCoV" geimpft werden. Nach ein paar Monaten wollen die Behörden ihre Ergebnisse dann mit den Chinesen teilen. Auch Saudi Arabien hatte zuletzt angekündigt, klinische Test der Phase 3 mit dem chinesischen Impfstoff durchführen zu wollen.

11:30 Uhr

Premiere von Harry-Potter-Stück auf 2021 verschoben

Die Deutschlandpremiere von "Harry Potter und das verwunschene Kind" wird wegen der Corona-Pandemie erneut verschoben. Das Theaterstück könne nicht wie geplant am 4. Oktober Premiere feiern, sondern erst am 11. April 2021, teilten die Veranstalter mit. "Leider erlauben es die Bestimmungen der Stadt Hamburg zur Eindämmung des Coronavirus derzeit noch nicht, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen." Ursprünglich war der Start bereits für Mitte März vorgesehen.

Zuschauer, die Tickets für die verschobenen Vorstellung gebucht haben, sollen per E-Mail kontaktiert und über die Umbuchungsoptionen informiert werden.

Die Schauspieler des Stücks "Harry Potter und das verwunschene Kind" stehen bei einer Probe auf der Bühne. | dpa

Im März fanden noch ganz normal die Fotoproben für das Stück "Harry Potter und das verwunschene Kind" statt. Inzwischen ist klar, dass die Premiere erst 2021 sein wird. Bild: dpa

11:12 Uhr

Schweden gegen Kredithilfe für Norwegian Air

Der angeschlagenen Billigflieger Norwegian Air kann nicht auf Staatshilfe aus Schweden hoffen. Nach Angaben der zuständigen schwedischen Behörde, wurde ein Antrag auf Kreditgarantien abgelehnt. Bedingung für die Hilfe während der Corona-Krise sei, dass sich ein Unternehmen nicht bereits vor Ausbruch der Pandemie in einer wirtschaftlichen Schieflage befunden habe.

Das Fortbestehen von Norwegian Air ist derzeit durch Kreditgarantien der norwegischen Regierung und einen Schuldenverzicht von Flugzeug-Leasingfirmen gesichert. Allerdings könnten weitere Finanzspritzen notwendig werden.

11:00 Uhr

Sechs Deutsche Soldaten im Irak infiziert

Beim Einsatz der Bundeswehr im Nordirak haben sich sechs deutsche Soldaten mit dem Coronavirus infiziert. "Die Soldaten befinden sich in isolierter Unterbringung in separaten Containern", teilte das Einsatzführungskommando den Obleuten im Bundestag mit. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa sollen die Soldaten zeitnah nach Deutschland zurückgeflogen werden. Bis dahin würden die Krankheitsverläufe vor Ort in Erbil durch das Sanitätspersonal beobachtet. Kontaktpersonen der Soldaten seien getestet worden.

10:36 Uhr

Russischer Energieminister positiv getestet

Der russische Energieminister Alexander Nowak hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Nowak habe im Osten des Landes an einem Treffen mit Regierungsvertretern teilgenommen, als er von dem positiven Testergebnis erfahren habe, teilte Ministerpräsident Michail Mischustin mit. Der Minister sei inzwischen zurück nach Moskau gereist.

In Russland haben sich schon mehrere ranghohe Politiker mit dem Coronavirus infiziert. Die Behörden meldeten heute wieder fast 5000 Neuinfektionen. 132 infizierte Menschen sei innerhalb der vergangenen 24 Stunden gestorben.

10:29 Uhr

Japanische Kaiserfamilie sagt Sommerurlaub ab

Japans Kaiser Naruhito und seine Familie verzichten wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr auf ihren geplanten Sommerurlaub außerhalb Tokios. Wie das kaiserliche Haushofamt bekanntgab, will die Kaiserfamilie verhindern, dass sich das Virus ausbreitet. Es gebe an den Urlaubsorten immer viele Passanten, die versuchten einen Blick auf den Kaiser zu erhaschen.

In Japan sind die Infektionszahlen wieder deutlich angestiegen. Innerhalb eines Tages wurden 207 Neuansteckungen bestätigt.

10:22 Uhr

Norwegischer Staatsfonds mit Milliardenverlusten

Der norwegische Staatsfonds hat in der ersten Jahreshälfte wegen der Corona-Krise einen hohen Verlust eingefahren. Den Angaben zufolge beläuft sich das Minus auf fast 18 Milliarden Euro. Der Fonds, der sich aus Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft speist, ist insgesamt 1,15 Billionen Dollar schwer und damit der größte Staatsfonds weltweit. Die Erträge sichern den umfangreichen norwegischen Wohlfahrtsstaat ab. Er hält Beteiligungen an 9200 Unternehmen und besitzt 1,5 Prozent aller weltweit börsennotierten Aktien.

10:02 Uhr

Diakonie-Chef hält Situation in Pflegeheimen weiter für dramatisch

Der Präsident des Sozialverbands Diakonie, Ulrich Lilie, stuft die Situation in deutschen Pflegeheimen weiter als dramatisch ein und fordert umfassende Reformen. "Es fehlt weiterhin flächendeckend an Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln", sagte Lilie der Zeitung "Welt". Außerdem vermisse er eine bundesweite Linie für Testungen. Die Angst vor einer zweiten Welle in den Einrichtungen sei groß. Es sei erschreckend, wie folgenlos alle Erfahrungen bisher geblieben seien, erklärte Lilie weiter.

Lilie verlangt, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) zusammen mit den Gesundheitsämtern Leitlinien entwickelt, "damit alle wissen, wie sie künftig mit dem Infektionsgeschehen umgehen müssen". "Zuständigkeitschaos und widersprüchliche Regelungen" seien allesamt auf Kosten der Menschen gegangen, sagte der Diakonie-Chef weiter.

09:19 Uhr

Marks & Spencer streicht Tausende Stellen

Die britische Einzelhandelskette Marks & Spencer streicht im Zuge der Corona-Krise etwa 7000 Stellen. Die Maßnahmen sollen in den kommenden drei Monaten vorgenommen werden, teilte das Unternehmen in London mit. Die Kette war bereits vor der Pandemie angeschlagen. Anfang des Jahres hatte Marks & Spencer noch etwa 78.000 Mitarbeiter.

09:15 Uhr

Lufthansa kann Hilfe anderer Staaten annehmen

Die von der Corona-Krise schwer getroffenen Lufthansa-Tochtergesellschaften Swiss und Edelweiss können auf Finanzhilfen der Schweizer Regierung zugreifen. Auf deutscher Seite stimmte der Wirtschaftsstabilisierungfonds des Wirtschaftsministeriums dem Bankkredit in Höhe von 1,5 Milliarden Franken (1,4 Milliarden Euro) zu. Die Schweiz sichert den staatlichen Kredit zu 85 Prozent ab.

Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds stimmte auch Hilfen aus Belgien und Österreich zu. Die Lufthansa Gruppe sei ein europäischer Luftfahrtkonzern mit den Heimatmärkten Österreich, Belgien, der Schweiz und Deutschland, erklärt das Finanzministerium. "Die Stabilisierungsmaßnahme der Bundesregierung hat daher von Beginn an eine Möglichkeit zur Beteiligung der anderen Länder vorgesehen. Auch bei den Gesprächen mit der Europäischen Kommission wurde diese Möglichkeit bewusst offengehalten."

08:59 Uhr

Quarantäne von 120 Menschen nach Party

Nach einem bestätigten Corona-Fall im bayerischen Bodenwöhr müssen 120 Kontaktpersonen in Quarantäne. Das teilte das zuständige Landratsamt mit. Laut "Mittelbayerischer Zeitung" hatte ein Mann nach einer Italienreise an einer Party teilgenommen, bevor sein positives Testergebnis vorlag. Er sei am Donnerstag an der Grenze getestet worden, den Befund habe er aber erst am Sonntag erhalten. Ihm sei zugesagt worden, dass er bei einem positiven Ergebnis innerhalb von 24 Stunden informiert werde, weil der Anruf aber ausblieb, habe er an der Feier teilgenommen.

08:47 Uhr

Weniger Jobs und weniger Arbeit

Die Corona-Krise hat den Arbeitsmarkt auch im zweiten Quartal stark beeinflusst. Die Zahl der Erwerbstätigen ging im Vergleich zum Vorquartal um 1,4 Prozent auf 44,7 Millionen Menschen zurück, meldet das Statistische Bundesamt. Das ist der stärkste Rückgang seit der Wiedervereinigung. Üblicherweise steigt die Zahl der Erwerbstätigen zu dieser Jahreszeit um ein Prozent.

Auch das Arbeitsvolumen - also die geleistete Arbeitszeit - hat sich reduziert. Sie verringerte sich nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vor allem wegen der Kurzarbeit. Im Vergleich zum Vorjahresquartal gingen die Arbeitsstunden um 10 Prozent zurück auf 13,3 Milliarden.

08:31 Uhr

Weiterhin weniger Passagiere am Frankfurter Flughafen

Wegen der Corona-Pandemie sind auch Mitte August deutlich weniger Menschen über den Frankfurter Flughafen gereist als im Vorjahr. Vom 10. bis 16. August zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands größtem Airport 353.289 Fluggäste und damit 77,3 Prozent weniger als in der entsprechenden Kalenderwoche Mitte August 2019, wie er in Frankfurt mitteilte. Das waren rund 150 Passagiere weniger als in der Vorwoche, als der Rückgang im Jahresvergleich 77,5 Prozent betragen hatte.

Die Zahl der Flugbewegungen sank im Vergleich zur entsprechenden Kalenderwoche des Vorjahres um 61,3 Prozent auf 4029 Starts und Landungen. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost fiel um 13,7 Prozent auf 32.588 Tonnen, nachdem sich der Rückgang in der Vorwoche im Jahresvergleich 11,0 Prozent betragen hatte.

08:31 Uhr

Forscher wollen Suche nach Medikament bündeln

Der rheinland-pfälzische Pharmakonzern Boehringer Ingelheim will gemeinsam mit über 30 weiteren Unternehmen und Forschungseinrichtungen die Suche nach einem Medikament gegen die von dem Coronavirus verursachte Krankheit Covid-19 beschleunigen.

Das Ingelheimer Unternehmen leitet nach eigenen Angaben die Arbeiten zur Entwicklung sogenannter virusneutralisierender Antikörper. Erforscht werden soll auch, ob sich bereits vorhandene Produkte und Medikamentenkandidaten gegen Covid-19 umfunktionieren lassen. Das Forschungsnetzwerk wird den Angaben zufolge mit 77,7 Millionen Euro aus Mitteln der EU sowie mit Geld- und Sachbeiträgen aus der Pharmabranche unterstützt.

07:50 Uhr

WHO: Jüngere verbreiten zunehmend Virus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich besorgt über die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus durch Menschen unter 50 Jahren. Das teilte der Regionaldirektor der WHO für den westlichen Pazifik, Takeshi Kasai, in einem virtuellen Briefing mit.

Die Ausbreitung des Coronavirus werde zunehmend von 20- bis 40-jährigen Infizierten begünstigt. Viele der Infizierten würden nicht von ihrer Infektion wissen, so Kasai weiter. Das gefährde weltweit andere Bevölkerungsgruppen, darunter ältere und kranke Menschen in dicht besiedelten Gebieten mit schwacher Gesundheitsversorgung.

07:30 Uhr

Kanadas Finanzminister tritt zurück

Kanadas Finanzminister Bill Morneau ist mitten in der Coronakrise zurückgetreten. Er erklärte, sich nicht wieder für ein Parlamentsmandat zu bewerben. "Es ist angemessen, dass der Ministerpräsident jemanden mit längerfristigen Ambitionen für das Amt findet, da ich mich dafür nicht mehr bewerben werde", sagte Morneau. Er hatte zuletzt Meinungsverschiedenheiten mit Regierungschef Justin Trudeau über die Ausgabenpolitik in der Coronakrise.

Vergangene Woche hatte Trudeau vor diesem Hintergrund seinem Finanzminister noch das Vertrauen ausgesprochen. Morneau war zudem zuletzt in die Kritik geraten, weil er nach eigener Auskunft vergessen hatte, von einer Wohltätigkeitsorganisation übernommene Reisekosten zurückzuzahlen.

06:35 Uhr

Städte- und Gemeindebund ruft zu gemeinsamer Anstrengung auf

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund ruft nach der Warnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), sich angesichts steigender Corona-Infektionszahlen bei privaten Feiern auf den Familienkreis zu beschränken, zu einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung auf, um einen erneuten Lockdown zu verhindern.

"Dieser hätte schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Gesellschaft", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Viele Geschäfte im Bereich des Einzelhandels und der Gastronomie würden ein erneutes Herunterfahren des öffentlichen Lebens kaum verkraften.

05:30 Uhr

1390 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1390 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies geht aus den Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Morgen hervor. Damit liegt die Zahl wieder deutlich über der Schwelle von 1000. Am Sonntag und Montag war der Wert nur knapp halb so hoch. Das war zu erwarten gewesen, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 225.404 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9236. Seit dem Vortag wurden vier Todesfälle mehr gemeldet. Bis zum Morgen hatten etwa 203.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

04:27 Uhr

Marburger Bund will einheitliche Gäste-Obergrenze für Feiern

Der Ärzteverband Marburger Bund fordert im Kampf gegen das Coronavirus bundesweit einheitliche Vorgaben für Feste und Feierlichkeiten. "Um Ansteckungsrisiken auch im Herbst und Winter zu verringern, sollten sich die Länder bald auf einheitliche Regeln für private und öffentliche Feiern aller Art verständigen", sagte die Vorsitzende Susanne Johna den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wichtig seien etwa Obergrenzen für Gäste und Konzepte fürs Lüften. "Je größer die Zahl der Feiernden gerade in geschlossenen Räumen ist, desto wahrscheinlicher ist ein Mensch dabei, der die anderen ansteckt", warnte Johna. Wenn die Infektionszahlen wieder stark stiegen, seien 150 Gäste bei einer Familienfeier oder einer Party in Innenräumen zu viel.

04:00 Uhr

Patientenschützer fordern Corona-Pflichttests in der Pflege

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert Corona-Pflichttests in der Pflege. Während Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verbindliche Tests für Reiserückkehrer anordne, fehlten "bis heute verpflichtende Präventiv-Tests für Pflegebedürftige, Angehörige und Altenpflegekräfte", sagte der Vorsitzende der Stiftung, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Die Altenpflege müsse vor einer zweiten Infektionswelle geschützt werden. Brysch warf dem Gesundheitsminister vor, bisher kaum Initiative zu zeigen, Pflegebedürftige dort zu schützen, wo sie lebten. "Allein über 818.000 Menschen leben in Pflegeheimen. Sie alle wieder zu isolieren, darf gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert werden."

04:00 Uhr

Australiens Corona-Hotspot meldet niedrigsten Wert seit einem Monat

In Australiens Coronavirus-Hotspot wurde der niedrigste Wert an Neuinfektionen in einem Monat registriert. In Victoria gab es 222 neue Infektionen mit dem Virus, wie das Gesundheitsministerium des Bundesstaates mitteilte. Zuletzt hatte es am 18. Juli so wenige Fälle, nämlich 217, gegeben. Weitere 17 Menschen starben bis mit dem Virus. Am Montag war mit 25 Toten an einem Tag ein trauriger Rekord aufgestellt worden. Die Zahl der Neuinfektionen nimmt ab, seitdem Anfang August in der Hauptstadt von Victoria, Melbourne, strenge Maßnahmen verhängt wurden. Dazu gehört eine nächtliche Ausgangssperre und das vorgeschriebene Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen.