Eine Krankenschwester im Schutzanzug Karolinska-Krankenhaus nahe Stockholm. | AFP
Liveblog

Liveblog zum Nachlesen R-Wert sinkt auf 0,89

Stand: 02.06.2020 23:00 Uhr

Die Reproduktionszahl ist nach RKI-Angaben wieder unter die kritische Marke von 1,0 gerutscht. Frankreich erwartet eine tiefe Rezession. In Spanien ist seit zwei Tagen kein neuer Corona-Todesfall gemeldet worden. Der Liveblog zum Nachlesen.


  • Keine neuen Toten in Spanien seit Sonntag
  • Immer weniger Patienten auf deutschen Intensivstationen
  • Mehr Hartz-IV-Aufstocker wegen Corona
  • Wuhan meldet nach Massentests keine neuen Fälle
  • Göttinger Krisenstab droht mit Einweisungen
2.6.2020 • 23:00 Uhr

Ende des heutigen Liveblogs

Für heute beenden wir unseren Liveblog. Vielen Dank für Ihr Interesse und bleiben Sie gesund.

2.6.2020 • 22:16 Uhr

R-Wert fällt unter 1,0

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wieder unter die kritische Marke von 1,0 gerutscht, nämlich auf 0,89. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Montag lag der R-Wert noch bei 1,20. Die geschätzte Zahl von registrierten und noch aktiven Corona-Fällen in Deutschland beträgt derzeit rund 7100. Die Zahl der Neuinfektionen verharrt weiter auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI 213 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet.

2.6.2020 • 21:16 Uhr

Mehr als 100 Corona-Tote in Frankreich

Erstmals seit 13 Tagen sind in Frankreich wieder mehr als 100 Corona-Tote binnen eines Tages registriert worden. Die Gesamtzahl der Verstorbenen kletterte nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 107 auf 28.940.

2.6.2020 • 20:07 Uhr

Frankreich erwartet noch tiefere Rezession

Frankreich erwartet eine noch tiefere Rezession als bislang prognostiziert. Finanzminister Bruno Le Maire sagte dem Radiosender RTL, dass die Regierung nun ein Schrumpfen der Wirtschaft um elf Prozent im laufenden Jahr vorhersagt. Bislang hatte sie ein Minus von acht Prozent prognostiziert. Wenn die Vorhersage zutrifft, wäre die Rezession die schwerste seit dem Zweiten Weltkrieg. Nach wochenlangen Sperren wegen der Corona-Pandemie öffneten am Dienstag wieder Cafés und Restaurants in Paris. Das Rathaus hat die Nutzung von Außenbereichen gestattet, doch drinnen dürfen bis mindestens 22. Juni keine Gäste bewirtet werden.

2.6.2020 • 19:38 Uhr

Britisches Parlament stellt virtuelle Abstimmungen wieder ein

Trotz Bedenken angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie will das britische Parlament keine virtuellen Abstimmungen mehr zulassen. Eine Mehrheit der Abgeordneten des Unterhauses stimmte für eine Einstellung der wegen der Pandemie eingeführten Ausnahmeregelung, die es Parlamentariern vorübergehend ermöglichte, per Videoschalte an Parlamentsdebatten und Abstimmungen teilzunehmen. Die Regierung des konservativen Premierministers Boris Johnson hatte sich für ein Ende der Ausnahmeregelung eingesetzt.

2.6.2020 • 18:44 Uhr

5 Milliarden Euro für Familien denkbar

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagt, für Familien mit Kindern könnten im Rahmen des Konjunkturpakets einmalig fünf Milliarden Euro eingesetzt werden. Darüber berate der Koalitionsausschuss momentan.

2.6.2020 • 18:21 Uhr

EU-Kommission schlägt mehr Geld für Landwirte und Fischer vor

Landwirte und Fischer sollen nach Plänen der EU-Kommission stärker vom EU-Haushalt der kommenden Jahre profitieren als bislang vorgesehen. Mit weiteren Zuwendungen in Milliardenhöhe sollten vor allem die Folgen der Corona-Krise bekämpft und der europäische "Green Deal" für ein klimaneutrales Europa bis 2050 vorangetrieben werden, teilte die Brüsseler Behörde mit. Im Vergleich zu Plänen von 2018 sehen die Vorschläge für die Landwirtschaft in den kommenden sieben Jahren ein Plus von rund 24 Milliarden Euro vor. Davon sollen 15 Milliarden Euro aus dem Corona-Wiederaufbauplan kommen, den Kommissionschefin Ursula von der Leyen vergangene Woche vorgestellt hat. Dieses Geld soll vor allem in die Entwicklung des ländlichen Raums fließen und beispielsweise mehr Artenvielfalt ermöglichen.

2.6.2020 • 17:54 Uhr

Weil will höhere Corona-Hilfen für Familien

Mit Blick auf das Corona-Konjunkturpaket des Bundes hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für eine doppelt so hohe Einmalzahlung pro Kind ausgesprochen. Der Betrag solle auf 600 Euro erhöht werden, sagte Weil der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Geplant waren bislang 300 Euro pro Kind. Damit würde man eine Bevölkerungsgruppe würdigen, die in den vergangenen Monaten besonders gelitten habe. Bereits zuvor hatte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ebenfalls 600 Euro pro Kind ins Gespräch gebracht.

2.6.2020 • 17:37 Uhr

Keine neuen Toten in Spanien seit Sonntag

In Spanien ist seit zwei Tagen kein neuer Corona-Todesfall gemeldet worden. Die Zahl der Gestorbenen verharrte nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Dienstag auf dem Niveau von Sonntag bei 27.127. Hinzu kamen seit Montag 137 neue Infektionen, damit sind nunmehr insgesamt 239.932 Corona-Fälle bestätigt worden.

2.6.2020 • 17:30 Uhr

Kleine Firmen bekommen Fixkosten-Zuschuss

Der CDU-Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann sagt, kleinere Unternehmen werden im Rahmen des Konjunkturpakets einen Zuschuss zu den Fixkosten bekommen. Es gehe um eine Erstattung von bis zu 80 Prozent der Fixkosten, maximal aber 50.000 Euro pro Monat, wenn Firmen zum Vorjahr einen Umsatzeinbruch von mindestens 60 Prozent nachweisen könnten. Das würde dem Konzept von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) entsprechen.

2.6.2020 • 17:26 Uhr

Immer weniger Patienten auf deutschen Intensivstationen

Die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung ist über die vergangenen Wochen in Deutschland deutlich zurückgegangen. Laut dem DIVI-Intensivregister wurden nach heutigem Stand 689 an Covid-19 erkrankte Menschen auf Intensivstationen betreut, etwa die Hälfte von ihnen wurde beatmet. Mitte April waren es zeitweise noch mehr als 2900 Patienten gewesen. Zwar müssen die Kliniken die Belegung ihrer Intensivbetten an das Register melden, trotzdem schwankt die tägliche Zahl der meldenden Klinik-Standorte.

2.6.2020 • 16:29 Uhr

Koalitionsausschuss vertagt sich

Die Autokauf-Prämie sorgt für Streit im Koalitionsausschuss. Das Gremium hat sich deshalb bis Mittwoch vertagt. Ziel ist es, nach dem Wirtschaftseinbruch in der Corona-Krise Schub für einen neuen Aufschwung zu geben.

2.6.2020 • 16:04 Uhr

Zurückgekehrte Venezolaner in Lager gesperrt

Viele Venezolaner haben aus wirtschaftlichen Gründen ihre Heimat verlassen. Doch in der Corona-Krise kehren sie nun nach Hause zurück, um zumindest bei ihren Familien zu sein. Sobald sie wieder in ihrer Heimat sind, werden sie in Quarantänelager gesperrt, Kontakt nach draußen ist verboten, berichtet ARD-Korrespondentin Anne-Katrin Mellmann.

2.6.2020 • 15:57 Uhr

Mehr Hartz-IV-Aufstocker wegen Corona

Zehntausende Arbeitnehmer und Selbstständige haben in der Corona-Krise wegen wegbrechender Einnahmen zusätzliche Unterstützung beim Jobcenter beantragt. Die Linke im Bundestag verweist auf entsprechende Daten der Bundesagentur für Arbeit.

Demnach gab es im April rund 51.000 Arbeitnehmer und 33.000 Selbstständige, die neu in der Statistik der Hartz-IV-Aufstocker auftauchten. Üblicherweise zählt die Monatsstatistik der BA in diesem Bereich bei den Selbstständigen weniger als 2000 und bei den Arbeitnehmern höchstens 10.000 bis 13.000 Neuzugänge pro Monat.

2.6.2020 • 15:52 Uhr

Fleischbetrieb in Dissen arbeitet probeweise wieder

Nach gut zwei Wochen Zwangspause wegen eines Corona-Ausbruchs hat eine Fleischfirma in Dissen im Kreis Osnabrück wieder mit dem stufenweisen Probebetrieb begonnen. Ein Übergang in den Regelbetrieb hänge davon ab, dass nicht weitere Infektionen auftreten, sagte ein Sprecher des Landkreises. Der Betreiber habe zuvor ein umfassendes Hygienekonzept erstellen müssen.

In dem Fleischzerlegebetrieb Westcrown hatten sich Mitte Mai zunächst 92 Beschäftigte mit dem neuen Coronavirus angesteckt. In einer zweiten Testrunde wurden 54 weitere Infizierte gefunden. Kontaktpersonen mussten in Quarantäne. Der Betrieb wurde eingestellt.

2.6.2020 • 15:51 Uhr

Wuhan meldet nach Massentests keine neuen Fälle

Die Behörden in der chinesischen Millionenstadt Wuhan - Ausgangspunkt der Pandemie - haben nach eigenen Angaben bei Massentests keine neuen Covid-19-Fälle gefunden. Die Überprüfung von 9,9 Millionen Einwohnern von Mitte Mai bis Montag habe zwar 300 symptomlose Infizierte aufgespürt. Diese seien jedoch nicht ansteckend.

Die Stadt mit insgesamt etwa elf Millionen Einwohnern in der Provinz Hubei wurde vom 23. Januar bis zum 8. April abgeriegelt. Hier wurden die meisten der 83.022 in China offiziell gemeldeten Infektionen und 4634 Todesfälle verzeichnet.

2.6.2020 • 15:37 Uhr

"Robuste Ansprache" in Göttingen

Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen mit nunmehr knapp 70 Infizierten droht der Krisenstab der Landesregierung möglichen Quarantäne-Brechern mit einer Einweisung. Wer sich nicht an die Auflagen halte, begehe eine Straftat und könne vom Gericht in eine geschlossene Einrichtung überstellt werden. Dutzende mögliche Betroffene waren am Pfingstwochenende zunächst nicht freiwillig zu einem Test erschienen. Nach einem "robusten Zugehen" auf die Betroffenen mit Unterstützung der Polizei "läuft das jetzt auch", sagte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabes, Claudia Schröder.

2.6.2020 • 15:14 Uhr

Bahn zählt 750.000 Fernreisende über Pfingsten

Am langen Pfingstwochenende haben wieder mehr Reisende auf die Bahn gesetzt als zuletzt in der Corona-Krise. Die Deutsche Bahn verzeichnete rund 750.000 Kunden im Fernverkehr, wie der Konzern mitteilte. Das waren zumindest etwa halb so viele Fahrgäste wie vor einem Jahr. Auch am verlängerten Himmelfahrts-Wochenende zuvor waren rund 750.000 Reisende im Fernverkehr unterwegs. Damit sieht die Bahn nach eigenen Angaben "eine allmähliche Erholung der Fahrgastzahlen" - und einen Erfolg ihrer genaueren Auslastungsanzeige im Fernverkehr sowie der nach dem Corona-"Grundangebot" wieder ausgeweiteten Fahrpläne. Als Folge der Corona-Pandemie war der Fernverkehr zeitweilig um rund 90 Prozent eingebrochen.

2.6.2020 • 15:06 Uhr

65 Milliarden Euro für Russlands Wirtschaft

Die russische Regierung will mit einem riesigen Konjunkturpaket die Wirtschaft des Landes in der Corona-Krise unterstützen. Das Programm werde ein Gesamtvolumen von rund fünf Billionen Rubel (rund 65 Milliarden Euro) umfassen, sagte Ministerpräsident Michail Mischustin bei einer live übertragenen Videoschalte mit Präsident Wladimir Putin. Vorgesehen seien mehr als 500 einzelne Maßnahmen. Das Programm sei auf zwei Jahre angelegt, sagte Mischustin. Ziel sei es, die durch die Pandemie schwer getroffene Wirtschaft des Landes bis Ende dieses Jahres zu stabilisieren. In der zweiten Hälfte des nächsten Jahres solle dann eine stabiles Wachstum erreicht werden.

Russlands Präsident Putin in einer Videoschalte mit Ministerpräsident Mischutsin | via REUTERS

Russlands Präsident Putin in der Videoschalte mit Ministerpräsident Mischutsin Bild: via REUTERS

2.6.2020 • 14:45 Uhr

Experte kritisiert Diskriminierung Behinderter in Corona-Krise

Experten aus der Behindertenhilfe kritisieren in scharfer Weise eine ihrer Auffassung nach andauernde Diskriminierung von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Corona-Krise. "Allerorten sollen Lockerungen die Rückkehr zur Normalität bewirken, aber Menschen mit Beeinträchtigung bleiben außen vor", mahnte Thomas Bretschneider, Vorstand des Behindertenhilfe-Trägers Martinsclub in Bremen. So dürften sich Menschen aus verschiedenen Haushalten wieder besuchen, doch "für Bewohner betreuter Wohnformen gelten strengere Regeln". Ihnen drohe beim Verlassen ihrer Einrichtung eine 14-tägige Quarantäne auf ihrem Zimmer. Zudem gebe es kein Konzept, um Schülern mit Beeinträchtigungen ihr Grundrecht auf Bildung uneingeschränkt zu ermöglichen. Unklar sei auch, warum touristische Aktivitäten wieder möglich seien, Gruppenreisen behinderter Menschen jedoch verboten blieben: "Das sind nur einige Beispiele für die gegenwärtig stattfindende Diskriminierung."

Menschen mit einer Behinderungen hätten den Stempel "Risikogruppe" aufgedrückt bekommen. Der Schutz dieser Risikogruppen gelte als Maßgabe für alle Anordnungen. Unklar sei aber, auf welcher Rechtsgrundlage darüber entschieden werde, dass der Schutz eines Personenkreises wichtiger sei als dessen Freiheit und Selbstbestimmung.

2.6.2020 • 14:36 Uhr

Laut SPD-Sprecherin heute noch keine Entscheidung zu Konjunkturpaket

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD nehmen sich mehr Zeit für die Beratungen über das milliardenschwere Konjunkturpaket, das die Wirtschaft nach dem Einbruch durch die Viruskrise wieder ankurbeln soll. Noch vor Beginn des Koalitionsausschusses um kurz nach 14 Uhr verständigten sich die Koalitionspartner nach Angaben einer SPD-Sprecherin darauf, am Dienstag noch keine Entscheidung zu treffen. Der Vorschlag sei aus der Union gekommen. Es solle zunächst bis 23.00 Uhr verhandelt werden. Die Beratungen würden dann am Mittwoch nach der Kabinettssitzung fortgesetzt, sagte eine Parteisprecherin der Nachrichtenagentur Reuters.

Bei dem Konjunkturpaket zeichneten sich zahlreiche Streitpunkte ab, bei denen die Konfliktlinien zum Teil quer durch die Parteien laufen. Eine der größten Differenzen rankt sich um die Frage, ob es eine Kaufprämie auch für Verbrennerautos geben soll. "Eine Kaufprämie für Autos der Verbrennertechnik wird es mit uns nicht geben", sagte SPD-Chefin Saskia Esken unmittelbar vor Beginn der Gespräche. Co-Parteichef Norbert Walter-Borjans sprach von rund 60 Punkten für die Verhandlungen: "Es wird sich lange hinziehen und vermutlich auch heute nicht zu Ende gehen."

2.6.2020 • 13:55 Uhr

Ischgl: Behörde stellt Unterlagen sicher

Bei Ermittlungen zur Rolle des österreichischen Wintersportorts Ischgl in der Corona-Krise hat die Staatsanwaltschaft Tirol zahlreiche Unterlagen und Daten sichergestellt. Das umfangreiche Material werde nun gesichtet und geprüft, teilte ein Sprecher mit.

Die Behörde ermittelt wegen des Verdachts der Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten gegen unbekannte Täter. Ischgl in Tirol gilt als Hotspot, der maßgeblich zur Verbreitung des Coronavirus in Teilen Europas beigetragen haben soll. Eine Frage ist, ob gemäß vorliegenden Erkenntnissen rechtzeitig gehandelt wurde. Dem Land Tirol und der Tourismusbranche wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Ausbreitung reagiert und zu spät den Skibetrieb gestoppt zu haben.

2.6.2020 • 13:31 Uhr

Russland beginnt klinische Impfstoff-Tests bei Soldaten

Russland beginnt mit klinischen Tests eines selbst entwickelten Impfstoffs gegen das Coronavirus an Soldaten. Es seien 50 Freiwillige, darunter fünf Frauen, für die Teilnahme an den Untersuchungen ausgewählt worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Die Untersuchungen sollen bis Ende Juli abgeschlossen sein.

Zuvor hatten Wissenschaftler schon in vorklinischen Tests - an Tieren und teils an sich selbst - Erfolge bei der Impfstoffentwicklung gemeldet. Vize-Regierungschef Dmitri Tschernyschenko hielt es im Fall von Erfolgen für möglich, dass bereits im Herbst ein Impfstoff zur Verfügung stehe. Eine Impfpflicht für die ganze Bevölkerung soll es nicht geben, wohl aber für einzelne Berufsgruppen.

Die Soldaten, die an der klinischen Studie teilnehmen, seien vorab eingehend untersucht worden und kerngesund. Sie werden ab Mittwoch in einem Forschungsinstitut des Verteidigungsministeriums untergebracht und während der Studie überwacht. Insgesamt befassen sich nach offiziellen Angaben in Russland sieben Forschungseinrichtungen unabhängig voneinander mit der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs.

2.6.2020 • 13:18 Uhr

Indonesien sagt Pilgerfahrt nach Mekka ab

Indonesien hat wegen der Corona-Pandemie die diesjährige Pilgerfahrt nach Mekka abgesagt. Die Entscheidung sei sehr schwer gefallen, doch die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus sei zu groß, sagte Religionsminister Fachrul Razi.

Nach seinen Angaben hatte die Regierung zunächst erwogen, nur die Hälfte der Pilger zu schicken, sich dann aber für einen vollständigen Rückzug entschieden. Saudi-Arabien hatte Indonesien in diesem Jahr für die Pilgerfahrt eine Quote von 221.000 Pilgern zugeteilt. Indonesien ist das größte muslimisch geprägte Land weltweit.

Der Hadsch gehört zu den fünf Säulen des Islam. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, ist angehalten, mindestens einmal im Leben an der Pilgerfahrt teilzunehmen. Im vergangenen Jahr waren 2,5 Millionen Pilger aus aller Welt nach Saudi-Arabien gekommen.

Saudi-Arabien hat aus Sorge vor dem Coronavirus vorsorglich seine Grenzen für Pilgerer nach Mekka geschlossen (Archivbild). | STRINGER/EPA-EFE/REX

Der Hadsch ist eine wichtige Einkommensquelle für Saudi-Arabien. Im vergangenen Jahr waren 2,5 Millionen Pilger aus aller Welt nach Mekka gekommen. (Archivbild). Bild: STRINGER/EPA-EFE/REX

2.6.2020 • 13:05 Uhr

Pakistan beendet fast alle Corona-Maßnahmen wegen Armut

Trotz steigender Infektionszahlen hebt Pakistan fast alle Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auf. Die Bevölkerung müsse besonders vorsichtig sein und lernen, mit dem Virus zu leben, erklärte der pakistanische Ministerpräsident Imran Khan, wie die pakistanische Zeitung "Express Tribune" berichtet.

Das Virus werde so schnell nicht verschwinden und so müsse ein Gleichgewicht zwischen Beschränkungen und den Bedürfnissen der Armen gefunden werden. Ein "Lockdown" würde etwa 25 Millionen Arbeiter treffen, deren Familien verhungerten, wenn sie nicht arbeiten könnten. Das südasiatische Land hat bislang 72.460 Covid-19-Infektionen und 1.543 Todesfälle vermeldet.

2.6.2020 • 13:03 Uhr

EU will Katastrophenschutz ausweiten

Als Lehre aus der Corona-Krise soll der europäische Katastrophenschutz drastisch ausgebaut werden und künftig auch über eigene Flugzeuge, Hubschrauber und Feldlazarette verfügen. Das Budget für das Programm RescEU soll um zwei Milliarden Euro aufgestockt werden, wie der zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic erläuterte. Das gesamte Katastrophenschutzprogramm hätte dann einen Umfang von 3,1 Milliarden Euro für die Jahre 2021 bis 2027.

Bisher ist der EU-Katastrophenschutz eher ein Verteilmechanismus: Im Falle einer Krise in einem Mitgliedsstaat - etwa ein Waldbrand oder ein Erdbeben - werden die übrigen Partner um Hilfszusagen gebeten, die über Brüssel koordiniert werden. Für eine große Krise wie die Corona-Pandemie reiche das aber nicht aus, sagte Lenarcic. Er erinnerte daran, dass Italien zu Beginn des Gesundheitsnotstands um medizinische Schutzausrüstung bat und kein einziger Mitgliedstaat darauf reagierte. Die Staaten hätten einfach selbst keine Reserven gehabt.

Dem soll nun eine gemeinsame Reserve von Schutzmaterial, aber auch von großem Gerät abhelfen, das von der Kommission angeschafft, finanziert und eingesetzt werden könnte. Gedacht ist dies nach Lenarcic' Worten für Katastrophen wie Pandemien, aber auch Atom- und Chemieunfälle. Dazu soll auch Personal gehören, zum Beispiel "fliegende medizinische Experten", Krankenpfleger oder Epidemiologen.

2.6.2020 • 13:00 Uhr

Italiens Rechte demonstriert an Nationalfeiertag gegen "Kapitulation"

Italiens rechte Parteien haben am Nationalfeiertag in Rom gegen die Regierungspolitik in der Corona-Krise demonstriert. Unter dem Motto "Italien kapituliert nicht" zogen Hunderte Menschen durch eine lange Einkaufstraße.

Angeführt wurde der Zug vom ehemaligen Innenminister Matteo Salvini. An seiner Seite gingen Giorgia Meloni, Chefin der ultrarechten Fratelli d'Italia, und der italienische Europaabgeordnete Antonio Tajani von der Forza Italia. In Interviews kritisierte Meloni zu viel Bürokratie bei der Vergabe von Corona-Hilfen. Die Krankheit erzeuge "soziales Unbehagen". Ministerpräsident Giuseppe Conte habe die Gefahren einer wirtschaftlichen Katastrophe nicht verstanden.

Die Veranstalter hatten wegen der Ansteckungsgefahr aufgefordert, nur in sozialen Medien mitzuwirken. Trotzdem drängten sich die Menschen.

Italiens Ex-Innenminister Matteo Salvini | FABIO FRUSTACI/EPA-EFE/Shutterst

Lega-Chef Salvini nahm seinen Mundschutz wiederholt ab, fasste Teilnehmer an und ergriff Handys für Selfies. Bild: FABIO FRUSTACI/EPA-EFE/Shutterst

2.6.2020 • 12:54 Uhr

Turkish Airlines fliegt ab 10. Juni wieder international

Turkish Airlines hat angekündigt, am 10. Juni ihre internationalen Flüge von Istanbul wieder aufzunehmen. Ab dem 18. Juni werde die Fluggesellschaft außerdem Direktflüge von 16 Städten in Deutschland, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden und Dänemark zu 14 Städten in Anatolien anbieten. Darunter seien auch neue Ziele, die bisher noch nicht angeflogen worden seien.

2.6.2020 • 12:38 Uhr

WHO: Corona-Schwerpunkt verlagert sich in Richtung Osten

In Europa hat sich der Schwerpunkt der Coronavirus-Pandemie der Weltgesundheitsorganisation zufolge mittlerweile in den Osten verlagert. Gegenwärtig gebe es in Westeuropa einen stetigen Rückgang der Infektionszahlen, während in Russland und Osteuropa insgesamt immer noch ein Anstieg verzeichnet werde, sagte die WHO-Sprecherin Margaret Harris. Russland zählt inzwischen 423.741 nachgewiesene Infektionen. Nur in den USA und in Brasilien gibt es mehr.

2.6.2020 • 12:29 Uhr

300 asymptomatische Fälle in Wuhan

Bei Tests von fast zehn Millionen Bürgern in Wuhan sind 300 asymptomatische Infektionen mit dem Coronavirus entdeckt worden. Die angesteckten Personen und 1174 enge Kontaktpersonen seien isoliert worden und stünden unter medizinischer Beobachtung, berichteten die Behörden nach Angaben der Staatsmedien. Den Anteil der Infizierten ohne Symptome an der Bevölkerung beschrieben die Experten als "äußerst gering". Auch seien keine Ansteckungen durch diese Personen festgestellt worden. Die Tests waren seit Mitte Mai über zwei Wochen vorgenommen worden.

2.6.2020 • 12:12 Uhr

Thüringen löst Krisenstab auf

Thüringen löst seinen wegen der Corona-Pandemie einberufenen Krisenstab unter Leitung des Landesinnenministeriums vorerst auf. Das gab Ministerpräsident Bodo Ramelow via Twitter bekannt. "Heute endet formell in Thüringen die Steuerung durch die Epidemie mit einem Krisenstab", schrieb Ramelow.

Der Schritt war zuvor bereits angekündigt worden. Innenminister Georg Maier von der SPD schrieb, dass die Krisensteuerung nun auf das Gesundheitsministerium übergeht. "Die Pandemie ist noch nicht vorbei!", schrieb Maier bei Twitter.

2.6.2020 • 11:57 Uhr

Häusliche Gewalt nimmt zu

Insbesondere bei Familien in Quarantäne und bei akuten finanziellen Sorgen haben Frauen während der Corona-Krise häusliche Gewalt erfahren. Das ist das Ergebnis einer Online-Befragung von rund 3800 Frauen zwischen 18 und 65 Jahren. Demnach berichteten 3,1 Prozent der Frauen, in der Zeit der strengen Kontaktbeschränkungen mindestens eine körperliche Auseinandersetzung erlebt zu haben, etwa Schläge. Bei 6,5 Prozent wurde die Kinder den Aussagen der Mütter zufolge gewalttätig bestraft. Offen blieb, ob die Gewalt in diesem Fall von der Frau oder dem Mann ausging.

Befanden sich die Frauen zu Hause in Quarantäne, stiegen die Zahlen stark: Dann berichteten 7,5 Prozent von körperlicher Gewalt, in 10,5 Prozent der Fälle erlitten Kinder Gewalt.

2.6.2020 • 11:32 Uhr

Berliner Gesundheitssenatorin "entsetzt" über Schlauchbootparty

Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat sich schockiert über die Partyansammlungen in der Hauptstadt am zurückliegenden Wochenende gezeigt. Sie sei "entsetzt", erklärte Kalayci. "Ich habe es am Anfang der Pandemie gesagt und sage es heute: Es ist nicht die Zeit für Partys", mahnte die Senatorin.

Schlauchboote auf dem Berliner Landwehrkanal | dpa

Die Demonstration in Berlin "Für die Kultur - Alle in einem Boot" am Pfingstsonntag ist aufgelöst worden. 3000 Menschen in 400 Boten waren zusammengekommen - und hatten auf die Corona-Auflagen verstoßen. Bild: dpa

Am Wochenende hatten sich tausende Menschen auf hunderten Booten und am Ufer des Berliner Landwehrkanals versammelt. Die Gesundheitssenatorin erinnerte daran, dass die Berliner Partyszene und Klubs zu Beginn der Pandemie Hotspots für Infektionen waren.

Sie habe Verständnis für die schwierige wirtschaftliche Lage der Klubs, erklärte Kalayci. "Aber das, was am Wochenende auf dem Landwehrkanal passierte, ist in Pandemiezeiten grob fahrlässig." Die SPD-Politikerin mahnte, das Virus sei "nach wie vor da und eine Gefahr für die Gesundheit aller Menschen".

2.6.2020 • 11:26 Uhr

Formel-1-Notkalender steht

Die Formel-1-Saison wird zunächst ohne ein Rennen in Deutschland beginnen. Die Motorsport-Königsklasse hat den Corona-Notkalender für die ersten acht Rennen in Europa mit dem Start am 5. Juli im österreichischen Spielberg veröffentlicht. Ein Gastspiel in Hockenheim wird es demnach zunächst nicht geben.

2.6.2020 • 11:24 Uhr

Fahrgastzahlen bei der Bahn erholen sich allmählich

Nach dem tiefen Einbruch in der Corona-Krise fahren wieder mehr Menschen mit der Bahn. "Wir sehen eine allmähliche Erholung der Fahrgastzahlen", teilte Fernverkehrschef Michael Peterson mit. Am langen Pfingstwochenende seien 750.000 Fahrgäste in die Fernzüge gestiegen, etwa halb so viele wie vor einem Jahr.

Auch am Himmelfahrtswochenende hatte es etwa 750.000 Fahrgäste gebeben. Damit die Fahrgäste Abstand halten können, zeigen App und Website der Bahn Züge schon als stark nachgefragt an, wenn die Hälfte der Plätze gebucht ist. "Im Großen und Ganzen klappt das", sagte der Vorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn, Detlef Neuß. Auf Hauptstrecken sei das Abstandhalten an Pfingsten aber nur bedingt gelungen.

2.6.2020 • 11:10 Uhr

Tunesien will Grenzen Ende Juni wieder öffnen

Nach fast dreimonatiger Schließung will Urlaubsland Tunesien seine Grenzen Ende Juni wieder öffnen. Das Land sei bereit, Gäste in aller Sicherheit zu empfangen, teilte das tunesische Fremdenverkehrsamt mit. Zuvor hatte die Regierung die Öffnung sämtlicher Grenzen ab dem 27. Juni in Aussicht gestellt.

Tunesien hatte angesichts der weltweiten Corona-Pandemie die Flug- und Seehäfen für den regulären Verkehr geschlossen. Nach offiziellen Angaben sind in Tunesien rund 1000 Coronavirus-Infizierungen bestätigt worden.

2.6.2020 • 10:57 Uhr

Erstmals keine neuen Corona-Toten in Spanien registriert

Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sind in Spanien binnen eines Tages keine neuen Todesopfer registriert worden. Das teilte die Behörde für Gesundheitliche Notfälle mit. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass nach dem Pfingstmontag noch Fälle nachgemeldet werden könnten.

Dennoch war es das erste Mal seit dem 3. März, dass an einem Tag keine einziger Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 bekannt wurde, wie die Zeitung "El País" betonte. Damals hatten die Behörden mitgeteilt, dass ein bereits am 13. Februar verstorbener Patient mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert gewesen war. Anfang April zum Höhepunkt der Pandemie in Spanien wurden dann sogar mehr als 900 Tote pro Tag im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 registriert.

2.6.2020 • 10:40 Uhr

Italien startet seine Corona-Warn-App

Italien startet mit seiner angekündigten Warn-App im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die Anwendung auf dem Smartphone soll Bürgern einen Hinweis senden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Die kostenlose App mit dem Namen "Immuni", die ein Mailänder Unternehmen entwickelt hat, stehe zum Runterladen aufs Handy bereit, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Ab 8. Juni würden die Funktionen aktiviert, allerdings zunächst nur in vier von 20 Regionen. Die App solle zunächst in den Abruzzen, Ligurien, den Marken und Apulien laufen. Später sollten weitere Regionen hinzukommen. Auch andere Länder - darunter Deutschland - wollen im Kampf gegen die Covid-19-Krankheit vermehrt eine eigene Warn-App nutzen oder prüfen den Einsatz.

An den Plänen für die App hatte es Kritik von Datenschützern gegeben. Dazu erläuterte das Ministerium, die "Immuni"-Anwendung sei im Einklang mit italienischen und europäischen Gesetzen zum Schutz der Privatsphäre entwickelt worden.

2.6.2020 • 10:21 Uhr

Unions-Vortreffen zum Koalitionsausschuss gestartet

Die Spitzen von CDU und CSU haben sich mit Kanzlerin Angela Merkel vor dem Treffen des Koalitionsausschusses zu Vorberatungen über Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur in der Corona-Krise getroffen.

An den Verhandlungen im Kanzleramt nahmen neben Merkel CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, der CSU-Vorsitzende Markus Söder sowie Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt teil. Das Treffen mit der SPD in großer Runde sollte um 14.00 Uhr beginnen.

2.6.2020 • 10:17 Uhr

Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen in Göttingen

Unter den 300 Kontaktpersonen nach einem Corona-Ausbruch in Göttingen durch mehrere Familienfeiern sind auch viele Kinder und Jugendliche. Die Stadt hat deshalb die Sicherheitsvorkehrungen an Schulen verschärft.

2.6.2020 • 10:14 Uhr

DOSB-Chef sieht Sportvereine in Gefahr

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat die Notwendigkeit eines nationalen Notfallfonds für den Sport erneut bekräftigt. "Ohne Hilfe werden (...) unsere 90.000 Vereine an vielen Stellen nicht überlebensfähig sein", sagte Hörmann im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Ohne Unterstützung sei die Vielfalt der Sportlandschaft in Gefahr.

Vor allem Programme für Vereine in den "klassischen, wertvollen Ligen" wie Volleyball, Eishockey, Handball, oder Basketball, die im Gegensatz zum Fußball nicht die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten, seien notwendig. "Andernfalls werden erste Insolvenzen schon in den nächsten Wochen und Monaten kommen", sagte Hörmann.

Der DOSB hatte dem Sportausschuss des Bundestages vergangene Woche eine Schadensprognose für die Vereine präsentiert, die von einem finanziellen Bedarf von mehr als einer Milliarde Euro ausgeht.

2.6.2020 • 10:07 Uhr

Karliczek will Agentur für Medikamenten- und Impfstoffentwicklung

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) will die Medikamenten- und Impfstoffentwicklung in Deutschland stärken. Ziel sei es, die Erforschung neuer Arzneien und Impfstoffe hierzulande deutlich auszuweiten und von Drittstaaten unabhängig zu werden, sagte Karliczek den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dies sei eine Lehre aus der Corona-Pandemie.

Dazu soll eine Agentur für pharmazeutische Neuerungen gegründet werden. Nach dem Willen Karliczeks sollte möglichst noch im Koalitionsausschuss am Dienstag dazu der Grundstein gelegt werden. Aufgabe der Agentur könne es sein, den Erkenntnistransfer zwischen universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu fördern und bei Ausbrüchen unbekannter Erkrankungen frühzeitig die Entwicklung von Impfstoffen anzustoßen.

2.6.2020 • 10:01 Uhr

Kassen rechnen mit bis zu 7,6 Milliarden Euro für Massentests

Die von Gesundheitsminister Jens Spahn geplante Ausweitung der Corona-Tests würden in diesem Jahr bis zu 7,6 Milliarden Euro kosten. Das geht aus einer Stellungnahme des GKV-Spitzenverbands hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt. Bis März kommenden Jahres würden sich die Kosten auf 10,6 Milliarden Euro summieren.

Der Kassenverband warnt zugleich vor dadurch erforderlichen Beitragssteigerungen um 0,8 Punkte für die 73 Millionen gesetzlich Versicherten. In ihrer Stellungnahme verlangen die Kassen die vollständige Kostenübernahme. Die Ankündigung, Spahn werde in der zweiten Jahreshälfte gemeinsam mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) über Bundeszuschüsse reden, reiche keineswegs aus, die Lage der Kassen sei schon ohne die Finanzierung der Tests "absehbar angespannt".

Laut Spahns Entwurf sollen alle Tests zunächst von den gesetzlichen Kassen (GKV) bezahlt werden. Privat- und Nichtversicherte würden nicht einbezogen.

2.6.2020 • 09:52 Uhr

Mehr als 423.000 Infektionsfälle in Russland

In Russland sind 8863 Neuinfektionen registriert worden. Damit sei die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden auf 423.741 gestiegen, teilten die Behörden mit. Zudem seien 182 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 5037. Russland hat nach den USA und Brasilien weltweit die dritthöchste Infektionszahl.

2.6.2020 • 09:31 Uhr

Erster Rohingya-Flüchtling in Lager in Bangladesch an Covid-19 gestorben

In den überfüllten Flüchtlingslagern von Bangladesch ist ein erster Bewohner an den Folgen des Coronavirus gestorben. Der 71-jährige Rohingya-Flüchtling sei am 31. Mai gestorben, aber erst jetzt habe sich seine Covid-19-Erkrankung bestätigt, sagte der Gesundheitsbeauftragte des Bezirks Cox's Bazar.

Der Mann gehörte demnach zu den 29 Rohingya-Flüchtlingen, die zuvor positiv auf das Virus getestet worden waren. Die meisten der Infizierten leben in Camp Kutupalong, dem mit 600.000 Bewohnern größten Lager. Nach dem vermehrten Auftreten des Virus vor knapp einer Woche waren 15.000 Bewohner unter Quarantäne gestellt worden. Die Furcht vor einer raschen Ausbreitung des Coronavirus in den überfüllten Lagern ist groß. 

2.6.2020 • 09:29 Uhr

Tagebuch aus dem abgeriegelten Wuhan

Die Autorin Fang Fang hat ein Online-Tagebuch über die Zeit geschrieben, in der die chinesische Metropole Wuhan abgeriegelt war. Jetzt ist es auch in gedruckter Form erschienen - allerdings nicht in China.

2.6.2020 • 09:25 Uhr

Verbraucherlaune nur leicht aufgehellt

Die Laune der Konsumenten in Deutschland bleibt trotz einer leichten Besserung im Juni auf sehr niedrigem Niveau, wie der Einzelhandelsverband HDE zu seiner monatlichen Umfrage unter 2000 Menschen mitteilt. "So wie die Einschränkungen des öffentlichen Lebens von Woche zu Woche in kleinen Schritten gelockert wurden, hellte sich auch die Stimmung der Verbraucher ein Stück weit auf."

Der Abwärtstrend der vergangenen Monate sei zunächst einmal gestoppt. Eine weitere positive Entwicklung für die kommenden Monate sei aber noch nicht absehbar und der Ausblick auf die nächsten Wochen von großen Unsicherheiten geprägt. "Negative Ausschläge könnten schnell zu einer wieder pessimistischeren Verbraucherstimmung führen", erklärt der HDE.

2.6.2020 • 09:08 Uhr

Real Madrid beendet Saison in Ersatzstadion

Der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid wird nach dem Ende der Corona-Zwangspause die verbliebenen Spiele der Saison nicht in seinem Bernabéu-Stadion bestreiten. Das habe Vereinspräsident Florentino Pérez in einem Schreiben an die Vereinsmitglieder mitgeteilt, berichteten spanische Medien.

Stattdessen sollen die verbleibenden Partien der Meisterschaft im vereinseigenen Trainingsstadion Estadio Alfredo di Stéfano in Valdebebas außerhalb von Madrid gespielt werden. Grund sind einerseits laufende Umbauarbeiten im 80.000 Zuschauer fassenden Bernabéu und andererseits die Tatsache, dass die Spiele wegen Corona ohnehin in Geisterstadien ohne Zuschauer stattfinden werden. La Liga kehrt am 11. Juni mit dem Stadtderby zwischen dem FC Sevilla und Betis Sevilla zurück.

Das Santiago-Bernabéu-Stadion in Madrid | AP

Im Bernabéu werden in dieser Saison keine Spiele mehr stattfinden. Bild: AP

2.6.2020 • 09:03 Uhr

Mitbestimmung von Schülern bei Schulöffnungen gefordert

Das Kinderhilfswerk und die Bundesschülerkonferenz haben eine stärkere Beteiligung der Schüler an den Konzepten für Schulöffnungen gefordert. Gerade jetzt sollten "Erwachsene nicht so tun, als wären wir stets allwissend", erklärte Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks. Es brauche die Expertise der Schüler bei der sie betreffenden Öffnung der Schulen, mahnte er in einer gemeinsamen Mitteilung mit der Bundesschülerkonferenz.

Konkret fordern die Organisationen das Einbeziehen unter anderem der Landesschülervertretungen bei der Konzeptausarbeitung für den Schulbetrieb. Auch müsse es eine umfassende Vor-Ort-Evaluation der während der Schulschließungen erarbeiteten Unterrichtsinhalte geben. So sollen Schüler, die diese aus verschiedenen Gründen nicht bearbeiten konnten, durch "Fördermaßnahmen wieder den Anschluss an den Lernstoff schaffen". Auch sei eine Evaluation der Vermittlung und Erarbeitung von Schulinhalten mittels digitaler Medien "dringend geboten", erklärten Kinderhilfswerk und Bundesschülerkonferenz. Schließlich werde das Lernen mittels digitaler Inhalte absehbar eine "zentrale Rolle im Schulalltag spielen".

2.6.2020 • 09:01 Uhr

Prominente rufen G20 zu Billionen-Hilfe auf

Mehr als 200 Prominente aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft haben die G20-Staaten zu einer Dringlichkeitssitzung wegen der Coronavirus-Pandemie aufgefordert. Sie sollten Ländern mit geringer und mittlerer Wirtschaftsleistung mit 2,5 Billionen Dollar (2,25 Billionen Euro) unter die Arme greifen, damit diese die Pandemie und ihre Folgen bewältigen könnten, schrieben der frühere UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der Philanthrop George Soros, sieben Nobelpreisträger und mehr als 75 frühere Spitzenpolitiker, sowie zahlreiche weitere Persönlichkeiten.

Mehr als 100 Staaten hätten wegen der Pandemie bereits den Internationalen Währungsfonds um Hilfe gebeten, hieß es in dem Schreiben. Mit weiteren Anträgen sei zu rechnen. In Staaten mit geringer und mittlerer Wirtschaftsleistung lebten etwa 70 Prozent der Weltbevölkerung. Ohne Hilfe der G20 werde sich dort die Rezession vertiefen, was die Ärmsten in diesen Ländern am heftigsten treffen werde. Die G20 erwirtschafteten 85 Prozent der Weltwirtschaftsleistung und hätten die Möglichkeit, die notwendigen Mittel zu mobilisieren.

"Wir drängen die Regierenden, dies umgehend zu tun", hieß es in dem Appell, zu dessen Unterzeichnern auch die früheren britischen Premierminister Gordon Brown, Tony Blair und John Major, der frühere südafrikanische Präsident Frederik Willem de Klerk und Ex-Bundesaußenminister Joschka Fischer gehören.

2.6.2020 • 08:38 Uhr

Weniger Abschiebungen aus Bayern

Wegen der Corona-Beschränkungen sind nach Angaben der "Bild" in den vergangenen zweieinhalb Monaten 237 Abschiebungen aus Bayern ausgefallen. "Da der überwiegende Teil von Abschiebungen auf dem Luftweg stattfindet, wirken sich die Beschränkungen des Flugreiseverkehrs und die Einreisebestimmungen der Zielländer aus", sagte ein Sprecher des Landesamtes für Asyl und Rückführungen der Zeitung. Geplant gewesen seien 175 Einzel- und 13 Sammelabschiebungen. Diese sollen nachgeholt werden, sagte der Sprecher weiter.

2.6.2020 • 08:34 Uhr

Frankreich erwartet Konjunktureinbruch von elf Prozent

Die französische Wirtschaft wird nach Aussage von Finanzminister Bruno Le Maire wegen der Corona-Krise deutlich stärker einbrechen als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um elf Prozent fallen, sagte Le Maire dem Radiosender RTL. Die bisherigen Planungen waren nur von einem Minus von acht Prozent ausgegangen.

"Wir wurden von dem Virus schwer getroffen, wir haben wirksame Maßnahmen ergriffen, um die Gesundheit der Franzosen zu schützen, aber die Wirtschaft kam für drei Monate praktisch zum Erliegen", sagte der Minister. "Wir werden dafür mit Wachstum bezahlen."

In Nizza läuft ein Mann vor einem wegen der Corona-Krise geschlossenen Restaurant vorbei, vor dem Stühle aufgestapelt sind. | REUTERS

In Frankreich sollen in der kommenden Woche weitere Corona-Lockerungen in Kraft treten. Auch viele Restaurants sollen wieder öffnen dürfen. Bild: REUTERS

2.6.2020 • 08:32 Uhr

Grüne warnen vor Autokaufprämien für alte Technologien

Der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, hat die Große Koalition vor falschen Weichenstellungen mit ihrem geplanten Konjunkturpaket gewarnt. Es fehle bisher ein Plan, Digitalisierung, Klimaschutz und Gerechtigkeit zusammenzubringen, sagte Hofreiter im Deutschlandfunk vor Beratungen der Koalitionsspitzen.

Mit Blick auf mögliche Autokaufprämien auch für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren sagte Hofreiter, es sei zwar richtig, eine Schlüsselbranche zu stützen. Es sei aber mittelfristig für Arbeitsplätze und Klima kontraproduktiv, dabei auf alte Technologien zu setzen. Die Grünen forderten dagegen eine Förderung von Null-Emissions-Fahrzeugen, Hilfen für die Weiterbildung von Mitarbeitern und direkte Transformationszuschüsse für Zulieferer.

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans nannte die Frage der Autokaufprämien den "härtesten Punkt" in den Verhandlungen der Koalition. Einigkeit bestehe darin, einer Schlüsselindustrie zu helfen, sagte er im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Die Frage sei aber, ob die Steuerzahler in Haftung genommen werden sollten, dass Autos mit konventionellen Verbrennungstechnologien verbilligt werden. Das könne eine Industrie, die über Jahre Milliardengewinne eingefahren habe, selbst in die Hand nehmen. Richtiger wäre es, den Umstieg der Autoindustrie zu finanzieren.

2.6.2020 • 08:25 Uhr

Dobrindt will Alleinerziehende entlasten

Kurz vor dem Koalitionsausschuss hat CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt eine Entlastung für Alleinerziehende gefordert. Er schlug in der "Bild" vor, den sogenannten Entlastungsbetrag für Alleinerziehende von derzeit 1908 auf 4000 Euro anzuheben. Eine Erhöhung des Freibetrages würde die Steuerlast von Alleinerziehenden senken. Er begründete dies damit, dass sich die Situation von Alleinerziehenden während der Corona-Krise weiter zugespitzt habe. Alleinerziehende trügen oft eine doppelte Verantwortung. "Deshalb wollen wir sie doppelt so stark entlasten wie bisher", sagte Dobrindt.

2.6.2020 • 07:25 Uhr

So viele Kurzarbeiter wie nie zuvor

Im Mai sind in Deutschland nach Berechnungen des Ifo-Instituts 7,3 Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit gewesen. "Diese Zahl war noch nie so hoch", sagte ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. "In der Finanzkrise lag der Gipfel der Kurzarbeit im Mai 2009 bei knapp 1,5 Millionen Menschen."

In der Coronakrise hatten demnach die Unternehmen ursprünglich 10,1 Millionen Arbeitnehmer zur Kurzarbeit angemeldet. Laut Daten der Münchener Wirtschaftsforscher wurden davon tatsächlich 71,6 Prozent in Kurzarbeit geschickt. Besonders betroffen seien Beschäftigte in den wirtschaftsnahen Dienstleistungen, in der Industrie und im Handel.

2.6.2020 • 06:33 Uhr

Umfrage: 40 Prozent der Studierenden verlieren Job wegen Corona

40 Prozent der Studierenden haben durch die Corona-Krise einen Job verloren. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Personaldienstleisters Zenjob hervor, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt. 22 Prozent der Befragten waren demnach nicht mehr in der Lage, ihre Miete und Rechnungen wie gewohnt zu zahlen und mussten sich Geld bei ihrer Familie oder bei Freunden leihen.

Jeder Dritte gab an, aufgrund der aktuellen finanziellen Situation sehr große Sorgen zu haben. Zugleich zeigten sich die meisten Studierenden zuversichtlich, nach der Krise schnell wieder einen Studentenjob finden zu können: 38,3 Prozent erklärten, sie seien optimistisch. Jeder Fünfte rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die Suche schwieriger wird. Jeder dritte Studierende hat in der Corona-Krise laut der Umfrage auf Rücklagen oder das Ersparte zurückgegriffen, um den aktuellen Lebensunterhalt finanzieren zu können. Ein weiteres Drittel gab an, weiterhin in Aushilfsjobs oder als Werkstudenten tätig zu sein.

Die von der Bundesregierung beschlossenen Hilfen, wonach Studierende ein zinsloses Darlehen von bis zu 650 Euro im Monat beantragen können, wollen drei Viertel der Befragten in Anspruch nehmen. An der repräsentativen Umfrage nahmen den Angaben zufolge 1.837 Befragte teil.

Studierender sieht sich eine online Vorlesung an | dpa

Auch die Online-Vorlesungen stellen die Studierenden demnach vor Herausforderungen. 56 Prozent äußerten Bedenken, dass sie aufgrund der Corona-Krise länger studieren werden, da sie Vorlesungen, Seminare oder Veranstaltungen aufgrund der Maßnahmen nicht besuchen können. Bild: dpa

2.6.2020 • 06:30 Uhr

WHO warnt vor übermäßigem Antibiotika-Einsatz

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einer Steigerung der Zahl der Todesfälle in der Corona-Krise durch den übermäßigen Einsatz von Antibiotika gewarnt. Die stark gestiegene Verabreichung von Antibiotika werde zu zunehmenden Resistenzen von Bakterien gegen diese Mittel führen, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Online-Pressekonferenz. Dadurch würden während der Pandemie und danach die Erkrankungen und Todesfälle durch bakterielle Infektionen zunehmen. 

Nach Angaben der WHO braucht nur ein geringer Anteil der Patienten mit der vom neuartigen Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 Antibiotika, um bakterielle Begleitinfektionen der Erkrankung zu behandeln. In einem Ratgeber für Ärzte empfiehlt die UN-Unterorganisation, die Verabreichung von Antibiotika bei Covid-19-Patienten mit nur leichtem Krankheitsverlauf zu unterlassen, solange kein konkreter Verdacht auf eine bakterielle Infektion besteht.

2.6.2020 • 06:29 Uhr

New Yorker Met öffnet nicht vor Dezember

Die renommierte New Yorker Metropolitan Oper will aufgrund der Coronavirus-Pandemie erst Ende Dezember wieder aufmachen. Mit einer Gala am 31. Dezember wolle das Opernhaus in Manhattan wiedereröffnen, hieß es in einem Tweet.

"Es ist transparenterweise klar, dass Abstand halten und große Oper nicht zusammenpassen", sagte Met-Chef Peter Gelb der "New York Times". "Es sind nicht nur die Zuschauer, es ist auch die Gesundheit der Mitarbeiter. Man kann kein Symphonieorchester in einen Graben setzen und Sänger und einen Chor auf der Bühne nah beieinander."

Die Oper in der von der Corona-Pandemie besonders stark getroffenen Metropole ist seit Mitte März geschlossen. Kommende Woche sollen die Beschränkungen in New York erstmals gelockert werden. Einige Wochen später könnten laut Plan dann auch Kultureinrichtungen - unter Einhaltung von Hygienevorschriften, mit Abstand und Masken - wieder aufmachen. Bei einer Entscheidung dagegen würden dem Opernhaus wohl rund 100 Millionen Dollar an Einnahmen verloren gehen, schrieb die "New York Times".

2.6.2020 • 06:26 Uhr

Japans Kaiserpalast öffnet Gärten wieder

Japans ehrwürdiger Kaiserpalast hat die wegen der Corona-Krise zwei Monate lang geschlossenen Östlichen Gärten für die Öffentlichkeit wieder geöffnet. Allerdings dürfen als Vorsichtsmaßnahme gegen Covid-19 vormittags und nachmittags jeweils nur 50 Besucher in die Anlage, wie das Haushofamt bekanntgab.

Die Besucher müssten Masken tragen, zudem werde ihre Temperatur am Eingang gemessen. Neben einem weitläufigen Park mit Blumen befinden sich in der östlichen Gartenanlage auch Ruinen von Burggebäuden, die einst Shogune der Tokugawa-Dynastie erbauten. Die Gärten gehören zu den wenigen Orten auf dem weitläufigen Areal des Kaiserpalastes, die der Öffentlichkeit frei zugänglich sind.

Eine Frau mit Mundschutz geht am kaiserlichen Palast in Tokio vorbei | AFP

Der größte Teil der Palastanlage ist der Öffentlichkeit nur nach einer Voranmeldung für eine Besuchertour zugänglich. Die Gebäude selbst dürfen nicht betreten werden. Bild: AFP

2.6.2020 • 05:22 Uhr

Kommunen fordern Rettungsschirm und Hilfe bei Altschulden

Die Kommunen verlangen in der Corona-Krise einen Rettungsschirm für sich und die Übernahme von Altschulden. "Wir erwarten von der Koalition, dass sie mit ihrem Konjunkturpaket die Investitionskraft der Kommunen in der Corona-Krise stärkt", sagte der Präsident des Deutschen Städtetags, Burkhard Jung. "Das Handwerk und die Wirtschaft vor Ort brauchen kommunale Investitionen, damit es wieder aufwärts geht. Die Kommunen stemmen allein rund zwei Drittel der Bauinvestitionen."

2.6.2020 • 04:56 Uhr

RKI meldet 213 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 213 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 182.028 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8522 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 11. Etwa 166.400 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 600 mehr als noch einen Tag zuvor.

2.6.2020 • 04:44 Uhr

Bartsch: Autoprämie wäre "Ohrfeige für Steuerzahler"

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat sich gegen eine Autoprämie zur Ankurbelung der Konjunktur in der Corona-Krise gewandt. "Sie wäre eine Ohrfeige für die Steuerzahler und jeden Mittelständler", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. "Die Hersteller selbst sind gefordert, für attraktive Preise zu sorgen." Die SPD müsse den Verzicht auf eine Prämie heute im Koalitionsausschuss gegen die Union durchsetzen.

2.6.2020 • 04:44 Uhr

USA: Fast 26.000 Altenheim-Bewohner unter Corona-Toten

Unter den inzwischen mehr als 100.000 Todesopfern der Corona-Pandemie in den USA waren mindestens ein Viertel Bewohner von Pflegeheimen. Dies geht aus einem neuen Bericht für Gouverneure der US-Staaten hervor. Demnach dürfte die Zahl steigen. Den Angaben zufolge wurden in Altenheimen 60.000 Corona-Fälle registriert. Erstellt wurde der Report von den Zentren für Krankenversicherungen Medicare und Medicaid sowie für Seuchenkontrolle und Prävention.

2.6.2020 • 04:44 Uhr

Frankreich lockert Corona-Auflagen weiter

Frankreich lockert ab heute seine Corona-Auflagen weiter. Erstmals können die Bürger wieder im ganzen Land reisen. Bisher waren in der Regel nur Fahrten im Radius von 100 Kilometern um den Wohnort erlaubt. Auch Restaurants, Bars und Cafés können wieder öffnen. Im Pariser Großraum sind zudem Parks und öffentliche Gärten wieder zugänglich.  

Die französische Hauptstadt und ihr Umland bleiben aber unter erhöhter Beobachtung der Behörden, weil es dort besonders viele Infektionen gab. Eine Corona-Warn-App für Handys begleitet die zweite Phase der Lockerungen. Mit mehr als 28.800 Todesfällen ist Frankreich eines der am stärksten betroffenen Länder Europas.