Corona-Test (Symbolbild) | AFP
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Coronavirus-Pandemie ++ Gemeinde in Euskirchen unter Quarantäne ++

Stand: 07.07.2020 21:58 Uhr

Rund 1000 Mitglieder einer Mennoniten-Gemeinde in Euskirchen sind unter Quarantäne gestellt. Die Filmfestspiele in Venedig sollen stattfinden - mit kleinerem Programm. Der Liveblog zum Nachlesen.

  • Gemeinde in Euskirchen unter Quarantäne
  • Brasiliens Präsident Bolsonaro infiziert
  • USA vollziehen Austritt aus der WHO
  • Biden will USA besser für Pandemien wappnen
  • Sachsen plant Lockerungen
  • Filmfestspiele in Venedig sollen stattfinden
  • Lufthansa streicht 1000 Stellen
7.7.2020 • 22:06 Uhr

Das war es für heute

Damit schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse.

7.7.2020 • 21:08 Uhr

USA machen WHO-Austritt offiziell

Mitten in der Corona-Pandemie machen die USA ihren Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell - das Land hatte bereits im April die Zahlungen an die UN-Sonderorganisation eingestellt. US-Präsident Trump hatte ihr schwere Versäumnisse in der Pandemie vorgeworfen. Seine Entscheidung, die Zusammenarbeit aufzukündigen, hatte weltweit scharfe Kritik ausgelöst.

7.7.2020 • 20:35 Uhr

Biden will Medizinproduktion in USA stärken

Der designierte US-Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, will die USA besser gegen eine Pandemie ausstatten. Sein Wahlkampfteam veröffentlichte einen Plan, um die Vorräte an wichtigen Gütern zu vergrößern, bei denen sich die USA zu sehr "auf ausländische Lieferanten" verlassen müssten. Dazu gehörten medizinische Ausrüstung, Medikamente sowie Energietechnologie.

Laut dem Plan will Biden die USA wieder als Standort für die Produktion von medizinischer Ausrüstung etablieren. Das soll Arbeitsplätze schaffen, die inländische Lieferkette verstärken und die Abhängigkeit von ausländischen Herstellern wie China zu reduzieren, hieß es aus Bidens Team.

7.7.2020 • 20:37 Uhr

Niedersachsen hebt Beschränkungen für Gütersloher auf

Das Land Niedersachsen hat angekündigt, die bestehenden Reisebeschränkungen für Menschen aus dem Landkreis Gütersloh zu beenden. Eine entsprechende Verordnung soll am Montag in Kraft treten, sagte eine Sprecherin der Landesregierung der "Rheinischen Post" (Mittwoch). Bis zu diesem Datum müssen Reisende aus dem Kreis Gütersloh noch einen negativen Corona-Test nachweisen, wenn sie in Niedersachsen Urlaub machen wollen.

7.7.2020 • 19:26 Uhr

Serbien kehrt zu Ausgangssperre zurück

Nach einer deutlichen Zunahme der Infektionen hat Serbiens Präsident Aleksandar Vucic die Wiedereinführung einer Ausgangssperre angekündigt. Die Lage besonders in der Hauptstadt Belgrad sei "alarmierend" und "kritisch", sagte Vucic. Die Krankenhäuser nährten sich ihren Kapazitätsgrenzen. In Kraft treten solle die Ausgangssperre am Freitag, erklärte Vucic, ohne Zeitraum und Umfang zu nennen.

Nach einem der striktesten Lockdowns in ganz Europa hatte Serbien die Beschränkungen fast komplett wieder aufgehoben. Fußball- und Tennisspiele fanden wieder vor vollen Rängen statt, Nachtclubs und Bars waren wieder geöffnet. Vergangene Woche wurde dann in Belgrad eine nächtliche Schließung dieser Lokale verordnet. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden in den 24 Stunden zuvor 299 neue Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 bestätigt. 13 Menschen starben. Seit dem Beginn der Pandemie zählte Serbien 330 Corona-Tote.

7.7.2020 • 19:11 Uhr

WHO-Experten sollen in China Virusherkunft untersuchen

Die Weltgesundheitsorganisation schickt am Wochenende Experten nach China, um die Herkunft des neuartigen Coronavirus zu untersuchen. Die geplante Studie soll insbesondere klären, wie das Virus von Tieren auf den Menschen übergesprungen sei. WHO-Experte Mike Ryan sagt, die Untersuchung solle in der zentralchinesischen Stadt Wuhan beginnen, die als Ausgangspunkt der Pandemie gilt.

7.7.2020 • 19:02 Uhr

WHO: Ausmaß von Luftübertragung von Coronaviren noch unklar

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sehr zurückhaltend auf einen Vorstoß von Experten reagiert, die das Übertragungsrisiko des Coronavirus in der Luft für unterschätzt halten. Die WHO sei aufgeschlossen gegenüber neuen Datenlagen in diesem Feld, müsse aber sehr behutsam vorgehen, bevor sie Schlüsse ziehe, sagte die WHO-Expertin Benedetta Allegranzi. Es gebe nichts zu rütteln an den bestehenden Empfehlungen, die Abstand vorsehen sowie das Tragen von Masken, wenn dieser nicht einzuhalten sei.

Rund 240 Wissenschaftler, darunter auch Ingenieure, hatten Anfang der Woche ein Schreiben in einer Fachzeitschrift veröffentlicht. Sie werfen darin Gesundheitsbehörden, darunter der WHO, vor, in ihren Empfehlungen das Ansteckungsrisiko durch kleinste Teilchen, sogenannte Aerosole, in der Luft zu vernachlässigen. "Wir sollten genauso viel Betonung auf Masken und Belüftung legen wie auf das Händewaschen", sagte eine beteiligte Forscherin, die Aerosol-Expertin Linsey Marr, der "New York Times". "Soweit wir das beurteilen können, ist das genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger."

Studien ließen kaum Zweifel daran, so schreiben die Wissenschaftler weiter, dass Sars-CoV-2 sich genauso wie bereits erforschte verwandte Viren durch Atmen und Sprechen in winzigsten Tröpfchen in der Luft verteile. Besonders volle, unzureichend durchlüftete Räume, in denen Menschen sich lange aufhalten, seien demnach ein Risiko.

7.7.2020 • 18:40 Uhr

Trump fordert Wiedereröffnung von Schulen im Herbst

US-Präsident Donald Trump pocht auf eine Wiedereröffnung der Schulen im Herbst. Er widerspricht damit örtlichen Verantwortlichen im ganzen Land, die angesichts steigender Infektionszahlen die Wiederaufnahme des Unterrichts verschieben wollen. Zuletzt hatten sich zunehmend jüngere Menschen mit dem Virus angesteckt.

7.7.2020 • 18:37 Uhr

UN: Corona-Krise vernichtet weltweit jahrzehntelangen Fortschritt

Die weltweite Corona-Pandemie wirft die Menschheit in den Bereichen Armutsbekämpfung, Gesundheitswesen und Bildung nach einem neuen UN-Bericht um Jahrzehnte zurück. Bereits Ende des vergangenen Jahres habe die Weltgemeinschaft beim Erreichen der bis 2030 definierten UN-Nachhaltigkeitsziele hinterhergehangen, erklärten die Vereinten Nationen. "Wegen Covid-19 bedroht nun eine nie gesehene Gesundheits-, Wirtschafts- und Gesellschaftskrise Leben und Existenzgrundlagen, was das Erreichen der Ziele noch herausfordernder macht", sagte UN-Generalsekretär António Guterres.

Unter anderem würden voraussichtlich 71 Millionen Menschen in diesem Jahr wieder in Armut zurückfallen, heißt es in der neuesten Ausgabe des jährlichen UN-Berichts zu den 17 Nachhaltigkeitszielen, die sich die Weltgemeinschaft 2015 gegeben hatte. Es wäre der erste Anstieg seit 1998.

7.7.2020 • 17:55 Uhr

Brasiliens Präsident Bolsonaro positiv auf Coronavirus getestet

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der Staatschef in einem Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Brasília mit. Gestern trug er entgegen seiner Gewohnheit eine Maske und riet einem Anhänger, sich ihm nicht zu nähern. Zuvor hatte Bolsonaro das Coronavirus immer wieder als "leichte Grippe" bezeichnet, sich gegen Schutzmaßnahmen gestemmt und sich ohne Mundschutz in der Öffentlichkeit gezeigt. Zuletzt legte er sein Veto gegen eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen wie Kirchen, Geschäften und Schulen ein.

Brasilien ist einer der Brennpunkte der Pandemie. Bislang haben sich in dem größten Land Lateinamerikas 1,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 64.867 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen, da in Brasilien nur recht wenig getestet wird.

7.7.2020 • 18:17 Uhr

Mennoniten-Gemeinde in Euskirchen unter Quarantäne

Rund 1000 Mitglieder einer Freikirchen-Gemeinde in Euskirchen stehen wegen Corona-Verdachts unter Quarantäne. Der Landrat Günter Rosenke (parteilos) hatte bereits am Freitag eine zweiwöchige Quarantäne für Mitglieder der mennonitischen Brüdergemeinde angeordnet. Die Regeln gelten laut der Verfügung seit Samstag für alle Menschen, die an Gottesdiensten und anderen Gemeindeveranstaltungen teilgenommen haben sowie für alle Gemeindemitglieder und deren Haushalte.

Zunächst sei die Mutter der Familie mit Krankheitssymptomen ins Krankenhaus gekommen und corona-positiv getestet worden, sagte Behördensprecher Wolfgang Andres. Bei weiteren Testungen habe sich gezeigt, dass auch der Vater und elf der 13 Kinder corona-positiv seien.

Nach der Familie sollen die Gemeindemitglieder noch diese Woche auf das Virus getestet werden - den Angaben zufolge rund 1000 Menschen. Alle Beteiligten und die Gemeinde verhielten sich kooperativ und unterstützten das Vorgehen "aktiv". Die Schule der Gemeinde sei geschlossen worden, auch Gottesdienste seien zunächst verboten.

Anmerkung der Redaktion: Zur Illustration dieses Blog-Eintrags war in einer früheren Version ein Foto zu sehen, das eine neuapostolische Kirche zeigt und nicht die betreffende mennonitische Gemeinde in Euskirchen. Wir haben das Foto entfernt und bitten, den Fehler zu entschuldigen.

7.7.2020 • 17:36 Uhr

Ärzte hebeln Maskenpflicht aus

Bundesweit stellt eine Initiative von Ärztinnen und Ärzten nach Recherchen von Report Mainz Atteste gegen die Maskenpflicht aus - auch ohne Untersuchung. Nach Einschätzung von Experten könnte dies strafrechtlich verfolgt werden. Führende Köpfe der Initiative "Ärzte für Aufklärung" vermuten hinter den Maßnahmen zur Einschränkung von Covid-19 eine große Verschwörung - in Videos stufen sie das Virus als nicht besonders gefährlich und eine Maske daher als nicht notwendig ein.

7.7.2020 • 17:07 Uhr

Gastland Kanada bleibt Frankfurter Buchmesse physisch fern

Die Frankfurter Buchmesse findet in diesem Jahr ohne den physischen Auftritt des Gastlandes Kanada statt. Kanada hat seinen Auftritt auf 2021 verschoben, teilten die Buchmesse und das kanadische Kulturministerium mit. Das Land werde jedoch in diesem Herbst bei der digitalen Buchmesse mit einer Kombination aus virtuellen Veranstaltungen und kleineren Zusammenkünften in Frankfurt vertreten sein.

Die Länder Spanien, Slowenien und Italien, die ab 2021 die jeweiligen Gastländer sein sollten, verschoben ihre Auftritte ebenfalls um jeweils ein Jahr. Buchmessen-Direktor Juergen Boos dankte den Gastländern für die Bereitschaft. So könne Kanada "seine Literatur und Kultur unter bestmöglichen Bedingungen" präsentieren. Der kanadische Minister für Kulturerbe, Steven Guilbeault, begrüßte die Entscheidung. So könne Kanada "die zahlreichen Vorteile, die einem Ehrengastland auf der Frankfurter Buchmesse zuteil werden, in vollem Umfang nutzen", sagte er.

Ein Schild in einem Fenster des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels kündigt die diesjährige Frankfurter Buchmesse an. | dpa

Ein Schild in einem Fenster des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels kündigt die diesjährige Frankfurter Buchmesse an. Bild: dpa

Die Frankfurter Buchmesse findet in diesem Jahr vom 14. bis zum 18. Oktober statt. Ein Hygienekonzept sieht bis zu 20.000 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände vor. Unter anderem sind zur Sicherheit größere Standflächen und mehr digitale Veranstaltungen geplant. Nur ein Drittel der Aussteller werde bei der Messe erwartet. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 300.000 Menschen, die Aussteller kamen aus 104 Ländern. Die Veranstaltung ist die weltweit größte Bücherschau.

7.7.2020 • 16:34 Uhr

Filmfestpiele Venedig mit kleinerem Programm

Die Filmfestspiele von Venedig wollen ihr Programm im September lediglich verkleinern, aber nicht absagen. Statt 55 sollten 50 Filme in die Auswahl kommen, teilten die Organisatoren der 77. Ausgabe des Festivals mit. Gezeigt werden sollen die Werke in den traditionellen Veranstaltungsorten, aber auch in zwei Außenanlagen.

Die Spiele sind vom 2. bis zum 12. September geplant. Wird der Zeitplan eingehalten, wäre es das erste große Filmfestival, seit die Corona-Pandemie die gesamte Branche praktisch zum Erliegen gebracht hat. Die Filmfestspiele könnten eine optimistische Botschaft an die Welt des Kinos aussenden, "die sehr unter dieser Krise gelitten hat", sagte Festivaldirektor Alberto Barbera.

7.7.2020 • 15:37 Uhr

EU kündigt Hilfen für Weinbauern an

Die EU-Kommission will die von der Pandemie hart getroffene Wein-Industrie unterstützen. Für bis zu sechs Monate sollen Wein-Produzenten von den Wettbewerbsregeln der Europäischen Union ausgenommen werden, um bei Produktion, Lagerung und Werbung zusammenarbeiten zu können, wie die Brüsseler Behörde ankündigte. Zudem stockt die Kommission ihren Anteil an nationalen Förderprogrammen für die Branche auf 70 Prozent von 60 Prozent auf.

Vor allem wegen der Schließung von Gaststätten und Restaurants erwartet die EU-Kommission, dass der Weinkonsum in diesem Jahr um acht Prozent zurückgeht. Die EU-Exporte sinken demnach um 14 Prozent, vor allem wegen gesunkener Nachfrage und erhobener Zölle in den USA.

Ein Winzer arbeitet in einem Weinberg in Lauffen am Neckar. | dpa

Ein Winzer arbeitet in einem Weinberg in Lauffen am Neckar. Bild: dpa

7.7.2020 • 15:22 Uhr

Brandenburg bleibt bei Verbot von Großveranstaltungen

In Brandenburg wird das Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen bis Ende Oktober verlängert. Darauf habe sich das Kabinett zur weiteren Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verständigt, teilte die Staatskanzlei im Anschluss in Potsdam mit. Damit werde die entsprechende Vereinbarung zwischen Bund und Ländern umgesetzt. Außerdem würden Planungssicherheit und rechtliche Sicherheit für die Zeit nach dem 31. August geschaffen.

Die Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen wie Volksfesten, Konzerten oder Sportevents sei zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung erforderlich, hieß es. "Die Pandemie ist noch nicht vorbei", betonte Gesundheitsstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer (Grüne). Die Zahl der Neuinfektionen sei dank der Eindämmungsmaßnahmen und des disziplinierten Verhaltens der Bürgerinnen und Bürger zwar auf einem niedrigen Niveau. Damit dies so bleibe, müssten alle jedoch weiter achtsam und solidarisch sein.

7.7.2020 • 15:12 Uhr

Sachsen plant Lockerungen - Maskenpflicht bleibt

Sachsen will vom 1. September an wieder Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen zulassen. Geplant sei auch, dass kleine Theater ihre Plätze ausschöpfen dürfen. Voraussetzung für die Lockerung ist, dass eine Kontaktnachverfolgung aller Teilnehmenden möglich ist. Darin eingeschlossen seien auch etwa Vorstellungen in der Dresdner Semperoper, wenn die Gäste personalisierte Daten hinterlassen, kündigte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) an.

Jahrmärkte, Volks- und Weinfeste sollen wieder erlaubt werden, wenn ein genehmigtes Hygienekonzept vorliege.

Bundesligist und Champions-League-Viertelfinalist RB Leipzig hatte vergangene Woche bereits ankündigt, dass das Gesundheitsamt Leipzig ein bestehendes Konzept "grundsätzlich mitträgt, wenn sich die Pandemielage weiter so positiv entwickelt". Das Konzept sieht vor, zunächst die Hälfte der Zuschauer zuzulassen. Für die Red Bull Arena entspräche das einer Kapazität von etwa 21.000 Zuschauern.

Festhalten wird Sachsen an der Maskenpflicht beim Einkauf und im öffentlichen Nahverkehr. Bleiben sollen auch die Kontaktbeschränkungen. Demnach sind Treffen von Mitgliedern aus zwei Hausständen beziehungsweise zehn Personen möglich. Ausnahmen soll es bei Betriebs- und Vereinsfeiern geben, bis zu 50 Personen seien dann erlaubt. Die neue Coronaschutzverordnung will das Kabinett am kommenden Dienstag beschließen. Sie gilt dann vom 18. Juli bis 30. August.

7.7.2020 • 14:49 Uhr

Thüringen verlängert Maßnahmen bis Ende August

Die Maskenpflicht und ein Großteil der Anti-Corona-Maßnahmen sollen in Thüringen bis Ende August verlängert werden. Darauf verständigte sich das Kabinett, wie ein Sprecher der Thüringer Staatskanzlei mitteilte. Auch das Abstandsgebot von 1,5 Metern soll bestehen bleiben.

Kleinere Änderungen sieht die neue Grundverordnung aber vor. So ist unter anderem geplant, dass Geschäfte und Kultureinrichtungen Menschen mit Erkältungssymptomen den Zutritt nicht mehr verweigern müssen. Außerdem entfällt für Gastwirte die Pflicht, im Außenbereich ihrer Wirtschaft die Kontaktdaten der Gäste einzusammeln. Für geschlossene Räume bleibt diese Pflicht bestehen. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sollen künftig zwei Besucher pro Patient oder Bewohner möglich sein.

7.7.2020 • 14:45 Uhr

Schwimmen erlaubt - mit zahlreichen Auflagen

Ein paar entspannte Stunden im Freibad - das ist in Deutschland wieder möglich. Allerdings mit jeder Menge Auflagen: Auf den Liegeflächen, im Wasser oder an den Rutschen gelten die Corona-Abstandsregeln. Besucher müssen außerdem bestimmte Zeitfenster einhalten. Etwas weniger beschränkt sind Aufenthalte an Badeseen.

7.7.2020 • 14:27 Uhr

Iran meldet 200 Todesfälle an einem Tag

Im Iran sind nach offiziellen Angaben binnen 24 Stunden 200 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben - so viele wie nie zuvor an einem Tag in dem Land. Insgesamt sei die Zahl der Todesfälle auf 11.931 gestiegen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen sei auf 245.688 geklettert. Gesundheitsminister Saeid Namaki gab eine deutliche Warnung aus: "Wenn das so weitergeht, gehen wir k.o", sagte er. Ziel sei es gewesen, die Zahl der Corona-Toten pro Tag unter 30 zu halten. Nun liege der Wert bei mehr als dem Sechsfachen.

Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang der erfassten Infektionen Ende Mai hatte der Iran die Anti-Corona-Maßnahmen gelockert und fast allen Branchen die Arbeit wieder erlaubt. Nach Ansicht von Experten haben jedoch gerade diese Lockerungen dazu geführt, dass nur noch etwa zehn Prozent der Bevölkerung die Hygienevorschriften ernst nahmen. Daraufhin stiegen die Zahlen wieder stark an.

7.7.2020 • 13:39 Uhr

Beschleunigtes Corona-Testverfahren vorgestellt

Ein Forscher-Team der Universität Bielefeld hat ein neues Verfahren erprobt, das Corona-Tests schneller und im großen Umfang möglich machen soll. Da Tests auf Sars-CoV-2 und deren Auswertung aktuell mehr als zwei Stunden dauerten, könne ein Labor pro Tag nur eine sehr begrenzte Zahl durchführen, erklärte die Hochschule. Das Bielefelder Verfahren liefere dagegen ein zehnmal schnelleres Ergebnis. "Der Test dauert nur rund 16 Minuten", sagte Christian Kaltschmidt vom Lehrstuhl für Zellbiologie. Die Methode sei zudem kostengünstig.

Vereinfacht gesagt, werden dazu genetische Überreste des Virus - die sich bei Infizierten in Abstrichen aus Nase oder Rachen finden lassen - in einem technischen Verfahren vervielfältigt. So lassen sie sich leichter nachweisen. Pro Stunde seien rund 570 Auswertungen möglich, hieß es.

7.7.2020 • 13:34 Uhr

OECD sieht schwerste Krise seit Jahrzehnten

Die Corona-Krise hat die schwersten wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen seit fast 100 Jahren verursacht. So lautet das Zwischenfazit der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nach den ersten Monaten der Pandemie. Erneut hat die Organisation die Arbeitslosenquote der 37 Mitgliedstaaten verglichen - sie könnte bis Ende des Jahres ein Rekordhoch erreichen.

7.7.2020 • 12:50 Uhr

Krankenhäuser sehen sich gut gerüstet für zweite Welle - trotz finanzieller Einbußen

Viele Krankenhäuser haben wegen der Corona-Krise nicht notwendige Operationen aufgeschoben oder abgesagt. Das half zwar, die vielen Corona-Kranken zu versorgen, riss aber teilweise große Löcher in die Etats der Kliniken. Um den Krankenhäusern finanziell unter die Arme zu greifen, soll noch in dieser Woche eine Stufenlösung für Ausgleichszahlungen in Kraft treten. Diese soll den bislang geltenden Rettungsschirm der Bundesregierung ersetzen.

Insgesamt sehen sich die deutschen Krankenhäuser für eine mögliche zweite Corona-Welle gut gerüstet. Das erklärte die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) in Berlin. Allerdings dürfe es nicht mehr zu Problemen bei der Beschaffung von Material wie Schutzmasken und Schutzkitteln wie am Anfang der Pandemie im März kommen. "Wir brauchen eine bessere Bevorratung von Schutzmaterial und Schutzausrüstung als am Beginn der Pandemie", forderte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum.

7.7.2020 • 12:33 Uhr

Lufthansa streicht Stellen in Verwaltung und Führungsetagen

Die von der Corona-Krise hart getroffene Lufthansa setzt weiter den Rotstift an. In der Verwaltung der Lufthansa AG sollen 1000 Stellen gestrichen werden, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Die Anzahl der Führungskräftestellen soll konzernweit um 20 Prozent reduziert werden. Nach der Verkleinerung des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG sollen auch die Vorstands- und Geschäftsführungsgremien der Töchter schrumpfen. Im ersten Schritt wurde die Anzahl der Gremienmitglieder bei Lufthansa Cargo AG, LSG Group und Lufthansa Aviation Training um jeweils eine Position verringert.

Rein rechnerisch hat die Lufthansa nach eigenen Angaben in der Corona-Krise konzernweit 22.000 Vollzeitstellen zuviel an Bord. Das Unternehmen will weiterhin betriebsbedingte Kündigungen nach Möglichkeit vermeiden. Lufthansa verhandelt derzeit mit ver.di und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit über Sparbeiträge der Beschäftigten zur Bewältigung der Corona-Flaute. Für die Kabine hat die Gewerkschaft Ufo bereits eine Vereinbarung getroffen.

7.7.2020 • 12:09 Uhr

Gütersloher dürfen wieder nach MV

Nachdem im Kreis Gütersloh die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner deutlich unter den Grenzwert von 50 gesunken ist, dürfen Touristen aus diesem Kreis ohne Auflagen wieder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Dies geht aus dem täglichen Bericht des Landesamt für Gesundheit und Soziales hervor.

7.7.2020 • 12:00 Uhr

Deutschland importiert weniger Eis

Deutschland importiert in der Corona-Zeit weniger Eis. Von Januar bis April waren es 45.000 Tonnen und damit fast 13 Prozent weniger als vor Jahresfrist, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Fast zwei Drittel kamen aus den Nachbarstaaten Belgien, Frankreich und Polen. In den vergangenen Jahren hat die Nachfrage nach Eis aus dem Ausland zugenommen. 2019 wurden insgesamt rund 155.000 Tonnen Speiseeis importiert und damit fast doppelt so viel wie noch zehn Jahre zuvor (2009: 87.000 Tonnen). Anders als die Importe sanken die Exporte zuletzt kaum: Von Januar bis April lieferten deutsche Firmen 60.000 Tonnen Eis ins Ausland und damit zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Ziel war vor allem Frankreich, Österreich und Großbritannien.

 Eine Frau kauft bei sonnigem Wetter drei Kugeln Eis in einer Waffel.  | dpa

Eine Frau kauft bei sonnigem Wetter drei Kugeln Eis in einer Waffel. Bild: dpa

7.7.2020 • 11:42 Uhr

Welthungerhilfe: Bis zu einer Milliarde Hungernde weltweit

Die Welthungerhilfe hat vor verheerenden Folgen der Corona-Pandemie für die ärmsten Menschen gewarnt. Die Zahl der Hungernden drohe weltweit auf eine Milliarde Menschen anzusteigen, erklärte die Hilfsorganisation anlässlich der Vorstellung ihres Jahresberichts 2019. Immer mehr Menschen würden in absolute Armut fallen und könnten ohne Hilfe nicht überleben. Zu der Pandemie komme in vielen Regionen Afrikas und Asiens die Heuschreckenplage hinzu.

"Die Corona-Pandemie funktioniert wie ein Brandbeschleuniger für ohnehin schon bestehende Krisen", erklärte Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe. In der Folge drohe die Zahl der Hungernden auch aufgrund des Klimawandels und der weltweiten Kriege auf eine Milliarde zu steigen. "Die Vielzahl der Krisen könnte ein Ausmaß annehmen, wie wir es bisher noch nie erlebt haben", warnte Mogge. Afrika südlich der Sahara werde darunter besonders leiden.

 

7.7.2020 • 11:19 Uhr

Lockerungen in Gütersloh

Nach der gerichtlichen Aufhebung der Corona-Beschränkungen im Kreis Gütersloh wird es keinen neuen Maßnahmen für einzelne Gemeinden des Kreises geben. Das erklärte des NRW-Gesundheitsministerium. Die Einschränkungen würden nun vollständig auf die bereits verhängten Quarantänemaßnahmen für infizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tönnies-Fabrik und bei Bedarf auf ihre Familien begrenzt.

Viele Menschen in der Stadt nutzten die Gelegenheit - und das gute Wetter - um wieder in der Stadt zu flanieren oder Bekannte zu treffen. Neben Bars waren auch Fitnessstudios und Schwimmbäder geschlossen. Mit dem Gerichtsurteil dürfen diese nun wieder öffnen. Das gleiche gilt für Spielplätze.

7.7.2020 • 11:13 Uhr

6368 Neuinfektionen in Russland

Die russischen Behörden melden 6368 nachgewiesene Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden. Damit steigt die Gesamtzahl auf 694.230. Knapp 464.000 Menschen seien wieder genesen. 198 weitere Menschen seien im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesopfer steigt damit auf 10.494.

7.7.2020 • 10:17 Uhr

EU-Kommission korrigiert Konjunkturprognose weiter nach unten

Die Corona-Krise trifft die europäische Wirtschaft nach Einschätzung der EU-Kommission härter als zunächst vermutet. Die Brüsseler Behörde korrigierte ihre Konjunkturprognose für das Jahr 2020 nach unten und geht nun von einem Einbruch der Wirtschaftsleistung der EU-Länder um 8,3 Prozent aus. Für die Länder der Eurozone wird für das laufende Jahr ein Rückgang von 8,7 Prozent erwartet. 

Bereits Anfang Mai hatte die Kommission in ihrer Frühjahrsprognose mitgeteilt, dass die Corona-Krise die EU-Länder in eine beispiellose Rezession treibe. Damals war sie allerdings noch von einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um 7,7 Prozent für die Euroländer und 7,4 Prozent für alle 27 EU-Staaten ausgegangen.

Besonders düster sind die Aussichten für die schwer von der Corona-Pandemie getroffenen Euroländer Frankreich, Italien und Spanien: Hier wird ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um mehr als zehn Prozent erwartet. Für Deutschland sagt die Prognose einen Rückgang von 6,3 Prozent voraus.

7.7.2020 • 09:53 Uhr

Mehrere britische Pubs schließen wegen Corona-Infektionen

Kurz nach der Wiederöffnung sind mehrere Pubs in England wegen Coronavirus-Infektionen von Gästen wieder geschlossen worden. Betroffen sind mindestens drei Kneipen in Burnham-on-See an der Südwestküste, in Batley im nördlichen England und in Alverstoke im Süden. Die Pubs seien gründlich gereinigt und die Mitarbeiter getestet worden, teilten die Betreiber in sozialen Medien mit.

Nach mehr als dreimonatiger Schließung wegen der Pandemie durften am vergangenen Samstag die beliebten Kneipen im größten Landesteil Großbritanniens wieder öffnen. Es gelten strenge Auflagen, beispielsweise müssen Pub-Besucher ihre Kontaktdaten hinterlassen. Bestellungen dürfen nur am Tisch oder per App aufgenommen werden. Kritiker halten die Lockerungen für verfrüht.

Menschen feiern in Soho, London, die Wiedereröffnung der Bars und Pubs. | VICKIE FLORES/EPA-EFE/Shuttersto

Tausende Menschen feierten am Wochenende in London, die Wiedereröffnung der Bars und Pubs. Der Hygieneabstand wurde dabei nur selten eingehalten. Bild: VICKIE FLORES/EPA-EFE/Shuttersto

7.7.2020 • 09:21 Uhr

Absatz von BMW bricht im zweiten Quartal ein

BMW hat in der Coronakrise im abgelaufenen Quartal ein Viertel weniger Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum. Angesichts monatelanger Werks- und Händlerschließungen in aller Welt brach die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge von April bis Juni um 25,3 Prozent auf 485.701 ein, wie der Konzern mitteilte. Gebremst wurde die Talfahrt von einer Absatzsteigerung in China.

Besonders stark verloren weltweit die Kleinwagenmarke Mini mit 38,2 Prozent und die Luxusmarke Rolls-Royce mit 46,8 Prozent. Die Kernmarke BMW verkaufte 23,2 Prozent weniger Autos als vor Jahresfrist. Vergleichsweise glimpflich war der Rückgang der verkauften Elektrofahrzeuge mit 4,9 Prozent. Deren Zahl stand jedoch mit 31.095 lediglich für 6,4 Prozent des Konzernabsatzes.

7.7.2020 • 08:54 Uhr

Schweizer Masken fallen beim TÜV durch

Atemschutzmasken "made in Switzerland" sind bei einer ersten Prüfung des TÜV Nord durchgefallen. Es sei kein formaler, sondern ein technischer Grund gewesen, sagte der Leiter des Labors, Dirk Grenschen, dem Schweizer Sender SRF. Welche Mängel das Institut beanstandete, sagte er nicht. Es müssten aber Verbesserungen an der Maske vorgenommen werden.

Die Firma Flawa in Flawil 70 Kilometer östlich von Zürich hatte bereits zuvor über den Rückschlag informiert. Von rund 40 Prüfkriterien sei ein Punkt moniert worden. Die Firma machte geltend, dass sie innerhalb kürzester Zeit ein neues Geschäftsfeld hätte aufbauen müssen.

Die Schweizer Produktion hätte eigentlich schon im April anlaufen sollen. Avisiert waren zu dem Zeitpunkt bereits 64.000 Masken pro Tag, um weniger abhängig von ausländischen Importen zu sein. Die Schweiz hatte zu Beginn der Corona-Krise angesichts des Mangels an Schutzmasken den Aufbau einer eigenen Produktion beschlossen. Die Lieferung der Maschinen aus China, die zur Herstellung der Masken benötigt werden, verzögerte sich aber.

7.7.2020 • 08:10 Uhr

Melbourne erlässt neue Beschränkungen

Wegen steigender Infektionszahlen hat der Premier der australischen Provinz Victoria eine sechswöchige Ausgangsbeschränkung für die Millionenstadt Melbourne erlassen. Von Donnerstag an dürfen Bewohner ihre Häuser nur noch aus vier Gründen verlassen: Wenn sie notwendige Dinge einkaufen müssen, zur Arbeit gehen, Angehörige versorgen oder Sport treiben. Das erklärte der Regierungschef des Bundesstaates, Daniel Andrews. Insgesamt sind etwa fünf Millionen Menschen betroffen.

7.7.2020 • 07:36 Uhr

Scholz sieht deutsche Wirtschaft wieder im Aufwind

Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht den Tiefpunkt des durch die Corona-Pandemie ausgelösten Konjunktureinbruchs in Deutschland überwunden. Nach seiner Einschätzung merke jeder inzwischen, dass sich "die wirtschaftlichen Zahlen langsam wieder verbessern", sagte Scholz dem Nachrichtenportal "The Pioneer". "Der Wumms ist schon spürbar", betonte der Minister.

Er verteidigte die Rekord-Neuverschuldung in diesem Jahr. Es sei wichtig gewesen, schnell und effizient auf die Corona-Krise zu reagieren. Zum Konjunkturprogramm der Bundesregierung gehören die Absenkung der Mehrwertsteuer für ein halbes Jahr, Hilfen für Familien und Unternehmen sowie Unterstützung für Kommunen. Vorgesehen ist eine Neuverschuldung des Bundes in Höhe von 217,8 Milliarden Euro.

7.7.2020 • 07:14 Uhr

Armen Ländern droht Ausbruch vermeidbarer Krankheiten

Entwicklungsländern drohen wegen der Corona-Pandemie neue Ausbrüche von Krankheiten, die durch Impfungen vermeidbar wären. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervorgeht, haben viele Länder die Massenimpfungskampagnen gegen Krankheiten wie Cholera, Masern, Meningitis, Kinderlähmung, Tetanus, Typhus und Gelbfieber ausgesetzt. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe empfohlen, Impfkampagnen vorübergehend zu stoppen, um große Ansammlungen von Menschen zu vermeiden.

Wie es in der Antwort des Gesundheitsministeriums weiter heißt, könnte es unter anderem in Äthiopien, Bangladesch, Burkina Faso, dem Kongo, Nigeria, Pakistan, Senegal, Tschad und der Zentralafrikanischen Republik in diesem Jahr zu einem Anstieg lebensbedrohlicher Erkrankungen kommen.

7.7.2020 • 06:25 Uhr

390 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 390 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 196.944 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI meldete (Datenstand 7.7., 0.00 Uhr). 9024 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland, acht mehr im Vergleich zum Vortag.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 0,97 (Vortag: 0,96). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel in etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

7.7.2020 • 06:05 Uhr

DLRG befürchtet mehr Badeunfälle in Deutschland

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) befürchtet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr mehr Badeunfälle in Deutschland. "Es zieht in diesem Sommer mehr Menschen an heimische Gewässer, da viele nicht in den Urlaub fliegen", sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese der Nachrichtenagentur AFP. Derzeit sei aber "noch keine absolute Spitze" an Badeunfälle zu beobachten.  Es sei ein generelles Problem, dass Menschen an unbewachten Gewässern baden gehen, wo es keine Rettungsschwimmer gebe. Etwa 80 Prozent aller jährlichen Ertrinkungsfälle in Deutschland passieren dort, wo es keine Aufsicht gebe. "Wegen Corona könnte das mehr werden", warnte Wiese.

7.7.2020 • 04:59 Uhr

Ver.di-Vorstandsmitglied: Maskenpflicht im Handel ist notwendig

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat sich gegen eine Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel ausgesprochen. Die Corona-Pandemie sei nach wie vor präsent, dasselbe müsse auch für die Schutzmaßnahmen einschließlich des Maskentragens gelten, sagte Stefanie Nutzenberger, die im ver.di-Vorstand für den Handel zuständig ist, der "Welt". "Deshalb gefährdet eine Aufhebung der Maskenpflicht Beschäftigte, aber auch Kundinnen und Kunden gleichermaßen. Daher macht die Beibehaltung der Maskenpflicht im Handel Sinn und ist notwendig." Eine Aufhebung der Maskenpflicht hatte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) in der "Welt am Sonntag" für sein Land angeregt. Er erhielt für diesen Vorstoß fast ausnahmslos negative Reaktionen

7.7.2020 • 03:35 Uhr

EU-Kommission stellt neue Konjunkturprognose vor

Zum Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise legt die EU-Kommission heute ihre neue Konjunkturprognose vor. Schon Anfang Mai hatte die Brüsseler Behörde die schwerste Rezession in der Geschichte der Europäischen Union vorhergesagt. Nun hat sie die Daten nach den Monaten der coronabedingten Einschränkungen angepasst. Es geht auch um die Frage, wie schnell sich die europäische Wirtschaft erholen kann.

7.7.2020 • 03:07 Uhr

UN-Generalsekretär: Terrorgruppen könnten Pandemie ausnutzen

Islamisten und Rechtsextremisten könnten die Pandemie nach den Worten von UN-Generalsekretär António Guterres für ihre Zwecke nutzen. Die Corona-Krise eröffne Gruppen wie dem "Islamischen Staat", Al-Kaida sowie deren Ablegern, aber auch Neonazis, weißen Rassisten und Hassgruppen neue Möglichkeiten, warnte Guterres. Zwar sei es zu früh, die Auswirkungen der Pandemie auf den Terrorismus einzuschätzen. Doch strebten all diese Gruppen danach, Spaltungen, lokale Konflikte, Fehler in der Regierungsführung sowie andere Probleme zu nutzen, um ihre Ziele voranzutreiben.

7.7.2020 • 02:28 Uhr

Quarantäne-Zentren voll: Neuseeland schränkt internationale Flüge ein

Damit die Quarantäne- und Isolationszentren des Landes in der Corona-Pandemie nicht an ihre Kapazitätsgrenzen geraten, hat die neuseeländische Regierung vorübergehend die Buchung internationaler Flüge eingeschränkt. Die nationale Fluglinie Air New Zealand habe einem kurzfristigen Buchungsstopp zugestimmt, teilte Wohnungsministerin Megan Woods mit. Mit der Maßnahme solle sichergestellt werden, dass für alle Heimkehrer genügend Plätze für eine geordnete Isolation oder Quarantäne zur Verfügung stünden, sagte sie zur Begründung. Neuseeland hat seine Grenze wegen der Corona-Pandemie seit März geschlossen

7.7.2020 • 02:28 Uhr

Bewegender Trauergottesdienst für die 28.000 Corona-Toten in Spanien

Mit einem bewegenden Trauergottesdienst hat Spanien die knapp 28.400 Todesopfer der Corona-Pandemie geehrt. An der Messe in der Madrider Almudena-Kathedrale nahmen am späten Abend unter anderem König Felipe VI., Königin Letizia, Kronprinzessin Leonor (14) und Infantin Sofía (13) teil. Die Royals trugen wie alle anderen rund 400 Teilnehmer Schutzmasken. Unter den Besuchern waren neben ranghohen Politikern auch rund 70 Hinterbliebene der Opfer sowie zahlreiche Vertreter des spanischen Gesundheitspersonals, das sich in der Krise aufopferungsvoll um die Corona-Kranken gekümmert hatte. Viele Tausend Ärzte und Pfleger infizierten sich mit dem Virus und starben.

Felipe VI., König von Spanien, Königin Letizia, Kronprinzessin Leonor und Infantin Sofía (l-r) nahmen an der Messe in der Almudena-Kathedrale in Madrid teil. | dpa

Felipe VI., König von Spanien, Königin Letizia, Kronprinzessin Leonor und Infantin Sofía (l-r) nahmen an der Messe in der Almudena-Kathedrale in Madrid teil. Bild: dpa

7.7.2020 • 02:28 Uhr

Brasiliens Präsident Bolsonaro unterzieht sich Corona-Test

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sich einem Corona-Test unterzogen. Das Ergebnis des Abstrichs steht noch aus. Bolsonaro erklärte derweil seinen Anhängern vor dem Präsidentenpalast, dass eine zusätzliche Untersuchung seiner Lunge keine Hinweise auf Covid-19 gezeigt habe. Lokale Medien hatten zuvor berichtet, dass der Präsident Symptome der Atemwegserkrankung zeige. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.